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Was jetzt? – Spezial

Was jetzt? – Spezial

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Ep 121Schiebt Deutschland die Falschen ab?

Bis Anfang der 2030er Jahre brauche Deutschland sechs Millionen Frauen und Männer, die Jobs annehmen, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz im vergangenen Jahr. Überall im Land suchen Bäckerinnen, Spediteure und Kitas nach neuem Personal. Die Bundesregierung wirbt im Ausland um sie, zum Beispiel mit Jobcentern in Ghana. Doch im vergangenen Jahr ließ sich Scholz auch auf dem Spiegel-Cover mit dem Satz zitieren: "Wir müssen endlich im großen Stil diejenigen abschieben, die kein Recht haben, in Deutschland zu bleiben." Den Iraker Omar Ramadhan betreffen beide Sätze des Bundeskanzlers. Er ist seit Herbst 2021 in Deutschland, spricht Deutsch und ein Bamberger Zahnarzt hat ihm einen Ausbildungsplatz angeboten. "Deutschland braucht das. Ich weiß es", sagt er. "Und Deutschland braucht mich auch." Doch statt Speichel abzusaugen und Behandlungstermine auszumachen, erwartet Ramadhan die Abschiebung. Um seine Geschichte geht es in diesem Was Jetzt?-Spezial: um Asylmigration, Erwerbsmigration und den sogenannten Spurwechsel vom einen ins andere – und um die Frage, ob in Deutschland die Falschen abgeschoben werden. Denn es gibt ein Dilemma. Je besser jemand integriert ist, desto einfacher kann man sie oder ihn abschieben. Zu Gast ist ZEIT-Politikredakteur Simon Langemann. Er hat Omar Ramadhans Geschichte und weitere ähnliche Fälle recherchiert. Im Podcast spricht er über die deutsche Migrationspolitik und wie die Ampel-Regierung die Hürden für Asylbewerber zwar gesenkt hat, Menschen wie Ramadhan aber trotzdem durchs Raster fallen. Moderation: Fabian Scheler Redaktion: Jannis Carmesin Recherche: Simon Langemann, Fabian Scheler Sounddesign: Joscha Grunewald Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Apr 6, 202432 min

Ep 120Die vielen Gesichter des Julian Assange (Wiederholung vom 17.02.2024)

Das höchste britische Gericht hat entschieden: Der WikiLeaks-Gründer Julian Assange darf vorerst nicht an die USA ausgeliefert werden. Die Richter haben den Fall bis zum 20. Mai aufgeschoben. Bis dahin müsse die US-Regierung "auf zufriedenstellende Weise" garantieren, dass Assange in den USA ein Prozess unter Berücksichtigung der Meinungs- und Pressefreiheit erwartet, und ihm kein Todesurteil droht. Bereits Mitte Februar 2024 hatte das Londoner High Court die Argumente der Anwälte von Assange gehört. Anlässlich dieser Anhörung ist diese Spezialfolge von Was jetzt? entstanden. Nun, Ende März, hat Assange einen Teilerfolg vor Gericht erzielt. Wir wiederholen deshalb diese Folge. WikiLeaks und Assange waren 2010 und 2011 durch eine Reihe von Veröffentlichungen weltberühmt. Damals veröffentlichte die Plattform gemeinsam mit Medienpartnern mehrere Hunderttausend Geheimdokumente der US-Armee aus den Kriegen in Afghanistan und im Irak sowie eine Viertelmillion vertrauliche Depeschen des US-Außenministeriums – zugespielt durch die Whistleblowerin Chelsea Manning. Dadurch wurden Kriegsverbrechen der westlichen Militärallianz publik. In den USA wurde Assange zum Staatsfeind erklärt, seine Plattform WikiLeaks zum "feindlichen Geheimdienst" (Ex-CIA-Chef Mike Pompeo). Seit fast zwölf Jahren lebt Assange nun in Gefangenschaft: erst im beengten Exil in der ecuadorianischen Botschaft in London, seit 2019 dann isoliert im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh. Sein Zustand gilt als kritisch. Durch seinen langen Kampf ist Assange zu einer globalen Galionsfigur des Widerstands und der Informations- und Pressefreiheit geworden. Aber immer wieder steht Assange auch in der Kritik: wegen seines radikalen Verständnisses von Informationsfreiheit, seiner vermeintlichen Nähe zu Wladimir Putin und Donald Trump oder seinem Verhalten gegenüber Frauen. In Schweden war nach belastenden Aussagen von zwei Frauen wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung gegen den gebürtigen Australier ermittelt worden; die Ermittlungen wurden 2017 eingestellt. In diesem Spezial von Was jetzt? sprechen Jannis Carmesin und Holger Stark, der stellvertretende Chefredakteur der ZEIT, über Assanges Kampf und seine ambivalente Persönlichkeit. Stark hat eng mit Assange zusammengearbeitet, ihn über Jahre immer wieder getroffen und sagt: "Das Signal, das von einer Auslieferung von Assange ausginge, wäre ein fatales." Moderation und Produktion: Jannis Carmesin Redaktion: Elise Landschek Mitarbeit: Henrike Hartmann Sounddesign: Joscha Grunewald Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Mar 30, 202440 min

Ep 119Ist der Irak für immer auf die USA angewiesen?

Am 19. März 2003 fielen die ersten US-amerikanischen Bomben auf die irakische Hauptstadt Bagdad. Hunderttausende Menschen starben infolge der US-Invasion. Mittlerweile lebt im Irak eine ganze Generation, die stabile politische Verhältnisse in ihrem Heimatland nie kennengelernt hat. Die Geschehnisse von damals haben ihre Spuren hinterlassen und auch wenn die US-Truppen nicht mehr in Kampfhandlungen involviert sind und seit 2019 nur noch in beratender Funktion tätig sind, sind sie noch immer allgegenwärtig. Nach einem tödlichen Vergeltungsschlag der USA gegen einen pro-iranischen Milizenführer im Irak und vor dem Hintergrund des Kriegs im Gazastreifen, forderte der irakische Präsident Mohammed Schia al-Sudani Anfang des Jahres forderte den vollständigen Abzug der letzten US-Truppen aus dem Land. Doch was würde ein solcher Rückzug aus dem Land bedeuten? Für diese Sonderfolge war Azadê Peşmen im Irak unterwegs und hat mit jungen Menschen über die aktuelle Lage des Landes und über eine mögliche Zukunft ohne die USA gesprochen. Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Redaktion: Ole Pflüger und Moses Fendel Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Mar 23, 202428 min

Ep 118Ein geraubtes Leben in Argentinien

Mitte der Siebzigerjahre versinkt Argentinien im Chaos: Generalstreiks, Hyperinflation, rechte und linke Gruppen, die sich bekämpfen. Am 24. März 1976 putscht sich das Militär an die Macht. Der Putsch weckt bei vielen Argentinierinnen und Argentiniern zunächst Hoffnung. Jetzt geht es aufwärts, glauben viele. Doch die Junta beginnt eine Jagd auf politische Aktivistinnen, Journalisten und Gewerkschafter. Miguel Santucho Navajas ist damals noch nicht einmal ein Jahr alt. Viel zu jung, um zu verstehen, was im Land vor sich geht – und dass das Regime seine Eltern im Visier hat. Im Sommer 1976 dringen Soldaten in die Wohnung ein und verhaften Miguels Mutter Cristina. Den neun Monate alten Miguel lassen sie zurück. Daniel wächst im Süden von Buenos Aires auf, unter ganz anderen Umständen als Miguel. Seine Eltern sind Anhänger der Diktatur. Daniels Vater ist Polizist in einer Spezialeinheit. Daniel vermutet, dass auch sein Vater Menschen entführt, vielleicht sogar ermordet hat. 1983 endete die Militärherrschaft. 40 Jahre später begegnen sich Miguel und Daniel zum ersten Mal. Ihre Vergangenheit ist grundverschieden – aber es gibt etwas, das die beiden Männer verbindet. In diesem "Was-Jetzt?"-Spezial erzählen wir die Geschichte von Miguel und Daniel, deren Leben ohne das Regime wohl ganz anders verlaufen wäre. Moderation: Pia Rauschenberger Redaktion: Constanze Kainz Recherche: Pia Rauschenberger, Stella Schalomon Sounddesign: Joscha Grunewald Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Mar 16, 202442 min

Ep 117Zwei Jahresgehälter für ein Menschenleben

Im Februar lädt Ziad (Name geändert) ein Foto ins Internet. Es zeigt eine glückliche Familie: Vater, Mutter und drei Kinder am Strand, der Himmel strahlend blau. Darüber steht ein Appel: "Helfen Sie meiner Familie in Gaza zu überleben.” Ziad, ein junger Palästinenser aus Gaza, der in Deutschland studiert, hat das Hilfsgesuch auf einer Spendenplattform eingestellt. Er braucht zehntausende Euro, um seiner Familie, die im Süden des Gaza-Streifens um ihr Leben bangt, die Flucht nach Ägypten zu ermöglichen. Denn: Der einzige Weg aus dem isolierten Kriegsgebiet im Mittelmeer führt für sie über eine skrupellose Agentur, die jenen, die es sich leisten können, die Ausreise über die eigentlich geschlossene Grenze verspricht. Bis zu 8.000 Euro kostet das für einen Erwachsenen und ist längst keine Garantie für eine schnelle Flucht über die Grenze, sondern vor allem ein vages Versprechen. Wenn dieses Versprechen aufgeht, könnte Ziads Familie noch vor Beginn des Ramadan raus aus dem Gazastreifen – und damit vor dem 10. März, an dem Israel möglicherweise seine Offensive auf die Stadt beginnen will. Es könnte ihr letzter Weg raus aus Rafah bedeuten. Anna-Theresa Bachmann vom Journalismus-Kollektiv Selbstlaut und Laila Sieber haben zu der Agentur recherchiert und mit Ziad und seinem Vater in Gaza gesprochen. In diesem "Was jetzt?"-Spezial erzählen wir die Geschichte der Familie: vom verzweifelten Versuch, dem Hunger und der Zerstörung in Gaza zu entkommen und der Hilflosigkeit derer, die in der Ferne um ihre Angehörigen und Freunde bangen. Moderation: Constanze Kainz Redaktion: Jannis Carmesin Recherche: Anna-Theresa Bachmann und Laila Sieber Sounddesign und Produktion: Joscha Grunewald Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Mar 9, 202433 min

