
Ö1 Journal-Panorama
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Klartext vor der Grazer Gemeinderatswahl
Jung, keine Schule, keine Lehre, kein Job - keine Perspektive?
10 Jahre Brexit-Referendum: Liebäugeln mit Wiederannäherung
Ukraine: Wie lang ist der Weg in die EU noch?
Für die Tonne, aber kein Mist: Wie Biomüll Geld sparen hilft
Philippinen: Korruption frisst Klimaschutz
Klartext: Nach der Budgetrede
Italien: Jugend hinter Gittern
Kokain: Weißes Gift auf dem Vormarsch
Klartext: Vor dem Anpfiff: Österreichs Nationalteam vor der Fußball-WM
Wahlen in Armenien: Brüssel im Blick, Moskau im Rücken
Montenegro 20 Jahre nach der Unabhängigkeit
Ukrainische Soldaten: Augen aus dem 3-D-Drucker
Das späte Gift der Stasi
Klartext: Nach dem Urteil im Spionageprozess
Wann kommt der Zug? Das Jahrhundertprojekt Rail Baltica
Bulgarien: Die Gen Z geht in die Politik
Tschechien: Vorreiter bei Bitcoin und Co.
Bunker, Schutzraum, Notvorrat: Zivile Schutzinfrastruktur einst und heute
ESC: Zwischen Vorfreude und Verunsicherung
Vermitteln, erinnern, verstehen: Behinderte Menschen in der Erinnerungsarbeit
Russland: Machtverlust in der Nachbarschaft
Ein Jahr Papst Leo - der andere Amerikaner
Klartext: Causa Wöginger - Schuldspruch und Rücktritt
Klartext: 40 Jahre "Affäre Waldheim"
Todesvögel mit Argusaugen: Wie Drohnen den Krieg verändern
Mikrokosmos Tschornobyl - Leben in der Sperrzone
Unbekannter Nachbar Liechtenstein: Ein politisches Porträt
Klartext: Pensionen - wie lange noch, ab wann und wieviel?
Die Anwerbung von Pflegekräften aus armen Ländern
Sudan: Völkermord vor aller Augen
Sicherheit beginnt im Kopf - Psychologie als Teil der Verteidigungsfähigkeit
Der Landraub – Wie Russland die Ukraine russifiziert
Die tödlichen Relikte von Kriegen: Fliegerbomben, Minen und Gift
Klartext: Zeitenwende in Ungarn?
Belgien: Wo der Radsport eine Religion ist
Was für Österreich der Schisport, ist für Belgien das Radfahren. Die Flandern-Rundfahrt etwa ist immer ein Volksfest. Die "Ronde de Vlaanderen" ist eines der sogenannten Monumente, so werden die fünf Eintagesklassiker des Rennradsports genannt, von denen noch ein weiterer in Belgien stattfindet, nämlich das äußerst hügelige Straßenrennen Lüttich-Bastogne-Lüttich Ende April. Abseits der Mega-Events finden in dem Land fast täglich Radrennen statt - in allen Disziplinen: Querfeldein, Mountainbike, Straße - mit Teilnehmer:innen von den ganz Kleinen bis zu den Senior:innen. Wie ist diese Liebe zu erklären?Eine Sendung von Jean-Marie Magro.
Ungarn: Orbán vor der Abwahl?
Lange galt er als unbesiegbar und allmächtig: der ungarische Langzeitpremier Viktor Orbán. Seit 16 Jahren regiert seine rechtskonservative FIDESZ-Partei das Land; Demokratie und Rechtsstaatlichkeit wurden in dieser Zeit sukzessive abgebaut, das Land lag im Dauerkonflikt mit der EU. Doch bei den Parlamentswahlen am 12. April könnte es eng für FIDESZ und den Ministerpräsidenten werden: Mit Péter Magyar ist Orbán ein ernstzunehmender Konkurrent erwachsen. Im Wahlkampf verspricht er den Kampf gegen die allgegenwärtige Korruption und die Verbesserung der Infrastruktur, des Gesundheitswesens und der Wirtschaftslage der Ungarinnen und Ungarn. Viele Menschen jubeln dem konservativen FIDESZ-Dissidenten, der die große politische Bühne erst 2024 betreten hat, zu - die meisten Umfragen sehen Magyar deutlich in Führung. Doch ein Wahlsieg ist keine ausgemachte Sache, denn Orbáns FIDESZ-Partei hat das Wahlrecht in den vergangenen Jahren mehrfach geändert, um ihre Machtbasis zur sichern.
Mexiko City: Ein Stadtporträt
Im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt wird am 11. Juni das Eröffnungsspiel der Fußball-WM zwischen Mexiko und Südafrika ausgetragen. Damit rückt die mexikanische Hauptstadt weltweit ins mediale Interesse. Neun Millionen Menschen leben im Zentralraum, über 20 Millionen in der gesamten Metropolregion. Mexiko City ist eine der lautesten Städte der Welt, und doch ist es an manchen Plätzen erstaunlich ruhig. Einst durchzogen Kanäle die Stadt, auf den letzten davon gleiten bis heute Kayaks durchs grüne Wasser, am Horizont sieht man majestätische schneebedeckte Vulkane. Sie waren längst da, als noch die Azteken herrschten. Die meisten Seen, die seinerzeit über die Stadt verteilt waren, sind heute allerdings verschwunden.
