
Geldcast: Wirtschaft mit Fabio Canetg
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S1 Ep 90Martin Schlegel wird SNB-Präsident – Petra Tschudin rückt nach
Martin Schlegel übernimmt ab Oktober das SNB-Präsidium, Petra Tschudin rückt ins SNB-Direktorium nach. Das hat der Bundesrat heute entschieden. Meine Einschätzung.
S1 Ep 89Darum wächst die Schweizer Wirtschaft wegen der Fussball-EM in Deutschland
Die Fussball-Europameisterschaft in Deutschland geht in die entscheidende Phase und in einem Monat beginnen die Olympischen Spiele in Paris. Gewinnen wird dabei auch die Schweiz: Die Wertschöpfung aus der Vermarktung dieser beiden Sport-Grossereignisse wird nämlich dem Schweizer Bruttoinlandprodukt zugerechnet – obwohl die beiden Events im Ausland stattfinden. Wieso ist das so? Macht das Sinn? Und wie gehen die Bundesökonominnen und -ökonomen mit diesem Spezialeffekt um? Antworten darauf hat Felicitas Kemeny. Sie ist Ökonomin beim Staatssekretariat für Wirtschaft und dort unter anderem zuständig für die Sporteventbereinigung des Bruttoinlandprodukts. | Stichworte: Fussball-Europameisterschaft, Fussball-EM, EURO 2024, Olympische Spiele, Bruttoinlandprodukt, Seco, Felicitas Kemeny, Geldcast, Fabio Canetg.
Talk | Bundesrätin Karin Keller-Sutter
Seit Mitte April ist bekannt, wie es nach dem Credit-Suisse-Debakel von 2023 mit den Schweizer Banken weitergehen soll. Einige wichtige Fragen sind aber noch offen. Jetzt erklärt Finanzministerin Karin Keller-Sutter im Geldcast, wieso der Bundesrat die Eigenkapital-Anforderungen an die Banken nicht erhöhen will, obwohl die Nationalbank, die Finanzmarktaufsicht und das Staatssekretariat für Wirtschaft genau das fordern. Zudem spricht Karin Keller-Sutter darüber, wie sie Liquiditätskrisen bei Banken künftig verhindern will. Und sie erklärt, warum die Schweizer Schuldenbremse nicht reformiert werden sollte. Ein unterhaltsames und persönliches Gespräch über den bundesrätlichen Arbeitsalltag – und über die zwei wohl wichtigsten Geschäfte der laufenden Legislatur.
S1 Ep 87Faktencheck zur Prämien-Entlastungs-Initiative
Am 9. Juni stimmt die Schweizer Stimmbevölkerung ab über die Prämien-Entlastungs-Initiative der Sozialdemokratischen Partei. Im Geldcast-Faktencheck nehmen wir drei Argumente aus dem Abstimmungskampf genauer unter die Lupe. Welche Aussagen sind richtig – und welche falsch? | Die Prämien-Entlastungs-Initiative der SP: Sie fordern eine Prämienobergrenze in der obligatorischen Krankenversicherung. Niemand soll mehr als 10 Prozent seines verfügbaren Einkommen ausgeben müssen für die Krankenkasse. Was darüber liegt, sollen der Bund und die Kantone zahlen. Das sei nötig – so die SP – weil die Prämien seit der Einführung des Krankenkassen-Obligatoriums 1996 stärker gestiegen wären als die Löhne. Doch stimmt das wirklich? | Ebenfalls schauen wir genauer hin bei zwei Gegenargumenten: Müssten Bund und Kantone tatsächlich mit Mehrausgaben von 11.7 Milliarden pro Jahr rechnen, wenn die Initiative angenommen würde? Und ist es tatsächlich so, dass es bei einem «Ja» zur Initiative weniger Anreize gäbe, in ein günstigeres Versicherungsmodell zu wechseln? | Stichworte: Prämien-Entlastungs-Initiative, Prämieninitiative, Krankenkassenprämien, Krankenkassen, Gesundheitskosten, Kaufkraft, Geldcast, Fabio Canetg.
S1 Ep 84Talk | Konrad Hummler, Ex-Wegelin-Teilhaber
Konrad Hummler war Teilhaber der Privatbank Wegelin. Im Januar 2012 musste er seine Bank in einer Nacht-und-Nebelaktion an die Raiffeisen verkaufen. Das darum, weil Wegelin in den USA wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung angeklagt werden sollte. Er erzählt uns eine Firmengeschichte, die weit mehr ist als das Ende einer Privatbank: Nämlich ein Beispiel der machtpolitischen Vormachtstellung der USA im Finanzbereich und die Geschichte eines radikalen Umdenkens auf dem Schweizer Finanzplatz. Ein Gespräch über streng geheime Verhandlungsrunden, das Ende des Schweizer Bankgeheimnisses und amerikanische Geheimagenten. | Stichworte: Konrad Hummler, Wegelin, Notenstein, US-Steuerstreit, Bankgeheimnis, Steuerhinterziehung, Finanzplatz Schweiz.
S1 Ep 85Magdalena Erni, Co-Präsidentin der Jungen Grünen, über Banken-Boni und Eigenkapital
Erst vor wenigen Tagen hat der Bundesrat seine Vorschläge zur künftigen Bankenregulierung veröffentlicht. Kommentiert wurde die bisher vor allem von älteren Personen. Nun äussert sich mit Magdalena Erni, Co-Präsidentin der Jungen Grünen und VWL-Studentin an der Universität Bern, erstmals eine junge politischen Stimme zu den Plänen von Karin Keller-Sutter. Sie findet: «Was der Bundesrat vorschlägt, geht viel zu wenig weit.» | Das Gespräch ist auch verfügbar als Video via linktr.ee/fabiocanetg. | Stichworte: UBS, Credit Suisse, Bankenregulierung, Eigenkapital, Magdalena Erni, Sergio Ermotti, Junge Grüne.
S1 Ep 84Talk | Wie weiter mit den Banken? Mit Lukas Hässig, Fabian Renz und Alexandra Janssen
Der Geldcast Live aus dem Polit-Forum Bern zur Bankenregulierung! Ein Jahr nach dem Ende der Credit Suisse macht Finanzministerin Karin Keller-Sutter ernst: Sie will die Schweizer Grossbanken strenger regulieren. Der Bundesrat hat gestern den entsprechenden Bericht verabschiedet. Wir fragen im Geldcast: Wie will Karin Keller-Sutter einen weiteren «Fall Credit Suisse» verhindern? Reichen die vorgeschlagenen Änderungen im Bankengesetz? Oder braucht es mutigere Reformen? | Zudem diskutieren wir über den Lohn von Sergio Ermotti. Er führt die UBS seit der Übernahme der Credit Suisse im März 2023 und hat dafür 14.4 Millionen Franken verdient – in nur neun Monaten. Wie rechtfertigt sich dieser Lohn? | Über diese und weitere Fragen zur Bankenregulierung spricht Geldcast-Moderator Fabio Canetg mit Fabian Renz vom Bundeshaus-Podcast «Politbüro» des Tages-Anzeigers, mit Lukas Hässig von Inside Paradeplatz und mit Alexandra Janssen, CEO von ECOFIN Portfolio Solutions und Co-Moderatorin im Wirtschaftspodcast «Börsenstrasse Fünfzehn». | Stichworte: UBS, Credit Suisse, Bankenregulierung, TBTF-Bericht, Eigenkapital, Banken, Finanzmarktaufsicht, Finma, Karin Keller-Sutter, Sergio Ermotti, Lukas Hässig, Fabian Renz, Alexandra Janssen. Zum Politbüro: https://spoti.fi/3UaaDCP | Zur Börsenstrasse Fünfzehn: https://spoti.fi/4cNp8DO | Zur Homepage von Moderator Fabio Canetg: www.fabiocanetg.ch
S1 Ep 83Wer bestimmt die Nachfolge von SNB-Präsident Jordan?
