
Psychologen beim Frühstück
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Ep 96Liebe
Was es ist – Gedicht von Erich Fried Es ist Unsinn sagt die Vernunft Es ist was es ist sagt die Liebe Es ist Unglück sagt die Berechnung Es ist nichts als Schmerz sagt die Angst Es ist aussichtslos sagt die Einsicht Es ist was es ist sagt die Liebe Es ist lächerlich sagt der Stolz Es ist leichtsinnig sagt die Vorsicht Es ist unmöglich sagt die Erfahrung Es ist was es ist sagt die Liebe Erich Fried (* 6. Mai 1921 in Wien; † 22. November 1988 in Baden-Baden) war ein österreichischer Lyriker, Übersetzer und Essayist.

Ep 95ALS SINGLE LEBEN - KLASSE ODER ÄTZEND?
ALS SINGLE LEBEN - KLASSE ODER ÄTZEND? Welcher Satz trifft auf Dich zu, wenn Du Single bist: "Beschreibe Dein Liebesleben in zwei Worten." "Mein was?" Ich will nicht den Prinzen, ich nehme das Schloß! Mein Bett ist halbvoll. Ich bin optimistischer Single! Du willst Dich verlieben? Fall lieber von einer Brücke - tut weniger weh! Paare ertrage ich nur noch in Form von Schuhen! und…und…und… solche und ähnliche mehr oder weniger scherzhaften Sätze findet man im Internet, wenn man über die "lustigsten Sprüche für Singles" stolpert. Auf "Skylight" kann man lesen: "Als Single macht das Leben doch sowieso viel mehr Spaß!". Ahja???? Genau darum geht es heute in unserer Folge: Singles sind nicht nur junge, schöne Yuppies im "Sex in the City"-Format und immer auf der Überholspur, sondern Singledasein ist eine Lebensform, die so gut wie jeder von uns irgendwann in seinem Leben unfreiwillig oder selbst gewählt kennenlernt. Und nicht jeder findet die Freiheit, völlig unabhängig alles entscheiden zu können, als toll. Viele Singles finden die Nächte allein im Bett oder das Frühstücken ohne Gegenüber, das Fehlen vertrauter Geräusche und kleiner Gesten im Alltag furchtbar. Doch egal, ob als junger Mensch in der ersten eigenen Wohnung, als Geschiedener oder nach einem Verlust als älterer Mensch: Entscheidend ist, ob jemand einen Leidensdruck verspürt, also sein Singledasein unbedingt ändern möchte. Bin ich allein oder einsam? Ich möchte keine neue Beziehung eingehen, weil ich vielleicht noch zu sehr um meine vergangene trauere oder keine Kompromisse zur Zeit eingehen möchte. Aber das Alleinsein zehrt - wäre evtl. eine andere Lebensart wie eine WG oder ein Generationenhaus etwa für mich? ▶️Macht Singlesein krank? ▶️Sind Singles dicker? ▶️Ich verliebe mich einfach nicht! ▶️Ich gerate immer an den Falsche/die Falsche. Das Thema ist also weitaus komplexer als Single ja oder nein. Deshalb sind die meisten Menschen in den verschiedenen Lebensphasen und - arten auch meistens so hin und hergerissen. Darum hier zum Abschluss das tolle Gedicht der Poetry-Slammerin #Julia Engelmann: "Ich hab Angst vor Nähe und noch mehr Angst vor keiner. Ich bin gerne allein, aber ungerne einsam." ‼️Wenn Euch unser Podcast gefallen sollte, freuen wir uns über Eure Bewertungen und Kommentare. Einfach auf diesen Link klicken: http://getpodcast.reviews/id/1392433517‼️

Ep 94Heldenreise - wie ich meine Ängste überwinden kann
Luke Skywalker ist so einer, Bruce Willis und Dwayne Johnson spielen sie oft, Robert Downey Jr. und Jason Stratham sind auf der Leinwand welche wider Willen und selbst Mr. Bean ist irgendwie einer: Helden. Ob in der "Odyssee" von Homer, beim "Herrn der Ringe" oder in den "Star Wars"-Filmen: Immer wird jemand in etwas verwickelt und es stellt sich ihm eine große Aufgabe. Er entscheidet sich zum Handeln und bricht zu einer abenteuerlichen Reise auf, in der er viele Ängste und Widerstände überwinden muss, um letztlich als Sieger aus der Sache herauszukommen. Dieses Grundmuster einer Heldenreise lässt sich prima auf unser Leben übertragen: Auch wir müssen uns immer wieder Ängsten stellen, um uns weiter zu entwickeln. Immer wider stellen sich uns Aufgaben, die wir anpacken müssen, um im Leben das zu bekommen, was wir erreichen wollen. ▶️Aber wie schaffe ich das? ▶️Was hindert mich daran, mich aus meiner Komfortzone zu bewegen? ▶️Was sind die Voraussetzungen, um meine persönliche Heldenreise erfolgreich zu bewältigen? "Setze dich deiner tiefsten Angst aus. Danach hat die Angst keine Macht mehr über dich und die Angst vor Freiheit schrumpft und verschwindet. Du bist frei,“ schrieb Jim Morrison. Dabei sollte vielleicht doch lieber ein Coach oder Therapeut helfen. Doch generell hatte Jim Morrison Recht: Du kannst Dich zurückziehen oder Dich den Herausforderungen und damit Deiner Angst stellen. Frage Dich also, was für Ziele und Wünsche Du in Deinem Leben hast und begib Dich auf Deine persönliche Heldenreise! ‼️Wenn Euch unser Podcast gefallen sollte, freuen wir uns über Eure Bewertungen und Kommentare. Einfach auf diesen Link klicken: http://getpodcast.reviews/id/1392433517‼️

Ep 93Streitkultur - sich reiben bringt Wärme, oder?
Wir haben in unserer Abstellkammer herumgeräumt und dabei - typisch Mann und Frau - über Aufräumen und Ordnung gestritten.. und alle konnten es hören: Aus Versehen hat Tillys Handy via Livevideo unsere Kabbelei auf Facebook in die Welt gepostet. Grund genug, daraus ein Thema zu machen: Wie wichtig ist Streit in einer Beziehung und wie streitet man sich "richtig"? ‼️Streitregeln: ▶️Beim Streit möglichst nur die störenden Verhaltensweisen des Gegenübers kritisieren, aber nicht ihn als Person. ▶️Bei wiederholten Streitereien um Kleinigkeiten überlegen, ob dies nicht Nebenschauplätze sind und der Konflikt eventuell viel tiefgreifender ist. ▶️Sollten die Emotionen überkochen, können keine klaren Gedanken gefasst werden. Dann auseinandergehen und sich für später zur Klärung verabreden. ▶️Willst Du Recht oder eine Beziehung haben? ▶️Deinen Partner beim Streit verbal bitte nicht als Person verletzen: Es bleiben immer Narben nach, die dann die Beziehung dauerhaft belasten. Bitte nur die Handlungen kritisieren! ▶️Den Menschen, mit dem Du zusammen bist, solltest Du grundsätzlich lieben und bedingungslos vertrauen können. Ist dies nicht mehr der Fall, gehen auch Streitigkeiten oft nur noch darum, den Anderen zu verletzen, Recht zu haben und die Oberhand zu behalten. Spätestens dann ist der Gang zur Paarberatung notwendig. ▶️Ansonsten sind Streitigkeiten zur Standortbestimmung, zur sachlichen Auseinandersetzung und für die Lebendigkeit einer Beziehung manchmal nötig. Max Frisch: "Du sollst Dir kein Bildnis machen" "Es ist bemerkenswert, dass wir gerade von dem Menschen, den wir lieben, am mindesten aussagen können, wie er sei. Wir lieben ihn einfach. Eben darin besteht ja die Liebe, das Wunderbare an der Liebe, dass sie uns in der Schwebe des Lebendigen hält, in der Bereitschaft, einem Menschen zu folgen in allen seinen möglichen Entfaltungen. Wir wissen, dass jeder Mensch, wenn man ihn liebt, sich wie verwandelt fühlt, wie entfaltet, und dass auch dem Liebenden sich alles entfaltet, das Nächste, das lange Bekannte. Vieles sieht er wie zum ersten Male. Die Liebe befreit es aus jeglichem Bildnis. Das ist das Erregende, das Abenteuerliche, das eigentlich Spannende, dass wir mit den Menschen, die wir lieben, nicht fertigwerden; weil wir sie lieben, solange wir sie lieben."(…) ‼️Wenn Euch unser Podcast gefallen sollte, freuen wir uns über Eure Bewertungen und Kommentare. Einfach auf diesen Link klicken: http://getpodcast.reviews/id/1392433517‼️

Ep 92Der perfekte Moment
"Das Glück Deiner Seele hängt von der Beschaffenheit Deiner Gedanken ab", schrieb um 160 n. Chr. herum der römische Kaiser Marc Aurel. Und zahllose wissenschaftlichen Studien in den letzten Jahren zeigen: Er hatte Recht! ▶️Positive Gedanken, wie sie zum Beispiel in Meditation und Achtsamkeitstraining gezielt gelehrt werden, haben nachweisbar eine Vielzahl von positiven Auswirkungen auf Psyche und Körper: Stressreduktion, besserer Schlaf, gesteigerte Kreativität, erhöhte Lebenszufriedenheit und vieles mehr. ▶️Kleine Erholungsoasen im Alltag wie kleine Traumreisen, berührende Gesten, positive Erinnerungen, schöne Gefühle oder eine angenehme Atmosphäre lassen uns durchatmen und Kraft tanken. ▶️Der perfekte Moment ist für jeden ein anderer, aber es geht eigentlich immer das Gefühl von Geborgenheit und die Gegenwart eines bestimmten Menschen oder eine Erinnerung an ihn. Also z.B. morgens im Bett, warm, weich, kuschelig, keine Schmerzen, rundum wohlfühlen und den Partner oder die schlafende Tochter betrachten. Gute Gründe, uns in dieser Folge einmal mit den perfekten Momenten in unserem Leben zu beschäftigen, in denen wir uns keine Sorgen machen, uns einfach wohl und glücklich fühlen. ‼️Wenn Euch unser Podcast gefallen sollte, freuen wir uns über Eure Bewertungen und Kommentare. Einfach auf diesen Link klicken: http://getpodcast.reviews/id/1392433517‼️

Ep 91Katastrophen - ´Wie können wir mit der Flut der Horrormeldungen umgehen?
Brennende Fahnen im Nahen Osten. Verletzte Koalas in Australien. Tsunamis. Vulkanausbrüche. Hunger. Krieg. Elend. "Wie können wir mit den ständigen schlechten Nachrichten umgehen?", hat uns Karla gefragt, die uns mit ihren Kommentaren verwöhnt und fast alle Folgen unseres Psychologenfrühstücks gehört hat. "Wie informieren wir uns einerseits über das, was für uns wichtig ist und finden eigene Möglichkeiten zur Veränderung, wie lassen wir es aber nicht so nahe an uns heran, dass wir überrannt und depressiv werden?" Danke Karla, für den heutigen Themenvorschlag! Bilder gehen direkt ins Gehirn. Kein Wunder, dass uns die Bilderflut geradezu überrennt - vor allem im Netz. Doch wie kommen wir mit diesen Bildern im Kopf klar? Warum nehmen wir negative Meldungen eher wahr als positive? Wie können wir mit den vielen schlechten Nachrichten umgehen, ohne dabei gefühllos abzustumpfen oder emotional in der Ecke zu hängen? Was verstehen wir Psychologen unter "tertiärer Traumatisierung"? Warum weicht häufig unsere persönliche Risikowahrnehmung von der realistischen Gefahr ab? Wie können wir unsere innere Widerstandsfähigkeit (Resilienz) fördern? Wir hoffen, Euch gefällt unsere Idee, immer auch mal wieder Menschen, die sich besonders intensiv mit einem unserer Themen beschäftigen oder es vorschlagen, zu Wort kommen zu lassen. Wie wir es in dieser Folge mit Karla machen. Übrigens ist Karla freie Kulturjournalistin, Autorin und Moderatorin. Unter www.buchkolumne.de findet Ihr mehr Informationen über ihre Tätigkeiten und über ihren wunderbaren "Long Story Short – der Bücher Podcast". ‼️Wenn Euch unser Podcast gefallen sollte, freuen wir uns über Eure Bewertungen und Kommentare. Einfach auf diesen Link klicken: http://getpodcast.reviews/id/1392433517‼️

Ep 90Geborgenheit
Das Gefühl von Geborgenheit ist für uns Menschen von Geburt auf an existentiell - und danach suchen und streben wir alle unser Leben lang! Haben wir Sicherheit in uns selbst, Menschen oder Orte wo wir uns geborgen fühlen, so wirkt dies wie ein Kokon oder eine Schutzzone. Von diesem sicheren Hafen aus können wir immer wieder gestärkt zu den Herausforderungen des Alltags starten. Denn wer sich geborgen fühlt, geht selbstbewusster durchs Leben, packt Probleme leichter an und lässt sich von Hindernissen nicht so leicht umwerfen. ▶️Wie entsteht das Gefühl von Geborgenheit? ▶️Wieso ist dies Gefühl so wichtig für uns Menschen, und zwar weltweit? ▶️Wieso ist die Kindheit so wichtig für dieses Gefühl? ▶️Was kann ich selbst dazu beitragen, mich geborgen zu fühlen? ▶️Was hat Geborgenheit mit materiellem Wohlstand zutun? Das Urbedürfnis nach Sicherheit, Wärme, Schutz und Wohlfühlen steckt in unterschiedlichem Ausmaß in jedem von uns. Wer davon in seinem Leben genügend hat, blüht seelisch auf. Wer davon zu wenig bekommt, verkümmert innerlich. Also sollten wir uns aktiv darum kümmern, dass unser Geborgenheitstank immer gut gefüllt ist… Wir wünschen allen ein schönes, geborgenes und friedliches Jahr 2020! Annika und Michael ‼️Wenn Euch unser Podcast gefallen sollte, freuen wir uns über Eure Bewertungen und Kommentare. Einfach auf diesen Link klicken: http://getpodcast.reviews/id/1392433517‼️

