Podz-Glidz. Der Lu-Glidz Podcast
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Groundhandlix - Urs Aschmann - Podz-Glidz 37
Groundhandling gilt als eine der wichtigsten Übungen auf dem Weg zu einem sichereren Piloten. Urs Aschmann vertraut dabei auf die Macht der kleinen Schritte. +++ Egal wen man fragt, was man tun kann, um zu einem besseren Piloten zu werden – Eine Antwort wird so gut wie immer unter den Top-3-Tipps rangieren, die man bekommt: Groundhandling. Es ist das Spiel mit dem Schirm am Boden aber ohne das Ziel, zwangsläufig auch in die Luft zu kommen. Das Groundhandling hat viele Gesichter, es gibt diverse Philosophien oder gar Schulen. Renommierte Experten wie Mike Küng würden das Groundhandling am liebsten als eigene sportliche Disziplin etablieren. Da wird der Schirm zum Hilfsmittel, um Strohballen, Laternenmasten oder steile Felsen allein mit den Zug- und Auftriebskräften des Schirmes zu erklimmen. Andere sehen Groundhandling eher als sanftes Spiel, als spaßvolle Übung, um Vertrauen in seinen Schirm zu gewinnen, dessen Bewegungen spüren und antizipieren zu lernen und so vor allem zum sicheren Starter zu werden. Einer, der eher in diese zweite Kategorie fällt, ist der Schweizer Urs Aschmann. Urs hat erst mit Mitte 40 das Gleitschirmfliegen gelernt, aber bald auch ein paar schmerzhafte Erfahrungen gemacht. Schließlich entdeckte er das Groundhandling für sich als Weg, um wieder angstfrei an den Start zu gehen. Mit der Zeit war er so versiert im Bodenturnen mit dem Schirm, dass er Lust bekam, sein Wissen und Können weiterzugeben – unter dem charmanten Namen: Groundhandlix. In dieser 37. Folge von Podz-Glidz teilt Urs einiges aus dem Schatz seiner Erfahrungen. Was da so alles kommt, soll hier nicht gleich verraten werden. Nur so viel: Es geht auch um die Entdeckung der Langsamkeit. Viel Spaß beim Hören! +++ +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: "Knowpe" von Noir et Blanc Vie No copyright music

Staying Alive - Stef Juncker - Podz-Glidz 36
Stef Juncker hat den Corona-Lockdown genutzt, um innerhalb von 40 Tagen 50 Podcast-Folgen mit vielen Größen der Gleitschirmszene aufzunehmen. +++ Was soll man machen, wenn der Präsident von Südafrika von jetzt auf gleich sein Land in den Corona-Lockdown schickt und man auch als Gleitschirmflieger nicht mehr vor die Tür, geschweige denn in die Luft gehen darf? Der in Südafrika lebende Belgier Stef Juncker machte das Beste aus seinen Möglichkeiten und setzte sich vors Telefon. Dann rief er reihum in aller Welt seine Gleitschirmfreunde per Skype an, führte mit ihnen mehr oder weniger tiefgreifende Gespräche und stellte die Mitschnitte davon ins Internet. Sein englischer Podcast „Staying Alive in Paragliding“ brach einen Rekord, wahrscheinlich nicht nur in der Gleitschirmszene: Von 0 auf 50 Folgen in nur 40 Tagen, das dürfte vor Stef noch kaum einer geschafft haben. Es ist ein wahrer Gesprächsmarathon mit vielen Größen der internationalen Gleitschirmszene, immer wieder gefüllt mit lustigen wie interessanten Anekdoten, lehrreichen Erkenntnissen, Eindrücken aus aller Welt der Fliegerei – und auch der persönlichen Geschichte von Stef Juncker. Stef nimmt seit über 20 Jahren an Gleitschirmwettbewerben teil, hat dafür schon die halbe Welt bereist, spricht etliche Sprachen (darunter auch Deutsch) und pflegt ein überaus reiches Portfolio an Bekanntschaften. In Kapstadt betreibt er das größte Tandemflug-Unternehmen Afrikas. Den südafrikanischen Winter, also unseren Sommer, verbringt er normalerweise in Europa oder sonstwo auf reisen. Durch Corona ist das diesmal anders, aber umso mehr hat er Zeit fürs erzählen. Diese Podcast-Folge ist wie Stefs Leben ein bunter Ritt durch viele Themen. Darunter: Wie er mit einem Clowngeschäft zu Geld kam, wie sich das Tandem-Business und das Fliegen in Südafrika von dem in den Alpen unterscheidet, warum die Gleitschirmwettbewerbe in Zukunft einen größeren Fun-Faktor haben sollten und was er selbst von seinem Podcast-Gesprächspartnern noch lernen konnte. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: "Artifact" von Kevin MacLeod (incompetech.com) Downloadlink: https://incompetech.com/music/royalty-free/mp3-royaltyfree/Artifact.mp3

Faktor Mensch - Bendicht Erb - Podz-Glidz 35
Bendicht Erb hat eine sportpsychologische Arbeit über den Startstress geschrieben. Im dieser 35. Folge von Podz-Glidz erzählt er über die Bedeutung des Mentalen fürs Fliegen. +++ Hand aufs Herz, es geht uns wohl allen so. Wenn wir mit unserem Gleitschirm an den Start gehen und dann ein wenig in uns hinein horchen oder fühlen, können wir es spüren. Unser Herz schlägt schneller. Bei den einen mag das ein Zeichen einer spannungsgeladenen Vorfreude auf den Flug sein, bei vielen anderen ist es aber auch einfach nur Stress, und zwar im negativen Sinne. Und dieser Startstress kann manchen Piloten das Fliegen sogar verleiden. Damit es nicht soweit kommt, sollte man sich mit dem Thema Stress beim Fliegen auseinandersetzen. Einer, der das sehr intensiv getan hat, ist Bendicht Erb, allgemein Bänz gerufen. Bänz arbeitet als Fluglehrer bei der Flugschule Chillout Paragliding in Interlaken, zudem auch als Grafiker bei Advance und für andere Kunden. Sein jüngstes berufliches Steckenpferd ist aber die Sportpsychologie und das mentale Training. Hierfür hat er ein Weiterbildungsstudium mit Zertifikat absolviert. Seine Abschlussarbeit hat er über eben dieses Thema „Startstress“ geschrieben und dafür über 400 Piloten befragt. Welche Erkenntnisse er dabei gewonnen hat, das erzählt Bänz Erb in dieser 35. Folge von Podz-Glidz. Dabei geht es nicht nur um Startstress, sondern auch andere wenig vorteilhafte Flugsituationen, die sich dann als unterschwellige Angst in unsere Flugseele festfressen können. Bänz selbst hatte vor drei Jahren bei einer Vol-Biv-Expedition einmal einen Retterabgang, der ihn dann noch lange Zeit beim Fliegen belastete. Allerdings fand er aus dieser mentalen Sackgasse auch wieder heraus und hat nun einige Tipps parat, wie man sich die Flugfreude erhalten kann. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Demised To Shield - Ghostrifter Official https://soundcloud.com/ghostrifter-official Creative Commons — Attribution 3.0 Unported — CC BY 3.0 Free Download / Stream: https://bit.ly/demised-to-shield

Weltenbummler vom Uetliberg - Dominic Rohner - Podz-Glidz 34
Der Zürcher Dominic Rohner hat eine Flugschule aufgegeben, um durch die Welt zu reisen. Zurück in der Schweiz bricht er Rekorde. +++ Der Uetliberg ist der Hausberg der Zürcher Gleitschirmflieger. Es ist ein Berg, bei dem man bei Ostwind hoch über der Stadt soaren kann. Als guter Ausgangspunkt für weite Streckenflüge gilt oder galt er eigentlich nicht. Doch das hat sich im Mai 2020 gewandelt. Bei einer ungewöhnlich lang anhaltenden Bisenlage erflog Dominic Rohner innerhalb von knapp zehn Tagen gleich mehrere Startplatzrekorde hintereinander, summierte insgesamt über 1300 Streckenkilometer und flog als Bestleistung fast 270 Kilometer weit bis hinter den Genfer See. Nicht nur die Zürcher Gleitschirmszene staunte über solche Leistungen. Glückwünsche kamen auch von Fliegerfreunden aus aller Welt. Denn Dominic ist zwar ein Zürcher Gewächs, aber auch ein überzeugter Weltenbummler. Der 42-jährige verkaufte 2017 sogar seine Anteile an der gut laufenden Flugschule Paraworld an einen Kompagnon, um unbeschwert Reisen und Gleitschirmfliegen gehen zu können. In dieser 34. Folge von Podz-Glidz erzählt Dominic von einigen seiner Erlebnisse. Darunter das Fliegen an Vulkanen in Tansania, Para-Backpacking in Kolumbien, Streckenkiten an der Küste Brasiliens und eben auch, wie ihm solche Erfahrungen aus anderen Ländern helfen, die Fluggrenzen vom heimischen Uetliberg zu verschieben. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: “High Life” by The Mini Vandals No Copyright Music Download: https://bit.ly/31rLUyM

Elektrowindenflug - Andreas Hochscherff - Podz-Glidz 33
Andreas Hochscherff hat eine akkubetriebene Elektrowinde zur Serienreife gebracht. Im Podcast erzählt er über die Herausforderungen eines solchen Projektes. +++ Wenn man die Energie nimmt, die im vollgeladenen Akku eines typischen Notebooks steckt: wie weit wird man damit einen Gleitschirmpiloten an einer Schleppwinde in die Höhe ziehen können? Zehn, hundert oder tausend Meter? So eine Frage ist durchaus relevant, wenn man eine elektrische Schleppwinde bauen will, die mit Batterien betrieben wird. Und einer, der das beantworten kann, ist Andreas Hochscherff aus Bonn. Andreas kam vor Jahren auf die Idee, für seinen Gleitschirmverein DGC Siebengebirge eine elektrische Schleppwinde zu bauen. Einfach, weil er glaubte, das zu können. Und weil er überzeugt war, dass Schleppwinden mit einem elektrischen Antrieb eine viel bessere Regelung der Zugkräfte ermöglichen, die für einen möglichst sicheren Schleppvorgang nötig sind. Sogar eine Fernsteuerung wäre leicht zu realisieren. Was zu beweisen war. Es dauerte dann aber noch mehr als sieben Jahre, bis die Elektrowinde Elowin vom DHV die Zulassung erhielt. Jetzt läuft sie in Andreas‘ Verein im Regelbetrieb. Dabei soll es aber nicht bleiben. Der Gleitschirmhersteller Nova plant auf Basis der Elowin-Technik künftig Elektrowinden in Serie anzubieten, als große Doppeltrommel- oder kleinere Abrollwinden-Modelle. Für diesen Podcast interessierte mich nicht nur, was an Technik für eine Elektrowinde nötig ist. Ich fragte Andreas auch, welche sonstigen, vielleicht unerwarteten Herausforderungen mit so einem Projekt verbunden sind. Und so erzählt er von seiner Motivation und den Tiefpunkten; der Sorge, möglicherweise Tausende Euro Privatvermögen in den Sand zu setzen; dem zehrenden Gefühl der Verantwortung; der Idee einer Volkswinde; warum E-Autos nicht einfach als E-Winden taugen und wie ihn die Materialsuche bis nach China führte. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: “Space Lady” by Slynk No Copyright Music Download: https://bit.ly/2Yk6Ftb

