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Bitcoin, Fiat & Rock'n'Roll

Bitcoin, Fiat & Rock'n'Roll

412 episodes — Page 7 of 9

Ep 112Bitcoin Lightning mit René Pickhardt und Stefan Richter

Das Bitcoin Lightning Netzwerk ist eine der spannendsten Entwicklungen im Krypto-Universum der vergangenen Jahre. In der heutigen Podcast-Episode sind mit René Pickhardt und Stefan Richter zwei absolute Experten zu diesem Thema zu Gast. Die beiden haben vor einigen Wochen ein interessantes Forschungspapier zum Bitcoin Lightning Netzwerk veröffentlicht, das grosse Wellen in der Community geschlagen hat. Im ersten Teil der Episode diskutieren Alexander, René und Stefan darüber, was das Lightning Netzwerk ist und warum wir es brauchen. Es geht um die Skalierbarkeit der Bitcoin Blockchain, die Blocksize Wars sowie die Frage, ob Bitcoin Geld ist. Im zweiten Teil der Episode tauchen Alexander, René und Stefan tiefer ein und diskutieren darüber, wie man das Lightning Netzwerk verbessern kann, so dass grössere Zahlungen verarbeitet werden können. René und Stefan haben dazu in einem Forschungspapier einen interessanten Vorschlag gemacht, der dazu führt, dass das sogenannte Routing durch das Netzwerk effizienter vonstattengeht. Wenn ihr euch dafür interessiert, wie wir in Zukunft auch grössere Zahlungen durch das Netzwerk schicken können, dann hört gerne in die aktuelle Episode von Bitcoin, Fiat & Rock’n’Roll. Viel Spass!

Sep 12, 20211h 9m

Ep 111#5minF Fünf Dinge, die nur CBDCs können

Aller Voraussicht nach wird den Bürgern der Eurozone künftig neben Bargeld, Kredit- und EC-Karten sowie weiteren digitalen Bezahllösungen wie Apple Pay, Google Pay oder PayPal eine weitere Bezahlmethode zur Verfügung stehen: Der digitale Euro, der als digitale Zentralbankwährung von der EZB emittiert wird. Ob der digitale Euro nach seiner Einführung den bestehenden Bezahllösungen substantielle Marktanteile wegnehmen wird, darüber debattieren derzeit Zentralbanker und Ökonomen. Teilweise argumentieren Ökonomen, dass ein digitaler Euro zum Flop werden würde, da bereits heute effiziente und benutzerfreundliche digitale Bezahlmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Warum sollten Kunden also zum digitalen Euro wechseln? In der heutigen Episode spricht Jonas darüber, unter welchen Bedingungen der digitale Euro eine weitflächige Verbreitung erfahren würde. Er betont hierbei, dass der digitale Euro hinsichtlich Benutzerfreundlichkeit, Geschwindigkeit, Kosten etc. bestehenden digitalen Bezahlmöglichkeiten Paroli bieten können muss. Zudem muss der digitale Euro mindestens eine Sache besser können als bestehende Lösungen, um besonders attraktiv zu sein. Was könnte das sein? Jonas geht im Rahmen der Episode auf 5 Dinge ein, die nur CBDCs können. Hierbei sind besonders die Aspekte der Privatsphäre, Offline-Zahlungen und Programmierbarkeit relevant. Du bist neugierig? Dann hör in die aktuelle Episode rein. Viel Spaß beim Hören!

Sep 10, 20217 min

Ep 110#5minF Warum gibt es keinen grossen Euro Stablecoin?

In der heutigen 5-min Friday Episode widmet sich Alexander Bechtel der Frage, warum es keinen grossen EUR Stablecoin gibt. Man muss auf coinmarketcap.com sehr weit nach unten scrollen, bevor man auf einen Stablecoin trifft, der den EUR anstatt den USD nachbildet. Es ist keine Überraschung, dass die grossen Stablecoins ihren Fokus auf den USD als globale Reservewährung legen. Allerdings ist es doch verwunderlich, dass es keinen EUR Stablecoin gibt, der auch nur annähernd an das Volumen der USD Stablecoins herankommt. Die Handelsvolumina der grössten USD Stablecoins wie USDT und USDC sind mehr als 1000-mal grösser als die der grössten EUR Stablecoins. Alexander geht diesem Ungleichgewicht auf den Grund und erklärt, warum eine Kombination aus Regulierung und niedrigen Zinsen in Europa dazu führen, dass es extrem schwierig ist einen profitablen Stablecoin aufzusetzen. Alexander nennt ausserdem einige Alternativen und mögliche Auswege für diese Situation. Mehr dazu gibt es in der heutigen 5-min Friday Episode. Viel Spass beim Reinhören!

Sep 3, 20218 min

Ep 109News: Poly Hack, Paypal, Binance, Coinbase und Messi

In der aktuellen News-Episode diskutieren Alexander und Michael gemeinsam mit Oliver Naegele von der Blockchain Helix AG u.a. über den Hack des Poly-Netzwerks. Die DeFi-Plattform wurde angegriffen, wobei der Hacker zwischenzeitlich mehr als USD 600 Mio entwendete. Darüber hinaus gibt es Neuigkeiten aus dem Bereich der Regulierung, PayPal, Binance, Coinbase und sogar bei Lionel Messi, der bei seinem neuen Arbeitgeber PSG in Paris teilweise in Form eines Fan-Tokens bezahlt wird. Wie immer könnt ihr diese und weitere News in unserem monatlichen News-Artikel nachlesen. Hier ein kleiner Vorgeschmack auf das, was euch in der heutigen Episode erwartet: Poly Netzwerk: Die Cross-Chain DeFi Plattform Poly wurde gehackt. Es wurden über USD 600 Mio gestohlen und mittlerweile (teilweise) wieder zurückgezahlt. Regulierung: Gary Gensler, Vorsitzender der Securities and Exchange Commission (SEC), fordert zusätzliche Kompetenzen und Autorität für die Regulierung des Krypto-Ökosystems. Binance bekommt diesen Regulierungsdruck schon zu spüren: Die größte Kryptowährungsbörse ist weltweit dem Druck von Regulierungsbehörden ausgesetzt. Alle Binance-Benutzer unterliegen inzwischen einer KYC-Verifizierung. Auch wehrt sich Binance gegen Vorwürfe der Marktmanipulation. Das Personalkarussel dreht sich bei Binance schnell. Krypto in der Unternehmenswelt: Neben dem Poly-Hack und Regulierungsanforderungen gibt es auch Erfolgsmeldungen. - PayPal wird es britischen Kunden ab dieser Woche ermöglichen, digitale Währungen zu kaufen, zu halten und zu verkaufen. Es ist die erste internationale Erweiterung des Kryptoprodukts von PayPal seit seiner Einführung in den USA im vergangenen Jahr. - Coinbase hat grünes Licht vom Verwaltungsrat erhalten, um Bitcoin im Wert von USD 500 Mio auf die eigene Bilanz zu nehmen. - Circle, der Emittent des populären Stablecoins USDC, möchte lizenzierte Vollgeld-Bank in den Vereinigten Staaten werden wollen. Dementsprechend hat Circle einen Antrag bei der US Securities and Exchange Commission (SEC) eingereicht. - Facebook steht offenbar kurz davor seine eigene Digital Wallet Novi (ehemals Calibra) zu lancieren. Die Wallet soll sowohl in die Facebook-App integrierbar als auch als Standalone-Version verfügbar sein. - Einen Teil seines PSG-Salärs erhält Messi in einem speziellen börsennotierten „Paris Saint-Germain Fan Token”. Der Kurs des Fan-Token steigt um 20 Prozent.

Aug 29, 202150 min

Ep 108#5minF Tether und Co. - Wie sicher sind Stablecoins wirklich?

In der heutigen 5-min Friday Episode diskutiert Alexander Bechtel die Sicherheit von Stablecoins, v.a. Tether und USDC. Bereits in Episode 87 hat sich Jonas Gross kritisch mit der Reserve von Tether auseinandergesetzt. Damals hat Tether zum ersten Mal Einblick in die Zusammensetzung seiner Reserve gegeben, wenn auch ohne Details zu nennen. Anfang August hat Tether ein Update mit mehr Informationen veröffentlicht, aus dem u.a. klar wurde, dass der Anteil an US-Staatsanleihen in der Reserve deutlich zugenommen hat. Insgesamt also gute Neuigkeiten für die Krypto-Community. Nichtsdestoweniger kritisiert Alexander die unzureichende Qualität der Reserven von Tether aber auch USDC. Seiner Meinung nach sind beide nicht ausreichend, um auf globaler Ebene den US Dollar im Blockchain-Ökosystem abbilden zu können. Dafür würde es deutlich strengere Regulierung und eine bessere Abdeckung durch sehr sichere Assets benötigen. Falls es dich interessiert, welche Stablecoins Alexander für sicherer hält als Tether und USDC, dann höre gerne rein in die heutige 5-min Friday Episode. Viel Spass!

Aug 27, 20217 min

Ep 107#5minF Was ist Sound Money?

Nach vielen Zuschriften als Reaktion auf die letzte 5-min Friday Episode zum Thema «Drei Wege zu Sound Money», greift Alexander Bechtel dieses Thema heute ein weiteres Mal auf. Was ist Sound Money genau? Wo kommt der Begriff her und wie hat sie die Definition über die Jahrhunderte geändert? Grund für die vielen Rückmeldungen auf die 5-min Friday Episode von letzter Woche war die Nutzung des Terms «Sound Money» in einem Essay von Christian Catalini (Chef-Ökonom von Diem) und Jai Massari (externer Rechtsberater/Anwalt von Diem) in der Harvard Business Review. Die beiden Autoren nutzen den Begriff darin als ein Synonym für stabiles Fiatgeld. Das ist zumindest aus Sicht vieler Anhänger der Österreichischen Schule der Nationalökonomie und aus dem Bitcoin-Lager ein grobes Foul. Schliesslich wird in diesen Kreisen «Sound Money» als das genaue Gegenteil des heutigen Fiatgeldes definiert. Alexander stimmt diesem Kritikpunkt generell zu, aber wie so oft ist es doch etwas komplizierter als man denkt. Wenn du wissen möchtest, warum der Begriff «Sound Money» problematisch ist und sich vermutlich keine allgemein anerkannte Definition durchsetzen wird, dann höre gerne in die heutige Episode von Bitcoin, Fiat & Rock’n’Roll. Viel Spass!

Aug 20, 20216 min

Ep 106So funktionieren anonyme Zahlungen mit CBDC

Das Thema digitale Zentralbankwährungen (CBDC) steht weit oben auf der Agenda vieler Zentralbanken. Eine der wichtigen Design-Dimensionen einer CBDC ist der Grad an Privatsphäre für die Nutzer. Dies wurde nicht zuletzt während der Konsultationsphase zum digitalen Euro deutlich, in der die Einhaltung der Privatsphäre das meistgenannte Charakteristikum eines digitalen Euros. In der heutigen Episode stellen Jonas Gross, Johannes Sedlmeier, Alexander Bechtel, Matthias Babel und Benjamin Schellinger ihr neuestes interdisziplinäres Forschungsprojekt vor. Die fünf Koautoren haben eine CBDC entwickelt, mit der man komplett anonym bezahlen kann, ohne gegen Geldwäscheregulierung zu verstossen. Möglich ist dies durch eine Kombination aus Zero Knowledge Proofs, Self-Sovereign Identities und der nötigen Portion Geldtheorie, um das Ganze auf unser aktuelles Geldsystem anzupassen. Die Entwicklung der fünf Koautoren könnte einen wichtigen Beitrag zur Ausgestaltung eines digitalen Euros beitragen. Wenn du mehr zur Funktionsweise der anonymen CBDC wissen möchtest, dann höre gerne in diese Episode von Bitcoin, Fiat & Rock’n’Roll. Viel Spass!