Ep 89Veränderungen und Vorsätze - was geht da eigentlich bei meiner Persönlichkeit?
Jahresende. Und? Klar: "same procedure as every year"! In Sektlaune nehmen wir und wieder die tollsten Veränderungsversprechen vor: endlich mehr Sport, viel gesünder essen, nie mehr rauchen, mehr Zeit für die Familie, in allem ordentlicher werden… Doch bekomme ich solche guten Vorsätze eigentlich mit meiner Persönlichkeitsstruktur hin? Genau darüber wollen wir heute in unserer letzten Sendung in 2019 reden und u.a. folgende Fragen klären: 💥Wie weit können wir uns tatsächlich ändern? 💥Was müssen wir als unveränderbare Persönlichkeitseigenschaft akzeptieren? 💥Und was könnte man als "flexible Persönlichkeit" bezeichnen? 💥Was sind die "Big Five" der Persönlichkeit? 💥Gibt es eine Altersgrenze für Veränderungen? 💥Wie kann ich dauerhafte Veränderungen realistisch angehen? 💥Wie gehe ich mit dem "Selbstoptimierungs-"Druck um? 💥Was ist von den Veränderungversprechungen von selbsternannten "Speakern" und "Heilern" zu halten, die Erfolge ohne Mühe versprechen? Die gute Nachricht schon jetzt: Es gibt eine "Plastizität der Persönlichkeit", die uns dazu befähigt, uns bis ins hohe Alter in gewissen Grenzen verändern zu können. Wir müssen für eine Veränderung aber 1. hoch motiviert sein, sie 2. für uns und unsere Persönlichkeitsstruktur für möglich halten und sie 3. konkret in die Tat umsetzen wollen. Das heißt: Raus aus der Komfortzone und sich manchmal gezielt unangenehmen Situationen aussetzen. Wir wünschen Euch viel Erfolg bei Euren Vorhaben und freuen uns auf ein tolles 2020 mit Euch! Annika und Michael ‼️Wenn Euch unser Podcast gefallen sollte, freuen wir uns über Eure Bewertungen und Kommentare. Einfach auf diesen Link klicken: http://getpodcast.reviews/id/1392433517‼️

Ep 88Rituale - Schmierstoff unseres Zusammenlebens
Egal, ob Tante Minna jedes Jahr zu Weihnachten ihre unvermeidlichen Betonkekse verschenkt oder wir generell in unseren Breiten Weihnachten feiern: ob gesellschaftlich oder privat, ob international oder national - Rituale erleichtern das Miteinander, sie lassen uns manchmal innehalten und Beziehungspflege klappt mit so manchem Ritual auch ganz prima. Stichwort vierter Advent: Woher kommen unsere Rituale um WEIHNACHTEN herum? Warum sind Rituale für uns so wichtig? Welche Bedeutung haben sie psychologisch? Wie entstehen Rituale? Doch Rituale, wie z.B. immer wieder beim Schauen aufs Meer die Größe unserer Erde zu spüren oder eben zu Weihnachten Kerzen zu entzünden, zeigen, dass Rituale immer auch mit Emotionen verbunden sind. "Wenn wir still vor einer Kerze sitzen, wenn wir die Weihnachtslieder leise vor uns hin singen, dann steigt in uns eine Sehnsucht auf, die diese Welt übersteigt", sagte der Benediktiner Pater Anselm Grün. Wir wünschen Euch wunderschöne Weihnachten! 🎄🎄🎄🎄🎄🎄🎄🎄🎄🎄🎄

Ep 87Schenken und Geschenke
In dieser Folge unseres Podcasts geht es um all die großen und kleinen Aspekte von Geschenken, vom Sinn des Gebens und Nehmens sowie der Selbstlosigkeit beim Schenken. Es geht um internationale Unterschiede und politische Ebenen von Geschenkaustausch. Und die größten Fallen beim Geschenkekauf. ▶️Geschenke helfen, unsere Beziehungen zu Anderen zu knüpfen, in Gange zu halten und zu vertiefen. Bindungspflege und Nähe laufen eben auch über Geschenke. ▶️Bekommen wir ein unpassendes Geschenk oder vielleicht sogar davon mehrere von ein und derselben Person - womöglich unserem Partner - so fühlen wir uns unverstanden und haben das Gefühl, der Andere kennt uns gar nicht. Die Krise ist vorprogrammiert. Falsches Geschenk, falscher Partner? ▶️Zeitdruck ist der größte Feind beim Schenken. Denn ein professionell von einer fremden Verkäuferin verpacktes Last-Minute-Parfum oder die obligatorische Socke ist nicht unbedingt der Burner. In unseren Breiten werden zu bestimmten Gelegenheiten Geschenke erwartet: Zu Weihnachten fühlen sich die meisten von uns verpflichtet, zu schenken und, was manchmal dann nach schlimmer ist, beschenkt zu werden. Denn nicht jeder reagiert mit Jubelsprüngen, wenn der Staubsauger oder die Flex unterm Weihnachtsbaum schlummert. Empathie ist also gefragt! Wer zuhört, bekommt oft Hinweise auf das, was der Andere mag und liebt - und vielleicht läuft einem ja schon im Laufe des Jahres (beispielsweise im Urlaub) etwas Passendes, Ungewöhnliches und Schönes als Geschenk über den Weg? "Ein Geschenk ist genauso viel wert wie die Liebe, mit der es ausgesucht worden ist." meinte die französische Schriftstellerin Thyde Monnier. 😉Wenn Euch unser Podcast gefallen sollte, freuen wir uns über Eure Bewertungen und Kommentare. Einfach auf diesen Link klicken: http://getpodcast.reviews/id/1392433517👍

Ep 86Der Wald
Weihnachten ohne Tannenbaum? Adventsgestecke ohne Zweige? Und das Weihnachtsklischee schlechthin ohne schneebedeckten Wald? Na, eher undenkbar! Deswegen passt zum 2. Advent unser Thema "Der Wald" so wunderbar, oder? ▶️Wir beschäftigen uns mit wissenschaftlichen Erkenntnissen, warum und wie der Wald sich positiv auf unseren Körper und unsere Psyche auswirkt. ▶️Wir erklären, was es mit dem japanischen "Shinrin-yoku", also Waldbaden, auf sich hat und warum schon der Anblick von Wald kranke Menschen schneller gesunden lässt. ▶️Es geht um Mystik, Faszination, aber auch Angst vor und im Wald. Und natürlich vieles mehr… "Die Seele wird vom Pflastertreten krumm. Mit Bäumen kann man wie mit Brüdern reden und tauscht bei ihnen seine Seele um. Die Wälder schweigen. Doch sie sind nicht stumm. Und wer auch kommen mag, sie trösten jeden. (Erich Kästner)

Ep 85Kontra Reizüberflutung - weniger ist mehr!
Wenn natürliche Lärmquellen wie Gewitter, menschliche Lärmquellen von Husten bis Sprechen, ständig Signale aussendende elektronische Geräte, zu viele visuelle und auditive Reize im Alltag - von Werbung und Musik im Supermarkt über Verkehrsstress bis zur Radio- und TV-Dauerberieselung in der eigenen Wohnung - gemeinsam und dauerhaft auf unser Gehirn einprasseln, kommen wir in Dauerstress. Und der macht uns irgendwann krank. Wie können wir aber nun dieser für unsere heutige Welt fast typischen Reizüberflutung entgegenwirken? ▶️Tablet, Computer & Smartphones sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Doch wie gehen wir eigentlich damit um? Durchschnittlich 53 Mal am Tag gucken wir auf unser Smartphone, alle 18 Minuten unterbrechen wir dabei das, was wir gerade tun. So kommen wir aus unserer Konzentration auf eine Tätigkeit heraus und brauchen ca. 15 Minuten, um uns wieder voll zu konzentrieren. Wie können wir uns besser die Ablenkungen durch elektronische Geräte reduzieren? ▶️Klar ist, wir müssen den Handykonsum einschränken - wie können wir ihn besser kontrollieren? ▶️Je früher und je länger Kinder von Tablet, Smartphone oder/und TV geprägt werden, umso mehr haben sie später Schwierigkeiten, die Gefühle von anderen Menschen zu erkennen. Wie kann ich Kids reizvolle Alternativen anbieten? ▶️Zwischen durchschnittlich 1,5 und 3 Std. täglich verbringen viele Angestellte im Internet mit Privatdingen. Wie können wir dieser "Internetfaulenzerei" (Cyberloafting) entgegen wirken? Natürlich sind Smartphone und Internet eine tolle Sache - und aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Und natürlich ist im allgemeinen das Leben in der Stadt lauter als auf dem Land. Trotzdem kann jeder von uns versuchen, in seinem Alltag bewusst auf Dauerberieselung und Dauerempfang zu verzichten. Das Tolle: Jedes elektronische Gerät hat einen Ausknöpft. Vielleicht sollten wir ihn öfter einmal benutzen? ‼️ACHTUNG: Bis Weihnachten werden wir jeden Adventsonntag online backen. In "Bock auf Backen" werden sich Michael und die 10jährige Nele an Zimtsternen, Lebkuchen und anderen weihnachtlichen Leckereien versuchen. Zu sehen auf YouTube unter "Bock auf Backen" https://www.youtube.com/playlist?list=PLejbDucgbXnbsOzWQLju2FigMgBBcjON3‼️

Ep 84Musik - unser ältester Gefühlsauslöser
Seelentröster, Aufheiterer, Beruhigungsmittel, legales Dopingmittel, Helfer, Runterkommer - Musik kann so vieles für uns sein. Egal, ob Metal, Pop, Klassik, Schlager oder Folk: Musik rettet so Manchem das Leben, den Tag und die Minuten. Viele von uns suchen sich zu der Situation, in der sie gerade sind, den passenden Song. Denn die Töne gehen direkt ohne Umwege ins Gehirn. Nur Musik schafft diesen barrierefreien Zugang zu unserer Gefühlen. ▶️Ärzte, Therapeuten und Pädagogen wollen mehr Musik nutzen, denn sie kann Schmerzen lindern, psychische Barrieren überwinden und Erinnerungen wachrufen. Wer weiß, was es noch an Möglichkeiten gibt? ▶️Noch vor der Sprachentwicklung gab es die ersten Ansätze von Musik in Form von Lauten, Tönen und daraus resultierendem Gesang. Tanz folgte bald. Somit ist Musik eng mit der Menschheitsgeschichte verknüpft. Musik also als Spiegel der Gesellschaft? ▶️Sportler schaffen sich mit der ganz individuell für sie passenden Musik zu Hochleistungen zu pushe, z.B. schaffte Paul Biedermann mit Rammstein das Quäntchen mehr Biß, so sagt er, um im Schwimmen WM-Gold zu holen… Wie können wir Normales uns mit Musik motivieren? Oder beruhigen? ▶️Wie sieht es aus z.B. bei Depressionen - wäre Musik als Heilmittel einsetzbar? ▶️Wie stark beeinflußt Musik unser tägliches Leben? Da schon Babies im Bauch Vorlieben für Musik entwickeln - so haben es Studien ergeben - ist klar, dass Musik unser gesamtes Leben begleitet. Und es eigentlich keine Stimmung, aber auch keine offizielle Situation (Hochzeit, Beerdigung, Gottesdienst, Siegerehrung, Nationalhymne usw.) gibt, die wir Menschen nicht mit Musik begleiten, untermalen und ausdrücken. Sie sagt das aus, was wir nicht in Worte fassen können. 😉Wenn Euch unser Podcast gefallen sollte, freuen wir uns über Eure Bewertungen und Kommentare. Einfach auf diesen Link klicken: http://getpodcast.reviews/id/1392433517👍

Ep 83Zwang - liebenswerte Macke oder schon krank?
Waschzwang, Arithmomanie (Zählzwang), Grübelzwang, Zwangsideen, Kontrollzwang, aggressive Zwangsgedanken oder Ordnungszwang: Jeder von uns hat eine ungefähre Idee, was sich hinter dem ein oder anderen Zwang verbergen könnte, denn so fremd sind uns die jeweiligen Handlungen nicht. Oftmals haben wir kleine Rituale oder Ticks - wie z.B. zurückzugehen, um Bügeleisen oder Kaffeemaschine zu überprüfen, vielleicht sogar mehrfach - die in Richtung Zwang deuten könnten und uns vielleicht sogar nerven. Aber ab wann redet man von einer Zwangserkrankung, die behandelt werden sollte? Für die Erkrankung Zwang F42 formuliert das ICD11 fünf eindeutige Kriterien: - Die Zwangsgedanken oder zwanghaften Handlungsimpulse müssen vom Patienten als seine eigenen erkannt werden. - Mindestens gegen einen Zwangsgedanken oder gegen eine Zwangshandlung muss der Patient noch Widerstand leisten. - Der Zwangsgedanke oder die Zwangshandlung dürfen nicht an sich angenehm sein. - Die Zwangssymptome müssen sich in zutiefst unangenehmer Weise wiederholen. - Die Symptomatik muss über mindestens 14 Tage an den meisten Tagen bestehen. Wenn Ihr Euch selbst mit Zwängen und Leidensdruck herumschlagt oder jemanden kennt, dem Ihr helfen wollt, findet Ihr hier weitere Informationen: www.zwaenge.de. Wir wissen, wie schwierig der erste Schritt ist, um sich Hilfe zu besorgen. Darum drücken wir Euch ganz doll die Daumen und wünschen Euch viel Erfolg! Annika und Michael

