
SRF Wissen
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Besser schlafen? Geht doch!
Neuer Podcast der Wissenschaftsredaktion Kopf voran zum Thema Schlafen. Ab 16.9.2022 erhältlich. Sendet eure Geschichten per Sprachnachricht bitte auf 079 878 65 04 oder per Mail auf [email protected]
Mitten ins Gehirn (2/2): das LSD-Revival
Der Psychiater Peter Gasser aus Solothurn führte 2008 die weltweit erste Studie mit LSD durch – nach 40 Jahren Forschungsverbot. Inzwischen sind LSD und andere psychedelische Substanzen wie Psilocybin und MDMA vor der medizinischen Zulassung. Und bei den Firmen herrscht Goldgräberstimmung. Wegen seiner wilden Vergangenheit in den 1960-er und 1970-er Jahren war LSD jahrzehntelang verboten – für den Konsum wie auch als Medikament. Jetzt werden LSD und andere psychedelische Substanzen wiederentdeckt und -erforscht, als Heilmittel gegen Angst, Depressionen und andere psychische Leiden. Psychedelika seien nach jahrzehntelanger Ebbe DIE Innovation bei den Psychopharmaka, sagt der der Basler Pharmakologe und LSD-Forscher Matthias Liechti. In den USA könnte MDMA («Ecstasy») bereits 2023 auf den Markt kommen, als Medikament gegen posttraumatische Belastungsstörung.
Mitten ins Gehirn (1/2): Der hirnstimulierte Patient
Francis Jacquaz aus Delémont hat sich für eine Operation entschieden, die ihn von seinem Zittern befreien soll. In einem fünfstündigen Eingriff implantieren ihm Hirnchirurgen des Inselspitals Bern zwei Elektroden ins Hirn. Im Thalamus, einer Region des Zwischenhirns zehn Zentimeter unter der Schädeldecke, befindet sich ein spezieller Ort: der Knotenpunkt eines neuronalen Netzwerkes, das die Motorik steuert. Wird dieser Knotenpunkt mit Strom stimuliert, lassen sich Bewegungsstörungen wie Francis Jacquaz Zittern lindern. Das Verfahren heisst Tiefe Hirnstimulation. Auch bei anderen Erkrankungen wird die Tiefe Hirnstimulation angewandt, etwa bei chronischen Schmerzen, Zwangsstörungen oder schweren Depressionen.
Mitten ins Gehirn – Trailer und Aufruf
Könnt ihr euch vorstellen, Depressionen mit Psychedelika wie LSD zu behandeln? Funktioniert das in unserer Gesellschaft?Eure Meinung ist gefragt, als Sprachnachricht auf die WhatsApp-Nummer 079 878 65 04, oder per Mail an [email protected].
Radioaktiver Abfall (2/2): Die Angst vor einem Atommüll-Lager
Vehementer Widerstand aus der Bevölkerung führte dazu, dass die Suche nach einem Endlager in der Schweiz immer wieder scheiterte. Seit knapp 15 Jahren verläuft diese schwierige Suche nach einer neuen Strategie - einer Strategie, welche die Ängste und Befürchtungen der Menschen mit einbeziehen soll. Im kommenden September wird die Nagra – die nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle – jenen Standort für ein geologisches Tiefenlager empfehlen, den sie für den am besten geeigneten hält. An den Reaktionen darauf wird sich zeigen, ob die Endlagersuche heute mit grösserer Akzeptanz verläuft als noch bis in die 1990er-Jahre. Ganz anders läuft die Endlagerfrage in Finnland ab: Dort befindet sich das erste Lager für radioaktive Abfälle aus AKW bereits im Bau und soll innert weniger Jahre den Test-Betrieb starten. Die Suche nach einem Standort und die Bewilligung für den Bau gingen über die Bühne, ohne dass die betroffene Gemeinde ein Veto eingelegt hat. Was läuft anders in Finnland als in der Schweiz? Was kann die Schweiz vom skandinavischen Land kopieren? Und welche Probleme muss sie auf eigene Art und Weise lösen? Studien und Berichte: - Rolle der Gemeinden bei der finnischen Endlagersuche: https://doi.org/10.1016/j.pnucene.2021.103632 - Empfehlungen der OECD zur partizipativen Endlagersuche: https://www.oecd-nea.org/jcms/pl_14486/partnering-for-long-term-management-of-radioactive-waste?details=true - Vorstudie zur partizipativen Entsorgung in der Schweiz: https://pubdb.bfe.admin.ch/de/publication/download/1404.pdf Buch: - "Deep Time Reckoning" (2020, engl.), Vincent Ialenti, MIT Press
Radioaktiver Abfall (1/2): Wo entsorgen wir unseren Atommüll?
50 Jahre schon dauert die Suche in der Schweiz nach einem Endlager für radioaktive Abfälle. Im September nun soll bekannt werden, welcher Ort der sicherste sein soll, um den strahlenden Müll in der Tiefe zu vergraben. Das Endlager soll in mehreren 100 Metern Tiefe gebaut werden, in der Gesteinsschicht Opalinus-Ton. Diesen Ton haben Forscher und Forscherinnen während gut 25 Jahren abgeklopft auf seine Tauglichkeit für ein Endlager. Kaum eine andere Gesteinsschicht in der Schweiz dürfte heute so gut erforscht sein. Und dennoch bleiben Unsicherheiten, denn so ein Lager soll die radioaktiven Abfälle für eine Million Jahre sicher wegschliessen. Was weiss die Forschung heute darüber, wie sicher so ein Atommüllager im Opalinus-Ton sein wird? Was ist mit «sicher» überhaupt gemeint? Und was geschah eigentlich während der 50 Jahre, in denen schon nach einem Endlager gesucht wurde? Studien: - Stand der Forschung im Felslabor Mont Terri: https://link.springer.com/journal/15/volumes-and-issues/110-1 - aktuelles Konzept der NAGRA: https://www.nagra.ch/de/arbeitsbericht-21-10 Bücher: - "Atomfieber" (2019), Michael Fischer, Hier und Jetzt-Verlag - "Wohin mit dem Atommüll" (2019),Marcos Buser, Rotpunktverlag - "Strahlende Schweiz" (1999), Susan Boos, Rotpunktverlag
Radioaktiver Abfall - Trailer und Aufruf
Was würdet ihr machen, wenn bei euch in der Gemeinde das definitive Endlager für radioaktive Abfälle gebaut würde?Meldet euch, gern mit einer Sprachnachricht auf die Whatsapp-Nummer 079 878 65 04 oder per E-Mail an [email protected]
Ausserirdisches Leben (2/2)
Schon in 10, 20 Jahren könnten wir ausserirdisches Leben entdecken, sagen Astrobiologen. Daniel Angerhausen und sein Team an der ETH Zürich entwickeln ein grosses neues Weltraumteleskop mit dem sie auf fernen Exoplaneten noch gezielter als bisher nach Spuren von Leben suchen wollen. Gibt es da vielleicht sogar höheres, intelligentes leben? Durchaus möglich, sagen die Forscher und nehmen auch sogenannte Techno-Signaturen unter die Lupe – Spuren, die ferne Zivilisationen auf ihren Planeten hinterlassen haben könnten. Feedback oder Input gerne per Sprachnachricht auf 079 878 65 04 oder per Mail an [email protected].