PLAY PODCASTS
Kopfnüsse

Kopfnüsse

180 episodes — Page 4 of 4

S1 Ep 21#21 2024: Hey Leute! Wie werdet Ihr Mäuse heute wählen?

Teil Nummer 1 der Kopfnüsse zur EU-Wahl beschäftigt sich mit dem Wahlsonntag:Die Bedeutsamkeit von Wahlen "Wählen heißt auch, einen möglichen Irrtum in Kauf zu nehmen. Ob man sich richtig entschieden hat oder nicht, erfährt man oft erst Jahre später. Dann bekommt man eine neue Chance eingeräumt, sich ein weiteres Mal zu blamieren, leider ist das Risiko eines abermaligen Irrtums gleich hoch. Darauf basiert unser politisches System, es verführt uns in Wahlkämpfen zu möglichen Irrtümern. Diesmal nicht, denn Wahlkampf gab es genau genommen keinen, und die Gefahr, von einem Wahlplakat verführt zu werden, stellte sich als geringfügig heraus."Was die EU-Wahl verändern wird "In diesem echten Leben werden die Diskussionen mit einem Mal anders sein. Die Rolle von Jäger und Gejagten dreht sich um. Das Selbstvertrauen wird sich wandeln. Auf der einen Seite die vor Zuversicht strotzende FPÖ, um die sich noch mehr als schon jetzt die politische Debatte drehen wird. Auf der anderen Seite die früheren Großparteien voller Selbstzweifel, vor allem dann, wenn das Ergebnis am Sonntag unter den Erwartungen ausfällt, den eigenen, vor allem aber den fremden."Was das für die SPÖ heißt "Einigen Erzählungen der vergangenen Monate droht das Zerschellen. Die EU-Wahl ist der erste Fingerzeig, ob Andreas Babler seiner SPÖ tatsächlich neues Leben eingehaucht hat. Die Sozialdemokraten hatten in den letzten Jahren eine gewisse Leidenschaft dafür entwickelt, interne Debatten im öffentlichen Raum zu führen, die Kunstgattung könnte bei einem mageren Abschneiden eine Renaissance erleben. Nicht allein burgenländischer und tirolerischer Zungenschlag würde dann zu vernehmen sein." Hier können Sie die Kopfnüsse als Newsletter abonnieren.Behalten Sie hier all unsere Podcasts im Überblick.Zuschriften richten sie bitte an: [email protected] 

Jun 10, 202414 min

S1 Ep 20#20 2024: Buchsbaumzünsler und andere Pflanzereien

Die Kopfnüsse widmen sich diesmal diesen Themen:Warum Lena Schilling so wenig vorkommt "Noch ein paar Tage bis zur Volksabstimmung über Lena Schilling, die in anderen Ländern irrtümlicherweise EU-Wahl heißt. Der Zustrom an Chats ist versiegt, die Wasserfälle an Betroffenheits-Erzählungen in Fernsehsendern ebben ab. Das Land scheint seinen Durst gestillt zu haben. Selbst wenn nun enthüllt werden sollte, dass die Tanzlehrerin vor Jahren einmal grußlos an einem Stachelbeerstrauch vorbeigegangen ist, wird das keinen Erdrutsch mehr auslösen."Woran das Renatuierungsgesetz scheitert "Auch Österreich spielt in dieser Inszenierung eine gewisse Rolle. Ein Teil der Regierung ist für die Renaturierung, ein Teil dagegen. Die Umweltministerin ist dafür, darf aber nicht dafür sein, weil die Landeshauptleute dagegen sind. Von den Landeshauptleuten sind aber nun nicht mehr alle dagegen, es müssen aber offiziell alle dagegen sein, weil es drei Beschlüsse gibt, in denen alle dagegen waren. Im EU-Parlament haben SPÖ, Grüne und NEOS für die Renaturierung gestimmt, die FPÖ dagegen. Die ÖVP auch, aber ausgerechnet ihr Spitzenkandidat bei der letzten Wahl nicht. Der war dafür."Warum am 17. Juni die letzte Chance ist "Am 17. Juni findet in Brüssel der nächste Gipfel der EU-Umweltminister statt. Bleibt es dabei, dass Ungarn, Schweden, Polen, Italien und die Niederlande dagegen stimmen, Belgien und Finnland sich enthalten, dann ist Österreich bei der Abstimmung das Zünglein an der Waage. Kommt das Renaturierungsgesetz auf der Tagesordnung, dann hat Gewessler die Wahl zwischen Pest und Cholera: Sie kann gegen ihr eigenes Gesetz stimmen (indem sie sich enthält). Oder sie stimmt dafür, bricht die Verfassung und zertrümmert die Koalition. Das liegt in der Natur der Sache." Hier können Sie die Kopfnüsse als Newsletter abonnieren.Behalten Sie hier all unsere Podcasts im Überblick.Zuschriften richten sie bitte an: [email protected] 

Jun 3, 202414 min

S1 Ep 19#19 2024 Hulapalu, Muhahha, Gott und die Welt

Die Kopfnüsse beschäftigen sich diesmal mit folgenden Themen:Unserem Leben nach Lena Schilling "Wir schreiben uns selbst WhatsApp-Nachrichten, empören uns darüber, machen Screenshots, treffen uns mit uns selbst auf einer Parkbank und übergeben uns dann die Ausdrucke in einem braunen Kuvert. Unser Leben muss nicht wirklich ärmer werden, wenn es in diesem Leben keinen Schilling mehr gibt."Den TV-Duellen vor der EU-Wahl "Für potentielle Straßenfeger hielt man die Zweierkonfrontationen offenbar nicht, denn sie wurden in den Nachmittag verbannt. Am Dienstag der vergangenen Woche war als Opener Harald Vilimsky vs. Helmut Brandstätter zu sehen, im Hauptabendprogramm lief aber eine Doku über die "Geheimnisvolle Augustinerkirche". Solche Sachen werden ja schnell alt. Tags darauf, als sich Lena Schilling zunächst mit Lopatka und dann mit Schieder zur Jause traf, entführte uns ORF III ab 20.15 Uhr in die Gegend "Rund ums Fellhorn"."Dem abgetauchten Werner Kogler "Werner Kogler feiert mutmaßlich immer noch den Meistertitel von Sturm Graz. Vielleicht ist er aber auch in Paris und verhandelt mit Kylian Mbappe über einen Wechsel an die Mur. Der Stürmer-Star geht bekanntermaßen aus Paris weg und es wäre nicht das erste Mal, dass in Saint-Germain Verträge mit einer gewissen Relevanz für Österreich geschlossen werden."Der FPÖ und ihrem System "Im Windschatten der sanften Lenanisierung des Landes, ist die FPÖ massiv in den EU-Wahlkampf eingestiegen. Sie nutzt dafür vor allem FPÖ TV, auf YouTube hat der Kanal 205.000 Abonnenten. Am Donnerstag ging ein Video online, das es mit über 37 Minuten fast auf Spielfilmlänge bringt und schon im Titel deutlich macht, was uns die Freiheitlichen im Wahlkampf-Endspurt mitteilen wollen: "Mit Euch gegen das System". "System", diesen Begriff werden wir jetzt öfter hören und sehen und lesen." Hier können Sie die Kopfnüsse als Newsletter abonnieren.Behalten Sie hier all unsere Podcasts im Überblick.Zuschriften richten sie bitte an: [email protected] 

May 27, 202416 min

S1 Ep 18#18 2024: Die verlorene Ehre der Lena S.

