
Große Geschichten - ARD Literatur-Hörspiele
467 episodes — Page 9 of 10
Eran Schaerf: Die ungeladene Zeugin (Folge #08)
Realisation: Eran Schaerf / Mit Achim Bogdahn / BR 2011 / Länge: 01'04
Eran Schaerf: Die ungeladene Zeugin
Realisation: Eran Schaerf / Mit Achim Bogdahn, Marina Marosch, Silvie Sperlich, Peter Veit / BR 2011
Eran Schaerf: Die ungeladene Zeugin (Folge #07)
Realisation: Eran Schaerf / Mit Marina Marosch / BR 2011 / Länge: 01'56
Eran Schaerf: Die ungeladene Zeugin (Folge #20)
Realisation: Eran Schaerf / Mit Achim Bogdahn / BR 2011/ Länge: 01'10
Eran Schaerf: Die ungeladene Zeugin (Folge #03)
Realisation: Eran Schaerf / Mit Peter Veit / BR 2011 / Länge: 02'40
Eran Schaerf: Die ungeladene Zeugin (Folge #15a)
Realistation: Eran Schaerf / Mit Achim Bogdahn / BR 2011 / Länge: 02'16
Michael Farin/zeitblom: Berlin(Frau)Sinfonie
Gesang: Nadeshda Brennicke, Alexandra Marisa Wilcke, Joachim Witt / Background Vocals: Liesa van der Aa, Katrin Lohmann, Susanne Franzmeyer / Musik: Ali Askin (Keyboards), Steve Heather (Schlagzeug), Boram Lie (Cello), Martin Siewert (Gitarre), Michael Weilacher (Percussion), zeitblom (Bass) / Komposition: zeitblom / Realisation: Michael Farin/zeitblom / BR 2011 / Länge: 53'46 // Im Herbst 2010 wurden in Berlin mittels Inseraten 19 junge Frauen für dieses Hörspielprojekt gesucht und gefunden. Die Teilnehmerinnen wurden für ein 20-minütiges Gespräch ins Tonstudio gebeten. Die Aussagen werden in Songstrukturen gebracht und von Popsänger(inne)n interpretiert.
Michael Farin/zeitblom: Berlin(Frau)O-Ton
Komposition: zeitblom / Realisation: Michael Farin/zeitblom / BR 2011 / Länge: 52'39 // Im Herbst 2010 wurden in Berlin mittels Inseraten in Printmedien und mit Aushängen 19 junge Frauen für dieses Hörspielprojekt gesucht und gefunden. Die Teilnehmerinnen wurden für ein 20-minütiges Gespräch in ein Tonstudio gebeten. Von jeder Aufzeichnung wurde ein etwa 3 Minuten langer Originalton ausgewählt und mit Musik verwoben. Entstehen sollte ein Zeitbild, ein Abbild der Lebensrealität junger Frauen von heute.
Ferdinand Kriwet: Rotor
Mit Michael Lentz / Sampling: Gunnar Geisse / Realisation: Michael Lentz / BR 2011 / Länge: 54'00 // In dem Hörspiel nach Ferdinand Kriwets 1961 erschienener Prosa Rotor wird der Titel zu einem ästhetischen Prinzip.
Wolfgang Müller: Wísk niwáhsen wísk nikahseriiè:take kanien'kéha wa'katéweienste oder Learning Mohawk in fifty-five Minutes
Mit Wolfgang Müller, Akwiratékha Martin, Claudia Urbschat-Mingues, David Nathan / Realisation: Wolfgang Müller / BR 2010 / Länge: 51'12 // Im Jahr 2002 begegnet Wolfgang Müller in Reykjavík Akwiratékha Martin. Sie entdecken dabei ihre gemeinsame Faszination für Nico, alias Christa Paeffgen, der in Lübbenau an der Spree aufgewachsenen Sängerin von Velvet Underground. //
Michaela Melián: Memory Loops Radio Play
With Peter Brombacher, Caroline Ebner etc. /Realisation: Michaela Melián / A project by the Municipal Department of Arts and Culture of the City of Munich 'Freie Kunst im öffentlichen Raum' in cooperation with the Bavarian Broadcasting Corporation Radio Play and Media Art Deptartment 2010 / Length of time: 53'30 // Audio tracks on Sites of NS Terror in Munich, 1933-1945. This memory loop deals with the tales of two brothers. Their parents were involved in a Communist organisation; their mother was a Jew. Repression was just a question of time.
