
Der Hörspiel-Kritiker: Welche Hörspiele lohnt es anzuhören?
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Das Loch in der Welt: die Zukunft des Hörspiels?
Sörensen geht aufs Haus: James Bond ist auch dabei

Die Hexe von Pendach: Nah an der Realität aber deswegen langweilig?
In dieser Folge widme ich mich der neuen ARD-Serie „Die Hexe von Pendach" (2026) von Julien Hebenstreit und Katharina Irmscher. Die Handlung spielt im Jahr 1700 und folgt der Nonne Agathe auf der Suche nach einem verschwundenen Findelkind in einem Dorf, das von Hexenprozessen und einem plötzlichen Schneesturm geprägt ist. Besonders lobenswert ist die historische Fundierung der Serie: Die Autorinnen beleuchten faktenbasiert, dass Hexenverfolgung kein Mittelalter-Phänomen war, sondern in der frühen Neuzeit durch staatliche Beamte vorangetrieben wurde. Auch Themen wie Wetterzauber und Kinderhexenprozesse werden realistisch eingebunden. Technisch ist die Produktion mit ihrem hervorragenden 3D-Sounddesign und der Musik absolut beeindruckend. Inhaltlich muss ich jedoch Abstriche machen: Die acht Folgen wirken stellenweise langatmig und das „Mystery" finde ich nicht. Für mich ist es eine technisch brillante, aber inhaltlich nicht ganz fesselnde Serie, die eher als historisches Lehrstück denn als spannender Thriller funktioniert. Die Hexe von Pendach Von Julien Hebenstreit und Katharina Irmscher Mit Henriette Nagel, Christiane Roßbach, Jeremias Meyer, Johannes Nussbaum, Christoph Franken, Adnan Maral, Ulrike Willenbacher, Sina Reiß, Vassilissa Reznikoff, Max Poerting u.v.a. Komposition: Ulrike Haage Regie: Pauline Seiberlich ARD 2026

Verhaftet: Komik und Witz – Absurd Genial
In dieser Episode tauche ich ein in die surreale Welt des britischen Hörspiel-Großmeisters Don Haworth und nehme sein skurriles Hörspiel „Verhaftet“ unter die Lupe. Dabei versuche ich zu entschlüsseln wie Haworths „Hörspiel-Regeln“ dieses Stück zu einem zeitlosen Paradebeispiel für tiefschwarzen britischen Humor und exzellentes Kopfkino machen. Außerdem gibt es noch einen heißen Hörspieltipp, und zwar den Krimi „Das vierte Skalpell“ von Hans Gruhl. Verhaftet Mit: Wolfgang Rottsieper (Wachtmeister), Hans-Günther Müller (Richter), Ortwin Speer (Stanley), Dorothea Leonhard (Mutter) Übersetzung aus dem Englischen: Hubert von Bechtolsheim und Marianne de Barde Tontechnik: Helmut Dimmig Regie: Klaus W. Leonhard Das vierte Skalpell Von Hans Gruhl Mit Martin Hirthe u.a. Regie: Curt Goetz-Pflug SFB (rbb)/WDR 1966

Leises Lärmen: Interview mit Frank Rawel – So macht man allein ein Hörspiel
In dieser Folge des Hörspiel-Kritikers geht es nicht um ein Hörspiel, sondern um ganz viele Hörspiele. Diese macht Frank Rawel von "Leises Lärmen" und zwar allein. Also nicht ganz allein - die KI hilft ihm, um ganz unterschiedliche Charaktere zum Leben zu erwecken. Dabei entstehen herrlich lustige, skurrile und fantastische Hörspiele. Wie Frank dabei genau vorgeht, wird in dieser Folge verraten.

Für immer seh ich dich wieder: Tief beeindruckt
Ein Hörspiel, was mich wirklich umgehauen hat, will ich heute besprechen: „Für immer seh ich dich wieder“ nach dem gleichnamigen Roman von Yannic Han Biao Federer in der Bearbeitung und Regie von Cordula Dickmeiß. Warum es mich so beeindruckte? Es ist wirklich schwer in Worte zu fassen, aber ich hab es versucht – auch wenn sehr stotternd. Für immer seh ich dich wieder Autor: Yannic Han Biao Federer Vorlage: Nach dem gleichnamigen Roman Bearbeitung und Regie: Cordula Dickmeiß Cast: Jan Krauter (Yannic), Marie Löcker (Charlotte), Amelle Schwerk (Hebamme), Tabitha Frehner (Sarah/Frau Lück), Anna Blomeier (Anästhesistin/Vereinsfrau), Denise M’Baye (Juliane/Empfang/Stimme), Johanna Bantzer (Christina), Jan Meeno Jürgens (Paul), Anne Kulbatzki (Physiofrau), Mohamed Achour (Pfleger/Kollege), Sascha Nathan (Michael/Kantinenmitarbeiter), Michael Lippold (Arzt), Nils Rovira Muñoz (Alex), Frauke Poolman (Yannics Mutter), Cathlen Gawlich (Gynäkologin/Pflegerin) Besetzung: Dagmar Titz, Marc Zippel Komposition: Michael Rodach Technische Realisation: Kai Schliekelmann und Chris Richter Dramaturgie: Michael Becker Produktion: Norddeutscher Rundfunk 2025

Live-Veranstaltung: DDR-Hörspiele
Am 06.12.25 waren Martin und Olaf vom OHRCAST sowie meine Wenigkeit wieder einmal zu Besuch bei RADIO T in Chemnitz. Wir diskutierten über DDR-Hörspiele. Wie das war, das hört ihr in dieser Folge.

Die Blender – ist diese Hörspielserie nur ein Blender?
Diesmal geht es hoch hinauf – in ein abgelegenes Chalet, abgeschnitten von der Außenwelt, mitten in einen klassischen Whodunit. Ich nehme mir die 8-teilige Hörspielserie Die Blender von Gregor Schmalzried vor und frage: Ist das raffinierte Krimi-Konstrukt wirklich so clever, wie es tut – oder doch ein Blender? Es geht um „enge“ Freunde, einen Wintersturm, einen toten Bräutigam und eine Ermittlerin mit wasserdichtem Alibi. Ich spreche über starke Dialoge, dichte Atmosphäre, überzeugende Sprecherleistungen – aber auch über meine größte Kritik: Schmalzrieds Vorliebe für spektakulär komplizierte Mordpläne. Warum das trotzdem extrem spannend ist, was das Ganze mit Kartenspielen, falschen Fährten und mehrfachen Wendungen zu tun hat und weshalb ich die Serie trotz Meckerei klar empfehle, hört ihr in der neuen Folge. Die Blender Autor: Gregor Schmalzried Cast: Valerie Stoll, Milena Tscharntke, Béla Gabor Lenz, Valon Krasniqi, Pauline Rénevier, Jonas Nay, Lennart Hillmann u.v.a. Regie: Jörg Schlüter ARD 2025

