
Serienweise - Streaming-Serien bei Netflix, Disney+ und Co.
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"Die Ringe der Macht" Staffelfinale-Recap, Fazit der zweiten Staffel und Ausblick auf Staffel 3
Finale Oho oder Finale Oh No? Das ist die große Frage, die über "Schatten und Flammen" schwebt, dem Staffelfinale der zweiten Staffel von "Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht". In einer extralangen Folge rekapitulieren Holger und Rüdiger, was in Khazad-Dûm, Numenor, Rhûn und Eregion (RIP) passiert ist und diskutieren welche Schauplätze besser funktioniert haben und welche weniger, und welche Hinweise die Showrunner in Interviews gegeben haben - u.a. über die Identität des Dark Wizards. Im Staffelfaziti kritisieren wir die Tendenz wichtige Ereignisse einfach außerhalb der Kamera geschehen zu lassen und den ärgerlichen Umgang mit einigen Figuren. Aber es ist auch Zeit, unvergessliche Bilder und herausragende schauspielerische Leistungen zu loben. Da es aber nur ein Staffel- und kein Serienfinale ist, gilt es aber auch zu orakeln, welche Aufgaben sich die Showrunner für die drei weiteren geplanten Staffeln gelassen haben und was wann wie geleistet werden muss.

"Nobody wants this", "Where's Wanda?" und "Steeltown Murders"
Nachdem sie es letzte Woche auf den letzten Drücker in Michaels Quartalsliste geschafft hat, hat jetzt auch Rüdiger "Nobody wants this" (4:28) gesehen, weshalb die beiden noch einmal ausführlich über den Netflix-Rom-Com-Hit sprechen, schließlich sind Kristen Bell und Adam Brody zwei der wichtigsten Serien-Stars aus Rüdigers später Jugend. Was macht die Serie so besonders? Anschließend widmen wir uns dem ersten Versuch von Apple TV+ das deutsche Seriengeschäft zu beleben. "Where's Wanda?" (28:21) mit Heike Makatsch und Axel Stein will eine Art schwarze Krimikomödie sein - und zeigt, dass auch Tim Cooks Streamingdienst nicht über Nacht deutsche Serienschaffende inspirieren kann. Zum Abschluss holen wir mit neun Monaten Verspätung noch "Steeltown Murders" (45:21) nach, die nach ihrem Januar-Start bei Magenta TV jetzt in der Arte-Mediathek zu sehen ist. Die wahre Geschichte um den ersten walisischen Serienmörder, der erst nach 30 Jahren über drei Ecken durch DNA-Analyse überführt werden konnte, ist der krasse Gegenentwurf zu den beiden True-Crime-Serien aus der letzten Woche. Ist er damit auch besser? Cold-Open-Frage: "Wer sollte bei MGM+ der neue ,Robin Hood' werden?"

"Ewig dem Tode verfallen" - "Die Ringe der Macht" Recap Staffel 2, Folge 7
Die Schlacht um Eregion hat begonnen. Wie versprochen liefert "Herr der Ringe: Die Ringe der Macht" mit der siebten Folge der zweiten Staffel die bisher größte Actionsequenz mit Elben, Uruks, einem Troll, Katapulten, einem Mittelerde-Rammbock, doch ohne Zwerge. Aufgrund der dieses Mal relativ linearen Handlung gehen Holger und Rüdiger die Folge "Ewig dem Tode verfallen" in dieser Woche chronologisch durch und sprechen über die Highlights und Lowlights der Schlachtenplatte, die Toten (oder vielleicht doch nicht so Toten) der Schlacht, warum wir nur die FSK-12-Version der Folge gesehen haben und die bislang vermutlich beste schauspielerische Leistung aller 15 Episoden von "Die Ringe der Macht". Und natürlich gibt es am Ende auch noch Spekulationen darüber, was das Finale in der nächsten Woche leisten muss und warum die kommende Folge eigentlich 120 Minuten lang sein müsste, um alle Schauplätze noch einmal einzufangen und die offenen Fragen zu beantworten.

"Die besten Serien des dritten Quartals 2024" + "Monster: Die Geschichte von Lyle und Erik Menendez" und "Herrhausen - Herr des Geldes"
Bevor Michael und Rüdiger ihre besten Serien des dritten Quartals 2024 küren (47:42) und dabei feststellen, dass Juli bis September eher ein schwacher Zeitraum für Serien war, stellen sie noch zwei neue Miniserien vor, die garantiert viele Fans finden und für nur mehr Wirbel sorgen werden, aber weit davon entfernt waren, auf ihren Bestenlisten zu landen. Dabei stellen sie fest, dass Ryan Murphys "Dahmer"-Nachfolger bei Netflix, "Monster: Die Geschichte von Lyle und Erik Menendez" (4:28), und das ARD-Biopic "Herrhausen - Der Herr des Geldes" (28:27) Brüder im Geiste sind. Beides sind True-Crime-Miniserien, die an den gleichen Problemen kranken und in der Inszenierung der Verbrechen ähnlich fragwürdig vorgehen. Darf man bei der Verfilmung von realen Verbrechen das Publikum mit Andeutungen von Vergewaltigungen oder Bombenattentaten kitzeln, als würde man sich in einem Slasher-Film befinden? Darüber gibt es sicherlich unterschiedliche Auffassungen, Michael und Rüdiger sind sich hier aber ausnahmsweise einig. Ganz anders bei den fünf besten Serien der letzten drei Monaten, bei denen sie nur auf eine Überschneidung kommen.

"Wo ist er?" - "Die Ringe der Macht" Recap Staffel 2, Folge 6
Mit etwas Verspätung widmen sich Holger und Rüdiger der drittletzten Folge der zweiten Staffel von "Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht". Der "Wo ist er?" betitelte Einstünder bringt uns vor der großen Schlacht noch einmal auf den aktuellen Stand, wo welche Figuren sind und führt uns nach Númenor, Rhûn, Eregion und Khazad-dûm. Dabei zeigt sich immer mehr, welchen Einfluss Sauron auf Elbenschmied Celebrimbor hat und wie die Ringe den Zwergenkönig beeinflussen. Reicht das, um nach der schwächeren fünften Folge wieder in die Spur zurückzufinden und den insgesamt positiven Trend der Staffel fortzusetzen? Und was erwarten wir von den noch kommenden zwei Episoden?

DC vs. Marvel: "Agatha all Along" und "The Penguin"
Gleich zwei neue Comic-Serien werben in dieser Woche um unsere und Eure Gunst - und beide stellen eher Nebenfiguren in den Fokus. Mit "Agatha all Along" (6:23) startet Marvel bei Disney+ ein Spin-off bzw. eine Fortsetzung von "WandaVision" über die in Westfield ohne Kräfte zurückgebliebene Hexe Agatha Harkness (Kathryn Hahn). Während "WandaVision" sich durch mehrere Jahrzehnte Sitcom-Geschichte gekämpft hat, bleibt "Agatha all Along" zumindest am Anfang auch dem Konzept von Serien-Persiflagen treu und steckt Agatha in einen "Mare of Easttown"-Verschnitt. Kann das funktionieren? Erreicht sie die Qualität des bei uns sehr beliebten Vorgängers? Und wie gut ist die Serie, wenn sie in ihren eigentlichen Ablauf übergeht? Auch DC startet mit der bei Wow startenden "The Penguin" (34:23) einen Mix aus Spin-off und Fortsetzung, schließt die Serie um den vom völlig unkenntlichen Colin Farrell verkörperten Schurken doch direkt an das Ende von "The Batman" mit Robert Pattinson an. Weil der Fledermaus-Held zumindest in den uns verfügbaren Episoden nicht dabei ist, ist "The Penguin" auch weniger Superhelden- als Mafiaserie. Ob das eine gute Entscheidung ist, und wie glaubwürdig die als Mafia-Patin Sofia Falcone besetzte Cristin Milioti ("How I Met Your Mother", "Palm Springs") spielt, sorgt bei Rüdiger und Michael für die widersprüchlichsten Meinungen seit langer Zeit. Cold-Open-Frage: "Was ist uns bei den Emmys positiv oder negativ aufgefallen?"

"Ein neuer Sommer" und "Concordia - Tödliche Utopie".
Künstliche Intelligenz ist ein Schlagwort, das gerade gerne auf alles gepackt wird, um es attraktiver wirken zu lassen. So scheint es auch das ZDF mit "Concordia - Tödliche Utopie" (26:23) machen zu wollen, die weithin als Serie über KI vermarktet wird. Für Roland und Rüdiger hat sie mit dem Thema aber herzlich wenig zu tun, sondern ist im Kern eigentlich nur ein klassischer Krimi. Das muss per se noch kein Negativurteil über die erst in der ZDF Mediathek und ab Mitte Oktober im linearen TV verfügbare Serie sein, die von "Der Schwarm"-Macher Frank Doelger produziert wurde. Funktioniert die mit Christiane Paul, Karoline Eichhorn und Jonas Nay prominent besetzte Serie über eine Stadt, in der jeder Schritt der Bewohner und Besucher minutiös überwacht wird, um Verbrechen zu verhindern? Oder ist sie nur künstliche, ohne intelligent zu sein? Künstliche Intelligenz könnte auch hinter der Netflix-Miniserie "Ein neuer Sommer" (4:05) stecken, denn der Sechsteiler wirkt wie der hundertste Klon oder Chat GPT-Verschnitt von "Big Little Lies" - und das nicht nur, weil Nicole Kidman die Hauptrolle hat. Zwar spielt der Sechsteiler nicht auf Monterrey sondern auf Nantucket, aber wieder einmal geht es um die Probleme der Reichen und Schönen, die durch das Eindringen einer nicht minder schönen aber dafür weniger vermögenden Person (Eve Hewson) ausgelöst werden - und natürlich ist auch hier wieder ein Mord nicht weit. Macht die mit Liev Schreiber, Dakota Fanning und Isabelle Adjani stark besetzte Verfilmung eines Romans von Elin Hilderbrand dennoch Spaß? Cold-Open-Frage: "Welche Serie neben ,Die Sopranos' hätte auch eine Behind-the-Scenes-Serie verdient?"

