
FAZ Essay – der Podcast für die Geschichte hinter den Nachrichten
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Ep 63#63: Ungleichheit und soziale Spannungen
Für winzige Wohnungen zahlen die Bürger gewaltige Summen. Die wirtschaftliche Ungleichheit hat seit der Rückgabe der Kronkolonie an China zu- und nicht abgenommen. Nun sollen auch noch die politischen Freiheiten eingeschränkt werden. Ein Bericht über die tiefen Ursachen der Proteste in Hongkong. Ein Essay von Professor Dr. Heribert Dieter.
Ep 62#62: Weimar in Westminster
Die Bemühungen Boris Johnsons, mit den britischen Verfassungsgesetzen zu spielen, müssen hellhörig machen. Dass der Premierminister dies unter Berufung auf das Referendum und damit auf „die Demokratie“ tun kann, verweist auf deren paradoxe Selbstgefährdungspotentiale. Ein Essay von Professor Dr. Andreas Wirsching.
Ep 61#61: Wem gehört mein Körper – und warum?
In diesem Herbst will der Deutsche Bundestag ein Gesetz beschließen, mit dem die Zahl der Organspender erhöht werden soll. Im Parlament stehen sich die Befürworter einer Widerspruchslösung und einer erweiterten Entscheidungslösung gegenüber. Ethisch gleichermaßen neutral sind die Vorschläge nicht. Die Bereitschaft zur Organspende ist eine Verfügung über das eigene Sterben – und muss daher eine Entscheidung bleiben. Ein Essay von Professor Dr. Stephan Sahm.
Ep 60#60: Politik und Apokalypse
Die Demokratien haben trotz wachsender Sensibilität für Umweltzerstörungen auf die säkulare Herausforderung der ökologischen Krise in den vergangenen Jahrzehnten zu spät, zu langsam, zu unentschlossen reagiert. Muss die handlungsschwache, gegenwartsfixierte Demokratie nicht durch eine allein der Weltrettung verpflichtete Diktatur, eine „Ökodiktatur“, ersetzt werden? Ein Essay von Professor Dr. Peter Graf Kielmansegg.
Ep 59#59: Zeitung der Einheit
Die Frankfurter Allgemeine trat stets für die Wiedervereinigung ein – während andere von einer "Lebenslüge" der Bonner Republik sprachen und das Provisorium für einen Dauerzustand hielten. Ein Essay von Professor Dr. Peter Hoeres.
Ep 58#58: Abgrenzen, eingrenzen
Der Verweis auf das verlorene konservative Erbe der CDU ist ein altes Klagelied. Und schon Angela Merkels Vorgänger mussten auf Erfolge von Parteien rechts der Union reagieren. Was kann die CDU von heute aus dem Umgang mit dem BHE, der NPD und den Republikanern lernen? Ein Essay von Professor Dr. Frank Bösch.
Ep 57#57: "... in vier Jahren kriegsfähig"
Vom ersten Tag ihrer Regierung an waren die Nationalsozialisten bestrebt, Deutschland auf einen neuen Weltkrieg vorzubereiten. Anders als während des Ersten Weltkrieges durfte die "Heimatfront" nicht wanken. Also musste die Gesellschaft umfassend militarisiert und darauf vorbereitet werden, jede Art von Gewalt im Inneren wie im Äußeren wenn nicht auszuüben, so doch zu tolerieren. Ein Essay von Professor Dr. Michael Wildt.
Ep 56#56: Wie Hefe in Deutschland
Es gibt keine historische Grammatik des Sächsischen, die verschiedene Epochen und politische Systeme überdauert hätte. Umso mehr hilft die jüngere Geschichte des Freistaats dabei, seine politische Landschaft zu verstehen. Ein Essay über die politischen Dimensionen einer historischen Meistererzählung von Professor Dr. Simone Lässig.
Ep 55#55: Das Ding mit dem Osten
1989 – in das Trauma der Doppeldiktatur krachte das Trauma der Verunsicherung. Verstörung, Abwehr, Gefühlsmüdigkeit, Desillusion machten sich breit. Nach vorn hin wurde saniert und saniert, inwendig blieb das Ganze ohne Boden. Ein Resümee im Jahr 2019 von Ines Geipel.
Ep 54#54: Auf dem Weg zu einer multipolaren Weltordnung
Die Erwartungen waren riesig. Die Siegermächte des Ersten Weltkrieges wollten eine neue Ordnung schaffen. Stattdessen produzierte die Pariser Friedenskonferenz eine Welt, die mit der von 1914 nur noch wenig gemein hatte. Ein Essay von Professor Dr. Jörn Leonhard.
