Podz-Glidz. Der Lu-Glidz Podcast
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Bir-Koenig - Philipp Zellner - Podz-Glidz 86
Philipp Zellner reist jedes Jahr in den Himalaya. Im indischen Bir sorgt er mit Rekordflügen und Biwak-Abenteuern für Aufsehen. +++ Bir Billing ist so etwas wie das Bassano Indiens. Ein Fluggebiet, in dem man vor allem in der Periode Oktober-November fast täglich auf Strecke gehen kann. Entweder reitet man dann die vorderste Kette des südlichen Traufs des Himalayas ab. Das gilt als anfängertauglich. Oder man wagt den Sprung ins Hinterland. Dort wird es wild. Mächtige Berge, tiefe Schluchten, kräftige Talwinde, böse Leefallen, himmelwärts jagende Thermiken und imposante Aussichten. Philipp Zellner, ein Tandem- und Acro-Pilot aus Österreich, kam vor acht Jahren zum ersten Mal nach Bir. Seither verbringt er dort alljährlich mehrere Monate. Bei den Locals hat der 32-jährige mittlerweile den Status einer lebenden Fliegerlegende. Wo er hinkommt, fällt immer wieder ein bewunderndes Wort: record-holder! In puncto Streckenfliegen ist Philipp so etwas wie der ungekrönte König von Bir. Im Mai 2022 schraubte er den Startplatzrekord auf 270 Kilometer. Nur einen Tag später flog er ein FAI-Rekorddreieck über 222 Kilometer und am Folgetag auch noch die weiteste Strecke ab Bir mit einem Tandem. Noch bemerkenswerter ist allerdings ein solo Biwak-Flug über 1300 Kilometer, bei dem er erst in mehreren Etappen Nepal durchkreuzte, um schließlich weiter bis Bir zu fliegen. Von all dem und noch mehr erzählt Philipp Zellner in dieser 86. Folge von Podz-Glidz. Unter anderem geht es um Kung-Fu-Thermiken, die Herausforderungen des Streckenfliegens im Himalaya, die Kunst des Top-Landens im Nirgendwo, sein Umgang mit dem Risiko, hilfreiche Acro-Skills; und wie es sich anfühlt, nach irren Freiheitsmomenten wieder zum alltäglichen Tandem-Business in Tirol zurückzukehren. +++ Wenn Dir Podz-Glidz gefällt, dann unterstütze doch meine Arbeit – als Förderer. Wie das ganz einfach und ohne jede Verpflichtung möglich ist, erfährst Du auf der Website meines Blogs Lu-Glidz, und zwar dort auf der Seite „Fördern“. Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: Namaster Trip | Künstler: Ofshane No Copyright Audio Library Hören & Download: https://www.youtube.com/watch?v=WTEIrFBQQCU

Rettertalk - Alois Rettenbacher - Podz-Glidz 85
Alois Rettenbacher hat schon viele verschiedene Rettungsschirme selbst ausprobiert. Was hat er dabei erfahren und gelernt? +++ 2012 erschien auf Youtube ein Video eines jungen Österreichers, der im Winter über dem verschneiten Tal seines Hausbergs Bischling einfach mal verschiedene Rettungen ausprobierte und seine Erlebnisse dabei dokumentierte. Rundkappe, Kreuzkappe, Rogallo, Base-System. Alois Rettenbacher, damals 27 und gerade mal zwei Jahre im Besitz des Flugscheins, wollte herausfinden, welche Bauart von Rettung ihm wohl am besten taugt. Zuvor war er in Gesprächen mit anderen Fliegern nur auf viel Halbwissen gestoßen, dass ihm bei seiner Entscheidung nicht so recht weiterhalf. Sein Video „Retter-Problematik“ erregte damals – zumindest in der deutschsprachigen Gleitschirmszene – einiges an Aufmerksamkeit. Es führte vielen Piloten vor Augen, dass man das Thema Retter vielleicht nicht gar so stiefmütterlich behandeln, sondern dass man sich stärker damit auseinandersetzen sollte. Alois zeigte unter anderem: Rundkappen können heftig pendeln, Kreuzkappen eine unerwartet starke Vorwärtsfahrt entwickeln (was bei ihm in einer ungeplanten Dachlandung endete), Rogallos vertwisten gerne und tendieren zur Scherenstellung, etc. Diesem ersten Retter-Video ließ Alois über die Jahre noch einige weitere folgen. Und so dürfen wir ihm heute dankbar sein, in der Szene einiges an Diskussionen und Nachdenken über Notschirme angefacht zu haben. Das Thema Retter ist damit aber noch lange nicht durch. Für die meisten Gleitschirmflieger gilt immer noch der Satz: „Aus den Augen, aus dem Sinn.“ Der Retter ist für viele ein nötiger, aber trotzdem irgendwie unliebsamer und deshalb gedanklich verdrängter Ballast im Gurtzeug. Vielleicht ändert diese 85. Folge von Podz-Glidz das ein wenig. Ich wünsche jedenfalls gute Unterhaltung und viel Erkenntnisgewinn aus dem Rettertalk mit Alois Rettenbacher. +++ Wenn Dir Podz-Glidz gefällt, dann unterstütze doch meine Arbeit – als Förderer. Wie das ganz einfach und ohne jede Verpflichtung möglich ist, erfährst Du auf der Website meines Blogs Lu-Glidz, und zwar dort auf der Seite „Fördern“. https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: Out on my Skateboard | Künstler: Mini Vandals No Copyright Audio Library Watch & Download: https://www.youtube.com/watch?v=zcCwR_bgmYg

Berglaufflieger - Stefan Zaugg - Podz-Glidz 84
Stefan Zaugg sieht im Hike and Fly die große Freiheit. Auch als Nicht-Profi trainiert er täglich für seine große Leidenschaft. +++ Was für die Surfer Hawaii ist, ist für Gleitschirmflieger das Berner Oberland. Vor allem wenn es ums Hike and Fly geht. Es gibt so viele Berge, auf die man dort hinauflaufen und wieder herunterfliegen kann. Ein ideales Trainingsumfeld für die vielleicht schönste Form der Fliegerei. Findet zumindest Stefan Zaugg. Der 31-jährige Schweizer hat im Hike and Fly seine große Leidenschaft gefunden. Fast täglich trainiert er dafür und das große Ziel, bei den verschiedensten Wettbewerben dieser Sportart teilzunehmen und wenn möglich unter die Top Ten zu kommen. Seine Motivation und Ehrgeiz haben ihm bereits einen Platz im Team der X-Alps-Academy eingebracht, einem Förderprogramm vom Hike-and-Fly-Großmeister Chrigel Maurer und dem Sponsor Teamwork. Seit Anfang dieses Jahres ist er dort sogar zum Teamleader und Coach aufgestiegen. Wie er zum Fliegen und zum Hike-and-Fly kam, mit welchen Methoden er für diese Disziplin trainiert, welche schönen, spannenden und auch kritischen Momente er dabei schon erlebte, all das erzählt Stefan Zaugg in dieser 84. Folge von Podz-Glidz. +++ Wenn Dir Podz-Glidz gefällt, Du dich gut unterhalten fühlst und aus den Podcast-Folgen vielleicht auch etwas lernst, dann unterstütze doch meine Arbeit – als Förderer. Das ist ganz einfach und ohne jede Verpflichtung möglich. Wie? Das erfährst Du auf der Website meines Blogs Lu-Glidz, und zwar dort auf der Seite „Fördern“. https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: Seasons | Künstler: Telecasted No Copyright Audio Library Watch & Download: https://www.youtube.com/watch?v=hJggHghmBzA +++

Paramotor - Benedikt Boes - Podz-Glidz 83
Benedikt Bös fliegt mit seinem Motorschirm große Strecken. Was fasziniert ihn an dieser Form der Fliegerei? +++ Es gibt viele Spielarten des Gleitschirmfliegens: Groundhandling, Abgleiter, Soaring, Thermik, XC, Acro, Speedflying. Bei allen dienen immer nur die Schwerkraft, der Wind und die Sonne als Antrieb. Anders beim Motorschirmfliegen. Dort trägt man einen Motor mit Propeller auf dem Rücken. Er sorgt für den nötigen Schub, um das Eigensinken des Gerätes bei Bedarf mehr als auszugleichen. Das ergibt dann auch ganz andere Flugmöglichkeiten. Einer, der sich dieser Form der Fliegerei verschrieben hat, ist Benedikt Bös. Der heute 31-jährige machte schon mit 16 einen normalen Gleitschirmschein. Doch weil er in den folgenden Jahren für sein Gefühl einfach zu selten in die Luft kam, versuchte er es mit dem Paramotor. Es wurde schnell zu seiner Obsession. Heute ist Bene der auch international wohl bekannteste Pilot und Botschafter der deutschen Motorschirm-Szene. Zum Beispiel gewann er 2019 und 2020 die British Open Paramotor Championship. 2021 holte er den Sieg im internationalen XContest in der Klasse Paramotor Foot-Launched. Er ist Teampilot von BGD und wird von Vittorazi Motors gesponsort. Zudem betreibt er seit Jahren eine Website, die gewissermaßen zu seinem Markenzeichen geworden ist: Paramotor Germany. Mich interessierte im Gespräch mit Bene, wo für ihn die Faszination des Motorschirmfliegens im Vergleich zum normalen Gleitschirmfliegen liegt. Immerhin geht er manchmal stundenlang mit dem Brummkreisel am Rücken in die Luft und fliegt riesige FAI-Dreiecke, zuletzt von über 400 Kilometer. Die haben mit einem Motor ihre ganz eigenen Herausforderungen. Und so erzählt Benedikt Bös in dieser 83. Folge von Podz-Glidz von seiner Leidenschaft, die ihm etliche magische Momente beschert, zuweilen aber auch im anderen Wortsinn Leiden schafft. Denn er hat, wie viele andere Motorschirmpiloten, die Macht des Propellers schon mal sehr schmerzhaft zu spüren bekommen. Der eigene Fehler, der dazu führte, ist ihm aber nicht peinlich. Er hat es von Anfang an als Lehrstück begriffen und offen darüber gesprochen, um anderen ähnliche Erfahrungen zu ersparen. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: Out on my Skateboard | Künstler: Mini Vandals No Copyright Audio Library Watch & Download: https://www.youtube.com/watch?v=zcCwR_bgmYg

Sonnenscheiner - Volker Schwaniz - Podz-Glidz 82
Aus dem Leben eines Meteo-Nerds: Volker Schwaniz betreut seit Jahren die Wetterseiten des DHV. +++ Wer die Website des Deutschen Hängegleiter-Verbands (DHV) aufruft, der bekommt gleich prominent oben links eine kleine, aber feine Flugwetterprognose präsentiert. In wenigen Zeilen ist dort zusammengefasst, welche Flugbedingungen man in Deutschland, in den Nordalpen und in den Südalpen zu erwarten hat. Nur einen Klick weiter wird das DHV-Wetter dann, noch immer in kompakter Form und mit gleicher geographischer Aufteilung, für die nächsten drei bis vier Tage angezeigt. Wer dort hineinschaut, hofft auf grün unterlegte Texte. Denn grün ist der simple optische Hinweis: An solchen Tagen herrschen gute Thermikaussichten. Das DHV-Wetter ist freilich nicht das Werk eines Roboters, der einfach Ergebnisse eines Wettermodells in Textbausteine übersetzt. Dahinter steckt viel Fleißarbeit, Fachwissen und jahrelange Erfahrung. Volker Schwaniz ist „der“ Meteo-Man des DHV. Ein Gleitschirmpilot, der erst durch die Fliegerei zur Meteorologie als zweitem Hobby kam, doch heute in Sachen Gleitschirmflugwetter jedem ausgebildeten Meteorologen das Wasser reichen kann. In dieser 82. Folge von Podz-Glidz berichtet Volker Schwaniz von seiner Arbeit. Unter anderem: Wie er selbst bei seinen täglichen Wetterchecks vorgeht und welche Meteo-Seiten er allgemein empfiehlt. Der 58-jährige erzählt aber auch von seinen eigenen Anfängen, wir sprechen über die Schwierigkeiten vieler Piloten, sich tiefer mit der komplexen Materie Meteorologie zu befassen, und warum die Szene immer nach Hammertagen giert, wo doch ein Tag mit gemütlicheren Bedingungen den meisten das viel größere Flugvergnügen bereiten würde. +++ Wenn Dir Podz-Glidz gefällt, Du dich gut unterhalten fühlst und aus den Podcast-Folgen vielleicht auch etwas lernst, dann unterstütze doch meine Arbeit – als Förderer. Wie das ganz einfach und ohne jede Verpflichtung möglich ist, das erfährst Du auf der Website meines Blogs Lu-Glidz, und zwar dort auf der Seite „Fördern“. https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: Freedom Trail Studio | Künstler: Rubber Dubs No Copyright Audio Library Watch & Download: https://www.youtube.com/watch?v=0uUJF9j3wR8

Flightcoach - Bas van Duijn - Podz-Glidz 81
Bas van Duijn hilft Piloten, Angstblockaden zu überwinden. Dafür setzte er einen eigens entwickelten Flugsimulator ein. +++ Bei kommerziellen wie militärischen Flugzeugpiloten gehört er zum Alltag: der Flugsimulator. Darin werden Routine- und Extremsituationen immer wieder trainiert, damit der Pilot in der Praxis vorbereitet ist, und seine Handlungsabläufe und -optionen kennt. Beim Gleitschirmfliegen ist das anders. Von der Ausbildung bis zum späteren Freifliegen, ist man als Pilot immer der realen Luft und den entsprechenden Risiken ausgesetzt. Wer einmal einen Fehler macht, und selbst mit glimpflichem Ausgang, findet sich schnell mit einer Flugblockade im seelischen Gepäck am Boden emotionaler Tatsachen wieder. Der Niederländer Bas van Duijn sucht und bietet Auswege aus solchen Situationen. Seit Jahren arbeitet er unter anderem als sogenannter Flightcoach, um Piloten zu helfen, irrationale Angstblockaden zu aufzulösen, die ihnen den Spaß am Fliegen nehmen. Neuerdings setzt er dabei auch einen sehr realistischen Flugsimulator ein, den er gemeinsam mit einem Geschäftspartner entwickelt hat. Von dem Simulator verspricht er sich noch mehr. Das System könnte Flugschulen ganz neue Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung bieten. Über all das geht es in dieser 81. Folge von Podz-Glidz. +++ Wenn Dir Podz-Glidz gefällt, Du dich gut unterhalten fühlst und aus den Podcast-Folgen vielleicht auch etwas lernst, dann unterstütze doch meine Arbeit – als Förderer. Wie das ganz einfach und ohne jede Verpflichtung möglich ist, das erfährst Du auf der Website meines Blogs Lu-Glidz, und zwar dort auf der Seite „Fördern“. https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: Boreal | Künstler: Asher Fulero No Copyright Audio Library Watch & Download: https://www.youtube.com/watch?v=sy2bRzJ0gzU