Ep 116Biden vs. Trump, die Zweite

Am Dienstag ist Super Tuesday, der Tag an dem in den meisten Bundesstaaten in den USA die Vorwahlen zur Präsidentschaftskandidatur stattfinden. Wer bei den Demokraten und Republikanern gut abschneidet, wird als Kandidat für die Wahl im November aufgestellt und es ist sehr wahrscheinlich, dass Joe Biden und Donald Trump jeweils von ihren Parteien nominiert werden. Die innerparteiliche Konkurrenz ist auf beiden Seiten so gut wie unbedeutend. Für die Republikaner hat die ehemalige Gouverneurin von South Carolina, Nikki Haley trotz bisheriger Verluste noch nicht aufgegeben, bei den Demokraten versucht es die Autorin Marianne Williamson. Auch ihr werden keine Chancen zugerechnet. Donald Trump hat derzeit kein politisches Amt inne und steht vor Gericht. Insgesamt laufen vier Verfahren gegen Trump. Doch selbst wenn er in einem dieser Verfahren verurteilt wird, könnte er immer noch Präsident der USA werden, denn laut US-amerikanischer Verfassung ist eine Verurteilung kein Ausschlusskriterium, um das höchste politische Amt zu bekleiden. Johanna Roth, USA-Korrespondentin der ZEIT und ZEIT ONLINE erklärt die Voraussetzungen einer Kandidatur und spricht über die innerparteilichen Diskussionen bei den Demokraten und Republikaner. Außerdem beantwortet sie in dieser Sonderfolge zur US-Wahl die Fragen der Was Jetzt-Hörer und Hörerinnen. Moderation: Azadê Peşmen Redaktion: Simone Gaul Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Mar 3, 202433 min

Ep 115Die vielleicht wichtigste Schlacht des Krieges

Zwei Jahre sind vergangen, seit Russland die gesamte Ukraine angegriffen hat. Ursprünglich wollten die Angreifer das Nachbarland in drei bis vier Tagen besiegen und in Kyjiw eine russlandfreundliche Marionettenregierung einsetzen. Es wäre das Ende der Ukraine als unabhängiger Staat gewesen. Herzstück dieses Plans: Die schnelle Eroberung des Flughafens von Hostomel, einem Vorort von Kyjiw. Dass daraus nichts wurde, verdankt die Ukraine einer relativ kleinen Gruppe von Menschen, die den Flughafen gegen die personell und materiell überlegenen Angreifer verteidigten. Zwei der Kämpfer erinnern sich in dieser Sonderfolge von Was jetzt? an die ersten Stunden des Krieges. Zu Gast ist außerdem Olivia Kortas. Die Ukraine-Korrespondentin von ZEIT und ZEIT ONLINE hat die Schlacht um den Flughafen rekonstruiert. Im Podcast erklärt sie, warum die Verteidigung von Hostomel für die Ukraine überlebenswichtig war und was sich anhand dieser ersten 24 Stunden des Krieges über dessen Gesamtverlauf lernen lässt. Außerdem blickt sie auf die aktuelle Lage an der Front und erzählt, wie das Leben in der Ukraine zwei Jahre nach dem russischen Überfall aussieht. Moderation: Moses Fendel Redaktion: Constanze Kainz Sounddesign: Joscha Grunewald Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Feb 24, 202430 min

Ep 114Die vielen Gesichter des Julian Assange

Die Unterstützer von Julian Assange, dem Mitbegründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, schauen am Dienstag und Mittwoch nach London. Vor dem höchsten britischen Gericht findet dann eine Anhörung statt, bei der sich Assanges Schicksal entscheiden dürfte. Lehnen die Richter Assanges Einspruch ab, könnte Assange direkt in die USA ausgeliefert werden, wo ihm wegen Spionagevorwürfen bis zu 175 Jahre Haft drohen. 2010 und 2011 veröffentlichten Wikileaks und Assange Hunderttausende Geheimdokumente der US-Armee und des US-Außenministeriums und wies so Kriegsverbrechen der westlichen Militärallianz nach. Durch seinen langen Kampf ist er zu einer globalen Galionsfigur des Widerstands und der Informations- und Pressefreiheit geworden. Aber immer wieder steht Assange auch in der Kritik: wegen seines radikalen Verständnisses von Informationsfreiheit, seiner vermeintlichen Nähe zu Wladimir Putin und Donald Trump oder seinem Verhalten gegenüber Frauen. In diesem Spezial von Was jetzt? sprechen Jannis Carmesin und Holger Stark, der stellvertretende Chefredakteur der ZEIT, über Assanges Kampf und seine ambivalente Persönlichkeit. Stark hat eng mit Assange zusammengearbeitet, ihn über Jahre immer wieder getroffen und sagt: “Das Signal, das von einer Auslieferung von Assange ausginge, wäre ein fatales.” Moderation und Produktion: Jannis Carmesin Redaktion: Elise Landschek Mitarbeit: Henrike Hartmann Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. Weiterführende Links zur Folge: Themenseite: Julian Assange und Wikileaks Julian Assange: In Demokratien nennt man das Journalismus Julian Assange: 175 Jahre Knast Nils Melzer: Plötzlich Troublemaker Chelsea Manning: "Ich war naiv, sehr naiv" Julian Assanges Auslieferung: Verhöhnung unserer Werte [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Feb 17, 202439 min

Ep 113Das Ende der 40-Stunden-Woche?

Weniger Arbeitszeit bei gleichem Lohn – laut einer Erhebung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) wünschen sich 81 Prozent aller Vollzeitbeschäftigten eine Vier-Tage-Woche. Immer mehr Firmen bieten ihren Mitarbeitenden die Flexibilität, vier statt fünf Tage zu arbeiten. Seit Anfang Februar läuft in Deutschland ein entsprechendes Pilotprojekt. 45 Unternehmen und Organisationen testen die Vier-Tage-Woche nun für ein halbes Jahr und werden dabei von der Universität Münster wissenschaftlich begleitet. Eine der teilnehmenden Firmen: das Bauunternehmen Finnholz. Die Gründe dafür, die Vier-Tage-Woche testweise einzuführen, seien vor allem pragmatische gewesen, sagt Geschäftsführer Sven Kirchner. Einerseits hätten seine Angestellten sich Entlastung hinsichtlich ihrer Arbeitszeiten gewünscht, andererseits habe er Anreize schaffen wollen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Im Podcast berichtet sein Kollege Stefan Rumphorst, der die Umstellung auf die Vier-Tage-Woche im Unternehmen koordiniert, von den großen Herausforderungen der Umstrukturierung. Kirchner erzählt, welche positiven Effekte sich schon jetzt zeigen. Auch wenn es bei einzelnen Unternehmen möglicherweise gut laufen kann, mit Blick auf den Wirtschaftsstandort Deutschland hält Dr. Andrea Hammermann vom arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft in Köln nichts. "Wir brauchen die Handwerker, wir brauchen die Pflegekräfte und viele andere Berufe eben auch. Und wir merken, dass es zunehmend schwieriger wird, weil die jüngere Generation die Älteren nicht ersetzen kann." Auch wenn Erhebungen ergeben haben, dass sich viele Arbeitnehmerinnen eine verkürzte Arbeitszeit wünschen, umsetzbar sei das angesichts des Fachkräftemangels nicht. Bei der Diskussion um die Vier-Tage-Woche geht es vor allem um eine Debatte um Generations- und Geschlechtergerechtigkeit, findet David Gutensohn. Er ist stellvertretender Leiter des Arbeitsressorts bei ZEIT ONLINE und Autor des Buches "Generation Anspruch". Die Vier-Tage-Woche sei ökonomisch und gesellschaftlich eine sinnvolle Lösung, um als Unternehmen langfristig Arbeitskräfte zu gewinnen und den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken. Wie die Vier-Tage-Woche auch in Kindergärten, Krankenhäusern und Werkstätten umzusetzen wäre, erklärt er in dieser Sonderfolge. Moderation und Produktion: Hannah Grünewald Redaktion: Constanze Kainz Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos Die ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Feb 10, 202435 min

Ep 112Aber bei uns doch nicht!

Eine neue Studie zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat schwerwiegenden sexuellen Missbrauch aufgedeckt. Die Täter: Pfarrer, Religionslehrer, Küster und mächtige Menschen, die im Umfeld der Kirche wirkten und wirken. Die Opfer: häufig noch nicht mal in der Pubertät. Das Durchschnittsalter der Betroffenen ist laut der Studie elf Jahre. Insgesamt identifizierten die Forschenden für den Zeitraum von 1946 bis 2020 2.225 Opfer und 1.259 Beschuldigte – das ist jedoch nur die Zahl der aktenkundigen Fälle, zu denen die Forschenden Zugang hatten. 19 von 20 Landeskirchen haben ihre Akten jedoch gar nicht systematisch durchsucht, so dass bereits von den gemeldeten Fällen der Großteil fehlt. Dazu kommt das Dunkelfeld, also die Taten, die bisher nicht angezeigt oder gemeldet wurden. Gäbe es eine Dunkelfelderfassung, so müsste man von weit mehr als 100.000 Betroffenen ausgehen, schätzen Expertinnen und Experten. Das Forscherteam kam außerdem zu dem Schluss, dass die evangelische Kirche Täterschutz statt Aufklärung betrieben hat. Raoul Löbbert von ZEIT Christ und Welt und Karsten Polke-Majewski aus dem Investigativ-Team von ZEIT und ZEIT ONLINE haben monatelang zu Missbrauch in der evangelischen Kirche recherchiert. Sie haben Betroffene besucht, mit Forscherinnen und Forschern gesprochen und Zeitzeugen befragt. Im Podcast sprechen wir über die Recherchen der beiden. Moderation und Produktion: Simone Gaul Redaktion: Ole Pflüger Sprecherinnen und Sprecher: Nancy Mattstedt, Stefan Lehnen, Moses Fendel Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. Wenn Sie sich anonym an die Redaktion wenden möchten geht das über unseren anonymen Briefkasten. Das Hilfetelefon sexueller Missbrauch erreichen Sie unter 0800 22 55 530. Weitere Links zur Folge: Missbrauch in der evangelischen Kirche: Die Sünden der Anderen Missbrauch in der evangelischen Kirche: Das protestantische Beben Studie zu sexuellen Übergriffen: Mehr als 2.200 Missbrauchsfälle in der evangelischen Kirche Missbrauch in der evangelischen Kirche: Die falschen Guten [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos Die ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Feb 3, 202447 min

Ep 111Kann Sahra Wagenknecht die AfD stoppen?

