
Verurteilt! Der Gerichtspodcast
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Verurteilt! Öl-Attacke im Schlafzimmer
Verurteilt! Sextäter im Klassenzimmer
Verurteilt! 86 Tage
Verurteilt! Die Schere im Hals
Verurteilt! Zu Tode tätowiert

Verurteilt! Die Teufelsfratze
Am 28. September 2022 erwürgt ein alter Mann seine demenzkranke Ehefrau. Er ruft seine Nichte, die Polizei wird alarmiert. Zu diesem Zeitpunkt pflegt der Mann seine kranke Frau bereits seit drei Jahren. Was ist in dieser Nacht passiert? Warum rastet der Mann auf einmal so aus? Diese Fragen versucht das Landgericht Frankfurt Ende 2025 aufzuklären. Dort ist der mittlerweile 83-Jährige wegen Totschlags angeklagt - gut drei Jahre nach der Tat. Shownotes zum Podcast “Freiheit Deluxe” Freiheit Deluxe: Wer über Freiheit reden will, muss Freiräume schaffen. Jagoda Marinić trifft alle zwei Wochen Menschen, die mit ihren Worten und ihrem Wirken Debatten auslösen und sortieren. Produktion: hr und Börsenverein des Dt. Buchhandels. https://www.ardsounds.de/sendung/freiheit-deluxe-mit-jagoda-marinic/urn:ard:show:5fda9cb937c63786/ Und noch ein Doku-Tipp in der Mediathek: Die ARD Crime Time Dokuserie beleuchtet die grausame Tötungsserie des „Rosa Riesen“ in der Wendezeit. Der Serienmörder versetzt die Region Potsdam-Mittelmark in Angst und Schrecken. https://1.ard.de/Crime_Time_S50_E01?pc=verurteilt

Verurteilt! Der Dusch-Spanner in der WG
In einer WG in Wiesbaden wundern sich die Bewohnerinnen, dass ihr Mitbewohner immer vor ihnen ins Bad will. Dann stellen sie fest: Im Warmwasserboiler ist ein Radiowecker mit eingebauter Kamera versteckt. Die filmt die Frauen beim Duschen. Als sie aufmerksam werden, zeigen sie ihren Mitbewohner, einen 23-Jährigen an. Und sie machen den Fall öffentlich. Es dauert drei Jahre, bis im Februar 2026 der Fall vorm Wiesbadener Amtsgericht verhandelt wird. Der Vorwurf: Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs und von Persönlichkeitsrechten durch Bildaufnahmen. Strafandrohung: Geldstrafe bis zwei Jahre Haft. Podcast-Tipp: Dark Matters Geheimdienste arbeiten im Verborgenen, aber manchmal geraten sie ins Licht. Doch auch ihre Welt verändert sich. Wie halten Geheimdienste Schritt in Zeiten von Cyberwar und globalen Spannungen? "Dark Matters" taucht ein in echte Fälle, zeigt Probleme, Erfolge und Methoden. Erfahrt, was ihr eigentlich nicht wissen solltet. Mit HintergrundWissen der Geheimdienst-Experten der ARD. Abonniert und folgt "Dark Matters" überall, wo es Podcasts gibt. https://www.ardaudiothek.de/sendung/dark-matters-geheimnisse-der-geheimdienste/urn:ard:show:870aeeecdf31b1b9/

Verurteilt!: Der Todeskuss
Im September 2015 steht ein Pärchen auf dem Zebrastreifen eines Kreisels in Kriftel bei Frankfurt am Main und küsst sich. Der Fahrer eines Autos ärgert sich darüber so sehr, dass er auf die Küssenden zufährt. Der schwere Wagen erfasst die 41-Jährige. Sie landet zunächst auf der Motorhaube, rutscht dann runter und wird überrollt. 400 Meter schleift das Auto sie mit. Noch an der Unfallstelle stirbt die Frau. Ihr Freund überlebt die Kollision mit leichten Verletzungen. Das Landgericht Frankfurt verurteilt den Fahrer zu 5einhalb Jahren wegen Körperverletzung mit Todesfolge und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Doch der Bundesgerichtshof hebt das Urteil auf. War es ein Mord? Darüber entscheidet erneut das Landgericht - 10 Jahre nach dem Tod der 41-Jährigen. Unser Podcast-Tipp: „True Crime Hamburg. Der Polizei-Podcast“. Dort sprechen der Schauspieler und Ehrenkommissar Marek Erhardt und Hamburgs Polizeipräsident a.D. Ralf Martin Meyer über einige der spektakulärsten Kriminalfälle aus Hamburg - und nehmen euch mit hinter die Kulissen der Polizeiarbeit. Wie laufen die Ermittlungen bei Einbruchsserien, der Suche nach dem gefährlichsten Bankräuber Deutschlands oder dem Säuremörder aus Hamburg ab? Was für Methoden gibt es? Und vor was für Herausforderungen stehen die Beamtinnen und Beamten dabei? Das hört ihr in „True Crime Hamburg. Der Polizei-Podcast“ https://1.ard.de/truecrimehh?cp=verurteilt