Elefanten und Lena Schilling: Darüber lesen Sie diesmal in den Kopfnüssen:Eine interessante Überschrift im "Standard" "Ohrenwackeln und Urinieren: Begrüßungen von Elefanten ähneln jenen von Menschen. Ich habe das zwar noch nie gesehen, aber vielleicht ist es ja tatsächlich so, dass sich Menschen mit Ohrenwackeln begrüßen. Zu Zeiten von Corona ist uns allerlei Blödsinn eingefallen, wie wir uns willkommen heißen könnten. Wir haben uns aus zwei Metern Entfernung zugewunken, als ginge es mit dem Zug vier Wochen zur Kur auf den Semmering. Wir haben uns verbeugt, mit dem Ellenbogen oder mit den Füßen berührt, was ab einem gewissen Alter als Erreichen der Olympiaqualifikation anerkannt werden sollte. Bankmanager, kurz vor der Pension und in feinstem Zwirn, haben sich mit der Ghettofaust begrüßt und für einen Moment gefühlt wie Harlem Globetrotters."Die Weltpolitik und Österreich "In all diese Gemengelange hinein erscheint der Blick auf das aktuelle Österreich einigermaßen verstörend. Ich kann mich täuschen, aber wenn wir in fünf Jahren auf das Jetzt zurückblicken, dann werden wir uns vielleicht Fragen stellen wie: "Was haben wir getan, um die EU zusammenzuhalten?" Oder: "Wie haben wir die europäische Autoindustrie zukunftssicher gemacht?" Oder: "Was haben wir unternommen, um Europa im Konzert mit den USA und China eine Stimme zu verschaffen?" Was wir uns mutmaßlich nicht fragen werden: "Hat Lena Schilling einen festen Charakter oder lügt sie wie gedruckt?"Was jetzt vielleicht eine gute Idee wäre "Jemand findet die Stopptaste, drückt kräftig drauf und beendet das Gefurze. Es wäre ein Pfingstwunder, aber wozu ist der Heilige Geist sonst heilig?" Hier können Sie die Kopfnüsse als Newsletter abonnieren.Behalten Sie hier all unsere Podcasts im Überblick.Zuschriften richten sie bitte an: [email protected] 

May 21, 202414 min

S1 Ep 17#17 2024: Das Gefurze und seine Hintergrund-Geräusche

Die Kopfnüsse widmen sich diesmal allerlei Überraschendem, etwa:Andreas Babler ist kein Linker mehr "Er sieht sich plötzlich "stark christlich-sozial verankert", wie er dem "Kurier" erzählte. Da wird seine Leninstatue ordentlich Schluckauf bekommen haben, immerhin hatte Karl Marx die Religion als "Opium des Volkes" bezeichnet und so freizügig stehen Rauschmittel in Österreich jetzt auch noch nicht zur Verfügung."Wie die Schilling-Affäre wirklich begann "Schilling lebte in einer Beziehung mit einem Politikerkollegen. Die Liebe ging im Frühjahr in die Brüche. Es gab männlicherseits etwas Verletztheit und in dieser Situation zeigte der Ex Anfang April einer Bekannten ein paar private Chatnachrichten, die ihm Schilling geschrieben hatte. Er hätte das vielleicht besser nicht tun sollen. In den Chats äußerte die grüne EU-Spitzenkandidatin den Verdacht, eine ihrer früher besten Freundinnen sei von ihrem Ehemann verprügelt worden und habe nach einem Übergriff eine Fehlgeburt erlitten. Das Problem: Bei der Bekannten, die nun die Chats zu lesen bekam, handelte es sich um die Betroffene selbst."Die rätselhaften Grünen "Es gab keine Kommunikationsstrategie. Es erschloss sich nicht, warum fünf Personen da standen und warum genau die. Warum die Klimaministerin anwesend war, aber nicht die Justizministerin. Wieso Leonore Gewessler immer wieder nickte als wäre sie die Ministrantin eines TV-Predigers. Weshalb man die drei Wochen Wartezeit nicht genutzt hatte, um sich Antworten auf die Fragen zu überlegen, die klar auf der Hand lagen. Und dann nannte Kogler die Vorwürfe auch noch "Gefurze". Die Grünen, die sich sonst mit jedem Himbeerstrauch solidarisieren, fanden keine Worte der Empathie für die potentiellen Opfer." Hier können Sie die Kopfnüsse als Newsletter abonnieren.Behalten Sie hier all unsere Podcasts im Überblick.Zuschriften richten sie bitte an: [email protected] 

May 13, 202416 min

S1 Ep 16#16 2024: Liebe geht durch das Sagen

Die Kopfnüsse bewegen sich diesmal zwischen Österreichs Almen und dem Wiener Rathausplatz hin und her. Zu hören gibt es:Ein paar Gedanken zur politischen Teilhabe "Auf orf.at las ich in der vergangenen Woche eine Überschrift, bei der mir das Herz aufging. "Wölfe: Hirten könnten Herden schützen". Endlich ein Vorschlag aus kundigem Mund, auch wenn der sonst nur Geheul hervorbringt. Hirten sollen das mit dem Schutz übernehmen, finden die Wölfe. Löblich, dass nun auch Betroffenen die Teilhabe an der Debatte ermöglicht wird. Fortan können wir mit den Wölfen auf Augenhöhe über das Thema sprechen, selbst wenn dies das Risiko birgt, dass einem danach ein Auge fehlt. Oder zwei."Politik mit Herz und Hirn. Oder ohne "Da uns die Politik schlecht fressen kann, umarmt sie uns derzeit zu Tode. Herz ist Trumpf. Bis 29. September werden wir so viel umgarnt und gebusselt werden, dass uns Hören und Sehen vergeht, was nicht immer ein Nachteil sein muss in diesem Land. Beim Parteirat in Wieselburg hatte Andreas Babler am 26. April sein Wahlprogramm vorgestellt, der SPÖ-Vorsitzende will "mit Herz und Hirn" auf Stimmenfang gehen. Er ist nicht der Einzige, der ein Auge auf unser Zentralorgan geworfen hat."Die Nationalratswahlen als Blackbox "Kanzler Karl Nehammer hat ausgeschlossen, mit Herbert Kickl in eine Koalition zu gehen. Okay, glauben wir das einmal. Aber was ist, wenn Nehammer so grottig abschneidet, dass er am Wahlabend Geschichte ist? Gibt es dann Schwarz-Blau trotzdem? Mit Kickl und jemand anderen aus der Volkspartei? Mit Edtstadler ohne Kickl? Haben das die ÖVP-Wähler so gewollt? Oder hatten sie eher die Wiederbelebung der alten Großen Koalition im Hinterkopf?" Hier können Sie die Kopfnüsse als Newsletter abonnieren.Behalten Sie hier all unsere Podcasts im Überblick.Zuschriften richten sie bitte an: [email protected] 

May 6, 202411 min

S1 Ep 15# 15 2024 Die Reste aus beiden Welten

Zur Debatte über lecker: "Es gibt Menschen, die können bei der Zufuhr von Speisen lediglich zwischen fest und flüssig unterscheiden. Sie fühlen sich durch die Frage, wie etwas geschmeckt hat, schnell in die Enge gedrängt und nennen dann oft das, was sie zu sich genommen haben, "lecker". Reine Notwehr. Irgendwas müssen sie ja sagen. Wenn Europa jetzt tatsächlich zu einer Festung ausgebaut werden soll, dann hoffe ich, dass wenigstens ein paar Reihen Stacheldraht übrigbleiben, um "lecker" von weiterer Migration abzuhalten."Der Bedeutung der EU-Wahl: "Die Wahlen zum Europäischen Parlament aber haben heuer noch eine ganz andere Bedeutsamkeit: Sie werden das Stimmungsbild prägen und zwar für alle Parteien. Anhand des Ergebnisses wird darüber befunden werden, ob die Bäume für die FPÖ wirklich in den Himmel wachsen. Ob Andreas Babler die richtige Wahl für die SPÖ war. Ob nicht doch Karoline Edtstadler statt Karl Nehammer für die ÖVP in die Nationalratswahl gehen sollte. Ob die Grünen erneut abstürzen und die Neos ihr Leben lang bei acht Prozent bleiben."Bablers neues Motto: "Babler redete knapp über eine Stunde, präsentierte 24 Ideen, griff sich dabei immer wieder ans Herz, nicht um es neu zu justieren oder weil er schauen wollte, ob die Geldbörse noch da ist, sondern um das Motto des Tages zu unterstreichen. Die SPÖ will mit "Herz und Hirn" in die Wahl gehen. Das Loch im O wurde mit einem Herz ausgefüllt, die Ö-Stricherl schauen mich an wie zwei Augen. So wie Babler da adrett gescheitelt auf der Bühne stand und sich ans Herz griff, hätte er auch eine neue Singlebörse ins Leben rufen können, um später bei "2 Minuten 2 Millionen" ein paar Start-up-Fördergelder abzustauben. Das Logo hätte gut dazu gepasst." Hier können Sie die Kopfnüsse als Newsletter abonnieren.Behalten Sie hier all unsere Podcasts im Überblick.Zuschriften richten sie bitte an: [email protected] 