Andreas Neumeister: MYA über die Zukunft des Kapitalismus war alles bekannt / Kammerversion (Deutschland 2089)
Mit Andreas Neumeister / BR 2010 / Länge: 19'55 // Die Redaktion Hörspiel und Medienkunst lud 17 zeitgenössische deutschsprachige Autorinnen und Autoren ein, sich dem Alltag der übernächsten Generation zu widmen und ein Bild von Deutschland und der Welt in rund 80 Jahren zu entwerfen.
Kathrin Röggla: kinderkriegen (Deutschland 2089)
Mit Kathrin Röggla / BR 2010 / Länge: 11'48 // Die Redaktion Hörspiel und Medienkunst lud 17 zeitgenössische deutschsprachige Autorinnen und Autoren ein, ein Bild von Deutschland und der Welt in rund 80 Jahren zu entwerfen.
Michaela Melián: Memory Loops - Tonspuren zu Orten des NS-Terrors in München 1933-1945 (5/5)
Pestalozzistraße Ettstraße Brienner Straße Mariannenbrücke / Mit Peter Brombacher, Anna Clarin, Caroline Ebner, Florian Fischer, Julia Franz, Nicola Hecht, Gabriel Ascanio Hecker, Johannes Herrschmann, Hans Kremer, Laura Maire, Stefan Merki, Wolfgang Pregler, Steven Scharf, Joana Verbeek von Loewis / Musikrealisation: Carl Oesterhelt/Michaela Melián / Komposition/Realisation: Michaela Melián / BR Hörspiel und Medienkunst in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt München/Kulturreferat, Freie Kunst im öffentlichen Raum 2010 / Länge: 58'14 // In dieser Stimmencollage kommt der politische Widerstand zu Wort.
Michaela Melián: Memory Loops - Tonspuren zu Orten des NS-Terrors in München 1933-1945 (4/5)
Gärtnerplatz Marsstraße Promenadeplatz Prinzregentenstraße / Mit Peter Brombacher, Anna Clarin, Julia Franz, Gabriel Ascanio Hecker, David Herber, Johannes Herrschmann, Julia Loibl, Laura Maire, Stefan Merki, Steven Scharf, Ferdinand von Canstein, Joana Verbeek von Loewis / Musikrealisation: Carl Oesterhelt/Michaela Melián / Komposition/Realisation: Michaela Melián / BR Hörspiel und Medienkunst in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt München/Kulturreferat, Freie Kunst im öffentlichen Raum 2010 / Länge: 57'07 // In diesem Memory Loop bündeln sich vielfältigste historische Materialien zu einer Stimmencollage, die den Situationen an Orten der Bildung, Kunst und Presse in der NS-Zeit nachspüren.
Michaela Melián: Memory Loops - Tonspuren zu Orten des NS-Terrors in München 1933-1945 (2/5)
Prinzregentenplatz Lindwurmstraße Hauptbahnhof Odeonsplatz / Mit Juno Meinecke, Hans Kremer / Musikrealisation: Carl Oesterhelt/Michaela Melián / Komposition/Realisation: Michaela Melián / BR Hörspiel und Medienkunst in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt München/Kulturreferat, Freie Kunst im öffentlichen Raum 2010 / Länge: 56'14 // Zwei jüdische Münchner erzählen aus ihrer Kindheit. Wie ihre Ausgrenzung begann, von ihrem Vater, dessen Foto in unseren Geschichtsbüchern abgebildet ist und ihrem Leben in England. Zwei jüdische Münchner erzählen aus ihrer Kindheit.