Verurteilt! (148): Mordanschlag auf Frühchen
In einer Marburger Kinderklinik wird am 5. Februar 2016 vom Personal ein Fall von Medikamentenvergiftung bei einem Frühchen festgestellt. Am selben Tag informiert die Klinikleitung die Polizei. Sie entdeckt noch mehrere Fälle. Die Ermittelnden glauben, eine Kinderkrankenschwester hat etwas damit zu tun. Sie soll den Frühchen heimlich Beruhigungs- und Narkosemittel gegeben haben. Die Klinik kündigt ihr, die Staatsanwaltschaft klagt sie wegen versuchten Mordes, Misshandlung von Schutzbefohlenen und gefährlicher Körperverletzung an. Ende Januar 2019 beginnt vorm Landgericht Marburg der Prozess gegen die 29-Jährige.

Verurteilt! (147): Bankräuber der Herzen
Thomas F. war Serienbankräuber. Er raubte sich jahrelang durch ganz Deutschland, galt als einer der meistgesuchten Kriminellen. Seine letzte Tat allerdings unterschied sich von den anderen: In Kronberg entführte er im Dezember 2011 einen gut besetzten Linienbus. Er entkam zwar der hessischen Polizei, wurde aber zwei Monate später nach einer Verfolgungsjagd in Schleswig-Holstein gefasst. Im Herbst 2012 begann in Frankfurt vorm Landgericht der Prozess gegen ihn. Die Vorwürfe: schwerer Raub, schwere räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung und Körperverletzung. Insgesamt hat ihn die Staatsanwaltschaft wegen 19 Taten angeklagt. Dem 47 Jahre alten Gewohnheitsräuber drohte nun die Sicherungsverwahrung.

Verurteilt! (146): Aus Verzweiflung Tochter getötet
Am 12. August 1991 geht bei der Polizei in Frankfurt ein Notruf ein. Eine Frau meldet, ihre Tochter liege ertrunken in der Badewanne. Als die Polizei kommt, findet sie nicht nur die tote Tochter in der Wohnung vor, sondern auch ihre stark blutende Mutter. Die Frau wird gerettet, liegt wochenlang auf der Intensivstation. Die Ermittlungen ergeben: Die Tochter ist nicht ertrunken, sie starb an einem Stromschlag in der Badewanne. Im Oktober 1993 steht ihre 71 Jahre alte Mutter in Frankfurt vorm Schwurgericht - angeklagt wegen Totschlags.

Verurteilt! (145): Frauenmörder im Führerhaus
Ein Mann fährt mit seinem LKW jahrelang über Deutschlands Autobahnen, vergewaltigt und ermordet dabei völlig unbehelligt junge Frauen. In Köln, Moers, Dillenburg und Kassel. Seine Opfer sind Zufallsopfer: eine Prostituierte, eine Frau, die ihm über den Weg läuft und eine Schülerin. Die Suche nach dem Frauenmörder ist schwierig. Ländergrenzen, unterschiedliche Sokos und der Datenschutz bremsen die Ermittlungen. Erst eine winzige DNA-Spur führt drei Jahre nach der ersten Tat zur Festnahme des Familienvaters Marco M. aus Dillenburg. 2007 steht er in Limburg vorm Landgericht.

Verurteilt! (144): Stille Nacht, blutige Nacht
Herr K. ärgert sich über seinen Nachbar. Der 59-Jährige hört seiner Meinung nach zu laut Musik. Nach 22 Uhr reicht es Herrn K. und er dreht mehrfach die Sicherung im Haus raus. Doch der Nachbar dreht sie immer wieder rein, um weiter Musik zu hören. Aber irgendwann wird er so wütend auf Herrn K., dass er ein Messer nimmt und bei Herrn K. klingelt. Doch der öffnet die Tür nicht komplett und der Musikliebhaber sticht durch den Türspalt auf ihn ein. Deshalb steht der Nachbar von Herrn K. im Mai 2025 vorm Schwurgericht in Frankfurt. Der Vorwurf: versuchter Totschlag.

Verurteilt! (143): Der Würger
Monatelang lebt ein 65-Jähriger in der Wohnung seiner engsten Vertrauten und besten Freundin mit ihrer Leiche zusammen. Er erfindet eine Vielzahl von Legenden, um ihren Tod zu vertuschen. Einige Wochen funktioniert das, doch dann wird die Tochter der Frau misstrauisch. Sie schaltet die Polizei ein. Sie findet die Leiche der 59-Jährigen. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt und klagt den Mann wegen Totschlags an. Er habe die Frau erwürgt. 2025 im Frühjahr beginnt der Prozess gegen ihn vor dem Landgericht Frankfurt.

Verurteilt! (142): Der Kokser und der Kanzler
Der Vorfall versetzte Sicherheitskreise in helle Aufregung: Im Mai 2023 geht auf dem Rollfeld des Frankfurter Flughafens ein wildfremder Mann auf Bundeskanzler Olaf Scholz zu, der gerade in die Regierungsmaschine einsteigen will. Der Mann umarmt den Kanzler und steigt dann wieder in sein Auto. Der 50-Jährige hatte sich offenbar in den Kanzler-Konvoi eingereiht, der gerade von der 25-Jahr-Feier der Europäischen Zentralbank kam. Die Staatsanwaltschat nennt das Gefährdung des Straßenverkehrs und Hausfriedensbruch und hat den 50-Jährigen angeklagt. Im April 2025 - fast 2 Jahre nach der Tat - steht er deshalb vorm Amtsgericht Frankfurt und redet dort sehr viel.

