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Psychologen beim Frühstück

Psychologen beim Frühstück

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Ep 298Folge 289: Einfach eklig!

Na? Etwas Casu Marzu (Madenkäse) oder Balut (angebrütete Eier) zum Frühstück? Nein? Eklig? Wäre in Sardinien oder auf den Philippinen aber eine Delikatesse! Und wie steht's mit Hákarl, fermentiertem Hai aus Island? Der Ammoniakgeruch dieses "Gammelhais" löst bei vielen Menschen Würgereflexe aus - und sein Verzehr ist schon längst in den sozialen Medien eine Challenge. Aber spätestens beim Surströmming - schwedischem fermentiertem Hering in Dosen, der in den Konserven weiterreift, sodass es wegen Explosionsgefahr verboten ist, diese Dosen in ein Flugzeug mitzunehmen - reden die einen von der schlimmsten olfaktorischen Zumutung, während einige Schweden diesen Müffelfisch mit Zwiebeln, Kartoffeln, Knäckebrot und viel Alkohol als Sommerdelikatesse empfinden. Dafür werden diese Schweden wahrscheinlich etwas anderes als eklig empfinden. Vielleicht Sauerkraut? Deshalb sprechen wir heute über eine Emotion, die wir alle haben, über die aber wenig geredet wird: Ekel! Ekel hat eine evolutionspsychologische Funktion, ist aber auch kulturell und individuell geprägt. Man kann sich vor physischen Dingen wie Gerüchen oder Schimmel ekeln, vor Dingen und Tieren, man kann sich aber auch vor Handlungen oder Amoral ekeln. Es gibt Menschen, die keine Ekelgrenze haben, was es ihnen leicht macht, Straf- und Gräueltaten zu begehen. Und natürlich Menschen, die sich sehr leicht ekeln, die u.a. aus Ekel vor Schmutz und Bakterien einen behandlungsbedürftigen Zwang entwickeln. Und so reden wir mit Euch über unsere Ekelerfahrungen, die wir in verschiedenen Teilen der Welt gemacht haben und über die Grenze, ab der Ekel pathologisch werden kann. Trotz einiger ekliger Lebensmittelbeispiele wünschen wir Euch ein genußvolles Frühstück am Sonntag. Freut Euch einfach, dass Ihr leckere Dinge auf dem Tisch habt! Bis bald, Annika + Tilly

Feb 16, 202555 min

Ep 297Folge 288: Perspektiv-Wechsel

Kennt eigentlich jeder: Wir machen immer wieder den gleichen Fehler. Oder wir machen immer das Gleiche und erwarten aber, dass etwas anderes dabei herauskommt. Nur, dass sich so keine Änderungen oder Lösungen einstellen. WIR müssen etwas anders machen. Aber was? Und wie? Ein Perspektiv-Wechsel wäre ein prima erster Schritt, um die ganze Situation von aussen oder von oben oder mit den Augen eines anderen zu betrachten. Ab und zu mal das eigene Leben aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten kann nämlich helfen, Probleme zu lösen, festgefahrene Denkmuster zu durchbrechen und dadurch bessere Entscheidungen zu treffen. Welche Methoden und Techniken bietet die Psychologie zum Perspektiv-Wechsel? Warum ist es Kindern erst ab einem bestimmten Alter möglich, die Sichtweise einer anderen Person einzunehmen? Was passiert, wenn ein Mensch nicht in der Lage ist, sich selbst kritisch einzuschätzen oder sich in einen anderen Menschen hineinzuversetzen? Für uns ein spannendes Thema - für Euch hoffentlich auch! Schreibt uns gern über Eure Erfahrungen mit Perspektiv-Wechseln. Bis bald, Annika + Tilly

Feb 9, 202554 min

Ep 296Folge 287: Schlafen wie ein Baby

Na, das war nix mit dem Babyschlaf… Christin, die heute mit uns frühstückt, haben nacheinander ihre vierjährigen Zwillinge aus ihrem Bettgedrängelt. Ihr intensiv schnarchender Mann sägte einen großen Wald ab…Und bei uns mußte Annika musste wegen unseres Frühstücks ihren Schlaf abbrechen - Garant für Grummelei und kleine Augen - ausserdem war ihr nachts so kalt. Erholung also gleich Null. Nur Tilly hat gut ausgeschlafen - aber der hat jetzt Hunger… Und mit dem "Schlafen wie ein Baby" ist das sowieso so eine Sache: Die meisten Babies schlafen streckenweise prima, sind aber alle zwei Stunden hungrig… Es gibt wahrscheinlich keine Eltern, die in der Babyphase ihrer Kinder überhaupt ausreichen Schlaf bekommen. Doch ab wann ist Schlaf erholsam? Wieviel Schlaf brauchen wir eigentlich und was passiert in Körper und Psyche bei Schlafentzug? Wie kommen wir in einen regenerativen Schlaf und was können wir tun, wenn wir vor lauter Sorgen nicht in den Schlaf kommen? Dieses und einiges mehr bekommt Ihr heute von uns auf die Ohren, damit Ihr gut und erholsam schlafen könnt. Christin, Annika und Tilly

Feb 2, 202552 min

Ep 294Folge 286: Depressionen

Erst einmal vorneweg: Heute gehts bei uns nicht um Winterblues, Traurigkeit oder depressive Verstimmung - wir sprechen heute über klinisch relevante Depressionen. DEPRESSIONEN SIND ERKRANKUNGEN, DIE BEHANDELT WERDEN MÜSSEN UND GEHEILT WERDEN KÖNNEN! Fast 10 Millionen Menschen leiden in Deutschland unter einer depressiven Erkrankung. Wir werden Euch die Symptome schildern, die auf eine behandlungsbedürftige Depression hinweisen, damit Ihr sie bei Euch selbst oder in Eurem Umfeld entdecken könnt. Wir erklären Euch kurz die verschiedenen Formen von Depressionen und schlagen Behandlungsarten und Wege zur Therapie vor. Hier schon mal eine kleine Auswahl von Adressen, an die Ihr Euch wenden könnt, falls Ihr selbst oder jemand in Eurer Umgebung Symptome einer Depression zeigen sollte: In Notfällen, z.B. bei drängenden und konkreten Suizidgedanken, auch bei anderen, wende Dich bitte sofort an die nächste psychiatrische Klinik (Internet) oder wähle den Notruf unter der Telefonnummer 112. Ein psychologisches Erstgespräch bei Dir in der Nähe - um abzuklären, ob tatsächlich eine behandlungsbedürftige Depression vorliegt - kannst Du beim ärztlichen Notdienst unter 116 117 erfragen. Mehr Infos über Depressionen und einen Selbsttest findest Du auf der Website der Deutschen Depressionshilfe: https://www.deutsche-depressionshilfe.de/depression-infos-und-hilfe/selbsttest-offline Wir wünschen Dir viel Kraft, falls Du selbst oder einer Deiner Lieben in einer Depression stecken sollte. Denke bitte immer daran: Es gibt Wege aus dieser Erkrankung! Annika + Tilly

Jan 26, 202551 min

Ep 295Folge 285: Winterblues

Auch so müde, antriebslos, Energie gleich Null? Hast Du eine Kälte-Unverträglichkeit entwickelt und ein magisch-konstantes Verlangen nach Süßigkeiten entwickelt? Klarer Fall: Diagnose "Winterblues"! Christin und Annika stimmen da ganz klar ein: Christin vermisst die Sonne, Annika mutiert zur Bettwurst. Und Tilly zeigt sich solidarisch - zumindest, was seinen Konsum von Maxis Super-Nußecken angeht. Wann reden wir Psychologen aber offiziell vom Winterblues und ab wann von einer behandlungsbedürftigen Depression? Und was kann man in welchem Fall machen, um aus einem derartigen Stimmungstief herauszukommen? Darüber reden wir heute zusammen mit Christin. In der nächsten Woche werden wir uns dann mit klinisch relevanten Depressionen beschäftigen, die unabhängig von Jahreszeiten auftreten können und dringend behandelt werden müssen. Wir wünschen Euch einen kuscheligen Sonntag, Annika, Christin und Tilly Hier einige Adressen, unter denen man sich Hilfe bei Depressionen oder einen Termin zur psychologischen Diagnostik besorgen kann: In Notfällen, z.B. bei drängenden und konkreten Suizidgedanken, wende Dich bitte an die nächste psychiatrische Klinik oder wähle den Notruf unter der Telefonnummer 112. Ein psychologisches Erstgespräch bei Dir in der Nähe - um abzuklären, ob tatsächlich eine behandlungsbedürftige Depression vorliegt - kannst Du beim ärztlichen Notdienst unter 116 117 erfragen. Mehr Infos über Depressionen und einen Selbsttest findest Du auf der Website der Deutschen Depressionshilfe: https://www.deutsche-depressionshilfe.de/depression-infos-und-hilfe/selbsttest-offline

Jan 19, 202549 min

Ep 293Folge 284: Vorsatz-Booster

Kennen wir alle, machen wir alle: Neues Jahr - wir fassen gute Vorsätze. Und zwei Monate später schmeckt die Schokolade wieder so gut und ins Fitnessstudio sind wir auch nur dreinmal gegangen. Tja, das war's dann in diesem Jahr mit den guten Vorsätzen. Warum ist das so? Und wie schaffen wir es, unsere Ziele wirklich dauerhaft umzusetzen? Bei unserem heutigen Frühstück, bei dem wieder unsere Freundin und Redaktionsassistentin Christin dabei ist, sprechen wir über die Hürden beim Umsätzen unserer Vorsätze und die Fehler, die uns dann vom Durchhalten abhalten. Wir verraten Euch psychologisch fundierte Strategien, mit denen Ihr Eure Vorsätze nachhaltig in die Tat umsetzen könnt. Egal ob es um mehr Sport, weniger Stress oder eine gesündere Ernährung geht – mit unseren Tipps bleibt Ihr dran. Lasst uns loslegen! Viel Erfolg wünschen Euch Christin, Annika + Tilly

Jan 12, 202551 min

Ep 292Folge 283: Wie sehe ich mich selbst?

