
Radiorebell-Podcast der Wochenendrebellen
201 episodes — Page 2 of 5
Chaos in Berlin, Paris und Barcelona
Wir haben es endlich mal wieder geschafft, klingen aber evtl. noch ein wenig platt. Papsi steht kurz vor seinem ersten Arbeitstag im neuen Job und Jason ist durchgängig unterwegs und arbeitet an allen Fronten. Wir sprechen über Jasons Klassenfahrt nach Barcelona, über Jasons verändertes Menschenbild, über unsere Firmengründung, über einen Familienausflug nach Paris und um unsere Termine in Stuttgart, Ulm und Freiburg.
Wochenendrebellen-Kinostart
EUm 23:55 Uhr, 5 Minuten vor dem bundesweiten Kinostart des Kinofilms "Wochenendrebellen" podcasten wir und versuchen in Worte zu fassen, was bei uns so gerade los ist.
Der Kinofilm Wochenendrebellen (Spoilerfrei)
Wochenendrebellen-Pressetag, Staatenprüfung in Genf, zu Gast beim DFB, Millerntor & Mainz
Zu Gast im Aufzug der Alten Försterei in Elversberg bei Filmstarts.de
Wir hatten ganz wunderbare Termine rund um Wochenendrebellen und ein ganz fürchterliches Erlebnis in Elversberg. Über all das sprechen wir.
Rückreiserückblick
Wir sprechen über unsere Zugrückreise aus dem urlaub, den Versuch vier aufeinanderfolgende Reisetage ein Fußballspiel zu sehen und wie wir es geschafft haben sieben Mal hintereinander zu einem Fußballspiele zu reisen, welches nicht stattfand um dann beim Spiel Nummer 8 kein Wort miteinander zu reden.
Urlaubsrück- und Reiseausblick
Einmal im Jahr ist Großfamilienurlaub, aber ein Familienmitglied fliegt seit einigen Jahren nicht mehr. Deswegen wählt Reiseplaner Opa nun immer Ziele aus, die Jason und ich mit dem Zug erreichen können. Dieses Jahr ging es nach Bulgarien.
Was ist Empathie?
In dieser Radiorebell-Themenfolge tauchen wir tief in die vielleicht wichtigste zivilisatorische Errungenschaft ein, vielleicht gar das, was eine Herde erst zur Zivilisation macht: Empathie. Jason nimmt uns mit auf eine faszinierende Reise durch die Welt der Empathie und bietet Einblicke in seine eigenen Erfahrungen und Erkenntnisse sowie in den Stand der Forschung.
Preußische Schlafwagen, Schwerionen und mein 18.Geburtstag
Jason und ich haben endlich mal wieder gemeinsam gepodcastet und sprechen über sein Praktikum am GSI, die Premierenlesung unseres neuen Buches "Chaos auf Augenhöhe" und die Trailer-Veröffentlichung des Kinofilms "Wochenendrebellen".

Faszination Musik
Pasteten aus Menschenfleisch, sternförmige Tonleitern im mehrdimensionalen Euler-Gitter und eine Schallplatte für Aliens, das und vieles ist Thema in dieser Radiorebell-Episode zum Thema Musik. Wir besprechen, was Glimmer sind, wieso die Wissenschaft von der Theorie abgerückt ist, Musik sei nur ein evolutionäres Abfallprodukt der Kommunikation und sprechen über wissenschaftliche Studien, die zeigen, dass Musik ganz anders auf unser Gehirn wirkt als gewöhnlicher Schall. Wir überlegen uns, wie das möglich ist und die spektakuläre Antwort könnte sein: Die Grundlagen der Musik kommen nicht von uns Menschen, sondern vom Universum.
Der IPCC-Synthesebericht und das Ende der Sektorziele
Die letzten beiden Wochen waren katastrophal. Für uns alle, auch wenn einige es vielleicht noch nicht wissen. Der sechste Berichtszyklus des Weltklimarats ging mit der Veröffentlichung des Syntheseberichts zu Ende, der aus den letzten erschienen Berichten zusammenfassend unsere verschiedenen Handlungsoptionen und deren Konsequenzen schlussfolgert. Der Koalitionsausschuss hat ihn völlig ignoriert. Ich kann wirklich nicht mehr. Aber ich habe meine letzte Kraft zusammengenommen, um darüber aufzuklären, was genau dort passiert ist. Bivalenter Impfstoff Ich bin in dieser Episode noch etwas angeschlagen, da ich vor zwei Tagen meine auf die Omikron-Varianten BA.4 und BA.5 angepasste Impfung erhalten habe. Ich glücklich und dankbar für diesen Schutz vor einem schweren Krankheitsverlauf - und, einer kürzlich erschienenen großen Metaanalyse aus den Daten von über 860.000 Menschen zufolge auch vor Long Covid: Geimpfte erkranken nur halb so häufig wie Ungeimpfte. Das ist doch mal was. Aber das war´s auch an guten Neuigkeiten. IPCC-Synthesebericht Die bisherigen Berichte des sechsten Berichtszyklus waren bereits kein besonders angenehmes Leseerlebnis. Zwar wurde die grundsätzliche physikalische Erreichbarkeit des 1,5°-Ziels mit hoher Wahrscheinlichkeit bestätigt, allerdings erwies sich das Klima mit einer Gleichgewichtssensitivität (= Erhöhung der globalen Mitteltemperatur bei Verdopplung der atmosphärischen CO2-Konzentration) von 3°C als instabiler und sensibler als in vorherigen Berichten erhofft. Was ganz Im Synthesebericht geht es allerdings weniger um Zahlen und Schätzungen als um allgemeinere Aussagen zum Klimaschutz. Dabei werden die verschiedenen Handlungsoptionen aufgezeigt und ihre faktischen Konsequenzen für uns erklärt - ohne dass sie dabei bewertet werden oder eine Handlungsempfehlung ausgesprochen wird. Das ist nicht Job des IPCC. Eine der Kernaussagen des Berichts zum Gelingen von Klimaschutzmaßnahmen ist die Folgende: "Klare Ziele, Koordination über vielfältige Politikbereiche hinweg und inklusive Governance-Prozesse erleichtern wirksame Klimamaßnahmen." Synthesebericht zum Sechsten IPCC-Sachstandsbericht (SPM), C.6 Das bedeutet, die Festlegung eines Prozesses anhand verbindlicher Zwischenziele und die kontinuierliche Überwachung der Einhaltung und Umsetzung sind wichtig, damit Klimaschutz gelingt. Koalitionsausschuss Also genau das, was die Ampelkoalition durch die Ergebnisse des Koalitionsausschusses massiv aufgeweicht hat. Nur noch die sektorübergreifende Gesamtbilanz soll überprüft werden, die verbindliche Verantwortung der einzelnen Sektoren wird abgeschafft - was wichtigen Druck rausnimmt und eine Reaktion erheblich erschweren wird. In erster Linie soll das Versagen des FDP-Verkehrsministers Volker Wissing kaschiert werden, denn der Verkehrssektor scheitern brutal an der Emissionsreduktion. Nun ja, was will man von einer Partei erwarten, die es für eine gute Idee hält, aus elektrischem Strom Treibstoff zu synthetisieren und den dann zu verbrennen. Ich würde einigen Beteiligten ja gerne alleine meine Thermodynamik-Bücher um die Ohren hauen. Ein definitiv unterschätzter Clusterfuck ist die Änderung des Naturschutzrechtes. Künftig soll für den Verlust von Naturflächen nicht mehr zwingend eine Realkompensation, also die Renaturierung einer anderen Fläche, zu leisten sein. Stattdessen können auch Geldleistungen erbracht werd...
Anthroposophie – wissenschaftsfeindlich, anti-aufklärerisch, gefährlich
Wissenschaftsfeindlichkeit hat sich in der Pandemie als eines der größten Probleme unserer Gesellschaft erwiesen. Sehr präsent in wissenschaftsfeindlichen Bewegungen wie Querdenken ist auch die Anthroposophie. Was Anthroposophie ist und was sie nicht ist, wieso sie tödlich sein kann und wo ihre Schnittstellen zu Rassismus und Sozialdarwinismus liegen und wie es die Anthroposoph*innen geschafft haben, wirkungslose Medikamente staatlich genehmigt zu bekommen, darüber sprechen wir in dieser Themen-Episode. Außerdem loten wir mit Tarot-Karten die Zukunft der Anthroposophie aus. Einführung in die Anthroposophie Anthroposophie ist eine Irrlehre, die im frühen 20. Jahrhundert von dem österreichischen Pädagogen Rudolf Steiner entwickelt wurde. Die Anthroposophie versteht sich selbst als eine Erweiterung der Wissenschaft, mit dem Anspruch das "Übersinnliche" auf dieselbe Weise zu erforschen wie die Wissenschaften die physische Welt erforschen. In Wahrheit ist die Anthroposophie aber weder Forschung, noch eine Erweiterung der Wissenschaft, sondern eine esoterische, anti-aufklärerische, wissenschafts- und teilweise menschenfeindliche Weltanschauung mit sektenartigem Charakter. Ein zentrales Konzept der Anthroposophie ist die Vorstellung, dass der Mensch aus drei Teilen besteht: dem physischen Körper, dem ätherischen Körper und dem astralen Körper. Diese Teile stehen in Beziehung zueinander und beeinflussen sich gegenseitig. Der ätherische Körper ist beispielsweise für das Wachstum und die Regeneration des physischen Körpers verantwortlich, während der astrale Körper die Emotionen und die Persönlichkeit beeinflusst. Anthroposophische Vorstellung der Wesensglieder des Menschen, die sich in unterschiedlichen Formzuständen des Planetensystems entwickelt hätten. Ein weiteres wichtiges Konzept der Anthroposophie ist die Idee von Inkarnation und Reinkarnation. Steiner geht davon aus, dass die Seele des Menschen nach dem Tod in einer Art spirituellem Fortbestehen existiert und sich dann in einem neuen physischen Körper wiederverkörpert. Diese Seele könne daher bereits aus einem früheren Leben geprägt sein - das nennt man "Karma". In der Anthroposophie gibt es auch eine besondere Aufmerksamkeit für die Natur und die Kosmos, die als lebendige, bewusste Entitäten betrachtet werden. Rudolf Steiner beschrieb in der Anthroposophie auch die Formzustände des Planetensystems. Diese Zustände, die er als alter Saturn, alte Sonne, alter Mond, Erde, neuer Jupiter, neue Venus und Vulcan bezeichnete, werden als Etappen der kosmischen Evolution betrachtet. Nach Steiners Theorie ist jeder Formzustand durch eine bestimmte Qualität und eine bestimmte Entwicklungsstufe des menschlichen Bewusstseins gekennzeichnet. Zum Beispiel ist der Saturn-Zustand mit einem primitiven Bewusstsein verbunden, das noch keine Unterscheidung zwischen Ich und Umwelt macht. Der Zustand der Sonne steht für die Entwicklung von Sinneswahrnehmungen und die Entstehung von Instinkten, während der Zustand des Mondes durch das Aufkommen von Emotionen und dem Beginn der Individualisierung des Ichs geprägt ist. Die gegenwärtige Evolution des Menschen findet laut Steiner auf der Erde statt und wird durch die Bewusstseinsentwicklung des Menschen vorangetrieben. Jeder Mensch hat demnach die Möglichkeit, seine Bewusstseinsebene zu erhöhen und damit zur Weiterentwicklung der Menschheit beizutragen. Anthroposophische Medizin und Heilkunde Die Anthroposophie befasst sich in der Praxis mit Themen wie der Landwirtschaft, der Medizin und der Pädagogik und bietet hierzu eigene Ansätze und Methoden an. Es ist wirklich erschreckend, wie tief sie in der
Takiwātanga am Max-Planck-Institut und Inzestgerüchte in der Schule