Inferno - Felix Woelk - Podz-Glidz 80
Felix Wölk ist einer der bekanntesten Gleitschirmfotografen, Flugreporter und Abenteurer. +++ Wer immer mal wieder diverse Gleitschirmmagazine durchstöbert, deren Titelbilder bestaunt oder im Inneren nach abenteuerlichen Reisereportagen sucht, der wird über eher kurz als lang auf einen Namen stoßen: Felix Wölk. Der heute 48-jährige fliegt seit 30 Jahren Gleitschirm und hat die Fliegerei nicht nur zum Hobby, sondern zum prägenden Antrieb seines Lebens gemacht. Felix ist Fluglehrer, Flugfotograf und vor allem auch Flugreisender, der schon auf und über allen nicht vereisten Kontinenten der Erde mit dem Gleitschirm unterwegs war – mancherorts sogar als Pionier mit etlichen Erstbefliegungen. Geschichten dazu gäbe es viele. Aber die lassen sich packender in Felix‘ Reportagen nachlesen, von denen einige in den Shownotes zu dieser 80. Podcast-Folge auf Lu-Glidz verlinkt sind. Im Podcast geht es mehr um den Hintergrund: Was ist es, was ihn antreibt, wie hat er es geschafft, nicht nur mit, sondern auch vom Gleitschirmfliegen leben zu können und dabei irgendwie immer auch sein Ding zu machen. Von all dem erzählt Felix Wölk im Gespräch. Es geht unter anderem um Flugsucht, Abenteurertum, seine Vorstellungen einer ästhetischen Gleitschirmfotografie und seine Arbeit für die Redbull X-Alps. Wir sprechen über die Risiken von Fotoshootings in der Luft, Starts von aktiven Vulkanen und worauf er bei der Aus- und Weiterbildung von Piloten besonderen Wert legen würde. Immerhin hat Felix Wölk erst kürzlich eine neue Flugschule mitgegründet. +++ Wenn Dir Podz-Glidz gefällt, dann unterstütze doch meine Arbeit an diesem Podcast, als Förderer. Wie das ganz einfach und ohne jede Verpflichtung möglich ist, das erfährst Du auf der Website meines Blogs Lu-Glidz, und zwar dort auf der Seite „Fördern“. https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: Hulu Ukulele | Künstler: Chris Haugen No Copyright Audio Library Watch & Download: https://www.youtube.com/watch?v=l5gaXyj0VYU

Die Burnair Story - Bernie Hertz - Podz-Glidz 79
Bernie Hertz betreibt eine der vielseitigsten Websites und Apps für die Gleitschirmszene. Was treibt ihn an? +++ Es gibt für alles eine App, so heißt es. Das gilt auch fürs Gleitschirmfliegen: Wetter-App, Thermikprognosen, Startplatzdatenbank, Niederschlagsradar, Livetracking, Windwerte, Vario, Topokarten, Hike-and-Fly-Routen, Flugplanung, usw. Wer will, kann seinen ganzen Smartphone-Bildschirm mit den Start-Icons von solchen Hilfsprogrammen füllen. Oder man vertraut einer App, die gleich fast alle diese Funktionen integriert. Das derzeit vielseitigste Angebot dieser Art in den Appstores ist die Burnair-App, die auch als Website Burnair.cloud im Internet zu finden ist. Innerhalb der vergangenen zwei Jahre hat Burnair eine immer größer werdende Verbreitung in der deutschsprachigen Gleitschirmszene erlebt. Das liegt vermutlich auch daran, dass hinter der App kein typischer Programmier-Nerd steht, sondern ein fliegender Praktiker. Bernie Hertz bietet seit rund zehn Jahren unter der Marke Burnair in der Schweiz betreute Flugreisen und Events an, die sich gezielt an Pilotinnen und Piloten nach der Schulung richten, die noch nicht so viel Erfahrung haben. Aus den Fragen zu Fluggebieten, Wetter und Thermik etc., die er dabei von seinen Kunden gestellt bekam und bekommt, erwuchs die Idee: Warum nicht solche Infos auf Durchschnittspiloten zugeschnitten allgemein und auf Knopfdruck abrufbar machen? In dieser Folge Nummer 79 von Podz-Glidz erzählt Bernie die Burnair-Story. Dabei geht es weniger darum, was seine App so alles kann. Mich interessierte vielmehr, was den 39-jährigen antreibt, was hinter Burnair sowohl an Ideen und Flugphilosophie als auch Arbeit und Technik so alles steckt. Und warum Bernie so überzeugt ist, dass die Zukunft des Gleitschirmfliegens auch stark im Digitalen und der Vernetzung liegt. +++ Wenn Dir Podz-Glidz gefällt, dann unterstütze doch meine Arbeit an diesem Podcast, als Förderer. Wie das ganz einfach und ohne jede Verpflichtung möglich ist, das erfährst Du auf der Website meines Blogs Lu-Glidz, und zwar dort auf der Seite „Fördern“. https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: Looping Ascent | Künstler: Joel Cummins No Copyright Audio Library Watch & Download: https://www.youtube.com/watch?v=e0D18wcimbs +++

Olympia - Daniel Tyrkas - Podz-Glidz 78
Daniel Tyrkas war schon bei den Olympischen Spielen. Natürlich nicht mit dem Gleitschirm. Doch auch fliegend zählt er zur Weltspitze. +++ Es gibt vermutlich nur wenige Sportler, die es in ihrem Leben schaffen, in mehreren, ganz unterschiedlichen Disziplinen bis in die Weltspitze aufzusteigen. Der Deutsche Daniel Tyrkas ist einer davon. 2002 nahm er bei den Olympischen Spielen in Salt Lake City teil, damals als Snowboarder in der Halfpipe. Heute gehört der 46-jährige der deutschen Gleitschirm-Nationalmannschaft an und steht aktuell (März 2022) auf Platz 15 in der Weltrangliste. Daniel verbindet in seinem Leben noch andere Welten miteinander. Neben diversen Jobs im Automotive-Bereich hat er auch schon drei Jahre lang als Vertriebsleiter des Gleitschirmherstellers Swing gearbeitet. Dabei hat er einige interessante Einsichten in die Branche gewonnen. Von all dem und noch mehr erzählt Daniel in dieser 78. Folge von Podz-Glidz. Es geht unter anderem darum, wie er neben dem Snowboarden zum Gleitschirmfliegen kam und sich hier noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung sieht. Daniel gibt Einblicke in das zuweilen schwierige Verhältnis von Gleitschirmherstellern mit den Piloten als Endkunden. Wir sprechen über das Thema Nachhaltigkeit, und warum Daniel zum Beispiel für alle seine Flugzeugflüge, auch zu Gleitschirmwettkämpfen, eine CO2-Kompensation zahlt. Daniel gibt auch Tipps, warum man sich als Gleitschirmpilot der Wettbewerbsfliegerei nicht verschließen sollte und welche Skills dafür die wichtigsten sind, damit Sicherheit an oberster Stelle steht. Darüber hinaus hat er so einige memorable Flugerlebnisse auf Lager. +++ Wenn Dir Podz-Glidz gefällt, dann unterstütze doch meine Arbeit an diesem Podcast, als Förderer. Wie das ganz einfach und ohne jede Verpflichtung möglich ist, das erfährst Du auf der Website meines Blogs Lu-Glidz, und zwar dort auf der Seite „Fördern“. https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: Studio 2020 | Künstler: Quincas Moreira No Copyright Audio Library Watch & Download: https://www.youtube.com/watch?v=4847K--Ou8Q

Über Elefanten - Veit Kessen - Podz-Glidz 77
Veit Kessen erzählt übers Buschfliegen in Kenia und warum dort das Gleitschirmfliegen fast verboten worden wäre. +++ Kenia war viele Jahre lang ein hoch gehandeltes Winterflugziel der Gleitschirmszene. Stets im Januar reisten etliche streckenhungrige Piloten aus Europa ins sogenannte Kerio Valley, um dort an der fast 100 Kilometer langen Felskante im Powersoaring-Modus persönliche oder gar global gültige Bestleistungen zu fliegen. Gregory Knudson beispielsweise stellte dort am 19. Januar 2014 den noch immer gültigen Geschwindigkeitsweltrekord für einen Hin-und-Rückflug über 200 Kilometer auf – mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 36 km/h. In den vergangenen Jahren ist es aber ruhig geworden. Flüge aus Kenia tauchen kaum noch in den XC-Datenbanken auf. Schuld daran sind unter anderem drei Todesfälle, die sich 2018 in Kerio ereigneten. Sie wirkten offenbar für viele Piloten abschreckend, waren allerdings auch für die lokale Gleitschirmszene in Kenia ein Wendepunkt. Denn mit einem Mal waren die Gleitschirmflieger in den Medien, wenn auch mit schlechten Nachrichten. Und damit auf dem Radar der kenianischen Luftfahrtbehörde. Die war dann drauf auf dran, das aus ihrer Sicht illegale Treiben der Paragleiter zu verbieten. Einer der viel dafür getan hat, dass es dann doch anders kam, ist Veit Kessen. Der 49-jährige mit deutsch-indischen Wurzeln war eine der treibenden Kräfte hinter der Gründung des kenianischen Gleitschirmverbandes. Heute ist er dessen Vorsitzender. In dieser Episode Nummer 77 von Podz-Glidz erzählt Veit von dieser Zeit. Den wilden Jahren Kerios, dem jähen Ende und dem Bestreben, das Paragleiten in Kenia seither in etwas geordnetere Bahnen zu lenken. Dennoch ist und bleibt das Gleitschirmfliegen in Kenia ein Abenteuer, mit ganz eigenen Risiken. Wer absäuft, muss schon mal befürchten, direkt neben einem Elefanten zu landen. Veit ist das schon passiert. Und es ist nicht die einzige spannende Buschpilotenstory, die er auf Lager hat. +++ Wenn Dir dieser Podcast gefällt, dann unterstütze doch meine Arbeit daran, als Förderer. Wie das ganz einfach geht, das erfährst Du auf der Website meines Blogs Lu-Glidz, und zwar dort auf der Seite „Fördern“. https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: Jela | Künstler: Elphnt No Copyright Audio Library Watch & Download: https://www.youtube.com/watch?v=jXvLHcjKszU

Blockade - Beate Schlaps - Podz-Glidz 76
Beate Schlaps hätte nach einem negativen Erlebnis fast das Fliegen aufgegeben. Mit Hypnose bekam sie ihren Kopf wieder frei. +++ In den vergangenen Monaten habe ich von verschiedenen Hörern von Podz-Glidz Anfragen und Bitten erhalten, ob ich nicht gelegentlich auch „ganz normale“ Gleitschirmflieger im Podcast zu Wort kommen lassen könnte. Da stellt sich natürlich die Frage, was das überhaupt ist: ein normaler Pilot oder eine normale Pilotin. Ich deute das mal als eine Person, die beim Fliegen ohne größere Leistungsambitionen Erlebnisse hat und Erfahrungen macht, über die viele andere auch ganz ähnlich berichten könnten. Aus diesem Blickwinkel heraus betrachtet, fällt Beate Schlaps sicher in die Rubrik „ganz normale Pilotin“ – auch mit der folgenden Geschichte: Im vergangenen Jahr hatte Beate beim Fliegen auf der Schwäbischen Alb ein für sie unangenehmes Erlebnis – mit Folgen. Körperlich blieb sie zwar unversehrt, aber im Kopf war sie danach nicht mehr frei. Sie fühlte sich fortan unsicher beim Fliegen, irgendwie blockiert. Sie dachte sogar ernsthaft daran, das Fliegen deswegen aufzugeben. Und Hand aufs Herz: Wer kennt nicht von sich selbst oder aus seinem Fliegerumfeld ganz ähnliche Fälle. In dieser Episode 76 von Podz-Glidz erzählt Beate Schlaps unter anderem von dem, was sie da durchgemacht hat. Nicht ganz so normal ist allerdings der Weg, mit dem sie die Blockade wieder aufgelöst hat. Sie machte eine Hypnosetherapie. Und seither fliegt sie befreiter als je zuvor. Und das soll was heißen. Denn Beate lernte schon vor 30 Jahren das Gleitschirmfliegen und hat in dieser Zeit viele Erfahrungen gesammelt. So sprechen wir auch darüber, wie ihr vor Jahren schon einmal die Leidenschaft fürs Fliegen abhandenkam, und wie sie mehr als eineinhalb Jahrzehnte später den Wiedereinstieg schaffte. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: Island Dream | Künstler: Chris Haugen No Copyright Audio Library Watch & Download: https://www.youtube.com/watch?v=zlQvBOzqFmQ