"Hallen aus Stein" - "Die Ringe der Macht" Recap Staffel 2, Folge 5
Aus organisatorischen Gründen kommt die normale "Serienweise"-Folge in dieser Woche erst am Samstag, dafür ziehen wir den Recap der fünften "Der Herr der Ringe - Die Ringe der Macht"-Folge vor. Mit "Hallen aus Stein" wird in dieser Woche eine weitere Strophe des Ringgedichts abgedeckt, denn Celebrimbor und Annatar haben wieder die Schmiede angefeuert und Ringe für die Zwerge kredenzt. Dieses Mal hat Sauron etwas Maggi oder eine andere Geheimzutat hinzugemischt, was für den Zwergenkönig Durin III und sein Reich schwerwiegende Folgen haben könnte. Als Kernmotive der vorwiegend in Eregion und Khazad-dûm (oder Doom?) spielenden Episode machen Holger und Rüdiger Manipulation und Spaltung aus. Reicht das, um qualitativ an die vierte und bisher beste Folge anzuschließen? Und was geht eigentlich in Numenor ab - und was genau könnte das mit dem Rest der Handlung zu tun haben? Genügend Diskussionsstoff für eine Folge, die ein wenig wie die Ruhe vor dem versprochenen Sturm (auf Eregion?) wirkt.

"Der Älteste" - "Die Ringe der Macht" Recap Staffel 2, Folge 4
Nachdem die ersten drei Folgen re-etabliert haben, wo wer in Mittelerde ist, bietet die vierte Folge endlich wieder die Wow-Momente und den Sense of Wonder, den sich Holger und Rüdiger gewünscht haben. Das liegt vor allen Dingen an einer neuen Figur, die den Titel der Episode begründet: "Der Älteste" alias Tom Bombadil. Weil Peter Jackson den Fan-Liebling aus den Tolkien-Werken bewusst ausgelassen hatte, gibt er hier sein Debüt und sorgt erst einmal für leichtere Momente - und bem Stranger für Verwirrung. Doch er ist nicht der einzige Neuling in Rhun. Auch die Stoors werden in die "Ringe der Macht"-Welt eingeführt und lassen die Geschichte der Harfüßer in neuem Licht erscheinen. Weiter westlich sorgen derweil die Ents und jede Menge Monsterkreaturen für Schauwerte - obwohl eigentlich nur die Figuren für eine epische Schlacht in Stellung gebracht werden. Holger und Rüdiger sprechen über die Höhepunkte der Folge, die darin versteckten Tolkien-Anspielungen, und theorisieren was uns in den folgenden Episoden erwarten könnte. Wenn ihr Ideen oder Fragen habt, oder Euch Fehler aufgefallen sind, schickt gerne eine mail an Serienweise (at) web.de Cold-Open-Frage: "Was war die interessanteste Erkenntnis aus dem ,Deadline'-Interview von JD Payne und Patrick Mackay?"

"Slow Horses" und "Seconds" bringen Nachschub für Krimi-Fans
Auf Apple ist wieder einmal Verlass: Gerade mal acht Monate nach seinem letzten gelösten Fall darf Gary Oldman als Jackson Lamb in "Slow Horses" (3:52) erneut die löchrigen Socken rausholen und mit seiner Loser-Truppe aus aussortierten Agenten Großbritannien retten. Im Fokus steht dieses Mal River Cartwrights Opa (Jonathan Pryce), dessen Demenz zur Gefahr für die britische Sicherheit wird und der in seiner Vergangenheit mit verschuldet haben könnte, dass ein Selbstmordattentäter ein Londoner Einkaufszentrum in die Luft jagen konnte. Holger, Michael und Rüdiger satteln wieder die Pferde und diskutieren nicht, ob die vierte Staffel gut ist - das steht außer Frage - sondern, was das Erfolgsgeheimnis der brillanten Serie ist und wie sie sich im direkten Vergleich mit den drei Vorgängerstaffeln schlägt. Nachdem Holger die Runde verlässt, entgleist der Podcast hoffentlich nicht so wie ein Personenzug in der neuen ARD-Mediathekenserie "Seconds - In den Trümmern der Katastrophe" (34:42). Im finnischen Sechsteiler wird anders als in den meisten Scandi-Krimis dankenswerterweise mal kein Mörder gesucht, aber die Unfallermittlerin im Fokus der Serie hat natürlich auch seit ihrer Kindheit ein Säckchen mit persönlichen Problemen zu tragen. Funktioniert dieser Mix oder sollten unsere nordischen Nachbarn doch lieber beim erprobten Nordic Noir bleiben? Cold-Open-Frage: "Welchen Serienstar hätten wir gerne als Motivator im Schulunterricht gehabt?"

"Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht" Recap der Folgen 1-3 der 2. Staffel
Als vor zwei Jahren "Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht" startete, hatten Rüdiger und Holger so viel Freude daran, dass sie einen wöchentlichen Recap machten. Nachdem sich sehr viele von Euch dass Gleiche auch für die zweite Staffel gewünscht haben, sind wir natürlich auch bei den neuen Folgen wieder dabei und verdoppeln für sechs Wochen den Output von Serienweise. Zum Auftakt sprechen wir über die ersten drei neuen Folgen, die seit Donnerstag bei Prime Video verfügbar sind: "Elbenkönige hoch im Licht", "Wo die Sterne fremd sind" und "Der Adler und das Zepter". Wir gehen auf die Bedeutung der drei Folgentitel ein, diskutieren noch einmal welche großen Fragen nach der ersten Staffel offen geblieben sind und rekapitulieren unterteilt nach Handlungsorten noch einmal haarklein (und daher natürlich auch mit Spoilern) die Ereignisse der ersten drei Folgen und versuchen, wann immer es möglich ist, in einen größeren Kontext mit Tolkiens Werk und Peter Jacksons "Herr der Ringe"-Filmen zu setzen.

"Only Murders in the Building", "Kaos" und "A Good Girl's Guide to Murder"
Pünktlich wie ein True-Crime-Podcast kommt jedes Jahr im August eine neue Staffel von "Only Murders in the Building" (4:55) zu Disney+ - und wie immer müssen Selena Gomez, Steve Martin und Martin Short in ihrem Apartment-Komplex einen Mord aufklären. Dieses Mal kommt aber noch ein wenig Hollywood-Flair hinzu, denn der Podcast des Trios soll verfilmt werden: mit Eva Longoria, Zach Galifianakis und Eugene Levy, die einerseits eine Version ihrer selbst, andererseits eine Version der drei Hauptfiguren spielen. Kann der Tinseltown-Ausflug der immer sympathischen aber qualitativ schwankenden Serie einen neuen Kreativschub verleihen? Das diskutieren Michael und Rüdiger bevor sie sich mit "Kaos" (27:08) in die Welt der griechischen Mythologie begeben. Die sechs Jahre in der Entwicklung feststeckende Netflix-Serie von "The End of the F***ing World"-Showrunner Charlie Covell lässt Jeff Goldblum als Zeus vom Olymp aus die Menschen terrorisieren, von denen drei unabsichtlich und unbewusst an seinem Fall arbeiten. Für das von griechischer Mythologie begeisterte Podcast-Duo eigentlich genau der richtige Stoff, aber kann die in die Moderne verlegte Serie den Reiz beibehalten? Im Anschluss gibt es bei ZDFneo mit "A Good Girl's Guide to Murder" (48:24) die Verfilmung eines erfolgreichen Jugendkrimis von Holly Jackson mit "Wednesday"-Zimmergenossin Emma Myers als Teenager-Ermittlerin, die das Verschwinden einer Schulkollegin aufklären will. Ist die Serie eher "Veronica Mars" oder "Fünf Freunde"? Cold-Open-Frage: "Was halten wir davon, dass "Yellowstone" und "Ted Lasso" wohl doch fortgesetzt werden?"

