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Auf den Punkt

Auf den Punkt

2,206 episodes — Page 28 of 45

Ep 863Omikron: Hält der Impfschutz gegen die Variante?

Mitten in der vierten Welle verbreitet sich eine neue Corona-Variante: Omikron. Wie gefährlich ist die Mutante?

Dec 2, 202113 min

Ep 862Corona: Was Deutschland von Spanien lernen kann

In Ländern wie Spanien und Portugal ist die Corona-Lage deutlich entspannter als bei uns in Deutschland. Woran liegt das?

Dec 1, 202112 min

Ep 861BVerfG: Entscheidung zur Notbremse und was folgen könnte

Die Bundesnotbremse aus dem Frühsommer war zulässig. Wie die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts die Politik der Ampel prägen wird. Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden: Die sogenannte Bundesnotbremse aus dem Frühsommer war zulässig. Konkret: die Kontakt-Beschränkungen, die Ausgangssperren und selbst die geschlossenen Schulen. Wie diese Entscheidung auch die Politik der Ampel prägen wird, erklärt **Stefan Kornelius, SZ-Politik-Chef**. Er sagt: "Die Entscheidung macht der Politik das Leben einfacher, weil sie signalisiert: Euer Mut wurde belohnt, die Notbremse war gerechtfertigt und sie war zumutbar." **Weitere Nachricht:** IS-Anhänger zu lebenslänglich verurteilt **Moderation, Redaktion**: Franziska von Malsen **Redaktion**: Anna-Lena Limpert, Vinzent-Vitus Leitgeb **Produktion**: Imanuel Pedersen

Nov 30, 202111 min

Ep 860Prozess gegen Epstein-Freundin Maxwell: Chance auf Gerechtigkeit?

In New York startet der Prozess gegen Ghislaine Maxwell. Laut Anklage hat sie Jeffrey Epsteins sexuellen Missbrauch erleichtert. Doch ist sie Komplizin – oder selbst Opfer? Ein sehr, sehr reicher Mann missbraucht mutmaßlich über Jahre minderjährige Mädchen. Er baut dafür einen Prostitutionsring auf und nutzt dafür seine opulenten Anwesen überall auf der Welt. Und seine wichtigste Komplizin war wohl ausgerechnet eine Frau, seine ehemalige Lebensgefährtin. So zumindest lautet der Vorwurf gegen Ghislaine Maxwell. Und gegen sie startet am Montag in New York der Prozess. Jeffrey Epstein wurde 2019 tot in seiner Gefängniszelle gefunden, aber Maxwell lebt. Deshalb spielt für Epsteins Opfer jetzt eine umso größere Rolle, wie der Prozess gegen sie ausgeht. Sie sehen das Urteil als letzte Chance auf Gerechtigkeit. Denn Epstein ist längst zum Symbol einer wohlhabenden Elite geworden, die sich alles erlauben kann – und mit allem durchkommt. In dem Fall geht es vor allem um Opfer, die Maxwell selbst missbraucht haben soll, sagt US-Korrespondent Thorsten Denkler. Epstein habe nach Ansicht der Staatsanwaltschaft “ein riesiges Netzwerk als Schneeballsystem” gebildet, mit dem er und Maxwell Minderjährige zum sexuellen Missbrauch herangeschafft haben. Diese Mädchen haben dann neue Mädchen rekrutiert, die dann gegen Bezahlung wiederum andere Mädchen in sein Anwesen gebracht haben sollen. Lange habe sich Epstein nicht für seine Taten verantworten müssen. Als hätten die Reichen und Mächtigen, die zu seinem Freundes- und Bekanntenkreis zählten, ihre schützende Hand über ihn und seine Machenschaften gelegt. Weitere Nachrichten: Omikron-Variante, General soll Corona-Krisenstab leiten, Rangnick Trainer von ManU. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Anna-Lena Limpert, Franziska von Malsen Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über Reuters.

Nov 29, 202113 min

Ep 859Triage in einer bisher nicht gekannten Notlage

In den Krankenhäusern geht es inzwischen um Leben oder Tod. Die Debatte um die Triage ist neu entfacht. Stellt sich die Frage: Was muss denn noch passieren, damit sich Menschen impfen lassen? Triage kommt aus dem Französischen und bedeutet so viel wie auslesen, auswählen oder sortieren. Der Begriff stammt aus der Militärmedizin, wo es um die Versorgung der Verletzten auf dem Schlachtfeld geht. Historisch gab es erste Ansätze der Triage im 16. Jahrhundert, als im österreichischen Kaiserreich eine Sanitätseinheit zur Versorgung verwundeter, aber überlebensfähiger Soldaten geschaffen wurde. Während des Massensterbens der napoleonischen Kriege im 18. Jahrhunderts gewann er eine neue, erschreckende Bedeutung. Und jetzt passiert genau das hier bei uns, in der Jetzt-Zeit. Angesichts immer neuer, trauriger Rekordwerte in Deutschland stößt auch das Gesundheitssystem hier an seine Grenzen. Durch die hohe Zahl der Covid-Patienten auf Intensivstationen stoßen Kliniken gerade in einigen Regionen in Deutschland an Kapazitätsgrenzen. Plötzlich sprechen wir auch wieder über die Triage - oder die “Priorisierung”. Und Werner Bartens, Arzt und Redakteur im SZ-Wissenressort, fragt: “Leute, was muss denn noch passieren, damit Ihr Euch impfen lasst?” Die Situation sei wirklich dramatisch: “Das ist eine bisher nicht gekannte Notlage” Und er fügt hinzu: “Früher war Kinderteller, jetzt geht es um Leben und Tod.” Und längst gehe es in der Debatte "um alle, die eine Notfallversorgung brauchen” und nicht mehr nur um Covid-Patienten. Doch auch Bartens ist klar, dass jeder und jede behandelt werden müsse. selbst Impfgegner und Impfverweigerer. Und auch die Vereinigung der Intensivmediziner sagt: "Wir sind Retter, keine Richter.“ Weitere Nachrichten: Neue Virusvariante B.1.1.529, grüne MinisterInnen, Grubenunglück in Sibirien. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Anna-Lena Limpert, Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über Bundespressekonferenz und Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V.

Nov 26, 202115 min

Ep 858Klima, Wohnen, Schuldenbremse: Was der Koalitionsvertrag verspricht

Die Ampel steht, der Koalitionsvertrag liegt vor. Aber wer konnte darin seine Versprechen aus dem Wahlkampf auch verankern? Seit Mittwoch liegt er also vor: der Koalitionsvertrag der Ampel. Ein bisschen kann man sich das vorstellen wie einen Ehevertrag. Nur eben zwischen drei Partnern: SPD, Grüne und FDP. Aber wer hat sich wo mit seinen Vorstellungen durchgesetzt? Das analysiert in dieser Folge **Nico Fried, Leiter des SZ-Parlamentsbüros in Berlin**. Er sagt, alles in allem könne sich die Ampel mit dem Koalitionsvertrag sehen lassen. Es gibt allerdings auch einen Punkt, an dem er den Plan der Koalitionäre richtig schwach findet. Und ob Christian Lindner der Aufgabe als Finanzminister wirklich gewachsen ist, daran hat Fried so seine Zweifel.