Der Schirmflicker - Mike Kremer - Podz-Glidz 75
Mike Kremer arbeitet als Testpilot für Airdesign, macht aber auch viele nähtechnische Arbeiten, nicht nur an Prototypen. Wann lohnt sich noch eine Schirmreparatur? +++ Wenn man in der Schule bei der Kurswahl den richtigen Zeitpunkt verpasst, dann kann es schon mal dazu kommen, dass man als Junge beim Handarbeiten endet. Im Leben sollte man freilich selten daran zweifeln, dass auch scheinbare Irrwege irgendwie zu einem Ziel führen. Bei Mike Kremer jedenfalls war es so, dass ihm sein in der Schule erlangtes Grundwissen zum Umgang mit Nadel und Faden später tatsächlich noch sehr dienlich geworden ist. Mike arbeitet als fest angestellter Testpilot beim österreichischen Gleitschirmhersteller Airdesign. Er ist gewissermaßen die rechte Hand von Konstrukteur Stephan Stiegler. Mit ihm zusammen bringt er alle Airdesign-Schirme im Zillertal bis zur Serienreife. Auf dem Weg dorthin sind des Öfteren Umbauten gefragt – und dafür auch Mikes ruhige Hand. Mike hat bei sich zuhause eine komplette Werkstatt eingerichtet, mit gleich fünf Nähmaschinen, um die verschiedensten Arbeiten am Schirm ausführen zu können: Tragegurte und Leinen nähen, Spannbänder im Schirm versetzen, aber auch komplette Bahnen und ganze Zellen austauschen. Zum Spaß und als kleiner Zusatzverdienst repariert er gelegentlich auch Schirme und Gurtzeuge anderer Marken. Darunter sind zuweilen Exemplare, die ihm – zum Beispiel nach Baumlandungen – als offensichtliche Totalschadensfälle günstig überlassen wurden. In dieser Folge Nummer 75 von Podz-Glidz erzählt Mike Kremer über seine Arbeit. Unter anderem geht es darum, welche Schäden man als Pilot noch selbst reparieren kann, wie man am besten mit Klebesegel hantiert, und wann man die Reparaturen doch lieber einem Fachmann überlassen sollte. Daneben hat Mike aber noch einige weitere Geschichten auf Lager. Wir reden unter anderem über seinen Werdegang zum akkreditierten Testpiloten, sein bislang gefährlichstes Flugerlebnis und wie es dazu kam, dass er den ersten offiziellen Gleitschirm-Checkbetrieb der Türkei mit aus der Taufe hob. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: Busy City | Künstler: TrackTribe No Copyright Audio Library Watch & Download: https://www.youtube.com/watch?v=tnH02zTAUtU

In die Wildnis - Ulrike Juese - Podz-Glidz 74
Ulrike Jüse lebt und fliegt in Norwegen. Dort hat sie schon die XC-Liga gewonnen. Am liebsten fliegt sie aber einfach nur raus in die Wildnis, weitab der Zivilisation. +++ Norwegen. Das Land der Fjorde. Das Land der Zuchtlachse. Das Land des Erdöl-Reichtums. Das Land der Strickpullis. Das Land der Skispringer und Langläufer. Aber das Land der Gleitschirmflieger? Das kommt einem in dieser Reihe erst einmal nicht in den Sinn. Dennoch wird natürlich auch in Norwegen mit dem Gleitschirm geflogen. Und eine der besten Pilotinnen des Landes ist eine Deutsche: Ulrike Jüse. Bei der norwegischen XC Liga stand sie schon mehrfach auf dem Treppchen, 2019 sogar auf dem ersten Platz – overall, also vor allen Männern wohlgemerkt. Ulrike lebt seit fast 17 Jahren in Norwegen, was sogar zuweilen schon in einem sympathisch-dezenten norwegischen Akzent in ihrer Muttersprache hörbar wird. Nach Norwegen kam sie wegen einer Promotion als Pharmakologin, vor allem aber der wilden Schönheit des Landes wegen. Denn Ulrike ist durch und durch ein Naturmensch. Ihr kann es im Grunde nicht draußen und abseits von Siedlungen genug sein. Und so pflegt die 41-jährige viele sportliche Hobbies, mit denen sie in die Wildnis aufbrechen kann: Wandern, Klettern, Eislaufen oder Skitourengehen sind darunter – und eben auch das Gleitschirmfliegen. Das am liebsten ganz allein, im Hike-and-Fly-Stil und auf Biwaktouren ausgelegt. In dieser 74. Folge von Podz-Glidz erzählt Ulrike Jüse von dieser Leidenschaft. Es geht unter anderem um einsame Flugtouren durch die Wildnis norwegischer Nationalparks und ihre bewusste Routenwahl abseits von Straßen und anderer einfacher Rückkehrmöglichkeiten. Wir sprechen über den Reiz, diese imposanten Naturlandschaften aus dem Blickwinkel unterschiedlichster Sportarten zu erfahren, aber auch ihren Umgang mit den damit verbundenen Risiken. Ein weiteres Thema ist die Gleitschirmszene in Norwegen, die in manchen Punkten schon etwas anders tickt als in den Alpenländern. Ulrike gibt dabei auch wertvolle Tipps für all jene, die am Ende des Podcasts auch Lust verspüren sollten, mal mit dem Gleitschirm die norwegische Wildnis zu erleben. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: Natural Light | Künstler: Chris Haugen No Copyright Audio Library Watch & Download: https://www.youtube.com/watch?v=-U--itxDo5s +++

Gladiatoren - Markus Anders - Podz-Glidz 73
Hike-and-Fly-Rennen stehen im Zentrum des Lebens von Markus Anders. Damit sind einige Risiken verbunden. Wie geht er damit um? +++ Wer die Fliegerkarriere von Markus Anders über die vergangenen Jahre verfolgt hat, darf ruhig ein wenig staunen. Markus ist in relativ kurzer Zeit in die Weltelite des Hike-and-Fly aufgestiegen. 2017 – da hatte er gerade mal zwei Jahre seinen A-Schein und dann auch B-Schein – gewann er erstmals die Gesamtwertung des Bordairrace-Wettbewerbs. Ein Jahr später wiederholte er diesen Erfolg, zudem wurde er beim Salewa Ironfly Dritter. Das brachte ihm 2019 die Teilnahme bei den Redbull X-Alps ein. Bei den X-Alps 2021 schied er, auf Top-Ten-Kurs liegend, nach einer missglückten Landung leider verletzt aus. Im vergangenen November gehörte er dann zum exklusiven Rund von Top-Piloten, die zum ersten Hike-and-Fly Wettbewerb der Vereinigten Arabischen Emirate eingeladen wurden. Dieser Wettbewerb in Dubai und der Wüste hatte sein ganz eigenes, in Teilen der Gleitschirmszene auch kritisch gesehenes Flair. Beispielsweise durften die Piloten beim ersten Task vom Dach eines 77-stöckigen Hochhauses starten. Noch nie zuvor hatte sich dort ein Gleitschirmflieger in die Luft geschwungen. Wie Markus diese Weltpremiere erlebte, welche Gedanken ihm dabei durch den Kopf gingen und warum er sich trotz des Gefühls, auch eine Art Versuchskaninchen zu sein, auf das Risiko einließ, das erzählt er in dieser 73. Folge von Podz-Glidz. Zur Sprache kommt aber noch einiges mehr: Markus spricht unter anderem über prägende Erlebnisse bei einem Hike-and-Fly-Trip in Neuseeland; und wie sehr die X-Alps und ähnliche Wettbewerbe heute sein Leben bestimmen. Zum Ende hin geht es noch um ein ganz anderes Thema: Seit 2020 leitet Markus bei Skywalk das Projekt E-Walk. Dabei handelt es sich um ein Gurtzeug mit integriertem Elektromotor als Aufstiegshilfe für den Thermikflug. Kürzlich hatte das deutsche Luftfahrtbundesamt der Zulassung des E-Aufstieg als neue Startart für normale Gleitschirmpiloten eine Absage erteilt. Ob und wie es mit dem E-Walk nun weitergeht? Diese Frage habe ich Markus natürlich auch gestellt. Wenn Dir dieser Podcast gefällt, dann kannst Du meine Arbeit daran unterstützen. Wie Du ganz einfach und ohne jede Verpflichtung zum Förderer werden kannst, erfährst Du auf der Website von Lu-Glidz, und zwar dort auf der Seite „Fördern“: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: Anomalous Hedges | Künstler: Mini Vandals No Copyright Audio Library Watch & Download: https://www.youtube.com/watch?v=5DXfB_Qtqoo

U-Space - Helmut Bach - Podz-Glidz 72
In Zukunft werden Drohnen ihren eigenen Luftraum bekommen. Helmut Bach setzt sich dafür ein, dass Gleitschirmflieger aus diesem U-Space nicht ausgeschlossen werden. +++ Wer heute an Drohnen denkt, hat meistens kleine Quadkopter mit Kamera vor Augen, die von Hobbypiloten ferngesteuert werden. Doch das ist nur Spielzeug im Vergleich zu dem, was in Zukunft alles durch die Lüfte rauschen könnte. Drohnen zur schnellen Auslieferung von Paketen, Drohnen zur Verkehrsüberwachung, Drohnen für die Landwirtschaft, Drohnen zur Inspektion von Stromtrassen, Drohnen zur Versorgung von Berghütten, ja selbst Drohnen als Lufttaxis, undsoweiter. Viele dieser Drohnen werden nicht nur wenige hundert Meter, sondern Dutzende Kilometer weit fliegen – ganz autonom. Damit diese Flüge kontrolliert und sicher ablaufen können, hat die EU im April 2021ein Regelwerk aus drei sogenannten Durchführungsverordnungen erlassen. Sie definieren Grundregeln und Aspekte des sogenannten U-Space. Der U-Space ist eine neue Luftraumkategorie, die speziell für den Betrieb von UAVs geschaffen wurde. Das Kürzel steht für unbemannte Luftfahrzeuge, landläufig also Drohnen. Bis 2023 müssen die EU-Länder die U-Space-Verordnungen in nationale Regelungen umsetzen. Nun ist der Luftraum allgemein ein knappes Gut. Und wenn ein U-Space neu hinzukommt, gibt es den nicht on-top, sondern er muss von dem Vorhandenen irgendwie abgeknapst werden. Kurz gesagt: Damit Drohnen ihren Teil vom Luftraumkuchen bekommen, müssen andere etwas abgeben. Auch wir Gleitschirmflieger. Damit wir dabei nicht allzu viele Freiheiten verlieren, müssen Lösungen ins Gespräch gebracht werden. Es geht darum, die Koexistenz von bemannter und unbemannter Fliegerei im U-Space zu ermöglichen. Solche Gespräche führt Helmut Bach im Auftrag des DHV. Der frühere Lufthansa-Kapitän und begeisterte Segel- und Gleitschirmpilot ist der derzeit vielleicht wichtigste Lobbyist für Luftraumfragen im Sinne der Gleitschirmflieger. In dieser 72. Folge von Podz-Glidz erzählt Helmut Bach von dieser Arbeit. Es geht vor allem um den U-Space, eine mächtige Drohnen-Lobby, Kompromisse für die Freiheit und die Frage: Dürfen wir künftig nur noch mit Flarm-Geräten in die Luft? +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: Simple Step | Künstler: Slenderbeats No Copyright Audio Library Watch & Download: https://www.youtube.com/watch?v=eDdYyHOz_rY

Chicken Style - Judith Theurillat - Podz-Glidz 71
Judith Theurillat drang einst bis in die Spitze der von Männern dominierten Acro-Szene vor. Heute interessiert sie besonders die weibliche Seite des Fliegens. +++ Judith Theurillat aus der Schweiz ist vielen Pilotinnen und Piloten vielleicht noch unter ihrem Mädchennamen Judith Zweifel bekannt. In den Nullerjahren war sie eine der bekanntesten Acro-Fliegerinnen, und vor allem auch eine der erfolgreichsten. Bei Weltcup-Wettbewerben flog sie in der Spitze mit, und bei einer Schweizermeisterschaft kam sie gar auf Platz 2 – overall, unter allen Männern wohlgemerkt. Ihre größte Herausforderung meisterte sie, als sie als eine der ersten Frauen das Infinity Tumbling erlernte. Über ihren mit einigen Rückschlägen gespickten Weg dorthin gibt es sogar eine sehenswerte Doku des Schweizer Fernsehens. 2011 wurde Judith Mutter, und bei mittlerweile zwei Kindern trat die Acrobatik-Fliegerei für eine längere Zeit in den Hintergrund – allerdings nicht das Fliegen als solches. Das ist für Judith immer noch eine Herzensangelegenheit und Quell‘ der Freiheitsgefühle. Doch während sie einst meist nur für sich zum Acrofliegen ging, sucht die 44-jährige heute oft auch das gemeinschaftliche Gefühl beim Fliegen. Das findet sie am ehesten, wenn sie zusammen mit anderen Frauen in die Luft geht. In dieser Folge 71 von Podz-Glidz spreche ich mit Judith unter anderem darüber, was den weiblichen Charakter des Gleitschirmfliegens darstellt, warum dieser so wertvoll ist und warum auch Männer davon profitieren könnten. Judith erzählt vom großen Frauenfliegerfest, das sie mit organisiert, von dem besonderen Miteinander bei Flugkursen und -reisen nur für Frauen, die sie leitet, und der Hoffnung, wie solche Angebote künftig mehr Frauen fürs Gleitschirmfliegen begeistern und vor allem auch bei der Stange halten könnten. Natürlich kommt Judiths Acro-Vergangenheit und vielleicht auch -Zukunft ebenso zur Sprache wie die Frage: Wie ist es, als Pilotin mit einem szenebekannten Sportpsychologen, nämlich Chrigels X-Alps-Supporter Thomas Theurillat, verheiratet zu sein. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: Voyage | Künstler: Lahar (Audio Library Release) Music provided by Audio Library Plus https://youtu.be/8LWDfSBRzo4 Free Download / Stream: https://alplus.io/voyage