"Perfekt verpasst" und "Pachinko"
Wie erzählt man eine romantische Komödie, wenn die beiden füreinander Bestimmten immer aneinander vorbeileben? Das ist die Idee hinter der Amazon-Prime-Liebeskomödie "Perfekt verpasst" (3:54) mit Anke Engelke und Bastian Pastewka. Das "Will they, won't they?", das in Serien von "Scrubs" bis "Castle", von "Die Nanny" bis "Akte X" immer mitschwingt, ist hier der Fokus der Geschichte. Michael und Rüdiger diskutieren, ob das reicht, um daraus eine Serie zu gestalten und warum dieses Projekt eigentlich nur mit Pastewka und Engelke funktionieren kann. Im Anschluss kommt Holger hinzu, um mit den beiden über die neue Staffel der Apple-Serie "Pachinko" (27:34) zu sprechen, die 2022 für uns und auch für Euch einer der Überraschungshits des Jahres gewesen ist. Die über mehrere Zeitebenen erzählte koreanisch-japanische Familiengeschichte mit "Shogun"-Star Anna Sawai in einer Nebenrolle springt dieses Mal in die Zeit des Zweiten Weltkriegs und zeigt erneut, dass der Untertitel "Ein einfaches Leben" irreführend ist. Denn für die aus Korea nach Osaka vertriebene Sunja und ihre Familie war nichts im Leben einfach. Ähnlich schwierig war es für Showrunnerin Soo Hugh, an das Niveau der ersten Staffel anzuknüpfen. Ist es ihr dennoch gelungen? Cold-Open-Frage: "In welchem Serien-Restaurant wären wir gerne Kunde?"

"The Bear", "Umbrella Academy" und "Bad Monkey"
Tierisch tierisch ist das Motto der heutigen Podcast-Folge. Zu Beginn sprechen Holger, Roland, Michael und Rüdiger in großer Runde über die dritte Staffel von "The Bear" (5:30), die in den USA auf ein gespaltenes Echo gestoßen ist. Jetzt, wo die zehn neuen Folgen auch bei uns auf Disney+ zu sehen ist, versuchen wir zu ergründen, weshalb die gefeierte Serie auf einmal so viel Gegenwind bekommt und diskutieren, ob wir den dritten Gang der Restaurant-"Comedy" auch zurück in die Küche schicken oder mit Genuss verspeist haben. Vom Bär zum Affen kommen wir mit der neuen Apple-Serie von "Ted Lasso"-Macher Bill Lawrence. "Bad Monkey" (52:05) verfilmt eine Krimisatire von Carl Hiaasen mit Vince Vaughn in der Hauptrolle, und Hiaasen-Fan Holger hat hohe Erwartungen. Werden diese erfüllt? Und wie wirkt der Zehnteiler auf die Hiaasen-Unkundigen Michael und Rüdiger? Das Finale von "The Umbrella Academy" (35:00) hat zwar kein Tier im Titel aber bekanntlich mit Luther einen gorillaartigen Helden im Superhelden-Cast. Und wie wir im Gespräch feststellen haben die letzten sechs Folgen noch etwas tierisches: sie sind auf den Hund gekommen. Ein Abgesang auf eine einst sehr originelle und höchst unterhaltsame Serie. Cold-Open-Frage: "Was ist unsere schönste Erinnerung an die verstorbene Synchron-Legende Rainer Brandt?"

"House of the Dragon"-Fazit, "Elsbeth" und "Batman: Caped Crusader"
Bevor Holger, Michael und Ruediger ein letztes Mal nach Westeros reisen, um die finalen zwei Folgen der zweiten Staffel von "House of the Dragon" (49:45) in allen spoilerbeladenen Details zu diskutieren, ein Fazit zur zweiten Staffel zu ziehen und sie mit der ersten Staffel und der starken ersten Hälfte zu vergleichen, stellen Michael und Rüdiger noch zwei neue Serien vor. Bei Wow läuft aktuell mit "Elsbeth" (4:51) eine dritte Serie aus dem "The Good Wife" / "The Good Fight"-Universum, die allerdings tonal weniger mit den Mutterserien als mit "Columbo", "Psych" oder "Poker Face" zu tun hat und ein weiteres Beispiel für die Rückkehr zur klassischen TV-Serie ist. An einen Klassiker schließt auch Amazons Animationsserie "Batman: Caped Crusader" (28:15) an, hat Showrunner Bruce Timm in den 1990ern doch schon mal eine Batman-Serie animiert, die zufällig zu einer von Michaels Lieblingsserien zählt. Dieses Mal zeigt er das Alter Ego von Bruce Wayne als einen Noir-Helden. Überzeugt die Serie trotz eines eher rudimentären Animationsstils? Cold-Open-Frage: "Wer könnte im ,Scrubs'-Reboot zum Cast stoßen?"
Die besten Serien, die keiner kennt V (u.a. "Women in Blue", "The Decameron" und "My Lady Jane")
Es ist wieder Zeit, in unserer Geheimtipp-Schublade zu wühlen und euch zum fünften Mal Serien mitzugeben, die euch und uns bisher vielleicht entgangen sind. Dabei stellen Michael und Rüdiger je drei Serien vor, die mit einer Ausnahme auch sehr aktuell sind. Zwar gehen ihre Meinungen bei einem der Geheimtipps stark auseinander, aber in dieser Folge soll nicht gestritten werden, sondern jeder gibt seine persönlichen Empfehlungen. Zur Sprache kommen die neue Netflix-Serie "The Decameron" und die sinnverwandte Amazon-Serie "My Lady Jane", der bei Disney+ zu sehende Thriller "Culprits", die nagelneue, mexikanische Apple-Serie "Women in Blue" über die ersten Polizistinnen des Landes, der Genremix "The Big Door Prize" bei Apple TV+ und schließlich der Krimiklassiker "Southland" mit dem Ben McKenzie 2009 sein "O.C., California"-Bubi-Image ablegte. Cold-Open-Frage: "Welche Serienfigur könnte die Oscar-Verleihung 2025 moderieren?"
"The Veil", "Time Bandits", "Lady in the Lake" und "House of the Dragon" 2x05 und 2x06
Drei Serien-Neustarts nehmen wir uns in dieser Woche vor. Zu Beginn sprechen Michael und Rüdiger über "The Veil" (2:43) auf Disney+, eine Spionageserie mit Elisabeth Moss ("Mad Men", "Handmaid's Tale") in der Hauptrolle, die eine vermeintliche IS-Terroristin erst retten und dann befragen soll, aber schnell in Gewissenskonflikte gerät. Der Siebenteiler von "Peaky Blinders"-Macher Steven Knight weckt Erinnerungen an "Killing Eve" und "Homeland" - vielleicht auch qualitativ? Danach stößt Holger dazu und spricht mit uns über zwei neue Apple-Serien. Zum einen Natalie Portmans erste Serienrolle in "The Lady in the Lake" (20:40), wo sie im Baltimore der 1960er Jahre den Mord an einem jüdischen Mädchen und einer Schwarzen Frau klären und sich gleichzeitig als Journalistin von ihrem übergriffen Ehemann befreuen will, zum anderen legt Taiki Waititi mit "Time Bandits" (44:30) den Terry-Gilliam-Klassiker aus dem Jahr 1981 neu auf, was bei uns zu starken Diskrepanzen zwischen Liebhabern und Hassern des Originals führt. Und schließlich geht es im zweiwöchentlichen Diskussionsforum zu "House of the Dragon" (1:06:55) um die Episoden 5 und 6 der zweiten Staffel, in denen es nach der wilden Action zu einer Verschnaufpause mit Freudschen Träumen für Matt Smiths Daemon, einen Aufstand des kleinen Volkes und der Suche nach Daenerys-Treuen mit Drachenführerschein kommt. Cold-Open-Frage: "Welche französische Serienfigur sollte bei der Olympia-Eröffnungsfeier auftreten?"
"Those about to Die" und "Vikings: Valhalla"
In dieser Woche reisen Holger und Rüdiger zurück in die Geschichte, denn mit Roland Emmerichs Amazon-Serie "Those about to Die" und dem Finale der Netflix-Saga "Vikings: Valhalla" stehen gleich zwei Historien-Actionserien an. Die zehnteilige Sachbuch-Adaption "Those about to Die" (4:09) widmet sich dabei dem Thema Brot und Spiele im alten Rom des Jahres 79 nach Christi und beinhaltet den Nachfolgestreit von Kaiser Vespasian (Anthony Hopkins), den Ausbruch des Vesuvs und vor allen Dingen die Eröffnung des Kolosseums. Dabei sind Gladiatoren-Kämpfe in der ersten Staffel allerdings noch eine Nebenhandlung, denn zuvorderst geht es à la "Ben Hur" um Wagenrennen. Das größere Vorbild der Serie ist aber offenbar "Game of Thrones" - nicht nur, weil die Hauptrolle von Iwan Rheon alias Ramsay Bolton gespielt wird. Werden wir unseren Daumen senken oder heben? Danach geht es mit "Vikings: Valhalla" (34:45) knapp 1000 Jahre in die Zukunft. Dabei sind sich Holger und Rüdiger einig, dass das angeblich freiwillig erfolgte Serienende vielleicht nicht ganz der Wahrheit entspricht. Auf die Frage, ob das die Qualität des Finales beeinträchtigt, haben sie aber unterschiedliche Antworten. Cold-Open-Frage: "Was ist uns bei den diesjährigen Emmy-Nominierungen aufgefallen?"