In der neuesten Episode des Radiorebell Podcasts erzähle ich von meinem Besuch auf einem Symposium im Max-Planck-Institut für Kernphysik und für Astronomie in Heidelberg, wir erklären den Namen eine unserer Mitgliedschaften auf Steady, Takiwātanga, sprechen über Gerüchte, die an meiner Schule kursieren, über Zeugnisse, Corona, den Niedergang von Twitter und wie wir damit umgehen wollen. Mein Besuch im Max-Planck-Institut Am Wochenende war ich auf einem Symposium der Physik-Preisträger*innen von Jugend forscht eingeladen. Während ich beim gemeinsamen Abendessen im Innenraum Pandemie-bedingt nur etwas trinken konnte, war der darauffolgende Tag in den Max-Planck-Instituten für Astronomie und für Kernphysik definitiv ein Highlight. Ich war tief beeindruckt von der Forschung, mit der dort nach Hinweisen einer neuen Physik durch Abweichungen von den bekannten Gesetzmäßigkeiten gesucht wird. Besonders der weltweit einzigartige Kryogene Speicherring CSR, den die Wissenschaftler*innen dort nutzen können, hat es mir angetan. Ein Teil des großartigen Kryogenen Speicherrings im Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg - die Umhüllung ist glücklicherweise gerade für Arbeiten abmontiert. Ein Isolationsvakuum von 10-6 mbar, mit einer Quellenplattform, welche die Ionen mit einer Spannung von sage und schreibe 300.000 V beschleunigt, integrierte Pumpeinheiten, die auf nur zwei Kelvin gekühlt sind - wirklich ein ästhetischer Speicherring... Sehr amüsant war auch, wie die absolut beeindruckenden und hochsensiblen Geräte zur Isolation nicht selten provisorisch mit Alufolie umwickelt waren. Da habe ich mich direkt sehr wohl gefühlt, denn nicht anders stelle ich mir das später einmal vor als Wissenschaftler. Auch die strengen Strahlenschutz-Vorkehrungen haben zu meinem Wohlbefinden beigetragen, die Strahlenexposition, der wir ausgesetzt waren, wurde stetig überwacht - und glücklicherweise zeigte das Gerät auch am Ende 0 Sv an. Dass das Sievert eigentlich keine richtige physikalische Einheit ist, ignorieren wir mal. Modell des Tscherenkow-Teleskops H.E.S.S. in Namibia Aber ich durfte noch viel mehr sehen, etwa das Modell eines Tscherenkow-Teleskops in Namibia. Diese Teleskope werden genutzt, um aus dem Weltraum kommende Gammastrahlung zu registrieren. Wenn diese hochenergetischen Gamma-Photonen auf die Erdatmosphäre treffen, lösen sie einen Schauer an dabei entstehenden Teilchen (vor allem Elektronen, weniger energetische Photonen und Positronen, die Antiteilchen der Elektronen) aus. Diese können sich dabei in der Luft schneller bewegen als das Licht es in der Luft tut und dabei entsteht ein optisches Äquivalent zum Überschallknall - die Tscherenkow-Strahlung. Damit lassen sich dann Quellen von Gammastrahlung untersuchen, etwa Neutronensterne, Schwarze Löcher, eventuell Dunkle Materie und Quasare. Und apropos Quasare, einen solchen Quasar sah ich danach noch im Planetarium des Hauses der Astronomie im benachbarten Max-Planck-Institut für Astronomie. Ein Quasar, ein aktives galaktisches Zentrum, im Planetarium Ich habe hier bereits darüber geschrieben, wie eine bevorstehende Kollision unserer Milchstraße mit der Großen Magellanschen Wolke das Schwarze Loch im Galaktischen Zentrum "erwecken" und zu einem Quasar transfo...
Polizeigewalt und meine Erlebnisse in Lützerath
An den Abbruchkanten des sogenannten "Doomsday-Gletschers" in der Westantarktis haben sich zwei Schmelzwasserseen gebildet. Die Ozeane haben im letzten Jahr noch einmal neun bis zehn Trilliarden Watt Energie mehr aufgenommen als im vorherigen Rekordjahr. Und der Great Salt Lake könnte in fünf Jahren verschwunden sein und eine riesige verseuchte Schlammwüste hinterlassen. Anreise nach Lützerath Das waren die Nachrichten an dem Tag, an dem ich morgens früh aufstand, um zur Protestaktion nach Lützerath zu fahren. Auf eigene Faust, da ich die gemeinsame Anreise mit meiner Ortsgruppe leider verpennt habe. Mit dem Zug über Schwerte nach Mönchengladbach, wo der Anschluss dann aber so voll war, dass meine Sicherheitsbedenken in Bezug auf Corona überwogen und ich lieber etwas später kam. Am Bahnhof in Erkelenz angekommen, waren die Shuttlebusse ebenso überfüllt, also ging es in etwa eineinhalb Stunden zu Fuß zum Demonstrationsort. Auf dem Weg beobachtete ich bereits einen Anwohner, der eine Person, die mit ihren Kindern auf dem Weg zur Demonstration war, mit lautem Geschrei und bedrohlichen Handbewegungen angriff. Sein Dorf wäre übrigens das nächste gewesen, hätte RWE seine ursprünglichen Pläne zur Vergrößerung des Tagebaus durchsetzen können. Meine Erlebnisse in Lützerath Angekommen in am Tagebau Garzweiler erblickte ich die graubraune Kraterlandschaft, wie eine planetare Narbe. Ich habe noch nie etwas so Bedrückendes gesehen und hoffe sehr, hier in 50 Jahren noch einmal zu stehen und auf einen riesigen schwimmenden Solarpark zu schauen. Nur die winzige hübsche Wiese auf dem Dach des Kontrollhauses des monströsen Kohlebaggers fiel mir ins Auge, irgendwie ziemlich symbolisch für die deutsche Klimapolitik. In der Gewissheit, dass der Untergrund durch die Regenfälle instabil ist, einen sicheren Abstand zur Abbruchkante und ging entlang des Tagebaus weiter. Der Boden war so schlammig, dass die Schuhe häufig steckenblieben, als ich schließlich vor einem von der Polizei besetzen Wall ankam, war bereits alles an mir fünf Zentimeter mit Schlamm bedeckt. Immerhin nicht steckengeblieben... Als wir vernahmen, dass die Menschenmenge hinter dem Wall die Polizei erfolgreich in Richtung der Grenze zu Lützerath zurück drängt, wagten auch wir einen Versuch. Während die Polizei noch versuchte den Wall zu halten und dafür Aktivist*innen mit Schlagstöcken und Pfefferspray attackierte, konnte man nur zehn Meter weiter schon völlig ungehindert passieren. Aussichtslose Gewaltanwendung ohne jeglichen Nutzen. Auf der anderen Seite angekommen, lief ich nun mit hunderten anderen Aktivist*innen auf Lützerath zu. Wir trieben die Polizei bis direkt zum Zaun vor uns her, friedlich und ohne Gewalt. Friedlich ≠ legal. Diese Unterscheidung ist wichtig: Gewalt gegen Menschen ist ein Tabu, aber von dem Anspruch, mich beim Kampf für das Klima immer an alle Regeln zu halten, habe ich mich verabschiedet. Das galt auch für die durch Megafone verkündete Aufforderung, die gesperrte Fläche wieder zu verlassen und zum Ort der Demonstration zurückzukehren. Das von einem Gericht ausgesprochene Betretungsverbot hatte ich zur Kenntnis genommen und meine Prioritäten gesetzt. Polizeigewalt in Lützerath Im Anschluss hörte man häufig von Steinen, die angeblich in Richtung der Polizei geflogen seien, was ich allerdings nicht bestätigen kann. Schlammbälle sind geflogen, doch bei Schlamm handelt es sich um eine Suspension aus Wasser und extrem kleinen Festkörpern, welche eine Größe von 63 mm nicht überschreiten und somit g...
Faszination: Dora, the Explorer-Die Charaktere
In der letzten Radiorebell-Episode haben wir zum ersten Mal das Los „Filme & Serien“ gezogen. Immer, wenn wir dies ziehen, wählen wir ein Film oder eine Serie als Thema für die neue Episode aus - und ausgewählt wurde: Dora the Explorer. Dora the Explorer war mal eine meiner Lieblingsserien, die ich stundenlang schauen konnte, und die Zeit, über die ich spreche, liegt vermutlich gar nicht so weit in der Vergangenheit, wie ihr jetzt denkt. Der seine Gestalt verändernde Sirup-Geysir (der in einigen Darstellung meiner Meinung nach eher ein Vulkan als ein Geysir ist) und Map, die Karte waren zentrale Motive meiner Kindheit. Ein weiterer Dora-Fan in unserer Familie ist Lani, die aktuell einzige Person in meinem Umfeld, die für einen Dora-Marathon infrage käme. Daher zeichnet sie diese Folge mit uns auf. Wir sprechen zusammen über die Charaktere aus Dora the Explorer, über ihren Cousin Diego, den wenig ernstzunehmenden Dieb Swiper, die Moral der Serie, aber auch darüber, wieso mich Dora so begeistert. Meine Vermutung: Es könnte mit meinem Autismus zutun haben und daran liegen, dass jede Episode nahezu völlig gleich aufgebaut ist und sich dieselben Elemente immer wiederholen. Und natürlich geht es auch um die neue Serie, "Dora and Friends", von der sowohl ich als auch Lani wenig begeistert sind. Als Highlight der Folge singe ich das Map-Lied... Wir hoffen, dass ihr genauso viel Spaß beim Zuhören habt wie wir und vielleicht sogar noch etwas über Dora und ihre Freunde lernen könnt. Also setzt euch gemütlich hin, macht es euch bequem und taucht mit uns ein in die wunderbare Welt von Dora, the Explorer!" Dora the Explorer ist eine US-amerikanische Zeichentrickserie, die von 2000 bis 2014 auf dem Nickelodeon-Fernsehsender ausgestrahlt wurde. Die Show folgt dem Abenteuer von Dora, einem jungen Latina-Mädchen, und ihrem besten Freund Boots, einem Affen, während sie verschiedene Orte besuchen und verschiedene Probleme lösen. Diego ist Dora's Cousin und er hat auch eine eigene Show "Go Diego Go" in der er die Umwelt und Tiere schützt. Map und Backpack sind Dora's Werkzeuge, die ihr helfen, sich zu orientieren und Probleme zu lösen. Swiper ist ein Fuchs, der oft versucht, Doras Abenteuer zu ruinieren, aber immer von Dora geschlagen wird. Die Show hat viele pädagogische Elemente, insbesondere im Hinblick auf geografische Kenntnisse und die Spanische Sprache. Es ermutigt Kinder auch aktiv am Lösen von Problemen teilzunehmen und bereitet sie auf die Schule vor. Charaktere, die wir in dieser Podcastfolge besprechen: Dora: Ein siebenjähriges Mädchen, das mit ihrem Affenfreund Boots und ihrem Rucksack durch die Welt reist und Abenteuer erlebt. Dora ist mutig, hilfsbereit und immer bereit, neue Dinge zu lernen. Sie ist auch sehr intelligent und kreativ und findet immer eine Lösung für die Probleme, denen sie begegnet. https://youtu.be/HmXQhzY-DRg Dora the Explorer, deutsch, Theme bzw. Intro Musik. Boots: Der beste Freund von Dora, der sie auf ihren Abenteuern begleitet. Boots ist neugierig und immer bereit, Neues zu entdecken und stellt viele Fragen, die Dora beantwortet und die den Zuschauern dabei helfen, neue Dinge zu lernen. Swiper: Ein Fuchs und der Hauptantagonist der Serie. Obwohl er manchmal böse Dinge tut,
Jahresrückblick 2022
Wie jedes Jahr blicken wir an Silvester zu dritt auf das vergangene Jahr bei den Wochenendrebellen und auf der ganzen Welt zurück und stellen uns Fragen dazu. 2022 - oder 12.022 HE - wie wir dieses Drecksjahr gemäß Holozän-Zeitrechnung nennen - unterscheidet sich aber immerhin in einem Aspekt von unseren bisherigen Rückblicken: Zum ersten Mal gehen wir alle nicht davon aus, dass das kommende Jahr schlechter wird als das vergangene. Einerseits, weil das auch wirklich schwer wäre, anderseits weil 2023 zumindest für uns persönlich einige Ereignisse mit sich bringt, auf die wir uns jetzt schon sehr freuen: Das Erscheinen des Wochenendrebellen-Films und der Fortsetzung unseres Buches "Wir Wochenendrebellen". Nicht dass ich denke, wir könnten in der Weltverbesserung mit dem Tempo schritt halten, indem sich die Welt auch im nächsten Jahr weiter verschlechtert. Aber hey, immerhin sieht es danach aus, dass wir euch im Sommer wieder mit einer Zuganreise in den Urlaub belustigen können. Viel Spaß dann damit. Und jetzt mit der Folge. Links zur Folge * Website des veganen Restaurants in Timișoara * Meine Zusammenfassung des 6.IPCC-Berichts 2022 * Polarsteps-Story unserer Bulgarien-Anreise 2022
Kernfusion – der große Durchbruch?