Trimmtuning - Ralf Antz - Podz-Glidz 32
Ralf Antz propagiert seit Jahren das computer-gestützte Nach-Trimmen von Gleitschirmen. Im Podcast erzählt er, warum das so wichtig ist. +++ Unsere Schirme haben lange Leinen, und die sind „nur“ mehr oder weniger formstabil. Das heißt, sie können im Laufe der Nutzung eines Gleitschirms länger werden oder schrumpfen. Da unsere Schirme freilich nur aus weichem Stoff bestehen, sorgen verzogene Leinen dafür, dass sich der gesamte Schirm verändert. Das Profil bekommt vielleicht einen leichten Knick. Der Anstellwinkel nimmt zu oder ab, möglicherweise im Außenflügel anders als in der Mitte. Auf jeden Fall steht der verwundene Schirm dann nicht mehr so in der Luftströmung, wie es vom Konstrukteur ursprünglich gedacht war. Er fliegt anders, hängt vielleicht beim Start, klappt häufiger, zieht nicht mehr so sauber in die Kurven, bleibt nach einem Frontklapper länger in der Sackflugphase, undsoweiter, undsoweiter. Unter Umständen ist das sogar sicherheitsrelevant. Ralf Antz setzt sich seit Jahren dafür ein, die Gleitschirmszene für diese Thematik zu sensibilisieren. Als Fluglehrer und Gleitschirm-Checker hat er schon Hunderte Beispiele vor Augen und in seine Werkstatt bekommen, bei denen sich zeigte: Schon leichte Trimm-Änderungen, die sich sogar innerhalb der üblichen Toleranzen von plusminus 15 Millimetern für die Leinenlängen abspielen, können einem Schirm einen völlig anderen Flugcharakter geben. Und manche ältere Gleitschirme fliegen sich, wieder korrekt eingestellt, fast wie neu. Ralfs Überzeugung nach sollten bei einem Schirm-Check die Leinenlängen zwingend nicht nur in ihren absolut Maßen gemäß den Toleranzvorgaben geprüft, sondern stets auch relativ zueinander neu eingestellt werden. Und zwar so, dass am Ende die Trimmung des Schirmes möglichst nah an das vom Hersteller intendierte Ideal herankommt. Im Podcast erzählt Ralf Antz unter anderem, wie das Trimmen funktioniert, mit welchen Schwierigkeiten das verbunden ist und wie ein von ihm entwickeltes Computerprogramm helfen kann, die Trimm-Optimierung zu automatisieren. Er berichtet aber auch, wie sich selbst der DHV und noch immer viele Hersteller damit schwer tun, diese Erkenntnisse aufzugreifen. Dazu gehört unter anderem das Problem, dass man als Pilot und selbst als Checkbetrieb teilweise nur schwer an die korrekten Datensätze zu den Leinenlängen kommt. Ralf gibt auch Tipps, worauf man als Pilot achten sollte, um mögliche Trimmänderungen seines Schirmes zu erkennen. Am Ende springt das Gespräch noch zu einem ganz anderen, nicht minder interessanten Thema: Single-Skins. Und zwar warum diese Schirme ohne Untersegel gerade für die Gleitschirmausbildung die Zukunft darstellen können. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: “Simmering” by Asher Fulero No Copyright Music Download: https://bit.ly/2ZO3FHR

Flugtaucher - Robby Loeltgen - Podz-Glidz 31
Der professionelle Tauchleher Robby Loeltgen fliegt seit fünf Jahren auch Gleitschirm und erzählt: In der Luft und unter Wasser gibt es viele Parallelen. Robby Loeltgen aus Kerpen arbeitet seit 20 Jahren als professioneller Tauchlehrer. Oder besser gesagt: Er ist Tauchlehrer-Lehrer, das heißt, er bildet für die größte internationale Tauchschul-Organisation PADI Instruktoren aus. Die Tauchausbildung bei PADI ist stark strukturiert und folgt überall auf der Welt den gleichen standardisierten Lehrinhalten. Von so einem Ansatz könnte auch die Gleitschirmszene profitieren, sagt Robby, der vor fünf Jahren selbst das Gleitschirmfliegen lernte. In diesem Podcast erzählt der 55-jährige, warum Tauchen und Fliegen viele Parallelen besitzen, und weshalb ihn beides gleichermaßen fasziniert. Er spricht unter anderem über die besonderen Herausforderungen, sich im dreidimensionalen Raum unter Wasser und in der Luft zu bewegen; über den Umgang mit Angst und Risiken; moderne und angestaubte Ausbildungsformate; und wie er es schafft, an seinen Tauchspots auch immer wieder in die Luft zu kommen. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: „Across the Ocean” von JR Tundra No copyright music Download: https://bit.ly/3dPD6FT

Das kaukasische Abenteuer - Robert Blum - Podz-Glidz 30
Robert Blum unternimmt seit Jahren Hike-and-Fly-Expeditionen in abgelegene Weltregionen. Zuletzt im Kaukasus lief einiges anders als geplant. Ein Gespräch. Robert Blum (52) aus Oberstdorf hat in den vergangenen Jahren immer wieder spannende Hike-and-Fly-Abenteuer unternommen . Zusammen mit seinem Flieger-Buddy Andi Egger flog er 2015 die Gebirgskette des Hohen Atlas in Marokko entlang. 2017 folgten sie den Hochtälern Nepals. Die Video-Dokumentationen dieser Reisen auf Youtube liefern inspirierende Beispiele dafür, was fliegerisch mit dem Gleitschirm als Fortbewegungsmittel möglich ist. Das jüngste große Abenteuer führte Robert und Andi 2018 nach Georgien in den Kaukasus. Wieder hatten die beiden auch einen großen Film geplant, doch daraus wurde nichts. Die Reise verlief ganz anders als erhofft. Und Robert gesteht, dass er am Ende nicht mehr wusste, wie er die Irrungen und Wirrungen zu einem roten Faden für eine längere Dokumentation verspinnen könnte. Zu erzählen gibt es dennoch viel. Und das tut Robert in dieser Folge von Podz-Glidz. Es geht unter anderem darum, wie Überraschungen die Würze von Gleitschirmflügen und Abenteuern ausmachen. Wie man aus unweigerlichen Tiefpunkten wieder herausfindet. Wie man durch Länder reisen kann, in denen man die Sprache überhaupt nicht versteht. Und wie man mit dem Stress umgeht, in unbekannten Regionen ohne Handynetz über völlig unlandbarem Gelände unterwegs zu sein. Bei all dem kommt auch viel Hintergründiges zum Hike and Fly zur Sprache: Ich spreche mit Robert über Ausrüstung, Wetterkunde, die Vor- und Nachteile des Fliegens im Team und Tipps für den Einstieg in diese vielleicht faszinierendste Variante der Gleitschirmfliegerei. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: „Timelapsed Tides“ von Asher Fulero No copyright music Download: https://bit.ly/2W68Pg0

Der Extrempilot - Mike Küng - Podz-Glidz 29
Mike Küng bezeichnet sich selbst als einen der extremsten Gleitschirm-Profis der Welt. Im Podcast gibt er Einblicke in seine Arbeits- und Gedankenwelt. +++ Mike Küng ist eine der schillerndsten Figuren der Gleitschirm-Szene. Seit drei Jahrzehnten sorgt er mit ungewöhnlichen Flugaktionen und teils geradezu halsbrecherischen Gleitschirm-Stunts immer wieder für Aufsehen. Nicht nur seine Groundhandling- und Acro-Fähigkeiten sind legendär. Er sprang aus über zehn Kilometer Höhe von einem Ballon. Er querte als erster und bisher einziger mit dem Gleitschirm den Ärmelkanal. Er flog nach Salto-Start von der Europa-Brücke bei Innsbruck und stürzte sich sogar indoor kopfüber samt Schirm aus dem Gebälk der ehemaligen Cargo-Lifter-Halle. All das und noch mehr brachte ihm einen geradezu markenhaften Zusatz seines Namens ein. Mad. Also: Mad Mike Küng. Eine Bezeichnung wie ein Ritterschlag und eine Abgrenzung zugleich. Denn was Mike kann und immer wieder zeigt, ist für die meisten Ottonormalpiloten nicht von ihrer Fliegerwelt. Mike kultiviert dieses Image auch gern. Im vergangenen Jahr veröffentlichte er eine Biographie namens „Legacy“. Darin bezeichnet er sich selbst als einen der extremsten Gleitschirm-Profis der Welt. Was er darunter versteht, wie er zu dem wurde, was er heute ist, und wie er mit seinem Tun die Gleitschirmwelt mit geprägt hat, davon erzählt Mike Küng in dieser Folge von Podz-Gidz. Dabei geht es unter anderem auch um Themen wie Körper- und Psychotraining, das Fliegen ohne Angst, seine Erfahrung als Testpilot, die ständige Suche nach Anerkennung und seine Zukunftspläne. Übrigens: Der Podcast Podz-Glidz und mein Blog Lu-Glidz sind professionell gemachte Angebote, ganz ohne störende Werbung oder eine Paywall als Finanzierung. Wenn Dir vielleicht gerade auch deshalb gefällt, was ich hier biete, dann freue ich mich über eine kleine Gegenleistung. Als Förderer kannst Du Deinen finanziellen Beitrag ganz frei wählen. Unentschlossenen empfehle ich als unverbindlichen Richtwert einen Euro pro Podcast-Folge und zwei Euro pro Lesemonat auf Lu-Glidz. Zahlungen sind ganz einfach per Paypal oder Banküberweisung möglich. Die zugehörigen Daten findest Du auf der Website von Lu-Glidz, und zwar dort auf der Seite „Fördern“. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ +++ Musik dieser Folge: “Role Player” by Au.Ra No Copyright Music Free Download: https://bit.ly/35g7XIu

