
Herr Fechner lädt zum Gespräch - Der Bildungspodcast
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Ep 13#12 Regina Kittler, Bildungspolitikerin (DIE LINKE)
Mein bisher längstes Gespräch für diesen Podcast führte mich nach Marzahn-Hellersdorf zu Regina Kittler. Sie ist seit 1978 Lehrerin, war ab 2011 für die Partei DIE LINKE Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses und ist seit 2011 wieder Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf. Da das Thema "Bildung" Kontext benötigt, habe ich mir gewünscht, mit jemandem, der viel fachlichen und biografischen Kontext liefern kann, zu sprechen. Wir sprachen in einem sehr weiten Bogen über Frau Kittlers Kindheit in der ehemaligen DDR und darüber, wie sie selbst als Schülerin war, über Lieblingslehrkräfte, ihre Zeit als Lehrerin vor 1989, über den Umbruch der Wendejahre 1989/1990, darüber, wie sich der Lehrberuf nach 1990 verändert hat, mit welchen Zielen sie in die Bildungspolitik eingestiegen ist und wie sie im Nachhinein ihre Zeit als Abgeordnetenhausmitglied bewertet. Das längste Gespräch dieser Reihe, vermutlich auch das Persönlichste und für mich persönlich ein besonders Interessantes.

Ep 12#11 Lars Békési, Geschäftsführer "Verband der Kleinen und Mittelgroßen Kitaträger e.V."
Ich traf mich mit dem Geschäftsführer des VKMK, Lars Békési, und wir sprachen unter Anderem darüber, was gute frühkindliche Bildung eigentlich ist, über den Fachkräftemangel und Möglichkeiten, diesen in der Kitalandschaft abzumildern, über die Wünsche kleiner und mittelgroßer Kitaträger an den Senat, über die Digitalisierung als Chance für die frühkindliche Bildung, über Kindergärten in Kleingärten und vieles Anderes. Ich habe mich gefreut, Herrn Békési für diesen Podcast gewinnen zu können, da ich den Eindruck habe, dass die frühkindliche Bildung und Kitas in der Bildungsdebatte oft etwas zu kurz kommen. Viel Spaß beim Reinhören!

Ep 11#10 Katja Ahrens, Vorsitzende des Bezirkselternausschusses Pankow
Herzlich willkommen zur Pantoffel-Episode dieses Podcasts. Da es mir wichtig war, der Perspektive eines Bezirkselternausschusses (BEA), hier Raum zu geben, lud ich mir unsere Vorsitzende des BEA Pankow, Katja Ahrens, ein und wir trafen uns bei mir am heimischen Wohnzimmertisch bei Kaffee und in besagten Pantoffeln und sprachen darüber, was ein BEA ist, was er macht und wer da alles Mitglied ist. Wir sprachen außerdem über ein Herzensthema von Katja, der schulischen Inklusion, ich erfuhr, weshalb sie sich mal entschieden hat, Elternvertreterin zu werden und wir unterhielten uns über die Frage, wann das Konzept "Eigenverantwortliche Schule" Sinn macht, wann eher nicht und darüber, was in der Elternarbeit wichtig ist und warum sie wichtig ist. Da ich im BEA-Vorsitz ihr Stellvertreter bin, sehen und/oder hören wir uns mitunter mehrfach in der Woche und das seit mehreren Jahren. Insofern war es eine besondere Herausforderung, hier ein Interview zu "stricken", aber es hat Spaß gemacht. Viel Spaß beim Reinhören! Fotocredits zum Titelbild: Tobias von dem Berge

Ep 10#9 Stefan Spieker, Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer Berlin
In der aktuellen Episode begrüße ich den Vizepräsidenten der Industrie- und Handelskammer Berlin sowie Vorstandsvorsitzenden der Fröbel-Gruppe, Stefan Spieker zum Gespräch. Schwerpunkt des Gesprächs ist der "Businessplan wirksame Bildung", den ein Expert:innenteam unter Vorsitz von Herrn Spieker im Auftrag der IHK ausgearbeitet hat und der 6 "Produkte" benennt, die aus Sicht der Berliner Wirtschaft wirksame Veränderungen im Berliner Bildungswesen erreichen sollen. Der Businessplan bezieht sich prominent auf die Arbeitsergebnisse der Köller-Kommission, weshalb Prof. Dr. Köller ebenfalls Teil des Expert:innenteams war. Zielstellung war nicht die Erarbeitung zusätzlicher Analysen, sondern die Erarbeitung von Konzepten zur Lösung. Die 6 "Produkte" (Individuelle Förderung auf Basis der Kita-Qualitätsdaten, die Nutzung digitaler Produkte zur Stärkung mathematischer und sprachlicher Kompetenzen, Unternehmenspools für Praktika, "Innovation-Labs" für Schulen, Ökonomische Bildung in Schulen und eine Stärkung der Schulleitungsstellen)waren ebenso Gesprächsthemen, wie der Blick der Berliner Unternehmen auf die Qualität der Schulabschlüsse, die Frage des Fachkräftemangels aber auch auf die Frage der Übergänge von Kita/Schule und Schule/Beruf. Der Businessplan wirksame Bildung findet sich hier: [https://www.ihk-berlin.org/ebook/3+1/Businessplan-Wirksame-Bildung/index.html](https://www.ihk-berlin.org/ebook/3+1/Businessplan-Wirksame-Bildung/index.html)