Nach über zwölf Jahren an der Spitze der Nationalbank tritt SNB-Präsident Thomas Jordan auf Ende September zurück. Das heisst für den Bundesrat: Er muss ein neues SNB-Direktoriumsmitglied wählen. Zusätzlich muss er einen neuen Präsidenten oder eine neue Präsidentin bestimmen. Ganz alleine entscheidet der Bundesrat aber nicht. | Ein politischer Machtkampf scheint unausweichlich: Bei der Nachfolge von SNB-Präsident Thomas Jordan reden gleich mehrere wichtige Gremien mit. Neben dem Bundesrat etwa das Aufsichtsgremium der Nationalbank, der SNB-Bankrat. Und auch das SNB-Direktorium macht seinen Einfluss geltend. | Doch wie läuft die Wahl eines neuen SNB-Direktoriumsmitglieds genau ab? Wer bestimmt den Präsidenten oder die Präsidentin? Und was kritisieren die Nationalbank-Experten des SNB Observatory am Wahlverfahren? Das und mehr erfahren Sie im neuesten Geldcast Update. | Stichworte: Jordan Rücktritt, Thomas Jordan, SNB Präsident, SNB Direktorium, SNB Bankrat, SNB Observatory, Yvan Lengwiler.
S1 Ep 82Talk | Markus Somm, Chefredaktor des Nebelspalters
Markus Somm ist Verleger und Chefredaktor des rechtsliberalen Nebelspalters und einer der einflussreichsten Polit-Kommentatoren der Schweiz. Als einer von ganz wenigen Leuten kritisiert Somm den Nationalbank-Präsidenten Thomas Jordan für seine Rolle beim Credit-Suisse-Kollaps vor einem Jahr. Er sagt, Jordan hätte die Credit Suisse bereits im Herbst 2022 stärker unter Druck setzen müssen. Und auch Marlene Amstad, Präsidentin der Finanzmarktaufsicht (Finma), kommt nicht gut weg: Niemand nehme Amstad ernst, so Somm. Entsprechend tief sei die Glaubwürdigkeit der Finma. | Wir sprechen im Geldcast über die Studienjahre von Markus Somm als Linker, über sein journalistisches Schaffen heute und über die Frage: Wer hat beim Untergang der Credit Suisse versagt? | Stichworte: Credit Suisse, UBS, Thomas Jordan, Marlene Amstad, Finanzmarktaufsicht, Finma, Markus Somm, Nebelspalter, Banken.
S1 Ep 81SNB-Präsident Jordan tritt zurück – wer übernimmt nun?
SNB-Präsident Jordan tritt auf Ende September zurück. Meine Einschätzung.
S1 Ep 80Schuldenbremse unter Druck – Fluch oder Segen?
Finanzministerin Karin Keller-Sutter muss sparen. «Die Bundesfinanzen sind aus dem Lot», sagt sie in der Samstagsrundschau vom 17. Februar auf Radio SRF. Sie müsse die Budgets der nächsten Jahren um jährlich drei bis vier Milliarden Franken «bereinigen», so die FDP-Magistratin. Für sie sei das kein Problem. Im Gegenteil: «Die Schuldenbremse hat sich als Segen erwiesen», so Keller-Sutter. | Ganz anders sieht das die SP. In einem Meinungsbeitrag im Tages-Anzeiger vom 15. Januar fordern SP-Präsident Cédric Wermuth und SP-Nationalrätin Sarah Wyss eine Reform der Schuldenbremse. Statt des Schuldenstands in Franken solle neu der Schuldenstand in Prozent des Bruttoinlandprodukts stabilisiert werden. «Sonst hinterlässt die Politik den kommenden Generationen einen Berg ungelöster Aufgaben, deren Finanzierung teurer wird, je länger man zuwartet», so Sarah Wyss im Geldcast. | Wir fragen: Wie konnten die Bundesfinanzen aus dem Ruder laufen? Welche Vorgaben macht die Schuldenbremse? Und wie würde sich die von den Linken vorgeschlagene Reform auswirken? | Hinweis: Cedric Tille ist Professor an der Geneva Graduate School und nicht an der Universität Lausanne, wie es in der Folge heisst. | Stichworte: Schuldenbremse, Karin Keller-Sutter, Sarah Wyss, Schuldenquote, Schulden Schweiz, Bundesfinanzen.
S1 Ep 79Talk | Zeno Staub, Ex-Vontobel-CEO
Zeno Staub war über zwei Jahrzehnte in der Führung bei Vontobel, einem der wichtigsten und grössten Vermögensverwalter der Schweiz. Per Ende 2023 ist er als CEO zurückgetreten. Im Geldcast spricht er erstmals seit seinem Rücktritt über seine Karriere, über seine politischen Pläne für die eidgenössischen Wahlen von 2027 und über die Zukunft von Kryptowährungen und digitalem Zentralbankengeld. Zeno Staub war 2023 Nationalratskandidat für die Mitte-Partei im Kanton Zürich und gilt als einer der belesensten und intellektuellsten Köpfe auf dem Schweizer Finanzplatz. | Von Börsen und Bitcoin bis Inflation und Geldpolitik – Wirtschaftsjournalist und Geldökonom Fabio Canetg spricht mit seinen Gästen aus Wissenschaft und Praxis über das Neueste aus der internationalen Finanzwelt. Verständlich und unterhaltsam für alle, die auf dem Laufenden bleiben wollen. | Stichworte: Zeno Staub, Vontobel, Kryptowährungen, Bitcoin, digitales Zentralbankengeld, central bank digital currencies, CBDC, Mitte-Partei.
S1 Ep 78Was eine US-Dollar-Einführung für Argentinien bedeuten würde
Der neue argentinische Präsident hat in seiner Wahlkampagne die Einführung des US-Dollars in Argentinien versprochen. Mittelfristig würde das die Teuerung verringern. Kurzfristig wäre die Dollar-Einführung aber mit hohen Kosten verbunden. | Die Preise in Argentinien steigen in Rekordtempo: Alleine im Dezember 2023 hat sich ein typischer Einkauf um rund 30 Prozent verteuert. Auf ein Jahr hochgerechnet gibt das eine Inflationsrate von mehr als 2300 Prozent. In der Schweiz lag die Jahresteuerung zuletzt bei 1.7 Prozent. | Der neue argentinische Präsident will darum den US-Dollar als neue Währung einzuführen. Das soll die Wirtschaft stabilisieren. Allerdings wäre eine solche Währungsreform auch mit hohen Kosten verbunden. Welche das sind, erfahren Sie im neusten Geldcast Update. | Stichworte: Argentinien, Inflation, Teuerung, US-Dollar, Javier Milei, Yvan Werning, Dollar-Einführung.
