
Was jetzt? – Spezial
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Ep 71Der Spion in unseren Handys
Am 2. Oktober 2018 betritt der oppositionelle saudische Journalist Jamal Khashoggi das Konsulat seines Heimatlandes in Istanbul. Er wird es nicht mehr lebend verlassen. Ein Killer-Kommando ermordet ihn brutal, mutmaßlich im Auftrag des saudischen Königshauses. Wenig später wird klar: Khashoggis Umfeld stand vor und nach dem Mord unter enger Beobachtung. Sicherheitsforscher weisen Spuren der mächtigen Spyware Pegasus auf ihren Smartphones nach. Sie hören in diesem "Was jetzt?"-Spezial die erste Folge des neuen ZEIT-ONLINE-Podcasts "Der Spion in unseren Handys". Darin sprechen Podcastredakteur Jannis Carmesin und Kai Biermann aus dem Investigativteam über einen der prominentesten politischen Morde der letzten Jahre und über die Anfänge einer Recherche, die zeigt: Der Fall Khashoggi ist Teil eines weltweiten Politskandals. "Der Spion in unseren Handys" ist ein Podcast über die mächtigste Spyware der Welt und wie sie enttarnt wurde. In sechs Folgen erzählen Reporterinnen und Reporter aus dem Investigativ-Ressort von ZEIT und ZEIT ONLINE von ihren Recherchen zur Spähsoftware Pegasus. Die Opfer der Spyware kommen ebenso zu Wort, wie ihre Erfinder und deren Gegenspieler. Folge 2 hören Sie hier und überall, wo es Podcasts gibt. Neue Folgen erscheinen bis zum 19. Mai 2023 immer donnerstags. Moderation und Skript: Jannis Carmesin und Kai Biermann Redaktion: Ole Pflüger Produktion: Militsa Tekelieva und Maria Svydrik (Pool Artists) Musik: Joscha Grunewald Mitarbeit: Clara Löffler und Paulina Kraft [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ep 70Wie eine Landreform Kolumbien befrieden soll
Nirgendwo in Südamerika ist Landbesitz so stark in den Händen weniger Menschen konzentriert wie in Kolumbien. Die Wurzeln dieser ungleichen Landverteilung reichen bis in die Kolonialzeit zurück – und haben seitdem immer wieder bewaffnete Auseinandersetzungen befeuert, unter denen das Land bis heute leidet. Nun plant Gustavo Petro, seit vergangenem Jahr im Amt und der erste linke Präsident in der Landgeschichte, eine Landreform und verfolgt damit gleich mehrere Ziele: Sie soll soziale Ungleichheit und Hunger mindern, die Landwirtschaft zur neuen Triebfeder der kolumbianischen Wirtschaft machen und nicht zuletzt zu seinem Projekt des páz total beitragen, zu einem "totalen Frieden" in Kolumbien. Jannis Carmesin, Redakteur im Podcastteam von ZEIT ONLINE, hat vor Ort zu den Wurzeln des Landkonflikts recherchiert und berichtet im Samstagsspezial des Nachrichtenpodcasts Was jetzt?, wie vielversprechend Gustavo Petros Pläne sind, um das uralte Problem zu lösen. Moderation: Jannis Carmesin Redaktion: Constanze Kainz und Elise Landschek Produktion: Militsa Tekelieva (Pool Artists) Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ep 69"Wir müssen jetzt entscheiden, wie wir KI nutzen"
Als OpenAI Ende letzten Jahres ihre künstliche Intelligenz Chat GPT vorstellte, wurde das Unternehmen dafür gefeiert. Eine KI, deren Antworten klingen wie die eines Menschen, die Antworten auf fast alle Fragen findet, Witze erzählen kann und gut formuliert. Mittlerweile hat der Hype um ChatGPT aber auch eine Diskussion über die Risiken solcher Technologien ausgelöst. In einem offenen Brief fordern nun Tech-Giganten wie Apple-Gründer Steve Wozniak, Turing-Preisträger Yoshua Bengio, Tesla-Chef Elon Musk oder Starhistoriker Yuval Noah Harari und Hunderte weitere Unternehmer und Wissenschaftlerinnen, einen Stopp der Entwicklung von künstlicher Intelligenz. Ihr Argument: KI berge "tiefgreifende Risiken für die Gesellschaft und die Menschheit". In einer sechsmonatigen Pause, sollen Expertinnen und Experten dann "eine Reihe gemeinsamer Sicherheitsprotokolle für fortschrittliche KI" entwickeln. Im Podcast kritisiert Eva Wolfangel, Redakteurin mit den Schwerpunkten Cybersecurity und künstliche Intelligenz im Ressort Digital von ZEIT ONLINE, die "Mystifizierung von KI". Anstatt sich darüber Gedanken zu machen, ob KIs Menschen irgendwann überflüssig machen und ersetzen könnten, gehe es jetzt darum, tatsächliche Risiken zu erkennen und nicht eine Hand voll großer Tech-Konzerne entscheiden zu lassen, wohin sich die Technik entwickle. Worin aber liegen die konkreten Gefahren künstlicher Intelligenz und was muss jetzt getan werden, damit KI eine Chance sein kann? Moderation und Produktion: Constanze Kainz Redaktion: Ole Pflüger und Pia Rauschenberger Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. Weitere Links zur Folge: KI-Moratorium: Hunderte Unternehmer und Forscher fordern KI-Pause KI in Führungspositionen: Eine chinesische Firma beschäftige eine künstliche Intelligenz als Geschäftsführerin [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ep 68Im Land des Glücks triumphiert die Rechte
Tervetuloa – herzlich willkommen – zu dieser "Was jetzt?"-Spezialfolge über das angeblich glücklichste Land der Welt. Zum sechsten Mal in Folge führt Finnland das Ranking des World Happiness Report an. Doch bei der Parlamentswahl, die an diesem Wochenende stattfindet, wird deutlich, dass viele Menschen durchaus unzufrieden sind – mit der Regierung von Sanna Marin, der Staatsverschuldung oder den steigenden Benzinpreisen. Davon könnte bei der anstehenden Wahl die rechtspopulistische Partei Perussuomalaiset (PS) profitieren. Umfragen zufolge lag sie zuletzt knapp vor der Sozialdemokratischen Partei (SDP), der die jetzige Ministerpräsidentin Marin angehört. Nur die liberal-konservative Nationale Koalitionspartei (NCP) erhält laut den Prognosen noch mehr Zustimmung. Wie kann es sein, dass selbst die glücklichste Bevölkerung der Welt empfänglich ist für eine rechtspopulistische Agenda? Das fragt sich Elise Landschek, die auf der Suche nach Antworten nach Finnland gereist ist. Mitten im Wahlkampf hat sie dort Nasima Razmyar, Spitzenkandidatin der SDP, und Jaana Kiiski, Kandidatin der PS, getroffen. Razmyar stammt aus Afghanistan, dem aktuell unglücklichsten Land der Welt. 2015 zog sie erste Abgeordnete mit Migrationsgeschichte ins Parlament ein. Kiiski will Migrantinnen und Migranten schneller abschieben und kämpft für das Ansehen von Frauen in der Politik. An diesem Wochenende entscheidet sich, ob Finnland vor einem Machtwechsel steht. Ministerpräsidentin Marin mit ihrem Kabinett, das hauptsächlich aus jüngeren Frauen besteht und weltweit von vielen Linken als Vorbild bewundert wird, muss um ihr Amt zittern. Gleichzeitig wächst die Angst, dass sich die Gesellschaft immer weiter spaltet. Moderation und Produktion: Elise Landschek Redaktion: Ole Pflüger Mitarbeit:Paulina Kraft, Kirsten Jöhlingert Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ep 67Wir beantworten Ihre Fragen zur Bankenkrise
Mit dem Zusammenbruch der Silicon Valley Bank kommt es Mitte März zur zweitgrößten Bankpleite in der US-Geschichte. Kurz darauf gerät auch die Schweizer Credit Suisse ins Wanken. Wie unterscheidet sich die aktuelle Bankenkrise von der Finanzkrise 2008? Haben die Aufsichtsbehörden versagt und wurden keine oder die falschen Schlüsse aus den vergangenen Krisen gezogen? Was muss passieren, dass es in Zukunft nicht mehr zu ähnlichen Krisen kommt oder bleibt das eine Utopie? Und bis es soweit ist: Wie kann ich mein Erspartes schützen? Für diese Spezialfolge von Was jetzt? haben die Hörerinnen und Hörer des Podcasts sowie Leser und Leserinnen der ZEIT uns viele Fragen geschickt. In dieser Folge geben Heike Buchter, US-Korrespondentin im New Yorker Büro der ZEIT, und Jan Guldner, Ressortleiter Geld bei ZEIT ONLINE, Antworten auf Ihre Fragen. Moderation: Constanze Kainz Produktion und Redaktion: Ole Pflüger Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected] [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ep 66"Macron hat dafür gesorgt, dass das Land in Brand gesetzt wird"
Seit diesem Donnerstag ist klar: Die Rentenreform in Frankreich kommt. Präsident Emmanuel Macron hat sie mithilfe des Sonderartikels 49.3 der Verfassung durchgebracht – ohne Parlamentsabstimmung. Denn die Zustimmung im Parlament bröckelte zuletzt. Der Unmut auf der Straße war schon seit Monaten zu spüren. Für diese Sonderfolge von "Was jetzt?" hat die ZEIT-ONLINE-Autorin Ann-Kristin Tlusty Streikende in Lille begleitet und mit Dominik Grillmayer, Leiter des Bereichs Gesellschaft am Deutsch-Französischen Institut in Ludwigsburg, über die Streikkultur in Frankreich gesprochen. Warum treibt ausgerechnet die Rentenreform so viele Menschen auf die Straßen? Stimmt das Klischee, dass Französinnen und Franzosen einfach streiklustiger sind? Und wie geht es nun weiter? Moderation: Ann-Kristin Tlusty Redaktion und Produktion: Constanze Kainz Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ep 65Wie ein Schallverstärker für die Proteste im Iran
Es ist der 22. Oktober 2022, als sich rund 80.000 Menschen um die Siegessäule in Berlin versammeln – in Solidarität mit den Frauen im Iran. Ganz vorne, in einem roten Kleid: Soraja Kurdpoor. Diesmal kann sie die Proteste gegen das Regime, die kurz nach dem Tod der 22-jährigen Jîna Amini ausgebrochen sind, nur aus der Ferne begleiten. Eine andere, die Islamische Revolution vor 44 Jahren, hat sie hautnah miterlebt. Schah Mohammad Reza Pahlavi, der den Iran von 1941 bis 1979 regierte, verfolgte eine repressive Politik gegen Minderheiten und alle, die das monarchistische System ablehnten – wie Soraja Kurdpoor. Als im Land eine Aufbruchsstimmung Einzug hielt, ging auch sie fast täglich auf die Straße. Wenn sie über diese Zeit spricht, lassen sich Parallelen zur heutigen Situation ziehen: die Gewalt seitens der Sicherheitskräfte, Verhaftungen, sexuelle Übergriffe und Vergiftungsfälle. Soraja und Schilan Kurdpoor beschreiben in der neuen Spezialfolge, wie sie aus dem Exil heraus die Revolution unterstützen. Sie sehen sich als Schallverstärker für die Proteste im Iran, denen sie, so gut es geht, in Deutschland Gehör verschaffen wollen. Wie erleben sie und ihre Tochter Schilan Kurdpoor, die in Berlin aufgewachsen ist, die Proteste heute? Und: Wie gelingt es ihnen, Tausende Kilometer davon entfernt, trotzdem politisch aktiv zu sein? Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Redaktion: Pia Rauschenberger Mitarbeit: Clara Löffler Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ep 64Die Klima-Schrottzertifikate
