
Politik mit Anne Will
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Wann macht Politik keinen Spaß mehr? Live-Folge mit Hazel Brugger und Kevin Kühnert
Wir sind live! Die erste Ausgabe von „Politik mit Anne Will“ vor Publikum in Köln – und das ist etwas ganz Besonderes für uns. Zu Gast sind die Komikerin Hazel Brugger und der ehemalige SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert. Mit den beiden Ausnahmetalenten diskutiert Anne Will die Frage, ab wann Politik eigentlich keinen Spaß mehr macht – und woran das liegt? Was kann Comedy in einem verhärteten Diskurs ausrichten? Und was tut man, wenn man keine Kraft mehr hat für die eigene Arbeit? Wir blicken zurück zu Kevin Kühnerts Anfängen bei den Jusos und erfahren, warum das eigentlich seine beste Zeit in der Politik war. Außerdem hören wir, wie Hazel ihr Praktikum bei der SPD gefallen hat und warum sie froh war, als es dann wieder vorbei war. Und die beiden sprechen mit Anne Will über persönliche Grenzen, wann der Spaß aufhört und wie man nach Tiefpunkten weitermacht. Zum Schluss gibt es Fragen aus dem Publikum. Redaktionsschluss für diese Folge war der 01.10.2025, 19 Uhr. Noch mehr Live-Termine: 8.10. Hamburg 13.10. Berlin 12.11. Leipzig Tickets: https://tix.to/Politik-mit-Anne-Will-Podcast-Live-2025 ZEIT - »Am Ende war da ein Gefühl von absoluter Vergeblichkeit«, 24.04.2025 https://www.zeit.de/2025/17/kevin-kuehnert-rueckzug-politik-spd-karriere/seite-3 Deutschlandfunk - Brief des SPD-Generalsekretärs: Kühnerts Rücktrittsbegründung im Wortlaut, 07.10.2024 https://www.deutschlandfunk.de/brief-des-spd-generalsekretaers-kuehnerts-ruecktrittsbegruendung-im-wortlaut-100.html Kevin Kühnert bei “Till Tonight”, 14.8.2025 https://www.youtube.com/watch?v=SOtcaEHqKuw New York Times - Trump Administration Wields Its Full Toolbox to Bring Media to Heel https://www.nytimes.com/2025/09/18/business/media/trump-kimmel-cancel-culture-free-speech.html?searchResultPosition=15 ZDF heute show - Hazel Brugger macht ein Praktikum beim SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil, 6.12.2019 https://www.youtube.com/watch?v=-cFxAw4YCcY Impressum: Redaktion: Gina Enslin und Melisa Gürleyen Executive Producerin: Marie Schiller Produktion vor Ort: Thomas Spitzer, Viel Spaß GmbH Live-Produktion: All Artists Agency Postproduktion: Lukas Hambach und Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Wird der Rechtsstaat zur Kampfzone? Mit Frauke Brosius-Gersdorf
TOUR: Politik mit Anne Will geht auf Live-Tour - jetzt Tickets sichern: https://tix.to/Politik-mit-Anne-Will-Podcast-Live-2025 1.10. Köln 8.10. Hamburg 13.10. Berlin 12.11. Leipzig In dieser besonderen Folge spricht Prof. Dr. Frauke Brosius-Gersdorf – Juristin, Professorin für Öffentliches Recht mit Anne Will über ihre geplatzte Wahl zur Verfassungsrichterin. Denn obwohl sie sich bereits in der Jurist:innenwelt einen exzellenten Ruf erarbeitet hat, scheiterte ihre Wahl zur Verfassungsrichterin überraschend. Im Interview spricht Frauke Brosius-Gersdorf ausführlich über die Hintergründe der geplatzten Wahl – über parteipolitische Machtspiele, fehlende Transparenz und den Umgang mit einer bewusst platzierten Kampagne gegen sie. Wie geht sie persönlich mit all dem um? Was sagt der Vorgang über den Zustand der politischen Kultur in Deutschland aus? Und wie politisch darf die Wahl für das höchste deutsche Gericht überhaupt sein? Ein offenes, reflektiertes und stellenweise auch kritisches Gespräch über Macht, Recht und den Preis von Haltung. WICHTIGE QUELLEN: ZEIT, Und was, wenn sie wieder scheitern?, 25.09.2025 Spiegel, »Nichts ist gefährlicher als schwache Richter, denn sie werden ideologische Richter« (Interview), 13.09.25 SZ, Ein Drehbuch namens Backlash, 18.07.25 Focus, Chronologie: Von Hinterzimmer-Streit bis zum Debakel: So lief der Krimi um die Richter-Wahl, 12.07.25 NTV, Die Erklärung von Frauke Brosius-Gersdorf im Wortlaut, 15.07.25 Deutschlandfunk, “Verzicht auf Wahl als Richterin des Bundesverfassungsgerichts“, 07.08.25 WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill Sie möchten Werbung in unserem Podcast schalten? Dann schreiben Sie eine Mail an: [email protected] IMPRESSUM Redaktion: Marie Schiller, Florian Barnikel Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Lukas Hambach, Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Wie hängen Politik und Angst zusammen? Mit Michael Roth
Michael Roth war fast 27 Jahre lang SPD-Abgeordneter, Staatsminister für Europa und zuletzt Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses. Dann fasste er den Entschluss, aus der Politik auszuscheiden. Die Politik hatte ihn ausgebrannt. Über seine Zeit in der Politik und seine psychische Erkrankung hat er nun ein Buch geschrieben: „Zonen der Angst“. Darin spricht er offen über Selbstzweifel, psychische Krisen und den Umgang mit Angst in der Politik. Im Gespräch mit Anne Will erzählt Roth, warum ihn gerade die Auseinandersetzung um die richtige Ukraine-Politik in seiner Partei isolierte – und wie die Kritik aus den eigenen Reihen seine Krankheit verschärfte. Gemeinsam diskutieren sie, welche Rolle Angst in internationalen Krisen spielt: Wie reagiert die NATO auf russische Provokationen im Luftraum? Wie kann die Politik auf die Angst vieler Menschen vor einem Dritten Weltkrieg eingehen, ohne Putins Drohkulissen nachzugeben? Kann man Putins Machtpolitik überhaupt ohne Angst begegnen? Und wie sehr bestimmt Angst heute – in Moskau, Washington, Berlin – die Handlungsfähigkeit von Demokratien? Der Redaktionsschluss für diese Folge war Dienstag, der 23. September 2025 um 16 Uhr. TOUR: Politik mit Anne Will geht auf Live-Tour - jetzt Tickets sichern: https://tix.to/Politik-mit-Anne-Will-Podcast-Live-2025 1.10. Köln 8.10. Hamburg 13.10. Berlin 12.11. Leipzig WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill Sie möchten Werbung in unserem Podcast schalten? Dann schreiben Sie eine Mail an: [email protected] WICHTIGE QUELLEN: ZEIT, Einfach abschießen?, 21.09.25 ZEIT, Sie sind nicht mehr auf Trump angewiesen, 22.09.25 SZ, Die Angst regiert mit, 05.09.25 Süddeutsche Zeitung, Im Kühlschrank der Macht, 21.09.25 ZEIT, Alle kämpfen gegen alle – wir zwei nicht mehr, 18.09.25 Buch: Roth, Michael - Zonen der Angst. Über Leben und Leidenschaft in der Politik. C.H. Beck-Verlag IMPRESSUM Redaktion: Florian Barnikel Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Lukas Hambach, Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Wie verändert der Mord an Charlie Kirk die USA? Mit Jörg Lau
Der Mord an dem rechten Politaktivisten und Podcaster Charlie Kirk, der bei einer Veranstaltung an der Utah Valley University auf offener Bühne erschossen wurde, hat die USA erschüttert. Jörg Lau, außenpolitischer Korrespondent bei der ZEIT, schreibt, Kirk sei die wohl “einflussreichste politische Persönlichkeit ohne Amt” in den USA gewesen. Was Charlie Kirks politisches Wirken ausgemacht hat, darüber sprechen Anne Will und Jörg Lau in dieser Folge. Wie wirkt sich der Mord an Charlie Kirk auf die politische Situation in den USA aus? Welche Rolle spielt das Attentat für die fortschreitende Polarisierung und die Aushöhlung demokratischer Institutionen? Nach dem Mord an Charlie Kirk hat sich das Schlagwort “Bürgerkrieg” auf der Plattform X verzehnfacht. Jörg Lau sieht die Gefahr jedoch eher in der schleichenden Zerstörung des Systems von innen heraus. Seit vergangener Woche instrumentalisiert die Trump-Regierung den Mord, um die “radikale woke Linke” noch stärker als Feindbild aufzubauen. Und, so Jörg Lau, die Trump-Administration strebe eine Gleichschaltung der Medien an. Der Sender ABC nahm diese Woche den Late-Night-Talker Jimmy Kimmel aus dem Programm, nachdem dieser eine Bemerkung über den Attentäter machte, die den Mörder dem MAGA-Lager rund um Präsident Trump zuordnete. Zudem hat Trump diese Woche die New York Times auf 15 Milliarden Dollar verklagt und die US-Regierung plant, Arbeitsvisa für ausländische Journalisten auf 240 Tage zu beschränken. Wie viel Meinungsfreiheit wird es in den USA künftig unter Trump noch geben? Der Redaktionsschluss für diese Folge war Freitag, 19.9.2025 um 14:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill Sie möchten Werbung in unserem Podcast schalten? Dann schreiben Sie eine Mail an: [email protected] TOUR: Politik mit Anne Will geht auf Live-Tour - jetzt Tickets sichern: https://tix.to/Politik-mit-Anne-Will-Podcast-Live-2025 1.10. Köln 8.10. Hamburg 13.10. Berlin 12.11. Leipzig WICHTIGE QUELLEN: ZEIT: Wer war Charlie Kirk?, 17.9.2025 Deutschlandfunk: Interview mit Michael Werz, Soziologe, zu US-Polarisierung und Pressefreiheit, 17.9.2025 Spiegel: US-Sender setzt "Jimmy Kimmel Live" wegen Aussagen zu Kirk-Attentäter vorerst ab, 18.9.2025 Süddeutsche: „Ich war das gestern“ - Chatnachrichten belasten Beschuldigten schwer, 17.9.2025 WELT: BUNDESTAG: Alice Weidel attackiert Merz! "Sie riskieren einen unkontrollierbaren Weltkrieg!", 17.9.2025 The White House: President Trump Delivers Remarks on Charlie Kirk, 11.9.2025 ZEIT: Der perfekte Sündenbock?, 16.9.2025 11Alive: Gov. Spencer Cox Full Statement: “Political Assassination” of Charlie Kirk, 12.9.2025 IMPRESSUM Redaktion: Gina Enslin, Felix Schlagwein Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Lukas Hambach, Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Haben die Grünen ihre besten Zeiten hinter sich? Mit Felix Banaszak
Bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen hat die AfD ihr Ergebnis fast verdreifachen können, geht in drei Städten sogar in die Stichwahl um das Oberbürgermeisteramt. Die Grünen hingegen verlieren deutlich, fallen von 20 auf 13,5 Prozent. Bundesweit steht die Partei aktuell noch schlechter da. Kurz nach der Wahl in NRW beklagte der Grünen-Bundesvorsitzende Felix Banaszak, Kernthemen der Grünen, wie Klima- und Umweltschutz entsprächen nicht mehr dem "Zeitgeist". Doch welche Antworten hat er darauf? Im Gespräch mit Felix Banaszak will Anne Will genau das herausfinden. Wollen die Grünen in Zukunft einen anderen Umgang mit Migration, eines der entscheidenden Themen bei der NRW-Kommunalwahl? Man müsse Probleme bei Migration und Integration klarer benennen, sagt Banaszak: "Die Tabuisierung dieser Debatten in Teilen progressiver Milieus ist ein Teil des Problems und diesen Fehler will ich nicht wiederholen." Allerdings sei die Lösung nicht, sich bei dem Thema von der AfD treiben zu lassen. Man müsse stattdessen das eigene Profil schärfen. Abseits der Klimapolitik sei etwa bezahlbarer Wohnraum ein wichtiges Thema für die Grünen, gerade in den Großstädten, wo sie teilweise noch viel Zuspruch erfahren. Damit habe es die Oberbürgermeisterkandidatin der Grünen in Düsseldorf in die Stichwahl geschafft. Außerdem spricht Anne Will mit Felix Banaszak in dieser Folge über dessen Heimatstadt Duisburg, über die Haltung der Grünen zu einem AfD-Verbot und die Macht seiner Partei als Oppositionspartei im Bundestag. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Dienstag, 16.9.2025 um 13:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill Sie möchten Werbung in unserem Podcast schalten? Dann schreiben Sie eine Mail an: [email protected] TOUR: Politik mit Anne Will geht auf Live-Tour - jetzt Tickets sichern!: 1.10. Köln 8.10. Hamburg 13.10. Berlin 12.11. Leipzig WICHTIGE QUELLEN: WDR, Ergebnisse der NRW-Kommunalwahl, 15.9.2025 t-online, Kommunalwahl in NRW: Das trieb die Wähler um, 15.9.2025 Die Zeit, Grüne zur NRW-Kommunalwahl: Und kaum wer hört zu, 8.9.2025 Der Spiegel, Ein Fleckchen Grün, 15.9.2025 Die Zeit, Kommunalwahl in NRW: Was ist der Plan?, 15.9.2025 Spiegel, Einladung der Grünen: Spahn will nicht an Beratungen über AfD-Verbotsverfahren teilnehmen, 11.9.2025 Süddeutsche, Grüne und Linke verärgert wegen neuer Richterwahl, 11.9.2025 IMPRESSUM Redaktion: Gina Enslin, Felix Schlagwein Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Lukas Hambach, Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Wie ist der Kollaps des Sozialstaats noch zu verhindern? Mit Monika Schnitzer
Es sollte wohl einige Wachrütteln in der Bevölkerung und in der Regierung: Monika Schnitzer, die Vorsitzende der sogenannten Wirtschaftsweisen, sprach von einem drohenden “Kollaps” der Sozialsysteme. Wie kommt sie zu dieser Schlussfolgerung? Und wie ließe sich der Kollaps noch abwenden? Die Aussagen der Expertin kommen in einer Zeit, die von der Bundesregierung als “Herbst der Reformen” ausgerufen wurde. Doch die Vorzeichen sind schlecht. Im Spätsommer verhakt sich die Koalition in öffentlichem Streit. Ist das eine Arbeitsgrundlage für nötige Reformdebatten? Dass Veränderungen nötig sind, das geben die Beteiligten zu. Im Haushalt fehlen bis 2027 rund 30 Milliarden Euro. Die sozialen Sicherungssysteme sind unterfinanziert, der Staat muss immer öfter einspringen. Der demographische Wandel wird das Problem noch verschärfen. Doch wo soll angesetzt werden? Ist es wirklich beim Bürgergeld, wie die Union es fordert? Sind Maßnahmen wie die Ausweitung der Mütterrente oder die Ausweitung der Pendlerpauschale gerade wirklich sinnvoll? Monika Schnitzer geht mit der Regierung hart ins Gericht und erklärt im Gespräch mit Anne Will außerdem, welche Alternativen es beispielsweise beim Rentensystem gäbe und nebenbei auch, ob sie die Bezeichnung“Wirtschaftsweise” eigentlich mag. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 10.9.2025 um 20:00 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill Sie möchten Werbung in unserem Podcast schalten? Dann schreiben Sie eine Mail an: [email protected] TOUR: Politik mit Anne Will geht auf Live-Tour - jetzt Tickets sichern! 1.10. Köln 8.10. Hamburg 13.10. Berlin 12.11. Leipzig WICHTIGE QUELLEN: RND: Wirtschaftsweise Schnitzer zur Pflege: „Wenn die Regierung nichts tut, wird der Kollaps unweigerlich kommen“, 25.08.2025 ZDF: Die Wahrheit über unsere Rente mit Jochen Breyer, 14.01.2025 NDR: Taugt Schweden als Vorbild bei der Rente?, 09.01.2025 Spiegel Online: Ist der deutsche Sozialstaat wirklich unbezahlbar geworden?, 28.08.2025 bild.de: Will Merz beim Sozialstaat doch nicht sparen?, 05.09.2025 Infratest Dimap: ARD-DeutschlandTREND September, 03.09.2025 tagesschau.de: "Herbst der Reformen" Was Schwarz-Rot jetzt anpacken will, 03.09.2025 IMPRESSUM Redaktion: Sven Knobloch Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Lukas Hambach, Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Wohin führt der Streit ums Bürgergeld? Mit Andreas Bovenschulte (SPD)
Es sollte der “Herbst der Reformen” werden. Doch die Vorzeichen sind schlecht. Im Spätsommer verhakt sich die Koalition in öffentlichem Streit. Bundeskanzler Merz behauptet, der Sozialstaat sei in seiner jetzigen Form nicht mehr finanzierbar. SPD-Chefin Bas kontert und bezeichnet das als “Bullshit”. Ist das eine Arbeitsgrundlage für nötige Reformdebatten in der Regierung? Dass Veränderungen nötig sind, das geben die Beteiligten zu. Im Haushalt fehlen bis 2027 rund 30 Milliarden Euro. Die sozialen Sicherungssysteme sind unterfinanziert, der Staat muss immer öfter einspringen. Doch wo soll angesetzt werden? Ist es wirklich beim Bürgergeld, wie die Union es fordert? Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) hält das für eine Stellvertreterdiskussion, bei der die Schwächsten in den Fokus genommen würden. Er will den Sozialstaat “mit Klauen und Zähnen verteidigen”. Wohin führt der Streit ums Bürgergeld? Das diskutiert Anne Will mit ihrem Gast in dieser Folge. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Dienstag, 9.9.2025 um 15:00 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill Sie möchten Werbung in unserem Podcast schalten? Dann schreiben Sie eine Mail an: [email protected] TOUR: Politik mit Anne Will geht auf Live-Tour - jetzt Tickets sichern! 1.10. Köln 8.10. Hamburg 13.10. Berlin 12.11. Leipzig WICHTIGE QUELLEN: FAZ: Die SPD könnte sogar der CDU den Rang ablaufen, 08.09.2025 Spiegel Online: Ist der deutsche Sozialstaat wirklich unbezahlbar geworden?, 28.08.2025 bild.de: Will Merz beim Sozialstaat doch nicht sparen?, 05.09.2025 Infratest Dimap: ARD-DeutschlandTREND September, 03.09.2025 Gillamoos 2025 der Bayern-SPD, 08.09.2025 tagesschau.de: "Herbst der Reformen" Was Schwarz-Rot jetzt anpacken will, 03.09.2025 IMPRESSUM Redaktion: Sven Knobloch, Felix Schlagwein Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Lukas Hambach, Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Kann man Putin zum Frieden zwingen? Mit Nicole Deitelhoff