Aug 15, 202155 min

Ep 105#5minF Drei Wege zu Sound Money

In der heutigen 5-min Friday Episode diskutiert Alexander Bechtel einen interessanten Essay von Christian Catalini (Chef-Ökonom von Diem) und Jai Massari (externer Rechtsberater/Anwalt von Diem) in der Havard Business Review. Thema des Essays sind die drei Wege zu Sound Money. Catalini und Massari zielen damit allerdings nicht auf die Debatte ab, ob Bitcoin oder Ether Sound Money sind, sondern sie stellen drei sichere Wege dar, die es uns ermöglichen staatliche Währungen (d.h. EUR, USD, usw.) auf die Blockchain zu bringen. Viele von euch fragen sich jetzt eventuell, warum man staatliche Währungen überhaupt auf eine Blockchain bringen sollte. Es gibt hierfür unterschiedliche Gründe: Durch Blockchain-basiertes Geld lässt sich eventuell die finanzielle Inklusion sowie die Effizienz grenzüberschreitender Zahlungen erhöhen. Ausserdem wird Blockchain-basiertes Geld (v.a. USD Stablecoins) aktuell als on- und off-ramp für den Handel mit Kryptowährungen genutzt. Bei den drei Wegen zu Sound Money auf der Blockchain handelt es sich laut Catalini und Massri um (1) echte Stablecoins, (2) einen Giralgeldtoken und (3) digitale Zentralbankwährungen (CBDC). Wenn es dich interessiert, was genau hinter diesen Begriffen steckt und welche Vor- und Nachteile diese genau haben, dann höre gerne in die heutige 5-min Friday Episode rein. Viel Spass!

Aug 13, 20217 min

Ep 104#5minF Proof of Work vs. Proof of Stake (Teil 2)

In der heutigen 5-min Friday Episode reagiert Alexander Bechtel auf die 5-min Friday Episode von letzter Woche, in der Michael Blaschke die Vorteile von Proof of Stake (PoS) unter die Lupe genommen hat. Michael argumentiert, dass PoS der überlegene Konsensalgorithmus ist im Vergleich zu Proof of Work (PoW). Das kann Alexander natürlich nicht so stehen lassen und nimmt daher in dieser Episode die Gegenposition ein. Seiner Meinung nach ist PoW überlegen. Sowohl PoW als auch PoS haben ihre Vor- und Nachteile. In den Bitcoin- und Litecoin-Netzwerken wird Konsens mittels PoW erreicht. Nach PoW ist PoS der am häufigsten verwendete Konsens-Mechanismus in der Blockchain-Technologie. Einige Coins wie Peercoin verwenden ein gemischtes System, bei dem beide Methoden integriert sind. Derzeit ist Ethereum dabei, auf ein PoS-System umzusteigen. Der Hauptgrund für die Überlegenheit von PoW ist laut Alexander die Tendenz zur Zentralisierung bei PoS. Da es bei den beiden Konsensalgorithmen darum geht in dezentralen, offenen, öffentlichen, grenzenlosen, zensurresistenten Netzwerken Sicherheit zu schaffen, ist jegliche Zentralisierung ein No-Go. Warum es bei PoS mittel- bis langfristig zu einer Zentralisierung kommen könnte, erfahrt ihr in der heutigen 5-min Friday Episode. Viel Spass!

Aug 6, 20217 min

Ep 103News: Neue EZB Strategie, Digitaler Euro, DeFi und Regulierung

In einer neuen News-Episode widmen sich Alexander, Jonas und Michael der neuen EZB-Strategie und dem digitalen Euro. Weitere Themen sind die weltweiten CBDC-Entwicklungen sowie Krypto- und Blockchain-News aus der Unternehmenswelt. EZB: Die EZB überarbeitet ihre geldpolitische Strategie und verabschiedet sich vom Inflationsziel von knapp unter aber nahe 2%. Ausserdem kündigt die EZB ein Projekt zum digitalen Euro an. CBDC: Alexander, Jonas und Michael analysieren auch die News zu Wholesale und Retail CBDCs. Beispiel Retail CBDCs: Im Rahmen eines aktuellen Forschungsprojekts wurden in Grossbritatnien Bürger zur Vorteilhaftigkeit und dem zu erwarteten Einfluss einer Retail CBDC auf den Finanzsektor befragt. Zu Wholesale CBDC gibt es auch News: Die Schweizer SEBA Bank, die französische Zentralbank und weitere Partner haben die erfolgreiche Abwicklung der Zahlung eines digitalen Wertpapiers über eine französische Wholesale CBDC bekanntgegeben. Crypto: Die chinesische Regierung hat im Juni das Mining in Gebieten Chinas verboten. Dies hat zu einem erheblichen Rückgang der Hashrate geführt. Elon Musk hat beim Event „B-Word“ über sein eigenes Kryptoportfolio und die Bitcoin-Käufe von Tesla gesprochen. Zudem outete er sich als DeFi-Fan. Corporates und Banken Neben zahlreichen News aus der Corporate-Welt fällt auf, dass die Coinbase Germany GmbH als erstes deutsches Unternehmen aus dem Bereich der Kryptowährungen am 28.6.2021 von der BaFin die ausdrückliche Erlaubnis zur Erbringung des Kryptoverwahrgeschäfts und des Eigenhandels erhielt.

Aug 1, 202159 min

Ep 102#5minF Proof of Work vs. Proof of Stake (Teil 1)

In der heutigen 5-min Friday Episode nimmt Michael Blaschke die Vorteile von Proof of Stake (PoS) unter die Lupe. Nächste Woche folgt dann Alexander Bechtel mit der Gegenposition und analysiert, worin Proof of Work (PoW) überlegen ist. Sowohl PoW als auch PoS haben ihre Vor- und Nachteile. In den Bitcoin- und Litecoin-Netzwerken wird Konsens mittels PoW erreicht. Nach PoW ist PoS der am häufigsten verwendete Konsens-Mechanismus in der Blockchain-Technologie. Einige Coins wie Peercoin verwenden ein gemischtes System, bei dem beide Methoden integriert sind. Derzeit ist Ethereum dabei, auf ein PoS-System umzusteigen. Im Jahr 2011 schlug ein Bitcoin-Forum-Benutzer namens „QuantumMechanic“ eine neue Technik vor, die er eben „Proof of Stake“ nannte. Die erste Kryptowährung, die die PoS-Methode annahm, war Peercoin. Nxt, Blackcoin und ShadowCoin folgten bald darauf. PoS bestimmt den Erzeuger des nächsten Blocks. Dabei wird eine gewichtete Zufallsauswahl eingesetzt. Die Gewichte der einzelnen Teilnehmer werden aus Teilnahmedauer und/oder Vermögen (dem „Stake“) ermittelt. Doch worin zeichnet sich PoS aus? Michael Blaschke gibt eine Antwort mit vier Thesen, warum PoS dem PoW überlegen ist: 1. PoS verbraucht weniger Strom. 2. PoS unterliegt keinen verzerrenden Skaleneffekten. 3. PoS schliesst eine Netzwerkübernahme allein durch Besitz von Rechenleistung aus („51-%-Angriff“). 4. PoS senkt Einstiegshürden in den Validierungsprozess.

Jul 30, 20217 min

Ep 101#5minF Digitale Zentralbankwährungen weltweit: Eine Bestandsaufnahme

Inzwischen gibt es kaum eine Zentralbank, die nicht darüber nachdenkt, eine eigene digitale Zentralbankwährung (CBDC) einzuführen. Zuletzt hat beispielsweise die Europäische Zentralbank (EZB) angekündigt, ein Projekt zum digitalen Euro zu starten. Quasi wöchentlich werden neue CBDC-Projekte weltweit angekündigt – und die Anzahl an fortgeschrittenen Projekten nimmt ebenfalls stetig zu. Doch wie setzt sich der aktuelle Markt rund um Retail CBDCs zusammen? In welchen Phasen befinden sich die CBDC-Projekte weltweit? Welche Jurisdiktionen sind als CBDC-Vorreiter zu nennen? Und wie lässt sich der digitale Euro der EZB international einordnen? Über diese Fragen spricht Jonas in der heutigen Five-Minute-Friday-Episode. Basierend auf Daten des CBDC-Trackers, einer Open-Source-Datenbank zum Vergleich weltweiter CBDC-Projekte, ordnet er aktuelle CBDC-Projekte ein. Hierbei ist klar zu erkennen, dass sich die meisten Zentralbanken noch in der konzeptionellen Phase befinden und sich noch nicht entschieden haben, ob sie eine CBDC einführen werden. Allerdings gibt es inzwischen auch ca. zehn Zentralbanken, deren CBDC-Bemühungen weit fortgeschritten sind. Erste Zentralbanken haben bereits eine CBDC eingeführt oder ein Pilotprogramm gestartet. Um welche Länder es sich hier handelt, erfahrt ihr in der Episode. Viel Spaß beim Hören!

Jul 23, 20216 min

Ep 100Jubiläumsfolge: Unser Rückblick auf 2 Jahre und 100 Episoden Bitcoin, Fiat & Rock'n'Roll

Bitcoin, Fiat & Rock’n’Roll feiert Jubiläum! Nach gut zwei Jahren erscheint die 100. Episode – Zeit, um ein Zwischenfazit zu ziehen. In dieser Spezialfolge blicken Alexander, Jonas und Michel auf die Entwicklungen rund um digitale Währungen seit Beginn des Podcasts im Juni 2019 zurück. Wie haben sich Stablecoins wie Diem/Libra in der Zwischenzeit entwickelt? Wie steht es um digitale Zentralbankwährungen? Welche Prognosen sind aufgegangen? Wo haben die drei auf das falsche Pferd gesetzt? Neben diesem inhaltlichen Rückblick gibt es zudem persönliche Einblicke zum Hintergrund, der Weiterentwicklung, der Mission und der Vision des Podcasts. Das Ziel von Bitcoin, Fiat & Rock’n’Roll ist es auch weiterhin als ideologiefreier, neutraler und kompetenter Podcast an der Schnittstelle der klassischen Finanzwelt und der Kryptowelt wahrgenommen zu werden. Last but not least sprechen die drei Co-Hosts in der Spezialfolge über ihren Weg in die Welt der digitalen Währungen und geben auch den ein oder anderen Einblick in ihr Privatleben. Ein herzlicher Dank geht an dieser Stelle and alle Hörer für den Support in den vergangenen zwei Jahren. Bitcoin, Fiat & Rock’n’Roll wird weiterhin Gas geben, um innovative Themen rund um digitale Währungen in der Diskussion weiter nach vorne zu bringen. Viel Spaß beim Hören der Jubiläumsepisode!

Jul 18, 202152 min

Ep 99#5minF EZB startet offizielles Projekt zum digitalen Euro

In der heutigen 5-min Friday Episode widmet sich Alexander den Neuigkeiten rund um den digitalen Euro. Rund neun Monate nach der Veröffentlichung des Reports zum digitalen Euro, hat die Europäischen Zentralbank (EZB) nun den offiziellen Start des Projektes angekündigt. Damit zieht die EZB mit anderen Zentralbanken gleich, die bereits seit längerem an einer digitalen Zentralbankwährung forschen (z.B. die schwedische Riksbank) oder diese bereits live testen (z.B. die chinesische Zentralbank). Noch in Q4 2021 soll eine zweijährige Investigationsphase starten, in der man sich u.a. auf das Design des digitalen Euros einigen möchte und dessen Auswirkungen auf Marktteilnehmer untersuchen möchte. Hierfür wird u.a. eine Market Advocacy Group (MAG) ins Leben gerufen, in der rund 20 Experten aus der Wirtschaft der EZB beratend zur Seite stehen sollen. Die Experten vertreten hierbei nicht ihre Unternehmen oder Interessensverbände, sondern nehmen an der MAG als Privatpersonen teil. Alexander ordnet im 5-min Friday die Ankündigung der EZB wie immer in einen grösseren Kontext ein und verschweigt auch nicht, dass die EZB am Ende ihrer Pressemitteilung ordentlich gegen Kryptowährungen und Bitcoin austeilt. Wenn ihr wissen möchtet, was es damit auf sich hat, dann hört gerne in die aktuelle 5min Friday Episode rein. Viel Spass!