Apr 29, 202414 min

S1 Ep 14# 14 2024 Der Kanzler und seine Rätselrallye in die Mitte

Leerstandsabgaben sind der neue politische Heuler. Der Staat und die Länder kommen an Geld, aber eine neue Steuer wurde nicht eingeführt, weil es ist ja nur eine Abgabe. Die Regierung beschloss gemeinsam mit der SPÖ in der vergangenen Woche ein Verfassungsgesetz dazu und ich habe eine Frage: Warum ist ist die ÖVP da dabei?Ja, Leerstände sind ein Übel, der Wohnraum ist knapp und teuer, da kann eine Gebühr durchaus einen Lenkungseffekt haben. Aber ohne Zweifel handelt es sich um einen groben Eingriff in Eigentum und die Volkspartei empfand ich immer als Schutzmantelmadonna der Eigentümer, der Unternehmerinnen und Unternehmer, der Industrie, des Handels, der Wirtschaft, des Bürgertums, der Hausbesitzer. Sie stand und kämpfte für deren Interessen, das konnte man gut oder schlecht finden, aber ausgekannt hat man sich wenigstens. Was soll die potentielle Wählerschaft jetzt von einer Partei halten, die für dieselben Ziele kämpft wie etwa die Kommunisten?In Innsbruck gibt es schon eine Leerstandsabgabe. Der Bürgermeister schätzt, dass es in Innsbruck insgesamt 7.000 Wohnungen gibt, die dauerhaft leer stehen, immerhin fast neun Prozent. Bis 22. Februar hatten sich aber gerade einmal 23 Eigentümer dieser 7.000 Wohnungen gemeldet und sich zu Zahlungen bereit erklärt.Da wird das Messerverbot vielleicht erfolgreicher sein. Obwohl noch unklar ist, bis zu welcher Anzahl Messerstiche als Straftat gelten und ab wann als Akt der Traditionspflege. In einigen Wiener Bezirken werden sich mehr Menschen nun dem Waidwerk zuwenden, weil es ebenfalls das offene Tragen von Messern erlaubt. Wenn also die Polizei einen Verdächtigen stoppt, um ihn zu fragen: Wohin des Weges?", dann kann der Betroffene antworten: "Ich bin unterwegs in die Bucklige Welt auf eine Gams, Herr Sheriff." Das Exekutivorgan wird ihn dann wohl ziehen lassen müssen. Hier können Sie die Kopfnüsse als Newsletter abonnieren.Behalten Sie hier all unsere Podcasts im Überblick.Zuschriften richten sie bitte an: [email protected] 

Apr 23, 202417 min

S1 Ep 13#13 2024 "Fit mit Herbert" und andere Turnübungen

Die ablaufende Woche stürzte mich in ein Dilemma: Was tun mit den Vormittagen, jetzt, wo es "Fit mit Philipp" nicht mehr gibt? Ist ein Leben ohne Philipps "Sesseltag am Donnerstag" überhaupt vorstellbar? Ohne Treten auf der Stelle, die klassisch österreichische Alltagsübung? Ohne "Verwurzelung des rechten Beines", um mit dem linken die Balancefähigkeit des Körpers zu erspüren? Morgens um 9.09 Uhr in Österreich, statt Knoppers gibt es jetzt tote Hose.Da es mit "Fit mit Philipp" erst wieder am 29. April und dann auf Servus TV weitergeht und ich bis dahin nicht teigiger werden will als ich es jetzt schon bin, suchte ich nach einer pragmatischen Lösung für mein Vormittagsproblem und endete in einem Baumarkt. Ich gehe in Baumärkte ähnlich gern wie zum Zahnarzt, meine handwerkliche Begabung beschränkt sich auf das Ausräumen des Geschirrspülers.Dienstagabend schaute ich mir "Fit mit Gerhard" an. Innenminister Gerhard Karner war in der ZiB 2 zu Gast und hatte ein paar Dehnübungen mitgebracht, die selbst Philipp Jelinek außer Atem gebracht hätten. Auf die Vorhaltung von Armin Wolf, dass der FPÖ-Spionageskandal vielleicht gar kein FPÖ-Spionageskandal allein sein könnte, sondern auch ein ÖVP-Spionageskandal, da doch die ÖVP in den letzten 24 Jahren durchgehend den Innenminister gestellt habe – von der Kickl-Episode einmal abgesehen –, antwortete der Innenminister mit einem verbalen Spagat. Er sagte etwas zum nationalen Sicherheitsrat, der am selben Tag stattgefunden hatte, nämlich, dass er dazu nichts sagen könne Hier können Sie die Kopfnüsse als Newsletter abonnieren.Behalten Sie hier all unsere Podcasts im Überblick.Zuschriften richten sie bitte an: [email protected] 

Apr 15, 202413 min

S2 Ep 9Corona Tagebuch - Kapitel 9 - Unterwegs in den Lockdown

Das letzte Kapitel des ersten Corona-Tagebuches. Es ist so gekommen wie es Warner erwartet hatten. Österreich taumelt aus den Sommer hinein in den Herbst und es ist nichts vorbereitet. Nun steht der nächste Lockdown vor der Tür und die Regierung wird Zunehmens panisch und umkoordiniert. Kapitel 9 des 1. Corona-Tagebuchs heißt "Unterwegs in den Lockdown" und beschäftigt sich damit.Etwa mit der Corona-Ampel: "Die Corona-Ampel schlug ein wie eine Plombe. Wenn uns der Deutsche lobt, dann ist es um uns sowieso geschehen. Die „Bild“ jubelte über die „Ösi-Ampel“, forderte das auch für Deutschland ein, schrieb Österreich eine „Vorreiterrolle“ zu, es sei angemerkt, wir sind das auch bei den Infektionszahlen. Es gibt noch keine Verordnung, wie wir uns bei welcher Ampelfarbe zu verhalten haben, aber im juristisch freihändigen Radfahren sind wir sowieso Weltmeister. Jeder Freitag ist jetzt „Ampeltag“, kündigte Anschober an. Statt Sudokus lösen wir ab nun am Wochenende das Regierungsrätsel, was bedeuten könnte, was uns da präsentiert wurde. Wenn wir alles verstanden, ausgeführt und uns daran gewöhnt haben, kommen die Vorschriften neu und es beginnt von vorne."Oder dem Lockdown. "Um 10.30 Uhr tritt das „virologische Quartett“ heute Montag in voller Mannstärke an, um neue Verschärfungen einzumahnen, ORF II überträgt live. Zu erwarten ist wohl ein Mix aus Appellen und Maßnahmen, ich denke es wird zunächst einmal Sebastian Kurz vor einem zweiten Lockdon warnen, dann wird Werner Kogler vor einem zweiten Lockdown warnen, es wird ihn aber keiner verstehen, dann wird Rudolf Anschober vor einem zweiten Lockdown warnen und ein Taferl herzeigen und dann wird Karl Nehammer vor einem zweiten Lockdown warnen und gegebenenfalls anbieten, die Polizei zu schicken, wohin auch immer." Hier können Sie die Kopfnüsse als Newsletter abonnieren.Behalten Sie hier all unsere Podcasts im Überblick.Zuschriften richten sie bitte an: [email protected] 