In unserer neuesten Radiorebell-Episode sprechen wir über das aktuell viel diskutierte Experiment zur Kernfusion, ob es sich um einen "Durchbruch" handelt, wie Kernfusion funktioniert, bzw. nicht funktioniert, über unseriöse Prognosen, Deuterium und Tritium und über die Probleme, die dem Fusionskraftwerk noch im Weg stehen. Es sind eine Menge... Was ist Kernfusion? (Vorsicht: stark vereinfacht!) Unter Kernfusion versteht man - wenig überraschend - die Fusion von Kernen. Atome bestehen nach dem Kern-Hülle-Modell aus einem Kern aus Protonen und Neutronen und einer Hülle aus Elektronen. Bei hohen Temperaturen verlieren sie die Hülle und die Elektronen werden frei, man nennt die Atome dann ionisiert und das Gemisch aus den Kernen und den nun frei herumschwirrenden Elektronen Plasma. Es gibt schwerere und leichtere Atomkerne, je nachdem wie viele Protonen und Neutronen sie enthalten. Einige schwere Atomkerne zerfallen mit der Zeit von ganz alleine zu leichteren Atomkernen und geben dabei Wärme ab. Das nennt sich Kernspaltung und wird bereits zur Stromerzeugung genutzt. Umgekehrt verschmelzen leichte Atomkerne aber nicht von ganz alleine zu schweren Atomkernen. Das Problem: Atomkerne sind positiv geladen. Beide. Und gleichnamige Ladungen stoßen sich ab. Diese abstoßende Kraft, die sogenannte Coulomb-Barriere, muss überwunden werden, um die Kerne zu fusionieren. Doch von woher kommt die Energie? Gelingt das, dann ist das Produkt, also der neue, schwere Kern, ein ganz kleines bisschen weniger massereich als die leichteren Kerne zusammen, es liegt also eine kleine Differenz vor, der sogenannte Massendefekt. Laut Einsteins Relativitätstheorie sind Masse und Energie beliebig austauschbar - der Massendefekt wird bei der Kernfusion also in Form von Energie frei. Die Kernfusion ist unfassbar ertragreich und schöpft die Energie sehr effizient aus: Der Brennwert eines einzigen Kilogramms Wasserstoff entspricht dabei ungefähr jenem von 11.000 Tonnen Kohle! Wo findet Kernfusion statt? Genau das ist das Prinzip, mit dem Sterne - auch unsere Sonne - ihre Energie umsetzen. Sie sind riesige nukleare Brennöfen. Die Sonne fusioniert als mittelgroßer Stern hauptsächlich mit der sogenannten Proton-Proton-Kette, einem speziellen Prozess, in dem vier Wasserstoffkerne über mehrere Zwischenstufen zu einem Heliumkern fusioniert werden. Der dabei anfallende Massendefekt von 0,7% ist das, was wir als Licht und Wärme von der Sonne empfangen. Nun war im Zuge des nun erfolgten Fusionsexperiments wiederholt davon die Rede, "die Sonne auf die Erde zu holen", also das Prinzip der Sonne auf der Erde zu kopieren. https://twitter.com/starkwatzinger/status/1602681204716748803?s=20&t=_FbspbAnkpAA4_3xLNT5cw Abgesehen davon, dass bei der Kernfusion keine Energie erzeugt, sondern umgewandelt wird, ist die Kernfusion in irdischen Fusionsreaktoren wie dem ITER absolut nicht vergleichbar mit jener im Innern der Sonne – und die Fusion, die den amerikanischen Forscher*innen nun gelungen ist, noch viel, viel weniger! Im Innern der Sonne fusionieren die Kerne in erster Linie durch den enormen Druck, der Sonnenkugel, der sie im Mittelpunkt der Sonne zusammendrückt. Es ist aber unmöglich, diesen Druck technologisch zu erzeugen. Kernfusionsreaktoren wie der ITER müssen das über die Temperatur kompensieren, müssen also noch heißer werden als das Innere der Sonne, um ebenfalls Kerne fusionieren zu können - etwa 100 Millionen Grad Celsius, im Vergleich zu 15 Millionen Grad Celsius im Inneren der Sonne. Auch die Proton-Proton-Kette ist absolut nicht praktikabel für künstliche Kernf...
Methodisch inkorrekte Weltklimakonferenz 2022
Die neueste Radiorebell-Episode zeichnet sich vor allem durch die positive Grundstimmung aus, die ich sowohl durch meine Tonlage als auch durch den Inhalt des Gesagten geradezu versprühe. Wir sprechen über einen meinen Lieblings-Animes, Blue Lock, und über die japanische Nationalmannschaft, über den WM-Boykott, meine Klassenfahrt zum Thema Klima nach Bremerhaven und unseren Besuch bei „Methodisch inkorrekt“. Es endet mit den ernüchternden Ergebnissen der Weltklimakonferenz und dann hab´ ich keine Lust mehr. Die Weltklimakonferenz in Ägypten Die Weltklimakonferenz 2015 in Ägypten war ein durchschlagender Misserfolg. Die Konferenz wurde einberufen, um das dringende Problem des Klimawandels anzugehen, aber sie artete schnell in Streitereien und Schuldzuweisungen aus. Die Delegierten der Industrieländer warfen den Entwicklungsländern vor, nicht genug für die Reduzierung der Emissionen zu tun, während die Entwicklungsländer die Industrieländer beschuldigten, am meisten zu dem Problem beizutragen. Inmitten all dieser gegenseitigen Beschuldigungen wurde nichts erreicht, und die Konferenz endete ohne konkrete Pläne oder Verpflichtungen. Das Scheitern der Weltklimakonferenz ist eine große Enttäuschung, aber angesichts der globalen politischen Landschaft auch nicht völlig überraschend. Bei so vielen konkurrierenden Interessen ist es schwierig, bei einem so umstrittenen Thema wie dem Klimawandel eine gemeinsame Basis zu finden. Solange die Entscheidungsträger*innen ihre Differenzen nicht beiseite schieben und nicht zusammenarbeiten, ist es unwahrscheinlich, dass etwas zur Lösung dieses dringenden Problems getan wird. Blue Lock Wir schauen natürlich nicht die WM. Aber die japanische Nationalmannschaft war es, die zu den bisher wohl einzigen positiven Nachrichten zur WM der Schande in Katar beigetragen hat. Ihre Trikots sind auch in einer meiner liebsten Serien zu sehen, dem Anime Blue Lock - ein etwas anderer Sportanime. Statt die Bedeutung des Teamworks in den Fokus zu stellen, kämpfen bei Blue Lock die fähigsten Spieler Japans in einer beinahe totalitären Trainingseinrichtung mit gnadenlos egoistischen Mitteln um den Sieg. Denn nur einer darf am Ende übrig bleiben, der Japan als der größte Stürmer aller Zeiten zum WM-Sieg führen soll. Vielleicht hat es ja was genützt... Lohnt! Methodisch Inkorrekt Für einige Shows bekommst du hier noch Restkarten.
Kommunismus
Stellt euch einmal Folgendes vor: Der Menschheit gelingt es, Malaria auszurotten, eine der tödlichsten Krankheiten der Welt, Millionen Leben werden gerettet. Mit gigantischen Investitionen holt der Staat Menschen aus der Armut. In den von der Klimakrise geplagten Staaten nahe des Äquators wird eine saubere Trinkwasserversorgung sowie eine sanitäre Infrastruktur für alle errichtet, kein Mensch auf der Welt muss mehr verdursten - doch gleichzeitig gehen die Treibhausgasemissionen massiv zurück. Und jetzt kommt der Hammer: All das wird mit dem Geld von nur 400 Menschen erreicht, die auch im Anschluss alle noch Milliardär*innen sind. Mathematisch passt das. Der Kommunismus verspricht eine ganz neue Stufe menschlicher Entwicklung. Die abartige Menge, widerrechtlich angeeigneter Reichtümer in den Händen einiger weniger soll dem Gemeinwohl dienen. Eine radikale Antwort auf eine radikale Wirklichkeit? Doch gleichzeitig wurden und werden unter der Bezeichnung "Kommunismus" schrecklichste Verbrechen begangen, Antisemitismus und Autoritarismus sind in sich kommunistisch nennenden Gruppen und Parteien weit verbreitet. Wie geht man damit um, wenn die aktuelle Ordnung in Zeiten des Klimanotstands offensichtlich versagt hat, doch die Alternative so utopisch unerreichbar scheint? Kann ein System. das sich vielleicht in unserer Familie bewährt hat, tatsächlich auch global funktionieren? Über all das diskutieren wir in unserer neuen Episode über Kommunismus. Ohne Krach. Hier geht es zur in der Episode erwähnten maßstabsgetreuen Darstellung von Reichtum. Ein Pixel entspricht 1.000 US-Dollar.
Sonnenfinsternis bei den Breiten Burschen Barmen und das Ende von Twitter
In dieser Episode des Radiorebell-Podcasts sprechen wir über die Tour zum SC Breite Burschen Barmen und den ausrangierten Schwebebahnwagen in deren Stadion als Location für künftige Wochenendrebellen-Lesungen, über die partielle Sonnenfinsternis von Dienstag, die Übernahme von Twitter durch Elon Musk, die seltenen schweren Impfreaktionen und einiges mehr. Viel Spaß!
Faszination Aufzüge – Fahrstuhlfahren just for fun?
Es gibt so manche Themen in unserer Podcast-Losbox, die für mich schwierig sind. Die wissenschaftlichen Themen betrifft dies, weil ich sie zumeist nicht in Gänze verstehe und dann gibt es Themen wie: Aufzüge und Fahrstühle. Wie zur Hölle soll man eine Podcastfolge zum Thema Aufzüge und Fahrstühle füllen? Spoiler: Am Ende der Folge erwägen wir eine zweite Folge zu diesem Thema aufzuzeichnen. Viel Spaß.
