
Geldcast: Wirtschaft mit Fabio Canetg
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S1 Ep 38SNB: Mehr Geld für die Banken, weniger für den Staat
Die Nationalbank überweist neu mehrere Milliarden Franken pro Jahr an die Banken. Das tut sie, um die Zinsen nach oben zu drücken. Die Folge: Es bleibt weniger Geld übrig für den Bund und die Kantone. Pikant dabei ist, dass die Nationalbank ihr Zinsziel auch mit weniger hohen Zinszahlungen an die Banken erreichen könnte. | Die Inflation in der Schweiz ist mit 3.5 Prozent so hoch wie zuletzt 1993. Die Nationalbank hat deshalb ihren Leitzins im September um 0.75 Prozentpunkte erhöht auf neu 0.5 Prozent. Gleichzeitig schwimmen die Banken noch immer im Geld. | Wie schafft es die Nationalbank, dass die Banken trotzdem bereit sind, neuerdings wieder für Geld zu bezahlen? Weshalb muss sie dafür selbst tief in die Taschen greifen? Und weshalb könnte die Nationalbank ihr Zinsziel auch mit weniger hohen Zinszahlungen erreichen? Das und mehr erfahren Sie im neusten Geldcast Update. Stichworte: Geldmarkt, Gewinnausschüttungen, interest on reserves, SNB Bills, reverse repurchase operations, reverse tiering.
S1 Ep 37Talk | Caroline Hilb, Geldpolitik-Expertin bei der St. Galler Kantonalbank
«Für mich deutet nicht viel darauf hin, dass wir es wirtschaftlich gut durch den Winter schaffen werden», sagt Caroline Hilb, Leiterin der Anlagestrategie bei der St. Galler Kantonalbank. Trotz drohender Energiekrise erwartet sie weitere Zinserhöhungen von der Schweizerischen Nationalbank: Bereits Mitte nächsten Jahres werde der Leitzins bei 1.5 Prozent liegen. Sie erwartet damit einen deutlich steileren Zinsanstieg als die Finanzmärkte. Mit Blick ins Ausland sagt Hilb: «Die Zentralbanken werden auch dann die Zinsen noch weiter erhöhen, wenn sich die Wirtschaft abschwächen sollte.» Was das für die Finanzmärkte bedeutet, und weshalb Caroline Hilb regelmässig an Finanzanlässen auftritt, die exklusiv für Frauen sind: Das und mehr erfahren Sie im neusten Geldcast von swissinfo.ch.
S1 Ep 36Talk | Tobias Straumann, Wirtschaftshistoriker, über die Inflation
«Wer zu spät ist, muss aufpassen, nicht gleich den nächsten Fehler zu machen», sagt Tobias Straumann, Wirtschaftshistoriker an der Universität Zürich. Die Zentralbanken dürften ihre zögerliche Reaktion auf die steigende Inflation jetzt nicht «überkompensieren». Die Teuerung liegt in vielen Ländern viel zu hoch, in den USA zum Beispiel bei 8.5 Prozent. Ein Gespräch darüber, wie die Inflation derart aus den Händen geraten konnte, über die Zinsaussichten in den USA und in der Schweiz und über die Statistik-Gläubigkeit der Zentralbanken.
S1 Ep 39Talk | Oliver Wünsch, Mission Chief des IWF während der Eurokrise
«Wir mussten in einer Nacht- und Nebelaktion mehrere Milliarden Euro-Banknoten mit einem Flugzeug nach Zypern schaffen.» Was nach einem Finanzthriller tönt, war für Oliver Wünsch, heute Zentralbank-Berater bei der Beratungsfirma «Oliver Wyman», beinharte Realität: Als einer der Missions Chiefs des Internationalen Währungsfonds (IWF) verhinderte er 2013 den Kollaps des zypriotischen Finanzsystems und leitete während der Griechenland-Krise für den IWF die Verhandlungen mit der griechischen Regierung. Heute sagt er: «Wir haben Griechenland Reformen aufoktroyiert, die teilweise den Wahlprogrammen der gewählten Regierungen deutlich widersprochen haben.». Trotzdem habe er aus dieser Zeit auch Positives mitgenommen: Mit einigen Vertretern der damaligen griechischen Regierung sei er noch heute befreundet. Im Zusammenhang mit der Diskussion um einen möglichen Austritt Italiens aus der Eurozone sagt Wünsch: «Die Europäische Zentralbank ist politischer als sie sein sollte.» Dennoch beurteilt er das neuste Instrument der EZB – das Transmission Protection Instrument (TPI) – positiv: «Dank TPI kann die EZB entschlossen gegen die hohe Inflation vorgehen.» Gleichzeitig sei klar, dass die Geldpolitik der EZB als monetäre Staatsfinanzierung interpretiert werden könne und mittelfristig in eine Fiskalunion führe.

S1 Ep 38Talk | Martin Brown, Direktor Studienzentrum Gerzensee
«Ich unterhalte mich in Kaffeepausen mit weltbekannten Ökonomen.» Das sagt Martin Brown, der neue Direktor des Studienzentrums Gerzensee. Das Studienzentrum wird von der Schweizerischen Nationalbank finanziert. Dort wird geforscht und gelehrt – und zwar auf internationalem Top-Niveau: Zu den Dozierenden gehören viele der einflussreichsten Ökonomen unserer Zeit, darunter James H. Stock und Jordi Gali. Mit diesen Leuten zusammenzuarbeiten sei ein grosses Privileg, so Brown. «Unsere Dozierenden haben immer den Blick für die wichtigen Themen und die Kompetenzen, um diese zu erforschen und ihre Ergebnisse zu kommunizieren.» Davon profitieren viele Schweizer Ökonomie-Doktorierende, die Kurse in Gerzensee besuchen. Wie will Brown das Studienzentrum Gerzensee in die Zukunft führen? Was wird sich unter seiner Leitung ändern? Und was fasziniert Martin Brown an seinem eigenen Forschungsgebiet? Das und mehr erfahren Sie im neuesten Geldcast von swissinfo.ch. Das Gespräch führt Geldökonom und Wirtschaftsjournalist Fabio Canetg.