Zur Frage, wie Frieden in der Ukraine erreicht werden kann, fanden im August gleich zwei wichtige Treffen statt: In Alaska trafen Donald Trump und Wladimir Putin aufeinander. Kurz darauf besprachen sich in Washington Trump und Selenskyj, der von EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen, Bundeskanzler Friedrich Merz und weiteren europäischen Spitzenpolitikern begleitet wurde. Doch was wurde bei diesen Terminen tatsächlich erreicht – und bringt das die Ukraine einem Frieden wirklich näher? Darüber spricht Anne Will in dieser Folge mit Nicole Deitelhoff. Sie ist Friedens- und Konfliktforscherin am PRIF - Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung und Professorin an der Goethe-Universität Frankfurt. Deitelhoff sagt, es habe sich in den vergangenen Wochen tatsächlich etwas getan: Trump habe angefangen zu verstehen, dass Putin ihn nicht ernst nehme. Durch diesen “Lernerfolg” könnten die Europäerinnen und Europäer nun darauf hoffen, dass die USA ihnen zukünftig wieder stärker den Rücken decken. Gemeinsam blicken Anne Will und Nicole Deitelhoff auf Trumps überraschende Zusagen für Sicherheitsgarantien und die realistischen Szenarien für ein Ende des Krieges. Kann man Putin überhaupt zu einem Treffen mit Selenskyj bewegen – und perspektivisch zu einem Frieden? Braucht es erst einen Waffenstillstand, bevor ernsthaft verhandelt werden kann? Und welche Sicherheitsgarantien wären belastbar? Sie sprechen außerdem über die Rolle von China und Indien und über die Frage: Steht Putin unter Druck? Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 3.9.2025 um 15:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill TOUR: Politik mit Anne Will geht auf Live-Tour - jetzt Tickets sichern: https://tix.to/Politik-mit-Anne-Will-Podcast-Live-2025 1.10. Köln 8.10. Hamburg 13.10. Berlin (verschoben vom 11.6.) 12.11. Leipzig WICHTIGE QUELLEN: BR: Kein Putin-Selenskyj-Treffen: Analyse eines Missverständnisses; 29.08.2025 Phoenix: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) trifft Karin Keller-Sutter, Bundespräsidentin Schweiz, 02.09.2025 SPIEGEL: Wie Putin sich einen Frieden in der Ukraine ausmalt, 17.08.2025 SPIEGEL: “Trumps Friedensinitiative hat eine Menge bewegt”, 31.08.25 Süddeutsche: Trump erhöht die Zölle, Indien bleibt stur, 29.08.25 Tagesspiegel: Was brachte der Alaska-Gipfel? Putin drückt sich vor Treffen mit Selenskyj – und doch war nicht alles umsonst, 31.8.2025 Tagesschau: Viele Sanktionen - aber welche Wirkung?, 30.08.2025 Tagesschau: Was der Ukraine-Gipfel gebracht hat - und was nicht, 19.08.2025 ZDF: Merz im ZDF-Sommerinterview über Koalitionsfrieden, Steuern und den Krieg in der Ukraine, 31.08.2025 ZDF: Nicole Deitelhoff im Heute Journal, 19.8.2025 IMPRESSUM Redaktion: Gina Enslin, Florian Barnikel Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Lukas Hambach, Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Wehrdienst und Friedenssicherung: Wozu ist Deutschland bereit? Mit Georg Ismar
Anfang dieser Woche waren die Fraktionschefs von Union und SPD, Jens Spahn und Matthias Miersch, in der Ukraine. Sie besuchten den Schauplatz russischer Kriegsverbrechen in Butscha und trafen den ukrainischen Präsidenten. Georg Ismar, politischer Korrespondent der Süddeutschen Zeitung, war bei der Reise dabei. Er sieht in ihr auch ein innenpolitisches Signal, das Einigkeit beim Thema Ukrainehilfen zeigen soll. In dieser Folge berichtet Ismar, worüber unterwegs gesprochen wurde und wie viel Unterstützung Deutschland der Ukraine in Zukunft zusichern könnte. Anne Will und Georg Ismar sprechen außerdem über das neue Wehrdienstgesetz. Derzeit hat die Bundeswehr rund 180.000 Soldatinnen und Soldaten. Diese Zahl soll auf 260.000 anwachsen, zudem braucht es eine viel größere Reserve als bisher, denn die NATO hat die Anforderungen an ihre Mitgliedsstaaten erhöht. Die schwarz-rote Koalition hat sich nun vergangene Woche auf einen Entwurf für das geplante Wehrdienstgesetz verständigt. Das Gesetz setzt auf Freiwilligkeit, wie Verteidigungsminister Boris Pistorius von der SPD betont. Aus der Union kommt Kritik, zum Beispiel von CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen: “Es fehlt an jeder Zahl und an jeder Frist, was wann zu erreichen ist, so dass Maßnahmen ergriffen werden können, wenn man die Ziele verfehlt.” Hat Schwarz-Rot hier nur einen “vermurksten Kompromiss” gefunden, wie Katharina Dröge von den Grünen bemängelt? Und ist die deutsche Gesellschaft bereit für die Schritte, die das Gesetz ankündigt? Der Redaktionsschluss für diese Folge war Dienstag, 02.09.2025 um 16:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill TOUR: Politik mit Anne Will geht auf Live-Tour - jetzt Tickets sichern: https://tix.to/Politik-mit-Anne-Will-Podcast-Live-2025 1.10. Köln 8.10. Hamburg 13.10. Berlin (verschoben vom 11.6.) 12.11. Leipzig WICHTIGE QUELLEN: Süddeutsche: Union und SPD: Teambuilding in Kiew, 1.9.2025 Süddeutsche: Klingbeils Ukraine-Besuch: "Unsere Sicherheit wird hier verteidigt", 25.8.2025 Süddeutsche: Der neue Wehrdienst und die Rückkehr der Musterung, 27.8.2025 Financial Times: Europe has ‘pretty precise’ plan to send troops to Ukraine, von der Leyen says, 31.8.2025 Deutschlandfunk: Pistorius bekräftigt Ansatz der Freiwilligkeit, 27.8.2025 Deutschlandfunk: Schülervertreter sieht junge Menschen übergangen, 28.8.2025 Spiegel: So funktioniert der Wehrdienst in Schweden, 29.8.2025 Tagesschau: Was das neue Gesetz zum Wehrdienst vorsieht, 27.8.2025 Tagesspiegel: Umfrage zur deutschen Verteidigungspolitik: Mehrheit befürwortet Wehrpflicht – doch nur 16 Prozent würden kämpfen, 4.8.2025 IMPRESSUM Redaktion: Gina Enslin, Florian Barnikel Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Lukas Hambach, Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Wie macht man gute Witze über Politik? Mit Hazel Brugger
In dieser Sommerfolge unseres Podcasts begrüßen wir die wohl lustigste und reaktionsschnellste Frau Deutschlands: Hazel Brugger. Gemeinsam mit Anne Will spricht sie darüber, ob man Humor lernen kann. Wie sieht das Handwerkszeug dazu aus? Außerdem diskutieren wir, was es braucht, um gute Witze über Politik zu machen. Hazel Brugger verrät, wie sie sich auf Interviews mit Politikerinnen und Politikern vorbereitet hat – beispielsweise auf ihr großes Interview mit Angela Merkel im Jahr 2024. Außerdem verrät Hazel Brugger, was sie derzeit in den USA plant und woran sie arbeitet. Dort will sie im Herbst auf der Bühne stehen. Doch wie geht man dann mit dem „Elefanten im Raum“ – mit Donald Trump – um? Der Podcast macht nach dieser Folge eine kleine Pause und ist am 4. September mit neuen, aktuellen Folgen wieder zurück. Der Redaktionsschluss für diese Folge war am Freitag, dem 11. Juli um 9 Uhr. WERBUNG UND RABATTE https://linktr.ee/werbungannewill TOUR: Politik mit Anne Will geht auf Live-Tour - jetzt Tickets sichern: https://tix.to/Politik-mit-Anne-Will-Podcast-Live-2025 1.10. Köln 8.10. Hamburg 13.10. Berlin 12.11. Leipzig WICHTIGE QUELLEN: Schneekugeln selber machen – mit Hazel Brugger und Julia Klöckner | heute-show, 2018 Spiegel: »Warten Sie’s ab, ich werde den Eurovision Song Contest crashen«, 09.05.2025 Angela Merkel trifft Hazel Brugger, 2024 Podcast Hazel Thomas Hörerlebnis Tour-Termine Hazel Brugger IMPRESSUM Redaktion: Marie Schiller Producer: Lukas Hambach, Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Wie weckt man wieder Begeisterung für Politik? Mit Franz Müntefering
In dieser besonderen Folge unseres Politik-Podcasts spricht Anne Will mit einem der erfahrensten und einflussreichsten Politiker Deutschlands: Franz Müntefering. Mit seiner langjährigen politischen Laufbahn und seinem tiefgehenden Verständnis für gesellschaftliche und internationale Zusammenhänge teilt er seine Einschätzungen zu den drängendsten Themen unserer Zeit. Wir sprechen über die aktuellen Herausforderungen und Chancen für die SPD. Franz Müntefering gibt Einblicke in die strategische Ausrichtung der Partei, ihre Rolle in der deutschen Politik und die notwendigen Schritte, um wieder stärker zu werden. In einer Zeit wachsender politischer Spannungen und populistischer Bewegungen diskutieren wir die Gefahren für die demokratische Grundordnung. Franz Müntefering erläutert, welche Maßnahmen notwendig sind, um unsere demokratischen Werte zu schützen und die Gesellschaft widerstandsfähig zu machen. Der Krieg in der Ukraine hat weitreichende Auswirkungen auf Deutschland und die gesamte europäische Gemeinschaft. Unser Gast analysiert die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Konsequenzen und spricht über die Bedeutung einer gemeinsamen europäischen Verteidigung und Diplomatie. Auch die Herausforderungen des Älterwerdens ist ein zentrales Thema dieser Folge. Hilft kalt Duschen am Morgen und wie wird man 100 Jahre alt? Über den Gast: Franz Müntefering war unter anderem Vizekanzler, Vorsitzender der SPD und Bundesminister für Arbeit und Soziales. Seit fast 60 Jahren ist er Mitglied der Partei. Mit seiner langjährigen Erfahrung und seinem tiefgehenden politischen Verständnis bietet er wertvolle Perspektiven auf die aktuellen Entwicklungen, die Zukunft der Partei sowie auf gesellschaftliche und internationale Fragen. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Freitag, 4. Juli 2025 um 14:30 Uhr. Der Podcast macht eine kleine Sommerpause. Am 14. August kommt eine Folge mit Hazel Brugger. Und dann geht es ab dem 4. September mit aktuellen Folgen weiter. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill TOUR: Politik mit Anne Will geht auf Live-Tour - jetzt Tickets sichern: https://tix.to/Politik-mit-Anne-Will-Podcast-Live-2025 1.10. Köln 8.10. Hamburg 13.10. Berlin 12.11. Leipzig WICHTIGE QUELLEN: Wahlwerbespot SPD: Was Franz Müntefering über Friedrich Merz sagen möchte. 05.02.205 https://www.youtube.com/watch?v=cD-ReoOvw60 Spiegel, Erst die Partei, dann der Franz, 01.11.2005 https://www.spiegel.de/jahreschronik/a-388820.html Phoenix-IV nach dem SPD-Parteitag, 28.06.2025 https://www.youtube.com/watch?v=m7UPI24suyE SZ Magazin: »Ich wünsche mir, dass meine letzten Lebensjahre nicht so werden wie meine ersten«, 15.05.2025 https://sz-magazin.sueddeutsche.de/politik/muentefering-spd-demokratie-interview-95079 Buch: Nimm das Leben, wie es ist. Aber lass es nicht so. Januar 2024 https://dietz-verlag.de/isbn/9783801206727/Nimm-das-Leben-wie-es-ist-Aber-lass-es-nicht-so-Gedanken-Reime-Geschichten-Franz-Muentefering IMPRESSUM Redakteurin & Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Lukas Hambach, Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Wie wird unsere Gesellschaft resilienter? Mit Christina Berndt
Resiliente Menschen können besser mit Krisen und Veränderungen umgehen. Flexibilität, Offenheit und Kritikfähigkeit sind Eigenschaften, die dabei helfen, resilienter zu werden. Die Psychologie beschreibt Resilienz auf individueller Ebene und bezieht sich dabei zunächst auf den Umgang mit persönlichen Krisen wie Krankheit, Trennung oder Arbeitslosigkeit. Das Konzept lässt sich jedoch auch auf ganze Gesellschaften und Systeme übertragen, findet Christina Berndt, Wissenschaftsjournalistin bei der Süddeutschen Zeitung und promovierte Immunologin. Sie hat sich ausführlich mit Resilienz beschäftigt und einen Bestseller zum Thema geschrieben. Ihr neues Buch „Klimaresilienz“ ist Anfang dieses Jahres erschienen. Resilienz ist eine Strategie – und die kann man lernen, sagt Christina Berndt. Wie kann unsere Gesellschaft also resilienter werden? Wie hilft Resilienz uns dabei, als Gesellschaft mit Bedrohungen wie der Klimakrise, mit der zunehmenden gesellschaftlichen Polarisierung und mit politischen Rückschlägen umzugehen? Darüber sprechen Anne Will und Christina Berndt in dieser Folge. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Dienstag, der 22. Juli um 16 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill TOUR: Politik mit Anne Will geht auf Live-Tour - jetzt Tickets sichern: https://tix.to/Politik-mit-Anne-Will-Podcast-Live-2025 1.10. Köln 8.10. Hamburg 13.10. Berlin 12.11. Leipzig WICHTIGE QUELLEN: Christina Berndt: Resilienz - Das Geheimnis der psychischen Widerstandskraft, 2024 (Neuausgabe) Christina Berndt: Klimaresilienz - Was wir tun können, damit uns die Klimakrise nicht krank macht, 2025 ARD: Maischberger, 15.7.2025 Phoenix: Bundestag LIVE: u.a. Regierungsbefragung mit Kanzler Merz, 9.7.2025 rbb: Steinmeier: Menschen verunsichert - soziale Pflicht für mehr Zusammenhalt, 2.7.2025 Süddeutsche Zeitung: Ein Drehbuch namens Backlash, 18.7.2025 Süddeutsche Zeitung:“Die Energiewende ist mittlerweile unumkehrbar”, 20.7.2025 Tagesspiegel: Erklärung von Frauke Brosius-Gersdorf im Wortlaut, 15.7.2025 IMPRESSUM Redaktion: Gina Enslin Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Lukas Hambach, Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Wie geht gutes Zuhören? Mit Bernhard Pörksen
Wie wichtig Zuhören sein kann, zeigt sich auf bundespolitischer Ebene immer wieder. Diese Woche waren die Debatten rund um die Rechtsprofessorin Frauke Brosius-Gersdorf ein besonders gutes Beispiel dafür. Hätten Jens Spahn und Friedrich Merz genauer bei der Parteibasis hinhören können und sollen, um die Stimmung gegen Brosius-Gersdorf bei einigen in der Union besser einzuschätzen? Doch wie gelingt es überhaupt, gut zuzuhören – wirklich zuzuhören? Und können wir das in Zeiten, in denen Debatten hitzig geführt werden und die kollektive Aufmerksamkeitsspanne schrumpft? Über all das spricht Anne Will in der heutigen Folge mit ihrem Gast Bernhard Pörksen. Er ist Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen und Autor des Buches „Zuhören – Die Kunst, sich der Welt zu öffnen“. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch der 16. Juli um 20:00 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill TOUR: Politik mit Anne Will geht auf Live-Tour - jetzt Tickets sichern: https://tix.to/Politik-mit-Anne-Will-Podcast-Live-2025 1.10. Köln 8.10. Hamburg 13.10. Berlin 12.11. Leipzig WICHTIGE QUELLEN: ZDF, Markus Lanz vom 15.07.2025 DIE ZEIT, "Manchmal muss man Quatsch einfach Quatsch nennen", 03.04.2025 SRF Kultur, Sternstunde Philosophie: Bernhard Pörksen: «Wir hören, was wir fühlen», 10.02.2025 DIE ZEIT, "Wir brauchen das Lachen, auch im Krieg", 11.12.2022 Bernhard Pörksen, Zuhören – Die Kunst, sich der Welt zu öffnen, 2025 IMPRESSUM: Redaktion: Melisa Gürleyen Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Lukas Hambach, Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Verliert die Union die Kontrolle über sich? Mit Veit Medick