Jul 16, 20217 min

Ep 98#5minF China testet als erste Nation programmierbares Geld

Programmierbares Geld ist ein allgegenwärtiges Thema im Bitcoin, Fiat & Rock’n’Roll Podcast. Zuletzt hat Alexander in der 5-min Friday Episode am 18. Juni darüber gesprochen, dass programmierbares Geld eigentlich gar kein Geld ist, sondern vielmehr ein Gutschein oder eine Wertmarke (siehe: https://paymentandbanking.com/programmierbares-geld-ist-eigentlich-gar-kein-geld/). Bislang hat das Konzept eines programmierbaren Geldes nur auf dem Papier und in den Köpfen der Experten existiert. Anfang Juli hat die chinesische Zentralbank dieses Konzept allerdings Wirklichkeit werden lassen. 100,000 Einwohner der Grossstadt Chengdu dürfen sich über insgesamt 12 Millionen digitale Yuan – auch e-CNY genannt – freuen. Das Geld wird wie bei den vorhergehenden CBDC Tests per Lotterie an die Bürger ausgezahlt. Wie von Alexander im Juni vorhergesagt, handelt es sich allerdings beim programmierbaren digitalen Yuan nicht um «normales» Geld, sondern vielmehr um einen Coupon, der nur für Busse, die U-Bahn und einen Fahrradverleih ausgegeben werden kann. Sollte der Coupon nicht ausreichen, muss der Restbetrag in digitalen Yuan mithilfe der offiziellen e-CNY App beglichen werden. Einen Haken hat die ganze Sache allerdings. Wenn ihr wissen wollt, welcher das ist, dann hört gerne in die aktuelle 5-min Friday Episode.

Jul 9, 20216 min

Ep 97Zahlungen in der Blockchain-Ökonomie

Die Blockchain-Technologie gewinnt in der deutschen Industrie zunehmend an Relevanz. Getrieben von einer zunehmenden Digitalisierung und Automatisierung von Geschäftsprozessen werden inzwischen auch erste Assets auf Blockchain-Basis tokenisiert. Das World Economic Forum erwartet, dass bis 2027 rund 10% des globalen Bruttoinlandprodukts in die Tokenisierung fließen soll. Allerdings stellt die effiziente Zahlungsabwicklung dieser blockchain-basierten Use Cases derzeit noch eine besondere Herausforderung dar. Konventionelle Zahlungssysteme, wie das SEPA-System, sind nicht auf die Bedürfnisse diese innovativen Use Cases zugeschnitten, sodass sich beispielsweise Micropayments und digitale Zug-um-Zug-Geschäfte nicht effizient abbilden lassen. In der heutigen Episode thematisieren wir die Limitationen konventioneller Zahlungssysteme hinsichtlich innovativer, blockchain-basierter Geschäftsmodelle, wie Pay-per-Use oder die Tokenisierung von Assets. Zudem besprechen wir, inwiefern eine kontenbasierte Triggerlösung, die konventionelle Zahlungssystem und Blockchain verbindet, eine geeignete alternative Zahlungslösung darstellt. Außerdem sprechen wir über die Vorzüge (und Nachteile) token-basierter Zahlungsmittel, wie Kryptowährungen und Euro-Token. Sind Kryptowährungen für diese Use Cases geeignet oder bedarf es Euro-Token, beispielsweise in der Form von Euro-Stablecoins, tokensiertem Giralgeld, oder einer digitalen Zentralbankwährung, um das Potential blockchain-basierter Use-Cases auszuschöpfen? Diese Fragen und mehr adressieren wir in der heutigen Episode. Viel Spaß beim Hören!

Jul 4, 202154 min

Ep 96#5minF Revolutionieren Retail CBDCs den internationalen Zahlungsverkehr?

Im zweiten Teil der Reihe zu internationalen Dimensionen von CBDCs geht es heute speziell um Retail CBDCs. Der Fokus der Episode liegt darauf, wie ein solches digitales, für jedermann zugängliches Zentralbankgeld den Markt für grenzüberschreitende Zahlungen beeinflussen könnte. Gemäß ihrer Ziele und Präferenzen kann die Zentralbank im Falle einer CBDC-Einführung entscheiden, für wen das System offen stehen sollte. Technologisch kann sowohl ein vollständig offenes als auch ein teilweise geschlossenes System umgesetzt werden. Hierbei geht es vor allem um die Frage, ob auch ausländische Bürger Zugang zum CBDC-Zahlungssystem bekommen sollten. Wäre dies der Fall, könnte sich dies erheblich positiv auf die Effizienz grenzüberschreitender Zahlungen auswirken, da eine CBDC aller Voraussicht nach ein günstiges und schnell zu transferierendes Zahlungsmittel darstellen würde. Allerdings dürfen hierbei potentielle Risiken nicht vernachlässigt werden. Konkret könnte sich eine CBDC auf Kapitelflüsse und Wechselkurse auswirken, was im Extremfall destabilisierende, makroökonomische Risiken mit sich bringen kann. Vor allem für kleinere Volkswirtschaften könnten sich hieraus erhebliche Abhängigkeiten und systemische Risiken ergeben. Wie schätzen Zentralbanken selbst die Situation rund um CBDC und grenzüberschreitende Zahlungen ein? Inwiefern können diese Risiken auch in Chancen umgemünzt werden Diese Fragen und mehr adressieren wir in der heutigen Five-Minute-Friday Episode. Viel Spaß beim Hören!

Jul 2, 20217 min

Ep 95#5minF Revolutionieren Wholesale CBDCs den internationalen Zahlungsverkehr?

Internationale, grenzüberschreitende Zahlungen sind heute von Ineffizienzen und Friktionen geprägt. Deshalb haben es sich die G20-Mitgliedsstaaten auch auf die Fahne geschrieben, grenzüberschreitende Zahlungen zu optimieren und eine eigene Roadmap hierfür definiert. Diese Friktionen sind u.a. auf das Korrespondenzbankensystem, die große Anzahl an involvierten Intermediären und unterschiedlichen Datenformaten bei der Transaktionsübermittlung zurückzuführen. Durchschnittlich kostet eine grenzüberschreitende Zahlung heute laut Daten der Weltbank ca. 7% an Transaktionsgebühren. CBDCs können sich positiv auf den Markt für grenzüberschreitende Zahlungen auswirken. Deshalb nehmen wir bei Bitcoin, Fiat & Rock’n‘ Roll die internationalen Dimensionen von CBDC in einem Zweiteiler unter die Lupe. In dieser Woche gehen wir hierbei v.a. auf Wholesale CBDCs ein, bevor nächste Woche Retail CBDCs im Fokus stehen. Zur Erinnerung: Bei einer Wholesale CBDC hat nicht die breite Öffentlichkeit sondern lediglich Finanzinstitute Zugang zum CBDC-Zahlungssystem. Wie können Wholesale CBDCs Effizienzen im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr heben? Die Stichwörter sind hier Standardisierung, Harmonisierung und Interoperabilität. In dieser Episode zeigt Jonas auf Basis einer aktuellen Studie der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) drei Möglichkeiten auf, wie eine CBDC hier einen positiven Beitrag leisten kann. Doch wo drohen Umsetzungsprobleme? Und wie stehen Zentralbanken zu diesem Thema? Sind höhere Effizienzen im internationalen Zahlungsverkehr überhaupt auf der Agenda der Notenbanken? Diese Fragen werden in der heutigen 5minF-Episode adressiert. Hört rein und erfahrt mehr über die Implikationen von CBDCs für grenzüberschreitende Zahlungen. Viel Spaß beim Hören!

Jun 25, 20217 min

Ep 94News: El Salvador, Gerüchte um den Digitalen Euro und BigTech

In einer neuen News-Episode widmen sich Alexander, Jonas und Michael der Ankündigung El Salvadors als erstes Land der Welt Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel einzuführen. Weitere Themen sind die weltweiten CBDC-Entwicklungen sowie Krypto- und Blockchain-News aus der Unternehmenswelt. Bitcoin wird offizielles Zahlungsmittel in El Salvador: Als erstes Land der Welt hat El Salvador ein Gesetz beschlossen, nach dem Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel eingeführt wird. Wie ist diese Vorreiterstellung El Salvadors einzuordnen? Welche Vorteile, aber auch welche Risiken, gehen mit diesem Schritt einher? Wie wahrscheinlich wäre ein solcher Schritt für die Eurozone und wie wäre dies einzuordnen? CBDC: In Europa sind in Medienberichten zuletzt erste Details zum digitalen Euro der Europäischen Zentralbank (EZB) durchgesickert. Der digitale Euro soll an das bereits bestehende Echtzeitzahlungssystem TIPS angebunden werden und nicht auf Basis einer Blockchain implementiert werden. Außerdem soll es ein Haltelimit von 3000 Euro geben, um Disruptionen für den Finanzsektor zu vermeiden. Allerdings wurde diese Ausrichtung bislang nicht von der EZB bestätigt. Darüber hinaus im Fokus: Eine aufschlussreiche Rede von Lael Brainard der Federal Reserve zum digitalen Dollar, ein gemeinschaftliches CBDC-Projekt der Französischen und Schweizer Notenbank mit der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, und CBDC-Entwicklungen in Asien, Lateinamerika und Afrika. Krypto und Blockchain in der Unternehmenswelt: Banken steigen immer weiter in die Kryptowelt ein. So wurde zuletzt z.B. von Goldman Sachs angekündigt, sich am Unternehmen Blockdaemon zu beteiligen. Die Commerzbank untersucht in einem gemeinsamen Projekt mit BASF und Evonik die Nutzung einer Blockchain für das Supply-Chain-Management. Auch News rund um die Bigtechs Apple und Google sorgten zuletzt für Aufsehen. Zudem gab es tiefgreifende regulatorische Ankündigungen, z.B. rund um die Regulatorik von Kryptowährungen und digitale Wertpapiere in Deutschland. Eine Übersicht aller diskutierten News (und mehr) inklusive Links, gibt es auch im Newsflash (https://paymentandbanking.com/newsflash-digitale-waehrungen/).

Jun 20, 20211h 1m

Ep 93#5minF Programmierbares Geld ist eigentlich gar kein Geld

An dieser Stelle wurde schon des Öfteren über programmierbares Geld und programmierbare Zahlungen berichtet und diskutiert. In der heutigen 5-min Friday Episode bringt Alexander einen neuen Punkt in die Debatte ein: Programmiertes Geld ist eigentlich gar kein Geld, sondern eher ein Gutschein oder eine Wertmarke. Programmierbares Geld ist laut Alexander ein spannendes Konzept, das uns völlig neue Anwendungsfelder ermöglicht. So kann man bspw. einen Token programmieren, der nur für gewisse Dinge ausgegeben werden kann oder der nach einer vordefinierten Lebensdauer seinen Wert verliert. Wenn du wissen möchtest, warum eine Programmierung von Geld dazu führt, dass Geld eine seiner wichtigsten Eigenschaften verliert und somit eigentlich kein Geld mehr ist, dann höre gerne in die heutige 5-min Friday Episode rein. Viel Spass!