Da ist es: das neue Jahr! Zeit also, um sich zu fragen: Wie wird das neue Jahr? Wie will ich in Zukunft leben? Wer bin ich? Wie wirke ich auf andere? Und welches Bild habe ich von mir selbst? Genau darum geht es heute bei uns: um das Selbstbild. Wie kommt es zustande? Was ist der Unterschied zwischen Selbstbild und Fremdbild? Wer hat als erster darüber nachgedacht? Und wie können wir unser Selbstbild verändern? Wie können wir auf andere anders wirken? Und bringt es uns eigentlich etwas, wenn wir auch einmal versuchen, durch die Brille anderer Menschen auf uns selbst zu gucken? Wir freuen uns, dass Ihr auch bei der neuen Folge wieder mit dabei seid und wünschen allen ein tolles Jahr 2025! Annika + Tilly

Jan 5, 202555 min

Ep 291Folge 282: GOOD BYE 2024

Moin, Ihr Lieben! Unser letztes gemeinsames Frühstück mit Euch in 2024! Schnappt Euch Euren Kaffee - und wir denken zusammen ans vergangene Jahr! Ihr habt uns viele tolle Kommentare und persönliche Erlebnisse dieses Jahres gesendet. Vielen, vielen Dank!!! Also reden wir über einige davon zum Thema Jahresrückblick. Erzählen Euch, was uns 2024 besonders geärgert, aber auch gefreut hat, und erklären, warum bei Rückblicken fast immer die negativen Seiten mehr Raum einnehmen als die schönen Erlebnisse. Können wir 2025 irgendetwas persönlich besser machen? "Das wahre Geheimnis des Glücks liegt darin, aufrichtiges Interesse an allen Details des täglichen Lebens zu haben." sagte William Morris, ein britischer Designer und Sozialreformer des 19. Jahrhunderts. Wir stimmen ihm vollkommen zu. Und so wünschen wir Euch auch für 2025 viele kleine und größere Momente, in denen Ihr zufrieden, schmerzfrei und vielleicht sogar glücklich sein könnt. Wir hören uns 2025 wieder. Bleibt bitte fröhlich und gesund, Annika + Tilly

Dec 29, 202453 min

Ep 290Folge 281: Pyjama-Weihnachten

Wollen wir in Anbetracht der Ereignisse in Magdeburg wirklich heute über „Pyjama-Weihnachten“ reden? Ist das nicht pietätlos und fehl am Platze? Wir haben überlegt und unsere gemeinsame Antwort lautet: Gerade jetzt - wir machen gerade WEGEN dieser schrecklichen Ereignisse genau dieses Thema! Warum? Besonders in schwierigen Zeiten ist es wichtig, sich auf positive, stärkende Aktivitäten zu konzentrieren. Pyjama-Weihnachten symbolisiert Rückzug ins Private, Abkehr von allem Brimborium, authentische Freude, sichere Gemeinschaft und private Geborgenheit – alles Elemente, die Resilienz fördern können. Indem wir diese Themen ansprechen, versuchen wir Eure mentale Gesundheit ein wenig zu stärken und den Fokus auf das Wichtigste, nämlich das Leben an sich, zu lenken. Natürlich denken wir in Anbetracht der Ereignisse in Magdeburg an die Betroffenen und wünschen allen viel Kraft. Gleichzeitig möchten wir Euch mit diesem Podcast ein wenig Freude und Leichtigkeit schenken, denn gerade in schwierigen Zeiten ist es wichtig, sich auch auf die schönen Seiten des Lebens zu besinnen. Jetzt wünschen wir - Christin, Annika und Tilly - einen schönen 4. Advent und hoffentlich friedvolle Weihnachten!

Dec 22, 202449 min

Ep 289Folge 280: People Pleaser

Weihnachtszeit… da haben People Pleaser Hochkonjunktur! Beim Schenken müssen es für die gesamte Verwanschaft die perfekten Geschenke sein, der Baum muss für alle toll aussehen, das Essen soll allen schmecken. Alles harmonisch, bloss keine Misstöne. Aber: Schenke ich vielleicht das Falsche? Reagierte Tante Grete nicht allergisch auf Rosenkohl? Und Fritz darf ich auf keinen Fall neben Mario setzen! Überall Fallen… People Pleaser sind Menschen, die versuchen, es allen recht zu machen. Sie geraten total in Stress und sind hochgradig unglücklich, wenn sie nicht Harmonie verbreiten und jedem einen Gefallen tun können. Dahinter steckt Angst: Angst abgelehnt zu werden, Angst allein zu bleiben oder Konflikte auszulösen. Ein People Pleaser will auf jeden Fall Harmonie, denn Probleme könnten ja bedeuten, dass er verlassen wird und allein zurückbleibt. Er hat irgendwann gelernt, meistens in frühester Kindheit, dass er Liebe und Zuneigung nur bekommt, wenn er etwas dafür tut. Und wenn er anderen gefällt. People Pleaser nehmen sich bis zur Selbstaufgabe zurück und sie sind nicht authentisch, weil sie auch nicht ehrlich sind. Es ist anstrengend, immer für andere da zu sein und sie mit Perfektion für sich einnehmen zu wollen. Der Stress und die Angst, nicht geliebt zu werden, sind so groß, dass sich unter Umständen psychosomatische Beschwerden und sogar Depressionen oder Burn-Out einstellen. Solltest Du Dich in dieser Beschreibung wiedererkennen, geben wir Dir in dieser Folge ein paar hilfreiche Tipps, wie Du schon dieses Weihnachtsfest stressfreier und authentischer begehen kannst. Bleibt bitte fröhlich, Annika + Tilly

Dec 15, 202453 min

Ep 288Folge 279: Engel

Jeder Gläubige kennt sie: Engel - die Boten und Gehilfen Gottes. Selbstlos, rein, gütig, hilfsbereit, teilweise kämpferisch für das Gute, Wesen des Lichts. Doch auch im Alltag kommen sie vor: der Freund, die Freundin, die uns zuhört und Hilfe anbietet. Die Sprechstundenhilfe, die uns freundlich behandelt und beruhigt. Der Verkäufer, der uns beim Suchen im Laden weiterhilft. Oft genug werden Menschen als Engel bezeichnet, die etwas Gutes tun - wenn jemand selbstlos und hilfsbereit ist, dann sagen wir gerne: Du bist ein Engel! Und jeder kennt den Spruch:"Na, du hast aber einen Schutzengel!" Engel kommen also auch heute noch in unserem Leben in irgendeiner Form vor - und jetzt zur Weihnachtszeit haben Engel sowieso Hochkonjunktur. Alles gute Gründe, dass wir uns einmal mit dem Phänomen der Engel beschäftigen. Wir haben heute wieder unseren Freund und katholischen Theologen Werner Berning dabei, der uns als Fachmann eine ganze Menge über Engel erzählen kann. Und wir geben unseren psychologischen Senf dazu. Warum ist die Idee eines Engels so wohltuend? Was verbinden wir damit? Warum glauben wir an einen Schutzengel und wünschen uns einen? Nehmen Engel uns die Angst vor dem Übernatürlichen? Ist ein Engel wirklich ein Bote oder Vermittler? Lauter Fragen, die wir mit Werner zusammen klären wollen. Passend zum 2. Advent wünschen wir Euch viel Freude mit unserem Thema. Schreibt uns gern, welchen Engeln Ihr in Eurem Alltag schon begegnet seid, bei wem Ihr Euch vielleicht bedanken wollt. Und wo seid Ihr vielleicht einmal selbst für einen anderen Menschen ein Engel gewesen? Viele Spaß beim Hören dieser Adventsfolge wünschen, Werner, Annika + Tilly

Dec 8, 202446 min

Ep 287Folge 278: Kaufrausch

Black Friday ist gerade gewesen, Weihnachten steht vor der Tür. Und? Schon ordentlich geshoppt? Wie viel Geld habt Ihr für Weihnachtsgeschenke eingeplant? Und habt Ihr tatsächlich am Black Friday zugeschlagen? Warum shoppen wir so gern? Und warum hilft uns Shoppen als Anti-Frustrations-Maßnahme? Wie sieht es generell als Gesellschaft mit unserem Kaufverhalten aus? Überall wird davon geredet, dass wir die Wirtschaft ankurbeln müssen. Das bedeutet auch, dass wir mehr ausgeben sollen. Aber wovon? Wie teuer ist unser Leben? Was müssen und was wollen wir kaufen? Und warum? Wir sprechen heute über Werbung, Kaufverhalten und Kaufrausch. Über Kaufsucht und Kaufverweigerung. Wir haben wieder Christin dabei, die als Mama über ihre Kinder und das berühmte „Habenwollen-Phänomen“ berichten kann, Markenklamotten inklusive. Wie ist denn Euer Konsumverhalten? Ist für Euch "Haben" wichtiger als "Sein", wie es Erich Fromm in seinem Klassiker "Haben oder Sein" geschrieben hat? Wir freuen uns auf eine Diskussion mit Euch! Jetzt wünschen wir allen aber erst einmal einen wunderschönen, möglichst besinnlichen 1. Advent! Christin, Annika + Tilly

Dec 1, 202452 min

Ep 286Folge 277: Sag mal...DANKE

Studien haben herausgefunden, dass am ehesten Dankbarkeit gut für unsere physische und psychische Gesundheit ist. Doch wie kann man angesichts dieser Krisen, die es momentan gibt, jeder Menge Druck und Dauer-Stress so etwas wie Dankbarkeit empfinden? Und ist Dankbarkeit nicht eher eine Sache für Schwächlinge? Sollte man sich nicht Trump-like durchsetzen und für sich das Beste wollen? Natürlich soll man für sich das Beste wollen, aber was ist das Beste? Ist es wirklich das neueste Protz-Auto und das große Haus? Sind es die damit einhergehenden Schulden bei der Bank wert? Oder reicht ein kleinerer Schritt, eine kleinere Version - dazu aber ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit für alles das, was ich bereits aus eigener Kraft erreicht habe? Ab und zu ein kleiner Realitäts-Check, um festzustellen, was man hat, ist für die Widerstandskraft und das Selbstbewusstsein wesentlich zuträglicher, als immer wieder festzustellen, was man nicht hat! Ab und zu einmal Danke zu sagen schafft Nähe, zeigt dem anderen den Respekt für das, was er für einen getan hat, und ist keineswegs eine Geste der Dominanz! Im Gegenteil: Dankbarkeit verbindet. Menschen, die sich gegenseitig helfen – egal ob im Team, in der Familie oder überhaupt in der Gesellschaft – erleben ein Zusammenhaltsgefühl, Rückhalt und Solidarität. Dagegen zeigen Ellbogentypen zwar nach aussen vermeintliche Stärke, haben aber innerlich immer Angst, sie würden zu kurz kommen, und stoßen deshalb alle weg… Wir wünschen Euch einen schönen Sonntag mit vielen kleinen oder auch größeren Erlebnissen, die Dankbarkeit in Euch auslösen. Annika + Tilly

Nov 24, 202455 min

Ep 285Folge 276: Wann ist eine Frau eine Frau?