Unternehmen wie Gucci, Netflix und Disney werben damit, den Regenwald und das Klima zu schützen, indem sie ihre Emissionen kompensieren. Sie zahlen Millionen Dollar dafür, dass irgendwo auf der Welt ein Klimaschutzprojekt die Emissionen einspart, die sie ausstoßen. Jede Tonne CO₂ wird dabei als Zertifikat verkauft. In vielen Fällen überwacht die Firma Verra mit Sitz in Washington, D.C. diesen Handel. Die Aufgabe und das Versprechen von Verra: Garantieren, dass tatsächlich CO₂ eingespart wird. Ein Versprechen, das die Firma offenbar nicht gehalten hat. Die Recherche von Hannah Knuth, Redakteurin im Ressort Wirtschaft der ZEIT und Tin Fischer, freier Datenjournalist, zeigt: Ein erheblicher Teil der Zertifikate des Marktführers Verra, mit denen Konzerne ihre Emissionen kompensieren, sind offenbar wertlos, helfen dem Klima nicht und führen teilweise dazu, dass die Menschen vor Ort leiden. In einer Sonderfolge von "Was jetzt?" erzählen Hannah Knuth und Tin Fischer von ihrer Recherche. Moderation und Produktion: Constanze Kainz Redaktion: Ole Pflüger Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ep 63Wenn die Erdbebenhilfe an der Grenze festhängt
Knapp drei Wochen ist es her, dass ein Erdbeben der Stärke 7,8 die türkisch-syrische Grenzregion erschütterte. Mehr als 49 000 Menschen kamen dabei ums Leben, 1,5 Millionen weitere sind seither obdachlos. Noch waren nicht alle Opfer geborgen, als die Erde in den vergangenen Tagen erneut bebte - und das gleich mehrfach. Das Leid ist groß, aber auch die Hilfe, die zahlreiche Länder unmittelbar angeboten haben. Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) und Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) etwa sicherten bei ihrem Besuch in der Türkei am Dienstag 108 Millionen Euro für die Betroffenen zu. Doch wie gut kam die Hilfe überall dort an, wo sie gebraucht wurde? Lea Frehse, Nahost-Korrespondentin der ZEIT, war als Reporterin im Erdbebengebiet und konnte sich ein Bild von der Situation machen. In einer Spezialfolge von Was Jetzt? berichtet sie im Dialog mit Pia Rauschenberger von ihren Erfahrungen, vor allem auf der Seite der Grenze, die noch Tage nach dem Ereignis im Schatten lag. Denn weder Journalisten noch Hilfskonvois durften zunächst die Grenze nach Nordsyrien passieren. Den letzten Anker bildeten die Weißhelme und Menschen wie der syrische Arzt, mit dem Frehse gesprochen hat. Aber auch sie konnten nicht alle Betroffenen erreichen. Moderation: Pia Rauschenberger Produktion: Ole Pflüger Redaktion: Moses Fendel und Constanze Kainz Mitarbeit: Clara Löffler Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ep 62Ukraine-Krieg: "Während ich hier bin, geht das Leben für andere einfach weiter"
Seit einem Jahr überzieht Russland die Ukraine mit dem größten Angriffskrieg in Europa seit dem zweiten Weltkrieg. Mehr als 100.000 Gebäude wurden zerstört, Zehntausende Menschen getötet – und auch der Alltag der meisten Ukrainerinnen und Ukrainer ist ganz anders als noch vor einem Jahr. In dieser Sonderfolge unseres Nachrichtenpodcasts Was jetzt? kommen drei Menschen aus der Ukraine zu Wort, deren Leben seit einem Jahr vom Krieg bestimmt wird. Sie erzählen vom nach Hause kommen, vom Helfen und Kämpfen, davon wie müde sie manchmal sind und warum es trotz Raketenangriffen und Sirenenläuten Momente gibt, in denen sie glücklich sind. Walerij Tschornyj ist Mitte 50. Seit ganzes Leben hat er in Possad-Pokrowske, 30 Autominuten nördlich von Cherson, verbracht. Vor einem Jahr lag sein Bauernhof plötzlich an der Front. Er und seine Frau mussten fliehen. Jetzt wollen sie den Hof wieder aufbauen. Tania und Anna Pashynska haben vor knapp einem Jahr das Projekt Co-Haty gestartet. Mit anderen Freiwilligen haben sie ein leerstehendes Wohnheim in Iwano-Frankiwsk renoviert, in diesem Jahr wollen sie Wohnungen für rund 900 Geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer schaffen. Timur ist Mitte 20. Früher hat er unter dem Künstlernamen John Object elektronische Musik gemacht. Kurz nach dem ersten Luftalarm hat er sich freiwillig beim ukrainischen Militär gemeldet. Im Podcast erzählt er, wie sehr der Krieg sein Leben verändert hat. Timur kennen Sie möglicherweise schon aus unseren ersten beiden Sonderfolgen "Stimmen aus der Ukraine". Im März haben er und andere Menschen aus der Ukraine uns mit ihren Geschichten einen Einblick in die ersten Wochen des Krieges gegeben. Nach einem halben Jahr haben wir nochmal mit ihnen gesprochen. Moderation und Produktion: Constanze Kainz Redaktion: Ole Pflüger Mitarbeit: Elisabeth Bauer, Andrea Backhaus, Anastasia Tikhomirova und Isolde Ruhdorfer Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ep 61Antworten auf Ihre Fragen zum Nahostkonflikt
Seit zwei Wochen eskaliert die Gewalt in Israel und den palästinensischen Gebieten. Erst töteten israelische Sicherheitskräfte bei einer Razzia im Westjordanland zehn Palästinenser. Dann erschoss ein palästinensischer Attentäter sieben Menschen vor einer Synagoge in Jerusalem. Seit der Razzia feuert die Hamas verstärkt Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel ab. Die israelische Armee bombardiert als Reaktion darauf Ziele im Gazastreifen. Und die Regierung in Israel will strengere Sicherheitsgesetze einführen. Warum eskaliert die Lage gerade jetzt? Und warum ist dieser Konflikt – 75 Jahre nach der Staatsgründung Israels – immer noch ungelöst? Für diese Spezialfolge unseres Nachrichtenpodcasts "Was jetzt?" haben wir Fragen unserer Hörerinnen und Hörer zum Nahostkonflikt gesammelt. Es geht um die Historie des Konflikts, um die politischen Akteure auf beiden Seiten, aber auch um das Alltagsleben der Menschen vor Ort und um Lösungsansätze. Die Nahostexpertin Muriel Asseburg von der Stiftung Wissenschaft und Politik beantwortet diese Fragen. Sie erklärt, warum nach dem Scheitern der Oslo-Verträge in den Neunzigerjahren die Bevölkerungen auf beiden Seiten die Hoffnung auf Frieden verloren haben. Wie die neue rechtsgerichtete israelische Regierung und eine schwache palästinensische Führung zu der aktuellen Eskalation beitragen. Und warum die Zweistaatenlösung, auch wenn sie oft für tot erklärt wird, ihrer Meinung nach immer noch die beste Option wäre. Moderation und Skript: Mounia Meiborg Produktion: Pia Rauschenberger, Ole Pflüger Redaktion: Pia Rauschenberger Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ep 60Long Covid – kommt jetzt die Pandemie nach der Pandemie? (Wiederholung)
Leonie tanzt gern, fährt Rad, geht schwimmen und arbeitet Vollzeit. Dann krempelt Long Covid ihr Leben um. Sie sei zu einer Endzwanzigerin im Körper einer Hundertjährigen geworden, sagt sie selbst. Im Alltag merkt man die Pandemie kaum noch. In Bussen und Bahnen muss man seit dieser Woche keine Maske mehr tragen. Es gibt weniger Ansteckungen, mildere Verläufe und eine breite Bevölkerungsimmunität. Doch viele Menschen wird Corona noch länger beschäftigen, vielleicht sogar ihr Leben lang. Leonies Geschichte steht für eine Frage, die sich viele Experten und Expertinnen stellen: Was wird bleiben, auch wenn niemand mehr von Corona spricht? Kommt jetzt die Pandemie nach der Pandemie? In diesem Samstagsspezial von Was jetzt? erzählt Pia Rauschenberger Leonies Geschichte und bespricht mit Jakob Simmank, Leiter des Ressorts Gesundheit bei ZEIT ONLINE, was über die Krankheit Long Covid bereits bekannt ist. Was sind die Symptome? Wer ist betroffen und wie geht die Gesellschaft mit der Krankheit um? Und natürlich: Wie stehen die Heilungschancen? Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger Redaktion: Ole Pflüger [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ep 59"Hallo, Rotes Telefon!" (28.01.2023)
Seit Dezember gibt es eine direkte Leitung in die Redaktion von ZEIT ONLINE. Wir wollten wissen: Was bewegt Sie in diesem Winter? Seitdem haben Hunderte Menschen angerufen: Der älteste Anrufer war über 80, die jüngste unter 20. Dazu erhielten wir mehrere hundert Sprachnachrichten. Und sie alle erzählten ganz persönliche Geschichten. Acht Wochen später ist es Zeit für ein erstes Zwischenfazit. Die schlimmsten Ängste haben sich zwar nicht bewahrheitet. Trotzdem haben viele Menschen in Deutschland spürbar Redebedarf. Ihre Geschichten handeln von Arbeitslosigkeit und hohen Heizkosten, von Erschöpfung und beruflicher Frustration, von Ängsten und Unsicherheit. Aber es gibt auch die guten, freundlichen Geschichten, die uns Mut machen. Drei dieser Geschichten erzählen wir in dieser Sonderfolge von Was jetzt? Dafür sind wir durch Deutschland gereist, und haben die Menschen, die uns anriefen, besucht. Im Gespräch mit Moses Fendel schildert Luisa Thomé nochmal ausführlich, wie die Idee zum Roten Telefon entstanden ist. Und was sie bisher aus dem Projekt gelernt hat. Moderation und Produktion: Moses Fendel und Luisa Thomé Redaktion: Jannis Carmesin Mitarbeit: Anaïs Kaluza und Dominik Kalus Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ep 58Wir beantworten Ihre Fragen zur Energieversorgung in Deutschland (21.01.2023)