"House of the Dragon"-Update, "Sunny" und "Under the Bridge"
Die ganze Serienwelt spricht über "House of the Dragon" (42:37), das wieder das Gefühl von gemeinschatlichem Schauen hervorgerufen hat. Aus diesem Grund haben Michael und Rüdiger beschlossen, alle 14 Tage ein Update über die jüngsten zwei Folgen zu geben. Umso mehr, weil Episode 4 ein echter Brecher war, der sich vor keiner "Game of Thrones"-Folge verstecken muss. Bevor die beiden ohne Rücksicht auf Spoiler über die Folgen "Die brennende Mühle" und "Der rote Drache und der Goldene" sprechen, gibt es aber einen gewohnt spoilerfreien Einblick in zwei neue Serienstarts. Zum einen "Under the Bridge" (4:07) mit Riley Keough und Lily Gladstone auf Disney+, das vom wahren Mord an einer Teenagerin erzählt, der in Kanada 1997 eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Jugendgewalt nach sich zog, zum anderen "Sunny" (25:42) bei Apple TV+, das wie ein Mix aus "Severance", "Hello Tomorrow!" und den japanisch angehauchten Apple-Serien wirkt. Kann der Retro-Futurismus mit Rashida Jones in der Hauptrolle überzeugen? Und wie erzählt man eine True-Crime-Serie, wenn das Opfer dabei als ähnlich unsympathisch gezeigt wird wie die Kriminellen? Cold-Open-Frage: "Wer sollte Don King in Amazons Muhammad-Ali-Serie spielen?"
Serien, die (US-)Geschichte schreiben: Independence Day Special
Die USA feiern in dieser Woche ihren 248. Unabhängigkeitstag, weswegen man dort offenbar keine Lust hatte, uns aktuelle Screener zu schicken. Also machen Michael und Rüdiger aus der Not eine Tugend und feiern ihren eigenen Independence Day im Serienstyle. Wir gehen chronologisch von der Gründung der USA im Jahr 1776 bis ins Jahr 2010 und suchen uns Serien heraus, die retrospektiv reale Kapitel der US-Geschichte nacherzählen oder einfach perfekt das Flair der Ära einfangen. Und wie im Podcast versprochen, hier die chronolgische Liste der erwähnten Serien und wo man sie aktuell schauen kann. 1750-1861: Roots (DVD) 1770-1826: John Adams (Wow) 1776-1781: Turn: Washington’s Spies (DVD) 1825-1890: Into the West (DVD) 1842-1866: Fackeln im Sturm (DVD) 1859-1861: The Good Lord Bird (DVD) 1862-1883: 1883 (Paramount+) 1865: Nach dem Attentat (Apple TV+) 1865-1869: Hell on Wheels (Magenta TV) 1871-1877: Warrior (Wow) 1876-1879: Deadwood (Wow) 1882-1883: The Gilded Age (Wow) 1890: The English (Magenta TV) 1896-1897: Die Einkreisung - The Alienist (Netflix) 1900-1901: The Knick (Wow) 1903-1936: Harley and the Davidsons (N/A) 1908-1920: Die Abenteuer des jungen Indiana Jones (Specials bei Paramount+) 1918-1942: Industriegiganten, die die Welt veränderten (Wow) 1920-1931: Boardwalk Empire (Wow) 1931-1933: Perry Mason (Wow) 1930er: Mildred Pierce (Wow) 1941-1945: The Terror: Staffel 2 (Magenta TV) 1943: A League of their Own (Prime Video) 1943-1944: Manhattan (DVD) 1946-1949: Hollywood (Netflix) 1947: Mob City (DVD) 1955-1968: Das Damengambit (Netflix) 1956-1969: Masters of Sex (AXN White, Prime Channel) 1958-1965: The Marvelous Mrs Maisel (Prime Video) 1960-1970: Mad Men (Joyn) 1960-1963: 11.22.63 - Der Anschlag (DVD) 1968-1973: Wunderbare Jahre (N/A) 1970-1979: Mrs America (Disney+) 1971-1972: Dark Winds (RTL+) 1972-1975: White House Plumbers (Wow) 1977-1981: Mindhunter (Netflix) 1979-1992: Winning Time (Wow) 1980-1989: Die Goldbergs (joyn) 1981-1987: The Americans (Disney+) 1983-1986: Snowfall (Disney+, Prime Video) 1983-1994: Halt and Catch Fire (DVD) 1985.1987: Red Oaks (Prime Video) 1987-1993: Show me a Hero (Wow) 1987-1998: Pose (Disney+) 1989: When they see Us (Netflix) 1994-1998: American Crime Story (Disney+) 1996-2006: Dopesick (Disney+) 1998-2001: The Looming Tower (DVD) 2002-2004: Better Call Saul (Netflix) 2005: Memorial Hospital (Apple TV+) 2006-2008: Treme (Wow) 2010-2013: Newsroom (Wow)
Die besten Serien des zweiten Quartals 2024
Das zweite Quartal jedes Jahres ist normalerweise vollgestopft mit qualitativ hochwertigen Serien - schließlich liegt hier die Deadline für die Emmy-Nominierungen. Hat sich dieser Trend auch 2024 fortgesetzt? Nur ein Thema, das Michael und Rüdiger bei ihrer allgemeinen Diskussion über die Serien von April bis Juni diskutieren (3:04) - neben den Fragen, welcher Streamer sich besonders hervorgetan hat, ob Neustarts oder Fortsetzungen dominierten und ob eine Serie sich anschickt, dem ersten Quartalsfavoriten "Shogun" den Rang streitig zu machen. Fest steht auf jeden Fall, dass die drei Monate bei den beiden völlig unterschiedlich aufgenommen wurden, denn unter den Top 5 des Quartals und der lobenden Erwähnung (12:06) findet sich dieses Mal keine Gemeinsamkeit. Cold-Open-Frage: "Was war die schlechteste Serie des zweiten Quartals?"
"Aus Mangel an Beweisen" und "We Were the Lucky Ones"
1990 wurde Scott Turows Roman bereits mit Harrison Ford und Greta Scacchi als eine Art Justiz-Erotikthriller verfilmt, jetzt kommt "Aus Mangel an Beweisen" (3:29) bei Apple TV+ als Serie. Doch nicht nur das erfordert Änderungen am Drehbuch, auch die Tatsache, dass sich in den letzten 35 Jahren vieles bei Geschlechterrollen, Beweisführung und Gerichtwissen geändert hat, führt dazu, dass das Autorenteam um David E. Kelley ("Big Little Lies", "The Practice") einiges getan hat, um den Stoff zu modernisieren. Holger, Michael und Rüdiger diskutieren, ob dieser Ansatz erfolgreich ist oder man sich die Neuverfilmung hätte sparen können. Auch Disney+ hat eine neue Romanverfilmung im Angebot: "We Were the Lucky Ones" (34:25) erzählt die wahre Geschichte der polnischen Familie Kurc, die im Holocaust in alle Winde verstreut wurde und das Schrecken der Nazi-Bedrohung und des überall ans Tageslicht kommenden Antisemitismus am eigenen Leib erfuhr. Dabei stellt sich wieder einmal die Frage wie viel Hollywood der Holocaust verträgt und ob es einen Unterschied macht, wenn eine solche Geschichte autobiographisch geprägt ist. Cold-Open-Frage: "Nachdem ,Homicide' endlich ins Streaming kommt, welche alte Serie wünschen wir uns noch?"
"House of the Dragon", "The Boys", "Becoming Karl Lagerfeld" und "Sweet Tooth"
Nur eine fünfte Staffel fehlt uns in dieser Woche zur Straße beim Poker, denn wir besprechen eine erste Staffel, eine zweite, eine dritte und eine vierte Staffel in verschiedenen Konstellationen. Den Auftakte macht die vierte Staffel von Amazons "The Boys" (3:43), die Rüdiger bereits nach einer Folge wieder verloren hat, weswegen er das Feld den drei echten Fans der abgedrehten Superhelden-Serie überlässt. Nachdem Roland, Michael und Holger besprochen haben, was die Serie so besonders macht und ob die neuen Folgen das Niveau halten, wenden wir uns trotz unserer Lumpenkleidung Disneys "Becoming Karl Lagerfeld" (28:00) zu - und erklären erst einmal, warum man die Serie auf französisch schauen sollte. Der überraschenderweise nicht als Miniserie angelegte Sechsteiler mit Daniel Brühl ist dabei mehr auf den Menschen als den Modeschöpfer Lagerfeld konzentriert, was Vor- und Nachteile hat. Danach gibt es noch zwei Mal Fantasy. Zum einen startet die zweite Staffel von "House of the Dragon" (50:33) bei Wow und liefert gute Argumente weiterzuschauen bzw. sogar neu einzusteigen, denn sowohl Holger als auch Michael und Rüdiger sehen in dem Auftakt eine Steigerung. Das Finale unserer Folge bildet dann auch ein Serienfinale, denn Netflix bringt "Sweet Tooth" (1:21:32) mit der dritten Staffel zu Ende. Auf eine runde Art? Das ist die große Frage. Cold-Open-Quiz: "Welches US-Sport-Team verdankt seinen Namen einer TV-Serie?"