S1 Ep 78Talk | Jan-Egbert Sturm, Konjunkturforschungsstelle ETH Zürich
Was macht künstliche Intelligenz mit unserer Arbeit? Wie lösen wir den Arbeitskräftemangel? Und wie geht es weiter mit den Löhnen? Im neuesten Geldcast sprechen wir über genau diese Fragen – und zwar mit Jan-Egbert Sturm, Direktor der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich. | Künstliche Intelligenz verändert unsere Wirtschaft. Viele profitieren davon, weil sie wegen des technischen Fortschritts effizienter arbeiten können. Gleichzeitig gefährdet die Digitalisierung die Jobs von tief qualifizierten Arbeitnehmer:innen: Wer nicht mithalten kann, fällt aus dem Arbeitsmarkt. Doch welcher Effekt überwiegt? Ist künstliche Intelligenz (KI) die Lösung für den Arbeitskräftemangel? Oder verschärft sie den Fachkräftemangel gar noch? | Ausserdem sprechen wir über alternative Lösungen für den Arbeitskräftemangel: Wie würde sich eine grosszügigere Kita-Finanzierung durch den Staat auswirken? Sollten wir das Pensionsalter erhöhen – genauso, wie es die Renteninitiative der Jungfreisinnigen fordert? Und warum sinken die Reallöhne – trotz Arbeitskräftemangel? | Stichworte: Künstliche Intelligenz, Arbeitsmarkt, Fachkräftemangel, Arbeitskräftemangel, Löhne, Kindertagesstätten, Kita, Kita-Finanzierung, Renteninitiative.

S1 Ep 76Talk | Alexandra Janssen und Fabio Canetg zu den Zinsaussichten
Diese Folge wurde erstmals am Montag, 11. Dezember auf dem Podcast-Feed der «Börsenstrasse Fünfzehn» veröffentlicht. | Wie reagieren die Zentralbanken auf die sinkende Inflation? Tritt Nationalbank-Präsident Thomas Jordan zurück? Und welche soziale Verantwortung tragen die Firmen in unserer Gesellschaft? Das sind die Themen in der neuen Folge der «Börsenstrasse Fünfzehn». | Die Inflation sinkt, die Wirtschaft schwächelt und die Zentralbanken senden erste Zeichen der Entspannung. Alles deutet auf eine baldige Zinssenkung hin. Doch ist der Teuerungsschub tatsächlich schon ausgestanden? | Ausserdem sprechen wir über den ewigen Nationalbank-Präsidenten Thomas Jordan. Tritt er zurück, bevor im nächsten Sommer der Bericht der parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK) zum Ende der Credit Suisse veröffentlicht wird? Und welche soziale Verantwortung tragen die Firmen in unserer Gesellschaft? | Das und mehr diskutieren die Ökonomin Alexandra Janssen und der Wirtschaftsjournalist Fabio Canetg in der neusten Folge der «Börsenstrasse Fünfzehn». | Stichworte: Zinsen, Zinsaussichten, Inflation, Wirtschaftslage, Rezession, Zentralbanken, Geldpolitik, Thomas Jordan, Rücktritt, parlamentarische Untersuchungskommission, PUK, Credit Suisse, woke capitalism, shareholder capitalism, stakeholder capitalism, Börsenstrasse Fünfzehn, Börsenstrasse 15, Alexandra Janssen, Fabio Canetg
S1 Ep 76Q&A zur Einstein-Sendung über Kryptowährungen, Bitcoin und e-Franken
Das ist eine Geldcast-Spezial-Folge, die auch als Video auf SRF erscheint. | Als Reaktion auf die Einstein-Sendung über Kryptowährungen, Bitcoin und e-Franken – bei der ich als Experte dabei war – gab es in den Kommentaren auf SRF sehr viele Zuschauer:innen-Fragen. Einigen davon haben mir die Leute von SRF gestellt. Hier sind meine spontanen Antworten. | Die ganze Einstein-Sendung finden Sie verlinkt auf meinen Social-Media-Profilen. | Stichworte: Kryptowährungen, Bitcoin, Stablecoins, Blockchain, Bargeld, digitales Zentralbankengeld, CBDC, Geld, e-Franken, Buchgeld-Token, Geldcast, Fabio Canetg, Schweizerische Nationalbank, SNB.
S1 Ep 75Talk | Corinne Zellweger-Gutknecht, Finanzrechtsexpertin
Schon bald berät das eidgenössische Parlament über eine staatliche Liquiditätssicherung für Banken. Die Vorlage ist höchst umstritten: So will der Bundesrat von den Banken nur eine kleine Abgeltung für den Public Liquidity Backstop. Expertinnen und Experten kritisieren zudem, dass ein notrechtliches Kreditprogramm aus den Chaostagen der Credit-Suisse-Rettung vom März 2023 (ELA+) ins ordentliche Recht überführt werden soll. | Corinne Zellweger-Gutknecht ist Finanzrechtsprofessorin an der Universität Basel und kennt die Vorlage wie sonst kaum jemand. Im Geldcast erklärt sie, weshalb sie an der Vernehmlassung zur Gesetzesrevision teilgenommen hat und wieso sie einige Teile der Vorlage als «schwerwiegenden Sündenfall» und «singuläre Schonung und Bevorzugung der Banken» bezeichnet. | Stichworte: Staatliche Liquiditätssicherung, Public Liquidity Backstop, Emergency Liquidity Assistance, PLB, ELA, ELA+, Bankengesetz, Corinne Zellweger-Gutknecht
S1 Ep 74Talk | Monika Bütler, Honorarprofessorin Universität St. Gallen
Monika Büter gehört seit Jahrzehnten zur Ökonomie-Elite der Schweiz – jetzt ist sie zum Gast im Geldcast, dem unterhaltsamsten und fachkundigsten Wirtschaftspodcast der Schweiz. Wir sprechen über ihre herausragende Karriere, den tiefen Frauenanteil im Wirtschaftsstudium und die Werte der Universität St. Gallen. Die aktuellen Themen sind der Fachkräftemangel, der Teilzeit-Trend und die Anreizwirkung von Steuern – inklusive Referenz auf die Top-Forschung von Isabel Martinez, Ökonomin an der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich. | Stichworte: Fachkräftemangel, Teilzeit, Vollzeit, Einkommenssteuern, Steuerprogression, Subventionen, Universität St. Gallen, Hochschule St. Gallen, HSG, Monika Bütler, Isabel Martinez, Fabio Canetg.
S1 Ep 73Wie geht es weiter mit den Zinsen auf Hypotheken?
In nur zwei Jahren haben sich die Zinsen auf Hypotheken in den USA und der Schweiz fast verdreifacht. Jetzt scheint der Zinshöhepunkt erreicht. Doch bleiben die Zinsen nun hoch – oder geht es schon bald wieder runter? | Über 1100 Milliarden Franken: So hoch ist das Volumen der ausstehenden Hypotheken in der Schweiz. Am Ende der Laufzeit müssen die jeweils erneuert werden. Ein teures Unterfangen für diejenigen, die sich bisher günstig finanziert haben und bald auf eine teure Hypothek umsteigen müssen. Und auch wer ein neues Haus kaufen möchte, fragt sich: Wie geht es weiter mit den Zinsen? Im neuen Geldcast Update diskutieren wir drei Indikatoren für die weitere Zinsentwicklung. | Stichworte: Hypotheken, Zinsen, Hypo-Zinsen, Hypothekarzinsen, SARON-Hypothek, Festhypothek.
S1 Ep 72Kryptowährungen im Aufwind: Wie zahlen wir in der Zukunft?