Climb and Fly - Fabian Buhl - Podz-Glidz #28
Der Alpinist Fabian Buhl erzählt von seinem Flug vom Cerro Torre in Patagonien, und wie der Gleitschirm neue Perspektiven für Berg-Expeditionen eröffnet. +++ Der Allgäuer Fabian Buhl hat in der reinen Gleitschirmfliegerszene noch keinen großen Namen. Doch unter Bergsteigern schlägt Fabian trotz seines noch jungen Alters von 29 Jahren schon große Hochachtung entgegen. Denn er gilt als einer der talentiertesten Boulderer, Kletterer und Bergsteiger. Er hat schon etliche der weltweit schwierigsten Kletterrouten über mehrere Seillängen im Alleingang durchstiegen – Routen, die sich sonst kaum jemand zutraut. Im Februar 2020 war Fabian auf Expedition in Patagonien, wo er unter anderem in einer mehrköpfigen Seilschaft den Cerro Torre erklomm. Der Torre ist eine legendäre Felsnadel im windumtosten Süden Argentiniens. Knapp unterhalb des eisigen Gipfels gibt es ein kleines Felsplateau – groß genug, um dort einen Gleitschirm auszulegen. Und das tat Fabian auch. Nach einem Biwak am Gipfel schwang er sich zur windschwachen Morgenstunde in die Luft und nutzte seinen Bergschirm für einen rund 15-minütigen Abgleiter. Der Abstieg hätte ihm mit Abseilen und Sichern am Fels ansonsten knapp einen Tag gekostet. Allein in dieser zeitlichen Relation wird schon deutlich, warum der Gleitschirm als Abstiegshilfe von Bergsteigern mehr und mehr entdeckt oder wiederentdeckt wird. Auch Fabian ist von der Fliegerei richtig angefixt und plant in Zukunft noch weitere Expeditionen, bei denen er Klettern und Fliegen miteinander kombinieren will. Von all dem erzählt er in dieser Folge von Podz-Glidz. +++ +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: “Heaven and Hell” by Jeremy Blake No Copyright Music Free Download: https://bit.ly/3cwQTAH

Der Abschweber - Manfred Laudahn - Podz-Glidz #27
Manfred Laudahn ist das Blogger-Urgestein der deutschen Fliegerszene. Seit 20 Jahren pflegt er sein Online-Tagebuch Abschweb.de. Ein Gespräch +++ Wer heute Informationen über die Gleitschirmszene sucht, wird im Internet mehr als fündig. Facebook, Instagram, Gleitschirmforen, tausende Youtube-Videos, Webseiten von Herstellern, zahlreiche Blogs... Vor zwei Jahrzehnten war das noch völlig anders. Szene-Infos und Flugberichte gab es damals hauptsächlich nur über monatlich erscheinende Magazine. Einer der ersten, wenn nicht vielleicht sogar im deutschsprachigen Raum der erste, der auf die neuen Online-Möglichkeiten setzte, um eine Art Piloten-Blog zu schreiben, war Manfred Laudahn. Seit 20 Jahren betreibt er seine Website Abschweb.de als persönliches Flieger-Tagebuch. Alle seine Flüge und noch mehr Erlebnisse hat er darin seither in weit über 4000 Einträgen und über 40.000 Bildern dokumentiert und macht das auch noch heute. Man kann Manfred getrost als Blogger-Urgestein der deutschsprachigen Fliegerszene bezeichnen Manfreds Fliegerkarriere reicht aber noch weiter zurück. Der heute 68-jährige lernte schon 1985 in Berlin das Drachenfliegen. Wenig später machte er einen Ein-Tages-Schnellkurs, um sich fortan auch mit Gleitschirmen in die Lüfte zu schwingen. Von 1995 bis 2004 war er Ausbildungsleiter der Flugschule Tegelberg. Auch heute noch startet er, wenn nicht die Corona-Krise ihn daran hindert, regelmäßig von diesem ikonischen Flugberg. Im Podcast berichtet Manfred Laudahn über die Anfänge von Abschweb.de wie auch seiner Fliegerkarriere. Er gibt Einblicke, wie der Blog sein Leben beeinflusste und wie er mit seinem Flugberichten sogar Leser in den USA erreichte. Seine Erzählungen zeigen zudem, dass man selbst nach 35 Jahren als Pilot noch diese tiefe innere Lust aufs Fliegen behalten kann, selbst wenn man fast nur noch von Bergen startet, an denen man schon Tausend Mal geflogen ist. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: “Potato Deal” by Craig MacArthur No Copyright Music Free Download: https://tinyurl.com/qw44mcq

Flachlandfliegen - Armin Harich - Podz-Glidz #26
Das Streckenfliegen mit dem Gleitschirm im Flachland und Mittelgebirge birgt einige Besonderheiten. Rekordpilot Armin Harich weiß, worauf es ankommt. Ein Gespräch +++ Wer sich für das Gleitschirm-Streckenfliegen im Flachland und Mittelgebirge interessiert, der stößt schnell auf einen Namen: Armin Harich. Er war der erste, der in Deutschland einen Flug über 300 Kilometer schaffte. Das war 2014 und sorgte damals für doppelte Furore. Denn Armin flog mit einem Tequila 4, also einem normalen EN-B-Schirm. Es war der Beweis, dass man für Rekorde keinen heißen Hochleister fliegen muss. Ein Jahr zuvor war er schon ein komplett geschlossenes FAI-Dreieck über 164 Kilometer rund um Cottbus geflogen. Auch das ein Rekord. Armin ist allerdings überzeugt: Schaffen könnte das jeder. Man muss nur mit entsprechend Herzblut dabei sein, zur richtigen Zeit am richtigen Ort starten und dann einfach nur lange genug in der Luft bleiben. Wie das geht, erzählt Armin gerne: in eigenen Vorträgen, in spannenden Re-Analysen seiner Flüge als sogenannte Erklärbär-Videos und auch in diesem Podcast, indem ich mit ihm im Gespräch mal einen Flachlandstreckenflug von Start bis Landung und sogar der Rückkehr durchspiele. Armins Geschichte hat neben dem Gleitschirmfliegen aber noch viele weitere interessante Facetten. Der heute 50-jährige startete schon mit 10 seine Sportkarriere, wurde Kanu-Leistungssportler und war sogar mal Deutscher Junioren-Meister, bevor es ihn in die Lüfte zog. Später gründete er mit anderen die Marke Skywalk und übernahm dort die Leitung der Kite-Sparte Flysurfer, für die er auch als Konstrukteur tätig ist. Wie sich Kitesurfen und Gleitschirmfliegen gegenseitig ergänzen und gewissermaßen beflügeln können – auch das kommt in dieser Folge von Podz-Glidz zur Sprache. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: “Arkansas Traveller” by Nat Keefe & Hot Buttered Rum No Copyright Music Free Download: https://bit.ly/2TawARB

Corona-Coaching - Thomas Theurillat - Podz-Glidz 25
In der Corona-Krise können Tugenden eines Gleitschirmpiloten weiterhelfen. Ein Gespräch mit dem Psychologen Thomas Theurillat. Nicht nur über Corona. +++ Der Schweizer Thomas Theurillat hat sich in der Gleitschirmszene einen Namen gemacht, als er 2009 bei Chrigel Maurers erstem X-Alps-Sieg die Rolle eines Supporters ganz neu definierte. Er war nicht nur Fahrer, Koch, Wasserträger, Organisator, etc... Gerade schon in der Vorbereitung war er auch Chrigels psychologischer Coach, der ihm half, die Ziele für das Rennen im Kopf in systematisch umsetzbare Aufgaben runterzubrechen. Seither ist Chrigel der Dominator aller X-Alps-Rennen, und Thomas steht im Ruf, eine Art Mental-Magier nicht nur für Spitzenleistungen im Gleitschirmsport zu sein. Mit seiner Firma One Day in Interlaken hilft er heute auch anderen Sportlern, Unternehmen und Privatpersonen dabei, die Machbarkeit ihrer Visionen zu erkennen. Als ich Thomas Theurillat erstmals als Gesprächspartner für eine Folge von Podz-Glidz anfragte, hatte ich noch die Vorstellung, mir von ihm einiges an Hintergrund und Anekdoten aus seinen X-Alps-Abenteuern mit Chrigel erzählen zu lassen. Doch dann kam das neue Corona-Virus und groundete auch die Gleitschirmwelt. So entstand spontan und gemeinsam die Idee, den Fokus dieses Podcasts neu auszurichten. Denn die Corona-Krise mit all ihren Folgen ist eine Herausforderung für jeden. Und ein Mental-Coach kann da mit passenden Fragen Anregungen liefern, um besser durch diese Zeit zu kommen. Natürlich dreht sich das Gespräch auch ums Gleitschirmfliegen, und das nicht zu knapp. So erzählt Thomas, warum gerade manche typischen Tugenden und Erfahrungen eines Piloten jetzt so wertvoll sind. Es geht unter anderem darum, was das Durchstehen der Corona-Zeiten mit einem Flug über unlandbarem Gelände zu tun hat, und wie man da seine Zuversicht behält. Und freilich kommen dabei auch Erkenntnisse zur Sprache, die Thomas in seiner Zeit als X-Alps-Supporter zusammen mit Chrigel Maurer gewonnen hat. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Wanderlust by Nomyn https://soundcloud.com/nomyn Creative Commons — Attribution 3.0 Unported — CC BY 3.0 Free Download / Stream: https://bit.ly/wanderlust-nomyn