Verurteilt! (141): Der Folterarzt
Mitte 2015 kommt der Arzt Alaa M. aus Syrien in der Bundesrepublik an. Er arbeitet zunächst unbehelligt in verschiedenen Kliniken, zuletzt an einer orthopädischen Klinik in Nordhessen. Dort wird er im Juni 2020 festgenommen, weil er erkannt worden ist. Der Mann soll nämlich zwischen 2011 und 2012 in seiner Heimat syrische Regime-Gegner in Militärgefängnissen auf brutalste Weise gefoltert haben. Im Januar 2022 beginnt sein Prozess vor dem Oberlandesgericht Frankfurt. Fast 3einhalb Jahre dauert er. 18 grauenhafte Verbrechen hat die Bundesanwaltschaft aufgelistet. Mitte 2025 fällt das Urteil.

Verurteilt! (140): Kind als Ware
Vor dem Frankfurter Landgericht steht im Sommer 2025 eine 28 Jahre alte Frau. Sie soll Bilder und Videos ihres kleinen Kindes - gerade mal 4 Jahre alt - zum Verkauf angeboten haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr Kinderpornografie und sexualisierte Gewalt vor. Bekannt wurden die Vorwürfe, als die Polizei die Wohnung eines Mannes durchsucht hat, gegen den wegen schwerer sexualisierter Gewalt an Kindern ermittelt wird. Dabei stieß sie auf die Chats mit der 28-Jährigen.

Verurteilt! (139): Vom Superstar zum Betrüger
Der frühere Fußball-Nationaltorhüter Eike Immel ist ziemlich tief gestürzt und schon lange pleite. 2008 meldete er Privatinsolvenz an. Dann tingelte er durch Reality-Shows, um Geld zu verdienen. Und er betrog offenbar auch Bekannte und Freunde, darunter Ex-Weltmeister Andy Brehme. Mehrfach fiel Eike Immel der Justiz schon auf. Die klagte ihn schließlich am Marburger Amtsgericht an - wegen 107fachen Betruges. Zweimal meldete sich Eike Immel zum Gerichtstermin krank, im August 2025 erschien er dann endlich beim dritten Anlauf. Einen Tag lang stellte er sich nicht nur der Justiz, sondern auch den vielen Kameras.

Verurteilt! (138): Rudi und Norbert: die Knastbrüder
Im Januar 2001 soll Rudi K. zum Haftantritt in der Hamburger JVA Glasmoor erscheinen. Das Gericht hatte den Bordellbesitzer wegen Zuhälterei verurteilt. Doch nicht er steht an der Knastpforte, sondern sein Bruder Norbert. Und niemand merkt’s. Erst nach zehn Monaten kommt ein anonymer Hinweis, dass vielleicht der Falsche im Gefängnis sitzt. Norbert kommt frei und Rudi muss einrücken. Bis Februar 2003 sitzt er seine Strafe ab, dann wird er vorzeitig entlassen. Drei Monate später steht er wieder vor Gericht - diesmal gemeinsam mit seinem Bruder wegen Urkundenfälschung, mittelbare Falschbeurkundung und Ausweisfälschung. Und wieder versucht Norbert, seinen Bruder rauszuhauen.

Verurteilt! (137): Wenn Worte töten
Fast 10 Jahre lang versucht ein Mann unter dem Pseudonym Heimu in Internet-Foren psychisch labile Frauen in den Suizid zu treiben. Er macht das ungestraft - bis die Mutter eines Opfers misstrauisch wird. Sie bringt den Fall ins Rollen. 2016 wird Heimu in Gießen vor Gericht gestellt und die Justiz betritt damit Neuland. Heimu, der tatsächlich Brunhold S. heißt, wird verurteilt. Noch während er seine Haftstrafe absitzt, klagt ihn auch die Limburger Staatsanwaltschaft an. Sie wirft ihm Mord, versuchten Mord und das Sich-Bereiterklären zum Mord zur Befriedigung des Geschlechtstriebs vor. 2020 beginnt ein weiterer Prozess gegen ihn.