Jun 18, 20216 min

Ep 92#5minF Crypto Valley: Wo der Crypto-Hammer hängt

Wusstest du, dass man in der Schweiz jederzeit seine Bitcoin-Wallet an Ticket-Automaten der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) aufladen kann. Also wenn das kein überzeugendes Beispiel für das Crypto-Powerhouse Schweiz ist. Im Zentrum des Erfolgs steht das Crypto Valley, der globalen Hochburg für Krypto-Technologie und -Dienste. Dort treffen nicht nur eine Seelandschaft und verschneite Berge, sondern vor allem das digitale auf das traditionelle Finanzsystem aufeinander. Doch was genau steckt hinter Crypto Valley? Nach der Ansiedlung der ersten Blockchain-Unternehmen ab 2013 fiel in Anlehnung an das „Silicon Valley“ schon bald der Begriff „Crypto Valley“. Dieses war anfangs eng abgesteckt in und rund um die Stadt Zug. Das sind sie auch heute noch. Irgendwann haben jedoch diese den Radius erweitert und heute gehören Unternehmen in der gesamten Schweiz und in Liechtenstein mit zum Crypto Valley. Konkret gibt es 10 Hotspots im Crypto Valley. Im Kanton Zug, dem Herz des Crypto Valley, sind 433 Unternehmen angesiedelt. Die weiteren Hotspots sind: Zürich (178 Unternehmen), Liechtenstein (83), Genf (87), Ticino (49), Neuchâtel (26), Vaud (32), Luzern (20), Bern (15) und Schwyz (13). Im Crypto Valley operieren aktuell elf Unicorns, Unternehmen mit einer Bewertung von einer Miliarde US-Dollar oder mehr. Diese elf Unicorns bieten Crypto-Protokolle an, also Netzwerkprotokolle, die eine verschlüsselte Datenübertragung in einem Rechnernetz garantieren. Als Backbone des Crypto-Systems erklären sie die globale Relevanz des Crypt Valley. Der Wert der elf Unicorns hat dramatisch zugenommen und schlüsselt sich wie folgt auf: 1. Ethereum (157.2 Mrd. USD) 2. Cardano (40.6 Mrd. USD) 3. Polkadot (29.3 Mrd. USD) 4. Aave (3.9 Mrd. USD) 5. Cosmos (3.8 Mrd. USD) 6. Solana (3.3 Mrd. USD) 7. Tezos (2.6 Mrd. USD) 8. Dfinity (2 Mrd. USD) 9. Near (1.1 Mrd. USD) 10. Nexo (1.1 Mrd. USD) 11. Diem (1 Mrd. USD) Die Schweiz und Liechtenstein zählen also nicht nur im traditionellen, sondern auch im digitalen Finanzsystem inzwischen zu den führenden Standorten weltweit. Das Crypto Valley strotzt vor Kraft und Zuversicht. Doch wie kommt’s? Die beiden Länder konnten dank Politik und Regulation bereits früh die nötige Rechtssicherheit für ein blühendes DeFi-Ökosystem im Kanton Zug schaffen. Es entwickelt sich ein robustes DeFi-Ökosystem, da ein wichtiger Trade-off smart getroffen wird im Crypt Valley. 1. Progressivität: Für den Standort Schweiz ist es zentral, dass der Rechtsrahmen Innovation ermöglicht und sich das Potenzial der neuen Technologien entfalten kann. 2. Konservativität: Gleichzeitig gilt es, die Integrität und den guten Ruf des Standorts Schweiz auch in diesem Bereich weiterhin zu gewährleisten. Durch diesen smarten Trade-off ist das Crypto-Projekte und -Unternehmen attraktiv. Die Weiterentwicklung des Crypto-freundlichen Rechtsrahmens wird das Wachstum der Finanzdienstleistungen weiter vorantreiben. Die Prognose ist, dass sich immer mehr DeFi-Projekte und Technologieunternehmen in der Schweiz und Lichtenstein ansiedeln. Mehr zum Crypto Valley in dieser #5minF-Episode.

Jun 11, 20216 min

Ep 91EN | Interview with John Velissarios (Global CBDC Lead at Acccenture)

An einem Beratungsunternehmen führt im CBDC-Space kein Weg vorbei: Accenture. Bereits seit ca. fünf Jahren beschäftigt sich Accenture mit CBDCs und ist - häufig gemeinsam mit R3 - Teil wichtiger CBDC-Initiativen, wie dem Digital Dollar Projekt in den Vereinigten Staaten oder auch dem e-Krona-Projekt in Schweden. In der heutigen Episode sprechen Alexander und Jonas mit John Velissarios, Managing Director von Accentures Technology Consulting, der Accentures CBDC-Projekt verantwortet. Im Rahmen dieser Episode liefert John spannende Einblicke in Accentures CBDC-Bemühungen, wie die Rolle von Accenture in den Projekten und die Lessons Learnt. Darüber hinaus thematisiert John die wichtigsten Anwendungsfälle einer CBDC, die internationalen Implikationen von CBDC und die Rolle der Blockchain-Technologie als mögliche technologische Basis. Hierbei spricht sich John für ein token-basiertes CBDC-System aus, das innovative Geschäftsmodelle und eine effiziente Zahlungsabwicklung gewährleistet. Im letzten Teil der Episode thematisieren Alexander, Jonas und John zudem, wie sich eine CBDC in das aktuelle Geldsystem einordnen lässt. Wie sieht die Zukunft des heutigen Geldsystems aus? Wird Bargeld verschwinden? Welche Rollen werden Banken einnehmen? Wird es einen Platz für Kryptowährungen wie Bitcoin und Stablecoins geben? Ihr würdet gerne mehr über die Zukunft des Geldes und Accentures CBDC-Projekte erfahren? Dann hört gleich in die neue Episode rein. Viel Spaß beim Hören!

Jun 6, 202147 min

Ep 90#5minF Schutz vor Inflation durch Rohstoffe, Aktien, oder Bitcoin?

Nachdem Alexander in der letzten 5-min Friday Episode über Gründe für und gegen eine Rückkehr der Inflation gesprochen hat, geht es in dieser Woche nun um mögliche Investmentstrategien, um sich gegen Phasen hoher Inflationsraten zu schützen. Alexander teilt neueste Forschungsergebnisse der Man Group. In dem Forschungspapier wurden 95 Jahre Daten ausgewertet und untersucht, welche Assetklassen und welche Investmentstrategien während Phasen hoher Inflationsraten (>5%) am besten abschneiden. Die Autoren identifizieren insgesamt acht solcher Episoden und untersuchen die Renditen von Aktien, Rohstoffen, Anleihen und anderer Assets während dieser Phasen. Auch Bitcoin spielt eine Rolle in dem Forschungspapier. Auch wenn natürlich die Datenlage etwas dünner ist und lediglich acht anstatt 95 Jahre hochwertige Daten vorliegen, so erarbeiten die Autoren doch einige interessante Thesen zu Bitcoins Performance während Inflationsphase. Wenn du also wissen möchtest, ob du dich eher mit Aktien oder Rohstoffen gegen hohe Inflationsraten schützen kannst, oder ob doch Bitcoin der beste Inflationsschutz ist, dann höre gerne in die heutige 5-min Friday Episode rein. Viel Spass!

Jun 4, 20217 min

Ep 89#5minF Kommt jetzt die Inflation?

In den letzten Monaten und Jahren wurde eine sehr expansive Geld- und Fiskalpolitik betrieben. Auch wenn man davon ausgehen kann, dass diese Massnahmen dazu beigetragen haben, dass wir vergleichsweise glimpflich durch die Coronakrise gekommen sind, so haben diese massiven Interventionen trotzdem ihren Preis: Die Staatsverschuldung steigt, niedrige Zinsen und Überschussliquidität schaden dem Finanzsektor, Vermögenspreise steigen und v.a. besteht natürlich die Gefahr einer erhöhten Inflation der Konsumentenpreise. In der heutigen 5-minute Friday Episode beschäftigt sich Alexander Bechtel mit einigen Argumenten, die für bzw. gegen eine erhöhte Inflation in den kommenden Monaten und Jahren sprechen. Laut Alexander besteht durchaus die Gefahr einer erhöhten Inflation, da der aktuelle Öffnungsprozess der Wirtschaft dazu führt, dass eine gestiegene Nachfrage auf ein begrenztes Angebot trifft. In Deutschland haben private Haushalte im Jahr 2020 EUR 110 Mrd. mehr gespart als im Jahr 2019. Es war teilweise nicht möglich Geld auszugeben aufgrund des Lockdowns. Nun könnte es also gut sein, dass es zu Nachholkonsum kommt. Gleichzeitig ist das Angebot beschränkt, denn einige Unternehmen mussten schliessen oder haben ihre Produktionskapazitäten zurückgefahren. All dies bedeutet aber nicht automatisch, dass es zu einer erhöhten Inflation kommen muss, denn es gibt auch gute Gründe, die gegen eine allgemeine Preissteigerung sprechen. Wenn dich diese Argumente interessieren, dann höre dir gerne die heutige 5-minute Friday Episode an. Viel Spass!

May 28, 20217 min

Ep 88News: Diem, 360X, Bitcoin, China und Elon Musk

Diese Episode widmet sich im ersten Teil vor allem Diem—dessen FINMA-Bewerbung in der Schweiz ist zurückgezogen—und den Bitcoin-Turbulenzen. Darüber hinaus diskutieren Alexander, Jonas und Michael im zweiten Teil CBDC-Updates aus den USA und China sowie News aus der Unternehmenswelt rund um Krypto. Diem: Diem hat seine Bewerbung bei der Schweizer Finanzmarktaufsichtsbehörde FINMA für das Betreiben eines Zahlungssystems in der Schweiz zurückgezogen. Der Antrag wurde vor einem Jahr gestellt und der Prozess war bereits “weit fortgeschritten”. Nach Erteilen der Lizenz hätte Diem theoretisch live gehen können—ein Strategiewechsel zwingt aber zum Pivotieren. Bitcoin: Erst Elon Musk, dann China: Zwei Riesen kritisieren Bitcoin mit zeitgleichen drastischen Kursturbulenzen. China sich nun deutlich gegen Kryptowährungen positioniert. Die chinesische Zentralbank hatte abermals betont, dass Digitalwährungen nicht als Zahlungsmittel genutzt werden dürfen. Tesla-Chef Musk sorgt zudem mit Bitcoin-Äußerungen für Furore. Musk hatte Ende Februar erst einen Kursanstieg ausgelöst mit der Aussage, dass Tesla Bitcoin als Zahlungsmittel nutze und in diese investiert habe. CBDC: Chinas digitaler Yuan erweitert sich von Verbraucherzahlungen zu Geschäftsszenarien. Das US-amerikanische Digital Dollar Project gab am Montag bekannt, dass es in den nächsten 12 Monaten fünf Pilotprogramme starten wird, um die potenzielle Verwendung einer digitalen Währung der US-Zentralbank zu testen. Dies ist der erste Versuch dieser Art in den USA. Krypto in der Unternehmenswelt: Microsoft Azure stellt seinen Blockchain-Service ein—obgleich J.P. Morgan, Starbucks oder Singapore Airlines bereits Kunden sind. Die US-Investmentbank JP Morgan startet eine neue Blockchain-Initiative im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr mit der größten Bank Südostasiens, DBS, und der staatlichen singapurischen Investmentgesellschaft Temasek. Die Commerzbank und Deutsche Börse bilden strategische Partnerschaft mit dem Fintech 360X, um digitale Ökosysteme zur Tokenisierung zu gestalten. Ebay startet NFT-Verkauf.