Sockenpolizei – Teil 3: Hörspiel-Krimi für die ganze Familie
Wie letztes Jahr vor Weihnachten gibt es hier im Podcast wieder ein Hörspiel von mir. Im dritten Teil der Sockenpolizei ruft ein Kind bei Wachtmeister Achim an. Es wurde von seinem Bruder in den Schrank eingesperrt. Natürlich muss die Sockenpolizei da helfen. Doch als Wachtmeister Achim und seine Chefin am Haus des Kindes im Schrank ankommen, ist es doch ganz anders. Hat das Kind die Sockenpolizei angelogen? Chefin, Pipi Klara-Bimbum: Stephanie Kirsche Semmel: Karl Kirsche Schrippe: Friedrich Kirsche Mutter: Nadine Kirsche Achim, Ottokar und Pepe: Thomas Kirsche Text, Regie, Schnitt, Musik: Thomas Kirsche kirschproduktion 2024 Ich wünsche euch Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr. Euer Thomas, der Hörspiel-Kritiker

Lamyas Buch der Scharlatane – Das Geht Daneben
„Die Young-Adult-Hörspielserie »Lamyas Buch der Scharlatane« von Amal El Ommali und Andrea Geißler verbindet nordafrikanische Legenden, popkulturelle Sprache und urbane Realität zu einer modernen Heldinnengeschichte über Selbstermächtigung, Sisterhood und Identität“, so steht es in der ARD-Audiothek. Und stimmt, die Kernaussagen treffen zu, aber die Serie ist schlecht geschrieben, auf niedrigem Niveau gespielt, unklug inszeniert und verhunzt dadurch die wichtigen Themen, die sie anspricht. Lamyas Buch der Scharlatane von: Amal al Ommali, Andrea Geißler Redaktion: Cordula Huth, Arne Salasse Dramaturgie: Leonhard Koppelmann Technische Realisierung: Ursula Potyra, Melanie Inden, Julia Kümmel, Thomas Rombach Regieassistenz: Aran Kleebaur Regie: Leonhard Koppelmann, Andrea Geißler

Ferienspiele: DDR-Hörspiele unter der Ost- und Westdeutschen Lupe
In den Sommerferien liefen auf dem MDR DDR-Hörspiele zum Thema Ferien. Die Reihe war Teil des Sommer-Programms von MDR Kultur. Der Fokus lag sicher auf Nostalgie und Unterhaltung, aber auch künstlerischer Anspruch war gegeben. Hier im Podcast hatte ich bis auf „Unterwegs mit Jaecki“ alle Hörspiele besprochen. Aber das hole ich jetzt nach und das nicht allein. Auch Olaf und Martin vom Ohrcast sind dabei und wir werfen einen Blick auf diese DDR-Hörspiele und vergleichen sogar eine West- und Ostversion des gleichen Manuskriptes (Das Blechboot). Wer hat es besser inszeniert? Gibt es darauf überhaupt eine Antwort? Alle Hörspiele der Reihe findet ihr auf YouTube. Aus der ARD-Mediathek sind sie leider schon wieder raus.

Heilung: Wie eine Kulissenstadt
Ja, es gibt mal wieder eine Podcastfolge und darin geht es um das Hörspiel »Heilung« nach dem Roman von Timon Karl Kaleyta. Darin geht es um: einen namenlosen Mann, ein rätselhaftes Sanatorium in den Dolomiten, eine Bärenjagd – und die Suche nach seelischer Erlösung. Doch hält die Inszenierung, was der große Anspruch verspricht? Ich vergleiche »Heilung« mit Thomas Manns »Der Zauberberg« und Oliver Sturms »Die Erschöpften« und spreche über Inszenierung, Klanggestaltung und die Frage, ob das Hörspiel mehr als schöne Kulisse ist. Mein Fazit: Drei Werke, drei Heilungsversprechen – und eines überzeugt nicht wirklich. Heilung Nach dem gleichnamigen Roman von Timon Karl Kaleyta Mit: Tilman Strauß, Camill Jammal, Meriam Abbas, Alina Stiegler, Leon Ulrich, Lisa Hrdina und Eva Michel Musik: Camill Jammal Hörspielbearbeitung und Regie: Rebekka David Produktion: SWR 2024 - Premiere

Urlaubsbriefe – So viele bekannte Stimmen, Wow!
In dieser Folge des Hörspiel-Kritikers geht es um das DDR-Hörspiel „Urlaubsbriefe“, eine sommerlich-leichte, aber durchaus pikante Geschichte von kleinen Geheimnissen und großen Verwicklungen. Das Stück wurde 1967 beim Rundfunk der DDR produziert – Regie führte Helmut Hellstorff. Besonders spannend: In den Rollen hören wir bekannte Schauspielgrößen wie Evamaria Bath, Ezard Haußmann, Jürgen Frohriep und viele andere, die das Hörspiel durch ihre Präsenz und Spielfreude tragen. Im Podcast gibt es nicht nur meine Besprechung, sondern zahlreiche Ausschnitte, die zeigen, von wo wir diese Stimmen auch noch kennen. Urlaubsbriefe Hörspiel von Ursula und Ulrich Wendler Regie: Helmut Hellstorff Komposition: Herwart Höpfner Produktion: Rundfunk der DDR 1965 Mit: Evamaria Bath, Ezard Haußmann, Jürgen Frohriep, Gisela Büttner, Albert Garbe, Marianne Wünscher, Ursula Braun, Ruth Glöss, Karl Brenk, Lothar Dimke, Ingrid Föhr, Hans-Joachim Preil, Regine Zeidler

Zwei Schwestern: Spannend und erhellend
Die Thriller-Serie "Zwei Schwestern" von Magda Woitzuck und Léon Haase lässt uns eine Beziehung als Thriller erleben. Klingt komisch - ist aber so. Die knapp 10 Minuten langen Folgen, acht Stück an der Zahl, mit der Musik von Berq sind unterhaltend und verdammt klug. Zwei Schwestern Von: Magda Woitzuck und Léon Haase Regie: Léon Haase Komposition: Frederich Helbing Musik: Berq Mit: Lou Strenger, Sinje Irslinger, Ben Münchow, Isaak Dentler, Sören Wunderlich, Ewa Rataj, Sebastian Reiß, Melanie Straub Produziert von Léon Haase für hr 2025