Verurteilt! Spezial - Aus dem Frauenknast
Eine Mutter gibt ihrer unruhigen 2-jährigen Tochter abends ein Schlafmittel und ein müd machendes zweites Medikament. Am 17.12.2021 wacht das Mädchen nicht mehr auf. Es dauert einige Monate, bis feststeht, das Kind ist an den Folgen des Medikamentencocktails gestorben. Die Staatsanwaltschaft klagt die Frau wegen heimtückischen Mordes an. 2023 fällt am Landgericht Frankfurt das Urteil: 5einhalb Jahre wegen Körperverletzung mit Todesfolge. „Sie sind keine Mörderin und haben ihre Tochter nicht vorsätzlich getötet“, sagt der Vorsitzende Richter. Und: „Sie tragen eine lebenslange Hypothek“. Für lange Zeit bleibt sie im Gefängnis. Mitte 2025 beginnen die Vorbereitungen für ein Leben in Freiheit

Verurteilt! (136): Die Exorzisten
Im Dezember 2015 stirbt eine 41 Jahre alte Frau in einem Hotelzimmer. Sie ist erstickt. 5 Verwandte macht die Staatsanwaltschaft für die Tat verantwortlich. Darunter auch der 16 Jahre alte Sohn der Frau und sein Cousin. 2 Stunden lang sollen er und die anderen die 41-Jährige gequält haben. Sie sollen sie fixiert, sie geschlagen haben und ihr den Mund zugedrückt haben. Warum? Weil sie der Frau den Teufel austreiben wollten. Sie habe Selbstgespräche geführt, sei aggressiv gewesen. Die Staatsanwaltschaft nennt das grausamen Mord. Ein Vierteljahr lang versucht die Schwurgerichtskammer des Frankfurter Landgerichts den Vorkommnissen in dieser Hotelanacht näher zu kommen.

Verurteilt! (135): Fake-Pilot auf Beutezug
Ein Hochstapler, der sich als Pilot ausgibt, spricht wildfremde Menschen an, zum Beispiel am Bahnhof, wenn sie ihren Zug verpasst haben. Er ist hilfsbereit, bietet Jobs in der Luftfahrt an oder begleitet sie auch mal zum Klamottenkauf. Tatsächlich ist der angebliche Pilot aber ein Dieb und Betrüger. Das sagt jedenfalls die Staatsanwaltschaft Frankfurt. 5 Taten wirft sie ihm vor - begangen in nur vier Wochen im Frühsommer 2016. Und offenbar waren es nicht die ersten und scheinen auch nicht die letzten gewesen zu sein. Der Mann ist nämlich Wiederholungstäter.

Verurteilt! (134): Der Todespfleger
Der 37-jährige Grzegorz W. war Hilfspfleger und besuchte viele Menschen in ganz Deutschland. Er war Haushaltshilfe, versorgte sie und immer wieder verabreichte er ihnen auch Insulin - selbst dann, wenn es gar nicht induziert war. Nachdem 2018 ein 87 Jahre alter Pflegebedürftiger starb und seine Leiche obduziert wurde, geriet Grzegorz W. in Verdacht. Noch am Tag der Obduktion wurde er verhaftet. Die Staatsanwaltschaft München I hat ihn wegen 6 Morden und 3 versuchten Morden angeklagt. Außerdem wirft sie ihm Raub, Diebstahl, Betrügereien und gefährliche Körperverletzung vor.

Verurteilt! (133): Mord, weil er ins Gefängnis wollte
2. Am 7. März 2024 packt Andreas W. seine wenigen Habseligkeiten zusammen, steckt ein Küchenmesser ein, verlässt seinen Heimatort im rheinland-pfälzischen Taunus und macht sich auf den Weg nach Frankfurt. Er will eine schwere Gewalttat begehen. Im Bahnhofsviertel angekommen sucht er sich ein Opfer. Es ist ein 43 Jahre alter Obdachloser, der im Rollstuhl sitzt. Andreas W. verwickelt ihn in ein Gespräch. Als der Rollstuhlfahrer sich von ihm abwendet, sticht er ihm 10mal von hinten wuchtig in den Rücken. Schwer verletzt wird der Rollstuhlfahrer ins Krankenhaus gebracht, wo er stirbt. Im Frühjahr 2025 steht Andreas W. in Frankfurt vor Gericht. Mord wirft ihm die Staatsanwaltschaft vor und nennt ein verstörendes Motiv für die Bluttat.

Verurteilt! (132): Lebenslang für den Totraser
Mit Tempo 130 rast ein 24-Jähriger im Oktober 2022 durch Wiesbaden. Er fährt über rote Ampeln, über die abgetrennte Busspur. Und: Er übersieht ein Auto, das abbiegen will. Ungebremst rast der schwere Wagen in den Kleinwagen. Der Fahrer wird aus dem Auto geschleudert, prallt mit dem Kopf auf den Asphalt. Der 30-Jährige erliegt einen Tag später seinen schweren Verletzungen. Im Sommer 2023 beginnt der Prozess gegen den Unfallfahrer vor dem Landgericht Wiesbaden. Angeklagt ist er wegen Mordes, Straßenverkehrsgefährdung und verbotenem Kraftfahrzeugrennen. Gut 20 Tage lang verhandelt das Gericht, versucht sich dem Geschehen unter anderem mit VR - also Virtual Reality - zu nähern und verkündet Ende 2023 sein Urteil.