Ob in Form von steigenden Strompreisen, sinkenden Füllständen der Gasspeicher oder Windkraftanlagen: Energie ist zweifellos eines der meistdiskutierten Themen in diesem Winter. Doch nicht immer ist klar, was damit eigentlich konkret gemeint ist und wie es sich auf den Alltag auswirkt. Wann wird Energie in Deutschland endlich wieder billiger werden? Woher wird das Gas in den nächsten Jahren kommen, wenn nicht aus Russland? Warum dauern die Genehmigungsverfahren für Windkraftanlagen so lange und wie kann das geändert werden? Welche Technologien zur Stromspeicherung gibt es? Und: Produzieren moderne Atomkraftwerke wirklich weniger Abfall als ältere Modelle? In einer Spezialfolge von "Was Jetzt?" beantworten Ole Pflüger und Marc Widmann, Redakteur im Wirtschaftsressort der ZEIT, Ihre Fragen, die uns in den vergangenen Wochen zur Energiekrise und zur Energiewende erreicht haben. Moderation und Produktion: Ole Pflüger Mitarbeit: Marc Widmann Redaktion: Jannis Carmesin, Mounia Meiborg Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. Weitere Links zur Folge: Energiemonitor: Die wichtigsten Daten zur Energieversorgung - täglich aktualisiert Energiewende: Jetzt muss sich das Blatt wenden Thema: Energiepolitik Thema: Energiewende [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ep 57Was bleibt von Lützerath? (14.01.2023)
Seit Mittwoch dieser Woche räumt die Aachener Polizei das nordrhein-westfälische Dorf Lützerath. Denn RWE will es abreißen, um an die darunter gelegene Braunkohle zu gelangen. Die Räumung erfolgte schneller als erwartet – dabei aber nicht ohne Konfrontation. Beide Seiten, Polizei und Aktivisten, werfen sich gegenseitig Gewalt vor. Hinzu kamen starker Wind, Dauerregen und Temperaturen unter zehn Grad, die allen zu schaffen machten. Wie haben die Klimaaktivisten die vergangenen Tage in Lützerath erlebt? Warum nehmen sie für diesen Ort so viel auf sich? Und: Was bleibt von ihrem Protest, wenn die Polizei die Räumung beendet hat? Darüber spricht Jannis Carmesin in einer Spezialfolge von "Was jetzt?" mit Pia Rauschenberger, die das Dorf mehrmals besucht hat – so auch diese Woche. Moderation: Pia Rauschenberger und Jannis Carmesin Produktion: Pia Rauschenberger Redaktion: Constanze Kainz und Mounia Meiborg Mitarbeit: Clara Löffler Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. Weitere Links zur Folge: Lützerath: Liveblog Lützerath: Ein Spektakel vor entblößter Erde Klimaaktivisten: Lange hält die Kette nicht [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ep 56Wie groß ist der Einfluss der Waffenlobby in Brasilien? (07.01.2023)
In Brasilien hat Lula da Silva von der Arbeiterpartei im Herbst die Präsidentschaftswahlen gewonnen, diese Woche wurde er ins Amt eingeführt. Aber die Politik seines rechten Vorgängers Jair Bolsonaro hat Spuren hinterlassen – Spuren, die Lula das Regieren schwer machen könnten. Bolsonaro, der eine zur Pistole geformte Hand zu seinem Markenzeichen gemacht hat, hat die Waffenlobby in Brasilien massiv gestärkt. Er hat in zahlreichen Dekreten den Zugang zu Waffen erleichtert – in einem Land mit einer der höchsten Mordraten der Welt. Nicht nur die Zahl derjenigen, die Waffen besitzen ist gestiegen, es gibt auch immer mehr Schießclubs und die Lobbygruppe "Pro Armas", der Bolsonaros Lockerungen in der Waffengesetzgebung nicht weit genug gehen. Für viele von ihnen ist Schießen kein bloßes Hobby, sondern ein politischer Auftrag. Diese Politik rückgängig zu machen, wird für Lula nicht leicht: Im neu gewählten Kongress hat nicht seine Partei, sondern die Partei Bolsonaros (PL) die meisten Stimmen. Die Abgeordneten der PL bilden, zusammen mit Abgeordneten anderer Parteien, den sogenannten Waffenflügel. Sie verfolgen eine dezidiert waffenfreundliche Politik, viele von ihnen gehören der Bundespolizei oder dem Militär an. Lula da Silva kann als Präsident zwar Dekrete seines Vorgängers rückgängig machen, für Gesetze braucht er jedoch eine Mehrheit im Kongress. Was-Jetzt?-Host Azadê Peşmen war in Brasilien vor Ort und hat einen Schießclub besucht, mit einem Wissenschaftler, einer Politikerin und dem Gründer der Waffenlobby Pro Armas gesprochen. Wie konnte der Umgang mit Waffen das Land so spalten? Und was kann der jetzige Präsident Lula da Silva ohne Mehrheit im Kongress überhaupt ausrichten? Produktion: Azadê Peşmen Redaktion: Mounia Meiborg Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. Links zur Folge: Bolsonaro gegen Lula: Steht das Land vor einem Neuanfang? Waffendgesetz in Brasilien: "Lula verschärft per Dekret Waffenkontrolle" Wahl in Brasilien: Jair Bolsonaro in die USA ausgereist [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ep 55Jahresrückblick 2022 – diese Menschen haben unser Jahr besser gemacht
Blickt man auf die Ereignisse des Jahres, lässt sich 2022 als herausforderndes und bewegtes Jahr lesen. 2022 war das Jahr des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, der stark steigenden Energie- und Lebensmittelpreise, der verheerenden Überschwemmungen in Pakistan, der zahlreichen Rücktritte britischer Finanz- und Premierminister und der Abschaffung des landesweiten Rechts auf Schwangerschaftsabbrüche in den USA. Für diesen Jahresrückblick hat das Team unseres Nachrichtenpodcasts "Was jetzt?" Menschen ausgewählt, die einen positiven Blick auf die Themen des Jahres 2022 erlauben. Sie stellen Menschen vor, die die vergangenen zwölf Monate mit Mut und Engagement geprägt haben und uns inspirieren: – Olexandr Kamyschin, Chef der staatlichen ukrainischen Eisenbahngesellschaft – Marina, eine junge ukrainische Mutter, die Anfang des Jahres nach Berlin geflohen ist – Klaus Müller, Chef der Bundesnetzagentur, der für Energiesicherheit in Deutschland sorgt – Sabine Werth, Leiterin der Berliner Tafel, die versucht, die Folgen der Inflation für arme Menschen abzumildern – Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) und Justizminister Marco Buschmann (FDP), als hidden heroes der Bundesregierung – Britto Arts Trust, ein Künstlerkollektiv aus Bangladesch, das bei der umstrittenen Documenta vertreten war – Verónica Cruz, eine mexikanische Aktivistin, die Frauen bei Schwangerschaftsabbrüchen unterstützt – Rida Rashid, eine pakistanische Klimaaktivistin, die ihr Land vor Klimaschäden bewahren will – Sue Gray, die Staatssekretärin, die die Partygate-Affäre um den ehemaligen britischen Premierminister Boris Johnson untersucht hat – Shannon Liss-Riordan, die als Anwältin für Arbeitsrecht entlassene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Twitter vertritt – Peng Lifa, der in Peking mit zwei riesigen Protestbannern gegen die Null-Covid-Politik und die Staatsführung protestiert hat – die Menschen im Iran, die trotz staatlicher Gewalt und Unterdrückung seit Monaten für ein freies Leben demonstrieren – Margarete Stokowski, eine Autorin, die unter Long Covid leidet und auf die schwierige Versorgungslage der Erkrankten aufmerksam macht – das James-Webb-Teleskop, das es uns erlaubt, mit neuen Aufnahmen des Universums zum Anbeginn der Zeit zurückzuschauen Und sonst so? Grüße aus der Elternzeit und dem Sabbatical. Moderation und Produktion: Moses Fendel, Simone Gaul, Jannis Carmesin, Mounia Meiborg, Lisa Caspari, Elise Landschek, Clara Löffler, Constanze Kainz, Ole Pflüger, Roland Jodin, Marc Fehrmann, Erica Zingher, Azadê Peşmen und Pia Rauschenberger Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ep 54Wenn der Nachbar dem Feind geholfen hat (10.12.2022)
Vor zwei Monaten begann eine neue Phase des russischen Angriffskrieges in der Ukraine. Mit gezielten Anschlägen versucht Russland seither, kritische Infrastruktur zu zerstören. Das bedeutet lange Stromausfälle, manchmal kein fließendes Wasser und keine Heizung. Inzwischen hat in Kiew der Winter Einzug gehalten. In der kommenden Woche werden in der ukrainischen Hauptstadt bis zu minus acht Grad erwartet. Zugleich hat die Ukraine in den letzten Monaten viele Gebiete zurückerobert. Während der Besatzung haben dort auch Einwohner mit Russland kollaboriert. Manche aus Überzeugung, andere aus Angst und andere aus Sehnsucht nach Frieden. Wie können die Wunden heilen, die diese Zeit gerissen hat? Und wie lebt man mit einem Nachbarn zusammen, der den Feind unterstützt? In dieser Spezialfolge geht Moses Fendel der Frage nach, wie es den Menschen in der Ukraine im Moment geht, was sie am dringendsten brauchen und wie Deutschland ihnen konkret helfen kann. Rede und Antwort steht ihm dabei die Journalistin Olivia Kortas. Sie ist in den letzten Monaten immer wieder in die Ukraine gereist und hat für die ZEIT und ZEIT ONLINE von dort über den Krieg berichtet. Moderation und Produktion: Moses Fendel Redaktion: Ole Pflüger Mitarbeit: Clara Löffler Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. Weitere Links zur Folge: Kiew: Eine Stadt macht weiter Ukraine: Ferien vom Krieg Russische Invasion: Putin will, dass sie frieren Links zu ausgewählten Hilfsorganisationen: Paket-Aktion von DHL Aktion Deutschland Hilft Deutsches Rotes Kreuz Libereco – Partnership for Human Rights Ärzte ohne Grenzen [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ep 53Match me if you can. Die Krux mit dem Onlinedating (3.12.2022)
Fast unbegrenzt scheint die Zahl der Singles, deren Fotos per Onlinedating-Apps über die Handybildschirme rauschen. Menschen im Abendlicht am Strand, Menschen mit Hund, Menschen beim Cocktail-Trinken, Bergsteigen, Vespa-Fahren oder nackt vor dem Spiegel. Doch sich in der fast unbegrenzten Auswahl an potenziellen Partnerinnen und Partnern zurechtzufinden und immer wieder enttäuscht zu werden, wenn es am Ende doch nicht klappt, kann wahnsinnig anstrengend sein. Oder hat es Brecht so schön ausgedrückt: "Alle rennen nach dem Glück, das Glück rennt hinterher." "Dating-Burn-out" oder "Tinder-Fatigue" nennen das Experten, nach der bekanntesten Dating-App, die in diesem Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum feiert. Wieso ist das eigentlich so schwierig mit der Liebe aus dem Internet? Und ist Onlinedating jetzt out? Elise Landschek spricht im Podcast mit Stephanie, die mehr als 15 Jahre auf verschiedenen Datingplattformen auf der Suche nach echten Gefühlen unterwegs gewesen ist. Und mit der Psychologin Johanna Degen, die sagt: Apps wie Tinder haben unser Liebesleben endgültig durchökonomisiert. Und Tipps gibt, wie Onlinedating besser klappt. Moderation und Produktion: Elise Landschek Redaktion: Simone Gaul, Pia Rauschenberger Mitarbeit: Henrik Oerding, Janis Dietz, Marc Fehrmann Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. Weitere Links zur Folge: Onlinedating: "So funktioniert das Belohnungssystem" Zehn Jahre Tinder: Matchen wir noch? [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ep 52Wie Katar Wohltätigkeit mit Islamismus verbindet (26.11.2022)