Ep 53#53: Die Verwandlung der westlichen Demokratien
Die westlichen Demokratien sind heute gespalten entlang der Bruchlinien soziokultureller Identitätsangebote. Man braucht keine prophetischen Gaben, um zu optieren, wem die Zukunft gehört. Aber wie diese Zukunft aussieht, ob sie friedlich, liberal, erfolgreich sein wird, ist nicht gewiss. Ein Essay von Professor Dr. Udo Di Fabio.
Ep 52#52: Kritik des Klerikalismus
In ihrem antimodernistischen Abwehrkampf hat die katholische Kirche auf die Loyalität klerikaler Hierarchien gesetzt und sich der Moderne entfremdet. Zunehmend drohte die Gefahr, dass sie sich auch ihren Gläubigen entfremdet. Der sexuelle Missbrauch und vor allem dessen langanhaltende, systematische Vertuschung wirken wie Brandbeschleuniger. Ein Essay von Professor Dr. Franz-Xaver Kaufmann.
Ep 51#51: Für ein besseres Deutschland?
Zwischen dem Scheitern des Attentats auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 und der Arbeit des Parlamentarischen Rates lagen nicht einmal fünf Jahre. Welche Linien führen vom Widerstand zum Grundgesetz? Ein Essay von Professor Dr. Christian Waldhoff.
Ep 50#50: Teilnehmende Beobachter
1968 interessierte sich nicht nur der westdeutsche Verfassungsschutz für die revoltierenden Studenten. Die DDR erkannte eine Chance, die Bundesrepublik zu destabilisieren – und nutzte sie. Ein Essay von Dr. Jochen Staadt.
Ep 49#49: Ein Anspruch auf tönernen Füßen
Mit der Überhöhung des Prinzips, nur einer der Spitzenkandidaten könne Präsident der EU-Kommission werden, ist viel Verwirrung gestiftet worden. Denn die Mitgliedstaaten sind und bleiben die Garanten der europäischen Demokratie. Auch transnationale Kandidatenlisten wären ein Irrweg.
Ep 48#48: Die heiligen Grenzen der Heimat
Eine der vielen neuen Grenzen, die seit 1919 bis heute das Europa des 19. Jahrhunderts durchschneiden, verläuft mitten durch Tirol. In ihrem Essay erinnern Marion Dotter und Dr. Stefan Wedrac an eine Wasserscheide der Geschichte.
Ep 47#47: Grüner New Deal
Auch wenn die Gefahr eines Auseinanderdriftens in der Flüchtlingsfrage vorläufig gebannt scheint, ist die EU in einem beängstigenden Zustand. Wie das europäische Projekt wieder durch freiwillige Kooperation und Koordination an Schwung gewinnen kann – ein Essay von Ralf Fücks.
Ep 46#46: Was ist dran an „IM Erika“?
Wer bei Google oder Twitter nach „Angela Merkel“ sucht, der stößt bald auf „IM Erika“. Zahllose Nutzer wähnen sich in dem Glauben, dass die Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland unter diesem Decknamen in der DDR für das Ministerium für Staatssicherheit gearbeitet hat. Was ist dran an dieser Behauptung? Dr. Hubertus Knabe begibt sich in seinem Essay auf eine Spurensuche.
Ep 45#45: Der Mythos der Englishness
"Robinson Crusoe" , erstmals im April 1719 erschienen und seitdem unzählige Male überarbeitet, übersetzt und nachgeahmt, war der erste moderne realistische Roman in englischer Sprache. Daniel Defoes Protagonist gab einer Haltung ein Gesicht, die bis heute das Selbstverständnis der Briten prägt – und sei es in dem Gefühl ihres Verlustes.
Ep 44#44: Mehr Führung wagen
Die Weltordnung ist in einem Umbruch begriffen, den die Europäer mitgestalten müssen, wenn sie im 21. Jahrhundert eine Rolle spielen wollen. Technologische Unabhängigkeit herzustellen ist die Führungsaufgabe, die Deutschland übernehmen muss – nicht auf sich allein gestellt, aber doch als Anführer aller anderen. Ein Essay von Professor Dr. Herfried Münkler.
Ep 43#43: Der Niedergang der Volksparteien
Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts war die Blütezeit der Volksparteien. Seither trocknen die Individualisierung der Gesellschaft, die Fragmentierung ihrer Öffentlichkeit und die Diversifizierung von Arbeitsmarkt und Anstellungsverhältnissen den gesellschaftlichen Nährboden aller Großverbände aus. Ein Essay von Professor Dr. Wolfgang Merkel.