Algodonales - Gerhard Ganter - Podz-Glidz 24
Algodonales ist eins der beliebtesten Winter-Fluggebiete in Südspanien. Entdeckt und fliegerisch erschlossen hat es der Deutsche Gerhard Ganter. +++ Algodonales – das wäre wohl ein pittoreskes, aber noch immer recht verschlafenes Bergdorf beziehungsweise Städtchen in Andalusien, wenn dort nicht jeden Winter Hunderte Gleitschirm- und Drachenflieger aus ganz Europa einfallen würden. Der häufig auch kurz Algo genannte Ort ist eine der beliebtesten Destinationen für Gleitschirmreisen in der sogenannten kalten Jahreszeit Europas. In Südspanien kann man freilich des öfteren dann immer noch bei angenehmen Temperaturen im T-Shirt in der Sonne sitzen. Und auch zum Thermikfliegen ist das Klima von Herbst- bis Frühjahr rund um die Sierra de Lijar, dem Hausberg von Algo, prächtig geeignet. Vor über 30 Jahren lag Algodonales noch im fliegerischen Dornröschenschlaf. Den Flugspot wachgeküsst hat ein Deutscher: Gerhard Ganter. Er flog 1983 als erster Pilot von der Sierra de Lijar, damals noch mit einem Drachen. Und er blieb – aus Liebe zu dem Berg und zu seiner spanischen Frau Ani, die er in Algo kennengelernt hatte. Jahre später gründete Gerardo, wie er in Spanien gerufen wird, vor Ort das Flugzentrum Ganterfly, über das er Piloten Zimmer zur Miete und auch einen Shuttle-Service samt Betreuung am Berg anbietet. Heutzutage gibt es vor Ort eine ganze Reihe ähnlicher Unternehmen, die alle ihr Auskommen haben. Das Gleitschirmfliegen ist zu einem der wichtigsten lokalen Wirtschaftsfaktoren geworden. Im Podcast erzählt der heute 68-jährige Gerardo seine Geschichte: Wie er Algodonales entdeckte. Wie die Bevölkerung ihn einst für verrückt hielt, mittlerweile aber auch sehr dankbar ist für die von ihm angestoßene Entwicklung. Er erklärt zudem, was das Fliegen rund um Algo so besonders macht: von den ganz eigenen meteorologischen und thermischen Verhältnissen bis hin zu den Dutzenden, gar Hunderten von Geiern, mit denen man sich als Gleitschirmflieger die Bärte teilen darf. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: "Spanish Summer" von Audionautix ist lizenziert unter der Lizenz "Creative Commons Attribution" (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/). Künstler: http://audionautix.com/

Lilienthal - Markus Raffel - Podz-Glidz 23
Podz-Glidz Folge #23: Otto Lilienthal konstruierte einst den ersten hängegleiterartigen Flugapparat. Der Aerodynamiker Markus Raffel ist mit einem historischen Nachbau geflogen. Der Deutsche Otto Lilienthal war der erste Mensch, der erfolgreich und regelmäßig Gleitflüge mit einem von ihm entworfenen Flugapparat unternahm. Zuvor hatte er ganz systematisch die Zusammenhänge untersucht, wie gewölbte Flächen Auftrieb liefern. Unter anderem stammt das Konzept, aerodynamische Eigenschaften in einem Polardiagramm darzustellen, von ihm. So gesehen kann man Otto Lilienthal auch als Ur-Vater der Drachen- und Gleitschirmfliegerei sehen. Leider kann Podz-Glidz keinen Podcast mehr mit Lilienthal anbieten. Dieser ist schon 1896 mit tödlichen Folgen abgestürzt. Aber es gibt einen Menschen, der heute wie wohl kein anderer gewissermaßen in Lilienthals Namen sprechen kann: Markus Raffel. Er erforscht am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Göttingen normalerweise die Aerodynamik von Hubschraubern. Daneben hat er in den vergangenen zweieinhalb Jahren aber noch ein ganz anderes Projekt verfolgt. Er untersuchte originalgetreue Nachbauten von Lilienthals Gleitern im Windkanal. Und dann setzte er alles daran, mit dem einst als Normalsegelapparat sogar patentierten Gerät und der fortentwickelten Version, einem Doppeldecker, selbst in die Luft zu kommen. Im Podcast erzählt Marcus Raffel, wie es überhaupt dazu kam, dass er in Lilienthals Fußstapfen trat – und wie er sich darin langsam vortastete. Er berichtet davon, welches einzigartige Fluggefühl Lilienthals Segler dem Piloten vermitteln, welche Besonderheiten der Steuerung sie besitzen; aber auch, wo die aerodynamischen Grenzen davon liegen, die Lilienthal letzten Endes zum Verhängnis wurden. In Raffels Erzählungen wird deutlich, was für eine beeindruckende Persönlichkeit Lilienthal war, und welche entscheidende Rolle er für die Geschichte der Luftfahrt gespielt hat. Wer weiß: Vielleicht würde es ohne Lilienthals visionäre Vorarbeiten heute keine Drachen und Gleitschirme geben. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: The Journey by Nomyn https://soundcloud.com/scandinavianz Creative Commons — Attribution 3.0 Unported — CC BY 3.0 Free Download / Stream: https://soundcloud.com/nomyn/the-journey

Brasilien - Konrad Goerg - Podz-Glidz 22
Podz-Glidz Folge #22: Der Kontest-Chef Konrad Görg erzählt über Rekordflüge in Brasilien und sein Leben als Landwirt und Gleitschirm-Unternehmer. Brasilien. Das ist in den vergangenen Jahren unter Gleitschirmfliegern immer mehr zum Traumland der Streckenflugrekorde geworden. Jeden Herbst pilgern Piloten aus aller Welt in den Sertao, den trockenen Nordosten des Landes. Dort bläst von Oktober bis Anfang November bei guten thermischen Bedingungen der Südostpassat kräftig von der Küste aus ins Landesinnere. Wer es schafft, schon früh am Morgen in den ersten Thermiken des Tages Höhe zu gewinnen und dann bis knapp vor Sonnenuntergang in der Luft zu bleiben, wird allein schon durch den Windversatz weit kommen. Einer, der vom brasilianischen Rekord-Flugvirus infiziert ist, ist Konrad Görg. Der 40-jährige aus der Nähe von Goslar im Harz ist in den vergangenen zehn Jahren schon mehrfach in den Sertao gereist. 2016 stellte er dort mit 446 Kilometern einen deutschen Rekord auf. Der Flug hätte sogar als Zielflug-Weltrekord gewertet werden können, wenn Konrad nicht ein kleines Missgeschick bei der Angabe der relevanten Koordinaten unterlaufen wäre. Wie es dazu kam, erzählt er in diesem Podcast. Natürlich gibt er noch weitere Einblicke, mit welcher Faszination, welchen Emotionen, aber auch welchen Schwierigkeiten solche extrem weiten Streckenflüge verbunden sind. Und wie der Ehrgeiz ihn weiter treibt. Denn seinen deutschen Streckenflugrekord ist Konrad seit dem Herbst 2019 auch schon wieder los. Aber ratet mal, wo er im Oktober 2020 wieder hinfahren will... Konrad Görg ist übrigens nicht nur begeisterter Streckenflieger, sondern auch Landwirt mit einem zweiten Standbein im Gleitschirmbusiness: In der Szene bekannt ist er als Inhaber der Marke Aircross sowie als Generalimporteur von Sol und Flymaster in Deutschland. Seine Kontest GmbH ist mittlerweile einer der größten Gleitschirm-Checkbetriebe der Branche. Dazu gehört auch ein bestens sortiertes Leinenlager, aus dem er mittlerweile viele andere Checkbetriebe in aller Welt mit Gleitschirmleinen für Reparaturen versorgt. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Ducky Funk von Quincas Moreira Quelle: Youtube Royalty-free Music https://www.quincasmoreira.com/

Der Geograph - David Holzhacker - Podz-Glidz 21
Podz-Glidz Folge #21: Der 28-jährige David Holzhacker will Methoden der Fernerkundung zum Nutzen der Gleitschirmflieger einsetzen. Diese 21. Folge von Podz-Glidz fällt ein wenig aus dem Rahmen. Es geht um einen Blick in die Zukunft. Eine Vision. Es ist die Vision von David Holzhacker. David ist 28 und arbeitet als Geograph an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Und natürlich ist er Gleitschirmflieger, wenn auch erst seit zwei Jahren. Doch dieses Hobby hat ihn so gefangen genommen, dass sich mittlerweile viele seiner Gedanken darum drehen, wie er seine Kenntnisse in der Geographie auch zum Nutzen der Gleitschirmfliegerei einsetzen könnte. Davids Spezialfeld in der Geographie ist die Fernerkundung. Es geht um den Einsatz von Satelliten-, Luft- und Radarbildern in hoher Auflösung, um mehr über die irdischen Strukturen zu erfahren, auf denen wir leben, und über die wir auch fliegen. Nach Davids Einschätzung könnten die Methoden und Daten der Fernerkundung uns Fliegern in Zukunft noch viel bessere Möglichkeiten zur Beurteilung und Analyse von Fluggebieten bieten, als es heute schon mit bekannten Tools wie Google Earth möglich ist. In dieser Folge von Podz-Glidz erzählt David Holzhacker von seiner Vision. Er erklärt unter anderem, wie Fernerkundung funktioniert und welche Daten daraus heute schon frei im Internet verfügbar sind. Zudem gibt er Einblicke, wie der systematische Einsatz solcher Informationen unsere Herangehensweise an die Fliegerei in Zukunft verändern könnte. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Tumbleweed Texas by Chris Haugen Source: Youtube Royalty-free Music See: https://www.youtube.com/watch?v=Y6uocKrVc5M Download: https://www.youtube.com/audiolibrary_download?vid=6a39b2d283dd82dc

365 Hike and Fly - Peter Renner - Podz-Glidz 20
Podz-Glidz Folge #20: Der 60-jährige Peter Renner erzählt über sein Projekt, in einem Jahr 365 Hike and Fly zu absolvieren. Hike-and-Fly. Das ist der Trend im Gleitschirmsport, nicht mehr nur mit der Bahn auf die Berge zum Fliegen zu fahren, sondern zu Fuß die Startplätze zu erklimmen. Auch in dieser Disziplin lassen sich Rekorde aufstellen. Zum Beispiel: Die meisten Höhenmeter an einem Tag. Hier liegt der Weltrekord bei 13.040 Meter, aufgestellt im Sommer 2018 vom Südtiroler Lukas Hofer. Der 60-jährige Peter Renner aus Bad Reichenhall hatte sich für 2019 allerdings ein anderes Rekordziel gesetzt. Innerhalb eines Jahres wollte er 365 Hike and Flys absolvieren, mit durchschnittlich 500 Metern Höhenunterschied und mindestens jeweils 300 Metern. Rein rechnerisch ergibt das für jeden Tag des Jahres eine Wanderung plus Flug. Dass das schon allein wegen meteorologischer Zwänge nicht aufgehen kann, ist logisch. Was aber nur bedeutet, dass Peter an anderen Tagen mit besserem Wetter umso häufiger seinen Nachnamen „Renner“ auf die Berge in die Tat umsetzen musste. Kurz vor Jahresende, bei der Aufnahme dieses Podcasts, lag Peter noch ein klein wenig im Rückstand, zeigte sich aber zuversichtlich, die anvisierten 365 doch noch zu schaffen. Im Gespräch erzählt er unter anderem, wie er überhaupt auf die verrückte Idee kam. Er berichtet von besonderen Erlebnissen bei Aufstiegen und Abflügen; gibt Einblicke, wie Hike-and-Fly für ihn zu einer Sucht geworden ist. Er erläutert, warum es in seinen Augen kaum noch unfliegbare Tage gibt, und wie sich durch das fast tägliche Fliegen auch andere Grenzen für ihn immer weiter verschoben haben. +++ Links: www.365hikeandfly.com +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: Percussion Show — Igor Khainskyi [Audio Library Release] Free Download / Stream: https://alplus.io/percussion-show