Verurteilt! (131): Travis Scott und die Goldkettenbande
Im Juli 2024 gibt der US-Rapper Travis Scott zwei ausverkaufte Konzerte im Frankfurter Waldstadion. Schon nach dem ersten Auftritt melden sich mehrere Besucher bei der Stadionwache, weil ihnen vor der Bühne Goldketten vom Hals gerissen wurden. Nach dem zweiten Konzert kann die Polizei die Diebe an einer Raststätte kurz hinter Frankfurt festnehmen: fünf junge Männer im Alter von 21 bis 28 Jahren, die mit einem Mietwagen aus Italien angereist sind. Die nächsten Monate verbringen sie in Untersuchungshaft, bis Anfang 2025 vor dem Landgericht Frankfurt der Prozess gegen sie beginnt.

Verurteilt! (130): Messerattacke am Mainufer
Im Juni 2024 verbringt eine 42-Jährige ihre Mittagspause in der Sonne am Frankfurter Mainufer. Sie sitzt auf einer Bank unterhalb der EZB, als sie plötzlich von hinten ein Mann angreift. Der 20-Jährige geht mit einem Teppichmesser auf sie los. Die Frau überlebt den Messerangriff schwer verletzt. Der Täter wird sofort gefasst. Er sitzt in einem Gebüsch, als ihn die Polizei entdeckt. Der Mann macht einen verwirrten Eindruck. Im Februar 2025 steht er in Frankfurt vorm Landgericht. Es ist ein Unterbringungsverfahren. Es geht darum, ob er für immer in eine psychiatrische Klinik muss - und nicht ins Gefängnis.

Verurteilt! (129): Terrorpläne am Familientisch
Glashütten bei Frankfurt ist eine beschauliche Taunusgemeinde, die zum Wochenendausflug lockt. Hier findet die Polizei Anfang 2021 in einem Haus ein riesiges Waffenarsenal. Granaten, Munition und Sprengstoff sind dort in Massen gelagert. Kurz danach nehmen Spezialkräfte einen ehemaligen Bundeswehrsoldaten, seinen Bruder und den Vater fest - wegen Terrorverdachts. Der ehemalige Hauptgefreite wollte laut Staatsanwaltschaft aus rechtsradikalen Motiven eine Kampforganisation nach nationalsozialistischem Vorbild aufbauen. Sein Vater und sein Bruder sollen das gewusst und die Waffen gehortet haben. Im Juni 2022 beginnt vor dem Frankfurter Landgericht ein langer Prozess.

Verurteilt! (128): Der Sadist und seine Helferin
Am 8. Oktober 1994 gehen Yvonne und Jasmin feiern. Die 16-Jährigen besuchen eine Diskothek in Elz zwischen Frankfurt und Koblenz. In dieser Nacht kommen sie nicht mehr nach Hause. Ein Holzhändler findet 2 Tage später ihre Leichen im Wald. Und dann vergehen sieben Jahre, in denen die Ermittelnden fieberhaft nach dem Täter suchen. Ein Strumpf, der auf einer der Leichen gefunden worden war, liefert schließlich den entscheidenden Hinweis. Eine damals neue Kriminaltechnologie, die DNA-Analyse, bringt den Durchbruch, denn ein Massenspeicheltest überführt den Täter. Am 18. September 2001 wird Lutz K., 41 Jahre alt, verhaftet. Er gesteht und belastet seine Frau. Auch sie wird verhaftet. 2002 beginnt der Prozess gegen das Ehepaar in Limburg vorm Landgericht. Der Vorwurf: Doppelmord!

Verurteilt! (127): Kalli und die Katzenfrau
Ein Sommertag im Juli 2010. Ein Frankfurter Pärchen streitet sich an einem Kiosk im Westend, weil der 49jährige Mann mal wieder eifersüchtig ist. Er beschimpft und beleidigt seine Freundin. Auch zuhause geht der Streit weiter, eskaliert schließlich. Der 49-Jährige gerät so in Rage, dass er die Katze seiner Freundin angreift und misshandelt. Daraufhin greift die 30-Jährige zum Küchenmesser und sticht mehrfach auf ihren Freund ein. Schwer verletzt verlässt er die Wohnung, ruft einen Rettungswagen und kommt ins Krankenhaus. Seine Freundin wird festgenommen, angeklagt wegen versuchten Totschlags und steht im Herbst 2011 in Frankfurt vorm Landgericht.

Verurteilt! (126): Vom Vater totgeschüttelt
Im Januar 2020 kann ein 52-Jähriger seine kleine Tochter in der Nacht nicht beruhigen. Das Kind schreit und schreit. Er schüttelt das vier Monate alte Baby so heftig, dass Halima schwer verletzt wird. Wenige Wochen später stirbt es an seinen Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt lange. Erst 2024 steht Halimas Vater vor Gericht. Der Vorwurf vor der Schwurgerichtskammer des Frankfurter Landgerichts lautet gefährliche Körperverletzung mit Todesfolge. Die Richterinnen und Richter geben sich viel Mühe, bevor sie zwei Monate später Anfang Dezember 2024 ihr mildes Urteil verkünden.