In Schweden zahlt fast niemand mehr mit Cash, die Europäische Zentralbank arbeitet an einem digitalen Euro und in der Schweiz forschen die Banken an einer Kryptowährung mit Frankendeckung. Das Geld verändert sich – doch wie werden wir in Zukunft zahlen? | Die Welt steckt mitten in einer Geld-Revolution: Kryptowährungen wie Bitcoin werden wichtiger, das Bargeld droht zu verschwinden und die Banken fürchten um ihre Gewinne. Ein Experte dafür ist Dirk Niepelt, Makroökonomie-Professor der Universität Bern. Er forscht zu den aktuellen Umwälzungen im Geldsystem. Im Geldcast Update spricht er über die Zukunft des Geldes, über das Geschäftsmodell der Banken und über digitales Zentralbankengeld. | Stichworte: Kryptowährungen, Bitcoin, Stablecoins, Blockchain, Bargeld, Buchgeld, digitales Zentralbankengeld, central bank digital currencies, CBDC, Geld, digitaler Euro, e-Franken, Buchgeld-Token, Geldschöpfung, peer-to-peer, ditributed ledger technologie, DLT
S1 Ep 71Geld verdienen an der Börse: Worauf muss ich achten?
Die Börsen locken mit riesigen Gewinnaussichten. Überall auf der Welt wollen Menschen davon profitieren und mit Aktien reich werden. Doch wie investiert man sein Geld richtig? | 10'000 Franken anlegen und damit 42'000 Franken Gewinn machen: Das ist nicht bloss Wunschdenken, sondern Realität. Geschafft haben das alle, die zwischen 1997 und 2022 in den Schweizer Aktienmarkt investiert haben. Das zeigen die Zahlen von moneyland.ch zum Swiss Market Index (SMI). | Die ganze Sache hat allerdings einen Haken: Am Aktienmarkt kann man auch alles verlieren. Wir haben darum mit dem Finanzexperten Patrick Eugster übers Anlegen gesprochen. Er hat an der Universität Zürich zu Finanzfragen doktoriert und betreibt heute einen Finanzblog auf Youtube. Wie investiert man sein Geld richtig? Und worauf sollte man achten? | Stichworte: Aktien, Aktienmarkt, Börsen, Börsenkurse, Geld anlegen, Geld investieren, Rendite, Sparkonto.
S1 Ep 70Bundesrat will ein permanentes Auffangnetz für Banken
Die Schweizer Regierung will auf Anraten eines internationalen Gremiums ein permanentes Auffangnetz spannen für die Banken – im Jargon bekannt als Public Liquidity Backstop. In der Schweizer Politik kommt die Idee einer staatlichen Liquiditätssicherung für die Banken nicht gut an. | Was will der Bundesrat genau? Was spricht für den Public Liquidity Backstop – und was dagegen? Und wie hängt der Vorschlag des Bundesrats zusammen mit den Eigenkapitalvorschriften der Banken? | Stichworte: Public Liquidity Backstop, PLB, staatliche Liquiditätssicherung, Banken, Bankenregulierung, Credit Suisse, UBS, Eigenkapital, Bundesrat, Financial Stability Board.
S1 Ep 65Talk | Christoph Schaltegger und Yves Wegelin
Der dritte Geldcast-Live-Event vor Publikum aus den Räumen von SRF und SWI swissinfo.ch in Bern: Fünf Wochen vor den eidgenössischen Wahlen diskutiert Fabio Canetg mit Christoph Schaltegger, Direktor des Instituts für Wirtschaftspolitik (IWP) an der Universität Luzern, und Yves Wegelin, Wirtschaftsjournalist bei der Wochenzeitung (WOZ), über die drängendsten wirtschaftspolitischen Probleme der Schweiz: die neue UBS, die Bankenregulierung, die Rolle der Finanzmarktaufsicht (Finma), die schwachen Wirtschaftsdaten, die Rezessionsgefahr, die schwindende Kaufkraft, die sinkenden Reallöhne und die steigenden Krankenkassenprämien. | Yves Wegelin ist kurzfristig eingesprungen für Monika Bütler. | Stichworte: Eidgenössische Wahlen, Wahlen 2023, Bankenregulierung, Credit Suisse, UBS, Eigenkapital, Finanzmarktaufsicht, Finma, Wirtschaftslage, Nullwachstum, Rezessionsgefahr, Rezession, Kaufkraft, Inflation, Löhne, Reallöhne, Krankenkassen, Krankenkassenprämien, Mieten, Christoph Schaltegger, Institut für Wirtschaftspolitik, Yves Wegelin, Wochenzeitung, WOZ, Fabio Canetg.
S1 Ep 64Talk | Sarah Lein, Geldpolitik-Professorin an der Universität Basel
Sarah Lein ist eine der Top-Kandidatinnen für den freien Sitz im dreiköpfigen SNB-Direktorium. Sie hat gute Chancen, schon bald neben Thomas Jordan und Martin Schlegel im Führungsgremium der Nationalbank zu sitzen. Doch will sie? Wir haben nachgefragt – und uns mit ihr über die drängendsten geldpolitischen Themen unterhalten: Wie steht es um die Kaufkraft der Schweizer Bevölkerung? Warum fliessen die Krankenkassenprämien eigentlich nicht in die Berechnung der Inflation ein? Und wieso zahlt die Schweizerische Nationalbank – im Gegensatz zur Europäischen Zentralbank – mehrere hundert Millionen Franken pro Jahr an die Banken, obwohl die Verzinsung der Mindestreserven nach Meinung der meisten Expertinnen und Experten gar nicht nötig ist? | Stichworte: Inflation, Kaufkraft, Teuerung, Krankenkassenprämien, Mindestreserven, Interest on Reserves, SNB Bills, SNB Reverse Repos, SNB-Direktorium, SNB-Vakanz, Thomas Jordan, Martin Schlegel, Sarah Lein.
S1 Ep 63Talk | Helene Budliger Artieda, Seco-Staatssekretärin
Seit einem Jahr leitet Helene Budliger Artieda das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) in der Bundesverwaltung. Dort ist sie unter anderem verantwortlich für die Umsetzung der Russland-Sanktionen. Die Schweiz steht in der Kritik: Sie mache zu wenig, sagt zum Beispiel der amerikanische Botschafter in der Schweiz. Was ist dran an diesen Vorwürfen? Wie sucht das Seco nach russischen Geldern in der Schweiz? Und wieso ist die Schweiz nicht Mitglied in der G7-Arbeitsgruppe («Russian Elites, Proxies and Oligarchs Task Force») zu den Russland-Sanktionen? Das und mehr klären wir im neuesten Geldcast. | Stichworte: Russland-Sanktionen, Oligarchengelder, Russian Elites, Proxies and Oligarchs, Staatssekretariat für Wirtschaft, Seco, Helene Budliger Artieda.
S1 Ep 64Talk | Stephanie Schmitt-Grohé von der Columbia University
Sie ist eine der bekanntesten Inflationsforscherinnen der Welt: Stephanie Schmitt-Grohé, Professorin für Makroökonomie an der renommierten Columbia University in New York. In ihrem neusten Forschungspapier untersucht sie, ob die Teuerung noch lange hoch bleiben wird oder ob der Spuk schon bald vorbei ist. | Ein Gespräch über die Zinsuntergrenze («The Perils of the Taylor Rule»), ein geldpolitische Experiment («The Neo Fisher Effect and Exiting a Liquidity Trap») und den Vorteil von langen Zeitreihen in der empirischen Makro-Forschung («What Do Long Data Tell Us About The Inflation Hike Post Covid-19?»). | Stichworte: Inflation, Teuerung, Kaufkraft, Zinsuntergrenze, Liquiditätsfalle, Fisher-Effekt, ELB, effective lower bound, ZLB, zero lower bound, Taylor rule, Neo Fisherian, Stephanie Schmitt-Grohé.