Ep 42#42: Die zarten Seelen freier Bürger
In Zeiten, in denen der Liberalismus seine Selbstverständlichkeiten verloren hat, hilft es nicht, dessen Prämissen noch einmal im hohen Ton zu wiederholen. Stattdessen gilt es, die populistische Herausforderung ernst zu nehmen und offensiv anzugehen. Ein Essay von Dr. Detlef von Daniels.
Ep 41#41: Schuld und Sühne
Die Abkehr von Sexismus und Rassismus ist das eine, die Ausbildung einer über die Jahrzehnte politisch immer schlagkräftigeren Symbiose von Schuld- und Opferidentitäten das andere. Heute schadet die Identitätspolitik der Linken der Gesellschaft mehr, als dass sie ihr nützt. Ein Essay von Dr. Sandra Kostner.
Ep 40#40: Steinmeier greift ein
Mit dem Jamaika-Aus im November 2017 entstand eine politische Konstellation, die es in der Geschichte der Bundesrepublik noch nie gegeben hatte. Die Parteien, die regieren wollten, konnten es mangels Mehrheit im Bundestag nicht. Sollten die Bürger nun zum ersten Mal seit 1949 von einer Minderheitsregierung geführt werden oder noch einmal neu abstimmen? Bundespräsident Steinmeier blieb hart: Die Parteien hätten die Pflicht, sich auf die Bildung einer Regierung zu verständigen, mahnte der Bundespräsident. Und so wurde Merkel schließlich ein viertes Mal zur Kanzlerin gewählt, fast ein halbes Jahr nach der Bundestagswahl. Ein Essay von Günter Bannas.
Ep 39#39: Als die Bergstraße Bergstraat hieß
19 Tage nach der Gründung der Nato und genau einen Monat vor der Gründung der Bundesrepublik Deutschland begann am 23. April 1949 eines der skurrilsten Kapitel der westdeutschen Nachkriegsgeschichte: Die Niederlande annektierten mehrere deutsche Grenzorte. Erst im August 1963 endete die "Auftragsverwaltung" – mit einer kleinen Wiedervereinigung im Westen und der legendären "Butternacht" in Elten. Ein Essay von Reiner Burger.
Ep 38#38 Gibt es christliche Politik – und wenn ja, warum und wie viel?
Seit Anbeginn wendet sich das Christentum nicht an ein bestimmtes Volk, sondern an alle Menschen guten Willens: Auch in lebenspraktischen Fragen erhebt es einen universalistischen Anspruch. Handfeste politische Rezepte verbieten sich. Aber im Christentum wurzeln zahlreiche Gestaltungsgrundsätze, die zusammengenommen den Rang einer sozialethischen Grammatik für offene Gesellschaften verdienen.
Ep 37#37: Das Ende der "Großen Illusion"
Er war Journalist, Politiker, Bestsellerautor und hatte 1933 den Friedensnobelpreis erhalten. Als nach dem Zweiten Weltkrieg eine Verteidigungsgemeinschaft der westlichen Demokratien gegen die Bedrohung durch die Sowjetunion gegründet wurde, war Sir Norman Angells lebenslange Suche nach einem Rezept zur Überwindung von Kriegen am Ziel. Ein Essay von Michael Rühle.
Ep 36#36: Teufel oder Beelzebub
Mit der Festlegung von wissenschaftlich nicht begründbaren Grenzwerten für Stickstoffdioxid hat die Politik Deutschland in die Diesel-Falle gesteuert. Und nur die Politik kann das Land aus dieser Falle befreien. Einstweilen muss die Justiz die Schieflage zwischen dem gesetzlichen Grenzwert, den Handlungsoptionen der Gemeinden und den Rechten der Bürger korrigieren. Ein Essay von Professor Dr. med. Dr. rer nat. Alexander S. Kekulé.
Ep 35#35: Zwei Spanien
Vor 80 Jahren ist mit dem Sieg Francos der Spanische Bürgerkrieg zu Ende gegangen. Die Spaltung des Landes, die seine Folge war, wirkt in Politik und Gesellschaft bis heute nach. Ein Essay von Professor Dr. Birgit Aschmann.
Ep 34#34: Schaffen wir das?