50 Jahre Apple: Aus der Garage an die Weltspitze
Im Jänner 2007 stand Steve Jobs auf einer Bühne im Moscone-Messezentrum in San Francisco und stellte ein Gerät vor, das die Gesellschaft für immer verändern sollte: das iPhone. Dieses neuartige Telefon löste den Smartphone-Boom aus, die Grundlage des heutigen Social Media-Zeitalters. Apple wurde dadurch zu einem der mächtigsten und wertvollsten Unternehmen der Welt.Steve Jobs hat Apple lange zuvor, bereits am 1. April 1976, gemeinsam mit Ron Wayne und Steve Wozniak gegründet und es vom legendären Garagen-Startup zum Tech-Giganten gemacht. Zum 50. Geburtstag steht Apple aber vor großen Herausforderungen. KI und die US-Politik verändern die Welt radikal, außerdem steht ein Wechsel an der Unternehmensspitze an.
Libanon - Leben im Krieg
Der neue Krieg im Nahen Osten zieht auch den Libanon wieder in Mitleidenschaft. Nach Angriffen der Hisbollah auf Israel schlägt dessen Armee zurück, kontrolliert den Luftraum und Gebiete im Süden des Landes. Es gibt bereits mehr als 1000 Tote. Und mehr als eine Million Menschen sind schon vertrieben worden. Sie schlafen unter freiem Himmel oder in selbstgebauten Zelten auf der Straße. Weil der Staat kein Geld hat, springen Hilfsorganisationen bei ihrer Versorgung ein. Und obwohl der Frust über die Terrororganisation Hisbollah hoch ist, ist die Angst vor einer erneuten israelischen Besatzung größer. Den Vertriebenen droht, nicht mehr zurück nach Hause zu kommen.
Tod auf Wunsch? Kanada und die Sterbehilfe
Saldo: Folgen der Energiekrise
Seit dem Beginn des Krieges im Iran steigen die Gas- und Rohölpreise an den weltweiten Handelsbörsen massiv an. Das hat Folgen, die weit über die Preisanstiege an den Tankstellen hinausreichen. Da die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern noch immer sehr groß ist, wirken sich deren Kosten auf fast alle Wirtschafts- und Lebensbereiche aus - vom Heizen über die Stahl-, Papier-, Lebensmittel- und Futtermittelproduktion bis hin zu höheren Transportkosten.Die Regierung versucht durch Preisbremsen gegenzusteuern. Aber reicht das? Wie sehr ist unsere Wirtschaft bedroht? Ist die Versorgung gesichert? Zu welchem Preis?Darüber diskutieren:Walter Boltz, EnergieexperteElisabeth Zehetner, Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium (ÖVP)Sigrid Stagl, Umweltökonomin (WU Wien)Monika Köppl-Turyna, Wirtschaftsforscherin (EcoAustria)Diskussionsleitung: Christoph Danninger
Budapest/Sofia/Zagreb - Drei Bürgermeister unter Druck
In Ungarn, Kroatien, Bulgarien gibt es konservative oder rechtspopulistische Regierungen (in Bulgarien aktuell eine Übergangsregierung). In den jeweiligen Hauptstädten ist das anders: Budapest, Zagreb und Sofia haben oppositionelle Bürgermeister aus dem linksliberalen bis grünen Lager gewählt.Konflikte zwischen Hauptstadt und Regierung sind programmiert. Oft geht es ums Geld, weil zum Beispiel die Zentralregierung Zuschüsse für die Stadt kürzt. Darüberhinaus wird auch gerne die Justiz bemüht: So ist etwa der Budapester Bürgermeister angeklagt, weil er die sogenannte Prideparade in seiner Stadt gegen den Willen der Regierung durchgesetzt hat. Der Bürgermeister von Zagreb wiederum steht unter Beschuss, weil er den Auftritt eines rechten Rocksängers unterbinden wollte.
Klartext: Arbeitsmarkt im Wandel
Im Jahr 2050 werden in Österreich rund 120.000 Erwerbspersonen fehlen - mit massiven Folgen für den Arbeitsmarkt, vor denen unlängst AMS-Chef Johannes Kopf gewarnt hat. Hintergrund ist die demografische Entwicklung, unter anderem die niedrige Geburtenrate. Das Thema werde viel zu wenig ernst genommen, mahnt Kopf. Schon jetzt klagen Betriebe über einen Fachkräftemangel. Zugleich liegt Österreich bei der Teilzeitquote im europäischen Spitzenfeld. Wer soll also künftig die Arbeit machen? Welche Branchen sind besonders betroffen? Und wie groß sind die Umbrüche in der Arbeitswelt, die durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz zu erwarten sind?Darüber diskutieren:Julia Bock-Schappelwein, WIFOJohannes Kopf, AMS-VorstandManuela Vollmann, Geschäftsführerin ABZ*AustriaDiskussionsleitung: Monika Feldner-Zimmermann
Berlin und seine vielen Baustellen
Ärmelkanal: Flucht trotz hohen Risikos
Nach wie vor versuchen zehntausende Menschen jedes Jahr von Nordfrankreich über den Ärmelkanal nach Großbritannien zu gelangen. In Städten wie Grande-Synthe oder Loon-Plage leben bis zu 1.500 Menschen in wilden Camps und warten dort auf die Chance auf eine Überfahrt. Etwa 41.000 haben es im vergangenen Jahr auf diesem Weg ins Vereinigte Königreich geschafft. Die französische Polizei hat jetzt ihre Einsatzdoktrin geändert: Sie darf die Boote nun auch noch im Wasser an der Überfahrt hindern – zuvor waren im Meer nur Rettungseinsätze der Behörden erlaubt.