Seit vergangenem Wochenende rollt der Ball bei der Fußballweltmeisterschaft in Katar. Und diese WM war teuer: Schätzungen gehen davon aus, dass die Austragung der WM das Emirat etwa 220 Milliarden Dollar kostet. Geld, das der Wüstenstaat hat: Katar hat durch sein Öl und Gas Wohlstand erreicht. Aber wie setzt das Emirat den Reichtum abseits der WM ein? Seit Jahren ist Katar dem Vorwurf ausgesetzt, terroristische Gruppierungen und islamistische Bewegungen zu finanzieren. ZEIT-Redakteur Yassin Musharbash und die rbb-Journalistin Pune Djalilevand klären darüber auf, welche Vorwürfe Substanz haben und welche nicht. Während es keinerlei Belege dafür gibt, dass der katarische Staat die Terrormiliz "Islamischer Staat" unterstützt, ist das Wissen um die engen Beziehungen zwischen dem Emirat und der Muslimbruderschaft gesichert. Die Muslimbrüder gelten im Westen wegen ihrer islamistischen Ideologie als problematisch. Unserem Rechercheteam liegen geleakte Dokumente vor. Sie zeigen, dass islamistische Organisationen oder Gruppen, die der Muslimbruderschaft historisch nahestehen, oft Spenden aus Katar erhalten. Die Gelder kommen unter anderem von der Wohltätigkeitsorganisation Qatar Charity. Zum Teil handelt es sich um Hilfen für Krisengebiete oder Regionen, die von Naturkatastrophen betroffen waren. Zum Teil fließt das Geld aber auch an Moscheegemeinden und muslimische Verbände in Deutschland. Ein Team von Journalisten von rbb, BR und ZEIT hat monatelang in und zu Katar recherchiert. Welche Strategien verfolgt das Land, das die meisten als Gas- und Öllieferanten und als Gastgeber der Fußball-WM kennen? Der Podcast Geld Macht Katar gibt Antworten. Außerdem gibt es zum Thema eine Dokumentation in der ARD-Mediathek und ein Dossier in DIE ZEIT. Moderation und Skript: Lena Petersen Team: Pune Djalilevand, Yassin Musharbash und Benedikt Nabben Dank an: Ole Pflüger und Marc Krüger und die Redaktionen von der ZEIT, Report München und Kontraste [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ep 51Bald zehn Milliarden Menschen – und dann? (19.11.2022)
Nach Berechnungen der UN leben mittlerweile über acht Milliarden Menschen auf der Welt. Für den Planeten wird die Menschheit mit jedem zusätzlichen Erdbewohner zu einer größeren Herausforderung, schließlich braucht jeder Einzelne Nahrung, Kleidung oder eine Unterkunft und beansprucht endliche Ressourcen. Doch es zeichnet sich eine Trendwende ab, das Wachstum verlangsamt sich: Mit zehn Milliarden Menschen wird die Bevölkerungszahl in den kommenden Jahrzehnten ihren Höhepunkt erreichen. Danach wird ein Bevölkerungsschwund erwartet – und die Menschheit vor ganz neue Herausforderungen stehen. In dieser Sonderfolge von "Was jetzt?" beleuchtet Podcasthost Ole Pflüger die Ursachen und Folgen der Bevölkerungsentwicklung. An seiner Seite: Christian Endt, Datenjournalist von ZEIT ONLINE und der Mann für die großen Zahlen, und ZEIT-Reporter Bastian Berbner, der in Nigeria dem extremen Wachstum und in Südkorea dem Bevölkerungsschwund auf der Spur war. Diese Podcast-Folge basiert zum Teil auf dem Text "7,7 Milliarden…" aus dem Jahr 2019, den sie hier nachlesen können. Moderation und Produktion: Ole Pflüger Redaktion: Moses Fendel Mitarbeit: Alma Dewerny, Clara Löffler, Marc Fehrmann Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected] Weitere Links zur Folge: Worldometer: Current World Population Weltbevölkerung: Bei zehn Milliarden ist wohl Schluss Weltbevölkerung: Ziemlich voll [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ep 50Stimmen der Klimakrise – "Wir zahlen den Preis" (12.11.2022)
Überschwemmungen in Pakistan, Dürre in Ostafrika, schmelzende Gletscher in Bolivien oder sterbende Wälder in Deutschland – die Folgen der Klimakrise sind längst sichtbar und verändern das Leben von Millionen Menschen weltweit. Während die Welt auf der 27. Weltklimakonferenz in Ägypten nach Lösungen im Kampf gegen die Klimakrise sucht, wollen wir den Menschen Raum geben, die täglich mit den Folgen der Erderwärmung leben müssen. Im Podcast erklärt die ZEIT-ONLINE-Redakteurin Elena Erdmann, wie ihre Geschichten mit der Klimakrise zusammenhängen. Hinter der Podcast-Folge steht der ZEIT-ONLINE-Blog "Stimmen der Klimakrise". Erst erlebte Fahad Saeed wochenlange Hitze, dann kam die Flut. Die Klimakrise trifft Pakistan besonders hart und mache Extremwetter wahrscheinlicher, sagt der Klimaforscher. Manche Regionen könnten in Zukunft unbewohnbar werden. Evelyn Acham sieht die Folgen des Klimawandels jeden Tag in Uganda. In diesem Jahr war die Dürre so schlimm, dass ihr Vater kaum etwas ernten konnte. "Wir haben kaum etwas zum Klimawandel beigetragen und leiden am meisten", sagt Evelyn. Seit 2019 engagiert sie sich deshalb bei Fridays for Future und dem Rise Up Movement. Auch in den bolivianischen Anden werden die Temperaturen extremer und die Niederschläge weniger. Von der Landwirtschaft zu leben, wird immer schwieriger. Gemeinsam mit anderen Landwirten entwickelt Germán Vargas dort deshalb ökologische Anbaumethoden und versucht sich an den Klimawandel anzupassen. Doch auch in Deutschland zeigen sich längst die Folgen der Klimakrise: Tausende Bäume musste Förster Michael Rudolph in den letzten Jahren fällen. Er berichtet von kargen Flächen, wo einst dichter Wald stand. Moderation und Produktion: Constanze Kainz Redaktion: Jannis Carmesin Haben Sie Fragen, Anmerkungen oder Kritik? Dann schreiben Sie uns gern an [email protected]. Hier lesen Sie mehr über die UN-Klimakonferenz in Scharm al-Scheich. Hier finden Sie den Blog "Stimmen der Klimakrise" und unter diesem Link die Sonderfolge zur Hungerkrise. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ep 49Warum die Ukraine bei den Midterms keine Rolle spielt (5.11.2022)
Die Midterms am 8. November könnten zeigen, wie tief die Gräben in den USA tatsächlich sind. Diese "Zwischenwahlen" gelten als wichtiger Stimmungsindikator im Land. Neu gewählt werden dann die Abgeordneten des Repräsentantenhauses, rund ein Drittel der Senatssitze sowie die Gouverneurinnen und Gouverneure in 36 von 50 Bundesstaaten und drei US-Außengebieten. In einem Interview kündigte Biden kürzlich an, dass er seine Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl 2024 von den Midterms abhängig machen werde. Zuletzt sank seine Zustimmungsrate in der US-Bevölkerung auf nur noch 39 Prozent. Und auch Donald Trump hat noch nicht entschieden, ob er in zwei Jahren erneut kandidieren wird. Auch er wird sich die Ergebnisse der Zwischenwahlen sehr genau ansehen. Drei Tage vor diesem wichtigen Datum widmet sich eine Sonderfolge von "Was Jetzt?" den USA. Was bewegt die Bevölkerung im Land? Welche Rolle spielen der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und die Inflation? Und: Wer außer Trump und Biden könnte 2024 noch als Präsidentschaftskandidatin oder -kandidat antreten? Darüber spricht Elise Landschek ausführlich mit Johanna Roth und Rieke Havertz, Korrespondentinnen von ZEIT und ZEIT ONLINE in Washington, D. C. Im Podcast berichten sie von ihren Recherchen und geben eine Einschätzung zum Ausgang der Wahl ab. Moderation und Produktion: Elise Landschek Redaktion: Ole Pflüger Mitarbeit: Marc Fehrmann und Clara Löffler Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected] Weitere Links zur Folge: Sturm auf das US-Kapitol Joe Biden: Präsident der USA Das Recht auf Schwangerschaftsabbruch Midterm Elections: Zwischenwahlen in den USA Midterms in den USA: Bleibt Joe Biden handlungsfähig? US-Midterms: Zustimmung für Joe Biden sinkt vor Kongresswahlen auf 39 Prozent Donald Trump: Ermittlungen gegen den Ex-Präsidenten Midterms in den USA: It's the democracy, stupid - oder? [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ep 48Inflation - Das Ende der 1-Euro-Shops (20.10.2022)
Ob im Supermarkt, an der Tankstelle oder im Dönerladen um die Ecke: Die Preise steigen unaufhaltsam. Die Inflationsrate in Deutschland ist so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Trotz mehrerer finanzieller Entlastungspakete bringen die hohen Preise für Energie und Lebensmittel die Menschen in finanzielle Schwierigkeiten. Die Inflation betrifft uns alle, und trotzdem ist manches unklar geblieben. Wie ist der Zusammenhang zwischen den Preissteigerungen und dem Leitzins der Europäischen Zentralbank? Würde ein Ende der Sanktionen gegen Russland die Preise spürbar sinken lassen? Und droht in Deutschland eine Hyperinflation, wie sie es in den Zwanzigerjahren gegeben hat? Für diese Spezialfolge von Was jetzt? haben uns viele Fragen zum Thema Inflation erreicht. Pia Rauschenberger und Mark Schieritz, wirtschaftspolitischer Korrespondent der ZEIT, liefern im Podcast die Antworten auf Ihre Fragen. Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger Mitarbeit: Mark Schieritz Redaktion: Jannis Carmesin Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected] Weitere Links zur Folge: Inflation: Inflationsrate in Deutschland auf zehn Prozent gestiegen Inflation: Die Zahl der Bedürftigen bei den Tafeln steigt Inflation: Vom Tropfen zum Wasserfall [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ep 47Deutschlands vergessene Tiere (22.10.2022)