Hyperlapse - Sebastian Benz - Podz-Glidz 70
Sebastian Benz ist ein sehr erfolgreicher Streckenflieger. Seine Flüge dokumentiert und kommentiert er in lehrreichen Zeitrafferfilmen. +++ Wenn Du eine Kamera laufen und den Film später in höherer Geschwindigkeit abspielen lässt, so wird dadurch die Zeit und das dokumentierte Geschehen gerafft. Timelapse heißt das auf Englisch. Wenn beim Filmen zugleich auch noch der Standort beziehungsweise das Blickfeld der Kamera verändert wird, dann wird aus dem Timelapse ein Hyperlapse. Ein schneller Sprung durch Zeit und Raum. Der Schweizer Sebastian Benz nutzt diese Hyperlapse-Technik, um seine Streckenflüge mit dem Gleitschirm zu dokumentieren. So wird aus einem zehnstündigen 250er-FAI-Dreieck im Tessin, das man wohl kaum in epischer Länge im Film nachbetrachten wollte, ein 20-minütiges, kurzweiliges Meisterwerk. Derart zeitlich komprimiert, sieht man nicht nur Wolken wachsen und vergehen, auch die entsprechend gelegte Flugroute tritt einem geradezu logisch vor Augen. Besonders wertvoll macht diese Filme allerdings, dass Sebastian das Geschehen, seine Entscheidungen zur Routenwahl, seine Überlegungen zu Thermiktriggern und Wolkenentwicklungen etc. kommentiert und sehr verständlich erklärt. Damit werden aus den Hyperlapse-Aufnahmen tolle Streckenflug-Lehrfilme. In dieser Folge Nummer 70 von Podz-Glidz erzählt der 34-jährige Sebastian nicht nur vom Hyperlapse-Filmen, und was er selbst daraus gelernt hat. Es geht unter anderem auch darum, wie er zu einem der erfolgreichsten Streckenflugpiloten wurde. Immerhin gewann er 2020 den World Online XC Contest der FAI. Und im XContest ist von ihm die schier unglaubliche Zahl von mehr als 65.000 Streckenflugkilometern verzeichnet. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: West Bad | Artist: Jeremy Black No Copyright Music. https://www.youtube.com/watch?v=83VV-NtjmME

Unterm Vulkan - Roger Frey - Podz-Glidz 69
Roger Frey lebt auf La Palma. Drei Kilometer von seinem Haus entfernt brodelt seit Wochen ein Vulkan. Die Lava begräbt ganze Orte, aber auch Fliegerträume. +++ Stell Dir vor, Du lebst auf einer schönen Urlaubsinsel. Du betreibst eine Flugschule und bietest einen Flug-Guide-Service an. Du freust dich auf die anstehende Saison, wenn wieder viele Winterflüchtlinge aus dem kalten Europa zu Dir kommen. Und dann bricht unweit Deines Hauses ein Vulkan aus. So ist es Roger Frey ergangen. Der 60-jährige Schweizer lebt seit 16 Jahren auf La Palma. Er ist ein ausgewiesener Kenner der besonderen Wetterverhältnisse auf der Insel. Vor Ort ist er der wichtigste Ansprechpartner für Gleitschirmpiloten, die dort sicher fliegen wollen. Doch in diesem Winter werden seine Kunden wohl ausbleiben. Seit Wochen fließen aus neuen Kratern am Höhenzug der Cumbre Vieja auf La Palma Lavamassen übers Land, begraben ganze Orte unter sich. Und ein Ende ist nicht abzusehen. In dieser Folge 69 von Podz-Glidz erzählt Roger, wie es ist, mit einem unablässig fauchenden Vulkan in der Nachbarschaft zu leben. Wie Momente der Faszination sich mit nervtötender Hilflosigkeit ablösen, wenn dieses zerstörerische Naturphänomen ganze Landschaften unter sich begräbt und vielen Menschen alles nimmt, was sie besaßen. Natürlich sprechen wir auch über das Gleitschirmfliegen auf La Palma – und seine Besonderheiten. Derzeit sind die Flugregionen zwar gesperrt. Aber Roger rechnet fest damit, dass die Flieger wiederkommen, sobald der Vulkan sich beruhigt hat. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: Acoustic Guitar #1 | Artist: Audionautix Acoustic Guitar #1 von Audionautix unterliegt der Lizenz Creative-Commons-Lizenz "Namensnennung 4.0". https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ Künstler: http://audionautix.com/ +++

Der Entertainer - Charlie Jöst - Podz-Glidz 68
25 Jahre war Charlie Jöst der 1. Vorsitzende des DHV. Jetzt gibt er sein Amt ab. Grund genug für eine Rückschau – mit vielen Geschichten auch abseits der Verbandsarbeit. +++ Als der DHV vor 42 Jahren gegründet wurde, stand der junge Charlie Jöst den Zielen des Verbandes noch sehr kritisch gegenüber. Wenig später ließ er sich dann aber doch von der Notwendigkeit einer gewissen Reglementierung der Drachen- und später auch Gleitschirmfliegerei überzeugen, im Sinne der Sicherheit für die Piloten. 1996 wurde Charlie an die Spitze des Verbandes gewählt – als Konsens- und Übergangskandidat, um einen damals im DHV schwelenden Richtungsstreit zu schlichten. Es wurde ein langer Übergang. 25 Jahre später gibt Charlie Jöst nun sein Amt als Vorsitzender ab. In dieser Folge 68 von Podz-Glidz blickt der 69-jährige kurz vor Ende dieser Ära auf seine Zeit beim DHV zurück. Was wertet er als seine größten Erfolge, mit welchen Projekten ist er gescheitert? Welche besonderen Erlebnisse gab es, und welche peinlichen Momente? Wer Charlie Jöst schon live erlebt hat, wird bestätigen können, dass der Mann Entertainer-Qualitäten besitzt. Als Sänger und guter Geschichten-Erzähler weiß er jedes dröge Protokoll aufzulockern. Und so ist es auch in diesem Podcast. In Charlies Mund wird aus trockener Verbandsarbeit ein unterhaltsames Geschäft. En passant erfährt man viel Interessantes über die Geschichte und die Befindlichkeiten der vielleicht mächtigsten Organisation der Gleitschirmszene. Im Podcast geht es aber noch um mehr: Charlie erzählt auch von seiner persönlichen Geschichte. Unter anderem vom ersten Flugversuch im Alter von nur fünf Jahren, dem Drachenfliegen als Autodidakt, ein imposanter Erstflug am Gleitschirm, Pioniertaten bei der Startplatzsuche, seine Fast-Karriere als Profi-Schlagzeuger und seine Erfolge als Film-Autor. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: Tropical Contact | Artist: Audionautix Pennywhistle von Audionautix unterliegt der Lizenz Creative-Commons-Lizenz "Namensnennung 4.0". https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ Künstler: http://audionautix.com/ +++

Walter und die Waldrappe - Walter Holzmüller - Podz-Glidz 67
Walter Holzmüller begleitet Waldrappe bei ihrem Vogelzug über die Alpen. Auge in Auge mit den kuriosen Vögeln erlebt er das wahre Glück des Fliegens. +++ „Amy und die Wildgänse“ ist ein Kinofilm aus dem Jahr 1997. Darin zieht ein Mädchen in Kanada eine Gruppe junger Gänse auf, deren Mutter von Jägern erschossen wurde. Mit einem Motordrachen zeigt sie als Ziehmutter ihnen dann ihren Zugweg in die natürlichen Winterquartiere im Süden der USA. So etwas passiert allerdings nicht nur im Film. Der Österreicher Walter Holzmüller führt seit über 10 Jahren junge Waldrappe fliegend über die Alpen in ihre Wintergebiete in der Toskana. Der Waldrapp ist eine gänsegroße Ibis-Art. Im Alpenraum war sie schon seit drei Jahrhunderten ausgestorben. Jetzt soll dort wieder eine fürs Überleben ausreichend große Population angesiedelt werden. Und Walter ist der Chefpilot des sogenannten Waldrapp-Projekts. In dieser Folge Nummer 67 von Podz-Glidz erzählt der 63-jährige von seiner Arbeit. Wie er die Jungvögel monatelang daran gewöhnt, seinem Motorschirm-Trike zu folgen, um schließlich in mehreren Etappen über den Alpenhauptkamm nach Süden zu fliegen. Wie er dabei auch gemeinsam mit den Waldrappen in der Thermik kreist, um überhaupt eine ausreichende Höhe zu erreichen. Er schildert, wie die Vögel im Wortsinn greifbar nah neben ihm fliegen, und wie das Vertrauen dieser Kreaturen in seine Führung ihm wahre Glücksmomente bescheren. Walter ist freilich noch viel mehr als nur Zugvogelpapa, sondern ein Gleitschirmpilot durch und durch. In seiner Fliegerkarriere hat er schon alles mögliche gemacht: Drachen- und Gleitschirmfluglehrer, Sicherheitstrainer, Wettkampf- und Testpilot. Es gibt sogar eine Abstiegshilfe, die in Insiderkreisen seinen Namen trägt: die Holzmüller-Spirale. Was es damit auf sich hat? Auch das erklärt Walter im Gespräch. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: Bird in Hand | Artist: Audionautix Bird in Hand von Audionautix unterliegt der Lizenz Creative-Commons-Lizenz "Namensnennung 4.0". https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ Künstler: http://audionautix.com/

Der Thermik-Versteher - Burkhard Martens - Podz-Glidz 66
Burkhard Martens ist mit seinem Thermikbuch und dem Streckenflugbuch der weltweit meistgelesene Gleitschirm-Fachbuchautor. Er hält auch noch andere Rekorde. +++ Wenn man Gleitschirmflieger fragt, welche Bücher über die Fliegerei man auf jeden Fall in seinem Regal stehen und am besten auch gelesen haben sollte, dann schaffen es zwei Titel immer ganz oben in die Antwortlisten: Das Thermikbuch und das Streckenflugbuch für Gleitschirm und Drachenflieger. Geschrieben von Burkhard Martens, in der Szene allgemein auch als der Burki bekannt. Burki hat etwas geschafft, was man auf den ersten Blick kaum für möglich halten sollte. Zum einen hat er das Thema Thermik- und Streckenfliegen so verständlich heruntergebrochen, anschaulich erklärt und bebildert, dass schon viele Pilotenjahrgänge dank der Lektüre seiner „Standardwerke“ viel schnellere Fortschritte bei ihrer Fliegerei machen konnten. Zum anderen hat er, wenn auch nur im Kosmos der Gleitschirmszene, Weltbestseller geschaffen. Seine Bücher sind in vielfacher Auflage bereits in 12 Sprachen erschienen. Der 58-jährige kann heute davon leben. In dieser Folge Nummer 66 von Podz-Glidz erzählt Burkhard Martens seine Geschichte. Wie er anfangs seine Flugtipps nur auf Zetteln niederschrieb und an Vereinskollegen verteilte. Wie daraus das Thermik- und später das Streckenflugbuch-Projekt wurde; wie es zur weltweiten Verbreitung derselben kam. Im Podcast geht es freilich noch um mehr. Burki gibt natürlich auch Tipps zum Thermikfliegen, erzählt unter anderem von seiner ehrgeizigen Jagd nach diversen Rekorden und erklärt, warum er es seit ein paar Jahren bei der Fliegerei deutlich ruhiger angehen lässt. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: Pennywhistle | Artist: Audionautix Pennywhistle von Audionautix unterliegt der Lizenz Creative-Commons-Lizenz "Namensnennung 4.0". https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ Künstler: http://audionautix.com/

Der Captain - Till Gottbrath - Podz-Glidz 65
Till Gottbrath war einer der ersten Gleitschirmpiloten in Deutschland. Heute führt er das Nova Pilots Team. Seine Lebensgeschichte beinhaltet so einige Abenteuer. +++ Till Gottbrath ist in der Gleitschirszene vor allem dafür bekannt, als PR-Experte die Gleitschirmmarke Nova ins rechte Licht zu rücken. In dieser Rolle hatte er auch maßgeblichen Anteil an der Gründung des Nova Piloten Teams. Die Idee dahinter: Die Team-Mitglieder sollen nicht nur mit sportlichen Erfolgen, sondern auch anderen sympathischen Aktionen die Freude des Fliegens mit Nova-Schirmen, egal welcher Klasse, vermitteln. Vom Nova Pilots Team ist Till der Captain. Er wählt maßgeblich aus, welche Bewerber ins Team aufgenommen werden. Wie das Verfahren läuft, worauf er dabei besonders achtet, welche Erwartungen Teampiloten dann auch erfüllen müssen, all das erzählt Till in dieser Folge Nummer 65 von Podz-Glidz. Allerdings geht es im Podcast um noch einiges mehr. Till Gottbrath, Jahrgang 1960, war 1986 einer der ersten Gleitschirmpiloten in Deutschland. Und so sprechen wir auch darüber, wie sich seine und die allgemeine Fliegerei über mehr als 30 Jahre hinweg verändert und entwickelt haben. Till hat auch abseits des Gleitschirmfliegens viele imposante Outdoor-Abenteuer erlebt. Warum ihn das Fliegen dennoch am meisten fasziniert? Hör‘ rein, dann erfährst Du es! +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://www.lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: Drifting 2 | Artist: Audionautix Rubix Cube von Audionautix unterliegt der Lizenz Creative-Commons-Lizenz "Namensnennung 4.0". https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ Künstler: http://audionautix.com/ +++

Big Bird - Achim Joos - Podz-Glidz 64
Achim Joos gewann 2003 den PWC Gesamtweltcup. Heute geht es ihm mehr um das Erleben von Freude und Freiheit als um den Leistungsdrang beim Fliegen. +++ Vor fast 20 Jahren war Achim Joos so etwas wie das Aushängeschild der deutschen Gleitschirmfliegerszene. In Wettbewerben flog er schon in jungen Jahren immer vorne mit. 2003 gewann er mit 25 Jahren den PWC Gesamtweltcup, was damals mehr Gewicht hatte als der Weltmeistertitel. Wenig später wurde er noch drei Mal in Folge Deutscher Meister. Doch dann verabschiedete er sich aus dem Rennzirkus, studierte, um schließlich doch noch sein Leben wieder ganz der Fliegerpassion zu widmen. Er gründete die Flugschule Freiraum mit einer ganz eigenen Philosophie. Die Freude am Berg, das Hike and Fly, das spielerische Erleben von Natur und Schirm und eben nicht mehr der Leistungsdrang stehen für ihn seither im Vordergrund. Berühmte Kletterer wie Thomas Huber von den Huberbuam haben beim ihm das Fliegen gelernt. In dieser Folge Nummer 64 von Podz-Glidz erzählt Achim Joos seine Geschichte. Wie er schon im Alter von 10 Jahren die ersten Solo-Höhenflüge machte und mit 16 an Wettbewerben teilnahm. Wie er als Gleitschirmpilot zum staatlich geförderten Spitzensportler wurde. Wie ihm seine Motivation für Wettbewerbe abhanden kam, und welche Ideen und Techniken einer lust- und gefühlvollen Fliegerei er heute als Flugtrainer in den Köpfen seiner Flugschüler zu säen versucht. Wir sprechen unter anderem über Glücksmomente des Hike-and-Fly, effizientes Thermikfliegen, die Bedeutung einer unverkrampften Steuerhaltung, und wie er zu seinem Spitznamen Big Bird kam. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://www.lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: Rubix Cube | Artist: Audionautix https://www.youtube.com/watch?v=raHVKhS-A94 Rubix Cube von Audionautix unterliegt der Lizenz Creative-Commons-Lizenz "Namensnennung 4.0". https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ Künstler: http://audionautix.com/