Die neue Partei war noch gar nicht gegründet, da konnte sich laut "Deutschlandtrend" schon fast jeder dritte Wähler grundsätzlich vorstellen, sie zu wählen: Sahra Wagenknecht versteht es offenbar, den Menschen das Gefühl zu geben, ihre wahren Sorgen und Nöte zu kennen. An diesem Wochenende findet in einem Berliner Kino der offizielle Gründungsparteitag für das Bündnis Sahra Wagenknecht für Vernunft und Gerechtigkeit statt. Welche Chancen hat die neue Partei im Superwahljahr 2024? Welche Positionen vertritt sie überhaupt, wo kann man sie im Rechts-links-Spektrum verorten – und könnte sie den Aufwärtstrend der AfD aufhalten? Darüber spricht ZEIT-Politikredakteur Robert Pausch, der Sahra Wagenknecht schon seit Jahren beobachtet, im "Was jetzt?"-Spezial. Er nennt sie eine "Ressentiment-Unternehmerin" und verrät, was die klassischen Parteien hinter vorgehaltener Hand von der neuen Partei erwarten. Moderation und Produktion: Rita Lauter Redaktion: Moses Fendel Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Jan 27, 202439 min

Ep 110Taiwan: Bedroht vom großen Nachbarn

Eine Woche ist es her, dass die Menschen in Taiwan den Unabhängigkeitsbefürworter Lai Ching-te von der regierenden Demokratischen Fortschrittspartei (DPP) zum neuen Präsidenten gewählt haben. Auch wenn die Wahl als Bekenntnis zur Selbstbestimmung und Abgrenzung vom Nachbarn China interpretiert wird – für viele Taiwaner bleibt die Angst, die nächste Ukraine zu werden. Taiwan ist seit 1949 selbstverwaltet. Die kommunistische Führung in Peking betrachtet Taiwan als Teil ihres Staatsgebiets, der bis spätestens 2049 wieder mit dem Festland vereint werden soll, notfalls mit militärischer Gewalt. Immer wieder führt China rund um Taiwan groß angelegte Militärmanöver mit Kampfflugzeugen, Drohnen und Schiffen durch. Nach der Wahl des China-Kritikers Lai Ching-te zum neuen Präsidenten, glauben Beobachter, könnte sich die Bedrohung für Taiwan weiter verschärfen. China hatte die Wahl zuvor als Entscheidung zwischen Krieg und Frieden bezeichnet. Wie gehen die Menschen in Taiwan mit der permanenten Bedrohung vor einer Invasion um? Und wie geht es in den kommenden Jahren weiter, nach dem Wahlsieg der chinakritischen DPP und ihrem Kandidaten Lai Ching-de? Lucie Liu war vor der Wahl in Taiwan unterwegs und hat mit jungen Menschen darüber gesprochen, wie sie auf ihr Zuhause und den großen Nachbarn China schauen. In dieser Was Jetzt?-Spezialfolge ordnet sie die historische Verbindung zwischen der Insel und China ein und erzählt, warum die Menschen in Taiwan sich schon jetzt für den Ernstfall wappnen. Moderation und Produktion: Jannis Carmesin Mitarbeit: Elise Landschek und Henrike Hartmann Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. Weitere Links zur Folge: Taiwan: Lai Ching-te gewinnt Präsidentenwahl China und Taiwan: Darum geht es im Taiwan-Konflikt Lai Ching-te: Wie ein China-Taiwan-Krieg verhindert werden kann [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER [ANZEIGE] Fall Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos Die ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Jan 20, 202434 min

Ep 109"Keine Berufsgruppe wird so beansprucht wie die Landwirte"

Keine Berufsgruppe hat im noch jungen Jahr bisher so lautstark protestiert wie die Landwirte. Mit Sternfahrten und Kundgebungen blockierten sie in der verganenen Woche Straßen und Zufahrten. Akut ging es bei den Protesten darum, die Streichung der Subventionen für Agrardiesel und die Kfz-Steuer auf Landwirtschaftsfahrzeuge zu verhindern. Aber die Probleme, denen sich viele Landwirte gegenüber sehen, reichen tiefer: wachsende Anforderungen, fehlende Planungssicherheit, eine fragile wirtschaftliche Lage. In dieser "Was Jetzt?"-Spezialfolge mit Podcast-Host Jannis Carmesin beantworten ZEIT-Autorin Christiane Grefe Hörerfragen zu den Versäumnissen in der Agrarpolitik und der Zukunft der Landwirtschaft. In der Folge kommen auch Landwirte zu Wort: Peter Seger, konventioneller Schweine- und Getreidebauer aus Hessen und die Nachwuchslandwirtin Inka Baumgart. Moderation und Produktion: Jannis Carmesin Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. Moderation und Produktion: Jannis Carmesin Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER [ANZEIGE] Fall Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos Die ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Jan 13, 202439 min

Ep 108Geheimnisse – da ist etwas, von dem niemand weiß (Wiederholung vom 24.09.2022)

"Ich möchte Ihnen mein Geheimnis verraten." Jeder Mensch hat eins: Es schlägt Wurzeln, begleitet sie im Alltag und Beziehungen. Es gehört nur ihnen. Vielleicht schmunzeln sie bei dem Gedanken daran, vielleicht werden sie traurig. Vielleicht wollen sie es verdrängen oder eben: Es endlich mal loswerden. Für diese Sonderfolge von Was Jetzt? wollten wir im Sommer 2022 ihre Geheimnisse erfahren – und sie haben sie uns verraten. "Das ist ein Geheimnis von dem niemand weiß, außer meine Kontakte, mit denen ich da die Deals gemacht habe." Die Protagonisten erzählen von Drogen, Affären und geklauten Kaugummis. Es sind lustige und beklemmende Geschichten, solche die Mut machen und daran erinnern, dass es manchmal gut ist, sich jemanden anzuvertrauen. Aber warum verheimlichen wir einige Geschichten überhaupt? Und wie wirkt sich das auf unsere Beziehungen aus? Dafür haben die Hosts Pia Rauschenberger und Ann-Kristin Tlusty mit Menschen gesprochen, die regelmäßig Geheimnisse hören: einem Pfarrer und einem Psychoanalytiker. Mit Geheimnissen grenzen wir uns ab , können uns aber auch wieder öffnen, erklärt Psychoanalytiker Stefan Alder. In der Sonderfolge öffnen sich Menschen, erzählen ihre Geheimnisse und zeigen: Wir alle haben welche, aber vielleicht sind sie gar nicht so verschieden. Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger, Ann-Kristin Tlusty Redaktion: Ole Pflüger, Jannis Carmesin Verraten Sie uns Ihr Geheimnis? Schicken Sie eine Mail an [email protected] oder eine Sprachnachricht via WhatsApp oder Telegram an 0170 7471735. Krisentelefone & Anlaufstellen in Notlagen Telefonseelsorge [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Jan 6, 202436 min

Ep 107Jahresrückblick 2023: Es war nicht alles schlecht

2023 geht zu Ende: Russland setzte seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine fort, Deutschland stritt über ein Heizungsgesetz, Frauen machten Vorwürfe gegen Rammstein öffentlich, Jewgeni Prigoschin marschierte Richtung Moskau und die Hamas provozierte eine Eskalation der Gewalt im Nahen Osten. 2023 endete aber auch die Corona-Pandemie, und Deutschland wurde Basketballweltmeister. Viele schlechte und wenig gute Nachrichten – auch in diesem Jahr. Deswegen hat sich das Team des Was jetzt?-Podcasts für seinen Jahresrückblick zusammen ins Studio gesetzt und wirft noch mal einen eigenen Blick zurück: - ChatGPT ruft die KI-Revolution aus. Ist sie echt? - An der syrisch-türkischen Grenze bebt die Erde. Wie geht es den Menschen im Katastrophengebiet? - Das Heizungsgesetz von Robert Habeck wird hitzig diskutiert. Wir lesen den Text in besinnlicher Atmosphäre. - Der Putschversuch des russischen Söldneranführers Jewgeni Prigoschin scheitert. Wir erklären, warum darin ein Funken Hoffnung für die Ukraine und die ganze Welt steckt. - Dem Rammstein-Sänger Till Lindemann wird von verschiedenen Frauen Machtmissbrauch vorgeworfen. - Die AfD erlebt ein Erfolgsjahr, obwohl sie in mehreren Bundesländern nun als rechtsextremistisch gilt. - Nigers Militär putscht und die Bundeswehr beendet ihren Einsatz in Mali. - Deutschland wird Basketballweltmeister und schlägt sogar die USA. - Hubert Aiwanger muss ein antisemitisches Flugblatt aus seiner Vergangenheit erklären – und ist am Ende der große Sieger der bayerischen Landtagswahlen. - Nach dem Angriff der Hamas auf Israel steigt weltweit die antisemitische Gewalt. - Durch die Gegenschläge Israels leidet die Zivilbevölkerung im Gazastreifen. - Die Klimakrise wird immer bedrohlicher, und T.C. Boyle hat mit "Blue Skies" (erschienen bei Hanser, Übersetzung: Dirk van Gunsteren) ein kluges Buch darüber geschrieben, warum die Menschen sie nicht in den Griff bekommen. - Immerhin die Corona-Pandemie ist beendet. Hat Deutschland daraus gelernt? Außerdem: Überfordert von all den schlechten Nachrichten? Das können Sie tun. Aufgenommen wurde diese Folge am 12. Dezember 2023. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected] [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Dec 22, 202354 min

Ep 106Der Weihnachtsbaumdetektiv

Das Sauerland in Nordrhein-Westfalen gehört zu den wichtigsten Anbaugebieten für Weihnachtsbäume in Europa. Etwa jeder dritte Baum, der an Heiligabend in deutschen Wohnzimmern steht, kommt von dort. Seit einer Reform 2013 soll Nordrhein-Westfalens Forstgesetz verhindern, dass die Weihnachtsbaumkulturen sich in Waldgebieten ausbreiten. Doch auf kahlgefallenen Flächen entstehen ohne Genehmigung illegale Weihnachtsbaumplantagen, die den Waldbesitzern überdurchschnittlich gute Rendite versprechen. Marc Messerschmidt, ein Forstbeamter, ist diesen illegalen Plantagen mit detektivischen Methoden auf der Spur. Podcast-Redakteur Jannis Carmesin hat Messerschmidt für diese Spezialfolge von "Was jetzt?" bei seiner Arbeit begleitet. Eine Geschichte über das Nebeneinander von ökologischen und ökonomischen Interessen in deutschen Wäldern. Hinweis der Redaktion (16.12.): In einer früheren Version der Folge ist uns ein Umrechnungsfehler passiert. Die 200 Hektar illegaler Weihnachtsbaumkulturen, die in Südwestfalen bereits gefunden worden sind, entsprechen 2.000.000 Qudratmetern, nicht 20.000 Quadratmetern. Die entsprechende Stelle wurde entfernt. Wir bitten dies zu entschuldigen. Moderation und Produktion: Jannis Carmesin Redaktion: Ole Pflüger Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. Weiterführende Links zur Folge: Klimawandel: [Schämen Sie sich für Ihren Weihnachtsbaum?](https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2019-12/weihnachtsbaum-klimawandel-tannenbaum-umweltschutz-kaufen-mieten-nachhaltigkeit ) Weihnachtsbaum: [Da draußen](https://www.zeit.de/zeit-magazin/2022/52/weihnachtsbaum-umweltschutz-naturkolumne ) Brauchtum: Die ersten Weihnachtsbäume stehen [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Dec 16, 202333 min

Ep 105"Sag niemandem, dass du Palästinenserin bist"

In Deutschland leben schätzungsweise etwa 175.000 bis 225.000 Palästinenserinnen und Palästinenser. Viele fühlen sich zurzeit in Deutschland missverstanden. Sie sind enttäuscht von der Gesellschaft, in der sie keinen Raum für ihr Leid und ihre Geschichte sehen. Mit drei von ihnen sprechen wir in diesem "Was Jetzt?"-Spezial: Bahaa, Adam und Leyla (Namen von der Redaktion geändert). Leyla ist Deutsch-Palästinenserin, Adam kam vor achtzehn Jahren für ein Medizinstudium nach Deutschland. Baha hat erst vor vier Jahren Gaza verlassen und lebt seitdem in Berlin. Moderation und Produktion: Simone Gaul Redaktion: Hannah Grünewald Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Dec 9, 202333 min