In der letzten Woche haben wir uns über Männer unterhalten und wie sie zu dem werden, was sie von sich denken. Klar, dass es in dieser Woche um die Frauen geht. In den USA kann man gerade diesen beginnenden Männlichkeitswahn beobachten: Frauenrechte werden wieder beschnitten, es gibt öffentliche Forderungen danach, dass die Frau an den Herd gehört und sich um die Kinder zu kümmern hat, und einige Männer wollen tatsächlich über die medizinischen Belange von Frauen (z.B. Abtreibung) bestimmen. Gleichzeitig gibt es einen neuen Trend bei jungen Frauen in Amerika, die sich äußerst konservativ kleiden und die Haltung vertreten, Frauen sollten gern zu Hause sein, um sich um die Kinder zu kümmern. Ist diese Entwicklung etwas, was etwa auch in unseren Köpfen herumschwirrt? Haben wir nach wie vor Rollen-Klischees im Kopf? Wann genau ist eine Frage eine "richtige" Frau? Wie werden Mädchen heute erzogen? Wie kleine Prinzessinnen? Krönchen, Kußschnute und alles in Pink? Oder lernen sie individuelle Stärke und Selbstbewusstsein - genauso wie hoffentlich die Jungs? Wieder ist unsere Christin dabei, Mama von drei Kindern – dabei ist auch eine Tochter von zehn Jahren. Wie geht sie mit deren Erziehung um? Und wie sieht sie als junge Frau ihre Rolle als Frau? Wie kommt sie im Alltag mit der Mehrfachbelastung klar? In dieser Folge schnacken wir über typisch Feminines, typisch Maskulines und typisch Menschliches. Und wie jede Woche freuen wir uns sehr über Eure Meinungen und Erfahrungen zu dem Thema "typisch weiblich, typisch männlich." Bis nächste Woche, Christin, Annika + Tilly Hier wie versprochen ein paar Hinweise für Hilfsangebote für Frauen, die in Not geraten sind: https://www.hilfetelefon.de/beratung-fuer-frauen.html https://www.frauen-gegen-gewalt.de/de/infothek/haeusliche-gewalt/was-tun-wie-helfen.html https://www.telefonseelsorge.de https://weisser-ring.de

Nov 17, 202448 min

Ep 284Folge 275: Wie wird ein Mann ein Mann?

In der letzten Woche ging es in unserem Podcast um Machtmänner - doch was genau ist männlich? Erinnert Ihr Euch noch an den 80er-Jahre-Hit "Männer" von Herbert Grönemeyer: Wann ist ein Mann ein Mann? Doch wie sehen wir heute die Rolle des Mannes? Was ist für uns typisch männlich? Tough, stark, aggressiv, selbstbewusst und immer in der Führungsrolle - so zumindest ein altes Klischée… Und wie kommen Männer mit Emotionalität, Ängsten und Kontakt zu ihren Gefühlen klar? Liegt es in ihren Genen, ein Mann zu sein, oder wird es ihnen beigebracht? Vielleicht eine Mischung aus beidem? Wir haben heute wieder Christin dabei. Denn sie ist Mama von Zwillingen: zwei vierjährigen Jungs. Was gibt sie ihren Rackern mit an Rollenverhalten, aber auch an weichen Seiten? Wie erlebt sie ihre Jungs? Gibt es ein typisches Jungsverhalten? Und schon ein Ausblick auf die nächste Folge: Wir werden - wieder mit Christin - darüber reden, wie eine Frau eine Frau wird. Schreibt uns dazu gern Eure Fragen und Kommentare. Bis bald, Christin, Annika + Tilly

Nov 10, 202453 min

Ep 283Folge 274: Machtmänner

Wo kommen sie nur her? Ehrgeizige Kerle, die Macht, Geld und Einfluss lieben. Sie tummeln sich in der Politik, in der Wirtschaft, in Betrieben - und ab und zu auch auf dem heimischen Sofa. Diese despotischen Männer scheinen mit der dunklen Seite der Macht gut klarzukommen, sind selbstbewusst und ehrgeizig - und haben überhaupt keine Skrupel, sich gegen alle möglichen Widerstände durchzusetzen, um das zu erreichen, was sie gerne hätten oder erreichen wollen. Ihr Ziel klar vor Augen, empfinden sie sich selbst als stark und andere als schwach. Diese laute Aussenwirkung lässt ängstliche Menschen vermeintliche Sicherheit und Führungskompetenz vermuten. Am Beispiel von Trump und Putin, aber auch anderen Zeitgenossen gucken wir heute einmal, wie die Ursprünge für dieses Machtgebaren aussehen könnten und wie es um die Psyche dieser überaus misstrauischen Herren bestellt sein könnte. Vielleicht fällt ja dem einen oder der anderen auf, dass er/sie so einen kleinen Mini-Trump oder ein ähnlich narzisstisches Gewächs zu Hause hat… Wir sind gespannt auf die Wahlergebnisse in den USA und freuen uns wie immer auf Eure Kommentare. Bis bald, Annika + Tilly

Nov 3, 202453 min

Ep 282Folge 273: Wieviel Eskapismus ist gut?

Stundenlanges Computerspielen, Abtauchen in Phantasiewelten, Bücher inhalieren oder einen Rosamunde-Pilcher-Marathon: Egal, ob mit Binge-Watching, Koma-Saufen oder beim Sport rund um die Uhr, viele Menschen versuchen im Eskapismus, also dem temporären Entfliehen aus der realen Welt in Fantasien und alternativen Beschäftigungen wie intensiven Medienkonsum, eine Pause von Alltagsbelastungen zu finden. Im gesunden Rahmen ist Eskapismus für unser mentales Auftanken überlebenswichtig. Doch wird es zur alles bestimmenden Sucht, wird es brenzlig. Der psychologische Druck in Deutschland nimmt zu. Krisen, Unzufriedenheit und soziale Kälte machen uns Menschen zu schaffen. Die Folgen: Wir haben in Europa die höchsten Fehltage aufgrund von Krankheit. Im Jahr 2022 führten psychische Erkrankungen erstmals die Liste der Hauptursachen für Arbeitsunfähigkeitstage in Deutschland an. Ab wann wird Eskapismus also problematisch? Wo liegt die Grenze zwischen exzessivem Fluchtverhalten und Erholungsoasen genießen? Letztlich bestimmt auch hier die "Dosis das Gift". Wenn Eskapismus das eigene Leben bewusst ergänzt, aber nicht unkontrollierbar beherrscht, sind solche "Pausen" vom Alltag wichtig und sinnvoll. Wir freuen uns auf Eure Kommentare! Bleibt gesund! Annika + Tilly

Oct 27, 202444 min

Ep 281Folge 272 Ich will mehr! Wieder zur Schule gehen & Co. ...

Bei unserem heutigen Frühstück haben wir erneut eine Fachfrau dabei: Christin, unsere Freundin und Redaktions-Assistentin, geht wieder zur Schule! Sie macht ihr Abitur nach. Und das neben Haus mit Garten, Ehemann, Job und drei Kindern… Hat sie zu viel Energie? Ja. Ist sie verrückt geworden? Nein. Sie will mehr! Neben Beruf und Kindern hat Christin den Wunsch, noch mehr aus sich zu machen. Sie möchte lernen - also macht sie ihr Abitur nach, um dann vielleicht zu studieren. Dieses Gefühl kennen wir sicher alle: Etwas, das wir schon lange tun wollten oder von dem wir immer schon geträumt haben, geistert durch unser Gehirn und unsere Phantasie - und wir trauen uns irgendwie nicht, es anzupacken. Immer haben wir Gegenargumente. Besonders, was den Zeitpunkt oder die Finanzen angeht, um unser Projekt nur ja nicht in die Realität umsetzen zu müssen. Dahinter steckt meistens die Angst vor der eigenen Courage und die Furcht vorm Scheitern. Damit bleiben all diese vorgestellten und ersehnten Dinge weiterhin nur Träume. Aber wie wäre es, diese Träume anzupacken? Und zwar jetzt? Am Beispiel von Christin, die wieder die Schulbank drückt, unterhalten wir uns über das lebenslange Lernen und die Möglichkeit, mehr zu wollen. Was sind Eure Träume? Was wolltet Ihr schon immer einmal machen? Was hat Euch davon abgehalten? Oder habt Ihr vielleicht konkrete Pläne? Wir freuen uns auf Eure Kommentare, Christin, Annika + Tilly

Oct 20, 202451 min

Ep 280Folge 271 Wieder auf die Beine kommen!

WIR SIND WIEDER DA… …und darüber freuen wir uns unglaublich! Denn das bedeutet: Annika ist wieder fit genug für den Podcast. Denn die Arme war schon wieder krank und im Pflasterkasten. Aber jetzt ist sie voller Tatendrang und will wieder aus dem Bett! Also haben wir unseren Freund Werner Berning gebeten, ihr dabei zu helfen. Denn Werner ist Theologe, Seelsorger, ein toller Physiotherapeut und Business Coach. Danke, Werner! Und Werner ist auch heute unser Frühstücksgast! Mit ihm unterhalten wir uns über die wichtigsten Voraussetzungen, um ins Leben zurückzufinden. Wir überlegen, welche Schritte man gehen kann, um nach Krankheit, Krise oder Schicksalsschlag wieder durchstarten zu können. Und da hat Werner interessante Gedanken, da er der eine einzigartige Mischung aus Seelsorger und Physiotherapeut verkörpert. Wir freuen uns wie immer über Eure Meinungen und Erfahrungen zu dem Thema. Was hat Euch geholfen, als Ihr nach einer schwierigen Zeit wieder auf die Beine gekommen seid? Bei wem wollt Ihr Euch vielleicht bedanken? Bleibt bitte gesund, Annika, Tilly - und ein wunderbarer Werner.