Schrödingers Grrrl: Fast richtig super
In dieser Folge gehts um das Hörspiel „Schrödingers Grrrl“, nach dem gleichnamigen Roman von Marlen Hobrack – eine bissige Satire auf den Literaturbetrieb. Im Mittelpunkt steht Mara, eine junge Frau aus Dresden, die in die Rolle einer gefeierten Autorin schlüpft – obwohl sie gar nichts geschrieben hat. Zwischen Instagram-Glanz und prekärem Alltag bewegt sie sich in einer Welt, in der Authentizität zur Ware wird und jede Geschichte nur so echt ist, wie sie vermarktet werden kann. Was ich daran richtig gelungen finde und was mir am Hörspiel nicht so gefällt. Hier erfahrt ihr es. Schrödingers Grrrl Nach dem Roman von Marlen Hobrack Bearbeitung und Regie: Matthias Kapohl Mit: Lea van Acken, Matti Krause, Paula Goos, Leon Rüttinger, Boris Aljinović, Meriam Abbas, Markus Bachmann, Ulrich Blöcher, Cathlen Gawlich, Lorenz Grabow, Peter Jordan, Béla Gabor Lenz, Jörg Pose, Louis Thiele, Ingrid Wenzel, Katherina Wolter u. a. Besetzung: Jutta Kommnick Ton und Technik: Lukas Wilke, Frank Klein Regieassistenz: Marie Permantier Dramaturgie: Julia Gabel, Johann Mittmann, Tatjana Petschl Deutschlandfunk Kultur 2025 Länge: 59’34

Das BlechBoot: Bisher bestes DDR-Hörspiel
Ein DDR-Hörspiel von 1985, mit einer einfachen Handlung, klarer Sprache und einer ganzen Welt an Deutungen. Mutter und Tochter wollen den Vater zurückholen – nicht mit Gewalt, sondern mit Flötenklängen vom Ufer einer stillen Kiesgrube. Nur er, sie und ein Blechboot, das ihn herüberbringen könnte. Zwischen warmem Schilfrauschen, lakonischem Humor und stiller Melancholie entfaltet sich ein 40-minütiger Dialog voller Freiheit, Nähe und unterschwelliger Spannung. Minimalistisch, poetisch, meisterhaft inszeniert – ein Sommerhörspiel, das man als Kunst genießen oder einfach als klar erzählte Geschichte hören kann. Das Blechboot Hörspiel von Albert Wendt Regie: Fritz Göhler Komposition: Wolfgang Schoor Produktion: Rundfunk der DDR 1985 Mit: Jutta Wachowiak und Margit Strassburger bis zum 1. November 2025 verfügbar

22 Bahnen: Sommerhörspiel und ein Hörspiel-Tipp
In dieser Folge möchte ich euch das Hörspiel „22 Bahnen“ ans Herz legen und ein wenig darüber schwadronieren. Außerdem gibt es einen Hörspiel-Tipp für alle alten Gaming-Hasen da draußen. 22 Bahnen Vorlage: 22 Bahnen (Roman von Caroline Wahl) Bearbeitung (Wort): Irene Schuck Redaktion: Natalie Szallies Dramaturgie: Christina Hänsel Technische Realisierung: Jean Szymczak Regieassistenz: Dirk Leyers Regie: Irene Schuck WDR 2024 PVP - Player vs. Player Von Max von Malotki Mit Oliver Bröcker, Enno Hesse, Florian Bartholomäi, Lilija Klee u.a. Komposition: Andreas Kolinski Regie: Matthias Kapohl WDR 2008

Hörspiel-Empfehlungen für den Sommer+ Hörspielsommer Leipzig
Welche Hörspiele solltet oder könnt ihr im Sommer hören? Ich gebe euch meine ganz persönlichen Empfehlungen. Außerdem widme ich mich dem Hörspielsommer in Leipzig - dem Openair-Hörspielfestival. Viel Spaß mit dieser kleinen und besonderen Folge aus dem Herzen des Vogtlandes. 🎶 Musikmaschine Doktor B. | Sommerserie "Ferienspiele" Die Kobra von Kreuzberg Die Erschöpften Mia Insomnia (Staffel 3) Brot weint Echokammer Mallorca, Mord und Margaritas

Musikmaschine Doktor B.: DDR-Sommer-Flirt als Hörspiel
Zwischen dem 23. Juni und dem 11. August präsentiert MDR KULTUR an jedem Hörspielmontag (und eher schon in der ARD-Audiothek) besondere Sommer- bzw. Ferien-Hörspiele aus dem DDR-Rundfunk-Archiv. Den Auftakt macht das Hörspiel „Musikmaschine Doktor B.“ von Reinhard Griebner. Darin geht es um Bert und Lisa. Er ist Mitte dreißig, promovierter Ökonom und legt in seiner Freizeit als mobiler DJ auf. In einem Ausflugsrestaurant am See trifft er auf Lisa, Anfang zwanzig, die dort während der Semesterferien als Rettungsschwimmerin jobbt. Zwischen den beiden entsteht eine zarte Annäherung, die aber gleichzeitig eine Abstoßung ist – eine Nicht-Und-Doch-Liebesgeschichte. Musikmaschine Doktor B. von Reinhard Griebner Regie: Werner Grunow Komposition: Michael Schneider Produktion: Rundfunk der DDR 1984 Mitwirkende: Gunter Schoß, Marie Gruber, Hansjürgen Hürrig Rundfunk der DDR 1984

Die Kobra von Kreuzberg: Jawohl!
Die letzten drei Tage habe ich zweimal das Hörspiel „Die Kobra von Kreuzberg“ gehört und bin echt begeistert. Ein flott inszeniertes, komisches, teilweise satirisches Hörspiel, was auch noch unterhaltend ist. Hut ab. Warum ich es so super finde, verrate ich in dieser Folge meines Podcasts. Die Kobra von Kreuzberg Nach dem Roman von Michel Decar Mit: Lea Ostrovskiy, Sesede Terziyan, Damir Avdic, Boris Aljinovic, Niels Bormann, Steffen „Shorty“ Scheumann, Mehmet Yılmaz, Henning Peker, Aram Tafreshian, Johann Jürgens, Ludger Bökelmann, Alexandra Gottschlich, Martin Engler Besetzung: Kathi Bonjour Regieassistenz: Stefanie Heim Ton: Jean-Boris Szymczak Komposition: Tommy Neuwirth Bearbeitung und Regie: Mara May Dramaturgie: Barbara Gerland Deutschlandfunk Kultur 2025

Unregelmäßig: Es ändert sich etwas
Ja, der Titel sagt schon, worum es gehen wird. Zwölf Fotos zuviel von Peter Kramer (Walter Niklaus) mit Jutta Hoffmann und Lars Gärtner Technische Realisierung: Hans Kölling Regie: Walter Niklaus Mitteldeutscher Rundfunk 1999