Ep 104Acht Mythen über Israel und die Palästinenser

Seit dem Angriff der Hamas auf Israel kursieren sie wie lange nicht: Mythen und Behauptungen über den Nahost-Konflikt, über den aktuellen Krieg, seine Ursachen und die Motivation der Beteiligten. Wir sprechen in dieser Sonderfolge unseres Nachrichtenpodcasts "Was jetzt?" mit Expertinnen und Experten aus den ZEIT-Redaktionen über acht Mythen, Behauptungen und Legenden. Was stimmt? Was ist irreführend? Was ist völlig falsch? Wann immer ein Krieg ausbricht, ist der Satz "Im Krieg lügen alle Seiten" nicht weit. Yassin Musharbash, stellvertretender Ressortleiter des ZEIT-Investigativ-Ressorts, erklärt, warum es so einfach nicht ist. Und welche Quellen man trauen kann. Wir schauen auf die Wurzeln und Hintergründe des Konflikts: ZEIT-Politikredakteur Jan Ross erklärt, warum es im Kern nicht um Religion geht. Und Yassin Musharbash erläutert, wie abhängig oder unabhängig die Hamas vom Iran agiert. Anna Sauerbrey, außenpolitische Koordinatorin der ZEIT, erörtert, warum es irreführend ist, Israel als "Kolonialmacht" zu bezeichnen und ZEIT ONLINE-Autorin Anastasia Tikhomirova erklärt, warum es schlicht falsch ist, dass im Gazastreifen ein Genozid geschieht, wie manche es Israel vorwerfen. Wir sprechen außerdem darüber, dass der Satz "Israel ist die einzige Demokratie in Nahost" grundsätzlich stimmt. Und Jörg Lau, außenpolitischer Koordinator der ZEIT, berichtet, wo sich zugleich gerade Risse in Israels Demokratie zeigen. Zuletzt machen Frank Werner, Chefredakteur ZEIT Geschichte, und ZEIT-Außenpolitik-Experte Michael Thumann Hoffnung auf eine bessere Zukunft: Die Zweistaatenlösung muss nicht tot sein, und manchmal ebnen Kriege auch den Weg zum Frieden. Moderation und Produktion: Hannah Grünewald Redaktion: Rita Lauter und Ole Pflüger Mitarbeit: Henrike Hartmann [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Dec 2, 202339 min

Ep 103"Im Westjordanland liegt der Schlüssel zur Zukunft der palästinensischen Gebiete"

Seit dem Massaker vom 7. Oktober und die Angriffe Israels auf den Gazastreifen hat sich die Sicherheitslage im Westjordanland verschlechtert. Es kommt zu immer mehr Gewalt in den ländlichen Gebieten des Westjordanlands, zu Angriffen von jüdischen Siedlern auf Palästinenser und Palästinenserinnen. Nahostkorrespondentin Lea Frehse sagt: Es könnte im Westjordanland sein, wo sich entscheidet, ob dieser Krieg noch größer wird. Und es könnte auch dort sein, wo der Schlüssel zur Zukunft der Palästinenser liegt. Schlägt Israel die Hamas in Gaza, muss dort eine neue Regierung her. Dann könnte die Palästinensische Autonomiebehörde aus dem Westjordanland auch Gaza übernehmen – darauf drängen die wichtigsten Vermittler dieses Krieges, die USA, sagt Frehse. In dieser Sonderfolge von "Was jetzt?" ist die Nahostkorrespondentin der ZEIT zu Gast und berichtet von ihrer Recherche in dem besetzten Gebiet. Wie erleben die Menschen im Westjordanland den Krieg in Israel und Gaza? Könnte die Hamas sich mit dem Massaker vom 7. Oktober beim Volk im Westjordanland sogar profiliert haben? Und wenn hier nur noch wenige Menschen an eine Zweistaatenlösung glauben, liegt genau darin eine Chance? Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. Weitere Links zur Folge: Wer regiert Gaza nach dem Krieg?: Reportage von Lea Frehse aus dem Westjordanland Jüdische Siedlungen im Westjordanland: Reportage von Andrea Backhaus Nach den Angriffen der Hamas eskaliert im Westjordanland die Gewalt: Reportage "Die Gewehre gezückt, die Finger am Auslöser" [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Nov 25, 202337 min

Ep 102Gezinkte Stromzähler und ein "Coldplay-Dollar"

Seit 32 Jahren führt Fabián einen Lebensmittelladen in der argentinischen Stadt Mendoza – und fast genauso lange kämpft er mit der Inflation im Land. Früher änderte er alle paar Monate die Preise, dann alle paar Wochen. Mittlerweile muss er jeden Tag irgendeinen Preis anpassen. Mittlerweile liegt die Inflation in Argentinien im Jahresschnitt bei 140 Prozent. Auch bei der Stichwahl um das Präsidentenamt steht das Thema im Mittelpunkt. Dort tritt an diesem Wochenende der derzeitige Wirtschaftsminister Sergio Massa gegen einen Mann an, der radikale Pläne verfolgt: Der radikalkapitalistische Javier Milei, Sieger der Vorwahlen, will den argentinischen Peso beerdigen und stattdessen den US-Dollar als offizielle Währung einführen. Mit seinem teils schrillen Auftreten hat er viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen und ist vor allem bei den Argentiniern beliebt, die desillusioniert sind, nachdem die alteingessenen Parteien seit Jahrzehnten erfolglos gegen die Inflation gekämpft haben. In dieser Spezialfolge von Was jetzt? stellt die Argentinien-Korrespondentin Lisa Pausch den polarisierenden Javier Milei vor, erklärt die Ursachen der Inflation und trifft Argentinierinnen und Argentinier, die kreative Wege gefunden haben, um in der Dauerinflation zu überleben. Moderation und Produktion: [Azadê Peşmen] (https://www.zeit.de/autoren/P/Azade_Pesmen/index) Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Nov 18, 202338 min

Ep 101Das geheime Leben der Pilze

Der Pilz gibt sich geheimnisvoll. Tarnt sich meistens als konventionelles Waldgewächs, mit buntem Hut und strammem Stiel. Sein wahres Wesen ist nicht auf den ersten Blick erkennbar. Das eigentliche Reich der Pilze reicht bis tief unter der Erde. Ihr unterirdisches Netzwerk, das Myzel, kann über tausend Quadratkilometer groß werden. Es gibt auch Pilze im Wasser, in der Luft, sogar auf und unter unserer Haut. Pilze sind die größten und ältesten Lebewesen der Welt und fast unendlich einsetzbar: Sie helfen gegen den weltweiten Hunger oder gegen tödliche Krankheiten. Sie können als nachhaltiges Baumaterial, Plastikersatz, Biokraftstoff, als Lederersatz oder im Waschpulver genutzt werden. Pilze zersetzen Mikroplastik, Ölteppiche und sogar Radioaktivität im Boden. Sie überstehen eine Atomkatastrophe und passen sich an ihre Umgebung an, egal, wie lebensfeindlich die Bedingungen sind. Doch Pilze sind Wunderwaffe und Gefahr zugleich. Wenn sie sich in Organismen ausbreiten, können sie ganze Arten ausrotten. Viele Bäume sind von Pilzkrankheiten betroffen. Auch wir Menschen sind vor Pilzerkrankungen nicht sicher. Was macht Pilze so gefährlich und zur gleichen Zeit so nützlich? In dieser "Was Jetzt?"-Sonderfolge ist Host Elise Landschek den Geheimnissen der Pilze auf der Spur. Moderation und Produktion: Elise Landschek Redaktion: Hannah Grünewald Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Nov 11, 202333 min

Ep 100Der lange Schatten der Kolonialzeit im Niger

Ende Juli kam es im westafrikanischen Niger zu einem Militärputsch, bei dem die nigrische Armee den demokratisch gewählten Präsidenten Mohamed Bazoum entmachtet hat. Der General und Befehlshaber der Präsidialgarde, Abdourahamane Tiani, hat mit anderen Militärs die Macht übernommen. Seitdem steht der ehemalige Präsident Mohamed Bazoum zusammen mit seiner Frau und seinem Sohn unter Hausarrest. Die nigrische Regierung unter Präsident Bazoum galt als wichtiger und verlässlicher Partner des Westens in der Sahelzone. Doch viele Menschen im Niger sind nach dem Putsch auf die Straßen gegangen, um die Machtübernahme des Militärs zu feiern und den Abzug der französischen Truppen zu fordern. In dieser Spezialfolge von "Was jetzt?" erzählen ein ehemaliger Mitarbeiter im Uran-Geschäft und ein ehemaliger Schlepper, warum sie sich für ihr Land einen Neustart wünschen. Fast vier Jahre lang suchte Amoumoune Allassane nach Uran, ohne wirklich zu wissen, was Uran ist. Dann hatten die Franzosen genug gefunden. Allassane blieb arm. Der 56-jährige Ali Mohammed, der eigentlich anders heißt, musste sein Haus verkaufen, um an Geld zu kommen. Der Einfluss der EU im Niger hat seinen Job als Transportunternehmer unmöglich gemacht. Issio Ehrich ist Autor bei ZEIT ONLINE und berichtet regelmäßig über die Sahelzone. Er war als erster deutscher Journalist nach dem Putsch in Niger. Moderation und Redaktion: Pia Rauschenberger Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Nov 4, 202339 min

Ep 99Falsche Freunde

Der Kölner Verein Hamiam gibt an, schwulen Geflüchteten zu helfen. Doch Klienten und Mitarbeiter berichten von einem System des Machtmissbrauchs. Luisa Hommerich aus dem Investigativ-Ressort von ZEIT und ZEIT ONLINE ist der Geschichte nachgegangen, hat sich mit anderen Klienten und Mitarbeitern von Hamiam unterhalten. In einer Spezialfolge von "Was jetzt?" spricht sie mit Pia Rauschenberger darüber, wie haltbar die Vorwürfe sind und wo William Gensee heute steht. Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger Redaktion: Jannis Carmesin, Constanze Kainz Musikeinsatz: Ole Pflüger Mitarbeit: Clara Löffler Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. Den Text zur Folge finden Sie hier. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Oct 28, 202339 min

Ep 98"Ein weiterer Tag in der Hölle"

Am 7. Oktober 2023 greift die Hamas Israel an - aus der Luft, vom Boden und Meer. Kurz darauf erklärt der israelische Ministerpräsident, Benjamin Netanjahu, den Krieg. Nach einer Woche Angriffe erhalten wir die erste Sprachnachricht von Yousef aus dem Gazastreifen. Die Situation dort ist zu dem Zeitpunkt schon dramatisch. Lange Schlangen vor Bäckereien, zu wenig Wasser, kaum Strom. Ein Woche lang schickt er uns täglich eine Nachricht. Am Mittwoch sagt er, "nach dem was wir gestern erlebt haben, sind unsere Herzen tot". In der Nacht zuvor hatte eine Rakete ein Krankenhaus in Gaza getroffen. Am Freitag wieder eine Nachricht, wieder berichtet er von Toten und Verletzten, davon, dass eine Kirche zerstört wurde – "nicht irgendeine Kirche, es war ein Haus für alle." Als Kind hat Izzeldin seine Sommerferien oft im Gazastreifen verbracht, war bei den Geschwistern seiner Mutter. Sein Zuhause aber ist Jerusalem. "Ein einzigartiger Ort, voll Leben, voll Geschichte und Kultur." Eine Stadt in der Muslime, Juden und Christen als Nachbarn, oft als gute Nachbarn, gelebt hätten. Doch seit dem 7. Oktober sei alles anders, sagt er. Er sei frustriert und wütend. Jeden Morgen kontrolliert er als erstes sein Telefon, hofft dass es seiner Familie im Gazastreifen gut geht. Omri ist 29 Jahre. Auch er ist in Jerusalem aufgewachsen. Mitten im Mikrokosmos des Nahost-Konflikts, sagt er. Aber bis vor zwei Wochen bestand sein Leben nicht aus Krieg und Chaos. An diesem Tag aber hat er Freunde verloren – Freunde, die auf dem Festival waren, auf dem Hamas-Terroristen Menschen erschossen und entführt haben, Freunde mit denen er in Sderot studiert hat. Seitdem sei seine Empathie, sein Mitleid und das Vertrauen für die Palästinenser wie weggespült, sagt er. Redaktion: Pia Rauschenberger, Jannis Carmesin und Constanze Kainz Moderation: Constanze Kainz Mitarbeit: Ole Pflüger Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. Unsere Was jetzt?-Spezialfolge zum Nahost-Konflikt finden Sie hier. Im Frühjahr haben unsere Kollegen von ZEIT GESCHICHTE außerdem eine Ausgabe zum Nahen Osten herausgebracht. Sichern Sie sich diese Ausgabe gratis zu einem Probeabo von ZEIT Geschichte unter www.zeit.de/geschichte-wasjetzt [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Oct 21, 202337 min

Ep 97Wird Polen zur Autokratie?