Die verpatzte Wahl der Bundesverfassungsrichterinnen und -richter sorgt kurz vor der Sommerpause noch einmal für Stress im Bundestag. Denn die Wahl ist nicht so gelaufen, wie sich die Union das vorgestellt hat – und ganz sicher nicht so, wie Jens Spahn davon ausgegangen ist. Bereits im Vorfeld gab es Unruhen innerhalb der Union. Nicht allen hat die Kandidatin der SPD, die Rechtswissenschaftlerin Frauke Brosius-Gersdorf, gepasst. Vor allem wegen ihrer juristischen Arbeit zum Thema Abtreibung, in der sie zu dem Schluss gekommen ist, dass eine weitgehende Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs nicht gegen das Grundgesetz verstoßen würde. Kurz vor der Wahl wurde klar, dass 50 bis 60 Abgeordnete der Union doch nicht für sie stimmen würden. Die SPD, mit der dies anders abgesprochen war, möchte jedoch weiterhin an ihrer Kandidatin festhalten. Bundeskanzler Friedrich Merz spielte indes im ARD-Sommerinterview die Tragweite der gescheiterten Wahl herunter. Und Fraktionsvorsitzender Jens Spahn? Er wird von vielen Seiten als Hauptverantwortlicher für den Ausgang der Wahl gehandelt und muss einiges einstecken. Es gibt also wahnsinnig viel zu besprechen für Anne Will und ihren Gast Veit Medick, den Leiter des Politikressorts des Stern. Redaktionsschluss für diese Folge war am Montag, dem 14. Juli um 18:00 Uhr. WERBUNG UND RABATTE https://linktr.ee/werbungannewill TOUR: Politik mit Anne Will geht auf Live-Tour - jetzt Tickets sichern: https://tix.to/Politik-mit-Anne-Will-Podcast-Live-2025 1.10. Köln 8.10. Hamburg 13.10. Berlin 12.11. Leipzig WICHTIGE QUELLEN: Taz, 13.07.2025 - Was Brosius-Gersdorf vorgeworfen wird Wahl der VerfassungsrichterInnen: Was Brosius-Gersdorf vorgeworfen wird | taz.de Bericht der Kommission zur Reproduktiven Selbstbestimmung und Fortplfanzungsmedizin, April 2024, S. 27 https://www.bmfsfj.de/resource/blob/238402/c47cae58b5cd2f68ffbd6e4e988f920d/bericht-kommission-zur-reproduktiven-selbstbestimmung-und-fortpflanzungsmedizin-data.pdf SZ, 13.07.25: „Wenn der rechte Mob damit durchkommt, machen wir einen Riesenfehler“ https://www.sueddeutsche.de/politik/miersch-spd-richterwahl-interview-brosius-gersdorf-union-li.3283684?reduced=true Zeit, 11.07.2025 Ex-Richter sieht Arbeit des Bundesverfassungsgerichts beeinträchtigt https://www.zeit.de/politik/deutschland/2025-07/bundesverfassungsgericht-ferdinand-kirchhof-karlsruhe-kritik Zeit, 11.07.2025, So läuft die Richterwahl im Bundestag ab https://www.zeit.de/politik/deutschland/2025-07/bundesverfassungsgericht-richterwahl-besetzung-richterstellen-faq#wie-werden-die-vorgeschlagenen-ausgewaehlt IMPRESSUM Redaktion: Melisa Gürleyen Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Lukas Hambach, Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Haben die Grünen einen Plan für die Opposition? Mit Katharina Dröge (Grüne)
Die Grünen sind wieder in der Opposition - eigentlich eine Rolle, mit der sich die Partei gut auskennt. Trotzdem müssen sich die Grünen nach der Regierungsbeteiligung in der Ampel-Ära jetzt neu finden. Bei den Bundestagswahlen bekamen sie 11,6 Prozent, Robert Habeck und Annalena Baerbock haben ihre Schlüsselpositionen in der Partei verlassen. Noch vor Friedrich Merz’ Wahl zum Kanzler unterstützten die Grünen nach langen Verhandlungen die neue Regierung: Nur mit ihren Stimmen konnten noch im alten Bundestag die Grundgesetzänderung bei der Schuldenbremse für die Verteidigung und ein Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität beschlossen werden. Das ist viel Geld, mit dem Schwarz-Rot nun arbeiten kann. Die Lockerung der Schuldenbremse war schon zu Ampelzeiten ein Ziel der Grünen, die Union hatte es in der Opposition aber stets blockiert. “Ich möchte niemals so eine Oppositionsarbeit machen wie Friedrich Merz.” Das sagt Katharina Dröge, die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, im Interview mit Anne Will. Die beiden sprechen in dieser Folge darüber, ob die Grünen in der Opposition schon ihre Rolle gefunden haben, wie es gehen kann, “hart und konstruktiv” zugleich zu sein und ob es den Grünen gerade gelingt, ihre Themen zu platzieren und zu kommunizieren. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Dienstag, 8. Juli 2025 um 16:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill TOUR: Politik mit Anne Will geht auf Live-Tour - jetzt Tickets sichern: https://tix.to/Politik-mit-Anne-Will-Podcast-Live-2025 1.10. Köln 8.10. Hamburg 13.10. Berlin 12.11. Leipzig WICHTIGE QUELLEN: ARD-Deutschlandtrend, Juli 2025 DIE ZEIT, "Ich will kein Star sein. Ich will die Macht", 24.03.2025 DIE ZEIT, Wie ausgestorben, 05.07.2025 DIE ZEIT, Spahn wirft Grünen AfD-Methoden vor, 05.07.2025 Frankfurter Allgemeiner Zeitung, Mehr Kampf, mehr Klima, mehr Schulklo, 30.6.25 Phoenix, Katharina Dröge zur Änderung des Grundgesetzes, 13.03.2025 Süddeutsche Zeitung, Reichinnek: „Lückenlose Aufklärung der persönlichen Einflussnahmen“, 06.07.2025 Tagesschau, Eine Partei auf der Suche nach sich selbst, 30.06.2025 ZDF heute, Was der Koalitionsausschuss beschlossen hat, 03.07.2025 IMPRESSUM Redaktion: Gina Enslin, Marie Steffens Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Lukas Hambach, Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Liefert Schwarz-Rot wirklich? Mit Melanie Amann
Es ist die letzte Sitzungswoche im Bundestag, danach geht das Parlament in die Sommerpause. Bei der Generaldebatte am Mittwoch im Bundestag wurde jetzt eine erste Bilanz von rund zwei Monaten Schwarz-Rot gezogen. Die neue Regierung hat in ihrer Amtszeit viel Geld zur Verfügung: Finanzminister Lars Klingbeil hat einen Rekordhaushalt vorgestellt, fast 850 Milliarden zusätzliche Schulden sind bis 2029 eingeplant, die Schuldenbremse wurde für Verteidigungsausgaben noch vor Beginn der Legislaturperiode mit den Mehrheiten des alten Bundestages ausgesetzt und auch ein Sondervermögen von 500 Milliarden für Infrastruktur und Klimaschutz gibt es. Auf die angekündigte Senkung der Stromsteuer für alle hatte man sich in der Koalition zuletzt aber nicht einigen können. Die Opposition ging in der Generaldebatte hart mit Bundeskanzler Friedrich Merz ins Gericht. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Katharina Dröge sagte, mit Blick auf die großen Geldsummen, über die die Regierung verfügen kann: “Und Sie kriegen es trotzdem nicht hin. Das muss man erstmal schaffen, Herr Merz.” Auch Alice Weidel, Fraktionsvorsitzende der gesichert rechtsextremistischen AfD-Fraktion, ging Merz scharf an und wurde nach ihrer Rede von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner ermahnt. Der Vorsitzende der Unionsfraktion Jens Spahn bezog sich später auf Weidels Rede und sagte: “Weil wir liefern, werden Sie immer schriller und immer lauter.” Liefert Schwarz-Rot wirklich? Was ist in den ersten Monaten von der Regierung umgesetzt worden und was kann man erwarten? Darüber spricht Anne Will in dieser Folge mit Melanie Amann, stellvertretende Chefredakteurin des SPIEGEL. Es geht um den Umgang mit den komplizierten Mehrheitsverhältnissen im Bundestag, um den Haushalt und auch darum, wie die Regierung es nach dem Zerbrechen der Ampel und unter dem Eindruck der “Maskenaffäre” um Jens Spahn schaffen kann, wieder Vertrauen herzustellen. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 9. Juli 2025 um 17:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill TOUR: Politik mit Anne Will geht auf Live-Tour - jetzt Tickets sichern: https://tix.to/Politik-mit-Anne-Will-Podcast-Live-2025 1.10. Köln 8.10. Hamburg 13.10. Berlin 12.11. Leipzig WICHTIGE QUELLEN: ARD-Deutschlandtrend, SPD nur noch bei 13 Prozent, 03.07.2025 DER SPIEGEL, ,,Es funktioniert besser mit jemandem, den man kennt”, 26.03.2021 DER SPIEGEL,Vergesst den Koalitionsvertrag, 09.07.2025 Frag den Staat, Bericht der Sachverständigen Beraterin Dr. Margaretha Sudhof (ungeschwärzt) Süddeutsche Zeitung, Reichinnek: „Lückenlose Aufklärung der persönlichen Einflussnahmen“, 06.07.2025 Süddeutsche Zeitung, Sudhof zu Unrecht der Falschaussage bezichtigt, 09.07.2025 Phoenix, Bundestag LIVE: u.a. Regierungsbefragung mit Kanzler Merz, 09.07.2025 Tagesschau, Deutlich weniger Asylanträge in Deutschland, 05.07.2025 Tagesschau, Investitionen, Schulden und Milliarden-Lücken, 08.07.2025 IMPRESSUM Redaktion: Gina Enslin, Marie Steffens Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Max Frisch, Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Wie schwer wiegen Spahns Fehler? Mit Christina Berndt
Jens Spahn, Fraktionsvorsitzender der Union, sieht sich schweren Vorwürfen ausgesetzt. Es geht um die sogenannte "Maskenaffäre", um Spahns Vorgehen bei der Maskenbeschaffung als Gesundheitsminister zu Beginn der Corona-Pandemie. Er soll während der Pandemie zu viele Masken für viel zu viel Geld gekauft haben und damit einen Milliarden-Schaden für die SteuerzahlerInnen verursacht haben. Um genauer über die damaligen Abläufe im Gesundheitsministerium aufzuklären, hatte Spahns Nachfolger Karl Lauterbach im Sommer 2024 Margaretha Sudhof als Sonderermittlerin beauftragt. Sudhof hat einen Bericht mit 168 Seiten verfasst. Diesen Bericht hatte das Gesundheitsministerium dem Bundestag zunächst nur mit Schwärzungen zugänglich gemacht, einige Seiten waren komplett geschwärzt. Doch nun liegt der Bericht der Süddeutschen Zeitung, dem NDR und WDR komplett vor - und es wird deutlich, dass die Schwärzungen oftmals Passagen betreffen, an denen deutlich wird, wie Spahn damals als Minister in die Beschaffungsentscheidungen involviert war. Wie schwer die Fehler von Jens Spahn wiegen, darüber spricht Anne Will in dieser Folge mit Christina Berndt, Wissenschaftsjournalistin bei der Süddeutschen Zeitung. Sie beschäftigt sich schon lange mit dem Thema und hat, zusammen mit ihren Kolleginnen und Kollegen von der Süddeutschen Zeitung, NDR und WDR, als erstes den ungeschwärzten Bericht der Sonderermittlerin Sudhof erhalten. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Montag, 7. Juli 2025 um 16 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill TOUR: Politik mit Anne Will geht auf Live-Tour - jetzt Tickets sichern: https://tix.to/Politik-mit-Anne-Will-Podcast-Live-2025 1.10. Köln 8.10. Hamburg 13.10. Berlin (verschoben vom 11.6.) 12.11. Leipzig WICHTIGE QUELLEN: Bericht aus Berlin mit Jens Spahn (CDU), 15.06.2025 Deutschlandfunk, Der schwierige Weg zur Aufklärung von Spahns Maskendeal, 07.07.2025 Frag den Staat, Bericht der Sachverständigen Beraterin Dr. Margaretha Sudhof ARD, Maischberger: Aufrüstung, Migration, Sozialreformen: Bundeskanzler Friedrich Merz im Gespräch, 01.07.2025 Süddeutsche Zeitung, Andrea Tandler zu vier Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt, 15.12.2023 Süddeutsche Zeitung, ,Wie der Masken-Bericht dem Staat Milliarden sparen könnte, 04.07.2025 Süddeutsche Zeitung, Mitten ins Schwarze, 04.07.2025 Tagesschau, Was die geschwärzten Stellen verbergen, 04.07.2025 IMPRESSUM Redaktion: Gina Enslin, Marie Steffens Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Lukas Hambach, Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Ist die SPD noch zu retten? Mit Philipp Türmer
Nach ihrem Bundesparteitag steht die SPD noch schlechter da als zuvor. Mit gerade einmal 64,9 Prozent wurde Lars Klingbeil als Parteivorsitzender wiedergewählt. Seine neue Co-Vorsitzende Bärbel Bas erreichte mit 95 Prozent ein deutlich besseres Ergebnis. Klingbeils Wahlergebnis ist symptomatisch für den Zustand der Partei. Nach dem schlechtesten Wahlergebnis ihrer Geschichte bei der zurückliegenden Bundestagswahl muss sich die SPD neu aufstellen und sich ein neues Profil geben. Wie das gelingen kann, darüber spricht Anne Will in dieser Folge mit Philipp Türmer, dem Vorsitzenden der Jusos. "Wir haben jetzt zwei Jahre Zeit, um diese Partei komplett vom Kopf auf die Füße zu stellen", sagt Türmer. Zwei Jahre, denn in dieser Zeit will die SPD ein neues Grundsatzprogramm erarbeiten. Wenn es nach Juso-Chef Türmer geht, muss sich die SPD darin wieder ein deutlich sozialdemokratisches Profil geben. Denn die Einkommens- und Vermögensungleichheit sei in Deutschland allzu deutlich, das Potential für eine sozialdemokratische Partei also da. Viele ehemalige SPD-Wähler entscheiden sich dennoch aktuell für die AfD und die CDU. Die müsse die SPD zurückgewinnen, indem sie das Land gerechter macht, etwa mit einer Reform der Erbschaftsteuer, sagt Türmer. Außerdem spricht Anne Will in dieser Folge mit Philipp Türmer über den innerparteilichen Streit um die Wehrpflicht und darüber, ob der neue Generalsekretär der SPD, Tim Klüssendorf, die SPD wirklich retten kann. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Dienstag, 01.07.2025 um 17 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill TOUR: Politik mit Anne Will geht auf Live-Tour - jetzt Tickets sichern: https://tix.to/Politik-mit-Anne-Will-Podcast-Live-2025 1.10. Köln 8.10. Hamburg 13.10. Berlin (verschoben vom 11.6.) 12.11. Leipzig WICHTIGE QUELLEN: Handelsblatt, "Die Vermögensverteilung ist so ungerecht wie im Kaiserreich", 28.06.2025 Spiegel, Der nächste Kühnert, 28.02.2024 Süddeutsche, Ein Parteitag wie ein Unfall, 29.06.2025 Spiegel, Ist diese SPD regierungsfähig?, 29.06.2025 Zeit, Wie es nicht geht, hat die SPD verstanden, 29.06.2025 Tagesspiegel, SPD-Parteitag fordert Vorbereitung von AfD-Verbotsverfahren, 29.06.2025 Der Spiegel, "Einer der Architekten des Misserfolgs greift nach dem Fraktionsvorsitz. Dieser Eindruck ist fatal", 24.02.2025 IMPRESSUM Redaktion: Felix Schlagwein, Teresa Sickert Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Lukas Hambach, Maximilian Frisch Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Kann der Außenkanzler Innenpolitik? Mit Tina Hildebrandt
Die schwarz-rote Regierungskoalition zeigt erste Risse. Denn jetzt geht es ans Eingemachte. Es gibt Streit um die Stromsteuer, die Migrationspolitik und ein mögliches AfD-Verbotsverfahren. Bundeskanzler Friedrich Merz war nach seinem Amtsantritt zunächst vor allem im Ausland präsent, sodass er von vielen bereits als “Außenkanzler” betitelt wurde. Jetzt muss er zeigen, dass er auch Innenpolitik kann. Ob und wie ihm das gelingt, bespricht Anne Will in dieser Folge mit der Politik-Chefin der ZEIT, Tina Hildebrandt. Sie beobachtet Merz seit 25 Jahren und hat ihn als Kanzler bereits auf mehreren Auslandsreisen begleitet. Dort fühle er sich sichtlich wohl, so ihr Eindruck. Zuhause in Deutschland sei hingegen über die Jahre ein negatives Zerrbild von Merz in der Öffentlichkeit entstanden, sagt Hildebrandt. Und dennoch seien kontroverse Aussagen wie jüngst die vom Bundestag als “Zirkuszelt” oder von Israel, das beim Krieg gegen den Iran die “Drecksarbeit” für alle mache, symptomatisch für Merz’ Politikstil. “Merz beantwortet Fragen. Das ist ganz untypisch für einen Politiker”, sagt Politik-Chefin Hildebrandt. Manchmal vergaloppiere er sich deshalb aber auch in Aussagen, die dann später für viel Kritik sorgen. Kann dieser Kanzler das Land also auch nach Innen führen? Kann er Konflikte innerhalb der Bundesregierung lösen, etwa den Streit in der Maskenaffäre um Unions-Fraktionschef Jens Spahn? Und kann er mit einer schwer angeschlagenen SPD langfristig regieren? “Die SPD ist in einer wahnsinnig schwierigen, prekären, existenziellen Lage, die nur dadurch überdeckt wird, dass sie in der Regierung ist”, sagt Tina Hildebrandt. Das bedrohe die Stabilität der Koalition. Die kommenden Wochen und Monate müssen also zeigen, ob der “Außenkanzler” auch Innenpolitik kann. In dieser Folge spricht Anne Will mit Tina Hildebrandt außerdem darüber, warum das Thema Corona in Angela Merkels Memoiren kaum eine Rolle spielt und ob der Regierung Merz eine positive Vision für dieses Land fehlt. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 02.07.2025 um 18 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill TOUR: Politik mit Anne Will geht auf Live-Tour - jetzt Tickets sichern: https://tix.to/Politik-mit-Anne-Will-Podcast-Live-2025 1.10. Köln 8.10. Hamburg 13.10. Berlin (verschoben vom 11.6.) 12.11. Leipzig WICHTIGE QUELLEN: Spiegel, Empörung nach Merz’ »Zirkuszelt«-Spruch, 02.07.2025 Zeit, Außen Kanzler, innen auch?, 27.05.2025 Süddeutsche, Bundesregierung: Bloß kein Ampel-Modus, 01.07.2025 Zeit, AfD-Verbot: Wo kein Wille ist, ist auch kein Weg, 01.07.2025 Stern, 2045 oder 2050? Koalition ringt um deutsche Klimaziele – und mit sich, 26.06.2025 tagesschau.de, Bericht zu Maskenbeschaffung: Das Ministerium schwärzt - und teilt aus, 24.06.2025 EMPFEHLUNG: Das Politikteil, Tina Hildebrandts Politikpodcast bei der ZEIT IMPRESSUM Redaktion: Felix Schlagwein, Teresa Sickert Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Lukas Hambach, Maximilian Frisch Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Schützen uns 5 Prozent für Verteidigung? Mit André Wüstner