Nov 25, 202112 min

Ep 857Impfpflicht: Was dafür spricht, was dagegen

Die neuen Corona-Regeln schränken nicht nur Ungeimpfte ein, sondern auch die Geimpften. Ist eine allgemeine Impfpflicht die Lösung? Darüber streiten zwei SZ-Redakteure in einem Pro und Contra. Für Ungeimpfte herrscht an vielen Orten faktisch wieder Lockdown, sie dürfen nicht mehr in Hotels und Restaurants, nicht mehr zum Sport oder in die Musikschule. Aber auch die Geimpften spüren die Einschränkungen deutlich. Und Bayern verlegt die ersten Intensivpatienten in andere Bundesländer. Ist eine allgemeine Impfpflicht die Lösung? Dazu gehen auch in der SZ-Redaktion die Meinungen auseinander. In dieser Folge sprechen deshalb zwei Kollegen. Der eine ist für die Impfpflicht, die andere dagegen. Wer kann Sie mehr überzeugen? **Weitere Nachrichten:** Impfpflicht für Soldat:innen, neue Regierung

Nov 24, 202113 min

Ep 856Wer wird was in der neuen Bundesregierung - oder auch nicht

Die Koalitionsverhandlungen von SPD, Grünen und FDP gehen zu Ende. Doch wer bekommt welche Ministerien? Die Spekulationen dazu laufen auf Hochtouren. Wer wird was im neuen Bundeskabinett? In Berlin kursieren kurz vor Ende der Koalitionsverhandlungen Listen über Ministerämter - und regen Spekulationen an. Dabei ist sehr unwahrscheinlich, dass diese Listen direkt von den Verhandlern stammen. Denn früh genannte Namen könnten Personen pushen - oder auch früh verbrennen, meint SZ-Hauptstadtkorrespondent Stefan Braun. Klar sei nur, dass Olaf Scholz, Christian Lindner, Robert Habeck und Annalena Baerbock im Kabinett vertreten sein werden. "Habeck werde im weitesten Sinne Klimaschutz-Minister, aber wird sein Ministerium auch so heißen?" Vor Lindner als Finanzminister würden sich unsere südeuropäischen Nachbarn fürchten, da er auf die Einhaltung der Schuldenbremse pochen werde. Bei könne sich erst noch zeigen, ob sie "wirklich das Zeug zu einer großen oder guten Außenministerin" habe. Interessante sei auch, ob es wieder ein mächtiges Wohnungsbau-Ministerium geben werde, denn dies könne sich der finanziellen Spaltung in der Gesellschaft entgegenstemmen. Weitere Nachrichten: Immer mehr Länderchefs für Impfpflicht, Söder räumt Fehler in vierter Corona-Welle ein, Helge Braun will Serap Güler als CDU-Generalsekretärin. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Jakob Linus Arnu

Nov 23, 202111 min

Ep 855Österreich: Zwischen Lockdown, Impfpflicht und Randale

Österreich ist erneut im Lockdown. Zudem wird es als erstes EU-Land die allgemeine Impfpflicht einführen. Wie kommt das an – und was hat ein Pferdewurmmittel damit zu tun? Am Samstag gab es in Wien eine Großdemo mit 40 000 Teilnehmern gegen die Corona-Politik von ÖVP und Grünen. "Wer sich da einreihte, der musste wissen, dass er hinter Nazis her läuft", sagt SZ-Österreich-Korrespondentin Cathrin Kahlweit. Die Anzahl der "ernstzunehmenden Spinner" sei irritierend hoch gewesen. Viele Demonstranten wehrten sich gegen die Einführung der allgemeinen Corona-Schutzimpfung im Februar und die neuen Maßnahmen. Denn der neue Lockdown gelte für Alle, also auch für die Geimpften. Jedoch sei die Stimmung bei denen eher so: "Wenn die Deppen sich nicht impfen lassen, müssen wir den Preis dafür zahlen." Die Geimpften würden "Verantwortung übernehmen - und die Ungeimpften randalieren". Weitere Nachrichten: Stichwahl in Chile, Chinesische Tennisspielerin Peng Shuai wieder da. Mehr aus Österreich lesen Sie jeden Freitag im Österreich-Newsletter. Und den können Sie kostenlos unter sz.de/oesterreich bestellen. Unseren Podcast "Und nun zum Sport" finden Sie unter sz.de/podcast. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Franziska von Malsen, Anna-Lena Limpert Produktion: Imanuel Pedersen, Carlo Sarsky Zusätzliches Audiomaterial über Phoenix, Tagesschau, Der Standard.

Nov 22, 202113 min

Ep 854Wer über die neuen Coronaregeln entscheidet

Die Ampelparteien und die Union haben neue Corona-Maßnahmen beschlossen, im Bundestag und in einer Ministerpräsidentenkonferenz. Sind sich die Gremien einig?

Nov 19, 202112 min

Ep 853Coronazahlen: “Das Virus ist gut berechenbar, die Bevölkerung nicht.”

Eine Wutrede von RKI-Chef Wieler zeigt wie dramatisch die Coronawerte gerade sind. Doch wie belastbar sind die Zahlen noch und auf welche Werte müssen wir besonders achten?

Nov 18, 202113 min

Ep 852Wie Putin Belarus stützt

Die Situation an der polnischen Grenze zu Belarus entspannt sich offenbar gerade. Wie konnte es so weit kommen und welche Rolle spielt Russland? Nachdem zuletzt bis zu 2000 Migranten an der Grenze zwischen Polen und Belarus campiert hatten, werden die Geflüchteten jetzt gerade mit Bussen an andere Orte gebracht. Doch wer ist Schuld an dieser Lage? “Moskau und Minsk stellen das natürlich so dar, dass sie völlig unschuldig an der Situation sind”, sagt SZ-Russland-Korrespondentin Silke Bigalke. In deren Darstellung sei die EU schuld an der Misere. Denn die Union habe diesen Menschen erzählt, dass das Leben bei ihnen viel besser sei. Und mit diesem Versprechen hätte die EU eben die Menschen nach Europa gelockt. Lukaschenko möchte sich vor allem an der Macht halten. Aber da er sich nach den gefälschten Präsidentschaftswahlen für die EU als Partner unmöglich gemacht hat, setze er jetzt eben auf Angst. Ohne den Rückhalt des russischen Präsidenten Wladimir Putin hätte Lukaschenka so einen Schritt nie gewagt, meint Bigalke. “Putin freut sich immer, wenn wenn die EU schlecht aussieht.” Für ihn sei die EU quasi der freiheitliche Gegenentwurf zu seinem autoritär geführten Russland. Alexander Gutsfeld berührende Reportage von der polnisch-belarussischen Grenze lesen Sie hier. Weitere Nachrichten: Corona-Lage, CDU-Bewerberfeld. Wir freuen uns sehr, wenn Sie an unserer aktuellen Podcast-Umfrage teilnehmen. Sie dauert fünf bis zehn Minuten und hilft uns, "Auf den Punkt" besser zu machen. Alle weiteren Innformationen und die Umfrage finden Sie hier. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Anna-Lena Limpert, Vinzent-Vitus Leitgeb, Antonia Franz Produktion: Benjamin Markthaler

Nov 17, 202113 min

Ep 851Warum (Booster-) Impfungen jetzt so wichtig sind

Fast 70 Prozent der Deutschen sind geimpft. Trotzdem steigen die Neuinfektionen. Wie helfen die Boosterimpfungen und wie kann man mit Impfverweigerern umgehen? Manchmal, da kann man große gesellschaftliche Konflikte auf eine kleine persönliche Auseinandersetzung runterbrechen. Etwa bei der Frage, ob man schon geimpft ist. Die kann womöglich Freundschaft zerbrechen lassen. "Impfen hat sehr viel gebracht und wären mehr Menschen geimpft, dann hätte es noch mehr gebracht", sagt SZ-Wissenschaftsredakteurin Christina Berndt. Es gebe immer auch Impfdurchbrüche, aber Ungeimpfte haben "im Durchschnitt die schwereren Verläufe". Und auf der Intensivstation sind die Ungeimpften in der Mehrheit, obwohl sie eine Minderheit in der Gesellschaft darstellen. Auffrischungsimpfungen, also Booster, sei inzwischen allen nach sechs Monaten zu empfehlen. Besonders bei älteren Personen, solchen mit Übergewicht, Rauchern und Menschen mit Herzproblemen und Autoimmunerkrankung sei "die Immunantwort dann tatsächlich womöglich so niedrig, dass es gefährlich wird". Wir freuen uns sehr, wenn Sie an unserer aktuellen Podcast-Umfrage teilnehmen. Sie dauert fünf bis zehn Minuten und hilft uns, "Auf den Punkt" besser zu machen. Alle weiteren Innformationen und die Umfrage finden Sie hier. Weitere Nachrichten: Länder verschärfen Corona-Regeln, Nord Stream 2 auf Eis. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Tami Holderried Produktion: Jakob Arnu