Eisbär, Nashorn, Tiger – an solche Stars der Tierwelt denkt man schnell beim Stichwort Artensterben. Dabei fängt die bedrohte Wildnis hier in Deutschland an. Deswegen nehmen wir Sie in dieser Spezialfolge von Was jetzt? mit in die Natur. Die Biologin und Naturreporterin Dagny Lüdemann und die Podcastredakteurin Mounia Meiborg haben sich auf die Suche nach wenig bekannten, heimischen Tieren gemacht, die mitten unter uns leben. Drei dieser Tiere stellen wir vor und begleiten Forschende und Naturschützer, die sich für diese bedrohten Arten einsetzen. Vor allem die Kleinsten – etwa die Insekten – verschwinden oft leise und unbemerkt. Manche sterben sogar aus, ehe sie entdeckt wurden. Geht eine Art verloren, ist das nicht nur traurig für alle, die Tiere und Pflanzen lieben. Die Zerstörung der Natur hat auch verheerende Folgen. Wie sich die großen Faktoren des weltweiten Artensterbens und seine Auswirkungen am Beispiel dieser Tiere in Deutschland bemerkbar machen, erläutert der Biologe und Autor Matthias Glaubrecht in dieser Podcastfolge. Und er erklärt, was es braucht, um das Artensterben – weltweit und hier bei uns – einzudämmen. Produktion: Mounia Meiborg Redaktion: Pia Rauschenberger Haben Sie Fragen, Anmerkungen oder Kritik? Dann schreiben Sie uns gern an [email protected]. Wenn Sie einen Gartenschläfer gehört oder gesehen haben, können Sie das hier melden. Wenn Sie eine Gottesanbeterin gesehen haben, können Sie das hier melden. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ep 46Die absolute Macht des rätselhaften Xi Jinping (15.10.2022)
Zero Covid, totale Überwachung, die Unterdrückung der Uiguren, oder die Eskalation mit Taiwan – in China geschehen viele beängstigende Dinge. Verantwortlich für alles, was im Land geschieht ist Xi Jinping. Er ist der Chef der Kommunistischen Partei (KP) und damit auch der Staatschef. Xifan Yang, die China-Korrespondentin der ZEIT sagt im Podcast sogar: Xi ist der Staat. Denn es entscheidet niemand außer ihm. Am Sonntag beginnt in Peking in der großen Halle des Volkes der 20. Parteitag der KP, eine rund einwöchige Parteiveranstaltung, die alle fünf Jahre stattfindet und bei der die Partei ihre wichtigsten Führungsposten neu besetzt. Als sicher gilt: Xi wird sich für eine dritte Amtszeit wählen lassen. Das war allerdings gar nicht so vorgesehen. Denn nach der grausamen Alleinherrschaft von Mao galt die Regel, dass der Präsident maximal zwei Amtszeiten, also insgesamt zehn Jahre lang, im Amt sein darf. Gut drei Jahrzehnte wurde diese Regel auch eingehalten, aber dann kam Xi Jinping. 2018 ließ er die Verfassung ändern, um sich eine dritte Amtszeit zu sichern. Zwar gibt es inzwischen auch innerhalb der Partei Kritik an seiner Alleinherrschaft, aber er ist viel zu mächtig, als dass diese Kritikerinnen und Kritiker ihm etwas anhaben könnten. Einen Tag vor dem Beginn des Parteitags widmen widmen wir uns China mit einer Sonderfolge von Was jetzt? Wir sprechen ausführlich mit Xifan Yang, die seit 2018 in Peking lebt und für uns aus China berichtet. Wie geht es den Menschen im Land? Was passiert eigentlich in China, das mehr und mehr zu einer Black Box wird? Was bedeutet das alles für die Welt und für uns in Deutschland? Und vor allem: Wer ist eigentlich Xi Jinping, dieser rätselhafte, geradezu besessene Mann? Xifan Yang hat sich auf die Suche gemacht, um mehr über ihn herauszufinden und berichtet von ihrer Recherche. Moderation und Produktion: Simone Gaul Redaktion: Moses Fendel, Ole Pflüger Mitarbeit: Xifan Yang, Marc Fehrmann Voice-Over: Mounia Meiborg, Ole Pflüger Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. Weitere Links zur Folge: - Zurück nach vorne - China hält an umstrittener Null-Covid-Strategie fest - UN-Kommissarin rechnet mit Peking ab - "Meine Mutter sagte zu mir: 'Du bist eine Schande für diese Familie'" - Er, der nicht genannt werden darf - Der neue Mensch [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ep 45Globale Hungerkrise – Zurück zu den Wurzeln (8.10.2022)
Nach Jahrzehnten des Fortschritts hat der Hunger in der Welt in den vergangenen Jahren wieder zugenommen: Laut dem letzten Jahresbericht der Welthungerhilfe haben knapp 830 Millionen Menschen auf der Welt nicht genug zu essen. Das liegt an der Klimakrise, Kriegen und der Pandemie, aber auch an einem globalen Ernährungssystem, dem es an Widerstandskraft fehlt. Gemeinsam mit Christiane Grefe, Expertin für Ernährung und Landwirtschaft im Hauptstadtbüro der ZEIT, sucht Podcast-Host Jannis Carmesin in dieser Langfolge des Nachrichtenpodcasts Was jetzt? nach Auswegen. Und zwei Korrespondentinnen und ein Auslandsreporter erzählen die Geschichten von Menschen, die Hunger erleben – und welchen, die Ideen haben, wie er zu lindern ist: aus Mauretanien, dem Libanon und Indien. Moderation und Produktion: Jannis Carmesin Redaktion: Constanze Kainz Mitarbeit: Christiane Grefe, Lea Frehse, Issio Ehrich, Natalie Mayroth Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. Links zur Folge: - Themenseite: Hungersnot - Hungersnot: Wenn Krieg und Klimawandel aufeinandertreffen - Weizen aus der Ukraine: Lässt sich hier noch Weizen ernten? - Welthunger: "Das globale Handelssystem befriedigt nicht die Ernährungsbedürfnisse" [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ep 44Bolsonaro gegen Lula – Präsidentschaftswahlen in Brasilien (1.10.2022)
Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro wurde in der Vergangenheit häufig als „Außenseiter“ beschrieben. Ein Außenseiter, der allerdings eine große Anhängerschaft hinter sich versammeln kann. Ob das nach vier Jahren Regierungsmacht auch so bleibt, entscheiden morgen rund 156 Millionen wahlberechtigte Brasilianerinnen und Brasilianer bei der Präsidentschaftswahl. Gegenkandidat ist der eher linksgerichtete Luiz Inacio Lula da Silva – er lag bei den zuletzt erhobenen Umfragen vorn, Brasilien könnte also vor einem Neuanfang stehen. Aber nach welchen Kriterien wählen die Wählerinnen und Wähler ihren Kandidaten aus? Herausforderungen, die dem Land bevorstehen, gibt es einige. Nicht nur Armut und die hohe Inflation belastet die Menschen. Auch die Folgen, die die Corona-Pandemie mit sich gebracht hat, sind noch nicht überwunden: Mit fast 690.000 Toten hat Brasilien die zweitmeisten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus weltweit. Die womöglich größte Herausforderung ist aber die stark polarisierte Gesellschaft, deren Spaltung durch Desinformation und Falschnachrichten verstärkt wird. Daran hat auch Bolsonaro einen gewichtigen Anteil, der angedeutet hat, eine mögliche Wahlniederlage nicht zu akzeptieren. Was Jetzt?-Host Azadê Peşmen ist in Brasilien vor Ort und hat dort mit Bürgerinnen und Bürgern vor der Wahl gesprochen. Der brasilianische Politikwissenschaftler Marco Teixeira ordnet die derzeitige Situation ein. Könnte es in Brasilien tatsächlich einen Machtwechsel geben? Oder bleibt alles beim Alten? Produktion: Azadê Peşmen Redaktion: Elise Landschek Mitarbeit: Marc Fehrmann Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. Transparenzhinweis: Der Aufenthalt der Autorin in Brasilien wurde mit einem Stipendium des Internationalen Journalisten-Programms (IJP) gefördert. Links zur Folge: Wahl in Brasilien: Alles für den Sieg Zerstörung des Amazonaswaldes: "Diese Regierung besteht aus Knallköpfen" Wahl in Brasilien: Die Demokratie in Händen der Frauen [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ep 43Geheimnisse – da ist etwas, von dem niemand weiß (24.9.2022)
"Ich möchte Ihnen mein Geheimnis verraten." Jeder Mensch hat eins: Es schlägt Wurzeln, begleitet sie im Alltag und Beziehungen. Es gehört nur ihnen. Vielleicht schmunzeln sie bei dem Gedanken daran, vielleicht werden sie traurig. Vielleicht wollen sie es verdrängen oder eben: Es endlich mal loswerden. Für diese Sonderfolge von Was Jetzt? wollten wir ihre Geheimnisse erfahren – und sie haben sie uns verraten. "Das ist ein Geheimnis von dem niemand weiß, außer meine Kontakte, mit denen ich da die Deals gemacht habe." Die Protagonisten erzählen von Drogen, Affären und geklauten Kaugummis. Es sind lustige und beklemmende Geschichten, solche die Mut machen und daran erinnern, dass es manchmal gut ist, sich jemanden anzuvertrauen. Aber warum verheimlichen wir einige Geschichten überhaupt? Und wie wirkt sich das auf unsere Beziehungen aus? Dafür haben die Hosts Pia Rauschenberger und Ann-Kristin Tlusty mit Menschen gesprochen, die regelmäßig Geheimnisse hören: einem Pfarrer und einem Psychoanalytiker. Mit Geheimnissen grenzen wir uns ab , können uns aber auch wieder öffnen, erklärt Psychoanalytiker Stefan Alder. In der Sonderfolge öffnen sich Menschen, erzählen ihre Geheimnisse und zeigen: Wir alle haben welche, aber vielleicht sind sie gar nicht so verschieden. Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger, Ann-Kristin Tlusty Redaktion: Ole Pflüger, Jannis Carmesin Verraten Sie uns Ihr Geheimnis? Schicken Sie eine Mail an [email protected] oder eine Sprachnachricht via WhatsApp oder Telegram an 0170 7471735. Krisentelefone & Anlaufstellen in Notlagen Telefonseelsorge [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ep 42Katar – Schlaraffenland mit Schattenseiten (17.9.2022)
Katar ist unglaublich reich. Die Hauptstadt Doha glänzt und funkelt. In wenigen Monaten wird Katar Gastgeber für eines der größten Sportereignisse sein: die Fußball-Weltmeisterschaft. Aber was ist das für ein Land, in dem vor wenigen Jahrzehnten noch der Perlenhandel eine wichtige Einnahmequelle war? Ein Land, das nun unglaublichen Reichtum angesammelt hat durch Öl und Gas? Ein Land, das den Namen Qatar bei Sportveranstaltungen auf der ganzen Welt auf Banden und Trikots schreiben lässt? Darum geht es in unserem neuen Podcast "Geld Macht Katar", der zusammen mit der ARD entstanden ist. In dieser Langfolge von "Was jetzt?" hören Sie die erste Folge von "Geld Macht Katar". Vorab erzählt Yassin Musharbash aus dem Investigativressort der ZEIT, der an der Recherche beteiligt war, wie es zu dem Projekt kam, was Katars globale Strategie ist – und warum wir uns für dieses kleine Land interessieren sollten. Moderation und Produktion: Mounia Meiborg Redaktion: Moses Fendel "Geld Macht Katar"-Moderation und Skript: Lena Petersen "Geld Macht Katar"-Team: Pune Djalilevand, Yassin Musharbash und Benedikt Nabben Fragen, Kritik, Anmerkungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ep 41Undercover in der Welt der Klimalabels (10.9.2022)