Die NATO-Staaten haben auf dem Gipfel in Den Haag in dieser Woche Historisches beschlossen. Fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts der Bündnispartner sollen in die Verteidigung fließen. Lange hatten die USA gefordert, dass Deutschland und Europa einen größeren Teil der Kosten übernehmen. Donald Trump hatte sogar gedroht, die NATO zu verlassen, sollten sie das nicht tun. Und dennoch sei die Entscheidung von Den Haag kein Geschenk an den US-Präsidenten, sondern an uns selbst, sagt André Wüstner, Chef des Bundeswehrverbandes im Gespräch mit Anne Will. Seit mehr als einem Jahrzehnt fordert Wüstner mehr Geld für die Bundeswehr. Jetzt sei es da und müsse überlegt und effizient ausgegeben werden. Die Bundeswehr solle zur stärksten konventionellen Armee in Europa werden, hat Bundeskanzler Merz auch in seiner Regierungserklärung in dieser Woche erneut bekräftigt. Doch für dieses selbstgesteckte Ziel fehlen Zehntausende Soldatinnen und Soldaten. Die Wiedereinführung des Wehrdienstes könnte Abhilfe schaffen. Doch dafür müsse zuerst die marode Infrastruktur der Bundeswehr angegangen werden, sagt André Wüstner. “Ich kann doch keinem Wehrpflichtigen mit verschimmelten Unterkünften kommen.” Können die vielen Milliarden an Mehrausgaben für die Bundeswehr in den nächsten Jahren uns also wirklich schützen? Angesichts der russischen Bedrohung bleibe Deutschland nichts anderes übrig, als alles dafür zu tun, wieder abschreckungsfähig in Europa zu werden, sagt Wüstner. In dieser Folge spricht Anne Will mit ihm darüber, wie das konkret gelingen kann und warum es dafür auch ein Umdenken in der Gesellschaft braucht. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Dienstag, 24.06.2025 um 17 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill TOUR: Politik mit Anne Will geht auf Live-Tour - jetzt Tickets sichern: https://tix.to/Politik-mit-Anne-Will-Podcast-Live-2025 1.10. Köln 8.10. Hamburg 13.10. Berlin (verschoben vom 11.6.) 12.11. Leipzig WICHTIGE QUELLEN: Zeit, Deutscher Wehretat soll bis 2029 auf 150 Milliarden Euro steigen, 23.06.25 tagesschau.de, Pistorius will Wehrpflicht-Option im Gesetz verankern, 23.06.2025 Spiegel, Fünf Absätze, um Donald Trump milde zu stimmen, 23.06.2025 Welt, Zeitenwende mit Buchungstricks – wie das Fünf-Prozent-Ziel viele Nato-Staaten überfordert, 23.06.25 Zeit, Stimmt es, dass die Nato nicht genug für Rüstung ausgibt?, 23.06.2025 Spiegel, Mehrheit der Deutschen für Aufbau eines europäischen Atomschutzschirms, 23.06.25 Zeit, Ein Tag lang Anerkennung reicht nicht, 15.06.2025 IMPRESSUM Redaktion: Felix Schlagwein, Florian Barnikel Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Lukas Hambach, Maximilian Frisch Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Die NATO rüstet auf - wie reagiert Putin? Mit Sabine Fischer
NATO-Gipfel werden von den Bündnisstaaten oft als historisch bezeichnet - und oft ist das vielleicht etwas übertrieben. Für den diesjährigen Gipfel der Allianz in Den Haag trifft die Beschreibung aber auf jeden Fall zu. Die NATO-Staaten einigten sich darauf, in Zukunft fünf Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts in Verteidigung zu investieren. In dieser Folge blickt Anne Will mit der Politikwissenschaftlerin Sabine Fischer von der Stiftung Wissenschaft und Politik darauf, wie das Ergebnis aus Den Haag in Russland aufgenommen wird. Sabine Fischer ist eine der führenden Expertinnen in Deutschland, wenn es um russische Außen- und Sicherheitspolitik geht. Russland spinne aktuell sein jahrelanges Narrativ von der NATO als Bedrohung für Russland weiter, sagt sie. Dabei sei unübersehbar, dass Putins Rhetorik in den vergangenen Jahren nochmal deutlich aggressiver geworden sei. Das Putin-Regime lebe seit 25 Jahren von Krieg, ob gegen Tschetschenien, Georgien oder die Ukraine. "Man muss davon ausgehen, dass dieses Regime diesen äußeren Feind braucht, um intern stabil zu bleiben", so Fischer. Gefallen dürfte Putin, wie sehr sich die Haltung des größten NATO-Mitglieds gegenüber Russland verändert hat, seit Donald Trump wieder im Weißen Haus sitzt. Das wurde auch auf dem NATO-Gipfel in Den Haag deutlich. Die Ukraine spielte dort - im Gegensatz zu den Treffen der letzten Jahre - nur noch eine Nebenrolle. Der Angriffskrieg Russlands wurde im Abschlussdokument nur noch beiläufig erwähnt, der NATO-Beitritt der Ukraine schien komplett unter den Tisch gefallen zu sein. Das liege vor allem daran, dass sich Trump von Putin immer wieder manipulieren lasse. "In welcher ungefilterten Kritiklosigkeit diese Administration russische Propaganda-Narrative über diesen Krieg einfach übernommen hat, das hat mich wirklich schockiert", sagt Russland-Expertin Sabine Fischer. Außerdem spricht sie mit Anne Will in dieser Folge über Russlands Rolle im Konflikt zwischen Israel und Iran und darüber, ob mit der massiven Aufrüstung der NATO in den kommenden Jahren ein Angriff Russlands, etwa auf das Baltikum, verhindert werden kann. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 25.06.2025 um 17 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill TOUR: Politik mit Anne Will geht auf Live-Tour - jetzt Tickets sichern: https://tix.to/Politik-mit-Anne-Will-Podcast-Live-2025 1.10. Köln 8.10. Hamburg 13.10. Berlin (verschoben vom 11.6.) 12.11. Leipzig WICHTIGE QUELLEN: NATO-Gipfel in Den Haag Abschlusserklärung, 25.06.2025 Spiegel, Fünf Absätze, um Donald Trump milde zu stimmen, 23.06.2025 Welt, Zeitenwende mit Buchungstricks – wie das Fünf-Prozent-Ziel viele Nato-Staaten überfordert, 23.06.25 Zeit, Stimmt es, dass die Nato nicht genug für Rüstung ausgibt?, 23.06.2025 Reuters, Russia says NATO needs to demonise it to justify 5% defence spending target, 24.06.25 tagesschau.de, "In diesem Sinne gehört uns die ganze Ukraine", 21.06.2025 Süddeutsche, Russland und Iran: Wo die Freundschaft endet, 23.06.2025 IMPRESSUM Redaktion: Felix Schlagwein, Florian Barnikel Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Lukas Hambach, Maximilian Frisch Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Funktioniert G7 noch? Mit Eva Quadbeck
Zwei Tage dauerte der G7-Gipfel im kanadischen Kananaskis, bei dem die Staatsoberhäupter führender Industrienationen zusammenkamen. Bundeskanzler Friedrich Merz zeigte sich zufrieden und sagte, dieser G7-Gipfel sei weitaus erfolgreicher gewesen, als er es am Anfang gedacht habe. Dabei ist die Bilanz des Treffens ernüchternd: US-Präsident Donald Trump verlässt den Gipfel vorzeitig und für den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bleibt das erhoffte Gespräch mit Trump deshalb aus. Zur Ukraine und weiteren Sanktionen gegen Russland, aber auch zum Zollstreit zwischen den USA und der EU gibt es keine Einigungen. Eine gemeinsame Abschlusserklärung war nicht einmal geplant. Größter Erfolg ist eine gemeinsame Erklärung zum Krieg zwischen Israel und dem Iran. Unter anderem betont diese das Selbstverteidigungsrecht Israels und unterstreicht, dass Zivilisten geschützt werden müssen. Dass Israels sogenannter Präventivschlag gegen den Iran nach Meinung vieler Expertinnen und Experten nicht völkerrechtlich gedeckt war, bleibt bei dieser Erklärung außen vor. Friedrich Merz sagte am Rande von G7, Israel mache mit seiner Militäraktion die “Drecksarbeit” für den Westen, davor habe er “größten Respekt”. Für seine Wortwahl erntete er viel Kritik. Funktioniert das Format G7 noch? Und was wurde beim diesjährigen Gipfel wirklich erreicht? Eva Quadbeck, Chefredakteurin und Leiterin des Hauptstadtbüros beim Redaktionsnetzwerk Deutschland, war in Kananaskis dabei und sieht G7 als absolut reformbedürftig. Mit Anne Will spricht sie in dieser Folge darüber, warum das Format G7 ins Straucheln gekommen ist, wie Trumps Abreise vor Ort aufgenommen wurde und wie sich Außenkanzler Merz auf dem Gipfel geschlagen hat. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, der 18.6.2025 um 18 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill TOUR: Politik mit Anne Will geht auf Live-Tour - jetzt Tickets sichern: https://tix.to/Politik-mit-Anne-Will-Podcast-Live-2025 1.10. Köln 8.10. Hamburg 13.10. Berlin (verschoben vom 11.6.) 12.11. Leipzig WICHTIGE QUELLEN: BBC Breaking News: 'Why Wait To Sanction Them?': Reporters Press Trump On Sanctions For Russia, 17.06.2025 European Commission: G7 Leaders' statement on recent developments between Israel and Iran, 17.06.2025 RND: Die G7 ist dringend reformbedürftig, 17.6.2025 RND: Selenskyj beim G7-Gipfel: Im Schatten des Kriegs zwischen Israel und Iran, 17.6.2025 SZ: Die G7 und der Elefant im Raum, 18.06.25 Tagesspiegel: G7-Gipfel endet als G6-Runde, 17.06.2025 Tagesschau: Ohne Trump geht es nicht, 18.06.2025 Tagesschau: Bundeskanzler Merz beim G7-Gipfel in Kanada, 17.06.2025 ZDFheute: Bundeskanzler Merz im ZDF-Interview zur Rolle der G7 im Nahost-Konflikt, 17.06.2025 ZDF: Merz: Israel macht in Iran Drecksarbeit für uns, 17.6.2025 IMPRESSUM Redaktion: Gina Enslin, Teresa Sickert Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Patrick Zahn, Lukas Hambach, Maximilian Frisch Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Lage im Nahen Osten: Wo führt das hin? Mit Cornelius Adebahr
Israel hat am 13. Juni iranisches Territorium massiv angegriffen. Die Regierung von Premierminister Benjamin Netanjahu spricht von einem “Präventivschlag”, der vor allem der Atominfrastruktur im Iran schaden soll. Der Iran sei kurz davor gewesen, genug Uran anzureichern, um eine Atomwaffe zu erlangen. Viele Völkerrechtler bezweifeln allerdings, dass die akute Gefahr groß genug war, um einen Angriff Israels zu rechtfertigen. Der Iran schlug mit Raketen- und Drohnenangriffen zurück. Seitdem beschießen sich die beiden Seiten. Menschen sterben, Öl- und Gasanlagen brennen, Tausende Menschen versuchen Teheran zu verlassen, einige Atomanlagen im Iran sind schwer beschädigt worden. Eigentlich waren für das Wochenende weitere Verhandlungen zum Atomabkommen zwischen dem Iran und den USA geplant gewesen. Die liegen nun auf Eis. Ausgangspunkt der Kritik am iranischen Atomprogramm ist, dass es dem Iran als Unterzeichnerstaat des Atomwaffensperrvertrags nicht erlaubt ist, Atomwaffen zu besitzen. Im Land wird aber trotzdem Uran soweit angereichert, dass sich dies durch eine andere Nutzung als für den Waffeneinsatz nicht mehr rechtfertigen lässt. Da die Feindschaft mit Israel zu den Grundlagen der Islamischen Republik, dem im Iran herrschenden Regime, gehört, sieht sich Israel durch diese Entwicklung unter Bedrohung. US-Präsident Donald Trump reiste währenddessen überraschend früh vom G7-Gipfel in Kanada ab. Seine Sprecherin begründete die Abreise mit der Lage in Nahost. Wohin führt all das? Lassen sich die USA doch in den Konflikt hineinziehen? Welches Ziel verfolgt Israels Ministerpräsident Netanjahu? Wird sich im Iran nun etwas verändern? Darüber spricht Anne Will in dieser Folge mit Cornelius Adebahr, selbständiger Politikberater und Analyst in Berlin, Iran-Experte und seit 2006 für die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik tätig. Cornelius Adebahr sagt, man könne hier bereits von einem Krieg sprechen. Dass die USA aber ein Interesse daran hätten, weiter in diesen Krieg involviert zu werden, das bezweifelt er. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Dienstag, der 17.6.2025 um 17 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill TOUR: Politik mit Anne Will geht auf Live-Tour - jetzt Tickets sichern: https://tix.to/Politik-mit-Anne-Will-Podcast-Live-2025 1.10. Köln 8.10. Hamburg 13.10. Berlin 12.11. Leipzig WICHTIGE QUELLEN: Deutschlandfunk: Iranisches Nuklearprogramm: Atomdeal auf der Kippe, 15.06.2025 https://www.deutschlandfunk.de/atomgespraeche-iran-usa-abkommen-100.html Deutschlandfunk: Iran ist militärisch sehr geschwächt, 13.6.2025 https://www.deutschlandfunk.de/israel-greift-iran-an-interview-cornelius-adebahr-iran-experte-dgap-100.html Deutschlandfunk: Außenminister Wadephul: Iran muss auf nukleare Bewaffnung verzichten, 16.6.2025 https://www.deutschlandfunk.de/interview-mit-johann-wadephul-bundesaussenminister-zu-nahost-konflikt-100.html IsraelPM: Prime Minister Benjamin Netanyahu Addresses the Iranian People, 13.6.2025 Spiegel: Und dann muss Trump plötzlich ganz dringend los, 17.6.2025 SZ: Niemand darf von Israel verlangen, dass es einfach zuwartet, 16.6.2025 Tagesschau: Angriffe Israels und des Iran Was erlaubt das Völkerrecht - und was nicht?, 17.6.2025 Tagesspiegel: Eine Chronologie: Der jahrzehntelange Konflikt zwischen Israel und dem Iran, 13.06.2025 ZDF: Wie weit war Irans Atomprogramm wirklich?, 13.06.2025 IMPRESSUM Redaktion: Gina Enslin, Teresa Sickert Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Patrick Zahn, Lukas Hambach, Maximilian Frisch Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Wenn Sie in unserem Podcast werben wollen, wenden Sie sich gern an die Mit Vergnügen GmbH, an [email protected] Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Deutschland und die USA - können wir Freunde bleiben? Mit Cathryn Clüver Ashbrook & Norbert Röttgen
In Los Angeles zeigt sich die Spaltung der amerikanischen Gesellschaft gerade unter einem Brennglas. Donald Trump bezeichnet die Stadt als “Müllhaufen”, der aus der Hand von Kartellen befreit werden müsse. Bürgermeisterin Karen Bass wirft der Trump-Regierung vor, ein Experiment mit der Stadt durchzuführen, indem die Armee im Inneren eingesetzt wird, um liberale Städte und Bundesstaaten einzuschüchtern. Was passiert da gerade in Kalifornien? Was will Trump mit seiner radikalen Abschiebepolitik erreichen? Und was bedeutet das für unser Verhältnis zu den USA? Gerade erst war Friedrich Merz zu Besuch in Washington. Sein Treffen mit dem US-Präsidenten Donald Trump verlief offenbar gut. Laut New York Times habe Merz den ,,Trump-Code geknackt”. Und auch Donald Trump schien zufrieden zu sein. So sehr, dass er dem Bundeskanzler vor laufender Kamera sogar ein Freundschaftsangebot machte. ,,Ich bin mit niemandem befreundet. Mit ihnen bin ich befreundet”, sagte der US-Präsident in Richtung Merz. Sollte der Bundeskanzler bei so einem Angebot zuschlagen? Können Deutschland und die USA Freunde bleiben? Auch vor dem Hintergrund der Innenpolitik des US-Präsidenten? Das diskutiert Anne Will in dieser Folge mit gleich zwei Gästen: Cathryn Clüver Ashbrook, Senior Advisor bei der Bertelsmann-Stiftung und Norbert Röttgen, stellvertretender Vorsitzender der Unions-Bundestagsfraktion. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, der 11.6. 2025 um 16:00 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill Politik mit Anne Will geht auf Live-Tour - jetzt Tickets sichern: 1.10. Köln 8.10. Hamburg 13.10. Berlin (verschoben vom 11.6.) 12.11. Leipzig WICHTIGE QUELLEN: Associated Press: Trump holds meeting with German Chancellor Friedrich Merz, 5.6.2025 MSNBC: ‘We are all afraid’: Sen. Murkowski says Republicans fear criticizing Trump, 18.04.2025 DIE ZEIT: Auch Texas kündigt Einsatz von Nationalgarde an, 11.06.2025 DER SPIEGEL: Trumps Prinzip heißt Verrohung, 10.06.2025 Deutschlandfunk: Der Bruch, 09.06.2025 FAZ: Wen Trumps Abschiebepolizei jetzt ins Visier nimmt, 10.06.2025 Frankfurter Rundschau: „Macht Trump zum König“: Trumps „Big, Beautiful Bill“ wird die USA extrem verändern, 26.5.2025 Phoenix persönlich: Norbert Röttgen (CDU) zu Gast bei Theo Koll, 28.02.2025 Tagesschau: Was ist die Nationalgarde, 10.06.2025 IMPRESSUM Redaktion: Sven Knobloch, Marie Steffens Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Patrick Zahn, Lukas Hambach, Maximilian Frisch Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Wie plant man Frieden? Mit Nicole Deitelhoff
Diese Woche ist das Friedensgutachten 2025, das gemeinsame Gutachten der deutschen Friedensforschungsinstitute, veröffentlicht worden. Der Kern des Gutachtens: Es gibt international mehr Konflikte und in diesen Konflikten mehr Gewalt und Grausamkeit. Frieden und Sicherheit müssten außerdem anders organisiert werden, wenn sich Deutschland und Europa auf die USA als verlässlichen Partner nicht mehr verlassen können. Verhandlungen, Sanktionen, internationales Recht: Wie schafft man es, dass diese Mittel wirklich zum Frieden führen? Mit Blick auf den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und den Krieg in Gaza spricht Anne Will in dieser Folge mit der Friedens- und Konfliktforscherin Prof. Dr. Nicole Deitelhoff. Sie ist geschäftsführendes Vorstandsmitglied des PRIF - Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung und Professorin für Internationale Beziehungen und Theorien globaler Ordnungen an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Nicole Deitelhoff hat am gerade veröffentlichten Friedensgutachten mitgearbeitet und sagt: Wir haben eine Krise der Weltordnung. Aber wie ist die Weltordnung geregelt und was ist im Moment aus den Fugen? Und wie enden Kriege? Der Redaktionsschluss für diese Folge war Dienstag, 3. Juni 2025, um 16 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill Politik mit Anne Will geht auf Live-Tour - jetzt Tickets sichern: https://tix.to/Politik-mit-Anne-Will-Podcast-Live-2025 1.10. Köln 8.10. Hamburg 12.11. Leipzig WICHTIGE QUELLEN: Deutsche Friedensforschungsinstitute: Friedensgutachten 2025 Handelsblatt: US-Kongress droht mit Revolte gegen Trump, 30.05.2025 Deutschlandfunk: Gespräche zwischen Russland und der Ukraine unter schwierigen Bedingungen, 02.06.2025 Tagesschau: Verhandlungen beendet - neuer Gefangenenaustausch, 02.06.2025 ZEIT: Was bringt ein Stopp der Waffenlieferungen nach Israel?, 1.6.2025 SPIEGEL: CSU kritisiert Außenminister Wadephul für Umgang mit Israel, 02.06.2025 Tagesspiegel: Israels brutale Kriegsführung: Können Sanktionen zu einer Kursänderung im Gazastreifen führen?, 2.6.2025 Tagesspiegel: Aufrüsten zur Abschreckung Russlands: Was die Nato jetzt von Deutschland erwartet, 27.5.2025 IMPRESSUM Redaktion: Gina Enslin, Melisa Gürleyen Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Patrick Zahn, Lukas Hambach, Maximilian Frisch Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Update: Merz’ Besuch bei Trump - Mit Veit Medick