Nov 16, 202114 min

Ep 850Bilanz UN-Klimakonferenz: Die Macht der Unwilligen

Nach der UN-Klimakonferenz COP26 in Glasgow herrscht Ernüchterung. Wer waren die Verhinderer - und was bleibt? Selten war ein Treffen wie diese 26. UN-Klimakonferenz in Glasgow so überladen mit Ängsten aber auch Hoffnungen. Jetzt ist nicht nur UN-Generalsekretär Antonio Guterres gefrustet. Aber es ist eben ein Kompromiss. Und der war weder "historisch" noch eine "Blamage", meint der Umweltexperte der Berliner SZ-Parlamentsredaktion Michael Bauchmüller. So sei die Europäische Union mit den von der Klimakatastrophe am stärksten bedrohten Inselstaat Vorreiter gewesen. China, Indien sowie Saudi-Arabien und andere Ölförderländer seien hingegen die Bremser gewesen. Neben dem offiziellen Geschehen hätten sich einige "Allianzen der Willigen" gebildet, die wichtige andere Vereinbarungen zur Zusammenarbeit getroffen hätten. Aber es hätte sich eben auch eine "Allianz der Unwilligen" gezeigt, zu der auch ein Großteil der deutschen Autobauern zähle, meint Bauchmüller. Die einzelnen Länder müssen jetzt eben selbst beim Klimaschutz ernst machen. Für Deutschland etwa bedeute das, dass dringend der Ausbau erneuerbarer Energien wieder auf genommen werde müsse, der in den jüngsten Jahren fast zum Erliegen gekommen sei. Weitere Nachrichten: Corona-Regeln werden weiter verschärft, Schwesig als Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern wiedergewählt. Wir freuen uns sehr, wenn Sie an unserer aktuellen Podcast-Umfrage teilnehmen. Sie dauert fünf bis zehn Minuten und hilft uns, "Auf den Punkt" besser zu machen. Alle weiteren Innformationen und die Umfrage finden Sie hier. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Tami Holderied Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über den Twitter Account von Antonio Guterres.

Nov 15, 202110 min

Ep 849Corona-Winter: Was Scholz und die Ampel planen

Olaf Scholz will Deutschland “winterfest” machen. Welche Pläne hat die Ampel für den Corona-Winter und wie steht es um die Koalitionsverhandlungen?

Nov 12, 202112 min

Ep 848Pfleger über die vierte Welle: "Alle, die noch da sind, haben doppelt so viel zu stemmen"

Die Inzidenzen steigen und auch die Lage auf den Intensivstationen wird wieder schwieriger. Der Intensivpfleger Andreas Schäfer erzählt, was die Situation für das Pflegepersonal bedeutet und wie er mit Ungeimpften umgeht.

Nov 11, 202112 min

Ep 847COP26 will klimaneutrale Weltwirtschaft aufbauen

Am Freitag endet die 26. UN-Klimakonferenz in Glasgow. Zeit für eine erste Bilanz mit dem Chef des Bundesumweltamtes Dirk Messner. Die Klimakatastrophe ist bereits spürbar. Und doch hört man von der 26. UN-Klimakonferenz bislang nur wenig konkrete Entscheidungen zum Schutz des Planeten. Hübsche Fernziele und sonst nichts gewesen? "Hier werden ernsthafte Verhandlungen geführt", widerspricht der Präsident des Bundesumweltamtes Dirk Messner. Im Zentrum stehe der Aufbau einer klimaneutralen Weltwirtschaft. Dies sei im Grunde "ein neues Narrativ für die Weltwirtschaft, ein neues Leitbild". "Klimaneutralität kann sich kein Land mehr versperren", sagt Messner. Auch wenn die notwendigen Investitionen dafür "beileibe noch nicht hoch genug" seien. Deutschland und Europa müssen bei internationalen Kooperation allerdings mehr machen. "Wir werden Klimaschutz nicht hinkriegen, wenn wir nicht zugleich für sozialen Zusammenhalt und Gerechtigkeit sorgen." Das sei auch ein Auftrag für die neue Koalition. "Wenn wir jetzt steigende CO2 Preise haben, dann können wir einen Großteil der Einnahmen direkt an die Bürgerinnen und Bürger zurückgeben", sagt der Leiter von Europas größter Umweltbehörde. Weitere Nachrichten: Belarus, Milliardenstrafe für Google, Annette Kurschus ist neue EKD-Ratsvorsitzende. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Anna-Lena Limpert, Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über Guardian, NBC News und COP26.

Nov 10, 202111 min

Ep 846Geflüchtete in Belarus: Lukaschenkos Kalkül

Viele Menschen versuchen via Belarus über Polen in die EU zu gelangen. Welche Rolle dabei Minsk und Moskau spielen. Es sind zutiefst verstörende Bilder aus der langen grünen Grenze zwischen Polen und Belarus. Hunderte, wenn nicht Tausende Geflüchtete, versuchen dort die Sperranlagen in die Europäische Union zu überwinden. Auf polnischer Seite sind inzwischen zehntausende Sicherheitskräfte aufgefahren. Warschaus Regierung und die EU werfen dem Machthaber in Minsk, Alexander Lukaschenko, vor, die Menschen gezielt einfliegen zu lassen. Sicher sei, dass Spezialeinheiten der Belarussen sie mit Bussen und LKWs an die Grenze bringen werden, sagt SZ-Osteuropa-Korrespondent Florian Hassel. Es gebe "handfestes Beweismaterial", dass belarussische Militärs mit Uniform und Waffe "hinter den Migranten standen, während die versuchten, den Zaun niederzureißen und den Stacheldraht zu durchbrechen". Andererseits greife auch der polnische Grenzschutz zu illegalen "Pushbacks" um die Geflüchteten zurückzudrängen. Lukaschenko habe bereits Ende Mai im Parlament in Minsk offen gesagt, dass der Westen "jetzt unsere Arbeit erledigen" wird. Er meinte damit Drogenhandel und die Verhinderung der Einreise von Migranten. Er folge damit einem "mit dem russischen Geheimdienst FSB entworfenen Plan, die EU durch Migrantenströme zu destabilisieren". Zudem räche er sich dafür, dass er für die von ihm gefälschte Präsidentschaftswahl von der EU kritisiert wird und dass der Westen die Opposition unterstützt. "Vielleicht hofft er, dass die Sanktionen gemildert werden," meint Hassel. Andererseits verdiene Belarus mit der Lenkung der Flüchtlungsströme auch viel Geld. Laut Schätzungen müsse ein Migrant bis zu 15 000 Dollar an Minsker Reisebüros und Schlepper zahlen. Weitere Nachrichten: Corona, Lichtenstein nur zähneknirschend für Mindeststeuer, Zentralrat fordert reinen Schoa-Gedenktag. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über Reuters und dem Twitter-Account von Nexta TV.

Nov 9, 202112 min

Ep 845Neuer SPD-Chef: Der wandlungsfähige Lars Klingbeil

Lars Klingbeil wird wohl neben Saskia Esken neuer SPD-Chef. Was den bisherigen Generalsekretär auszeichnet. Was für Persönlichkeiten schon an der Spitze der Sozialdemokraten standen. Kurt Schumacher oder Willy Brandt etwa. Und bald wahrscheinlich Lars Klingbeil. Der bisherige SPD-Generalsekretär will die Sozialdemokraten neben Saskia Esken ab Mitte Dezember führen. Denn Norbert Walter-Borjans sieht seine Aufgabe als erfüllt an. "Die neue Parteispitze muss vor allem die Geschlossenheit beibehalten", meint SZ-Parlamentskorrespondent Mike Szymanski, und "den innerparteilichen Ausgleich zwischen den Flügeln bewerkstelligen." Klingbeil zeichne seine "Anpassungsfähigkeit" aus, die er von Martin Schulz über Andrea Nahles bis zu Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans in seiner Funktion als Generalsekretär beweisen habe. Klingbeil habe selbst bei so grundverschiedenen Charakteren "immer einen Modus gefunden, mit allen loyal zu arbeiten". Der Niedersachse sei als Parteilinker gestartet, sei aber inzwischen im eher rechten Seeheimer Kreis der SPD aktiv. Er habe viele Wandlungsprozesse durchgemacht. Weitere Nachrichten: Höchststand Corona-Neuinfektionen, hunderte Migranten wollen von Belarus nach Polen Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Tami Holderried Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über Twitter-Account von Lars Klingbeil und Phoenix.