Der Konstrukteur - Hannes Papesh - Podz-Glidz 19
Podz-Glidz Folge #19: Hannes Papesh konstruiert seit über 30 Jahren Gleitschirme. Ein Rück- und Ausblick. Der Tiroler Hannes Papesh war 22 Jahre alt, als er seinen ersten Gleitschirm konstruierte. Der entstand noch an der Nähmaschine seiner Mutter. Bei den ersten Flügen zeigte sich bald, dass das Modell CX einen Riesensprung in der Evolution der Gleitschirme bedeutete. Und für Hannes war er der Einstieg ins damals boomende Gleitschirmgeschäft. Rund 30 Jahre später gilt Hannes Papesh noch immer als begnadeter Schirmkonstrukteur. Fünf Jahre nach seinem Ausstieg bei dem von ihm mitgegründeten Hersteller Nova feiert er nun mit seiner eigenen Marke Phi Erfolge. Innerhalb kurzer Zeit brachte er mit einem kleinen Team eine erstaunlich breite Palette an Schirmmodellen auf den Markt. Möglich macht das auch ein von der Biologie inspirierter Ansatz. Hannes nutzt eine selbst programmierte Konstruktionssoftware, in der alle Merkmale der Schirme wie die Gene im Erbgut einer Zelle hinterlegt sind. Aus der Gleitschirmentwicklung wird eine Art Evolutionsprozess, in dem Mutation und Selektion wichtige Schritte darstelle. In dieser 19. Folge von Podz-Glidz erzählt Hannes Papesh über seine Erfahrungen aus 30 Jahren als Gleitschirmkonstrukteur. Er berichtet unter anderem von wilden Anfängen, erläutert welche wichtigen Rollen der Computer, aber auch die Handarbeit bei der Entwicklung von Gleitschirmen spielen. Er erzählt vom Ende bei Nova und dem Neustart mit Phi und geht auch auf die Zukunft des Gleitschirmbaus ein. +++ Website der Marke Phi: https://phi-air.com/ +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Underwater by LiQWYD https://soundcloud.com/liqwyd Creative Commons — Attribution 3.0 Unported — CC BY 3.0 Free Download / Stream: https://bit.ly/_underwater

Der Buschpilot - Paul Guschlbauer - Podz-Glidz 18
Podz-Glidz Folge #18: Paul Guschlbauer ist mit einem Buschflugzeug von Alaska bis Feuerland geflogen. Immer mit dabei: Sein Gleitschirm. Der Österreicher Paul Guschlbauer ist in Gleitschirmkreisen bekannt als einer der erfolgreichsten und konstantesten Teilnehmer bei den Redbull X-Alps. Vier Mal schon stand er bei dem alle zwei Jahre stattfindenden Hike-and-Fly-Rennen von Salzburg nach Monaco auf dem Treppchen, und zwar stets auf einem dritten Platz, zuletzt im Juni 2019. Als Pilot fliegt Paul allerdings nicht nur professionell Gleitschirm. Der 35-jährige besitzt auch eine Privatpilotenlizenz und nennt eine kleine, in Alaska stationierte Piper Super Cup von 1956 sein eigen. Dieses einmotorige Propellerflugzeug ist sehr leicht und kann mit seinen dicken Ballonreifen auch abseits von jeglichen Flugplätzen in der Wildnis landen – zumindest wenn man das Handwerk als Buschpilot gelernt hat. Und das hat Paul in Alaska getan. Im vergangenen Jahr erfüllte er sich dann einen großen Traum. Er nahm seine Frau Magdalena mit in den kleinen Flieger, zudem auch seine Gleitschirmausrüstung. Dann flog er von Alaska in über 50 Etappen bis nach Feuerland, also vom äußersten Zipfel Nord- zum äußersten Zipfel Südamerikas. Und zwar im Tiefflug über alle Landschaften hinweg. „Project Overland“ nannte er dieses Abenteuer, das rund 180 Tage dauerte und mehr als 20.000 Flugkilometer umfasste. Am Ende hatte sich Pauls Blick auf die Welt verwandelt, seine Beziehung verändert und seine Flugerfahrung vervielfacht. Zumal er bei Zwischenlandungen auf verlockenden Berggraten auch noch mit seinem Gleitschirm an Orten in die Luft kam, die wohl noch nie zuvor auf diese Weise beflogen wurden. In dieser 18. Folge von Podz-Glidz erzählt Paul Guschlbauer eine ganz besondere Geschichte, in der der Kosmos des Gleitschirmfliegens auf faszinierende Weise mit der des Buschpiloten verschmilzt. Denn beide Arten zu fliegen können voneinander profitieren und sich gegenseitig befruchten. +++ Website zum Projekt Overland: www.fly-overland.com Pauls Facebook-Seite: www.facebook.com/guschlbauer.paul +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Campfire by Scandinavianz https://soundcloud.com/scandinavianz Creative Commons — Attribution 3.0 Unported — CC BY 3.0 Free Download / Stream: https://bit.ly/_campfire

Der Vlogger - Marlon Jonat - Podz-Glidz 17
Podz-Glidz Folge #17: Marlon Jonat erreicht mit seinen Flugvideos auf Youtube eine große Fangemeinde, weit über die Gleitschirmszene hinaus. Die Lust am Gleitschirmfliegen findet heute nicht nur in der Luft, sondern häufig auch vor dem Bildschirm ihre Erfüllung. Auf Plattformen wie Youtube gibt es Hunderte, wenn nicht gar Tausende von Videos, die irgendwelche Piloten mit ihren Helmkameras eingefangen, etwas zurecht geschnitten, mit mal mehr oder weniger passender Musik unterlegt und dann im Internet der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt haben. Manches davon ist kunstvoll, witzig, schlichtweg schön oder auch haarsträubend, also irgendwie attraktiv genug für ein paar echte Sehnsuchtsmomente vor dem Monitor. Und doch wirken viele dieser Videos in der Masse irgendwie austauschbar. Einer der es geschafft hat, aus der Masse hervorzustechen und mit einem ganz eigenen Stil eine regelrechte Fan-Gemeinde aufzubauen, ist Marlon Jonat. Der 30-Jährige fliegt seit sechs Jahren Gleitschirm und hatte von Anfang an fast immer eine Kamera dabei. Mittlerweile geht er mit gleich drei oder vier Kameras in die Luft. So dokumentiert er seine Strecken- und Acroabenteuer – und zwar nicht nur im Bild, sondern auch mit gutem Ton. Denn er kommentiert alle Erlebnisse live im Flug: eloquent, ungefiltert und frech. Das ist so authentisch und sympathisch, dass Marlons Youtube-Kanal in diesem Jahr auf fast 20.000 Abonnenten hochschnellte. Manche Filme darin wurden schon mehr als 200.000 Mal aufgerufen. Marlon vermittelt als Video-Blogger die Faszination des Gleitschirmfliegens, und zwar vielen Menschen weit über die klassische Gleitschirmszene hinaus. In dieser siebzehnten Folge von Podz-Glidz berichtet Marlon Jonat, wie er zu einem kleinen Szene-Youtube-Star aufgestiegen ist, und welcher enorme Aufwand tatsächlich hinter seinen Filmen steckt. Daneben gibt er auch Einblicke in weitere Aspekte seines Lebens: Etwa wie seine ersten Flugversuche auf eigene Faust fast im Desaster endeten, und wie das Hobby Gleitschirmfliegen mittlerweile auch in seine eigentlichen Jobs als Sozialarbeiter und Yoga-Lehrer ausstrahlt. +++ Marlon Jonats Youtube-Kanal: https://www.youtube.com/channel/UCbpuDwWZrjrbx7oEGl7X6Sw +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Blue Adventures - GEMAfreie Musik von https://audeeyah.de Lizenz: CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/)

Kuba - Chris Arnu - Podz-Glidz 16
Podz-Glidz Folge #16: Chris Arnu ist eine Art Entwicklungshelfer für die Gleitschirmszene in Kuba. Ein Gespräch Kuba, das ist für viele ein irgendwie geheimnisvoller Sehnsuchtsort. Ein Karibikstaat mit angenehmem Klima, Palmen, weißen Stränden, Rum und Zigarren und zugleich dem Charme eines Landes, das Lebensfreude mit der maroden und prekären Seite des Realsozialismus verknüpft. Erstaunlicherweise wird auf Kuba auch Gleitschirm geflogen, obwohl sich das Gros der Bevölkerung ein so teures Hobby eigentlich niemals leisten könnte. Dass das doch möglich ist, haben die kubanischen Piloten einigen Freunden und Idealisten im Ausland zu verdanken, die sie immer wieder mit gebrauchten, aber noch flugtüchtigen Ausrüstungen versorgen. Einer, der sich die Rolle als Entwicklungshelfer für die kubanische Gleitschirmszene auf die Fahnen geschrieben hat, ist Chris Arnu aus Karlsruhe. Chris fährt seit Ende der 1990er Jahre regelmäßig nach Kuba. Als er 2004 das Gleitschirmfliegen lernte, nahm er seinen Schirm gleich mit auf die Insel, um dortige Flugmöglichkeiten zu erkunden. So kam er auch in Kontakt mit lokalen Piloten und lernte deren Nöte kennen. Chris startete daraufhin einen Aufruf im deutschen Gleitschirmdrachenforum und bat andere Flieger um alte Ausrüstung als Spende für Kuba. Diese Initiative hält bis heute an. In den vergangenen 15 Jahren brachte Chris mehrere Hundert Schirme, Gurtzeuge, Retter, Helme und Fluginstrumente ins Land, um sie unter seinen kubanischen Freunden zu verteilen. In dieser sechzehnten Folge von Podz-Glidz berichtet Chris Arnu nicht nur über dieses Projekt. Er erzählt unter anderem auch von den Reise- und Flugmöglichkeiten für Gleitschirmtouristen auf Kuba, gibt Tipps, worauf man bei einem Besuch achten sollte und beschreibt die besondere Stimmung unter den kubanischen Gleitschirmpiloten, die zur Ausübung ihres Hobbys auf große Solidarität untereinander angewiesen sind. Zugehörige Links: (1) Chris Arnus Kontaktdaten und Beschreibung seines Projektes zur Sportförderung auf Kuba: https://www.gleitschirmdrachenforum.de/showthread.php/10158-Sportf%C3%B6rderung-Kuba?p=84112&viewfull=1#post84112 (2) Beschreibung einiger Startplätze auf Kuba (simple Seite von Chris): https://chrisa54.wixsite.com/para/getting-high (3) Startplätze auf Kuba in Paraglidingearth: http://paraglidingearth.com/?bounds=26.82407,-88.38501,16.87815,-69.92798 (4) Federacion Cubana de Vuela Libre (FCVL), auf Spanisch: http://fcvl.blogspot.com/ (5) Facebook-Gruppe übers Gleitschirmfliegen auf Kuba: https://www.facebook.com/groups/flycuba/ Mehr von Podz-Glidz auf: http://lu-glidz.blogspot.com https://soundcloud.com/lu-glidz Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html Musik dieser Folge: Merengue de Limón, Quincas Moreira Royalty Free Music. https://www.youtube.com/watch?v=R3nWF2LhegY&t=728s