"Star Wars: The Acolyte" und "Clipped"
Disney+ hat diese Woche gleich zwei Serien gestartet, die eigentlich den Geschmäckern von Holger, Michael und Rüdiger auf den Leib geschneidert sind. Mit "Star Wars: The Acolyte" (3:40) startet die mittlerweile sechste Realserie aus dem "Krieg der Sterne"-Universum - und ausnahmsweise ist von Luke, Leia, Darth Vader und Co. nicht einmal ansatzweise etwas zu sehen. Die Serie von "Matrioschka"-Macherin Lesley Headland spielt etwa 100 Jahre vor "Die dunkle Bedrohung" und kann daher ohne großen Kanon-Ballast erzählen. Ob sie das ausnutzt, führt im Podcast zu großen Diskussionen. Die löste 2013 auch Donald Sterling aus, als dessen rassistische Aussagen an die Öffentlichkeit gerieten und er sein NBA-Team zwangsverkaufen musste. Der Sechsteiler "Clipped" (41:32) hatte bei uns Hoffnungen auf ein neues "Winning Time" ausgelöst, ist aber weder am Basketball-Sport noch an einem Besitzer-Biopic interessiert. Stattdessen zeigt die Miniserie im Kern nur die eine Saison aus verschiedenen Blickwinkeln und ist mehr eine Skandal- als eine Basketballchronik der Los Angeles Clippers. Funktioniert es dennoch? Cold-Open-Frage: "Welche britische Serie sollte die ARD neben ,Ghosts' noch lokalisiert adaptieren?"
"Eric", "Tracker" und "Feud: Capote vs the Swans"
Mit "Eric" (4:12) hat Benedict Cumberbatch sein neuestes Serienprojekt gefunden. Im Netflix-Sechsteiler spielt der "Sherlock"-Star den am Jim Henson erinnernden Puppenspieler Vincent, der sich im New York der 1980er mit einem imaginären Monster auf die Suche nach seinem verschwundenen Sohn macht. Kann der Mix aus Krimi, Familiendrama, Gesellschaftskritik und Psychothriller Michael und Rüdiger überzeugen obwohl sie nicht gerade zu den Cumberbitches zählen? Danach widmen wir uns zwei Serien bei Disney+. Während "Tracker" (23:42) mit "This is Us"-Star Justin Hartley für das klassische US-Fernsehen gemacht wurde und dort als Mix aus "Navy CIS", "Reacher" und "Poker Face" starke Quoten einfuhr, ist "Feud: Capote vs the Swans" (38:30) deutlich ambitionierter. Die nach siebenjähriger Pause startende zweite Staffel der Ryan-Murphy-Anthologie zeigt, wie sich Truman Capote in den 1960ern und 1970ern mit den Damen der New Yorker Elite überwarf als er deren intimste Geheimnisse für den literarischen Erfolg ausschlachtete. Cold-Open-Frage: "Was hat uns bei den neuesten Netflix-Zuschauerzahlen überrascht?"
Das brillante "Die Zweiflers", "Crooks" und "Disko 76"
In dieser Woche gehen Roland, Michael und Rüdiger ins Archiv und widmen sich drei Serien, die aus deutschen Landen stammen und von Euch gewünscht wurden - sei es, weil ihr sie empfohlen habt oder weil geteiltes Leid halbes Leid ist. Den Auftakt macht die gerade in Cannes preisgekrönte Serie "Die Zweiflers" (3:51), die bereits mit "Succession" und "Die Sopranos" verglichen wurde. Die Saga über eine jüdische Familie in Frankfurt, deren Delikatessen-Imperium Risse bekommt, versetzt uns in dieser Woche in regelrechte Euphorie. Können das auch unsere beiden Nachzügler von sich behaupten? "Crooks" (22:56) mit Frederick Lau und Kida Khodr Ramadan war der Netflix-Versuch, "4 Blocks" zu wiederholen, für den man sich mit u.a. Marvin Kren auch die gleichen Verantwortlichen gesucht hat. Mit "Disko 76" (38:56) hingegen bringt RTL+ seine Version der Ku'damm Reihe und erzählt eine mit Disco-Musik unterlegte Tanzromanze, der man eigentlich richtig böse sein sollte, aber es irgendwie dann doch nicht sein kann. Cold-Open-Frage: "Wer sollte gegen Nicolas Cage in ,Spider-Man Noir' antreten?"
"Bridgerton", "The Tattooist of Auschwitz" und "Ein Gentleman in Moskau"
Drei ganz unterschiedliche Serien mit historischem Bezug haben wir uns in dieser Woche vorgenommen, die Michael und Rüdiger sowohl alphabetisch als auch chronologisch besprechen. Zum Auftakt begeben wir uns mit der ersten Hälfte der dritten Staffel von "Bridgerton" (3:30) zurück ins 19. Jahrhundert wo natürlich wieder ein neues Kind der Bridgerton-Familie unter die Haube gebracht werden soll. Dieses Mal ist allerdings noch nicht so ganz klar, für wen am Ende die Hochzeitsglocken läuten, denn sowohl Colin als auch Benedict und Francesca Bridgerton haben neue bzw. alte Love Interests. Eine davon wird mit Nicola Coughlan vom heimlichen Star der Netflix-Serie verkörpert. Hilft Michael das, die Serie doch noch zu mögen? Oder muss Rüdiger erneut als einziger die Fahne für simpel erzählte Romanzen hochhalten? Im Anschluss schauen wir, was Ewan McGregor als "Ein Gentleman in Moskau" (22:24) von den 1920ern bis zu den 1950ern in einem Moskauer Hotel anstellt. Die Adaption eines Romans von Amor Towles hatten sowohl Michael als auch Rüdiger auf ihren Vorfreudelisten. Wird die Serie von Paramount+ den Erwartungen gerecht? Und schließlich verfilmt Sky mit "The Tattooist of Auschwitz" (48:13) einen Roman von Heather Morris, der die wahre Liebesgeschichte von Lale Sokolov und Gita Fuhrmannova erzählt, vom Auschwitz-Museum aber stark kritisiert wurde. Macht es die Serie mit Harvey Keitel und Melanie Lynskey besser? Cold-Open-Frage: "Wer solten die neuen 'Mr. und Mrs. Smith' werden?"
"Maxton Hall", "Dark Matter", "Knuckles" und endlich neues "Tokyo Vice"
Ein wilder Genre-Mix erwartet uns im heutigen Podcast. Zum Auftakt sprechen Holger, Michael und Rüdiger über Apples neuen Sci-Fi-Streich "Dark Matter - Der Zeitenläufer" (4:06), das etwas anders als Marvel auf Parallel-Universen blickt. In der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Blake Crouch muss sich Joel Edgerton als Physiker auf der Suche nach seiner Ehefrau (Jennifer Connelly) und seinem alten Leben durch verschiedene Versionen von Chicago kämpfen. Ist die Serie mehr als ein faszinierendes High-End-Konzept? Danach nimmt Holger die Tür in eine andere Welt und Michael und Rüdiger bleiben zurück, um endlich über die neuen Folgen von "Tokyo Vice" (25:50) zu sprechen, das mittlerweile bei ProSieben Fun / Joyn läuft und auch ohne Michael Mann ein Serien-Kleinod bleibt. Das kann man über die neue Amazon-Serie "Maxton Hall: The World Between Us" (50:03) nicht gerade behaupten, die Mona Kastens Erfolgsroman(ze) "Save Me" in eine Ansammlung von Teenie-Klischees verwandelt, die weder ihre Protagonisten noch ihr Publikum Ernst nimmt. Hat "Knuckles" (1:09:29) das gleiche Problem oder wird das auf Zehnjährige ausgelegte "Sonic the Hedgehog"-Spin-off von Paramount+ Michaels Nominierung aus dem Vorschau-Podcast gerecht? Cold-Open-Frage: "Nach Taylor Swifts Freund Travic Kelce: Welchem Sportler trauen wir noch eine Serienrolle zu?"
"Ein ganzer Kerl" und "Shardlake"
Zwei Romanadaptionen stehen in dieser Woche im Fokus des Podcasts. Netflix hat mit "Ein ganzer Kerl" (3:10) Tom Wolfes zweiten Roman "A Man in Full" verfilmt. In der Serie von David E. Kelley spielt Jeff Daniels einen Immobilienhai, der angeblich nichts mit Donald Trump zu tun hat, aber dennoch die Assoziation geradezu aufzwingt. Ob das ein Vor- oder Nachteil ist, sind sich Rüdiger und Holger nicht ganz sicher. Und auch über "Shardlake" (28:55), einer Adaption der Historenkrimis des kurz vor dem Start verstorbenen Autors C.J. Sansom, gibt es viel zu diskutieren. Ganz besonders, weil Holger die Romanvorlage gut kennt und liebt. "Was ist unsere liebste Serienfigur aus der Arbeiterschicht?"
"Dead Boy Detectives" und das tolle "Dark Winds" geht weiter
Mit "Dead Boy Detectives" (3:50) will Netflix das Loch bis zur nächsten "Sandman"-Staffel überbrücken. Immerhin feierten die Figuren ihren Ursprung in einem der "Sandman"-Comics von Neil Gaiman. Allerdings hat die Serie eine recht komplizierte Entstehungsgeschichte, die Netflix dazu zwang, die Verbindung mit der Mutterserie erst nachträglich herzustellen. Holger, Roland und Rüdiger diskutieren, ob sich das auf die Qualität auswirkt. Im Anschluss sagt Roland Lebewohl und wir sprechen zu zweit über die zweite Staffel von "Dark Winds" (34:30), die RTL+ heimlich, still und leise ins Programm aufgenommen hat und von den Vorsitzenden des ersten deutschen Zahn-Mc-Clarnon-Fanpodcasts dankbar entdeckt wurde. Können die neuen Folgen das Niveau der ersten Staffel halten? Cold-Open-Frage: "Welche Serienfigur würde einen guten Geschworenen im Trump-Prozess abgeben?"