S1 Ep 37Talk | Alexandra Janssen und Daniel Kaufmann: Wieso ist die Inflation so hoch?
Wieso ist die Inflation so hoch? Was müssen die Zentralbanken jetzt tun? Und wie lange wird uns die Teuerung noch beschäftigen? Über diese Fragen diskutieren im ersten Geldcast Live vor Publikum im «Polit-Forum Bern» zwei ausgewiesene Inflationsexperten: Alexandra Janssen, die zu Geldpolitik doktoriert hat und heute als CEO bei ECOFIN Portfolio Solutions arbeitet, und Daniel Kaufmann, Assistenzprofessor an der Universität Neuchâtel und ehemaliger Mitarbeiter der Schweizerischen Nationalbank. Und darum geht's: In den USA liegt die Teuerung bei 8.3 Prozent, in der Eurozone bei 8.1 Prozent und in der Schweiz bei 2.9 Prozent. Trotzdem reagieren die Zentralbanken erst zaghaft auf den historischen Teuerungsschub. Was bedeuten die steigenden Preise für uns Konsumentinnen und Arbeitnehmer? Sollten die Zentralbanken die Zinsen jetzt stark anheben, um die Teuerung zu bremsen? Oder wäre das angesichts des russischen Kriegs in der Ukraine genau das Falsche? Ein Gespräch über die Risiken einer geldpolitischen Straffung, über Stagflation und Löhne, und darüber, wie die Gier der Firmen die Inflation weiter anheizt («Greedflation»).

S1 Ep 36Talk | Stefanie Knoll, SRF-Wirtschaftsjournalistin
Wie funktioniert die Börse? Weshalb brechen die Aktienkurse seit Jahresbeginn so stark ein? Und bringt es überhaupt etwas, grün zu investieren? Im neuesten Geldcast machen wir ein Börsen-ABC für Einsteiger:innen. Zu Gast ist Stefanie Knoll, Produzentin bei «10vor10» und Moderatorin von «SRF Börse». Sie verrät uns zudem, was guten Wirtschaftsjournalismus ausmacht, wie sie ihre Expertinnen und Experten auswählt und wie es sich anfühlt, wenn Beiträge erst auf den allerletzten Drücker fertig werden. Das Gespräch führt Fabio Canetg, Geldökonom und Wirtschaftsjournalist.

S1 Ep 35Mit einer Wirtschaftskrise gegen die Inflation?
In vielen Ländern liegt die Inflation deutlich über dem Ziel der Zentralbanken. Und auch in der Schweiz ist die Teuerung zu hoch. Kommt es jetzt zu einer geldpolitischen Vollbremsung? | Die Zentralbanken sind mächtige Institutionen. Mit starken und plötzlichen Zinserhöhungen können sie eine Wirtschaftskrise auslösen. Genau darum drehen sie nach einer Wirtschaftskrise gewöhnlich nur langsam an der Zinsschraube – wenn überhaupt. | Doch wie sieht es heute aus? Können die Zentralbanken die Inflation überhaupt noch anders bekämpfen als mit einer hohen Arbeitslosigkeit? Und was sagt die neuste Forschung zu dieser Frage? Das und mehr erfahren Sie im neusten Geldcast Update.

S1 Ep 34Nationalbank-Spitze nimmt Sexismus-Vorwürfe nicht ernst
Die Schweizerische Nationalbank weisst die Sexismus-Vorwürfe an ihrer heutigen Generalversammlung als «schlichtweg unzutreffend» zurück. Im Geldcast Update erklärt Agota Lavoyer, Expertin für sexualisierte Gewalt, was das mit den betroffenen Personen macht. | Im September 2020 berichtete swissinfo.ch als erstes Medium über die auffällige Übervertretung von Männer bei der Schweizerischen Nationalbank. Kurz darauf dokumentierte das «Republik Magazin» mehrere Fälle von Sexismus, Diskriminierung und Mobbing bei der Zentralbank. | Heute hat die Nationalbank-Spitze an ihrer Generalversammlung angekündigt, ihre Anstellungs- und Beförderungsprozesse zu verbessern. Versäumnisse räumt sie allerdings keine ein – im Gegenteil. Barbara Janom Steiner, die Präsidentin des Aufsichtsgremiums der Nationalbank, bezeichnet die gut dokumentierten Vorwürfe als «schlichtweg unzutreffend». Sie stünden in «deutlichem Widerspruch» zu den Ergebnissen der Personalbefragung. | Das sei wie ein Schlag ins Gesicht für die betroffenen Personen, sagt Agota Lavoyer: «Die SNB wirft den Betroffenen vor, sie hätten gelogen.» | Wie schätzt Lavoyer die Aussage von Barbara Janom Steiner ein? Und was denken die Betroffenen über die Aussage der Bankratspräsidentin? Das und mehr erfahren Sie im neusten Geldcast Update.