Ep 82Grenzen ziehen - bis hierhin und nicht weiter!
Ob in der Beziehung, bei der Arbeit oder in der Familie: Manchmal bekommen wir einfach nicht mit, wenn wir viel zu viel arbeiten, uns zu sehr engagieren oder uns aufreiben. Resultat: kaputt, müde, gestresst. Grund: Wir haben schlichtweg versäumt, eine klare Linie zu ziehen und auf uns selbst aufzupassen. Genauso oft müssen wir auch anderen Menschen klare Grenzen setzen, wenn sie mit ihrem Verhalten und Wünschen gnadenlos eine rote Linie übertreten, ab der wir uns verletzt oder ausgenutzt fühlen. ▶️Fällt es Dir schwer, Grenzen zu setzen und NEIN zu sagen? ▶️Hast Du Probleme, Deine eigenen Bedürfnisse zu erspüren und zu artikulieren? ▶️Hast Du Angst, Menschen zu verletzen, wenn Du ihnen eindeutig aufzeigst, dass sie zu weit gegangen sind? ▶️Wo ziehst Du Deine persönliche moralische Linie? ▶️Was hältst Du von andauernden Tabubrüchen? Übertritt man damit nicht auch gesellschaftliche Grenzen, die Sinn machen? ▶️Wie denkst Du über Menschen, z.B. Politiker oder Wirtschaftsbosse, die nicht mehr nach ethischen Regeln handeln, sondern nur noch Macht und Geld im Fokus haben? Doch zuerst sollte jeder von uns ganz privat für sich überlegen, wo seine eigenen Grenzen sind und wo er sie in seinem Umfeld sieht. Dies ist eine ganz individuelle Angelegenheit. Egal, ob ich generell gegen jede Art von Fremdgehen bin oder nur die Freundin meiner Frau tabu ist - diese Grenze gilt für mich ganz allein. Jeder andere hat sein Recht auf seine eigenen Ansichten und Lebensweise - und ich kann überhaupt nicht erwarten, dass mein Freund, Partner oder Nachbar es auch nur annähernd ähnlich sieht. Das ist unsere Freiheit in einer Demokratie. Allerdings schwierig zu leben, weil wir immer nach Kompromissen im Zusammenleben suchen müssen…

Ep 81Angst!
‼️ANGST‼️ Du bekommst Panikattacken bei Spinnen? Schreikrämpfe bei dem Gedanken an Schlangen? Fahrstuhl geht gar nicht? Und Menschenmengen sind sowieso tabu? Oder weißt Du vielleicht gar nicht, woher Deine innere Furcht kommt? Leidest unter Verlust- oder Versagensängsten? Hast Du vielleicht generell Angst vor dem Leben? Genau darum geht es in unserem heutigen Podcast: Phobien, Ängste, Angst. ▶️Was ist denn nun wirklich eine Phobie? ▶️Was löst überhaupt Angst aus? ▶️Was passiert bei einer Panikattacke? ▶️Was kannst Du dagegen tun, wenn Angst Dein Leben einschränkt? ▶️Warum gruseln wir uns aber andererseits so gern bei Horrorfilmen? ▶️Kann Angst etwas mit der Erziehung zu tun haben? ▶️Wie kannst Du jemandem helfen, der unter seinen Ängsten leidet? ▶️Was kannst Du alleine gegen Ängste tun? ▶️Ab wann brauchst Du professionelle Hilfe? Neben Depressionen gehören Ängste zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Sie gehören aber auch zu den Krankheiten, die psychotherapeutisch sehr gut behandelt werden können. 👍 Es gibt also Wege aus der Angst, die wir Dir in dieser Folge gerne zeigen wollen. Wenn Euch unser Podcast gefallen sollte, freuen wir uns über Eure Bewertungen und Kommentare. Einfach auf diesen Link klicken: http://getpodcast.reviews/id/1392433517

Ep 80Herbstblues oder schon Depression?
Noch Herbstblues oder schon Depression? Michael macht sich um sich Sorgen: Heißhunger, ständige Müdigkeit, mehr Antriebslosigkeit als sonst…Liegt es am früheren Dunkelwerden, der Zeitumstellung oder ist es ein Herbstblues? Oder brütet er womöglich eine beginnende Depression aus? Doch Annika ist aus Erfahrung klar: Der November naht. Also will Michael in den Arm, weil er zuviel arbeitet, und möchte mit ein paar Leckerlis vor den Fernseher auf die Couch, weil es so früh dunkel wird und er nicht mehr durch die Botanik stratzen kann! Und mal ehrlich: Wer will das bei zunehmender Dunkelheit nicht? Schönen heißen Tee, die ersten Spekulatius und Zimtsterne… Doch was ist, wenn ich mich nicht so leicht wieder motivieren kann? Wenn ich wirklich durchhänge? Herbstblues oder schon eine behandlungsbedürftige Depression? Und was ist der Unterschied zwischen beiden? Das wollen wir klären! Hier zunächst - wie im Podcast versprochen - die Kriterien einer Depressionen nach dem ICD-10: 1. Mindestens zwei dieser Hauptsymptome ▶️depressive, gedrückte Stimmung ▶️Interessenverlust und Freudlosigkeit ▶️Verminderung des Antriebs mit erhöhter Ermüdbarkeit (oft selbst nach kleinen Anstrengungen) und zusätzlich 2. Mindestens zwei dieser Zusatzsymptome ▶️verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit ▶️vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen ▶️Schuldgefühle und Gefühle von Wertlosigkeit ▶️negative und pessimistische Zukunftsperspektiven ▶️Suizidgedanken, erfolgte Selbstverletzung oder Suizidhandlungen Schlafstörungen ▶️verminderter Appetit Wenn Ihr mehr als zwei Wochen ähnliche Symptome bei Euch oder bei Anderen beobachtet, könnten das Hinweise auf eine. behandlungsbedürftige Depression sein. Bemerkt Ihr die Symptome innerhalb von fünf Jahren in drei oder mehr Wintern, können das Hinweise auf eine Winterdepression (SAD: Saisonal Abhängige Depression) sein. Dann natürlich auch zur genaueren Diagnostik ab zum Arzt oder zum psychologischen Psychotherapeuten. ‼️Depression ist eine Erkrankung, die behandelt werden kann und muss! ‼️ Gute Informationen dazu findet Ihr bei der https://www.deutsche-depressionshilfe.de/. In Notfällen, z.B. bei drängenden und konkreten Suizidgedanken wendet Euch bitte an die nächste psychiatrische Klinik oder den Notarzt unter der Telefonnummer 112. 👍Bitte passt auf Euch und Eure Lieben gut auf!✌️ 💕Wir wünsche Euch eine schöne, kuschelige Herbst- und Winterzeit.💕 Wenn Euch unser Podcast gefallen sollte, freuen wir uns über Eure Bewertungen und Kommentare. Einfach auf diesen Link klicken: http://getpodcast.reviews/id/1392433517

Ep 79Entspannungstechniken gegen Stress
Nicht abschalten können, verkrampft, ständig unter Strom, nicht schlafen können, innere Unruhe, leicht reizbar, womöglich schon dauerhaft Kopf- oder Magenschmerzen, angeknackstes Immunsystem - das alles können Symptome für einen zu hohen Stresspegel sein. Oft von uns gar nicht bemerkt, kann uns der ständig erhöhte Cortisolausstoß krank machen. Dagegen hilft vor allem Entspannung, um dem Stress entgegenzusteuern. Deshalb reden wir in dieser Folge über die besten Entspannungsmethoden. Und einige machen sogar Spaß…😉 Wenn Euch unser Podcast gefallen sollte, freuen wir uns über Eure Bewertungen und Kommentare. Einfach auf diesen Link klicken: http://getpodcast.reviews/id/1392433517

Ep 78Multitasking - gut oder nicht gut?
Multitasking - gut oder nicht gut? Der Begriff Multitasking kommt aus dem Computer-Bereich und beschreibt die Fähigkeit eines Betriebssystems, mehrere Aufgaben praktisch gleichzeitig auszuführen. Dieses Bild wird auch auf Menschen übertragen. Alles gut und schön - und manchmal im Alltag oder Job auch ganz hilfreich. Aber wo sind die Grenzen des Multitaskings beim Menschen? Wieviele Sachen können wir wirklich gleichzeitig erledigen? Was passiert dabei im Gehirn? Kann man auf Multitasking stolz sein? Warum fühlt man sich abends oft kaputt, wenn man in einem Job arbeitet, der von einem Multitasking fordert? Und wieso schaffen einen mehrere Kleinkinder genauso? Warum lernen wir aus Büchern besser als vom Bildschirm? Doch nicht nur Dinge, die wir gleichzeitig tun müssen, fordern unser Multitaskingtalente, auch die neuen Medien schreien nach multipler Aufmerksamkeit. Essen mit der Freundin und das Handy liegt parat daneben? Eine Besprechung und bei jedem blinkt und piept das Smartphone? Wir wünschen uns einen bewussteren Umgang mit Smartphone & Co: Dass auch mal wieder eine Zeitschrift oder ein Buch zur Hand genommen wird, bewußt zusammen gegessen wird und Ruheoasen von der Technik in den Alltag eingebaut werden. Nach einem anstrengenden Multitasking Tag, egal ob Job oder Kinder, wirkt ein halbstündiger Spaziergang wahre Wunder. Wichtig: Handy aus und Kopf frei machen! Wenn Euch unser Podcast gefallen sollte, freuen wir uns über Eure Bewertungen und Kommentare. Einfach auf diesen Link klicken:http://getpodcast.reviews/id/1392433517

Ep 76Scheidungskinder - kleine und große…
Nimmt heute kaum noch jemand wahr, trifft ja auch auf viele im Umfeld zu: Scheidungskinder. Also kleine und große Trennungsopfer, die als Kinder, aber eben auch noch als Erwachsene unter der Trennung der Eltern leiden. Bei immerhin rund 33% der Ehen in Deutschland, die 2018 geschieden wurden, sieht es nicht so aus, als ob die Zahl der Leidtragenden weniger wird. Denn neben den sich Scheidenden leiden auch die Angehörigen, die Freunde und vor allem eben die Kinder, denn sie können meistens am wenigsten für die Trennung, glauben aber - je kleiner sie sind umso mehr - daran, Schuld am Ende ihres sicheren Hafens zu haben. Warum fühlen so viele Scheidungskinder schuldig? Warum geht für viele Scheidungskinder die schmerzhafte Phase besonders NACH der Scheidung erst so richtig los? Warum werden so viele Scheidungskinder NACH der Trennung zum Partnerersatz bei dem Elternteil, bei dem sie hauptsächlich leben? Was können Eltern in der Trennungsphase tun, damit ihre Kinder nicht zu sehr darunter leiden? Was sollten Eltern vor allem NACH der Scheidung tun, damit sie nicht Gefahr laufen, ihre Kinder etwa noch zusätzlich zu instrumentalisieren, zum Aushorchen zu benutzen oder als Nachrichten- und Terminvermittler zu missbrauchen? Mit "transgenerationalem Risikotransfer" bezeichnet man die Gefahr, dass ein Scheidungskind als Erwachsener sich ebenfalls wieder trennt. Stimmt das eigentlich? Fünf Regeln, die Trennungskindern helfen Niemals schlecht über den abwesenden Partner reden Kind nicht als „Spion“ instrumentalisieren 100% zuverlässig Versprechungen einhalten Zwistigkeiten zum Wohle des Kindes unter Erwachsenen austragen, nicht über das Kind Neuer Partner ist nicht „Vater-/Mutter-Ersatz“!** Wieso haben so viele Scheidungskinder Bindungsängste? Schuldgefühle und Verlustängste auch noch im Erwachsenenalter? Laut einer Längsschnittstudie von E. Mavis Hetherington, die über 20 Jahre den Lebensweg von Scheidungskindern leiden ca. 10 bis 20% der untersuchten Scheidungskinder noch bis zu 20 Jahre später an den Folgen der elterlichen Trennung. Was also tun? Trauen sich Scheidungskinder später kaum noch an Beziehungen heran? Wohl eher ja! Denn das häufigste Problem der Scheidungskinder: später eine vertrauensvolle Bindung zu einem Menschen aufzubauen. Die Angst vor einer erneuten Trennung und den damit verbundenen seelischen Schmerzen hält viele davon ab, sich bedingungslos und voller Liebe in eine neue Beziehung zu stürzen. Wir erleben in der Beratung sehr häufig Paare, in der ein Partner z.B. extrem eifersüchtig und kontrollierend ist. So sehr, dass diese Partnerschaft droht, daran zu zerbrechen. Der häufigste Grund: Trennungserfahrungen in früher Kindheit. Dort hat das Kind die Trennung so erfahren, dass es nicht liebenswert genug war, dass Vater oder Mutter bei ihm blieben, sondern es verlassen haben. Die Folge: Verlustängste, mangelndes Selbstwertgefühl und Kontrollzwang. Ist deshalb der Wunsch nach einer stabilen Partnerschaft, in der alles unbedingt anders laufen soll, als in der eigenen Kindheit, bei diesen scheidungsgeschädigten Erwachsenen ohne psychologische Hilfe oft zum Scheitern verurteilt? Beziehungen werden am Modell der Eltern gelernt. Wer konstruktives Zusammenleben, streiten und wieder versöhnen, Liebe ohne Eifersucht etc. nicht erleben konnte, wird sie später nur schwer selbst leben können. Wenn ich dann zusätzlich noch das Gefühl habe, ich bin es nicht wert, dass man mich liebt, kann ich natürlich auch nicht glauben, dass mein Partner mich wirklich lieben kann. Bindungsangst kann auch durch den Wunsch entstehen, sich nicht mehr durch eine erneute Trennung verletzen lassen zu wollen. So kann sich niemand vollkommen auf einen anderen Menschen einlassen. Wenn Euch unser Podcast gefallen sollte, freuen wir uns über Eure Bewertungen und Kommentare. Einfach auf diesen Link klicken:http://getpodcast.reviews/id/1392433517

