
Telefonische Krankschreibung abschaffen? Gewerkschaft widerspricht entschlossen
In den letzten Tagen stieß CDU-Bundeskanzler Friedrich Merz eine Debatte darüber an, ob sich Arbeitnehmer in Deutschland zu oft krankmelden und die seit der Corona-Pandemie telefonische Krankmeldung infrage gestellt. Man müsse Anreize schaffen, dass die
Redaktion · radio aktiv e.V.
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Show Notes
In den letzten Tagen stieß CDU-Bundeskanzler Friedrich Merz eine Debatte darüber an, ob sich Arbeitnehmer in Deutschland zu oft krankmelden und die seit der Corona-Pandemie telefonische Krankmeldung infrage gestellt. Man müsse Anreize schaffen, dass die Menschen ihrer Beschäftigung nachgehen. Während Hausärzte diese Möglichkeit vielerorts begrüßen, um die Praxen zu entlasten & die Ansteckungsgefahr in Wartezimmern zu minimieren, sind auch die Gewerkschaften anderer Meinung als der Bundeskanzler. Der DGB weist Vorwürfe aus der Politik zurück, Arbeitnehmer würden diese Möglichkeit ausnutzen. Es sei falsch berufstätige Menschen unter Generalverdacht zu stellen, sagt der DGB-Bezirksvorsitzende der Region Niedersachsen-Mitte, Dr. Ernesto Harder. Es würden sogar viele Menschen aus Selbstverpflichtung krank zu Arbeit gehen. Der Anteil, der Menschen, die die Möglichkeit der telefonischen Krankschreibung nutzen würden, sei außerdem sehr gering.
Dr. Ernesto Harder im Gespräch mit radio aktiv Reporter Oliver Hoppe…
© DGB/Werner Musterer