Verurteilt! (125): Vom Pfarrer vergewaltigt
Es hat knapp 15 Jahre gedauert, bis die Taten von einem Gericht geahndet worden sind. 2010 vergewaltigt ein Pfarrer nach dem Religionsunterricht eine Schülerin in der Frankfurter Waldorfschule. Schon zuvor hatte er ihr am Rande der Konfirmandenstunde sexualisierte Gewalt angetan. Zehn Jahre lang kann Anna darüber nicht reden. Jahre, in denen sie sich stark verändert und die Schule abgebrochen hat. Dann endlich schafft sie es, und Anna zeigt den ehemaligen Pfarrer sogar an. Es beginnt ein langer Kampf, bis der mittlerweile 65-Jährige im Jahr 2024 endlich vorm Frankfurter Landgericht steht.

Verurteilt! (124): Blutrache der Stasi
Im März 1998 wird der Taxifahrer Hans Plüschke auf einer Bundesstraße Nähe Hünfeld in Osthessen erschossen. Morgens um 4 Uhr, nachdem er seine letzten Fahrgäste in einer Diskothek abgeholt hat. Er stirbt durch einen gezielten Schuss ins rechte Auge. 36 Jahre zuvor, im Sommer 1962, starb an der gleichen Stelle der Hauptmann der Nationalen Volksarmee NVA, Rudi Arnstedt. Auch durch einen gezielten Schuss ins rechte Auge. Todesschütze war Taxifahrer Plüschke, damals noch Bundesgrenzschützer an der deutsch-deutschen Grenze. Im Westen war von Notwehr die Rede, im Osten von einem Mordkomplott - und von Rache. War der Taxifahrermord 35 Jahre später also ein Racheakt der Stasi?

Verurteilt! (123): Schneeball-Anschlag, Anwalt rastet aus
Am 8. Januar 2022 lag in Schmitten im Taunus in der Nähe des Feldbergs viel Schnee. An diesem Nachmittag spielten Kinder und Jugendliche in dem Wintermärchen, während ein Anwalt in der Nähe spazieren ging. Plötzlich wird er von einem Schneeball getroffen. Er macht den Werfer aus, einen 9-Jährigen, schnappt sich den Jungen, schubst ihn in den Schnee, tritt nach ihm und seift das Kind mit Schnee ein. So ermittelt es später die Frankfurter Staatsanwaltschaft und klagt den Juristen wegen Körperverletzung an. Im Oktober 2024, fast 2 Jahre später, treffen alle wieder aufeinander: im Amtsgericht in Königstein.

Verurteilt! (122): Koch im Blutrausch
In einem Frankfurt Restaurant eskaliert am späten Abend des 6. August 2011 ein Streit zwischen einem Koch und seinem Chef. Im Verlauf des Streits greift der Koch - 44 Jahre alt - zum Fleischermesser und sticht auf den 50 Jahre alten Restaurantbetreiber ein. Dann rennt er auf die Straße, legt schließlich das Tatmesser weg und lässt sich widerstandslos festnehmen. Sein Chef kommt mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus - und überlebt. Mitte 2012 steht der Koch in Frankfurt am Main wegen versuchten Mordes vorm Landgericht. Die Staatsanwaltschaft glaubt, dass er um seinen Job gebangt hat, weil der Chef einen Partner ins Geschäft holen wollte. Deshalb sei er so ausgerastet.

Verurteilt! (121): Der geistige Vater der Hanau-Morde
Am 19. Februar 2020 erschießt der 43-jährige Tobias R. aus rassistischen Motiven neun Hanauer. Danach tötet er seine Mutter, dann sich selbst. Seither tyrannisiert sein Vater die Hinterbliebenen der Opfer des rassistischen Anschlags. beleidigt Hanaus Oberbürgermeister Kaminsky, verstößt regelmäßig gegen das Gewaltschutzgesetz. Danach darf er sich nämlich nicht dem Grundstück der Familie Unvar nähern - und tut es trotzdem. Schon einmal ist er deshalb verurteilt worden. Doch er gibt keine Ruhe. Im Herbst 2024 steht er erneut in Hanau vor Gericht. Ein Prozess, den er abermals nutzt, um sich zu inszenieren. Ein Prozess, der aber auch die Justiz massiv herausfordert.

Verurteilt! (120): Tödliche Badewanne
2008 wird eine 87-Jährige aus Rottach-Egern tot in ihrer Badewanne entdeckt. 2010 steht Manfred Genditzki zum ersten Mal wegen Mordes in München vor Gericht. Er war Hausmeister in der Wohnanlage, in der die Retnerin lebte. Er half ihr, kaufte für sie ein, bereitete ihr Mahlzeiten zu. Ende Oktober 2008 holte er sie von einem Klinikaufenthalt ab, brachte sie nach Hause. Als am Abend die Pflegekraft kam, lag die 87-Jährige tot in der Badewanne. 2mal verurteilt das Landgericht München Manfred Genditzki wegen Mordes. Doch der Hausmeister, der immer seine Unschuld beteuert hat, gibt nicht auf. Auf Betreiben seiner Verteidiger beginnt 2023 das Wiederaufnahmeverfahren.