Ep 75Altruismus - oder der Greta-Effekt
Irgendwie hat uns dies in der vergangenen Woche am meisten beeindruckt: Dieses kleine schwedische Mädel zwischen all diesen ach so mächtigen Herrschern dieser Welt… David und Goliath… und dann haut Greta den Staatsoberhäuptern die Versäumnisse in der Klimapolitik um die Ohren. Genau das nennt man altruistisches Verhalten: sich selbstlos für etwas oder für andere einsetzen. ▶️Woher kommt altruistisches Verhalten: angeboren oder erlernt? ▶️Ist man naiv, wenn man sich für etwas einsetzt, weil man nicht an die Konsequenzen denkt? Denn es könnte ja auch heftige Gegenwehr, Druck oder Verletzungen geben, wenn man einen empfindlichen Nerv trifft… ▶️Wieso ist Altruismus der Gegensatz zu Egoismus? ▶️Was hat Altruismus mit Kongruenz - Denken und Handeln sind eins - zu tun? ▶️Zu Altruismus gehören Begriffe wie prosoziales Verhalten (z.B. Ärzte ohne Grenzen), seinem eigenen moralischem Kompass treu bleiben (z.B. Oskar Schindler), Heldentum, Herzblut, Mitgefühl, Empathie, Konsequenz, Frustrationstoleranz, Bedürfnisaufschub, Loyalität, Konfliktfreudigkeit, Authentizität, Courage, Entscheidungsfreudigkeit, Empowerment und Flexibilität. Doch wie genau? ▶️Pathologischer Altruismus: Wann wird aus Einsatz und Engagement Aufopferung und Verlust der eigenen Persönlichkeit? ▶️Was hat der Locus of Control, also die Kontrollfähigkeit über das eigene Leben, mit Altruismus zu tun? Das klingt ja alles sehr theoretisch, doch im Grunde geht es um etwas sehr simples: In unserer Ellbogengesellschaft kommen Schwächere oft zu kurz - wer setzt sich selbstlos für sie ein? Wo sind Menschen, die nicht nur an den eigenen Vorteil denken, sondern ohne Wenn und Aber jemandem helfen, einfach weil es richtig ist? Wer möchte lieber eine Beziehung führen und bei Streitereien nicht nur Recht haben? Und wo finden wir Gleichgesinnte, die sich gewaltfrei, aber engagiert für Ziele einsetzen, die sie als moralisch notwendig empfinden - auch wenn sie nicht dafür bezahlt werden oder dadurch in die Medien kommen? Wir beide jedenfalls würden uns freuen, wenn der eine oder andere diese Sendung zum Anlass nimmt, darüber nachzudenken, ob er sich als altruistischen Menschen sieht oder ob da noch Luft nach oben für ein bisschen mehr Einsatz für etwas oder für andere ist… Wenn Euch unser Podcast gefallen sollte, freuen wir uns über Eure Bewertungen und Kommentare. Einfach auf diesen Link klicken: http://getpodcast.reviews/id/1392433517

Ep 74Mobbing!
Nach unserem Aufruf in der letzten Woche waren wir überrascht von der Menge Eurer vielen Zuschriften! Und natürlich finden wir es erschütternd, was Ihr so alles erleben musstest von Menschen, die Euch gemobbt haben. Deshalb geht es in dieser Folge rund ums Thema "Mobbing": Was ist das überhaupt? Warum kann man so schwer dagegen vorgehen? Wie wirkt sich Mobbing auf unser Leben und auf unsere Psyche aus? Und was kann man gegen Mobber unternehmen? Wenn Euch unser Podcast gefallen sollte, freuen wir uns über Eure Bewertungen und Kommentare. Einfach auf diesen Link klicken: http://getpodcast.reviews/id/1392433517

Ep 73Gute Kindheit, gutes Leben ?
Gewalt, Verletzungen, Schmerz - der auch Nähe, Liebe, Wärme, Lachen: Wie sehr beeinflussen Erlebnisse und Gefühle in unserer Kindheit unser Erwachsenenleben? Und wie kann ich negative Erfahrungen, die ich als Kind machen musste, als Erwachsener so verarbeiten, dass ich trotzdem ein glückliches Leben führen kann? ▶️Ab wann können wir Erinnerungen speichern? Oder anders herum gesagt: An was aus frühester Kindheit wir uns? ▶️Wie wichtig ist die Nähe der Eltern oder Bezugspersonen in den ersten Monaten? ▶️Warum fühlen wir als Erwachsene manchmal so eine innere Leere? ▶️Was sind unsere Grundbedürfnisse? ▶️Soll man Babies schreien lassen? ▶️Woher kommt es, dass wir oft das Gefühl haben, wir müßten uns noch mehr anstrengen, damit man uns überhaupt liebhaben kann? Warum fühlen wir uns manchmal so unvollkommen? ▶️Wenn ich oft Angst habe, kann das mit meiner Kindheit zusammenhängen? ▶️Kann Überbehütung auch schaden? ▶️Erbsen aufessen, bessere Schulnoten, Zimmer aufräumen - wenn an elterliche Liebe Bedingungen geknüpft werden… ▶️Zuwenig Spiel & zuwenig Phantasie, gleichzeitig zuviel Leistung & zuviel Druck - was passiert, wenn an Kinder viel zu früh die Erfolgsmaßstäbe unserer Gesellschaft angelegt werden. Bestimmt denkt jetzt der ein oder andere darüber nach, wie die Kindheit gewesen ist und wie seine heutige Gefühlswelt aussieht. Vielleicht kommt Ihr ja einigen Rätseln auf die Spur? ‼️Aber VORSICHT: Eltern sind nicht automatisch SCHULD an den Auswirkungen. Im täglichen Leben sind spätere Auswirkungen oft überhaupt nicht erkennbar! Ihr könnt aber versuchen, mit Euren Kindern anders umzugehen. Und Ihr könnt versuchen, mögliche negative Erlebnisse oder Gefühle "ZU ÜBERSCHREIBEN", also mit neuen, positiven Gefühlen neu zu besetzen. Und: Macht Euch doch auch einmal mit Hilfe von Fotos und Gesprächen mit Euren Bezugspersonen auf die Suche nach schönen, innigen Erlebnisse, an die Ihr Euch vielleicht gar nicht mehr erinnert! ‼️Ganz wichtig: Solltet Ihr mit Euren Kindheitserlebnissen allein nicht zurecht kommen, tauchen traumatische Situationen von früher immer wieder plötzlich und unkontrollierbar in Eurem Bewusstsein auf, holt Euch bitte Hilfe. Fragt bei Eurer Krankenkasse nach Möglichkeiten für eine Psychotherapie nach. Oder sucht Euch selbst einen Psychotherapeuten in Eurem Umkreis, zum Beispiel über unseren Berufsverband Deutscher Psychologen auf dessen Seite www.psychotherapiesuche.de. Erich Kästner sagte einmal: "Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit". Ein schöner Satz, finden wir… Wenn Euch unser Podcast gefallen sollte, freuen wir uns über Eure Bewertungen und Kommentare. Einfach auf diesen Link klicken: http://getpodcast.reviews/id/1392433517

Ep 72Koffer packen - von Abschiednehmen, Neuanfang und Entdeckergeist
"Oh, we're going to Ibiza…ladl-ladl-ladl!" - aus aktuellem Anlaß geht's heute um's Gepäck… denn Michael fliegt nach Ibiza zum Arbeiten. Deshalb haben wir diesen Podcast auch schon am Donnerstag vorproduziert. Arbeiten auf Ibiza? Ja, aber sicher findet unser bärtiger Psychologe auch noch Zeit, um etwas Sonne zu tanken und seinen Luxuskörper in die Fluten zu schmeissen. Also, unser Thema heute: Koffer packen! ▶️Wie wichtig sind Reisen und Veränderungen für unsere Psyche? ▶️Wann wird es Zeit, im wahrsten Sinne die "Koffer zum packen"? ▶️Warum leben manche Menschen mit "gepackten Koffern"? Warum können sie sich nicht entscheiden, vorwärtszugegen und evtl. Schlimmes oder Unerträgliches endlich hinter sich zu lassen? ▶️Warum fällt es uns Menschen oft so schwer, endlich die Koffer zu packen und das zu erforschen, was wir immer schon sehen wollten - sowohl im tatsächlichen wie auch im psychischen Sinne? ▶️Warum müssen wir uns im Leben immer wieder auch einmal verabschieden und zu neuen Ufern aufbrechen? ▶️Michael zitiert aus seinem Lieblingsgedicht "Stufen" von Hermann Hesse: "In jedem Anfang wohnt ein Zauber, der uns beschützt!" ▶️Wie kann uns Reisen davor schützen, Vorurteile und Fremdenhass aufzubauen? ▶️Warum mögen manche Menschen Gruppenreisen? Welche Ängste stecken dahinter? ▶️Wieviel Zeit braucht die Psyche, um sich im Urlaub erholen zu können? Und wie lange hält die Erholung an? ▶️Wie kann jeder auch mit wenig Geld und ohne große Reisen ein wenig Urlaub und Abenteuer in sein Leben holen? ▶️Warum ist beim Reisen oftmals weniger mehr? Die liebe Maxi hat uns ein großes Paket mit vielen leckeren Sachen geschickt. Ganz, ganz herzlichen Dank dafür!!!!!!! Was haben wir bloß für tolle Hörer, Ihr Lieben, DANKE!!!! Und Maxi hat kleine "Psychologen beim Frühstück"-Kuschelkissen selbst genäht, auf die sie Natis Bild von uns beim Sushi-Naschen aufdrucken ließ. Maxi und Nati haben uns angeregt und erlaubt, drei von den kleinen Reisekissen zu verlosen. Wir machen das gern! ‼️Der Weg zum Kissen: Bitte lockt Euch über diesen Link http://getpodcast.reviews/id/1392433517 bei iTunes ein und bewertet bitte unseren Podcast und schreibt einen kleinen Kommentar. Unter allen Kommentaren verlosen wir dann bis nächsten Sonntag, 16.9.2019, drei Kissen.‼️ 👍Wir drücken Euch die Daumen, auf daß Ihr bald Euer edelstes Körperteil auf unserem Konterfei ausruhen könnt… nämlich Euren Kopf. DENN DER KOPF IST RUND, DAMIT DAS DENKEN AUCH MAL DIE RICHTUNG WECHSELN KANN!

Ep 71Spielen - wie wichtig ist das?
Abtauchen bei Mario Kart oder in Zeldas Reich, stundenlang Fußballkicken und dabei das Abendbrot vergessen, nächtelang Skat kloppen oder Legostädte bauen ohne Muttis Rufe zu hören: Schon als Kind können wir begeistert spielen und tun dies als Erwachsener immer noch. Doch warum tun wir dies? Warum ist Spielen so wichtig für unsere Entwicklung? Und ab wann wird das Ganze zur Sucht? ▶️„Homo Ludens - der spielende Mensch“: Damit ist gemeint, dass wir uns auf spielerische Weise entwickeln. Doch wie geht das? ▶️Gibt es Unterschiede zwischen „analogen“, also physischen Spielen, und „digitalen“, also Computerspielen? ▶️Immer wieder ein Reiz-Thema: Sind Spiele am PC/Konsole/Smartphone etc. grundsätzlich schädlich? ▶️Kommt heutzutage etwas bei den Kids zu kurz, wenn sie sich dauerhaft vorm digitalen Spielen parken? ▶️Wieviel Spiel brauchen wir eigentlich - und wo ist die Grenze zur Spielsucht? Ab wann fällt man in eine Art Trance, die sogenannte „Zone“? Welche Auswirkungen kann Dauerspielen auf Erwachsene haben? Als Info dazu nochmal die drei Kriterien für Sucht: 1. Dosissteigerung. 2. Abstinenzerscheinungen. 3. Soziale Verelendung. ▶️Wie wichtig ist das gemeinschaftliche Spielen? ▶️Kann Spielen nicht nur anregen, sondern vielleicht auch entspannen? Und wieso ist Tetris heilsam? Wir spielen gern. Immer schon. Schach, „Mensch ärgere Dich nicht“ genauso wie Karten-, Ball- und Funspiele. Annika liebt ihr Tablet und spielt Snooker (Billard), Tetris und Solitaire. Michael daddelt gern am Smartphone. Das macht Spaß. Keine Frage. Aber zusammen spielen macht noch mehr Spaß! Vor allem, wenn man das Spiel - egal welches! - nicht so bierernst nimmt und auch über seine Fehler und Pannen lachen kann. Denn das ist das Beste am Spielen: Man kann trainieren, Niederlagen wegzustecken, lernen sie abzuhaken… und einfach wieder neu anfangen! Wir freuen uns über Eure Kommentare und gerne auch Eure Bewertungen bei YouTube, Spotify und iTunes http://getpodcast.reviews/id/1392433517)

Ep 70Paul Watzlawick's Menschliche Kommunikation
Immer wieder Sonntags kommt die Erinnerung… tja, und wir erinnern uns heute morgen beim französischen Frühstück mit Croissants an den bekannten Kommunikationspsychologen Paul Watzlawick. Denn wir beide hatten das Glück, ihn persönlich in den 90er kennenzulernen und haben bei ihm lernen dürfen. Was war er für ein Mensch? Und was bedeuten seine Forschungsergebnisse zur menschlichen Kommunikation noch heute für unseren Alltag? Wir erklären alltagstauglich und hoffentlich verständlich die "5 Metakommunikativen Axiome" von Watzlawick: ▶️"Man kann nicht NICHT kommunizieren" ▶️„Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt, wobei Letzterer den Ersteren bestimmt.“ ▶️„Die Natur einer Beziehung ist durch die Interpunktionen der Kommunikationsabläufe (Ursache und Wirkung) seitens der Partner bedingt.“ ▶️„Menschliche Kommunikation ist digital (verbal) UND analog (non-verbal).“ ▶️„Zwischenmenschliche Kommunikationsabläufe sind entweder symmetrisch (gleichwertig, auf Augenhöhe) oder komplementär (ergänzend, ungleichgewichtig).“ Annika liest Geschichten aus Watzlawicks Bestseller "Anleitung zum Unglücklichsein" vor - u.a. die von dem "Mann mit dem Hammer" - und Michael erklärt, warum Klatschen rosa Elefanten vertreibt. Wir erklären, wie wichtig "Metakommunikation" gerade in Paarbeziehungen ist und warum man nicht an einem "Wir haben das immer so gemacht!" festhalten sollte. Und am Ende bekommt Ihr noch ein paar wichtige Kommunikationstipps für den Alltag… ↗️Es ist tatsächlich nicht möglich, nicht zu kommunizieren! Selbst wenn ich mich dem Gespräch verweigere, wenn ich bei Streit aus dem Raum gehe, ist auch dies eine Form der Kommunikation. Das Wissen um grundsätzliche Regeln beim Miteinanderreden hilft, konfliktfreier mit anderen Menschen umzugehen. Denn darum geht es uns in der Psychologie: Sie soll uns helfen, unser Denken und Handeln, den Alltag und unser Leben besser zu verstehen - und dadurch glücklicher leben zu können. Und natürlich freuen wir uns über Eure Kommentare und Bewertungen. Es hilft uns einfach, unseren Podcast bekannter zu machen. Klickt dazu mal hier: http://getpodcast.reviews/id/1392433517