Friedrich Merz fliegt zum Antrittsbesuch nach Washington und trifft Donald Trump, den Präsidenten der USA, im berühmten Oval Office. Mit ihm dabei, der Journalist und Politik-Chef des Stern, Veit Medick. Nach unserer Folge mit ihm vor der Reise in die USA lassen wir uns hier ein kurzes Update geben: Wie ist der Termin für den deutschen Bundeskanzler gelaufen? Wie kam das Gastgeschenk an? Gab es Verwerfungen, Einigkeit, Erfolge? Und hat Friedrich Merz auch davon profitiert, dass Donald Trump selbst gerade ganz schön abgelenkt sein dürfte, zwischen dem öffentlichen Zerwürfnis zwischen ihm und Elon Musk? Der Redaktionsschluss für diese Folge war Freitag, der 6.6. 2025 um 08:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill Politik mit Anne Will geht auf Live-Tour - jetzt Tickets sichern: https://tix.to/Politik-mit-Anne-Will-Podcast-Live-2025 1.10. Köln 8.10. Hamburg 12.11. Leipzig WICHTIGE QUELLEN: Stern, Fritz im Glück: Der Kanzler zu Gast bei der Trump-Show, 5.6.2025 ZDF heute, Kanzler Merz bei US-Präsident Trump: Das komplette Treffen im Weißen Haus, 5.6.2025 ZDF heute journal, Bundeskanzler Merz nach Antrittsbesuch bei Donald Trump "sehr zufrieden", 5.6.2025 IMPRESSUM Redaktion: Marie Schiller Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Patrick Zahn, Lukas Hambach, Maximilian Frisch Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Welche Rolle kann Merz in der Weltpolitik spielen? Mit Veit Medick
Der erste Staatsbesuch von Bundeskanzler Friedrich Merz bei US-Präsident Donald Trump steht an, nachdem der “Außenkanzler” in den vergangenen vier Wochen schon diverse andere Staats- und Regierungschefs getroffen hat: Er war in Paris, Warschau und Brüssel, reiste mit Emmanuel Macron, Keir Starmer und Donald Tusk in die Ukraine. Außerdem hat er den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Berlin empfangen. Jetzt liegt viel Aufmerksamkeit und Druck auf Merz’ Besuch in Washington. Andere Staatschefs, wie zum Beispiel auch Kanzlerin Angela Merkel zu ihrer Amtszeit, bereiteten sich akribisch auf ihr erstes Treffen mit Trump vor. Auch Friedrich Merz holte sich, wohl unter anderem von Selenskyj, Tipps für den richtigen Umgang mit Trump. Vor der Reise betonte er: Er brauche “keinen Baldrian, um ruhig zu bleiben und mit dem amerikanischen Präsidenten ein vernünftiges Gespräch zu führen”. Veit Medick ist Leiter des Politikressorts beim Stern und begleitet Merz’ Reise nach Washington. Kurz vor dem Abflug spricht er in dieser Folge mit Anne Will darüber, was beim Treffen von Trump und Merz gut oder schief laufen könnte und analysiert den Beginn von Merz’ Amtszeit mit Blick auf die Außenpolitik. Ist eine Strategie erkennbar? Welche Rolle kann Merz in der Weltpolitik spielen? Veit Medick betont, dass Merz mit einem völlig anderen Kommunikationsstil auftritt als sein Vorgänger Olaf Scholz, der ihm eine “gruselige Bilanz” hinterlassen habe. Dabei nimmt Merz schon in den ersten Wochen seiner Kanzlerschaft andere außenpolitische Positionen ein, zum Beispiel, wenn er sich deutlich kritischer gegenüber dem Vorgehen der israelischen Armee in Gaza äußert. Auch die Anfänge einer “Merz-Doktrin” erkennt Veit Medick schon jetzt - und die lautet: Europa, Europa, Europa. Welches Fazit man aus Merz’ Termin in Washington ziehen kann, darüber sprechen Veit Medick und Anne Will am Freitag, 6. Juni, in einer Update-Folge. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 4. Juni 2025, um 16:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill Politik mit Anne Will geht auf Live-Tour - jetzt Tickets sichern: https://tix.to/Politik-mit-Anne-Will-Podcast-Live-2025 1.10. Köln 8.10. Hamburg 12.11. Leipzig WICHTIGE QUELLEN: FAZ: US-Republikaner Graham: “Merz sollte Trump sagen: Sie hatten Recht”, 3.6.2025 Stern: Einmal umschalten, Kanzler!, 27.5.2025 Deutsche Friedensforschungsinstitute: Friedensgutachten 2025 re:publica 25: Friedrich Merz - Kriege, Krisen, Kanzlerschaft, 27.5.2025 Tagesschau: Was erwartet Merz bei Trump?, 4.6.2025 Tagesschau: Wadephul stellt sich hinter Trumps fünf Prozent, 15.5.2025 IMPRESSUM Redaktion: Gina Enslin, Melisa Gürleyen Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Patrick Zahn, Lukas Hambach, Maximilian Frisch Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Wie weit geht Trump im Kampf gegen das freie Denken? Mit Mai Thi Nguyen-Kim
Universitäten und Wissenschaft in den USA stehen massiv unter Druck. US-Präsident Donald Trump und sein Vize JD Vance haben lange angekündigt, gezielt gegen Universitäten vorzugehen. Jetzt, wo Trump wieder im Amt ist, machen sie Ernst. In dieser Folge geht es um die dramatischen Entwicklungen in den USA: Visa-Stopps für Studierende, politische Einflussnahme auf Forschungseinrichtungen, die offene Konfrontation mit Harvard – wie weit geht Trump im Kampf gegen das freie Denken? Dazu spricht Anne Will mit der promovierten Chemikerin und Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim. Sie hat selbst am MIT und an der Harvard University geforscht – unter Bedingungen, die es so vielleicht bald nicht mehr gibt. In dem Gespräch geht es um politische Eingriffe in die Wissenschaft, die Gefahren für die internationale Forschung und was auf dem Spiel steht, wenn autoritäre Tendenzen Universitäten unter Druck setzen. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 28. Mai 2025, um 16:30 Uhr. Politik mit Anne Will geht auf Live-Tour - jetzt Tickets sicher: https://tix.to/Politik-mit-Anne-Will-Podcast-Live-2025 11.6. Berlin 1.10. Köln 8.10. Hamburg 12.11. Leipzig WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Frankfurter Rundschau, USA: Donald Trump droht Harvard-Uni mit Streichung von Milliarden, 27.05.2025 DER SPIEGEL, US-Präsident gegen Eliteuni: Richterin bremst Trumps Harvard-Pläne aus, 24.05.2025 Deutschlandfunk, Gegen die Wissenschaft: Yale-Philosoph: „Trump sieht die Universitäten als Feind“, 26.05.2025 National Conservatism, J.D. Vance | The Universities are the Enemy | National Conservatism Conference II, 10.11.2021 New York Times, Trump Has Targeted These Universities. Why?, 27.05.2025 ZEIT ONLINE, US-Universitäten: Trumps liebster Kampf, 23.05.2025 ZEIT ONLINE, Donald Trump und Harvard: Warum Harvard?, 24.05.2025 ZEIT ONLINE, Harvard University: Im Würgegriff, 23.05.2025 Harvard: FINAL REPORT Presidential Task Force on Combating Antisemitism and Anti-Israeli Bias, 29.04.2025 ZDF, MAITHINK X: Wie eine Demokratie kippen kann, 13.10.2024 IMPRESSUM Redaktion: Teresa Sickert, Melisa Gürleyen, Felix Schlagwein Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Patrick Zahn, Lukas Hambach, Maximilian Frisch Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Lässt Trump was von der Demokratie übrig? Mit Volker Depkat
“I don’t know.” So antwortete US-Präsident Donald Trump kürzlich auf die Frage, ob er sich an die Verfassung halten müsse. Seit Beginn seiner Amtszeit hat US-Präsident Donald Trump diverse Maßnahmen eingeleitet, die die Demokratie schwächen. Er hat Tausende Regierungsmitarbeiter entlassen, greift Meinungs- und Pressefreiheit an, stoppt Fördergelder für Universitäten und hält sich auch nicht daran, dass jeder Mensch laut Verfassung das Recht auf ein Gerichtsverfahren hat. Wie viel Schaden Trump schon jetzt angerichtet hat und was in Trumps zweiter Amtszeit noch zu erwarten ist, darüber spricht Anne Will in dieser Folge mit dem Historiker und USA-Experten Volker Depkat. Depkat beschreibt, in welche historischen Kontinuitäten sich Trumps Politik einreiht und warum wir unser Bild von Amerika korrigieren müssen. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 14. Mai 2025, um 18:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill Politik mit Anne Will geht auf Live-Tour 11.6. Berlin 1.10. Köln 8.10. Hamburg 12.11. Leipzig Tickets gibt es hier: https://tix.to/Politik-mit-Anne-Will-Podcast-Live-2025 WICHTIGE QUELLEN: Deutschlandfunk: Gehören die USA jetzt nicht mehr zum Westen? 29.03.2025 Deutschlandfunk: Setzt Trump den radikalen Plan „Project 2025“ um?, 22.3.2025 SZ: Die Verfassungskrise ist längst da, 15.04.2025 Zeit: "Das ist Terror! Alle hier fürchten sich!, 11.05.2025 Spiegel: Wie man verhindert, dass Trump auch die deutsche Demokratie beschädigt, 19.04.2025 Tagesschau: Zerstört Trump die US-Demokratie?, 30.04.2025 IMPRESSUM Redaktion: Gina Enslin, Florian Barnikel Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Patrick Zahn, Lukas Hambach, Maximilian Frisch Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Versteht Trump was von Wirtschaft? Mit Moritz Schularick
„Zölle“ ist eines der Lieblingswörter des US-Präsidenten Donald Trump, wie er immer wieder betont. In den letzten Monaten hat man ihn dieses Wort dann auch oft sagen hören: Anfang April kündigte er eine neue Zollpolitik an, auf Importe aus Deutschland und der EU waren Zölle in Höhe von 20 Prozent vorgesehen. “Liberation Day” nannte Trump den Tag seiner Ankündigung - und löste einen Börsencrash aus. Schon eine Woche später wurde für die meisten neuen Zölle eine dreimonatige Pause eingesetzt. Einen harten Schlagabtausch lieferte sich Trump weiterhin mit China, die Zölle für chinesische Produkte lagen schließlich bei 145 Prozent. Nun haben sich China und die USA Anfang der Woche auch auf eine Aussetzung der Zölle geeinigt, wiederum für 90 Tage. Was danach ist, bleibt unklar. Das Hin und Her in Trumps Zollpolitik gefährdet die Stabilität der Weltwirtschaft und beschädigt auch die Wirtschaft in den USA. Aber was verspricht sich Trump davon? Weiß er wirklich, was er da tut? Und profitiert am Ende irgendwer von seiner Wirtschaftspolitik? Anne Will und der Ökonom Moritz Schularick wollen in dieser Folge die Frage beantworten, ob Trump eigentlich was von Wirtschaft versteht. Moritz Schularick ist einer der bedeutendsten Wirtschaftswissenschaftler in Deutschland und leitet das Kiel Institut für Weltwirtschaft. Er hält wenig von Trumps volkswirtschaftlichem Geschick und hält seine wirtschaftspolitischen Entscheidungen für “kurzsichtig und gefährlich”. Im Gespräch mit Anne Will analysiert Moritz Schularick die bisherigen Wirtschaftsentscheidungen Trumps und erklärt, warum er darin auch Chancen für Europa sieht. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Dienstag, 13. Mai 2025, um 15:30 Uhr. Politik mit Anne Will geht auf Live-Tour 11.6. Berlin 1.10. Köln 8.10. Hamburg 12.11. Leipzig Tickets gibt es hier: https://tix.to/Politik-mit-Anne-Will-Podcast-Live-2025 WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Zeit: Trumps Handelskrieger, 10.04.25 Linkbeschreibung Zeit: Trump feiert sich auf dem Trümmerhaufen, 12.5.25 FAZ: „Amerika glaubt nicht mehr an die Globalisierung“, 08.05.25 Spiegel: Trump ist an seinem Wohlfühlort angekommen, 13.05.25 Tagesschau: Ruiniert Trump den Dollar - und damit die USA?, 16.04.25 Tagesschau: Weißes Haus attackiert Amazon, 29.04.25 IMPRESSUM Redaktion: Gina Enslin, Florian Barnikel Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Patrick Zahn, Lukas Hambach, Maximilian Frisch Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Was wird Merz für ein Kanzler? Mit Mariam Lau
“Einsame Spitze” titelt Mariam Lau ihren Artikel über Friedrich Merz und das, was am 6. Mai im Bundestag passiert ist. Zum ersten Mal in der deutschen Geschichte ist ein designierter Kanzler im ersten Wahlgang durchgefallen. Was ist da passiert? Wie einsam ist Friedrich Merz in seiner Koalition? Und was bedeutet das für seine Regierungszeit? In dieser Folge sprechen Anne Will und die Politikredakteurin der ZEIT, Mariam Lau über die Frage: “Was wird Merz für ein Kanzler?”. Mariam Lau ist eine ausgewiesene Kennerin der CDU und hat Friedrich Merz gerade intensiv für ein Buchprojekt begleitet. Sie analysiert, warum es die Union nicht schafft, ihr Verhältnis zur AfD zu klären und, inwiefern der Unvereinbarkeitsbeschluss mit der Linkspartei noch zeitgemäß ist. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 7. Mai 2025, um 16:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill Politik mit Anne Will geht auf Live-Tour 11.6. Berlin 1.10. Köln 8.10. Hamburg 12.11. Leipzig Tickets gibt es hier: https://tix.to/Politik-mit-Anne-Will-Podcast-Live-2025 WICHTIGE QUELLEN: Die Zeit: Einsame Spitze, 07.05.2025 Bertelsmann Stiftung: Schlussbilanz zum Koalitionsvertrag der Ampel 2021–25, 05.05.20245 Bundesamt für Verfassungsschutz: Bundesamt für Verfassungsschutz stuft die „Alternative für Deutschland“ als gesichert rechtsextremistische Bestrebung ein, 02.05.2025 DIE ZEIT: Die AfD wie jede Partei behandeln?, 02.05.2025 Phoenix: Wahl des neuen Bundeskanzlers Friedrich Merz und Vereidigung des Kabinetts, 06.05.25 Tagesspiegel: Erst Paris, dann Warschau: Umarmung für Europa: Merz und Macron wollen „Neustart“, 07.05.2025 Tagesschau: Union sieht mögliches AfD-Verbot kritisch, 05.05.2025 Tagesschau: Wen Merz ins Kabinett ruft - und warum, 28.04.2025 ZDF: Was nun, Herr Merz?, 06.05.2025 EMPFEHLUNGEN: Mariam Lau: Merz - Auf der Suche nach der verlorenen Mitte. Ullstein, 2025. IMPRESSUM Redaktion: Sven Knobloch, Marie Steffens Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Patrick Zahn, Lukas Hambach, Maximilian Frisch Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Woran ist Merz gescheitert? Mit Dennis Radtke
Einen “ehrlichen Tag” nennt es Friedrich Merz. Andere nennen es “Chaos” oder “Fehlstart”. Nicht viele hatten damit gerechnet, dass zum ersten Mal in der deutschen Geschichte ein designierter Kanzler im ersten Wahlgang durchfällt. 18 Stimmen fehlten Merz aus seiner Koalition. Nach langen Sitzungen und mit Hilfe der Linkspartei bei der Geschäftsordnung reicht es im zweiten Wahlgang. Merz und sein neues Kabinett feiern, aber es bleibt ein fader Beigeschmack. Was bedeutet der schwierige Start für die Koalition? Wie beschädigt ist der neue Kanzler? Woran ist Merz gescheitert? Darüber spricht Anne Will in dieser Folge mit einem der wenigen prominenten CDU-Mitglieder, die Merz und seine Regierungsbildung öffentlich sehr kritisch begleitet haben: Dennis Radtke - Europaabgeordneter und Vorsitzender der CDA, der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Dienstag, 6. Mai 2025, um 17:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill Politik mit Anne Will geht auf Live-Tour 11.6. Berlin 1.10. Köln 8.10. Hamburg 12.11. Leipzig Tickets gibt es hier: https://tix.to/Politik-mit-Anne-Will-Podcast-Live-2025 WICHTIGE QUELLEN: Phoenix: Wahl des neuen Bundeskanzlers Friedrich Merz und Vereidigung des Kabinetts, 06.05.25 Bundesamt für Verfassungsschutz: Bundesamt für Verfassungsschutz stuft die „Alternative für Deutschland“ als gesichert rechtsextremistische Bestrebung ein, 02.05.2025 CDA: Dennis Radtke spricht sich für Loyalität bei der Kanzlerwahl aus, 06.05.2025 DIE ZEIT: Die AfD wie jede Partei behandeln?, 02.05.2025 Tagesschau: Bröckelt die Brandmauer im EU-Parlament?, 25.10.2024 Süddeutsche Zeitung: „Das hat es von Adenauer bis Merkel nicht gegeben“, 28.04.2025 Süddeutsche Zeitung: Prüfung eines AfD-Verbots jetzt „dringlicher und erfolgversprechender, 04.05.2025 Tagesschau: Union sieht mögliches AfD-Verbot kritisch, 05.05.2025 Wirtschaftswoche: So tickt der neue Arbeiterführer der CDU, 15.09.2024 IMPRESSUM Redaktion: Sven Knobloch, Marie Steffens Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Patrick Zahn, Lukas Hambach, Maximilian Frisch Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Wie beginnt man ein neues Kapitel? Mit Christoph Kramer