S1 Ep 32Wie intransparent darf die Nationalbank sein?
Die Schweizerischen Nationalbank ist im internationalen Vergleich sehr intransparent. Das muss sich ändern, sagt Yvan Lengwiler, Professor für Makroökonomie an der Universität Basel. Im Geldcast Update erklärt er seine Vorschläge. | «Es gibt kein Recht auf Geheimniskrämerei», sagt Yvan Lengwiler – auch nicht bei der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Mit Stefan Gerlach von der EFG Bank und Charles Wyplosz, Professor am Graduate Institute in Genf, hat er sich zum «SNB-Observatorium» zusammengeschlossen. | Lengwiler und seine Mitstreiter fordern nun von der SNB mehr Offenheit. Aktuell wissen nämlich niemand, wie die SNB-Spitze ihre Entscheide treffe, so Lengwiler im Geldcast Update. Doch damit die Nationalbank ihrer Rechenschaftspflicht nachkommen könne, brauche es eine gewisse Transparenz. | Zudem möchten Lengwiler und Co. das Führungsgremium der Nationalbank vergrössern. Verglichen mit den wichtigsten Zentralbanken der Welt sei es nämlich eines der kleinsten. Dafür müsste allerdings das Nationalbankgesetz angepasst werden, was gewisse Risiken berge, so Lengwiler. | Welche Risiken das sind, und weshalb das SNB-Observatorium die Nationalbank überhaupt reformieren will: Das erfahren Sie im neusten Geldcast Update.

S1 Ep 32Ukrainische Flüchtlinge können ihr Bargeld nicht in Franken tauschen
Ukrainische Flüchtlinge in der Schweiz können ihr mitgebrachtes Bargeld nicht in Schweizer Franken tauschen. In Polen funktioniert der Tausch in die Lokalwährung – und auch die Eurozone arbeitet an einer Lösung. Wie könnte die Schweizerische Nationalbank den geflüchteten Personen helfen? | Der russische Krieg in der Ukraine zwingt Millionen von Menschen zur Flucht, über 18'000 Personen sind bereits in die Schweiz gekommen. Häufig haben sie wenig mehr dabei als einem Koffer und ein bisschen Bargeld. | Das mitgebrachte Bargeld ist für die geflüchteten Personen aber faktisch wertlos. Und zwar nicht, weil die ukrainische Währung an sich wertlos wäre – sie wird in der Ukraine nach wie vor akzeptiert. Doch im Ausland will praktisch niemand etwas gegen die ukrainische Währung tauschen, so auch in der Schweiz. Die geflüchteten Personen können ihr Bargeld also nicht zum Einkaufen brauchen – und auch die Banken tauschen die ukrainische Währung nicht gegen Schweizer Franken. | Weshalb das so ist? Und was könnte die Schweizerische Nationalbank tun, um den geflüchteten Personen zu helfen? Das und mehr erfahren Sie im neusten Geldcast Update. | Von Börsen und Bitcoin bis Inflation und Geldpolitik: Im Geldcast Update gibt es das Neueste aus der internationalen Finanzwelt. Verständlich und unterhaltsam für alle, die auf dem Laufenden bleiben wollen. Durch die Sendung führt Fabio Canetg, Geldökonom und Wirtschaftsjournalist.

S1 Ep 31Talk | Ernst Baltensperger, Geldpolitik-Koryphäe Schweiz
«Es gibt viele Parallelen zwischen den Inflation der 1970er-Jahre und heute.» Das sagt Ernst Baltensperger, emeritierter Professor für Makroökonomie und Doyen der Schweizer Geldpolitik. Der 79-jährige Baltensperger verfolgt die internationale Geldpolitik schon seit den 1960er-Jahren. «Früher haben viele nicht verstanden, wie es zu Inflation kommt.» Angesichts der wieder hohen Inflation dürfen die Zentralbanken jetzt nicht die gleichen Fehler machen wie damals. Er sagt: «Heute sollten wir es besser wissen.» Ein Gespräch über die Lehren der Vergangenheit, den Monetarismus, die Kaffeepausen am Volkswirtschaftlichen Institut der Universität Bern und die Frage: Weshalb war Ernst Baltensperger eigentlich nie im SNB-Direktorium? Von Börsen und Bitcoin bis Inflation und Geldpolitik: Wirtschaftsjournalist und Geldökonom Fabio Canetg spricht mit seinen Gästen aus Wissenschaft und Praxis über das Neueste aus der internationalen Finanzwelt. Verständlich und unterhaltsam für alle, die auf dem Laufenden bleiben wollen.

S1 Ep 30Talk | Nannette Hechler-Fayd'herbe, Anlagechefin Credit Suisse
"Die Inflation ist bereits zu spüren - auch in der Schweiz", sagt die Anlagechefin der Credit Suisse, Nannette Hechler-Fayd'herbe. Die Situation ist aber weniger dramatisch als in den USA: "In der Schweiz sind beispielsweise die Mieten nicht indexiert", so Hechler-Fayd'herbe. Das macht, dass das Schweizer Preisniveau nur langsam steigt. Trotzdem könnte die Schweizerische Nationalbank (SNB) die Zinsen schon früher anheben als viele erwarten; nämlich dann, wenn die Inflationsprognose über 2% steigen sollte. Für die USA erwartet Hechler-Fayd'herbe bis Ende 2023 ein Zinsniveau von 2.75%. "Eine rasche Reduktion der amerikanischen Inflation werden wir aber nicht sehen", so die Anlageexpertin. Von Börsen und Bitcoin bis Inflation und Geldpolitik: Wirtschaftsjournalist und Geldökonom Fabio Canetg spricht mit seinen Gästen aus Wissenschaft und Praxis über das Neueste aus der internationalen Finanzwelt. Verständlich und unterhaltsam für alle, die auf dem Laufenden bleiben wollen.

S1 Ep 29Talk | Gerhard Andrey, Nationalrat Grüne
"Ich halte die Ausschlusskriterien bei der SNB-Anlagepolitik für zu wenig systematisch, zu wenig repräsentativ und zu wenig zeitgemäss", sagt Gerhard Andrey, Nationalrat der Grünen. Das Dreiergremium an der Spitze der Nationalbank findet er zu klein. Dort müssten "diversere Kompetenzen" vertreten sein, so Andrey. Das sein wichtig, denn: "De facto verwaltet die SNB-Spitze einen der grössten Staatsfonds der Welt." Zur anstehenden Wahl eines neuen SNB-Direktoriumsmitglieds sagt er: "Diese Personalie wird bestimmend sein für die künftige Ausrichtung der Nationalbank." Er wünscht sich darum eine Person mit einem grünen Profil. Das Gespräch führt Fabio Canetg, Geldökonom und Wirtschaftsjournalist.