Die Acro-Nomadin - Gabi Fonck - Podz-Glidz 63
Gabi Fonck ist inoffizielle Acro-Weltmeisterin. Sie träumt davon, eines Tages als Frau in die Top Ton der Männer vorzurücken. Ein Gespräch über das Leben für den intensiven Flugmoment. +++ Wer beim Acro-Fliegen zur Weltspitze gehören will, muss vor allem eins: tainieren, trainieren, und dann noch: trainieren. Tage, Wochen, Monate, Jahre. Jedes neue Manöver verlangt ganz eigene Bewegungsabläufe und ein perfektes Timing, um nicht nur sicher, sondern in der Kombination mit weiteren Flugfiguren auch ästhetisch ausgeführt zu werden. Zur Weltspitze gehört seit diesem Jahr auch eine Frau. Die 34-jährige Gabi Fonck mit deutsch-brasilianischen Wurzeln kam bei der Acro-Weltmeisterschaft 2021 auf Platz eins der Damenwertung. Der Titel der Acro-Weltmeisterin blieb ihr aber nur inoffiziell vergönnt. Denn es gab im Feld überhaupt nur drei Teilnehmerinnen und damit nicht genug, um laut FAI-Reglement einen offiziellen weiblichen Champion zu küren. Gabi hielt allerdings auch im Vergleich mit der männlichen Konkurrenz gut mit. Im letzten von vier Durchgängen landete sie auf Platz 15 und damit im guten Mittelfeld. Und das, obwohl sie erst seit diesem Jahr so richtig konsequent trainiert hat. Monatelang lebte sie im spanischen Acro-Mekka Organyá, um sich Full-Time auf die Acro-WM vorzubereiten. In dieser Folge Nummer 63 von Podz-Glidz erzählt Gabi Fonck, wie sie zum Acro-Fliegen kam und was sie dazu treibt, ihr Leben der dynamikreichen Fliegerei zu widmen. Wie sie als Nomadin ohne festen Wohnsitz durch die Lande zieht, um mit Jobs in Hotels oder als Tandem-Pilotin ihre große, aber brotlose Passion überhaupt finanzieren zu können. Es geht ums Fliegen als Sucht, wochenlanges Training, die weibliche Note beim Acro-Fliegen, Gabis Lieblingsmanöver und ihren Traum, dass eines Tages eine Frau (vielleicht sogar sie) einmal einen Top-Ten-Platz in der von Männern dominierten Acro-Welt erreicht. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://www.lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: Jazzeton | Artist: Quincas Moreira https://www.youtube.com/watch?v=zjLlI2IS3tM

Küstenflieger - Ralf Piotrowiak - Podz-Glidz 62
Ralf Piotrowiak findet sein Glück seit Jahren beim Küstensoaring. Früher flog er auch große Strecken in den Bergen. Stress und Risiko waren ihm irgendwann zuviel. +++ Das Gleitschirmfliegen kennt viele Spielarten. Die Jagd nach großen FAI-Dreiecken in den Bergen beispielsweise. Oder die vom Rückenwind angeschobenen One-Way-Flüge nach Windenstart im Flachland. Die entspannteste Form der Fliegerei, zumindest wenn man es auch bei stärkerem Wind in die Luft schafft, ist freilich das Soaring an Dünen und Steilküsten. Ein Leistungsanspruch in Form von per GPS getrackten Kilometern besteht da erst gar nicht. Spielerisch abheben, einfach rumgondeln, in der Luft abhängen, aufs Meer und in den Sonnenuntergang hinaus schauen, zwischendrin Toplanden, und am Ende mit ein paar Fliegerfreunden den Tag noch ganz gechillt beim Bier am Strand ausklingen lassen. Das ist das Glück auf Erden eines Küstenfliegers. Der 63-jährige Ralf Piotrowiak aus Bad Oeynhausen im nördlichen Nordrhein-Westfalen ist von diesem Schlag. Seit vielen Jahren verbringt er unzählige Stunden in der Luft, und das mittlerweile fast nur noch in der Meeresluft. Das thermische Fliegen in den Bergen, das ihn zu Beginn seiner Fliegerkarriere vor fast 20 Jahren noch begeisterte, hat er zunehmend als zu riskant und stressig empfunden. In dieser Folge Nummer 62 von Podz-Glidz erzählt Ralf Piotrowiak unter anderem, was ihm gerade an der gewissen Langeweile des Dünensoarings so gefällt. Er erklärt, auf welche Parameter vor allem in puncto Wind, Wellen und Strömungsverhältnissen am Meer man achten sollte; gibt Tipps zur passenden Ausrüstung und guten Soaring-Spots; und er erzählt, was ihn dazu verleitet hat, sogar ein Buch über das Küstenfliegen zu schreiben. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://www.lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: Nine Lives | Artist: Unicorn Head https://www.youtube.com/watch?v=Zt8yV4xesjw

Para-Dise - Timon Weber - Podz-Glidz 61
Timon Weber will seine christlichen Vorstellungen von gelebter Gemeinschaft und Hilfsbereitschaft auch in die Gleitschirmszene tragen. +++ Die evangelische Kirche und das Gleitschirmfliegen gehören sicher nicht zu den Institutionen beziehungsweise Aktivitäten, denen man unbedingt eine Nähe zueinander nachsagen würde. Umso spannender ist da ein Projekt, das dennoch darauf setzt, beide Lebens- und Gedankenwelten miteinander zu verbinden. Timon Weber, der als Jugendreferent für die evangelische Kirche in Kärnten arbeitet, hat gemeinsam mit einigen Mitstreitern einen Verein gegründet, der zum Ziel hat, christliche Vorstellungen von gelebter Gemeinschaft und Hilfsbereitschaft in die Gleitschirmszene zu tragen. Schon der Name ist Programm: Para-Dise. Da ist passenderweise die Vorsilbe Para ja schon enthalten. Wie die Arbeit von Para-Dise in der Praxis aussieht, das erzählt Timon in dieser Folge Nummer 61 von Podz-Glidz. Es geht ums Streckenfliegen, Freiheitsgefühle, aber auch das Angebot, gemeinsam den Solitärsportcharakter des Gleitschirmfliegens in ein größeres Ganzes zu überführen. Zum Beispiel in Form eines besonderen Hilfsprojektes namens Fly & Share, bei dem es darum geht, geflogene Streckenkilometer in Spendengelder umzumünzen. Timon Weber spricht auch über seine persönliche Geschichte. Wie er erst zum Fliegen und dann zum Glauben kam, wie er auch im Flug zuweilen das Zwiegespräch mit Gott sucht, und wie er sich den ungewöhnlichen Namenszusatz „Mann der Sonne“ verdiente. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://www.lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: Dulce Reggaeton | Artist: An Jone https://www.youtube.com/watch?v=wJuBLOHRQO4

Willenskraft - Thomas Laemmle - Podz-Glidz 60b (Teil2)
Thomas Lämmle stieg auf Achttausender – ohne Sauerstoff. Nach einem Gleitschirmunfall muss er neu laufen lernen. Er will zurück auf den Kilimandscharo. (Teil 2) +++ Hinweis: Wenn Du bisher Teil 1 des Gesprächs mit Thomas Lämmle noch nicht gehört hast, dann solltest Du das auf jeden Fall zuvor noch tun. Denn einiges von dem, was Thomas im Folgenden erzählt, setzt Vorgeschichten aus Teil 1 voraus. Dort ging es am Ende um Thomas‘ Forschungsarbeiten, wie sich der menschliche Körper an dünne Höhenluft anpassen kann. Dabei kam er auf eine spezielle Atemtechnik zu sprechen. Wie diese funktioniert und wie sie auch beim Gleitschirmfliegen helfen kann, darum geht es u.a. in Teil 2. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://www.lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: Voices Artist: Patrick Patrikios https://www.youtube.com/watch?v=NB8IDxFLbUs

Willenskraft - Thomas Laemmle - Podz-Glidz 60a (Teil1)
Thomas Lämmle stieg auf Achttausender – ohne Sauerstoff. Nach einem Gleitschirmunfall muss er neu laufen lernen. Er will zurück auf den Kilimandscharo (Teil 1). +++ Ein Höhenbergsteiger ist jemand, der auf hohe Berge steigt. Und zwar so hoch, dass er seinen Körper zuvor an die entsprechende Höhe und vor allem die dort sehr dünne Luft anpassen muss. Der 56-jährige Thomas Lämmle aus Waldburg im Allgäu ist ein Spezialist auf diesem Gebiet. Er hat über hypoxische Reaktionen des Körpers geforscht und auf Basis seiner Erkenntnisse eine spezielle Atemtechnik entwickelt. Damit schaffte er es, bereits mehrere 8000er, darunter den Mt Everest, ohne zusätzlichen Sauerstoff zu besteigen. Thomas Lämmle fliegt auch Gleitschirm. Er plante den Paraglider auf künftige Expeditionen mitzunehmen, um von 8000er-Gipfeln abzugleiten und so schneller aus der sogenannten Todeszone zu kommen. Doch daraus wurde nichts. Bei einem Trainingsflug am heimatlichen Hochgrat im Frühjahr 2020 crashte er kurz nach dem Start in den Hang. Dem Tod entkam er dabei nur sehr knapp. Die Ärzte prophezeiten ihm, er werde wohl nie mehr laufen können. Das aber wollte Thomas nicht akzeptieren. In dieser 60. Folge von Podz-Glidz erzählt Thomas Lämmle seine Geschichte. Es geht unter anderem um das Höhenbergsteigen, die Schwierigkeiten des Startens und Fliegens in dünner Luft, die Effekte einer passenden Atemtechnik, sein Gleitschirmabsturz am Hochgrat, ein Nahtoderlebnis und das Wunder, mit enormer Willenskraft einer Lähmung zum Trotz neu laufen zu lernen. Denn Thomas hat ein Ziel: Er will zurück auf den Kilimandscharo. Diese Fülle an interessanten Themen sprengt freilich den üblichen, rund einstündigen Rahmen einer Folge von Podz-Glidz. Diesen Podcast mit Thomas Lämmle gibt es darum in zwei Teilen (a+b). Es lohnt sich, jeweils bis zum Ende dran zu bleiben. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://www.lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: Voices Artist: Patrick Patrikios No Copyright Music https://www.youtube.com/watch?v=NB8IDxFLbUs

Hangloose - Eki Maute - Podz-Glidz 59
Eki Maute leitet seit über 20 Jahren Gleitschirm-Sicherheitstrainings und hat eine ganz eigene Vorstellung vom Glück des Fliegens. +++ Stell Dir einen Sicherheitstrainer vor, der selbst am liebsten ohne Helm, Protektor, Rettung und dann noch barfuß fliegen geht. Für DHV-Lehrmeinungs- und Sicherheitsapostel wirkt so ein Freigeist natürlich wie ein Dorn im Auge. Allerdings ist Eki Maute, Leiter der Flugschule Achensee, eine anerkannte Größe in der Szene. Bei aller Provokation: Sein Wort, sein Wissen und seine Erfahrung haben Gewicht. Eki geht es vor allem darum, dass das Fliegen die Menschen glücklich machen sollte. Sicherheit gehört dazu, aber auch diese Momente des vollkommenen Loslassens. „Hangloose“ nennt er seine liebste Flugfigur oder Flugübung, bei der es darum geht, einfach nur unterm Schirm abzuhängen und das Gefühl des wohligen Getragenseins im Hier-und-Jetzt zu erleben. Wer nun meint, das klinge etwas spirituell, der liegt nicht falsch. Allerdings kennt Eki auch die andere Seite: Das Schauen auf Leistungsmaßstäbe, der Vergleich mit anderen, die Lust sich zu messen und mit seinem Können zu imponieren. In dieser 59. Folge von Podz-Glidz erzählt Eki Maute von all dem. Wir sprechen darüber, wie er zum Fliegen fand und zum Sicherheitstrainer wurde; welche prägende Rolle Fluglehrer für ihre Zöglinge haben; was einen guten Piloten ausmacht; die enormen Leistungsansprüche heutiger Piloten; die spirituelle Seite des Fliegens und warum es für ihn noch immer so wichtig ist, im simplen Fliegen das pure Glück zu finden. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://www.lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: Wandering Soul Artist: Asher Fulero https://www.youtube.com/watch?v=3_LCO0mQCjM