Entwicklungshilfe kann dazu beitragen, Fluchtursachen zu bekämpfen. Allerdings wird sie nur selten so eingesetzt, dass sie dieses Ziel auch erreicht. Regierungen reagieren oft zu spät und zu halbherzig auf Krisen, die sich häufig schon früh abzeichnen. Das Verhalten der Bundesregierung im Jahr 2015 war da keine Ausnahme. Ein Essay von Professor Dr. Axel Dreher, Professor Dr. Andreas Fuchs, Dr. Valentin Lang und Dr. Sarah Langlotz.
Ep 33#33: Haupthindernis: Deutschland
Auf dem Weg zur Politischen Union sollte die EU nicht am deutschen, sondern am britischen Wesen genesen. Ein Essay von Brendan Simms zur Einstimmung auf die „Denk ich an Deutschland“-Konferenz der F.A.Z. und der Alfred Herrhausen Gesellschaft am 15. März in Berlin.
Ep 32#32: Erst die Moral, dann das Fressen
Was verbindet die europäischen Rechtspopulisten von Viktor Orbán über Geert Wilders bis zu Marine Le Pen? Die Sorge um das materielle Wohlergehen ist es nicht. Es dominieren kulturelle Motive und Identitätsvorstellungen. Ein Essay von Professor Dr. Christian Joppke.
Ep 31#31: Wohltätiger Staat ja, lästiger Staat nein?
Wenn es um das Synchronmaulen über sozialpolitisches Versagen der Regierungskoalition geht, ist vielen Verbänden jede Gelegenheit recht. Die vielen ethischen Fallstricke in der Debatte über eine zielführende Sozialpolitik werden dabei geflissentlich übersehen. Zu mehr Gerechtigkeit führt das nicht – im Gegenteil. Ein Essay von Professor Dr. Georg Cremer.
Ep 30#30: Der Brexit: ein Dilemma auch für die EU
Den zweitgrößten Mitgliedstaat und historisch engen Verbündeten Großbritannien mögen Brüssel und die Verantwortlichen in den EU-Mitgliedstaaten ziehen lassen. Aber der Diskussion über die Reform eines auf Überkonstitutionalisierung beruhenden Integrationsprozesses wird die EU-27 langfristig nicht ausweichen können. Ein Essay von Professor Dr. Susanne K. Schmidt.
Ep 29#29: Ein Zusammenprall der Kulturen?
Vor 30 Jahren rief der iranische Revolutionsführer Ajatollah Chomeini zum Mord an dem Schriftsteller Salman Rushdie und seinen Unterstützern auf. Leben wir seither in einem neuen Zeitalter der Blasphemie? Ein Essay von Professor Dr. Gerd Schwerhoff.
Ep 28#28: Über Migration reden
Kein Konflikt hat die zweite deutsche Demokratie so gespalten wie der über die Grenzen der Einwanderung. In dieser Lage führt kein Weg um eine strategische Konzeption herum, die die Bereitschaft zu helfen mit dem Willen zur Behauptung des Eigenen verbindet. Diesen mittleren Weg haben wir noch nicht gefunden. Um ihn zu finden, müssen wir lernen, in einer Sprache der Mitte über die Aufgabe, vor der wir stehen, miteinander zu reden. Ein Essay von Professor Dr. Peter Graf Kielmansegg.
Ep 27#27: Eine neue Ordnung für die Welt
Vor 40 Jahren veränderten konservative Revolutionäre die Ordnung der Welt. Papst Johannes Paul II. und der iranische Ajatollah Chomeini standen unverkennbar für eine neue politische Bedeutung von Religionen. Deng Xiaoping wollte den Kapitalismus den chinesischen Kommunisten dienstbar, Margret Thatcher mit Hilfe des ungezügelten Kapitalismus Großbritannien „great again“ machen. Sie alle prägten nicht nur ihre eigenen Länder nachhaltig. Ein Essay von Professor Dr. Frank Bösch.
Ep 26#26: Die zerrissene Nation
Die parteipolitische Polarisierung ist heute größer als zu jedem anderen Zeitpunkt der amerikanischen Geschichte. Das bedroht die Funktionsfähigkeit des politischen Systems. Denn es ist auf die Fähigkeit und die Bereitschaft zum Kompromiss aufgebaut. Ein Essay von Professor Dr. Stephan Bierling.
Ep 25#25: Auf Bewährung
Als Provisorium für die Zeit der Teilung wurde es geschaffen, zum Definitivum im vereinigten Deutschland ist es geworden. Nun steht der 70. Geburtstag des Grundgesetzes bevor. Ist es noch immer auf der Höhe der Zeit? Ein Essay von Professor Dr. Dieter Grimm.