S1 Ep 28Wie steht es um den US-Arbeitsmarkt?
Nur zwei Jahre nach dem Ausbruch der Pandemie ist am amerikanischen Arbeitsmarkt fast nichts mehr von Krise zu spüren: Die Arbeitslosigkeit ist mit rund 4 Prozent fast wieder so tief wie vor Corona. Und auch andere Indikatoren zeichnen ein positives Bild des US-Arbeitsmarkts. Es gibt etwa deutlich mehr offene Stellen als Arbeitslose. Eine Kennzahl wirft aber noch Fragen auf: Die sogenannte Arbeitsmarktpartizipation. Sie liegt aktuell bei 62.2 Prozent – und damit mehr als einen Prozentpunkt tiefer als noch 2020. Was sind die Gründe dafür? Und wie steht es um den US-Arbeitsmarkt? Das und mehr erfahren Sie im neusten Geldcast Update.

S1 Ep 27Was bedeutet digitales Zentralbankengeld für die Finanzstabilität?
Mehr als 80 Prozent der Zentralbanken weltweit forschen an einem digitalen Zentralbankengeld. So auch die Schweizerische Nationalbank. Was kommt da auf uns zu? | Schon in drei Jahren könnte es in der Eurozone so weit sein: Bereits dann könnte es einen digitalen Euro als Ergänzung zum Bargeld und den Bankguthaben geben. Das sagen Vertreter:innen der Europäische Zentralbank. Und auch die Schweizerische Nationalbank forscht an einen e-Franken: Vorläufig zwar erst für den Gebrauch zwischen den Banken. Doch auch hier machen sich schlaue Köpfe bereits heute Gedanken darüber, was eine breite Einführung von digitalem Zentralbankengeld bedeuten könnte. | Würde das Finanzsystem dadurch stabiler? Und dürfte die Nationalbank überhaupt einen e-Franken für die breite Bevölkerung einführen, obwohl die Stimmbevölkerung 2018 «Nein» gesagt hat zur Vollgeld-Initiative? Das und mehr erfahren Sie im neusten Geldcast Update.

S1 Ep 26Afghanistan geht das Bargeld aus
Afghanistan geht das US-Dollar Bargeld aus – mit katastrophalen Folgen für die Bevölkerung. Jetzt fordert die New York Times die Freigabe von Dollar-Guthaben der afghanischen Zentralbank. Was würde das bringen? Und wie konnte es soweit kommen? | Die Wirtschaft steht still in Afghanistan. Der Grund ist das fehlende Bargeld. Über 20 Millionen Leute hungern. | Warum ist das Bargeld in Afghanistan knapp? Und was könnte die internationale Gemeinschaft tun, um die Situation zu verbessern? Einschätzung dazu gibt Nadia Qadire, Studentin an der Universität Bern und Afghanistan-Expertin, im neusten Geldcast Update. | Von Börsen und Bitcoin bis Inflation und Geldpolitik: Im Geldcast Update gibt es das Neueste aus der internationalen Finanzwelt. Verständlich und unterhaltsam für alle, die auf dem Laufenden bleiben wollen. Durch die Sendung führt Fabio Canetg, Geldökonom und Wirtschaftsjournalist.

S1 Ep 25So kommt es zu Inflation
Die Inflation in den Vereinigten Staaten ist so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Was sind die Gründe dafür? Und steigen die Preise jetzt auch in der Schweiz? | Das gab es zuletzt 1982: Seither sind die Preise in den USA nie mehr so stark gestiegen wie im vergangenen Dezember. Aktuell beträgt die amerikanische Teuerung sieben Prozent. Das hat das statistische Amt der Vereinigten Staaten letzte Woche vermeldet. | Wie kommt es zu Inflation? Was sagen uns die tiefen Zinsen auf US-Staatsanleihen über die Teuerungsaussichten? Und steigen die Preise bald auch in der Schweiz? Das und mehr erfahren Sie im neusten Geldcast Update. | Von Börsen und Bitcoin bis Inflation und Geldpolitik: Im Geldcast Update gibt es das Neueste aus der internationalen Finanzwelt. Verständlich und unterhaltsam für alle, die auf dem Laufenden bleiben wollen. Durch die Sendung führt Fabio Canetg, Geldökonom und Wirtschaftsjournalist.

S2 Ep 12Talk | Thomas Moser, Mitglied im erweiterten Direktorium der SNB
Bitcoins, Stablecoins und digitales Zentralbankengeld: Was sagt die Schweizerische Nationalbank (SNB) dazu? Thomas Moser, Mitglied im erweiterten Direktorium der SNB, nimmt Stellung. Er sagt: «Es gibt beim Bitcoin keine Garantie, dass man ihn brauchen kann, um etwas zu zahlen.». Es sei deshalb «nicht auszuschliessen», dass der Bitcoin-Kurs auf null falle. Auch aus diesem Grund forschen die SNB-Ökonomen an den Grundlagen für einen e-Franken. Ein Gespräch über die Frage: Wie wird unser Geld der Zukunft aussehen? Von Börsen und Bitcoin bis Inflation und Geldpolitik: Wirtschaftsjournalist und Geldökonom Fabio Canetg spricht mit seinen Gästen aus Wissenschaft und Praxis über das Neueste aus der internationalen Finanzwelt. Verständlich und unterhaltsam für alle, die auf dem Laufenden bleiben wollen.

