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FAZ Essay – der Podcast für die Geschichte hinter den Nachrichten

FAZ Essay – der Podcast für die Geschichte hinter den Nachrichten

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Ep 13#13: Beschädigte Demokratie

Was Orbán, Erdogan und Kaczynski mit demokratischen Mitteln politisch ins Werk setzen, hat im Ergebnis mit Demokratie nichts mehr zu tun. Daher führt auch der historisch ohnehin belastete Begriff „illiberale Demokratie“ in die Irre. Doch wie davon sprechen, wenn Staatsformen mit Absicht manipuliert werden? Ein Essay von Professor Dr. Jan-Werner Müller.

Oct 29, 201822 min

Ep 12#12 Was tun gegen Sozialchauvinismus?

Einst war es das Ziel linker Parteien, vor allem der Sozialdemokratie, über die Veränderung der sozialen Verhältnisse auch autoritäre Einstellungsmuster einzuhegen. Diese Idee gilt es wiederzubeleben, will man einen weiteren Vormarsch rechtspopulistischer Parteien in Europa verhindern. Ein Essay von Professor Dr. Dirk Jörke und Professor Dr. Oliver Nachtwey.

Oct 22, 201823 min

Ep 11#11 Transformation einer Volkswirtschaft

Sie entwickelte sich vom Hoffnungsträger in der friedlichen Revolution zum Prügelknaben der Vereinigungskrise: die Treuhandanstalt. Eine „Wahrheitskommission“ soll nun ihre Arbeit untersuchen. Doch die eine Wahrheit gibt es nicht. Ein Essay von Professor Dr. Dierk Hoffmann.

Oct 15, 201820 min

Ep 10#10 Die Verwandlung der Welt

28 Jahre nach der Einheit fühlen sich viele in den neuen Ländern abermals vom sozialen Abstieg bedroht. Ob diese Ängste berechtigt sind oder nicht, die Politik muss sie ernst nehmen. Ein Essay von Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt.

Oct 8, 201825 min

Ep 9#09 Respekt!

Wann wird die so oft beschworene „innere Einheit“ der Deutschen erreicht sein? Wenn die solidarische Unterstützung nicht mehr nach Himmelsrichtung, also von West nach Ost gewährt werden muss. Und wenn in der Beurteilung Ostdeutscher ihre Geschichte in der DDR weniger zählt als ihre Lebensleistung im gemeinsamen Deutschland. Wenn also West- und Ostdeutsche in gleichberechtigtem und selbstverständlich gewordenem Respekt miteinander umgehen. Ein Essay von Bundestagspräsident a.D. Dr. h.c. Wolfgang Thierse, aus einem besonderen Anlass.

Oct 1, 201822 min

Ep 8#08 Moralische Lethargie in der Kirche

Die Vertrauenskrise wegen des Kindesmissbrauchs in ihren Reihen betrifft die katholische Kirche als soziale Institution. Ihre Unfähigkeit, eigene pathogene Strukturen und die Folgen klerikaler Vertuschungen zu erkennen, beruht auf einer noch immer höfischen Organisation und einem Selbstverständnis, das den Geist des Absolutismus nicht überwunden hat. Ein Essay von Professor Dr. Franz-Xaver Kaufmann aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 26. April 2010.

Sep 24, 201817 min

Ep 7#07 Verteidigung der Politik

Den von Kompromissen gekennzeichneten Modus der Politik zu verteidigen, heißt nicht, ihm alles zuzutrauen. Mit Wertkonflikten tut er sich schwer, mit Identitätskonflikten noch schwerer. Ohne sich wirklich Rechenschaft darüber abgelegt zu haben, was es tat, hat sich Deutschland durch die Migrationspolitik beträchtliche Risiken aufgeladen. Sie geben dem Thema „Verteidigung der Politik“ eine ganz neue Dimension. Ein Essay von Professor Dr. Peter Graf Kielmansegg.

Sep 17, 201821 min

Ep 6#06 1968: Was die Revolte auf den Kopf gestellt hat und was nicht

Die Rebellion der Studenten und die Revolte der Jugend haben 1968 zwar keine steinernen Verhältnisse zum Tanzen gebracht. Aber sie waren im letzten Drittel der Sechzigerjahre ein getriebener, zugleich treibender und übertreibender Ausdruck von gesellschaftlich tiefgreifenden Veränderungen. Axel Schildt, langjähriger Direktor der Forschungsstelle für Zeitgeschichte und Professor für Neuere Geschichte an der Universität Hamburg, blickt zurück.

Sep 10, 201825 min

Ep 5#05 In innere Not gekommen

Den belgischen Kardinal Leo Suenens hatte schon während des II. Vatikanischen Konzils eine düstere Vorahnung ergriffen. Er sprach von einem „zweiten Fall Galilei“, sollte Papst Paul VI. an dem Verbot jeder Form künstlicher Empfängnisverhütung festhalten. Im Sommer 1968 war es soweit: „Humanae vitae“ war in der Welt. Nicht nur Suenens’ Warnungen waren vergeblich gewesen. Auch der Mainzer Weihbischof Josef Maria Reuss hatte gekämpft. Nun war auch er, wie Millionen Katholiken weltweit, „in innere Not gekommen“. Ein Essay von Daniel Deckers.

Sep 3, 201821 min

Ep 4#04 Die Macht der Täter brechen

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Sosehr die Skandalisierung von sexueller Gewalt gegen Kinder wie jüngst in Staufen zu einer notwendigen gesellschaftlichen Debatte beiträgt, sosehr können einzelne Fälle den Blick auf die Gesamtdimension des Problems verstellen. Kevin, Lea-Sophie und „Staufen“ sind nur die Spitze eines gewaltigen Eisbergs. Ein Essay von Jörg M. Fegert, Ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie am Universitätsklinikum Ulm.

Aug 24, 201823 min

Ep 3#03 Ansteckende Freiheit

Der Prager Frühling 1968 begann als zaghafte Reform von oben und wurde als revolutionäre Massenbewegung zu einer Herausforderung für den von der Sowjetunion geführten Ostblock. Es dauerte kein halbes Jahr, da rollten auf den Straßen der tschechoslowakischen Hauptstadt die Panzer. Ein Essay von Professor Dr. Martin Schulze Wessel, München.

Aug 20, 201823 min

Ep 2#02 Das katalanische Problem

Der katalanische Nationalismus zählt zu den erstaunlichsten Phänomenen der jüngeren Geschichte Spaniens. Vor gut hundert Jahren war er eine Reaktion auf die Identitätskrise Spaniens. Heute hat er das Potential, die Einheit des Landes zu zerstören. Birgit Aschmann, Historikerin an der Humboldt-Universität zu Berlin, erklärt warum.

Aug 13, 201824 min

Ep 1#01 Den Sinn des Kreuzes öffentlich machen

Für den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder ist das Kreuz „ein grundlegendes Symbol unserer bayerischen Identität und Lebensart“. Der Horizont von Heinrich Bedford-Strohm, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und Vorsitzender des Rats der Evangelischen Kirche in Deutschland, ist mehr als nur etwas weiter.

Aug 5, 201823 min