Michaela Melián: Memory Loops - Tonspuren zu Orten des NS-Terrors in München 1933-1945 (1/5)
Herzog-Max-Straße Herzog-Rudolf-Straße Antonienstraße Knorrstraße / Mit Peter Brombacher, Caroline Ebner, Florian Fischer, Julia Franz, Gabriel Ascanio Hecker, David Herber, Hans Kremer, Laura Maire, Steven Scharf, Joana Verbeek von Loewis / Musikrealisation: Carl Oesterhelt/Michaela Melián / Komposition/Realisation: Michaela Melián / BR Hörspiel und Medienkunst inZusammenarbeit mit der Landeshauptstadt München/Kulturreferat, Freie Kunst im öffentlichen Raum 2010 / Länge: 56'21 // Die Erzählungen zweier Brüder führen durch diese Erinnerungsschleife. Ihre Eltern engagierten sich in einer kommunistischen Organisation, die Mutter war Jüdin: Die Repressionen gegen die Familie ließen nicht lange auf sich warten.
Paul Wühr: Verirrhaus
Realisation: Paul Wühr / BR/WDR 1972 / Länge: 51'35 // Dieses Originalton-Hörspiel ist Teil einer Trilogie, die Paul Wühr für den Bayerischen Rundfunk realisierte. Der erste Teil mit dem Titel "Preislied" wurde 1972 mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet. "Verirrhaus" verbindet Satzfragmente, Bruchstücke von Äußerungen, um aus der "Ökonomie des Sprechens auszubrechen" und um das Unausgesprochene, das, was zwischen - und hinter - dem Gesagten steht, hörbar zu machen.
Eran Schaerf: Heute ist Mittwoch der 10. Dezember
Mit Peter Veit / Regie: Eran Schaerf / BR 2009 / Länge: 45'07 // Zwei Minuten Stille im Radio, ihre Vorgeschichte und ihre Folgen. Vielleicht waren es auch drei Minuten, jedenfalls war es pünktlich 9 Uhr morgens und manche HörerInnen erwarteten die Nachrichten.
phonofix: Du kannst nicht immer schimmern, mein Schatz!
Mit Anna Graenzer, Patrick Güldenberg, Janna Horstmann, Steffen Klewar, Sebastian Thiers / Komposition: Matthias Grübel / Realisation: phonofix / BR 2009 / Länge: 54'24 // Es gibt einen Schimmer, der uns verspricht, daß das 20. Jahrhundert endlich zu Ende ist, der Schimmer einer Welt, die alle betreten können, immer wenn sie wollen. Im always-on-Zustand ist Utopie lebendig wie nie, als aufmüpfiger Teenager hat sie Wege gefunden, sich über die gesamte Welt zu verteilen.
Underground House Music | "WORK" von Thomas Meinecke und Move D
Bereits in den 1920er Jahren konnte man in den USA eine etymologische Vermischung der Sphären Arbeit und Liebe wahrnehmen, als nämlich sogenannte working girls nicht nur den ersten breiten, unübersehbaren Schwung mit bislang unbekannter Souveränität über ihre Sexualität verfügender Frauen markierten, sondern im gemeinen Umgangston konnte working girl stets auch eine Prostituierte bedeuten. Im subkulturellen Jive bildete sich die Silbe work zunehmend zu einer Vokabel für selbstbestimmte, nicht selten sexuell dissidente Aktivitäten aus. Die Underground House Music New Yorks, Chicagos Booty Bass oder Detroits Ghetto-Tech nutzt die Vokabel bis heute im Kontext kaum verhohlener sexueller Metaphern, die hier aber nicht dem üblichen Sexismus dienen, sondern kritisches Potential entfalten. David Moufang und Thomas Meinecke haben sich durch das Repertoire dieser aufregenden Musik gearbeitet und daraus einen hypnotischen Mix produziert. // Mit Eric D. Clark, Thomas Meinecke, Move D / Komposition und Realisation: Move D / Thomas Meinecke / BR 2009 /
Michael Lentz: Die ganz genaue Erinnerung
Mit Uli Winters, Sophia Siebert, Axel Kühn, Michael Lentz / Komposition: Gunnar Geisse/Axel Kühn / Realisation: Michael Lentz / BR 2010 / Länge: 69'25 // Deutschland in den Siebzigern. Oder war es in den Achtzigern?