Madeira - Hartmut Peters - Podz-Glidz 58
Hartmut Peters fliegt seit 21 Jahren auf Madeira. Fast täglich. Und fast immer im Lee. Ein Gespräch über die Freuden und Tücken des Fliegens auf einer Insel. +++ Madeira. Das ist die Insel des ewigen Frühlings, rund eine Flugstunde von Portugal entfernt. Es handelt sich um ein beeindruckendes Felsmassiv, das sich bis zu rund 1800 Meter hoch aus dem Atlantik erhebt und dem Nordost-Passat als vorherrschendem Wind in den Weg stellt. An der Nordseite, im Luv, stauen sich die feuchten Luftmassen, es regnet häufig. Die Südseite wiederum liegt im Lee, ist trockener, fällt aber auch sehr steil in Meer hinab und kennt nur vereinzelte schmale Kiesstrände. Wer dort mit dem Gleitschirm fliegen will, sollte schon wissen, wo und wie er das am besten tun und auch wann er es lassen sollte. Einer, der das besonders gut weiß, ist Harmut Peters. Er ließ vor über 20 Jahren seinen gut bezahlten Job im Rheinland sausen, um nach Madeira zu ziehen und sich fortan vor allem der Fliegerei zu widmen. Er kaufte sich ein Stück Land, installierte darauf einen Start- und Toplandeplatz, baute ein Haus mit Gästezimmern aus und flog bzw. fliegt seither an jedem Tag, an dem es das Wetter erlaubt. Auf Madeira könne man leicht auf mindestens 300 Flugtage pro Jahr kommen, sagt er. Allerdings setzt das voraus, dass man das komplexe Wetter- und Windsystem von so einer Insel versteht. Vieles widerspricht der klassischen Lehrmeinung. Geflogen wird in der Regel im Lee und bei Föhnlage, Schaumkronen und Wolkenwalzen als sichtbare Grenzen im Blick. Sogar Streckenflüge sind da zuweilen möglich – wenn auch mit einem ganz anderen Charakter und Anspruch als in den Alpen. Im Podcast erzählt Hartmut Peters unter anderem über die Anfänge seiner Fliegerei, wie es ihn nach Madeira verschlug, wie er über die Jahre lernte, das besondere Inselwetter zu verstehen und fliegerisch zu nutzen und warum es ihm auch nach 21 Jahren nicht langweilt, sich vom immer gleichen Fleck in die Lüfte zu schwingen. Natürlich sind auch ein paar Tipps und wichtige Hinweise dabei für Pilotinnen und Piloten, die selbst mal mit dem Gleitschirm auf Madeira fliegen wollen. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://www.lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Song: Mission Dub | Künstler: TrackTribe No Copyright Audio Library, Download: https://www.youtube.com/watch?v=BHoFdDOuv9c

Nübeltäter - Manuel Nübel - Podz-Glidz 57
Manuel Nübel nimmt 2021 zum vierten Mal an den Redbull X-Alps teil. Aus dem Wettbewerb wie durchs Fliegen allgemein hat er schon viel fürs Leben gelernt. +++ Wer seit Jahren die Redbull X-Alps etwas intensiver verfolgt, dem ist ein Name sicher schon aufgefallen: Manuel Nübel. Der deutsche Pilot aus Kempten im Allgäu nahm 2015 mit einer nur Monate zuvor gebrochenen und mit Draht geflickten Kniescheibe erstmals an dem Hike-and-Fly-Wettbewerb teil. Da kam er auf den respektablen neunten Platz. 2017 lief alles gut, doch kurz vor Ende musste er wegen eines Hitzschlags mit ausgelaugtem Körper aufgeben. 2019 wurde Manuel Fünfter, wobei er kurz vor Monaco mit einem bravourösen Flug über unlandbarem Gelände noch einige am Boden rennende Konkurrenten im Wortsinn überflügelte. In diesem Sommer tritt er wieder an, wenn am 20. Juni der Startschuss für die Redbull X-Alps 2021 in Salzburg fällt. Im gut einstündigen Gespräch, das wir fünf Wochen vor dem Start aufgezeichnet haben, erzählt der heute 33-jährige, was ihn an diesem Rennen so fasziniert. Ich spreche mit Manuel unter anderem über den Spaß, den ihm die X-Alps bereiten, aber auch über Ängste und seinen Umgang mit dem Risiko. Wir reden darüber, wie es ist, als Sportler zur Werbe-Projektionsfläche von Sponsoren zu werden, und was er aus solchen Extrem-Rennen für sein normales Leben gelernt hat. Es geht also um mehr als nur die X-Alps. Manuel erzählt auch von den jugendlichen und schnell erfolgreichen Anfängen seiner Fliegerkarriere, seiner Lust an der Geschwindigkeit; Panikattacken vor Flügen und warum er als Tier gerne eine Dohle wäre. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://www.lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Song: Airborne | Künstler: Quincas Moreira No Copyrith Audio Library, Download: https://www.youtube.com/watch?v=cjUBMB0to-k

Gletscherdreieck - Marcel Duerr - Podz-Glidz 56
Im Beruf fliegt Marcel Dürr große Linienflugzeuge. Mit dem Gleitschirm reizen ihn eher die abseitigen Strecken – aber minutiös geplant muss es sein. +++ Wenn Marcel Dürr das Treiben an einem Gleitschirmstartplatz beobachtet, dann können ihm schon mal die kurzen Haare zu Berge stehen. Diese lockere Herangehensweise vieler Piloten, die sich ohne genaue Planungs- und Checkroutinen im Vorfeld einfach mal so in die Luft rauszuhauen, wie man so schön sagt, widerspricht allem, was er in seinem Beruf als Linienpilot bei der Condor über die Sicherheit beim Fliegen gelernt hat. Weiter geht es beim Landebier, wo dann stolz von Klappern und anderen gefährlichen Situationen berichtet wird. Es geht aber nur selten darum, die zu den Klappern führenden Fehler als Ursachen zu erkennen, zu benennen und gemeinsam zu analysieren, um sie in Zukunft vermeiden zu können. Auch das läuft in der großen Luftfahrt komplett anders. Nach Ansicht von Marcel könnten und sollten sich Gleitschirmpiloten in puncto Risikomanagement vieles von der kommerziellen Fliegerei abschauen. Das und noch einiges mehr erzählt der 41-jährige in dieser 56. Folge von Podz-Glidz. Ein Punkt, der Marcel besonders wichtig ist, ist eine vorausschauende Flugplanung. Wenn man schon weiß, was kommt – wo zum Beispiel auch in dicht bewaldeten oder felsigen Seitentälern noch Notlandeflächen liegen etc. –, dann kann man sich auch auf abseitigen Routen in einsame Regionen der Hochalpen wagen. Mit seinen ungewöhnlichen Gletscherdreiecken hat Marcel sogar schon Streckenflugmeisterschaften gewonnen. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://www.lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Song: Crushin | Künstler: Audionautix (http://audionautix.com) Crushin unterliegt der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung 4.0“. https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Thermal Map - Ulrich Scheller - Podz-Glidz 55
Ulrich Scheller hat eine Datenbank programmiert, mit der sich die aus Flugdaten ermittelten Thermiken viel differenzierter analysieren lassen als mit üblichen Thermikkarten. +++ Wer größere Streckenflüge unternehmen will, der wird bald feststellen: Eine gute Planung kann viel zum XC-Erfolg beitragen. Wer im Vorhinein weiß, wo häufig Thermiken im Gelände stehen und mit welcher Höhe man anderswo abfliegen muss, um diese Bärte auch sicher zu erreichen, der wird in der Luft seltener mit seinen Entscheidungen hadern. Das setzt Kapazitäten frei, die man dann in effizienteres Kurbeln und Fliegen ummünzen kann. Gute Planungsgrundlagen findet man zu Tausenden in den Flug-Datenbanken wie XContest oder dem DHV-XC: Sie sind ein wahrer Datenschatz. Allerdings ist es mühsam, sich durch viele einzelne Flüge durchzuklicken und daraus gewissermaßen gesammelte Erfahrungen zu Thermikspots, Anflugrouten und besten Talsprungmöglichkeiten zu extrahieren. Es sei denn, man nimmt dafür den Computer zu Hilfe. Der Münchener Software-Entwickler Ulrich Scheller, selbst Gleitschirmpilot, hat dafür ein eigenes Tool programmiert und im Internet bereitgestellt: eine dynamische Thermikkarte namens Thermal Map. Spezielle Rechenroutinen haben dafür in den igc-Files von Zehntausenden Flügen automatisch Thermikspots erkannt. Diese Daten lassen sich nun auf zoombaren Karten visualisieren – aber intelligent gefiltert: je nach Jahres- und Tageszeit, der vorherrschenden Windrichtung und der jeweiligen Flughöhe, von der aus man auf Thermiksuche geht. Welche Vorteile dieser Ansatz gegenüber statischen Thermikdatenbanken bringt und wie sich diese Flugweisheit der Vielen künftig sogar live im Flug nutzen lassen könnte, das ist nur ein Teil von dem, was Ulrich Scheller in dieser 55. Folge von Podz-Glidz erzählt. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://www.lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Song: Sunset n Beachz | Künstler: Ofshane Download: https://www.youtube.com/watch?v=p5vK-0N1G2U +++

Verschollen - Olaf Salewski - Podz-Glidz 54
Olaf Salewski erzählt, wie er sich nach einem skurrilen Gleitschirm-Absturz im Schweizer Hochgebirge eine Woche lang zurück in die Zivilisation kämpfte. +++ Diese 54. Folge von Podz-Glidz ist ein erzählter Flieger-Albtraum – allerdings, wenn auch kaum zu glauben, eine wahre Geschichte. Olaf Salewski, ein durchaus erfahrener Gleitschirmflieger aus Norddeutschland, startet im Schweizer Wallis einen Streckenflug. Nach einigen Stunden in großer Höhe verliert er das Bewusstsein, crasht irgendwo im Nirgendwo in felsiges Gelände und kommt dann – schwer verletzt und vermutlich unter Schock – nicht einmal auf die Idee, einen Notruf abzusetzen. Stattdessen beginnt er mit dem schmerzhaften Abstieg vom Berg. Es folgen sieben bange Tage, verschollen im Hochgebirge. Was Olaf dabei alles erlebt und gewissermaßen auch überlebt, welche Gedanken und Gefühle ihn in seiner Einsamkeit beschäftigen, was ihm Hoffnung macht, was ihn verzweifeln lässt und durch welche wirklich glückliche Fügung er am Ende doch noch gerettet wird – all das ist ungeheuer spannend und beschert einem die eine und andere Gänsehaut. Es ist mutig, wie Olaf seine skurrile, in Teilen tragische, aber auf jeden Fall auch lehrreiche Geschichte so offen und authentisch erzählt. Er tut das in der Hoffnung, dass andere daraus etwas lernen können. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://www.lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Song: Wistful Harp | Künstler: Andrew Huang Download: https://www.youtube.com/watch?v=nzexan5pLkI +++

Abflug vom 4000er - Marlies Czerny - Podz-Glidz 53
Marlies Czerny liebt das Bergsteigen und Paragleiten. Als erste Österreicherin erklomm sie alle Viertausender der Alpen. Von einigen ist sie auch abgeflogen. +++ Eine Quizfrage: Wie viele offiziell anerkannte Viertausender gibt es in den Alpen? Die Antwort darauf soll hier nicht vorweg genommen werden. Denn die kann Marlies Czerny am besten geben. Marlies ist laut Wikipedia die erste Frau, zumindest aber die erste Österreicherin, die auf allen diesen Gipfeln gestanden ist. Und von einigen davon ist sie dann sogar mit dem Gleitschirm wieder herunter geflogen. Marlies' Geschichte ist nicht nur wegen der Kombination aus Alpinismus und Gleitschirmfliegerei faszinierend. Schon wie sie zum Bergsteigen kam, ist bemerkenswert. Sie lebte 150 Prozent für ihren Job als Sportjournalistin, mit vielen Spätschichten in der Redaktion und kaum Freizeit. Dann verdonnerte ihr Chef sie dazu, Urlaub abzubauen. Sie wusste erst gar nicht, was mit der freien Zeit anzufangen, und wanderte einfach mal auf den nächstbesten Berg vor ihrer Haustür. Die Folgen der Erlebnisse dieser Tour sollten ihr Leben gründlich umkrempeln. Wie es weiterging, wie sie – wieder recht spontan – dann auch zum Gleitschirmfliegen kam, wie sie heute mit ihrem Lebenspartner Andi ganzjährig nur noch in einem Campingbus lebt, welche Freiheiten, welche Schwierigkeiten aber auch welche besondere Verantwortung sie damit verbindet – das und noch viel mehr erzählt die Mittdreißigerin in dieser 53. Folge von Podz-Glidz. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Song: Road Trip | Künstler: Slynk Download: https://www.youtube.com/watch?v=gdkvAiMO3NQ +++

Der Pensionist - Wolfgang Lechner - Podz-Glidz 52
Wolfgang Lechner hat 30 Jahre lang die Geschäfte des Gleitschirmherstellers Nova geführt. Ein Rück- und Ausblick auf Entwicklungen der Gleitschirmszene. +++ Die Gleitschirmszene erlebt derzeit einen schleichenden, aber interessanten Generationswechsel. Etliche Protagonisten, die die Anfangs- und Boomjahre der Gleitschirmfliegerei mit geprägt haben, kommen langsam ins Rentenalter. Sie können zurückblicken auf eine Zeit, in der sie echte Pionier- und Aufbauarbeit geleistet, dem Gleitschirmfliegen dann aber auch zur Reife als breitensport-taugliche Form der Fliegerei verholfen haben. Wolfgang Lechner darf man durchaus zu diesen Ur-Gesteinen zählen. 1989 gründete der heute 62-jährige gemeinsam mit Hannes Papesh und weiteren Teilhabern die Marke Nova. Mehr als 30 Jahre lang führte er deren Geschäfte. Seit kurzem nennt er sich nun Pensionist, wie es in Österreich so schön heißt. Die Geschäftsführung von Nova hat er an Jüngere abgegeben. Nur den Vertrieb für Österreich betreut er weiterhin – wenn auch ohne Gehalt. In dieser 52. Folge von Podz-Glidz erzählt Wolfgang Lechner seine Geschichte der Nova-Zeit. Von den wilden Anfängen, seiner Zeit als Mädchen für alles bis hin zum etwas unfreiwilligen Dasein als Testpilot, der Dominanz Novas in der Wettkampfszene der 90er und später dem bewussten Rückzug daraus, verbunden mit einer Um-Orientierung der Marke auf die breite Masse der XC-Piloten. Wolfgang gibt auch Einblicke, wie die Gleitschirmszene über die Jahre immer professioneller geworden ist, und wo seiner Meinung nach in Zukunft noch Entwicklungspotenzial liegt. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Song: Inkling | Künstler: Slenderbeats Download: https://www.youtube.com/watch?v=G1smTIT8fLU