Nov 8, 202112 min

Ep 844Vierte Corona-Welle: Was die Politik für den Winter plant

Inzidenz, Intensivpatienten, Tote: Alle Corona-Zahlen steigen. Nach einem ruhigen Sommer stecken wir mitten in der vierten Welle. Was plant die Politik für den Winter? Der bundesweite Corona-Inzidenzwert ist mit fast 170 so hoch wie seit der zweiten Welle nicht mehr. Obwohl mittlerweile 67 Prozent der Menschen in Deutschland voll geimpft sind, müssen wieder mehr Infizierte ins Krankenhaus. Und auch die Zahl derer, die an Covid-19 sterben, steigt gerade wieder. Nach einem ruhigen Sommer stecken wir jetzt also mittendrin, in der vierten Welle . "Die Polarisierung beim Thema Impfung und Impfpflicht ist natürlich enorm. Und das Spannungspotential, das in unserer Gesellschaft mit diesem Thema verknüpft ist, das ist mindestens so besorgniserregend wie das Virus selbst", sagt **Angelika Slavik, SZ-Redakteurin im Berliner Parlamentsbüro**. In Auf den Punkt spricht sie über die Pläne der Politik für den Winter.

Nov 5, 202111 min

Ep 843Kinderarzt über RS-Virus: “Tsunami an Infektionen”

Immer mehr Kinder stecken sich mit dem RS-Virus an. Viele Kliniken sind voll. Wie gefährlich ist das Virus – und warum grassiert die Krankheit gerade in diesem Jahr so stark?

Nov 4, 202112 min

Ep 842Wie die CDU ihren neuen Chef finden will

Wer soll die Union nach dem Wahldebakel aus der Krise führen? Ein Fahrplan steht. Aber wer sind die aussichtsreichsten Kandidaten? Erstmals will die CDU bei der Suche nach einem neuen Vorsitz die Basis mit einbinden. Der Zeitplan: Nominierung bis zum 17. November, mit der Unterstützung von mindestens einem Landes-, Bezirks-, oder Kreisverband der Union oder einer CDU-Gruppierung. Bis Anfang Dezember werden sich die Kandidaten und Kandidatinnen dann den etwa 400 000 CDU-Mitgliedern in mehreren digitalen Veranstaltungen vorstellen. Ab dem 4.12. stimmt die Basis dann ab. Zwei Wochen später soll dann das Ergebnis verkündet werden. Erreicht da niemand die absolute Mehrheit, dann kommt es Ende Dezember zu einer Stichwahl. Spätestens am 14. Januar soll das endgültige Ergebnis dann vorliegen. Und am 21./22. Januar dann, man könnte auch endlich sagen, soll der/die Kandidat/in dann offiziell von einem Parteitag ins Amt gehoben werden. Von der Einbindung der CDU-Mitglieder könne wohl vor allem Friedrich Merz profitieren, weil der zumindest in Teilen der Basis populär sei, sagt der leitende SZ-Politik-Redakteur Peter Fahrenholz. Merz verkörpere "ein bisschen die Sehnsucht nach der guten alten Zeit" und gebe für viele Konservative eine Art Versprechen ab, dass man in die Zeit vor Merkel zurückkehren könnte. Merz werde jetzt versuchen, etwa den CDU-Wirtschaftspolitiker Carsten Linnemann einzubinden. Es wäre ein kluger Schachzug von Norbert Röttgen, wenn er jetzt eine Frau an seine Seite holen würde, die er dann als künftige Generalsekretärin installieren könnte. Interessant sei auch, wie sich der Fraktionsvorsitzende Ralph Brinkhaus verhalten werde. Eine Frau werde es eher nicht: “Man muss ehrlicherweise sagen, dass die CDU hat, bei der man jetzt sagen würde, die wäre jetzt die möglicherweise geborene neue Vorsitzende.” Weitere Nachrichten: Spahn empfiehlt "Booster"-Impfungen, Bayern verschärft Corona-Regeln. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Tami Holderried Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über Reuters, Phoenix und CDU.

Nov 3, 202112 min

Ep 841UN-Klimakonferenz: "Ohne China hat die Welt keine Chance"

China ist im Club der Klimasünder ganz vorn dabei. Herrscht in Peking denn gar kein Umweltbewusstsein? "Eine Minute vor Zwölf", "genug mit der brutalen Zerstörung unserer Lebensgrundlagen." Große Reden werden da gerade auf der UN-Klimakonferenz in Glasgow geschwungen. US-Präsident Joe Biden gibt jedenfalls China (neben Russland, Indien und Saudi-Arabien) die Hauptschuld am zaghaften Handeln, an vagen Beschlüssen. Doch im Gegensatz zu anderen Regierungschefs verzichtet Chinas aktueller Staatslenker Xi Jinping auf eine Teilnahme am Treffen in Schottland. Bei der Luftverschmutzung haben die chinesischen Behörden auf Druck der neuen Mittelschicht inzwischen "enorm viel gemacht", sagt SZ-China-Korrespondentin Lea Sahay. Der Klimawandel aber spiele in China jedenfalls bisher noch "keine große Rolle." Es sei ein "herber Schlag", dass Xi nicht in Glasgow dabei sei. Aber es sei nicht so, dass man das als Boykott deuten könne. Er habe China nunmehr seit fast zwei Jahren nicht mehr verlassen. Nichtsdestotrotz sei klar, dass sich bei diesem Gipfel eigentlich nichts ohne China bewege. "In absoluten Zahlen ist das Land ja der größte Emittent von Treibhausgasen". Und die Welt habe ohne China "kaum eine Chance, die globalen Klimaziele zu erreichen". Bis 2030 soll der CO2-Ausstoß dort einen Höchststand erreichen. Erst 2060 will das Land klimaneutral werden. Viele hatten gehofft, dass Peking möglicherweise seine Ziele noch mal höher stecke, aber das sei "leider nicht passiert". Es setze vielmehr die Klimapolitik als Trumpf in internationalen Verhandlungen ein. Allerdings habe China gerade auch mit massiven Strom und Versorgungsengpässen zu kämpfen. Weitere Nachrichten: Staaten wollen Waldzerstörung stoppen, CDU-Fahrplan für neuen Parteivorsitz. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Anna-Lena Limpert, Vinzent-Vitus Leitgeb, Franziska von Malsen Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audiomaterial über Reuters und Tagesschau.

Nov 2, 202111 min

Ep 840Klimagipfel 2021: Was sich seit dem Paris-Abkommen getan hat

Auf dem Klimagipfel werden die Etappenziele beim Klimaschutz gecheckt. Viele Länder hinken hinterher. Wie die EU damit umgehen kann. Am Sonntag startet in Glasgow die Klimakonferenz der Vereinten Nationen. Es ist die fünfte nach dem Pariser Klimaabkommen von 2015. Damals hatten sich die Länder der Welt dazu verpflichtet, bis 2020 ihre Klimaziele zu verschärfen. Aber nicht einmal die Hälfte der Länder hat das auch gemacht. Was bedeutet das fürs Klima und auf welche Länder kommt es am meisten an? "Das China als größter Emittent im Wesentlichen so weitermachen will wie bisher, das könnte die Konferenz sehr belasten", sagt **Michael Bauchmüller, SZ-Klimaexperte**. In Auf den Punkt spricht er darüber, wie die Weltgemeinschaft und die EU damit umgehen können. Alle SZ-Berichte und Analysen zum Klimagipfel lesen Sie [hier](https://www.sueddeutsche.de/thema/Klimakonferenz) mit einem Abo. **Weitere Nachrichten:** Rückzug Norbert Walter-Borjans, BIP-Zahlen **Moderation, Redaktion**: Franziska von Malsen **Redaktion**: David Wünschel, Vinzent-Vitus Leitgeb **Produktion**: Benjamin Markthaler

Oct 29, 202112 min

Ep 839Militärputsch in Sudan: Wie es jetzt weitergeht

An diesem Montag hat sich in Sudan das Militär an die Macht geputscht. Bei Protesten gab es Tote und Verletzte. Was passiert gerade in Khartum?

