
Ö1 Journal-Panorama
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Boomregion Bodensee mit Schattenseiten
Der Bodensee gilt als Naturparadies. Er dient als Trinkwasserreservoir für Millionen Menschen. Der Tourismus prägt weltweit das Image der Region, doch am Ufer und im Hinterland liegt die wahre wirtschaftliche Größe. In allen Bundesländern wie Kantonen am See finden sich Hunderte, international aufgestellte Unternehmen, meist seit Generationen in Familienbesitz, meist kaum bekannt und in ihren jeweiligen Bereichen oft unter den gefragtesten der Welt. Wäre die Region ein EU Land – sie hätte, mit gut 70.000 Euro, die dritthöchste Wirtschaftsleistung pro Kopf. Der Standort Bodensee boomt, doch der wirtschaftliche Erfolg zeigt immer mehr Nebenwirkungen. Ein Saldo von Volker Obermayr
Davos: Porträt eines berühmten Ortes
Der Schweizer Ort war im 19. Jahrhundert ein berühmter Luftkurort für reiche Lungenkranke; heute beherbergt er regelmäßig das Weltwirtschaftsforum und damit die Reichen und Mächtigen des 21. Jahrhunderts. In der NS-Zeit war Davos eine Schweizer Nazi-Hochburg. Porträt eines besonderen Ortes. Diese Dokumention wurde in Ö1 am 6. Mai 2024 gesendet.
Jack the Writer: 30 Jahre Prozess gegen Jack Unterweger
Vor fast genau 30 Jahren, am 20. April 1994, begann in Graz ein aufsehenerregender Prozess: Der mutmaßliche Serienfrauenmörder Jack Unterweger stand vor Gericht. Ende Juni wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt - wenige Stunden danach nahm er sich das Leben. Die Mordserie, die spektakuläre Flucht des Verdächtigen in die USA und sein Auftreten in der Öffentlichkeit hatten monatelang die Schlagzeilen beherrscht. Hören Sie einen Rückblick auf diesen Jahrhundertprozess von Astrid Plank. - Diese Dokumentation wurde in Ö1 am 16. April 2024 gesendet.
Die Kinder von Izieu
Am 6. April 1944 wurden 44 Kinder und sieben Erwachsene im Kinderheim in Izieu bei Lyon festgenommen, deportiert und schließlich in Auschwitz ermordet. Auch sieben Kinder aus Österreich waren darunter, sie waren mit ihren Familien nach dem "Anschluss" im März 1938 nach Frankreich geflüchtet. Vor ihrer Deportation verbrachten die jüdischen Kinder, deren Eltern bald in Lagern eingesperrt oder umgebracht worden waren, einige Monate in dem idyllisch gelegenen Kinderheim, bis der „Schlächter von Lyon“, Gestapo-Chef Klaus Barbie, die Kinder und Betreuer:innen nur wenige Monate vor der Kapitulation der deutschen Truppen in Frankreich in einer brutalen Razzia abholen ließ. Die Kinder von Izieu haben im kollektiven Gedächtnis in Frankreich einen wichtigen Platz eingenommen. In Österreich ist das Schicksal der sieben Kinder aus Wien weitgehend unbekannt. - Diese Dokumentation wurde in Ö1 am 3. April 2024 gesendet.