S1 Ep 63Talk | Adriel Jost, wie politisch ist die Nationalbank?
Zentralbank-Entscheide gelten als unpolitisch – doch sind sie das wirklich? Über diese Fragen sprechen wir vier Monate vor den eidgenössischen Parlamentswahlen in der Schweiz mit Adriel Jost vom Institut für Wirtschaftspolitik (IWP) der Universität Luzern. Er sagt: «Die geldpolitische Haltung einer Zentralbank spiegelt häufig die politischen Präferenzen der Leute». Die Überzeugungen der SNB-Spitzenleute spielen allerdings eine wichtige Rolle, weil die quantitativen Prognosen unzuverlässig sind: «Für den relevanten Prognosehorizont für die Geldpolitik – also für den Zeitraum in ein bis drei Jahren – weiss man eigentlich nichts!», so der ehemalige Berater von ex-SNB-Vizepräsident Fritz Zurbrügg. Zudem diskutieren wir im Geldcast darüber, was Adriel Jost mit seinem Think Tank «Liberethica» erreichen will und über Greedflation. | Stichworte: Schweizerische Nationalbank, SNB, SNB-Direktorium, Inflation, Teuerung, Kaufkraft, Greedflation, Profit-Preis-Spirale, Geldcast, Liberethica, Adriel Jost, Thomas Jordan, Fabio Canetg
S1 Ep 64Talk | Daniel Zuberbühler, ex-Finma-Direktor
Daniel Zuberbühler ist ehemaliger Direktor der Eidgenössischen Bankenkommission (heute: Finma) und fordert im Geldcast eine deutlich strengere Bankenregulierung: Mindestens zehn Prozent ungewichtetes, hartes Kernkapital sollten die Grossbanken halten – fast dreimal mehr als heute. Und auch die Liquiditätsvorschriften müssten erhöht werden, weil sie nicht auf einen digitalen Bank-Run ausgerichtet seien. Zudem spricht Zuberbühler über die UBS-Rettung von 2008: Als Bankenaufseher war er unmittelbar in die Planung und Umsetzung der Rettungsaktion involviert.
S1 Ep 63Talk | Lukas Hässig von Inside Paradeplatz
Er ist einer der erfolgreichsten Wirtschaftsjournalisten der Schweiz: Lukas Hässig von «Inside Paradeplatz». Im Geldcast spricht er über seine grössten Geschichten, über sexistische Kommentare auf seiner Plattform, über den Untergang der Credit Suisse («Die sind mit vollem Karacho in die Wand gefahren») und darüber, wie er erst kürzlich von der Polizei einvernommen wurde.
S1 Ep 62Inflation: Wie lange steigen die Preise noch weiter?
Ein typischer Einkauf in der Schweiz kostet mittlerweile sechs Prozent mehr als noch vor zwei Jahren. Im internationalen Vergleich ist das ein moderater Preisanstieg. Für die Schweiz ist die Inflation allerdings sehr hoch. Wie lange geht das noch so weiter? | Wenn die Preise steigen und Lohn nicht mithält, bleibt Ende Monat weniger Geld übrig: Weniger Geld für ein schönes Konzert oder ein feines Essen mit Freundinnen im Restaurant. So gesehen wirkt die Inflation wie eine Steuer. Eine Steuer aber, zu der wir nie «Ja» gesagt haben an der Urne. | Was tut die Nationalbank gegen die hohe Inflation? | Wieso ist die Teuerung in der Schweiz viel tiefer als im Ausland? Und ist die Gier der Firmen tatsächlich die Ursache für die Inflation? Das und mehr erfahren Sie im neusten Geldcast Update. | Stichworte: Inflation, Teuerung, Kaufkraft, Preise, Greedflation, Isabella Weber.
S1 Ep 61Talk | Fabian Schär, Professor für Bitcoin, Blockchain und FinTech
Das internationale Geld- und Finanzsystem verändert sich in rasender Geschwindigkeit. Kryptowährungen wie Bitcoin und die Blockchain-Technologie stellen die Banken vor riesige Herausforderungen. Mittendrin in dieser Entwicklung ist Fabian Schär. Als Professor für Bitcoin, Blockchain und FinTech an der Universität Basel ist er einer der international gefragtesten Experten auf dem Thema. | Wird sich Bitcoin als neue Währung durchsetzen? Wie wird sich die Rolle der Banken verändern, wenn wir unser Geld künftig wieder ohne deren Hilfe von A nach B überweisen können? Und was ist ihm am meisten in Erinnerung geblieben von seinem Auftritt am G-20-Gipfeltreffen in Indien? | Stichworte: Bitcoin, Blockchain, Krypto, Kryptowährungen, Smart Contracts, Decentralized Finance, DeFi, FinTech, Fabian Schär
S1 Ep 60Braucht es mehr «Plurale Ökonomik» im Wirtschaftsstudium?
Das internationale Studierenden-Netzwerk «Rethinking Economics» fordert einen diverseren Wirtschaftsunterricht an den Universitäten. In Bern engagiert sich die Studentin Karin Roth für dieses Anliegen. Was will sie genau? | «Wir lernen an den Universitäten nur eine Wirtschaftstheorie», sagt Karin Roth, Volkswirtschafts-Studentin an der Universität Bern und Mitglied im Kollektiv «Rethinking Economics». Für sie ist das zu wenig. Sie setzt sich darum ein für einen diverseren Unterricht. | Was fordert Roth genau? Was sagt der Direktor des Volkswirtschaftlichen Instituts der Universität Bern, Aymo Brunetti, zur Kritik von Roth? Und wie international ist die Forderung nach mehr Pluralität im Wirtschaftsstudium? Das und mehr erfahren Sie im neusten Geldcast Update. | Stichworte: Plurale Ökonomik, Rethinking Economics, feministische Ökonomik, VWelles Bern, VWI Bern, Karin Roth, Aymo Brunetti.
S1 Ep 59SP-Präsidentin Mattea Meyer fordert mehr Eigenkapital für die Banken
Diese Woche findet die Sondersession des Parlaments zur Credit Suisse statt. Eine der meistgestellten Forderungen ist die nach höheren Eigenkapitalquoten für die Banken. Die Hoffnung beruht auf einer einfachen Formel: Höhere Eigenmittel gleich stabilere Banken. Doch wieso sind Banken überhaupt instabil? Was ist bei der Credit Suisse passiert in ihren letzten Tagen? Hätte sie mit einem höheren Eigenkapital überlebt? Oder gibt es bessere Regulierungsansätze? | Zudem klären wir im Geldcast Update, was der Unterschied ist zwischen dem gewichteten Eigenkapital und dem ungewichteten Eigenkapital. Und wir sprechen über das harte Kernkapital (Common Equity Tier 1, CET1) und das zusätzliche Kernkapital (Additional Tier 1, AT1). | Stichworte: Credit Suisse, Banken, Eigenkapital Banken, ungewichtetes Eigenkapital, gewichtetes Eigenkapital, Common Equity Tier 1, CET1, Additional Tier 1, AT1, Mattea Meyer.