Oct 28, 202112 min

Ep 838Laschet-Nachfolger Wüst: Unverhofft zum Liebling der CDU

Hendrik Wüst ist Armin Laschets Nachfolger im Amt des Ministerpräsidenten von NRW. Was ist er für ein Typ? Die Wahl war spannend, denn die schwarz-gelbe Regierungskoalition in Nordrhein-Westfalen hat nur eine Stimme Mehrheit. In Umfragen steht die CDU gerade schlecht da, vorgezogene Neuwahlen wäre ein Risiko. Die Wahl des 46-jährigen bisherigen Verkehrsministers Hendrik Wüst wurde zur Zitterpartie. Am Ende aber stimmten sogar 103 Abgeordnete für den neuen CDU-Landeschef, drei mehr als die Koalition hat. Aber wieso ist gerade der Verkehrsminister Laschets Nachfolger geworden? "Hendrik Wüst ist ein Glückskind der Verfassung", sagt NRW-Korrespondent Christian Wernicke. Kein anderes Bundesland habe die Vorschrift, dass der Ministerpräsident Mitglied des Landtags sein muss. Dies habe den Kreis der potenziellen Nachfolger sehr klein gehalten. Und dieser Sachzwang habe Wüst "unverhofft zum Liebling" der CDU gemacht. Den neuen Regierungschef zeichne vor allem Ehrgeiz aus. So sei er mit Anfang 30 bereits Generalsekretär der Landes-CDU geworden. "Er war der schneidige, typische Jung-Unionist." Nach dem Sturz als Generalsekretär im Zuge einer Affäre aber versuche er es jetzt mit leiseren Töne. Sein Ministerium habe er aber selbst nach Meinung der Opposition gut geführt. Insgesamt sei die Landesregierung, "weitaus besser als die Performance von Armin Laschet" als Kanzlerkandidat, sagt Wernicke. "Nicht berauschend, aber solide" - mit Erfolgen in der Verbrechensbekämpfung, (geerbten) Defiziten in der Schulpolitik und horrend ungerecht verteilter Chancengleichheit. Die NRW-SPD profitiere lediglich vom Bundestrend. Sie sei ein "Scheinriese". Die im Mai kommenden Jahres anstehende Landtagswahl, sei "völlig offen". Weitere Nachrichten: EuGH verurteilt Polen zur Strafzahlung, Aufnahme Koalitionsverhandlungen, epidemische Notlage endet am 25.11. Den aktuellen Podcast "Das Thema" über zeitgemäße Architektur finden Sie unter sz.de/podcasts. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Anna-Lena Limpert, Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audiomaterial über Phoenix.

Oct 27, 202112 min

Ep 837Bärbel Bas: Eine Kämpferin für die Gleichstellung

Die SPD-Politikerin ist erst die dritte Präsidentin des Bundestages. Ein Gespräch über Parität und Feminismus mit der Vorsitzenden der AG sozialdemokratischer Frauen, Maria Noichl. Nach Annemarie Renger und Rita Süssmuth ist Bärbel Bas erst die dritte Frau im Amt der Bundestagspräsidentin. Laut Protokoll wird dieses nach dem Bundespräsidenten höchste Amt im Staat traditionell von der stärkste Fraktion besetzt. In diesem Fall der SPD. Wir haben deutlich gemacht, dass wir ein paritätisches Parlament haben wollen, auch an der Spitze, sagt Maria Noichl. Noichl ist Europaabgeordnete der SPD aus Rosenheim und als Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen eine der wichtigsten Kämpferinnen für Gleichstellung in ihrer Partei. Bas sei eine "profilierte Politikerin mit großer Erfahrung", die nun eine große Verantwortung trägt. "Bärbel Bas wird die Demokratie verteidigen." Und das auch gegen die Angriffe von Rechts, die nach Meinung von Noichl immer stärker zunehmen. "Wir werden uns nicht den Mund verbieten lassen." Bärbel Bas sei für alle Frauen "ein Mund und ein Gesicht in der Öffentlichkeit." Noichl fordert, dass "die Hälfte der Parlamente für Frauen reserviert werden" muss. Weitere Nachrichten: AfD ohne Vertreter im Bundestagspräsidium, BND will sich neu organisieren, Probleme bei Rettung aus Afghanistan. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Franziska von Malsen, Antonia Franz Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über Phoenix und SPD-Parteivorstand.

Oct 26, 202112 min

Ep 836Urteil gegen Jennifer W.: "In so einem Fall gibt es keine Unschuld"

Ist sie eine Kriegsverbrecherin - oder selbst Opfer des Islamischen Staates? Ein Gericht hat diese Frage jetzt mit einem Urteil gegen Jennifer W. beantwortet. Zehn Jahre Haft für Jennifer W.. Das ist das weltweit erste Urteil wegen der Verbrechen des sogenannten Islamischen Staates (IS) gegen die religiöse Minderheit der Jesiden. Sie hatte zusammen mit ihrem Ehemann 2015 eine Fünfjährige mutwillig verdursten lassen. Außerdem war nach Ansicht des Gerichts der Angeklagten die menschenfeindlichen Ziele und Taten des IS bekannt gewesen, als sie sich der Terrororganisation angeschlossen hat, betonte das OLG. Sie habe mit ihrer IS-Mitgliedschaft die "Vernichtung der jesidischen Religion" und die "Versklavung des jesidischen Volkes" unterstützt. Ein Freispruch stand nie zur Debatte, sagt der Jurist und Redakteur der SZ-Innenpolitik, Ronen Steinke. Sie sei ganz klar Täterin und habe Schuld auf sich geladen. Jennifer W. hatte sich selbst belastet mit ihren Aussagen gegenüber einem vermeintlichen IS-Kämpfers. Zudem habe die Mutter des toten Kindes über die drastische Tat ausgesagt. Die historische Relevanz sei, dass sieben Jahren nach dem Völkermord an den Jesiden erstmals überhaupt ein Urteil wegen der Verbrechen des IS gefällt worden sei. Menschlich aber sei die Tat unfassbar. Weitere Nachrichten: Militärputsch im Sudan, Ausweisung von Diplomaten in der Türkei, Facebook, Joshua Kimmich. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Franziska von Malsen Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über ZDF.

Oct 25, 202112 min

Ep 835Rechte Verlage auf der Buchmesse: Aushalten oder ausschließen?

Rund um die Frankfurter Buchmesse ist ein Streit um rechte Verlage entstanden. Mit der Frage: Sollten die überhaupt dort ausstellen dürfen?

Oct 22, 202112 min

Ep 834Durchgreifen oder Dialog: Wie umgehen mit Polen?

Der Streit zwischen Polen und der EU spitzt sich immer weiter zu. Es geht dabei um die Rechtsstaatlichkeit Polens – und um einen Grundsatz der EU. Was kann die EU tun?

Oct 21, 202113 min

Ep 833Corona: Haben wir noch eine epidemische Notlage?

"Epidemische Notlage": Sie beeinflusst, wer die Corona-Regeln machen darf. Warum Jens Spahn die Einstufung zur Notlage beenden will. “Epidemische Lage nationaler Tragweite” – ein sperriger Begriff, der aber ganz unmittelbar unser Leben bestimmt. Es geht dabei um die Corona-Regeln, zum Beispiel um die Maskenpflicht oder den 3G-Nachweis. Genauer gesagt geht es um die Frage, wer über diese Regeln entscheidet: die Regierung oder das Parlament. "Ich glaube es wäre das richtige Signal, die Notlage für beendet zu erklären, und gleichzeitig massiv zu kommunizieren, dass Corona noch nicht vorbei ist", sagt **Hanno Charisius aus dem Ressort Wissen**. In Auf den Punkt spricht Charisius darüber, was die Einstufung für unseren Alltag wirklich bedeutet und wer eine Booster-Impfung braucht. **Weitere Themen**: Polizeikontrollen an deutsch-polnischer Grenze, Rücktritt Bundesbankchef Jens Weidmann

Oct 20, 202110 min

Ep 832Semesterbeginn an den Unis: Endlich wieder Hörsaal!