Ep 69Fokus - wie wir uns besser konzentrieren können
Fokus - wie wir uns besser konzentrieren können Die Begriffe „Konzentration“ und "Fokussierung" werden in der Psychologie nicht ganz einheitlich verwendet. Aber alle Forscher sind sich darüber einig, dass es bei Konzentration und Fokussierung immer die Abschirmung gegen störende Reize geht, um eine Aufgabe eben "konzentriert" zu Ende zu bringen. Aber wie schaffe ich das konkret? Annika zählt dazu 7 Punkte auf, die für sie wichtig sind, wenn es um unsere Konzentrationsfähigkeit geht: ▶️Ruhe: Wieviel bzw. welcher Lärm etc. umgibt mich? ▶️Umgebung: Werde ich abgelenkt? Wovon? Störreize? ▶️Charakter: Lasse ich mich leicht ablenken? Oder bin ich ein hibbeliger Typ? Oder schwer zu begeistern? ADHS? ▶️Durchhaltevermögen: Wieviel "Biss" besitze ich? ▶️Motivation: Wie sehr reizt mich die Aufgabe? ▶️Ziel: Ist das Ziel eher intrinsisch, also selbst gewählt oder extrinsisch, also fremdgesteuert? Wie mache ich es zu meinem Ziel? "Wer das Wozu kennt, erträgt das Wie!" ▶️Fokus: Was ist mein Inhalt? Worauf genau will ich mich konzentrieren? Diese 7 Punkte kann man wie eine Checkliste benutzen, wenn man sich auf etwas konzentrieren muss oder möchte. Michael berichtet von den drei großen Aufmerksamkeits-Systemen in unserem Gehirn, die für Konzentration zuständig sind: ▶️„Ich bin wach und aufnahmebereit!“ - Das Alerting-System Es bereitet den Körper darauf vor, Informationen aufzunehmen und Warnsignale frühzeitig auszumachen. ▶️„Was geht hier ab?!“- Das Orientierungs-System Es organisiert alle Informationen, die über unsere Sinneskanäle auf uns einströmen und bewertet sie nach Herkunft und Wichtigkeit. ▶️„Eines nach dem Anderen!“ - Das Exekutive System Es soll Ablenkendes bewusst ausblenden und so die Aufmerksamkeit fokussiert lenken. Das bedeutet, dass wir - bevor wir uns an eine Aufgabe oder Herausforderung heranmachen - erst einmal all die oben genannten Punkte checken sollten. Dann können wir uns konzentriert an den Kuchen, die Steuererklärung oder die Prüfungsvorbereitung machen. Noch besser funktioniert es, wenn wir vorher genau durchdenken, wie wir genau vorgehen wollen, also einen Plan erstellen. Und vorbereiten - egal ob es die Zutaten für den besagten Kuchen, die Unterlagen für die Steuererklärung oder die Bücher für die Prüfung sind: Wer so vorarbeitet, kann sich besser konzentrieren. Und verschwendet weniger Zeit, Nerven und Energie. Gutes Gelingen!

Ep 68Resilienz - wie stärke ich die Widerstandskraft meiner Seele ?
Resilienz - wie stärke ich meine psychische Widerstandskraft? Die einen kommen besser mit Streß, Krisen und Herausforderungen zurecht, anderen fehlt ein "psychisches Immunsystem". Woran liegt das? Die Psychologin Emmy Werner hat dafür den Begriff "Resilienz" in die Psychologie eingeführt. Sie begleitete in den 50er Jahren auf der hawaiianischen Insel Kauai rund 700 Jungen und Mädchen über 40 Jahre lang. Dabei stellte sich heraus, dass ein Drittel der Kinder es schafften, trotz eines erhöhten Entwicklungsrisikos (Armut, Krankheit, schwieriges Elternhaus, schwere Geburt, usw.) zu erfolgreichen und gesunden Erwachsenen heranzuwachsen. Diese Kinder hatten im Vergleich zu ihren Altersgenossen, die in die Kriminalität und in den Drogensumpf abrutschten, die sogenannte "Resilienz", also eine innere Widerstandskraft. Wir sprechen heute in der Sendung über die sieben Faktoren, die die innere Widerstandskraft stärken können. Faktor 1: Akzeptiere Veränderungen und erkenne, wann Du tatsächlich auch mal keine Lösung für ein Problem finden kannst. Faktor 2: Nimm die guten Dinge in Deinem Leben bewusster wahr. Schreibe z.B. ein "Glückstagebuch". Faktor 3: Vertraue Dir selbst, dass Du Situationen gut bewältigen kannst. Bau auf Deinen Erfolgen auf. Faktor 4: Nimm Dich selbst positiver wahr und werde Dir Deiner Fähigkeiten bewusst. Erkenne also Deinen Selbstwert. Faktor 5: Versuche weitestgehend die Kontrolle über Dein Leben zu behalten und sei überzeugt, dass Du kein Opfer bist - dem Schicksal also nicht einfach nur hilflos ausgeliefert -, sondern dass Du Situationen beeinflussen und steuern kannst. Faktor 6: Vertraue Deinen Fähigkeiten und stelle Dich immer wieder neuen Herausforderungen, um Deine "Selbstwirksamkeitserwartung" immer weiter entwickeln zu können. Wachse an den Aufgaben und betrachte Streß auch mal als Motivator. Faktor 7: Pflege Deine Freundschaften und habe zu mindestens einem Mensch eine sichere Bindung, der Dir auch in Notzeiten bedingungslos zur Seite stehen kann. Klar, dass man nicht dauernd an allen Punkten arbeiten kann, umso ein bisschen tougher und selbstbewußter mit dem Leben klarzukommen. Ausserdem beeinflussen sich diese 7 Faktoren gegenseitig, sind einem ständigen Wandel unterworfen. Also versuche am besten, Dir immer mal wieder einen dieser Punkte bewusst zu machen und ihn besonders in Deinem Leben zu beachten. Grundsätzlich könntest Du Dir folgendes vornehmen: Pflege Deine Freundschaften, stelle Dich immer wieder neuen Situationen, feiere Deine Erfolge, lobe Dich selbst und werde Dir klar, was in Deinem Leben wirklich gut läuft. Das bereitet Dir nicht nur Freude, sondern stärkt auch Dein Immunsystem und Deine Psyche!

Ep 67Ikigai - oder der Sinn des Lebens
IKIGAI - Was macht mein Leben lebenswert? Anime, Sushi, Samuraiwerte, Zen, Sake oder scharfer Shogunmix zum Knabbern: Vieles aus Japan kennen wir längst und ist schon lange in unserem Alltag angekommen. Wir beide waren öfter in Japan und sind fasziniert von diesem uns so Fremden. Nun ist Michael durch Zufall im Internet auf den japanischen Begriff "Ikigai", wörtlich übersetzt "Lebenswert", gestoßen. Und genau darum geht es in diesem Podcast: Was macht das Leben für Dich lebenswert und warum lohnt es sich für Dich, am Morgen aufzustehen? Die Philosophie des Ikigai setzt sich aus vier verschiedenen Themenbereichen zusammen. Diese kannst Du Dir als ringförmig angeordnete Kreise vorstellen. Dort, wo die vier Kreise eine Schnittmenge bilden, soll sich der Weg zu Deinem persönlichen Ikigai befinden. Wichtig: Ikigai ist absolut individuell, genauso individuell wie die eigenen Talente und Stärken sind. Oft sind diese gar nicht so auf den ersten Blick zu entdecken, dafür sollte man sich Zeit nehmen und die folgenden Fragen sich selbst immer wieder einmal stellen: 1. Thema: Was liebst Du, was tust Du gerne? 2. Thema: Was kannst Du der Welt geben? 3. Thema: Womit kannst Du Geld verdienen? 4. Thema: Worin bist Du gut und talentiert? ▶️Was genau bedeuten diese Fragen? ▶️Wie paßt ein japanisches Denkmodell in unseren westlichen Alltag? ▶️Was bringt mir persönlich Ikigai? Was soll ich damit anfangen? ▶️Denke öfter über die vier zentralen Fragen nach, bespreche sie mit Menschen, die Dir wohl gesonnen sind und notiere Dir die Antworten. Sie können Dir den Weg zu mehr Lebenszufriedenheit zeigen. Für uns beide sind diese Lebensfragen wichtig: Wir stellen sie in unseren Beratungen immer ziemlich am Anfang. Die Antworten zeigen, wofür jeder einzelne brennt, was die Passion ist und wo er sich unzufrieden fühlt. Worum sollte sich mein Leben drehen? Was macht mein Berufsleben attraktiv bzw. wie kann ich mein Berufsleben attraktiver gestalten - wenn ich nämlich weiß, wo meine Stärken und Talente liegen. Als Therapeut hat sich Michael natürlich auch mit Freud, Adler und dem eher unbekannten Dritten im Bunde, dem Wiener Psychiater, Neurologen und Therapeuten Viktor E. Frankl, beschäftigt. Auch dieser hat den Patienten in seiner "Logotherapie" immer wieder die Frage nach dem Sinn des Lebens gestellt. Er war überzeugt, dass: "Wer ein Wozu hat, erträgt jedes Wie".

Ep 66Motivation Teil 2 - Sich selbst pushen
Wir sind sooo happy: Wir haben so viele tolle Mails von Euch halten - und so viele Fragen zu unserer letzten Sendung über Motivation/Durchhalten!! Also geht's prompt in die zweite Runde: Es geht um Motivation und das Selbstpushen. Wie komme ich überhaupt in Gang? Wie kann ich mich selbst auf mein Ziel hin motivieren und pushen? Welche Psycho-Tipps gibt's dafür? ▶️Bevor Du Dich um Deine Motivation kümmerst, solltest Du erst einmal verstehen, warum Du überhaupt etwas machen willst oder überhaupt ein Ziel finden willst. Dazu lernst Du in dieser Folge die Bedürfnishierachie von Abraham Maslow kennen. ▶️Warum ist es gerade bei langweiligem Prüfungsstoff wichtig, auch ein uninteressantes Thema interessant zu machen? ▶️Versuche, an jede neue Tätigkeit mit Neugierde heranzugehen, damit die Motivation in Dir steigt. ▶️Was versteht man unter "WOOP"? ▶️Warum ist der Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung bei jeder Tätigkeit wichtig? ▶️Wann solltest Du Dich fragen, ob Dein Ziel wirklich das Richtige ist? ▶️Wie kommst Du am leichtesten ins "Tun"? ▶️Wie kannst Du eine angstauslösende Tätigkeit in kleine Teile verwandeln? ▶️Was kann ich gegen "Aufschieberitis" (Prokrastenie) tun? ▶️Was ist der "Hawthorne-Effekt" und was hat der mit Pushen zu tun? ▶️Brauche ich unbedingt Zeitdruck, um in Gange zu kommen? Egal was Du tust: versuche, es mit Sinn anzureichern. Hole Dir Mitstreiter, damit Ihr euch gegenseitig motivieren und stützen könnt. Und halte Dir immer wieder das große Ziel vor Augen, das Du aber nur durch kleine Etappensiege erreichen kannst. Mach Dir einen Zeitplan, entwickle Rituale und vor allem finde Details, die Dir richtig Spaß machen. Wir wünschen Dir viel Erfolg dabei!!! Und natürlich freuen wir uns wieder über Deinen Kommentar, Deine Bewertung und Dein Weiterempfehlen auf iTunes, YouTube und Co.