May 23, 202159 min

Ep 87#5minF Tether lässt die Hosen herunter

Tether ist heute eine der bedeutendsten Kryptowährungen weltweit. Mit einer Marktkapitalisierung von derzeit ca. 60 Milliarden US-Dollar und einem fast doppelt so hohen Handelsvolumen wie Bitcoin ist Tether nicht mehr aus der Kryptowelt wegzudenken. Doch aufgrund dieser dominanten Stellung wird der Tether-Stablecoin besonders kritisch beäugt. Zu unklar ist es, ob Tethers Stablecoin tatsächlich vollständig durch US-Dollar gedeckt ist, wie man es von einem solchen fiat-gedeckten Stablecoin erwarten würde. Eine nicht vollständige Deckung könnte in Extremsituationen erhebliche Verluste für Kunden bedeuten, die Tether in US-Dollar umtauschen möchten, aber aufgrund der mangelhaften Besicherung nicht können. Deshalb wurde der Emittent des Tether-Stablecoins, Tether Limited, kürzlich dazu verdonnert, seine Reserve quartalsweise offen zu legen und seine Transparenz zu erhöhen. Die Reserve wurde nun erstmalig offengelegt. Das Ergebnis ist ernüchternd, wie Jonas in der heutigen Five-Minute-Friday-Episode erläutert. Die veröffentlichten Ergebnisse werfen mehr Fragen auf als sie beantworten. So wurden lediglich zwei Diagramme der Zusammensetzung der Reserve veröffentlicht – Erläuterungen Fehlanzeige. Zwar argumentiert Tether, dass mehr als 75% der Reserve mit „Cash and Cash Equivalents“ besichert sind, allerdings liegt der Teufel im Detail. Hierbei handelt es sich um alles andere als risikolose Assets. Bargeldbestände und Staatsanleihen, die als risikolos angesehen werden können, machen lediglich fünf Prozent der Reserve aus. Somit scheint das Risiko hinter Tether immens – und die Intransparenz bleibt. Mehr Details zur Rolle von Reserven bei Stablecoins und der Offenlegung der Tether-Reserve gibt es in der heutigen Five-Minutes-Friday Episode. Viel Spaß beim Hören!

May 21, 20217 min

Ep 86#5minF Die EZB macht es sich beim Thema Anonymität zu einfach

Welche Rolle könnte der digitale Euro in Zukunft für anonymes Bezahlen spielen? Wenn es nach der Europäischen Zentralbank geht, dann eher eine untergeordnete. In der heutigen 5-min Friday Episode kritisiert Alexander Bechtel die Einstellung der EZB zum Thema Anonymität. Ein Versprechen sich die gesammelten Daten nicht anzusehen, bzw. sie nach einigen Wochen wieder zu löschen reicht nicht, um den Bürgern ein ausreichendes Mass an Privatsphäre zu garantieren. Die EZB macht es sich laut Alexander zu einfach, indem sie auf bestehende Regulierung verweist, welche vollkommene Anonymität bei elektronischen Zahlungen ausschliesst. Gemeinsam mit Kollegen der Universität Bayreuth und des Fraunhofer Instituts arbeitet Alexander aktuell an einem konkreten Proof of Concept, der zeigt, dass sich vollkommene Anonymität und regulatorische Compliance nicht ausschliessen müssen. Wenn du wissen willst, wie dieser Lösungsvorschlag aussieht, dann höre in die heutige 5-min Friday Episode. Viel Spass!

May 14, 20217 min

Ep 85Gespräch mit dem Blocktrainer über die Zukunft von Bitcoin, CBDC und Anonymität

Roman Reher, vielen besser bekannt als der Blocktrainer ist einer der erfolgreichsten YouTuber aus dem Bitcoin und Krypto-Space im deutschsprachigen Raum. Als Roman im Dezember 2020 das letzte Mal bei Alexander Bechtel im Podcast zu Gast war, hatte der Blocktrainer YouTube Kanal rund 20,000 Abonnenten. Im Mai 2021 ist diese Zahl auf über 60,000 angestiegen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Roman professionell, unaufgeregt und mit grosser Expertise mehrmals in der Woche über Neuigkeiten und Entwicklung im Krypto-Space berichtet. Sein Fokus liegt hierbei vor allem auf dem Bitcoin und das ist auch eines der Hauptthemen dieser Episode. Ausserdem unterhalten sich Alexander und Roman über digitale Zentralbankwährungen und Alexander spricht zum ersten Mal im Detail über eine seiner Forschungsarbeiten, in der er mit Kollegen der Uni Bayreuth und des Fraunhofer Instituts an einer anonymen CBDC arbeitet. Wenn du mehr wissen möchtest, dann höre gerne in die aktuelle Episode von Bitcoin, Fiat & Rock’n’Roll. Als kleine Überraschung für alle Zuhörer gibt es dieses Mal ausserdem einen 20% Rabatt Code für den Digital Securities & Tokenization Summit, der vom 19. bis 20. Mai online stattfinden wird. Viel Spass!

May 9, 202152 min

Ep 84#5minF Blockchain, Banken und der digitale Euro - Italienische Banken gehen voran

Deutsche Banken untersuchen inzwischen immer mehr, wie sie die Vorteile der Blockchain-Technologie für sich und ihre Geschäftsmodelle nutzen können. Allerdings befinden sich die meisten dieser Banken hierbei noch in der konzeptionellen Phase und haben noch kein konkretes Produkt auf den Markt gebracht. Ganz anders der italienische Bankenverband ABI. ABI hat gemeinsam mit den Partnerunternehmen NTT Data, SIA und R3 ein Blockchain-System entwickelt, das für Zahlungen zwischen Banken, also den Interbankenzahlungsverkehr, genutzt wird. Ziele dieses „Spunta“-Vorhabens sind es, zusammenpassende Zahlungsaufträge automatisch zu erkennen, einen standardisierten Prozess und einheitlichen Kommunikationskanal für den Interbankenzahlungsverkehr zu schaffen und die Transparenz über Transaktionsinformationen für die beteiligten Banken zu erhöhen. Das Projekt wurde 2017 gestartet und ist bereits vor einem Jahr live gegangen. Inzwischen nutzen bereits fast 100 Banken diese DLT für alltägliche Interbankentransaktionen - Banken, die zusammen mehr als 80% der Mitarbeiter im italienischen Bankensektor beschäftigen. Doch wie genau funktioniert die Spunta-Plattform? Welche relevanten Erkenntnisse kann das Projekt für den digitalen Euro der Europäischen Zentralbank liefern? Und wie stellt sich der italienische Bankenverband die zukünftige Rolle der Banken in einer Welt mit dem digitalen Euro vor? Welche Rolle spielt hierbei die Programmierbarkeit? Mehr hierzu in der heutigen Five-Minute-Friday-Episode des Podcasts Bitcoin, Fiat & Rock’n‘Roll.

May 7, 20217 min

Ep 83#5minF Bitcoins Nachteile, die gleichzeitig auch Vorteile sind

Über wenige Dinge lässt sich so schön streiten und über wenige Dinge wird auch so emotional gestritten wie über Bitcoin. Regelmässig fallen sich Bitcoin-Gegner und -Befürworter in Social Media gegenseitig an den Hals. Das Interessante an diesen Debatten ist, dass beide Seiten jeweils identische Argumente nutzen, um für bzw. gegen Bitcoin zu argumentieren. In dieser 5-min Friday Episode diskutiert Alexander Bechtel die drei interessantesten Argumente, die sowohl von Bitcoin-Gegner als auch von Bitcoin Befürwortern in den Ring geworfen werden. Es geht um den Energieverbrauch der Bitcoin-Blockchain, die Transparenz von Bitcoin Zahlungen und die Selbstsouveränität, mit der sich jeder Nutzer von Bitcoin konfrontiert sieht. Falls es Dich interessiert, wie Alexander auf diese drei Argumente blickt und warum alle drei Punkte als Vor- und Nachteil von Bitcoin angebracht werden können, dann höre gerne in die aktuelle 5-min Friday Episode. Die Episode basiert auf einem Artikel, den Alexander gemeinsam mit Michael Blaschke und Jonas Gross geschrieben hat und den ihr hier (https://paymentandbanking.com/bitcoins-drei-groesste-nachteile-oder-doch-eher-vorteile/) nochmals nachlesen könnt.

Apr 30, 20217 min

Ep 82News: Kryptoverbot, Coinbase und CBDC

Diese Woche ordnen Alexander, Jonas und Michael in einer neuen News-Episode die relevanten Entwicklungen rund um digitale Zentralbankwährungen (CBDCs) und Kryptowährungen ein. Worum geht es diesmal? Diese Episode widmet sich im ersten Teil vor allem dem digitalen Euro der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Einführung der zweiten CBDC weltweit. Darüber hinaus diskutieren Alexander, Jonas und Michael im zweiten Teil die Auswirkungen des in einigen Ländern durchgesetzten Krypto-Verbots. Zudem im Fokus: Welche News gibt von Unternehmen rund um Krypto? CBDC: Die EZB hat zuletzt Ergebnisse ihrer Konsultation zum digitalen Euro veröffentlicht. Das klare Ergebnis: Aus Bürgersicht sollte eine CBDC anonyme Zahlungen ermöglichen. Neben Europa gab es auch in der Ostkaribik spannende Neuigkeiten. Hier wurde erst Ende März die zweite CBDC weltweit eingeführt - DCash als ein blockchain-basiertes Zentralbankgeld für Jedermann soll eine Zahlungsabwicklung in drei Sekunden ermöglichen und funktioniert auch ganz ohne Bankkonto. Krypto-Verbot: Zuletzt sorgte die Türkei mit der Ankündigung für Schlagzeilen, ab Ende April Zahlungen mit Kryptowährungen verbieten zu wollen. Mit einem solchen Verbot ist die Türkei nicht allein. Auch in zahlreichen weiteren Ländern sind Kryptowährungen verboten. Doch was sind die Motive und Ziele eines Verbots? Was heißt das für den Kryptomarkt? Krypto in der Unternehmenswelt: Mit Coinbase ist in den letzten Wochen ein wahres Kryptoschwergewicht an die Börse gegangen. Warum ist dieser Börsengang besonders vielversprechend? Was bedeutet er für den Kryptomarkt? Neben dem erfolgreichen Coinbase-Börsengang gab es zuletzt auch von weiteren Unternehmen spannende Ankündigungen. Dazu gehören Microsoft, Amazon und auch die Deutsche Telekom. Worum geht es im Detail? Erfahrt mehr in der neuen Episode von Bitcoin, Fiat & Rock’n’ Roll. Viel Spaß beim Hören!

Apr 25, 202154 min

Ep 81#5minF Krypto-Buzzword-Bingo

Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein! Ein Laster, welches vermutlich die meisten von uns mit sich herumtragen ist die unreflektierte Verwendung von Buzzwords. In der heutigen 5-min Friday Episode spricht Alexander Bechtel darüber, dass diese «Sünde» auch und v.a. an der – Achtung: Buzzword – «Krypto-Community» nicht spurlos vorüber geht. Gerade in neuen und innovativen Bereichen kommt es häufig dazu, dass Begriffe in unterschiedlicher Bedeutung genutzt und durcheinandergeworfen werden. Was ist eigentlich genau eine Blockchain? Was meinen wir, wenn wir «Krypto» sagen? Beschreibt ein «Token» den ERC-Standard oder das Gegenstück zu einem Account? Usw. Die gute Nachricht ist, dass es sich lohnt für saubere Definitionen und Begriffsverwendungen einzutreten. Alexander teilt in diesem Zusammenhang eine Erfolgsgeschichte, in der er beschreibt, wie er gemeinsam mit Kollegen dazu beigetragen hat, dass der Begriff «programmierbares Geld» sauber verwendet wird. Welche Rolle die Bundesbank in diesem Zusammenhang spielt erfahrt ihr in der heutigen 5-min Friday Episode. Viel Spass beim Reinhören!