Apr 13, 202427 min

S2 Ep 8Corona Tagebuch - Kapitel 8 - Sommermärchen ohne Happy End

Wir erleben einen Sommer der relativen Sorglosigkeit. Aber Corona ist nicht weg, nur selbst auf Urlaub. In der Euphorie darüber vergessen wir auf Planungen für den Herbst und das rächt sich. Kapitel 8 des 1. Corona-Tagebuchs heißt "Tage der Öffnung" und beschäftigt sich damit.Über fehlende Pläne: "Die Informationspolitik der Regierung scheint grundsätzlich etwas in Richtung Originalität zu metamorphosen. Als wir Donnerstag im Bildungsministerium anriefen, wie es denn um die Herbstpläne für die Schule stünde, bekamen wir eine verblüffende Antwort. Heinz Faßmann werde sich Montag in einer Pressekonferenz dazu erklären. Allerdings werde er schon Sonntagabend in die ZiB 2 gehen, um zu erklären, was er am Montag erklären will. Weil am Montag nämlich „Sommergespräche“ stattfinden, sind alle Stühle der ZiB 2 besetzt, folglich keiner für den Minister frei. Deshalb verlegte Faßmann seinen Auftritt einen Tag nach vorne. Nur falls jemand glaubt, Verlautbarungen dieser Art und Güte würden sich nach dem Informationsbedürfnis der Bevölkerung richten."Und einen Kanzler, der wieder da ist: "Zur Einstimmung ging der Kanzler mit dem Bundespräsidenten zum Heurigen, man bürstelte angeblich Weißwein und völlerte Schweinsbraten, auf den Fotos sah es eher aus als würde sich der Schwiegersohn der Familie seiner Braut vorstellen. Nachdem man die Bilder in den Medien unterbracht hatte, folgten Fotos aus dem Schweizerhaus. Sie zeigten den Kanzler mit ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian und Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer, die alte Sozialpartnerschaft, da war sie wieder, man könnte Tränen in den Augen haben. Diesmal stand Bier am Tisch, man prostete einander zu. Kurz trinkt eigentlich kein Bier, vielleicht hat er es in den Kies geschüttet, nachdem der Fotograf, den er selbst einbestellt hatte, gegangen war." Hier können Sie die Kopfnüsse als Newsletter abonnieren.Behalten Sie hier all unsere Podcasts im Überblick.Zuschriften richten sie bitte an: [email protected] 

Apr 13, 202427 min

S2 Ep 7Corona Tagebuch - Kapitel 7 - Auf Schlingerkurs

Einsperren war ja noch leicht, aber was mutet die Regierung der Bevölkerung nun zu? Wie ist das mit dem Sommerurlaub, den Kontaktverboten, dem Partymachen? Kapitel 7 des 1. Corona-Tagebuchs heißt "Auf Schlingerkurs" beschäftigt sich damit.Etwa mit dem Sommer 2020: "Hat Liechtenstein eigentlich einen Strand? Ich frage nur, denn dort dürfen wir jetzt hin, wirklich, ich habe Tränen in den Augen. Vaduz im Sommer, wer träumt nicht davon? Wir sitzen am Rheinufer, Schutzmasken auf, bräunen unser halbes Gesicht, am Abend sehen wir aus wie Hannibal Lecter. Die Regierung beendete am Mittwoch etwas zögerlich unsere Gatterhaltung, in sieben Länder dürfen wir ab jetzt ausreisen, ohne an der Grenze eine grenzwertige Untersuchung über uns ergehen lassen zu müssen. Deutschland, Liechtenstein, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn, nicht gerade die Perlen der Karibik, aber wir sind bescheiden geworden in unseren Ansprüchen, wenn wir uns solche überhaupt noch leisten können."Oder der Corona-App: "Dabei ist unsere App viel lustiger als die von den Deutschen, wir verwenden nämlich Tiernamen. Beim nämlichen Abendessen saß ich plötzlich an einem Tisch mit „Igel 35“, „Fuchs 08“, „Bache 68“ und „Katze 46“. Die Codes werden auch bei uns automatisch vergeben und wechseln bei jedem Log-in, aber immer bestehen sie aus einer Kombination aus einem Tiernamen und zwei Ziffern. Dafür gibt es keinen besonderen Grund, verrät das „Rote Kreuz“, das die App managt. Also es gibt schon einen Grund und der ist zutiefst österreichisch, er lautet nämlich „Spaß“. Die Entwickler machten sich eine Gaudi, sie entschlossen sich, nicht „AE35XYß_g“ mit „Op32–7go_9“ zu verbinden, sondern „Esel 12“ mit „Schakal 34“. Nett, oder?" Hier können Sie die Kopfnüsse als Newsletter abonnieren.Behalten Sie hier all unsere Podcasts im Überblick.Zuschriften richten sie bitte an: [email protected] 

Apr 13, 202426 min

S2 Ep 6Corona Tagebuch - Kapitel 6 - Raus aus der Krise

Österreich taumelt langsam Richtung Sommer. Es gibt zaghafte Öffnungen, aber noch Sperrstunden und Kontaktbeschränkungen. Kapitel 6 des 1. Corona-Tagebuchs heißt "Raus aus der Krise" und beschäftigt sich mit einem Land im Umbruch. Das zeigte sich so:Der Kanzler besucht das Kleinwalsertag: "Auch Corona ist ihnen ziemlich blunzn und deshalb trat nicht ein, was der Bürgermeister angekündigt hatte, dass nämlich „die Talbevölkerung keinen persönlichen Kontakt“ mit dem Kanzler haben werde, im Gegenteil sie hatte sogar sehr viel Kontakt mit Kurz, mehr als diesem lieb war. An die 100 Menschen versammelten sich und johlten und jubelten dem neuen Kreisky zu, der politisch ohnehin besser ins Land passte als der einstige Sonnenkönig aus Wien. Viele kamen in Tracht, hielten Schilder hoch und Transparente mit roten Herzen darauf und liebgemeinten Sprüchen, sie standen so dicht an dicht, dass man dachte, hier will man Ischgl nachspielen. „Kitzloch“, in der Open-Air-Version halt."Und der Bundespräsident schnalzt die Sperrstunde: "Ich denke es war so: Der Bundespräsident hatte das Costolette d’agnello con demi-glacé rosmarino e contorno (26,50 Euro) links liegen lassen und sich für Coda di rospo alla Porto Fino (32,50 Euro) entschieden. Als er dann mitten in den Fragole con mascarpone o gelato limone war, rückte 23 Uhr näher. Alexander Van der Bellen war schon den ganzen Abend über nachdenklich gewesen, nicht so euphorisch, aufgekratzt und über die Maßen heiter gestimmt wie sonst immer." Hier können Sie die Kopfnüsse als Newsletter abonnieren.Behalten Sie hier all unsere Podcasts im Überblick.Zuschriften richten sie bitte an: [email protected] 

Apr 13, 202427 min

S2 Ep 5Corona Tagebuch - Kapitel 5 - Trügerische Stille

Seit Mitte März 2020 ist Österreich im Lockdown, weitgehend alles hat zu, die Lokale, die Schulen, sogar die Bundesgärten. Die Regierung plant nun eine schrittweise Öffnung. Kapitel 5 des 1. Corona-Tagebuchs heißt "Trügerische Stille" und beschäftigt sich damit.Etwa den Schulöffnungen: Der gestaffelte Unterrichtsbeginn soll aber nicht das Einzige sein, was gestaffelt wird. Stand jetzt überlegt das Ministerium, auch die Klassen zu teilen. Teil A soll von Montag bis Mittwoch in die Schule gehen, Teil B von Donnerstag bis Freitag. Wenn sie jetzt einwenden, dass es Teil B besser erwischt, weil Donnerstag und Freitag zwei Tage sind und nicht drei, was sich selbst nach sechs Wochen Home-Schooling noch einigermaßen gut errechnen lässt, dann muss ich entgegnen, dass das Ministerium natürlich daran gedacht hat. Die Woche darauf wird alles umgedreht, dann geht Teil B von Montag bis Mittwoch in die Schule, Teil A Donnerstag und Freitag."Oder den Restaurant-Öffnungen: "Als erstes sprach der Kanzler, er hielt sich auffallend knapp. Schon im ersten Satz brachte er alle wesentlichen Botschaften unter („Wirtschaft hochfahren“, „schneller als andere“, „Normalität“, die diesmal ohne „neue“ auskommen musste). Frei nach Erwin Ringel nannte er die Gastronomie einen „Teil der österreichischen Seele“, anatomisch gesehen ist also das Schnitzel ein DNA-Baustein und Uhudler einer unserer Körpersäfte, wir hatten das immer schon so vermutet. Für die „österreichische Seele“ wurde ein Hilfspaket geschnürt, das Kurz „Wirtshauspaket“ nannte. Es hat ein Volumen von 500 Millionen Euro. Ich weiß nicht, ob das viel oder wenig Brösel sind, man müsste das auf Schnitzel umrechnen." Hier können Sie die Kopfnüsse als Newsletter abonnieren.Behalten Sie hier all unsere Podcasts im Überblick.Zuschriften richten sie bitte an: [email protected] 