S2 Ep 11Talk | Katrin Assenmacher, Leiterin «Geldpolitische Strategie» der EZB
«Die Inflation wird sich von alleine zurückbilden», sagt Katrin Assenmacher, Leiterin der geldpolitischen Strategie bei der Europäischen Zentralbank (EZB). Bevor über Zinserhöhungen nachgedacht würde, müsse sich ein anhaltender Inflationstrend abzeichnen. «Das ist eine Information darüber, wie wir reagieren werden», so Assenmacher. Ein Versprechen sei es aber «nicht notwendigerweise». Trotzdem ist für Assenmacher klar: «Die Öffentlichkeit muss wissen, was die Zentralbank tut.» Ebenfalls im Gespräch: Weshalb hat sich Katrin Assenmacher im letzten Jahr öffentlich geäussert zum Gender-Ungleichgewicht bei der Schweizerischen Nationalbank? Von Börsen und Bitcoin bis Inflation und Geldpolitik: Wirtschaftsjournalist und Geldökonom Fabio Canetg spricht mit seinen Gästen aus Wissenschaft und Praxis über das Neueste aus der internationalen Finanzwelt. Verständlich und unterhaltsam für alle, die auf dem Laufenden bleiben wollen.

S2 Ep 10Talk | Signe Krogstrup, Gouverneurin der Dänischen Nationalbank
«Wir haben kein Inflationsziel», sagt Signe Krogstrup, Gouverneurin der Dänischen Nationalbank, «unser Ziel ist ein stabiler Wechselkurs gegenüber dem Euro.» Damit habe die dänische Zentralbank während Jahren für stabile Verhältnisse sorgen können, so die ehemalige Kaderfrau der Schweizerischen Nationalbank. Gezeigt hat sich das etwa im Januar 2015: Nach der Aufhebung des Schweizer Mindestkurses gegenüber dem Euro spekulierten internationale Investoren auch gegen den dänischen Fixkurs – allerdings ohne Erfolg. «Beim Schweizer Franken gibt es immer eine gewisse Unsicherheit darüber, wo der künftige Wechselkurs liegen wird», sagt Krogstrup, «diese Unsicherheit gibt es in Dänemark nicht.» Was kann die Schweiz lernen vom dänischen Wechselkursregime? Und wie viel Geld sind Signe Krogstrup und Co. bereit zu drucken, um ihr Wechselkursziel zu verteidigen? Das und mehr erfahren Sie im Geldcast von swissinfo.ch. Von Börsen und Bitcoin bis Inflation und Geldpolitik: Wirtschaftsjournalist und Geldökonom Fabio Canetg spricht mit seinen Gästen aus Wissenschaft und Praxis über das Neueste aus der internationalen Finanzwelt. Verständlich und unterhaltsam für alle, die auf dem Laufenden bleiben wollen.

S1 Ep 21Yield Curve Control ausser Kontrolle
Die australische Zentralbank wird von den Märkten angegriffen und verliert die Kontrolle über die Zinsen. Ähnliches ist der Schweizerischen Nationalbank 2015 mit dem Euro-Mindestkurs passiert. Doch was steckt dahinter? | Der Staat soll sich günstig verschulden können. Das hat die Reserve Bank of Australia (RBA) beim Ausbruch der Pandemie versprochen. Sie fixierte dazu die Zinsen auf den 3-jährigen Staatsanleihen bei 0.1 Prozent. Ökonominnen nennen das Yield Curve Control. | Das hat problemlos funktioniert – bis es nicht mehr funktionierte. Am 29. Oktober verkauften die Anlegerinnen und Anleger massenhaft australische Staatsanleihen. Um die Zinsen stabil zu halten, hätte die RBA diese Staatsanleihen aufkaufen müssen. Doch sie tat es nicht. Als Folge stiegen der Zinsen auf über 0.55 Prozent. | Was ist da genau passiert? Und was kann die Schweizerische Nationalbank davon lernen? Das und mehr erfahren Sie im neusten Geldcast Update. Durch die Sendung führt Fabio Canetg, Geldökonom und Wirtschaftsjournalist.

S1 Ep 20Geldpolitik gegen den Klimawandel?
Seit Jahren wird von den Zentralbanken gefordert, mehr gegen den Klimawandel tun. Jetzt steht ein neues geldpolitisches Instrument zur Diskussion. | Der Klimastreik ist zurück: Letzte Woche haben in Bern tausende Menschen für eine griffigere Klimapolitik demonstriert. Angesprochen ist auch die Schweizerische Nationalbank (SNB): Sie solle einen Beitrag leistet im Kampf gegen den Klimawandel, so die Klimastreikenden. In Europa werden ähnliche Forderungen an die Europäische Zentralbank (EZB) gestellt. Doch was könnten die Zentralbanken genau tun? Chiara Colesanti Senni, Forscherin beim Council on Economic Policies, hat darauf eine neue Antwort parat: Die Zentralbanken sollen mit gezielten Geldausleihungen etwas zur Klimawende beitragen. Doch wie würde das genau funktionieren? Und dürfen die EZB und die SNB überhaupt Klimapolitik machen? Das und mehr erfahren Sie im neusten Geldcast Update. | Von Börsen und Bitcoin bis Inflation und Geldpolitik: Im Geldcast Update gibt es das Neueste aus der internationalen Finanzwelt. Verständlich und unterhaltsam für alle, die auf dem Laufenden bleiben wollen. Durch die Sendung führt Fabio Canetg , Geldökonom und Wirtschaftsjournalist.

S1 Ep 19Neue Namen fürs SNB-Direktorium
Im Umfeld der Schweizerischen Nationalbank (SNB) ist eine neue Diskussion entbrannt: Wer wird dereinst auf den aktuellen SNB-Präsidenten Thomas Jordan folgen? Der Grund für die Debatte ist die lange Amtszeit von Jordan: Er wird im nächsten Jahr der am längsten amtierende Vorsitzende der Nationalbank sein seit 1939. Dann wird nur noch Gottlieb Bachmann länger an der SNB-Spitze gestanden haben als Jordan. Bachmann war in den 1920er-Jahren SNB-Präsident. Grund genug, über mögliche Nachfolger:innen nachzudenken. Wer könnte bei einem Rücktritt von Jordan ins SNB-Direktorium gewählt werden? Das und mehr erfahren Sie im neusten Geldcast Update.