Nach drei Semestern mit Distanzvorlesungen finden wieder viele Uni-Veranstaltungen am Campus statt. Wie lief der Semesterstart? An vielen Universitäten in Deutschland hat in diesen Tagen wieder die Vorlesungszeit begonnen. Und nach eineinhalb Jahren mit Vorlesungen und Seminaren auf Distanz sollen bundesweit fünfzig bis achtzig Prozent der Veranstaltungen wieder in Präsenz stattfinden. Wie gut funktioniert das? Und warum ist es so wichtig? Das erklärt in dieser Folge Franziska Koohestani, Autorin für jetzt, das junge Magazin der SZ, und an der LMU in München studiert.

Oct 19, 202112 min

Ep 831Ampel-Koalition: Warum Finanzen der Knackpunkt sind

SPD, FDP und die Grünen nehmen mit großen Ambitionen Koalitionsverhandlungen auf. Doch die Ampel hat kein Spielgeld zur Verfügung. Nun können die Verhandlungen richtig losgehen: Nach den Sozialdemokraten und den Grünen haben nun auch die Freien Demokraten der Aufnahme von Koalitionsverhandlungen zugestimmt. FDP-Chef Christian Lindner sagt, man sehe Chancen, aber auch Herausforderungen. Am Anfang sei das ein Zweckbündnis, ob daraus mehr werden kann, liege an den Beteiligten. Er aber habe nach wie vor “positive Vibes”. Wer denn Olaf Scholz als Finanzminister nachfolgen wird?, aus dieser Journalistenfrage friemelte sich Lindner am Montag wortreich heraus. 400 Milliarden Euro Schulden hat der Bund und höchstens 50 Milliarden Euro sind als Einnahmen durch die globale Mindeststeuer zu erwarten. Ein ausgeglichener Haushalt ist in weite Ferne gerückt, sagt die stellvertretenden Leiterin des Berliner Parlamentsbüros Cerstin Gammelin. "Es gibt kein Spielgeld mit dem die Koalitionäre ihre Koalition kitten können." Der Umstieg in das klimaneutrale Leben wird für alle teurer, ist sich Gammelin sicher. Letztendlich sei die Entscheidung zwischen Lindner und Habeck ein "Kampf zwischen zwei Konzepten: Mehr Markt oder mehr Staat." Lindners Idee für "Superabschreibungen für Unternehmen würden super teuer". Trotzdem sei sie sich ziemlich sicher, dass der FDP-Chef das Amt des Finanzministers bekommen werde. Weitere Nachrichten: Diesel noch nie so teuer, SPD-Frauen verlangen Schäuble-Nachfolgerin. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Tami Holderried Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über ARD und Livestream von Phoenix.

Oct 18, 202111 min

Ep 830Ampel-Koalition: Am glücklichsten ist Lindner

SPD, die Grünen und die FDP werden Verhandlungen zur Bildung der ersten Ampel-Koalition im Bund aufnehmen. Und einer freut sich ganz besonders. Bis Weihnachten soll die neue Regierung stehen. Das haben die Parteichefs von SPD, Grünen und FDP am Freitag klargemacht. Das wichtigste Ziel der neuen Koalition sei ein strengerer Klimaschutz, sagte der wohl künftige Kanzler Olaf Scholz von der SPD. Und FDP-Chef Christian Lindner meinte sogar, dass es schon lange "keine vergleichbare Modernisierungschance" gegeben habe wie jetzt. Grünen-Chef Robert Habeck betont, dass seine Partei und die FDP gerade beim Thema Finanzen und Investitionen weit auseinandergelegen haben. Jetzt sei es aber trotzdem "gelungen, dass Belastungen für Bürger nicht kommen, aber dennoch Investitionen möglich gemacht werden." "Christian Lindner war von allen Glücklichen der Allerglücklichste", sagt SZ-Politik-Redakteur Peter Fahrenholz. Lindner sei geradezu euphorisiert gewesen. "Da ist offensichtlich in den vergangenen Tagen auch etwas persönlich zusammengewachsen." Interessant sei, dass die Koalition genügend finanziellen Spielraum für all die Modernisierungen sehen würde. Geld dafür soll auch aus der neuen globalen Mindeststeuer kommen. Unsere Kritikerin Juliane Liebert hat sich zudem gerade “Rausch” reingezogen, die neue Platte von Helene Fischer. Liebert findet das eine "egalitäre Musik", "sehr professionell, sehr sauber". Eine eigentümliche "Mischung aus Schlager und Eurodance-Chart-Pop", der immer mit einem sanften Refrain beginnt, dann kommt "das Gestampfe" und münde in "sauberer Leidenschaft". Das sei "kommerzielle Musik im reinsten Sinne", meint Liebert. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Anna-Lena Limpert, Laura Terberl Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über Livestream von Phoenix. Bis Weihnachten soll die neue Regierung stehen. Das haben die Parteichefs von SPD, Grünen und FDP am Freitag klargemacht. Das wichtigste Ziel der neuen Koalition sei ein strengerer Klimaschutz, sagte der wohl künftige Kanzler Olaf Scholz von der SPD. Und FDP-Chef Christian Lindner meinte sogar, dass es schon lange "keine vergleichbare Modernisierungschance" gegeben habe wie jetzt. Grünen-Chef Robert Habeck betont, dass seine Partei und die FDP gerade beim Thema Finanzen und Investitionen weit auseinandergelegen haben. Jetzt sei es aber trotzdem "gelungen, dass Belastungen für Bürger nicht kommen, aber dennoch Investitionen möglich gemacht werden."

Oct 15, 202111 min

Ep 829Luftfilter in Schulen: 700 Millionen Euro verschwendet?

In vielen Klassenzimmer stehen mittlerweile Luftfilter. Für insgesamt 700 Millionen Euro. Wie gut sind sie und warum wirbt vor allem ein Wissenschaftler so sehr für sie? Die Schule hat wieder angefangen. Es ist aber auch immer noch Corona-Pandemie. Trotzdem wird wieder im Klassenzimmer unterrichtet statt am Bildschirm. Möglich machen das auch die neuen professionellen Luftfilter, die sehr viele Schulen angeschafft haben. Das zumindest war die Hoffnung, als Bund und Länder entschieden haben, 700 Millionen Euro für diese Filter auszugeben. Allerdings ist nicht klar, ob die Filter wirklich besser sind als normales Lüften. Vor allem ein Wissenschaftler will das herausgefunden haben: der Physiker Christian Kähler. "In den meisten Studien untersucht er, dass die Geräte tatsächlich den Großteil dieser kleinen Teilchen aus der Luft herausfiltern. Das ist aber nicht besonders strittig. Wenn man die Frage, wie gut die Luftfilter sind, wirklich beantworten will, dann müsste man zwei Fragen stellen. Zum einen: Sind sie tatsächlich besser als das Lüften über Fenster. Und zum anderen: Werden durch diese Luftfilter am Ende wirklich Infektionen verhindert? Und da bleibt Herr Kähler einfache Antworten schuldig", sagt Berit Uhlmann, SZ-Redakteurin im Wissen. In "Auf den Punkt" spricht sie darüber, was man stattdessen hätte machen sollen.

Oct 14, 202111 min

Ep 828Energiepreise: Wie teuer wird der Winter?

Unser Energieverbrauch ist längst nicht klimaneutral. Und teurer wird es auch. Wie Verbraucher sparen können. Wenn es nach den Werbesprüchen deutscher Gas- und Energieversorger geht, wird der Winter wunderbar: “Gut fürs Klima, gut für deinen Geldbeutel”. Irreführend, denn unser Energieverbrauch ist alles andere als klimafreundlich. Und teurer wird es auch. Heizöl kostet dieses Jahr fast das Doppelte im Vergleich zum Vorjahr. "Die große Mahnung dieser Krise ist: Wir können ein System bauen, das viel mehr regenerativen Quellen nutzt. Wenn wir das beherzt machen, dann werden wir auch unabhängiger von stark schwankenden Preisen für fossile Energie auf den Weltmärkten", sagt Benedikt Müller-Arnold. Er spricht in Auf den Punkt darüber, was die neue Regierung tun sollte und hat Tipps für Verbraucherinnen und Verbraucher. Weitere Nachrichten: Legalisierung von Cannabis, Zapfenstreich für Afghanistan-Einsatzkräfte.