Oct 13, 202453 min

Ep 278Folge 270: Die Macht der Gewohnheit

Folge 270: Die Macht der Gewohnheit Es ist unglaublich, wie leicht das Gehirn sich auf Situationen ausruhen kann. Denn das Gehirn ist eines der faulsten Organe des menschlichen Körpers. Deshalb laufen bei uns rund 40 Prozent unserer Handlungen eher unbewusst und automatisch ab in Form von Gewohnheiten, Ritualen und Routinen. Darum ist es so wichtig, dass wir unsere Gewohnheiten langfristig ändern, wenn wir unser Verhalten ändern wollen. Es ist also eher eine Frage der Routine als eine Frage des Entscheidens oder Willens. Ein einfaches Beispiel ist die Ernährung. Wenn die Waage mal wieder Dein Feind ist, weil sie unbarmherzig zeigt, wie sehr Du Deine Ernährung hast gehen lassen, solltest Du Deine Gewohnheiten ändern. Stichwort: Konditionierung – automatische Abläufe mit Reizen verbinden und so ankern. Heißt: Es zur Gewohnheit werden lassen, dass es Salat zum Mittag gibt, und nicht den Döner um die Ecke anlaufen. Macht man dies kontinuierlich und auf Dauer, schaltet unser Gehirn auf AUTOMATIK-MODUS. Wir brauchen nicht mehr darüber nachzudenken, wie oder was wir zum Mittag essen, sondern es ist selbstverständlich, dass es einen Salat gibt. Dafür gilt die Faustregel 21/90: Wir brauchen rund 21 Tage, damit wir eine Gewohnheit ändern und eine neue Routine akzeptieren, und ca. 90 Tage, sie ins Unbewusste zu implementieren. Deshalb ist es auch unsinnig, Änderungen in unserem Leben mal so eben und beispielsweise mit einer zweiwöchigen Crash-Diät erreichen zu wollen – da ist der Jojo-Effekt vorprogrammiert. Um Konditionierung, Professor Wendy Wood, den Pawlowschen Hund und vieles mehr geht es heute. Wir freuen uns auf Euch! Annika + Christin + Tilly

Jul 21, 202450 min

Ep 279Folge 269: Micro-Stress

Dein Kind will in einer gefühlten Endlosschleife Eis, ständig wirst Du in Deiner Arbeit unterbrochen, der letzte Streit mit Deiner Mutter belastet Dich immer noch, der Nachbar muss natürlich am Sonntag seine Bohrmaschine ausprobieren, der TÜV beim Auto ist fällig und die Waschmaschine gibt so komische Geräusche von sich… Solche Microstressoren sind kleine, alltägliche Belastungen, die oft unbemerkt bleiben, aber sich im Laufe der Zeit ansammeln oder einfach zu viel werden können - und dann erhebliche Auswirkungen auf Dein Wohlbefinden und Deine Gesundheit haben. Im Gegensatz zu größeren, offensichtlicheren Stressoren, wie z.B. einer Krankheit oder einem Jobverlust, sind Microstressoren subtiler und treten häufiger im täglichen Leben auf. Der amerikanische Psychologe Richard S. Lazarus konnte schon 1981 nachweisen, dass Menschen mit VIELEN Microstressoren am Ende gesundheitlich stärker beeinträchtigt sind als diejenigen, die EIN größeres Stressereignis erleben und verarbeiten mussten. Wie erkennen wir nun diese kleinen Stressoren und wie können wir im Alltag dagegen ansteuern? Damit beschäftigen wir uns heute und freuen uns wie immer über Eure Postings zu dem Thema. Bis nächsten Sonntag, Annika + Tilly

Jul 14, 202449 min

Ep 271Folge 268: Gesünder durch Flow

Denkt mal an Kinder, die völlig selbstvergessen mit Lego spielen, kein Essen und keine Frage mitbekommen. Sie sind im Flow. Kennt Ihr das? Ihr seid so vertieft in eine Tätigkeit, dass Ihr alles um Euch herum vergesst, Euch vollkommen auf Euer Tun konzentriert, kein Zeitgefühl mehr habt und Euch so in einem wohligen Zustand zwischen Anspannung und Entspannung befindet. Glückwunsch: Ihr seid im FLOW! Und das macht nicht nur Spaß - es ist auch noch gesund! "Ein Zustand, in dem die Menschen so sehr in eine Aktivität verwickelt sind, dass nichts anderes von Bedeutung zu sein scheint!", schrieb der Psychologe Prof. Mihály Czíkszentmihályi 1990 in seinem Buch "Flow. Das Geheimnis des Glücks". Der ursprünglich aus Ungarn stammende Dozent (Kalifornien/USA) beschäftigte sich seid Mitte der 70er Jahre wissenschaftlich mit Flow und konnte zeigen, dass Menschen, die öfter diesen Zustand in ihrem Alltag erreichten, psychisch und physisch gesünder waren als Vergleichsgruppen, die nur sehr selten ins Flow kamen. Wie kann ich nun Flow erreichen? Wir werden Euch verschiedene Wege dazu aufzeigen und Euch Mut machen, auf die Suche nach Tätigkeiten zu gehen, die dieses wunderschöne Gefühl auslösen können. Schreibt uns gern, wann Ihr im Flow seid… Wir wünsche Euch viele schöne Flow Momente, Annika + Tilly

Jul 7, 202448 min

Ep 277Folge 267: Ist unser Leben zu kompliziert?

Steuererklärung abgeben, die richtige Mikrowelle unter hunderten finden, Bahnticket online buchen, einen Arzttermin ergattern, sich für ein Date in der Partnerbörse entscheiden. Politik, Wirtschaft, Krisen, Job, Finanzen, Termine, Kindererziehung, Beziehungen, Social Media, Bürokratie, Klima, Gesundheit, und, und…. Unsere globalisierte Welt kann kompliziert werden und uns überfordern. Trotz aller technischen Erleichterungen - oder vielleicht gerade wegen ihnen? - erscheint vielen von uns das Leben zunehmend vielschichtiger, bürokratischer, komplexer und stressvoller zu sein. Und trotzdem müssen wir irgendwie damit klar kommen. Der Fachbegriff in diesem Zusammenhang lautet "Ambiguitätstoleranz", also die Fähigkeit, Ungewissheit und Kompliziertheit des Lebens ohne Angst und Stress zu meistern. Der Begriff “Ambiguitätstoleranz” wurde in den 1940er Jahren in den USA von der ursprünglich österreichischen Psychoanalytikerin Dr. Else Frenkel-Brunswik entwickelt. Als jüdische Psychologin, die zweimal vor den Nazis flüchten musste, führte sie Untersuchungen zu autoritären Persönlichkeitsmerkmalen und Vorurteilen durch. Ihr Ziel: psychologische Mechanismen hinter Vorurteilen und Intoleranz gegenüber Minderheiten zu erklären. Wie können wir nun unsere Toleranz gegenüber Unsicherheiten und Mehrdeutigkeit erhöhen, die unser Leben nun mal mit sich bringt? Und wie das Leben etwas weniger kompliziert gestalten? Darüber reden wir heute. Wir freuen uns auf Euch! Annika und Tilly

Jun 30, 202450 min

Ep 276Folge 266: Das WIR-Gefühl

Fußball-EM in Deutschland - und im Stadion und beim Public Viewing liegen sich Menschen wieder in den Armen, feiern, lachen oder weinen zusammen. Viele erinnern sich an das "Sommermärchen" und wünschen sich, dieses Zusammengehörigkeitsgefühl wieder einmal zu erleben. Denn momentan herrschen bei uns im Alltag doch eher Frust, Einsamkeit und Unzufriedenheit. Aber wir alle wollen irgendwohin gehören und suchen unbewußt Verbündete. Der Nationaltrainer der Niederlande Ronald Koeman sagt: "Das Ich kommt nach dem Wir." Also die Mannschaft hält alle zusammen, dann hat der Spieler ein Zugehörigkeitsgefühl und ein Ziel: nämlich die Mannschaft zu unterstützen, wo es nur geht. Denn gemeinsame Erfolge machen glücklich. Das gilt auch für andere "Mannschaftsarten" wie unsere Gesellschaft, die Familie oder den Kegelclub. Doch warum ist dieses Wir-Gefühl so wichtig für die psychische Gesundheit? Dazu nennt Tilly einige Ergebnisse der seit 1938 laufenden "Harvard Study of Adult Development", die eindeutig zeigen: Zufriedenstellende zwischenmenschliche Beziehungen sind für ein gesundes, glückliches und langes Leben der wichtigste Faktor. Wichtiger als Geld, Erfolg oder Macht. Sind in der Jugend und als junger Erwachsener Karriere und Besitz erstrebenswert, so nimmt dieses Ziel bei den meisten im Laufe des Lebens ab und es wird deutlich, dass Bindungen, Austausch, Familie, Liebe und Freundschaften wesentlich wichtiger für unsere Psyche und auch für unsere Gesundheit sind. Mindestens die sichere Bindung zu einer Bezugsperson ist entscheidend für unser Wohlbefinden. Wie kann man nun zum Wir-Gefühl kommen? Wie kann ich mich zugehörig fühlen? Wie zufrieden werden? Darum geht es heute. Wir freuen uns auf Euch, Annika und Tilly

Jun 23, 202451 min

Ep 275Folge 265: Warum so rechts?