Verurteilt! (119): Falsche Liebe, echter Betrug
Anfang der 90er Jahre schalten 2 Männer in den damals noch großen Tageszeitungen im Rhein-Main-Gebiet Anzeigen. Partnerschaftsanzeigen. Sie suchen Frauen für eine gemeinsame Zukunft. Spätere Heirat nicht ausgeschlossen. Es sind vermögende Frauen, die darauf reagieren. Die Männer überzeugen sie schließlich, ihr Geld etwa in Diamanten zu investieren. Die Frauen geben ein Vermögen dafür aus, zum Beispiel bei Reisen in die Tschechische Republik. Alle verlieren ihr Geld, denn immer kommt es zu Komplikationen. Am Ende aber fliegen die beiden Männer als Betrüger auf. Eine Frau war misstrauisch geworden, hatte sie schließlich angezeigt. 1998 stehen die Beiden in Frankfurt vorm Landgericht.

Verurteilt! (118): Die eingemauerte Prostituierte
Ein 44 Jahre alter Mann verliebt sich in Offenbach in eine Prostituierte. Doch die 27-Jährige scheint seine Liebe nicht zu erwidern. Ende Oktober 2022 trifft er sich mit ihr in seiner Einzimmerwohnung. Und wieder scheint sie ihm die Hoffnung auf ein gemeinsames Leben zu nehmen. Es gibt Streit, er nimmt ein Messer, sticht auf sie ein, erwürgt sie. Dann wickelt er die Tote in 25 Folien und baut in seinem Hochbett eine Grabstätte für sie. Ihr Arbeitgeber und die Polizei kommen schnell auf den Mann, doch sie finden die Leiche der Frau nicht. Erst, als der Verdächtige schon längst in Haft sitzt, führt er die Ermittelnden zu der Grabstätte. Im Prozess vor dem Frankfurter. Landgericht redet er viel und lange über sich und die Getötete. Nur an die Tat will er sich nicht mehr erinnern.

Verurteilt! (117): Lost and Scammed - die Koffer-Masche
Ein Amtsinspektor aus der Verwaltung des Deutschen Bundestags verliert offenbar häufig seine Koffer. Immer auf interkontinentalen Flügen, immer am Frankfurter Flughafen. Er meldet zwisdchen 1991 und 1997 mindestens 80 Gepäckstücke als verloren - und erhält am Ende insgesamt 240 000 DM Schadenersatz von 39 verschiedenen Fluggesellschaften. Doch dann fällt der 43-Jährige den Mitarbeitenden am Lost- and Found-Schalter auf. Die Kripo ermittelt und 1998 steht der Bundestags-Mitarbeiter vorm Frankfurter Landgericht wegen Betruges.

Verurteilt! (116): Der Steckdosen-Sadist
David G. gibt sich als Mediziner aus, als Wissenschaftler. Er nimmt Kontakt zu jungen Frauen auf, die mit Kleinanzeigen auf Jobsuche sind. Er fragt sie, ob sie Teil einer wissenschaftlichen Studie werden wollen. Es soll um Schmerzempfindlichkeit bei Stromschlägen gehen. David G. verspricht eine Aufwandsentschädigung. Die Frauen sollen sich mit einer selbstgebauten Apparatur Elektroschocks verpassen. Über Skype gibt er ihnen Anweisungen, schaut zu, filmt sie. 5 Jahre lang. Dann fliegt er auf. Die Staatsanwaltschaft klagt ihn schließlich am Landgericht München II wegen versuchten Mordes an - in 88 Fällen. Ende 2019 beginnt der Prozess gegen den 30-Jährigen.

Verurteilt! (115): Die Toten auf der Pferderanch
Im Oktober 2014 werden zwei Leichen unter einem Misthaufen auf einer Pferderanch in Maintal bei Frankfurt gefunden. Es sind Harry und Sieglinde Klock, die Betreiber des Hofes. Sie sind schon vier Monate lang tot. Die Mieter der Beiden, ein Vater und sein Sohn, haben die Polizei zu den Leichen geführt. Sie geben zu, dass sie ihre Vermieter im Streit um Mietschulden getötet haben. Allerdings bestehen sie darauf, dass sie in Notwehr gehandelt haben. Zweimal glauben ihnen Gerichte, beim dritten Mal verurteilt sie das Landgericht Frankfurt wegen Totschlags.

Verurteilt! (114): Promi auf Ganovenjagd
Am 8. Mai 2017 beobachtet Tomas M. im Frankfurter Westend an einem Geldautomaten einen 72-Jährigen. Der Mann hebt Geld ab, Tomas M. folgt ihm, bringt ihn zu Boden, hält ihm den Mund zu und erpresst das gerade abgehobene Geld. Es sind 40 Euro. Doch er kommt nicht weit: Robert Kovac, der damalige Co-Trainer der Frankfurter Eintracht, hört die Hilferufe des Rentners, fasst den Räuber, nimmt ihn in den Schwitzkasten und wartet mit ihm, bis die Polizei kommt. Die stellt fest: Tomas M. ist an diesem Tag wegen Diebstahls, Nötigung und Widerstands verurteilt worden und gerade aus der Untersuchungshaft entlassen.