Die Weltrekordlerin - Brigitte Kurbel - Podz-Glidz 51
Brigitte Kurbel ist eine der erfolgreichsten XC-Pilotinnen. Im Podcast erzählt sie, wie sie von einer ängstlichen Fliegerin zur Rekordhalterin wurde. +++ Wenn man von Gleitschirmfliegern spricht, die einen Wettbewerb dominieren, denkt man in der Regel an einen Mann: Chrigel Maurer zum Beispiel. Sechs Mal schon hat der Schweizer die Redbull X-Alps gewonnen – hintereinander. Allerdings geht es auch noch erfolgreicher, zumindest wenn man die Zahl der Siege betrachtet. Und da kommt dann eine Frau ins Spiel: Die Deutsche Brigitte Kurbel aus Feuchtwangen hat seit 2013 bereits sieben Mal den XC-Online-Wettbewerb des DHV in der Damenwertung gewonnen. Nur 2017 nicht, da wurde sie Zweite. Allerdings sind es nicht vordergründig diese Podestplätze, weshalb Brigitte auch von männlichen Fliegerkollegen große Hochachtung entgegenschlägt. Es sind Flüge wie jener vom 24. Juni 2019, als sie von der Grente aus einen FAI-Dreiecks-Weltrekord aufstellte. 268 Kilometer, mit einem abendlichen Überflug des Startplatzes perfekt geschlossen. Nicht erst seitdem gilt Brigitte als Pilotin, der viele auch das erste 300er Dreieck zutrauen. Angesichts solcher Zahlen mag es überraschend klingen, dass die ersten Jahre von Brigittes Fliegerei noch ganz anders verliefen. Ängstlich und unsicher ging sie in die Luft. Wie das vielleicht auch mit ihrer damaligen Schirmwahl zusammenhing, wie sie dann mit einem Mal ihren Durchbruch erlebte, wie sie vom Streckenflugvirus infiziert wurde – all das erzählt sie in dieser 51. Folge von Podz-Glidz. Brigitte spricht auch unter anderem über die Herausforderungen des Fliegens als Frau; ihr besonderes Thermik- und Bauchgefühl; ihr persönlicher Umgang mit Flugrisiken; und warum es so wichtig ist, sich beim Streckenfliegen nicht zu früh zu große Ziele zu setzen. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Song: Poppy Seeds | Künstler: TrackTribe Download: https://youtu.be/eTrFLtgsnnc

Pädel - Patrick von Känel - Podz-Glidz 50
Der Schweizer Patrick von Känel gilt als einer der technisch versiertesten Piloten, begnadeter Top-Lander und möglicher „Kronprinz“ Chrigel Maurers. Wenn man Experten der Gleitschirmszene fragt, wem sie es zutrauen würden, Chrigel Maurer die Rolle als Dauersieger bei Hike-and-Fly-Wettbewerben wie den Redbull X-Alps streitig zu machen, dann fällt häufig ein Name: Patrick von Känel. Der 26-jährige Schweizer ist fast auf den Tag genau zwölf Jahre jünger als Chrigel, doch in puncto Flugtechnik kann er seinem Freund und Vorbild durchaus das Wasser reichen. Wie Chrigel ist auch Patrick ein Allrounder, der als Acro- und Streckenpilot an den Start geht, Wettbewerbe fliegt und läuft, als Testpilot für Advance arbeitet – und all das mit einer ungeheuer spielerischen Präzision absolviert. Am deutlichsten wird das, wenn es darum geht, auch an unwirtlichen, engen und steilen Flecken am Berg elegant auf den Punkt topzulanden. In dieser 50. Folge von Podz-Glidz gibt Patrick Einblicke in sein Leben. Unter anderem erzählt er, wie er schon im Alter von 14 Jahren heimlich und doch weithin sichtbar seine ersten Flüge absolvierte; und wie er seither immer weiter an seiner Flugtechnik feilt – auch mit Chrigel als großem Vorbild und Mentor. Patrick erklärt, wie man mit einem Gleitschirm bergauf landen kann und welche Risiken damit verbunden sind. Er spricht von den Freiheiten, aber auch manchen Zwängen in seinem Job als Testpilot, und worin für ihn die größte Härte bei den X-Alps besteht. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: Reverie | Künstler: Quincas Moreira Download: https://youtu.be/Vre-34oHXks

Querdenker - Michael Nesler - Podz-Glidz 49
Michael Nesler ist ein renommierter Gleitschirmkonstrukteur. Dennoch sieht er den Drang nach immer mehr Leistung kritisch und propagiert einen "ganzheitlichen" Ansatz beim Fliegen. +++ Kaum ein Name lässt sich in der Gleitschirmszene mit so vielseitigen Bezügen in Verbindung bringen wie Michael Nesler. Viele werden als erstes an den namhaften Konstrukteur denken, der das heute für Swing-Schirme typische RAST-System erfunden hat, das Front- und Seitenklappern die Dynamik nehmen soll. Michael Nesler ist aber noch viel mehr. Der 57-jährige ist auch Acropilot und Fluglehrer, hat eine eigene Konstruktionssoftware entwickelt, er bietet spezielle Sicherheits- und Flugtechniktrainings an, arbeitet als Buchautor und regelmäßiger Kolumnist des Thermik-Magazins, undsoweiter. Bei all dem eilt Michael der Ruf als Querdenker voraus. Für ihn gehört zur Freiheit des Fliegens auch die Freiheit der Gedanken, sich intensiv mit allen Aspekten der Fliegerei zu beschäftigen. Und so spannt diese Podcast-Folge 49 von Podz-Glidz einen weiten Bogen. Von der Flug-Psychologie über den Wert der Flug-Angst bis hin zu intuitiven Thermikkreisen, dem Spaß an Turbulenzen, der Magie der Flugtechnik und dem ganzheitlichen Fliegen. Michael Nesler erklärt im Gespräch unter anderem auch, warum der anhaltende Drang nach immer mehr Leistung Schirme hervorbringt, deren sonstige Flugeigenschaften gar nicht unbedingt zum Vorteil der Piloten sind. Und warum normale Gleitschirmflieger kaum eine Chance haben nachzuprüfen, ob ihr gekaufter Schirm tatsächlich so fliegt, wie der Konstrukteur es ursprünglich geplant hat. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Song: Cats Searching for the Truth Künstler: Nat Keefe & Hot Buttered Rum Download: https://www.youtube.com/watch?v=rFUPmUGv6LM

Pepe - Andreas Malecki - Podz-Glidz 48
Andreas „Pepe“ Malecki gehört seit 20 Jahren zur Elite des internationalen Wettbewerbszirkus. Ein Gespräch über die Kunst der Linienwahl. +++ Wer in klassischen Racing-Wettbewerben mit dem Gleitschirm vorne mitfliegen will, muss dichte Thermikpulks aushalten und bei langen Gleitstrecken ordentlich ins Gas steigen können. Allerdings gehört doch noch viel mehr dazu. Unter anderem ein feines Gespür für die Luft. Es gewinnt häufig nicht unbedingt der Pilot mit den –salopp gesagt – „dicksten Eiern“, sondern dem sensibelsten Hintern. Der hilft dabei, die Aufwinde und die tragenden Linien zwischen den Bärten zu erfühlen. Gehaltene Höhe ist beim Wettbewerbsfliegen ein Pfund, mit dem man als Pilot am meisten wuchern kann. Einer, der das meisterlich beherrscht ist Andreas Malecki – in der Szene allgemein als Pepe bekannt. Der heute 60-jährige fliegt seit 20 Jahren in der Weltelite der Gleitschirmflieger. Er ist mehrfacher Deutscher Meister, zuletzt 2020. In 2012 stand er auf Platz 1 der Weltrangliste. 2015 wurde er Weltmeister im Team mit der Deutschen Nationalmannschaft. Und er glänzt regelmäßig beim Paragliding Worldcup und anderen Top-Wettbewerben mit Task-Siegen. Pepe steht allgemein im Ruf, ein besonders feinfühliger Pilot zu sein. In dieser 48. Folge von Podz-Glidz erzählt er von seinem Gespür für die Luft. Er beschreibt unter anderem, wie er mit speziellen Gurtzeug- und Varioeinstellungen seine Sensibilität erhöht, und wie er im Flug seine Geschwindigkeit ständig optimiert. Er berichtet vom Fliegen mit Vögeln und warum die in seinen Augen erfolgreichsten Flüge gar nicht bei Wettbewerben stattfanden. Und er erklärt, wie er sich über 32 Jahre hinweg seine Freude am Fliegen immer erhalten hat. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Titel: Stinson Künstler: Reed Mathis Download: https://www.youtube.com/watch?v=O5rgqJPDjM0

Der Wetterkundler - Norbert Fleisch - Podz-Glidz 47
Norbert Fleisch hat das derzeit umfassendste Buch zum Thema Meteorologie für Gleitschirmflieger geschrieben. Ein Podcast übers Wetterwissen. +++ Wer sicher Gleitschirmfliegen will, sollte sich mit einem Thema ganz besonders beschäftigen: dem Wetter. Nichts ist so variabel und zugleich so bestimmend für das, was wir in der Luft erleben. Denn Wetter ist alles, was die Luft verändert und bewegt. Und wir Flieger müssen uns zwangsläufig daran anpassen. Wer das nicht nur auf „gut Glück“ hin tun will, der muss mehr vom Wetter verstehen oder zumindest zu verstehen versuchen. Einer, der das schon lange praktiziert, ist Norbert Fleisch, in der Fliegerszene besser als Nobbi bekannt. Der zum Fluglehrer konvertierte Zahnarzt hat sich über seine mittlerweile knapp 25-jährige Fliegerkarriere hinweg immer tiefer in das Thema Flugmeteorologie hinein gefuchst. Vor drei Jahren erschien dann sein 350 Seiten dickes Buch „Meteorologie“, in das er all sein Theorie-, aber auch Erfahrungs-Wissen über die Wetterkunde für Gleitschirmflieger einfließen ließ. Wer nun hofft, in dieser 47. Folge von Podz-Glidz in nur einer Stunde all das en passant serviert zu bekommen, den muss ich schon von Anfang an enttäuschen. So simpel ist der Weg zum Wetterkundler nicht. Aber im Gespräch gibt Nobbi doch viele Tipps, wie man sich mehr Wetterwissen aneignen kann. Der 58-jährige erzählt unter anderem, wie er selbst beim Wettercheck vorgeht; auf welche Zeichen am Himmel man auch noch am Startplatz und in der Luft besonders achten sollte; welche Wetterrisiken seiner Meinung nach am stärksten unterschätzt werden; und auch: welche ganz besonderen Wettererlebnisse – positiv wie negativ – sich tief in seiner Fliegerseele eingebrannt haben. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: Wandering Soul Artist: Asher Fulero Download: https://www.youtube.com/watch?v=3_LCO0mQCjM

Speed - Beni Kälin - Podz-Glidz 46
Beni Kälin ist einer der erfahrensten Speedflyer-Piloten. Ein Gespräch über die Faszination des bodennahen Fliegens und seinen Umgang mit dem Risiko. +++ Speedflying, das ist das bodennahe Heruntersausen an Hängen – mit entsprechend kleinen Schirmen von zum Teil deutlich unter zehn Quadratmeter Fläche. In Action-Videos sieht man Piloten, die mit hoher Geschwindigkeit in Ameisenkniehöhe über die Grasnarben von Skipisten fräsen, in schmalen Schluchten kopfüber sogenannte Fassrollen fliegen, um schließlich vor der Landung mit einer spektakulären Sturzkurve nochmals zusätzlichen Speed aufzubauen, den sie für ein langes, horizontales Ausgleiten benötigen. Wer solche Bilder kennt, wird kaum an der Einschätzung zweifeln: Speedflying ist wohl die gefährlichste Variante der Gleitschirmfliegerei. Die Speedflying-Szene hat etliche Tote zu beklagen. Allerdings gilt fürs Speedflying die gleiche Grundregel wir fürs Gleitschirmfliegen: Das Risiko ist immer relativ zu sehen zu der Art und dem Könnensstand, wie man den Sport betreibt. Einer, der das besonders gut einschätzen kann, ist der Schweizer Beni Kälin. Beni ist einer der erfahrensten Speedflyer der Welt. Vor 14 Jahren ist der heute 34-jährige dieser Flugdisziplin verfallen und hat seither diesen Sport entscheidend mitgeprägt. In dieser 46. Folge von Podz-Glidz erzählt Beni von seiner Leidenschaft. Es geht unter anderem darum, was ihn am bodennahen Fliegen so fasziniert; wo die Unterschiede zum normalen Gleitschirmfliegen liegen und warum er sich unterm Speedflying-Schirm sogar sicherer fühl. Er berichtet, wie sich seine Risikobereitschaft mit der Zeit verändert hat; warum es so gut wie keine Frauen unter den Speedflyern gibt und wie man das Speedflying selbst erlernen kann. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: Always the Same | Artist: SefChol Download: https://www.youtube.com/watch?v=gCdq6Gqt5TY&t=185s

Kurvenlehre - Paul Seren - Podz-Glidz 45
Paul Seren hat an Modellflugzeugen viel über Aerodynamik gelernt. Im Podcast erzählt er, wie ihm dieses Wissen auch beim Gleitschirmfliegen weiterhilft. +++ Wer das Gleitschirmfliegen lernt, bekommt schon am Übungshang gleich beigebracht: Um nach rechts zu steuern, ziehst Du einfach die rechte Brems- bzw. Steuerleine. Für Linkskurven ist dann die linke Steuerleine dran. So bekommt man einen Gleitschirm auch tatsächlich ums Eck. Aber vom aerodynamischen Verständnis her ist diese doch sehr rudimentäre Kurventechnik alles andere als optimal. Paul Seren empfiehlt eine etwas andere Steuerweise. Schon viele Jahre bevor er mit dem Gleitschirmfliegen begann, beschäftigte sich der heute 61-jährige mit dem Bau von Modellflugzeugen. Seine mit Wettbewerbserfolgen gekrönte Spezialität ist eine besondere Klasse frei fliegender Segelflugzeuge. Sie sind darauf optimiert, ohne die fern-steuernde Hand eines Piloten selbständig in einem Aufwind zu bleiben. Dafür ist ein feines Austarieren von Schwerpunkt und Flügelschränkung gefragt. Und genau das gilt es auch beim Manövrieren eines Gleitschirms zu erreichen. Paul arbeitet nebenberuflich als Fluglehrer bei der Flugschule Papillon, aber auch in der Fluglehrerausbildung des DHV. Dort gibt er seine vom Modellflug geschulten, tiefen Einblicke in die aerodynamischen Besonderheiten von Gleitschirmen weiter. Und in dieser 45. Folge von Podz-Glidz geht es genau darum. Paul erzählt unter anderem, wie man seine Kurventechnik verfeinern kann, warum Schirme allein im Grunde vieles besser machen als ihre Piloten und warum das sogenannte „aktive Fliegen“ im besten Fall eigentlich „passives Fliegen“ heißen müsste. Eine Podcast-Folge voll mit Aha-Momenten. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: Buckeye Bonzai | Artist: Vans in Japan Download: https://www.youtube.com/watch?v=Ed3PUFVF_ZI