Jugend forscht und die Krise der Physik
Wir sprechen über die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Neven, einen mysteriösen und etwas unheimlichen Vorfall mit einer Zimmernummer im Hotel, meine Omikron-Impfung und meine Erlebnisse auf dem Wettbewerb "Jugend forscht", was denn recht schell zu einem kleinen Rant meinerseits über den aktuellen Zustand der Physik eskaliert, in der oberflächliche Anwendungsfragen die Entschlüsselung des kosmischen Bauplans verdrängt haben - eine Entwicklung, die mit dem Bau der Atombombe begann, die sich auf einem Forschungswettbewerb leider aufdrängt und die mich sehr sorgt. Ich möchte dazu abschließend ein Zitat aus dem letzten Jahrhundert von einem meiner liebsten Physiker aufführen, George Gamow: “If and when all the laws governing physical phenomena are finally discovered, and all the empirical constants occurring in these laws are finally expressed through the four independent basic constants, we will be able to say that physical science has reached its end, that no excitement is left in further explorations, and that all that remains to a physicist is either tedious work on minor details or the self-educational study and adoration of the magnificence of the completed system."George Gamow Eines Tages mag dieser Zeitpunkt tatsächlich kommen. Heute zum Glück nicht.
Wochenendrebellen-Comeback in Rumänien
Wir sind wieder da. Unser Podcast glich zuletzt (realistischerweise) einer einzigen Weltuntergangs-Show und erstens fühlte sich niemand von uns psychologisch in der Lage, eine Podcastfolge zu produzieren, zweitens dachten wir, am besten würden wir einfach warten, bis sich alles etwas beruhigt habe und dann wieder anfangen. Nun war es Zeit sich einzugestehen, dass es sich wohl nie wieder “beruhigen” wird, zumindest nicht in dem Sinne, dass alles annähernd so wird wie es war. Allerdings haben wir in Zwischenzeit doch relativ viele Nachrichten mit der Frage, ob man uns denn nochmal hören würde. Das hat motiviert. Und ich kann an dieser Stelle sagen: Ja! Von nun an einmal pro Woche. In dieser Episode erzählen wir die abenteuerliche Geschichte von unserer klimaverträglichen Anreise zum Familienurlaub nach Bulgarien, wie wir uns auf dem Weg dorthin den Länderpunkt Rumänien geholt und meine Hose geschmolzen haben. Viel Spaß! PS: Außerdem suchen wir nach Vorschlägen für mit der Menschenrechtskonvention vereinbare Strafen, die derjenige von uns tragen muss, der die vereinbarten Podcast-Termine nicht einhält.
Wie schafft ihr das alles?
Gar nicht. Vieles bekommen wir nicht geregelt in den letzten Monaten und trotzdem passiert unglaublich viel. Über einen Teil davon sprechen wir in der neuen Folge unseres Radiorebell-Podcasts. Jason berichtet warum er nicht in die Schule geht, wie stressig die letzten Wochen für ihn ganz persönlich waren und erklärt mir warum ich keine "Wie geht es dir auf einer Skala von 1-10?"Fragen stellen darf Viel Spaß
„täddäää täddäää“ oder „türülülütürülü“?
Jason und ich haben uns darüber unterhalten ob er glücklich ist und wie glücklich sein entsteht. Außerdem sprechen wir darüber, wie ich mit seiner Schwester nachts den Sternenhimmel beobachtete, sein enormes und mich besorgendes Arbeitspensum, Zeitmanagement und wir besprechen den dekadent inszenierten Start des Schreibens vom Wochenendrebellenbuch Teil II. Außerdem haben wir uns etwas zu essen bestellt und das hat nicht so gut funktioniert. Außerdem sprechen wir über gastronomische Perlen, die uns auf den Reisen begegnen und wir klären ob ein Zufallsgenerator eher "täddäää täddäää" oder "türülütürülütürülü" macht. Das Thema für unsere nächste Themenfolge haben wir ebenfalls gezogen: Raumsonden
Was sind Kipppunkte? – Klimakrise leicht erklärt
Kipppunkte. Ehrlich gesagt habe ich gerade weder die Zeit noch die Kraft, dieses extrem belastende Thema für diese Folgenbeschreibung jetzt noch einmal ganz von vorne auszubreiten. Deshalb hier nur die Kurzform, die volle Dröhnung dürft ihr euch dann in der Podcast-Episode selbst gönnen: Viele Elemente des Klimas verändern sich durch unsere Aktivitäten, aber - bildlich gesprochen - widersetzen sie sich dieser Veränderung eigentlich. Sie sind stabil und verändern sich nur deshalb, weil sie durch unsere Emissionen dazu gezwungen werden. Doch jenseits einer bestimmten Schwelle geht diese Stabilität verloren, sie widersetzen sich der Veränderung dann nicht mehr, sondern streben den neuen Zustand in einer wärmeren Welt sogar aus eigener Kraft. Wenn sie kippen, dann tun sie das auch von alleine weiter - selbst wenn wir gar nichts weiter emittieren. Wenn genügend dieser Kipppunkte überschritten sind, gerät die Klimakrise außer Kontrolle. Noch zählt jedes zehntel Grad: Eine Erwärmung um 1,75°C ist schlimmer als eine Erwärmung von 1,5°C ist schlimmer als eine Erwärmung von 1°C. Doch ab einem gewissen Punkt (vermutlich liegt die Schwelle bei etwa 2°C) kippt das Klima selbst, da so viele Kipppunkte überschritten sind, dass sie wiederum zum Überschreiten weiterer Kipppunkte führen. Dann spielen unsere Emissionen kaum noch eine Rolle, sie sind nur der Trigger eines Prozesses, der sich von diesem Moment an selbst verstärkt. Wir haben langfristig also nur zwei Möglichkeiten: Entweder es bleibt mit einigen tödlichen Veränderungen im Großen und Ganzen alles so wie es ist oder unsere Erde wird größtenteils unbewohnbar. Unser Vorteil: Kipppunkte gibt es in allen möglichen Systemen, nicht nur im Klima, sondern auch in unserer Gesellschaft... Nachtrag: Das Ganze ist jetzt schon wieder teilweise überholt, weil es in Zwischenzeit neue Erkenntnisse rund um die Stabilität der Atlantischen Umwälzzirkulation gibt, die das Bild nochmal deutlich düsterer erscheinen lassen. Infos dazu hier. [gusta_section section="22498" vc_id="el-175424690619f7e5e6b5cd"] [gusta_section section="22498" vc_id="el-2092115188619f7e5e6b5e2"]
Mein Schulabschluss, mein Forschungsprojekt, Hochwasser und das Klima
In dieser Episode sprechen wir über meine Abschlusszeit. Es geht um meinen Artikel in unserer Abschlusszeitung, wie man mich sofort auf Klassenbildern erkennt und wie ich um 23 Uhr im Garten einer Mitschülerin auf einem Liegestuhl liegend das Kommunistische Manifest las. Etwas weniger entspannt ist der aktuelle Stand meines Forschungsprojekts, wir sprechen über meinen Plan, trotz der eineinhalb beinahe verlorenen Jahre Jugend forscht 2021 zu gewinnen. Und in der wissenschaftlichen Minute geht es um den Zusammenhang zwischen der schrecklichen Hochwasserkatastrophe und der Klimakrise. Viel Spaß beim Hören!
Vom Privilegien-Peak, dem neuen Blog und der Hungerkatastrophe in Madagaskar
Ob ihr es glaubt oder nicht: Der Blog-Relaunch ist vollzogen, nach über zwei Jahren Arbeit. Wir haben ein neues Logo, neue Kategorien, neue Themen, neue Spendenaktionen für die Neven Subotic Stiftung und damit eine Art Plan, wie wir die Welt verbessern wollen. Mein Wissenschaftsblog "spektrograph.com" ist jetzt die Kategorie Wissenschaft dieses Blogs. Damit ist auch die spektrographische Minute zurück, nur heißt sie nun wissenschaftliche Minute. Und wir beginnen mit einem relativ ernüchternden Thema: der durch die Klimakrise bedingten Hungerkatastrophe in Madagaskar. Außerdem sprechen wir über Armin Laschet, Klimamigration und den Privilegien-Peak, sowie über viele weitere gesellschaftliche Themen. 33:00: Meine Kindheit im "Privilegien-Peak“ 34:00: Agenda 2030 der UN 37:00: Jason lobt Papsi! 40:00: Warum Rot-Rot-Grün immer scheitern wird 41:00: Umgang mit der Klimakrise 43:00: Jason und Konservatismus 44:00: Positiver Ausblick für die Gesellschaft 46:00: Warum wir im Arsch sind 54:00: Der Blog-Relaunch 58:00: Jason Beitrag für eine Zukunft
Vernadsky-Lesungen in Russland und der Impfstatus weltweit
Jason berichtet von der Abschlussrunde bei den Vernadsky-Lesungen und wir besprechen den globalen Impfstatus. 04:00 Runde 2 der Vernadsky-Lesungen 34:00 Impfstatus global
Amzazonas am Ende, CO2-Rekord und eine Kanzlerin Annalena Baerbock?
Wir haben uns viel vorgenommen und dann doch wieder nur die Hälfte geschafft. Jason gibt ein ausführliches Klima-Update rund um den Status des Amazonas, die CO2-Konzentration in der Atmosphäre und über das aktuelle Wetter. Außerdem sprechen wir über Annalena Baerbock und ihre Kanzlerinnenkandidatur. Abschnittsübersicht 00:00: Das Wetter 14:00: Der Amazonas 22:00: CO2-Konzentration in der Atmosphäre 33:17: Annalena Baerbock
Von Seuchenfreunden und Viruskomplizen
In dieser Ausgabe des Wochenrückblicks der Wochenendrebellen sprechen wir über unsere Erlebnisse auf der Gegendemo gegen die "Querdenker" am 20.03.21 in Kassel, meinen Auftritt auf dem globalen Klimastreik von Fridays for Future und die kommenden Vernadski-Lesungen in Russland. Kassel Demo 20.03.21 ab Minute 25:30-1:54:00 Wenn ihr euch fragt, weshalb Papsi in dieser Folge so nuschelt: Ich setze meine Isolierung innerhalb der Familie fort, sodass er diesmal eine Maske tragen musste. Deshalb war der 20.03.21 für mich umso schwieriger. Ich musste nämlich abwägen: Bleibe ich zuhause und lasse Nazis, Verschwörungsmytholog*innen und Wissenschaftsleugner*innen einfach so durch meine Heimatstadt marschieren oder gehe ich das Risiko ein und nehme am Gegenprotest teil, um diese Menschen im Rahmen meiner Möglichkeiten zu bekämpfen. Ich entschied mich für Letzteres. Morgens früh fuhren wir mit dem Bus nach Kassel, ich besorgte in der Apotheke noch schnell einen Antigentest und um 11 Uhr waren wir bei der Gegendemonstration am Opernplatz. Wir sprechen über Papsis Konfrontation mit Boris Reitschuster, das Verhalten der Polizei, antisemitische Poster bei den Viruskomplizen und Ableismus auf der Gegendemonstration. Wir diskutieren aber auch, über die Verbreitung faschistischer und sozialdarwinistischer Ideen innerhalb der Bewegung, über die sprachlichen Bezeichnungen für solche Menschen (Viruskomplizen oder Seuchenfreunde statt Covidio***) und natürlich über die Möglichkeiten, die zu bekämpfen. Klar ist: Die Viruskomplizen sind sicherlich sehr zufrieden nach Hause gegangen und ich werde sehr unruhig schlafen. 20.03.2021, Kassel, Querdenker Demonstration Polizeieinsatz am Scheidemannplatz. Ca. 10-12 Antifaschist*innen versuchen, die in dieser Form nicht genehmigte Demonstration zu behindern, was einen sofortigen Eingriff der Polizei nach sich zieht. https://twitter.com/S0me15/status/1373338003842727936?s=20 Auf einer Vielzahl an Kanälen, sowie auch während der Veranstaltung selbst wurde beratend unterstützt, wie man sich am besten im Querdenker-Style durch einen Demonstrationstag bringt. In Kassel wurden die Auflagen nicht einfach nur ignoriert. Es wurde explizit aufgerufen, sie zu brechen:Javid-Kistel ruft hier auf, Menschenketten zu bilden und Abstände NICHT einzuhalten:#ks2003 #kassel2003 pic.twitter.com/TGz4x0sPdk— Josef Holnburger (@holnburger) March 21, 2021 In Kassels Königsgalerie, einem Einkaufszentrum mitten in der Innenstadt gilt Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung und der Verzehr von Speisen und Getränken ist verboten. https://www.youtube.com/watch?v=TfAlPk8jAoE&t=115s Wir radikal waren die Teilnehmer auf der Demonstration am 20.03.2021 in Kassel? https://twitter.com/ThomasPWue/status/1373275415347888134 Was wir mehrfach beobachten konnten. Sämtliche Polizeitaktiken sind völlig sinnlos. Angemeldete Routen gibt es sowieso nicht und vereinbarte Regelungen oder Auflagen werden einfach nicht berücksichtigt. https://twitter.com/_LSimon/status/1373309668597059589 Globaler Klimastreik zu Beginn bis Minute 25:30 Die Gegendemonstration in Kassel am 20.03.