Apr 23, 20217 min

Ep 80#5minF Konsultationsergebnisse der EZB: So soll der digitale Euro aussehen

Am 14. April hat die Europäische Zentralbank (EZB) die Ergebnisse ihrer Konsultation zum digitalen Euro veröffentlicht. Bis Januar 2021 konnten Individuen und Unternehmen ihre Meinung zum digitalen Euro kundtun - nun wurde die Konsultation im Detail ausgewertet. Mehr als 8.000 Teilnehmer nutzten diese Gelegenheit um beispielsweise darauf einzugehen, wie ihrer Meinung nach ein digitaler Euro aussehen sollte. Wie stellen sich die Bürger der Eurozone den digitalen Euro vor? Welche Eigenschaften soll er erfüllen? Wie steht es um Anonymität, Programmierbarkeit und Sicherheit? In der heutigen 5-Minute Friday Episode greift Jonas Groß diese Fragen auf und diskutiert die Kernergebnisse der Konsultation zum digitalen Euro der EZB. Die Konsultation zeigt ganz klar, dass sich die Bürger der Eurozone für den digitalen Euro vor allem eine Eigenschaft wünschen: Anonymität. So soll ein digitaler Euro wie Bargeld anonyme Zahlungen ermöglichen, sodass keine Drittpartei, wie eine Bank oder eine Zentralbank, auf vertrauliche Transaktionsdetails zugreifen kann. Zudem wird deutlich, dass fast drei Viertel der Befragten für Banken auch im Ökosystem des digitalen Euros eine wichtige Rolle sehen, über die die CBDC letztendlich auch an den Bürger verteilt werden könnten. Um den zu erwartenden negativen Einfluss auf den Finanzsektor abzuschwächen, votiert die Mehrheit der Befragten für ein CBDC-Haltelimit, eine Art Maximalbetrag, oder eine gestaffelte Verzinsung mit teilweise negativen Zinsen auf CBDC. Doch wie sind nun die Ergebnisse der Umfrage zu interpretieren? Sollte eine CBDC tatsächlich anonyme Zahlungen ermöglichen? Mehr dazu in der heutigen 5-Minute Friday Episode.

Apr 16, 20219 min

Ep 79Non-Fungible Tokens (NFTs) - Revolution oder zum Scheitern verurteilt?

Was haben digitale Katzen, der erste Tweet von Twitter CEO-Jack Dorsey und ein Dunking von Basketball-Legende Lebron James gemeinsam? Der gemeinsame Nenner sind hier sogenannten Non-Fungible Tokens (NFTs), eines der aktuell heißesten Themen in der Kryptowelt. Doch was genau sind NFTs? Und was haben NFTs mit digitalen Katzen, Tweets und Basketball zu tun? Darum geht es in der heutigen Episode von Bitcoin, Fiat & Rock’n’ Roll. Ein NFT ist ein digitales Besitzzertifikat für ein bestimmtes (digitales) Gut, z.B. ein digitales Sammlerobjekt, wie Kunst, Musik oder auch Erinnerungen. NFTs zeichnen sich durch ihre Einzigartigkeit bzw. Knappheit aus, d.h. das Angebot an NFTs ist stets begrenzt (“limitierte Auflage”). Durch die Blockchain-Technologie ist es nun erstmalig möglich, den Besitz an einer digitalen Sache eindeutig nachzuweisen, da die Technologie verhindert, dass diese digitalen Besitzzertifikate, also die NFTs, dupliziert werden können. Folglich kann der Besitz eines digitalen Gutes zweifelsfrei nachgewiesen werden. Hier entsteht gerade eine gänzlich neue Assetklasse mit zahlreichen innovativen, neuen Geschäftsmodellen, beispielsweise in den Bereichen der digitalen Kunst. Doch all der Euphorie zum Trotz sind NFTs auch mit Risiken verbunden. Dazu zählen Risiken im Bezug auf die Nutzungsrechte der digital abgebildeten Güter oder Kursänderungsrisiken der NFTs. Handelt es sich bei NFTs um eine zukunftsweisende Innovation, die Branchen revolutionieren wird, oder sind NFTs ein Hype, der zum Scheitern verurteilt ist? Mehr dazu in der heutigen Episode.

Apr 11, 202130 min

Ep 78#5minF: Digitaler Euro der EZB - Werden Banken nun überflüssig?

Sollte die Europäische Zentralbank (EZB) tatsächlich einen digitalen Euro einführen, hätte dies weitreichende Auswirkungen. Für Bürger würde eine neue von der Zentralbank zur Verfügung gestellte digitale Bezahlmöglichkeit geschaffen werden, die für Einkäufe aller Art verwendet werden könnte. Für Banken könnte ein digitaler Euro ebenfalls drastische Folgen haben, da sich Bürger dafür entscheiden könnten, einen Großteil ihrer Ersparnisse statt in Giralgeld in digitalem Zentralbankgeld, also dem digitalen Euro, zu halten. Doch werden Banken durch den digitalen Euro tatsächlich überflüssig? Oder spielen Banken auch beim digitalen Euro der EZB eine wichtige Rolle? In der heutigen 5-Minute Friday Episode greift Jonas Groß genau diese Fragen auf und diskutiert die Rolle der Banken beim digitalen Euro. Jonas argumentiert, dass Banken auch beim digitalen Euro eine wichtige Position einnehmen werden. Zwar wäre theoretisch ein Setup denkbar, in der gänzlich auf die Unterstützung von Banken verzichtet werden kann. Allerdings hat die EZB klar gemacht, dass sie ein solches System nicht umsetzen möchte, und eher mit Banken in Form einer “Public-Private-Partnership” zusammenarbeiten möchte. Aus diesem Grund kann erwartet werden, dass Banken beim digitalen Euro administrative Aufgaben, beispielsweise bei der Verteilung des digitalen Euros, des Onboardings der Kunden und bei Geldwäscheprüfungen, übernehmen werden. Zudem werden Banken auch als Kreditanbieter weiterhin von großer Wichtigkeit sein, da die EZB dieses Geschäft keinesfalls von Banken übernehmen möchte. Ihr möchtet mehr über die Rolle der Banken beim digitalen Euro der EZB erfahren? Dann hört in die heutige 5-Minute Friday Episode rein.

Apr 9, 20217 min

Ep 77#5minF: Interessante Statistiken zum Kryptomarkt von Statista

Wie viele Kryptowährungen gibt es? Welches ist der teuerste Token? In welchem Land werden am Kryptowährungen am intensivsten genutzt? Diese und weitere Fragen beantwortet Alexander Bechtel in der heutigen 5-min Friday Episode mithilfe von Statista, einem der grössten Online-Portale für Statistik. Auf Statista befinden sich über 1,000,000 Statistiken zu mehr als 80,000 Themen aus 22,500 Quellen. Das Hamburger Unternehmen hatte im Jahr 2019 mehr als 1.5 Mio registrierte Nutzer. Unter den Daten lassen sich auch einige interessante Zahlen zum Kryptomarkt finden. Genau diese Zahlen hat sich Alexander genauer angesehen und teilt wie immer kurz und knapp seine interessantesten Learnings im Podcast. Viel Spass beim Reinhören!

Apr 2, 20217 min

Ep 76Cyrus de la Rubia zu Bitcoins Energieverbrauch und der Rolle von Banken im Krypto-Ökosystem

Bitcoin steht vor allem wegen seines immens hohen Energieverbrauchs erheblich in der Kritik. Nach dem Cambridge Bitcoin Electricity Consumption Index verbraucht das Bitcoin-System inzwischen pro Jahr mehr Strom als ganz Schweden. Ist Bitcoin deshalb aus Umweltgründen untragbar? Oder gibt es Gründe, die den hohen Stromverbrauch rechtfertigen? In der heutigen Episode sprechen Jonas und Alexander darüber mit Cyrus de la Rubia von der Hamburg Commercial Bank. Cyrus beschäftigt sich als Chefökonom der Bank mit verschiedensten makroökonomischen Themen. Kryptowährungen sind derzeit einer seiner Forschungsschwerpunkte, wozu er regelmäßig Beiträge für das Manager Magazin veröffentlicht - auch zu Bitcoins Energieverbrauch. Jonas, Alexander und Cyrus diskutieren über die Gründe für Bitcoins Energieverbrauch und Probleme, die aus dem hohen Energieverbrauch resultieren. Außerdem thematisieren sie den Vergleich zwischen Bitcoin und Gold und machen deutlich, weshalb Bitcoin trotz des hohen Energieverbrauchs eine Daseinsberechtigung hat. Neben dem Energieverbrauch von Bitcoin geht es in der Episode auch um die Blockchain-Technologie im Allgemeinen und darum, welche Rolle Banken im Krypto-Ökosystem spielen könnten. Ist die Blockchain für Banken eine Gefahr oder Chance? Welches Potential hat diese Technologie für die Bankenlandschaft? Ihr seid neugierig? Dann hört gleich in die neue Episode rein. Viel Spaß beim Hören!

Mar 28, 202145 min

Ep 75#5minF: Blockchains müssen miteinander reden können

Distributed-Ledger-Technologie (DLT) wird oft dafür gelobt, dass sie gegenüber herkömmlichen zentralisierten Datenbanken deutliche Vorteile bietet. Einerseits können an der verteilten Datenbankarchitektur viele öffentliche oder private Teilnehmer (oder Knoten) beteiligt sein. Andererseits bietet ein sauber gebautes Distributed Ledger ein sicheres Protokoll, von dem seine Unterstützer glauben, dass es den Schutz der persönlichen Daten seiner Benutzer und anderer geghosteter Assets garantiert. Doch muss ein Distributed Ledger interoperabel sein mit einem anderen Distributed Ledger – oder gar mit einer Off-Ledger-Datenbank? In der heutigen „5-Minute-Friday“-Episode erklärt Dr. Michael Blaschke, warum Interoperabilität von DLT noch viel stärker antizipiert werden könnte in DLT-Implementierungsprojekten. «Interoperability-by-Design», also Interoperabilität als inhärentes Design-Feature einer DLT-Anwendung, könnte ein Design-Prinzip sein, um in Zukunft die «Balkanisierung» des Blockchain-Ökosystems zu vermeiden.

Mar 26, 20215 min

Ep 74#5minF: Muss der digitale Euro programmierbar sein?

Was ist die wichtigste Funktion des digitalen Euros? – Offline Zahlungen? Anonymität? Oder: Programmierbarkeit? Diese kleine Umfrage wurde gestern von André Bajorat bei LinkedIn durchgeführt. Nach einigen Stunden bereits setze sich die Programmierbarkeit als der deutliche Gewinner durch. In der heutigen 5-min Friday Episode erklärt Alexander Bechtel, warum er Programmierbarkeit für die am wenigsten wichtige Eigenschaft eines digitalen Euros von der EZB hält. Alexander unterscheidet hierbei zwischen der Programmierbarkeit von Zahlungen und der Programmierbarkeit des Geldes. Er argumentiert, dass der digitale Euro – wie auch der heutige Euro auf dem Bankkonto – in programmierbaren Zahlungen nutzbar sein muss. Die Programmierbarkeit des Geldes selbst ist hingegen eher ein «nice to have» und im Vergleich zu Offline-Nutzbarkeit und Anonymitätsfeatures weniger bedeutend. Wenn ihr wissen wollt, was genau der Unterschied zwischen programmierbaren Zahlungen und programmierbarem Geld ist und warum Alexander v.a. Offline- und Anonymitätsfeatures wichtig sind, dann hört gerne in die aktuell Episode des 5-min Friday Podcasts rein.