Ep 65Passend zur Folge 60: MOTIVATION!
60 Folgen "Psychologen beim Frühstück"! Vielen Dank für 60mal Zuhören, Kommentieren - und was für tolle Kommentare!!! - und uns die Treue halten. DANKE, Ihr Lieben! Das motiviert uns unglaublich für die nächsten 60 Folgen… Zuerst bedanken wir uns ganz herzlich bei Nati für die herrlichen Bilder zu unseren Folgen! Mit Humor, Herz, aber auch einer Prise Ironie begeistert sie uns jede Woche aufs Neue! Maik hat uns geschrieben: "Ich trainiere für den Iron Man. Wie kann ich mich über die 50 Wochen Trainingszeit immer wieder neu motivieren?" Die Frage nach dem Durchhalten und dem Fokus auf eine Sache fanden wir super! Die Mail von Maik ist also unser Aufhänger für diese Folge. Dank, Maik! ▶️Ihr erfahrt, wie wichtig POSITIV formulierte Ziele für das Durchhalten sind. Nur weil man etwas erreichen muss, was einen noch nicht einmal begeistert, funktioniert's auch nicht unbedingt… ▶️Was passiert beim Vorstellen eines zu erreichenden Zieles (Visualisierung) in unserer Psyche? ▶️Wie kannst Du Selbsblockaden auflösen, die Du aufgrund von negativen Gedanken hast? ▶️Du hast einfach keine Energie, um weiter zu lernen, üben oder trainieren. Wie kommst Du aus diesem Tal heraus? ▶️Du kannst Dich einfach nicht mehr konzentrieren, bist nicht mehr auf Dein Ziel fokussiert und lässt Dich zu leicht ablenken. Was kannst Du tun? ▶️Wie wichtig ist mentale Stärke? ▶️Wie notwendig sind Etappensiege? Und Entspannungsoasen? ▶️Wie wichtig ist ein Plan? Annika hat einen Lieblingsspruch von Shakespeare: "Lust verkürzt den Weg". Also ohne Passion oder Begeisterung läuft gar nichts. Wenn Du Dir also etwas vorgenommen und ein Ziel hast, dann denke immer an diesen Spruch und versuche möglichst, Dich immer wieder auf das Ziel zu freuen, Etappensiege zu genießen und eben auch Spaß an der Sache zu haben. Vielleicht helfen dabei einige Zitate, z.B. von Winston Churchill: "Erfolg bedeutet von Fehler zu Fehler zu gehen ohne seine Begeisterung zu verlieren." Oder von Ralph Waldo Emerson: "Wessen wir am meisten im Leben bedürfen ist jemand, der uns dazu bringt, das zu tun, wozu wir fähig sind." Was immer Ihr Euch auch vornehmt: viel Erfolg! Wir drücken Euch die Daumen…

Ep 64Nähe und Distanz
In dieser Folge geht es um den Wechsel zwischen psychologischer Nähe und Distanz, nicht nur in Beziehungen, sondern auch in Berufen wie z.B. im Pflegedienst, Krankenhaus oder in der Therapie. Viele Faktoren spielen dabei eine Rolle! Wir klären u.a. folgende Fragen: ▶️Wie kommt es, dass einige Menschen mehr Nähe, andere mehr Distanz benötigen? ▶️Wie entsteht die Angst vor zuviel Nähe oder zuviel Distanz? ▶️Wie wichtig ist es, in bestimmten Berufen und in bestimmten Lebenssituationen Distanz zu anderen Menschen aufzubauen? ▶️Ab wann wird ein Zuviel an Nähe oder Distanz psychologisch problematisch? ▶️Wie kann die Psychotherapie bei problematischen Nähe-Distanz-Verhalten helfen? Michael spricht von dem Psychoanalytiker Fritz Riemann, der 1961 sein Standardwerk "Grundformen der Angst" herausgegeben hat. Der Schweizer Psychologe Christoph Thomann, Kollege des Hamburger Kommunikationspsychologen Prof. Friedmann Schulz von Thun, hat auf dessen Grundlage sein Nähe-Distanz-Dauer-Wechsel Modell entwickelt. Das könnt Ihr in seinem Buch "Klärungshilfe" genauer nachlesen. Apropos Nähe: Wir haben die "Nähe-Momente", an denen wir durch Eure vielen Mails und Posts als Reaktion auf unsere Kuscheltier-Sendung teilhaben durften, sehr genossen und waren teilweise sehr gerührt. Vielen, vielen Dank dafür! Wie schön, dass Handy und Internet auch ihre guten Seiten haben, man also z.B. große Distanzen - vor allem auch räumlicher Natur: Annika's Schwester lebt beispielsweise in Schottland!!! - überwinden kann. Also schreibt gern wieder, wir lesen jede Nachricht und freuen uns darüber! Bis zum nächsten Wochenende, zur nächsten Sendung "PSYCHOLOGEN BEIM FRÜHSTÜCK".

Ep 63Kuscheltier
Mit Hilfe unserer Stoffratte Manfred widmen wir uns heute einem Thema, was nicht nur für Kleine und Boybands interessant ist, sondern für jeden, der heimlich auch als Erwachsener nochmal ein paar Tränchen ins Polyesterfell drücken möchte oder ein Maskottchen/einen Glücksbringer braucht. Kuscheltiere als "Übergangsobjekte"? Laut dem Psychoanalytiker Winnicott brauchten für ab dem dritten Monate Kuscheltiere, um die zunehmende Distanz zur Mutter ertragen zu können. Warum haben wir auch als Erwachsene noch so gerne Plüschtiere? Und warum ist uns das gleichzeitig so peinlich? Warum werfen 14jährige Mädchen Kuscheltiere auf die Bühne bie Konzerten von Boybands oder ihrem Lieblingssänger? Warum liegen in den Garderoben von Schauspielern, Sängern und Sportlern Glücksbringer, Maskottchen und damit eben auch Kuscheltiere? Und warum liegen sie auch bei uns "Normalos" im den Taschen, wenn wir z.B. Prüfungen oder ein Vorstellungsgespräch haben? Welche Aufgaben haben Kuscheltiere in Rettungswagen, Therapien, Zahnarztpraxen, Altersheimen oder beim Kinderarzt? Wieso bekommen unsere Lieblingskuscheltiere eine Stimme oder einen Charakter? Was machen Kuscheltiere so einzigartig für uns? Wenn auch für Euch Euer Kuscheltier mehr ist als nur ein bisschen Polyesterfell, Watte und Filzzähne, dann schickt uns doch bitte Fotos von Eurem zerliebten Flokati-Kumpel - und outet Euch vielleicht auch als begeisterte Fans von Kuscheltiere als Maskottchen und Glücksbringern?!

Ep 62Ab in den Urlaub
Ab in den Urlaub ! Und schon naht sie wieder: das laut einer BAT-Umfrage für die meisten Deutschen Highlight des Jahres - der Urlaub. Und da Michael genau das eine Woche lang genossen hat, sprechen wir heute über Urlaub. ▶️Warum ist für uns der Urlaub so wichtig? Und warum freuen wir uns das ganze Jahr darauf? Es gint doch auch sonst freie Tage und Erholungsoasen? ▶️Warum packen wir all unsere Erwartungen an Erholung, Spaß und Beziehungsklärung in diese paar Tage? Probleme fahren mit - warum denken wir, wir könnten sie im Urlaub lösen? ▶️Viele Deutsche machen wieder mehr Urlaub in Deutschland. Das ist preiswerter und vor allem für Eltern mit kleinen Kindern vernünftiger, weil man nicht so lange Anfahrtswege hat. Und gerade Kleinkindern ist es völlig egal, wo sie im Matsch oder Wasser spielen, Hauptsache, Mutti und Vati sind dabei und alle haben gute Laune. ▶️Auch mal eine Überlegung wert: Vielleicht bietet der Urlaub ja auch mal die Chance, ein paar handyfreie Tage einzulegen, um sich daran zu erinnern und es auszukosten, mal wirklich wieder unter einer Palme zu liegen und den Wind und die Sonne in Natura zu spüren? Und vielleicht bekommt der pubertierende Junior das auch mal, zumindest kurzzeitig, hin? ▶️Achtung vor Freizeitsstreß: Bis zur letzten Sekunde gearbeitet, Wohnung auf Vordermann gebracht, weil die Nachbarin während des Urlaubs Blumen gießt, Auto gepackt und auch noch vorgekocht. Kein Wunder, kaum hat der Urlaub angefangen, macht das Imunsystem schlapp und eine Grippe ist im Anmarsch. Wir sprechen dann von "Leisure sickness". Oder der Stress beginnt erst richtig, weil man den Urlaub voll veplant hat wie ein Manager. Alles keine gute Idee! Weniger ist mehr. Jeder sollte das tun, wozu er Lust hat. Und dann läßt man alles andere sich entwicken. Das bringt viel eher die erwünschte Erholung! Wir wünschen allen, die ihren Urlaub grad antreten oder noch vor sich haben, einen tollen Urlaub! Geniesst ihn und entspannt Euren Körper und Psyche, der Alltagsstreß hat Euch früh genug wieder….

Ep 61Von Schmerzen und vom Lachen
Für die WHO ist Schmerzfreiheit das primäre Zeichen für Gesundheit. Und jeder, der schon mal so richtig Schmerzen gehabt hat, weiß: Ein Tag ohne Schmerzen ist etwas ganz Besonderes! Wie bei einem Geschenk sollte man sich darüber freuen, sich den Partner schnappen und etwas daraus machen. Und hier kommt der Humor ins Spiel: Selbst im dicksten Schmerz, bei Sorgen oder schlechter Laune wirkt ein wenig Humor manchmal wahre Wunder. Denn er entschärft, nimmt den Druck heraus und verbindet Menschen.Humor sorgt für die Leichtigkeit in Beziehungen. ▶️Warum sollte man Schmerzen nicht ignorieren? ▶️Was macht Schmerz psychologisch gesehen? ▶️Wieso kann ein bisschen Humor bei Schmerzen, aber auch im dicksten Alltags- oder Beziehungsstress den Druck herausnehmen und guttun? ▶️Wie wichtig ist gemeinsames Lachen für eine Beziehung? ▶️Wieso bringt Humor das Quäntchen Leichtigkeit in Beziehungen? ▶️Und warum tut uns das so gut? Wir beide hoffen, Ihr habt heute einen möglichst schmerzfreien Tag und genießt ihn so richtig - vielleicht ja mit Partner, Freunden oder Familie. Denn: Jeder unbeschwerte Moment ist ein besonderer Moment!

Ep 60Hilft die Psyche beim Gesund werden?
Hilft die Psyche beim Gesundwerden? Heute mit unserem Freund, dem Facharzt für Allgemeinmedizin, Thorsten Gottschalk Annika ist krank! Sie liegt mit einer dicken Infektion im Bett, stöhnt und mag nicht reden. Also muss heute unser Freund Thorsten ran (der Arzt aus Konstanz), um mit Michael beim Männerfrühstück via Skype über den Anteil der Psyche beim Krank- und Gesundwerden zu sprechen. ▶️Warum werden wir bei Stress und Sorgen eher krank? ▶️Gibt es einen Zusammenhang zwischen Immunsystem und Psyche? ▶️Wie kann Entspannungstraining und Meditation das Gesundwerden beeinflussen? ▶️Was ist Psychoneuroimmunologie? ▶️Können Psychotechniken wie Visualisierung den Heilungsprozess beschleunigen? ▶️Wie wichtig sind Freunde und Verwandte für das Gesundwerden? ▶️Kontrollverlust bei Krankheit: Was kann man dagegen tun? Thorsten hat noch einen sehr sinnvollen Hinweis, den auch ich gleich in die Praxis umsetzen werde: Denkt doch bitte einmal darüber nach, ob Ihr Euch für eine mögliche Knochenmarkspende registrieren lassen wollt. Das ist inzwischen ganz einfach. Hier die Adresse: https://www.dkms.de 👍Wir wünschen besonders mit dieser Folge allen Kranken und deren Freunden und Verwandten Gute Besserung und viel Energie für das Gesundwerden!💕

Ep 59Hilfsbereitschaft
Hilfsbereitschaft Heute geht es in unserem Pfingst-Podcast um den Willen, für andere da zu sein, ihnen zuzuhören und zu helfen. In unseren Augen sind dies keine losgelösten Eigenschaften, sondern eine grundsätzliche Einstellung und Entscheidung zum Leben, zur Umwelt und zu den Mitmenschen: ▶️"Für mich stellen Liebe und Mitgefühl eine allgemeine, eine universelle Religion dar. Man braucht dafür keine Tempel und keine Kirche, ja nicht einmal unbedingt einen Glauben, wenn man einfach nur versucht, ein menschliches Wesen zu sein mit einem warmen Herzen und einem Lächeln, das genügt." (Dalai Lama) ▶️"Der Sinn des Lebens besteht nicht darin ein erfolgreicher Mensch zu sein, sondern ein wertvoller." (Albert Einstein). Hierbei kommt es vor allen Dingen darauf an, welche Werte für uns wichtig sind: Hilfsbereitschaft und Empathie können grundsätzliche Werte sein. ▶️Uns machen die Jugendlichen Mut und Hoffnung, die sich beispielsweise bei 'Fridays for Future' für die Umwelt engagieren. Weil das bedeutet, dass wir alles versuchen sollten, unser Umfeld - und dazu gehört die Umwelt genauso wie Menschen - aktiv besser zu gestalten. Denn: "Alles, was das Böse braucht, um zu triumphieren, ist das Schweigen der Mehrheit." (Kofi Annan) Wir denken, dass jeder für sich selbst entscheiden muss, wie weit er auf andere Menschen zugeht, emphatisch und damit hilfsbereit ist. Schlechte Erfahrungen - z.B. eine lieblose Kindheit oder seelische Verletzungen, weil man in schlimmen Situationen allein war - müssen Dich nicht unbedingt daran hindern, ein hilfsbereiter, herzlicher Mensch zu sein. Es ist auch eine Sache des Willens.

Ep 58Moral - unser innerer Kompass
Moral - unser innerer Kompass Ganz subjektiv haben wir den Eindruck, daß "unmoralisches" Verhalten für viele Menschen gar kein Problem ist. Egal, ob im kleinen oder im großen Umfang. Egal, ob es um Schummeln bei Steuererklärungen, Prüfungen & Co. geht oder ob die Kanzleranwärterin Annegret Kramp-Karrenbauer als Vertreterin unserer Demokratie der Meinungs- und Pressefreiheit eins über die Rübe geben möchte. Moral, Doppelmoral - wie entwickelt sich eigentlich unser innerer Kompass? Und was verstehen wir eigentlich psychologisch unter Moral? Moralische Urteilsfähigkeit wird von Kohlberg (1964) definiert als "das Vermögen, Entscheidungen und Urteile zu treffen, die moralisch sind, das heißt, auf inneren Prinzipien beruhen und in Übereinstimmung mit diesen Urteilen zu handeln." Kohlberg sagt, daß die Moralentwicklung nicht in einem bestimmten Alter abgeschlossen ist, sondern sich ein Leben lang entwickelt. Lawrence Kohlberg (1927 - 1987) war ein US-amerikanischer Psychologe und Begründer der Theorie der moralischen Entwicklung von Menschen. Seine Schriften sind Standardliteratur aller Psychologiestudenten. Genau wie Kohlberg denken auch wir, dass die Moral eines jeden Einzelnen als dauerhafter Prozess gesehen werden sollte, bei dem der innere Kompass immer wieder auf dem Prüfstand ist und wir uns immer wieder entscheiden und neu ausrichten müssen. Für uns ist vor allem wichtig, dass wir uns auch als Gesellschaft daran erinnern, dass wir Menschen moralische Wesen sind und uns als Gemeinschaft eine gewisse Anständigkeit gut zu Gesicht stehen würde.