Apr 13, 202428 min

S2 Ep 4Corona Tagebuch - Kapitel 4 - Tage der Öffnung

Seit Mitte März 2020 ist Österreich im Lockdown, weitgehend alles hat zu, die Lokale, die Schulen, sogar die Bundesgärten. Nun überlegt die Regierung, wie sie aus dieser Situation herauskommt. Kapitel 4 des 1. Corona-Tagebuchs heißt "Tage der Öffnung" und beschäftigt sich damit.Etwa mit dem Hausverstand: "Zum Glück wurde Kogler bald konkreter, es fiel das Wort, das diesen Vormittag bestimmen sollte, es lautete „Hausverstand“. Die Regierung hat offenbar aufgegeben, Sachverhalte in Gesetze oder Verordnungen oder Erlässe zu verpacken, das ist ja doch nur Wegwerfware. Sie setzt jetzt auf Schwarmintelligenz. „Wir gehen vom Hausverstand aus und von der Logik,“ sagte Kogler und betrat dann gefährliches Terrain in diesem Land. Oder dem Hausverstand: "Man sollte auch diagonal versetzt rennen und nicht hintereinander, empfahl der Sportminister, weil der Vordere habe ein anderes Ausatemverhalten, der Hintere ein anderes Einatemverhalten. Hoffentlich wechseln die sich ab, sonst liegen demnächst auf den Joggingstrecken lauter Bewusstlose herum. Jedenfalls empfahl der Vizekanzler „rechtzeitig auszuscheren, wenn sie einen anderen überholen, damit man wieder auf einen diagonalen Abstand kommt". Der „Hausverstand“, sie erinnern sich." Hier können Sie die Kopfnüsse als Newsletter abonnieren.Behalten Sie hier all unsere Podcasts im Überblick.Zuschriften richten sie bitte an: [email protected] 

Apr 13, 202425 min

S1 Ep 12#12 2024 James Bond in Kärnten, "Rocky" Nehammer in Paris

"Als Filmland wären wir eine kostengünstige Alternative zu Hollywood. Netflix könnte an bestimmten Orten dauerhaft Kameras aufstellen und sie 24 Stunden mitlaufen lassen, um zu sehen, was so passiert. Oder Autos durch die Gegend schicken wie Google. Alle paar Tage lässt sich was Neues einfangen, wir haben mittlerweile eine größere Dichte an Skandalen als ein durchschnittliches Königshaus. Was Affären betrifft, machen wir jede Mission Possible."Die Kopfnüsse widmen sich in dieser Woche den neuesten Errungenschaften Österreichs im genannten Bereich, einem Spionagefall, der das Zeug hat, die Republik aus den Angeln zu heben. Wieder einmal. Schauplatz ist auch Niederösterreich. "Vor vielen Monaten habe ich mich einmal in einer Kolumne über das vermeintliche Hoppala auf der "Garten Tulln" lustig gemacht. 2017 war ein Boot auf der Messe gekentert, weil es die Ehefrau des derzeitigen Kanzlers – wohl nicht allein unter der Einwirkung von Frucade – in zu starke Schaukelbewegungen versetzt hatte. Das Unglück endete nicht ähnlich tragisch wie die Schiffskatastrophe der Titanic, alle erreichten das rettende Ufer verletzungsfrei, drei Handys aber nicht. Die plumpsten ins Wasser, darunter das Smartphone von Michael Kloibmüller, ehemals Kabinettschef im Innenministerium.Die drei Telefone wurden nicht einfach so trockengerubbelt, also schon, aber bei der Gelegenheit saugte man die Daten ab und schickte sie nach Russland weiter, ein bisschen verteilte man sie auch im Land. Aus dieser Wasserwelt katapultiert sich nun ein Spionageskandal heraus, so groß und rund und fett wie in Wal, er wird mutmaßlich die Republik noch heftiger nass machen, wenn er sich einmal richtig in den Ozean fallen lassen hat. An diesem Punkt stehen wir jetzt, wir warten auf den Aufprall, und es tun sich viele Fragen auf." Hier können Sie die Kopfnüsse als Newsletter abonnieren.Behalten Sie hier all unsere Podcasts im Überblick.Zuschriften richten sie bitte an: [email protected] 

Apr 8, 202411 min

S1 Ep 11#11 2024 Österreichs Leidenstour zur Leitkultur

Am Karsamstag beobachtete ich mittags ein Paar, dass in einem Gastgarten eine Pizza Funghi und eine Pizza Tonno bestellt hatte. Mitten im Wegputzen fragte der Mann seine Partnerin: "Was werden wir eigentlich heute am Abend essen?" Aus diesem Umstand heraus ergibt sich der erste Satz unserer künftigen Leitkultur-Verfassung fast von selbst: Ein echter Österreicher ist stets gut bei Appetit.Susanne Raab, Ministerin für dies und das, hat von Kanzler Karl Nehammer den Auftrag bekommen, eine neue Leitkultur für das Land zu entwickeln. Es fand eine erste Sitzung eines "Expertenrates" dazu statt. Aber die ÖVP wollte das Ergebnis der Beratungen nicht abwarten, sondern pflasterte das Internet schon die Karwoche über mit Sujets voll, um ihre Vorstellungen einer Leitkultur zu präzisieren. Auf einem der Werbemittel waren Männer in Tracht zu sehen, die einen Maibaum in die Höhe hoben, der Text dazu lautete: "Tradition statt Multikulti". Den etwas windschiefen Satz "Wer glaubt, einer Frau nicht die Hand zu geben, weil sie 'unrein' ist, der muss gehen", hat die ÖVP auf ihre Instagramseite gestellt. Sprachliche Unreinheiten sollen offenbar keine Abschiebungen nach sich ziehen, ich nehme das mit einer gewissen Erleichterung zur Kenntnis.Tirol wiederum bat ein paar Agenturen, sich über ein neues Tourismus-Leitbild Gedanken zu machen, eine der Ideen tauchte diese Woche auf Social Media auf: eine Familie, die vor einer malerischen Bergkulisse lauthals rülpst. Was dann passierte, erfahren Sie im Podcast. Hier können Sie die Kopfnüsse als Newsletter abonnieren.Behalten Sie hier all unsere Podcasts im Überblick.Zuschriften richten sie bitte an: [email protected] 