Thomas von Steinaecker: Herzrhythmusgeräusche
"Ein Herz. Es ist 93 Jahre alt und gehört Richard Täubner. In 57 Minuten wird es aufgehört haben zu schlagen." Täubner rekapituliert sein Leben. Im Mittelpunkt steht dabei sein phänomenales Gehör. Nur dieses ließ ihn den Krieg unbeschadet überstehen, nur dieses ließ ihn zum talentiertesten Ventilatorenhersteller in Bayern werden. Täubner hört noch einmal den Klang der federnden Schritte seiner Frau Lissi, das Rattern seiner Ventilatoren, die Geräusche seiner Familie im Alltag. Und den Krebs, an dem Lissi starb. All das verbindet sich in seinem Kopf zu kleinen Sinfonien. Aber Täubner ist sich nicht mehr sicher, wie es wirklich war. Sein akustisches Gedächtnis lässt ihn sein Leben in immer neuen Varianten hören. Und dann ist da noch diese penetrante Stimme, die Täubner die ganze Zeit Fragen stellt, obwohl sie sowieso mehr über ihn zu wissen scheint, als er selbst. // Mit Martin Umbach, Fred Maire, Gabriel Raab, Katja Bürkle, Bettina Redlich, Erich Hallhuber, Elmar Brandt, Uli Winters, Sabine Kastius, Stefan Kastner, Friedrich Schloffer, Tobias Schormann u.a. / Komposition: Simon Stockhausen /Realisation: Bernadette Sonnenbichler/Thomas von Steinaecker / BR 2010 / Länge: 57'00
Robert Lax: 21 pages
Mit Robert Lax / BR 1994/99 / Länge: 66'48 // Die poetische Biographie eines der großen Unbekannten der neueren amerikanischen Literatur. "21 pages heißt deshalb 21 pages, weil das Manuskript aus 21 Manuskriptseiten bestand. Das ganze Buch habe ich in einer einzigen Nacht geschrieben, im Lichtkegel einer Taschenlampe, im Bett sitzend."
Hartmut Geerken: bunker
Mit Hartmut Geerken / Realisation: Hartmut Geerken / BR 1996 / Länge: 66'03 // "bunker" beschreibt einen chronobiologischen Selbstversuch: Der Autor unterzog sich 1986 einem Test, indem er sich vier Wochen lang in einem schallisolierten Bunker tief in einem Berg einem künstlichen Tag aussetzte.
Eva Meyer: Der Kriegstourist
Essay zu Hermann Brochs Roman "Hugenau oder die Sachlichkeit" / Mit Saskia Mallison, Christiane Roßbach / Realisation: Eva Meyer / BR 2009 / Länge: 44'16 // "Was geschieht, wenn Werthaltungen nicht mehr von einer Zentralstelle aus geleitet werden und eine Atomisierung der Wertgebiete einsetzt? Entgleitet uns dann jede Form der Ethik und also auch jede wertschaffende Tätigkeit?
