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#22 📙Lass dir an meiner Gnade genügen... | Mit dieser Technik kannst du  noch VIEL MEHR Bibelverse lernen!

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Die 365 Bibelverse Challenge

February 6, 202310m 33s

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Show Notes

2.Kor 12,9 Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen! (Sch2000)

Major:12-Dino; 9-Boa

Kommentar von MacDonald (CLV) 12,9 Das Gebet des Paulus wurde erhört, doch nicht auf die erhoffte Art. Im Grunde sagte Gott zu Paulus: »Ich werde den Dorn nicht nehmen, sondern dir etwas Besseres geben: Es ist die Gnade, den Dorn zu ertragen. Und denke daran: Auch wenn ich dir nicht gegeben habe, worum du gebeten hast, so gebe ich dir stattdessen, was du am meisten brauchst. Du möchtest doch, dass meine Kraft und Vollmacht deine Predigt begleitet, nicht wahr? Nun, die beste Art und Weise, dies zu erreichen, besteht darin, dass du in Schwachheit gehalten wirst.« Das war Gottes wiederholte Antwort auf das dreimal geäußerte Gebet des Paulus. Und so lautet die Antwort Gottes auch heute noch an sein leidendes Volk auf der gesamten Welt. Besser als die Wegnahme von Anfechtungen und Leiden ist die Gemeinschaft mit dem Sohn Gottes, die Zusage seiner Kraft und seine bevollmächtigende Gnade im Leiden. Man beachte, dass Gott sagt: »Meine Gnade genügt dir.« Wir brauchen ihn nicht darum zu bitten, uns seine Gnade in ausreichendem Maße zuzueignen. Sie genügt schon jetzt. Der Apostel war mit der Antwort des Herrn vollkommen zufrieden und sagt deshalb: »Sehr gerne will ich mich nun vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft Christi bei mir wohne.« Als der Herr ihm die Weisheit seiner Handlungsweise erklärte, sagte Paulus im Grunde, dass er es nun nicht mehr anders haben wolle. Deshalb würde er sich nun, statt über den Dorn zu klagen und dagegen zu murren, sich seiner »Schwachheiten rühmen«. Er würde auf seine Knie fallen und dem Herrn dafür danken. Er würde sie froh erdulden, wenn nur die Kraft Christi auf ihm ruhen würde. J. Oswald Sanders drückt es sehr treffend aus: Die Philosophie der Welt lautet: »Was man nicht heilen kann, muss man eben ertragen.« Paulus gibt dagegen das strahlende Zeugnis: »Was man nicht heilen kann, dessen kann man sich freuen. Ich freue mich der Schwachheit, der Leiden, der Entbehrungen und der Schwierigkeiten.« Er bewies, dass Gottes Gnade so wunderbar ist, dass er neue Möglichkeiten, diese Gnade in ihrer Fülle in Anspruch zu nehmen, freudig willkommen heißen konnte. »Sehr gerne rühme ich mich - ja, ich freue mich über – meinen Dorn.«

Emma Pieczynska-Reichenbach (1854-1927), die Frau eines polnischen Adligen, führte ein langes Leben der Frustration und Enttäuschungen. Doch der Autor ihrer Biografie zollte ihrem siegreichen Glauben einen bemerkenswerten Tribut: »Aus den Dingen, die ihr Gott vorenthielt, machte sie wunderbare Blumensträuße!« Von unserer menschlichen Natur her gesehen, ist es für uns ziemlich unmöglich, »Wohlgefallen« an den hier aufgeführten Erfahrungen zu haben. Doch der Schlüssel zum Verständnis dieses Abschnitts findet sich in dem Ausdruck »um Christi willen«. Wir sollten bereit sein, für seine Sache und zur Förderung des Evangeliums zu leiden, auch wenn wir es uns und unseren Lieben nicht wünschen würden. Wir sind dann auf die Macht Gottes am stärksten angewiesen, wenn wir uns unserer eigenen Schwachheit und Nichtigkeit bewusst sind. Und wenn wir so in vollständiger Abhängigkeit auf Gott geworfen sind, dann offenbart sich in uns seine Macht, sodass wir wirklich »stark« sind. William Wilberforce, der den Kampf zur Abschaffung der Sklaverei im britischen Königreich führte, war physisch schwach und zart, doch er hatte einen tiefen Glauben an Gott. Boswell hat von ihm gesagt: »An ihm sah ich, wie einem schwachen Menschen geradezu Herkuleskräfte zuflossen!« In diesem Vers gehorcht Paulus dem Wort des Herrn in Matthäus 5,11.12. Er freute sich, wenn die Menschen ihn schmähten und verfolgten.

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