Apr 2, 202412 min

S1 Ep 10#10 2024 Die Dirndl-Kommunisten und die Babler-Exorzisten

Die Kopfnüsse testeten diesmal aus, wie nett der Wahlkampf in Salzburg wirklich war. Die beiden Kandidaten, Bernhard Auinger (SPÖ) und Kay-Michael Dankl (KPÖ), wurden gebeten, fünf Gründe zu nennen, warum jemand sie und nicht den jeweils anderen wählen sollte. Und sieht da, die beiden übermittelten nette Antworten. Der rote Kandidat schickte mir seine fünf Gründe mit ein paar Smileys dekoriert, der dunkelrote Kandidat meldete sich per SMS und fragte, ob es eh nicht zu spät wäre, wenn er die Antworten erst in einer Stunde schickt. Nett, oder?Keiner würdigte den anderen herab, der Kay nicht den Bernhard und der Bernhard nicht den Kay. Also, Auinger hätte ja schreiben können: "Die Brillenschlange mit dem Danklblick wollt's ihr echt als Bürgermeister haben? Ernsthaft? Ein Kummerl im Strickpulli von der Omi? Seid's ihr auf einer Mozartkugel ausgerutscht?" Und Dankl: "Der O'zwickte soll besser sein als ich? Der kriegt bei den Osterfestspielen noch ohne Ausweis Kinderkarten, politisch ist der ein Leichtgewicht, was in der SPÖ gar nicht mehr so einfach ist."Es geht aber nicht überall so nett zu wie in Salzburg. Um in den Nationalrat zu kommen, muss man in der SPÖ an wählbarer Stelle auf einer der drei Parteilisten stehen, der Bundesliste, der Landesliste oder der Regionalwahlliste. In ist, wer drin ist. Am Montag der ablaufenden Woche stellte Wien seine Landesliste und seine Regionalwahlliste vor und siehe da, alle, die sich für Andreas Babler ins Zeug geworfen hatten, finden sich unter ferner liefen. Das kann natürlich Zufall sein, eher aber ist es "eine Machtdemonstration der Wiener gegenüber Babler", wie mir ein mit der Materie Vertrauter sagte, und ich war nicht einmal überrascht. Hier können Sie die Kopfnüsse als Newsletter abonnieren.Behalten Sie hier all unsere Podcasts im Überblick.Zuschriften richten sie bitte an: [email protected] 

Mar 25, 202412 min

S1 Ep 9#9 2024: Die dankelmütige Republik und ihre verlorene Mitte

In dieser unsicheren politischen Landschaft haben die Neos eine Idee: ein "Chancenkonto für Junge" soll her, das jedem 18-Jährigen ein Startkapital von 25.000 Euro als "Grunderbe" zur Verfügung stellt. "Es wird vermutlich so enden, dass dieses "Grunderbe" eingeführt wird, aber für alle gilt. Es wird Zuschläge und Abschläge geben und eine Art COFAG wird den Vorgang abwickeln. Das Geld wird überwiesen werden, aber auch als Schnitzelgutschein zu beziehen sein. Die 70-Jährigen werden zum Wirten ums Eck gehen und sich mit ihrem "Grunderbe" ein Chancenkonto“ auf 1.500 Bröselteppiche eröffnen. Es wird gut investiertes Geld sein.Da wäre auch noch der Kanzler, er weilte in Ägypten, die EU wollte ein Migrationsabkommen unterzeichnen, neben Karl Nehammer waren etwa auch Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen und Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni zugegen. Der Kanzler brachte seine Mission in einem medialen Doppelschlag unter die Leute. "Exklusiv für alle mitreisenden Medien" wurden zwei Sperrfristen verhängt. Neigungsgruppe 1 („APA, Online-Medien, TV, Radio“) durften ab Samstag, 7 Uhr früh, berichten, Neigungsgruppe 2 („die Tageszeitungen“) in ihren Sonntagsausgaben.Und natürlich Kay-Michael Danken, der Kommunist am Sprung zum Bürgermeister. Dürfen im Supermarkt dann nur mehr dunkelrote Ostereier verkauft werden? Gibt es am Gründonnerstag keinen Cremespinat mehr, sondern Borschtsch? Schiebt Dankl bei der Auferstehung der Kommunisten den schweren Stein beiseite, fährt aber dann nicht in den Himmel auf, sondern zieht ins Bürgermeisterbüro? Fragen über Fragen. Hier können Sie die Kopfnüsse als Newsletter abonnieren.Behalten Sie hier all unsere Podcasts im Überblick.Zuschriften richten sie bitte an: [email protected] 

Mar 18, 202413 min

S1 Ep 8#8 2024: Wie der Kanzler zu einem 300-Kilo-Schreibtisch kam

Auch originell: Digital-Staatssekretär Florian Tursky tritt abrupt zurück. Und ausgerechnet dann funktioniert auf der Webseite des Kanzleramts und auf Facebook der Stream nicht. Vielleicht sollten wir uns das mit dem Digitalen noch einmal überlegen. Doch im Zentrum dieser Erzählung steht ein 300 Kilo schwerer Schreibtisch, dessen Geschichte Sie vielleicht rühren könnte. Ursprünglich im Kreiskyzimmer platziert, das tatsächlich Figlzimmer heißt, wurde dieser Schreibtisch von Sebastian Kurz entfernt, nur um durch Karl Nehammer wieder in Amt und Würden zurückzukehren. Die politische Szene Österreichs wird weiter durch die skurrilen Vorgänge um die Parlamentsausschüsse bereichert, die sich in einem elegant neu gestalteten Raum treffen, dessen Atmosphäre fernab des Alltags vieler Bürger scheint. Der Einsatz eines Paravents, um Journalisten von Politikern abzuschirmen, fügt der Geschichte eine weitere kuriose Note hinzu. Hier können Sie die Kopfnüsse als Newsletter abonnieren.Behalten Sie hier all unsere Podcasts im Überblick.Zuschriften richten sie bitte an: [email protected] 

Mar 12, 202412 min

S1 Ep 7#7 2024: Ciao mit Au: Das Lorenz Böhler-Protokoll

"Ciao mit Au: Das Lorenz Böhler-Protokoll" entfaltet eine spannende Erzählung rund um gesellschaftspolitische Veränderungen in Wien, die durch die bevorstehende Nationalratswahl und die Schließung eines wichtigen Spitals, dem Lorenz Böhler Krankenhaus, geprägt sein könnten. Zu Beginn wird ein launiger Briefwechsel zwischen Österreichs Vizekanzler Werner Kogler und der niederösterreichischen Landeshauptfrau Johanne Mikl-Leitner geschildert. Es geht um Maßnahmen, um die zunehmende Bodenversiegelung im Land zu bremsen.Die Handlung verwebt geschickt die politischen Ambitionen und persönlichen Geschichten der beteiligten Akteure, von Johanna Mikl-Leitner über den Kogler bis hin zu den Mitarbeitern und Patienten des Lorenz Böhler Krankenhauses. Diese Charaktere finden sich inmitten eines komplexen Geflechts aus politischen Ränkespielen, gesellschaftlichem Wandel und den alltäglichen Sorgen und Nöten der Wiener Bevölkerung wieder. Die Erzählung beleuchtet dabei sowohl die makropolitischen Diskurse Österreichs als auch die mikropolitischen Dynamiken innerhalb Wiens, wodurch ein vielschichtiges Bild der aktuellen gesellschaftlichen Verhältnisse entsteht.Die Schließung des Lorenz Böhler Krankenhauses dient als katalytisches Ereignis, das nicht nur die Schwächen im Gesundheitssystem aufzeigt, sondern auch weitreichende Fragen nach der Zukunft der städtischen und regionalen Entwicklung, des Umweltschutzes und der sozialen Gerechtigkeit aufwirft. Die daraus resultierenden Spannungen und Konflikte werden zum Prüfstein für die politischen und sozialen Werte der beteiligten Personen und Institutionen. Mit einem feinen Gespür für die politischen und menschlichen Untertöne Wiens entwirft der Text ein fesselndes Szenario, das die Leserinnen und Leser dazu einlädt, tiefer in die komplexen Verflechtungen von Macht, Verantwortung und Gemeinwohl einzutauchen. Hier können Sie die Kopfnüsse als Newsletter abonnieren.Behalten Sie hier all unsere Podcasts im Überblick.Zuschriften richten sie bitte an: [email protected] 