Albrecht Kunze: The Big Beat
Mit Viola Seiffe, Karolina Sauer, Claudia Splitt, Natalie Welch, Antje Schulz / Komposition und Realisation: Albrecht Kunze / BR 1995 / Länge: 52'41 // Die Front-Show "The Big Beat". Es treten auf: Engel der Angst, Königinnen der Gemetzel, Hüterinnen des Melodrams mit Texten alter Girl-Group-Songs. Von Abhängigkeit und Schmerz, Tränen und Tod zum Soundtrack des Krieges in der Entfernung. "he hit me - and it felt like a kiss" Danach: Tanz der Luftwaffenhelferinnen an der Lagekarte.
Albrecht Kunze: Slight Rushing Movements
Mit Ruth Hoffmann, Amy Leverenz, Karolina Sauer, Werner Dickel, Matthias Lorenz / Komposition und Realisation: Albrecht Kunze / BR 1994 / Länge: 52'28 // Eine Stelle aus Stanley Kubrick's 'Full Metal Jacket' dient als Prolog für dieses Nachtstück über Todesangst und Töten, über die Furcht vor dem Verschwinden und der Unmöglichkeit stehenzubleiben.
Ernst Toller: Eine Jugend in Deutschland (3/3: Gefängnis)
Mit Steven Scharf, Paul Herwig, Michael Tregor, Martin Carnevali, Andreas Bittl, Stefan Wilkening, Maximilian Brückner, André Jung, Oliver Losehand, Rudolf Waldemar Brehm, Wolfgang Menardi, Oliver Mallison, Michael A. Grimm, Brigitte Hobmeier / Komposition: Jakob Diehl / Bearbeitung und Regie: Katja Langenbach / BR 2008 / Länge: 57'14 // Ernst Toller, geb. am 1. Dezember 1893 in Samotschin, Kreis Kolmar, Kriegsfreiwilliger, Pazifist, Revolutionär, Schriftsteller, Führer der Räteregierung, gewählter Abschnittskommandant der Roten Armee an der Front vor Dachau, tauchte bei der Eroberung Münchens durch Freikorps und Reichstruppen unter, wurde am 4. Juni 1919 in Schwabing verhaftet und als Vorsitzender des Zentralrates in der Münchner Räterepublik wegen Hochverrats zu fünf Jahren Festung verurteilt.
Ernst Toller: Eine Jugend in Deutschland (2/3: Revolution)
Mit Steven Scharf, Rudolf Waldemar Brehm, Elisabeth Wasserscheid, Andreas Bittl, Oliver Mallison, Paul Herwig, Stefan Wilkening, Michael Tregor, Ferdinand Schmidt-Modrow, Wolfgang Menardi, Oliver Losehand, Michael A. Grimm, Maximilian Brückner, Oliver Mallison, Martin Carnevali, Annete Paulmann / Komposition: Jakob Diehl / Bearbeitung und Regie: Katja Langenbach / BR 2008 / Länge: 57'17 // Auch an der zweiten Münchner Räterepublik beteiligt Toller sich aktiv. Er kämpft als Truppenführer der Roten Armee an vorderster Front in der Umgebung von Dachau. Doch auch diese Räterepublik stellt sich als nicht stabil heraus, sie wird durch Freikorps und Reichswehren mit viel Blutvergießen niedergeschlagen.
"Eine Jugend in Deutschland" (1/3: Jugend) von Ernst Toller
Ernst Toller erlebt in Frankreich den Ausbruch des Ersten Weltkrieges als Literatur-, Philosophie- und Jurastudent. Sofort reist der Patriot Toller nach Deutschland, meldet sich freiwillig als Soldat und wird Unteroffizier. // Mit Steven Scharf, David Herber, Philip Götz, Annette Paulmann, Anna Barbara Kurek, Elisabeth Wasserscheid, Julia Loibl, Maximilian Brückner, Paul Herwig, Michael Tregor, Stefan Wilkening, Oliver Losehand, Andreas Bittl, Michael A. Grimm, André Jung, Ferdinand Schmidt-Modrow, Brigitte Hobmeier / Komposition: Jakob Diehl / Bearbeitung und Regie: Katja Langenbach / BR 2008
Hans Platzgumer: Etwa 90 Grad
Mit Rainer Bock, Mogens von Gadow, Paul Herwig / Komposition: Hans Platzgumer / Regie: Ulrich Lampen / BR 2008 / Länge: 57'47 // Es ist der 1. April 1909. 87 Grad 47 Minuten nördliche Breite. Commander Robert Peary, amerikanischer Held und Rassentheoretiker, bricht mit einer kleinen Polgruppe zur letzten Etappe auf dem Weg zum Nordpol auf.