Märchen und Verbrechen – Brüder Grimm (Staffel 4): Die Gebrüder Sebastian Fitzek
Die neue Staffel der „Grimms Märchen & Verbrechen“ ist da. Ich habe mir die Folgen gegönnt und kann jetzt schon verraten, es wird teilweise echt eklig und brutal. Alles andere hört ihr in dieser Folge. Grimms Märchen & Verbrechen Mit: Wanja Mues, Jona Mues, Michael Rotschopf, Laura Maire, Irina Wanka, Matthias Bundschuh, Katharina Thalbach u.a. Buch und Regie: Viviane Koppelmann Komposition: Peter Harrsch Produktion: hr/SWR/RBB/RB 2024/2025 ∞ Die nächste Folge des Hörspiel-Kritikers gibt es am 08.06.25

Brot weint: Der SRF-Radiotatort wird rund
Wie kann ein Radiotatort rund werden? Diese Frage beantworte ich euch in der heutigen Folge. Und mehr will ich nicht schreiben. Brot weint Von Dominik Bernet Mit Karin Pfamatter, Thomas Sarbacher, Julian Schneider u.a. Regie: Mark Ginzler SRF 2025 ∞ Die nächste Folge des Hörspiel-Kritikers gibt es am 01.06.25

Interview mit Oliver Sturm: Regisseur und Autor von „Die Erschöpften“
In der letzten Podcastfolge habe ich ausführlich über die Hörspielserie „Die Erschöpften“ gesprochen und war wirklich begeistert. Umso mehr freue ich mich, heute den Autor und Regisseur Oliver Sturm im Interview zu haben. Wir sprechen darüber, wie ihn Thomas Manns „Der Zauberberg“ zur Rahmenhandlung inspirierte und warum er ein Gesetz erfand, das die Urlaubsfähigkeit der Figuren überprüfen lässt. Außerdem erzählt Oliver, wie die Hauptfigur Sven Schmitz entstanden ist, die von Tom Schilling gesprochen wird, und warum „Ungleichzeitigkeiten“ eine wichtige Rolle spielen, um das Hörspiel noch besser zu verstehen. ∞ Die nächste Folge des Hörspiel-Kritikers gibt es am 18.05.25

Die Erschöpften: Sahneschnitte-Hörspiel – Bitte mehr davon
Ist Urlaub überhaupt noch erholsam? In Oliver Sturms brillanter Satire „Die Erschöpften“ wird genau das hinterfragt. Ein neues Gesetz verpflichtet die Menschen, sich ihre Urlaubsfähigkeit erst ärztlich bescheinigen zu lassen – denn viele sind zwar urlaubsreif, aber nicht urlaubsfähig. Hauptfigur Sven Schmitz landet in der Klinik „Haus Müßiggang“, um zu lernen, wie man richtig entspannt. Dort trifft er auf seltsame Patienten, Therapiekinder – und auf das Echo von Thomas Manns „Zauberberg“. Begleitet wird das Ganze von einer toxischen Fernbeziehung zu Cleo, einer Frau mit Borderline-Zügen, die jede Sprachnachricht zur emotionalen Achterbahnfahrt macht. In dieser Folge erfahrt ihr, warum „Die Erschöpften“ für mich das Hörspiel des Jahres ist – mit klugen Zitaten, Parodien und Anleihen aus einem mittelmäßigen Horrorfilm, sowie feinen musikalischen Anspielungen und einer Erzählweise, die sich ganz natürlich zusammenfügt. Jetzt reinhören, urlaubsfähig werden – und ein bisschen schlauer rauskommen. Die Erschöpften Hörspielserie in 10 Folgen von Oliver Sturm mit: Tom Schilling (Sven Schmitz), Jeanette Spassova (Clawdia Chauchat), Marleen Lohse (Cleo), Inga Busch (Astra), Johann von Bülow (Tommy), uva. Komposition: Andreas Bick – sowie Musiken von Andreas Völker Technische Realisation: Jean Szymczak Regieassistenz: Mechthild Cramer von Laue und Simon Hastreiter Regie: Oliver Sturm Dramaturgie und Redaktion: Michael Becker (NDR) und Sabine Küchler (DLF) Produktion: NDR/DLF 2025 ∞ Die nächste Folge des Hörspiel-Kritikers gibt es 11.05.25

Die Glitzergang: Krimis für Kinder
„Die Glitzer-Gang!“, ist eine actionreiche Hörspielreihe für Kinder ab 9 Jahren, produziert vom Hessischen Rundfunk (hr) und Norddeutschen Rundfunk (NDR). Ich habe sie mir angehört und leichte Ähnlichkeiten zur Detektiv Pinky-Reihe von Gert Prokop festgestellt. Aber das ist noch nicht alles. Ob ich die Glitzergang empfehlen kann, erfahrt ihr jetzt. Die Glitzer-Gang! von Arne Salasse Regie: Janine Lüttmann Musik: Andreas Koslik Ton und Technik: Ursula Potyra, Thomas Rombach, Kai Schliekelmann & Chris Richter Regieassistenz: Aran Kleebaur & Leo Schenkel Besetzung: Arne Salasse & Dagmar Titz Robo Buttler: Jens Wawrczeck Richie: Johan Gottwald Amira: Lina Stoimenowski Papa: Bernhard Schütz Mama: Tanja Schleiff ∞ Die nächste Folge des Hörspiel-Kritikers gibt es 04.05.25

Calor Mortis. Hirnverbrannt: Satire MIt Sinn und Wahn
„Calor Mortis. Hirnverbrannt" ist nichts für schwache Nerven – und erst recht nichts für Leute mit gesundem Menschenverstand. In dieser Folge wird's heiß im Kopf und kalt auf der Haut: Zwischen absurden Dialogen, mysteriösen Vorfällen und einem Hauch Wahnsinn entfaltet sich eine Story, die irgendwo zwischen Hörspiel, Satire und Albtraum wandelt. Calor Mortis. Hirnverbrannt von Nina Meyer und Felix Engstfeld Redaktion: Natalie Szallies Technische Realisierung: Jürgen Glosemeyer, Mechthild Austermann Regieassistenz: Genoveva Allan Regie: Jörg Schlüter WDR 2025 ∞ Die nächste Folge des Hörspiel-Kritikers gibt es 27.04.25

Ein Toter Zuviel: Kein Mucks schlägt wieder zu
In dieser Folge, der wirklich kurz geworden ist, gehe ich auf die letzte „Kein Mucks“-Folge ein, in der zwei DDR-Hörspiele präsentiert wurden. Kurze, knackige Krimis, die sich auch heute noch lohnen, denn ich wollte schon wissen, wer nun der Mörder oder die Mörderin ist. Ein Toter zuviel und Das Handikap. Krimi-Podcast mit Bastian Pastewka Ein Toter zuviel Von Linda Teßmer Mit Günter Grabbert, Siegfried Worch, Heidemarie Gohde u.a. Regie: Günter Bormann Rundfunk der DDR / MDR 1980 Das Handikap Von Linda Teßmer Mit Günter Grabbert, Friedhelm Eberle, Carla Valerius u.a. Regie: Klaus Zippel Rundfunk der DDR / MDR 1976 ∞ Die nächste Folge des Hörspiel-Kritikers gibt es 20.04.25