Handicap - Marco Brandstätter - Podz-Glidz 44
Marco Brandstätter hat bei einem Unfall beide Hände verloren. Das hindert ihn aber nicht daran, Gleitschirm zu fliegen. Im Podcast erzählt er, wie das geht. Die meisten Flieger, die mit einem Gleitschirm an den Start gehen, werden sich kaum einmal Gedanken darüber machen: Sie ziehen den Schirm mit einem Handgriff aus dem Sack, breiten ihn, wie man so schön sagt, behände aus, sortieren mit feiner Fingerarbeit die Leinen, bedienen spitzfingrig fummelige Karabiner, fassen die Bremsgriffe, erfühlen im Flug mit einem Finger feine Druckänderungen an der Bremsleine, greifen fürs Ohrenanlegen hoch in die A-Ebene, usw. Stets sind dabei unsere Hände mit im Spiel. Für Marco Brandstätter ist das alles etwas anders. Der heute 27-jährige hat vor acht Jahren bei einem Unfall beide Hände verloren. Ein Jahr zuvor hatte er sich einen Traum erfüllt und den Gleitschirmschein gemacht. Und so war es für ihn ein tiefes Bedürfnis, trotz seines Handicaps wieder in die Luft zu kommen. Marco ist ein bewundernswert willensstarker Mensch. Und so hat er Wege gefunden, auch ohne Hände seinen Schirm starten, steuern und landen zu können. Bei einem Sicherheitstraining in diesem Jahr meisterte er sogar das SAT-Manöver. Wie das alles geht, aber auch welche besonderen Herausforderungen, nicht nur in technischer Hinsicht, sich ihm durch sein Handicap dabei stellen, das erzählt Marco in dieser 44. Folge von Podz-Glidz. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Artist: TrackTribe | Title: City Blocks Download: https://www.youtube.com/watch?v=X9I2il5sJzU

Mission Frieden - Oskar Lehner - Podz-Glidz 43
Oskar Lehner war 23 Jahre lang in Krisengebieten der Welt als Projektmanager für die UNO und OSZE im Einsatz. Immer mit dabei: sein Gleitschirm. +++ Ein großes Privileg unseres Lebens im Zentrum Europas vergessen wir angesichts der diversen Ärgernisse des Alltags leider viel zu häufig: Wir leben in Frieden. Und das ist wirklich etwas, was man nicht hoch genug schätzen kann. Denn in vielen Ländern und Regionen sorgen bewaffnete Auseinandersetzungen und andere Krisen dafür, dass sich die Menschen ihres Lebens viel, viel weniger sicher sein können. Immerhin gibt es Menschen, die dafür arbeiten, dass in solchen Ländern auch Frieden und vielleicht eine etwas gerechtere Ordnung einkehren kann. So einer ist oder war Oskar Lehner aus Linz in Österreich. Ich sage „war“, weil Oskar 2016 in den Ruhestand ging. Zuvor war er aber 23 Jahre lang in Krisengebieten rund um die Welt tätig, darunter Ruanda, Afghanistan, Somalia und Kosovo. Er arbeitete für die Vereinten Nationen, die OSZE und die EU als Projektmanager im Einsatz für Menschenrechte, Demokratisierung und Sicherheit. In einem Punkt unterschied sich Oskar von allen seinen Kollegen vor Ort. In seinem Gepäck hatte er stets einen Gleitschirm mit dabei. Und er schaffte es tatsächlich, auch in allen Krisenregionen Möglichkeiten zu finden, um dort in die Luft zu kommen. In dieser 43. Folge von Podz-Glidz erzählt Oskar Lehner von diversen abenteuerlichen Erlebnissen aus dieser Zeit. Es geht aber auch darum, welche Rolle der Sport für ihn spielte, um den psychischen Stress mancher gesehener Grausamkeiten aus dem Körper zu bekommen. Oskar ist heute 65. Er fliegt nicht nur Gleitschirm, sondern betreibt noch weitere Risikosportarten, darunter Wildwasser-Kajakfahren. Was ihm die verschiedenen Disziplinen jeweils geben, auch das ist Thema dieses Podcasts. Zuguterletzt dreht sich das Gespräch um Oskars laufendes Projekt. Seit 2016 ist er mit dem Auto auf Weltreise. Er reiste in drei Jahren von Feuerland bis Alaska. 2021 will er von Österreich nach Asien aufbrechen. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Artist: South London Hifi Track: Experience Nature Experience You Download: https://www.youtube.com/watch?v=tAeDyB2X0F8

Somis Welt - Michael Sommerauer - Podz-Glidz 42
Michael Sommerauer sorgte im Sommer 2020 mit besonderen XC-Flügen für Aufsehen. Wie denkt einer, den viele für den besten Gleitschirm-Nachwuchspiloten Österreichs halten? +++ Beim Streckenfliegen in den Alpen gibt es so einige (sagen wir mal) magische Grenzen. Wenn ein Pilot sie überschreitet oder besser gesagt überfliegt, dann wächst die Ehrfurcht der anderen. Ein 300er FAI-Dreieck zum Beispiel. Oder die Überquerung des Alpenhauptkamms. Nicht nur aus dieser Warte heraus betrachtet hat der Österreicher Michael Sommerauer im Sommer 2020 einen Flug hingelegt, der selbst bei so manchem eingefleischten Streckenflieger die Kinnlade herunterfallen ließ. Denn der Somi, wie er allgemein gerufen wird, flog vom Stoderzinken aus den ersten 300er überhaupt und eröffnete dabei eine ganz neue Route, die ihn gleich zweimal über den Alpenhauptkamm führte. Dass er dieses Mega-Dreieck zudem an einem Tag zumachte, der mit viel Wind und tiefer Basis so gar nicht nach klassischem XC-Rekordwetter aussah, kam noch als Überraschungs-Sahnehäubchen oben drauf. Nicht erst seitdem, aber seither erst recht halten viele österreichische Flieger den derzeit 25-jährigen Somi für eins der größten Nachwuchstalente des Landes. Ernsthaft Streckenfliegen tut er erst seit 2017, wurde aber schon zwei Mal Staatsmeister. Davor interessierte sich Somi eigentlich nur fürs Acro-Fliegen. In dieser 42. Folge von Podz-Glidz erzählt Somi unter anderem von den Anfängen seiner Fliegerei. Wie er vom Acro- zum Streckenfliegen kam, wie seine extreme Schirmbeherrschung den Kopf für die XC-Fliegerei frei macht, welche Mängel er in diesem Punkt bei manchen PWC-Piloten sieht, wie er sich auf große Streckenflüge vorbereitet, warum ihn das Fliegen noch immer und sogar tiefer fesselt und fasziniert und wo er seine größten Glücksmomente beim Fliegen erlebt. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Artist: Patiño | Track: Morning Joe Download MP3: https://www.youtube.com/audiolibrary_download?vid=9cb5731ea294d5c3

Grönland - Björn Klaassen - Podz-Glidz 41
Björn Klaassen ist allein zwei Wochen lang per Hike and Fly durch die Wildnis Südgrönlands gezogen. Im Podcast erzählt er über die dabei erlebte Freiheit. +++ Björn Klaassen ist der Leiter des Geländereferates und stellvertretender Geschäftsführer des DHV. Als Ausgleich zu diesem teils recht bürokratischen Teil seines Lebens gönnt er sich jeden Sommer eine ganz besondere Auszeit. Seit 2015 zieht es ihn in die Wildnis Grönlands: zum Trekking, See-Kajak-Fahren und auch Gleitschirmfliegen. Normalerweise unternimmt Björn die Trips zusammen mit seiner Frau. In diesem Jahr war er erstmals solo unterwegs. Und das nutzte er für ein ganz besonderes Abenteuer: Im Hike-and- Fly-Stil durch ein gottverlassenes Küstengebirge – von Aappillatoq, dem letzten Dorf in Südgrönland zum Torsukattakfjord mit dem imposanten Granitmassiv des Ulamertorsuaqs als Ziel. Was er dabei erlebte, berichtet Björn in gut einer Stunde Talk. Dabei rückt er das allgemeine Bild Grönlands als Eisklotz ein bisschen zurecht; erzählt von der arktischen Natur und wie sie ihm das Gefühl von Freiheit vermittelt; plaudert übers Einbrechen in Schneelöcher, seinen Umgang mit dem Risiko, verregnete Tage im Zelt und natürlich auch der Faszination des Fliegens über den imposanten Landschaften. Ganz am Ende kehren wir kurz in Björns "normales" Leben zurück. Wir sprechen über Vor- und Nachteile des Zulassungszwangs von Fluggeländen und warum er in Drohnen die größte Bedrohung unserer fliegerischen Freiheit sieht. Mehr zu Björns Grönland-Reisen auf: http://www.media-montana.de +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: „Night Snow” von Asher Fulero No Copyright music Download: https://youtu.be/h-eEZGun2PM

Spätstarter - Daniel Mignot - Podz-Glidz 40
Der Schweizer Daniel Mignot hat im Alter von 73 Jahren noch den Gleitschirmschein gemacht. Im Podcast erzählt er von seiner Motivation und den Schwierigkeiten. +++ Gleitschirmfliegen kann man bis ins hohe Alter hinein – eine gewisse körperliche Fitness vorausgesetzt. Es gibt etliche Beispiele von Piloten, die sich selbst noch in ihren Siebzigern regelmäßig in die Lüfte schwingen und sogar erfolgreich auf Strecke gehen. In dieser Altersklasse aber überhaupt erst mit dem Gleitschirmfliegen anzufangen, das ist schon etwas außergewöhnlich. Der Schweizer Daniel Mignot aus Interlaken hat genau das getan. Mit 73 Jahren machte er seinen Gleitschirmschein. Warum er erst so spät damit startete, was er bei der Schulung im Rund der viel jüngeren Mitschüler erlebte, wie er mit Lampenfieber bei der Prüfung umging, worauf er heute bei seinen Solo-Flügen achtet und wovon er fliegerisch noch träumt – all das erzählt Daniel in dieser 40. Folge von Podz-Glidz. Es ist eine eher ruhigere Geschichte aus dem Kosmos des Gleitschirmfliegens. Aber auch das gehört in diesen Podcast, der darauf zielt, die verschiedensten Facetten, Spielarten und Charaktere unseres Sports vorzustellen. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: „Tango Bango“ von E’s Jammy Jams Lizenzfreie Musik Download: https://youtu.be/b67vaXYwsiY

Go East - Rico Chandra - Podz-Glidz 39
Rico Chandra ist per Hike and Fly von Zürich bis Ljubljana gereist. Im Podcast erzählt er, wie er dabei die tiefen Glücksgefühle des Fliegens für sich wiederentdeckte. +++ Rico Chandra aus Zürich ist Hobbymusiker, aber auch ein erfahrener Gleitschirm-Streckenflieger, der weit oben in der globalen Wertung des XContest zu finden ist. Nach 28 Jahren als Pilot hat er In diesem Sommer mal etwas Neues für sich ausprobiert. Anstatt XC-Punkten nachzujagen, reiste er per Hike and Fly fast vier Wochen lang quer über die Alpen, von Zürich bis nach Ljubljana in Slowenien. Im Podcast erzählt Rico weniger über einzelne Erlebnisse davon (die kann man in einem ausführlichen Blog Ricos über diese Reise nachlesen). Vielmehr sprechen wir unter anderem darüber, wie diese andere Herangehensweise an die Fliegerei ihm neue Sichtweisen und Gefühlswelten im Gleitschirmkosmos erschlossen hat. Rico ist ein sehr sicherheitsbewusster Pilot und stolz darauf, seit 1992 verletzungsfrei zu fliegen. Seine besondere Philosophie zum Umgang mit Risiken ist ebenso Thema. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: "Bloody Nose “ von Rico Chandra. Hier im Podcast mit persönlicher Erlaubnis von Rico verwendet. Download: https://mx3.ch/tracks/1rEF/download

Der Wolkenschattenfolger - Markus Kaup - Podz-Glidz 38
Markus Kaup sammelt seit 25 Jahren sehr erfolgreich Airtime im deutschen Flachland. Dabei nutzt er einige spezielle Techniken, um länger oben zu bleiben. +++ Gleitschirmfliegen im Flachland heißt: Keine Berge, von denen man aus starten kann und an deren Flanken man dann seine Thermiken findet. Gestartet wird an der Winde. Und dann gehört es schon zur Kunst, den thermischen Einstieg zu finden, um schließlich auch dort stundenlang in der Luft bleiben zu können. Markus Kaup aus Münster blickt in puncto Flachlandfliegen auf 25 Jahre Erfahrung zurück. Die meisten seiner Flüge hat er tatsächlich aus der Winde heraus absolviert. Und obwohl er bereits einige Über-100-Kilometer-Flüge auf seinem XC-Konto stehen hat, ist sein größtes Ziel beim Fliegen aber ein anderes: Obenbleiben. Airtime sammeln. Über die Jahre hat er viel Erfahrung gewonnen und Rezepte entwickelt, wie man auch im Flachland lange Flüge schaffen kann. In dieser Folge von Podz-Glidz erklärt er über einige der Zutaten. Es geht unter anderem um Vorteile des Stufenschlepps, das Fliegen im Team, die Bedeutung des Wolkenschattens für die Thermikablöse, Techniken, um sich sicher unter niedrigen Luftraumdeckeln entlang hangeln zu können und noch einiges mehr. Der Wissensschatz, den Markus hier ausbreitet, dürfte nicht nur Alpen- sondern auch manch eingefleischten Flachlandfliegern noch diverse Aha-Momente servieren. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: "Four More Weeks“ von Vans in Japan. Copyright free music. Download: https://www.youtube.com/audiolibrary_download?vid=4421ce84324ddbe0