Vom Profi-Fußballer zum Schriftsteller. Christoph Kramer hat sich in der Öffentlichkeit neu erfunden. Eine zweite Karriere gestartet. Ein neues Kapitel in seinem Leben aufgeschlagen. "Das Leben fing im Sommer an" heißt sein erster Roman. Ein Spiegel-Bestseller - worüber sich Kramer als selbsternannter Tabellenmensch besonders freut. Noch während er bei Borussia Mönchengladbach spielt, schreibt er Abend für Abend über seine Jugend. Aus alten Tagebüchern, die er dafür aus dem Bankschließfach holt, zeichnet er eine Coming-of-Age-Geschichte. Anne Will spricht mit Kramer darüber, wie ihm der Abschied vom Fußball gelungen ist. Wann ihm die Kabine besonders fehlt. Warum ihm Trauer hilft, noch schneller zu laufen. Warum er gut mit Druck umgehen kann. Und wie sein neues Leben als Schriftsteller aussieht. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 30. April 2025, um 17:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Christoph Kramer, Das Leben fing im Sommer an, Kiepenheuer&Witsch, März 2025 https://www.kiwi-verlag.de/buch/christoph-kramer-das-leben-fing-im-sommer-an-9783462007985 Kölner Treff mit Christoph Kramer, WDR5, 16.03.2025 https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-koelner-treff/audio-koelner-treff-mit-christoph-kramer-und-oliver-rohrbeck-100.html Spiegel, Interview mit Per Mertesacker: "Die Sache mit dem Brechreiz, es ist das erste Mal, dass ich darüber spreche", 09.03.2018 https://www.spiegel.de/sport/per-mertesacker-von-arsenal-london-ueber-die-haerten-des-fussballerlebens-a-00000000-0002-0001-0000-000156211278?sara_ref=re-so-app-sh IMPRESSUM Redaktion: Sven Knobloch Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Patrick Zahn, Lukas Hambach, Maximilian Frisch Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Gibt es Alternativen zur Brandmauer? Mit Anne Hähnig
Im neu gewählten Bundestag hat die AfD 152 Sitze und ist damit so stark wie noch nie. Im Koalitionsvertrag haben sich Union und SPD darauf geeinigt, dass „auf allen politischen Ebenen jede Zusammenarbeit mit verfassungsfeindlichen, demokratiefeindlichen und rechtsextremen Parteien “ ausgeschlossen sei. Trotzdem ist kurz vor Ostern erneut über den Umgang mit der AfD diskutiert worden, nachdem sich Jens Spahn (CDU) in einem Interview mit der BILD dazu äußerte: Man solle mit der AfD bei der Besetzung von Ausschüssen und bei anderen Abläufen des Bundestags künftig umgehen „wie mit jeder anderen Oppositionspartei auch". Aber die AfD ist eben keine Partei wie jede andere: Sie ist in Teilen gesichert rechtsextremistisch und radikalisiert sich immer weiter. Spahn erntete für seine Äußerungen viel Kritik, vor allem auch von der SPD, die sich gegen eine Normalisierung im Umgang mit der AfD aussprach. Spahn selbst stellte klar, dass auch er nicht von einer „Normalisierung“ gesprochen habe. Es ist nicht das erste Mal in diesem Jahr, dass die Brandmauer-Debatte um den Umgang der CDU mit der AfD hochkocht. Bereits Ende Januar hatte Friedrich Merz bei der Abstimmung zu den CDU/CSU-Entschließungsanträgen zur Migrationspolitik eine Mehrheit mit der AfD in Kauf genommen. Große Empörung von SPD, Grünen und Linken und landesweite Demonstrationen folgten. Anne Hähnig ist Redaktionsleiterin bei ZEIT Online und spricht in dieser Folge mit Anne Will darüber, wie die CDU zur Brandmauer steht und warum die Partei davon profitiert, an der Brandmauer festzuhalten. Anne Hähnig weiß aber auch: Es gibt Teile der CDU, die darüber nachdenken, wie ein anderer Umgang mit der AfD aussehen könnte und von „konditionierter Gesprächsbereitschaft“ sprechen. Was könnten die Alternativen zur Brandmauer sein? Und versprechen sie Erfolg – im Sinne einer Schwächung der AfD? Dass sich die AfD Regeln auferlegen lässt und sich von der CDU „zähmen“ lässt – daran glaubt Anne Hähnig nicht. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Dienstag, 22. April 2025, um 17 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Deutschlandfunk: Umstrittener Schulterschluss in der Asylpolitik zwischen Union und AfD, 02.02.2025 SPIEGEL: AfD beharrt auf Vorsitz in wichtigem Ausschuss, 16.04.25 Tagesschau: Experten zum Umgang mit der AfD - Einbinden oder abgrenzen? 20.04.2025 Tagesschau: Klingbeil wirft Spahn „Foulspiel“ gegen Merz vor, 18.04.2025 taz: CDU-Politiker über Zukunft der Partei: “Zuviel über Migration geredet”, 21.04.2025 Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung: Brandmauer unter Druck (Studie), 20.3.2025 ZEIT: AfD liegt in Forsa-Umfrage erstmals vor Union, 22.03.2025 ZEIT: Das Leben nach der Brandmauer, 17. April 2025 ZEIT: "Isch over!", 1. März 2025 IMPRESSUM Redaktion: Gina Enslin, Florian Barnikel Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Patrick Zahn, Lukas Hambach Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Hat Schwarz-Rot das Zeug dazu, gut zu regieren? Mit Melanie Amann
Der Koalitionsvertrag für eine schwarz-rote Regierung liegt seit knapp zwei Wochen vor. Es brauchte lange Verhandlungen, nun müssen als Nächstes die SPD-Mitglieder über den Vertrag abstimmen. Der Vertrag umfasst 144 Seiten, lässt aber große Würfe vermissen: keine Rentenreform, keine Steuerreform, keine Reform des Gesundheitssystems. Und alles, was drinsteht, bleibt unter “Finanzierungsvorbehalt”, denn die Koalition muss sparen. Dadurch wird in der kommenden Legislaturperiode viel Macht beim SPD-geführten Finanzministerium liegen. Am 6. Mai soll Friedrich Merz dann zum Bundeskanzler gewählt werden. Melanie Amann, stellvertretende Chefredakteurin des SPIEGEL, glaubt, Merz brauche dann viel Unterstützung, damit er seine Rolle gut ausfüllen kann. Ein Jahr ist es her, dass Anne Will und sie zusammen die erste Folge dieses Podcasts aufgenommen haben. Seitdem ist die Ampel zerbrochen und es gab vorgezogene Bundestagswahlen, nach denen die AfD im Bundestag so stark ist wie nie zuvor. Auch die Weltlage ist eine andere, nicht zuletzt seit Donald Trump wieder Präsident der USA ist. Hat Schwarz-Rot das Zeug dazu, gut zu regieren? Ist die Koalition inhaltlich und personell so gut aufgestellt, dass ihr eine bessere Zusammenarbeit gelingen könnte als der Ampel? Und kann sie die Stabilität und Resilienz bieten, die es in der angespannten Gegenwart braucht? Melanie Amann attestiert Schwarz-Rot zumindest genügend Pragmatismus und Erfahrung, damit das klappen könnte. Sie sagt aber auch: Dass im Koalitionsvertrag vieles vage bleibt, kann Flexibilität bedeuten - oder zu Konflikten führen. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 23. April 2025, um 17:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: FAZ: IWF warnt: Staatsverschuldung erreicht besorgniserregende Höhen, 23.04.2025 Handelsblatt: Michael Hüther: “Der Koalitionsvertrag hat einen massiven, blinden Fleck”, 10.04.2025 RND: So könnte ein schwarz-rotes Kabinett Merz aussehen, 15.04.25 SPIEGEL: Es wird laut, keiner will nachgeben. Dann kritzelt Dobrindt auf einen Zettel, 11.04.2025 SPIEGEL: Die Koalition lässt die Beitragszahler im Stich, 23.04.2025 Süddeutsche: Das will die neue Regierung, 09.04.2025 Tagesschau: Was bei der Ressortverteilung überrascht, 10.04.2025 Tagesschau: Senkung der Einkommenssteuer ist “nicht fix”, 13.04.2025 Tagesspiegel: Der Koalitionsvertrag im Expertencheck: Wird Deutschland jetzt wieder krisenfest? 09.04.25 Verantwortung für Deutschland - Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD IMPRESSUM Redaktion: Gina Enslin, Florian Barnikel Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Patrick Zahn, Lukas Hambach Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Schafft die CDU jetzt die Zeitenwende? Mit Annegret Kramp-Karrenbauer
Deutschland steht vor der nächsten Zeitenwende, obwohl die letzte noch gar nicht abgeschlossen ist. Auf der einen Seite hat Donald Trump im Eiltempo das westliche Verteidigungsbündnis ins Wanken gebracht, auf der anderen Seite steht die Bedrohung durch Russland. Die Politik in Deutschland ist unter Zugzwang, sicherheits- und verteidigungspolitisch schneller und entschlossener zu agieren. Die CDU hat deshalb, noch bevor die Koalitionsverhandlungen richtig begonnen haben, drastische Entscheidungen getroffen: Sie kassiert ihr Wahlversprechen ein, setzt noch mit den Stimmen des alten Bundestags die Schuldenbremse für Verteidigungsausgaben jenseits von 1 % des BIP aus und beschließt zusätzlich ein Sondervermögen von 500 Milliarden Euro für Infrastruktur und Klimaneutralität. Faktisch ermöglicht der CDU-Parteivorsitzende Friedrich Merz damit die Aufnahme von bis zu einer Billion Euro an Schulden. Schafft die CDU so die Zeitenwende? Darüber spricht Anne Will in dieser Folge mit der ehemaligen Verteidigungsministerin und CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer. So ein ,,whatever it takes”-Budget hätte sie während ihrer Amtszeit von 2019 bis 2021 auch gern gehabt. Schon damals war die Bundeswehr blank, heute ist sie blanker als blank. Entscheidend sei laut Annegret Kramp-Karrenbauer, heutige Vorsitzende der Expert:innenkommission der „Global Perspectives Initiative“, jetzt das Mindset. Es müsse eine gemeinsame Strategie der Regierung geben und auch des politischen Diskurses in Deutschland. Sie fordere deshalb schon länger einen Nationalen Sicherheitsrat, der solche Strategien entwickeln könnte. Gleichzeitig findet Kramp-Karrenbauer, dass Geld allein nicht genüge. Es brauche auch, zumindest für die großen Rüstungsvorhaben, ein beschleunigtes Verfahren. Und eine durch und durch resiliente demokratische Gesellschaft. Auch über das Thema Wehrpflicht sprechen Anne Will und Annegret Kramp-Karrenbauer. Welche Herausforderungen das mit sich bringt, das erklärt sie in der aktuellen Folge. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Dienstag, 1. April 2025, um 17:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Deutschlandfunk, Wehrbeauftragte Högl „Irgendeine Form von Pflicht wird es geben“, 31.03.2025 DIE ZEIT, Warum Schwedens Wehrpflicht-Modell in Deutschland nicht funktioniert, 07.03.2025 DIE ZEIT, Der Blick über den Tellerrand fehlt der deutschen Politik etwas, 09.02.2025 Frankfurter Rundschau, Wehrpflicht-Debatte: Grüne bringen „Freiheitsdienst“ ins Spiel – für alle zwischen 18 und 67, 31.3.2025 Global Perspectives, Welt im Umbruch – Deutschland und der Globale Süden, 28.01.2025 Süddeutsche Zeitung: Chronologie: Sieben Tage, die die Republik erschüttern, 12.02.2020 Tagesschau, Worüber Union und SPD noch streiten, 28.3.2025 Verfassungsblog, Wehrgerechtigkeit– demnächst auch für Frauen?, 8.3.2024 EMPFEHLUNGEN: Anne Will, Julia Friedrichs: Angst vor Krieg - Die Deutschen in der Zeitenwende. ARD, 2025 IMPRESSUM Redaktion: Sven Knobloch, Marie Steffens Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Maximilian Frisch, Patrick Zahn, Lukas Hambach Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Was, wenn Russland gewinnt? Mit Carlo Masala und Annegret Kramp-Karrenbauer
März 2028: Russische Truppen marschieren in die estnische Grenzstadt Narwa ein und besetzen die Ostseeinsel Hiiumaa. Der Angriff auf das Baltikum ist Realität geworden. Denn Europa hat nach dem Ende des Ukraine-Kriegs nicht konsequent aufgerüstet – das hat Folgen. Wie wird die NATO reagieren? Wird sie eingreifen und den Ernstfall riskieren – womöglich mit der Gefahr einer nuklearen Eskalation? Was wie der Beginn eines geopolitischen Albtraums klingt, ist erstmal nur ein hypothetisches Szenario, das der Militärexperte und Professor für Internationale Politik, Carlo Masala, in seinem neuen Buch ,,Wenn Russland gewinnt” entworfen hat. Aber was ist mit ,,gewinnen” überhaupt gemeint? Und was würde das für die Ukraine bedeuten - und für die baltischen Staaten, die NATO und auch für Deutschland? Wie bereiten wir uns als Staat, aber auch als Gesellschaft auf alle denkbaren Szenarien vor? Was muss die neue Bundesregierung leisten? All diese Fragen diskutiert Anne Will in dieser Folge mit Carlo Masala. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 2. April 2025, um 19:00 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: DIE ZEIT, Warum Schwedens Wehrpflicht-Modell in Deutschland nicht funktioniert, 07.03.2025 Frankfurter Rundschau, Wehrpflicht-Debatte: Grüne bringen „Freiheitsdienst“ ins Spiel – für alle zwischen 18 und 67, 31.3.2025 NDR, Bundeswehr und russisches "Zapad"-Manöver: "Beobachten das sehr genau", 20.03.2025 Ntv, Ende des Kuschelkurses? Trump äußert sich "stinksauer" über Putin, 30.3.2025 SR, Militärexperte Masala: Russland führt "hybriden Krieg" gegen Deutschland, 27.03.2025 Tagesschau, Worüber Union und SPD noch streiten, 28.3.2025 T-online, Carlo Masala: "Es kann nichts Schlimmeres passieren", 20.03.2025 Verfassungsblog, Wehrgerechtigkeit– demnächst auch für Frauen?, 8.3.2024 EMPFEHLUNGEN: Carlo Masala: Wenn Russland gewinnt. Ein Szenario. C.H. Beck, 2025 Anne Will, Julia Friedrichs: Angst vor Krieg - Die Deutschen in der Zeitenwende. ARD, 2025 IMPRESSUM Redaktion: Sven Knobloch, Marie Steffens Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Maximilian Frisch, Patrick Zahn, Lukas Hambach Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Löst Geld Deutschlands Probleme? Mit Jens Südekum
Die neue Regierung ist noch nicht im Amt, hat sich durch die milliardenschweren Schuldenpakete aber schon ein nie da gewesenes finanzielles Polster geschaffen. Aber löst das viele Geld auch Deutschlands Probleme? Darüber spricht Anne Will in dieser Folge mit dem Ökonomen Jens Südekum. Er ist Professor für Internationale Volkswirtschaftslehre an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und einer der einflussreichsten Ökonomen Deutschlands. Er ist auch einer der vier "Architekten" des jüngst beschlossenen Schuldenpakets, das sich auf über eine Billion Euro summieren könnte. Denn von deren Vorschlägen hat die künftige Regierung die meisten Punkte übernommen - und ist in Teilen sogar darüber hinausgegangen. Das hätte er nicht für möglich gehalten, sagt Südekum. Dennoch wird es jetzt in den Koalitionsverhandlungen kompliziert für SPD und Union. Denn während des Wahlkampfs hatte vor allem Letztere etwa weitreichende Entlastungen für Bürger und Unternehmen versprochen. Laut Ökonom Südekum sind die aber nicht umzusetzen. Denn die künftige Regierung hat zwar deutlich mehr Geld zur Verfügung, aber nur für Verteidigung und Infrastruktur. Wahlkampfversprechen wie zum Beispiel Steuersenkungen könnten damit nicht abgedeckt werden: "Da kommt ein riesiges Loch von 100 Milliarden auf uns zu, wenn wir diese Steuersenkungen mal ebenso machen. Da ist einfach kein Geld für da." Deshalb sei es nicht die SPD, die die Wahlversprechen in den Koalitionsverhandlungen der Union kippe, sondern die Realität. Wie das Milliardenpaket zustande kam und welche Maßnahmen die Politik nun treffen muss, damit mit dem Geld auch wirklich vieles besser wird - darüber spricht Anne Will mit Jens Südekum in dieser Folge. Außerdem stellen sie Gedankenspiele an, was man wohl für 500 Milliarden Euro alles kaufen könnte und klären, was es mit dem Wort "Verschiebebahnhof" auf sich hat. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Dienstag, 25. März 2025, um 17:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Handelsblatt, Die Schulden-Ökonomen? Wo die Grenzen der Politikberatung liegen, 19.03.2025 SZ, Wer den historischen Schuldendeal wirklich erfunden hat, 19.03.2025 FAZ, So gibt die SPD in der Wirtschaftspolitik den Ton an, 25.03.2025 Die Zeit, Zu viel versprochen, 24.03.2025 Spiegel, Die Angst der Union vor den [eckigen Klammern], 24.03.2025 SZ, Was bekommt man für 500 Milliarden Euro?, 20.03.2025 Stellungnahme von Veronika Grimm zu den Grundgesetzänderungen, 12.03.2025 IMPRESSUM Redaktion: Felix Schlagwein, Melisa Gürleyen Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Patrick Zahn, Lukas Hambach Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Wie schwierig ist Regieren geworden? Mit Shakuntala Banerjee und Jens Südekum