Lélé: Ehrlich, nah & tief berührend
In dieser Folge entdecke ich eine wahre Hörspielperle: Lélé von Sathyan Ramesch. Nach „Drifter“ und „Es gibt kein richtiges Leben, ihr Flaschen“ fühle ich mich langsam wie ein Hörspiel-Trüffelschwein. Lélé – eine 1,5-stündige Produktion von artinhalt für den Hessischen Rundfunk – erzählt die stille, bewegende Brieffreundschaft zwischen einem alten Mann und einer Gefängnisinsassin. Zwei Leben, zwei Monologe, ein leiser Dialog über Verlust, Einsamkeit, Hoffnung – und ein Hund namens Oskarla. Großartig gespielt von Matthias Habich und Julia Jäger, dicht inszeniert von Leonhard Koppelmann. Klingt nach wenig, ist aber alles: ehrlich, nah, tief berührend. Lélé von Sathyan Ramesh Mit: Julia Jäger und Matthias Habich Funkeinrichtung: Leonhard Koppelmann Produktion: artinhalt für hr 2024 ∞ Die nächste Folge des Hörspiel-Kritikers gibt es 13.04.25

Es gibt kein richtiges Leben, Ihr Flaschen: KI-Stimme Adornos auf der Piste
Diese Folge behandelt das Hörspiel „Es gibt kein richtiges Leben, ihr Flaschen“- was eine Anspielung auf T. Adornos Satz ist „Es gibt kein richtiges Leben im Falschen“. Es ist eine gelungene Satire auf unsere Unfähigkeit etwas zu ändern, obwohl wir genau wissen, dass wir etwas ändern müssen. Aber hört selbst - und entschuldigt meine Stimme - ich bin krank. Es gibt kein richtiges Leben, ihr Flaschen! von Andi Unger mit Felix Hellmann, Julia Grasmugg, Christoph Franken, Ruth Bohsung, Hans-Maria Darnov, Sarah Fischbacher, Christoph Jablonka, Manuel Kandler, Marlene Morreis, Anton Schneider, Martin Walch und Fabian Wittkowski Regie: Martin Heindel BR 2025 ∞ Die nächste Folge des Hörspiel-Kritikers gibt es 06.04.25

Die ganze Katastrophe: Interview mit dem Regisseur Sascha von Donat
Das Hörspiel „Die ganze Katastrophe“ basiert auf dem Roman von David Carkeet und wird derzeit in vier Teilen auf WDR 3 ausgestrahlt. Wer die komplette Produktion sofort hören möchte, findet alle 3,5 Stunden in der ARD Audiothek. Und wer mehr über dieses Hörspiel wissen will, ist hier genau richtig, denn diesmal habe ich einen besonderen Gast bei mir: den Bearbeiter und Regisseur dieses Hörspiels, Sascha von Donat. Ein spannendes Interview, hoffentlich ohne komplementäre Schismogenese. Die ganze Katastrophe Vorlage: The Full Catastrophe (Roman) vom David Carkeet Übersetzung: Dirk van Gunsteren Bearbeitung (Wort): Sascha von Donat Komposition: Rainer Quade Redaktion: Isabel Platthaus Technische Realisierung: Nils Steinkamp Ensemble: Opernwerkstatt am Rhein Regie: Sascha von Donat Autorenproduktion / Westdeutscher Rundfunk 2025 ∞ Die nächste Folge des Hörspiel-Kritikers gibt es 29.03.25

Drifter: Ein Hörspiel nach meinem Geschmack
In „Drifter“ vereint sich das, was ich am Hörspiel liebe: Eine super kluge, witzige, zum Nachdenken anregende Story gemischt mit interessanten Figuren und perfekten Dialogen. Ich liebe dieses 90-minütige Hörspiel und lege es euch ganz doll, dick ans Herz. Drifter Autor/Autorin: Ulrike Sterblich Technische Realisierung: Winfried Meßmer, Fabian Zweck, Regina Staerke Musik: Saroos Regie: Alexandra Distler BR 2024 ∞ Die nächste Folge des Hörspiel-Kritikers gibt es 22.03.25

Neongrau: Cyberpunk Deluxe
„Neongrau“ ist eine neue 12-teilige Hörspiel-Serie, die auf dem gleichnamigen Roman von Aiki Mira basiert. Der Roman erschien im Dezember 2022 und war das erste veröffentlichte Werk der Autorin. Nun, knapp zweieinhalb Jahre später, gibt es die Hörspiel-Adaption – seit dem 26. Februar 2025 ist sie in der ARD Audiothek verfügbar. Aiki Mira ist vielen Hörspielfans bereits durch den gefeierten Hörspiel-Podcast „Das war morgen“, den sie gemeinsam mit Isabella Hermann moderiert. Die beiden gaben bereits hier bei mir in einer Podcastfolge am 6. April 2024 Einblicke in ihre Arbeit. Die Umsetzung der Hörspiel-Serie erfolgte unter der Regie von Martin Zylka, der durch seine eindrucksvolle Inszenierung der Trisolaris-Trilogie einigen bekannt sein dürfte. Ist „Neongrau“ eine packende, atmosphärisch dichte Adaption, die Science-Fiction- und Hörspielfans gleichermaßen begeistert? Neongrau Von Aiki Mira Dramaturgie: Christina Hänsel und Elena Zieser Technische Realisation: Matthias Fischenich, Mechthild Austermann und Kerstin Grimm Besetzung: Stefan Cordes Regieassistenz: Julia Kiefer, Farah Wind und Patrizia Barba Regie: Martin Zylka Produktion: WDR 2025 ∞ Die nächste Folge des Hörspiel-Kritikers gibt es 15.03.25

