
Ein Kopf voll Gold (Der Podcast) - Neurodivergente Kinder begleiten
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11. Hochsensible Kinder
Hochsensibilität, Reizoffenheit, Vielfühligkeit – Es gibt diverse Möglichkeiten Kinder, die einfach sehr stark auf äußere Reize reagieren, zu beschreiben. Die Hochsensibilität hat sich als Begriff etabliert. Sie ist selbst keine offizielle Diagnose, sondern wird erfolgt durch eine Selbstzuschreibung oder eine Zuschreibung seitens der Eltern. Meist entsprechend der Beobachtungen oder frei verfügbarer (Online-)Test. In der neurodivergenten Szene ist ein ziemlicher Diskurs um das Thema Hochsensibilität entstanden, da es ab und an die Dynamik gibt, sich als hochsensible Person mit Merkmalen zu identifizieren, die oft ebenso auf andere neurodivergente Formen (wie z.B. Autismus) zutreffen, sich aber gleichzeitig sehr gegen diese Diagnosen sperren oder auch herabschauend von diesen zu distanzieren. Kathrin und ich besprechen in dieser Folge, warum das in der Härte eher die Ausnahme ist und wie wir beide Positionen gut in Verbindung bringen können. Denn oft liefert Hochsensibilität erste wichtige Antworten und auch Impulse für eine passende Begleitung und diese sollten wir nicht komplett verunglimpfen.
10. Gestaltbasierte Sprachentwicklung
„Gestaltbasierte Sprachentwicklung“ – das ist ein Konzept vom Erlernen der Sprache, über das in Deutschland bislang noch sehr unbekannt ist. Dabei zeigen (vorrangig autistische) Kinder schon seit eh und je Merkmale dieses Lernwegs. Besonders deutlich dabei so genannte Echolalien, also Wiederholungen von Ausrufen, Sätzen oder anderen Sprachgebilden. Sprachtherapeutin Lisa Klaar erklärt in dieser Folge sehr anschaulich, warum dieses Wiederholen keinesfalls einfach ein autistisches Zwangsverhalten ist und auch nicht der Provokation dient, sondern einfach eine völlig anerkennenswerte Form von Kommunikation. Eine Form, die wir als begleitende Personen gut verstehen müssen, damit wir auch förderlich reagieren können.
09. Neurodivergente Elternschaft
„Unser Alltag ist ihre Kindheit – Ihre Kindheit ist mein Burnout“ – starke, ehrliche und berührende Worte von meiner heutigen Gästin Heike Gerkrath. Sie ist Autistin mit ADHS und sie ist Mutter. Dass Elternschaft als neurodivergentes Elternteil etwas anders aussehen kann, davon erzählt sie in dieser Folge so liebevoll wie ungeschönt. Sie spricht über ihren Weg zur Diagnose, über Rettungsanker im Alltag und darüber, warum bei ihr abends bitte niemand mehr klingeln soll. Also heute mal nicht im Fokus der Blick aufs Kind, sondern vor allem der Blick auf die Eltern.
08. Grundlagenfolge: Kinder mit Dyspraxie
In Deutschland ist über die Diagnose der Dyspraxie bislang noch eher wenig bekannt. Als meine heutige Gästin Anja Gehlken als Mutter eines Kindes mit Dyspraxie dringend nach Informationen gesucht hat, gab es im deutschsprachigen Raum drei Zeilen bei Wikipedia und einen Zeitungsartikel. Das wollte sie ändern und hat über die Jahre mit „Dyspraxie Online“ ein unglaublich wertvolles Netzwerk geschaffen. Gesellschaftliche sowie schulische Aufklärung über Dyspraxie und das Schaffen eines Bewusstsein für Kinder mit Dyspraxie sind ihre größten Triebkräfte. In dieser Folge leisten wir dazu einen wichtigen Beitrag und sprechen über Diagnostik, Alltagshürden und die große Hürde Schule.
07. Grundlagenfolge: Kinder mit auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen
Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen (kurz AVWS) – noch so ein neurodivergentes Feld, das wenig im Blick ist. Das möchte ich mit meiner heutigen Gästin Prof. Dr. Katharina Rohlfs ändern. Sie leitet die Abteilung Phoniatrie und Pädaudiologie in der Uniklinik Ulm und ist absolute Expertin auf dem Gebiet der AVWS. Sie gibt in dieser Folge Einblicke in das Tätigkeitsfeld der Pädaudiologie, in Merkmale einer AVWS und wir sprechen besonders ausführlich über die ausbaufähigen schulischen Lernbedingungen.