Mar 4, 202415 min

S1 Ep 6#6 2024 Rendi-Wagner: Ihr geheimes Vermächtnis

Virologie-Star Krammer leitet Wiens neues InfektionsinstitutWien, die Stadt der Musik, der Kultur und... der Virologie? Jawohl, meine Damen und Herren, halten Sie Ihre Immunsysteme bereit, denn ein Star der Virologie zieht es in die Donaumetropole. Der steirische Impfstoffexperte Florian Krammer, der in New York gegen Grippe und andere Viren kämpfte, übernimmt nun die Leitung des neuen "Ignaz Semmelweis Instituts für Infektionsforschung" in Wien. Ein Coup für die Wissenschaft, ein Glücksfall für Österreich.Und während die Wissenschaft brilliert, erlebt das Bundesheer eine modische Revolution. Schluss mit dem altmodischen Rexgummi an den Hosenenden! Die Soldaten dürfen nun ihre Beinkleider frei schwingen lassen, es sei denn, Witterung oder Ungeziefer verlangen nach dem traditionellen Abschluss. Ein kleiner Schritt für die Menschheit, ein großer für die Beinfreiheit unserer Truppen.Aber nicht nur die Wissenschaft und das Militär sorgen für Gesprächsstoff. Die Politik? Nun, sie bietet das gewohnte Bild: Energiegeladen, aber nicht unbedingt positiv. Die ehemalige SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner hat sich aus den politischen Grabenkämpfen zurückgezogen und taucht nun wieder auf – mit einem neuen Job an der Wiener MedUni und bald als Direktorin des "European Centre for Disease Prevention and Control" in Stockholm. Ein beeindruckendes Comeback.So kocht das Leben in der Alpenrepublik weiter, mit all seinen Wendungen und Überraschungen. Und während wir auf die nächsten politischen Kapriolen warten, genießen wir die kleinen Siege der Wissenschaft und des Alltags – sei es in der Forschung oder in der Frage, wie man seine Hosen trägt. Bleiben Sie gespannt, Wien hat immer eine Überraschung parat. Hier können Sie die Kopfnüsse als Newsletter abonnieren.Behalten Sie hier all unsere Podcasts im Überblick.Zuschriften richten sie bitte an: [email protected] 

Mar 3, 202415 min

S2 Ep 3Corona Tagebuch - Kapitel 3 - Höhenflüge und Abstürze

Entdecken Sie in "Corona-Kopfnüsse, Kapitel 3: Höhenflüge und Abstürze" humorvolle Anekdoten und kritische Betrachtungen über die ersten Phasen der Pandemie in Österreich. Von der Maskenpflicht bis zur Einführung des "Babyelefanten" als Maßeinheit für soziale Distanzierung – dieses Tagebuch zeichnet ein satirisches Bild der Gesellschaft im Umgang mit der Krise. Ideal für Leser, die nach einer humorvollen Reflexion dieser außergewöhnlichen Zeit suchen. Hier können Sie die Kopfnüsse als Newsletter abonnieren.Behalten Sie hier all unsere Podcasts im Überblick.Zuschriften richten sie bitte an: [email protected] 

Mar 3, 202423 min

S2 Ep 2Corona Tagebuch - Kapitel 2 - Alles sperrt zu

Tauchen Sie ein in "Corona-Kopfnüsse, Kapitel 2: Österreich sperrt zu" – eine fesselnde Fortsetzung des satirischen Tagebuchs, das den ersten Lockdown Österreichs beleuchtet. Entdecken Sie humorvolle Reflexionen über die abrupten Veränderungen des täglichen Lebens, die Jagd nach Klopapier und die einzigartigen menschlichen Reaktionen auf die Pandemie. Ein Muss für alle, die einen humorvollen Blick auf ernste Ereignisse schätzen. Hier können Sie die Kopfnüsse als Newsletter abonnieren.Behalten Sie hier all unsere Podcasts im Überblick.Zuschriften richten sie bitte an: [email protected] 

Mar 3, 202422 min

S2 Ep 1Corona Tagebuch - Kapitel 1 - Wie alles begann

Entdecken Sie "Corona-Kopfnüsse – Tagebuch einer Pandemie", eine satirische Reihe, die die COVID-19-Pandemie in Österreich durch humorvolle und kritische Augen betrachtet. In Kapitel 1: Von ersten Fiebermessungen am Flughafen bis hin zu politischen Reaktionen und Alltagsveränderungen – diese Sammlung bietet einen einzigartigen Rückblick auf die dunklen, aber auch hoffnungsvollen Momente der Krise. Ideal für alle, die einen humorvollen Rückblick auf ernste Zeiten schätzen. Hier können Sie die Kopfnüsse als Newsletter abonnieren.Behalten Sie hier all unsere Podcasts im Überblick.Zuschriften richten sie bitte an: [email protected] 

Mar 3, 202426 min

S1 Ep 5#5 2024 Wie die SPÖ Andreas Babler rendi-wagnerisierte

Opernball-Rauchalarm und Polit-Flüstertöne in WienIn der Wiener Staatsoper knisterte es nicht nur vor Spannung, sondern auch vor Rauch – und das wortwörtlich! Bei der diesjährigen Opernballnacht sorgten ein paar grauhaarige Buben, die es wohl vorzogen, auf dem stillen Örtchen zu qualmen, für einen Einsatz der Feuerwehr. Kein Tatütata von außen; die Feuerwehrler sprinteten nur ein paar Etagen hoch, denn im Keller der Oper wartet bereits eine eigene Wache. Ob Ex-Außenminister Alexander Schallenberg zu den Rauchenden gehörte? Sein Ball-Umfeld winkt ab: Keine Bestätigung, keine Begleitung bei etwaigen Klo-Gängen.Währenddessen feierte Johanna Mikl-Leitner, die Landeshauptfrau von Niederösterreich, ihren 60. Geburtstag – und das gleich vier Tage lang! In Klosterneuburg, wo sie nicht nur einen Tunnel, sondern auch eine rauschende Fete ihr Eigen nennt, ließ sie es krachen. Die Feier war gespickt mit Prominenz und die Kosten? Nun, darüber spricht man nicht... oder zumindest nicht gerne.Und während sich die SPÖ mit Aschermittwochsreden und parteiinternen Querelen beschäftigt, brodelt es im Hintergrund weiter. Die Partei, die sich scheinbar lieber mit sich selbst als mit der Oppositionsarbeit befasst, könnte bald schon wieder eine neue Führungsspitze suchen. Ob Andreas Babler, der aktuelle Chef, den Stuhl räumen muss? Die Gerüchteküche brodelt, aber fest steht nur: Die SPÖ ist im Umbruch.Zum Abschluss noch ein Blick auf die Qualität des Journalismus: Da wird hinter den Kulissen gewühlt, es werden Mails verschickt und Vorwürfe erhoben. Doch wenn es um die Veröffentlichung einer klaren Stellungnahme geht, scheint plötzlich der Mut zu fehlen. Die große Aufregung um eine mögliche Beeinflussung durch den Investor Michael Tojner? Verpufft wie eine Seifenblase – ohne Konsequenzen, ohne Klarheit.So tanzt Wien zwischen Rauchschwaden und Geburtstagskerzen, zwischen Politgeflüster und journalistischen Scharmützeln. Ein wahrhaft bunter Reigen, der das Herz der Donaumetropole zum Schlagen bringt. Prost, Mahlzeit und auf eine neue Woche voller Geschichten und Skandälchen! Hier können Sie die Kopfnüsse als Newsletter abonnieren.Behalten Sie hier all unsere Podcasts im Überblick.Zuschriften richten sie bitte an: [email protected] 

Mar 3, 202418 min

S1 Ep 4#4 2024 Wann geht der SPÖ endlich ein Licht auf?