Ep 9#8 Norman Heise, Vorsitzender des Landeselternausschusses
o.K., ich bin nicht neutral in dieses Interview gegangen. Ich kenne Norman Heise seit 4 Jahren persönlich, zwei Jahre davon war ich Mitglied des von ihm geleiteten Landeselternausschusses und ich schätze ihn, sein Engagement, seine große Fachlichkeit und seine Art, mit der er einem Haufen selbstbewusster Eltern kompetent und anerkannt vorsteht, sehr. Was gabs dennoch zu besprechen? Wir sprachen natürlich darüber, welche Themen für den LEA aktuell besonders drängend sind, aber auch über die Frage, wie dieses Elterngremium eigentlich arbeitet. Insbesondere während der Corona-Zeit fiel (nicht nur mir, aber auch) mir auf, wie vielen Menschen, die direkt und indirekt mit dem Berliner Schulwesen zu tun haben nicht bewusst ist, was der Landeselternausschuss (LEA) eigentlich macht, welche Wirkung seine Beschlüsse haben, wie repräsentativ er überhaupt ist und wie er zu Beschlusslagen findet. Ich fand, dass das mal eine Erörterung wert war und wer wäre hierzu besser geeignet, als der Vorsitzende selbst!? Frei nach Normans wöchentlichen Programm "Sonntags um einen See laufen", trafen wir uns an einem "See" in seinem Wohnbezirk Marzahn-Hellersdorf, umrundeten in zwei "Teiltouren" den Springpfuhl und nahmen unser Gespräch auf einer Parkbank sitzend in einem kleinen Waldstück auf und sahen dabei vermutlich sehr vätermäßig aus. Ich pausiere nun eine Woche mit den Ausstrahlungen, so dass es die nächste Episode erst in zwei Wochen auf die Ohren gibt (08.10.2022). Ich bin mir sicher, dass sich das Warten lohnen wird. Nun aber erstmal Episode #8 mit Norman Heise.

Ep 8#7 Maja Lasić, Lehrerin und ehem. Abgeordnetenhausmitglied
In dieser Episode traf ich auf Maja Lasic. Sie ist Lehrerin an einer Integrierten Sekundarschule in Berlin-Wedding und den meisten vermutlich noch bekannt als ehem. Bildungspolitische Sprecherin der SPD im Berliner Abgeordnetenhaus von 2016-2021. Wir sprachen darüber, wie sie die vergangene Wahlperiode mit ihren Herausforderungen wahrgenommen hat, wir sprachen intensiv über Schulentwicklung und wir sprachen auch darüber, wie sie den Weg zurück in den Schulbetrieb gefunden hat. Die Episode war für mich auch deshalb spannend, weil sie - auch, wenn es bereits Episode Nr. 7 dieses Podcasts ist, die erste Sendung war, die ich für diesen Podcast aufgezeichnet habe. Wir trafen uns zur Aufzeichnung am 08. Juni 2022 in der Nähe ihrer Schule.

Ep 7#6 Oliver Kube, Schauspieler
Kulturzeit! Die Welt haben wir in dieser Episode nicht gerettet, aber wir trafen uns an diesem Juliabend in Oliver Kubes Gartenlaube in der Nähe des Tempelhofer Feldes, nahmen ein paar Hopfenkaltgetränke zu uns und hatten einfach eine gute Zeit. Wir sprachen übers Erwachsenenmärchen-Erzählen in Windmühlen, Oliver plauderte Anekdoten von der Theaterbühne aus und wir erinnerten uns daran, wie wir uns vor ein paar Jahren backstage in der Parkbühne Wuhlheide kennengelernt haben. Zwischendurch eine thematische Abwechslung in diesem Podcast. Danke, lieber Oliver. Herzlich willkommen zum Abend der sonoren Stimmen.