Der Retter-Tester - Urs Haari - Podz-Glidz 15
Podz-Glidz Floge #15: Der Schweizer Urs Haari entwickelt Rettungsschirme, und er testet sie auch über Grund. In dieser Podcast-Folge erzählt er von seinen Erfahrungen aus rund 400 Retterwürfen. Der Rettungsschirm, das ist erfahrungsgemäß jener Teil der Ausrüstung, dem die meisten Gleitschirmpilotinnen und -piloten die geringste Aufmerksamkeit schenken. Und das, obwohl dieses zusätzliche Stück Stoff im Gurtzeug bei einem Notfall mit hoher Wahrscheinlichkeit ihr Leben retten könnte. Im Flugalltag wird es aber eher als Ballast empfunden. Deshalb gibt es auch hier den Trend: Rettungen sollten möglichst leicht sein und ein kleines Packvolumen besitzen. Urs Haari verfolgt solche Entwicklungen mit kritischem Blick. Urs ist eine Schweizer Flieger-Legende. In den vergangenen 25 Jahren war er mehrfacher Schweizer Meister. Er stand bei Weltmeisterschaften und Paragliding Worldcups auf dem Podium. 2019 gewann er den Schweizer Streckenflug-Contest in der Sportklasse. Sein prägendster Einfluss auf die Szene findet sich allerdings versteckt in vielen Gurtzeugen wieder. Urs hat verschiedene steuerbare und nicht-steuerbare Rettungen mitentwickelt, vor allem aber auch intensiv getestet. An die 400 Retterwürfe, die Mehrzahl davon über Grund, stehen schon in seinen Büchern. Die meisten davon sind per Video dokumentiert. Urs geht es vor allem darum, das Zusammenspiel von Gleitschirm und Retter im Sinkflug besser zu verstehen. Gerade in diesem Punkt dürfte er der Pilot mit der vermutlich weltweit größten Praxiserfahrung am Gleitschirm-Retter sein. In dieser fünfzehnten Folge von Podz-Glidz erzählt Urs Haari von seiner Tätigkeit als Retter-Tester. Er erläutert unter anderem, wie Fläche und Form das Sink- und Pendelverhalten von Rettungsschirmen beeinflussen. Er berichtet über Vor- und Nachteile von steuerbaren und nicht-steuerbaren Systemen, beschreibt die Kehrseiten des Leichtbaus bei Rettern und erklärt, welche wichtige Rolle das Unterbewusstsein für einen erfolgreichen Retter-Wurf spielt. Mehr von Podz-Glidz auf: http://lu-glidz.blogspot.com https://soundcloud.com/lu-glidz Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html Musik dieser Folge: The Journey by Nomyn https://soundcloud.com/scandinavianz Creative Commons — Attribution 3.0 Unported — CC BY 3.0 Free Download / Stream: https://soundcloud.com/nomyn/the-journey

Der Influencer - Guido Reusch - Podz-Glidz #14
Podz-Glidz Folge #14: Guido Reusch kann gar nicht Gleitschirmfliegen, prägt die Szene aber seit Jahren mit. Ein Gespräch. Die Geschichte der Gleitschirmszene, gerade auch die der Hersteller, ist geprägt von vielen Freaks: Dort arbeiten viele Menschen, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben. Flieger, die irgendwie hinterm Konstruktions-PC gelandet sind; die sich als Testpiloten verdingen oder auf andere Weise daran arbeiten, ihrem eigenen Traum vom Fliegen die nötigen technischen Hilfsmittel zu liefern, sprich die Schirme und Gurtzeuge. Einer, der nicht so recht in dieses Schema passt, ist Guido Reusch. Der 56-jährige hat nicht einmal einen Gleitschirm-Pilotenschein. Dennoch muss man ihn zu jenen Persönlichkeiten zählen, die die Entwicklung der Gleitschirmszene, gerade auch in technischer Hinsicht, in den vergangenen 10 bis 15 Jahren stark mitgeprägt haben und immer noch prägen. Guido Reusch war es, der mit seiner (mittlerweile nicht mehr aktiven) Musterprüfstelle EAPR das Prüf-Monopol des DHV aufbrach. Er sorgte mit dafür, dass die Prüfstellen eine streng geregelte, allerdings auch teure Akkreditierung durchlaufen müssen. Er ist seit Jahren an der Entwicklung der EN-Normen beteiligt, nach denen Gleitschirme und Gurtzeuge geprüft werden. Und er versucht heute auch als Sekretär der Herstellervereinigung PMA den Mitgliedern Impulse zu geben, wo sie aus seiner Sicht mit gemeinsamen Standards weiter gewinnen können. In dieser 14. Folge von Podz-Glidz erzählt Guido Reusch unter anderem, wie er als Techniker von der Fallschirm- in die Gleitschirmszene rutschte. Er plaudert über die Fallstricke und manche dunklen Erkenntnisse aus der Arbeit einer Musterprüfstelle. Er berichtet von seiner Tätigkeit für die PMA und die anstehende erste PMA Convention, eine Art Gleitschirmkongress für Fachpublikum. Und er erklärt, warum es aus seiner Sicht vielen Gleitschirmherstellern noch immer an Professionalität mangelt. Mehr von Podz-Glidz auf: http://lu-glidz.blogspot.com https://soundcloud.com/lu-glidz Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html Musik dieser Folge: Bright And Beautiful - GEMAfreie Musik von https://audeeyah.de. Lizenz: CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/)

Flybird - Ferdinand Vogel - Podz-Glidz #13
Podz-Glidz Folge #13: Ferdinand Vogel ("Flybird") erzählt, wie er zu einem erfolgreichen Wettbewerbspilot wurde. Klassische Gleitschirm-Wettbewerbe sind eine ganz eigene Welt. Die Teilnehmer jagen einen durch Wendepunkte festgelegten Kurs entlang, mit dem Ziel, am Ende etwas schneller als die anderen zu sein. Manchmal kreisen dabei riesige Pulks von über 100 Pilotinnen und Piloten in der gleichen Thermik. Wie ein Mückenschwarm. Einer, der das sehr erfolgreich macht und sogar zur Weltspitze zählt, ist Ferdinand Vogel. Der heute 28-jährige hat schon mit 14 Jahren mit dem Gleitschirmfliegen begonnen. Mit 19 nahm er an einem Nachwuchs-Wettbewerb teil und wurde auf Anhieb Dritter. Seither sind Gleitschirm-Rennen seine Passion. Zu seinen Erfolgen zählen – unter vielen anderen – mehrere Tasksiege im Paragliding World Cup, der Gewinn der Deutschen Meisterschaft 2015, ein vierter Platz bei der Europameisterschaft 2018 und ein Zweiter Platz beim renommierten Troffeo Monte Grappa 2019. Zudem hält Ferdinand auch den deutschen Streckenflugrekord. In diesem Jahr nahm er als Mitglied der deutschen Nationalmannschaft an der Weltmeisterschaft im mazedonischen Krusevo teil. Auch dort errang er einen Tagessieg, kam aber bei anderen Tasks nicht immer ins Ziel. Am Ende bedeutete das Platz 23 für ihn – unter 150 Piloten aus aller Welt. In dieser 13. Folge von Podz-Glidz erzählt Ferdinand Vogel unter anderem, wie er zum Wettbewerbs-Piloten wurde und das Gleitschirmfliegen auch sonst zu seinem Lebensinhalt machte. Er gibt Einblicke und Tipps zum Pulk- und Thermikfliegen. Er spricht über Methoden, wie er sich über mit der Zeit ein immer feineres Wissen über die Fliegerei aneignete und dieses mittlerweile selbst in Streckenflugseminaren weitergibt. Und warum es sinnvoll sein kann, bei der eigenen Entwicklung als Pilot nichts zu überstürzen. Mehr von Podz-Glidz auf: http://lu-glidz.blogspot.com https://soundcloud.com/lu-glidz Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html Musik dieser Folge: "Loyalty" - GEMAfreie Musik von https://audeeyah.de. Lizenz: CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/)

Gewitterflug - Emanuel Schuster - Podz-Glidz 12
Podz-Glidz Folge #12: Emanuel Schuster geriet mit dem Gleitschirm in eine Gewitterwolke. Davon erzählt er im Gespräch mit Lucian Haas. Gewitterwolken, Cumulonimbus, kurz: CB. Für Gleitschirmflieger sind das die Wolken des Grauens, die Dunkle Seite der thermischen Mächte. Wer mit dem Gleitschirm in eine Gewitterwolke gerät, wird zum Spielball der Natur. Extreme Aufwinde, Aufstieg bis in bitterkalte Höhen, Regen, Hagel, Vereisung, Blitzschlag. Wer aus einer solchen kalten Hölle lebend und ohne gravierende Schäden an Leib und Schirm wieder herauskommt, hat einen riesigen Schutzengel. Das gilt auch für den 45-jährigen Emanuel Schuster. Der erfahrene Pilot aus der Steiermark in Österreich geriet am 19. Juli 2019 bei einem Streckenflug vom Schöckl aus in ein Gewitter. Es war ein sehr labiler Tag. Als es in den höheren Bergen schon anfing zu regnen, flüchtete Emanuel in der Luft nach Süden ins vorgelagerte Flachland, wo der blaue Himmel lockte. Doch aus dem großen Sonnenloch wurde dann schneller, als er es verstand und realisierte, eine große Steigzone und schließlich eine ausgewachsene Gewitterwolke. Der konnte er nicht mehr entrinnen. Sie zog ihn bis auf 6400 Meter hinauf, gab in aber auch wieder frei. Am Ende schlug er mit steif gefrorenen Händen am Retter hängend auf einem Garagendach ein. In dieser zwölften Folge von Podz-Glidz erzählt Emanuel Schuster, warum und wie er in das Gewitter geriet. Er berichtet von seinem lange vergeblichen Kampf, wieder aus der Wolke zu kommen. Er spricht von seinen Gedanken und Gefühlen in dieser Extremsituation; analysiert mögliche Fehler, erläutert die Grenzen der Technik wie z.B. das GPS-Versagen und fehlende Abstiegsmöglichkeiten bei Zweileinern. Zudem gibt er wertvolle Tipps, wie man sich als Pilot verhalten sollte, wenn man selbst einmal in eine saugende Wolke gerät. Mehr von Podz-Glidz auf: http://lu-glidz.blogspot.com https://soundcloud.com/lu-glidz Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html Musik: The Parting Glass (Instrumental) by Aussens@iter (c) copyright 2018 Licensed under a Creative Commons Attribution (3.0) license. http://dig.ccmixter.org/files/tobias_weber/57892 Ft: Doxent Zsigmond