Wer mit offenen Augen durch Supermärkte und Einkaufsstraßen geht, kommt an Klimalabels seit einigen Jahren nur noch schwer vorbei: Sie schmücken Hautcremes, Sneaker oder Dosenthunfisch. Start-ups wie Großkonzerne werben mit Siegeln, die suggerieren, dass ihre Produkte "klimaneutral" hergestellt seien. Hinter diesen Labels steht eine boomende Branche aus Beratungsfirmen, die den Unternehmen gegen Gebühr einen grünen Anstrich verspricht, aber selbst weitgehend intransparent arbeitet. Astrid Geisler, Redakteurin im Investigativteam von ZEIT ONLINE, und Hannah Knuth aus dem Wirtschaftsressort der ZEIT wollten mehr über diese Firmen und ihre Arbeit herausfinden und haben sich in den vergangenen Monaten mit einem erfundenen Blumengeschäft bei mehreren Anbietern um Klimaneutral-Labels beworben. Im Samstagsspezial des Nachrichtenpodcasts Was jetzt? mit Jannis Carmesin berichten die beiden von ihrer Recherche zum Geschäft mit der Klimakrise und unserem ökologischen Gewissen, an deren Ende klar ist: Damit die Labels dem Klima zugutekommen, statt ihm zu schaden, braucht es strenge Kontrollen und verbindliche Standards. Moderation und Produktion: Jannis Carmesin Redaktion: Mounia Meiborg Recherche: Astrid Geisler, Hannah Knuth Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. Transparenzhinweis: Die ZEIT-Verlagsgruppe lässt seit 2019 ihren Corporate Carbon Footprint auf der Basis des Greenhouse Gas Protocol von der Firma KlimAktiv berechnen. Der TÜV Rheinland hat im Sommer die Angaben für das Jahr 2021 zusätzlich überprüft und zertifiziert. Ziel der ZEIT-Verlagsgruppe ist es, bis 2025 klimaneutral zu werden, indem Treibhausgase vermieden, reduziert oder kompensiert werden. Links zur Folge: - Klimalabel: Ein Strauß leerer Versprechen - Klimaneutralität: Ist das wirklich klimaneutral? - Greenwashing: Nur grün geschminkt? [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ep 40Atomkraft – Stresstest für die Bundesregierung (3.9.2022)
Vor rund zehn Jahren wurde der Ausstieg aus der Atomkraft beschlossen. Bis Ende 2022 sollten die letzten Kraftwerke abgeschaltet werden. Ein Zurück zur Atomenergie schien undenkbar – bis jetzt. Seit der Krieg in der Ukraine begann, steckt Deutschland in einer Energiekrise: Russland drosselt das Gas, die Preise steigen, das Heizen wird teurer und der Winter kommt erst noch. Ist Atomkraft die Antwort auf die Energieengpässe? Die Politik ist sich uneins. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sagte, dass eine längere Laufzeit "Sinn machen" könne. Die Union drängt auf einen Weiterbetrieb, die FDP schlägt vor, die Laufzeit gleich bis 2024 zu verlängern. Und die Grünen, die Antiatompartei? Sie schließen einen sogenannten Steckbetrieb erst mal nicht aus. Vorher soll aber ein Stresstest Klarheit bringen. Vier Übertragungsnetzbetreiber schätzen ein, ob eine Laufzeitverlängerung dabei helfen würde, die stark gestiegenen Strompreise zu senken. Welche Szenarien sind möglich? In dieser Spezialfolge von "Was Jetzt?" spricht Host Pia Rauschenberger mit dem Politikredakteur von ZEIT ONLINE Robert Pausch, was die Verlängerung der Atomkraftwerke bedeuten würde – und wie wahrscheinlich sie ist. Wird die Debatte zu einem Stresstest für die Bundesregierung? Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger Mitarbeit: Alma Dewerny Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ep 39Das Trauma nach dem Taifun (27.8.2022)
Erdbeben, Vulkanausbrüche und katastrophale Stürme sind auf den Philippinen keine Seltenheit. Ein Tropensturm hat sich aber besonders ins kollektive Gedächtnis der Menschen eingebrannt. Der Taifun Haiyan, auf den Philippinen Yolanda genannt, brachte 2013 Tod und Zerstörung: Tausende Menschen verloren ihr Leben, Millionen wurden obdachlos. Kurze Zeit später wurde aber auch klar, dass die Stürme nicht nur unvorstellbare physische Schäden hinterlassen, sondern auch psychisches Leid verursacht hatten. In dieser Sonderfolge des Was-Jetzt?-Podcasts wollen wir über die psychischen Folgen der Klimakrise sprechen. Denn viele Arten von Naturkatastrophen werden häufiger auftreten, wenn es auf der Erde heißer wird. In vielen Teilen der Welt ziehen Naturkatastrophen fast zwangsläufig Wellen psychischer Leiden nach sich. Und was tun Helferinnen und Helfer dagegen? Studien deuten zum Teil darauf hin, dass nach Katastrophen bis zu 40-mal so viele Menschen unter psychischen Folgen leiden wie unter physischen. Dafür hat Jakob Simmank, Leiter des Ressorts Gesundheit bei ZEIT ONLINE, auf den Philippinen recherchiert – ein Land, das wegen seiner geografischen Extremlage besonders von der Klimakrise betroffen ist. Die Psychologin Lyra Verzosa hat mit den Opfern von Naturkatastrophen zusammengearbeitet, mit Waisenkindern und Eltern, die ihre Kinder verloren haben. Sie erklärt in dieser Sonderfolge, warum nach Naturkatastrophen viele psychische Erkrankungen erst entdeckt werden – und wieso sie auf die Zusammenarbeit mit Dorfheilern, Schamanen und der Kirche setzt. Moderation und Produktion: Ole Pflüger Redaktion: Pia Rauschenberger Mitarbeit: Alma Dewerny Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. Weitere Links zur Folge: Taifun Haiyan: Philippiner kämpfen um ihr Leben Klimawandel: Supertaifun Haiyan ist erst der Anfang [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ep 38Lichtenhagen: Wenn Rechtsextreme ausrasten, knickt der Staat ein (20.8.2022)
Vier Tage lang, vom 22. bis zum 26. August, randalierten Rechtsextreme 1992 vor der zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber in Rostock-Lichtenhagen und stecken eine benachbarte in Brand. Angefeuert und unterstützt wurden sie dabei von Tausenden Anwohnerinnen und Anwohnern. "Nie wieder" dürfe so etwas passieren, das war in den Jahren danach der Tenor in der Politik – und das Leitmotiv der Gedenkkultur. Und doch war die rechte Gewalt nie weg: Die Morde des sogenannten NSU, Hanau, München und Halle sind nur einige Beispiele. Und auch Demonstrationen, bei denen Rechtsextreme und Bürgertum gemeinsam marschierten, hat es wieder gegeben – von Pegida bis zu den Querdenkern. Christian Bangel, politischer Autor bei ZEIT ONLINE, analysiert in dieser Wochenend-Sonderausgabe von "Was jetzt?", wie es dazu kommen konnte. Außerdem sprechen wir über die Vorgeschichte des Pogroms von Lichtenhagen: Wie Medien und Politik im Vorfeld die Stimmung angeheizt hatten, warum Warnungen nicht ernst genommen worden waren – und wie die Opfer des Pogroms auch hinterher noch missachtet wurden. Moderation: Elise Landschek Produktion: Jannis Carmesin Mitarbeit: Ole Pflüger, Alma Dewerny Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Ep 37Ukraine-Krieg: “Von meinem alten Leben ist nichts mehr übrig” (13.08.2022)
Seit etwa sechs Monaten führt Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. In dieser Sonderausgabe unseres Nachrichtenpodcasts "Was Jetzt?" kommen vier Menschen aus der Ukraine zu Wort, die in und mit dem Krieg leben müssen. Sie erzählen von ihren Erfahrungen an der Front, vom Kiewer Alltag und ihrer Suche nach einem neuen Leben. Timur ist Mitte 20 und hat bis zum Kriegsausbruch elektronische Musik produziert. Er hatte sich freiwillig als Soldat gemeldet, ist aber nach Monaten im Krieg müde und enttäuscht. Blossom ist für ihr Studium vor anderthalb Jahren aus Nigeria nach Kiew gezogen. Dieses Studium war Blossoms Weg zu einem Uniabschluss, doch jetzt scheint der kaum erreichbar. Sie berichtet von der Ungewissheit, ihr Studium fortsetzen zu können, warum sie Deutschland verlassen musste und wie sie auf ihrer Flucht immer wieder rassistische Anfeindungen erlebt hat. Dmytro erklärt, wie er sich an den Krieg gewöhnt hat und welche Momente plötzlich eine größere Bedeutung im Leben einnehmen. Er hat in den ersten Kriegswochen noch versucht, eine Lieferkette für Medikamente aufzubauen. Mittlerweile arbeitet er wieder als Filmemacher. Und schließlich Irina, eine pensionierte Buchhalterin. Sie erzählt von den früher belebten Plätzen in ihrer Heimatstadt, den Cafés und Parks in Kramatorsk. Aber das war einmal. Die Stadt liegt seit Monaten mitten im Kriegsgebiet. Ihre Nachbarinnen und Nachbarn sind geflohen, sie ist geblieben. Was hält Irina in ihrer Stadt? Timur, Dmytro und Blossom kennen sie bereits aus unserer ersten Sonderfolge, in der sie uns mit ihren Geschichten einen Einblick in die ersten dreieinhalb Wochen des Krieges gegeben haben. Moderation und Produktion: Constanze Kainz Redaktion: Pia Rauschenberger Mitarbeit: Elisabeth Bauer, Andrea Backhaus und Malcolm Ohanwe [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Ep 36Warum Nachtzüge glücklich machen (06.08.2022)