Zerbrochene Flügel & Anton und Pepe: Gaslighting und beste Komik
In dieser Folge kümmere ich mich einmal um den Thriller „Zerbrochene Flügel“, bei dem ein Psychotherapeut nicht weiß, ob er seiner Patientin glauben kann oder nicht. Erinnert mich tatsächlich an „Gaslicht“. Und dann bespreche ich die wirklich tolle Hörspielserie „Anton und Pepe“, die leider nur 5 Folgen umfasst. Dabei hätten es gern 50 sein können. Zerbrochene Flügel Autor/Autorin: Jeffery Deaver Vorlage: For Services Rendered (Erzählung, amerikanisch) Übersetzung: Stefan Lux Bearbeitung (Wort): Hans Bräunlich Redaktion: Torsten Enders Technische Realisierung: Martin Eichberg, Eugenie Kleesattel Regieassistenz: Roman Neumann Regie: Stefanie Lazai Deutschlandradio 2009 Anton und Pepe Autor/Autorin: Paul Norman Zacher, Axel Ranisch Redaktion: Michael Becker Technische Realisierung: Corinna Gathmann, Nicole Graul, Johannes Varga Regieassistenz: Felix Lehmann Regie: Axel Ranisch ∞ Die nächste Folge des Hörspiel-Kritikers gibt es 08.03.25

Ihr habt echt keine Ahnung, in der Schweiz gab es nie Sowjetunion: Resilienz
Michael Stauffer macht ein Hörspiel, das eigentlich keins ist – eher eine wilde Mischung aus Dokumentation, Reflexion und ungeraden Interviews. Es geht um Krieg, die Schweiz, Selbstgefälligkeit, Hollywood, Flüchtlingspolitik und dann plötzlich um Bier und amerikanisches Kino. 57 Minuten lang streiten, fragen, denken und lachen – manchmal tieftraurig, manchmal unerwartet komisch. Und irgendwie bleibt am Ende sogar Hoffnung im Herzen. Ihr habt echt keine Ahnung, in der Schweiz gab es nie Sowjetunion Mit: Mariia Zamula-Kotliarevska, Yelyzaveta Bezzub, Elias Kirsche, Olga Marchenko, Lucia Kotikova, Janna Horstmann, Michael Stauffer Tontechnik: Björn Müller Musik, Montage und Regie: Michael Stauffer Dramaturgie: Mark Ginzler Produktion: SRF 2025 ∞ Die nächste Folge des Hörspiel-Kritikers gibt es 01.03.25

Der Zauberberg: Das beste Literatur-Hörspiel
Vorweg: Ich habe einen Fehler gemacht. Im Podcast spreche ich von Hans Castrop und das ist falsch. Er heißt Hans Castorp. Fragt mich nicht, wie das passieren konnte - irgendein Verarbeitungsfehler in meinem Hirn. (Falsch abgespeichert und dann immer falsch gehört, weil es das Hirn erwartet.) ... Doch dann schenkten mir meine Eltern zu Weihnachten das Thomas Mann-Hörspiel: Der Zauberberg. Kein Hörbuch. Nein ein Hörspiel. 10 CDs. Ich konnte es nicht abwarten, das Hörspiel anzuhören, denn immerhin hatte ich germanistische Literaturwissenschaft studiert, aber mich nie an den dicken Wälzer ran gewagt. Es war, wie es Konstantin Graudus, der Sprecher des Hans Castorp, im Making Of des Zauberberg-Hörspiels sagt: "Ein Buch, was so dick ist, dass man sich nicht ran wagt und es immer von einem Wohnungsumzug zum nächsten mitschleppt." Aber jetzt hatte ich endlich das Hörspiel zum Roman – kein langweiliges Hörbuch – es war das Hörspiel! Ich erhoffte mir den Zauberberg genussvoll inhalieren zu können. Der Zauberberg Vorlage: Der Zauberberg von Thomas Mann (Roman) Bearbeitung (Wort): Valerie Stiegele Komposition: Michael Riessler Dramaturgie: Barbara Schäfer Technische Realisierung: Wilfried Hauer, Hans Scheck, Angelika Haller, Susanne Herzig Regieassistenz: Christiane Klenz, Anja Scheifinger Regie: Ulrich Lampen Bayerischer Rundfunk + Der Hörverlag 2000 ∞ Die nächste Folge des Hörspiel-Kritikers gibt es 22.02.25

Heute leider nur „Newton“
Leider, leider muss ich meine Besprechung des „Zauberbergs“ verschieben. Stattdessen gibt es etwas aus meinem früheren Schaffen. Sorry. Aber am 15.2.25 kommt dann wirklich die Besprechung. ∞ Die nächste Folge des Hörspiel-Kritikers gibt es 15.02.25

Detektiv Pinky: Auf den Spuren des berühmten Kinderdetektivs
Die „Detektiv Pinky“-Reihe von Gert Prokop ist eine Sammlung von Kriminalgeschichten, die in der DDR veröffentlicht wurden. Hauptfigur ist der junge Pinky, ein zwölfjähriger Waisenjunge in den USA, der von einem besseren Leben träumt und sich als Nachwuchsdetektiv versucht. Der SRF hat zwei Fälle des Detektivs verhörspielt und ich habe sie mir angehört. Außerdem erfuhr ich aus sicherer Quellen, ob es mit „Detektiv Pinky“ weitergeht oder ob es bei den zwei Fällen bleibt. Detektiv Pinky 1: Wie Kittsburgh zu einem Affen kam Detektiv Pinky 2: Das Gespenst der Ashtons Mit: Urs Jucker (Erzähler), Daniel Axt (Pinky), Fabian Müller (Monster), u. a. Musik: Martin Bezzola und Christian Riesen Tontechnik: Lukas Fretz Bearbeitung und Regie: Susanne Janson Produktion: SRF 2024 ∞ Die nächste Folge des Hörspiel-Kritikers gibt es 08.02.25

KI-Mom Staffel 3: Es geht richtig gut weiter
KI-Mom, die Sci-Fi-Serie von Serotonin geht in die dritte Staffel. Die Geschichte bleibt weiterhin spannend und ist reich an verblüffenden Wendungen. Es macht einfach viel Freude in diese Welt einzutauchen, die ganz ohne Sci-Fi-Klischees auskommt. KI-Mom (3. Staffel) Mit: Simone Kabst, Bettina Kurth, Steffen Groth als Fynn, Katja Hirsch, Daniel Sellier u.v.a Regie: Marie-Luise Goerke Komposition und Soundwork: Matthias Pusch Realisation: Serotonin Redaktion: Walter Filz Eine Produktion im Auftrag des SWR 2024 ∞ Die nächste Folge des Hörspiel-Kritikers gibt es 01.02.25