Mar 19, 20216 min

Ep 73Sonja Davidovic vom Internationalen Währungsfonds zu CBDC, Anonymität und Blockchain

Inzwischen gibt es kaum eine Zentralbank, die nicht darüber nachdenkt, eine eigene digitale Zentralbankwährung (Central Bank Digital Currency, CBDC) einzuführen. Eine wichtige Rolle nimmt hierbei auch der Internationale Währungsfonds (IWF) ein. Zwar kann der IWF selbst keine CBDC ausgeben, allerdings steht er Zentralbanken als wichtige beratende Institution zur Seite. In der heutigen Episode sprechen Jonas und Alexander mit Sonja Davidovic vom IWF. Sie beschäftigt sich dort als Digital Expert on Transformative Technologies intensiv mit allen Themen rund um das digitale Geld und ist mit einigen Zentralbanken im direkten Austausch. In der Episode ordnet Sonja aktuelle Entwicklungen rund um CBDCs ein und stellt die aktuellen CBDC-Vorreiter vor. Zudem zeigt sie auf, was die Europäische Zentralbank (EZB) von den CBDC-Projekten anderer Länder lernen kann – selbst wenn die Größe der Volkswirtschaften und die Ziele der CBDC-Projekte erheblich divergieren. Einige Länder zielen mit einer CBDC darauf ab, eine Art „digitales Bargeld“ bereitzustellen. Bargeld ist derzeit das einzige Zahlungsmittel, das anonym, d.h. ohne Einsicht von Drittparteien wie Banken oder Zentralbanken, versendet werden kann. Doch ist eine solche Anonymität auch für CBDCs möglich? Sollte eine CBDC eher auf einer zentralen Datenbank oder einer verteilten Datenbank über einen Distributed Ledger herausgegeben werden? Die Auflösung dieser und weiterer Fragen gibt es in der Episode. Viel Spaß beim Hören!

Mar 14, 202158 min

Ep 72#5minF: Digitales Zentralbankgeld und Bargeldabschaffung

In den vergangenen Wochen häufen sich die Meldungen und Diskussionen zum Thema digitaler Euro und einer möglichen Abschaffung des Bargelds. Grosse Medienhäusern bieten immer wieder sogenannten Experten eine Bühne, die darüber philosophieren, dass der digitale Euro einzig zur Abschaffung des Bargelds eingeführt wird und als Überwachungsinstrument für den unbescholtenen Bürger dienen soll. Sogar der Chefvolkswirt einer grossen deutsche Bank wurde zitiert mit den Worten: «Bargeld ist gedruckte Freiheit! Es darf nicht durch den digitalen Euro ersetzt werden». In der heutigen 5-min Friday Episode erklärt Alexander Bechtel, warum er mit dem ersten Teil dieser Aussage übereinstimmt, der zweite Teil aber bestenfalls irreführend ist. In diesem Zusammenhang teilt er zwei Thesen zum digitalen Euro und der Bargeldabschaffung: 1. Die Zentralbank wird keine Rolle bei der Abschaffung des Bargelds spielen. Wenn überhaupt, dann sorgt die EZB dafür, dass Bargeld länger überlebt als es in einem Markt ohne Zentralbank überleben würde. 2. Langfristig ist der digitale Euro unsere einzige Hoffnung weiterhin anonym und offline Zahlungen tätigen zu können, ohne gegen das Gesetz zu verstossen. Falls ihr erfahren wollt wie genau Alexander zu diesen Schlussfolgerungen kommt und wie er diese Thesen begründet, dann hört gerne rein in die aktuelle Episode des 5min Fridays.

Mar 12, 20218 min

Ep 71#5minF: Ist unser Geld nicht längst digital? Warum der Hype um digitale Währungen?

Was ist eigentlich das besondere an digitalen Währungen? Ist unser Geld nicht längst digital? Immerhin bestehen nur rund 10% der Geldmenge M2 aus physischem Bargeld. Der Rest liegt bereits heute in digitaler Form auf Konten bei Banken und Zahlungsdienstleistern. Was also unterscheidet digitale Währungen vom Buchgeld auf Bankkonten? Alexander Bechtel beantwortet diese Frage in der heutigen 5-min Friday Episode. Er stellt seine Definition von digitalem Geld vor und hebt dabei v.a. zwei Eigenschaften hervor: Tokenisierung und Distributed Ledger Technologie (DLT). Laut Alexander macht die Kombination aus Token und DLT den Unterschied. Der Token sorgt dafür, dass das Geld selbst und nicht nur die Zahlung digitalisiert ist. Die DLT stellt sicher, dass für eine Überweisung bzw. einen Übertrag des Tokens kein Intermediär nötig ist. Somit kann digitales Geld peer-to-peer, also von Person zu Person, übertragen werden. Dies war bisher nur in Form von physischem Geld möglich. Wenn euch das jetzt zu schnell ging, dann hört doch gerne mal rein in die heutige 5-min Friday Episode zu digitalem Geld.

Mar 5, 20217 min

Ep 70News: BigTech goes Digitale Währungen - jetzt auch Amazon?

Diese Woche ordnen Alexander, Jonas, und Michael in einer neuen News-Episode die relevanten Entwicklungen der CBDC und Krypto-Szene ein: Lagarde prescht beim digitalen Euro voraus. Das Chinesische CBDC-Projekt DC/EP schreitet unaufhaltsam voran. Der Bitcoin-Preis geht durch die Decke und korrigiert bereits wieder. Und - last but not least - es zeichnet sich inzwischen auch bei den U.S.-amerikanischen Technologiegiganten ein wachsender Appetit auf Krypto-Projekte ab. Was steckt hinter den Schlagzeilen? CBDC: Die EZB-Präsidentin Christine Lagarde äussert sich nach den Konsultationen zum digitalen Euro unerwartet klar: “Wir werden einen digitalen Euro haben.” Interessant ist Lagardes forsche Taktik. Obwohl bislang noch keine Entscheidung gefallen ist, ob der digitale Euro wirklich kommen wird, formuliert Lagarde ein Zeitfenster von fünf Jahren für den digitalen Euro. Bitcoin: Der Bitcoin hat eine beispiellose Entwicklung hinter sich. In den vergangenen zwölf Monaten hat er sich in der Spitze mehr als versechsfacht. Immer mehr institutionelle Investoren strömen in den Markt. Zuletzt hat Elon Musk und sein USD 1,5 Milliarden Investment in Bitcoin durch Tesla für Aufsehen gesorgt. Coinbase, eine der ersten und größten Kryptobörsen steht kurz vor der dem Börsengang und wird aktuell mit USD 100 Mrd. bewertet - das entspricht der Marktkapitalisierung von Goldman Sachs. Auch wenn der Markt scheinbar immer “erwachsener” wird, die Volatilität ist geblieben. Kursschwankungen von 10% sind auch heute keine Seltenheit. BigTech goes Digital Money: Der Einstieg Teslas in Bitcoin hat hohe Wellen geschlagen. Auch der Launch von Facebooks Diem rückt durch eine Kooperation der Finanzdienstleister Fireblocks und der First Digital Asset Group näher. Es scheint nur noch eine Frage der Zeit, bis auch weitere US-Technologiegiganten nachziehen. Zwei Indizien lassen vermuten, dass Amazon nun auch einen Vorstoß in Richtung einer eigener Kryptowährung wagt. Zum Einen gilt dessen neuer CEO, Andy Jassy, als Krypto-affin. Als Chef des Cloud-Dienstes Amazon Web Service führte er “Amazon Managed Blockchain” ein. Zuvor launchte das Unternehmen bereits 2018 ein zentralisiertes, Blockchain-ähnliches Projekt – die Amazon Quantum Ledger Database (QLDB). Zum anderen hat Amazon eine Stellenanzeige veröffentlicht, in der ein Software Development Manager für “Digital and Emerging Payments” gesucht wird. Mehr Details und eine Einordnung der News gibt es im Podcast. Hört gerne mal rein!

Feb 28, 202150 min

Ep 69#5minF: Bitcoin ist kein Zahlungsmittel

Die Idee von Bitcoin ist mit dem 2008 veröffentlichten White Paper von Satoshi Nakamoto in die Welt gekommen. Der Titel des Papiers lautet «Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System». Die ursprüngliche Idee war es also Bitcoin als digitales Zahlungsmittel zu etablieren, welches erlaubt Wertüberträge vorzunehmen, die von Person zu Person, dezentral und ohne Intermediär ablaufen. Gut zwölf Jahre später stellt sich die Frage, ob Bitcoin diesen Ansprüchen tatsächlich gerecht wird. In der heutigen 5-min Friday Episode widmet sich Alexander Bechtel daher der Frage, ob Bitcoin tatsächlich, wie ursprünglich erdacht, ein Zahlungsmittel ist. Immerhin plant Paypal Bitcoin in den kommenden Monaten in den USA als Zahlungsmittel einzuführen. Tesla hat darüber hinaus angekündigt, dass es Bitcoin als Zahlungsmittel beim Autokauf akzeptieren möchte. Nichtsdestoweniger argumentiert Alexander, dass Bitcoin kein Zahlungsmittel ist. Sein Hauptargument dafür ist nicht wie so oft ein technisches (die Bitcoin Blockchain schafft nur sieben Transaktionen in der Sekunde), sondern ein ökonomisches. Wenn ihr wissen wollt, was genau die Butter bei Aldi und Lidl damit zu tun hat, dann hört gerne in die heutige Episode des 5-min Fridays.

Feb 26, 20218 min

Ep 68#5minF: Der digitale Yuan - China als Vorreiter bei digitalen Zentralbankwährungen (CBDC)

Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) denken derzeit 86% der Zentralbanken weltweit darüber nach, eigene digitale Zentralbankwährungen (CBDCs) zu emittieren. Einer der CBDC-Vorreiter ist China. So hat die Chinesische Zentralbank (People’s Bank of China, PBoC) bereits 2014 damit begonnen, sich im Detail mit einem digitalen Yuan, auch DC/EP genannt, zu beschäftigen und testet seit 2020 das CBDC-System. Eine Einführung der CBDC könnte möglicherweise bereits zu den Olympischen Winterspielen 2022 erfolgen. In der heutigen 5-Minute Friday Episode gibt Jonas Groß Einblicke in die Hintergründe und Ziele des DC/EP, den Projektstand und die Implikationen für den digitalen Euro der Europäischen Zentralbank (EZB). Zwar sind die Bahamas mit ihrer im Oktober 2020 eingeführten CBDC der PBoC China einen Schritt voraus - allerdings ist das chinesische Projekt aufgrund der volkswirtschaftlichen Gegebenheiten und der Ländergröße Chinas derzeit am ehesten mit dem digitalen Euro der EZB vergleichbar. Jonas plädiert dafür, einen Blick nach China zu werfen und sich vom DC/EP-Projekt inspirieren zu lassen. Die PBoC scheint hier der EZB 4-6 Jahre voraus zu sein, da das System bereits implementiert wurde nun nun getestet wird. Auch deshalb sollte man vom Projekt lernen - auch wenn bei weitem nicht alle Aspekte des Projekts auf den digitalen Euro anwendbar sind. Wenn ihr also mehr über das chinesische CBDC-Projekt DC/EP und die Implikationen für den digitalen Euro erfahren möchtet, dann hört in die heutige 5-Minute Friday Episode rein.