Kathrin Röggla: der tsunami-empfänger
Mit Linda Olsansky, Eva Brunner, Tony de Maeyer, Martin Engler, Hanns Zischler, Simone Kabst, Dominik Glaubitz, Karena Lütge, Leopold von Verschuer / Komposition: Bo Wiget / Regie: Leopold von Verschuer / BR 2010 / Länge: 54'08 // Ein Finanzkrisenhörspiel: "'eine nachhilfestunde in sachen wirtschaft' hat der soziologe dirk baecker die finanzkrise genannt, als wären wir gemeinsam eifrige schüler und würden in einem riesigen weiterbildungsgebäude unterwegs sein, und vielleicht sind wir das auch.
Hartmut Geerken: nach else lasker-schülers tragödie ich&ich (fällt der vorhang in herzform)
Mit Irmgard Först, Alice Franz, Ruth Hellberg, Margarete Gräf, Grete Wurm / Realisation: Hartmut Geerken / BR 1995 / Länge: 69'53 // Grundlage des Hörspiels ist ein Textkonstrukt aus den Regieanweisungen des Dramas "Ichundich" von Else Lasker-Schüler (1940 im Exil in Jerusalem entstanden), das als kaum aufführbar gilt.
Thomas Meinecke/Move D: Flugbegleiter
Mit Thomas Meinecke / Komposition: Move D / Realisation: Thomas Meinecke/Move D / BR 2004 / Länge: 77'42 // Karol arbeitet als Flugbegleiter. In seiner Freizeit widmet er sich mit Vorliebe Resignifizierungen in der Musik: Wenn leichtverständlicher Swing zu schwierigem Be-Bop umkodiert wird oder Disco als House Music erneut in den sexuell andersdenkenden Underground abtaucht.
Josef Anton Riedl: c.e. oder conclamatum est
Für Sprecher und vier Klaviere auf einen Text von Hans Henny Jahnn nach einer Idee von Herbert Kapfer / Klavier: Jan-Philip Schulze, Ruschana Pamirova, Sebastian Berweck, Christian Schulte / Sprechen: Michael Lentz / musica viva/BR Hörspiel und Medienkunst 2009 / Länge: 11'00 // Wind keucht ums Haus. Vier Männer "im Regen so grau wie Schatten" nähern sich. Sie tragen schwarze Ölmäntel, das Wasser rinnt von ihren Hüten. Es ist das Ende der Niederschrift des Gustav Anias Horn, dem zweiten Teil der unvollendeten Roman-Trilogie "Fluss ohne Ufer" von Hans Henny Jahnn.
Jan Peters: Lost Tapes Found 1, 2, 3
Mit Jan Peters, Silke Fischer, Peter Ott, Stéphane Riethauser, Marie-Catherine Theiler / Komposition: Pit Przygodda / Realisation: Jan Peters, Pit Przygodda / BR 2009 / Länge: 24'07 // Ein unerwarteter Anruf: V. sagt, er habe die Liebe seines Lebens gefunden, seine Arbeit als wissenschaftlicher Assistent schon gekündigt und in Kürze werde er fortziehen, in eine andere Stadt in einem anderen Land, wo seine Liebe lebt.
Raymond Federman: Playtextplay II
Mit Raymond Federman, Jon Sass (Tuba), Maceo Parker, Pee Wee Ellis, Fred Wesley / Realisation: Herbert Kapfer, Regina Moths / BR 1992 / Länge: 14'16 // Unter dem Titel 'Playtexts' fasst Federman die Sprachspiele, lautpoetischen Arbeiten und verschiedenen experimentellen und 'konkreten' Texte zusammen, die neben den großen Prosatexten entstanden sind.