Am 15. Oktober wird in Polen gewählt. Beobachter sprechen von einer "Schicksalswahl". Je nach Ausgang könne sich entscheiden, ob Polen eine Demokratie bleibe oder zunehmend autokratisch werde. Seit neun Jahren regiert in Polen die PiS-Partei von Jarosław Kaczyński. Die rechtskonservative und nationalistische Partei versucht seit Jahren, den Rechtsstaat zu beschneiden. Mit einem erneuten Wahlsieg könnten sie das politische System weiter zu ihren Gunsten umbauen, befürchten Kritiker. Auch Karolina Wigura befürchtet, dass sich nach der Wahl autoritäre Prozesse verfestigen könnten. Wigura ist Soziologin, Journalistin und Senior Fellow am Zentrum Liberale Moderne. Einem Thinktank, der den Grünen nahesteht. Sie sagt, es gebe tiefe politische und kulturelle Prozesse, die Polen maßgeblich verändert hätten. In dieser Sonderfolge von Was jetzt? ordnet Karolina Wigura ein, welche Rolle der Ukraine-Krieg im Wahlkampf spielte und warum die rechtsextreme Partei Konfederacja entscheidend für den Wahlausgang werden könnte. Moderation: Moses Fendel Skript: Moses Fendel und Pia Rauschenberger Mitarbeit: Piotr Zakowiecki Redaktion: Hannah Grünewald Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. Weitere Links zur Folge: Polen: Hunderttausende protestieren kurz vor Wahl gegen Regierung Wahl in Polen: Welche Chancen hat die PiS auf eine dritte Amtszeit in Polen? Polen: Der Kampf gegen russische Agenten untergräbt Polens Demokratie Wahlen: Ultrarechte Partei Konfederacja im Aufschwung in Polen Parlamentswahl in Polen: Aufmarsch im Glaubenskrieg [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Oct 14, 202333 min

Ep 96Söders neue Demut

Bei der Landtagswahl in Bayern an diesem Sonntag könnten die Freien Wähler und die AfD zusammen bis zu 30 Prozent der Stimmen holen. Was macht das mit der stolzen Staatspartei CSU und mit Ministerpräsident Markus Söder, der dringend einen Wahlerfolg braucht? Mariam Lau aus der ZEIT-Politikredaktion beobachtet Söder und die politische Lage in Bayern schon sehr lange. In einem Spezial von Was Jetzt erzählt sie von ihren Erlebnissen im aktuellen Wahlkampf. Und sie ordnet im Gespräch mit Lisa Caspari die vielen umstrittenen Charakterzüge Söders ein: Warum wechselt er so häufig seine Meinung? Welche Eigenschaft hat sie an dem CSU-Chef positiv überrascht? Und wird Söder sich auch bei der Bundestagswahl 2025 wieder als Kanzlerkandidat ins Gespräch bringen? Natürlich ist auch die Affäre um den Chef der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, und das antisemitische Flugblatt aus seiner Jugendzeit Thema in unserer Langfolge. Mariam Lau berichtet, was sie an Aiwangers Reaktion auf die Vorwürfe besonders bemerkenswert fand. Und sie erklärt, warum sich Söder durch sein Abgrenzen von den Grünen abhängig von den Freien Wählern gemacht hat. Das Lebensgefühl vieler Bayerinnen und Bayern sprechen die Freien Wähler und ihr Chef jedenfalls schon lange gut an. Warum das so ist und was das mit Hubert Aiwangers Akkubohrer zu tun hat, weiß Ursula Münch, die Direktorin der Akademie für politische Bildung in Tutzing am Starnberger See. Die Professorin für Politikwissenschaft erklärt, warum Aiwanger nach der Affäre in den Umfragen kletterte – das hat durchaus Gründe, die außerhalb Bayerns zu suchen sind. Moderation: Lisa Caspari Redaktion und Produktion: Constanze Kainz Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Oct 7, 202336 min

Ep 95Tatort Ostsee

Vor einem Jahr knallt es unter Wasser, die Ostsee wird zum Tatort: Am 26. September 2022 um genau 2 Uhr 3 explodiert es in der Nähe von Bornholm an den Nord Stream Pipelines. Vier Lecks werden gefunden. Das ist ein Anschlag, soviel steht schnell fest. Doch die Ermittlungen in mehr als 70 Metern Tiefe sind schwierig, fast unmöglich. Die Folgen der Anschläge damals kaum absehbar. Russisches Gas kommt auf dem Weg nicht mehr zu uns. Die Menschen haben Angst vor Kälte, Armut und Krieg. Wer steckt dahinter? Reporterinnen und Reporter der ARD, von der ZEIT und der Süddeutschen Zeitung haben recherchiert und nach Antworten auf die Frage gesucht: Wer sprengte die Nord Stream-Pipelines? Ein Jahr nach den Anschlägen folgt diese Podcast-Serie der Nord-Stream-Pipeline von ihrer Entstehung bis zu ihrer Explosion. Die Recherchen führen auf den Boden der Ostsee, zu den Lecks, in Länder wie Polen, die USA und in die Ukraine. Menschen in Ermittlungsbehörden, Politik und Wissenschaft kommen zu Wort. Was ist am Meeresgrund der Ostsee wirklich passiert? In diesem Podcast geht es um einen der rätselhaftesten Sabotage-Akte unserer Zeit. Links zur Folge: Podcast "Tatort Ostsee": Alle bisher erschienenen Folgen des Podcasts. Wer hat Nord Stream gesprengt?: der Text von Luisa Hommerich, Holger Stark und Fritz Zimmermann. Die Doku "Tatort Ostsee": Hier können Sie den Film zum Thema sehen. "Tatort Ostsee" ist ein Podcast in fünf Folgen vom NDR, mit dem ARD-Hauptstadtstudio, SWR, rbb, WDR, der Süddeutschen Zeitung und der ZEIT. Autoren: Marcus Engert, Sandro Schroeder Redaktion Podcast: Ulrike Toma und Volkmar Kabisch (NDR) Inszenierung: Lisa Krumme Technik: Kay Poppe Musik: Michael Dommes [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Sep 30, 202322 min

Ep 94Lampedusa, die überforderte Insel

Lampedusa steht wie keine andere Insel für das Sterben im Mittelmeer und für ein überfordertes Europa. Zuletzt erreichten in nur drei Tagen 10.000 Geflüchtete die kleine Insel zwischen Sizilien und Nordafrika. Vergangene Woche kamen an einem einzigen Tag mehr als 100 Boote an, mit Menschen aus dem Sudan, aus Eritrea, aus Guinea oder aus Tunesien. Seit dem Schiffsunglück vor rund zehn Jahren vor Lampedusa versprechen Politikerinnen und Politiker in Rom und Brüssel Besserung. In dieser Spezialfolge von Was jetzt? fragen wir, was aus den Versprechungen von damals geworden ist. Warum wiederholen sich diese Szenen immer und immer wieder? Und wie sieht das Leben auf Lampedusa aktuell aus? Über die Lage auf der Insel berichtet im Podcast Ann Esswein. Sie ist Teil des Selbstlaut Kollektivs, war im August auf Lampedusa und hat mit Geflüchteten und Bewohnerinnen der Insel gesprochen. Über die politischen Zusammenhänge spricht in der Folge ihre Kollegin, Eva Hoffmann. Moderation und Skript: Jannis Carmesin Recherche: Ann Esswein, Eva Hoffmann, Anina Ritscher, Anna-Theresa Bachmann, Paul Hildebrandt, Nora Börding, Helena Manhartsberger und Pierluigi Bizzini Redaktion: Elise Landschek, Simon Langemann und Constanze Kainz Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Sep 23, 202328 min

Ep 93Wie ein Putsch vor 50 Jahren Chile bis heute prägt

Am 11. September 1973 übernahm der General Augusto Pinochet mit einem Putsch die Macht in Chile und etablierte ein brutales Regime. Zehntausende Menschen wurden in den 17 Jahren seiner Herrschaft inhaftiert, gefoltert, verschleppt oder ermordet. In dieser Woche hat sich der Putsch zum 50. Mal gejährt. Obwohl das Land 1990 zur Demokratie zurückkehrte, sind viele Spuren der Diktaturjahre noch immer spürbar, unter anderem weil die chilensische Republik bei der Rückkehr zur Demokratie die Verfassung und das radikal-neoliberale Wirtschaftsmodell Pinochets übernahm. In den letzten Jahren hat Chiles Gesellschaft intensiv darum gerungen, wie sie mit diesem Erbe umgehen möchte. Nach einem Hoch progressiver Kräften sind zuletzt ultrarechte Gruppen erstarkt, die die Verbrechen der Diktatur verharmlosen und relativieren. Die Chile-Korrespondentin Sophia Boddenberg beobachtet seit Jahren, wie unterschiedlich die Menschen in Chile auf die Jahre unter Pinochet zurückblicken. In einem Spezial von "Was jetzt?", 50 Jahre nach dem Putsch, spricht sie mit Jannis Carmesin über ihre Recherchen. Moderation und Produktion: Jannis Carmesin Autorin: Sophia Boddenberg Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Sep 16, 202338 min