Fussball-EM in Deutschland. Tag des Eröffnunggspiels. „Zu Gast bei Freunden“ war doch mal dafür ein Slogan, oder? Jetzt brüllt in Warnemünde nach einer EM-Party eine 15jährige Naziparolen, die Polizei schreitet ein, der Vater droht mit körperlichem Widerstand, ein Freund skandiert „Heil Hitler!“. Die Situation eskaliert. Und in Grevesmühlen/Mecklenburg-Vorpommern schlagen ca. 20 Jugendliche zwei Mädchen (8 und 10 Jahre alt) aus Ghana zusammen, treten die Achtjährige an den Kopf. Der Vater eilt zur Hilfe und wird auch verletzt. Die Polizei muss eingreifen, es folgen rassistische Beleidigungen - und Vater und Tochter landen im Krankenhaus. Ist das etwa unsere Welt? Ist so etwas die direkte Auswirkung des europaweiten Rechtsrucks? Sind Nazis wieder ein Teil unserer Gesellschaft? Wie kann und konnte es dazu kommen? In den letzten Jahren haben mehrere rechte Parteien in Europa bei Wahlen bedeutende Erfolge erzielt: Italien, Spanien, Schweden, Finnland, Niederlande, Polen, Ungarn…Und auch in Deutschland sieht die Prognose für die kommende Bundestagswahl die AfD nach der CDU als zweitstärkste Partei voraus. Welche psychologische Faktoren sind für diesen Rechtsruck verantwortlich? Welche Rolle spielen die "sozialen Medien", die besonders die AfD im Wahlkampf benutzen, um junge Menschen für sich zu gewinnen? Wieviel Angst treibt Menschen dazu, rechts zu wählen? Albert Einstein sagte: "Was für eine Welt könnten wir bauen, wenn wir die Kräfte, die ein Krieg entfesselt, für den Aufbau einsetzten. Ein Zehntel der Energien, ein Bruchteil des Geldes wäre hinreichend um den Menschen aller Länder zu einem menschenwürdigen Leben zu verhelfen." Rechte Parteien schüren den Hass und den Zwiespalt zwischen den Menschen. Lasst uns deren Ziele und Methoden durchschauen und sagen wir "Nein!", wenn sie unsere Stimme haben wollen. Unsere Stimme bekommen sie jedenfalls nicht! Annika und Michael

Jun 16, 202452 min

Ep 274Folge 264: Wenn's kracht: gehen oder bleiben?

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Jun 9, 202457 min

Ep 273Folge 263: Woher kommt der Hass?

Hass steht im Gegensatz zur Liebe - und Hass ist die stärkste negative Emotion. Ein Messerstecher geht auf einen Politiker und Polizisten los. Ein 14jähriger schlägt einen Jüngeren zusammen. Wir haben Israelhasser, Judenhasser oder Islamhasser. In Social Media wird gehatet und getrollt - bis hin zu Morddrohungen. In was für einer Gesellschaft leben wir bloss? Unser Eindruck: In unserer Gesellschaft wird Hass häufiger, gewaltbereiter und hemmungsloser. Besonders gegen Menschen, die nicht ins eigene Weltbild passen. Er findet überall im Alltag und in den sozialen Medien statt. Er dient häufig als verbindendes Gefühl in Gruppen, die dann Grenzen überschreiten und auch nicht vor Gewalt zurückschrecken. Was sind die Ursprünge dieser Hassauswüchse? Wir beschäftigen uns mit den frühen Ursprüngen von Verletzungen oder Ablehnungen, beispielsweise in der Kindheit in Form von unsicheren Eltern-Kind-Bindungen. Wir beleuchten die Sehnsucht nach Gruppenzugehörigkeit und die damit verbundene Ablehnung von andersdenkenden und anderslebenden Menschen. Wie werden Menschen von religiösen Führern, Politikern, Verantwortlichen und Vorbildern zum Hassen manipuliert? Wie entstehen Vorurteile und kognitive Verzerrungen wie Schwarz-Weiß-Denken und unrealistische Verallgemeinerungen? Welche Rolle spielen die "sozialen Medien" in der Hassverbreitung? Und gilt das auch für Familie, Job und Freunde? Annika sagt dazu: "Wer jemanden hasst, sollte sich fragen, wer ihn dazu gebracht hat und wie derjenige davon profitiert!" Und wie können wir Hass entgegenwirken? An wen können wir uns wenden, wenn wir selbst von Hate getroffen werden oder aber in uns Hass verspüren? Es gibt hilfreiche Adressen im Internet: beispielsweise HateAid (Gemeinnützige Org. für Menschenrechte im digitalen Raum), hatefree (Hilfe bei digitaler Gewalt), respect! (Meldestelle für Hetze im Netz), veritas (Beratungsstelle für Betroffene von Verschwörungserzählungen) oder die Antidiskriminerungsstelle des Bundes. Viel Stoff am heutigen Sonntag! Und natürlich denken wir an alle, die im Süden wohnen und von Hochwasser und Überschwemmungen betroffen sind. Hoffentlich übersteht Ihr alles gut!!! Bis zum nächsten Sonntag, Annika + Tilly

Jun 2, 202456 min

Ep 272Folge 262: Mut zur Freiheit

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May 26, 202457 min

Ep 270Folge 261: Geht's auch in nett?

Die Statistik belegt es: Die Gewaltbereitschaft in Deutschland hat zugenommen - mehr Gewalttaten, mehr Messereinsatz, mehr Mobbing, mehr Verbalattacken. Da werden Politiker tätlich angegriffen, Andersdenkende drangsaliert, Kinder schlagen und foltern andere Kinder und Menschen fallen über Hilfskräfte her. Das alles eingebettet in Krisen, Kriege und Orientierungslosigkeit. Und wie so oft steckt Angst dahinter. Doch was können wir dagegen tun? Anfangen könnten wir mit Freundlichkeit. Da werden manche sagen: Wie willst Du mit ein bisschen NETT gegen Aggressionen, Wut und Angst angehen? Wie Provokationen und Tätlichkeiten verhindern? Mahatma Gandhi hat sich ohne eine Waffe nur mit Freundlichkeit und zivilem Ungehorsam dem Britischen Empire entgegengestellt - und die Menge damit mobilisiert und schlussendlich Indiens Unabhängigkeit gewonnen. Ein kleiner Schritt mit grosser Wirkung! Die "Harvard Study of Adult Development", die mit ursprünglich 700 Männern im Jahr 1938 begann und bis heute läuft, untersucht die Ursachen für ein langes, glückliches Leben. Eine zentrale Erkenntnis der Studie: Gute soziale Beziehungen und Freundlichkeit sind signifikant mit einem glücklicheren und gesünderen Leben verbunden! Menschen, die in freundlichen, unterstützenden Beziehungen leben, haben weniger chronische Erkrankungen und eine höhere Lebenszufriedenheit im Alter. Gründe genug, freundlich miteinander umzugehen. Wie wir das in unserem Alltag machen können, wie wir mit unfreundlichen Menschen umgehen sollten und vieles mehr könnt Ihr heute bei uns hören! Bleibt also freundlich und fröhlich, Annika + Tilly

May 19, 202454 min

Ep 269Folge 260: Das schlechte Gewissen

"Das, was wir ein schlechtes Gewissen nennen, ist immer ein gutes Gewissen. Es ist das Gute, was sich in uns erhebt und uns bei uns selbst verklagt." schrieb Theodor Fontane. Und damit kam er der psychologischen Bedeutung eines schlechten Gewissens sehr nahe: Es ist ein unangenehmes Gefühl, das immer dann auftritt, wenn wir denken, dass wir gegen unsere moralischen oder ethischen Grundsätze verstoßen haben und anderen dadurch vielleicht sogar Schaden zugefügt haben. Dann wird das schlechte Gewissen zum Motor für Reue, Wiedergutmachung und Entschuldigungen. Darüber reden wir heute zusammen mit unserer Freundin und Redaktionsassistentin Christin, die als dreifache Mutter oft ein schlechtes Gewissen schiebt: zu wenig Zeit für die Kids, zu überlastet, zu streng, zu milde, zu… Welche psychologischen Mechanismen stecken hinter diesem Gefühl und was passiert mit uns, wenn wir ein permanentes und sehr strenges schlechtes Gewissen mit uns herumschleppen? Was können wir dagegen tun? Ein Thema - nicht nur für Mütter, denen wir heute einen schönen Muttertag wünschen! Eure Annika, Christin + Tilly

May 12, 202453 min

Ep 268Folge 259: Die 5 Sprachen der Liebe

Folge 259: Die 5 Sprachen der Liebe Der oder die eine backt für die Familie wie beim großen Promi-Backen, jemand anderes besorgt für die Kids eine Hüpfburg und Person Nr. 3 bringt seiner großen Liebe selbstgepflückte Blumen. Egal, ob Männlein oder Weiblein: Wir alle tun Dinge aus Liebe - wir zeigen unsere Zuneigung nur durch unterschiedliche Aktionen. Dr. Gary Chapman hat 1992 dieses Konzept der "Fünf Sprachen der Liebe" in seinem Buch "The Five Love Languages" vorgestellt. Diese Sprachen beschreiben verschiedene Arten, wie Menschen Liebe ausdrücken und empfangen. Darüber reden wir heute. Was sind nun die fünf Sprachen der Liebe nach Chapman? Worte der Anerkennung: Diese Menschen fühlen sich besonders geliebt und zeigen ihre Zuneigung durch Lob, Komplimente oder aufrichtige Worte der Ermutigung. Sie sprechen ihre Liebe im wahrsten Sinne des Wortes einfach aus. Geschenke: Ihre Liebe zeigen diese Menschen durch Geben und fühlen sich besonders geliebt, wenn sie durch Geschenke gezeigt bekommen, dass jemand an sie gedacht hat. Zärtlichkeit und Körperkontakt: Vor allem sensitive Menschen brauchen körperliche Nähe und Berührungen, wie Umarmungen und Küsse, um sich wohl zu fühlen. Trost und Nähe drücken sie durch Berührungen aus. Hilfsbereitschaft: Für diese Menschen bedeutet Liebe, wenn jemand durch Taten oder Dienste Unterstützung und Hilfsbereitschaft zeigt. Gemeinsam verbrachte Zeit: Manche Menschen schätzen Zweisamkeit, ein Gegenüber, Kommunikation, gemeinsame Aktivitäten, aber auch Diskussionen und Lernen. Menschlicher Austausch bedeutet für sie, Liebe zu zeigen. Jeder von uns hat eine oder mehrere bevorzugte Sprachen der Liebe. Deshalb sollten wir dem anderen gut zuhören und ihn beobachten, dann verstehen wir eher seine Art der Liebesbezeugung und können so unsere Beziehung stärken. Wie sieht denn Deine "Sprache der Liebe" aus? Schreib uns doch bitte in die Kommentare. Wir wünschen euch einen schönen Sonntag, Annika + Tilly