"The Sympathizer" und der Geheimtipp "Rentierbaby"
Zwei Serien, die wild in Genres hin- und herspringen, haben sich Michael und Rüdiger in dieser Woche vorgenommen. Mit der Wow-Serie "The Sympathizer" (3:52) verfilmen Regisseur Park Chan-wook ("Oldboy") sowie der Produzent und vierfache (!) Hauptdarsteller Robert Downey Jr. einen Puliterpreis-gekrönten Roman von Viet Thanh Nguyen, der mit der Geschichte eines vietnamesischen Triple-Agenten einen satirischen Blick auf die amerikanische Sicht des Vietnamkriegs wirft. Der Siebenteiler versucht Agententhriller, Einwandererdrama und Hollywoodsatire unter einen Hut zu bringen. Kann das gelingen? Einen ähnlichen Balanceakt versucht auch die Netflix-Serie "Rentierbaby" (32:11) in der Komiker Richard Gadd eine eigene Stalking-Erfahrung verarbeitet und mit dem Mix aus Psychothriller und Schwarzer Komödie schonungslosen Seelen-Striptease betreibt. Eine Serie, die man einerseits gesehen haben muss, andererseits aber nur schwer zu ertragen ist. Cold-Open-Frage: "Wer sollte im ,For all Mankind'-Spinoff ,Star City' mitspielen?"
"Fallout", "Franklin" und "Iwájú"
Mit "Fallout" (4:23) versucht Amazon mal wieder eine neue große Serien-Franchise zu starten. Die Adaption einer mehr als 25 Jahre alten, populären Videospielreihe kommt dabei zu einem Zeitpunkt an dem Videospiel-Verfilmungen dank "The Last of Us", "Arcane" und Co. eine kleine Renaissance erleben. Kann die Endzeit-Serie der "Westworld"-Macher Jonathan Nolan und Lisa Joy daran anknüpfen und eine auch als Serie stimmige Erzählung abliefern? Das versuchen Michael und Rüdiger, die die Spiele nur rudimentär kennen, einzuschätzen. Während "Fallout" auf Retrofuturismus setzt, setzt die Disney-Animationsserie "Iwájú" (53:05) auf Afrofuturismus und zeigt ein Lagos der Zukunft. Obwohl der Stil der Serie klar auf kleiner Kinder angelegt ist, sind es die thematischen Inhalte wie Kindesentführung nicht gerade. Ein Umstand, der im Podcast zu unterschiedlichen Einschätzungen der Serie von Walt Disney Animation führt. Die gibt es auch bei "Franklin" (35:12) von Apple TV+ in der Michael Douglas in den 1870ern acht Folgen lang durch Frankreich irrt. Eigentlich soll er als Benjamin Franklin militärische und finanzielle Unterstützung der Franzosen im Unabhängigkeitskrieg gegen die Engländer sichern. Tatsächlich gräbt er aber in erster Linie Frauen an und hängt auf Partys ab. Ist das im Sinne des Erfinders? Cold-Open-Frage: "Was halten wir vom angedachten ,Heroes'-Reboot?"
"Ripley" und "John Sugar"
Film noir, Hardboiled oder Schwarze Serie: Das beliebte Hollywood-Genre der 1930er bis 1950er hat viele Namen, aber gerade im modernen Serienbereich nur wenige Beiträge. Das ändert sich in dieser Woche, denn sowohl die Netflix-Serie "Ripley" (4:03) mit Andrew Scott als Patricia Highsmiths berüchtigter Hochstapler, als auch Apples "John Sugar" (44:54) mit Colin Farrell als Privatermittler im modernen Los Angeles zollen dem Film noir Tribut - allerdings auf ganz unterschiedliche Art. Während "John Sugar" Szenen aus alten Filmklassikern in die Serie einbindet, imitiert "Ripley" den Stil der großen Klassiker mit schwarz-weiß-Bildern und einer sehr statischen Kamera. Die unterschiedlichen Herangehensweisen führen auch bei Michael und Rüdiger zu ganz unterschiedlichen Resonanzen. Zwar kommen sie dabei nicht auf eine Linie, haben aber jeder für sich eine der bisher besten Serien des Jahres darunter entdeckt. Cold-Open-Frage: "Wen sollte Ryan Coogler in seinem ,Akte X'-Reboot besetzen?"
Die besten Serien des ersten Quartals 2024 mit "X-Men '97" und "Renegade Nell"
Die ersten drei Monate des neuen Serienjahres sind schon wieder vorbei, höchste Zeit für Michael und Rüdiger zum ersten Mal Bilanz zu ziehen. Wie ist der Auftakt 2024 insgesamt einzuschätzen? Gab es viel Gutes, viel Müll oder viel Mittelmaß? Welche Streamingdienste haben von Januar bis März die wohlriechendste Duftmarke gesetzt? Und welche Serien haben die beiden auf den letzten Drücker noch gesehen oder nachgeholt, um zu überprüfen ob sie einen Platz in den Top 5 verdient haben? Zwar dürfte allen treuen Hörern klar sein, welche Serie bei uns den Spitzenplatz belegt, dahinter warten aber vielleicht einige Überraschungen und Geheimtipps auf Euch.
"3 Body Problem" und "Kafka"
Mit "3 Body Problem" (4:07) wagt sich Netflix an seine bisher ambitionierteste Serienproduktion. Die 160-Millionen-Dollar teure Adaption der Trisolaris-Trilogie von Cixin Liu ist die Rückkehr der "Game of Thrones"-Macher David Benioff und D.B. Weiss zur Serie. Klar, dass da für Holger, Michael und Rüdiger die Vergleiche nicht ausbleiben. Aber vor allen Dingen versucht Buchkenner und Sci-Fi-Liebhaber Holger zu beurteilen, ob die Serie der Romanvorlage würdig ist, während Michael und Rüdiger einschätzen, ob sie auch für Serienfans funktioniert, die die Vorlage nicht kennen. Letztere Frage sollte sich bei "Kafka" (45:00) eigentlich erübrigen, schließlich gilt der Autor, dem die ARD zum 100. Todestag ein sechsteiliges Biopic widmet, als meistgelesener deutschsprachiger Schriftsteller aller Zeiten. Erfolgsautor Daniel Kehlmann und der gefeierte Serienmacher David Schalko versuchen sich an dem Stoff, der alles andere als ein klassisches Biopic ist, sondern Leben und Schaffen von Franz Kafka in Einklang zu bringen versucht. Ist das Resultat ein literarischer Hochgenuss oder Kunstkacke? Über dieser Frage herrscht im Podcast große Diskrepanz. Cold-Open-Frage: "Welche Serienfigur und welche Reality-Show könnten ein Crossover machen?"
"Helgoland 513", "Death and other Details" und "Nach dem Attentat"
Mit "Helgoland 513" (34:45) verabschiedet sich Sky von seinen Eigenproduktionen. Ist die Serie um das Nordsee-Einland, das sich als letzte Bastion gegen eine Pandemie erweist und diesen Status mit aller Macht auch gegen die eigene Bevölkerung verteidigt, ein würdiges Finale für Sky? Oder ist es ein Beleg dafür, dass es vielleicht wirklich höchste Zeit ist, die Original-Ära zu beenden? Tödlich geht es auch in unseren anderen beiden Serien zu. Mit "Death and other Details" (4:20) springt Disney+ auf die durch "Knives Out" angestoßene Welle der Murder Mysterys auf und lässt Mandy Patinkin auf einem Kreuzfahrtschiff einen Mord ermitteln. Holger, Michael und Rüdiger kombinieren, ob sich der Zehnteiler lohnt und lösen am Ende noch einen weiteren Mord, den an Abraham Lincoln. Die Apple-Serie "Nach dem Attentat" (57:22) beschäftigt sich mit der Jagd auf John Wilkes Booth, hat aber eigentlich mehr Interesse an den politischen Ursachen und Folgen des Attentats auf den 16. US-Präsidenten als an der Suche nach dem Attentäter. Funktioniert diese Entscheidung? Und schafft es "Manhunt" (Original-Titel) anders als Steven Spielbergs "Lincoln" Michael wach zu halten? Cold-Open-Frage: "Welche Neubesetzung von ,Only Murders in the Building' finden wir am Interessantesten?
"The Gentlemen", "Das Signal" und "Supersex"
Gleich drei neue Serien wirft Netflix in dieser Woche auf den Markt. Mit "The Gentlemen" (3:13) startet die erste Serie von Guy Ritchie, die vom Titel her an seinen Kinofilm von 2019 anknüpft. Allerdings tun sich Holger, Michael und Rüdiger schwer, abgesehen von der gleichen Grundidee, exakt die Schnittstelle zwischen den beiden Projekten zu finden. Ob das auch zu einem Unterschied in der Qualität führt, ist die zentrale Frage, die wir im ersten Teil beantworten. Inhaltliche Parallelen finden sich auch bei "Das Signal" (29:21) von und mit Florian David Fitz, das wir gefühlt bereits vor ein paar Wochen besprochen haben - damals noch unter dem Titel "Constellation". Die Apple-Serie hatte bei uns für gespaltene Reaktionen gesorgt, bei "Das Signal" finden wir dagegen eine einheitliche Meinung. Und schließlich schickt "Supersex" (49:51) Michael und Rüdiger in die Welt des Pornos. Das Biopic über Rocco Siffredi hat sich vorgenommen, einen feministischen Blick auf die Welt der Schmuddelfilme zu werfen. Doch wie weit kann das gelingen, wenn der Protagonist selber in die Produktion der Serie eingebunden wurde? Cold-Open-Frage: "Wer sollten den Hasselhoff-Part im neuen ,Baywatch' übernehmen?"