S1 Ep 55Wieso sind Zentralbanken unabhängig?
Wie unabhängig soll eine Zentralbank sein? Diese Frage ist ein Dauerbrenner in der geldpolitischen Debatte. Zuletzt hat sie neuen Schwung erhalten, weil der neue brasilianische Präsident seine Zentralbank mächtig unter Druck setzt. Er drohte sogar damit, den Zentralbank-Gouverneur zu entlassen. | Im neusten Geldcast Update schauen wir uns diesen Fall genauer an: Wie genau setzt der brasilianische Präsident die Zentralbank unter Druck? Welche machtpolitischen Hebel hat er? Und wieso sind die meisten Zentralbanken überhaupt unabhängig? | Stichworte: Zentralbank Unabhängigkeit, Inflationsziel, Brasilien Zentralbank, Lula da Silva, Campos Neto
S1 Ep 58Die Schweiz spricht Milliarden für die Credit-Suisse-Übernahme
Jetzt fliessen die Milliarden für die Credit-Suisse-Abwicklung. Am Sonntagabend verkünden die Schweizerische Nationalbank, die Finanzmarktaufsicht und das Eidgenössische Finanzministerium zusammen mit der UBS das Ende der Credit Suisse: Sie wird für rund 2 Milliarden Franken von der UBS übernommen. Der Bund spricht dafür Garantien im Umfang von 109 Milliarden Franken. Und von der Nationalbank bekommen die die beiden Banken wenn nötig einen Kredit von bis zu 250 Milliarden Franken. Im Geldcast beantworte ich Ihre Fragen zum Credit-Suisse-Untergang: Wer profitiert davon und wer verliert? Wie gefährlich ist die neue Mega-UBS für die Schweiz? Hätte man die Credit Suisse nicht besser verstaatlichen sollen? Wieso wurde nicht nur der Schweizer Teil der Credit Suisse gerettet? Und wozu braucht es überhaupt die Kreditlinien der Nationalbank? Zudem spreche ich über einige der wichtigsten Details der Staatshilfen für die Credit Suisse und die UBS: Wie setzen sich die 109 Milliarden des Bundes zusammen? Aus welchen Programmen kommen die 250 Milliarden Franken der Nationalbank? Und wie viel müssen die beiden Banken dafür zahlen? | Diese Folge wurde am Sonntag, 19. März, um 22:00 Uhr aufgenommen. Im Audio wird ein Übernahmepreis von 2 Milliarden Franken resp. 50 Rappen pro Aktie gennant. Diese Information zirkulierte am Sonntagabend, ist aber falsch. Der Übernahmepreis beträgt rund 3 Milliarden Franken resp. 76 Rappen pro Aktie. | Stichworte: Credit Suisse, Credit-Suisse-Rettung, CS-Rettung, UBS, Credit Suisse UBS, Schweizerische Nationalbank, Nationalbank, SNB, Finanzmarktaufsicht, FINMA, Finanzministerium, emergency liquidity assistence, public liquidity backstop, Thomas Jordan, Karin Keller-Sutter, Bundesgarantie, Geldcast, Geldcast Update, Fabio Canetg.
S1 Ep 57Credit Suisse: Zahlt jetzt auch der Bund?
Die Verhandlungen um eine Übernahme der Credit Suisse durch die UBS laufen auf Hochtouren. Dabei stellen sich einige knifflige Fragen: Was ist der Plan B, wenn das mit der Übernahme der Credit Suisse durch die UBS nicht klappt? Kann sich die UBS die Credit Suisse überhaupt leisten? Was ist die Rolle der Schweizerischen Nationalbank und des Bundes? Und wie viel wird die Rettung der Credit-Suisse kosten? Das, und ganz viel mehr, gibt es jetzt im Geldcast Spezial. | Diese Folge wurde am Sonntag, 19. März, um 00:30 Uhr aufgenommen. | Stichworte: Credit Suisse, Credit Suisse Rettung, CS-Rettung, UBS, Schweizerische Nationalbank, Nationalbank, SNB, Bundesgarantie, Geldcast, Geldcast Update, Fabio Canetg.

S1 Ep 57Talk | Alexandra Janssen und Fabio Canetg zur Credit-Suisse-Krise
Diese Folge wurde am Donnerstag, 16. März, um 19:30 Uhr aufgenommen. Wir haben sie in der Nacht auf Freitag, 17. März, um 01:00 Uhr auf dem Profil der «Börsenstrasse Fünfzehn» veröffentlicht. Jetzt ist unser Gespräch auch hier verfügbar. Folgen auch Sie der «Börsenstrasse Fünfzehn». Sie finden den Podcast auf allen gängigen Podcast-Plattformen. | Die Schweizerische Nationalbank rettet die Credit Suisse mit einem Kredit von 50 Milliarden Franken. Wie konnte es soweit kommen? Worin unterscheidet sich die Intervention der SNB von der UBS-Rettung von 2008? Und wieso wissen wir eigentlich nichts über die Bedingungen des Notkredits? Ausserdem sprechen wir über die amerikanische Silicon Valley Bank. Wieso ist sie Konkurs gegangen? Was macht die US-Zentralbank Fed, um das Finanzsystem zu stabilisieren? Und werden sich die Finanzmärkte jetzt wieder beruhigen? | Stichworte: Credit Suisse, Credit Suisse Rettung, Schweizerische Nationalbank, Nationalbank, SNB, Silicon Valley Bank, Bank Term Funding Program, Börsenstrasse Fünfzehn, Börsenstrasse 15, Alexandra Janssen, Fabio Canetg
S1 Ep 55Credit Suisse: Jetzt hilft die Nationalbank mit 50 Mrd.
Die Credit Suisse ist im freien Fall, die Wahrscheinlichkeit eines Konkurses steigt stündlich. Jetzt eilt die Schweizerische Nationalbank der Credit Suisse zur Hilfe mit einer Kreditlinie. Stehen wir nach der UBS-Rettung von 2008 vor einer erneuten Bankenrettung durch den Staat? Welche Fragen zum SNB-Hilfspaket sind noch offen? Und wird die Ankündigung der Nationalbank reichen, um die Credit Suisse zu stabilisieren? | Diese Folge wurde am Donnerstag, 16. März, um 01:00 Uhr aufgenommen, also noch bevor die Credit Suisse bekanntgab, von der angebotenen Liquiditätshilfen der SNB Gebrauch zu machen.
S1 Ep 42Talk | Cornelia Meyer, wie funktioniert der Erdölmarkt?
Die Schweiz ist der grösste Player im internationalen Rohstoffhandel: Über ein Drittel der weltweiten Rohstoffgeschäfte laufen gemäss Public Eye über die Schweiz. Die Rohstoffhandelsbranche gilt als äusserst undurchsichtig. Cornelia Meyer ist Ökonomin und Energie-Expertin. Sie sagt: «Die Schweiz sollte ihre Rohstoffhandelsfirmen etwas besser unter die Lupe nehmen.» | Ebenfalls sprechen wir im Geldcast über die Forderungen des Klimastreiks: «Ganz ohne Erdöl und Erdgas werden wir das Netto-Null-Ziel nicht erreichen», sagt Meyer. Neue Technologien müssten Teil der Lösung sein. Das Stichwort sei hier Carbon Capture, Utilization and Storage. | Ein Gespräch darüber, wie die Politik dem Klimawandel begegnen sollten und über die Frage, wie der internationale Rohstoffhandel aus der Schweiz reguliert werden sollte.