May 5, 202451 min

Ep 267Folge 258: Flexibilität

Folge 258: Flexibilität Fast in jeder Jobbeschreibung wird nach ihr gesucht…und sie gilt als Voraussetzung für Neugier und damit Weiterentwicklung: die Flexibilität - oder auch fluide Intelligenz - und damit das expandierende, lebenslange Lernen. Dazu gehören auch Transferleistungen, also das Übertragen von Erfahrungen und Erkenntnissen von einem Gebiet auf ein anderes. Flexibles Denken gehört zu den wichtigsten kognitiven Fähigkeiten, um Lösungen für komplizierte Probleme zu finden, um Herausforderungen im Leben bewältigen und um sich schnell auf neue Situationen einstellen zu können. Wie entwickelt sich kognitive Flexibilität? Wie können wir sie trainieren und wieviel benötigen wir, um zufrieden Leben zu können? Kann ich auch noch als Erwachsener Lernfreude, Neugier und damit Flexibilität erlernen? Darüber reden wir heute und freuen uns auf unsere selbstgebackenen Waffeln mit Lachs…

Apr 28, 202453 min

Ep 266Folge 257: Wahrheiten

Gibt es verschiedene Wahrheiten? Doofe Frage, es gibt doch nur eine Realität, oder? Ganz so einfach ist es nicht. Natürlich gibt es die Realität, aber jeder empfindet sie anders. Gefiltert durch unsere Erziehung, unseren Charakter, unser Temperament, unsere Bildung, unsere Infos und unseren Kulturkreis Interpretieren wir das, was wir hören und sehen. Jeder hat seine eigene Wahrheit. Jeder Mensch lebt in einer etwas anderen Wirklichkeit, weil wir uns durch mentale Raster und Erfahrungen eigene Ordnungen und Muster schaffen. Wie Paul Watzlawick es als Buchtitel formulierte: Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Wie können wir nun bei all den medialen Einflüssen und öffentlich geäusserten subjektiven Meinungen eine relativ objektive Wiedergabe der Wahrheit erkennen? Wie beispielsweise Fake News und Verschwörungstheorien als solche identifizieren? Wie können wir selbst ehrlich sein? Lohnt sich das überhaupt? Und wie können wir die Wahrheit sagen, ohne andere zu verletzen? Darüber und über mehr schnacken wir bei unserem heutigen Frühstück. Wir wünschen Euch einen entspannten Tag, Annika + Tilly

Apr 21, 202454 min

Ep 265Folge 256: Nur nicht aufgeben!

Buch schreiben, Diät durchhalten, Sprache lernen, Abschluss nachholen - für alles brauchen wir Durchhaltevermögen und Kontinuität. Und das ist mega anstrengend und so manches Mal geben wir dann auf. Annika spricht da vom "Marathon-Effekt", weil wir oft die allerletzten Kräfte mobilisieren müssen, um auch wirklich bis ans Ziel zu gelangen. Wir müssen uns mit der "Terrier-Methode" in ein Ziel festbeissen und auf keinen Fall loslassen, wenn es schwierig wird. Und mit dem "Jagdhund-Tipp" sollten wir immer absolut fokussiert dem Ziel hinterher laufen. Wir geben Euch in dieser Folge viele Tipps, wie Ihr Euer Durchhaltevermögen und Eure Selbstwirksamkeit stärken könnt. So könnt Ihr mehr zum selbstverantwortlichen Gestalter Eures Lebens werden und nicht zum Spielball, der die Schuld beim Nichterreichen eines Ziels immer bei den Anderen oder allein in den Umständen sucht. Welche Ziele verfolgt Ihr in Eurem Leben? Worin benötigt Ihr Unterstützung? Wir freuen uns von Euch zu hören, Annika + Tilly

Apr 14, 202455 min

Ep 264Folge 255: Mehr desselben?

"Unter einer Straßenlaterne steht ein Betrunkener. Er sucht und sucht. Ein Polizist kommt vorbei, fragt ihn, was er denn verloren habe. Der Mann antwortet: “Meinen Schlüssel.“ Nun suchen beide. Schließlich will der Polizist wissen, ob der Mann sicher sei, den Schlüssel gerade hier verloren zu haben. Der Mann antwortet nuschelnd: “Nö, nicht hier, sondern dort hinten – aber da isses viel zu dunkel.” (aus dem Buch "Anleitung zum Unglücklichsein" von Paul Watzlawick) Warum suchen wir oft nach Lösungen "unter der Laterne, wo es hell ist", also wo wir uns auskennen – statt einfach mal woanders nachzuschauen? Was hat das mit unserer Angst vor Neuem, mit unserem Festhalten an alten Gewohnheiten zutun? Warum fordern Politiker in Krisen immer "mehr desselben"? Mehr Waffen, mehr Geld, mehr Sanktionen? Und wie könnte eine andere Lösung aussehen - insbesondere, wenn mehr desselben nur mehr desselben Konflikts generiert? Beispielsweise eine Lösung "zweiter Ordnung", wie sie damals zum Beispiel Mahatma Gandhi im Konflikt mit den Engländern vorgelebt hat? Also eine Lösung in einem anderen System (Gandhi: ziviler Ungehorsam, gewaltfrei) als in dem System (mit Waffengewalt und Staatsmacht), in welchem der Konflikt stattfand. Im Privaten könnte es z.B. Streit betreffen, der immer gleich lautstark und mit denselben Anschuldigen abläuft - und der auf einmal mit Nichtachtung, einem sanften Gespräch, Verständnis oder Lachen quittiert wird. Warum ist es wichtig, dass wir in unserem Leben immer neugierig und experimentierfreudig bleiben, damit wir auch bei Problemen neue Lösungsansätze finden können? In der Beratung, im Coaching und in der Therapie sehen wir uns als "Anstupser" für neue Denkweisen, für ein "Out of the Box" denken. Wir wünschen Euch viel Mut, immer wieder neue Dinge auszuprobieren, neue Wege zu beschreiten, die Ihr vorher noch nie gegangen seit. Eben weniger "mehr desselben" machen, wenn es notwenig ist. Viele Erfolg dabei, Annika + Tilly

Apr 7, 202455 min

Ep 263Folge 254: Wieviel Bewertung verträgst Du?

Zu laut, zu blöd, zu faltig…! Alles wird bewertet: Der Wasserkocher im Onlineshop, der ja zu laut ist, wenn er kocht. Oder der Krimi auf Netflix aus den 90ern wird anonym als völlig unrealistisch bewertet, weil die Holzhütte kein Telefon und keinen Handyempfang hat..klar doch: 50 Meilen vom nächsten Ort entfernt… in Montana…in den 90ern! Und der Sänger oder das Model in der TV Show, die ja so schlecht gewesen seien und nichts können würden. Auch privat werden wir von unseren Eltern, unseren Kollegen, Freunden und Verwandten bewertet: Zu dick, zu dünn, zu dumm, zu schlau… Wie gehen wir nun mit diesen Bewertungen um? Wie können wir konstruktiv Bewertungen und Kritik ausüben? Darüber reden wir heute. Unser Erste-Hilfe-Tipp für ungerechte Kritik: Macht Euch bitte klar, dass diese nur die persönliche Meinung einer anderen Person ist! Und denkt darüber nach, WARUM er/sie Euch so vehement kritisiert! Und wenn IHR Kritik äußert: Beurteilt bitte nur das Verhalten des Anderen, das Euch stört. Benutzt das BANK-Modell: Beschreibt dieses Verhalten. Wie würde es sich auf Euch auswirken? Nennt Änderungswünsche und wie Ihr Euch fühlen würdet, wenn diese eintreten würden, also die Konsequenzen.. Denkt bitte daran, eine Kritik benötigt ein fünffaches Lob, um wieder ausgeglichen zu werden. UND: Konstruktive Kritik sollten wir nur von den Menschen annehmen, die es wirklich gut mit uns meinen. Wir wünschen Euch einen schöne Ostern! Annika + Tilly

Mar 31, 202451 min

Ep 262Folge 253: Annikas beste Psycho-Tipps

Folge 253: Annikas beste Psycho-Tipps Heute geht es um Annikas beste Psycho-Tipps und Lebens-Sätze, die sie durch ihr Leben und ihre Arbeit begleiten: Sieh was Du hast, und nicht immer das, was Du nicht hast! Guck auf das WIR im ICH und das ICH im WIR. Lächeln ist universelle Kommunikation. Nicht jeder muss Dich lieben! Schluss mit toxischen Beziehungen. Du bist genug! Nobody is perfect! Liebe Dich selbst! Vertraue jemanden. Höre nie auf zu lernen! Bleib neugierig! Mehr dazu hört Ihr natürlich im Podcast. Was haltet Ihr von Annikas Weisheiten? Schreibt uns bitte Eure besten Psychotipps und Lebenssätze, die Euch im Leben weiter geholfen haben. Bis zum Ostersonntag, Annika + Tilly

Mar 24, 20241h 0m

Ep 261Folge 252: Michaels beste Psycho-Tipps

Heute geht es um Michaels beste Psycho-Tipps und Lebens-Sätze, über die er öfter mit seinen Patienten spricht und sie ihnen mit auf den Weg gibt. Unter anderem geht es um BANK-Modell: Beschreibe das Verhalten, das Dich stört und wie es sich auf Dich Auswirkt. Nenne Veränderungswünsche und welche Konsequenzen es hätte, wenn Dein Gegenüber sich anders verhalten würde. WOOP: Wish, Outcome, Obstacle, Plan (nach der Psychologie-Professorin Gabriele Oettingen) ⁠⁠WILL ich das? Will ICH das? Will ich DAS? (nach René Träger, Psychologie, M.Sc.) Willst Du eine ⁠Beziehung oder Recht haben? (Tilly) ⁠Wer das WARUM weiss, schafft auch das WIE! (nach Viktor E. Frankl, österreichischer Psychoanalytiker) Vorne ist immer da, wo sich keiner auskennt. (Stefan Raab) Der Mensch lebt mit Gewalt und Destruktion, gleichzeitig ist er aber zu Versöhnung, Verzeihen und großer Liebe fähig. (Annika) Mehr dazu hört Ihr natürlich im Podcast. Schreibt uns bitte Eure besten Psychotipps und Lebenssätze, die Euch im Leben weiter geholfen haben. Und seid gespannt auf nä⁠⁠chste Woche, wenn Annika uns ihre Tipps verraten wird…

Mar 17, 202455 min

Ep 260Folge 251: Über den Umgang mit Fehlern...