"Shogun", "The Regime" und "Die frei erfundenen Abenteuer von Dick Turpin"
Es hat ein wenig gedauert, aber wir haben endlich das erste richtige Serien-Highlight des Jahres. Sowohl für Holger, als auch für Michael und Rüdiger ist einer der drei Neustarts der Woche schon jetzt ein Kandidat für die Spitzenplätze am Ende des Jahres. Doch welche aus dem Trio wird es sein? "Shogun" (4:28), die Neuverfilmung des James-Clavell-Romans auf Disney+, die von der ersten Ankündigung sage und schreibe 10 Jahre bis auf unsere Bildschirme gebraucht hat und mit der Richard-Chamberlain-Miniserie von 1980 in die Fußstapfen einer Miniserien-Legende treten muss? HBOs Politsatire "The Regime" (1:01:55) in der Kate Winslet ein osteuropäisches Land mit harter Hand und keimempfindlicher Nase regiert? Oder gar das klamaukige "Die frei erfundenen Abenteuer von Dick Turpin" (49:18), das bei Apple TV+ britische Komiker wie Noel Fielding oder Greg Davies und "Downton Abbey"-Patriarch Hugh Bonneville auf eine Folklore-Legende loslässt? Cold-Open-Frage: "Wer sollte den Hedge Knight im nächsten .Game of Thrones'-Spin-off spielen?"
"Avatar", "Constellation", "The Walking Dead: The Ones who live" und ein "True Detective: Night Country"-Fazit
Mit "Avatar: Der Herr der Elemente" (3:36) startet Netflix die nächste Realverfilmung einer Anime-Serie. Nach dem enormen Erfolg von "One Piece" dürften nicht nur bei dem Streamingdienst sondern auch bei den Fans die Erwartungen sehr hoch sein. Allerdings hat der Ausstieg der Schöpfer der Animations-Serie bereits vorab die Sorgen hochkochen lassen, dass es das nächste "Cowboy Bebop" werden könnte. Michael, der das Original geliebt hat, und Rüdiger, der zum ersten Mal in die Welt von "Avatar" eintaucht, versuchen zu ergründen, ob es für Fans und Neueinsteiger der nächste üotenzielle Hit ist. Überhaupt nicht für Neueinsteiger geeignet ist auf jeden Fall "The Walking Dead: The Ones who Live" (31:09), der sechste Serienableger aus dem "Walking Dead"-Universum. Da es die Rückkehr von Andrew Lincoln zur Serie markiert, sind die Hoffnungen groß, dass das Franchise zu alter Stärke zurückfindet. Auch für einen Zombie-Agnostiker und einen Hate-Watcher? Im Anschluss kommt Roland dazu, um mit "Constellation" (46:45) über die nächste Sci-Fi-Serie aus dem Hause Apple zu sprechen. Oder ist es ein Thriller, eine Mystery oder ein Psychodrama? Eine Frage, bei der man ebenso zu unterschiedlichen Antworten kommen kann wie bei der Frage, ob die Serie gut ist. Und schließlich liefern wir am Ende noch ein (Vorsicht: Spoiler) Fazit von "True Detective: Night Country" (1:08:23), das gut genug war, um bereits eine neue Staffel zu bekommen. Hat die Serie mit Jodie Foster am Ende die hohen Erwartungen nach zwei Folgen auch erfüllt?Cold-Open-Frage: "Von welchen entmachteten Showrunnern hätten wir gerne eine Kritik ihrer Serien?"
"Zwei an einem Tag", "The New Look", "Criminal Record" und "Stonehouse"
Apple TV+ war im letzten Jahr unser und Euer Lieblings-Streamer, und so verwundert es nicht, dass einer Eurer meistgewünschten Nachreicher aus dem Januar auch aus Cupertino stammt. "Criminal Record" (29:40) lässt Cush Jumbo und Peter Capaldi auf einen Mordfall und gegeneinander los, und kurz vor dem Staffelfinale checken Holger, Michael und Rüdiger was der Brit-Krimi kann. Zuvor sprechen sie aber über eine neue Apple-Serie. "The New Look" (3:50) mit Ben Mendelsohn und Juliette Binoche widmet sich dem Mode-Duell zwischen Christiane Dior und Coco Chanel während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Ist das Ganze Haute TV Couture oder eher Fast Serienfashion? Historisch geht es auch bei "Stonehouse" (1:03:02) zu, die jetzt in der Arte Mediathek zu finden ist. "Succession"-Star Matthew Macfadyen wird darin zu einer Art Tom Wambsgans der 1970er und sorgt als Labour-Politiker John Stonehouse für einen Spionageskandal im britischen Parlament. Und schließlich sprechen wir noch über die neue Netflix-Serie "Zwei an einem Tag" (44:12), die den David-Nicholls-Roman besser adaptieren will, als es der 2011er Film mit Anne Hathaway getan hat. Ob das erfolgreich gelungen ist, sorgt bei Michael und Rüdiger für kräftige Diskrepanz. Cold-Open-Frage: "Was aus dem ,The Crown'-Fundus hätten wir gerne ersteigert?"
"Quantum Leap", "Brothers Sun", "Artful Dodger" und "Iris - Die Wahrheit"
Mit "Quantum Leap" (39:42) bringen ProSieben und Joyn+ zumindest Rüdiger eine Jugenderinnerung zurück, denn das Sci-Fi-Drama setzt das von vielen geliebte "Zurück in die Vergangenheit" fort. Statt Scott Bakula springt nun Raymond Lee durch die Zeit und muss in immer neuen Körpern die Geschichte zum bBesseren wenden. Funktioniert dieser Ansatz auch noch im Jahr 2023? Etwas, was sich Michael, Roland und Rüdiger auch über das Mitte Januar bei Disney+ gestartete "The Artful Dodger" (3:43) fragen, denn die australische Miniserie mit "Damengambit"-Star Thomas Brodie-Sangster setzt "Oliver Twist" fort – allerdings mit einem (ha,ha) Twist: Der Taschendieb ist mittlerweile Chirurg geworden, wird aber von seinen diebischen Trieben (und einer Gouverneurstochter) in Verführung geführt. Ein Spaß, der ebenso überraschend blutig daher kommt, wie das zu Jahresbeginn bei Netflix gestartete "The Brothers Sun" (24:40) mit Michelle Yeoh, das Slapstick und Hongkong-Action zusammenführt. Passt das zusammen? Und schließlich erfüllen wir mit "Iris - Die Wahrheit" (1:00:42) noch einen Hörerinnen-Wunsch und versuchen zu ergründen, ob Sofia Helin 13 Jahre nach "Die Brücke" das Ermitteln verlernt hat, oder für einen neuen Nordic-Noir-Klassiker sorgt. Cold-Open-Frage: "Welche mehr als fünf Jahre alte sollte wie ,The Terror' weitergeführt werden?"
"Mr. & Mrs. Smith", "Griselda" und "Percy Jackson: Die Serie"
Auch in dieser Woche haben sich Michael und Rüdiger einen Mix aus neuen und alten Serien vorgenommen. Den Auftakt macht "Mr. & Mrs. Smith" (4:03) bei Prime Video, die glücklicherweise mit dem Brad Pitt / Angelina Jolie Vehikel von 2005 nichts gemein hat. Die Serie von und mit Donald Glover ist mehr Beziehungsdrama als Actionspektakel - eine Formel, die für nahezu sämtliche Kritiker aufgeht. Auch für uns? Im Anschluss widmen wir uns der Netflix-Miniserie "Griselda" (25:43) mit Sofia Vergara, die ein Artverwandter von "Narcos" und "Narcos: Mexico" ist. Allerdings mit einem zentralen Unterschied im Angang, der uns starke Bauchschmerzen bereitet. Und schließlich reichen wir noch die Serien-Neuauflage von "Percy Jackson" (43:19) nach, die sich in erster Linie an ein jugendliches Publikum richtet. Funktioniert sie auch für im Herzen Junggebliebene? Cold-Open-Frage: "Welche TV News sind uns in dieser Woche aufgefallen?"
"Oderbruch", "True Detective: Night Country", "Masters of the Air", "Expats", "Echo", "The Crown": Das Serien-Sixpack
In der heutigen Woche beginnen Roland, Michael und Rüdiger damit, unser Lager aufzuräumen und ein paar liegengebliebene Serien wie "Echo" (1:23:01) oder das Finale von "The Crown" (1:39:56) wegzuschaufeln. Aber natürlich haben wir endlich auch wieder aktuelle Serien geschaut und so reden Michael und Rüdiger über den "Band of Brothers"-Nachfolger "Masters of the Air" (6:16) bei Apple TV+, schauen was Nicole Kidmans Amazon-Serie "Expats" (27:30) kann und sprechen über die ARD-Mystery "Oderbruch" (47:45) - und stellen dabei fest, dass sie jede Menge Parallelen zur neuen Staffel von "True Detective" (1:01:20) bei Wow hat. Der große Vorteil von "Night Country" lässt sich dabei allerdings in zwei Worte fassen: Jodie Foster, die mit dem Sechsteiler ihr triumphales Serien- und Ermittlercomeback feiert.