Ep 6#5 Constanze Rosengart, Schulleiterin
Nach den politischen Gesprächen in den vorherigen Episoden, hat es mich diesmal in die "Schulische Praxis" verschlagen. Am Rande des Spandauer Forsts traf ich Schulleiterin Constanze Rosengart. Wir sprachen über einen Minizoo, den ihre Schüler*innen auf dem Schulhof eingerichtet haben, über die Herausforderungen des kommenden Schuljahres, darüber, was sie für eine gelingende Schullaufbahn der Schüler*innen als notwendig ansieht und wie ihr Arbeitsalltag als Schulleiterin aussieht.

Ep 5#4 Louis Krüger, Bündnis90/Die Grünen Berlin
In Episode 4 dieser Staffel mit Bildungspolitikerinnen und -Politikern aus dem Berliner Abgeordnetenhaus treffe ich Louis Krüger von Bündnis90/die Grünen. Er wurde 1996 in Berlin geboren, hat Deutsch und Philosophie auf Lehramt studiert und wurde 2021 in seinem Pankower Wahlkreis direkt ins Berliner Abgeordnetenhaus gewählt. Seitdem ist er schulpolitischer Sprecher seiner Fraktion. Schwerpunkte dieses Gesprächs waren seine Sicht auf den Start des neuen Schuljahres und den Personalmangel, aber wir sprachen auch umfangreich über innerschulische Demokratie, darüber, wie er die Qualität der Gremienarbeit beurteilt und ich befragte ihn zu den neuen Beteiligungsrechten von Grundschülerinnen und Grundschülern. Ich hatte Fragen zur Barrierefreiheit, zu seiner Sicht auf den Stand schulischer Inklusion, zu Schulbibliotheken und einigem Anderen. Das er sich auf seiner Webseite als „Ost-sozialisiert“ beschreibt, hat mich interessiert, was er darunter versteht und welche Reaktionen er als 1996 Geborener auf diese Selbstzuschreibung erfährt. Ich wünsche viel Spaß mit dieser letzten Episode dieser kleinen bildungspolitischen Staffel. In der nächsten Episode, ich nehme ich es schon mal vorweg, werde ich mich mit einer Schulleiterin treffen und in den weiteren Episoden den Blick auf „Bildung, Kultur und Schule“ etwas weiten. Aber nun erstmal „Herr Fechner lädt zum Gespräch“: Louis Krüger.

Ep 4#3 Franziska Brychcy, DIE LINKE Berlin
In Episode 3 dieser Staffel mit Bildungspolitikerinnen und -Politikern aus dem Berliner Abgeordnetenhaus treffe ich Franziska Brychcy von der Berliner Linkspartei. Sie wurde 1984 in Meißen geboren, ist Mutter von 5 Kindern, hat Politikwissenschaften studiert und wohnt heute im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf, in dem sie auch ihr Bürgerbüro betreibt. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende ist seit 2016 Mitglied des Parlaments, war von 2016 bis 2021 Sprecherin für Europa und Berufliche Bildung und ist seit 2021 zusätzlich Bildungspolitische Sprecherin ihrer Fraktion. Mich hat insbesondere interessiert, wie sie die aktuelle Situation an den Schulen zum Beginn des neuen Schuljahres beurteilt und welche Prioritäten Sie sich für die aktuelle Wahlperiode gesetzt hat. Schwerpunkte hierbei waren die Personalgewinnung und die Lehrkräfteausbildung sowie die Schulbauoffensive, wir sprachen aber auch über die Qualität und Ausstattung der Ganztagsbetreuung, die hohe Zahl der Schulabbrecher:innen in den Berliner Schulen, ausgefallene Schuleingangsuntersuchungen, mich hat interessiert, wie ihr Alltag als Parlamentarierin aussieht und wie sie die Zusammenarbeit innerhalb der Koalition und die Zusammenarbeit von Parlament und Senatsbildungsverwaltung beurteilt. Da unser Termin ebenso wie die Episode 1 dieser Reihe im Zeitraum meiner Corona-Quarantäne lag, fand auch dieses Gespräch online statt, was die Tonqualität erklärt.

