
relevant – das Wochenmagazin
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Gesellschaftlicher Zusammenhalt in Zeiten der Digitalisierung
Das Handy ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken – es ist ständiger Begleiter und vielseitiger Helfer. Aktenschränke sind leer, das Zugticket hat seinen Glanz verloren: Die Digitalisierung hat unsere Gesellschaft grundlegend verändert. Sie bringt viele Vorteile: etwa weniger Papierkram und die Möglichkeit, jederzeit mit anderen in Kontakt zu treten. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Digitale Geräte sind teuer und nicht alle Menschen profitieren gleichermassen. Welche Chancen und Risiken die Digitalisierung mit sich bringt, zeigt die Studie «DigitalBarometer». In dieser Folge von «relevant» schauen wir uns die Ergebnisse gemeinsam mit einer Soziologin an. Wir fragen bei einem Inklusionsexperten und einer betroffenen Person nach, wie sie den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft in Zeiten der Digitalisierung sehen. Und zum Schluss sprechen wir mit einer spirituellen Gemeinschaft, die sich fast ausschliesslich digital vernetzt.
Mission: Wieso gibt es sie noch?
Mission wirkt für viele Menschen in der heutigen Zeit befremdlich. Missionieren assoziiert man damit, dass einem der Glaube einer anderen Gruppe, Organisation oder Sekte übergestülpt wird – wenn nötig mit Gewalt. Denn negative Zeitzeugnisse aus der Kirchengeschichte und speziell auch aus der Zeit der Kolonialisierung gibt es schliesslich genug. Darum, so die gängige Meinung, brauche es Mission heute eigentlich gar nicht mehr. Sie sei nicht mehr zeitgemäss. All diese Argumente sind wahr und auch ein Stück weit nachvollziehbar. Sie werden dem Thema «Mission» aber nicht vollständig gerecht. Denn Mission ist mehr als nur «den Glauben überstülpen». Und ja, Mission gibt es auch heute noch. Wir tauchen in dieser «relevant»-Folge tiefer ein und reden unter anderem darüber, was Mission ist und wie sie mit den aktuellen Feiertagen von Auffahrt und Pfingsten zusammenhängt. Zu Wort kommen der Leiter einer Missionsgesellschaft, aber auch eine Theologin, ein Theologe und ein Religionsexperte, die sich tiefgehend mit diesem Thema befasst haben.
Keine neue Folge diese Woche
«Zurück zum Ursprung» – 500 Jahre Täuferbewegung
Während der Reformation vor 500 Jahren entstand in Zürich auch die Täuferbewegung. Verschiedene theologische und politische Differenzen zur damaligen Staatskirche führten zu Verfolgung, Unterdrückung und nachfolgender Auswanderung in die ganze Welt.
Arbeit und die Sinnfrage: Macht mein Job Sinn?
Sinnstiftende Tätigkeiten … Erfüllung … Work-Life-Balance: So hören sich mittlerweile die Wunschliste oder auch Angebote an, welche von Arbeitnehmenden auf Jobsuche und auch im Zusammenhang mit ausgeschriebenen Arbeitsstellen formuliert werden. So gehen wir der Frage auf den Grund: Was macht Freude am Job? Sinn bei der Arbeit?
Frieden fördern - Frieden erhalten
Am 8. und 9. Mai 2025 läuten an vielen Orten in der Schweiz und weiteren europäischen Ländern die Kirchenglocken. So, wie am 8. Mai 1945 zum Ende des zweiten Weltkriegs die Glocken geläutet haben. Es war vor 80 Jahren ein Zeichen für den Frieden, der nach dieser schrecklichen Zeit anbrechen sollte. Heute soll es für uns eine Erinnerung sein, dass wir dankbar sein dürfen, dass wir in einer so langen Friedenszeit leben – hier in Mitteleuropa.
Papst Franziskus und sein Nachfolger
Am Ostermontag 2025 verstarb Papst Franziskus, nur kurze Zeit, nachdem er auf dem Petersplatz noch den Ostersegen gesprochen hatte. Er wird als weltoffener Pontifex und als Papst der Armen gesehen, ganz nach seinem Vorbild Franz von Assisi.
Wie Jesus durch Leiden ein «Happy End» für alle ermöglichte
Am Karfreitag vor mehr als zweitausend Jahren wurde Jesus Christus verurteilt, brutal gefoltert und am Kreuz hingerichtet – mit fadenscheinigen Argumenten. Die Geschichte war hier aber nicht zu Ende: Laut der Bibel ist Jesus bereits kurz darauf auferstanden – wir feiern dies am Ostersonntag. Doch wo liegt der tiefere Sinn dieses unmenschlichen Leids?
Was die Karwoche und Ostern bedeuten
Ostern ist eines der wichtigsten Feste des Christentums. Tatsächlich wurden Karfreitag und Ostern jedoch auch für die ganze Gesellschaft zu bedeutenden Feiertagen, die zumindest freie Tage und ein verlängertes Wochenende bedeuten.
KI und der Mensch
Schon heute ist künstliche Intelligenz teilweise in der Lage, menschliche Fähigkeit wie logisches Denken, Lernen, Planen und Kreativität zu imitieren. Mittlerweile sind virtuelle Assistenten, KI-Bildgeneratoren und Sprach- und Gesichtserkennungssysteme auch in der breiten Öffentlichkeit angekommen.