Ep 92Israels Demokratie vor dem Showdown

Am 12. September könnte es zum Showdown für die israelische Demokratie kommen. Ab diesem Tag wird sich das oberste Gericht mit Petitionen von Bürgerinnen und Bürgern befassen, die Beschwerde gegen das Gesetz zur Abschaffung der sogenannten Angemessenheitsdoktrin eingereicht haben. Mit der Doktrin konnte das oberste Gericht bisher Regierungsentscheidungen kippen. Das neue Gesetz hat die Knesset, Israels Parlament, Ende Juli verabschiedet. Sollte das oberste Gericht den Beschwerden folgen, muss die Regierung sich dieser Entscheidung beugen. Ob sich Regierungschef Benjamin Netanjahu daran halten wird, ist allerdings unklar. Israel könnte dann Chaos, eine Staatskrise, manche befürchten sogar ein Bürgerkrieg, drohen. Was auch immer in den kommenden Tagen passiert, schon jetzt ist klar, dass diese Krise eine Zäsur für den jüdischen Staat bedeutet. Wie gehen die Menschen in Israel damit um? Was steckt hinter der Reform? Das erklärt Steffi Hentschke, freie Korrespondentin für ZEIT ONLINE in Tel Aviv, in dieser Spezialfolge von Was jetzt?. Sie rekonstruiert, wie sich die Ereignisse in den vergangenen sechs Monaten zugespitzt haben, und gibt einen Ausblick, welche Szenarien jetzt denkbar erscheinen. Redaktion, Moderation und Produktion: Moses Fendel Mitarbeit: Jannis Carmesin, Mona Berner Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Sep 9, 202332 min

Ep 91Dauerstreit trotz Krisenstau – rauft sich die Ampel endlich zusammen? (Die Woche)

Die Ministerinnen und Minister der Ampelkoalition liefern sich regelmäßigen einen verbalen Schlagabtausch in der Öffentlichkeit. Bei der Bevölkerung kommt das schlecht an: Die Reputation der Bundesregierung befindet sich im Sinkflug. Auf Schloss Meseberg wollte das Bundeskabinett in dieser Woche alte Konflikte beilegen und neue Gesetze beschließen. Das größte Streitthema wurde bereits kurz vor der Tagung geklärt, die Kindergrundsicherung. Einig wurde sich die Koalition auch beim Herzensprojekt der FDP: dem Wachstumschancengesetz, das die Unternehmen um sieben Milliarden Euro jährlich entlasten wird. Doch der nächste Konflikt wird vermutlich schon bald kommen, denn die Haushaltsverhandlungen stehen an. Weil dieses Jahr besonders gespart werden muss, werden die Gespräche darüber zur Herausforderung für die Streit-Koalition. Über die Lage der Ampel spricht Moderatorin Dilan Gropengiesser mit dem Politikwissenschaftler und Publizist Albrecht von Lucke in der sechsten Ausgabe von Was jetzt? – Die Woche. Sie können die Folge auch als Video auf Youtube schauen. Alle Informationen zu unserer neuen Livesendung finden Sie hier. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Sep 2, 202334 min

Ep 90Armut in Deutschland – wie viel sind uns Kinder wert?

In Deutschland war 2022 jedes fünfte Kind von Armut bedroht. Staatliche Unterstützung soll dagegen helfen, aber bislang werden bis zu 70 Prozent der Mittel nicht abgerufen, die bürokratischen Hürden sind hoch. Mit der geplanten Reform soll es einfacher und übersichtlicher werden. Ursprünglich wollte Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) für die Grundsicherung rund zwölf Milliarden Euro, musste nach einer koalitions- und auch parteiinternen Debatte allerdings nacharbeiten. Nach Informationen von ZEIT ONLINE sind die Kosten nun auf 3,5 Milliarden Euro angesetzt. Ist das genug für den Kampf gegen Kinderarmut in Deutschland? Und ist die Kindergrundsicherung überhaupt das richtige Mittel dafür? Darüber spricht Moderatorin Dilan Gropengiesser mit Anette Stein von der Bertelsmann Stiftung in der fünften Ausgabe von Was jetzt? – Die Woche. ------------------------------------------------------------------------ Wir sind auch auf Youtube. Alle Informationen zu unserer Livesendung finden Sie hier. Mehr zum Thema Kinderarmut gibt es auf ZEIT ONLINE. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Aug 26, 202325 min

Ep 89Nach Spionage-Vorfall – gefährdet die AfD unsere Sicherheit?

Die Alternative für Deutschland ist “eine Gefahr für die Demokratie”, sagt der Verfassungsschutz. Sie schüre “Hass und Hetze gegen Minderheiten”, sie sei muslim- und allgemein fremdenfeindlich und unterschwellig antisemitisch. Und sie bringt ihre Wählerschaft offenbar dazu, für Russland Spionage zu betreiben. Wie der Fall um Bundeswehroffizier Thomas H. zeigt, der sich dem russischen Geheimdienst angeboten haben soll. Wie der im BND enttarnte Doppelagent soll auch er AfD-Sympathisant sein. Der Verfassungsschutz hat die AfD längst als rechtsextremistischen Verdachtsfall eingestuft und darf die Partei mit nachrichtendienstlichen Mitteln überwachen. Der Inlandsgeheimdienst schätzt die Zahl der AfD-Mitglieder mit extremistischem Potenzial auf 10.200 – gut ein Drittel der Parteimitglieder. Auch deshalb werden zunehmend Stimmen laut, die ein Verbot der Partei fordern. Aber ist das wirklich notwendig? Kann die AfD der Demokratie gefährlich werden? Oder gefährdet sie die Sicherheit Deutschlands bereits? Das und mehr besprechen Moderatorin Dilan Gropengiesser und Christina Schmidt aus dem Investigativressort von ZEIT und ZEIT ONLINE in der vierten Ausgabe von “Was jetzt? – Die Woche”. ------------------------------------------------------------------------ Wir sind auch auf Youtube. Alle Informationen zu unserer Livesendung finden Sie hier. Mehr zum Thema gibt es auf ZEIT ONLINE. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Aug 19, 202328 min

Ep 88Propaganda in Niger – welche Ziele verfolgt Putin in Afrika?

In Nigers Hauptstadt Niamey schwenken Unterstützer des Putsches die russische Flagge und skandieren “Russland, Russland”. Es ist nicht das erste Mal, dass ein westafrikanisches Land sich vom Westen abwendet. Auch die Militärregierungen in Burkina Faso und Mali haben sich letztlich nach Russland ausgerichtet. Das Land in der Sahelzone gehört zu den ärmsten der Welt. Von den eigenen Rohstoffen bleibt den Menschen in Niger nicht viel. Das meiste wird exportiert, etwa nach Frankreich und in die EU. Viele Nigrer:innen verspüren deswegen einen großen Unmut, insbesondere gegen die ehemalige Kolonialmacht Frankreich. Eine gute Grundlage für Putins Propaganda in Westafrika. Nach der russischen Invasion in die Ukraine hatte Europa auf eine Kooperation mit Nigeria gehofft. Denn von dort aus sollte künftig die rund 4.000 Kilometer lange Trans-Sahara-Pipeline Gas durch Niger nach Algerien leiten und von dort aus nach Europa weitergeführt werden. Der Putsch in Niger könnte also nicht nur für die Menschen im Land weitreichende Konsequenzen haben. Warum wird Russland in der Sahelzone beliebter? Und was passiert, wenn Russland in Niger weiter an Einfluss gewinnt? Das bespricht Dilan Gropengiesser in Folge 3 von Was jetzt? – Die Woche mit dem freiberuflichen Journalisten und Fotografen Issio Ehrich, der regelmäßig aus der Sahelzone berichtet. ------------------------------------------------------------------------ Wir sind auch auf Youtube. Alle Informationen zu unserer Livesendung finden Sie hier. Mehr zum Thema Niger gibt es auf ZEIT ONLINE. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Aug 12, 202329 min

Ep 87Die Wirtschaft schrumpft – was macht Deutschland falsch?

Während die Wirtschaftsleistung weltweit um drei Prozent wächst, schrumpft sie in Deutschland um 0,3 Prozent. Laut den Expert:innen des Internationalen Währungsfonds IWF erzielt die Bundesrepublik 2023 als einziger G7-Staat kein Wachstum. In Folge 2 von Was jetzt? – Die Woche diskutiert Dilan Gropengiesser mit Roman Pletter, Wirtschaftschef der ZEIT, die schwächelnde Wirtschaft in Deutschland. Die Sendung finden Sie auf ZEIT ONLINE oder als Videopodcast auf Spotify und Apple Podcasts. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Aug 5, 202333 min

Ep 86Brände, Dürre, Starkregen – ist das jetzt unser Alltag?

Dieser Juli ist so heiß wie nie zuvor. Weltweit werden Hitzerekorde verzeichnet. In Griechenland fliehen die Menschen vor Feuer, in Italien schwimmen Eisklumpen durch die Altstadt und in einigen US-Bundesstaaten, in Mexiko und im Westen Chinas herrschen mehr als 50 Grad. Gehört das extreme Wetter jetzt zu unserem Alltag? Dieses Thema haben wir in unserer neuen Livenachrichtensendung "Was jetzt? – Die Woche" mit dem Klimaforscher Stefan Rahmstorf diskutiert – und mit Ihnen. Die Sendung finden Sie auf ZEIT ONLINE oder als Videopodcast auf Spotify und Apple Podcasts. Moderation & Redaktionsleitung: Dilan Gropengiesser Produzentin: Lucie Liu Redaktion: Matthias Giordano Aufnahmeleitung: Ulrike Brase Regie: Christian Weidner, ZX Audiotechnik: Clemens Hildebrand, ifbbw Community: Ceren Balantekin, Janis Dietz, Jarnail Sekhon, Tülay Karakuş Studentische Unterstützung: Julius Rübe Ressortleitung Video: Max Boenke Technisches Konzept: Sven Wolters Videodesign: Axel Rudolph Musik: Konrad Peschmann, soundskin Entwicklungsredaktion: Leonie Wismeth [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Jul 29, 202332 min

Ep 85Wie entsteht eine "Was jetzt?"-Folge? (Wiederholung vom 10. Juli 2022)

Seit fast sechs Jahren gibt es den Was jetzt?-Podcast. Mit Beginn der Corona-Pandemie haben wir im März 2020 angefangen, neben einer Folge am Morgen auch ein Update am Nachmittag zu veröffentlichen. Und seit mehr als einem Jahr veröffentlichen wir auch am Wochenende regelmäßig Folgen. Zeit also, mal hinter die Kulissen zu schauen. Wie sieht so ein Tag in der Redaktion aus? Wie kommen die Hosts zu ihren Themen und Gesprächspartnern? Was kann – von den Interviews über den Schnitt bis hin zum Upload – so alles schiefgehen? Und was macht eigentlich der Podcaster vom Dienst? In dieser Langfolge begleiten wir die Podcastproduktion einen Tag lang in der Redaktion. Und wir beantworten Fragen, die unsere Hörerinnen und Hörer uns beim Podcastfestival 2022 gestellt haben. Moderation und Produktion: Mounia Meiborg Mitarbeit und Redaktion: Pia Rauschenberger, Fabian Scheler Alle Folgen des Podcasts finden Sie hier. Feedback können Sie uns wie immer schicken an [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Jul 22, 202326 min

Ep 84Feindeslisten, UFO-Stammtische und mutige Quellen

Live-Mitschnitt vom ZEIT ONLINE Podcast-Festival 2023 Ihre Recherchen dauern in der Regel lange, finden mal in der Mitte der Gesellschaft statt, mal an den Rändern. Astrid Geisler und Christina Schmidt aus dem Investigativ-Ressort von ZEIT und ZEIT ONLINE recherchieren im rechten Milieu. Als Astrid Geisler damit anfing, Anfang der Neunziger, gab es zwar schon Anschläge und Pogrome gab wie Rostock-Lichtenhagen, trotzdem sei Rechtsextremismus es ein "Orchideenthema" gewesen erzählt Astrid Geisler. Inzwischen beschäftigen sich auch Sicherheitsbehörden damit. Doch investigative Recherchen dazu sind gar nicht so einfach. Vor allem die Rechercheergebnisse analytisch “zu übersetzen”, berichtet Christina Schmidt aus dem Investigativressort. Auch wenn das Bewusstsein für rechtsextreme und terroristische Gruppen gestiegen ist, nicht alle Beamtinnen und Beamte in den Sicherheitsbehörden seien ausreichend dafür sensibilisiert und würden die Gefahr sofort erkennen. Noch problematischer wird es natürlich, wenn Mitarbeitende in Behörden selbst eine rechte Gesinnung haben. Beim ZEIT ONLINE Podcast-Festival 2023 berichteten Astrid Geisler und Christina Schmidt von ihren Recherchen im rechtsextremen Milieu, sprachen über die Rolle von AfD, Reichsbürgerinnen und Reichsbürger – und beantworteten Fragen aus dem Publikum. Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected] [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Jul 15, 202358 min

Ep 83Wem gehört das Wasser?