S1 Ep 18Die Forschungskonferenz der SNB
Kaum ein Politikbereich wird so stark durch die Forschung geprägt wie die Geldpolitik. Doch wie offen die Zentralbanken über die neuesten Forschungsresultate sprechen, variiert stark. Das zeigt sich exemplarisch an der Forschungskonferenz der Europäischen Zentralbank von letzter Woche. Wie unterscheiden sich die Forschungskonferenzen der Zentralbanken? Ein wichtiger Unterschied liegt in der Transparenz: Die EZB ermöglicht es allen Leuten, bei den Debatten mitzuhören; derweil diskutiert die Schweizer Geldpolitik-Elite jeweils hinter verschlossenen Türen. Weshalb ist das so? Und welche Gründe sprechen dafür, ein gewisses Mass an Intransparenz zu erhalten? Das und mehr erfahren Sie im neusten Geldcast Update. Durch die Sendung führt Fabio Canetg, Geldökonom und Wirtschaftsjournalist.

Talk | Claude Longchamp, Politikwissenschaftler
Gewinnausschüttungen, Anlagepolitik und Frauenförderung: Die Schweizerische Nationalbank ist mächtig unter Druck. "Diese Diskussionen werden sich ins Parlament vorarbeiten und Volksabstimmungen beeinflussen", glaubt Claude Longchamp, Politikwissenschaftler bei der gfs.bern. Die Nationalbank sei "zweifelsfrei" in einer Zeit des Umbruchs: "Es braucht nicht viel für neue politische Mehrheiten", so Longchamp. Doch wie könnte sich die SNB selber erneuern? "Eine Möglichkeit sind Personalwechsel", sagt Longchamp. Eine Amtszeitbeschränkung für die SNB-Führung fände er deshalb sinnvoll. Das Gespräch führt Fabio Canetg, Geldökonom und Wirtschaftsjournalist.

S1 Ep 16Talk | Tobias Straumann, Wirtschaftshistoriker
"In einem Jahr wird die USA keine Inflationsprobleme mehr haben." Das sagt Tobias Straumann, Wirtschaftshistoriker an der Universität Zürich, über den aktuellen Teuerungsschub in den Vereinigten Staaten. Das Fed werde abwarten: "Was wir in den Daten sehen, reicht nicht für eine geldpolitische Reaktion", so Straumann. Was aber, wenn die Teuerung hoch bleibt? "Dann wird die Zentralbank das Arbeitsmarktziel höher gewichten als die Inflation." Ein Gespräch über die Ursachen und Auswirkungen der amerikanische Inflation, das neue geldpolitische Konzept der Fed und das Preislevelziel der schwedischen Riksbank in den 1930er-Jahren. Durch das Gespräch führt Fabio Canetg, Geldökonom und Wirtschaftsjournalist.

S1 Ep 15Talk | Cilgia Rest, Bankchefin in Scuol
«Der Immobilienmarkt ist am Brennen.» Das sagt Cilgia Rest, Regionalleiterin der Graubündner Kantonalbank in Scuol. Für sie ist die Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank eine "riesige Herausforderung". Der Grund: "Auf dem Wohnungsmarkt werden die Einheimischen zunehmend von den Feriengästen verdrängt", so die Bankerin. Gleichzeitig sei der Tourismus "die Aorta" der Engadiner Existenz. Ein Gespräch darüber, wie sich die tiefen Zinsen auf das Leben in einem Bündner Alpental auswirken. Das Gespräch führt Fabio Canetg, Geldökonom und Wirtschaftsjournalist.

S2 Ep 6Talk | Aymo Brunetti, Professor für Volkswirtschaftslehre
Aymo Brunetti ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Bern. Er sagt: "Die Fiskalpolitik in den USA ist irrwitzig expansiv". Ein Inflationsschub sei deshalb "sehr denkbar". Das wäre problematisch, weil dann auch die Zinsen steigen müssten. Doch Brunetti warnt: "Nur schon die Zinswende wird ein Schock sein für die Finanzmärkte." Der ehemalige Chefökonom des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) rät der EZB deshalb zu "sofortigen" Zinserhöhungen. Das Gespräch führt Fabio Canetg, Geldökonom und Wirtschaftsjournalist.

S2 Ep 5Talk | Katharina Utermöhl, EZB-Watcherin
Katharina Utermöhl ist EZB-Watcherin bei der Allianz Versicherung in Köln. Als das deutsche Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) im Mai 2020 eine Kompetenzüberschreitung der EZB feststellte, dachte sie nur: "Oh Gott, jetzt nicht auch noch das!" Utermöhl kritisiert im Geldcast die Entscheidung des Gerichts scharf. Sie sagt: "Das Urteil des BVerfG zeigt ein veraltetes Geldpolitik-Verständnis." Bereits liegen weitere Klagen gegen die EZB vor. Was würde passieren, wenn eine dieser Klagen gutgeheissen würden? "Dann wären steigende Zinsen in den Peripherieländern wahrscheinlich", so die EZB-Expertin Utermöhl. Das Gespräch führt Fabio Canetg, Geldökonom und Wirtschaftsjournalist.