Was Familien in der Schweiz bewegt
Fast vier von fünf Schweizer Familien sind zufrieden mit ihrem Familienleben: Das ist eine der guten Nachrichten aus dem Familienbarometer 2025. Bereits zum dritten Mal haben Pro Familia Schweiz und Pax mit ihrem Bericht die Lebensrealitäten von Familien in der Schweiz untersucht. Sie haben geschaut, was sie freut, beschäftigt und bewegt.
Adoptionen aus dem Ausland: Ist ein Verbot sinnvoll?
In der Schweiz werden pro Jahr etwa 37 Kinder aus dem Ausland adoptiert. Das sagte Bundesrat Beat Jans kürzlich in einer Stellungnahme. Er hat angekündigt, dass der Bundesrat künftig diese in der Schweiz verbieten möchte. Ausgelöst wurde diese Debatte unter anderem durch einen Bericht der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). Dieser hat aufgezeigt, dass Kinder aus Sri Lanka zwischen den Jahren 1973 bis 1993 unter zweifelhaften Bedingungen in die Schweiz kamen und hier auch adoptiert wurden. Das soll sich nicht wiederholen. Ein Verbot soll aber frühestens 2030 eingeführt werden – also in fünf Jahren. Grundsätzlich auf der Linie von Beat Jans ist der Verein «Back to the Roots», der sich für die Anliegen von Betroffenen von irregulären Adoptionen einsetzt. Sarah Ineichen ist Präsidentin des Vereins und legt dar, warum für sie die Debatte zu emotional geführt wird. Sie selbst ist Adoptivkind aus Sri Lanka. Nun regt sich gegen diese geplante Massnahme aber Widerstand von verschiedenen Seiten. Nik Gugger ist Nationalrat für die Evangelische Volkspartei (EVP). Er ist ebenfalls ein Adoptivkind und kam auf diesem Weg von Indien in die Schweiz. Er findet ein Verbot übertrieben und hat deswegen eine Online-Petition lanciert. In diesem Podcast erzählt er uns seine persönliche Geschichte. Inwiefern haben Adoptionen aus dem Ausland mit Menschenhandel zu tun? Zu dieser Frage nimmt Nathalie Guex Stellung. Sie ist Co-Geschäftsleiterin vom politisch und konfessionell neutralen Verein «ACT212». Er hat sich zum Ziel gesetzt, Menschenhandel in der Schweiz und im Ausland zu bekämpfen. Thomas Wallimann ist Sozialethiker und Theologe beim sozialethischen Institut «ethik22». Er gibt uns einen Einblick in die ethischen Fragestellungen und Herausforderungen einer Debatte, die man aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten kann.
5 Jahre nach Corona: Was bleibt nach der Pandemie?
Genau fünf Jahre ist es her: Im März 2020 wurde mit Lockdowns das Leben weltweit auf den Kopf gestellt. Plötzlich war es nicht mehr möglich, das tägliche Leben ohne Einschränkungen zu bewältigen. Dafür sorgten Einschränkungen wie das Versammlungsverbot, die Maskenpflicht oder auch, dass ein Mindestabstand zu anderen Personen eingehalten werden musste. Auch die Grenzen waren zeitweise nicht mehr so frei passierbar wie vorher üblich. Das alles hat uns als Gesellschaft beeinflusst. Auch Jugendliche hatten an der ungewohnten Situation zu kauen. Seit der Corona-Pandemie gab es eine Zunahme an Beratungen, auch bei schwerwiegenden Themen, sagt uns Dino Demarchi im Podcast. Er ist Mediensprecher bei der Stiftung Pro Juventute. Auch die Kirchen waren in dieser Zeit herausgefordert. Je ein Vertreter und eine Vertreterin kommen in diesem Magazin zu Wort. Sie erzählen, was die Pandemie und die Massnahmen bei ihnen bewirkt haben und wo die Kirchen heute stehen. Besonders die Kunst- und Kulturszene litt während der Pandemie. Viele Künstlerinnen und Künstler kämpften in dieser Zeit um ihre Existenz. Martin Villiger ist Film- und Musikkomponist und schildert uns seine Geschichte. Er hatte zwar auch seine Herausforderungen, konnte in dieser Zeit aber viel Neues lernen.
Das gesunde Glas Wein gibt es nicht
«Ein Glas Wein pro Tag schadet nicht, es ist sogar gesund»: Diese Meinung zu Alkohol ist nach wie vor weit verbreitet in unserer Gesellschaft. Es stimmt, dass Wein einen positiven Einfluss auf das Herz hat. Jedoch bestätigen neuere Erkenntnisse aus der Wissenschaft, dass die negativen Folgen des Alkoholkonsums überwiegen.
Drei Jahre Krieg Russland–Ukraine: Ein Stimmungsbild aus der Schweiz
Drei Jahre ist es her seit der jüngsten russischen Invasion in die Ukraine. Seither herrscht offiziell zum ersten Mal seit den Balkankriegen in den 1990er Jahren wieder Krieg in Europa. Bei einer Strassenumfrage merken wir: Auch in der Schweiz gibt es eine Art «Kriegsmüdigkeit», der Konflikt deprimiert die Gemüter. Die Solidarität mit Betroffenen besteht zwar weiterhin, hat jedoch im Vergleich zu 2022 sicher auch abgenommen. Hilfswerke pausieren teils bereits, teils helfen sie noch wie zu Beginn des Krieges