S1 Ep 41Talk | Aymo Brunetti, wann sinkt die Inflation wieder?
«Die Inflation wird uns wohl noch lange beschäftigen», sagt Aymo Brunetti, Wirtschaftsprofessor an der Universität Bern und ehemaliger Chefökonom der Bundesverwaltung. Im neusten Geldcast erklärt er, wie er zu dieser Einschätzung kommt und wieso es nach dem Rekordverlust der Nationalbank der falsche Zeitpunkt sei, um über Gewinnausschüttungen zu diskutieren. | Zudem sprechen wir im Geldcast über seine Lehrtätigkeit an der Universität Bern. Er sagt: «Meinungen von Fakten zu trennen, ist in unserem Fach nicht immer einfach – im Unterricht aber essentiell.» Zuletzt haben ihn einzelne Studierenden aufgefordert, auch über alternative Wirtschaftstheorien zu sprechen, etwa über feministische Ökonomie und marxistische Theorien. Warum er das nicht so einfach findet, und weshalb er die Mainstream-Ökonomie nach wie vor schätzt: Das und mehr erfahren Sie im neusten Geldcast.
S1 Ep 52Die Kommunikations-Konfusion von EZB-Präsidentin Lagarde
Die EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat mir ihrer Kommunikation zuletzt für viel Konfusion gesorgt. Das auch deshalb, weil sie nicht richtig verstanden wurde. | Seit dem letzten September sagt die EZB-Präsidentin Christine Lagarde nach jeder geldpolitischen Sitzung: Die EZB werde keine Hinweise mehr geben auf ihre künftigen Zinsentscheide. So auch nach der letzten Sitzung im Februar. Bekannt wurde das als meeting-by-meeting approach. | Gleichzeitig hat Lagarde im Februar einen weiteren Zinsschritt für den März in Aussicht gestellt. Die EZB macht also doch wieder forward guidance. Wie verträgt sich die Ankündigung von Lagarde mit dem meeting-by-meeting approach? Das und mehr erfahren Sie jetzt im Geldcast Update. | Stichworte: Europäische Zentralbank, EZB, Forward Guidance, meeting-by-meeting approach, Christine Lagarde, Kommunikation
S1 Ep 51Die Bargeld-Initiative wird eingereicht, was fordert sie?
Noch diese Woche werde die Bargeld-Initiative eingereicht, sagt das Initiativ-Komitee. Der Schweizer Franken wird so zum politischen Thema. Was fordert die Bargeld-Initiative? | Nicht überall ist Bargeld so beliebt wie in der Schweiz: In Schweden zahlen nur noch 9 Prozent aller Leute bar, in den USA sind es rund 60 Prozent. Derweil haben 97 Prozent der Leute in der Schweiz noch Bargeld zu Hause oder im Portemonnaie. | Damit gehört die Schweiz zu den Spitzenreiterinnen in der Bargeldhaltung. | Jetzt macht die Bargeld-Initiative den Schweizer Franken zum politischen Thema. Was fordert die Bargeld-Initiative? Was spricht in unserer digitalen Zeit noch dafür, Bargeld herzustellen und zu nutzen? Und wer steckt hinter der Volksinitiative? Das und mehr erfahren Sie im neusten Geldcast Update. | Stichworte: Bargeld-Initiative, Bargeldinitiative, Bargeld, Schweizer Franken, e-Franken, Freiheitliche Bewegung Schweiz, Martin Schlegel, Richard Koller
S1 Ep 50Sollte die SNB mehr Geld ausschütten?
In vielen Ländern wird zurzeit darüber diskutiert, wie viel Geld die Zentralbanken an den Staat ausschütten sollten – auch in der Schweiz. Dabei spricht einiges für höhere SNB-Gewinnausschüttungen, vieles aber auch dagegen. | Es sind keine einfachen Fragen, die sich aktuell stellen: Sollte die Nationalbank mehr Geld auszahlen an den Bund und die Kantone, trotz riesigem Verlust und dünnem Eigenkapital? Oder wäre eine solche Ausschüttung verantwortungslos – obwohl der Bund und die Kantone wohl die Steuern erhöhen oder Sparpakete beschliessen müssen, wenn keine SNB-Gelder mehr fliessen? | Zu diesen Fragen haben ich zwei Meinungen für Sie eingeholt: zum einen beim FDP-Nationalrat Andri Silberschmidt und zum anderen bei Gerhard Andrey, Nationalrat der Grünen. Garniert ist das Ganze mit einem Blick in die Wissenschaft. Welche Argumente sind wichtig – und wer hat Recht? Antworten auf diese Fragen gibt es im neusten Geldcast Update. | Stichworte: SNB-Verlust, Gewinnausschüttungen, Eigenkapital, Ausschüttungsreserven, Rückstellungen für Währungsreserven.
S1 Ep 49Wieso die SNB trotz Riesenverlust nicht pleitegehen kann
Die Schweizerische Nationalbank macht 2022 einen Verlust von 132 Milliarden Franken, die Gewinnausschüttungen an den Bund und die Kantone werden ausgesetzt. Was bedeutet das für die Stabilität der Nationalbank und was würde passieren, wenn ein weiterer Grossverlust dazukäme? | Die Nationalbank hat noch Geld. Allerdings nicht mehr ganz so viel, wie noch zu Beginn des letzten Jahres. Ihr Eigenkapital hat sich wegen des Verlusts vom letzten Jahr von 198 Milliarden Franken auf 66 Milliarden Franken verringert. Bei einem weiteren Grossverlust droht der SNB die Überschuldung. | Was würde das bedeuten für die Nationalbank? Und weshalb könnte die SNB aus ökonomischer Sicht auch in diesem Jahr einen Gewinn auszahlen an den Bund und die Kantone? Diese Fragen klären wir im neusten Geldcast Update. | Stichworte: SNB-Verlust, Gewinnausschüttungen, Eigenkapital, Ausschüttungsreserven, Rückstellungen für Währungsreserven.
S1 Ep 48Talk | Klaus Adam, Professor für Makroökonomie, Universität Mannheim
«Es geht jetzt darum, die Zinsen so lange zu erhöhen, bis man einen dauerhaften Rückgang in der Inflation sehen kann», sagt Klaus Adam, Professor für Makroökonomie an der Universität Mannheim. Trotz zwei aufeinanderfolgenden EZB-Zinserhöhungen von aussergewöhnlich hohen 0.75 Prozentpunkten hält er nichts von wieder kleiner werdenden Zinserhöhungen: «Wenn die Europäische Zentralbank an ihrer nächsten Sitzung im Dezember die Zinsen nur noch 0.5 Prozentpunkte erhöhen würde, wäre das eine deutliche Abkehr von ihrer früherer Praxis.» Er verweist auf die Taylor-Regel, wonach die Zentralbanken ihre Zinsen überproportional zum Inflationsanstieg anheben sollten. «Sehr wahrscheinlich wird die EZB ihre Leitzinsen im Laufe des nächsten Jahres stärker anheben als die Finanzmärkte aktuell erwarten.» | Ein Gespräch über die einflussreichsten Forschungspapiere zur Geldpolitik, die drängendsten Forschungsfragen in der Makroökonomie, die diesjährigen Wirtschaftsnobelpreisträger – und über die Geldpolitik von EZB-Präsidentin Christine Lagarde. | Stichworte: Inflation, Europäische Zentralbank, EZB, Klaus Adam, Christine Lagarde, Lagarde, Taylor-Regel, k-Prozent-Regel, Forward Guidance, Milton Friedman, John Taylor, Eggertsson and Woodford, Diamond and and Dybvig, Wirtschaftsnobelpreis, Nobelpreis, Universität Mannheim, Geldcast, Fabio Canetg, Canetg.