Oct 13, 202112 min

Ep 827Streit um Polens Rechtsstaatlichkeit: Droht der "Polexit"?

Haben die EU und Polen noch eine gemeinsame Zukunft? Warschau treibt den Streit mit Brüssel gerade auf die Spitze. Vergangene Woche hat das polnische Verfassungsgericht nationales Recht über EU-Recht gestellt. Die anderen Länder der EU sind entsetzt, nur Ungarn nicht. Für EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ist klar, dass Warschau sich eindeutig rechtswidrig verhält. Polen drohen jetzt zumindest harte finanzielle Einbußen. Am Sonntag sind wegen des Urteils des "Pseudo-Verfassungsgerichts" hunderttausende Polinnen und Polen auf die Straße gegangen, sagt Florian Hassel, SZ-Osteuropa-Korrespondent mit Sitz in Warschau. Dieses und viele andere Gerichte seien inzwischen mit treuen, willfährigen Gefolgsleuten der nationalpopulistischen Regierungspartei PiS besetzt. Vize-Ministerpräsident Jarosław Kaczyński schere sich nicht um die Gewaltenteilung und wolle "mindestens ein halb-autoritäres Regime" errichten. Viele Menschen in Warschau, Danzig und anderswo aber befürchten, dass Polen aus der EU austreten wird - oder aber Milliarden Euro aus dem EU-Topf gestrichen werden. Hassel erwartet, dass Polen und auch Ungarn vor dem EU-Gerichtshof unterliegen und beide Länder das teuer zustehen bekommen werden. Genau das aber werde zumindest die PiS in zwei Jahren bei den Wahlen zu spüren bekommen. Weitere Nachrichten: Karlsruhe verhandelt über Parteienfinanzierung, Ampel-Koalition rückt näher. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Franziska von Malsen, Anna-Lena Limpert, Antonia Franz Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über ARD.

Oct 12, 202111 min

Ep 826Sebastian Kurz: Jung, glatt - und ohne Anstand

Österreichs bisheriger Außenminister Alexander Schallenberg folgt Sebastian Kurz im Kanzleramt. Wer er ist – und wie viel Macht Kurz behalten wird. Sebastian Kurz hat sein Amt nicht ganz freiwillig wegen Korruptionsvorwürfen zur Verfügung gestellt. Ihm und seinem Team wird vorgeworfen, sich 2016 geschönte Umfragen und wohlmeinende Berichterstattung in österreichischen Medien erkauft zu haben, und zwar mit Steuergeld. Mit nur 35 Jahren ist Kurz jetzt zum zweiten Mal der jüngste Altkanzler in der Geschichte Österreichs. Allerdings zeige Kurz nicht einmal bei seinem Rücktritt Anstand, weil er ohne Schuldbewusstsein sei, meint SZ-Österreich-Korrespondentin Cathrin Kahlweit. Kurz' Nachfolger Alexander Schallenberg gelte als “Kurzist” und als “türkiser Überzeugungstäter", der etwa in der Flüchtlingspolitik die gleiche harte Linie fahren werde wie Kurz selbst. Es sei spannend, jetzt zu sehen, ob er sich emanzipieren werden. Kurz versucht sich derweil außerdem als Partei- und Fraktionschef der ÖVP die Macht im Land zu sichern. Ob ihm das gelingt, sei aber längst noch nicht ausgemacht, meint Kahlweit. Derzeit sei in der ÖVP noch “Hauen und Stechen” angesagt, mit massiven Versuchen, Ex-Kanzler Kurz los zu werden. Dass Kurz wiederkommt als Kanzler werde mit jedem Tag unwahrscheinlicher, sagt Kahlweit. Schließlich sei “jung und glatt noch kein Ausweis für Anstand”. Weitere Nachrichten: Meuthen tritt als AfD-Chef ab, Wirtschaftsnobelpreis für Arbeitsmarktforscher. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Franziska von Malsen Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über die Twitter-Accounts von Sebastian Kurz und Alexander van der Bellen.

Oct 11, 202111 min

Ep 824Friedensnobelpreis für den unterdrückten Journalismus

Der Friedensnobelpreis geht dieses Jahr an die philippinische Journalistin Maria Ressa und ihren russischen Kollegen Dmitrij Muratow. Über den Mut, den es für ihre Arbeit braucht in Ländern, in denen Journalisten sogar ermordet werden. Der Friedensnobelpreis geht dieses Jahr an eine Journalistin und einen Journalisten: An die Philippinin Maria Ressa und an Dmitrij Muratow aus Russland. Beide leben und arbeiten in Ländern, in denen Journalisten nicht nur massiv bedroht, sondern sogar für ihre Arbeit ermordet wurden. Und trotzdem machen sie weiter. "Ein Journalist aus Russland hat mir erzählt, dass er jeden Tag einen anderen Weg zur Arbeit wählt – aus Angst, dass man ihm auflauert", sagt **SZ-Investigativjournalist Frederik Obermaier**. In Auf den Punkt spricht er über den Mut, den es in diesen Ländern für Recherchen braucht – und über die sehr harten Arbeitsbedingungen.

Oct 8, 202112 min

Ep 823Korruptionsvorwürfe in Österreich: Was Kanzler Kurz erwarten könnte

In Österreich gab es am Mittwoch mehrere Razzien. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Kanzler Sebastian Kurz und Leute aus seinem nahen Umfeld. Es geht um die Frage, ob ÖVP-Leute Steuergelder veruntreut und ob sie österreichische Medien bestochen haben. In Österreich gab es am Mittwoch mehrere Razzien. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Kanzler Sebastian Kurz und Leute aus seinem nahen Umfeld. Es geht um die Frage, ob ÖVP-Leute Steuergelder veruntreut und ob sie österreichische Medien bestochen haben. "Einen Fall wie den jetzt hat es noch nicht gegeben. Wenn es zu Verurteilungen kommt, könnte das zehn Jahre Haft bedeuten", sagt SZ-Korrespondentin in Wien Cathrin Kahlweit. Sie spricht in Auf den Punkt darüber, wie Kanzler Kurz auf die Vorwürfe reagiert hat und ob mit einem Rücktritt zu rechnen ist.

Oct 7, 202112 min

Ep 822Wie eine Whistleblowerin gegen Facebook antritt

Frances Haugen heißt die Frau, die gerade gegen Facebook antritt. Sie hat interne Dokumente an die Öffentlichkeit geleakt. Könnten ihre Forderungen die Macht von Facebook beschränken? Frances Haugen heißt die Frau, die gerade gegen Facebook antritt. 37 ist sie, hat selbst zwei Jahre für Facebook gearbeitet und jetzt interne Dokumente an die Öffentlichkeit geleakt. Und am Dienstag hat Frances Haugen über diese sogenannten Facebook Files sogar vor dem US-amerikanischen Senat gesprochen. Die Art und Weise, wie Facebook-Sprecher versucht haben, Haugen in Posts während der Hearings zu diskreditieren, war abstoßend und unprofessionell, sagt **SZ-Digital-Experte Simon Hurtz**. In Auf den Punkt spricht er darüber, was Haugen Facebook vorwirft und ob die Macht des Konzerns noch zu beherrschen ist.

Oct 6, 202112 min

Ep 821Der Kanzlerplan der SPD

Die SPD lässt Grüne und FDP vorsondieren und setzt alles auf eine Ampel-Koalition. Kanzlerkandidat Olaf Scholz will sich mit einem funktionierenden Bündnis lange an der Macht halten.