Was machen Wochenendrebellen-Buch II und Wochenendrebellen-Film?
Viele fleißige Köpfe arbeiten aktuell am Wochenendrebellenfilm und vier linke Hände arbeiten am Blog-Relaunch und diskutieren über ein weiteres Buch über die Abenteuer der Wochenendrebellen. Eine gesamte Folge sprechen wir ausschließlich über Jasons Ziele als Wochenendrebell. Wir diskutieren erneut den Status des Blogs, sprechen über unser Dilemma rund um ein weiteres Wochenendrebellenbuch und auch der Status des Wochenendrebellen-Films ist Thema. Wir raten davon ab unseren, so wie jeden anderen Podcast via Spotify zu hören. Neben dem fehlenden Komfort, den nahezu jede Podcatcher-App bietet, gefährdet Spotify die sichere Übermittlung an den Interessenten, ganz frei von Algorithmen und Werbung und zerstört das dezentrale Ökosystem Audio. Spotify wird das Youtube und Google des Audiomarktes werden und dies entsprechend monetarisieren. Lies mehr dazu in diesem Beitrag von Netzpolitik.org oder erfahre mehr über die Strategie der extremen Rechte und wie sie mit einem Podcast, der in der Podcastsuche schnell auch mal mit der Lage der Nation verwechselt werden könnte den Angriff staerten. Zum Taz-Bericht über rechte Podcasts auf Spotify. Der Deutschlandfunk über den Kampf um die Audio-Monopolstellung. In der Schweiz berichtet die Medienwoche über die Folgen des Spotify-Monopols. Übermedien über den Spotify Exklusive Podcast von Sandra Maischberger. Wer das deutlichere Wort schätzt wird hier beim Rant des Metal-Podcasts vermutlich fündig. Hier aufgeführt findet ihr die Möglichkeiten den Radiorebell-Podcast zu abonnieren. Nach Umzug des Blogs werden wir auf Spotify ebenfalls nicht mehr zu finden sein. Podcast gratis abonnieren
Zukunftspodcast beim Waldspaziergang
Wir wollten spazieren gehen und währenddessen podcasten. Wie das funktionieren soll wussten wir nicht und jetzt haben wir einen neuen Zukunftspodcast, ein Format bei dem wir während wie spazieren gehen über die Zukunft diskutieren. Wie stellt sich ein Jugendlicher die Zukunft vor? Was lässt ihn so optimistisch oder eben pessimistisch in die Zukunft blicken. Schauen wir es uns an.
Jahresrückblick 2020
Was ist Glück? Dieser Frage widmen wir uns zum Abschluss eines kleinen Jahresrückblicks, den wir mit meiner Mami zusammen aufgenommen haben. Fast schon traditionell stellen wir uns Fragen rund um das abgelaufene Jahr. Viel Spaß damit.
Warum wir streiten (und wer Schuld hat)
Ich muss gestehen, dass ich oftmals keinen Bock habe zu podcasten. Jason ist da aber zum Glück unnachgiebig. Manchmal habe ich keinen Bock, weil mir die Nerven dazu fehlen und manchmal habe ich keine Lust weil mir die Zeit fehlt. Man kann sich nicht ausdenken wie viele Stunden schon draufgegangen sind um aus meist bescheidenem Ausgangsmaterial eine noch beschissenere Audioqualität zu erzeugen, so wie es dieser Podcast seit über 100 Folgen eindrucksvoll beweist. Und ihr seid immer noch da. Wie schön. Heute haben wir ein ganz besonderes Leckerchen, glaube ich. Jason und ich wollten auf die letzten Wochen zurückblicken, hingen aber recht lange bei dem Thema warum wir streiten und wer daran Schuld hat. Wir streiten wieder sehr viel. Mal geht es um den fehlenden Mund-Nasen-Schutz seiner Schwester, wenn wir draußen spazieren sind oder es entstehen auf irgendeine Art und Weise Essensreste im Grammbereich, es geschehen ähnliche Verschwendungen natürlicher Ressourcen oder es kommt zu unerwünschten Kontakten mit dem Briefträger. Streit liegt kontinuierlich in der Luft. Die Vorbereitungsmaßnahmen, die für den gemeinsamen Heiligabend getroffen werden mussten, sorgten bei meiner Frau und mir für viele sorgenvolle Stunden und bei der Tochter für zahlreiche Tränen, insbesondere wenn Sie die Eskalation live mitbekam. Jüngster Anlass war ein "ungenehemigter Lebensmitteleinkauf während der weihnachtlichen Vorquarantäne durch Mami". Papsi hat sich allerdings zum Hauptschuldigen gemacht, da er "zumindest zum Lebensmitteleinkauf angestiftet, vielleicht sogar beauftragt hat." Das konnte das hohe Gericht nicht final bewerten, aber ja, ich hatte meine Frau gebeten Lebensmitteleinkäufe auf dem Heimweg von der Arbeit mitzubringen und verstoß somit gegen eine Auflage der hausinternen Corona-Richtlinien Phase II, beginnend ab dem 17.12.2021. Eine strengstmögliche Vorquarantäne mit einer Vorlaufzeit bis Heiligabend von sieben Tagen. In der Folge sprechen wir über diesen Streit und dreißig andere und über die Frage wer eigentlich Schuld an den Streits trägt. Ich vermute diese Folge wird eine meiner Lieblingsfolgen, denn wieder einmal mehr, sehe ich unsere Streits nun tatsächlich aus einem klareren, nicht unbedingt besserem Blickwinkel, aber es ist erstaunlich, wie alltäglich und doch ermüdend die Auseinandersetzungen sind, so sehr ich seine saubere Argumentation auch schätze und verstehe, so bin ich dennoch nicht in der Lage diese gesamte Situation für alle Familienmitglieder angenehm zu gestalten. Eine schöne Folge, wie ich finde, kann aber auch sein, dass mir das nur auffällt, weil es ansonsten in der jüngeren Vergangenheit doch recht angespannt war zwischen Jason und mir. Was ich gut finde ist, dass wir beide einen Weg gefunden haben unsere Streits sehr schnell eskalieren zu lassen. Es wird dann kurz sehr laut, aber nach nur wenigen Sekunden mit Beschimpfungen unterster Schublade zieht sich einer von uns beiden zurück. Jason prüft dann meistens innerhalb kurzer Zeit wer von uns beiden ein Schimpfwort verwendet hat, welches Mami als Tabuwort in die Familienvereinbarung hat aufnehmen lassen und ich erhalte dann zumeist eine Rechnung. Und dann ist alles wieder gut. Bis zum nächsten Streit. Alles wird gut. Viel Spaß mit "Warum wir streiten (und wer Schuld hat)" und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Danke fürs Hören.
Weihnachten
Mami kennt auch Heiligabend ohne Feierlichkeiten, Lani vermisst ihre japanischen Süßigkeiten, ich betrachte das Phänomen Weihnachtsmann natürlich aus wissenschaftlicher Perspektive und Papsi kümmert sich um die Malzbiertaufe. Die Wochenendrebellenfamilie redet über Weihnachten. Viel Spaß und all euren Lieben und Angehörigen ein friedliches und mit frühem Impftermin versehenes Jahr 2021. Euer Jason
Vom freiwilligen Aussterben und unfreiwilligen Anstecken
Kipppunktevortrag von Jason: 04.12.2020, 18:00 Uhr Hier gehts um 18:00 Uhr via Zoom direkt zum Vortrag. Wir sprechen sehr lange über die schulische Situation rund um Corona, warum Jason dies besonders belastet und wo die Schwachstellen in der Schule aktuell liegen. Außerdem sprechen wir über eine Bewegung, die das Aussterben der Menschheit als neue Glaubensrichtung propagiert, sowie über den Gerichtsprozess, bzw. die Verhandlung.
KEY RACE ALERT: Die US-Wahl im Detail und ein Fazit von Donald Trump
+++KEY RACE ALERT+++: In dieser Folge widmen wir uns ausführlich der US-Wahl aus verschiedenen Perspektiven. Eigentlich wollten wir die Folge nutzen, um als erstes Medium in Deutschland Joe Biden zum Sieger auszurufen - dann waren die anderen aber doch irgendwie schneller und wir haben noch einen Tag gewartet um mehr über die Detailzahlen zu erfahren. Folgendes Besprechen wir in dieser Episode: Fazit zu Donald Trump Donald Trumps Beliebtheitswerte sind nach wie vor hoch, vergleichbar mit denen Obamas nach seiner ersten Amtszeit. Zudem erhielt er mehr Stimmen als noch 2016 - und das obwohl man meinen müsste, nach einer solch desaströsen Amtszeit, die uns gesellschaftlich so zurückgeworfen hat, verlorene Zeit beim Klimaschutz war und unzähligen Menschen das Leben gekostet hat, eine Wiederwahl gar nicht zur Diskussion stehen dürfte. Auf der anderen Seite muss man jedoch festhalten, dass Trump aus der Perspektive eines Menschen, der überzeugt hinter dieser Ideologie steht, einen großen Teil seiner Versprechungen in die Tat umgesetzt hat. So ist Trump etwa aus dem Pariser Klimaabkommen ausgestiegen, hat einen harten Kurs gegenüber China und dem Iran gefahren, die Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt, die Arbeitslosenzahlen sind gesunken und die wirtschaftliche Entwicklung war bis zur Corona-Krise grundsätzlich positiv. Dass einige dieser Vorhaben zum Teil katastrophal und desaströs waren oder auf Kosten anderer Menschen oder Dinge stattfanden, steht völlig außer Frage. Bei den Folgen seiner Handlungen hingegen hat Trump viel gelogen: Er versprach den Menschen etwa, das Außenhandelsdefizit würde durch die Strafzölle gegen China sinken - doch bis zur Corona-Krise stieg es sogar. Und auch die Corona-Krise reiht sich dort letztlich nur ein. Es gibt sicherlich nicht wenige Menschen, die es vollkommen richtig finden, körperlich schwächere Menschen sterben zu lassen, um der Mehrheit Unannehmlichkeiten zu ersparen und die Wirtschaft zu schonen. Das Fazit ist also, dass es falsch ist, Trump als dummen und verrückten Präsidenten zu betrachten - er ist eine ernsthafte Gefahr, der viele Vorhaben umgesetzt hat, die für jeden anständig denkenden Menschen eine Katastrophe sind - und zwar mit voller Absicht. Wahlsystem der USA Das Wahlsystem der USA wurde in letzter Zeit nun wirklich viel diskutiert und ich denke, die meisten können sich inzwischen etwas darunter vorstellen. Was dabei meiner Meinung nach aber viel zu kurz kam, ist die Einordnung und Interpretation: Wieso ist dieses Wahlsystem so wie es ist und wie sind Ungerechtigkeiten darin verankert? Damit beschäftigen wir uns etwas genauer. Grundsätzlich ist der Kongress, das US-amerikanische Parlament, nach britischem Vorbild in zwei Kammern eingeteilt. Eine davon ist der Senat, der beispielsweise für die Ernennung und Enthebung von Ämtern, internationale Verträge und auch die Genehmigung von Gesetzen zuständig ist und in dem jeder Staat zwei Sitze hat. Die andere ist das Repräsentantenhaus, das Initiativrecht besitzt, also Gesetze vorlegen kann. Hier berechnet sich die Zahl der Sitze eines Staates an seiner Bevölkerung. Jeder Staat hat so viele Wahlleute (und Sitze im Kongress) wie es Sitze im Senat und im Repräsentantenhaus hat. Das bedeutet Folgendes: Große Staaten sind im Senat extrem unterrepräsentiert, schließlich bekommen sie genau so viele Sitze wie viel kleinere Staaten. Tendenziell sind die größeren Staaten aber auch vielschichtiger, also weniger weiß. Minderheiten sind durch das Zweikammersystem systematisch benachteiligt. Hinzu kommen einige Gebiete, die gar keine Vertretung im Senat haben, etwa Puerto Rico oder Washington D.C. - auch das spiegelt sich in der Politik wieder: Nach dem verheerenden Hurricane in Puerto Rico gab es im Vergleich zu andere...