Raymond Federman: Playtextplay I
Mit Raymond Federman, Jon Sass (Tuba) / Realisation: Herbert Kapfer, Regina Moths / BR 1992 / Länge: 13'11 // Der amerikanische Dichter Raymond Federman trägt auf unnachahmliche Weise seine Gedichte vor, geschult am Jazz, musikalisch und spielerisch.
Eva Meyer/Eran Schaerf: Flashforward
Mit Elfriede Jelinek, Laurence Rickels, Hinrich Sachs, Inga Svala Thorsdottir, Suchan Kinoshita, Mitja Tusek / Komposition: noto aka carsten nicolai / Regie: Eva Meyer/Eran Schaerf / BR/intermedium/Haus der Kunst München 2004 / Länge: 55'37 // Es beginnt mit einem Missverständnis, durch das Möglichkeit auf Vergangenheit fällt. Ohne zu wissen, was es war, wissen wir doch, wie etwas gesagt, gehört, gesehen wurde, eine Liebesgeschichte oder ein öffentliches Ereignis. Davon geht ein Programm aus, das flashbacks in flashforwards konvertiert. Zwischen Gedächtnis und Hoffnung hält es einen Platz frei und sucht dafür eine Stimme. Ist es ein Zeuge, ein Geschichtenerzähler, Berichterstatter, ihr gemeinsamer Programmierer oder eine im Rollenwechsel begriffene Figur? Zur Erkennung dieser Verdächtigen wird eine Stimmprobe veranstaltet, in der jeder zum Statisten für die Sätze von anderen wird. Doch der Augenblick der Erkenntnis potentialisiert sich in Serie, die Grenze zwischen Realem und Fiktivem wird zu einem informativen Raum. Wenn drei oder mehr Statisten von Stimmen ihre Rolle verlassen, um sich mit ihrem Gedächtnis zu synchronisieren, ist ihre Intervention kein Ausflug in ihre Vergangenheit, die neu konfiguriert erscheint. Das seinem Bild entrissene Sprechen automontiert sich durch ein System von Entkopplungen wieder zusammen. Sind es Blickrichtungen auf eine im Unendlichen liegende Liebesgeschichte? Dieselbe und doch eine andere. Feedback | Help
Peter Jacobi: Wo?
Mit Jochen Busse, Thilo Prückner / Regie: Bernd Lau / BR 1989 / Länge:12'47 // Herr Schaller und Herr Zug diskutieren über den Klang von Ortsnamen wie "Aalen", "Baden-Baden", "Fallingbostel" und "Eckernförde". Welchem gebührt der erste Platz? Schaller wirft Zug vor, er habe keine Prinzipien, weil er jeden Tag einem anderen Ortsnamen den Vorzug gibt.
monochrom: Zukunftslektorat
Mit Birge Tetzner, Frank Apunkt Schneider, Richard Wientze / Realisation: Frank Apunkt Schneider, Richard Wientze / BR 2004 / Länge: 52'38 // Mit dem Thema Zukunft wird ästhetisch, kulturell, politisch, gesanglich und medial oft leichtfertig umgegangen. Dabei haben wir es doch nur von unseren Vergangenheiten geborgt.
Kalle Laar: São Paulo Tracks
Realisation: Kalle Laar / BR 2002 / Länge: 24'00 // Das Projekt "Metropolis - portraits in sound and image of the major cities in the world" führte Kalle Laar gemeinsam mit dem Fotografen Michael Wesely im Frühjahr 2002 nach São Paulo. An ausgewählten Orten der 16-Millionen-Einwohner-Stadt stellt der eine Stative für Kamera und der andere für Mikrophon auf, um gleichzeitige, fotografische Ton-Aufnahmen für ihr Projekt zu machen, wobei die Belichtungszeit der Fotografie und die Länge der Tonaufzeichnung identisch sind.