Altkleiderspenden: Second-Hand, Hilfe für Bedürftige oder doch nur Müll?
Am Ende des Winters misten wieder viele ihre Kästen aus und werfen alte Kleider in einen der tausenden Sammelcontainer.Vergangenen Sommer hat allerdings ein Greenpeace-Bericht für Aufsehen gesorgt, wonach nur wenige Altkleider wirklich weiter getragen werden. Vieles lande stattdessen auf Müllbergen in Asien oder Afrika oder werde dort verbrannt. Jene, die über die Altkleidercontainer Spenden sammeln, also Hilfsorganisationen, Gemeinden und Privatbetriebe, versichern hingegen, die Sammlung sei nachhaltig. Aber es würde einfach zu viel billige Kleidung produziert und gekauft, Stichwort Fast Fashion. Anlässlich des Welt-Recycling-Tags am 18. März stellen wir die Frage: Was geschieht mit unseren Altkleiderspenden?(Der Bericht wurde im Dezember 2025 erstmals ausgestrahlt.)
Kontaminiertes Erbe: Über den Umgang mit NS-belasteten Gebäuden
Heute sind sie oft unauffällige Amtsgebäude wie Bezirksgerichte, Polizeistationen oder Büros von Ministerien, an denen man achtlos vorbeigeht. In der Zeit des Nationalsozialismus haben sie aber häufig eine zentrale Rolle gespielt. Menschen wurden in diesen Gebäuden gefangen gehalten, gefoltert oder aus ihnen vertrieben und in Konzentrationslager gebracht. Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) lässt nun einen Teil ihrer Gebäude historisch aufarbeiten. Fast alle der vom Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung untersuchten Gebäude sind NS-kontaminiert. Die oft schreckliche Geschichte hinter den Fassaden soll nun öffentlich gemacht werden. Weitere NS-belastete Bauten stehen im Blickpunkt: In Braunau am Inn wird im Hitler-Geburtshaus bald eine Polizeistation eröffnet. Und wie soll mit dem „Hitler-Balkon“ am Wiener Heldenplatz umgegangen werden?
Zwischen Tradition und Verkehrswende: Tram-Großmacht Tschechien
Der Prager Nahverkehr gehört mit seiner Netzdichte und dem hohen Takt europaweit zu den Spitzenreitern. Bis heute bilden Straßenbahnen das Rückgrat des Netzes. Sie fahren über Kopfsteinpflastergassen bis in die hintersten Winkel der Stadt, sind eine beliebte Touristenattraktion – und für die Einheimischen so wichtig, dass ständig neue Straßenbahn-Kilometer gebaut werden. Selbst Franz Kafka hat in seiner Kurzgeschichte „Der Fahrgast“ die Tram in den Mittelpunkt gestellt. Aus Tschechien stammt ein in ganz Mittel- und Osteuropa verbreitetes Straßenbahnmodell, die Tatra-Reihe. Auch heute noch liefern tschechische Firmen neue Trams nach ganz Europa.Doch gleichzeitig ist Tschechien ein Autoland: Seit kurzem sitzen die „Motoristé sobe“, die Autofahrer-Partei, als Junior-Koalitionspartner im Kabinett von Ministerpräsident Andrej Babiš. Der Gedanke an eine Verkehrswende behagt längst nicht allen im Land.
Südafrikas Pinguine verhungern
Früher haben hunderttausende sogenannte Brillenpinguine die Inseln und Küsten Südafrikas bevölkert. Heute steht der Afrikanische Pinguin auf der roten Liste der bedrohten Arten. In der Wildnis gibt es nur noch 8.000 brütende Paare. Zigtausende dürften verhungert sein. Die Vögel sind stark auf Sardinen angewiesen, durch den Klimawandel mit steigenden Meerestemperaturen werden die seltener. Wissenschafter:innen warnen: Wenn nichts passiert, wird der Brillenpinguin in den nächsten zehn Jahren ausgestorben sein. Südafrikanische Tierschutzorganisationen sind emsig dabei, das Schlimmste zu verhindern. Sie päppeln kranke oder verletzte Tiere in Rettungsstationen wieder auf und betreiben Brutprogramme - verlassene Pinguineier werden ausgebrütet und die Küken dann solange versorgt, bis man sie auswildern kann.