Lockdown Light und Corona-Leid
Lockdown light? Wellenbrecher-Lockdown? Die aktuelle Corona-Entwicklung, bzw. die aktuellen Corona-Fallzahlen könnten einen erneuten Lockdown sorgen, aber keine Sorge, es handelt sich nur um einen Lockdon light. Wir sprechen an dem Tag an dem unseriöse Medien erstmals den Begriff Lockdown light als mögliche Option für die Verschärfung der Corona-Maßnahmen nennen. Ich arbeite in der Gastronomie und sehe die Entscheidung, sollte sie so kommen, etwas kritischer als mein Sohn. Wir teilen unsere Positionen rund um die Begrifflichkeit Lockdown und was dies dann an tatsächlichen Konsequenzen für Menschen haben kann. Wir sprechen über die psychischen Folgen eines Lockdowns, über Konsequenzen wie das Erfahren häuslicher Gewalt oder Verlust des Jobs oder auch der eigenen Existenz und darüber was Armut bedeutet und versuchen, unsere eigenen Privilegien zu checken. Außerdem erklärt Jason sehr beeindruckend, in welch spannender Phase er sich aktuell mit seinem Forschungsprojekt befindet und ist bemüht, Begrifflichkeiten wie Grenzzyklen und Fraktalen anschaulich zu erklären. Zum Schluss stellen wir noch fest, wie friedlich die letzten Episoden doch abliefen und wie sehr wir das aktuell genießen, dass wir uns nur sehr selten anschreien. Beim Wochenrückblick lassen wir zukünftig das Intro weg. Wir schaffen das mit den skipbaren Kapitelmarken zeitlich nicht mehr und das Intro nervt einige. Die Themenfolgen behalten das Intro. 00:00:48 Jason und seine Vorträge auf dem MINT Schülerkongress 00:23:00 Corona-Zahlen aktuell und Status Corona in der Schule 01:15:00 NASA-Entdeckung auf dem Mond Wie sieht ein Lockdown light aus? Geplant ist die Schließung aller Restaurants, Bars und Kneipen, was mit einer massiven Einschränkung und hohen Umsatzverlusten der Tourismusbranche einhergehen würde.
Phosphan auf der Venus, die SFN Awards und ein Traktor-Angriff auf mich
In unserer neuen Podcastfolge besprechen wir natürlich das große Beben, das durch eine astronomische Entdeckung auf der Venus ausgelöst wurde. Da ich mich ausführlich mit diesem Thema beschäftige, konnte ich die Bedeutung dieser Entdeckung einmal etwas einordnen. Außerdem sprechen wir über drei wichtige Auftritte und darüber wie ich in einen "Saw"-Escape Room gekommen bin. 00:00: Festrede zur Verleihung der SFN Awards Im letzten Jahr haben wir im Podcast schon über die Verleihung der SFN Awards, und zwar an mich, gesprochen. Dieses Jahr ist es wieder so weit, jedoch bin ich diesmal nicht Nominierter oder Preisträger, sondern Festredner: Man hat mich gefragt, ob ich als Preisträger des letzten Jahres nicht spontan einspringen und innerhalb einer Woche eine Festrede zu diesem Anlass vorbereiten könnte. Ich antwortete enthusiastisch bejahend und dementsprechend durfte ich die Rede am letzten Freitag auf der Preisverleihung in Kassel dann tatsächlich halten. Hier könnt ihr sie euch anhören. 11:30: Rede vor der Klasse zum Traktor-Vorfall Es gibt auch Neues über die Nachbereitung des Vorfalls, bei dem mich vermutlich jemand mit dem Traktor überfahren wollte. Freunde dieser Person haben an meiner Schule gezielt Lügen und Gerüchte gestreut, um meine Position in den laufenden Ermittlungen zu schwächen und mich zu diskreditieren, indem sie unter anderem behaupteten, ich sei verrückt und paranoid geworden und würde bald jeden anzeigen. Wir haben beschlossen, diesen perfiden Handlungen etwas zu entgegnen. Folglich habe ich ähnlich wie in der sechsten Klasse, als ich meinen Mitschüler*innen Autismus erklärt habe, eine Ansprache zur Klasse gehalten, indem ich den Vorfall zunächst einmal bestätigte, sie aber auch klipp und klar darauf hingewiesen habe, dass sie diesen Menschen bei ihrem Plan helfen, wenn sie ihre Lügen weiter verbreiten und somit eine Mitschuld tragen. Um die langfristigen Folgen dieser Reaktion bewerten zu können, werden wir wohl die Zukunft abwarten müssen, ich bin mir allerdings recht sicher, dass diese Entscheidung richtig war, denn schulintern hat sich die Situation seitdem zumindest etwas beruhigt. Sobald es in dieser Angelegenheit Neuigkeiten gibt, werden wir eventuell darüber informieren. 33:00: Auftritt im Wellenbrecher-Video Meine Rede bei der Verleihung des SFN-Awards und mein Vortrag vor der Klasse waren nicht die einzigen Auftritte dieser Woche für mich. Wie ihr vermutlich alle wisst, habe ich in den letzten Monaten sehr viel Zeit damit verbracht, mich über die unsolidarischen Arschlöcher aufzuregen, welche die Corona-Schutzmaßnahmen bewusst missachten oder unter Nutzung falscher Tatsachen bekämpfen. Umso mehr freute ich mich, dass ich letzte Woche mal etwas mehr als nur das machen konnte, ich konnte nämlich ein Zeichen für die Einschränkungen wie Abstandhalten, Maskentragen, und Hygieneregeln beachten und auch für den Download der Corona Warn-App setzen, indem ich am Wellenbrecher-Video mitgewirkt und letztlich auch einige Auftritte im Video habe. Die Woche war für mich also reich an wichtigen Auftritten. Auch wenn ich bei der Aufnahme viel geflucht habe, hat sich die Arbeit letztlich definitiv gelohnt. Hier könnt ihr euch das Video ansehen. 37:00: Escape Room Neben all den ernsthaften und zweifelsohne wichtigen Dingen die ich in dieser Woche gemacht habe, ist natürlich auch wieder Lustiges (zumindest für Außenstehende und mich im Rückblick) passiert. Am Wochenende waren wir in Hannover in einem Escape Room zum Film Armageddon. Im Anschluss an einige wissenschaftlichen Anmerkungen erzähl...