Schuld sind immer die anderen… Ob Gewerkschaftsboss, Politiker oder Fussballtrainer – keiner scheint zu seinen Fehlern zu stehen und neue Wege bei der Problemlösung finden zu wollen. Stattdessen wird sehr viel Energie aufgewendet, um Schuldige zu suchen oder auch einfach Menschen zu beschuldigen, weil es grad passt. Fehler werden immer dort gemacht, wo Menschen leben und arbeiten. Das ist nicht nur negativ, sondern gleichzeitig eine Grundlage der Weiterentwicklung und des Lernens. Und es ist eine Grundlage psychologischer Sicherheit, seine Fehler offen zugeben zu können, um Hilfe zu bitten, sie anzunehmen und so Lösungen zu finden. Die gängige Methode scheint momentan eher das ballistische Prinzip zu sein: Ich finde einen Fehler, der muss ausgemerzt werden und dann presche ich zur naheliegensten Lösung vor, ohne rechts und links zu gucken oder meinen Weg eventuell zu ändern. Flexibles Denken? Fehlanzeige! Aber immer mehr desselben bringt leider keine Lösung! Wir unterhalten uns heute über den Umgang mit Fehlern, den Umgang miteinander und unsere Lösungswege. Was sind überhaupt Fehler? Und warum schämen wir uns so, wenn uns welche passieren? Was hat unsere Kindheit damit zu tun? Wir wünschen Euch einen schönen Sonntag, Annika + Tilly

Mar 10, 202457 min

Ep 259Folge 250: Welcher Typ bist Du?

Je näher wir einem Menschen stehen, desto deutlicher merken wir auch, was alles zwischen uns liegt. © Ernst Ferstl (*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker Quelle: Ferstl, Unter der Oberfläche. Gedanken mit Tiefgang, Edition Va Bene 1996 Heute geht es bei uns wieder einmal um psychologische Sicherheit. In jedem Team (Ehe, Familie, Job usw.) sollten die Rahmenbedingungen so sein, dass jeder ohne Angst und schlechtes Gefühl alles sagen, fragen und auch Fehler zugeben kann. Dazu ist aber auch wichtig, zu wissen, welcher Typ man ist: Braucht man eher Distanz im Leben? Also Zeit für sich, Ruhe, um zu arbeiten sowie ab und zu nachzudenken? Geht man deshalb eher auf Abstand zu seinen Mitmenschen? Oder braucht man ganz viel Nähe? Ist ein Home-Office wirklich nichts und braucht man unbedingt die kleinen Momente in der Teeküche? Möchte man viel Zeit in der Familie miteinander verbringen? Kann man schlecht allein sein? Dann ist man eher der Nähe-Typ. Wie viel Veränderung brauchen wir im Leben? Und wie viel Routine? Zwischen diesen vier Punkten – Nähe, Distanz, Dauer, Veränderung – pendeln wir uns tagtäglich wieder neu ein und haben natürliche auch eine gewisse Persönlichkeitsstruktur, die entweder zur Nähe oder vielleicht sogar zu einem Wechseltyp zwischen allen tendiert. Dieses Modell wurde ursprünglich von dem Schweizer Psychologen Christoph Thomann auf der Grundlage von Fritz Riemanns Buch "Grundformen der Angst" entwickelt, dass wir Euch sehr empfehlen können. Erst wenn wir wissen, welcher Typ wir sind, können wir uns auch auf unsere mit Menschen einstellen. Noch wichtiger ist es, zu erkennen, welcher Typ mein Gegenüber ist. Braucht er ab und zu Ermunterung, Zusammenarbeit und Teamspirit? Oder kann ich ihn unterstützen, indem ich ihn ab und zu in Ruhe lasse? Welcher Typ bist Du? Kannst Du mit dem Modell etwas anfangen? Wir freuen uns von Dir in den Kommentaren zu lesen. Liebe Grüße und bis nächsten Sonntag, Annika + Tilly

Mar 3, 202459 min

Ep 258Folge 249: False Memory

Glaube nicht alles, was Du denkst - und was Du erinnerst… Tilly gibt heute morgen um 10.20 Uhr für die Radiosendung "Zwei auf EINS" ein Interview zum Thema "False Memory". Das Thema fanden wir so interessant, dass wir es gleich für diesen Podcast übernommen haben: Wieso kann es "falsche" Erinnerungen geben? Wie entstehen sie, warum können sie geradezu gefährlich sein und wie können wir uns vor ihnen schützen? Was haben Emotionen und Erinnerungslücken mit false memories zu tun? Warum sind manche Zeugenaussagen falsch? Warum sind verregnete Urlaube im Nachhinein doch so schön gewesen - und warum müssen besonders Psychotherapeuten vorsichtig sein, wenn sie mit ihren Klienten vermeintliche Traumata aus der Vergangenheit bearbeiten wollen? Dazu bringen wir Euch auch noch ein Ständchen und versorgen Euch mit allerlei Erinnerungen aus unserer Vergangenheit. Schreibt ins gerne in die Kommentare, wann Euer Gedächtnis Euch schon mal einen Streich gespielt hat… Habt einen schönen Sonntag, Annika + Tilly

Feb 25, 20241h 0m

Ep 257Folge 248: Masken

Schon vor mindestens 15.000 Jahren haben Menschen für Kultzwecke Verkleidungen angelegt, um böse Geister zu vertreiben oder Götter gnädig zu stimmen. Bis heute werden Masken und so genannte Larven (Holzmasken u.a. im alpenländischen Raum) für Fastnacht und Karneval angelegt. Egal, ob Reinigungs-Masken, Atemmasken, Totenmasken, Operationsmasken, Ledermasken, Faschingsmasken oder Dominamasken – immer geht es darum, das eigene Gesicht zu überdecken, um etwas zu erreichen. Schon Kinder haben viel Spaß daran, sich zu verkleiden und eine andere Person darzustellen. Es ist ein Spiel mit den eigenen Facetten der Persönlichkeit, mit den Ausdrucksmöglichkeiten, mit der eigenen Identität und mit der gezielten Wirkung, das uns ein Leben lang begleitet. Damit wollen wir uns nicht nur ausprobieren, sondern auch kontrollieren, wie wir ankommen. Aussehen, Aussenwahrnehmung und Eigendarstellung sind heutzutage im social media-Zeitalter gerade auch für Jugendliche und junge Erwachsene sehr wichtig! Doch wie sieht es mit den Masken aus, die wir unabsichtlich tragen? Oder absichtlich, wenn wir uns beispielsweise verletzt oder unwohl fühlen oder eine toughe Miene unsere Unsicherheit überspielen soll? Was bringen uns Masken? Und wie können wir ohne sie leben? Wie sehen Eure Masken aus? Und mögt Ihr Euch auch verkleiden? Schreibt uns gerne in die Kommentare. Ho Narro aus dem Norden, Annika + Tilly

Feb 18, 20241h 1m

Ep 256Folge 247: Enttäuschung

Tilly wollte so gern zu seinem besten Freund Thorsten nach Konstanz, um im Nachthemd ordentlich mittelalterliche Fastnacht zu feiern. Doch nix war mit Feiern: das Bodenpersonal streikte, der Flieger ging nicht. Also entschloss er sich, ein kleines Läufchen zu machen. Doch was passierte? Klar! Es regnete, es schneite, es stürmte. Fazit: Tilly war enttäuscht… Grund genug, einen Podcast über Enttäuschung zu machen. Aber mal ernsthaft: Enttäuschungen begleiten uns täglich in unserem Leben. Ob kleinste Enttäuschung wie das besondere Brötchen, was wir uns zum Frühstück gönnen wollten, und was natürlich ausverkauft ist. Bis hin zu größeren Enttäuschungen wie in der Liebe oder im Beruf, wenn sich ein Mensch, den wir mögen, vor unseren Augen in einen Dussel verwandelt. Wir sind enttäuscht, weil die Lieblingsschuhe kaputt sind, Mutti uns dick nennt oder die von uns gewählten Politiker Mist bauen. Immer, wenn wir Erwartungen haben, und diese nicht in unserem Sinne erfüllt werden, stellt sich ein Konglomerat an Gefühlen ein: Wut, Trauer, Verletzung, Hilflosigkeit, kurzum Enttäuschung. Doch wieso erwarten wir überhaupt Dinge? Und ist es nicht besser, nichts zu erwarten? Warum sind wir trotzdem enttäuscht? Wie können wir mit Enttäuschungen umgehen? Wir wünschen Euch eine schöne Woche und freuen uns über Eure Kommentare! Annika+Tilly

Feb 11, 202455 min

Ep 255Folge 246: Scham

Der Dramatiker und Marxist Bertolt Brecht (1898-1956) hat einmal gesagt: "Vielleicht ist der Mensch nie so sehr Mensch wie in dem Moment, wo er sagt: Ich schäme mich." Scham ist eine zutiefst menschliche Emotion, die wir als Kinder in dem Moment anfangen zu entwickeln, in dem wir andere Menschen und deren Gefühle wahrnehmen. Das fängt ungefähr mit zwei bis drei Jahren an. Erst wenn wir uns empathisch in andere Menschen hineinversetzen können, können wir uns selber auch wahrnehmen und Momente der Scham empfinden. Weil wir feststellen, dass wir vielleicht den Ansprüchen einer anderen Person nicht genügen - und diese Ansprüche auch bei uns anlegen. Das wird besonders dann untermauert, wenn uns gesagt wird, wir seien zu doof oder zu dick oder Ähnliches… Jeder kennt diese Momente, in denen wir daneben liegen oder Fehler begehen, und die wir dann selber als fürchterlich empfinden. Wir schämen uns. Oftmals wird dies von anderen aber gar nicht wahrgenommen beziehungsweise der Grund für unsere Scham erschließt sich anderen gar nicht. Daran sieht man, wie individuell und abhängig von der eigenen Geschichte und den eigenen Erfahrungen das Gefühl „Scham“ ist. Wir schämen uns aber auch für andere. Egal, ob als Kind für den ausgelassenen singenden Vater mitten im Supermarkt oder für irgendeinen fremdgehenden Reality-Star: Wir stellen uns vor, wir wären in dieser Situation – und prompt setzt des Fremdschämen ein. Doch wie entwickelt sich Scham genau? Und wofür ist sie gut? Können wir etwas dagegen tun? Gibt es auch zuviel oder toxische Scham? Schreibt uns gerne in die Kommentare, welche Situationen Ihr mit "Scham" verbindet. Und nächste Woche hören wir uns zum Thema "Maskierungen"… Ho, Narro! Annika und Tilly