S2 Ep 4Talk | Alexandra Janssen, CEO ECOFIN Portfolio Solutions
Alexandra Janssen ist CEO bei ECOFIN Portfolio Solutions. Für das neue Aushängeschild der liberalen Ökonomenszene ist klar: "Aus ökonomischer Sicht intervenieren die Zentralbanken, um die Staatsschulden zu finanzieren." Das findet Janssen problematisch. "Die Geldpolitik hat enorme Effekte", sagt sie, "aber nicht dort, wo die Zentralbanken den Effekt haben wollen". Sie sollten deshalb von den tiefen Zinsen wegkommen. "Es ist nicht die Aufgabe der Zentralbanken, die Märkte zu beeinflussen", so die Geldpolitik-Expertin Janssen. Das Gespräch führt Fabio Canetg, Geldökonom und Wirtschaftsjournalist.

S2 Ep 3Talk | Reto Lipp, Wirtschaftsjournalist
Reto Lipp moderiert das SRF-Wirtschaftsmagazin «ECO». Er sagt: «Die Börse hat Corona bereits abgehakt.» Das sei nicht ungefährlich. Ein Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik würde nämlich zu einem Aktiencrash führen. Und auch die Staatsverschuldung erlaube kein Ende der Null- und Negativzinspolitik: «Die Staatsverschuldung ist so gross, dass die Notenbanken die Zinsen nicht erhöhen können», so Lipp. Das Gespräch führt Fabio Canetg, Geldökonom und Wirtschaftsjournalist.

S2 Ep 2Talk | Yvan Lengwiler vom SNB-Observatorium
Yvan Lengwiler ist Makroökonomie-Professor an der Universität Basel und Mitbegründer des SNB-Observatoriums. Er sagt im Geldcast von SWI swissinfo.ch: "Das Management der Inflationserwartungen ist das A und O der Geldpolitik. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat diese Aufgabe sträflich vernachlässigt." Lengwiler plädiert deshalb für ein höheres Inflationsziel. Das Gespräch führt Fabio Canetg, Geldökonom und Wirtschaftsjournalist. Yvan Lengwiler befand sich während des Gesprächs in Quarantäne. Wir haben das Gespräch deshalb online aufgezeichnet. Sein Corona-Testresultat stand zum Zeitpunkt der Aufzeichnung noch aus. Lengwiler hat sich seit unserem Gespräch gut von seiner Erkrankung erholt.

S2 Ep 1Talk | SP-Nationalrätin Céline Widmer und FDP-Ständerat Ruedi Noser
Zu Gast im Geldcast sind Nationalrätin Céline Widmer (sp, ZH) und Ständerat Ruedi Noser (fdp, ZH). Widmer findet es «unwürdig» jetzt knausrig zu sein mit den Härtefallhilfen. Das sieht Noser anders. Er sagt: «Firmen sind nicht für die Ewigkeit gemacht.» Einig sind sich die beiden Parlamentarier*innen, wenn es um das Eigenkapital der Nationalbank geht: «Die Nationalbank braucht Reserven. Die Frage ist, wie hoch die sein müssen», so Widmer. Das Gespräch führt Fabio Canetg, Geldökonom und Wirtschaftsjournalist.

S1 Ep 8Talk | Dirk Niepelt, Direktor des Studienzentrums Gerzensee
Dirk Niepelt ist der Direktor des Studienzentrums Gerzensee und Professor für Makroökonomie an der Universität Bern. Er ist weltweit einer der führenden Forscher auf dem Gebiet der elektronischen Zentralbankengelder (central bank digital currency). «Bis vor wenigen Jahren wurde das elektronische Zentralbankengeld von den Notenbanken noch sehr skeptisch beurteilt», so Niepelt. Das sei heute aber nicht mehr so. Denn: «Der Weg geht ganz klar in Richtung digitale Währungen.» Der am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) ausgebildete Niepelt sagt: «Das heutige Interesse, dass man dem elektronischen Zentralbankengeld entgegenbringt, ist auch auf die Vollgeld-Initiative zurückzuführen». Im Kern gehe es darum, der breiten Bevölkerung die Möglichkeit zu geben, ihre Gelder bei der SNB anzulegen. Würde er von dieser Möglichkeit Gebrauch machen? «Wenn die SNB den gleichen Zins bezahlen würde, wie die Geschäftsbanken, würde ich sicher einen Teil meines Guthabens bei der SNB halten», verrät Niepelt. Ebenfalls erklärt er im Geldcast, wie Helikoptergeld bereits heute «problemlos machbar» wäre und weshalb der Bund und die Kantone die Gewinnausschüttungen der Nationalbank «nicht brauchen». Das Gespräch führt der Wirtschaftsjournalist und Geldökonom Fabio Canetg. Mehr davon? Abonnieren Sie den Geldcast auf Spotify oder iTunes.

S1 Ep 7Talk | Annabelle Ehmann, Finanzplatz-Klimaaktivistin
Annabelle Ehmann ist Klimaaktivistin. Sie engagiert sich in der Finanzplatzgruppe des Klimastreiks. «Wenn grosse Player wie die Schweizerische Nationalbank (SNB) aufhören, in Umweltsünder zu investieren, hat das eine Signalwirkung», sagt Annabelle Ehmann. Der Klimastreik fordert ein striktes Finanzierungsverbot für Firmen, die mit fossilen Energien handeln. Ehmann ist sich bewusst, dass dadurch Arbeitsplätze gefährdet werden. Es brauche deshalb einen Transformationsplan. «Es werden [aber] so oder so viele Arbeitsplätze verloren gehen – auch wenn wir jetzt nichts tun», so die ETH-Studentin. Zur Politik hat die Aktivistin Ehmann ein ambivalentes Verhältnis: «Einerseits war es cool, dass sich Teile der SP-Fraktion während der Klima-Demo auf dem Bundesplatz mit uns solidarisiert haben. Andererseits fand ich es abstossend, dass die Politiker*innen die ganze Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben.» Das Gespräch führt der Wirtschaftsjournalist und Geldökonom Fabio Canetg. Mehr davon? Abonnieren Sie den Geldcast auf Spotify oder iTunes.