06. Grundlagenfolge: Kinder mit visuellen Wahrnehmungsstörungen
Visuelle Wahrnehmungsstörungen – Hä, was soll das sein? Genau dieser Frage gehe ich mit meiner heutigen Gästin Ergotherapeutin Nancy Reichardt nach. Die visuelle Wahrnehmungsstörung ist definitiv eine der weniger bekannten neurodivergenten Formen. Das soll sich mit dieser Folge ändern. Wir sprechen darüber, was genau sich hinter dieser Diagnose verbirgt, warum hier nicht einfach eine Brille ausreicht, was stattdessen sinnvolle Unterstützungsmaßnahmen sind und warum es um das Selbstwirksamkeitsgefühl dieser Kinder nicht immer so gut bestellt ist.
05. Grundlagenfolge: Hochbegabte Kinder
Hochbegabte Kinder sind Überflieger und Wunderkinder mit den besten Schulnoten – mit diesen und anderen Mythen räumt Coachin Dr. Malgorzata Brzeska in der heutigen Folge auf. Sie zeigt ausführlich, dass hochbegabte Kinder keinesfalls einem Klischee entsprechen. Sie sind in ihren Charakteren und Merkmalen sehr vielfältig. Malgorzata gibt Impulse für das Familienleben, nennt Anlaufstellen und rechnet einmal ganz gehörig mit dem klassischen Schulsystem ab.
04. Grundlagenfolge: Kinder mit Legasthenie
Sind Kinder mit Legasthenie tatsächlich später beruflich in ihrer Wahl eingeschränkter? Das ist nur eine von vielen Fragen, die ich mit meiner heutigen Gästin Lerntherapeutin Julia Holtheuer in dieser Folge kläre. Kleiner Spoiler: Inklusive mutmachender Vorbilder. Außerdem widmen wir uns der Unsicherheit darüber, wo Rechtschreibschwierigkeiten enden und eine Legasthenie beginnt. Wir bekommen einen Einblick in die lerntherapeutische Arbeit, Nachteilsausgleich, das Selbstbild von Kinder mit Legasthenie und werden am Ende mit einer sehr stärkenden Perspektive zurück in den Alltag geschickt.
03. Grundlagenfolge: Kinder mit Dyskalkulie
Warum Kinder mit Rechenschwäche nicht schlecht rechnen – Ein Interview mit Andrea Hasler „Am Ende steht vielleicht ein „falsches“ Ergebnis“, sagt meine heutige Gästin Lerntherapeutin Andrea Hasler, „aber die einzelnen Schritte dahin folgen einer durchaus korrekten Logik und genau da müssen wir ansetzen.“ Andrea betreut in ihrer Praxis Kinder mit Dyskalkulie oder Rechenschwäche und gibt in dieser Folge Tipps, wie diese Kinder wieder mehr Freude am Fach Mathematik finden, wie sie schulisch gefördert werden können und welche Möglichkeiten Eltern zur Unterstützung haben.
02. Grundlagenfolge: Kinder mit ADHS
Wie sieht die Erfahrungswelt von Kinder mit ADHS aus? Darüber spreche ich mit meiner heutigen Gästin Melanie Klefeldt. Sie ist selbst ADHSlerin und hat als zertifizierte ADHS-Trainerin dieses Thema zu ihrem Beruf gemacht. In dieser Folge klären wir die Frage, ob ADHS wirklich so eine Superkraft ist, wie uns das die sozialen Medien derzeit gerne erklären wollen. Wir schauen auf die tatsächlichen Stärken aber auch auf die realen Herausforderungen – in Schule wie im Familienalltag. Dazu gibt es jede Menge konkrete Impulse und ein bisschen Nähkästchenplauderei. Und ja, diese Folge ist auch wertvoll für Kinder mit ADS. Warum? Hört gerne rein...
Ein Kopf voll Gold - Worum geht’s? (Einführung)
trailerEine kurze Erklärung, worum es in diesem Podcast gehen soll. In jeder Folge führe ich ein Gespräch mit einer Fachperson zu den unterschiedlichsten Themen rund um neurodivergente Kinder. Die ersten Folgen dienen als Grundlage und Übersicht zu den verbreitetsten neurodivergenten Formen. Jede Woche erwartet dich hier neuer Input. Im Anschluss an diese Einführungen wird der Podcast dann alle zwei Wochen erscheinen. Ich freue mich auf viele neue Erkenntnisse; Perspektivwechsel und auf das hoffentlich wachsende Verständnis gegenüber Kindern, die einfach anders wahrnehmen, denken und fühlen, als das im Allgemeinen erwartet wird. Wir hören uns!
01. Grundlagenfolge: Kinder im Autismus-Spektrum
In dieser Folge steigen wir in die Grundlagen über Kinder im Autismus-Spektrum ein. Meine heutige Gästin Sarah Weber, studierte Sonderpädagogin und Gründerin der Anlaufstelle „Autisplus“, spricht mit mir darüber, was das Autismus-Spektrum eigentlich ist und was er vor allem nicht ist. Wir räumen mit Vorurteilen auf, werfen einen Blick in die herausfordernde Schulwelt und verabschieden uns vom Selbstverständlichen, wenn es um den Familienalltag mit einem autistischen Kind geht.