Die nächste Regierung ist noch nicht im Amt, aber schon jetzt steht fest: Die Herausforderungen, vor denen sie steht, sind riesig. Noch nie stand die transatlantische Partnerschaft so unter Druck und noch nie hatte eine in Teilen rechtsextreme Partei eine solche Macht im Bundestag. Der ist mittlerweile neu zusammengekommen. Zuvor hatten Union und SPD mit den Stimmen der Grünen noch die Grundgesetzänderungen zur Reform der Schuldenbremse und dem Sondervermögen für Infrastruktur durch den alten Bundestag gebracht. Das gibt ihr finanziell nie da gewesenen Spielraum - aber nur bei Verteidigung und Infrastruktur. In anderen Bereichen klafft bei den Koalitionsverhandlungen noch ein weites Loch im Kernhaushalt. In Anbetracht der schier endlosen Anzahl an Herkulesaufgaben, die die Regierung in spe zu meistern haben wird, fragt sich Anne Will gemeinsam mit der ZDF-Journalistin Shakuntala Banerjee in dieser Folge: Ist Regieren schwieriger geworden? Banerjee, die das Ende der letzten GroKo und die Ampel-Regierung in ihrer Zeit als stellvertretende Leiterin des ZDF-Hauptstadtstudios eng begleitet hat, ist sich sicher: Regieren ist heute tatsächlich schwieriger. Krisen habe es natürlich auch schon früher gegeben, auch knappe Kassen. Heute habe aber alles eine größere Dimension und eine ungleich höhere Geschwindigkeit. "Der Geduldsfaden ist mittlerweile relativ kurz", sagt Banerjee. Dennoch dürfe man auch angesichts der sich auftürmenden Krisen wie Rechtsruck, gebrochenen Wahlversprechen, kriselnden transatlantischen Beziehungen, Ukraine-Krieg und wirtschaftlichem Abschwung nicht die Zuversicht verlieren. "Diese Endzeitstimmung ist nicht angebracht, wenn man auch an die Erneuerungskräfte von Demokratie glaubt", sagt Banerjee. In dieser Folge blickt sie mit Anne Will außerdem auf den Vertrauensverlust, den Friedrich Merz schon vor Antritt seiner Kanzlerschaft verbuchen muss und auf die Aufgaben, denen sich auch der Journalismus in diesen herausfordernden Zeiten gegenübersieht. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 26. März 2025, um 17:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: SZ, Demokratie unter erschwerten Umständen, 25.03.2025 FAZ, So gibt die SPD in der Wirtschaftspolitik den Ton an, 25.03.2025 Die Zeit, Zu viel versprochen, 24.03.2025 Spiegel, Die Angst der Union vor den [eckigen Klammern], 24.03.2025 SZ, Koalitionsgespräche sind ins Stocken geraten, 23.3.25 Spiegel, Bundesrat stimmt Milliardenpaket zu – worum sich Merz jetzt kümmern muss, 21.03.2025 IMPRESSUM Redaktion: Felix Schlagwein, Melisa Gürleyen Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Maximilian Frisch, Patrick Zahn, Lukas Hambach Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Worauf verlässt sich die Ukraine noch? Mit Vassili Golod
In den vergangenen Tagen wurde gleich zweimal gespannt auf die Ergebnisse von Telefonaten unter Staatsoberhäuptern gewartet, denn US-Präsident Donald Trump hat diese Woche schon mit Wladimir Putin und mit Wolodymyr Selenskyj telefoniert. Am Wochenende hatte sich die Ukraine bei Gesprächen im saudi-arabischen Dschidda zu einer 30-tägigen Waffenruhe bereit erklärt. Unter anderem um diesen Vorschlag ging es am Dienstag im Telefonat von Trump und Putin. Das Ergebnis des Gesprächs bezeichnete Verteidigungsminister Boris Pistorius als “Nullnummer”: Putin stimmte einer Waffenruhe nur teilweise zu, nämlich in Bezug auf Angriffe gegen die Energieinfrastruktur - ein Vorschlag, von dem vor allem Russland militärisch und wirtschaftlich profitiert. In der Nacht auf Mittwoch führte Russland trotzdem Drohnenangriffe auf die Ukraine durch, es gab Tote und Verletzte. Die Ukraine griff in derselben Nacht ein russisches Öldepot an. Es folgte am Mittwoch das Telefonat zwischen Trump und Selenskyj. Es war der erste persönliche Kontakt zwischen den beiden Präsidenten seit dem desaströsen Zusammentreffen im Weißen Haus im Februar. Kurz nach dem Gespräch zwischen Trump und Selenskyj gibt Vassili Golod, crossmedialer Leiter des ARD-Studios in Kiew, in dieser Folge eine Einschätzung, was diese transatlantischen Telefonate eigentlich zu bedeuten haben und ob sie in Richtung Frieden führen. Mittlerweile sind mehr als drei Jahre vergangen, seit Russland den vollumfänglichen Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen hat. Auf ukrainischer Seite sind seitdem mehr als 45.100 Soldatinnen und Soldaten getötet worden. Die zivilen Opfer schätzt die UN auf 12.000, etwa 20 Prozent des ukrainischen Gebiets sind von Russland besetzt. Wie geht es den Menschen in der Ukraine in dieser Situation? Wie blicken sie auf die internationalen Entwicklungen und Verhandlungen? Und wer handelt wirklich im Interesse der Ukraine? Auch darüber sprechen Anne Will und Vassili Golod, der betont: Die Ukraine verlasse sich zuallererst auf sich selbst. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 19. März 2025, um 19:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Deutschlandfunk: Kein Ende in Sicht - Soldaten glauben nicht an Waffenstillstand, 19.3.2025 FAZ: Ukrainischer Botschafter: “Europa ist aufgewacht”, 15.3.2025 Statement von Wolodymyr Selenskyj bei X, 19.3.2025 Süddeutsche Zeitung: London und Paris drängen auf Friedenstruppe – Berlin bremst, 17.3.2025 Tagesschau: Was wurde in Dschidda vereinbart - und was bedeutet das? 12.3.2025 Zeit: Wladimir Putin und Donald Trump reden über Waffenruhe, 18.3.2025 Zeit: Donald Trump will ukrainische Kernkraftwerke übernehmen, 19.3.2025 IMPRESSUM Redaktion: Gina Enslin Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Maximilian Frisch, Lukas Hambach, Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Was macht die Linke mit dem Hype? Mit Heidi Reichinnek (Die Linke)
Die Linke hat bei der Bundestagswahl ein von vielen nicht mehr für möglich gehaltenes politisches Comeback hingelegt. Mit 8,8 Prozent hat sie deutlich zugelegt und ist wieder in Fraktionsstärke im Bundestag vertreten. Bei den 18- bis 24-Jährigen ist sie sogar die meistgewählte Partei geworden. Das Rezept: kultige Silberlocken, klarer Fokus auf soziale Themen wie Miete und eine Fraktionsvorsitzende, die viral geht. Die Rede von Heidi Reichinnek nach der gemeinsamen Abstimmung von Union und FDP mit der AfD wurde allein TikTok mehr als 7 Millionen Mal angeschaut. Was macht die Linke mit dem Hype? Wie will sie in ihrer Oppositionsrolle erreichen? Wie wird sie mit Fragen der Sicherheitspolitik beantworten? Und wie wird sie damit umgehen, mit dem politischen Gegner AfD eine Sperrminorität zu besitzen? Darüber spricht Anne Will mit der kommissarischen Fraktionsvorsitzenden der Linken, Heidi Reichinnek. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 12. März 2025, um 10 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Tagesschau: Wer wählte die Linke – und warum?, 24.02.25 Die Zeit: Linke Außenpolitik: Für ihren Pazifismus würden sie sogar mit der AfD stimmen, 26.02.25 ZDF: Politbarometer vom 7. März 2025 Der Spiegel: Neue Fraktion im Bundestag: Die Sorge der Linken vor der Wählerenttäuschung, 07.03.25 Die Linke: Beschluss des Parteivorstandes vom 1. März 2025 Sondierungspapier von CDU, CSU und SPD, 08.03.2025 IMPRESSUM Redaktion: Sven Knobloch, Olga Patlan Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Maximilian Frisch, Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Wie klug sind die schnellen Schulden von Union und SPD? Mit Alisha Mendgen und Heidi Reichinnek (Die Linke)
Die politische Weltlage verändert sich so rasant wie selten zuvor. Union und SPD haben unter enormem Druck sondiert und sich auf ein gigantisches, schuldenfinanziertes Finanzpaket geeinigt - entgegen aller Wahlkampfversprechen von Friedrich Merz. Wie klug sind die schnellen Schulden von Union und SPD? Was macht das mit der Glaubwürdigkeit von Friedrich Merz? Und warum kam er erst reichlich spät auf die Idee, auch die Grünen via Mailbox mit einzubeziehen? Gemeinsam mit der RND-Hauptstadtkorrespondentin Alisha Mendgen blickt Anne Will auf die komplizierte Regierungsbildung und darauf, ob der Versuch Mehrheiten mit dem “alten” Bundestag herbeizuführen der Demokratie schaden könnte. Außerdem spricht Anne Will mit der Linken-Politikerin Heidi Reichinnek über ihre neue, durch den Wahlerfolg gestärkte Rolle in der Opposition und darüber, ob sie gegenüber der Union gesprächsbereit wäre. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 12. März 2025, um 17:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Sondierungspapier von CDU, CSU und SPD, 08.03.2025 Spiegel Online: »Bitte seid ehrlich zu uns: Die Wehrpflicht wird kommen«, 11.03.25 Stern: Der Milliardenpakt – Rekonstruktion eines Wortbruchs, 10.03.2025 Stern: Die Union muss mit der Linken kooperieren, 25.2.2025 Tagesschau: Was, wie viel, wofür - die Einigung in Finanzfragen, 04.03.25 Alisha Mendgen: Merz-Ultras gegen Merz: Wenn „CDU Pur“ durch Kompromisse ersetzt wird, 7.3.2025 Tagesschau: Darf der alte Bundestag über das Finanzpaket entscheiden?, 5.3.2025 Phoenix vor Ort: B'90/Grüne: Nein an SPD & Union - Fraktions-PK mit Dröge, Haßelmann, Brantner & Banaszak, 10.03.2025 IMPRESSUM Redaktion: Sven Knobloch, Olga Patlan Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Maximilian Frisch, Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Wie ist Trump noch zu stoppen? Mit Cathryn Clüver Ashbrook
Donald Trump hat am 4. März zum ersten Mal in seiner zweiten Amtszeit eine Rede vor dem US-Kongress gehalten. Diese Rede war mit 1 Stunde und 40 Minuten rekordverdächtig lang - enthielt aber wenig Neues. “America is back”, sagte Trump und rühmte sich mit den erfolgreichen ersten 43 Tagen seiner Regierungszeit. Die Demokratinnen und Demokraten im Kongress protestierten mit Schildern, auf denen beispielsweise stand: “This is not normal.” “Flood the zone”, nach diesem Prinzip verfährt die Trump-Administration. Es geht dabei um die komplette Überlastung des Systems mit politischen Entscheidungen und Nachrichten und dieser Zustand überfordert sowohl amerikanische Bürgerinnen und Bürger als auch die Medien und Gerichte. In den ersten Wochen seiner Präsidentschaft hat Donald Trump nämlich sehr vieles angeordnet: Er hat den Notstand an der Grenze zu Mexiko ausgerufen und dort das Militär eingesetzt, ist aus dem Pariser Klimaabkommen und der WHO ausgetreten, will das Staatsbürgerschaftsprinzip der USA verändern und hat Trans-Athletinnen vom Frauensport ausgeschlossen. Zuletzt verkündete er zwei Entscheidungen von massiver Tragweite: Er setzte die Militärhilfen für die Ukraine im Wert von über einer Milliarde US-Dollar vorerst aus und führte Einfuhrzölle von 25 Prozent für alle Produkte aus Kanada und Mexiko ein. Trumps Entscheidungen haben für die Menschen im Land gravierende Folgen und sorgen zugleich international für Erschütterung. Wie und ob man Trump jetzt noch stoppen kann, darüber spricht Anne Will in dieser Folge mit der deutsch-amerikanischen Politologin Cathryn Clüver Ashbrook. Wo ist eigentlich die Opposition in den USA? Auf wen kann man sonst die Hoffnungen setzen? Cathryn Clüver Ashbrook bezeichnet sich selbst als “transatlantische Übersetzerin” und erklärt, wer sich in den USA gerade gegen Trump wehrt und warum Angst dabei in dieser zweiten Amtszeit eine große Rolle spielt. Außerdem blickt sie auf die Rolle der Medien und darauf, welche Rolle Diplomatie jetzt spielen kann. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 5. März 2025, um 17 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: The White House: President Trump Addresses Joint Session of Congress, 4.3.2025 ZDF: Rede vor dem US-Kongress: Trumps Behauptungen im Faktencheck, 5.3.2025 Ipsos: Three in five Americans say the cost of living is going in the wrong direction, 5.3.2025 Tagesschau: Streit über Auslandshilfen: Niederlage für Trump vor dem Supreme Court, 5.3.2025 Der Spiegel: US-Demokratin Slotkin kritisiert Präsident Trump, 5.3.2025 Bayerischer Rundfunk: Trump-Zölle: Was sind Strafzölle und wie funktionieren sie? 4.3.2025 Peterson Institute for International Economics: Trump's tariffs on Canada, Mexico, and China would cost the typical US household over $1,200 a year, 3.2.2025 Reuters: Trump threatens funding cut to colleges allowing 'illegal protests', 4.3.2025 Tagesschau: US-Vize Vance in München: Eine beispiellose Abrechnung mit Europa, 14.2.2025 IMPRESSUM Redaktion: Gina Enslin, Florian Barnikel Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Lukas Hambach, Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Welche Rolle spielt Keir Starmer bei der Suche nach Frieden? Mit Annette Dittert
Es ist lange her, dass so positiv über einen britischen Premierminister berichtet wurde wie über ihn: Keir Starmer. Am Samstag hat er den ukrainischen Präsidenten Selenskyj in London empfangen, am Sonntag dann einen Gipfel mit zahlreichen westlichen Staatsoberhäuptern abgehalten, bei dem es um die Zukunft der Ukraine-Unterstützung ging. Dieser Gipfel war lange geplant, doch nach dem diplomatischen Eklat zwischen US-Präsident Trump und Selenskyj lastete plötzlich ein neuer Druck auf dem Zusammentreffen in London. Große Entscheidungen wurden nicht getroffen, doch man hat sich verständigt, dass eine “Koalition der Willigen” - unter anderem Großbritannien und Frankreich - zusammen an einem Friedensplan für die Ukraine arbeiten wollen. Kaum war das beschlossen, verkündete der französische Präsident Macron schon, man plane eine einmonatige Waffenruhe in der Ukraine. Starmer ruderte zurück. Knapp einen Tag später verkündete Donald Trump, die Ukraine-Unterstützung der USA werde bis auf weiteres ausgesetzt. Es handelt sich dabei um Hilfen im Wert von mehr als einer Milliarde US-Dollar, die vom Kongress noch unter Joe Biden genehmigt wurden. Darüber, welche Rolle Keir Starmer und Großbritannien bei der Suche nach Frieden spielen, spricht Anne Will in dieser Folge mit Annette Dittert, langjährige ARD-Korrespondentin in London. Annette Dittert erklärt, warum Starmer gerade “der richtige Mann am richtigen Platz” ist, aber auch, wo er als Brückenbauer zwischen der EU und den USA an seine Grenzen kommen könnte. Außerdem blicken die beiden auf den Zustand des britischen Militärs und Annette Dittert erklärt, warum Großbritannien gut beraten ist, den Draht zum Weißen Haus aufrechtzuerhalten. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Dienstag, 4. März, um 17:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Deutschlandfunk: Trump setzt Militärhilfe für die Ukraine aus – Kritik aus Frankreich und Polen, 4.3.2025 Der Spiegel: Vorstoß von Frankreich: Großbritannien dementiert Einigung auf Plan für Waffenruhe in der Ukraine, 3.3.2025 European Commission: European Commission President Ursula von der Leyen statement on defence package, 4.3.2025 Süddeutsche Zeitung: Starmer will retten, was vielleicht nicht mehr zu retten ist, 3.3.2025 Volodymyr Selenkyj auf X, 4.3.2024 The Guardian: Starmer presents Trump with invitation for state visit from King Charles, 27.2.2025 The Guardian: UK MPs condemn ‘deeply disrespectful’ JD Vance comments, 4.3.2025 Tagesschau: Antrittsbesuch USA: Premierminister Starmer und die Ukraine-Hilfen, 27.2.2025 ZDF: Ukraine-Gipfel: Europa stellt sich hinter Selenskyj, 2.3.2025 IMPRESSUM Redaktion: Gina Enslin, Florian Barnikel Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Lukas Hambach, Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Kann Friedrich Merz Stabilität? Mit Armin Laschet (CDU)