Verurteilt! (113): Natural Dorf Killers
Am 31. März 2006 schleppt sich ein blutüberströmter Mann zu einer Gaststätte in Hofheim am Taunus nahe Frankfurt. Wenige Minuten zuvor war auf einem Waldparkplatz mehrfach auf ihn geschossen worden. Nur ganz knapp verfehlten die Kugeln Halswirbelsäule und seine Halsschlagader. Kurz danach werden vier Menschen festgenommen: seine ehemalige Lebensgefährtin und deren Tochter, Ihr Nachbar und dessen Untermieter. Sie stammen alle aus einer kleinen Gemeinde an der hessisch-rheinland-pfälzischen Grenze. Dort sollen sie monatelang ein Mordkomplott geschmiedet und mehrfach versucht haben, den Mann zu töten. Zum Glück immer vergeblich. 2007 steht das Quartett in Frankfurt vor dem Landgericht.

Verurteilt! Spezial: Der Weg aus der Grooming-Hölle (3) Der Ausweg
Jasmin Scholl war ein Leben lang Opfer. Sie ist als Kind und Jugendliche zu Hause vernachlässigt worden, erlebte schwerste Gewalt durch ihre Mutter. Mit 11 Jahren ist sie Opfer von Grooming geworden, also von Pädokriminellen, die sie gezielt über das Internet angesprochen haben. Neben der häuslichen Gewalt erlebte sie nun auch sexualisierte Gewalt. Jasmin Scholl hat 2019 einen Weg aus dieser Hölle gefunden, verließ vorübergehend ihre Heimat Rüdesheim und suchte weit weg von zu Hause Schutz. Es begann ihre eigene Aufarbeitung. Heute versucht sie aufzuklären. Nur eines fehlt noch immer: die juristische Aufarbeitung. Mit der scheinen sich alle schwer zu tun.

Verurteilt! Spezial: Der Weg aus der Grooming-Hölle (2) Die Männer
Jasmin Scholl war ein Leben lang Opfer. Sie ist als Kind und Jugendliche zu Hause vernachlässigt worden, erlebte schwerste Gewalt durch ihre Mutter. Mit 11 Jahren ist sie Opfer von Grooming geworden, also von Pädokriminellen, die sie gezielt über das Internet angesprochen haben. Neben der häuslichen Gewalt erlebte sie nun auch sexualisierte Gewalt. Jasmin Scholl hat 2019 einen Weg aus dieser Hölle gefunden, verließ vorübergehend ihre Heimat Rüdesheim und suchte weit weg von zu Hause Schutz. Es begann ihre eigene Aufarbeitung. Heute versucht sie aufzuklären. Nur eines fehlt noch immer: die juristische Aufarbeitung. Mit der scheinen sich alle schwer zu tun.

Verurteilt! Spezial: Der Weg aus der Grooming-Hölle (1) Die Mutter
Jasmin Scholl war ein Leben lang Opfer. Sie ist als Kind und Jugendliche zu Hause vernachlässigt worden, erlebte schwerste Gewalt durch ihre Mutter. Mit 11 Jahren ist sie Opfer von Grooming geworden, also von Pädokriminellen, die sie gezielt über das Internet angesprochen haben. Neben der häuslichen Gewalt erlebte sie nun auch sexualisierte Gewalt. Jasmin Scholl hat 2019 einen Weg aus dieser Hölle gefunden, verließ vorübergehend ihre Heimat Rüdesheim und suchte weit weg von zu Hause Schutz. Es begann ihre eigene Aufarbeitung. Heute versucht sie aufzuklären. Nur eines fehlt noch immer: die juristische Aufarbeitung. Mit der scheinen sich alle schwer zu tun.

Verurteilt! (112): Blaubeer-Mariechen: Mutter und Mörderin
Maria Velten aus Kempten war eine Kriegswitwe. Sie hatte sechs Kinder, war mehrmals verheiratet. Am 25. Juli 1983 wird sie verhaftet. Ihre Schwiegertochter war zum Anwalt gegangen, hatte behauptet, die Schwiegermutter habe ihre beiden Ehemänner vergiftet. Die Polizei ermittelte - und sie fand noch mehr Tote. Offenbar war Maria Velten, die unauffällige Hausfrau vom Niederrhein, eine Serienmörderin. Aber wie konnte sie so oft so unerkannt morden? Und warum tötete sie so viele Menschen? 1984 stand Maria Velten in Krefeld wegen vielfachen Mordes vor Gericht.

Verurteilt! (111): Millionen-Coup bei der Bundesbank
Als es noch die D-Mark gab und die Bundesbank noch in Geldöfen kaputtes und unbrauchbares Geld verbrannte, witterten einige Geldbearbeiter ihre Chance zum schnellen Reichtum. Sie stecken Scheine ein, statt sie zu verbrennen. Bei einer Kontrollzählung fielen die Betrügereien nach Jahren auf. Die Bundesbank suchte die Gelddiebe in den eigenen Reihen, Polizei und Staatsanwaltschaft ermittelten. Ende 1979 mussten sich schließlich drei mutmaßliche Täter vorm Landgericht Frankfurt verantworten. Die Anklage lautete auf gemeinschaftlichen Diebstahl von mehreren Millionen D-Mark.