Valeri Scherstjanoi: Heimkehrreime
Mit Valeri Scherstjanoi / Regie: Bernhard Jugel / BR 2004 / Länge: 44'04 // Heimkehr und Kehrreim gehen in dieser Sendung eine poetische Verbindung ein. Heimgekehrt ist der Lautdichter Valeri Scherstjanoi ins nördliche Ostpreußen - die Heimat seiner Vorfahren mütterlicherseits.
Scanner: Warhol's Surfaces
Komposition: Robin Rimbaud (alias Scanner) / Realisation: Robin Rimbaud (alias Scanner), Barbara Schäfer / BR 2003 / Länge: 60'00 // Die Komposition des Londoner Soundkünstlers Scanner nimmt Interviewmaterialien mit Andy Warhol aus den frühen 70er Jahren als Ausgangspunkt.
Michael Farin: Der innere Turm
Mit Alexandra Maetz, Tim Schlöder, Oliver Baierl, Alexej Sagerer / Regie: Bernhard Jugel / BR 1995 / Länge: 28'47 // Dieses Hörspiel führt in die Welt des künstlichen Schlafes, in die Welt vergangener Träume. Ein Kind, ein Fremder, ein Trunkener, ein Unbeteiligter setzen hypnotisch-magische Kindheitseindrücke frei, setzen sich ihnen aus.
Hendrik Lorenzen: Schaum
Realisation: Hendrik Lorenzen / BR 1996 / Länge: 22'11 // Obdachlose, Drogenabhängige und Bettler kommen in Hendrik Lorenzens Hörstück "Schaum" zu Wort - aber nicht wie sonst: "Schaum" ist kein Sozialreport. Die Interviewten sprechen vielmehr über Politik und Philosophie, Geld und Stars, fremde Länder und ganz zentrale Dinge des Lebens.

In der Strafkolonie - Hörspiel nach Franz Kafka
Kafkas Erzählung entstand im Oktober 1914 unter dem Eindruck des beginnenden Ersten Weltkriegs und ging 1919 in Druck. In seiner Inszenierung teilt der Regisseur Ulrich Gerhardt den Text in Segmente ein, die er zu einem vielstimmigen Hörspielmonolog verbindet. Das Hörspiel-Cover basiert auf einer Originalzeichnung von Franz Kafka. Mit Peter Simonischek / Regie: Ulrich Gerhardt / BR 2007 / Länge: 72'52 //
Carlfriedrich Claus/Ernst Horn/Bernhard Jugel: Basale Sprech-Operationsräume (Remix)
Komposition: Ernst Horn / Realisation: Bernhard Jugel/Ernst Horn / BR 1997 / Länge: 18'05 // Ein Remix ist die erneute Abmischung einer bereits veröffentlichten Aufnahme. Ursprünglich von DJs entwickelt, um die Tanzqualitäten von Hits herauszuarbeiten bzw. zu verstärken, ist der Remix inzwischen ein eigenes künstlerisches Ausdrucksmittel zur Dekonstruktion und Rekonstruktion bereits vorhandenen akustischen Materials. Bei "Basale Sprech-Operationsräume (Remix)" werden Arbeitsweisen der Popmusik auf ein experimentelles Hörspiel angewandt.
Limpe Fuchs: Pferd solo
Mit Alexej Sagerer / Realisation: Limpe Fuchs/Bernhard Jugel / BR 1992 / Länge: 18'54 // Zwei Personen. Schritte auf Holz. Grillen. Entferntes Kindergeschrei. Holzknirschen. Dann: Gleichmäßige Ruderschläge, Sommer, Kahnfahren. Wer sind die beiden Menschen? Der eine bleibt aktiv am Rudern, der andere lässt angestaute Erlebnisse herausströmen.