Ep 24#24: Populismus oder die entgleiste Aufklärung
Auf den ersten Blick könnte der Rechtspopulismus als Manifestation des altbekannten Autoritarismus durchgehen. Begreift man den Populismus indes als grundsätzlich misstrauende und paranoide, vor allem aber tendenziell antiautoritäre Bewegung, lassen sich viele Phänomene viel besser erklären. Ein Essay von Dr. Torben Lütjen.
Ep 23#23: Pflichten und Grenzen der Solidarität
In den aktuellen kirchlichen Stellungnahmen aus Deutschland zu Flucht und Migration bleibt das Erfordernis einer Grenzkontrolle ein blinder Fleck. Der Heilige Stuhl und Papst Franziskus kennen das Thema Grenzen in ihren Stellungnahmen noch weniger. Mit der katholischen Soziallehre hat das nichts mehr zu tun. Ein Essay von Professor Dr. Manfred Spieker.
Ep 22#22: Viel Feind, viel Ehr?
Der italienische Innenminister Matteo Salvini machte unlängst mit einem Mussolini-Zitat von sich reden: „Tanti nemici, tanto onore“ weist aber nicht nur auf den italienischen Diktator zurück. Der Führer der Lega bemühte auch die bis heute verschwiegene Kolonialgeschichte Italiens. Eine Spurensuche von Markus Wurzer.
Ep 21#21: Aufgabe erfüllt
Mit dem Zusammenbruch des Kaiserreiches vor hundert Jahren ging die letzte Phase des (evangelischen) Staatskirchentums in Deutschland zu Ende. Die religionsverfassungsrechtlichen Kompromisse, die aus der Revolution des Jahres 1918 hervorgingen, haben bis heute Bestand. Ein Essay von Professor Dr. Christian Waldhoff.
Ep 20#20: Mythos Ruhrgebiet
Eine Schönheit war das Ruhrgebiet noch nie, aber war seine Wahrnehmung jemals so unterschiedlich wie heute? Das Selbstbild einer Vorzeige-Region für gelungenen, technologiebasierten Strukturwandel steht in starkem Kontrast zur Wahrnehmung als abgehängter Industrielandschaft ohne Zukunft. Das Jahr 2018 besiegelt den Wandel des Ruhrgebiets endgültig – Zeit für eine historische Bilanz. Ein Essay von Dr. Karl-Peter Ellerbrock.
Ep 19#19: Links und rechts – zwei Spielarten des Populismus
Im Süden Europas ist der Populismus tendenziell links, im Norden Europas tendenziell rechts – eine Folge der unterschiedlichen Verletzbarkeit der jeweiligen Politischen Ökonomien durch die Globalisierung. Ein Essay von Professor Dr. Philip Manow
Ep 18#18: Ein emotionaler Mensch
1994 wurde Helmut Kohl zum fünften Mal in Folge als Bundeskanzler vereidigt. Danach gab es in Bonn nur ein Thema: Wann endet die Ära Kohl? Erinnerungen von Günter Bannas, dem früheren Leiter der Parlamentsredaktion der F.A.Z
Ep 17#17: Bürgerkrieg im Herzen Europas
Mit den Waffenstillständen vom November 1918 endete die Gewalt nicht – im Gegenteil: Im vom Krieg verwüsteten Ostmitteleuropa ging sie erst richtig los. In Kämpfen aller gegen alle um die Grenzen der neu entstehenden Nationalstaaten wurde nicht mehr zwischen Zivilisten und Kombattanten unterschieden. Ein Essay von Dr. Jochen Böhler.
Ep 16#16: Kaiser Wilhelm II. als Krüppel und Psychopath
Nicht erst im November 1918 wurden psychiatrische Diagnosen der angeblichen Geisteskrankheit des Kaisers zu Waffen im politischen Kampf – es ging um nichts weniger als um die Kriegsschuld der Deutschen. Mit scheinbar wissenschaftlicher Autorität ließ sich damals Ordnung in eine ungeordnete Zeit bringen. Ein Essay von Dr. David Freis, M.A.
Ep 15#15: Eine mehrfach überschriebene Zäsur
Mit dem 9. November 1918 begann der historisch-politische Deutungskampf über die Revolution. Bis heute will er nicht enden – ein Essay von Professor Dr. Alexander Gallus
Ep 14#14: Pflicht und Schuldigkeit
Die deutsche Revolution von 1918/19 ist nicht als eine der großen demokratischen Revolutionen des Westens in die Geschichte eingegangen. Dennoch steht die Berliner Republik in einer Tradition, aus der der 9. November 1918 nicht wegzudenken ist – ein Essay von Professor Dr. Heinrich August Winkler.