Oct 5, 202110 min

Ep 820Pandora Papers: Putins reiche Freunde

Hunderte Politiker aus aller Welt verschleiern ihr Vermögen mit Hilfe von Briefkastenfirmen. Das zeigen die Pandora Papers: Millionen von internen Dokumenten von verschiedenen Finanzdienstleistern und Kanzleien. Die Daten wurden dem ICIJ zugespielt, dem International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ). Das ICIJ hat die Daten durchsuchbar gemacht und allen an der Recherche beteiligten Medien zur Verfügung gestellt. Woher das ICIJ die Daten hat, sagen sie nicht, um die Quelle zu schützen. Denn in vielen Ländern ist es strafbar, interne Firmendokumente weiterzugeben. Die Pandora Papers geben unter anderem auch Einblick in das geheime Vermögen von zwei engen Freunden und der angeblichen Ex-Geliebten von Wladimir Putin. Oder ist es in Wahrheit sein Geld? Jörg Schmitt aus dem Investigativressort erklärt, welche Spuren aus Putins Umfeld nach Monaco führen - und welche Schlüsse man daraus ziehen kann.

Oct 4, 202112 min

Ep 825Adieu: Ein Abschied im "Auf den Punkt"-Team

Anfang Oktober verändert sich das Team von "Auf den Punkt". Eine Abschiedssendung mit und für Jean-Marie Magro.

Oct 2, 202117 min

Ep 819Sprit-Krise in Großbritannien – ist der Brexit Schuld?

Benzin und Diesel sind an vielen Orten in Großbritannien gerade knapp, die Schlangen vor den Tankstellen sind lang. Das Problem: Es fehlen LKW-Fahrer, die Kraftstoff an die Tankstellen bringen könnten.

Oct 1, 202112 min

Ep 818Die Grünen nach der Wahl: Regieren um welchen Preis?

Die Grünen sind einer der Kanzlermacher der zukünftigen Regierung. Welche Kompromisse sie nicht machen würden und was das für die Verhandlungen bedeutet.

Sep 30, 202112 min

Ep 817Was FDP und Grüne trennt - und was sie verbindet

Diesmal soll alles anders sein als 2017. Deshalb treffen sich FDP und die Grünen erstmal allein zu Gesprächen. Wie es dann weitergehen könnte. Ohne FDP und die Grünen gibt es kaum eine neue Regierung. Deshalb reden die beiden Parteien jetzt auch erstmal zu zweit - und dann mit SPD und der Union. Von dem ersten Treffen nach der Wahl gibt es ein Instagram-Foto mit den Grünen-Chefs Annalena Baerbock, Robert Habeck sowie FDP-Chef Christian Lindner und seinem Generalsekretär Volker Wissing. "Das Bild hat mehrere Botschaften", meint Daniel Brössler aus dem Berliner Parlamentsbüro. Wir können vertraulich in einem kleinen Kreis reden und schaffen erstmal eine Vertrauensbasis unter uns. Es soll anders sein als 2017, als die Sondierungen für eine Jamaika-Koalition scheiterte. Tatsächlich gebe es ein paar starke Unterschiede, auch über die Vorstellung des Begriffs "Freiheit". Für die Grünen braucht es etwa für den Kampf gegen den Klimawandel auch staatliche Eingriffe und nicht nur Ingenieurskunst. Dabei gebe es bei den Wählern durchaus Schnittmengen. Weitere Nachrichten: Berliner Landeswahlleiterin will Amt nach Pannen abgeben, Spannungen zwischen Kosovo und Serbien. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Franziska von Malsen Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über Phoenix.

Sep 29, 202112 min

Ep 816Laschets Zukunft: "Mit Wahlverlierern springt die Union immer brutal um"

Ist das gerade schon das Endspiel für Armin Laschet? Ein Gespräch über den Machtkampf in der CDU. Jetzt hat sogar Markus Söder hinbekommen, was Armin Laschet noch schwer fällt: Der CSU-Chef hat Olaf Scholz zum Wahlsieg der SPD gratuliert. Auch andere CDU-Leute zweifeln inzwischen an Laschets Wahl-Interpretation, dass er den Auftrag zur Regierungsbildung habe. Und jetzt steht mit der Wahl des Fraktionsvorsitzenden von CDU und CSU ein erster Machtkampf nach dem Debakel an. Das Wahlergebnis sei nicht das Ende der Volkspartei CDU, sagt der leitenden Politik-Redakteur Peter Fahrenholz. Aber auch in Deutschland komme es nun zu einem System mittelgroßer Parteien, die zusammen koalieren müssen. Für die Union sei bitter, dass sie laut Wahlanalysen stark bei den Älteren und auch bei den Jungen stark verloren hat. Merkels Politik habe letztendlich zu einer "inhaltlichen Entleerung" der Union geführt, da sie alle SPD-Forderungen übernommen habe. Trotzdem sei Merkel aber beliebt gewesen - und Laschet hatte sowohl die Partei als auch das Volk gegen sich. Bis dato habe er die Realität nicht anerkannt. "Die Geschichte der Union lehrt, dass man dort mit Wahlverlieren immer brutal umgesprungen ist", sagt Fahrenholz. Weitere Nachrichten: Cum-Ex-Steuerskandal: Ex-SPD-Politiker unter Verdacht. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Antonia Franz Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über ARD und MDR.

Sep 28, 202111 min

Ep 815"Laschet als Kanzler würde das Vertrauen in die Demokratie erschüttern"

Für die Älteren hatte die Elefantenrunde in der ARD am Wahlabend etwas von einem Déjà-vu. CDU-Chef Armin Laschet machte gleich mehrfach den Gerhard Schröder. 2005 wollte der damalige Kanzler von der SPD partout nicht einsehen, dass er die Wahl verloren hatte. 16 Jahre wiederholt sich das mit einem anderen Kandidaten, einer anderen Partei, aber mit derselben Masche. Inklusive eines verdutzten SPD-Kandidaten Olaf Scholz. Dabei bleibt die CDU hinter der SPD und hat mit Laschet als Kanzlerkandidaten gerade das schlechteste Ergebnis in ihrer Geschichte einstecken müssen. Das ist eigentlich ein klarer Regierungsauftrag an die SPD, die Grünen und die FDP, sagt der Leiter des Berliner Parlamentsbüros der SZ, Nico Fried. Sowohl Laschet als auch CSU-Chef Markus Söder müssten zurückstecken, meint Fried. Erst wenn Scholz scheitern sollte, hätte die Union noch eine Chance auf das Amt des Regierungschefs. "Da muss man auch die Grünen in die Verantwortung nehmen. Einem so klaren Wahlverlierer ins Amt zu verhelfen, kann nicht sein. Das würde auch das Vertrauen in demokratische Abläufe und in die Institutionen an sich schwer erschüttern." Trotz aller Unterschiede zwischen Grünen und FDP müssten Kompromisse gefunden werden, alles andere sei anti-demokratisch. Er erwarte, dass Scholz bis Weihnachten Kanzler sei. **Weitere Nachrichten:** Erfolg für Volksentscheid zur Enteignung großer Wohnungskonzerne in Berlin, Ehe für alle jetzt auch in der Schweiz. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Franziska von Malsen Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über ARD.

Sep 27, 202111 min

Ep 814"Deutschland ist mit dieser Wahl schweizerischer geworden"

SPD und Union wollen beide den künftigen Kanzler stellen. In einer Dreierkoalition. Dafür gibt es Vorbilder. Sowohl die Union unter Armin Laschet als auch die SPD von Olaf Scholz erheben nach dieser Bundestagswahl den Anspruch, den nächsten Kanzler zu stellen. CDU/CSU wohlgemerkt, obwohl sie das historisch schlechteste Ergebnis im Bund einfährt. Doch mit wem? Die FDP kommt auf nicht ganz zwölf Prozent, die Grünen auf ein Ergebnis um die 14 Prozent. Diese beiden Parteien werden die Königsmacher. Es wird möglicherweise Monate dauern, bis ein neuer Kanzler gefunden wird. Eine Regierungsbildung auch als zweitstärkste Kraft sei nicht ausgeschlossen, meint SZ-Chefredakteurin Judith Wittwer. "Deutschland ist mit dieser Wahl ein Stück schweizerischer geworden", sagt die gebürtige Schweizerin. Dreierkonstellationen seien in der Schweiz schon bekannt. Das seien Koalitionen, bei denen Kompromisse gesucht werden müssten - sie bieten aber auch große Chancen, so Wittwer. Nachrichten: SPD gewinnt in Mecklenburg-Vorpommern, Grüne und SPD in Berlin fast gleichauf. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audiomaterial über ARD und ZDF.

Sep 26, 202111 min