In Kronberg im Taunus gibt es nicht nur die höchste Millionärsdichte, die höchste Villendichte und das höchstes Pro-Kopf-Einkommen. Es gibt dort auch viele Menschen mit weitläufigen Gärten und großen Pools, die viel Trinkwasser verbrauchen. Luisa Thomé, Ressort X, erzählt, wie sich das auf wirkt den Rest der Stadt auswirkt. Las Vegas gilt als Symbol der Vergnügungssucht, Unvernunft und Verschwendung. Doch ohne den Colorado River und den Lake Mead, der das Wasser des Flusses staut, würde es die Stadt mitten in der Wüste kaum geben. Doch nun trocknet er aus. Es fehlt an Schmelzwasser, das den Fluss speisen könnte, es regnet zu wenig und Dürren nehmen zu, erklärt Maria Mast aus dem Ressort Wissen von ZEIT ONLINE. In Frankreich herrscht im Sommer in vielen Regionen Ausnahmezustand. Die Dürrekarten einiger Regionen wechseln zunehmend von orange ins tiefrote Signal für "extreme Dürre". Schon im März ist ein Streit um neue Wasserreservoirs im Département Deux-Sèvres eskaliert. Matthias Krupa, Korrespondent der ZEIT in Frankreich, berichtet davon. Von Verhältnissen wie in den USA oder Frankreich sei man in Deutschland noch ein gutes Stück entfernt, sagen Experten. Dennoch bereite man sich auch hier vor: Zur Wasserversorgung hat der Bund kürzlich eine Nationale Wasserstrategie formuliert. Gemeinsam mit den Ländern sollen Leitlinien entwickelt werden, wie die Nutzungsansprüche in Fällen von Wasserknappheit aussehen würden. Moderation und Produktion: Constanze Kainz Redaktion: Pia Rauschenberger Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Jul 8, 202336 min

Ep 82Warum Nachtzüge glücklich machen (Wiederholung vom 06.08.2022)

Weite Strecken über Nacht zurücklegen, schlafend das Klima schonen und nebenbei vielleicht noch ein kleines Abenteuer erleben. Das versprechen Nachtzüge – zumindest in der Theorie. Kein Wunder, dass sie in mehreren europäischen Ländern seit ein paar Jahren eine Renaissance erleben. Dabei war der Nachtzug in Deutschland vor ein paar Jahren schon so gut wie tot. Ende 2016 stieg die Deutsche Bahn aus dem Geschäft aus und begründete das unter anderem mit den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und angeblich fehlender Wirtschaftlichkeit. Einen Teil des Nachtzugnetzes und auch der Schlaf- und Liegewagen übernahmen damals die Österreichischen Bundesbahnen und brachten mit dem Nightjet ein neues Konzept an den Start. Offensichtlich mit Erfolg: Inzwischen wächst das europäische Netz wieder, fast jedes Jahr kommt eine neue Verbindung hinzu. Doch der Erfolg hat auch seine Schattenseiten. Denn längst nicht alle, die gern mit dem Nachtzug reisen würden, können das auch einfach tun. Auf manchen Verbindungen sind die Plätze im Schlaf- und Liegewagen nämlich auf Wochen hinaus ausgebucht. Andere Verbindungen, die jahrzehntelang zuverlässig funktioniert haben, sind eingestellt und es ist ungewiss, ob und wann sie zurückkehren. Für diese Sonderfolge von "Was jetzt?" hat sich ZEIT-ONLINE-Podcastredakteur Moses Fendel im Schlafwagen auf die Reise von Hamburg nach Zürich gemacht, um das Phänomen besser zu verstehen. Was sind die Gründe für den derzeitigen Nachtzugboom? Welche Rolle können sie im Kampf gegen die Klimakrise und für eine Mobilitätswende spielen? Und was müsste passieren, damit Nachtzüge in Zukunft von so vielen Menschen genutzt werden, dass sie innereuropäische Flugreisen überflüssig machen? Moderation und Produktion: Moses Fendel Redaktion: Mounia Meiborg Mitarbeit: Marc Fehrmann [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Jul 1, 202330 min

Ep 81"Ich glaube, die Welt ist heute ein besserer Ort als vor 20 Jahren"

Junaice aus Tansania und Janicke aus Norwegen sind sich noch nie begegnet. Anas aus Palästina und die Russin Veta auch nicht. Was haben sich Menschen, die einander völlig fremd sind, über alle Grenzen hinweg zu sagen? Für die Aktion The World Talks haben wir sie zusammengebracht. The World Talks ist ein Gesprächsformat, das ZEIT ONLINE gemeinsam mit Partnermedien aus 15 Ländern initiiert hat. Mehr als 5.100 Menschen aus 116 Ländern haben sich angemeldet und 20 Ja-Nein-Fragen beantwortet. Ein Algorithmus hat dann jeweils zwei Menschen zusammengebracht, die möglichst weit voneinander entfernt leben und die Fragen teils unterschiedlich beantwortet haben. Am Sonntag, dem 25. Juni, treffen sie zu Vieraugengesprächen zum ersten Mal aufeinander, um über die großen globalen Fragen unserer Zeit zu sprechen. Die beiden Paare in dieser Podcastfolge haben wir vorab zusammengebracht. Was verbindet Junaice aus Tansania und Janicke aus Norwegen? Was trennt sie? Oder wie hat sich der Blick auf die Welt von Anas und Veta durch die Gespräche verändert? Moderation und Produktion: Jannis Carmesin und Hanna Israel Redaktion: Constanze Kainz Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. Weitere Links zur Folge: - The World Talks: Erzähl mal! - Projekt-Website von "The World Talks" [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Jun 24, 202334 min

Ep 80"Ich bin gerne Lehrerin. Aber bis zur Rente schaff ich das nicht"

In fast allen Bundesländern fehlen Lehrkräfte. Und von denjenigen, die den Job machen, überlegen einige, zu kündigen. Die Arbeitsbelastung, sagen sie, sei einfach zu hoch. Ihrem Anspruch, guten Unterricht zu machen, werden viele nicht mehr gerecht. In Berlin streiken Lehrkräfte deshalb seit zwei Jahren für bessere Arbeitsbedingungen. In der Spezialfolge von Was Jetzt? berichten Lehrerinnen und Lehrer von ihrem Arbeitsalltag, der sie immer wieder an ihre Grenzen bringt. Und erzählen, warum sich die Bedingungen dringend ändern müssen. Moderation und Produktion: Simone Gaul Redaktion: Ole Pflüger Mitarbeit: Clara Löffler, Kirsten Jöhlinger und Laurena Erdmann Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Jun 17, 202334 min

Ep 79Warum an der Oder schon wieder Fische sterben

Es war eine der größten Umweltkatastrophen seit Jahrzehnten in Europa: Im Spätsommer 2022 starben in der Oder massenweise Flusstiere. Angler und Helferinnen sammelten auf der deutschen und polnischen Seite des Flusses hunderte Tonnen Fisch ein. Der Verursacher: eine Algenart, die in Süßgewässern nichts zu suchen hat und an deren Gift Flusstiere ersticken. Mittlerweile sind sich Forschende und Umweltschützer einige, dass extrem salzige Abwässer aus der polnischen Bergbauindustrie die Hauptursache für die Katastrophe waren. Das Fischsterben war also keine Naturkatastrophe, sondern menschengemacht. Ein Jahr später schauen wir in einem Spezial von Was jetzt? auf die Ursachen und Folgen der Katastrophe und stellen fest: Es hat sich wenig geändert. Und die schlimmsten Befürchtungen von Wissenschaftlern und Umweltaktivistinnen scheinen sich zu bestätigen. Denn auch im Sommer 2023 sterben an der Oder wieder Fische. Dagny Lüdemann ist Biologin und Chefreporterin Wissen bei ZEIT ONLINE. Im Gespräch mit Moses Fendel erklärt sie, was die Wissenschaft inzwischen über die giftige Alge weiß und warum Polen und Deutschland sich so schwertun, diese Umweltkatastrophe transparent und vollständig aufzuklären. Moderation und Produktion: Moses Fendel Redaktion: Jannis Carmesin Weitere Links zu dieser Folge: - Fischen nach Überlebenden - Eine giftige Alge spricht niemanden frei - Zwei polnische Bergbauunternehmen sollen Oder versalzen haben - Greenpeace-Bericht zum Fischsterben an der Oder [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Jun 10, 202332 min

Ep 7877 Jahre ZEIT: Von "Bunkermenschen" und Haschisch im Kühlschrank

77 Jahre ist es her, dass die erste Ausgabe der ZEIT erschienen ist. Geschrieben wurde sie damals wie heute in der Hamburger Innenstadt. Kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs war das halb zerbombte Pressehaus, in dem die Redaktion gearbeitet hat, weder Wasser noch Strom gab es dort. In ihren Anfängen umfasste die ZEIT acht dünne Seiten bei einer Auflage von 25.000 Stück. Heute, fast 80 Jahre später, ist sie rund 60 Seiten dick und wird über 600.000 Mal verkauft. Anlässlich des Jubiläums unternimmt Was Jetzt?-Host Elise Landschek zusammen mit dem ZEIT-Redakteur Henning Sußebach in dieser Was jetzt?-Spezialfolge eine Zeitreise in die letzten Jahrzehnte. Dabei zeigt sich nicht nur, wie sich die Welt seit der Gründung der ZEIT verändert hat, sondern auch die ZEIT selbst. Einen Eindruck davon vermitteln Artikel aus dem Archiv. Bekannte Menschen aus dem ZEIT-Universum wie unter anderem ZEIT-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo, ZEIT-ONLINE-Chefredakteur Jochen Wegner und die stellvertretende Leiterin der ZEIT, Sabine Rückert, haben für diese Was jetzt?-Folge Auszüge daraus eingelesen. Diese Texte und noch viele mehr lassen sich in der gedruckten ZEIT-Jubiläumsausgabe nachlesen, die ab Samstag erhältlich ist. Online finden Sie die Jubiläumsausgabe mit 77 Artikeln aus 77 Jahren ZEIT hier. Moderation und Produktion: Elise Landschek Mitarbeit: Clara Löffler Redaktion: Ole Pflüger und Constanze Kainz [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Jun 3, 202344 min