Ep 57Lass Dir keine Angst machen!
Lass Dir keine Angst machen! Heute ist Europawahl. Grund für uns, darüber nachzudenken, wie schön es ist die freue Wahl zu haben, dass es aber sehr wohl auch Mechanismen gibt, die uns manipulieren könnten. Eine beliebte Methode ist es seit jeher, Ängste in uns Wählern zu schüren, um uns dann zu versprechen, die Ursache für die Ängste anzugehen, wenn wir doch nur die richtige Partei wählen würden… Angst schüren ist überhaupt ein beliebtes Mittel - nicht nur in der Politik - wenn man etwas erreichen möchte! Das geht ganz einfach: man braucht nur ein gutes Feindbild und dichtet diesem alle möglichen Vorurteile an, immer durchsetzt mit einem Fünkchen Wahrheit - und kombiniert dies dann damit, dass einem selbst etwas weggenommen oder ein geliebter Mensch leiden würde. Et voilà! Fertig ist die Angst. Das heißt: Wo Angst ist, gibt es oft auch jemandem, der davon einen Nutzen hat. Laß Dir also keine Angst machen! Sieh erst einmal nach, ob Dich jemand manipulieren möchte! Stellen sich also jede Menge Fragen - über die wir prompt auch in unserem Podcast schnacken: ▶️Warum haben Ängste soviel Macht über uns? ▶️Was ist der Sinn von Angst? ▶️Wie kann ich gegen meine Ängste angehen? ▶️Worin liegt der Unterschied rationaler und irrationaler Angst? ▶️Was hat das "4-Ohren Modell" von Prof. Friedmann Schulz von Thun damit zutun? ▶️Wie gehe ich mit jeder Form von Angstmacherei um? ▶️Wie bekomme ich Angst in den Griff? Man muss nicht in Angst verharren, oft genug gibt es einen Ausweg, wenn ich mir Hilfe und Rat besorge, anderen Menschen vertraue und angsteinflößende Menschen und Situationen verlasse. Max Frisch sagte: "Die Würde des Menschen besteht in der Wahl". Also freut Euch, dass Ihr die Wahl habt - und bitte nutzt sie.

Ep 56Wie selbstbewusst muss ich sein?
Wenn Du selbstbewusst bist, findest Du Dich so, wie Du bist, zuerst einmal grundsätzlich in Ordnung. Du kennst zwar Deine Macken und Schwächen, aber genauso auch Deine Talente und Stärken. Das nennt man "den eigenen Selbstwert kennen". Und der wiederum hängt viel von den Erfahrungen und Erfolgserlebnissen ab, die Du (nicht nur) in der Kindheit gemacht hast. Die amerikanische Familientherapeutin Virgina Satir spricht vom "Selbstwerttop", der gut gefüllt oder eben eher leer ist. Bist DU Dir selbst etwas wert und hast das Gefühl, Du seist es grundsätzlich wert, geliebt zu werden, so führt dieses Selbstwertgefühl zusammen mit einer eher gelassenen, positiven und mutigen Ausstrahlung zu einem selbstbewussten Auftreten. Was kannst Du nun tun, um Deinen Selbstwert und damit Dein Selbstbewusstsein zu erhöhen? ▶️ MUTAUSBRUCH Schreib eine Liste von Dingen, die Du längst schon einmal machen wolltest, aber Dich noch nicht getraut hast. Sortiere die Liste von leicht nach schwer und beginne mit der leichtesten Aufgabe. Ziel: Raus aus der Bequemlichkeitszone und Schritt für Schritt kleine Erfolgserlebnisse bunkern. Und das wiederum bedeutet, mit jeder gelösten Aufgabe wächst Dein Selbstbewusstsein. ▶️ SEI DEIN BESTER FREUND Einen guten Freund behandelt man nett, man lobt ihn, man macht ihm Mut und man verzeiht ihm, wenn er sich mal daneben benommen hat. Genau so solltest Du auch mit Dir selbst umgehen! Lobe Dich, wenn Dir etwas gelungen ist. Sprich Dir vor einer schwierigen Aufgabe Mut zu und wenn mal was daneben gegangen ist, mach Dich nicht runter, sondern verzeihe Dir und überlege, was Du das nächste Mal besser machen könntest. Alles das könntest Du auch in einem kleinen Tagebuch festhalten… ▶️ HABE GEDULD MIT DIR Die größte Reise beginnt mit dem ersten Schritt! Erwarte bitte nicht, dass sich alte Verhaltensweisen, die Du seit Jahren praktizierst, in drei Wochen in Luft auflösen. Aber wenn Du dran bleibst und in kleinen Schritten täglich die Aufgaben bewältigst, wirst Du merken: Du kannst Dich verändern… ▶️ MUTLISTE Frage Dich und schreibe mal auf, was Du bisher in Deinem Leben erreicht hast: Was macht Dich einzigartig? Worin fragen Dich andere um Rat? Welche besonderen Stärken und Fähigkeiten unterscheiden Dich von Deinen Freunden? Wofür wirst Du gelobt? ▶️ DU BIST NOCH NICHT MIT DIR FERTIG Selbstvertrauen - also Deine innere Überzeugung, dass Du die Aufgaben in Deinem Leben schaffen kannst - kommt nicht so in Deinen Kopf hinein. Es entsteht dadurch, dass Du Dich immer mal wieder neuen Herausforderungen stellst, die schon etwas Mut brauchen, Dich aber nicht zu sehr ängstigen und Du sie auch immer öfter schaffst. Denn: Erfolgserlebnisse bringen Selbstvertrauen. Heute ist es so selbstverständlich, dass Leute laut und polternd auftreten, keine Scheu haben, sich selbst anzupreisen und sich darzustellen. Das Internet ist voll damit… Doch Lautstärke hat NICHTS mit Selbstbewusstsein zu tun. Jemand kann sehr selbstbewusst sein und doch eher zuhören. Weil er sich nicht in den Vordergrund spielen muss. Er lernt lieber, denn das, was er sagt, weiß er ja bereits!

Ep 55Psychologie & Pimmelbrötchen - wir feiern die 50. Folge!
Fünfzigmal hatten wir schon Spaß am frühen Aufstehen (naja… ) und am Frühstück mit Euch als Zuhörern. Nach dieser Zeit wissen wir eins ganz genau: Ihr sitzt immer mit uns am Tisch, wenn es um unser morgendliches Geplauder rund um Psychologie, Pimmelbrötchen und unsere verrückte Welt geht. Wir hoffen natürlich, dass Ihr Psychologie genauso faszinierend wie wir finden: Sie findet ja nicht nur in psychologischen Instituten und Praxen statt, sondern vor allen Dingen im Alltag. Emotionen, Ängste und Zwänge - egal wie groß oder klein - entstehen z.B. in der Kindheit, vielleicht in der Familie oder im Job. Schmerz, Wut, aber auch unglaubliches Glück können unsere Psyche in Partnerschaften und Bindungen formen. Spontane Gefühle können Entscheidungen beeinflussen, die dann vielleicht unser ganzes Leben bestimmen. All das macht uns Menschen aus, macht uns einzigartig. Genau diese Gedanken wollen wir mit Euch teilen. Wir hoffen, dass unsere Themen bei Euch noch ein wenig nachhallen, sodass Ihr vielleicht Probleme ein wenig leichter anpacken könnt und idealerweise Euch auch schneller einmal Hilfe besorgt. Wir hoffen, Ihr habt auch weiterhin soviel Interesse und Spaß wie wir - und freuen uns auf Euch und die nächsten fünfzig Folgen "Psychologen beim Frühstück"! Eure Psychologen Annika und Michael

Ep 54Bloss nicht aufregen !
Annika regt sich auf: "Noch so eine Umschreibung. Urobox? Warum geht denn kein Klartext?". Auslöser: Michael sollte ihr eine "Pieschdose" für eine Urinprobe besorgen. Die Apotheker haben sich über diese Bezeichnung amüsiert und haben ihm eine "Urobox" mitgegeben. Kleinigkeit - aber Aufreger summieren sich, wenn man sowieso schon so auf Empfang gepolt ist. Und Annika ist zur Zeit im Aufregemodus. Abends in der Fernsehsendung "Monitor": Da wird von Elektroschocker für die Polizei über die Behandlung von Flüchtlingen in Libyen bis hin zum großen Artensterben auf deutschen Wiesen berichtet - nun ist Annikas Aufregungsniveau langsam auf dem Siedepunkt! Denn Daueraufregen bedeutet Dauerstress. Nicht gesund… Doch was kann man gegen Dauerstress tun? Aufregung bedeutet für Körper und Psyche also Stress. Was passiert nun genau bei "Daueraufregung"? Annika scheint zu den "hypersensiblen" Menschen zu gehören, die sehr feinfühlig auf alle Reize reagieren. ▶️Warum nehmen wir negative Reize und Meldungen eher wahr als positive? Warum erinnern wir uns eher an Negatives? ▶️Wie entsteht "gelernte Hilflosigkeit"? ▶️Wir werden von Nachrichtenmeldungen auf allen Kanälen geradezu überflutet. Wie können wir diese Informationen für uns managen? ▶️Welche Auswege gibt es aus dem Dauerstress? ▶️Was wir selbst tun können: 1. Entspannung und Bewegung fest einplanen. 2. Auf die schönen Momente konzentrieren. 3. Perfekte Momente wie Kostbarkeiten behandeln, speichern und sich oft und in Krisen daran erinnern. 4. Auszeiten, Hobbys und Ruheoasen genauso wichtig nehmen wie Job, Familie und Alltag. 5. Sich jeden Morgen eine schöne Sache am Tag überlegen und sich gezielt darauf freuen - sei es ein Mittagessen, was man mag, oder den gemeinsamen Kaffee mit einem Freund. 6. "Take it, change it or leave it" - mit diesem Dreierschritt können wir Situationen in unserem Leben analysieren, die uns in Dauerstress bringen. Also "akzeptiere es, verändere es oder lass es hinter Dir". Doch eine belastende Situation zu verändern oder womöglich zu verlassen kann allein manchmal zu schwierig sein. Professionelle Unterstützung bei Lebensveränderungen durch Psychologen oder Mediatoren kann dabei helfen, unser Leben so zu verändern, dass wir mehr glückliche Momente erleben und den Stress bewältigen können.

Ep 53Zen - wirklich mal nichts tun & denken
Multitasking, Effektivität, Zeitdruck, Ansprüche, Perfektionismus, Ehrgeiz - die Liste läßt sich noch weiter fortführen… lauter Dinge, die unser heutiges Leben bestimmen. Was könnte uns also innere Ruhe bringen, uns entspannen und dazu nix kosten? Antwort: Meditation bzw. Augenblicke, in denen wir uns auf uns selbst konzentrieren, alles andere ausblenden und versuchen, einmal NICHT zu denken, NICHT etwas zu tun oder eben NICHT effektiv zu sein. ▶️Welche positiven körperlichen und neurologischen Effekte haben Meditation und Entspannung? Dazu gibt es mehr Informationen in diesem Artikel von Yogaeasy. ▶️Wie schaffe ich es, durch eine einfache Atemübung zu Ruhe zu kommen? ▶️Bewegung, Natur, Konzentration auf eine Sache: Was gibt es an Auszeitmöglichkeiten fürs Gehirn? ▶️Druck von außen: Oft verzetteln wir uns, können nicht einen einzigen Gedanken zu Ende bringen und fühlen uns nie mit unseren Aufgaben fertig. Dagegen hilft die Konzentration auf genau diesen Moment. Das berühmte "Im Hier und Jetzt". Oder anders ausgedrückt: "Wo auch immer Du bist, sei dort."(Ralph Waldo Emerson). Das bedeutet: Sei mit den Gedanken nicht immer schon bei der nächsten Sache oder der nächsten Aufgabe, sondern konzentriere Dich genau auf den Moment. Also auch auf das momentane Nichtstun. ▶️Warum eigentlich ist Multitasking schlecht? ▶️Handy & Co: Wir leben in einer Zeit der Ablenkungen - wie können wir besser damit umgehen? ▶️Nichts denken? Hört sich doch ganz einfach an. Ist es aber am Anfang gar nicht… Doch dranbleiben lohnt sich. Schon wenige Minuten kontemplativer Rückzug mitten im Alltagsgewusel oder vorm Schlafengehen bringen langfristig ein entspannteres Lebensgefühl. Schaffe Dir also unbedingt tagsüber einige "Inseln im Stress": Das sollten Momente mit Tagträumen, mit Lesen, Musik oder Ähnlichem, aber auch Momente mit Meditation, innerer Einkehr und Nichtstun sein. Wie immer freuen wir uns über Eure Kommentare, egal auf welcher Plattform. Wir lesen alles! Und wir wünschen Euch einen wunderschönen 1. Mai - vielleicht tanzt Ihr ja auch rein? Und dann haben wir schon bald die 50. Folge von "Psychologen beim Frühstück"… Habt Ihr einen Themenwunsch für die Jubiläumssendung?