S1 Ep 6Talk | Sarah Lein, Makroökonomie-Professorin
Sarah Lein ist Professorin für Makroökonomie an der Universität Basel. Mit ihr sprechen wir über den neusten Regimewechsel in der US-Notenbankpolitik hin zu einem durchschnittlichen Inflationsziel (average inflation target, AIT). Das wird auch Auswirkungen auf die Schweiz haben, so Lein: "Die USA haben in geldpolitischen Themen eine Vorreiterrolle. Wenn sich das System bewährt, könnte auch die Schweiz irgendwann ein AIT-System implementieren." Ob sich der neue Ansatz durchsetzt, ist für sie aber ungewiss: "In der Schweiz haben wir trotz Negativzinsen Probleme das Inflationsziel zu erreichen." Für Sarah Lein stellt sich deshalb die Frage, mit welchen Instrumenten das Fed sein neues Ziel erreichen möchte. Ein lebhaftes und aufschlussreiches Gespräch zur Einstimmung auf die Lagebeurteilung der Schweizerischen Nationalbank am kommenden Donnerstag. Das Gespräch führt der Wirtschaftsjournalist und Geldökonom Fabio Canetg. Mehr davon? Folgen Sie Fabio Canetg auf Twitter, Facebook, Linkedin, oder Instagram.

S1 Ep 5Talk | Isabel Martinez, Ungleichheitsforscherin
"Jede Politikmassnahme hat Gewinner und Verlierer", sagt Ungleichheitsforscherin Isabel Martinez. So auch die Geldpolitik. Sie fordert deshalb: "Die Notenbanken müssen transparent sein über die Auswirkungen ihrer Politik auf die Ungleichheit." Kritisch beurteilt Martinez auch die Nebenwirkungen der aktuellen Geldpolitik: "Der Börsenboom führt dazu, dass die Vermögenden noch vermögender werden." Das sei mittelfristig problematisch, weil eine hohe Ungleichheit zu politischen Spannungen führe, so Martinez. Das Gespräch führt der Wirtschaftsjournalist und Geldökonom Fabio Canetg. Mehr davon? Folgen Sie Fabio Canetg auf Twitter, Facebook, Linkedin, oder Instagram.

S1 Ep 4Talk | Patrizia Laeri, Wirtschaftsjournalistin
Patrizia Laeri ist ehemalige Chefredaktorin von CNN Money Switzerland und spricht im swissinfo.ch Geldcast über den hohen Männeranteil in der Führungsetage der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Sie sagt: "Die Zahlen weisen klar darauf hin, dass es bei der SNB eine systematische Diskriminierung von Frauen gibt." Auch zur SNB-Anlagepolitik findet die Wirtschaftsjournalistin deutliche Worte: "Die Nationalbank investiert unethisch", so Laeri. Anlagen in Öl- und Rüstungsfirmen sind ihr ein Dorn im Auge. Laeri outet sich als Befürworterin der Volksinitiative "Für ein Verbot der Finanzierung von Kriegsmaterialproduzenten", die bald zur Abstimmung kommen wird. Das Gespräch führt der Wirtschaftsjournalist und Geldökonom Fabio Canetg. Mehr davon? Folgen Sie Fabio Canetg auf Twitter, Facebook, Linkedin, oder Instagram.

S1 Ep 3Talk | Daniel Kaufmann, Geldpolitik-Forscher
Daniel Kaufmann ist Assistenzprofessor an der Universität Neuchâtel und ehemaliger Mitarbeiter der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Im swissinfo.ch-Geldcast gibt er uns Einblicke in das Innenleben der Notenbank. Er sagt: «Man könnte sich überlegen, das SNB-Direktorium auch mit Nicht-Schweizer*innen zu besetzen.» Für die aktuellen Wirtschaftsaussichten ist der SNB-Experte vorsichtig optimistisch. Trotzdem würde es sich lohnen, die Geldpolitik der Nationalbank zu überdenken: «Das geldpolitische Gaspedal ist zwar durchgedrückt, aber die Räder drehen durch», so Kaufmann. Das Gespräch führt der Wirtschaftsjournalist und Geldökonom Fabio Canetg. Mehr davon? Folgen Sie Fabio Canetg auf Twitter, Facebook, Linkedin, oder Instagram.

S1 Ep 2Talk | Daniel Kalt, UBS-Chefökonom
Daniel Kalt ist Chefökonom der UBS Schweiz und einer der gefragtesten Kommentatoren der SNB-Politik. Im swissinfo.ch-Geldcast spricht er über die Währungsmarktinterventionen der Schweizerischen Nationalbank und die Negativzinsen. Zudem verrät uns Kalt, wie er die Kommunikation mit der SNB-Spitze erlebt. Das Gespräch führt der Wirtschaftsjournalist und Geldökonom Fabio Canetg. Mehr davon? Folgen Sie Fabio Canetg auf Twitter, Facebook, Linkedin, oder Instagram.

S1 Ep 1Talk | Jan-Egbert Sturm, KOF-Direktor
Prof. Jan-Egbert Sturm (KOF/ETH) ist der renommierteste Konjunkturprognostiker der Schweiz. Mit zwei Kollegen präsentierte er vor zwei Wochen einen kreativen Ausweg aus der vermeintlich alternativlosen Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank (Stichwort: SNB-Gelder für die Arbeitslosenversicherung). Im Geldcast spricht er über die Wirtschaftsaussichten für die Schweiz, die bisherige Krisenpolitik der Notenbank und seine innovative Politikempfehlung. Das Gespräch führt der Wirtschaftsjournalist und Geldökonom Fabio Canetg. Mehr davon? Abonnieren Sie den Podcast auf Spotify oder iTunes und folgen Sie Fabio Canetg auf Twitter, Facebook, Linkedin, oder Instagram.