Ep 77Eine deutsche Verschwörung, Teil 2 – 48 Stunden bis zum Umsturz

Als am 8. September 2022 die Nachricht über den Tod von Queen Elizabeth II um die Welt geht, steigt im Umfeld des Frankfurter Unternehmers Heinrich XIII. Prinz Reuß die Nervosität. Ist der Tod der Königin das Signal, auf das seine mutmaßlichen Mitstreiter so gespannt gewartet haben? In den Monaten zuvor – davon sind die Ermittlungsbehörden heute überzeugt – sollen dutzende Menschen in Deutschland unter Reuß' Führung dessen Putschpläne vorangetrieben oder unterstützt haben. Ihre Überzeugung: Eine ominöse Allianz ausländischer Militärs werde ihnen bald das Signal zum Umsturz geben. Im zweiten Teil des Podcast-Spezials zu den mutmaßlichen Putschplänen der Gruppe um Prinz Reuß berichtet Astrid Geisler, stellvertretende Leiterin des Investigativressorts von ZEIT und ZEIT ONLINE, wie sich im Laufe des vergangenen Jahres mehr und mehr Menschen um den Unternehmer Prinz Reuß versammelt haben sollen. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. Moderation und Skript: Jannis Carmesin und Astrid Geisler Recherche: Martín Steinhagen, Christina Schmidt, Thomas Fischermann, Yassin Musharbash, Christian Fuchs und Johannes Grunert Redaktion: Constanze Kainz Produktion: Maria Svidryk und Militsa Tekelieva (Pool Artists) [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

May 28, 202336 min

Ep 76Eine deutsche Verschwörung, Teil 1 – Waffen und Wahn

Im Dezember 2022 durchsuchen rund 3.000 Polizisten und Polizistinnen über 160 Häuser, Wohnungen und Büros im ganzen Land. 25 Menschen werden festgenommen. Sie sollen geplant haben, den Bundestag zu stürmen und die Bundesregierung abzusetzen. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, hätten die Verdächtigen eines der größten Terrornetzwerke in der Geschichte der Bundesrepublik gebildet. In den vergangenen Monaten haben Reporterinnen und Reporter von ZEIT und ZEIT ONLINE recherchiert, wie die Gruppe entstanden ist und was sie ideologisch zusammengehalten hat. Die Recherche führt quer durch Deutschland und bis nach Brasilien. Mithilfe von teils unveröffentlichtem Audiomaterial zeigt sie zum ersten Mal, wie stark die mutmaßlichen Putschisten von Verschwörungsmythen getrieben waren – und wie konkret sie sich wirklich auf den Umsturz vorbereitet hatten. Im Nachrichtenpodcast "Was jetzt?" berichtet Astrid Geisler, stellvertretende Leiterin des Investigativressorts, von den Ergebnissen der Recherche. In der ersten von zwei Folgen spricht sie mit Podcast-Host Jannis Carmesin über eine frühe Ankündigung der Umsturzpläne auf dem YouTube-Kanal eines bayerischen Survivaltrainers, die schleichende Radikalisierung von Heinrich XIII. Prinz Reuß – und darüber, wie bizarre Verschwörungserzählungen zum Kleb- und Treibstoff der Gruppe wurden. Der zweite Teil der Recherche erscheint am Sonntag, dem 28. Mai, bei Was jetzt?. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. Moderation und Skript: Jannis Carmesin und Astrid Geisler Recherche: Martín Steinhagen, Christina Schmidt, Thomas Fischermann, Yassin Musharbash, Christian Fuchs und Johannes Grunert Redaktion: Constanze Kainz Produktion: Maria Svidryk und Militsa Tekelieva (Pool Artists) [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

May 27, 202328 min

Ep 75Mali-Einsatz – Mission erfüllt?

Es ist der größte Auslandseinsatz der Bundeswehr seit ihrem Abzug aus Afghanistan: Mali hat den Staat bis heute 3,5 Milliarden Euro gekostet. Mehr als 25.000 Soldaten waren dort stationiert. Ihr Ziel: das Land zu stabilisieren und die Zivilbevölkerung vor islamistischen Milizen zu schützen. Zumindest vorerst. Denn Ende Mai wird der Bundestag über das letzte Mali-Mandat, das "Auslaufmandat", beraten. Es sieht vor, dass die Bundeswehr am 1. Juni mit ihrem Abzug beginnt. Spätestens ein Jahr danach soll der letzte Soldat das Land verlassen haben. Was also hat die Bundeswehr erreicht? Und: Welche Spuren wird sie hinterlassen, wenn sie geht? Das sind die Fragen, die sich der Journalist Issio Ehrich gestellt hat. Um sie zu beantworten, ist er nach Mali gereist. Für eine Sonderfolge von Was jetzt? begleitete Ehrich den Soldaten Hector auf Patrouille, besuchte den Journalisten Ousmane Abdoullaye Touré beim "Radio der Hoffnung" und sprach mit Rhissa Ag Assayid, dem Vertreter einer Rebellengruppe. Alle drei ziehen ein bitteres Fazit: Dort, wo die Hilfe ausländischer Soldaten am meisten benötigt wird, dürfen sie nicht eingreifen. Aber wenn sie sich zurückziehen, könnte es noch viel schlimmer kommen. Moderation: Issio Ehrich Redaktion und Regie: Elise Landschek Produktion: Militsa Tekelieva und Maria Svidryk (Pool Artists) Mitarbeit: Clara Löffler Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

May 20, 202342 min

Ep 74Recep Tayyip Erdoğan - vom Hoffnungsträger zum Autokraten

Es war der 3. November 2002, als Recep Tayyip Erdoğan zum ersten Mal die Parlamentswahlen in der Türkei gewann. Er und seine neu gegründete Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung, kurz AKP, trafen mit ihrem Wahlprogramm den Nerv der Zeit. Nach Jahrzehnten der Finsternis, geprägt von dem grausamen Kurdenkrieg, instabiler Koalitionsregierungen, grassierender Korruption und der Vorherrschaft des Militärs, wollte der ehemalige Bürgermeister von Istanbul einen neuen Weg einschlagen: In seiner Siegesrede versprach er, die Verfassungsinstitutionen zu stärken, den Beitritt zur Europäischen Union zu beschleunigen, die Integration der Türkei in die Weltwirtschaft voranzutreiben und den Lebensstil aller zu respektieren. Heute, 20 Jahre nach seinem Amtsantritt, steckt das Land in einer tiefen Wirtschaftskrise, unliebsame Gegner sitzen hinter Gittern und weder Justiz noch Medien sind frei. Am 14. Mai nun könnte Erdoğan zum ersten Mal eine Wahl verlieren. Wie ist es so weit gekommen? Wann ist aus dem Hoffnungsträger ein autokratischer Herrscher geworden, der immer mehr an Rückhalt verliert? Und: Kann ein Sieg des Gegenkandidaten Kemal Kılıçdaroğlu wirklich einen Wandel bedeuten? Darüber spricht Elise Landschek in einer Sonderfolge von "Was jetzt?" mit Politikwissenschaftler Henrik Meyer von der Friedrich-Ebert-Stiftung, der seit zwei Jahren in Istanbul lebt und arbeitet. Außerdem berichten türkeistämmige Menschen hier in Deutschland, was sie von Erdoğan halten. Moderation: Elise Landschek Redaktion: Ole Pflüger Produktion: Militsa Tekelieva (Pool Artists) Mitarbeit: Clara Löffler Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

May 13, 202337 min

Ep 73Wie unser Korrespondent aus Russland berichtet

Niemand war im vergangenen Jahr häufiger bei Was Jetzt? zu Gast als Michael Thumann. Und das aus guten Gründen: Als Außenkorrespondent der ZEIT mit Sitz in Moskau gelingt es ihm, verständlich zu machen, wie die russische Gesellschaft funktioniert - und das ist von Deutschland aus oft gar nicht so einfach nachzuvollziehen. Die Was jetzt?-Hörerin Franziska hat es so formuliert: "Ich bewundere ja Michael Thumann total, seine Ruhe und Professionalität, die scheinbar nie verschwindet - obwohl er im Moment vermutlich an einer der schwierigsten Positionen überhaupt sitzt." Höchste Zeit also bei Michael Thumann nachzufragen: Wie empfindet er die Stimmung in Russland? Welchen Einfluss nehmen Repressalien auf seinen Arbeitsalltag? Und: Hat er schon mal darüber nachgedacht, seinen Job aufzugeben und nach Deutschland zurückzukehren? Antworten darauf lieferte der Korrespondent vergangene Woche beim Podcastfestival von ZEIT und ZEIT ONLINE im Gespräch mit Pia Rauschenberger. Außerdem ging es um die staatlichen Medien als Propaganda-Maschine, sogenannten Parachute-Journalismus - und mögliche Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine. Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger Redaktion: Constanze Kainz Mitarbeit: Clara Löffler Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

May 6, 202358 min

Ep 72Der Präsident und die Bäuerin (Folge 3 von "Der Spion in unseren Handys")

Anfang des vergangenen Jahrzehnts reist eine Delegation der israelischen NSO Group um die Welt. Das Unternehmen sucht nach den ersten Kunden für sein neues Premiumprodukt: die Spyware Pegasus, die volle Kontrolle über Smartphones verspricht. Mexiko, im blutigen Krieg gegen die Drogenkartelle, kauft Pegasus 2011 für sein Militär und wird zum ersten Kunden. Es ist der Beginn des Erfolgs von NSO und Pegasus. In Mexiko wird der Einsatz mit den Jahren zur gängigen Praxis – nicht nur im Kampf gegen die Kartelle. Sie hören im "Was jetzt?"-Spezial heute die dritte Folge des neuen Podcasts "Der Spion in unseren Handys". Darin sprechen Jannis Carmesin und Luisa Hommerich über das Land, in dem der Aufstieg von Pegasus begann und in dem die verführerische Kraft der Spyware so offensichtlich geworden ist wie in kaum einem anderen Land. "Der Spion in unseren Handys" ist ein Podcast über die mächtigste Spyware der Welt und darüber, wie sie enttarnt wurde. In sechs Folgen erzählen Reporterinnen und Reporter aus dem Investigativressort von ZEIT und ZEIT ONLINE von ihren Recherchen zur Spähsoftware Pegasus. Die Opfer der Spyware kommen ebenso zu Wort wie ihre Erfinder und deren Gegenspieler. Neue Folgen erscheinen bis zum 19. Mai 2023 immer donnerstags. Moderation und Skript: Jannis Carmesin und Luisa Hommerich Redaktion: Ole Pflüger Produktion: Militsa Tekelieva und Maria Svydryk (Pool Artists) Musik: Joscha Grunewald Mitarbeit: Clara Löffler und Paulina Kraft [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

Apr 29, 202333 min