Feb 4, 202456 min

Ep 234Folge 245: Gegen die Angst

Kriege, Krisen, Wirtschaftsprobleme, Streiks, ein allgemeiner Rechtsruck – es gibt vieles, was im Moment die Angst schürt. Umso schöner, dass sich so viele Menschen zusammenschließen, um beispielsweise gegen rechtsradikal zu protestieren. Und zwar viel mehr Menschen, als eigentlich gedacht. Das macht Mut und zeigt, dass man gemeinsam gegen Angstgefühle angehen kann. Du bist nicht allein! Doch warum entwickeln wir Ängste? Wie behindern sie uns? Und wann sollten wir etwas dagegen unternehmen? Was können wir unternehmen? Und warum ist es so wichtig, gegen Angst anzugehen? Mahatma Gandhi hat gesagt: „Wenn Du etwas wagst, wächst Dein Mut. Wenn Du zögerst, Deine Angst.“ Und: „Angst beginnt im Kopf. Mut auch.“ Es ist also letztendlich unsere Entscheidung, ob wir aktiv gegen unsere Ängste angehen oder uns davor kleinmachen und immer verängstigter weden. Sich den eigenen Ängsten zu stellen, ist eine riesige Herausforderung und wenn man es geschafft hat, ein riesiges Erfolgserlebnis sowie eine Zusatzportion Selbstbewusstsein, mit dem man die nächste Hürde etwas einfacher packen kann. „Der Weg aus der Angst führt durch die Angst.“ Wir wünschen Euch viel Erfolg bei jeglicher Form der Angstbekämpfung! Annika und Michael #coaching #psychology #Selbstfürsorge #emotion #psychotherapie #resilienz #mindset #therapie #psychologicalsafety #psychologenbeimfrühstück #angst #gewalt #meditation #health #liebe #Selbstwert #sicherheit

Jan 28, 202454 min

Ep 254Folge 244: "NO STRUGGLE, NO PROGRESS!"

Tilly ist frisch aus Los Angeles zurück und hat ausser einem Jetlag auch noch ein wunderbares Zitat von Frederick Douglass, einem schwarzen amerikanischen Reformer, Abolitionisten und Staatsmann in Form eines Fotos mitgebracht: "If there is no struggle, there is no progress!" Mit diesem Satz fing Douglass 1857 seine berühmte Rede an und verwies darauf, dass man keine Freiheit ohne Agieren erreicht, genauso wenig wie ein Samen nicht wächst, wenn man ihn nicht in den Boden setzt. Der ehemalige Sklave Douglass kämpfte leidenschaftlich gegen den Sklavenhandel, für die Freiheit und die Gleichberechtigung. Das Zitat brachte uns auf unser heutiges Thema: Warum suchen so viele Menschen mit vermeintlichen Abkürzungen den Erfolg? Ob schnell mal "Superstar" werden, durch die Superspritze in Nullkommanix erschlanken oder potentielle Partner ruckzuck per swipe sortieren: möglichst schnell, möglichst effektiv und alles sofort. Wir leben in einer Zeit der Abkürzungen, für etwas kämpfen scheint immer unattraktiver zu werden. WIR MÖCHTEN DEN ERFOLG, ABER BITTE NICHT SOVIEL ARBEIT DAMIT… Persönliche und berufliche Weiterentwicklung und damit ein eventueller Erfolg ist aber immer mit einem Weg voller Leidenschaft, Mühen und Opferbereitschaft verbunden. Erst dann ist ein Erfolg für uns wertvoll und wir haben ein wirkliches Erfolgserlebnis. Erst wenn wir für etwas kämpfen, merken wir, dass es uns etwas wert ist. Schreibt uns in die Kommentare, wofür Ihr kämpft und was Ihr von Abkürzungen haltet. Wir freuen uns über jeden post! Annika + Michael

Jan 21, 202455 min

Ep 253Folge 243: Noch mehr Sekundenglück...

Wir hatten in der letzten Woche jede Menge Sekundenglück! Denn Eure vielen tollen Kommentare zur letzten Folge "Sekundenglück" waren so wichtig und inspirierend für uns, dass wir daraus glatt noch eine weitere Stunde Frühstücksschnacken gebastelt haben. Unter anderem fragte Bernd uns: "Wie kann ich glücklich sein, wenn es anderen Menschen so schlecht geht? Wie soll ich damit zurecht kommen?" Eine Superfrage, die uns bestimmt momentan alle umtreibt angesichts von Krisen und Kriegen. Und Bibi schrieb uns: "Das war eine ganz tolle Sendung! Und ich habe öfter dieses Sekundenglück. Ich bin in einem Kirchenchor, auch wenn ich nicht besonders oder tief gläubig bin. Aber der Moment, wenn wir Aufführung haben oder für den Gottesdienst im Dom singen, ist einfach wunderschön. Dann erlebe ich wirkliches Sekundenglück." Genau das findet Annika auch - in der Kirche singen hat sie schon als Kleinkind geliebt! Und damit hatte Bibi uns auf die Idee gebracht, Annikas Mutter Renate anzurufen und sie zu bitten, uns eine reizende Geschichte über die damals 3jährige Annika im Singemodus vorzulesen, die Renate geschrieben hat. Danke Renate, dass Du mitgemacht hast. Also wünschen wir Euch viel Spaß und weitere Erkenntnisse rund um das Thema "Sekundenglück". Das Wichtigste: Aufmerksam bleiben, damit Ihr nicht an solchen Momenten vorbeigeht. Bis nächsten Sonntag, Annika + Tilly

Jan 14, 202442 min

Ep 252Folge 242: Sekundenglück

"Und du denkst, dein Herz schwappt dir über. Fühlst dich vom Sentiment überschwemmt. Es sind die einzigartigen tausendstel Momente – das ist, was man Sekundenglück nennt" Wie in dem Lied „Sekundenglück“ von Herbert Grönemeyer geht es heute bei uns um diese wertvollen kleinen Momente grossen Glücksempfindens, die wir plötzlich und unerwartet bei unverhofften Kleinigkeiten empfinden. Wie es Heidi Liste auf der Seite Carpediem.life (https://www.carpediem.life/a/sekundenglueck-was-ist-das) formuliert: "Ein lauer Nachmittag. Ich sitze auf einer Bank in einem Park in Wien, ein Buch in der Hand. Es ist sehr warm, ich habe mir die Schuhe ausgezogen. Meine beiden Buben sitzen an einem Teich. Sie lachen viel und flüstern sich kleine Anweisungen zu. Sie bauen Labyrinthe aus Kies. Sie haben vor, kleine Fische zu trainieren. Beiden ist die maßlose Sinnlosigkeit des Unterfangens bewusst, aber es macht ihnen einfach Spaß, der Idee nachzugehen. Einmal lachen sie besonders laut auf. Ich sehe, wie der Große den Kleinen umarmt. Ihre Haut glänzt golden in dem schönen Licht. Und da fühle ich es: das Sekundenglück. Es ist ein Moment, den ich nicht vergessen werde. So schön, dass er wohl ewig nachhallen wird." Wie wichtig sind solche Momente wirklich? Helfen uns solche kleinen Augenblicke angesichts großer Krisen und Katastrophen? Wie komme ich ans Sekundenglück? Und suchen wir nicht alle eher das große Glück? Darüber und noch mehr reden wir in unserer ersten Folge im neuen Jahr. Und wir freuen uns über Eure Sekundenglück-Momente. Schreibt sie uns gerne in die Kommentare. Euch allen ein schönes 2024! Annika und Michael

Jan 7, 202453 min

Ep 251Folge 241: 2023 - 2024

Das alte Jahr ist hin, hoch lebe das neue! Aber wie war das letzte Jahr für uns in Deutschland – und wie für jeden von uns persönlich? Und interessant: Was war psychologisch los bei uns? Welches waren unsere wichtigsten Themen? Für Tilly war es sein neuer Job als Betriebspsychologe und die Frage nach der psychologischen Sicherheit. Für Annika - nach Krankheiten und diversen Krankenhausaufenthalten - war unsere neue Mitarbeiterin Christin das Highlight und die damit verbundene Menge Spaß und Normalität. Aber auch die Frage nach der Rolle der Frau gab Annika große Rätsel auf: Männliche Aggressoren gab es auch 2023 wieder reichlich in der Weltpolitik - und immer wieder sah man viele Kinder und Frauen als Opfer. Was für eine Diskrepanz! In der Politik entdeckt man auch in unserem Staat hauptsächlich männliche Entscheider. Wo sind die Frauen? Was ist mit unserer vielgeprisenen Emanzipation passiert? Nach so vielen Rückbetrachtungen stellen sich natürlich auch Fragen wie: Was bringt das neue Jahr? Was können wir an Erkenntnissen mit ins neue Jahr hinübernehmen? Wir wünschen Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und für 2024 nur das Beste! Annika und Tilly

Dec 31, 202352 min

Ep 250Folge 240: Der Rudolph - Effekt

Wir wünsche Euch einen entspannten heiligen Abend und schöne Weihnachten! Ja, wir waren kreativ: Wir haben einem psychologischen Phänomen einen Namen gegeben! Weihnachten ohne Rudolph, dem Ren(n)tier, ist für uns undenkbar. Deswegen widmen wir ihm in dieser Folge ein Ständchen - und Annika hat nach ihm den "Rudolph - Effekt" benannt: Eine individuelle Eigenheit, die auf den ersten Blick nicht gruppenkonform ist, aber unter bestimmten Bedingungen einzigartig und voranbringend ist. Rudolph wurde ja zuerst von seinen Kumpeln wegen seiner roten Nase ausgelacht und gemieden. Bis der Weihnachtsmann kam und die Vorteile der leuchtenden Nase sah: Sicher durch den Nebel fliegen zu können. So durfte Rudolph den Schlitten anführen - und plötzlich akzeptierten ihn die anderen. Auf uns Menschen übertragen: Finde heraus, was Dich einzigartig macht, denn diese Einzigartigkeit kann Dich im Leben durchaus voranbringen.Warum fällt uns das aber so schwer? Warum wollen wir oftmals lieber einfach nur dazu gehören? Wer kann uns helfen, unsere Besonderheiten zu entdecken und zu kultivieren? Das und noch viel mehr (wie Annikas Lieblings-Weihnachtsmannwitze) hört Ihr in dieser Weihnachtsfolge. Hohoho, Annika und Tilly.

Dec 24, 202352 min