Die Schauerfrau + Lösegeld für einen Hund: Plump oder Genial?
Ich habe in meiner neuen Podcastfolge zwei Hörspiele unter die Lupe genommen. Zuerst „Die Schauerfrau“ aus der Melitta-und-Stern-Krimireihe (BR-Produktion 2025, Autorin: Katja Röder), wo ein verschollenes E.T.A.-Hoffmann-Manuskript für Aufregung in Bamberg sorgt – nebst einem Autor, der behauptet, es von einem Geist erhalten zu haben, und einem Filmset, auf dem merkwürdige Unfälle geschehen. Anschließend rückt „Lösegeld für einen Hund“ (WDR 2006) von Patricia Highsmith in den Fokus, eine tiefgründige Geschichte voller moralischer Grauzonen, die mehr bietet als nur klassischen Krimi-Spannungsstoff. Hobbydetektive Melitta und Stern: Die Schauerfrau Von Katja Röder Mit Caroline Ebner, David Zimmerschied u.a. Komposition: Evi Keglmaier/Greulix Schrank Regie: Stefanie Ramb BR 2025 Lösegeld für einen Hund Von Patricia Highsmith Mit Catrin Striebeck, Florian von Manteuffel, Kathrin Angerer, Michael Wittenborn, u.a Übersetzung: Christa Elisabeth Seibicke Komposition: Thomas Leboeg Bearbeitung: Beate Andres Regie: Beate Andres WDR 2006 Die Casa Highsmith oder: Highsmith meets Highsmith Aus dem amerikanischen Englisch von Melanie Walz, Pociao, Anna-Nina Kroll, Marion Hertle und Peter Torberg Mit: Katja Bürkle, Taja Seibt, Katharina Hauter, Andreas Helgi Schmid Hörspielbearbeitung und Regie: Nicole Paulsen SWR 2023 ∞ Die nächste Folge des Hörspiel-Kritikers gibt es 25.01.25

Sörensen macht Urlaub: So muss Hörspiel
Kann das fünfte Hörspiel der Sörensen-Reihe die Qualität seiner Vorgänger halten? Die Frage kann ich hier schon beantworten: Ja, es ist so. „Sörensen macht Urlaub“ legt wiedereinmal die Messlatte für Hörspiel-Krimis verdammt hoch. Warum das so ist, erfahrt ihr in dieser Folge meines Podcastes. Sörensen macht Urlaub Autor/Autorin: Sven Stricker Komposition: Jan-Peter Pflug Dramaturgie: Jakob Schumann Technische Realisierung: Andreas Stoffels, Frank Klein Regieassistenz: Stefanie Heim Regie: Sven Stricker Deutschlandradio 2024 ∞ Die nächste Folge des Hörspiel-Kritikers gibt es 18.01.25

Per Anhalter ins All (durch die Galaxis): Nicht ganz so gut gealtert
Heute kümmere ich mich in meiner Besprechung um einen doppelten Klassiker. Zum einen ist es ein Klassiker der SciFi-Literatur und zum anderen ein Klassiker unter den Hörspielserien. Es geht um „Per Anhalter ins All“ oder eigentlich „Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams. Der SWF, der BR und der WDR haben 1981 die Hörspielserie produziert und ich hab sie mir über die Jahreswende angehört. Per Anhalter ins All Autor: Douglas Adams Vorlage: Per Anhalter ins All (The Hitchhiker's Guide to the Galaxy) (Roman/Hörspiel, englisch) Übersetzung: Benjamin Schwarz Komposition: Frank Duval Technische Realisierung: Günter Heß und Christine Koller Regie: Ernst Wendt Produktion: SWF/BR/WDR 1981 ∞ Die nächste Folge des Hörspiel-Kritikers gibt es 11.01.25

Sockenpolizei Teil 2 – Eine Entführung: Hörspiel-Krimi für die ganze Familie
Wie letztes Jahr vor Weihnachten gibt es hier im Podcast wieder ein Hörspiel von mir. Ganz im Sinne des Festes, wird es im zweiten Teil der Sockenpolizei richtig spannend, denn eine Frau wurde entführt. Warum dafür die Sockenpolizei zuständig ist und was das mit Weihnachten zu tun hat, erfahren alle, die dieses Hörspiel ganz schnell anhören. Und außerdem gibt es die Antworten darauf, wie schnell Wachtmeister Achim Brötchen schmieren kann und was aus Ottokar dem Klau-Schaf geworden ist. Text, Regie, Schnitt: Thomas Kirsche Chefin: Stephanie Kirsche restliche Rollen: Thomas Kirsche Musik: Thomas Kirsche kirschproduktion 2023 Ich wünsche euch Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr. Euer Thomas, der Hörspiel-Kritiker

Der Mann, der Hunde liebte: Für mich das Hörspiel des Jahres 2024
In dieser Folge nehme ich mir das Hörspiel „Der Mann, der Hunde liebte“ vor. Basierend auf dem Roman von Leonardo Padura verknüpft die Geschichte die Schicksale eines kubanischen Schriftstellers, eines stalinistischen Attentäters und des Revolutionärs Leo Trotzki. Klingt komplex? Ja, und doch hat mich dieses Hörspiel von der ersten Minute an gefesselt. Ich erzähle euch, warum ich anfangs gezögert habe, mich dann aber von der grandiosen Inszenierung, den fantastischen Sprechern und der perfekt passenden Musik in den Bann ziehen ließ. Ich spreche über historische Rekonstruktionen, ideologische Konflikte und die Frage, ob man einem Mörder wie Ramón Mercader überhaupt vergeben kann. Der Mann, der Hunde liebte Nach dem gleichnamigen Roman von Leonardo Padura Aus dem Spanischen von Hans-Joachim Hartstein Mit: Matthias Bundschuh, Felix von Manteuffel, Thomas Sarbacher, Florian von Manteuffel u. v. a. Musik: Lukas Fretz Hörspielbearbeitung: Uta-Maria Heim Regie: Mark Ginzler SWR 2024 ∞ Die nächste Folge des Hörspiel-Kritikers gibt es 21.12.24

Den Hund begraben: Komödie mit ohne Hund
In dieser Folge werdet ihr einen Lobgesang auf das neueste Hörspiel von Dunja Arnaszus „Den Hund begraben“ hören. Und das ist auch richtig so, denn es ist wirklich eine tolle Hörspiel-Komödie geworden. Das liegt an dem klugen Skript, der gelungenen Regiearbeit und der luftigen Inszenierung. Ich wünschte, es würde jeden Monat so etwas Komisches und dabei Kluges herauskommen. Den Hund begraben von: Dunja Arnaszus Komposition: Peta Devlin, Thomas Wenzel Redaktion: Juliane Schmidt Dramaturgie: Juliane Schmidt Technische Realisierung: Peter Avar, Ulrich Hieber Regieassistenz: Paula Holzhauer Musik: Peta Devlin, Thomas Wenzel Regie: Dunja Arnaszus ∞ Die nächste Folge des Hörspiel-Kritikers gibt es am 14.12.24