Feb 19, 20217 min

Ep 67Bitcoin, Blockchain und Innovation: Alex v. Frankenberg und André Bajorat im Gespräch

Was passiert, wenn sich ein langjähriger VC Investor und ein Banker mit FinTech-Hintergrund eine Stunde zusammensetzen und über Bitcoin, Blockchain und Innovation sprechen? Ihr findet es heraus in der aktuellen Podcast-Episode von Bitcoin, Fiat & Rock’n’Roll. Alex von Frankenberg, Geschäftsführer des High Tech Gründerfonds, und André Bajorat, FinTech Experte und Strategiechef der Unternehmensbank der Deutschen Bank, sprechen gemeinsam mit Alexander Bechtel über den Innovationsstandort Deutschland und das Potenzial von Bitcoin und der Blockchaintechnologie für Banken und die deutsche Wirtschaft. Herausgekommen ist ein inspirierender Talk über den das Potenzial der Blockchaintechnologie, Inflation, Zinsen den Business Case von Bitcoin und was passieren muss, damit auch deutschen Unternehmen endlich mal der grosse Wurf gelingt. Als erfahrener Investor blickt Alex von Frankenberg mit seinem High Tech Gründerfonds zurück auf 221 Transaktionen allein im Jahr 2020, die er mit seinen insgesamt 40 Investment Managern durchgeführt hat. Der Fokus ist auf Investments in Technologie und Innovation während der Seed-Phase (jünger als drei Jahre). Alex ist durch eines dieser Investments schon sehr früh auf Bitcoin aufmerksam geworden und hat bereits 2015 seine ersten Bitcoins gekauft. 2016 hat der High Tech Gründerfonds mit Bitwala sein erstes Investment in den Kryptobereich gemacht und seitdem mehr und mehr Unternehmen ins Portfolio aufgenommen. André Bajorat ist als einer der Gründer von Payment&Banking und Figo nicht nur in der FinTech Branche bekannt wie ein bunter Hund, er hat sich mittlerweile auch in der klassischen Finanzwelt einen Namen gemacht. Als Strategiechef der Unternehmensbank der Deutschen Bank treibt er unter anderem das Thema Digitale Assets und Digitale Währungen. Im Podcast spricht André sehr offen darüber, was ihn dazu bewogen hat das Thema auf die Tagesordnung zu heben und warum Timing so wichtig ist, wenn es um Innovation geht. Freut euch auf einen bunten Ritt durch die FinTech und Kryptowelt mit der ein oder anderen interessanten Erkenntnis darüber, wie Banken auf das Thema blicken und wo genau André und Alex das grösste Potenzial für die Zukunft sehen.

Feb 14, 202158 min

Ep 66#5minF: Bitcoin ist ein Blase, na und?

Mit dem starken Preisanstieg von Bitcoin wird das Thema auch wieder vermehrt kritisch in den «Mainstream»-Medien diskutiert. Vor allem die Ankündigung von Elon Musk Anfang Februar, dass Tesla USD 1.5 Mrd in Bitcoin investiert hat, ist eingeschlagen wie eine Bombe. Viele Journalisten, Ökonomen, und sonstige Kommentatoren diskutieren aktuell darüber, ob Bitcoin einen Wert hat oder ob es sich dabei einfach um eine Blase handelt, die früher oder später platzen wird. In der heutige 5-Minute Friday Episode gibt Alexander Bechtel seine Einschätzung zu diesem Thema ab. Alexander bezieht hierbei deutlich Stellung: Seiner Meinung nach ist Bitcoin auf jeden Fall eine Blase, aber das ist weniger problematisch als viele glauben. Alexander spricht darüber, was genau eine Spekulationsblase ist und warum der Fundamentalwert (auch: innerer/intrinsischer Wert) eines Assets für die Bestimmung einer Blase eine wichtige Rolle spielt. Er erwähnt einige berühmte historische Spekulationsblasen und erläutert warum Gold auch als Spekulationsblase verstanden werden kann. Anstatt zu versuchen so zu tun als sei Bitcoin keine Blase, tritt Alexander dafür ein, das Kind beim Namen zu nennen und offen über die Implikationen zu sprechen, die dies mit sich bringt. Wenn ihr also wissen wollt, warum Bitcoin eine Blase ist und warum dies gleichzeitig kein Problem sein muss, dann hört gerne mal in die heutige 5-Minute Friday Episode rein.

Feb 12, 20218 min

Ep 65Digitaler Euro (Teil 4): Warum brauchen wir den digitalen Euro und wofür?

In der vierten und letzten Folge der vierteiligen Serie zur Digitalisierung des Euros widmen sich Alexander Bechtel und Manuel Klein der entscheidenden Frage, warum der Euro digitalisiert werden sollte und wer ihn am Ende zur Verfügung stellen wird. Nach der detaillierten Analyse des bestehenden Geldsystems, sowie der Beschreibung des Digitalen Euros von öffentlicher- und privater Seite, wagen die beiden einen Ausblick in die Zukunft und stellen konkrete Anwendungsfälle der unterschiedlichen Formen dar. Das Ziel der Folge ist zu verstehen, welche Vorteile ein Digitaler Euro mit sich bringt, welche Institutionen den Digitalen Euro für welche Zwecke bereitstellen werden und wann wir den digitalen Euro sehen werden. Zu Beginn der Folge werden die unterschiedlichen Motivationen dargestellt, einen digitalen Euro zu erzeugen. Hier unterscheiden Alexander und Manuel zwischen der technologischen Perspektive der Endnutzer - vor allem in der Finanzindustrie und der produzierenden Industrie - und der Perspektive der Zentralbanken. Ziel ist es zu verstehen, dass Zentralbanken andere Motive haben ein digitales Geld auszugeben als manch tech-affiner Bürger vermuten würde. Denn anders als man es häufig in den Medien liest, wenn über CBDC als Heilsbringer für die Blockchain-basierte Ökonomie berichtet wird, fokussieren sich die Zentralbanken viel weniger auf die technische Seite eines digitalen Euros. Vielmehr ist es weiterhin unklar, ob eine retail CBDC auf “state of the art” Technologie aufgebaut sein wird, die Maschine-zu-Maschine Zahlungen und programmierbaren Zahlungen ermöglicht. Zudem bleibt es unklar, ob es schon bald eine wholesale CBDC geben wird, die der Nachfrage nach den technologischen Vorteilen der Blockchain im Finanzsystem gerecht wird. Alexander und Manuel wagen daher einen Ausblick in die Zukunft des Geldes und beschreiben, welche Institutionen den tokenisierten Digitalen Euro für welche spezifischen Anwendungsfälle voraussichtlich bereitstellen werden und wann die jeweiligen Formen des Digitalen Euros zu erwarten sind. Abschließend fassen die beiden die vergangenen vier Episoden in drei “Key-Takeaways” zusammen. Diese Punkte sollen den Hörern helfen, sich an die Kernthesen der vielen Inhalte der vergangenen Episoden zu erinnern, um beim spannenden Thema “Digitales Geld” mitreden zu können.

Feb 5, 202153 min

Ep 64Digitaler Euro (Teil 3): Stablecoins und Co. - Der digitale Euro aus der Privatwirtschaft

In der dritten Folge der vierteiligen Serie zur Digitalisierung des Euros stellen Alexander Bechtel und Manuel Klein die unterschiedlichen Formen eines Digitalen Euros des Privatsektors dar. Die zentrale Frage dieser Folge ist, ob auch in Zukunft der Privatsektor den Großteil des Geldes erzeugen und bereitstellen wird - so wie es heute bereits Geschäftsbanken tun. Spätestens seit der medialen Aufmerksamkeit um das Gemeinschaftsprojekt Diem (ehemals Libra), das von Facebook gestartet wurde, liest man immer wieder über sogenannte “Stablecoins”, die von privaten Unternehmen ausgegeben werden und den USD oder EUR repräsentieren. Doch was sind solche Stablecoins eigentlich? Welche Formen gibt es und welche von ihnen wären geeignet als echtes Euro-denominiertes Zahlungsmittel in der Ökonomie verwendet zu werden? Zu Beginn definieren Alexander und Manuel den Begriff Stablecoin und zeigen auf, welche unterschiedliche Arten von Stablecoins es bereits gibt und in Zukunft geben wird. Hier setzen sie den Fokus vor allem auf die unterschiedlichen Assets, welche die Deckung dieser Token darstellen und ihnen ihren stabilen Wert geben. Im Laufe der Folge werden so die unterschiedlichen Arten von Stablecoins, deren Emittenten, sowie deren Anwendungen analysiert. Alexander und Manuel zeigen weiterhin auf, warum viele der aktuellen Stablecoin-Projekte es nicht schaffen werden, einen fungiblen und somit vollwertigen Euro zu erzeugen und erklären, welche Regulierungen versuchen dieses Problem zu lösen. Im Fokus steht hier die Nähe des privaten digitalen Euros zum Zentralbankgeld, das für die Stabilität des Finanzsystems, sowie die Sicherung der geldpolitischen Spielräume der Zentralbank unabdingbar ist. Zu Guter Letzt widmen sich Alexander und Manuel der spannenden Frage, ob und wie in einem System mit digitalen Euros vom Privatsektor neues Geld entsteht. Gerade mit Hinblick auf das Stablecoin-Projekt Diem spielt diese Frage eine wichtige und entscheidende Rolle, da Zentralbanken weltweit fürchten durch die Konkurrenz von Stablecoins die Kontrolle über die Geldschöpfung und Geldpolitik zu verlieren.

Feb 4, 202150 min

Ep 63Digitaler Euro (Teil 2): Digitale Zentralbankwährungen (CBDC)

In der zweiten Folge der vierteiligen Serie zur Digitalisierung des Euros stellen Alexander Bechtel und Manuel Klein die unterschiedlichen Formen eines Digitalen Euros des öffentlichen Sektors dar - besser bekannt als digitales Zentralbankgeld oder Central Bank Digital Currency (CBDC). Viele Menschen denken beim Digitalen Euro wohl zuallererst an eine CBDC, was nicht zuletzt daran liegt, dass auch die EZB in ihrem Report über eine Euro CBDC dieses Vokabular nutzt. Grund genug, sich mit dieser Form des Digitalen Euros genauer auseinanderzusetzen. In dieser Folge beleuchten Alexander Bechtel und Manuel Klein welche Arten des Digitalen Euros von der EZB erzeugt werden können und welche Marktteilnehmer die jeweiligen Arten benutzen könnten. Es wird unterschieden zwischen einem digitalen Euro, der nur von Banken benutzt werden kann, und einem “Digitalem Bargeld”, das von allen Bürgern genutzt werden kann. Weiterhin zeigen Alexander und Manuel auf, dass sich die Motivation der Einführung der jeweiligen CBDC-Arten stark voneinander unterscheiden und erklären, warum die Einführung eines “Digitalen Bargeldes” alles andere als eine rein technische Debatte rund um Blockchain darstellt. Den Großteil der Folge widmen sie dem digitalen Bargeld, da dies auch von den Zentralbanken in Publikationen und Forschung am stärksten unter die Lupe genommen wird. Es werden die unterschiedlichen Ausgestaltungsmöglichkeiten dargestellt und aufgezeigt, welche Rolle Geschäftsbanken in der Bereitstellung eines digitalen Bargeldes spielen könnten. Mit Hinblick auf die Rolle von Geschäftsbanken werden die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Ausgestaltungen beleuchtet und die Auswirkungen auf den Geschäftsbankensektor untersucht. Zu guter Letzt werden Alexander und Manuel einen Ausblick geben, welche Form des digitalen Zentralbankgeldes am wahrscheinlichsten umgesetzt wird und zeigen die unterschiedlichen Motivationen der Zentralbanken auf, eine CBDC auszugeben. Abschließend diskutieren die beiden auch noch welche Vorteile eine CBDC für die Endnutzer haben könnte.

Feb 3, 202152 min