Weite Strecken über Nacht zurücklegen, schlafend das Klima schonen und nebenbei vielleicht noch ein kleines Abenteuer erleben. Das versprechen Nachtzüge – zumindest in der Theorie. Kein Wunder, dass sie in mehreren europäischen Ländern seit ein paar Jahren eine Renaissance erleben. Dabei war der Nachtzug in Deutschland vor ein paar Jahren schon so gut wie tot. Ende 2016 stieg die Deutsche Bahn aus dem Geschäft aus und begründete das unter anderem mit den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und angeblich fehlender Wirtschaftlichkeit. Einen Teil des Nachtzugnetzes und auch der Schlaf- und Liegewagen übernahmen damals die Österreichischen Bundesbahnen und brachten mit dem Nightjet ein neues Konzept an den Start. Offensichtlich mit Erfolg: Inzwischen wächst das europäische Netz wieder, fast jedes Jahr kommt eine neue Verbindung hinzu. Doch der Erfolg hat auch seine Schattenseiten. Denn längst nicht alle, die gern mit dem Nachtzug reisen würden, können das auch einfach tun. Auf manchen Verbindungen sind die Plätze im Schlaf- und Liegewagen nämlich auf Wochen hinaus ausgebucht. Andere Verbindungen, die jahrzehntelang zuverlässig funktioniert haben, sind eingestellt und es ist ungewiss, ob und wann sie zurückkehren. Für diese Sonderfolge von "Was jetzt?" hat sich ZEIT-ONLINE-Podcastredakteur Moses Fendel im Schlafwagen auf die Reise von Hamburg nach Zürich gemacht, um das Phänomen besser zu verstehen. Was sind die Gründe für den derzeitigen Nachtzugboom? Welche Rolle können sie im Kampf gegen die Klimakrise und für eine Mobilitätswende spielen? Und was müsste passieren, damit Nachtzüge in Zukunft von so vielen Menschen genutzt werden, dass sie innereuropäische Flugreisen überflüssig machen? Moderation und Produktion: Moses Fendel Redaktion: Mounia Meiborg Mitarbeit: Marc Fehrmann [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Ep 35Der Libanon, zwei Jahre nach der Explosion (30.07.2022)
Im August 2020 löst ein kleiner Funke im Libanon eine Katastrophe aus. Nach Schweißarbeiten brennt es im Hafen der Hauptstadt Beirut. Dann explodiert eine Lagerhalle und der Druck der Detonation legt nicht nur den Hafen in Schutt und Asche, sondern zerstört auch die umliegenden Wohngebiete. Seitdem rutscht das Land immer tiefer in die Krise: Es gibt nicht mehr genug Essen, die Preise steigen. Die Menschen protestieren, die Regierung unter Premierminister Hassan Diab tritt sechs Tage nach der Explosion zurück. Wie geht es dem Libanon zwei Jahre nach der Explosion? In der Sonderfolge von "Was jetzt?" spricht Host Elise Landschek mit der Nahostkorrespondentin der ZEIT, Lea Frehse, über die Stimmung im Land. Denn nach wie vor befindet sich der Libanon in einer Wirtschaftskrise, die Preise für Lebensmittel haben sich vervielfacht. Und seit der Angriffskrieg in der Ukraine begonnen hat, wird auch das Getreide knapp. Das Land sei im Überlebensmodus, sagt Frehse. "Jeder muss erst mal schauen, wie man diese Krise übersteht, wie man das Brot noch zahlen kann." Wie konnte es überhaupt so weit kommen? Und was tut die Politik? Länger als ein Jahr hatte der Libanon nach der Explosion keine Regierung. Inzwischen ist der sunnitische Muslim Nadschib Mikati Ministerpräsident. Mikati ist Milliardär, "er ist reich geworden durch dieses kaputte libanesische System", sagt Frehse. Die Regierung funktioniere wie ein Kartell. Gibt es noch Proteste gegen die Regierung und die Wirtschaftspolitik? Nein, berichtet Frehse, aber die Veränderung kommt trotzdem – Schritt für Schritt. Moderation und Produktion: Elise Landschek Redaktion: Ole Pflüger Mitarbeit: Alma Dewerny [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Ep 34"In den ersten Monaten im Bundestag habe ich zehn Kilo abgenommen" (23.07.2022)
Der Bundestag ist in der Sommerpause. Corona, Ukraine-Krise, Inflation: Hinter den Abgeordneten liegen aufreibende Monate. Besonders viel Verantwortung lastet auf den Regierungsparteien. Wie muss sich das erst anfühlen für Bundestagsneulinge? Wir haben bei drei jungen Politikerinnen der Ampel nachgefragt. Maja Wallstein (SPD), Kathrin Henneberger (Grüne) und Muhanad Al-Halak (FDP) sind Mitte 30 und im vergangenen Herbst in den Bundestag eingezogen. Für sie war seitdem alles neu, sie mussten in Berlin Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden, eine Wohnung, sich in ihren ersten Reden behaupten und den komplizierten Parlamentsbetrieb verstehen. Außerdem berichten sie von ihren ersten politischen Erfolgen. Maja Wallstein erklärt, wieso sie in den Plenarsitzungen so oft auf ihr Handy schaut – und wieso das gar nicht so unerhört sei, wie man aus der Ferne vielleicht meint. Muhanad Al-Halak berichtet, wie er sein Fachwissen als Abwassermeister nutzen konnte, und Kathrin Henneberger erzählt, wie es ist, plötzlich nicht mehr Aktivistin zu sein, sondern mittendrin im politischen Betrieb zu arbeiten. In unserer Interviewserie über neue Abgeordnete des Bundestags haben wir die drei übrigens vor einigen Monaten schon einmal interviewt, die Texte finden Sie hier: https://www.zeit.de/index Interviews mit den Abgeordneten: Lisa Caspari Moderation und Produktion: Simone Gaul Redaktion: Ole Pflüger Mitarbeit: Alma Dewerny [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Ep 33"Manchmal rede ich mit der Ahr: Warum warst du so sauer?" (16.07.2022)
Das Ahrtal ein Jahr nach der Flut: Auf dem Marktplatz von Ahrweiler kann man inmitten von gepflegten Blumenbeeten Eis essen. Aber drumherum stehen die meisten Häuser noch leer. Überall wird gebaut, gebohrt, gehämmert. Der Wiederaufbau ist zum neuen Alltag geworden, aber über allem schwebt die Frage: wegziehen oder bleiben? Ein Jahr lang haben wir Menschen im Ahrtal begleitet. Nun, zum Jahrestag der Flut, hat Pia Rauschenberger sie wiedergetroffen. Myrna Mardo, die syrische Kosmetikerin, die auf einen Berg gezogen ist, damit das Hochwasser sie nicht wieder einholt. Karolin Mitevski, die trotz allem zurück in ihr Haus in Altenburg ziehen möchte, und die gerade provisorisch bei ihren Etern lebt. Und Karolins Großeltern Josef und Waltraud Paetz, die im hohen Alter neu anfangen mussten – und nun zwischen ihrem alten Garten und der neuen Wohnung hin- und herpendeln. Außerdem sprechen in dieser Folge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler darüber, was sich ändern muss, damit das Ahrtal bewohnbar bleibt und sicherer wird: der Katastrophenschützer Wolfgang Büchs, der selbst nicht ins Ahrtal ziehen würde. Und die Klimaforscherin Friederike Otto, die erklärt, wie wahrscheinlich es ist, dass so etwas noch einmal passiert. Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger Redaktion: Mounia Meiborg und Ole Pflüger [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Ep 32Wie entsteht eine "Was jetzt?"-Folge? (10.07.2022)
Seit fast fünf Jahren gibt es den "Was jetzt?"-Podcast. Mit Beginn der Corona-Pandemie haben wir im März 2020 angefangen, neben einer Folge am Morgen auch ein Update am Nachmittag zu veröffentlichen. Und seit Kurzem veröffentlichen wir auch am Wochenende regelmäßig Folgen. Zeit also, mal hinter die Kulissen zu schauen. Wie sieht so ein Tag in der Redaktion aus? Wie kommen die Hosts zu ihren Themen und Gesprächspartnern? Was kann – von den Interviews über den Schnitt bis hin zum Upload – so alles schiefgehen? Und was macht eigentlich der Podcaster vom Dienst? In dieser Langfolge begleiten wir die Podcastproduktion einen Tag lang in der Redaktion. Und wir beantworten Fragen, die unsere Hörerinnen und Hörer uns beim Podcastfestival gestellt haben. Moderation und Produktion: Mounia Meiborg Mitarbeit und Redaktion: Pia Rauschenberger und Fabian Scheler [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Ep 31EEG-Umlage: Gefeiert, verachtet, abgeschafft (02.07.2022)
Mit großer Mehrheit beschloss der Bundestag Ende April, die EEG-Umlage zum 1. Juli abzuschaffen, um die steigenden Stromkosten für Endverbraucher abzufedern. Damit gehört ein Herzstück der deutschen Energiewende nun der Vergangenheit an. Bremst die Reform die Energiewende aus? Oder hätte sie schon viel eher kommen müssen? Gemeinsam mit Petra Pinzler, Klimapolitikexpertin der ZEIT, rollt Ole Pflüger in dieser Sonderfolge des Nachrichtenpodcasts "Was jetzt?" die Geschichte der Umlage und des Erneuerbare-Energien-Gesetzes auf, die lange als deutsches Erfolgsmodell gegolten hatte und in Dutzenden Ländern kopiert worden war, dann aber zunehmend in Ungnade fiel und als vermeintlicher Kostentreiber der Strompreise kritisiert wurde. Mit Hans-Josef Fell kommt einer der Gründerväter der Idee zu Wort, mit Peter Altmaier ein Politiker, der vielen als ihr Totengräber gilt. Moderation und Produktion: Ole Pflüger Redaktion: Jannis Carmesin [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Ep 30Lange Schlangen, leere Regale – Kuba in der Krise (25.06.2022)
Üppige Wälder, mit Palmen gesäumte Strände, davor das türkisblaue karibische Meer – Kuba ist eine paradiesisch schöne Insel. Doch eine schwere Wirtschaftskrise hat das Land fest im Griff. Die Kubanerinnen und Kubaner verbringen Stunden damit, Lebensmittel zu besorgen. Meist auf dem Schwarzmarkt, denn die Läden sind leer. Die Löhne sind niedrig, die Preise hoch. "Was-jetzt?"-Host Elise Landschek war auf Kuba und hat die Menschen dort gefragt, wie sie ihren Alltag bestreiten und wie sie die politische Situation gerade sehen. Maria aus Santa Clara erzählt zum Beispiel, ihre Tochter habe das Land verlassen, weil sie als Ärztin umgerechnet nur 50 Dollar verdiente. Leben konnte sie davon nicht. Camila aus Varadero vermietet in ihrem Haus ein Zimmer an Touristen und Touristinnen, mit den Devisen, die sie dadurch bekommt, versorgt sie ihre ganze Familie und die Nachbarn. Mit der Ausgabe von Lebensmittelmarken sorgt der Staat zwar dafür, dass theoretisch niemand verhungern müsste. "Fünf Eier im Monat stehen mir zum Beispiel als Einzelperson zu", sagt Camila. Das reiche einfach nicht. Wie konnte es so weit kommen? Die Pandemie hat den Tourismussektor weitgehend zum Erliegen gebracht, eine der wichtigsten Geldquellen des Landes versiegte. Die Währungsunion im letzten Jahr hatte eine gigantische Inflation zur Folge. Das US-Embargo verhindert schon seit 1960 den Handel mit dem direkten Nachbarn. Kubas Verbündetem Venezuela geht es schlecht, also kommt auch von dort immer weniger Unterstützung. Der Kern der Probleme liege allerdings in dem schon seit Jahrzehnten maroden sozialistischen Wirtschaftssystem, sagt Kuba-Experte Bert Hoffmann vom GIGA Institut für Lateinamerika-Studien. Im vergangenen Sommer haben Tausende Menschen protestiert, Freiheit gefordert und angeprangert: "Wir haben Hunger!" Viele Oppositionelle sind verurteilt worden – zu bis zu 30 Jahren Haft. In der Sonderfolge von "Was jetzt?" besprechen die Hosts Ole Pflüger und Elise Landschek die Probleme auf Kuba. Und schauen in die Zukunft: Welche Auswege aus der Krise gibt es? Moderation und Produktion: Elise Landschek und Ole Pflüger Mitarbeit: Alma Dewerny [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Ep 29Moldau zwischen Kriegsangst, Flüchtlingshilfe und EU-Euphorie (18.06.2022)
Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine ist auch ein anderes Land in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt: die Republik Moldau. Das Land mit rund 2,6 Millionen Einwohnern grenzt im Osten an die Ukraine. Und es beherbergt die autonome Region Transnistrien, in der seit den Neunzigerjahren russische Truppen stationiert sind. Dort gab es seit Kriegsbeginn immer wieder Explosionen. Die Sorge vieler Beobachter war und ist, dass von Transnistrien aus russische Kämpfer in die Ukraine gelangen könnten – und dass Moldau von Russland angegriffen werden könnte. Wie lebt es sich also in einem kleinen Land, das keinem Verteidigungsbündnis angehört und das nun das nächste Ziel des russischen Präsidenten Wladimir Putin sein könnte? Ein Land, das bisher mit Armut und Korruption schon genug zu tun hatte, und das nun – auf die Einwohnerzahl gerechnet – die meisten ukrainischen Flüchtlinge aufgenommen hat? Wie hat der Krieg in der Ukraine das Leben in Moldau verändert? Unsere "Was jetzt?"-Moderatorin Erica Zingher ist diesen Fragen hinterhergereist. Weil sie Familie in Moldau und Transnistrien hat, ist es eine persönliche Reise geworden. Zu Wort kommen in dieser Langfolge eine junge Frau, die beinahe geflohen wäre und die sich nun um ukrainische Flüchtlinge kümmert. Ein Mann in Transnistrien, der am liebsten an der Seite der Russen kämpfen würde. Und eine investigative Journalistin, die trotz allem Hoffnung für ihr Land hat. Feedback zum Podcast können Sie uns gern schreiben an [email protected]. Moderation und Produktion: Erica Zingher Redaktion: Mounia Meiborg Mitarbeit: Alma Dewerny und Marc Fehrmann [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Ep 28Was die hohen Preise für Menschen in Armut bedeuten (11.06.2022)
Egal ob Strom, Gas oder Kraftstoff: Durch die Pandemie und Russlands Krieg in der Ukraine ist Energie in Deutschland derzeit so teuer wie nie. Wie kein zweiter Faktor treibt diese Entwicklung auch das Preisniveau insgesamt: Die Inflation liegt so hoch wie seit fast 50 Jahren nicht mehr. Besonders hart trifft das Menschen mit geringem Einkommen, die einen überdurchschnittlich großen Teil ihres Einkommens für den Konsum grundlegender Güter aufwenden müssen. Mit einer Umfrage wollte die Community-Redaktion von ZEIT ONLINE erfahren, in welchen Schwierigkeiten diese Menschen durch den massiven Preisanstieg stecken und wie sie diesen begegnen. Drei der vielen Geschichten, die uns erreicht haben, erzählen wir in dieser Spezialfolge von "Was jetzt?". Moderation und Produktion: Jannis Carmesin Redaktion: Mounia Meiborg Mitarbeit: Ann-Kristin Tlusty und Marc Fehrmann [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Ep 27Warum der Regenwald fürs deutsche Schnitzel brennt (28.05.2022)
In Brasilien wird Regenwald für den Anbau von Soja abgeholzt. 2,5 Millionen Tonnen Soja aus Brasilien landen jedes Jahr in Deutschland. Mindestens 20 Prozent davon wird höchstwahrscheinlich auf illegal entwaldeten Flächen angebaut. Was hat die Abholzung des Regenwaldes mit meinem Einkauf im Supermarkt zu tun? Warum versagen die Kontrollen? Und welche Folgen hat die Abholzung vor Ort, im Amazonas? Maria Mast aus dem ZEIT-ONLINE-Wissensressort ist diesen Fragen hinterhergereist. Herausgekommen ist eine Geschichte über Globalisierung und ihre Folgen. Über Menschen, denen Soja-Felder die Heimat wegnehmen und andere, die sie reich machen. Und darüber, was passiert, wenn das wichtigste Ökosystem der Welt auf internationale Wirtschaftsinteressen stößt. Zu Wort kommen in diesem Spezial von Was jetzt? die Anführer einer indigenen Gemeinschaft, deren Lebensgrundlage zerstört wird. Ein Lastwagenfahrer, der durch das Geschäft mit Soja der Armut entkommen will. Und der vielleicht einzige Waldkriminologe der Welt, der indigene Communitys mit GPS-Kameras ausstattet, um Landräuber abzuschrecken. Moderation und Produktion: Mounia Meiborg Redaktion und Overvoices: Ole Pflüger [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Ep 26"Ey, Corona hat richtig reingeschottert" (21.05.2022)
Mit 14 beginnt eine aufregende Zeit. Blöd nur, wenn ausgerechnet dann das Leben stillsteht, weil eine Pandemie ausgebrochen ist. Jugendliche seien die großen Leidtragenden der Corona-Zeit, heißt es oft. Und: Ihre Jugend sei verpfuscht. Was bedeutet das eigentlich, Teenager sein während der Corona-Zeit? Annabelle Seubert, Redakteurin im Ressort X von ZEIT ONLINE, hat vier Berliner Mädchen ein Jahr lang durch die Pandemie begleitet. Die vier Freundinnen heißen Allegra, Alena, Neele und Sophie, sie waren 14, als die Pandemie begann und 16 als der Ukraine-Krieg sie in den Hintergrund schob. Wie ging es den Mädchen in diesen aufwühlenden Jahren? Wie ist es, wenn man seine Freundinnen kaum sehen darf? Was, wenn die Tante zur Corona-Leugnerin wird? Wie haben sie vom Krieg erfahren? In diesem Audiotagebuch erzählen die Mädchen aus ihrem Leben. Interviews und Tagebuch: Annabelle Seubert Moderation und Schnitt: Simone Gaul Redaktion: Ole Pfüger [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Ep 25Die vergessenen Kriege (14.05.2022)
Der Krieg in der Ukraine bekommt viel mediale und politische Aufmerksamkeit. Äthiopien, Mali oder Jemen eher weniger – warum ist das so? Und welche Folgen hat es? In dieser Sonderfolge von "Was Jetzt?" spricht Host Ole Pflüger mit Andrea Böhm über die vergessenen Kriege. Böhm berichtet seit Jahrzehnten unter anderem für ZEIT ONLINE aus Kriegs- und Krisenregionen der Welt. Wie ist die humanitäre Lage in Jemen? Wie stehen die Chancen auf Frieden in Äthiopien? Welche Verantwortung trägt die deutsche Regierung in Mali? Und: Wie muss sich die deutsche Kriegs- und Krisenberichterstattung ändern? Moderation und Produktion: Ole Pflüger Redaktion: Pia Rauschenberger Mitarbeit: Alma Dewerny [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Ep 24Windkraft in NRW - das Ärgernis, das sein muss (07.05.2022)
Am 15. Mai wählt Nordrhein-Westfalen einen neuen Landtag und die Energiekrise dominiert den Wahlkampf im bevölkerungsreichsten und energiehungrigsten deutschen Bundesland. Die Landes-FDP plädiert für eine längere Laufzeit der Atomkraftwerke sowie Fracking von Gas in NRW und selbst die Grünen können sich vorstellen, Kohlekraftwerke als Reserveleistung länger am Netz zu halten als geplant. Gleichzeitig sind sich – bis auf die AfD – alle Parteien einig, dass fossile und nukleare Energie höchstens kurzfristige Lösungen sein sollen: Die erneuerbaren Energien sollen schneller und stärker ausgebaut werden. Gerade der Ausbau der Windenergie ist in NRW aber eine besondere Herausforderung: Weil in der städtischen Metropolregion um Rhein und Ruhr kaum Platz für Windparks ist, fürchten Windkraftskeptiker in Sauerland, Siegerland und den anderen ländlichen Randgebieten, über die Maße belastet zu werden. Für diese Folge unseres Nachrichtenpodcasts war Jannis Carmesin in Nordrhein-Westfalen unterwegs, um herauszufinden, wie sich die Konflikte befrieden lassen könnten. Moderation und Produktion: Jannis Carmesin Redaktion: Moses Fendel [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Ep 23Long Covid – kommt jetzt die Pandemie nach der Pandemie? (30.04.2022)
Leonie tanzt gerne, fährt Rad, geht schwimmen und arbeitet Vollzeit. Dann krempelt Long Covid ihr Leben um. Sie sei zu einer Endzwanzigerin im Körper einer 100-Jährigen geworden, sagt sie selbst. Die Corona-Neuinfektionen werden weniger. Der Höhepunkt der Pandemie ist wohl überstanden. Doch viele Menschen wird Corona noch länger beschäftigen, vielleicht ihr Leben lang. Leonies Geschichte steht für eine Frage, die sich viele Experten und Expertinnen stellen: Was wird bleiben, auch wenn niemand mehr von Corona spricht? Kommt jetzt die Pandemie nach der Pandemie? In diesem Samstagsspezial von "Was jetzt?" erzählt Pia Rauschenberger Leonies Geschichte und bespricht mit Jakob Simmank, Leiter des Ressorts Gesundheit bei ZEIT ONLINE, was über die Krankheit Long Covid bereits bekannt ist. Was sind die Symptome? Wer ist betroffen und wie geht die Gesellschaft mit der Krankheit um? Und natürlich: Wie stehen die Heilungschancen? Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger Redaktion: Ole Pflüger [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Ep 22Frankreich stolpert nach rechts (03.04.2022)
Frankreich steht vor der Wahl – und ihr Ergebnis wird auch Einfluss auf uns in Deutschland und ganz Europa haben. Es gilt als wahrscheinlich, dass der amtierende Präsident Emmanuel Macron sich im zweiten Wahlgang der rechtsextremen Kandidatin Marine Le Pen stellen muss. Die "grande nation" ist so weit nach rechts gerückt wie noch nie, die beiden rechtsextremen Parteien von Marine Le Pen und Éric Zemmour vereinen aktuellen Umfragen zufolge zusammen mehr als 30 Prozent hinter sich. Die einst große Volkspartei Parti Socialiste spielt kaum noch eine Rolle im Wahlkampf. Auch wenn Macron die Wahl am Ende gewinnen sollte, stellt sich die Frage: Wie konnte es so weit kommen? In dieser Sonderfolge gehen wir den Ursachen für das französische Wahlverhalten auf den Grund und analysieren politische, soziale und gesellschaftliche Gründe. Der Frankreich-Korrespondent Matthias Krupa beobachtet den Wahlkampf für die ZEIT und berichtet von seinen Recherchen: Warum wählen die Französinnen und Franzosen so, wie sie wählen? Moderation und Produktion: Elise Landschek Mitarbeit: Alma Dewerny und Annika Joeres Redaktion: Mounia Meiborg [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.