Die X-Alps-Filmerin - Vera Polaschegg - Podz-Glidz 11
Podz-Glidz Folge #11: Die Kamerafrau Vera Polaschegg im Gespräch mit Lucian Haas. Die Redbull X-Alps, das ist der bekannteste und von seinem Zuschnitt her auch der faszinierendste Hike-and-Fly-Wettbewerb der Gleitschirm-Szene. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen nur fliegend und laufend über mehrere Wendepunkte von Salzburg bis nach Monaco kommen. Das sind über 1000 Kilometer, und es dauert mehr als eine Woche. Begleitet werden sie von einem ganzen Tross an Fotografen und Filmemachern. Deren Aufgabe ist es, die Leistung, die Qualen, die Freuden der Athleten bei ihrem Weg über die Alpen in Bildern festzuhalten – damit die Zuschauer, die das Rennen meist nur online per Livetracking verfolgen, das Gefühl bekommen, doch ganz dicht dabei zu sein. Natürlich geht es auch darum, die Sponsoren ins rechte Licht zu rücken. Bei den X-Alps im Juni 2019 war Vera Polaschegg als Kamerafrau mit dabei. Die Österreicherin fliegt selbst begeistert Gleitschirm, das dokumentarische Filmen ist ihr Beruf. Zehn Jahre lang träumte sie davon, die X-Alps mit der Kamera begleiten zu dürfen. Dann bekam sie den Auftrag. Während der Renntage dokumentierte sie hauptsächlich das Geschehen am Ende des Feldes. Sie begleitete dort Piloten wie den Kolumbianer Alex Villa, den Japaner Kaoru Ogisawa, Chikyong Ha aus Korea und vor allem die Neuseeländerin mit polnischen Wurzeln Kinga Masztalerz. Da alle zwei Tage der jeweils Letztplatzierte bei den X-Alps aus dem Rennen genommen wird, gab es auch dort richtig spannende Battles. In dieser elften Folge von Podz-Glidz erzählt Vera von den dramatischen Momenten des Renngeschehens, die sie filmte. Noch mehr geht es aber darum, welchen enormen Einsatz die X-Alps auch von den Kamerateams verlangen, und warum Vera trotzdem jederzeit wieder mitfilmen würde. Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html Musik dieser Folge: Ocean Love by Martijn de Boer (NiGiD) (c) copyright 2018 Licensed under a Creative Commons Attribution Noncommercial (3.0) license. http://dig.ccmixter.org/files/NiGiD/58132 Ft: unreal_dm

Tandemrekord - Stefan Lauth - Podz-Glidz #10
Podz-Glidz Folge 10: Der Tandem-Streckenflieger Stefan Lauth im Gespräch mit Lucian Haas. Beim Tandemfliegen denkt man in der Regel an bezahlte Flüge für Touristen, die sich von einem professionellen Piloten mal für 20 oder 30 Minuten durch die Lüfte kutschieren lassen. Es geht aber auch anders. Wie mit dem Soloschirm sind mit dem Tandem stundenlange Streckenflüge über große Distanzen möglich. Allerdings verlangt das dann schon eine ganz andere Herangehensweise an die Fliegerei mit dem Doppelsitzer. Einer, der schon viele große Streckenabenteuer mit dem Tandem erlebt hat, ist Stefan Lauth. 2018 gewann er der DHV-XC-Meisterschaft in der Tandemwertung. Und er ist auf dem besten Weg, das in diesem Jahr wieder tun. Anfang Juni 2019 flog er mit dem Tandem in Südtirol von der Grente aus ein FAI-Dreieck über fast 233 Kilometer. Knapp neun Stunden dauerte der sogar weltrekordverdächtige Flug. In dieser zehnten Folge von Podz-Glidz erzählt Stefan unter anderem, wie er seinen Rekordflug geplant hat, in welchen Punkten sich das Streckenfliegen mit dem Tandem von dem unterm Solo-Schirm unterscheidet, und warum er einen speziellen Beinsack für den Doppelsitzer entwickelte. Zudem erklärt er, welche Rolle seine Frau Ulli als Passagierin und Co-Pilotin für ihn spielt, und wie wichtig es gerade beim Streckenfliegen mit dem Doppelsitzer ist, ein eingespieltes Team zu sein. Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html Die Musik dieser Folge: Melancholia (Instrumental) by Aussens@iter (c) copyright 2016 Licensed under a Creative Commons Attribution Noncommercial (3.0) license. http://dig.ccmixter.org/files/tobias_weber/54333 Ft: Dimitri Artemenko (Stringfactory)

Race Director - Christoph Weber - Podz-Glidz #09
Podz-Glidz Folge #09: Christoph Weber, Race Director der Redbull X-Alps, im Gespräch mit Lucian Haas. Die Redbull X-Alps, das ist der wohl wichtigste Wettbewerb der Gleitschirm-Szene. Alle zwei Jahre machen sich 32 Teilnehmer und ihre Betreuer auf, um auf einer jedes Mal etwas anders gestrickten Route längs und quer über die Alpen von Salzburg bis nach Monaco zu kommen. Das sind mehr als 1000 Kilometer. Einzig erlaubte Fortbewegungsweisen: Laufen und Gleitschirmfliegen – oder wie es Neudeutsch heißt: Hike and Fly. Die nächsten Redbull X-Alps starten Mitte Juni 2019. Das ist ein guter Anlass, um mal ein wenig hinter die Kulissen zu blicken. Ein solches Rennen verlangt viel Organisation. Eine besonders wichtige Rolle spielt dabei Christoph Weber. Seit 2011 ist er der Race Director der Redbull X-Alps. Als solcher wacht er über alle sportlichen Aspekte und Regelungen des Rennablaufs. In dieser neunten Folge von Podz-Glidz erzählt Christoph unter anderem darüber, wie er zum Race Director wurde, worauf er bei der Auswahl der X-Alps-Teilnehmer achten muss und welche Ideen und Zwänge hinter dem Verlauf der X-Alps-Route stehen. Er berichtet auch, wie der Renn-Alltag für ihn aussieht; was er tut, um trotz aller Abenteuer und Wettergefahren das Risiko tragbar zu halten; und wie gerade auch die menschlichen Begegnungen für ihn die Faszination des X-Alps ausmachen. Mehr Infos zu den Redbull X-Alps unter: www.redbullxalps.com Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html Die Musik in dieser Folge: Rescue Me (Instrumental) by Aussens@iter (c) copyright 2018. Licensed under a Creative Commons Attribution (3.0) license. http://dig.ccmixter.org/files/tobias_weber/57990 Ft: Copperhead

Der Testpilot - Pascal Purin - Podz-Glidz #08
Podz-Glidz Folge #08: Der Gleitschirm-Testpilot Pascal Purin im Gespräch mit Lucian Haas. Bei der Entwicklung und Zulassung von Gleitschirmen spielen sie eine zentrale Rolle: Die Testpiloten. Sie prüfen Schirme auf Stoff- und Leinenfestigkeit, bringen sie in extreme Fluglagen, deformieren die Flügel nach allen Regeln der Kunst, nur um nachzuweisen, dass das Stoffsegel sich danach in erträglicher Zeit wieder sicher in eine normal flugfähige Form entfaltet. Pascal Purin ist einer dieser Teufelskerle. Als er mit nur 14 Jahren seinen Flugschein machte – und das war schon fünf Jahre nachdem er erstmals mit einem Gleitschirm abgehoben hatte – war für ihn bald klar, dass er Testpilot werden wolle. Seither hat der heute 30-jährige in dieser Funktion für verschiedenste Hersteller und auch eine offizielle Zulassungsstelle gearbeitet. Dabei hat er tiefe Einblicke gewonnen, was tatsächlich wichtig ist, um mit einem Gleitschirm sicher unterwegs zu sein. In der Folge 8 von Podz-Glidz erzählt Pascal unter anderem, wie er zum Testpiloten wurde, und was er bei der Testerei schon so erlebt hat. Er erklärt, warum ein sicherheitsbewusster Pilot seine Zeit besser in Groundhandling anstelle des Studiums von EN-Testberichten investieren sollte. Er berichtet auch von seiner Teilnahme an den Redbull X-Alps der Jahre 2015 wie 2017 und verrät, wie es dazu kam, dass er einmal fast 15 Minuten lang unterm Rettungsschirm hing. Die im Podcast genannten Video-Testberichte zu einer wachsenden Zahl von Gleitschirmmodellen sind auf Pascals Website www.intothesky.at zu finden. Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html Die Musik in dieser Folge von Podz-Glidz stammt von www.jukedeck.com

Der Kameramann - Yves Jonczyk - Podz-Glidz #07
Podz-Glidz Folge #07: Yves Jonczyk, Kameramann der deutschen Gleitschirm-Nationalmannschaft, im Gespräch mit Lucian Haas. Yves Jonczyk war zwölf, als ihm sein Vater erstmals eine Videokamera in die Hand drückte, damals noch im VHS-Format. Damit drehte er lustige Stop-Motion-Filme, und die Liebe zur Filmerei war geweckt. Yves ist heute 40 und filmt immer noch mit Begeisterung. Und da er auch Gleitschirm fliegt, ist es nicht schwer zu erraten, was da im Mittelpunkt seiner Filme steht. In der Szene bekannt geworden ist Yves vor allem als Kameramann, der regelmäßig die deutsche Gleitschirm-Nationalmannschaft zu großen Wettbewerben wie Welt- und Europameisterschaften begleitet. Seine professionell gemachten, filmischen Tagesberichte zieren mittlerweile nicht nur die Webseite des DHV . Das Bildmaterial wird auch immer häufiger vom Fernsehen übernommen, und das sogar weltweit. Somit ist er zu einem wichtigen Botschafter des Gleitschirmsports geworden. In dieser siebten Folge von Podz-Glidz erzählt Yves unter anderem darüber, wie es beim Filmen von Gleitschirm-Wettbewerben zugeht. Warum 43 Sekunden in den ZDF-Heute-Nachrichten ihm so viel bedeuten. Er gibt Tipps, worauf man bei einem guten Gleitschirmvideo achten sollte und verrät, wie es bei einem seiner Filmprojekte zu einem UFO-Alarm kam. Die Filme von Yves Jonczyk sind auf seinem Youtube-Kanal zu finden: www.youtube.com/user/flymovies. Weitere Infos auch auf Facebook: www.facebook.com/flymovies Wenn Du den Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html Die Musik in dieser Folge von Podz-Glidz stammt von www.jukedeck.com