Ep 3#2 Marcel Hopp, SPD Berlin
Marcel Hopp ist seit Herbst 2021 Bildungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus. Er wurde 1988 in Berlin geboren, ist in Neukölln aufgewachsen, hat Deutsch, Geschichte und Erziehungswissenschaften auf Lehramt studiert und zuletzt an der Clay-Schule, einer Integrierten Sekundarschule als Lehrer gearbeitet. In Neukölln war er vor seiner Wahl in das Abgeordnetenhaus Mitglied im Schulausschuss der Bezirksverordnetenversammlung. Als Fachsprecher der Fraktion, die die aktuelle Bildungssenatorin stellt, kommen ihm besondere kommunikative Aufgaben zu, so auch heute. Ich wollte von ihm wissen, wie er auf das vor uns liegende Schuljahr schaut, wir sprachen über den Schulplatzmangel, den Personalmangel und die Schulbauoffensive. Es ging um die Fragen, wie die hohe Quote der Schulabbrechenden ohne Abschluss gesenkt werden kann, wie er die Inklusion an den Gymnasien stärken möchte und wie die Zahl der Gemeinschaftsschulen erhöht werden soll. Er erklärte mir, wie es die Koalition hinbekommen möchte, an der Stundentafel zu kürzen, ohne, dass es zu weiteren Qualitätsverlusten kommt. Wir sprachen über seinen Blick auf seinen Heimatbezirk Neukölln, auf die Frage, ob die gesellschaftliche Segregation im Bezirk wirklich so weit abgeschlossen ist, wie ein früherer Bezirksbürgermeister mahnte und wie er dem als Bildungspolitiker entgegenwirken möchte. Wir sprachen über ausgefallene Schuleingangsuntersuchungen und was das aus seiner Sicht für die Schulen bedeutet, wir sprachen über die Zusammenarbeit des Parlaments mit der Senatsbildungsverwaltung und über die Rolle und Aufgaben der Schulaufsichten. Und ich wollte von ihm wissen, ob seine Partei, die seit 1996 die Bildungssenatorinnen und -Senatoren stellt, noch die Kraft hat, die anstehenden Aufgaben zu bewältigen.

Ep 2#1 Katharina Günther-Wünsch, CDU Berlin
Den Auftakt zu dieser Gesprächsreihe macht Katharina Günther-Wünsch. Katharina Günther-Wünsch ist die Bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus. Sie wurde 1983 in Dresden geboren, ist verheiratet, Mutter von 3 Kindern und hat Chemie, Geschichte und Politik auf Lehramt studiert. Sie hat an deutschen Schulen in Namibia und Südafrika sowie an verschiedenen staatlichen und privaten Schulen in Deutschland gearbeitet. Bevor sie als Wahlkreisabgeordnete in Mahlsdorf-Kaulsdorf gewählt wurde, war sie Konrektorin an einer Gemeinschaftsschule in Berlin-Neukölln und Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf. ------- Unser Gespräch war im Nachhinein betrachtet ein bunter Strauß an aktuellen Themen. Wir sprachen unter Anderem über Möglichkeiten, den Schulbau zu beschleunigen, über die Rolle von Schulen in den Kiezen und die sozialräumliche Öffnung, über das derzeit oft bemühte Thema der multiprofessionellen Teams, über Inklusion, Personalgewinnung und ihren Blick auf das Lehramtsstudium, wir sprachen über nicht durchgeführte Schuleingangsuntersuchungen und was das für Schulen und Kinder aus ihrer Sicht bedeutet, über Begabungsförderung, über den prognostizierten Corona-Herbst/Winter 2022/2023 und Frau Günther-Wünschs Prioritäten für eben diesen. Nicht zuletzt sprachen wir über ihre Arbeit als Lehrkraft und Konrektorin und ihre Perspektive, die sie daraus auf das Bildungssystem gewonnen hat. Wir sprachen über die CDU-Forderung nach Wiedereinführung der Vorschulen, über innerschulische Demokratie und die Rolle der Schulleitungsverbände. Es waren eineinhalb gute, aber auch sehr konzentrierte Stunden und mir hat hinterher ziemlich der Kopf geraucht. Da ich zum Zeitpunkt unseres Termins in Corona-Quarantäne war, haben wir das Gespräch hinter die Webcam verlegt, was auch die Tonqualität erklärt. Das Foto für die Illustration dieser Episode haben wir ein paar Wochen später in der Nähe ihres Wahlkreisbüros gemacht. Ich danke Frau Günther-Wünsch, dass sie meiner Einladung gefolgt ist und wünsche nun viel Spaß mit der Auftaktepisode dieses Podcasts.