Veganismus, Grippeimpfungen und eine Rede im SFN
Wir machen Fortschritte dabei, einen wöchentlichen Turnus aufrechtzuerhalten, denn wir haben mal wieder einen Wochenrückblick aufgenommen und in dieser Episode sprechen wir darüber wie schwierig es ist, sich in einer ehrlichen Rede nicht übertrieben oft selbst zu loben, darüber wie das Unterlassen von Geschlechtsverkehr einem Impfungen ersparen kann und auch darüber, wieso vegane Ernährung absolut keinen Spaß macht und wir uns dennoch daran gewöhnen müssen. Viel Spaß! 01:45: Rede zum SFN-Award Ich bin aufgeregt, aber auch sehr glücklich: Neulich im Schülerforschungszentrum wurde ich gefragt, ob ich – sollten die eingeladenen Gäste absagen – vielleicht bei der Verleihung des SFN-Awards, den ich im letzten Jahr gewonnen habe, einspringen und die Rede halten könne. Ich war darauf so begeistert, dass am Ende des Gesprächs feststand, dass ich die Rede am nächsten Freitag halten werde und nun begebe ich mich in die Planung. Leider habe ich einen Rückschlag erlitten, als mein Opa mir sagte, meine erste Version könne ich so nicht bringen. Sie bestand im Wesentlichen aus einer 20-minütigen Aufzählung meiner bisherigen Erfolge am Schülerforschungszentrum und einer Aufzählung an Preisen, die ich verdientermaßen gewonnen habe und Preisen, die ich unverdientermaßen nicht gewonnen habe. Aber keine Sorge, ich habe auch noch einige andere Ideen… 08:20: Grippeimpfung Es ist eine wichtige Entscheidung, aber sie ist gut durchdacht: Ich habe entschieden mich chippen zu lassen. Der wichtigste Beweggrund für meine Entscheidung war in jedem Fall die integrierte Google-Maps-Funktion, die wirklich sehr praktisch ist. Nein, mal ohne Spaß: Ich habe schon als ich klein war alle empfohlenen Impfungen absolviert, habe mich nun in Anbetracht dieser Pandemie aber mal mit einer Grippeimpfung beschäftigt, denn natürlich ist es wichtig, dass unser Gesundheitssystem in diesem Jahr nicht zusätzlich durch eine stark ausgeprägte Influenza-Epidemie belastet ist und alle Ressourcen in die Bekämpfung von Covid-19 investiert werden können. Gleichzeitig bin ich durch diverse Allergien im Frühjahr sowieso schon vorbelastet und da die Grippeimpfung bei älteren Menschen weniger zuverlässig ist, spielt natürlich auch der Schutz dieser Menschen eine große Rolle. Alles in einem wurde ich beim Arzt jedenfalls in meinem Gedanken bestätigt, dass eine solche Impfung in diesem Jahr durchaus sinnvoll ist und habe mich deshalb dafür entschieden, sie auch in Anspruch zu nehmen. Dies nehmen wir als Anlass, um einmal etwas über meine Risikoeinschätzung zu sprechen: Wenn ich mal Bauchschmerzen habe, denke ich unwillkürlich an Cholera, bei Fieber musste meine Mama mich bereits mit der Tatsache beruhigen, dass eine Malaria-Infektion in Mitteleuropa sehr unwahrscheinlich ist und über meinen vorsichtigen Umgang mit dem Coronavirus haben wir ja schon häufig im Podcast gesprochen. Trotz all dem hielt ich eine HPV-Impfung für nicht nötig, schließlich ist diese Erkrankung primär durch Geschlechtsverkehr übertragbar und das wäre nun wirklich seeeeehr weit hergeholt. 20:50: Veganismus Der eigentliche Grund meines Arztbesuchs war eigentlich eine Blutabnahme, die ich nun zweimal im Jahr absolvieren muss, da ich mich seit meinem 15.Geburtstag vollständig vegan ernähre. Die medizinischen Ergebnisse waren sehr positiv, insgesamt fällt mein Fazit jedoch eher gemischt aus: Spaß macht´s sicherlich nicht, aber es ist allemal besser als die Folgen des Konsums tierischer Produkte. Darüber sprechen wir in dieser Episode etwas genauer genauso wie über den Fortschritt bezüglich veganer Ernährung in Öffentlichkeit der letzten paar Jahre und die Entwicklung innerhalb unserer Familie. In Anbetracht dessen, was wir so in den letzten Wochenrückblicken besprechen mussten,
Coronazi-Demo in Berlin, Neuralink und Trumps Wiederwahl
Wir sprechen über die Corona Demo in Berlin vom 29.08.2020 und Jason erklärt warum er den Begriff Covidioten nicht mag. Außerdem blicken wir kurz rüber zu Trump, wir reden über Jasons aktuelle Situation in der Schule und im Forschungszentrum. In der Schule gibt es Schwierigkeiten auf Grund Jasons rigorosem Umgang mit Corona-Maßnahmen. Er wird absichtlich angehustet. Es fällt mir schwer die Ruhe zu bewahren und so ein Ausmaß an Abscheu erlebe ich selten im persönlichen Umfeld. Jason geht mit der gesamten Situation sehr gut um. Er hat Angst, weiß aber damit gut umzugehen. Ich habe ihn früh als Erwachsenen wahrgenommen, aber wie reflektiert und besonnen er mit so harten Situationen umgeht ringt mir höchsten Respekt ab. Er braucht immer ein wenig Ruhe um ganz sachlich die Situation zu analysieren und trifft dann kluge Entscheidungen, die er konsequent verfolgt. Das beeindruckt mich sehr. Nun ja, wir sprechen ein wenig rund um den Angriff auf ihn und die persönlichen Konsequenzen, die wir so daraus ziehen. Für mich ein ganz besondere Folge im Kontext der Gespräche, die ich außerhalb des Podcasts mit ihm führe. Um unseren Versprechen nachzukommen, reden wir noch über etwas Positives. Jason hat einen großen Durchbruch im Rahmen seines Forschungsprojektes erzielt und berichtet davon. Er hat es so erklärt, dass sogar ich verstanden habe was das für ihn bedeutet. Spannend. Es gab Reklamation, dass zwischen Aufnahme und Veröffentlichung so viel Zeit vergeht. Das tut mir leid aber es ist simpel zu erklären. Corona und die Auswirkungen beschäftigt mich auf beruflicher und persönlicher Ebene. Das verschafft Jason und mir schon sehr wenig Zeit um überhaupt zu podcasten. Ohne sein Drängen wäre hier seit Monaten vermutlich Ruhe. Wir versuchen mittlerweile eine hörbare Tonqualität anzubieten. Es gab Folgen, die wir aus Gründen von Zeitmangel ohne große Nachbearbeitung hochgeladen haben. Jason möchte aber weiterhin die Wochenendrebellen-Zentrale, unseren Blog weiter ausbauen und breiter werden. Es ist wirklich spannend. Ich bin (un)freier Redakteur, denn ich werde zwar nicht bezahlt, bin aber dafür natürlich auch unfrei in der Entscheidung welche Aufträge ich für den Herrn des Hauses erledigen darf. Das ist auch okay so. Jason möchte bei der Aquise von Spenden für die Neven Subotic Stiftung neue Wege gehen. Auf diesem Weg werde ich ihn unterstützen und alles was wir tun, soll und wird über wochenendrebell.de transparent begleitet werden. In Anbetracht der Anzahl an Ideen, die umgesetzt werden wollen, freuen wir uns sehr, dass unserem Aufruf nach Hilfe gleich welcher Art, bereits erste Mails eingegangen sind und Menschen uns auf unterschiedlichste Art und Weise helfen möchten. Das tut gut. Vielen Dank für euer Vertrauen. Jasons Zielsetzungen sind anspruchsvoll und nur unrealistisch in Kombination mit der Anzahl an fehlenden Händen und Köpfe. Gerhard unterstützt uns schon seit vielen Jahren was den technischen Support angeht. Das hilft uns riesig. Wenn jemand Lust und Zeit hat uns zu unterstützen. Meldet euch. Wir suchen Autoren für Gastartikel im wissenschaftlichen Bereich und im Kontext Autismus aus der Innenperspektive aber auch von Eltern und Geschwistern von Autisten. Im Bereich Fußball können wir uns sogar vorstellen feste Seiten für einen Verein einzurichten, wenn jemand mag über diesen Verein regelmäßig zu berichten. Ganz egal ob du Fan vom Flat Earth FC oder vom 1.FC Köln bist, wenn du Lust drauf und Spaß daran hättest aus deinem ganz persönlichen Blickwinkel über Themen rund um deinen Verein zu Berichten, schreib uns gerne an. Es gibt grundsätzlich aber kaum eine Fähigkeit bei der wir uns nich...
SpaceX und Elon Musk
SpaceX und Elon Musk: Lange hatte ich das Gefühl, dass ich in einer Zeit ziemlichen Stillstands in der Raumfahrt lebe, zumindest im Vergleich zu der rasenden Entwicklung in anderen Bereichen. Klar, ich habe die erste Landung auf einem Kometen erlebt, ein paar Rover, die man zum Mars geschickt hat und Teile des Aufbaus der Internationalen Raumstation. Aber wenn ich überlege wie groß die technologischen Fortschritte der letzten Jahrzehnte waren und trotzdem seit über 50 Jahren kein Mensch mehr den Mond betreten hat, habe ich schon das Gefühl, dass dort etwas mehr geht. Und offenbar bin ich dort nicht der einzige. Denn einen ähnlichen Gedanken hatte auch der Unternehmer Elon Musk im Jahr 2002. Der einzige Unterschied zu meinem war ziemlich viel Geld und somit die Möglichkeit, Gedanken in die Tat umzusetzen. So gründete Elon Musk sein Raumfahrtunternehmen Space Exploration Technologies Corporation, kurz SpaceX. Sein erstes Ziel: Ein Gewächshaus auf den Mars bringen. Dadurch sollte "...die längste Strecke erzielt werden, die Leben jemals zurücklegte". Das Mars Oasis getaufte Projekt hatte natürlich auch einen wissenschaftlichen Nutzen, denn für künftige menschliche Siedler wird der Nahrungsanbau auf anderen Planeten unabdingbar sein, doch sein eigentlicher Zweck war ein anderer: Das Bild des grünen Oase vor dem roten Boden des Mars sollte die Menschen beeindrucken und zum Nachdenken anregen, ganz ähnlich wie es das berühmte Bild Earthrise tat, das von den Mondfahrern während Apollo 8 aufgenommen wurde und die Oase der Erde vor dem schwarzen Nichts des Alls zeigt. Die Umsetzung von Mars Oasis gestaltete sich jedoch wirklich schwierig, denn Elon Musk konnte keine bezahlbare Rakete finden, mit der die Raumsonde hätte starten können und das war der Grund, weshalb Mars Oasis dann auch immer ein Traum blieb - genauso wie viele andere überwältigende Projekte, die daran scheitern, dass ein Raketenstart zu teuer war. Aus diesem Grund machte sich SpaceX unbeachtet von der Öffentlichkeit an den Bau einer eigenen Rakete, der Falcon 1. Doch auch das erwies sich als nicht so einfach... Als Elon Musk den Start für 2004 ansetzte, konnte er dies nicht einhalten und die ersten drei echten Starts 2006, 2007 und 2008 gingen allesamt schief, sodass SpaceX kurz vor dem Bankrott stand - als der vierte Startversuch jedoch glückte und SpaceX damit die erste private Flüssigrakete in den Erdorbit schoss, wurde auch die NASA auf das Unternehmen aufmerksam. Diese plante nach zwei tödlichen Katastrophen die Absetzung ihres Space Shuttles und den Bau eines neuen Raumschiffs namens Orion MPCV, das Menschen wieder zum Mond bringen soll - daher benötigte sie einen neuen Zugang zur Internationalen Raumstation ISS ohne dabei übermäßig von Russland abhängig zu sein. Das junge US-amerikanischen Unternehmen bot sich dort natürlich an und so schloss die NASA einen Vertrag mit SpaceX, dessen Inhalt der Bau eines Raumfrachters und der dazugehörigen Rakete war. Das Raumschiff Dragon und die Rakete Falcon 9 konnten dank Massenproduktion und Wiederverwendung zu einem unschlagbaren Preis produziert und angeboten werden, zudem war Dragon als einziger Raumfrachter in der Lage, auch wieder sicher auf der Erde zu landen und nicht nur in der Atmosphäre zu verglühen, nachdem die Fracht ins All gebracht wurde - mit Dragon war also plötzlich billiger Frachtverkehr ins All und zurück möglich. Dies machte SpaceX innerhalb weniger Monate zum wichtigsten Versorger der ISS und zum größten Anbieter für Satellitenstarts, die spektakuläre Landung der Boosterstufe auf einer Plattform im Meer und die interplanetaren Visionen von Elon Musk faszinie...