Ein Wort, ein Anruf, politisches Beben: Österreichs kuriose KapriolenEin Wort, ein Schicksal: "Dieser". So beginnt eine Geschichte, die hätte sein können – eine literarische Sensation, ein neuer Handke vielleicht? Doch das Schicksal wollte es anders. Ein Autor, der vor einem leeren Word-Dokument saß, nur dieses eine Wort tippte und dann... Stille. Die große Idee blieb aus, die Seiten leer. Ein Missgeschick, ein Hoppala, das uns lehrt: Manchmal ist weniger eben nicht mehr.Und dann der Anruf, der alles änderte. Ein Tippfehler in der Hitze des Gefechts – statt des IT-Spezialisten war plötzlich ein bekannter Nachrichtensprecher am anderen Ende der Leitung. Verwirrung auf beiden Seiten, ein kurzes, irritierendes Gespräch ohne Lösung. Ein Missverständnis, das uns schmunzeln lässt: Nicht jeder Tarek ist gleich IT-affin.In der Zwischenzeit, fernab der Tastatur, braut sich etwas zusammen. Die Bierpartei, ein politisches Phänomen, das den Durst nach Veränderung stillen will. Eine Versammlung im "Schutzhaus Zukunft auf der Schmelz" – ein Ort, der Geschichte schreibt und vielleicht auch die politische Landschaft Österreichs neu formt. Hier wird nicht nur gesudert, hier wird gemacht. Oder etwa doch nicht? Das Ziel: Einzug in alle Regionalwahlkreise. Die Strategie: Vage bleiben, den Alltagsfrust wegspülen, die Verdrossenen auffangen.Währenddessen bleibt die SPÖ unsichtbar, die Warnlampen im Maschinenraum blinken. Die Konkurrenz schläft nicht, und die Sozialdemokraten? Sie debattieren intern über ihre Zukunft, während draußen die Welt weiterdreht. Ein Superwahljahr, und die SPÖ scheint den Anschluss zu verlieren. Ein Weckruf, ein Rütteln an den Grundfesten – wird es reichen, um die Partei wieder flugfähig zu machen?Ein Wort, ein Anruf, eine Partei – kleine Momente, die Großes bewirken können. Oder eben auch nicht. Bleiben Sie dran, liebe Leser, denn das politische Kabarett Österreichs liefert Stoff für Geschichten, die manchmal so skurril sind, dass sie nur das Leben schreiben kann. Prost, Mahlzeit und auf ein Neues! Hier können Sie die Kopfnüsse als Newsletter abonnieren.Behalten Sie hier all unsere Podcasts im Überblick.Zuschriften richten sie bitte an: [email protected] 

Mar 3, 202416 min

S1 Ep 3#3 2024 Küsse, Kickl & koffeinfreier Kaffee

Kaffeehausdebatte trifft Politik: Österreichs Bildung im FokusKaffeehauskultur und Bildungspolitik, ein Wiener Kaffeehaus als Bühne für charmante Wortgefechte und zugleich ein Spiegel österreichischer Eigenheiten. Dort, wo der Wunsch nach einer Melange ohne Koffein nicht nur Verwunderung, sondern auch eine humorvolle Anekdote des Kellners nach sich zieht. Es ist die Welt, in der die Milchfrage – stammt sie von der Kuh oder gar vom Schwein – zu einem Schmunzeln führt und zugleich die Bildungslücken unserer Gesellschaft aufzeigt.Im politischen Wien hingegen, wo der Kanzler seine Visionen für Österreich skizziert, scheint der Bildungssektor eher koffeinfrei. Der "Österreichplan" von Karl Nehammer, präsentiert in Wels, dem "New Jersey von Linz", wirkt wenig inspirierend, eher eine Liste von Maßnahmen ohne echte Vision. Währenddessen kämpft die ÖVP mit organisatorischen Pannen und einer Überschätzung des Publikumsinteresses – ein Wahlkampfauftakt, der eher nach einer Helene Fischer-Tournee anmutet.Die SPÖ wiederum scheint in ihrer eigenen Welt zu verweilen, sucht nach einer Antwort auf die Kanzlerrede und bemüht sich um Disziplin und Fokus. In einem Wahlkampf, der Bilder von Brechstangen und Fäkalsprache in den Köpfen erzeugt, bleibt die Frage: Wer wird die Herzen der Wähler erobern können?Währenddessen dreht sich das Wiener Kaffeehauskarussell weiter, serviert Melangen – klassisch oder entkoffeiniert – und bleibt ein Ort, an dem die Seele Österreichs in jeder Tasse Kaffee zu spüren ist. Ein wunderbarer Sonntag wünscht sich von selbst, in einem Land, das zwischen Tradition und Moderne, zwischen Kaffeehaus und Kanzleramt, seinen eigenen Weg sucht. Hier können Sie die Kopfnüsse als Newsletter abonnieren.Behalten Sie hier all unsere Podcasts im Überblick.Zuschriften richten sie bitte an: [email protected] 

Mar 3, 202417 min

S1 Ep 2#2 2024 Bierparty oder Schnapsidee?

"Rotzpipn-Eklat und Wahlkampf-Strategien: Österreichs Politbühne brodelt"In der politischen Bühne Österreichs scheint das Spiel der Worte manchmal mehr zu wiegen als die Taten. Wie ein Echo aus Kindertagen, als das Wort "Rotzpipn" noch als liebevolle Rüge durchgehen konnte, hallte es kürzlich durch die Grazer Politik. Die KPÖ-Bürgermeisterin Elke Kahr ließ sich zu diesem Ausdruck hinreißen, als sie einen ÖVP-Mandatar bedachte – ein Ausrutscher, der dank eines offenen Mikros zum Stadtgespräch avancierte.Währenddessen brodelte es in der ÖVP, wo man sich nicht entscheiden konnte, ob man den Wahlgenuss bis zum Herbst auskosten oder den politischen Speiseplan schon früher neu auflegen soll. Die Diskussionen blieben ergebnislos, und es bleibt die Frage im Raum: Wer gibt bei der ÖVP den Ton an?Andererseits wurde die politische Landschaft durch die Ankündigung des Bierpartei-Chefs Dominik Wlazny, alias Marco Pogo, aufgerüttelt, bei der Nationalratswahl anzutreten. Ein Vorhaben, das bei manchen für Stirnrunzeln sorgt, da es das linke Lager schwächen könnte.Die Grünen setzen hingegen auf frischen Wind und schicken mit Lena Schilling eine junge Spitzenkandidatin ins Rennen um Europa. Eine Wahl, die Mut beweist und zeigt, dass in der Politik manchmal auch unkonventionelle Entscheidungen getroffen werden.In dieser Woche der politischen Wirren und Wortgefechte bleibt eines sicher: Die österreichische Politik ist nie um eine Überraschung verlegen und das Wort "Rotzpipn" könnte wohl noch eine Weile in den Köpfen schwingen. Hier können Sie die Kopfnüsse als Newsletter abonnieren.Behalten Sie hier all unsere Podcasts im Überblick.Zuschriften richten sie bitte an: [email protected] 

Mar 3, 202417 min

S1 Ep 1#1 2024 Kickl, Kogler und der Swingerclub

"Schnitzel in Gefahr und Politik unter Hochspannung"Das neue Jahr hat für Österreich mit einer wahren Achterbahn der Emotionen begonnen. Die Debatte um die militärische Tauglichkeit von Graf Radetzky ist kaum verklungen, da schlägt die nächste Welle auf: das Schnitzel, unser kulturelles Kronjuwel, steht unter Beschuss. Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig sieht das nationale Gericht in Gefahr, und das Volk zittert bei dem Gedanken an den Entzug des "Schnitzi". Doch die österreichische Seele leidet nicht nur kulinarisch, sondern auch tierethisch: Die Schweinehaltung auf Vollspaltböden, ein menschenunwürdiges Übel, wurde zwar verboten, doch die Umsetzung schleicht im Schneckentempo voran. Bis 2040 soll es dauern, bis die Schweine nicht mehr buchstäblich in der Scheiße stehen – ein Urteil des Verfassungsgerichtshofs fordert nun ein schnelleres Handeln.Währenddessen tobt der politische Diskurs: Die FPÖ feiert ihren Chef Herbert Kickl als künftigen "Volkskanzler", während im Hintergrund die anderen Parteien und der grüne Vizekanzler Werner Kogler nach Wegen suchen, um eine mögliche Kanzlerschaft Kickls zu verhindern. Die FPÖ thront in den Umfragen unangefochten auf Platz 1, und die anderen Parteien rüsten sich für einen Wahlkampf, der nicht nur auf dem politischen Parkett, sondern auch in der medialen Arena entschieden wird. In diesen stürmischen Zeiten, in denen das politische Österreich unter Hochspannung steht, bleibt zu hoffen, dass die Weichen für eine Zukunft gestellt werden, in der nicht nur das Schnitzel, sondern auch die Würde der Vierbeiner und die politische Kultur des Landes bewahrt bleiben. Hier können Sie die Kopfnüsse als Newsletter abonnieren.Behalten Sie hier all unsere Podcasts im Überblick.Zuschriften richten sie bitte an: [email protected] 

Mar 1, 202416 min