Live-Veranstaltung: Do’s und Dont’s im Hörspiel
Letzten Samstag (23.11.24) wurde der HörNixe Adventskalender mit 24 Kurzhörspielen bei Radio T in Chemnitz live im Radio und vor Publikum präsentiert. Im Anschluss gab es eine Diskussion zum Thema Dos und Dont's im Hörspiel mit Martin Stelzle und Olaf von der Heydt (hoerspieltipps.net bzw. ohrcast) und mir. Was wir da alles zu Tage gefördert haben, das verrät euch dieser Mitschnitt der Sendung, den mir Radio T freundlicherweise zur Verfügung stellt. ∞ Die nächste Folge des Hörspiel-Kritikers gibt es 07.12.24

Inspektor William Monk: Dunkler Grund – Krimikost für Feinschmecker
Im zweiten Hörspiel der William Monk-Reihe von Anne Perry wird Hester Latterly zur Hauptverdächtigen in einem Mordfall. Als engagierte Krankenschwester begleitet sie die betagte und wohlhabende Mary Farraline auf einer Zugreise von Edinburgh nach London. Doch die Reise nimmt eine tragische Wendung, als Mary während der Fahrt stirbt – und Hester plötzlich unter Mordverdacht gerät. „Inspektor William Monk: Dunkler Grund“ ist eine mitreißende Mischung aus Krimi, Gerichtsdrama und gesellschaftlicher Analyse. Das Hörspiel zeigt die Schwächen des viktorianischen Rechtssystems und beleuchtet die unerschütterliche Loyalität zwischen den Hauptfiguren. Inspektor William Monk: Dunkler Grund (Hörspiel in 2 Teilen) nach einem Roman von Anne Perry mit Gerd Böckmann, Eva Kryll u.a. Komposition: Thomas Bogenberger Bearbeitung und Regie: Marina Dietz BR 1998 ∞ Die nächste Folge des Hörspiel-Kritikers gibt es 30.11.24

Vokabelmeer + Mein Leben als Spam: dröge und überraschend
Dieses Mal gibt es eine kleine Rückschau auf die ARD-Hörspieltage 2024. Eine kleine Review ist es, da ich nur zwei Hörspiele, die vor einer Woche Premiere feierten, anhören konnte. Das waren „Vokabelmeer“ und „Mein Leben als Spam“. Der Titel dieser Podcastfolge lässt sicher erahnen, wie ich die beiden fand. Achtung: Hörspiel-Kritiker live Am 23.11.2024 ab 20 Uhr könnt ihr die Jungs vom Ohrcast und mich live in Chemnitz erleben. Wir sind bei Radio T in der Mühlenstraße 94, 09111 Chemnitz. Die öffentliche Veranstaltung geht 19 Uhr los. Zuerst wird der Adventskalender der HörNixe präsentiert und danach gibt es die Talk-Runde „Dos und Dont’s im Hörspiel, mit einem Jahresrückblick“ mit Olaf von der Heydt und Martin Stelzle sowie meiner Wenigkeit. Vokabelmeer Von Liquid Penguin Ensemble Mit Stefan Merki und Katharina Bihler Technische Realisation: Winfried Messmer, Fabian Zweck, Till Wollenweber, Katharina Bihler und Stefan Scheib Komposition: Stefan Scheib Musik: Carl Ludwig Hübsch, Stefan Scheib u. Wolfgang Schliemann Regie: Katharina Bihler und Stefan Scheib Produktion: Liquid Penguin Ensemble für den SR/BR 2024 Mein Leben als Spam Von Hans Christoph Böhringer Mit Banafshe Hourmazdi, Carolin Conrad, Virginia Olivia Obiakor, Vincent Redetzki, Jakob Tögel, Vincent Sauer, Anton Schneider und Pauline Fusban Komposition: Friedrich Byusa Blam Regie: Pauline Seiberlich BR 2024 ∞ Die nächste Folge des Hörspiel-Kritikers gibt es 23.11.24

Vorschau: ARD HörspielTage 2024 & Moetteli
Die ARD Hörspieltage finden vom 07. bis 09.11.2024 in Karlsruhe statt. Ich habe mir angesehen, welche Hörspiel-Premieren es geben wird und stelle euch diese im Podcast vor. Das Hörspiel „Moetteli“ konnte ich dabei schon vorneweg komplett anhören und kann euch deshalb einen tieferen Einblick gewähren. Also seid gespannt auf knapp 30 Minuten Vorschau auf die ARD Hörspieltage 2024. ARD Hörspieltage 07. bis 09.11.2024 in Karlsruhe ∞ Die nächste Folge des Hörspiel-Kritikers gibt es am 16.11.24

Treue Seele und Rabenkinder
In „Treue Seele“ nach einem Roman von Castle Freeman werden wir in ein kleines, ländliches Dorf in Vermont entführt, wo Polt Conway als Volkszähler über Jahrzehnte hinweg immer wieder die gleichen Menschen trifft und ihre Geschichten erlebt. Es ist Hörspiele über eine verschlossene Dorfgemeinschaft, in der die Schrullen und die tiefen Sehnsüchte der Charaktere zum Vorschein kommen. „Rabenkinder“ nach einem Roman von Grit Poppe nimmt uns mit in die düstere Vergangenheit der DDR, in den Jugendwerkhof Torgau, wo Jugendliche, die als „schwer erziehbar“ galten, unter entwürdigenden Bedingungen festgehalten wurden. Nach dem Fall der Mauer wird die Ermittlerin Beate Vogt mit einem Mord im Werkhof konfrontiert, bei dem der verhasste Direktor tot aufgefunden wird. Im Durcheinander der Wende gelingt drei verbliebenen Jugendlichen die Flucht, und Vogt muss sich bald nicht nur gegen den Einfluss der Stasi, sondern auch gegen die Ost-West-Spannungen durchsetzen. Das Hörspiel zeigt ohne erhobenen Zeigefinger die Brutalität der Jugendwerkhöfe und die schwierigen Wendezeiten aus Sicht der Polizei – ein Krimi mit historischer Tiefe, genial inszeniert und echt spannend. Treue Seele nach einem Roman von Castle Freeman Regie: Irene Schuck Vorlage: Treue Seele (Kriminalroman, amerikanisch) Übersetzung: Dirk van Gunsteren Bearbeitung (Wort): Irene Schuck Dramaturgie: Uta-Maria Heim Technische Realisierung: Andreas Völzing, Marcus Krol Regieassistenz: Cornelia Walter Südwestrundfunk 2024 Rabenkinder nach einem Roman von Grit Poppe Regie: Anne Osterloh Vorlage: Rabenkinder (Roman) Bearbeitung (Wort): Irene Schuck Komposition: Tommy Neuwirth Redaktion: Susanne Birkner Technische Realisierung: Corinna Gathmann, Sebastian Ohm Regieassistenz: Luca Toboll Norddeutscher Rundfunk 2024 ∞ Die nächste Folge des Hörspiel-Kritikers gibt es am 02.11.24