Eine Studie zu Erderwärmung, eine ekelige Autismus-Challenge, ein Komet und Dynamo Windrad
Endlich mal wieder eine Wochenrückblick und dann geht es um eine neue katastrophale Studie zur Erderwärmung, die Corona-Pandemie, Arschlöcher auf Tik-Tok und noch größere Arschlöcher im echten Leben. Aber es geht auch um einen Kometen. Immerhin. 00:00: Passage des Kometen C/2020 F3 (NEOWISE) Es ist keine Ordnung mehr jetzt in den Sternen. Die Kometen müssten sonst verboten werden. Ein Komet reist ohne Unterlass um am Firmament und hat keinen Pass. Und jetzt richtet so ein Vagabund uns die Welt bei Butz und Stingel zugrund. Aber lass mal das wies da oben steht, auch hier unten sieht man, dass es auf den Ruin zugeht. Könnte von letzter Woche sein, ist aber tatsächlich der Text des Kometenlieds von 1833. Nun konnte ich zum ersten Mal in meinem Leben einen Kometen mit bloßem Auge beobachten, nämlich den Schweifstern C/2020 F3 (NEOWISE), der in den vergangenen Wochen die Erde passierte und dies nehmen wir zum Anlass, mal ein bisschen über Kometen zu sprechen: Was sind Kometen überhaupt und wieso brachten sie Menschen schon immer mit Furcht und Schrecken in Verbindung? C/2020 F3 (NEOWISE) macht sich jetzt wieder auf den Weg in die Tiefen des Alls. Ich bin schon gespannt, wann wir den nächsten Kometen bestaunen dürfen. 15:30: TV Termin bei RTL zur Autismus-Challenge Ich durfte vor einigen Wochen auch mal wieder im Fernsehen zu Wort kommen, allerdings weder zum Thema Groundhopping, noch zu Klima, Autismus oder Wissenschaft. Es ging um das Thema Autismus, bzw. um die Autism-Awareness-Challenge, bei der Bewegungen, die klischeehaft als „autistisch“ gelten, nachgeahmt wurden. Ich denke meine Position dazu zu betonen, erübrigt sich hier, schaut euch den Beitrag am besten einfach an. In der Podcastfolge sprechen wir allerdings auch über ein paar Fehler, die im Beitrag unterlaufen sind und darüber, wie wir unsere Verantwortung zur Autismus-Aufklärung zukünftig wahrnehmen wollen. 32:30: Status im Forschungszentrum Normalerweise ist um diese Zeit der jährliche Kongress in meinem Forschungszentrum, wo Menschen von überall herkommen, wir unsere Projekte präsentieren und es wissenschaftliche Vortragsreihen gibt. Wegen der Corona-Pandemie war das dieses Jahr nicht möglich, dafür aber zumindest die Verleihung der Zertifikate. Für mich war es dieses Mal in doppelter Hinsicht speziell, denn ich wurde nicht nur für meine wissenschaftlichen Forschungen geehrt, sondern auch für meine Arbeit für den internationalen Wettbewerb in China, der ja abgesagt wurde und nun online stattfindet. Daher berichte ich zu diesem Anlass auch über meine Vorbereitung für den Online-Wettbewerb und meine künftigen Forschungen. 48:00: Update zum neuen Blog Der Hauptgrund aus dem wir derzeit so wenig podcasten ist unsere Arbeit an unserer neuen Homepage. Durch bessere Suchmaschinenoptimierung eine klarere Strukturierung und eine höhere Veröffentlichungsfrequenz soll sie mehr Reichweite schaffen und eine Basis für alle gegenwärtigen und zukünftigen Projekte sein – doch unsere Ansprüche sind hoch und obwohl ich acht Stunden am Tag fast nur daran arbeite, wird es noch ein wenig dauern. Ich erinnere mich noch gut an den ursprünglichen Termin, an dem die Seite online sein sollte: April 2019. Tja, das wird wohl knapp, dafür erfahrt ihr aber den aktuellen Stand und auch einige neue Details über unser aktuell größtes Projekt in dieser Podcast-Episode. 54:30: Besuch bei Dynamo Windrad Der für mich wichtigste Punkt auch auf unserer neuen Seite wird der Klimaschutz sein und dementsprechend engagieren wir uns neben unserer Aufklärung,
Die Zukunft der Schule
Die Zukunft der Schule: Unsere Welt verändert sich momentan dramatisch, auch wenn ich mit meinen 15 Jahren noch keine „Früher was das so“- Geschichten erzählen kann, erkenne natürlich auch ich, dass unsere Gesellschaft eine ganz andere ist als noch zu meiner Grundschul- oder Kindergartenzeit. Das Klima hat sich verändert, Wissenschaft und Technologie haben sich verändert, die Gesellschaft hat sich verändert und auch die Menschen haben sich natürlich verändert. Doch während die Welt teils nach wenigen Monaten nicht wieder zu erkennen ist, blieb ein ganz wesentliches Element des Lebens von Menschen in meinem Alter fast immer eine Konstante: Die Schule. Doch das scheint nun vorbei. Ich habe in einer Episode des Autismus-Podcasts bereits mit Papsi über das Thema „Schule und Autismus“ gesprochen, nun nehme mir im Familien-Podcast in Anbetracht des vergangenen Wochen im pandemiebedingten Homeschooling einmal das Thema „Die Zukunft der Schule“ vor und zwar im Gespräch mit meinem elfjährigen Cousin Sean. Er betreibt mit meiner Schwester den YouTube-Kanal Dauerfeuer und besucht dieselbe Schule wie ich. Wir sprechen am Anfang etwas über unsere allgemeine schulische Situation, als Bald-Zehntklässler sollte ich natürlich eigentlich kurz vor der Berufswahl stehen – blöd nur, dass ich seit vielen Jahren weiß, was ich machen möchte, mich aber dennoch in einem dicken Ordner mit Ausbildungsberufen beschäftigen musste. In diesem Kontext kritisieren wir natürlich auch die unserer Meinung nach viel zu dominante Stellung der Schule im Leben von Jugendlichen und überhaupt das gesamte leistungsbasierte System mit Zahlnoten – ihr erfahrt aber auch, wieso ich trotz meiner kritischen Haltung den Ordner regelgemäß und pünktlich abgegeben habe. Schnell kommen wir aber auf die letzten Wochen zu sprechen, in denen wir beide gar keinen, bzw. später sehr eingeschränkten Schulunterricht hatten. Dabei sprechen wir auch über die Umsetzung der Corona-Schutzmaßnahmen und fünfzehnseitige Pandemiepläne, die als PDF an Schüler mit der Nachricht „Bitte lesen.“ verschickt wurden. Dies nutzen wir dann um darüber zu diskutieren, wie die Zukunft der Schule, bzw. die Schule der Zukunft aussehen könnte. Wir besprechen zum Beispiel folgende Punkte: * Haben Schüler*innen in Zukunft viel weniger Stunden Schule?* Ist Homeschooling vielleicht irgendwann eine dauerhafte Alternative?* Verschwindet die Hierarchie zwischen Lehrer*innen und Schüler*innen?* Welche politisch-gesellschaftliche Einstellung muss die Schule vermitteln?* Was ist mit Berufen, die es bald gar nicht mehr gibt und Berufen, die es noch nicht gibt - oder die sich stark verändern werden? Besonders über letzteres lohnt es sich nachzudenken, das zeigt eine persönliche Anekdote. Schon vor drei Jahren wurde ich mehrfach darauf hingewiesen, ich solle mich – wenn ich tatsächlich Physiker werden möchte – doch am besten möglichst schnell mal mit Programmieren beschäftigen, denn in fünf bis zehn Jahren laufe in der sich rasant digitalisierenden Wissenschaft nichts mehr ohne Programmierkenntnisse. Ich will nicht sagen, dass ich das nicht ernst genommen habe, es war natürlich nachvollziehbar, aber eine akute Dringlichkeit sah ich lange Zeit nicht. Vor einigen Monaten geriet ich mit meinen Forschungen zur Chaostheorie am Schülerforschungszentrum dann in eine Sackgasse, ich war auf eine Messpräzision angewiesen, die mit uns verfügbarem Equipment (und vielleicht auch überhaupt…) nicht zu erreichen ist. Ich optimierte meinen Versuchsaufbau, aber die Resultate waren für meine Fragestellung völlig nutzlos. Also machte ich mich ans Rechnen und überschlug einmal, wie groß die Abweichungen sein dürfen.
Ein echter Hammer
Wir sind alle etwas im Stress, daher nur eine Kurzbeschreibung Die ersten acht Minuten sprechen wir über den Start von Space X. Im Anschluss sprechen Papsi, meine Schwester und ich ein wenig über Corona und die Auswirkungen auf die die Schule und unser Leben in den letzen zwei Monaten. Im Anschluss besprechen wir die Reichweitenaussichten für den neuen Youtube-Kanal meiner Schwester auf dem sie die ganze Zeit nur Livestreams anbietet, wo sie zu beobachten ist, wie sie Kartoffelchips wegfuttert. Außerdem probierren wir uns erneut mit unserem Frageformat aus und besprechen wie eine Netflix-Serie aussehen würde und wovon die Serie handeln würde, wenn wir diese komplett frei gestalten könnten. Wir reden über den Status Trump aus dem Blickwinkel meiner Schwester. Außerdem reden wir über Träume und mit welcher Person man gerne mal einen Tag verbringen würde. Eine bunte Folge ohne festes Thema. Ganz am Schluss kommt dann noch ein echter Hammer.
Fragen und Antworten
Der Wochenrückblick mit Besprechung auch von politischen Ereignissen ist für die Teilnahme der Tochter eher ungeeignet und bei den Themenfolgen ist dies eben sehr themenabhängig. "Ich stelle euch Fragen und ihr antwortet." Die erste Idee von Jasons Schwester klang simpel, aber für Jason ist es schwer zu akzeptieren, dass es nur eine Fragenstellerin gibt und er zweifelte auch die grundsätzliche Qualität der Fragen an. Also gab es nun schon zwei Personen, die kluge, nicht so kluge oder ausgefallene Fragen stellen durften und es gab zwei Teilnehmer*innen, die mit den Antworten beauftragt wurden. So richtig glücklich machte das Lani auch noch nicht, denn sie selbst will natürlich nicht nur die wissenschaftlichen Fragen ihres Bruders beantworten. Es sollten am besten alle Fragen stellen und alle Fragen beantworten, aber es darf auch nicht so lange gehen. Das klang nach einem Plan. Wir warfen jeder zwei Fragen in eine Zufallsgenerator-App und schon ging es los. Fragen und Antworten Die Fragen Willst du lieber wissen wann du stirbst oder wie du stirbst? Wärt ihr gerne bei einem Generationenraumschiff dabei? Wärst du lieber megareich und dafür hässlich oder intelligent und arm? Wärst du lieber schneller als der Merkur oder möchtest du lieber fliegen können? Die Frage nach den aktuellen Sorgen rund um Corona führte dann zunächst zu einer intensiven Diskussion und im Anschluss zu einem Streit zwischen Jason und Papsi, so dass wir die Folge abbrechen mussten, bevor wir die letzten Fragen stellen und die dazugehörigen Antworten einholen konnten. Holen wir nach. Es zeichnet sich ab, dass der Radiorebell-Podcast nicht sehr erfolgreich aber reich an Konzepten seine Entwicklung durchmacht. Mal schauen ob und wie wir das zukünftig mal übersichtlich dargestellt bekommen und ob mit "Fragen und Antworten" das letzte Konzept und somit nun auch mal Stabilität einzieht. Eine Frage, die ich mir stelle und auf die ich auch in "Fragen und Antworten" wohl keine Antwort erhalte. Wer die Frage stellt, warum die Folge mitten im Intro beginnt, dem kann ich nur meine Unfähigkeit als Antwort geben.
Familienregeln
Wir sind sicherlich kein üblicher Familienpodcast, heute spricht aber die gesamte Familie über Familienregeln und die daraus resultierende Familienvereinbarung. Wie kam es zu dieser Vereinbarung? Warum ist Jason diese Vereinbarung so wichtig und was hat Jasons Autismus damit zu tun?
Corona, Schule und Autismus
Bildungsdefizit durch die Corona-Krise? Wie empfinden Leona (9) und Jason (14) die schulfreie Zeit und wie gehen Sie mit dem neuen Maß an Verantwortung um. Wir sprechen über die ersten vier Wochen ohne Schule und wie sich Leona, Jason und ich unter den neuen Alltagsbedingungen fühlen. Außerdem sprechen wir über Jasons Autismus und wie Leona dies wahrnimmt und über Nähmaschinen. Jason beleuchtet zudem unsere erste Onlinelesung und Malzbier trinken wir dieses Mal auf Thea, die das Malzbiersponsoring von ihrem Onkel Thomas geschenkt bekam.
Kindheitshelden
Kindheit. Die Zeitspanne zwischen Geburt und Eintreten der Geschlechtsreife eines Menschen ist unser Thema. Mami und Papsi blicken zurück in ihre Kindheit, Jason erklärt, dass seine Kindheit im Alter von zwei Jahren endete, spricht aber gerne über den Äquivalenzzeitraum und Lani ist nicht nur mittendrin in der Kindheit, sondern auch voll dabei in der Folge zum Thema Kindheit. Wir sprechen über schöne Kindheitserinnerungen, Papsi erzählt von seiner besonderen Beziehung zu einem Kindheitshelden und Mami berichtet von ihrer Kindheit in Mazedonien und warum sie in die nullte Klasse gegangen ist, bzw. hätte gehen sollen. Zum Abschluss erklärt Papsi warum sein Verhältnis zu Apfelkuchen in der Kindheit besonders geprägt wurde.