Ep 52Zucker 2: Osterspezial mit Doc Thorsten Gottschalk
Zucker 2: Osterspezial mit Doc Thorsten Gottschalk Unser Freund Thorsten Gottschalck, Facharzt für Allgemeinmedizin, lebt momentan im schönen Konstanz, wir im schönen Norden. Macht nix: Gibt ja die Technik und so skypen wir mit ihm über das Thema "ZUCKER", auch aus medizinischer Sicht. Thorsten versucht auch, ein paar Fragen aus der letzten Zuckersendung zu beantworten. Unter anderem geht es um folgende Themen: ▶️Könnten wir überhaupt ohne Zucker leben? ▶️Wieviel Zucker ist in welcher Form gesund? ▶️Welche Wege führen aus dem Zuckerkonsum? ▶️Wie verführen uns Werbung und Supermarktaufbau zum Zuckerkauf? ▶️Welche gesunden Alternativen gibt es zum Zucker? ▶️Wie kann ich dem Heißhunger auf Zucker begegnen? ▶️Warum habe ich in bestimmten Situationen, bei Stress oder nach bestimmten Krankheiten so eine Lust auf Süßes? Nun lasst Euch aber bloß nicht durch dieses Thema den Spaß am Süßen - inklusive Blätterkrokant-Ostereiern, Schoko-Hasen, Fondant-Spiegeleiern, Nougat-Nestern, Eierlikör-Torte und vielem mehr - nicht verderben. Ab und zu sollten wir uns ruhig etwas gönnen, eine Auszeit nehmen, etwas genießen. ES SOLLTE BLOß DIE AUSNAHME SEIN! Und so habt Ihr vielleicht nach dem ganzen Süßkram Lust dazu, Euer Zuckerverhalten etwas bewusster zu hinterfragen und etwas mehr zu kontrollieren. Körper und Psyche werden es Euch danken! Thorsten und wir wünschen Euch jetzt einen wunderbaren Ostersonntag. Und: FROHE OSTERN!!!**

Ep 51Flexibilität - Shit Happens !
Eigentlich wollten wir ja heute zusammen mit unserem Freund und Arzt Thorsten Gottschalk Eure Fragen zum Thema "Zucker" beantworten. Thorsten hat es aber nicht geschafft, von Konstanz rechtzeitig zu uns zu kommen. Also haben wir spontan und flexibel beschlossen, genau das zum Thema zu machen: Wie flexibel können wir eigentlich mit Unvorhergesehenen umgehen? ▶️"Shit happens" - manchmal passiert etwas Unvorhergesehenes, wie eben Thorstens Ausbleiben, und wir müssen damit umgehen. Können wir dies mit einem lockeren Spruch wirklich abtun und haben flugs eine Alternative parat - oder bricht für uns eine Welt zusammen? Wieviel Flexibilität ist eigentlich für uns im Alltag notwendig? ▶️"Flexibilität" - was ist das eigentlich? Was versteht die Psychologie darunter? ▶️Das "MacGyver-Phänomen" - aus Vorhandenem etwas zu improvisieren, wie klappt das? ▶️Im Arbeitsleben wird zunehmend "Flexibilität" verlangt - aber wieviel ist für uns gut und zumutbar? Und heißt "flexibel sein" nicht oftmals einfach, dass man alles widerspruchslos mitmachen soll? ▶️Fluide und kristalline Intelligenz - was haben die mit flexiblem Denken zutun? ▶️Wie kann man Kindern die Lust an Flexibilität beibringen? ▶️Neue Herausforderungen annehmen und aus Fehlern lernen - wie schaffe ich das? Nicht jeder von uns hat Spaß an neuen Herausforderungen und ist in der Lage, flexibel auf Unvorhergesehenes zu reagieren. Aber wir können es alle ein bisschen trainieren: Beim nächsten Anruf, in dem Dir spontan etwas Neues vorgeschlagen wird - sei es eine Einladung oder eine unbekannte Aufgabe - sagst Du nicht gleich ab, sondern bedankst Dich bei dem Anrufer, dass er an Dich gedacht hat und bittest um etwas Bedenkzeit. Und, wenn möglich, sagst Du spontan zu. Einfach um neue Erfahrungen zu machen und daraus zu lernen, auch wenn Manches sich im Nachherein als Fehler entpuppt… Oder wie Churchill sagte: "Erfolg heißt einmal mehr aufstehen, als hinfallen!"

Ep 50Zucker!
Annika mag es gerne deftig (zumindest in der Ernährung!), Michael ist mehr ein Süßer - und ihm fällt es schwer, seinen Janker auf Naschis zu kontrollieren. Was macht Zucker für uns Menschen nur so besonders? Die Lust auf Zucker scheint evolutionär in uns verankert zu sein. Warum ist das so? Welche frühen Lernprozesse sind für unseren Zuckerkonsum verantwortlich? Ärzte schlagen Alarm, weil fast jedes sechste Kind übergewichtig ist und die Zahl seit 1990 um rund 50% zugenommen hat. Zahnärzte verzweifeln ob der weggerotteten Stummel - vom abendlichen Kinderteefläschchen - in so manchem Kindermund. Und Forderungen nach einer Zuckersteuer werden immer mal wieder laut, weil immer mehr Zucker (auch unter anderen, verwirrenden Namen) unseren Lebensmitteln beigemengt wird. Was können wir tun? Jährlich erkranken knapp fünf Millionen Deutsche an einer Depression. Michael berichtet von einer Studie, die gezeigt hat, dass viele von ihnen einen erhöhten Zuckerkonsum haben. Worin besteht da der Zusammenhang? Ihr habt Fragen nicht nur zu psychologischen Hintergründen, was Zucker betrifft, sondern vor allem auch medizinische? Dann schreibt sie uns gern in einem Kommentar. Alle Eure medizinischen Fragen rund um den Zucker wird unser Freund und Facharzt für Allgemeinmedizin Thorsten Gottschalk in der nächsten Woche mit uns besprechen, denn er kommt zu uns zum Frühstück. Also nächsten Sonntag, ab 9.00 Uhr, bei "Psychologen beim Frühstück": Zucker Teil 2!

Ep 49Freunde - mit der 6b aus der Dannewerkschule
FREUNDE Rund 8 Millionen Menschen sind in Deutschland laut einer Umfrage nach eigenen Angaben ohne Freunde - damit immerhin jeder zehnte Deutsche! Wie wichtig Freunde sind, zeigen auch Untersuchungen, nach denen Menschen ohne Freund eher zu Krankheiten und Depressionen neigen. Jeder von uns hat da eine eigene Vorstellung, wie und wo man Freunde findet, wie sie in das eigene Leben passen und was sie für das eigene Leben bedeuten. Doch für alle Arten von Freundschaften sind zwei Dinge wichtig: tiefe Zuneigung und absolutes Vertrauen. Das sieht man allein schon daran, dass manche sagen: "Freunde sind die Familie, die man sich nicht aussuchen kann." Und ein Spruch besagt: "Freunde auf Deinem Lebensweg sind Engel, die zu Fuß gehen." Ein wichtiges Thema also, mit dem sich manchmal auch die Schule beschäftigt: Michael bekam eine Einladung von der Klasse 6b aus der Dannewerkschule in Schleswig-Holstein. Die engagierte Lehrerin Frau Erdmann hat im Religionsunterricht das Thema "Freunde" behandelt und wollte Michael zum Abschluss als Experten für die Schüler einladen. Und das habe er sehr gern getan und auch sehr genossen! Folgende Fragen haben die Schüler Michael gestellt - und um die geht es auch in diesen Podcast: Ist eine Freundschaft zwischen Kindern anders als unter Erwachsenen? Können auch Freundschaften über soziale Netzwerke funktionieren und bestehen? Kann aus einer Urlaubsfreundschaft auch eine dauerhafte Freundschaft werden? Kann zwischen Haustier und Mensch auch eine Freundschaft existieren? Kann aus Freundschaft auch Liebe entsetzen? Kann es eine Freundschaft zwischen Männern und Frauen geben? Woran erkennt man einen richtig guten Freund? Zum Schluß drehte Michael den Spieß um und stellte für diesen Podcast einigen Schüler dieselben Fragen. Was die Kids so denken, könnt Ihr auch in diesem Podcast hören. Michael möchte auf diesem Wege noch etwas loswerden: "Liebe Klasse 6b, liebe Frau Erdmann! Es war mir ein Vergnügen, bei Euch Gast sein zu dürfen. Beim nächsten interessanten Thema bin ich gern wieder dabei! Euer Michael" Fotos zu der Stunde findet Ihr auf https://www.dannewerkschule-schleswig.de/DWGS%20-%20Psychologe%20M.Thiel%20zu%20Besuch

Ep 48Saubermachen, Ordnung, Aufräumen - räum Dein Leben auf!
Wichtige Aufgabe heute morgen für Annika und Michael Nummer 1: kleines Geburtstagsständchen für unseren Bekannten Marc. Aufgabe Nummer 2: Ständchen für alle anderen Geburtstagskinder, die zuhören. Aufgabe Nummer 3: Bedanken bei Michaels Facebookfreundin Maxi für ihre wunderbaren Geschenke und lieben Wünsche. Es sind genau diese kleinen Aufmerksamkeiten, die unser Leben so schön und lebenswert machen. Denn so etwas kommt von Herzen - und das macht so ein Geschenk zum Geschenk an die Seele! Ja, und dann haben Annika und Michael noch die Aufgabe Nummer 4: den Podcast. Heutiges Thema: Aufräumen und Ordnung. Wie kann Dein innerer Zustand sich bloß derartig im Zustand Deiner Wohnung ausdrücken? Gibt es Phasen, in denen wir einfach nicht so sortiert sind? Und wenn ja, wie kommt das? Woran kann es liegen, das Annika und Michael so unterschiedliche Auffassungen von Ordnung haben? Gibt es Überhaut unterschiedliche Arten von Ordnung und Sauberkeit? Annika hat ein paar "goldene Regeln" zum Thema aufräumen… Was könnten die Ursachen vom sogenannten "Messie Syndrom" sein? Warum sind wir gerade im Frühjahr so aufräumwütig? Unterschiedliche Auffassungen von Sauberkeit und Ordnung, oder anders ausgedrückt: unterschiedliche Prioritäten von Sauberkeit und Ordnung für den Einzelnen, können eine Beziehung sehr stark belasten. Und gerade für Männer ganz wichtig: Es gibt bei Frauen kein angeborenes "Hausfrauen-Gen" - nur Erziehung, Erwartungen, Perfektionswillen und gesellschaftlich geprägtes Rollenverteilung lassen Frauen eher zum Staubsauger oder Wischlappen greifen und Männer Ordnung und Aufräumen dann folgerichtig als "Frauensache" sehen! Annikas und Michaels empfohlene Lösung: Gemeinsam saubermachen und dabei Spaß haben. Wenn beide arbeiten sollten auch beide aufräumen und saubermachen. Denn schließlich wurde die Wohnung auch gemeinsam verwüstet…

Ep 47Emotionales Essen
🍰Emotionales Essen Wieso klappt das mit dem Abnehmen auf Dauer meistens nicht? Und wieso kennen wir alle den Yoyo-Effekt persönlich? Nur wenige von uns sind mit ihrem Gewicht zufrieden. Und so winken in jedem Frühjahr alle möglichen Diäten. Doch die meisten Diäten versagen langfristig, weil sie den wichtigsten Grund für die Gewichtszunahme nicht beachten: Dem Essen aus emotionalen Gründen. Annika und Michael sind selbst plüschig und kennen das Essen als vermeintlichem Gefühlsausgleich aus eigener Erfahrung. Doch wie kommt's dazu? ▶️Essen dient oft schon von Kindheit an als Tröster, als Belohnung, als Ersatz für Zuwendung oder Liebesbeweis. Deswegen ist die Verbindung zwischen emotionalem Wohlbefinden und Essen im Gehirn so stark. ▶️Was ist eigentlich der Unterschied zwischen körperlichem und psychologischem Hunger? ▶️Das Erkennen, in welchen Situationen ich aus emotionalen Gründen esse, ist die Voraussetzung zur dauerhaften Veränderung der Essgewohnheiten. Doch wie komme ich dahin? ▶️Der Lübecker Forscher Achim Peters hat die Theorie vom "Selfish Brain", dem egoistischen Gehirn, entwickelt. Wir erklären grob, warum das Gehirn in Stressituationen den Körper zu mehr Nahrungsaufnahme animiert. ▶️Welche Alternativen könnte es zum emotionalen "Essen als Ersatz" geben? Aber: Natürlich sollte das Gewicht nicht in krankmachende Dimensionen hoch- oder runtergehen. Doch wir sind beide der Meinung, dass wir alle akzeptieren sollten, dass wir Menschen auch in unserer Körperfülle unterschiedlich sind und wir uns auch darin nicht von Werbung & Co. zu sehr beeinflussen lassen sollten. Du bist eben einzigartig und vielleicht anders als viele andere - und das ist gut so! Es lebe die Individualität und die Vielfalt!!!

Ep 46Älter werden oder Annika hatte Geburtstag
Älter werden oder Annika hatte Geburtstag Annika hat für sich ein psychologisches Lebensgefühl von 37 Jahren - unabhängig von ihrem kalendarischen Alter. Michael war gefühlt irgendwie schon immer wie Anfang 40. Und darum geht es in dieser Folge: Wie gehen wir am sinnvollsten mit unserem Älterwerden um? Der Psychoanalytiker Erikson hat das Leben in 8 verschiedene Phasen aufgeteilt, in den jeder Mensch Entwicklungsaufgaben zu bewältigen hat. Annika und Michael sind in der Phase der "Generativität", in dem sie den folgenden Generationen etwas von ihrem Wissen weitergeben wollen. Zu einem psychischen und auch physisch gesunden Älterwerden gehört eine nicht enden wollende Neugierde auf das Leben und ein sich immer weiter entwickeln wollen. #Nati, die für Annika ein wunderbares Geburtstagsbildchen kreiert hat, schreibt in einer Nachricht an Michael über Generationskonflikte, wie sie zum Beispiel bei den Demonstrationen um #FridaysForFuture deutlich werden: Kids gehen aus Sorge um ihre Zukunft auf die Strasse, Politiker und Lehrer nölen zeitgleich um Verletzung der Schulpflicht herum, anstatt die Schüler in ihrem Engagement ernst zu nehmen und zu würdigen. Wichtig in jedem Alter ist es, für die Erfüllung von Träumen und Wünschen zu arbeiten um sie möglichst zeitnah umzusetzen. Ein "das machen wir, wenn wir in Rente sind und Zeit haben" kann schnell daneben gehen, wenn einem Krankheit und Tod einen Strich durch die Planung machen Dazu passend die Antwort des Dalai Lama auf die Frage, was ihn am meisten überraschen würde. Seine Antwort war: “Der Mensch. Er opfert seine Gesundheit, um Geld zu machen. Dann opfert er sein Geld, um seine Gesundheit wiederzuerlangen. Und dann ist er so ängstlich wegen der Zukunft, dass er die Gegenwart nicht genießt. Das Resultat ist, dass er nicht in der Gegenwart oder in der Zukunft lebt. Er lebt, als würde er nie sterben. Und dann stirbt er und hat nie wirklich gelebt.“