Die Astronautin - Suzanna Randall - Podz-Glidz #06
Podz-Glidz Folge #06: Die Astronautin. Suzanna Randall, Gleitschirmpilotin und mögliche erste deutsche Astronautin im Weltraum, im Gespräch mit Lucian Haas. Die Astronautin. So heißt eine private Initiative, die erstmals mit Sponsorengeldern eine Frau aus Deutschland in den Weltraum schicken will. Männliche Astronauten aus Deutschland gab es schon etliche, genauer gesagt elf, zuletzt Alexander Gerst. Bei deutschen Astronautinnen lautet die Zählung noch immer: Null. In Zukunft soll sich das ändern. Und darum geht es in dieser Folge von Podz-Glidz. Was hat die Raumfahrt mit dem Gleitschirmfliegen zu tun? Eine der zwei Kandidatinnen, die von der Austronautinnen-Initiative ausgewählt wurden und mittlerweile schon mitten im Training stecken, ist Suzanna Randall. Suzanna ist Astronomin und kennt sich mit den Sternen aus. Zugleich fliegt sie seit über zehn Jahren auch Gleitschirm – und das mit großer Begeisterung. Für einen Podcast, der den Untertitel „Geschichten aus dem Kosmos des Gleitschirmfliegens“ trägt, lag es nahe, einmal der Verbindung von Raumfahrt und Paragliding in Person von Suzanna Randall näher zu kommen. In knapp 45 Minuten Talk erzählt die 38-jährige über die Hintergründe ihrer Raumfahrtpläne: unter anderem über den Umgang mit dem Risiko eines Raketen- und eines Gleitschirmstarts. Es geht zudem um Angst wie auch den starken Drang, über allem zu schweben. Zudem die Aussicht, als mögliche erste deutsche Astronautin auch dem Gleitschirmfliegen einen gewissen Promi-Status zu verleihen. Mehr Hintergrund zur Astronautinnen-Initiative gibt es unter: https://dieastronautin.de https://www.facebook.com/astrosuzanna/ Die Musik im Podcast stammt von Jukedeck: www.jukedeck.com

XC-Revolution - Sebastian Barthmes - Podz-Glidz #05
Podz-Glidz Folge #05: XC-Revolution. Der große Streckenflieger Sebastian Barthmes im Gespräch mit Lucian Haas. Wer mit dem Gleitschirm auf Strecke geht und seine Flüge in Online-Wettbewerben hochlädt wird schnell feststellen: Um richtig viele Punkte zu bekommen, muss man im Grunde ein sogenanntes FAI-Dreieck fliegen. Die Vorgabe, drei Wendepunkte in einem bestimmten Entfernungsverhältnis einzuhalten, bedeutet freilich: Anderer Routenoptionen werden im Grunde diskriminiert. Die Wettbewerbe deckeln somit die Fantasie bei der Routenwahl. Sebastian Barthmes wollte sich damit nicht abfinden – obwohl er sehr erfolgreich große Dreiecke fliegt und 2017 sogar die Streckenflugmeisterschaft des deutschen Online-Contest gewann. Gemeinsam mit anderen Piloten machte er sich Gedanken, wie man Streckenflug-Wettbewerbe von der Geißel der Dreiecksflüge emanzipieren könnte. Das Ergebnis ist eine Plattform namens XCR (XC Revolution). Unter der Adresse http://www.xc-paragliding.com kann man seine Flüge hochladen und nach einem Algorithmus auswerten lassen, der eine viel freiere Streckenführung über viele Wendepunkte erlaubt und auch honoriert. In dieser Folge von Podz-Glidz erzählt der 33-jährige über die Hintergründe des XCR. Darüberhinaus geht es um große Strecken und wie man sich darauf vorbereitet. Wie hat Sebastian es geschafft, innerhalb von nur vier Jahren ab seiner Gleitschirm-Schulung in die Spitze der deutschen Streckenflieger aufzusteigen, Und warum muss man für wirklich große Strecken lernen, mit Vernunft ins Lee zu fliegen? Mehr Hintergrund zum XCR gibt es auch auf Lu-Glidz unter https://lu-glidz.blogspot.com/2018/04/die-xc-revolution.html Die Musik im Podcast stammt von Jukedeck: www.jukedeck.com

Flughund - Kerim Jaspersen - Podz-Glidz #04
Podz-Glidz Folge #04: Flughund. Der Gleitschirmpilot und Videofilmer Kerim Jaspersen im Gespräch mit Lucian Haas. Kerim Jaspersen ist ein Name, der bei vielen Gleitschirmpiloten in der deutschsprachigen Szene so ein irgendwoher-kenne-ich-den-Gefühl auslöst. Das ist nicht, weil Kerim mit Mega-Strecken oder als krasser X-Alps-Pilot aufgefallen wäre. Kerim hat sich vor Jahren mit erzählerischen Gleitschirmvideos mit Titeln wie „Rush Hour Dream“ oder „Fliegen ist Freiheit“ einen Namen gemacht. Das war noch ganz am Beginn der Youtube-Ära. Seit 2010 lebt und fliegt der heute 44-jährige in England. Häufig beim Fliegen mit dabei: Zum einen seine Frau Lena, zum anderen seine Hündin Bella – und das auch in der Luft. Wie hat Kerim es geschafft hat, dass Bella sogar Thermikflüge von über einer Stunde geduldig mitmacht? Kerim hat noch viel mehr zu erzählen: Unter anderem geht es darum, wie es sich so in England fliegt, warum Kerim einst beim DHV den Ruf als Gesetzesloser hatte und wie es dazu kommt, dass in El Salvador in Mittelamerika ein Fluggebiet nach ihm benannt ist. Die im Podcast verwendete Musik "Istanbul" stammt auch von Kerim Jaspersen.

Hypnose - Katrin Ganter - Podz-Glidz #03
Podz-Glidz Folge #03: Hynpose Die Hypnosetherapeutin und Gleitschirmfliegerin Katrin Ganter im Gespräch mit Lucian Haas. Wer schon einmal beim Gleitschirmfliegen am Rettungsschirm runter kam, kennt das Gefühl. Bei den folgenden Flügen sitzt man nicht mehr so entspannt im Gurtzeug. Man würde zwar so gerne ganz cool weiter fliegen. Der Verstand sagt auch: Stell Dich nicht so an. Doch tief im Inneren sprechen andere Stimmen. Das Unterbewusstsein macht einem einen Strich durch die Rechnung. Das muss aber nicht so bleiben. Eine Möglichkeit, sein Unterbewusstsein gewissermaßen umzustimmen, ist die Hypnose. Wie das funktioniert, davon erzählt die Hypnosetherapeutin Katrin Ganter aus der Schweiz. Basierend auf ihren Erkenntnissen mit der Hypnose bietet sie spezielle Mentaltrainings für Gleitschirmflieger an. Katrin ist auch ausgebildete Hebamme. Wie sie die Erfahrungen aus diesem Teil ihres Lebens mit ihrer großen Passion, dem Gleitschirmfliegen, verbindet – auch darum geht es in dieser Folge von Podz-Glidz. Weitere Infos zu Katrin Ganter und ihren Mentaltrainingsangeboten: www.berghypnose.ch Music from Jukedeck - create your own at http://jukedeck.com.

Tandemfreuden - Bernd Vogel - Podz-Glidz #02
Podz-Glidz Folge #02: Tandemfreuden. Lucian Haas im Gespräch mit dem Tandempiloten Bernd Vogel. Viele Gleitschirmpiloten träumen davon, eines Tages auch ihren Tandemschein zu machen und vielleicht sogar als Tandempilot ihr Geld zu verdienen. Einer, der das fast sein gesamtes Fliegerleben schon gemacht hat, ist Bernd Vogel aus dem Allgäu. Bernd ist einer der dienstältesten aktiven Tandempilot in Deutschland. Von seinen 51 Lebensjahren hat er 22 auch unterm Tandemschirm verbracht und dabei schon Tausende Menschen durch die Lüfte kutschiert. So ein Mann hat einfach einen riesigen Erfahrungsschatz, den ich für die Podz-Glidz-Hörer mal ein wenig anzapfen wollte. In der knappen Stunde der Podz-Glidz-Folge #02 "Tandemfreuden" geht es fast ausschließlich ums Fliegen mit dem Doppelsitzer. Wobei schnell klar werden dürfte, dass sich die Kunst des Tandemfliegens nicht nur in den Steuerfähigkeiten des Piloten zeigt, sondern vor allem auch in seiner großen Menschenkenntnis. Die vielen wertvollen Tipps, die Bernd Vogel parat hat, dürften nicht nur für angehende Nachwuchs-Tandempiloten hilfreich sein. Kontakt zu Bernd Vogel: https://www.facebook.com/Tandemflug.Vogel Music from Jukedeck - create your own at http://jukedeck.com

The Jolly Jumper - Samuel Lückoff & Nathalie Schwemke - Podz-Glidz #01
Wer hat als Gleitschirmflieger nicht schon mal davon geträumt: Einfach mal den Job an den Nagel hängen, viel Zeit und einen Camper zur Verfügung haben und dann ab: quer durch Europa, von einem Fluggebiet zum nächsten. Nathalie Schwemke und Samuel Lückoff aus Köln haben sich genau das getraut. Im Gespräch mit Lucian Haas erzählen wie bei Podz-Glidz, dem Lu-Glidz Podcast, von ihren Erlebnissen. Keine Sorge, es ist kein Reisebericht im Stil eines Dia-Vortrags – nur ohne Bilder. Es geht unter anderem darum, wie das Vorhaben überhaupt zustande kam; die Herausforderung, alles hinter sich zu lassen; menschliche Höhepunkte und Tiefschläge während so einer Reise und welche Erkenntnisse man daraus in den Alltag hinüberretten sollte. Mehr Infos zur Reise: http://thejollyjumper.de Music from Jukedeck - create your own at http://jukedeck.com <!-- https://www.podcast.de/pod_106516sDQeM6EWcTCi0Fzh646080/ -->