Eure und unsere besten Serien 2023
EMit etwas Verspätung, aber dafür besonders ausführlich widmen wir uns den besten Serien des Jahres 2023. In guter alter Tradition haben Holger, Michael, Roland und Rüdiger ihre 10 besten Serien des Jahres zusammengesucht, treten aber in dieser Folge in den Hintergrund, denn im Fokus steht natürlich wieder die Top 10 von Euch, die mit erwarteten Favoriten und ein paar faustdicken Überraschungen aufwartet. Zudem gab es ein richtiges Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen drei Serien, die allesamt auf 75-77 Eurer 123 eingeschickten Listen standen - und die auch erstaunliche Überschneidungen zu unseren Bestenlisten haben. Dabei erweist sich ein Streamingdienst als überraschender Dominator des Jahres 2023, wie wir auch in unserer anfänglichen Rekapitulation des Serienjahres feststellen.
Serienvorschau 2024: 33 Serien auf die wir uns im neuen Jahr freuen
Andere gießen Blei oder fassen gute Vorsätze, wir läuten das neue Jahr traditionell mit einem Blick auf die Serien ein, die (voraussichtlich) in den kommenden 366 Tagen starten werden. Holger, Michael und Rüdiger haben aus mehr als 150 Serienstarts die herausgesucht, die für sie persönlich das meiste Potenzial bieten. Nach Anbietern geordnet, haben sie ingesamt elf Serien zu bestücken - je zwei von Netflix und Apple, je eine von Amazon, Disney, Paramount, Wow und anderen Anbietern sowie eine Fortsetzung und eine Wild Card von allen Anbietern. Dabei gibt es die erwarteten, allseits bekannten Highlights, aber auch kleine Geheimtipps, die in guter aller Tradition dann auch ausführlich im Podcast besprochen werden sobald sie starten. Team Holger Kafka (4:35, ARD) Annas Boys (17:09, Prime Video) The Gentlemen (19:07, Netflix) Turmschatten (32:50, Paramount+) Disclaimer (36:54, Apple TV+) Time Bandits (47:11, Apple TV+) Get Millie Black (50:40, Wow) A Thousand Blows (1:03:08, Disney+) Die drei Sonnen (1:05:17, Netflix) Bad Sisters: Staffel 2 (1:18:24, Apple TV+) The Regime (1:19:55, Wow) Team Michael Der Tätowieren von Auschwitz (7:28, Wow) Dead Boy Detectives (14:16, Netflix) Shardlake (22:00, Disney+) Franklin (31:03, Apple TV+) Those About to Die (39:42, Prime Video) Andor: Staffel 2 (45:58, Disney+) Knuckles (52:53, Paramount+) Fünf Freunde (1:00:46, ZDF) Chief of War (1:08:29, Apple TV+) Avatar: Der Herr der Elemente (1:15:40, Netflix) Toxic Town (1:22:05, Netflix) Team Rüdiger Black Doves (9:53, Netflix) The Ballad of Renegade Nell (12:37, Disney+) Manhunt (25:49, Apple TV+) Informant (28:39, ARD) Kings of America (42:05, Netflix) A Gentleman in Moscow (44:00, Paramount+) Expats (55:51, Prime Video) True Detective: Night Country (58:10, Wow) Sugar (1:11:48, Apple TV+) Pachinko: Staffel 2 (1:14:03, Apple TV+) The Last Days of the Space Age (1:24:16, Disney+)
Mailbag: Wir beantworten Eure Fragen
Zum zweiten Mal haben wir Euch eingeladen, uns Fragen zu schicken und ihr habt wieder fleißig geantwortet. Herausgekommen ist ein kunterbunter Blick hinter die Kulissen des Podcasts kombiniert mit Tipps abseits von Serien, unseren Listen der besten Feiertagsfolgen, die Antwort auf die Frage wer der netteste und unfreundlichste Streamer ist und die Offenlegung von Michael, Holger und Rüdiger ob sie vielleicht klammheimlich glauben, sie hätten die größere Expertise als die anderen und welche Serienmeinung des jeweils anderen sie nur kopfschüttelnd hinnehmen können. Noch immer könnt ihr übrigens Eure besten Serien des Jahres 2023 an Serienweise (at) web.de einschicken. Einssendeschluss ist der 13.1.
Die besten Serien aller Zeiten (Platz 25-1)
Nachdem wir letzte Woche die erste Hälfte Eurer Top 50 vorgestellt haben, kommen wir in dieser Woche endlich zur spannenden Frage: Was ist wirklich Eure liebste Serie aller Zeiten? Ist es eine der üblichen Verdächtigen? Oder habt ihr für eine faustdicke Überraschung gesorgt? Klar ist auf jeden Fall, dass sich auch in den Top 25 ein eklektischer Mix aus Klassikern, Kritikerlieblingen und Jugendserien wiederfindet. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Eure unermüdlichen Einsendungen - und da nach der Liste bekanntlich vor der Liste ist, könnt ihr uns Eure besten Serien des Jahres 2023 an Serienweise (at) web.de einschicken. 5:05 Platz 25 9:04 Platz 24 13:16 Platz 23 17:41 Eure 10 besten Neflix-Originals 19:00 Platz 22 24:28 Platz 21 28:14 Platz 20 34:41 Platz 19 38:58 Michaels Top 10 Serien 50:38 Platz 18 54:03 Platz 17 57:21 Platz 16 1:01:34 Platz 15 1:04:24 Platz 14 1:08:17 Eure 10 liebsten Sitcoms 1:09:13 Platz 13 1:13:35 Platz 12 1:16:58 Platz 11 1:20:25 Platz 10 1:23:53 Eure 5 besten "Star Trek"-Serien 1:24:37 Platz 9 1:26:56 Platz 8 1:30:30 Platz 7 1:36:45 Platz 6 1:41:24 Die Top 10 Serien der Hörerinnen 1:43:30 Platz 5 1:47:51 Platz 4 1:52:48 Platz 3 1:57:16 Platz 2 2:01:51 Platz 1
Die besten Serien aller Zeiten (Platz 50-26)
Wir haben Euch gebeten, die besten Serien aller Zeiten einzuschicken, und ihr habt auf überwältigende Art und Weise reagiert. Klar, dass wir Eure Mühe auch entsprechend würdigen mussten, und so wird "Die besten Serien aller Zeiten" jetzt zur Doppelfolge. In dieser Woche stellen wir Eure Plätze 50-25 vor, nächste Woche folgen dann die Plätze 25-1. Und dazu streuen wir dazwischen immer wieder Mini-Top-10-Listen von unseren eigenen Favoriten oder speziellen Serien-Kategorien ein. 8:27 Platz 50 13:16 Platz 49 17:47 Platz 48 21:42 Platz 47 26:02 Rüdigers Top 10 37:50 Platz 46 40:51 Platz 45 43:30 Platz 44 45:45 Platz 43 49:13 Platz 42 52:20 Eure 10 besten Miniserien 54:57 Platz 41 57:29 Platz 40 1:00:15 Platz 39 1:02:29 Platz 38 1:06:22 Platz 37 1:09:32 Holgers Top 10 1:20:09 Platz 36 1:22:41 Platz 35 1:24:36 Platz 34 1:29:35 Platz 33 1:31:24 Eure 10 besten deutschen Serien 1:33:42 Platz 32 1:36:08 Platz 31 1:38:35 Platz 30 1:41:35 Platz 29 1:44:41 Platz 28 1:46:43 Platz 27 1:48:58 Eure 10 besten, noch nicht abgeschlossenen Serien 1:50:08 Platz 26
"Davos 1917" und "Reacher"
"Davos 1917" (4:44) soll für die ARD das große Serien-Event zum Jahresende werden. Rüdiger fühlt sich bei der Agentengeschichte vor Weltkriegs-Kulisse an "Babylon Berlin" erinnert, Michael entdeckt dagegen mehr Parallelen zur wahren Geschichte von Elsbeth Schragmüller. Die wichtigste Frage lautet aber: Lohnt sich die mit 18 Millionen Schweizer Fragen teuerste Schweizer Serie aller Zeiten? Im Anschluss kommt Holger dazu und spricht mit Rüdiger über die zweite Staffel von Amazons "Reacher" (30:19) - und wundert sich erst einmal darüber, warum man sich mit "Trouble" ausgerechnet das elfte Buch von Lee Child ausgesucht hat, das ein wenig aus der "Reacher"-Art geschlagen ist. Apropos schlagen: Das ist natürlich auch in den neuen Folgen ein großes Thema, nicht immer zu unserem Wohlgefallen. PS: Ihr seid wieder aufgerufen, Eure besten Serien des Jahres 2023 an Serienweise (at) web.de zu mailen. Cold-Open-Frage: "Was halten wir von Apples und Paramounts Bundle-Plänen?"
Die Serienweise Awards 2023
Zum vierten Mal haben Michael und Rüdiger hunderte Serienstaffeln gesichtet, um die besten und die schlechtesten des Jahres zu küren. In insgesamt 40 Kategorien vergeben sie die prestigeträchtigen Serienweise Awards für die besten, bizarrsten, blutigsten, lustigsten oder berührendsten Serien und Szenen des Jahres. Und wie immer heben sie einige namhafte Namenspaten für die Kategorien gefunden: von Halle Berry und Sylvester Stallone über Hansi Flick und Thomas Gottschalk bis zu Helene Fischer und Taylor Swift.