S1 Ep 47Talk | Gabriel Glöckler, Kommunikations-Chefberater EZB
Gabriel Glöckler ist Principal Advisor in der Kommunikationsabteilung der Europäischen Zentralbank (EZB). In dieser Funktion arbeitet er regelmässig mit der EZB-Spitze rund um Präsidentin Christine Lagarde und EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel zusammen, zum Beispiel um öffentliche Auftritte vorzubereiten. Ebenfalls ist er zuständig für die Ausarbeitung der geldpolitischen Erklärungen, die Lagarde jeweils an den EZB-Medienkonferenzen vorliest. Er erzählt uns im Geldcast, weshalb die geldpolitischen Entscheide auf die Sekunde genau rechtzeitig auf der EZB-Website publiziert werden müssen, von den Medientrainings, die er für neue EZB-Direktoriumsmitglieder anbietet, und von zähen Verhandlungen über einzelne Worte im Monetary Policy Statement. | Stichworte: Kommunikation, Europäische Zentralbank, EZB, Christine Lagarde, Mario Draghi, whatever it takes, Geldcast, Fabio Canetg, Canetg, Gabriel Glöckler, Glöckler
S1 Ep 46Talk | Silja Häusermann, Politologin Universität Zürich, über die BVG-Reform
Es ist das wohl wichtigste Geschäft der laufenden Legislatur. Nach dem Volks-Ja zur AHV-Reform im September 2022 berät der Ständerat in diesen Tagen die Reform der beruflichen Vorsorge. Die Bürgerlichen wollen die Renten über einen tieferen Umwandlungssatz senken, die Grünliberalen möchten Teilzeit-Angestellte besserstellen, indem der Koordinationsabzug gesenkt wird, und die Linken setzen sich für Kompensationszahlungen ein, die ähnlich wie in der AHV im Umlageverfahren finanziert werden sollen. Dabei geht es um Milliarden von Franken, die entweder den einen oder den anderen zugutekommen werden. | Was sind die grössten Stolpersteine auf der Suche nach einem Kompromiss? Welche politischen Kräfte nehmen Einfluss? Und wie stark prägen die zuständigen Bundesräte solche Geschäfte? Antworten darauf hat Silja Häusermann, Professorin für vergleichende politische Ökonomie an der Universität Zürich. Sie kennt die Debatte rund um die Schweizer Altersvorsorge wie kaum eine andere und sagt: «Für eine erfolgreiche Reform der Altersvorsorge müssen Vertreter:innen von Mitte-Links bis Mitte-Rechts hinter der Vorlage stehen.»
S1 Ep 45Börsenverluste bei den Pensionskassen: Sind unsere Renten noch sicher?
Die Börsen kennen seit Anfang Jahr nur noch eine Richtung, und zwar steil nach unten. Davon betroffen sind auch die Pensionskassen. Künftige Rentenversprechungen sind nur noch knapp gedeckt. | So schnell ändert sich die Welt an den Finanzmärkten: Noch im Januar dieses Jahre waren die künftigen Rentenversprechen der Pensionskassen mit grosser Reserve gedeckt. Seither ist der sogenannte Deckungsgrad von rund 120 Prozent auf unter 105 Prozent gesunken. Das ist deshalb so, weil an den Börsen seit Monaten alle wichtigen Anlageklassen an Wert verlieren. | Kritisch wird es für die Pensionskassen dann, wenn sich der Abwärtstrend fortsetzt: Sinkt der Deckungsgrad nämlich für längere Zeit unter 100 Prozent, kann es soweit kommen, das Arbeitnehmerinnen und Arbeitgeber neues Geld einschiessen müssen, um die Pensionskassen zu sanieren. | Warum verlieren aktuell sowohl Aktien als auch Obligationen an Wert? Welche Rolle spielen dabei die Inflation und die steigenden Zinsen? Und wie sicher sind unsere Renten noch? Das und mehr erfahren Sie im neusten Geldcast Update. | Stichworte: Pensionskassen, BVG, Deckungsgrad, technischer Zinssatz, Börsen
S1 Ep 40Die Zentralbanken im Stagflations-Dilemma
In immer mehr Währungsräumen schwächt sich die Wirtschaft merklich ab. Gleichzeitig ist die Inflation noch immer deutlich zu hoch. Das stellt die Zentralbanken vor ein Dilemma: Sollen sie die Zinsen weiter anheben, um die Inflation zu bekämpfen, oder sollen sie die Zinsen wieder senken, um die Wirtschaft zu stützen? | Eine schwache Wirtschaft mit gleichzeitig stark steigenden Preisen: Das ist der Albtraum jeder Zentralbankerin. In den Vereinigten Staaten, in Grossbritannien und in der Eurozone ist aber genau das wieder Realität. | In den USA wächst die Wirtschaft seit Jahresbeginn kaum mehr; trotzdem ist die Inflation mit 8.3 Prozent noch immer viel zu hoch. Ähnlich ist die Situation in Grossbritannien: Dort schrumpft die Wirtschaft gar, während die Inflation satte 10.1 Prozent beträgt. Und auch in der Eurozone droht spätestens im nächsten Jahr eine Wachstumsschwäche bei unvermindert hoher Teuerung. | Das Problem dabei: Die Zentralbanken können nicht gleichzeitig die Inflation runterbringen und die Wirtschaft stützen. Wie konnte es soweit kommen? Und wie werden die Zentralbanken mit der Stagflation umgehen? Das und mehr erfahren Sie im neusten Geldcast Update. | Stichworte: Stagflation, Inflation, Geldpolitik, Zinsen.
S1 Ep 39SARON- oder Festhypothek?
Die Zinsen für Hypotheken haben sich in der Schweiz seit dem Jahresbeginn fast verdreifacht. Wer bauen möchte oder seine Hypothek erneuern muss, muss sich entscheiden zwischen einer Festhypothek und einer SARON-Hypothek. Was lohnt sich aktuell mehr? | Die Zinsen für 10-jährige Festhypotheken sind in der Schweiz von durchschnittlich etwas über 1 Prozent Anfang Jahr auf deutlich über 3 Prozent gestiegen. Etwas günstiger sind die SARON-Hypotheken; dort besteht aber ein Zinsrisiko. Sicher ist: Der Hauskauf hat sich in der Schweiz merklich verteuert. | Die höheren Zinsen spüren aber nicht nur die Käufer:innen, sondern auch Leute, die schon vor Jahren eine Hypothek aufgenommen haben und die jetzt erneuern müssen. Wir haben deshalb mit zwei Kunden-Berater:innen von regional tätigen Banken gesprochen und sie gefragt, was sie aktuell empfehlen: Eher eine Festhypothek mit fixem Zinssatz oder doch lieber eine etwas riskantere SARON-Hypothek mit variablem Zins? | Stichworte: SARON-Hypothek, Festhypothek, Zinsen