Mit 28,5 Prozent der Stimmen wurde die Union vergangenen Sonntag stärkste Kraft. Friedrich Merz wird voraussichtlich neuer Kanzler. Sein Vorgänger als Kanzlerkandidat für die Union war Armin Laschet, ehemaliger Ministerpräsident von NRW, der bei der Wahl 2021 knapp hinter Olaf Scholz blieb. Gerade wurde Laschet wieder direkt in den Bundestag gewählt - und zu Anne Will ins Studio kommt er geradewegs aus der ersten Fraktionssitzung der Union nach der Wahl. Für Friedrich Merz gibt es nur eine Regierungsoption: eine schwarz-rote Koalition. Diese neue Regierung hat einiges vor sich, wenn sie versuchen will, ein weiteres Erstarken der AfD zu verhindern und angesichts der angespannten globalen Lage Stabilität zu bieten. Armin Laschet ist ein erfahrener Koalitionsverhandler und spricht mit Anne Will darüber, was jetzt wichtig ist, damit Deutschland schnell eine stabile Regierung bekommt. Was braucht es, damit Gespräche zwischen Union und SPD gelingen? Müssen "Kurs und Ton" von Friedrich Merz sich ändern, wie es SPD-Parteivorsitzender Lars Klingbeil fordert? In den Wochen vor den Wahlen war Merz kompromisslos aufgetreten und die von ihm angestoßene Abstimmung über einen Entschließungsantrag zur Migrationspolitik, der mit Stimmen der AfD Erfolg hatte, löste landesweite Proteste aus. Armin Laschet erklärt, warum er dem Entschließungsantrag im Januar zugestimmt hat und wieviel Stabilität er Friedrich Merz, den er schon lange kennt, als Bundeskanzler zutraut. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Dienstag, 25. Februar, um 17 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Aachener Zeitung: Armin Laschet distanziert sich von Merz‘ Fünf-Punkte-Plan, 04.02.2025 DER SPIEGEL: Ohne die Alten hätte Deutschland keine demokratische Mitte, 24.02.2025 Frankfurter Rundschau: „So spricht ein Mini-Trump“: SPD reagiert empört auf Merz-Rede, 25.02.2025 Friedrich Merz: #Merzrede beim Wahlkampfabschluss von CDU und CSU in München, 22.02.2025 Friedrich Merz, Statement zur Tat von Aschaffenburg, 23.01.2025 MDR: So wurde in den Wahlkreisen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gewählt, 25.02.2025 Tagesschau: Bundestagswahl 2025, 24.02.2025 ZDF heute Journal: Klingbeil: Merz muss "Kurs und Ton" ändern, 24.02.2025 Süddeutsche Zeitung: Nur für Männer: Unions-Spitzentreffen im Adenauer-Haus, 25.02.2025 ARD/ZDF: Berliner Runde zur Bundestagswahl 2025, 23.02.2025 IMPRESSUM Redaktion: Gina Enslin, Marie Steffens Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Max Frisch, Lukas Hambach, Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Schafft Deutschland einen echten Neuanfang? Mit Bernd Ulrich und Armin Laschet (CDU)
Deutschland stellt sich politisch neu auf: Eine schwarz-rote Koalition unter Friedrich Merz als Bundeskanzler ist in Aussicht. Die Union sieht nach der Wahl einen klaren Regierungsauftrag, ist aber mit 28,5 Prozent der Stimmen weit unter ihren Hoffnungen geblieben. Zusammenraufen muss sie sich nun mit der angeschlagenen SPD, die gerade ihr historisch schlechtestes Wahlergebnis bei einer Bundestagswahl geholt hat. Währenddessen hat die Linke einen massiven Aufschwung verzeichnet, die FDP fliegt aus dem Bundestag und die AfD verdoppelt ihren Stimmanteil. Nachdem Friedrich Merz im Januar eine Abstimmung im Bundestag mit Stimmen der AfD durchgebracht und im Wahlkampf von “linken und grünen Spinnern” gesprochen hatte, ist die SPD auf seine Union nicht gut zu sprechen. SPD-Vorsitzender Lars Klingbeil forderte mit Blick auf eine mögliche Koalition, Merz müsse seinen “Kurs und Ton” ändern, damit eine Zusammenarbeit funktionieren kann. Auch rechnerisch ist die Ausgangslage für die kommende Regierung knifflig, weil die Parteien der Mitte ohne Linke oder AfD keine Zweidrittelmehrheit mehr im Bundestag erreichen können. Die ist aber notwendig für verfassungsändernde Entscheidungen, wie zum Beispiel eine Reform der Schuldenbremse oder ein neues Sondervermögen für die Bundeswehr. Wie kann die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz den Herausforderungen begegnen? Schafft sie einen echten Neuanfang, gerade in dieser weltpolitisch so aufgewühlten Zeit? Darüber spricht Anne Will mit Bernd Ulrich, Journalist bei der ZEIT. “Wir leben in einer komplett neuen Zeit”, sagt er und betont, dass die aktuellen globalen Krisen so groß sind, dass „die normalen Bordmittel der Politik“ nicht mehr ausreichen. Darauf werde sich sowohl die nächste Bundesregierung als auch die Bevölkerung einstellen müssen. Inmitten der sich überschlagenden Weltgeschichte müsse ein Neuanfang auch darin bestehen, dass sich die Kommunikation zwischen Politik und Bevölkerung grundlegend verändert. Wie Koalitionsverhandlungen gelingen können, darüber hat Anne Will auch mit Armin Laschet gesprochen, der 2021 als Kanzlerkandidat für die Union ins Rennen ging. Er glaubt, dass Union und SPD sich bei innenpolitischen Themen einigen können und betont, die nächste Regierung müsse liefern, um einen weiteren Aufstieg der AfD zu verhindern. Die komplette Folge mit Armin Laschet veröffentlichen wir am 1. März 2025 um 6 Uhr. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 26. Februar 2025, um 17:00 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Die Zeit: Merz plus X, 20.02.25 Die Zeit: Zur Hölle mit den Triggerpunkten, 24.02.2025 Die Zeit: Beißt euch zusammen, 26.02.2025 Der Spiegel: Ohne die Alten hätte Deutschland keine demokratische Mitte, 24.02.2025 Friedrich Merz: #Merzrede beim Wahlkampfabschluss von CDU und CSU in München, 22.02.2025 ZDF heute Journal: Klingbeil: Merz muss "Kurs und Ton" ändern, 24.02.2025 MDR: So wurde in den Wahlkreisen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gewählt, 25.02.2025 Tagesschau: Bundestagswahl 2025, 24.02.2025 Tagesschau: Union empört mit Fragen zu NGOs, 26.02.2025 Tagesspiegel: Vor dem Kanzlerwechsel: Scholz sieht „kein Regierungspraktikum“ für Nachfolger Merz vor, 26.02.2025 IMPRESSUM Redaktion: Gina Enslin, Marie Steffens Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Max Frisch, Patrick Zahn, Lukas Hambach Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Was entscheidet die Wahl? Mit Karl-Rudolf Korte
Die Bundestagswahl steht vor der Tür! Ein Fest der Demokratie ist das, darüber sind sich Anne Will und ihr Gast dieser Folge einig. Der Politikwissenschaftler Karl-Rudolf Korte ist seit vielen Jahren einer der renommiertesten Wahlexperten der Bundesrepublik. Mit ihm blickt Anne Will vorab auf den Wahlsonntag - und darüber hinaus. Über allem steht die Frage: Was entscheidet die Wahl? Denn das Interesse ist riesig. Gleichzeitig sind die Umfragewerte der Parteien - mit Ausnahme der Linken - seit Wochen wie eingefroren. Haben politische Großereignisse wie etwa Merz’ gemeinsame Abstimmung mit der AfD über schärfere Migrationspolitik also keine Auswirkungen auf die Wahl? Immerhin gingen deutschlandweit Hunderttausende auf die Straße. Außerdem gibt es bei dieser Bundestagswahl eine Einmischung von außen wie nie zuvor. Neben Russland macht auch die neue US-Regierung keinen Hehl daraus, dass sie die AfD unterstützt. Elon Musk ließ sich auf deren Parteitag zuschalten, Vizepräsident J.D. Vance sprach am Rande der Münchener Sicherheitskonferenz mit AfD-Parteichefin Alice Weidel. Auswirkungen auf das Wahlverhalten der Wählerinnen und Wähler habe das aber kaum, sagt Politikwissenschaftler Korte. Die Kämpfe um die Deutungshoheit bei Themen wie Migration, Wirtschaft und Frieden sind in diesem Wahlkampf hart geführt worden. Neue Ansätze habe aber kaum eine Partei geliefert, sagt Politikwissenschaftler Korte. “Zukunftsarm” sei dieser kurze Wahlkampf nach dem Bruch der Ampel-Koalition gewesen. Verwundern sollte das allerdings nicht, denn Wahlen in Deutschland würden traditionell in der Mitte gewonnen, so Korte. Die Deutschen seien beim Urnengang “risikoavers”. In dieser Folge blicken Anne Will und Politikwissenschaftler Karl-Rudolf Korte auch auf die Zukunft der zur Wahl stehenden Spitzenkandidaten. Wie geht es für sie im Fall einer Wahlniederlage weiter? War es ein Fehler, dass zumindest die Ampel-Parteien mit demselben Spitzenpersonal ins Rennen gehen? Besonders bei der SPD, sagt Korte, stelle man sich schon jetzt auf eine Zeit nach Olaf Scholz ein. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 19. Februar 2025, um 17:00 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: ZDF, Politbarometer, 14.02.2025 FAZ, Bach rauf oder Bach runter?, 18.02.2025 SZ, Die CDU fürchtet einen Sieg, der nicht zum Durchregieren reicht, 18.02.2025 Zeit, Sogar die Grünen sind nach rechts gerückt, 18.02.2025 taz, Renaissance der Linkspartei: Wiederauferstehung einer Totgesagten, 18.02.2025 FAZ, Wen wir wählen und warum, 16.02.25 EMPFEHLUNGEN: Karl-Rudolf Korte, Wählermärkte. Wahlverhalten und Regierungspolitik in der Berliner Republik., Campus, 2024. IMPRESSUM Redaktion: Felix Schlagwein, Florian Barnikel Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Max Frisch, Patrick Zahn, Lukas Hambach Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Welche Macht hat Trump über Deutschland? Mit Christoph von Marschall
Spätestens bei der Münchener Sicherheitskonferenz ist klar geworden: Die USA ziehen sich als verlässlicher Partner für Deutschland, Europa und die Ukraine immer weiter zurück. In München haben Anne Will und der Journalist Christoph von Marschall die Rede von US-Vizepräsident J.D. Vance gemeinsam verfolgt - und waren, wie die meisten Beobachterinnen, überrascht. Denn Vance machte kaum Aussagen zur künftigen Sicherheitslage in Europa oder der Rolle der USA. Stattdessen griff er die Europäer wegen vermeintlich bedrohter Meinungsfreiheit an. Das sei eine größere Gefahr als Russland oder China. Im Gespräch mit Anne Will ordnet der Diplomatische Korrespondent der Chefredaktion des Tagesspiegel - nun wieder aus seiner Wahlheimat Washington - die Ereignisse ein. "Es wäre nötig, dass wir nach den vielen 'Weckrufen' auch mal wach werden", sagt Christoph von Marschall. Europa müsse schnell und energisch handeln und aufrüsten, um für einen potentiellen größeren Krieg mit Russland in Zukunft gewappnet zu sein. Der Fokus auf gemeinsame Verteidigungsfähigkeit habe oberste Priorität. Frankreichs Präsident Macron versuchte mit einem spontanen Ukraine-Gipfel in Paris den Eindruck europäischer Geschlossenheit zu erwecken. Dass er nicht alle Staaten zu dem Treffen einlud, erzeugte allerdings ein gegenteiliges Bild. Fast gleichzeitig trafen sich die Außenminister der USA und Russlands in Saudi-Arabien, um sich wieder anzunähern. Vertreter aus der Ukraine und der EU waren nicht eingeladen. Bei Letzteren wächst die Angst, bei einem möglichen Friedensdeal zwischen Trump und Putin übergangen zu werden. Markieren die vergangenen Tage eine Zeitenwende in der Sicherheitspolitik? Sie beleuchten auf jeden Fall umso stärker wieder Fragen, die schon seit Beginn des Krieges gegen die Ukraine immer wieder diskutiert werden: Braucht es eine europäische Armee? Bis zu welchem Grad sollte sich Deutschland militärisch an der Sicherheit der Ukraine beteiligen und vor allem: hätten wir dafür auch die Ressourcen? Wie geht man jetzt mit Russland um – Frieden durch Abschreckung oder Beschwichtigung? Ohne die USA muss Europa seine Rolle in der Welt neu definieren. Die Frage ist nur, können die europäischen Staaten diese Rolle auch schnell genug ausfüllen? Diese Fragen bespricht Anne Will mit Christoph von Marschall in dieser Folge. Außerdem blicken Sie auf die langfristige Strategie der Trump-Regierung und wie eine zukünftige Bundesregierung mit ihr zurechtkommen könnte. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Dienstag, 18. Februar, um 16 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Tagesspiegel, Appeasement gegenüber Putin: Darauf könnte der große Krieg folgen, 16.2.2025 Der Spiegel, Es war einmal eine transatlantische Freundschaft, 17.2.2025 SZ, Europa muss mehr Geld für Rüstung ausgeben – und intelligenter als bisher, 17.2.2025 Die Zeit, Ohne Wehrpflicht keine Chance, 17.2.2025 Die Zeit, Es geht jetzt um den Frieden in Europa, 18.2.2025 Spiegel, Europas Woche der Wahrheit, 17.2.2025 IMPRESSUM Redaktion: Felix Schlagwein, Florian Barnikel Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Max Frisch, Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Wird dieser Wahlkampf der Lage gerecht? Mit Julia Reuschenbach
Diese Folge wurde am Mittwoch, den 12. Februar 2025 aufgezeichnet und der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 12. Februar 2025, um 16:00 Uhr. Der Wahlkampf läuft auf Hochtouren, doch welche Impulse setzen die großen Parteien wirklich? Die Union präsentiert sich als Alternative zur Ampel, doch mit einem Programm, das erhebliche Finanzierungsfragen aufwirft. Friedrich Merz setzt auf Migration und wirtschaftliche Kompetenz – doch reicht das für einen überzeugenden Kurswechsel? Die SPD wirkt inhaltlich blass und kämpft gegen schlechte Umfragewerte, während Olaf Scholz auf ein “Weiter so” setzt. Die Grünen stehen vor der Herausforderung, mit eigenen Themen wie Klimapolitik und Sozialstaat zu punkten – doch erreicht ihre Botschaft die Wählerinnen und Wähler? Während Hunderttausende gegen den Rechtsruck demonstrieren, setzen nicht nur die Union, sondern auch SPD und Grüne auf eine restriktivere Migrationspolitik. Könnte das einer der Gründe sein, warum Die LINKE derzeit wieder an Zulauf gewinnt? Doch wird dieser Wahlkampf den Herausforderungen tatsächlich gerecht, vor denen das Land steht? Ist die politische Mitte zu unentschlossen, um sich gegen den Populismus zu behaupten? Welche Konzepte fehlen, um die Wählerinnen und Wähler zu überzeugen? Und warum scheint der Wahlkampf so wenig Bewegung in die Umfragen zu bringen? Gemeinsam mit der Politikwissenschaftlerin Julia Reuschenbach analysiert Anne Will in dieser Folge die Dynamik dieses Wahlkampfs. Wir sprechen über die Frage, ob nach der Wahl überhaupt noch konstruktive Zusammenarbeit möglich ist – oder ob sich die verhärteten Fronten weiter verfestigen. Nach der Wahl muss eine Koalition entstehen – aber mit wem? Und zu welchem Preis? WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: ZEIT ONLINE, Die letzte Bundestagsdebatte vor der Wahl, 11.02.2025 SPD, Kevin Kühnert hält letzte Rede im Bundestag - emotionaler Abschied, 11.02.2025 ZEIT ONLINE, Bundestagswahl: Wer passt zu wem?, 10.02.2025 Tagesschau, Das TV-Duell – Olaf Scholz gegen Friedrich Merz in voller Länge, 10.02.2025 DER SPIEGEL, Wahlkampf in der Retrofalle, 10.02.2025 ZEIT ONLINE, Autoritarismus-Studie: Zufriedenheit mit der deutschen Demokratie nimmt stark ab, 13.11.2024 DIW, Steuerreformvorschläge der Parteien: Ambitionierte Entlastungen für arbeitende Mitte und Unternehmen treiben Defizite, 10.02.2025 EMPFEHLUNGEN: Julia Reuschenbach, Korbinian Frenzel: Defekte Debatten. Suhrkamp, 2024. IMPRESSUM Redaktion: Sven Knobloch, Teresa Sickert Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Max Frisch, Lukas Hambach, Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
War’s das jetzt für Schwarz-Grün? Mit Robert Habeck (Grüne)
Bei Robert Habeck geht es derzeit ziemlich turbulent zu. Er steckt mitten in der heißen Phase des Wahlkampfs, und das Thema Migration dominiert die politische Debatte - ein Feld, auf dem den Grünen von Seiten der Wählerinnen und Wähler traditionell eher wenig Kompetenz zugerechnet wird. Habeck selbst hat kürzlich einen Plan für eine schärfere Migrationspolitik vorgelegt, der allerdings bei vielen in seiner Partei für Kritik sorgte. Darüber spricht Anne Will in dieser Folge mit Robert Habeck, Vizekanzler, Wirtschaftsminister und Spitzenkandidat der Grünen. Und über allem schwebt die Frage: Kann er, können die Grünen, mit Friedrich Merz nach der Bundestagswahl eine neue Regierung bilden oder war’s das mit Schwarz-Grün? Nach Merz’ gemeinsamer Abstimmung unter anderem mit der AfD hatte Habeck den Kanzlerkandidaten der Union scharf attackiert. Seine Kritik wiederholt Habeck im Gespräch mit Anne Will, betont aber auch, demokratische Parteien müssten gesprächs- und idealerweise auch einigungsfähig sein. Merz müsse dafür aber zurückrudern und Fehler eingestehen, so Habeck. Ohne Kompromissbereitschaft vonseiten der Union seien Gespräche “faktisch nicht denkbar”. Auch über Habecks Fehltritte und Erfolge als Wirtschaftsminister spricht Anne Will mit Robert Habeck in diesem Interview. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 05. Februar 2025, um 12:00 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Süddeutsche Zeitung, Grüne Jugend legt eigenen Zehn-Punkte-Plan vor, 05.02.2025 Der Spiegel, Habeck verlangt Fehlereingeständnis von Merz vor möglicher Zusammenarbeit, 03.02.2025 Süddeutsche Zeitung, Die Grünen streiten über Habecks Migrationspläne, 04.02.2025 WirtschaftsWoche, Diese Arbeitsmarktzahl muss die neue Bundesregierung alarmieren, 31.01.2025 Die Zeit, Einer von Habecks schwersten Auftritten, 29.01.2025 Robert Habeck im WDR 0630 Interview, 03.02.2025 IMPRESSUM Redaktion: Felix Schlagwein, Melisa Gürleyen Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Lukas Hambach, Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices