PLAY PODCASTS
Der Börseninvestor - Aktien, Börse & Geldanlage mit Ulrich Müller

Der Börseninvestor - Aktien, Börse & Geldanlage mit Ulrich Müller

354 episodes — Page 1 of 8

#353 Value Investing: Meine 5 Qualitätskriterien für die perfekte Aktie

May 18, 202618 min

#352 Job mit Steuernummer? Die drei Geldkiller, die jeden Unternehmer ausbremsen

May 11, 202616 min

#351 Der stärkste Anstieg seit 120 Jahren und was das für Dein Depot bedeutet

May 4, 202619 min

#350 100.000 Euro geerbt? Was würde ich heute damit machen?

Apr 27, 202622 min

#350 100.000 Euro geerbt? Was würde ich heute damit machen?

Apr 27, 202622 min

#349 Warum 90% der Privatanleger an der Börse Geld verlieren

Apr 20, 202622 min

#348 Aktien verkaufen: Warum die meisten zum falschen Zeitpunkt aussteigen

Apr 13, 202625 min

Ep 347#347 Schluss mit Börsennews: Warum Dir ein System mehr bringt als Updates

Über Informationsüberflutung, klare Systeme und mein neues Buch „Geld verdienen mit System" Warum brauchst Du nach diesem Podcast kein Börsenupdate mehr? Weil Dir keine Informationen fehlen, sondern ein System. Dazu gibt es spannende Neuigkeiten: Mein neues Buch Geld verdienen mit System erscheint im April – über 30 Jahre Erfahrung an der Börse, die finanzielle Freiheit mit der Aktienvermietungsstrategie und mein persönlicher Weg zu regelmäßigen Einnahmen und nachhaltigem Vermögensaufbau. Das erwartet Dich in dieser Folge: Informationsüberflutung – und warum Dir kein Wissen fehlt, sondern ein System 32 Jahre Börse – und warum sich die Muster immer wiederholen Die falsche Frage und die richtige: Spekulieren vs. Investieren Rechnen statt Raten – kenne Deine Zahlen Die größten Fehler an der Börse – und warum Du einen Plan B brauchst Ruhe statt Stress – der emotionale Kern erfolgreicher Investoren Mein Buch, mein System und mein Fazit Informationsüberflutung – und warum Dir kein Wissen fehlt, sondern ein System Wir leben in einem Zeitalter der Digitalisierung – aber vor allem in einem Zeitalter der Informationen. Wir werden überflutet. Die Geschwindigkeit wird immer höher im Leben. Wir sehnen uns alle nach Entschleunigung, nach ein bisschen Ruhe, den Cortisol-Spiegel mal nach unten zu fahren – und nicht immer ständig das Handy zu haben, die WhatsApp, das Internet, die nächste Mail, das nächste Bim auf dem Rechner. Die Aufmerksamkeitsspanne von Menschen ist gigantisch kleiner geworden. Innerhalb von den ersten Sekunden muss es in einem Reel, einer Story oder einem YouTube-Video richtig knallen – weil man sonst gar nicht dran hängen bleibt. Warum? Weil wir schlicht und ergreifend komplett überfrachtet sind mit Informationen. Mit News, neuen Prognosen, weiteren Experten, dem nächsten Newsletter – in der Hoffnung, dass das Ganze am Ende besser wird. Es gibt eine ganz krasse Reizüberflutung. Wir wollen keine News mehr verpassen, keine Prognose, keine Earnings – und jede freie Sekunde wird genutzt für den Podcast, für WhatsApp, für die E-Mail. Aber Dein Problem ist gar nicht, dass Dir Informationen fehlen. Wir haben sogar eine Informationsüberflutung. Das Problem ist, dass Du einfach kein System hast. Nach über 32 Jahren Börse kann ich ganz klar sagen: Mehr Infos führen nicht zu mehr Erfolg. Dir fehlt kein Wissen – Dir fehlt eine Struktur, eine klare Strategie und am Ende ein Handelsplan. 32 Jahre Börse – und warum sich die Muster immer wiederholen Ich habe über 30 Jahre Erfahrung an der Börse, mittlerweile bin ich im 32. Jahr unterwegs. Ich habe wirklich alles erlebt – sehr große Fehler gemacht, eine Menge Geld zwischendurch verloren, natürlich viel, viel, viel mehr Geld wieder zurückgewonnen. Im Jahre 1993 habe ich mit 16 Jahren angefangen – mit der ersten McDonald's-Aktie. Seitdem ist die Reise immer weitergelaufen: Der Neue Markt, die Telekom-Krise, der Neue Markt bricht zusammen, die Dotcom-Krise, der Enron-Bilanzskandal, die Lehman-Pleite – die Welt war zu Ende. Der Blitz-Crash, 2020 die Corona-Krise, 2022 die Tech-Krise, der Krieg Ukraine-Russland und jetzt wieder Trump zum zweiten Mal an der Macht. Geschichte passiert – und Geschichte wiederholt sich. Denn die Muster sind immer und immer wieder die gleichen. Am Ende entwickelt sich etwas Neues. Menschen kaufen Aktien, noch mehr Aktien, Aktien steigen, das Spiel macht Spaß, die Volumen wachsen, Freunde erzählen, dass sie auch investiert sind – und irgendwann ist der Hype vorbei und die ganze Welt bricht wieder zusammen. Im Tiefpunkt verkaufen die Menschen, weil sie gar nicht verstehen, was Risiko eigentlich ist. Risiko entsteht, wenn du nicht weißt, was du tust – hat schon Warren Buffett gesagt. Und die Erkenntnis ist wieder: Erfolg hat nichts mit Information zu tun, sondern mit einem klaren System. Die falsche Frage und die richtige: Spekulieren vs. Investieren Die Menschen stellen sich gerne die falschen Fragen. Eine typische Frage ist: Welche Aktie soll ich denn kaufen? Die viel bessere Frage ist: Was brauche ich eigentlich, um mein Ziel zu erreichen? Und da beginnt echtes Investieren. Das ist auch der Unterschied zwischen Spekulieren und Investieren. All diese Dinge werden auch in meinem neuen Buch "Geld verdienen mit System" ihren Platz finden: Die größten Fehler mit Geld, was im Leben eine Garantie ist, was Konsum ist und warum Vermögensaufbau ganz anders aussieht, dass gute Strategien vor allem eins sind – nämlich einfach. Was das große Problem mit dem Mindset ist, Krisenwissen, wer die beste Person ist, um sich um Dein Geld zu kümmern, und die Analyse Deines Ist-Standes. Viele Menschen an der Börse spekulieren. Spekulieren heißt, Aktien aufgrund eines Hypes, eines Tipps, einer Idee zu kaufen, aber gar nicht zu wissen, was man eigentlich tut. Investieren heißt für mich: Geld, Wissen und Zeit. Sein Geld investieren, ein gewisses Wissen aufnehmen und sich dann auch eine gewisse Zeit geben, damit das Geld wirklich wachsen kann. Die Masse der Menschen speku

Apr 6, 202619 min

Ep 346#346 Die Blaupause des Investors: So wirst Du an der Börse zum Profi

Warum die fehlende Strategie der größte Fehler ist – und wie Du mit der richtigen Blaupause wirklich Vermögen aufbaust Die Blaupause des Investors an der Börse – ich habe vor ein paar Wochen Live-Trading das erste Mal gemacht und im Webinar gezeigt, wie das ganze Spiel funktioniert, welche Fehler man zwingend unterlassen muss, wie man das Ganze umsetzen darf, dass man ein erfolgreicher Investor wird, und vor allem, wie man wie ein Profi arbeitet. Denn nichts im Leben erfolgt dem Zufall – Du hast etwas dafür getan, dass es Dir zufällt, und alles im Leben folgt einer Strategie. Warum die fehlende Strategie schon der erste große Fehler ist – darum geht es. Das erwartet Dich in dieser Folge: Vier Fragen, die Du Dir stellen musst – und warum die Börse eigentlich einfach ist Sicherheit, Inflation, Freiheit – warum Du Dein Geld selbst in die Hand nehmen musst Vom Spekulant zum Investor – und warum Disziplin den Unterschied macht Die Blaupause: Fundamentalanalyse, Indikatoren und Charttechnik Die passende Strategie: Kursgewinne, Dividende und die Aktienvermietung Absicherung und Emotionen – warum Du in der Mitte stehst ESI trifft Blaupause – mein Fazit Vier Fragen, die Du Dir stellen musst – und warum die Börse eigentlich einfach ist Ich stelle in meinen Seminaren, Webinaren und Interviews immer wieder vier Fragen an die Teilnehmer: Erstens: Wann steigst Du in eine Aktie ein? Zweitens: Wann steigst Du wieder aus? Drittens: Wie hoch ist Deine Cashquote und wann veränderst Du sie? Viertens: Du hast eine Aktie gekauft, sie fällt – wann kaufst Du nach, mit wie viel und warum? Die Börse ist grundsätzlich total einfach, wenn man Börse versteht als das, was es ist. Langfristig werden die Kurse steigen – weil die Menschheit immer mehr wird, wir auf 12 Milliarden Menschen wachsen, der technologische Fortschritt greift und die Demografie dazu beiträgt, dass wir älter werden, länger Konsum nutzen und damit die Werte antreiben. Warren Buffett hat mal gesagt: Risiko entsteht, wenn du nicht weißt, was du tust. Die Frage ist: Weißt Du wirklich ganz genau, was Du tust? Ich gebe Dir die einfachste und beste Börsenregel: Unten kaufen und oben verkaufen. Die Frage ist nur – wann ist unten und wann ist oben? Sicherheit, Inflation, Freiheit – warum Du Dein Geld selber in die Hand nehmen musst Alles im Leben folgt einer Strategie. Wenn Du einen Schokoladenpudding kochst, der nicht schmeckt, und nächstes Mal den gleichen Pudding nach dem gleichen Rezept wieder kochst – dann schmeckt er wieder nicht. Du kannst ihn auch noch ein drittes, viertes oder fünftes Mal kochen – er wird immer wieder nicht schmecken. Warum solltest Du Dein Geld überhaupt selbst in die Hand nehmen? Darauf gibt es Antworten, an denen Du nicht mehr vorbeigucken kannst: Erstens die Sicherheit – die wird immer schwieriger. Zweitens die Inflation – die an Deinem Geld, an Deinem Gehalt und an anderen Dingen knabbert. Drittens die Freiheit – wir leben nur einmal, das Leben ist live, es ist keine Generalprobe. Und viertens: Wenn Du ein Vermögen aufbauen oder überhaupt mit Deiner Familie in Sicherheit leben willst, kommst Du nicht darum herum, Dich endlich darum zu kümmern. Das Sparbuch hat ausgedient. Der Bausparvertrag reicht im Leben nicht mehr. Die Lebensversicherung wird seit Jahren in der Luft zerrissen und hat viel zu große Kosten. Wo willst Du heute Dein Geld noch anlegen? Menschen sagen: Ulli, ich habe einen guten ETF auf den S&P 500, damit mache ich 8 oder 9 Prozent. Aber damit baust Du kein Vermögen auf. Selbst bei 9 Prozent Rendite: 25 Prozent Kapitalertragssteuer – damit gehen 2,25 Prozent weg, bleiben noch 6,75 Prozent. Dazu Kosten von 0,75 Prozent – bleiben rund 6 Prozent. Und jetzt greift noch die Inflation mit circa 3 Prozent. Effektiv netto bleiben 3 Prozent – das ist die Realverzinsung. Wenn Du das tust, was alle tun, wirst Du auch das erreichen, was alle haben. Und das ist nichts. Vom Spekulanten zum Investor – und warum Disziplin den Unterschied macht Ich habe 17 Jahre in der Investmentberatung gearbeitet, habe damals viele Aktienfonds verkauft und den Menschen gesagt, damit werden sie reich. Die Wahrheit ist: Viele von diesen Menschen sind nicht vermögend geworden. Wenn Du aber wirklich frei werden willst, ein nennenswertes Vermögen aufbauen oder richtig wohlhabend werden willst – dann wirst Du mit diesen Asset-Klassen nicht vermögend. Die einzige Chance ist, Dein Geld selbst in die Hand zu nehmen. Und jetzt ist es wichtig, vom Spekulanten zum Investor zu werden. Was ist der Unterschied? Ein Spekulant hat vielleicht ein bisschen Ahnung, geht dann aber mit Vollgas, ohne Strategie, mit ganz viel Gier-frisst-Hirn in eine Aktie und hat die Hoffnung, dass das Ding durch die Decke fliegt. Die Wahrheit ist: Die Aktie wird Dich nicht reich machen – das ist die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Unser Gehirn ist gar nicht dafür gemacht, langfristig große Erfolge zu erzielen. Ich möchte auf die Harvard-Studie mit den Bonbons verweisen: Kinder, die es geschaf

Mar 30, 202619 min

Ep 345#345 Strategie schlägt Glück – oder zockst Du noch an der Börse?

Warum eine klare Strategie an der Börse Glück immer schlagen wird – und wie Du den Unterschied für Dich nutzt Strategie schlägt Glück – oder zockst Du noch an der Börse? In den nächsten 20 Minuten geht es darum, was die Strategie ist, warum Glück nicht immer klappt, warum uns das manchmal emotional macht, und warum so viele Menschen an der Börse kein Geld verdienen. Ich nehme Dich mit auf die Reise der letzten mittlerweile 32 Jahre – mit Feedbacks von Teilnehmern, den wichtigsten Erkenntnissen und der Frage: Bist Du noch an der Börse unterwegs? Hast Du schon eine Strategie? Zockst Du noch oder investierst Du schon richtig? Und generierst Du schon einen Cashflow aus Deinen Aktien? Das erwartet Dich in dieser Folge: Die drei großen Fehler an der Börse: Strategie, Emotionen und Timeline Warum die Masse kein Geld verdient – und ETFs nicht reichen Einkommen, Sparen, Investieren – ohne Strategie wird es nichts Dein Depot, der richtige Einstieg und die Frage nach Wert und Preis Wenn die Aktie fällt: nachkaufen, verkaufen und absichern Fehler sind gekaufte Erfahrungen – und warum Strategie immer Glück schlägt Dein Anspruch an Dich selbst – und mein Fazit Die drei großen Fehler an der Börse: Strategie, Emotionen und Timeline Ich habe mittlerweile mehr als 30.000 Menschen für die Börse fit gemacht und kann heute ganz klar sagen: Es gibt so die 4, 5, 6, 7 größten Themen, die Menschen haben, um an der Börse wirklich Geld zu verdienen. Fehler Nummer 1: Die fehlende Strategie! Der Masse der Menschen ist gar nicht bewusst, dass man an der Börse wirklich Geld verdienen kann, dass es dort nicht um Glück geht, dass es nicht nur um Kursgewinne geht – sondern dass Du wirklich strategisch vorgehen kannst. Die Börse ist wirklich ein Ausbildungsberuf – wenn Du verstehst, wie das Spiel wirklich funktioniert. Fehler Nummer 2: Die Emotionen! Viele tausende Feedbacks zeigen: Die Menschen sagen, Emotionen ist doch gar kein Problem, mir kann das gar nicht passieren. Aber ich bringe Dir zwei Beispiele mit. Das Thema Liebe: Wenn Du verliebt bist, bist Du emotional, nervös, Deine Hand wird feucht – und Du machst komische Dinge, bei denen Du Dich im Nachgang fragst: Warum habe ich das eigentlich gemacht? Das Thema Streiten: Wenn man im Streit ist, hat man hohe Emotionen, sagt etwas, tut etwas, was man im Nachgang bereut. Und das Gleiche gilt an der Börse. Wenn Du die Emotionen hast und damit an der Börse unterwegs bist, dann wirst Du damit auf jeden Fall massiv Geld verlieren. Fehler Nummer 3: Die Timeline! Wie auch Gras nicht schneller wächst, wenn Du daran ziehst – genau dieses Thema gilt auch an der Börse. Es geht nicht um die neue Schnell-Reich-Methode, um morgen 24 % im Jahr zu machen oder am besten 6 % im Monat. Natürlich reden wir über Renditen von 2 oder 3 % pro Monat, aber es geht darum, eben strategisch und emotionslos vorzugehen und dann mit der richtigen Strategie über den richtigen Zeithorizont auch wirklich ein Vermögen aufzubauen. Das ist mittlerweile nachweislich bekannt – mit über zweieinhalbtausend Fünf-Sterne-Referenzen. Und ja, es sind auch zwei, drei, fünf, sieben dabei, wo das nicht so ist. Aber: Du musst noch einmal mehr aufstehen, als Du hinfällst. Dieser Motivationsspruch ist so einfach – aber wenn es soweit ist: Ziehst Du dann wirklich durch? Gibst Du wirklich Gas? Gehst Du weiter? Warum die Masse kein Geld verdient – und ETFs nicht reichen Erst wenn der Schmerz so richtig groß ist, lernen wir eine ganze Menge. Nicht aufzugeben, weiter zu feilen und Gas zu geben. Es gibt eine Menge Menschen an der Börse, die sehr viel Geld verdient haben – aber es gibt noch viel, viel mehr Menschen, die an der Börse ihr Geld verlieren. Wir haben in Deutschland mittlerweile rund 14 bis 15 Millionen Aktionäre. Und wenn man sich die Renditen mal anschaut, stellt man fest: Die Masse verdient damit eben kein großes Geld. Nehmen wir das Beispiel der ETFs – und damit kann man schon sagen, Du hast ja eine gewisse Strategie. Aber ich sage ganz klar: Die ETFs sind letztendlich etwas für Anfänger. Ein ETF auf den DAX oder auf den S&P 500 macht irgendwo zwischen 8 und 9 Prozent. Jetzt dürfen wir aber noch die Kosten abziehen – beim ETF günstig ein halbes Prozent, bei einem Fonds vielleicht auch ein, anderthalb Prozent. Jetzt landest Du bei 8 Prozent, nach Kosten vielleicht nur noch bei 6,5 Prozent. Jetzt hast Du diese Rendite gemacht, Du musst die 8 Prozent an Gewinn auch versteuern. 25 Prozent Kapitalertragssteuer – wieder sind 2 Prozent weg. Jetzt bist Du vielleicht noch bei 4,5 Prozent. Und jetzt kommt noch die Inflation mit circa 2 bis 3 Prozent. Am Ende bleiben noch 1,5 bis 2 Prozent Netto-Rendite nach Kosten über. Und damit wirst Du nie, nie, niemals reich werden. Deswegen sage ich Dir: Strategie schlägt Glück. Ein ETF, ein Fonds heißt, dass Du Deine Verantwortung abgibst und das Geld nicht selber in die Hand nimmst. Wenn Du aber selber loslegst, dann hast Du eine Strategie. Einkommen, Sparen, Investieren – ohne Strategie wird es nichts

Mar 23, 202619 min

Ep 344#344 Börseninvestment: Erst kommen die Schmerzen, und dann kommt das Geld

Warum Sparen nicht Investieren ist – und wie Du den Schmerz an der Börse in Vermögen verwandelst Börseninvestment – erst kommen die Schmerzen und dann kommt das Geld. Was hat es damit auf sich? Ich glaube, das Börseninvestment-Thema ist mega, mega spannend. Aber wir haben einfach komplett falsche Glaubenssätze, ein falsches Mindset und vielleicht auch schlechte Erfahrungen zur Börse. André Kostolany hat mal gesagt: Wenn man die Aktie hat, dann kommen erst die Schmerzen, und dann kommt das Geld. Welche Möglichkeiten es gibt, an der Börse vielleicht auch ohne Schmerzen die ersten Schritte zu machen und damit seine Fähigkeiten auszubauen – darum geht es heute. Das erwartet Dich in dieser Folge: Sparen ist nicht Investieren – und warum Deutschland das Land der dümmsten Investoren ist Meine Oma und die Wurzeln unserer Angst vor der Börse Warum ETFs allein nicht reichen – und was Dich wirklich zurückhält Anfangen ist der Schlüssel: Vom ersten Schritt zum Hobby als Beruf Erst kommen die Schmerzen: Warum Wachstum wehtut Das 100.000-Euro-Depot, Fehler und was ich daraus lerne Nach den Schmerzen kommt das Geld – mein Fazit Sparen ist nicht Investieren – und warum Deutschland das Land der dümmsten Investoren ist Vielleicht ein bisschen provokativ der Text, aber er ist ein Stück weit auch so gemeint. Letztendlich musst Du in Deinem Leben entscheiden: Sagst Du, hey, ich habe ein Sparbuch, einen Bausparer, eine Lebensversicherung – damit kann ich mein Geld anlegen? Für mich legst Du Dein Geld dort nicht an – Du sparst nur Geld und Du gibst Deine Verantwortung ab. Denn am Ende unterschreibst Du einen Vertrag, schickst das Geld dorthin und bekommst in irgendeiner Form Zinsen zurück. Das hat für mich nichts mit Investieren zu tun. Wenn wir die Statistik anschauen, dann können wir sagen: Deutschland ist das Land der größten Sparer, aber gleichzeitig das Land der dümmsten Investoren. Was meine ich damit? Die Masse der Deutschen legt das Geld gar nicht wirklich an – sie sparen nur. Wenn Du meine Formel E-S-I kennst: Einkommen, Sparen und Investieren. Ich unterscheide ganz bewusst zwischen Sparen und Investieren. Das ist allein beim Wording schon sehr wichtig. Ich persönlich würde sogar in drei Facetten unterteilen. Das eine ist das Sparen – Geld behalten. Das zweite ist das Parken – Geld wegpacken, um Zinsen zu bekommen. Ich nenne Zinsen ja auch gerne Strafgeld. Tagesgeldkonto, Bausparen, Lebensversicherung – man gibt sein Geld ab und bekommt einen gewissen Zins. Da wir quasi keine Zinsen mehr haben, macht dieses Spiel aber keinen Sinn mehr. Und die dritte Facette ist das Investieren – also Gold, Kryptos in kleinen Teilen, Aktien oder Immobilien. Meine Oma und die Wurzeln unserer Angst vor der Börse Warum investiert der Deutsche nicht? Ich glaube zum einen, dass wir einen fachlichen Wissensmangel haben. Aber ich glaube noch viel schlimmer, dass das in unserer Vergangenheit vergraben ist. Wenn ich zurückblicke und meine Oma anschaue – 1930 geboren, leider mittlerweile seit acht Jahren verstorben, immerhin fast 88 Jahre alt geworden – dann kann ich festhalten: Sie ist geboren worden, der Erste Weltkrieg war gerade durch. Der Zweite Weltkrieg fing an, als sie noch Kind und Jugendliche war. Sie hat diesen Krieg mit voller Macht miterlebt. Als Kind auf der Straße, bis die Kanonen donnerten. Wo die Sirenen heulten und Luftangriffe geflogen wurden. Meine Oma hatte nur ein einziges Ziel im Leben: Sicherheit. Sie hat bis in ihr fast 88. Lebensjahr eigentlich immer nur in Sparbücher investiert. Mit ihrem Mann ein Haus gebaut, das mit der Zeit abgezahlt. Eine kleine Lebensversicherung gehabt – und das war es. Der ganz große Teil des Geldes wurde auf die Bank gelegt, aufs Sparbuch. Weil meine Oma mal so schön gesagt hat: Das ist sicher – da steht ja Bank. Bank steht für Vertrauen. Und wenn ich mein Geld wieder abhebe, kann ich da hingehen und kriege mein Geld zurück. War meine Oma doof? War die nicht gut genug gebildet? Ich glaube nicht. Aber sie hat in ihrer Kindheit krasse Dinge erlebt – und deswegen das Thema Investieren gar nicht erkannt, gar nicht verstanden. Warum ETFs allein nicht reichen – und was Dich wirklich zurückhält Fairerweise muss man sagen, die Zeiten haben sich verändert – aus zwei Aspekten. Erstens die Inflation, die war zwischendurch schon ganz hoch, dann wieder ganz tief. Und zweitens hat sich die ganze Seite der FED, der EZB, der Zinsen und der Schulden auf der Welt deutlich verändert. Durch die riesengroßen Schuldenberge sind die Zinsen fast gezwungenermaßen im unteren Bereich – und deswegen haben diese ganzen Produkte eben nicht mehr die Möglichkeit, damit wirklich ein Vermögen aufzubauen. Wenn Du das tust, was alle tun, wirst Du auch das erreichen, was alle bekommen – und das ist am Ende nichts. Auch wenn wir über ETFs sprechen: Ein ETF auf den DAX oder S&P wird langfristig im Mittel irgendwo um die 8 % machen. 8 % klingt erstmal cool. Aber ich sage Dir die Wahrheit: 8 % helfen Dir nicht wirklich. Wenn Du in einem

Mar 16, 202619 min

Ep 343#343 Rücksetzer als Chance: Rotation, Ölpreis, Tech – mein Ausblick für März 2026

Marktupdate: Wo geht es im März hin? In dieser Folge schauen wir, was der Februar an der Börse gemacht hat und wo der März hinlaufen kann. Natürlich ist es ein spannendes Thema, was im Nahen Osten los ist – der Krieg zwischen Iran und den USA und was da alles noch dazugehört. Auch China ist voll im Spiel, denn der Ölpreis wird nach oben gehen, was China drückt. Trump will gerade mit den Chinesen diskutieren und philosophieren – die Chinesen dürften geschwächt sein und vielleicht auch in Richtung Frieden drängen. Das wird alles sehr, sehr spannend. Aber am Ende des Tages heißt es immer: Politische Börsen haben kurze Beine. Wenn Unternehmen ihre Umsätze und Gewinne steigern, werden Aktien auch langfristig steigen. Welche Aktien jetzt gerade spannend sind und ein bisschen Nachholpotenzial haben – darum geht es heute. Das erwartet Dich in dieser Folge: Selbstreflexion: Was macht die Börse mit Dir? Die Februar-Performance der Indizes im Überblick Gold, Silber und Bitcoin: Extreme Bewegungen Geopolitik, Ölpreis, Inflation und die Zinsfrage Bayer und der Ausblick auf die nächsten Monate Aktien-Watchlist: Tech-Rücksetzer und Old Economy im Check Zwei Regeln für unruhige Märkte und mein Fazit für den März Selbstreflexion: Was macht die Börse mit Dir? Wer die letzten Tage und Wochen an der Börse gesehen hat, dem ist aufgefallen: Das Ende des Februars ist ein bisschen unruhig geworden. Und bevor wir in die Zahlen gehen, möchte ich Dir etwas mitgeben, das für mich genauso wichtig ist wie jeder Indexstand. Die Selbstreflexion ist eines der wichtigsten Worte an der Börse – natürlich neben der richtigen Timeline und der richtigen Strategie. Gerade diese Emotion, die Angst, die Gier ist ein sehr großes Thema. Also: Was haben vielleicht die letzten Wochen mit Dir gemacht? Hast Du in großer Angst auf Dein Depot gestarrt und gesagt, um Gottes Willen, die Welt bricht zusammen? Hast Du gar nicht groß reingeguckt und gesagt, ach, das wird doch sowieso wieder alles gut? Hier kann man ganz, ganz viel über sich, über sein Mindset, über das Geld und auch die Beziehung zu Geld lernen. Und jetzt sage ich etwas, das vielleicht ein bisschen verrückt klingt: Eigentlich ist Krieg gar keine Krise. Natürlich für die betroffenen Menschen und die gesamte Situation – schon. Aber in der Regel ist es so, dass nach dem Krieg die Kurse steigen, und zwar noch viel weiter als vorher. Wir können festhalten: Wir sind im Krieg. Ein Staat wie Dubai wird erwischt – nicht direkt im Krieg, aber durch Drohnen, durch Raketen, die vom Himmel fallen. Ein Fünf-Sterne-Hotel auf der Palme in Flammen. Vielleicht denkt der ein oder andere jetzt nochmal darüber nach, ob Dubai ein Investment ist – oder ob die Sicherheit in Deutschland vielleicht doch ganz gut ist. Ich wage da keine These, kein finales Urteil. Aber ich glaube, dass bei dieser ganzen Situation ein paar Verschiebungen passieren können. Ob es immer die richtige Wahl ist, Dubai oder Zypern nur für Steuern zu wählen – auch auf Zypern haben sie die Raketen donnern gehört. Die Februar-Performance der Indizes im Überblick Schauen wir wie immer zurück, was der Februar gemacht hat. Hier die Entwicklung der großen Indizes vom Ende Januar bis Ende Februar: Dow Jones: 48.890 → 48.997 Punkte (+0,2 %) – hat sich fast gar nicht verändert Nasdaq 100: 25.552 → 24.960 Punkte (−2,5 %), gleichgewichtet nur −0,1 % S&P 500: 6.939 → 6.878 Punkte (−1,0 %), gleichgewichtet: +3,4 % – ein Unterschied von 4,5 Prozentpunkten Russell 2000: 2.613 → 2.632 Punkte (+0,8 %) – kein gigantisches Plus, aber immerhin MSCI World: 4.527 → 4.556 Punkte (+0,6 %) DAX: 24.538 → 25.284 Punkte (+3,0 %) – the winner ist in diesem Fall Deutschland Rohöl (Crude): 65 → 67 USD (+~3 %) – das war noch vor den Kriegsthemen; danach nochmal deutlich angesprungen EUR/USD: 1,19 → 1,18 (fast unverändert; zwischendurch auf 1,14 gefallen – Dollar-Schwäche) Was diese Zahlen zeigen: Es passiert gerade eine gewisse Rotation der Branchen und Sektoren. Der Dow Jones gewinnt leicht, die Nasdaq verliert fast 2,5 %. Gewisse Tech-Werte wurden ein Stück weit abgestraft, auch die Big Seven sind zurückgekommen. Die Old Economy hat im Februar aufgedreht. Wer meinen Podcast verfolgt, weiß: Die Tech-Werte sind bei mir schon seit langer, langer Zeit ein bisschen aus dem Depot rausgeflogen. Das hat dazu geführt, dass sich meine Depots in den letzten Wochen sehr gut bewegt haben – in Teilen sogar ein ganzes Stück nach oben, weil eben gerade der Tech-Bereich ein Stück weit verkauft wurde. Beim S&P 500 ist die Aussage noch deutlicher: minus 1 % im Standard-Index, aber gleichgewichtet wären statt 1 % Minus sogar 3,5 % Plus drin gewesen. Das hängt damit zusammen, dass die Big Seven so groß gewichtet sind, dass allein Microsoft eine ganze Menge abgegeben hat. Der breitere Markt erholt sich gerade – da gibt es das ein oder andere Kaufsignal, da gibt es Möglichkeiten, sozusagen aus dem Dornröschenschlaf wieder aufzuwachen. Gold, Silber und Bitcoin: Extreme Bewegungen Gold und Silber sind

Mar 9, 202619 min

Ep 342#342 Deine Beziehung zu Geld entscheidet über Dein Vermögen

Die Beziehung zu Geld: Warum sie über Dein Vermögen entscheidet In dieser Folge geht es um ein Thema, das auf den ersten Blick nichts mit der Börse zu tun hat, und doch das Fundament dafür ist: Deine Beziehung zu Geld. Denn bevor Du investieren, sparen oder Vermögen aufbauen kannst, musst Du klären, wie Du eigentlich zu Geld stehst. Sprichst Du positiv darüber? Denkst Du in Mangel oder Fülle? Triffst Du bewusste Entscheidungen – oder lässt Du Dich von Emotionen treiben? Unser gesamtes Leben besteht aus Beziehungen. Sie prägen uns, geben Halt und formen uns. Deshalb spreche ich heute über eine wichtige Beziehung: Die Beziehung zu Dir selbst und zu Deinem Geld. Das erwartet Dich in dieser Folge: Warum Beziehungen unser Leben prägen Drei Fragen an Deine Geldbeziehung Was Deine Geldbeziehung schwächt Was Deine Geldbeziehung stärkt Die drei Problem-Typen im Umgang mit Geld Der Macher – und was aus 10.000 Euro werden kann Warum Beziehungen unser Leben prägen Wir entstehen aus Beziehungen. Beziehungen geben uns Halt, sie prägen uns und formen uns. Man kann sagen: Zwischen dem 0. und 6. Lebensjahr werden die Grundsteine für alle unsere Beziehungen gelegt – vor allem am Start, in der Familie. Die Elternbeziehung ist unglaublich wichtig. Die Beziehung der Mutter zum Kind, aber vor allem die des Kindes zur Mutter. Wenn wir über Beziehungen sprechen, meinen wir die Eltern, die Kinder, die Partnerschaft und die Freunde. Beziehungen können unser Leben stabilisieren, sie können uns Halt geben – aber sie können auch schwer sein, wenn es an Stabilität fehlt. Wir sind hier im Börseninvestor-Podcast, und trotzdem spreche ich heute über Beziehungen. Warum? Weil es vor allem um die Beziehung zu Geld geht. Die Börse ist das Vehikel am Ende, um vernünftig zu investieren. Aber die Frage ist: Warum sind Beziehungen überhaupt wichtig – und warum ist die Beziehung zu Geld so entscheidend? Du kennst meine Formel ESI: Einkommen, Sparen, Investieren. Wenn wir über Investieren reden, sind wir in der letzten Stufe. Doch die Frage ist: Wie ist Deine Beziehung zum Geld? Denn bei vielen fängt der Kreis viel früher an. Und genau dort sollte man ansetzen. Stellen wir uns die Grundfrage: Warum sind Beziehungen eigentlich wichtig? Drei Dinge sind für mich entscheidend: Beziehungen geben Sicherheit. Sie schaffen ein stabiles Fundament und emotionale Geborgenheit. Genau diese Emotionen sind an der Börse entscheidend. Wenn Menschen in keiner Beziehung sind, wenn sie Single sind oder keine feste Partnerschaft haben, fehlen bestimmte Hormone und Endorphine. Allein eine Berührung, ein Kuss – all das lässt Glückshormone ausschütten und sorgt für Entspannung und Ruhe im Leben. Beziehungen geben uns also Sicherheit – eine Grundvoraussetzung, um auch finanziell klare Entscheidungen treffen zu können. Beziehungen prägen unser Verhalten. Sie beeinflussen, wie wir handeln, wie wir uns entscheiden und wie wir auf Herausforderungen reagieren. Das passt perfekt zum Thema Geld, Einkommen, Sparen und Investieren. Wer meinen Podcast kennt, weiß: Die drei größten Probleme an der Börse sind: keine Strategie zu haben, die falsche Timeline zu verfolgen und vor allem, sich von Emotionen leiten zu lassen. André Kostolany sagte treffend: „Trenne dich von den Emotionen – oder die Emotionen trennen dich von deinem Geld." Beziehungen prägen also unser Verhalten, auch das zu Geld. Beziehungen formen unser Selbstbild. Durch sie lernen wir, wer wir sind und welchen Wert wir für uns und andere haben. Hier kommt das Wort Selbstreflexion ins Spiel. Das gilt für Gespräche mit dem Partner, aber auch für das Gespräch über Geld, für die Gedanken über Geld und somit auch für die Beziehung, die wir zum Geld haben. Denn eines können wir heute sagen: Wenn Du eine richtig gute Beziehung zu Geld hast, ein richtig positives Mindset, dann hättest Du definitiv ein Vermögen. Denn jeden Morgen siehst Du die Person im Spiegel, die dafür verantwortlich ist, ob Du schon ein Vermögen hast oder noch nicht. Wenn Du lernst, nicht mehr dem Freund, der Freundin, den Kunden, dem Internet, dem Krieg oder Donald Trump die Schuld zu geben – dann bist Du in diesem Bereich schon viel weiter. Drei Fragen an Deine Geldbeziehung Wenn Beziehungen unser Leben prägen, dann stellt sich die Frage: Wie sieht Deine Beziehung zu Geld aus? Sie entscheidet letztendlich, ob Geld zu Dir kommt. Alles im Leben ist Energie. Kleine Teilchen in der Physik, die sich bewegen. Energy is the key. Je mehr Energie Du nach draußen gibst, desto mehr kommt zurück. Das kennen wir aus Beziehungen: Wenn Du Energie reinsteckst, kommt Energie zurück. Wenn Du es nur dahinplätschern lässt, kommt von der Gegenseite auch nichts. Halten wir uns mal den Spiegel vor – wird es gerade schön oder eher unbequem? Erste Frage: Wie sprichst Du über Geld? Sprichst Du positiv, ehrfürchtig darüber? Sprichst Du gar nicht darüber? Ziehst Du Geld mit positiven Worten an – oder kommen negative Kommentare über Deine Lippen? Zweite Frage: Wie denkst Du über Geld? D

Mar 2, 202621 min

Ep 341#341 Sicherer geht's nicht! - Warum Aktien auf lange Sicht alles überstehen

Warum die Aktie die beste und sicherste Geldanlage der Welt ist In dieser Folge geht es um eine meiner Kernüberzeugungen: Die Aktie ist die beste und sicherste Geldanlage der Welt. Ich erkläre Dir, was Risiko wirklich bedeutet, wie Du es managen kannst, warum Absicherung so wichtig ist und weshalb massiv viele reiche Menschen auf der Welt in Aktien investiert sind. Natürlich wird viel Unsicherheit und Angst geschürt – denn mit Angst kann man Menschen lenken. In dieser Folge erfährst Du, wieso die Aktie die sicherste Geldanlage der Welt ist, und wieso Du in Aktien investieren solltest. Das erwartet Dich in dieser Folge: Was bedeutet Sicherheit wirklich? Zinsen vs. Rendite: Was ist der Unterschied? Fünf Gründe, warum Aktienkurse langfristig steigen Die Megatrends und warum Du sie kennen solltest Aktie vs. Immobilie Was bedeutet Sicherheit wirklich? „Die Aktie ist die beste und sicherste Geldanlage der Welt", davon bin ich überzeugt. Aber ist das wirklich so? Und was ist überhaupt Risiko? Was ist Sicherheit? Hier müssen wir unterscheiden. Wenn wir das Wort Sicherheit nehmen, meinen wir wahrscheinlich alle etwas Ähnliches. Aber schauen wir uns eine Bank an: Was ist dort Sicherheit? Ist es die Gewissheit, dass Du auf dem Sparbuch 1 % Zinsen bekommst und Dein Geld vermeintlich sicher ist? Oder meinst Du damit, dass Du Dein Geld zu 100 % zurückbekommst? Ich persönlich glaube: Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nirgendwo auf der Welt. Selbst eine vermeintlich sichere Bank wird manchmal überfallen. Selbst ein tolles Haus – dort wird eingebrochen. Alles, was ein Mensch baut, kann ein anderer auch wieder aufbrechen. Und wie ist es mit der Börse? Ist sie sicher? Der eine wird sagen: „Die Börse ist überhaupt nicht sicher. Sie schwankt nämlich dramatisch. Heute habe ich vielleicht 100.000 Euro im Depot und morgen vielleicht nur 98.000. Und beim nächsten großen Crash sind es vielleicht nur noch 70.000, 60.000 oder 50.000." Ja, das stimmt, aber das ist nur kurzfristig so. Denn ich sage: Die Aktie ist die sicherste und beste Geldanlage der Welt. Warum? Weil Dein Geld in Produktivkapital angelegt ist. Damit kommen wir zum Kern: Sicherheit entsteht dann, wenn Du selbst ein gutes Mindset und viel Wissen hast. Und auch, wenn Du für Dich selbst definiert hast, was Sicherheit und Risiko für Dich bedeuten. Der eine sagt: „Wenn mein 100.000-Euro-Depot auf 90.000 fällt, ist das für mich immer noch sicher, weil ich ja nur 10 % verloren habe." Und jemand anderes denkt: „Um Gottes Willen, ich habe schon 10 % verloren! Ich wollte doch mein Geld auf jeden Fall behalten!" Zwei Menschen, zwei völlig unterschiedliche Definitionen von Sicherheit. Zinsen vs. Rendite: Was ist der Unterschied? Um zu verstehen, warum die Aktie die beste Geldanlage ist, müssen wir über Zinsen und Rendite sprechen. Immer wenn Du Zinsen kassierst – und ich sage dazu gerne: „Zinsen sind Strafgeld", gibst Du Dein Geld an eine Bank, eine Versicherung oder eine Investmentgesellschaft. Du schließt einen Vertrag über ein Sparbuch, Tagesgeld oder eine Lebensversicherung, und diese Gesellschaft arbeitet mit Deinem Geld. Sie gibt Dir einen kleinen Teil als Zinsen zurück. Zinsen bekommst Du immer dann, wenn Du Geld verleihst. Du bist der Kreditgeber. Die anderen sind die Kreditnehmer und erwirtschaften mit Deinem Geld die eigentliche Rendite. Viel schlauer ist es, Geld zu investieren. Und damit kommen wir zu den Aktien. Investierst Du Dein Geld in Aktien, ist es im Produktivkapital unterwegs. Du bist nicht mehr der Kreditgeber, sondern der Miteigentümer von Unternehmen. Klar, Aktien können stark schwanken. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass es sich um kurzfristige Veränderungen handelt. Denn langfristig, da bin ich mir immer sicher, kommen die Aktien wieder zurück. Risiko ist auch hier wieder eine Frage der Definition: Für den einen ist ein Verlust von 2 % bereits ein Risiko, für den anderen sind 40 % Verlust verkraftbar, weil er abgesichert ist und langfristig denkt. Warum bin ich so überzeugt? Weil Aktienkurse langfristig aus guten Gründen steigen. Und zwar aus sehr guten Gründen. Fünf Gründe, warum Aktienkurse langfristig steigen Schauen wir auf die Weltwirtschaft. Ein Großteil von ihr wird über Konsum gesteuert, denn wir essen, trinken, kleiden uns, waschen uns. Wir wollen den westlichen Konsum: das tolle Auto, die Reise, den Computer, das Handy, schöne Klamotten, Schmuck. All das sind Dinge, die konsumiert werden. Und der Konsum wächst immer weiter. Warum ist das so? Dafür gibt es mehrere Gründe: Grund 1: Die Menschheit wächst. Wir haben heute etwa 8,3 Milliarden Menschen auf der Welt und bis 2050 werden es voraussichtlich 12 Milliarden sein. Das ist eine unumstößliche Tatsache. Mehr Menschen bedeuten wiederum mehr Konsumenten – und damit mehr Umsatzpotenzial für Unternehmen. Grund 2: Wir werden immer älter. Ein Mensch, der in der heutigen Zeit geboren wird, wird im Schnitt etwa 100 Jahre alt. Das bedeutet: Er ist 100 Jahre lang Konsument. Früher waren es

Feb 23, 202620 min

Ep 340#340 Diese 10 Börsenfehler kosten Dich ein Vermögen

Diese Top-10-Fehler solltest Du vermeiden, wenn Du an der Börse erfolgreich sein willst In dieser Folge teile ich die zehn häufigsten Fehler, die ich in über 32 Jahren Börsenerfahrung und 11 Jahren Akademie immer wieder beobachtet habe. Ich habe viele Millionen verloren – und noch mehr gewonnen. Deshalb weiß ich genau, was funktioniert, aber vor allem auch, was nicht funktioniert. Diese zehn Fehler können Dein Vermögen nachhaltig zerlegen – oder Dir langfristigen Erfolg bescheren, wenn Du sie vermeidest. Du musst nicht alle zehn Fehler auf einmal machen. Schon einer oder zwei dieser Fehler genügen, um auf Dauer an der Börse zu scheitern. Die gute Nachricht: Sie sind gar nicht so kompliziert. Man muss sie nur einmal gehört und sich notiert haben und dann natürlich an diese Regeln halten. Das erwartet Dich in dieser Folge: Keine Strategie Zeit und Ungeduld Emotionen und Risiko Overtrading und Undertrading Trader oder Investor und die Gestaltung des Portfolios Steuern ignoriert Optionen zu spät gerollt Keine Strategie Seit über 32 Jahren bin ich an der Börse, die Ulrich Müller Wealth Academy gibt es seit mehr als 11 Jahren, und mein Vermögen liegt im deutlich neunstelligen Bereich. Ich kann Dir sagen: Ich glaube, ich habe jeden Fehler, den man an der Börse machen kann, bereits gemacht. Menschen können gar nicht so viele Fehler machen, um mich einzuholen. Ich habe viele Millionen verloren – aber viele hundert Millionen wieder gewonnen. Deshalb weiß ich genau, was funktioniert. Und noch besser: Ich weiß, was nicht funktioniert. Bevor ich Dir die 10 Fehler nenne, möchte ich den Begriff „Fehler" ersetzen. Vielleicht kennst Du mein Wording dazu schon aus einem meiner Seminare. Ich sage gern: Es ist kein Fehler. Du darfst einen Fehler machen. Es ist legitim. Nur dumm, ihn zu wiederholen. Für mich ist ein Fehler gar kein Fehler – sondern eine gekaufte Erfahrung. Warum? Das Wort „Fehler" ist zu hart. Wenn Du an der Börse eine Entscheidung triffst, tust Du das nach bestem Gewissen, bestem Wissen und mit Deiner aktuellen Erfahrung – inklusive Deiner Emotionen. Du entscheidest mit dem, was Dir in diesem Moment zur Verfügung steht. Im Nachgang stellst Du fest: Der Kauf war nicht clever, der Ausstieg zu früh und du hast das Nachkaufen verpasst. Doch diese Entscheidung hast Du nicht aus Dummheit getroffen. Du hast sie mit dem Wissen und dem emotionalen State getroffen, den Du hattest. Manchmal entwickelt sich der Markt anders. Die Aktie fällt. Dann höre ich von Teilnehmern: „Mist, schon wieder so eine schlechte Aktie erwischt." Ich bin der Meinung, dass es keine schlechten Aktien gibt. Alle Aktien sind erst einmal neutral. Mit jeder Aktie kannst Du Geld verdienen – mit der einen, wenn sie steigt, mit der anderen, wenn sie fällt. Niemand macht absichtlich einen Fehler. Niemand sagt: „Ach, heute verliere ich mal wieder 1.000 Euro." Du triffst Deine Entscheidung mit dem, was Du weißt und kannst. Und genau deshalb hast Du keinen Fehler gemacht. Du hast Dir eine Erfahrung gekauft. Und wenn diese Erfahrung im Nachgang so wertvoll ist, dass Du an diesen Punkt immer wieder denkst und durch diesen Geldverlust – oder nenn es ruhig Fehler – einfach besser wirst im Traden, dann war dieser Fehler Gold wert. Was sind nun die Top-10-Fehler, die ich in 11 Jahren Akademie und 32 Jahren eigenem Trading mitbekommen habe? Es gibt unzählige. Ich hätte auch 20, 30 oder 50 zusammenbekommen. Heute nehme ich die zehn wichtigsten – und der allererste, häufigste Fehler ist der, den die Masse der Menschen macht: keine Strategie. Wir haben fast 15 Millionen Börsianer in Deutschland. Der Großteil von ihnen hat keine Strategie. Vielleicht schmunzelst Du, weil Du schon bei mir im Seminar warst. Aber stell Dir ehrlich die Frage: Habe ich wirklich eine Strategie? Dazu vier Fragen an Dich: Hast Du ein klares Signal, wann Du eine Aktie kaufst? Hast Du ein klares Signal, wann Du eine Aktie verkaufst? (Gewinne mitnehmen oder Verluste begrenzen?) Wie hoch ist Deine Cashquote – und wann erhöhst oder senkst Du sie? Wenn eine Aktie nach Deinem Kauf in die falsche Richtung läuft: Was machst Du dann? Sofort aussteigen? Nachkaufen? Wann, wie viel und warum? Hoffnung ist keine Strategie. Allein diese vier Fragen zeigen, ob Du wirklich eine hast. Für mich bedeutet Strategie: klare Kauf- und Verkaufssignale, definierte Absicherung, eine bewusste Cashquote, Diversifizierung und vor allem: niemals zu viel Risiko eingehen. Der häufigste Fehler ist also, keine Strategie zu haben. Stattdessen wird aus dem Bauch heraus entschieden, basierend auf Webinaren, Börsenzeitungen oder dem Tipp eines guten Freundes. Zeit und Ungeduld Der zweite große Fehler ist für mich die Zeit – oder nennen wir es: die Timeline. Was meine ich damit? Egal, ob Du allein an der Börse startest, Bücher wälzt oder Seminare besuchst: Du wirst Zeit brauchen, um Vermögen aufzubauen. Klar, es gibt sie: Die Glückspilze, die drei Aktien kaufen, zwei schießen durch die Decke – und plötzlich sind sie Millionäre. N

Feb 16, 202621 min

Ep 339#339 Börsenausblick Februar 2026: Wo jetzt Chancen und Risiken liegen

Marktupdate: Was erwartet uns im Februar? Die Earnings sind in vollem Gange und bringen Bewegung in die Märkte. Während Microsoft nach soliden Zahlen deutlich abgestraft wurde, zeigt sich der Markt bei KI-Titeln nervös. Gleichzeitig laufen Gold und Silber heiß, der Bitcoin dagegen stürzt ab. In diesem Marktpodcast analysieren wir die Performance des Januars, die aktuelle Spaltung des Marktes zwischen Tech und „Old Economy" und wagen einen Ausblick auf den Februar 2026. Wo liegen jetzt Chancen und wie gehst Du strategisch vor? Das erwartet Dich in dieser Folge: KI-Angst an der Wallstreet Die Earnings im Check: Microsoft vs. Meta Januar-Performance der Indizes Gold, Silber und Bitcoin: Extreme Bewegungen Die Marktspaltung: Dividendentitel vs. Tech Chancen im Rücksetzer und meine Einstiegsstrategie Ausblick auf den Februar KI-Angst an der Wallstreet Wir befinden uns inmitten der Earnings. Die Big Seven legen ihre Zahlen vor, und die Reaktionen sind heftig und unterschiedlich. Microsoft wurde nach seinen Zahlen deutlich abgestraft, Novo Nordisk sank bereits auf Gerüchte über einen potenziellen Umsatzrückgang, während sich Apple kaum bewegte. Heute sprechen wir darüber, was die Quartalszahlen bedeuten, wie der Januar gelaufen ist und was wir im Februar erwarten können. Festhalten können wir: Die Märkte bewegen sich wild. Wir schauen auf Gold und Silber, den eingebrochenen Bitcoin und die ersten KI-Enttäuschungen, die zeigen, wie schnell Kurse fallen können. Man kann sagen: Die KI-Angst geht an der Wallstreet um. Am Dienstag, dem 3. Februar, erlebten wir einen Kursrutsch bei Technologieaktien. Während Standardwerte kaum verloren (circa 0,3 %), war die Nasdaq zwischendurch über 2,5 % im Minus und schloss mit -1,4 %. Auslöser war die Sorge um die Fortschritte und die Profitabilität der Künstlichen Intelligenz. Man stellt sich die Frage: Sind die Fortschritte groß genug? Verdienen Unternehmen damit schon Geld? Aktien von Softwarefirmen wie Microsoft, Oracle, Salesforce, ServiceNow und Adobe fielen zwischen 2,8 % und fast 8 %. Diese galten bisher als sichere Gewinner des KI-Booms. Nun wächst die Sorge, ob die hohen Investitionen je wieder eingespielt werden können und ob die Technologie nicht schon wieder von Neuem überholt wird. Die Unsicherheit ist riesig: Wenn heute mit Hochdruck geforscht und entwickelt wird, stellt sich die Frage: Was wird morgen oder übermorgen entwickelt? Diese Dynamik ist ein riesen Thema an der Börse, besonders im KI-Sektor. Einige Parallelen zur Dotcom-Blase sind nicht von der Hand zu weisen. Zwar ist KI heute schon stärker in der Realwirtschaft verankert und generiert Umsätze. Doch die zentrale Frage bleibt: Können die massiven Investitionssummen jemals wieder eingespielt werden? Die Earnings im Check: Microsoft vs. Meta Werfen wir einen Blick auf konkrete Quartalszahlen. Apple bewegte sich am Tag der Earnings kaum. Ganz anders lief es bei Microsoft. Das Unternehmen legte bei Umsatz, Gewinn und Gewinn pro Aktie deutlich zu. Trotzdem fiel die Aktie mit den Earnings um mehr als 10 %. Der Grund lag im Ausblick und in einer spezifischen KI-bezogenen Erwartungshaltung. Konkret ging es um das Wachstum im Cloud-Geschäft. Das Cloud-Wachstum betrug 35 % – eine robuste Zahl. Doch da 40 % erwartet wurden, reichte diese kleine Abweichung zusammen mit einem moderaten Ausblick für eine harte Abstrafung. Das zeigt die überzogenen Erwartungen. Das genaue Gegenteil spielte sich bei Meta ab. Auch hier wurden massive KI-Investitionen getätigt und für die Zukunft angekündigt. Die Umsätze stiegen, die Gewinne entwickelten sich gut. Doch die Aktie sprang daraufhin um 10 bis 15 % nach oben. Man sieht, wie dicht die Bewertungen beieinanderliegen und wie volatil die Reaktionen sind. Sobald das Umsatz- und Gewinnwachstum auch nur leicht nachlässt, geraten die hohen Bewertungen unter Druck. Januar-Performance der Indize: So haben sich die großen Indizes vom Jahresendstand 2025 bis zum 31. Januar entwickelt: Dow Jones: 48.063 → 48.892 Punkte (+1,6 %) Nasdaq 100: 25.249 → 25.552 Punkte (+1,0 %) Der Dow, repräsentativ für die „Old Economy", hat die Nasdaq damit outperformed. Eine monatliche Performance von 1,6 % mag unspektakulär wirken, hochgerechnet aufs Jahr entspräche das jedoch fast 20 % – was die Bedeutung des langfristigen Blicks zeigt. Interessant wird es beim Blick auf die gleichgewichtete Nasdaq. Hier betrug das Plus sogar 1,5 %. Das zeigt: Die Big Seven waren deutlich schwächer, hier gab es die ersten Gewinnmitnahmen. Die breite Masse der kleineren Tech-Werte performte besser. Noch deutlicher wird dieses Bild beim S&P 500: Standard-Index: 6.845 → 6.939 Punkte (+1,4 %) Equal Weighted S&P 500: +3,3 % Das bedeutet: Hätte man nicht nur die riesigen Konzerne, sondern den gesamten Rest des Index im Portfolio gehabt, hätte sich die Performance mehr als verdoppelt. Weitere Index-Entwicklungen im Januar: Russell 2000: 2.481 → 2.613 Punkte (+5,3 %) – die mit Abstand beste Rendite. MSCI World: 4.430 → 4.527 Punkte (+2,

Feb 9, 202620 min

Ep 338#338 Sparer oder Investor: Diese Assetklassen sind (nicht) sinnvoll!

Der große Assetklassen-Check 2026: Wo lohnt sich Dein Geld? Die Frage taucht immer wieder auf: Bin ich eigentlich Sparer oder Investor? In welche Assetklassen sollte ich mein Geld investieren? In dieser Folge nehme ich Dich mit auf eine Reise durch die wichtigsten Anlageklassen – von Aktien, Anleihen und Immobilien über Rohstoffe und Kryptos bis hin zu klassischen Sparprodukten. Ich teile meine persönliche Einschätzung zu jeder Klasse, verrate, in welche ich selbst investiert bin, und welche ich aktuell mit Vorsicht betrachte, damit Du weißt, was für Dich und Dein Vermögen in diesem Jahr wirklich Sinn macht. Das erwartet Dich in dieser Folge: Aktien: Der Klassiker – ETF, Fonds oder Einzelaktien? Anleihen: Wie funktionieren sie und lohnen sie sich heute? Immobilien: Pro und Kontra in der aktuellen Marktphase Rohstoffe (Gold und Silber): Krisenschutz oder Spekulationsobjekt? Kryptowährungen: Wie viel Platz haben sie im Portfolio? Sparbuch & Co.: Warum diese „sicheren" Klassen gefährlich sind Exoten (Uhren, Kunst, Whisky): die versteckten Fallstricke Mein Fazit: die aktuelle Gewichtung für ein smartes Portfolio Aktien: Der Klassiker – ETF, Fonds oder Einzelaktien? Starten möchte ich mit der Assetklasse der Aktien. Du weißt, ich halte Aktien für die beste und sicherste Geldanlage der Welt – aber heute widmen wir uns dem breiten Überblick. Innerhalb der Aktienwelt gibt es verschiedene Wege, um zu investieren: Investition in Unternehmen, die noch gar nicht an der Börse sind, der Kauf von Einzelaktien, die Nutzung von aktiv gemanagten Aktienfonds oder der Weg über Aktien-ETFs. Jeder Weg hat Vor- und Nachteile. Beginnen wir mit dem Aktien-ETF. Kaufst Du einen ETF auf den DAX, dann bist Du in den DAX investiert, und das über einen ETF. Die Vorteile: geringe Kosten, keine aktive Verwaltung. Doch der Nachteil ist: Wenn Du das tust, was alle tun, wirst Du auch das bekommen, was alle haben – und das ist in der Regel relativ wenig. Konkret: Ein DAX-ETF mag historisch 8–9 % pro Jahr liefern. Zieht man Kosten, Steuern und vor allem die Inflation ab, bleibt oft nicht mehr viel übrig. Ein aktiv gemanagter Aktienfonds hat den Vorteil des professionellen Managements, das versucht, den Markt zu schlagen. Dafür sind die Kosten höher. Selbst gute Fonds, die den Index schlagen, liefern oft nur eine überschaubare Outperformance von vielleicht 5 % über dem Index – und unterliegen strengen Regulierungen. Man bezahlt also für das Management, ohne eine Garantie auf überragende Ergebnisse zu haben. Egal welchen Aktienweg Du wählst – Einzelaktie, Fonds oder ETF – eines ist entscheidend: Du brauchst einen langen Atem. Eine Timeline von 7 bis 10 Jahren ist das Minimum. Die Börse durchläuft immer wieder Zyklen mit Rücksetzern, Verlustphasen und außergewöhnlichen Zeiten, wie wir sie in den letzten Jahren erlebt haben. Eine solide Timeline ist Dein wichtigster Puffer gegen die Volatilität. Anleihen: Wie funktionieren sie und lohnen sie sich heute? Kommen wir zur zweiten großen Assetklasse: Anleihen (auch Rentenpapiere oder Rentenfonds) Grundprinzip: Du leihst Dein Geld einem Emittenten (Staat oder Unternehmen) und erhältst dafür Zinsen. Spannend ist: Anleihen sind an der Börse handelbar, sodass neben den Zinsen auch Kursgewinne möglich sind. Diese entstehen durch Zinsänderungen: fallende Zinsen: Besitzt Du eine Anleihe mit 4 % Verzinsung und die Marktzinsen sinken auf 3,2 oder 1 %, ist Deine höher verzinste Anleihe mehr wert. Du kannst sie mit Kursgewinn verkaufen. steigende Zinsen: Hast Du eine Anleihe mit 1 % und die Marktzinsen steigen auf 3 oder 4 %, verliert Deine Anleihe an Wert. Wer will schon 1 %, wenn es anderswo 4 % gibt? Wirft man einen Blick auf die aktuelle Lage, sehen wir zwei große Probleme: erstens die Inflation und zweitens eine schwächelnde Wirtschaft. Diese Konstellation könnte Zentralbanken zu Zinssenkungen bewegen, was Anleihekursen zugutekäme. Doch Vorsicht ist geboten. Die entscheidende Frage ist: Wem leihst Du Dein Geld? Du kannst in Staatsanleihen (mit vermeintlich hoher Sicherheit) oder Unternehmensanleihen (mit höheren Zinsen, aber auch höherem Risiko) investieren. Das Bonitätsrisiko ist real – selbst ein Top-Rating (AAA) ist keine absolute Garantie und kann herabgestuft werden. Immer steht die Frage im Raum: Bekomme ich mein Geld am Ende der Laufzeit zurück? Ein weiterer Risikofaktor ist die Währung. Anleihen in Fremdwährungen (z. B. Brasilianischer Real, Argentinischer Peso) versprechen oft hohe Zinsen. Doch das Währungsrisiko kann diese Erträge schnell zunichtemachen: Bekommst Du 8 % Zinsen, aber die Währung verliert 10 % an Wert, bist Du am Ende im Minus. Legendäre Investoren wie Ray Dalio setzen auf eine Aufteilung auf Aktien, Immobilien, Anleihen und Cash. Dieses Prinzip hat auch heute noch seine Berechtigung, wobei ich Immobilien für Privatanleger oft als späteren Schritt sehe. Immobilien: Pro und Kontra in der aktuellen Marktphase Kommen wir zur Immobilie, einer sehr großen und beliebten Assetklasse in Deuts

Feb 2, 202620 min

Ep 337#337 Diese Fehler verhindern Deinen Börsenerfolg für immer!

Darum bleibt der Börsenerfolg für viele unerreichbar Der Titel ist provokant und leider oft wahr. Warum scheitern so viele Anleger, während andere wie Warren Buffett legendären Reichtum aufbauen? In dieser Folge packen wir die größten Hürden an, die zwischen Dir und dem Erfolg an der Börse stehen. Es sind keine magischen Geheimnisse, sondern konkrete mentale und praktische Fehler. Egal, ob Du neu startest oder bereits investierst: Hier erfährst Du, worauf es wirklich ankommt, um 2026 zu Deinem Börsenjahr zu machen. Das erwartet Dich dieser Folge: Die Illusion des schnellen Geldes Das fehlende Fundament Der größte Gegner: Deine Emotionen Der größte Fehler: Ungeduld Disziplin führt zum Erfolg Deine individuelle Strategie Dein innerer Kompass: Vertrauen Die Illusion des schnellen Geldes Warum bleibt Börsenerfolg für so viele unerreichbar? Oft fehlt schlicht die Erfahrung, kombiniert mit einem natürlichen Spieltrieb, der dazu führt, dass die Börse wie ein Casino behandelt wird – ein Ort, an dem man mal sein Glück versucht, ohne das Spiel wirklich zu verstehen. Manche verlieren, manche werden sogar süchtig nach dem Kick. Doch im Kern ist die Börse etwas völlig anderes: Sie ist eine reine Handelsplattform. Worum es wirklich geht, ist die Aktie – also der Anteil an einem realen Unternehmen. Mit dem Kauf einer Aktie bist Du am Produktivkapital beteiligt. Du investierst in die reale Wirtschaft. Die ursprüngliche Idee war genial: Unternehmen sammeln so Kapital, um zu wachsen, zu expandieren und Innovationen voranzutreiben. Das ist eine sehr positive Seite. Natürlich weiß ich, dass bei manchen Leuten die Börse in eine falsche Richtung läuft, da es Sekundenhandel, Robots usw. gibt. Diese Seite ist nicht positiv. Doch für den langfristigen Investor bleibt der ursprüngliche, konstruktive Gedanke der Beteiligung an unternehmerischem Erfolg der entscheidende. Doch unser Gehirn ist nicht für Langfristigkeit gemacht. Es jagt dem kurzfristigen Kick nach, dem Adrenalinschub, der kleinen Serotonin-Belohnung. Genau das ist das Problem. Die Börse macht nicht morgen reich. Sie ist ein Vehikel, um über Jahre oder Jahrzehnte ein Vermögen aufzubauen. Das Hauptproblem vieler Menschen: Sie überschätzen, was sie kurzfristig schaffen können, und unterschätzen massiv, was langfristig möglich ist. Nimm Dir diesen Gedanken mit. Die gute Nachricht: Die Börse ist für jeden erlernbar. Doch Du musst die richtigen Skills erlernen. Der Börsenerfolg bleibt für viele unerreichbar, weil ihnen fundamentale Dinge fehlen, auf die ich im Folgenden eingehen werde. Das fehlende Fundament Der erste Punkt ist Fachwissen. Oft lesen Menschen einen Artikel, finden eine Aktie spannend und steigen einfach ein – ohne fundamentale Fragen zu klären: Was ist eine Aktie überhaupt? Wie kaufe ich sie? (Kosten, Broker) Was sind die steuerlichen Konsequenzen? Vor allem: Was ist meine Strategie? Wie langfristig ist mein Ansatz? Dieses Fachwissen darf man sich aktiv aneignen, ob durch Bücher, Seminare oder erste Schritte in einem Simulator. Wir lernen es nicht in der Schule oder im Studium. Es ist aber das notwendige Fundament, auf dem alles andere aufbaut. Die Dringlichkeit zeigt ein berühmter Satz von Warren Buffett: „Die Anfänger konzentrieren sich darauf, schöne Gewinne zu machen, während sich die Profis darauf konzentrieren, kein Geld zu verlieren." Diese Denkweise erleben wir in unseren Events ständig. Viele sehen in unserer Blaupause des Investors – mit Fundamentalanalyse, Charttechnik und klaren Indikatoren – ein klares Einstiegssignal und wollen sofort kaufen. Was sie oft übersehen, ist das Risikomanagement. Es gibt immer Fehlsignale, exogene Schocks oder unerwartete Nachrichten (wie jüngst Trumps Äußerungen zu Grönland), die Kurse kurzfristig fallen lassen – völlig unabhängig vom eigentlichen Unternehmenswert. Der größte Gegner: Deine Emotionen Warum passiert an der Börse so viel? Der Schlüssel liegt in der Lücke zwischen Wert und Preis und in der Macht der Psychologie. Wenn ein Politiker eine überraschende Ankündigung macht, hat Procter & Gamble oder Coca-Cola nicht plötzlich weniger Umsatz. Doch die Anleger reagieren emotional. Sie treffen kurzfristige Entscheidungen, die rational keinen Sinn ergeben, und bewegen so den Kurs. Das ist der berüchtigte Herdentrieb. Ein Hype entsteht, alle springen auf, es kommt zum Boom – bis eine Kleinigkeit genügt und die Kurse wieder einbrechen. Genau dieses Muster sehen wir aktuell bei den Big Seven Technologietiteln. Schau Dir Microsoft, Apple oder Meta an: Die Kurse sind deutlich zurückgekommen. Warum? Es ist nicht viel passiert, aber die Realität holt die Euphorie ein. In KI wird massiv investiert, aber die meisten Unternehmen generieren damit noch keine Gewinne oder Kosteneinsparungen. Jetzt zweifeln Anleger, ob die horrenden Bewertungen noch gerechtfertigt sind. Das ist reine Marktpsychologie. Geld ist hoch emotional und spirituell. Mein wichtigster Tipp: Handele nur in einem optimalen mentalen Zustand. Bring Dich in eine

Jan 26, 202620 min

Ep 336#336 Darum würde ich heute KEINE Immobilien mehr vermieten!

Warum ich als gelernter Maurer lieber Aktien als Immobilien vermiete Als gelernter Maurer und Sohn eines Bauunternehmers liegt mir der Immobilienmarkt im Blut. Doch ein Großteil meines Vermögens steckt heute in Aktien. Warum ich lieber Aktien statt Immobilien vermiete und welche entscheidenden Vorteile diese Assetklasse bietet, erfährst Du in diesem direkten Vergleich. Ich stelle beide Anlageformen in zehn zentralen Punkten gegenüber – von den Transaktionskosten bis zum Verwaltungsaufwand. Das erwartet Dich in dieser Folge: Wie mir die Maurerlehre Disziplin fürs Investieren beibrachte Die Bewertung: Welche Assetklasse ist einfacher einzuschätzen? Die Transaktionskosten: Ein gewaltiger Unterschied Die „bauliche" Prüfung und Verwaltung: Wo der CEO für Dich arbeitet Instandhaltung und Reparaturen: Geld, das Dir erspart bleibt Kredit, Schulden und Angst: Wo der Leverage besser funktioniert Leerstand und Mietnomaden: Risiken, die es an der Börse nicht gibt Flexibilität: Warum Aktien nicht immobil sind Mein Fazit Wie mir die Maurerlehre Disziplin fürs Investieren beibrachte Warum ich als gelernter Maurer heute lieber Aktien als Immobilien vermiete, mag auf den ersten Blick überraschen. Um das zu verstehen, muss ich ausholen. Mein Vater war 45 Jahre lang Bauunternehmer und lebte für seinen Beruf. Ich trat in seine Fußstapfen und absolvierte selbst eine dreijährige Maurerlehre. Rückblickend war das eine äußerst prägende Zeit. Ich lernte, was es heißt, sein Geld mit den eigenen Händen zu verdienen: Jeden Morgen um 5 Uhr aufstehen, bei jedem Wetter auf der Baustelle stehen – in brütender Hitze, im Schneetreiben oder Dauerregen – und den ganzen Tag volle Leistung bringen. Parallel dazu spielte ich Handball in der Regionalliga und 2. Bundesliga, mit vier Trainingseinheiten pro Woche. Die Kombination aus körperlicher Schwerarbeit und Hochleistungssport formte eine extreme Disziplin. Damals war ich topfit, mit unter 8 % Körperfett, und konnte essen, was ich wollte. Warum erzähle ich das? Diese frühen Erfahrungen sind der Ursprung für meine heutige Überzeugung: Disziplin ist das Wort, das arm und reich unterscheidet. Anfangen kann jeder – darin sind wir alle groß, doch Dinge langfristig, über Jahre oder sogar Jahrzehnte durchzuziehen, das ist die wahre Meisterklasse. Das zeigt auch das Beispiel von Warren Buffett. Ein großer, massiver Teil seines Vermögens entstand erst ab seinem 50. Lebensjahr. Woran lag das? An seinem systematischen Ansatz, seinem langfristigen Denken und vor allem daran, dass er durchgehalten hat. Genau diese Disziplin ist der Kern jedes nachhaltigen Investitionserfolgs. Warum ich inzwischen weniger in Immobilien investiere und stattdessen viel mehr in Aktien – das habe ich gerade im Büro erlebt. Denn wegen des Neuschnees hatten wir einen Wasserschaden. Durch das Gewicht ist das Dach ein wenig eingerissen, wodurch Wasser in das Gebäude gelangte. Zum Glück hat es keinen großen Schaden angerichtet, aber was diese Situation zeigt: Man muss sich um diese Dinge kümmern. In dieser Folge möchte ich die Unterschiede der beiden Assetklassen herausarbeiten. Zuvor ist es aber wichtig, anzumerken, dass man mit beiden gutes Geld verdienen kann. Doch dafür ist es unabdingbar, dass man sich mit diesen Assetklassen gut auskennt – dazu gehört nicht nur fachliche, sondern auch steuerliche Expertise, und natürlich auch eine klare Strategie. Wenn Du mir schon länger folgst, dann weißt Du, dass ich ein sehr strategischer und systematischer Anleger bin und das ist etwas, was Du in jedem Fall auch brauchst. Neben dem Durchhalten geht es auch um Strategie und darum, das System im Auge zu behalten. Die Bewertung: Welche Assetklasse ist einfacher einzuschätzen? Ob Aktie oder Immobilie – bevor Du investierst, musst Du den Wert beurteilen. Bei einer Immobilie ist das komplex: Lage: A-, B- oder C-Lage? Nutzung: Gewerbe oder Wohnraum? Standort: In welcher Stadt, in welchem Viertel? Baulicher Zustand: Wie ist die Substanz? Hier hilft mir mein Handwerker-Hintergrund, Qualität und mögliche Mängel wie Feuchtigkeit einzuschätzen. Diese multifaktorielle Bewertung ist aufwändig und erfordert viel Expertise oder teure Gutachter. Das ist der klassische Unterschied zwischen Wert und Preis. Als Maurer kann ich den baulichen Wert relativ gut beurteilen – die Qualität der Wände, des Dachs, Feuchtigkeit. Das ist ein Vorteil, aber dennoch aufwändig. Auf der Aktienseite ist dieser Schritt um ein Vielfaches einfacher. In unserer Ulrich Müller Wealth Academy nutzen wir das AQUB-Tool. Gibst Du einen Aktiennamen ein, erhältst Du sofort eine Klassifizierung: A-Wert: Ein Top-Wert mit stetigem Aufwärtstrend (LURO-Aktien). B-Wert: Steigt ebenfalls, hat aber eine gewisse Schwankung. C-Wert: Hat Qualität, aber sehr große Schwankung. Diese klare, schnelle Einschätzung ist ein gewaltiger Effizienzvorteil. Im Vergleich punkten hier klar die Aktien. Zwischenstand: 1:0 für Aktien. Die Transaktionskosten: Ein gewaltiger Unterschied Beim Kauf einer Immobilie in De

Jan 19, 202619 min

Ep 335#335 2026 an der Börse: DAS kommt jetzt auf Dein Depot zu! | DAX, Nasdaq & Aktien

Marktstart 2026: Wie geht es weiter mit DAX, Nasdaq & Co.? Der Jahresstart ist gelungen: DAX und Dow Jones haben mit einem Plus eröffnet, während die Nasdaq seitwärts lief. Doch was bedeutet das für die kommenden Wochen und Monate? In dieser Folge blicken wir detailliert auf die Entwicklungen im Dezember, das Gesamtjahr 2025 und wagen einen ersten Ausblick auf 2026. Welche Sektoren haben Potential? Welche geopolitischen Themen bewegen die Märkte? Und welche konkreten Aktien stehen auf meiner Watchlist? Das erwartet Dich in dieser Folge: Das Dezember-Fazit Das Jahr 2025 im Rückblick Die treibenden Kräfte In diesen Bereichen sehe ich 2026 Chancen Konkrete Aktien-Ideen Das Dezember-Fazit Der Jahresstart 2026 ist gelungen: DAX und Dow Jones starteten mit einem Plus, der S&P 500 legte leicht zu und die Nasdaq zeigte sich stabil. Doch wie verlief der entscheidende letzte Monat des alten Jahres? Ein Blick auf die Dezember-Performance zeigt ein differenziertes Bild und bestätigt einen laufenden Trend. Die Dezember-Entwicklung der wichtigsten Indizes: Dow Jones: Stieg von 47.700 auf 48.063 Punkte (+0,7 %). Nasdaq: Fiel von 25.434 auf 25.249 Punkte (-0,7 %). Gleichgewichtet ein kleines Plus von 0,2 %. S&P 500: Bewegte sich nahezu seitwärts von 6.849 auf 6.845 Punkte (-0,1 %). Gleichgewichtet sogar leicht im Plus von 0,2 %. Russell 2000: Fiel von 2.500 auf 2.481 Punkte (-0,7 %). MSCI World: Stieg von 4.398 auf 4.430 Punkte (+0,7 %). DAX: Legte einen starken Endspurt hin und stieg von 23.836 auf 24.490 Punkte (+2,7 %). Die Zahlen bestätigen, was ich bereits angedeutet habe: Die Old Economy (repräsentiert durch den DAX und teils den Dow) holte auf, während der Technologie-Sektor (Nasdaq) im Dezember etwas an Schwung verlor. Öl: Leicht gefallen von 58,55 $ auf 57,42 $ (-1,9 %). EUR/USD: Stabil bei etwa 1,16–1,17. Gold: Von 4.239 auf 4.319 (+1,9 %). Silber: 56,50 auf knapp 72 (+26,8 %). Bitcoin: Rückgang von 91.100 $ auf 87.650 $ (-4 %). UM Strategy Fund: Leichtes Plus von 0,5 % bei rund 96 €. Das Jahr 2025 im Rückblick Das waren die Zahlen zum Dezember. Im Folgenden werfen wir einen Blick auf die Zahlen von 2025, denn da gab es ein paar interessante Entwicklungen. Silber: Der absolute Top-Performer. Der Preis stieg von rund 28,90 $ auf über 72 $ (aktuell nahe 80$) – ein Plus von fast 160 %. Diese Entwicklung hatte ich vor einem Jahr als spannende Möglichkeit genannt. Gold: Legte ein sehr starkes Jahr hin und stieg von 2.600 $ auf 4.300 $, ein Plus von 65 %. Die treibenden Kräfte Die massive Rallye bei Gold und Silber ist kein Zufall. Sie spiegelt eine tiefe Verunsicherung der Märkte wider, getrieben von mehreren Faktoren: Geopolitische Risiken: Konflikte, die Lage in Venezuela und die politische Diskussion um die US-Regierung. Wirtschaftliche Schwäche: Vor allem in Europa und Deutschland. In solchen Zeiten suchen Anleger Sicherheit in den Rohstoffen Gold und Silber – also außerhalb des Aktienmarkts, was anderen Mechanismen unterliegt. Daher sind die Edelmetalle immer spannend. Im Folgenden schauen wir uns die Zahlen auf Jahressicht (2025) an. Dow Jones: 42.500 auf 48.000 Punkte (+13 %). Ein Kursanstieg von z.B. 13 % impliziert, dass die Gewinne und Umsätze der enthaltenen Unternehmen im Idealfall mindestens im gleichen Maße gestiegen sind. Die Disziplin, Wert und Preis stets im Auge zu behalten, bleibt essentiell. Nasdaq: 21.000 auf 25.249 Punkte (+20 %). S&P 500: 5.800 auf 6.800 Punkte (+17 %). Russell 2000: 2.200 auf 2.500 Punkte (+11 %). MSCI World: +19,5 %. DAX (Top-Performer): 19.909 auf 24.490 Punkte (+23 %) Die fundamentale Triebkraft hinter diesen langfristigen Aufwärtsbewegungen ist für mich eindeutig: Die ultralockere Geldpolitik der Zentralbanken seit der Finanzkrise 2008/09, und auch schon seit der Lehmann-Pleite 2001. Das Gelddrucken wie die Großen, und extrem niedrige Zinsen haben Kapital in die Aktienmärkte getrieben. Aktuell zeigt die Inflation mit 1,8 % erste Anzeichen der Beruhigung. Meine Erwartung für 2026: Wir werden eher wieder Zinssenkungen sehen, was den Märkten weiteren Schwung geben könnte. Die geopolitische Lage in Venezuela ist meiner Meinung nicht so spannend, als dass sie die Märkte groß bewegen kann. Spannender ist eher, ob in diesem Bereich noch andere Länder hinzugezogen werden. Auch interessant ist die Frage, was Trump noch so machen wird. Denn er hat ja auch schon diverse Male über Grönland gesprochen, dass dort sehr viele russische und chinesische Schiffe und Bomber liegen. Grönland ist rein strategisch eine sehr interessante Insel. Dänemark hat die klare Stellung bezogen, dass Grönland zu Dänemark gehört. Der Blick zurück auf 2025 zeigt neben den spektakulären Edelmetallen auch starke Einzelperformances im Aktienmarkt. Während die großen Technologietitel von ihren Allzeithochs etwas zurückkamen, glänzten andere Sektoren und Einzelwerte: Danaher (DHR): Stieg von einem Tief bei 170 $ auf über 240 $. Alphabet (Google): Legte von einem Tief bei 140 $ bis auf eine Spitze von fast 330 $ zu.

Jan 12, 202618 min

Ep 334#334 So baust Du durch die Aktien-Vermietungsstrategie Vermögen auf!

Dein Aktienjahr 2026: Mit der Aktien-Vermietungsstrategie zum Vermögensaufbau Mit dem Jahreswechsel beginnt alles wieder von vorne. Das ist also die perfekte Zeit, um Ziele neu zu justieren und endlich die Dinge anzupacken, die wirklich zählen. Die zentrale Frage: Wie kann 2026 für Dich nicht nur ein gutes, sondern ein herausragendes Börsenjahr werden? Ich nehme Dich heute mit auf eine Reise durch die wichtigsten Lektionen und stelle Dir meine mächtigste Strategie vor: die Aktien-Vermietungsstrategie. Egal, ob Du bereits investierst oder am Anfang stehst: In dieser Folge erfährst Du, wie Du die richtigen Aktien auswählst, ein renditestarkes Depot aufbaust und mit einem klaren Plan durchstartest. Das erwartet Dich in dieser Folge: Der Jahresstart: Vom Vorsatz zur Gewohnheit Die kritische Selbstreflexion Die Blaupause des Investors in 4 Schritten Das große Geheimnis: Die Aktien-Vermietungsstrategie mit Optionen Dein nächster Schritt: Wie Du 2026 zu einem finanziell erfolgreichen Jahr machst Der Jahresstart: Vom Vorsatz zur Gewohnheit Der Januar ist der klassische Zeitpunkt für Neuanfänge, aber die Wahrheit ist: Du hast jeden Tag die Chance, Dein Leben zu verändern. Immer wieder höre ich den Satz: „Ulli, im nächsten Jahr fange ich an." Jetzt ist dieser Zeitpunkt! Zuerst möchte ich Dir gratulieren, dass Du den Podcast regelmäßig verfolgst. Doch die entscheidende Frage ist: Was machst Du mit dem Gehörten? Hörst Du nur passiv zu oder machst Du Dir aktiv Notizen und – noch wichtiger – setzt Du die Inhalte in die Tat um? Denn nur die Umsetzung verwandelt Wissen in persönlichen Erfolg. Vergleiche es mit dem Fitnessstudio. Viele starten am 1. Januar hochmotiviert, doch der langfristige Erfolg stellt sich nur ein, wenn aus dem Vorsatz eine feste Gewohnheit wird. Ähnlich ist es mit unseren Glaubenssätzen über uns selbst. Der Schlanke sagt: „Ich bin einfach so." Der Übergewichtige sagt: „Ich war schon immer so." In ihrer jeweiligen Welt haben beide recht. Du allein entscheidest, in welche dieser Realitäten Du künftig einsteigen möchtest. Mit einem klaren und starken Warum schaffst Du die Grundlage, um 2026 zu dem Jahr zu machen, das Du Dir wirklich wünschst. Ich selbst habe die letzten Tage zwischen Aktivität und Reflexion verbracht – mit Spaß auf der Skipiste, aber auch mit einem intensiven Rückblick auf das vergangene Jahr. Vieles ist geschehen, und ich habe diese Zeit genutzt, um mein Unternehmen konsequent weiterzuentwickeln, um Dich noch besser zu unterstützen: Wir haben unseren Seminarbereich modernisiert und jedes Seminar mit dem aktuellsten Content neu aufgesetzt. Unser Coaching-Team hat weitere Ausbildungen durchlaufen, und wir haben den Vertrieb verstärkt. Außerdem ist ein komplett neues CRM-System im Einsatz, und wir haben neue Produkte gelauncht. Hinter diesen Strukturen steht ein engagiertes Team: Mehr als 25 Menschen in der Ulrich Müller Wealth Academy arbeiten mit der Mission, Dich auf Deinem Weg zum Erfolg zu begleiten und Dich dabei zu unterstützen, endlich die volle Kontrolle über Deine Finanzen zu übernehmen. Ein zentrales Learning und Produkt aus dem Jahr 2025 ist unsere Aktien-Vermietungsstrategie. Als regelmäßiger Hörer weißt Du: Ich halte Aktien für die beste und sicherste Geldanlage der Welt. Doch die entscheidende Frage lautet: Wie setzt Du dieses Wissen für Dich persönlich und profitabel um? Immer wieder werde ich gefragt: „Ulli, wo finde ich den nächsten heißen Aktientipp?" oder „Soll ich jetzt meinen Gewinn mitnehmen?" Statt nur nach Tipps zu suchen, möchte ich Dich ermutigen, 2026 zu Deinem Aktienjahr zu machen. Dafür ist eine ehrliche Bestandsaufnahme nötig. Die kritische Selbstreflexion Wenn Du bereits investierst, frag Dich selbstkritisch: Bist Du wirklich erfolgreich? Erzielst Du eine konsistente, gute Rendite oder betreibst Du Investieren eher als Hobby? Um erfolgreich zu sein, brauchst Du Antworten auf fundamentale Fragen: Wie findest und bewertest Du eine Aktie? Wann steigst Du ein und wann aus? Wie diversifizierst Du (über Branchen, Länder, Währungen)? Wie generierst Du Cashflow (durch Dividenden oder andere Strategien)? Welchen Broker und welche Chartsoftware nutzt Du? Vor allem: Hast Du einen klaren Handelsplan und eine tägliche Routine? Genau hier setzt die Aktien-Vermietungsstrategie an. In dieser Folge nehme ich Dich mit und zeige Dir, wie ich mit meiner Blaupause eines Investors vorgehe, und wie Du mit dem Thema Optionen Deine Ergebnisse deutlich verbessern kannst. In 20 Minuten können wir das Feld nicht vollständig abdecken, aber ich werde Dir einige goldene Nuggets mit auf den Weg geben, die Du sofort umsetzen kannst. Egal, auf welchem Stand Du bist – ob Du am Anfang stehst, bereits investierst, aber unzufrieden bist, oder eine reine Buy-and-Hold-Strategie verfolgst, die in den letzten Jahren an Schwung verloren hat. Vielleicht hattest Du mit den „Big Seven" Erfolg – oder eben nicht. Vielleicht hattest Du FOMO (Fear Of Missing Out) oder Zweifel. All diese Fragen und Gefühle s

Jan 5, 202620 min

Ep 333#333 Mach 2026 zu DEINEM Börsenjahr – Die 11 Prinzipien erfolgreicher Investoren

Dein erfolgreichstes Börsenjahr: Die 11-Punkte-Strategie für 2026 Jetzt blicken wir auf 2026. Wie wird es Dein erfolgreichstes Jahr an der Börse? In dieser Folge teile ich die elf essentiellen Punkte, die ich aus über drei Jahrzehnten Erfahrung als zentral für nachhaltigen Erfolg erkannt habe. Es geht nicht um kurzfristige Trends, sondern um das fundamentale Mindset und die Disziplin, die einen echten Investor ausmachen. Dies ist Deine Blaupause. Das erwartet Dich in dieser Folge: Das Fundament: Selbstreflexion Eine klare Strategie Die richtige Einstellung zu Zeit und Emotionen Der rationale Blick auf Wert und Preis Vom Anfänger zum Investor Rückschläge und Lernbereitschaft Die alles entscheidende Disziplin und Dein Warum Das Fundament: Selbstreflexion In dieser Folge geht es darum, wie Du 2026 zu Deinem erfolgreichsten Börsenjahr machst. Dafür habe ich die letzten Tage intensiv genutzt: für die Arbeit, für private Zielsetzungen und vor allem für eine ehrliche Reflexion der vergangenen Jahre. Welche Punkte sind wirklich entscheidend, um nachhaltig an der Börse erfolgreich zu sein? Diese Folge ist ein kompakter Rückblick und Ausblick zugleich. Ich habe die elf wichtigsten Prinzipien für Dich zusammengefasst – sie zeigen Dir, wie Du erfolgreich wirst, welche Fallen Du vermeiden solltest und worauf es im Kern ankommt. Dieser Podcast ist der letzte in diesem Jahr und bildet eine ideale Ergänzung zu den vorherigen Folgen, wie beispielsweise: „Top Ten Aktien für 2026", das spannende Gespräch mit Robert Halver von der Baader Bank zur Lage 2026, die „16 Prinzipien, die Dich wirklich weiterbringen" und die Essenz des Investierens von Warren Buffett, Charlie Munger und mir selbst. In dieser Folge dreht sich alles um die Frage: Wie kannst Du 2026 zu einem erfolgreichen Börsenjahr machen? Ich glaube, zum einen gehört natürlich auch immer ein bisschen Mut dazu und auch ein bisschen Glück. Aber ich glaube, es geht gar nicht darum, ob Du 2026 zu einem erfolgreichen Börsenjahr machst, sondern ob Du grundsätzlich ein erfolgreicher Investor wirst. Ich habe elf zentrale Punkte für Dich vorbereitet, die mir in den letzten Wochen und Monaten erneut deutlich geworden sind. Vielleicht kennst Du den einen oder anderen Tipp bereits aus einem meiner Seminare oder einer Podcast-Folge. Die entscheidende Frage ist jedoch: Lebst Du diese Tipps bereits? Setzt Du sie konsequent um? Der entscheidende Faktor ist also stets die Umsetzung. Es reicht nicht, ein Prinzip nur zu kennen – Du musst es verinnerlichen, daran glauben und vor allem in Dein Leben integrieren. Ein Großteil unseres Handelns wird von Gewohnheiten gesteuert. Wir tun Dinge oft so, wie wir sie schon immer getan haben. Unser Gehirn sträubt sich natürlicherweise gegen neue Lernprozesse und die damit verbundene Anstrengung. Daher ist es unglaublich wichtig, regelmäßig innezuhalten und selbstkritisch zu prüfen: Bin ich noch auf dem richtigen Weg? Genau deshalb habe ich der ursprünglichen Liste einen essentiellen, elften Punkt vorangestellt: Die Selbstreflexion. Sie ist die Grundlage für alles – für Dein Leben, Deinen Börsenerfolg und Deine persönliche Entwicklung. Frage Dich stets: Was kann ich an mir selbst verbessern? Die Annahme, bereits alles richtig zu machen, ist ein Trugschluss. Ein prägnantes Beispiel aus dem Jahr 2025 verdeutlicht das: Ein Seminarteilnehmer sagte zu mir: „Ulli, irgendwie macht Geld doch gar nicht glücklich." Auf meine Nachfrage, wie er zu dieser Überzeugung kommt und wie viel Geld er denn besitze, stellte sich heraus: Er hatte keines und war in dem Moment sogar relativ pleite. Seine Schlussfolgerung war also: Weil ich kein Geld habe, ist es unwichtig. Hier wird der klassische Denkfehler sichtbar. Ich habe ihm die andere Seite der Medaille gezeigt: In Gesprächen mit wohlhabenden Menschen höre ich sehr oft, dass Geld sehr wohl glücklich macht – natürlich nicht das Geld an sich, sondern die damit verbundenen Möglichkeiten, die Sicherheit und die persönliche Freiheit. Menschen ohne Geld argumentieren hingegen häufig, dass es nicht glücklich macht. Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig eine ehrliche Selbstreflexion ist, bevor wir überhaupt mit den strategischen Punkten starten. Sie ist der fundamentale erste Schritt für ein erfolgreiches Börsenjahr 2026 und ein erfolgreiches Investorenleben insgesamt. Eine klare Strategie Der erste Punkt ist eine klare Strategie. Alles im Leben folgt einer Strategie – die Frage ist nur: Welche verfolgst Du? Manche Anleger behaupten: „Ich picke immer die guten Aktien heraus." Andere sagen: „Immer, wenn ich eine Aktie kaufe, fällt sie." Beide haben in ihrer Wahrnehmung recht. Doch ich bin überzeugt: Es gibt per se keine guten oder schlechten Aktien. Natürlich lassen sich Klassifizierungen treffen: Eine „gute" Aktie im Sinne eines Wachstumswerts steigt tendenziell von links unten nach rechts oben (LURO-Aktie). Eine „schlechte" erscheint volatiler und kann stark fallen. Doch im Kern ist es nicht die Aktie selbst, sondern das, was Du

Dec 29, 202519 min

Ep 332#332 Meine 10 Aktien-Favoriten für 2026 – so stelle ich mein Depot auf

Meine 10 Aktienfavoriten für 2026: Diese Unternehmen gehören in Dein Depot Das Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu, und wir stehen kurz vor 2026. Für Dich als Investor stellt sich nun die entscheidende Frage: "Welche Aktien sollten jetzt den Weg in Dein Depot finden?" 2025 war ein verrücktes Jahr, dominiert von den Big Seven und der KI-Euphorie. Heißt das, die Old Economy ist tot? Auf welche Trends setze ich persönlich? In dieser Folge stelle ich Dir meine zehn Aktienfavoriten für das kommende Jahr vor – eine Mischung aus soliden Unternehmen mit Aufholpotenzial und langjährigen Trendfolgern. Damit kannst Du Dein Depot robust und zukunftsfähig aufstellen. Das erwartet Dich in dieser Folge: So lief der Markt 2025 Meine Erfolgsfaktoren für 2026 Meine 10 Aktienfavoriten Fazit und die wichtigsten Vorsätze für 2026 So lief der Markt 2025 In dieser Folge erfährst Du, was meine zehn Aktientipps für 2026 sind. Wie immer gilt: Das ist keine Kaufempfehlung, sondern die Vorstellung von Unternehmen, die ich persönlich spannend finde. Einige besitzen einen breiten „Burggraben" im Sinne Warren Buffetts und haben Aufholpotenzial, andere sind klare Technologiemarktführer, und KI darf natürlich auch nicht fehlen. Zunächst ein Blick auf die aktuelle Marktlage: 2025 war ein extrem gutes Börsenjahr. Der DAX legte rund 20 % zu. Allerdings war die Performance sehr differenziert. Die Big Seven und KI-Werte sind hervorragend gelaufen, während der deutsche Markt, der MDAX und die Old Economy insgesamt sehr schwach performten. Einzige Ausnahme: Banken konnten dank des wiedererstarkten Zinsdifferenzgeschäfts etwas aufholen. Was bedeutet das für 2026? Mein klarer Hinweis: Jetzt ist der ideale Zeitpunkt für ein Rebalancing. Wenn Du Aktien hast, die sehr gut gelaufen sind, macht es Sinn, einen Teil der Gewinne mitzunehmen. Gleichzeitig kann man bei schwächelnden Titeln nachkaufen – vorausgesetzt, die fundamentalen Zahlen stimmen. Meine Erfolgsfaktoren für 2026 Halte Dich dabei immer an meine Blaupause des Investors: Analysiere den Wert und den Preis (Fundamentals). Studiere die Charts und Indikatoren (technische Analyse). Last but not least kommt die Strategie. Denke auch 2026 daran, dass diese Dinge entscheidend für Deinen Börsenerfolg sind: Kontrolliere Deine Emotionen und setze die Strategie rational um. Nimm Dir Zeit. Ein Depot wächst wie Gras: Es braucht Geduld und Zeit. Wenn Du Geduld aufbringst, wird Dein Vermögen mit der Zeit wachsen. Meine 10 Aktien-Favoriten für 2026 Was sind nun meine Favoriten für das kommende Jahr? Als Risiko-Disclaimer: Alle hier genannten Aktien befinden sich in meinem eigenen Depot. Das bedeutet nicht, dass sie 2026 alle explodieren müssen, aber ich halte die Chancen dafür sehr gut und finde diese Aktien sehr spannend. Es handelt sich um keine Kaufempfehlung. 1. Adobe (ADBE) Ich starte mit dem Technologie-Riesen Adobe. Das Unternehmen hinter Photoshop, InDesign und unzähligen anderen Kreativ-Tools ist ein spannender Wert. Das Abo-Modell sorgt für wiederkehrende Einnahmen und ist hervorragend skalierbar. Dennoch stellt sich die Frage: Warum ist die Aktie in den letzten ein, zwei Jahren nicht vom Fleck gekommen? Der Höchstkurs lag bei rund 700 US-Dollar. Nach einem Einbruch auf etwa 300 Dollar während der Tech-Krise 2022 erholte sie sich auf 640 Dollar. 2025 gab die Aktie jedoch wieder rund 100 Dollar nach, ein Minus von etwa 20 %, und gehört damit zu den schwächeren Performern. Was ist also passiert? Hohe Dividenden sind bei Adobe nicht zu erwarten. Schaut man sich jedoch die Earnings an, sind diese seit 2018 fast durchgehend grün, also positiv. Nur Ende 2019 gab es eine negative Überraschung. Wir können also festhalten: Adobe ist ein Top-Unternehmen mit einer jahrzehntelangen Erfolgsgeschichte, das aktuell einfach nicht performt. Der Grund lässt sich kurz zusammenfassen: Es geht um KI. KI wird natürlich in die Software von Adobe integriert. Experten sind uneinig, ob das ein Risiko, eine große Konkurrenz oder eine Chance ist. Ich persönlich sehe es zunehmend als Chance. Viele langjährige Investoren und eine treue Kundenbasis bilden ein solides Fundament. Die Integration von KI kann die Produkte nur besser machen. Zwar werden KI-Tools teurer sein, was in einem Abo-Modell jedoch gut umsetzbar ist. Fakt ist: Adobe hat eine riesige Marktmacht. Wenn das Unternehmen seine KI-Innovationen erfolgreich ausrollt, ist die Aktie meiner Meinung nach sehr spannend. Mein erster Tipp aus dem Technologiebereich für 2026 lautet also: Adobe. 2. Church & Dwight (CHD) Mein zweiter Favorit ist Church & Dwight. Das US-amerikanische Konsumgüterunternehmen entwickelt und vermarktet eine breite Palette von Haushalts-, Körperpflege- und Spezialprodukten. Hinter dem Kürzel CHD verbergen sich weltbekannte Marken wie: Arm & Hammer (Waschmittel, Backpulver, Katzenstreu) Trojan (Kondome) OxiClean (Fleckenentferner) Waterpik (Mundhygiene) Batiste (Trockenshampoo) Das Unternehmen ist in seinen Kategorien oft marktführend. Auch diese Aktie ist

Dec 22, 202519 min

Ep 331#331 Warum das System nicht kollabiert: Robert Halvers Börsenausblick 2026

Ist die Blase diesmal anders? Marktausblick 2026 mit Kapitalmarktexperte Robert Halver Gemeinsam mit dem legendären Börsenkommentator und Kapitalmarktexperten Robert Halver von der Baader Bank wagen wir einen ehrlichen Rückblick auf das turbulente Börsenjahr 2025 und einen mutigen Ausblick auf 2026. Mit seinem einzigartigen rheinischen Humor und seiner bildhaften Sprache bringt er selbst komplexe Marktzusammenhänge auf den Punkt und beantwortet wichtige Fragen wie: Stecken wir wirklich in einer KI-Blase wie damals bei Dotcom? Können die Schuldenberge noch höher werden, ohne dass alles kollabiert? Und wo liegen die größten Chancen im kommenden Jahr? Das erwartet Dich in dieser Folge: Die KI-Blase mit Substanz: Warum der Hype diesmal fundamental anders ist Kein Schuldenkollaps: Die überraschende Stabilität des Systems Zinsen und Inflation 2026: Ein realistischer Ausblick und die Folge für Anleger Die Top-Favoriten für 2026: Wo Robert Halver jetzt die größten Chancen sieht Bitcoin und Buffett: Einschätzungen zur „buckeligen Verwandtschaft" und dem Rückzug einer Legende Die KI-Blase mit Substanz: Warum der Hype diesmal fundamental anders ist Für alle, die ihn noch nicht kennen: Mein Gast Robert Halver ist ein langjähriger Kapitalmarktexperte und bekannter Börsenkommentator mit regelmäßigen Auftritten im Fernsehen, Radio und auf Fachveranstaltungen. Auch in Publikationen kommt er oft als Kolumnist zu Wort und ist einem breiten Anlegerpublikum bekannt. Ich möchte mit Robert Halver einen Rückblick auf das turbulente Börsenjahr 2025 wagen und vor allem einen mutigen Ausblick auf 2026 geben. Überall ist von der KI-Blase die Rede. Daher ist meine erste Frage an ihn: Ist es schon eine, wird es noch eine, oder ist es diesmal ganz anders? Ich bitte ihn zunächst um seine Einschätzung, wie 2025 gelaufen ist – was normal war, was er erwartet hatte, und was ihn überrascht hat. Robert Halver beginnt mit der Beobachtung, dass seit 2008 scheinbar nichts mehr normal sei. Jedes Jahr bringe neue Verwerfungen, was besonders für jemanden mit seiner langen Markterfahrung spürbar sei. Doch diese Verwerfungen seien nicht unbedingt börsenschädlich, im Gegenteil. Er verweist als Beispiel auf die angekündigten, aber nie in vollem Umfang umgesetzten Zölle unter Trump. Schon damals war er der Meinung, dass man dies nicht so ernst nehmen solle. Dann kommt er auf den KI-Hype zu sprechen. Während viele von einer Blase redeten, sei dies für ihn nicht mit der Dotcom-Blase vergleichbar: „Es ist eine Blase mit Substanz, eine irrationale Blase, die definitiv einen Substanzwert hat." Künstliche Intelligenz sei der „Highway", auf dem die Volkswirtschaft künftig produktiver werde. Daher mache es Sinn, das Thema positiv zu sehen. Er habe nie verstanden, warum diese hoch bewertete Branche gerade in Deutschland so kritisch gesehen werde, während das in Amerika anders sei. Der Hintergrund der letzten Konsolidierung des Einbruchs sei zudem nicht von der Branche selbst ausgegangen, sondern habe laut Robert Halver zwei externe Gründe gehabt: Erstens die Angst, die US-Notenbank könnte weniger freizügig sein – eine Angst, die er nicht teile, da er weiterhin von einer lockeren Geldpolitik ausgehe. Zweitens schlichte Gewinnmitnahmen im KI-Sektor. Anleger hätten dort Liquidität abgezogen, um Verluste in anderen Bereichen wie Bitcoin auszugleichen. Man hole sich Geld eben dort, wo gerade Gewinne realisiert werden könnten. Er warnt davor, sich von negativer Medienberichterstattung oder „Untergangsliteratur" beeinflussen zu lassen. Sein Credo laute: „Der Markt hat immer recht." Mit Blick auf 2025 sei man richtig gelegen, dem Aktienmarkt weiter Chancen zu geben. Man solle die Dinge etwas ruhiger betrachten – eine Weisheit des Alters, wie er anmerkt. Ich greife seinen Punkt zur Substanz auf, um zurück zum Thema KI zu kommen, da ich die Dotcom-Blase selbst miterlebt habe. Ein Titel wie Cisco Systems steht heute, 25 Jahre später, wieder auf demselben Niveau wie damals auf dem Höhepunkt. Ich frage ihn daher, woran er diesen fundamentalen Unterschied festmacht. Damals hat es Börsengänge gegeben, bei denen der Erlös als Festgeld angelegt wurde, weil die Unternehmen keine Ahnung hatten, wofür sie das Geld eigentlich ausgeben sollten. „Das war fauler Zauber. Es hat gestunken, weil es eine Pionierzeit ohne Substanz war." Heute sei das anders, sagt Halver. Die heutigen KI-Unternehmen machen „richtig viel Gewinn". Zwar sei die Investition in KI teuer und manche zweifelten an der Nachhaltigkeit, doch niemand werde gezwungen, das Geld für KI auszugeben. Der Antrieb komme von der Wettbewerbsfähigkeit. Jeder wolle bei Effizienzsteigerung und Produktivitätsgewinnen vorne dabei sein. Das vielleicht wichtigste Argument für KI sei der globale Wettbewerb zwischen den USA und China. Wer geopolitisch vorne liege, habe einen klaren strategischen Vorteil. Daher drückten die Staaten massiv auf die Entwicklung, wer die KI beherrsche, erreiche seine Ziele früher. Wenn dann gesagt wird, in Ame

Dec 15, 202527 min

Ep 330#330 Die Wahrheit über die Jahresendrallye: Das kann jetzt passieren!

Steht uns die Jahresendrallye noch bevor? Wir schauen zurück auf einen Monat, in dem die Luft an den Höchstständen dünner wurde, und wagen einen Blick nach vorne: Gibt es noch eine Jahresendrallye? Welche Rolle spielen Zinsen, Inflation und der geopolitische Frieden? In dieser Folge analysiere ich die aktuelle Marktlage, zeige die Gewinner und Verlierer des Novembers auf und erkläre, warum die „Big Seven" den Markt immer noch dominieren. Außerdem teile ich meine persönliche Einschätzung und Strategie für den Jahreswechsel. Das erwartet Dich in dieser Folge: November-Bilanz: Die Tech-Luft wird dünner, Rohstoffe und Gold glänzen Mein Ausblick für Dezember Diese Bereiche und Einzeltitel haben Potenzial November-Bilanz: Die Tech-Luft wird dünner, Rohstoffe und Gold glänzen Der November war ein spannender Monat. Die Märkte liefen nicht mehr so dynamisch weiter und blieben ein wenig auf sehr hohem Niveau hängen. Man könnte sagen, die Atemluft wurde knapper. Ein Blick auf die Zahlen zeigt ein gemischtes Bild: Dow Jones: Ein leichtes Plus. S&P 500 und Nasdaq: Leichte Verluste. Bitcoin: Ein ganz großer Verlierer mit fast 17 % Minus. Wir schauen auf den Dezember voraus. Historisch gesehen ist das letzte Quartal, und besonders der Dezember, ein sehr positives Börsenjahr. Es gibt sogar die „Januar-Regel": Wie sich die ersten Tage im Januar bewegen, so soll oft das ganze Jahr werden. Das werden wir eventuell sehen. Ich denke, wir haben nach wie vor eine gewisse Abkopplung von der Realwirtschaft. Die Inflation hat wieder angezogen, gerade in Deutschland deutlich. Die letzten Zahlen zeigen eine erhöhte Tendenz. Die Inflation in der Eurozone ist unerwartet auf über 2,2 % gestiegen und liegt damit über der Zielmarke der Europäischen Union. Gleichzeitig gibt es andere Signale: Die Ukraine baut eine Rüstungsfabrik in Dänemark. Die EU hat signalisiert, offen für alle Technologien zu sein, was — den unter Druck stehenden deutschen Automobilherstellern wie VW, Mercedes und BMW — massive Probleme bereitet. Der Standort Deutschland ist laut BDI-Chef „im freien Fall", und die Industrieproduktion sinkt im vierten Jahr in Folge. Man kann nur hoffen, dass sich diese Entwicklung umkehrt. Und was machen unsere Aktien? Da wir auch in amerikanischen Titeln unterwegs sind, sei beispielhaft Starbucks erwähnt. Das Unternehmen soll Verstöße gegen das Arbeitsrecht gehabt haben und hat sich mit einer Zahlung von rund 35,5 Millionen Dollar an die Angestellten gütlich geeinigt. Wenn wir uns die Märkte anschauen, müssen wir zunächst festhalten: Der Markt steht extrem hoch. Wir bewegen uns nach wie vor in einem Tech- und KI-dominierten Umfeld. Die Old Economy läuft dagegen nicht so gut. Im Healthcare-Bereich sehen wir etwas Bewegung; er ist ein Stück weit hinterhergekommen. Da gibt es Aktien, die Gas gegeben haben, aber auch Nachzügler mit noch viel Potenzial nach oben. Ein Beispiel aus diesem Sektor: Eli Lilly ist in den letzten Wochen und Monaten extrem gelaufen und mittlerweile über eine Billion Dollar wert. Der große Mitbewerber Novo Nordisk dagegen ist „nur" etwa 200 Milliarden Dollar wert. Ich persönlich habe Novo Nordisk gerade aufgestockt – das ist natürlich keine Kaufempfehlung. Meine Überlegung dahinter: In den nächsten drei bis fünf Jahren werden schätzungsweise 300 Millionen weitere Diabetiker dazukommen, die Insulin benötigen werden. Ich glaube, dass davon auch Novo Nordisk stark profitieren wird. Aktuell halte ich es für sehr spannend, die Cash-Quote ein Stück weit hochzufahren. Der Markt hat im November nicht mehr viel Performance gebracht. Es gab aber auch deutliche Ausreißer nach unten. Die Aktie von Meta (aus dem Kreis der „Big Seven") hat beispielsweise eine ganze Ecke verloren. Viele, die bei 700, 750 oder 800 Dollar nicht mehr einsteigen wollten, sehen sie jetzt deutlich günstiger. Ich bleibe bei meiner Einschätzung, die ich seit fast einem Dreivierteljahr vertrete: Der KI-Bereich befindet sich meiner Meinung nach in einer Blase. Gleichzeitig werden Bereiche der „Old Economy" wieder spannend. Ich glaube, dass ein Rücksetzer oder sogar ein Crash, der auf lange Sicht gesund wäre, den KI-Bereich deutlich treffen würde. Im Gegenzug wäre die Old Economy wahrscheinlich entspannter unterwegs, und wir könnten dort sogar steigende Kurse sehen. Für den Healthcare-Bereich bleibe ich relativ entspannt. Den Rohstoffbereich und die Old Economy finde ich nach wie vor interessant. Ich werde nicht müde, das zu betonen, denn gegessen und getrunken wird immer. Bei einer wachsenden Weltbevölkerung werden dort die Schnäppchen zu finden sein, über die man in ein paar Jahren sagt: „Hätte ich damals beim Podcast nur richtig zugehört und es umgesetzt." An dieser Stelle ist die Frage entscheidend: "Bist Du mehr Investor oder mehr Trader?" Als Investor hast Du jetzt die Möglichkeit, Top-Aktien mit einer Perspektive von drei bis fünf Jahren zu günstigeren Preisen einzukaufen. Ich selbst bin Value-Investor mit Trading-Ansatz. Mich jagen nicht alle kurzfris

Dec 8, 202519 min

Ep 329#329 Diese Denkfehler zerstören Deine Rendite! So startest Du stark ins neue Jahr

Diese drei Fehler kosten Dich Geld – und wie Du sie vermeidest Das Jahr neigt sich dem Ende zu, und es ist Zeit für eine kritische Bestandsaufnahme. In dieser Folge geht es um die entscheidenden Stellschrauben für Deinen Börsenerfolg im kommenden Jahr. Wir werfen einen Blick auf die häufigsten mentalen Fallen, in die Anleger immer wieder tappen, beleuchten die wichtigsten steuerlichen Optimierungsmöglichkeiten vor Jahresende und besprechen, warum eine klare Strategie und regelmäßige Selbstreflexion Deine Rendite maßgeblich beeinflussen. Egal, ob Du bereits Gewinne erzielt hast oder noch nach dem entscheidenden Durchbruch suchst – in dieser Folge gebe ich Dir konkrete Handlungsempfehlungen an die Hand. Das erwartet Dich in dieser Folge: Die drei teuersten mentalen Fallen Steuerliche Optimierung Die Macht der Selbstreflexion Dein Aktionsplan für Dezember Die drei teuersten mentalen Fallen In dieser Folge behandeln wir drei zentrale Themen: die steuerliche Seite, mentale Fallstricke und strategische Grundlagen. Ich werde auch ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern und der Frage nachgehen, ob dieses Börsenjahr wirklich so schwierig war oder ob die Märkte sich ganz normal verhalten haben. Wir schauen auf die Zukunft, auch im Hinblick auf KI und besprechen, wie Du richtig partizipieren kannst. Fangen wir direkt mit einer der größten mentalen Hürden an: 1. FOMO (Fear of Missing Out) Es gibt drei große mentale Fehler, die an der Börse immer wieder passieren und die für Anleger verheerend sein können. Der erste und vielleicht häufigste ist die Fear of Missing Out, also die Angst, etwas zu verpassen. Du kennst das vielleicht: Du stehst an der Seitenlinie und siehst zu, wie die Aktienkurse steigen. Einerseits freust Du Dich über die positive Marktentwicklung, andererseits bist Du frustriert, weil Du nicht investiert bist. Dieses Gefühl wird besonders stark bei Titeln wie Nvidia, die in den letzten Jahren eine atemberaubende Rallye hingelegt haben. An jedem neuen Hoch fragst Du Dich: „Warum bin ich nicht dabei? Kann ich jetzt noch einsteigen? Geht das überhaupt noch höher?" Aus meiner Erfahrung mit über 30.000 Anlegern kann ich Dir sagen: Dieses Phänomen ist extrem verbreitet. Das Problem liegt oft nicht daran, ob Du eine gute oder schlechte Aktie kaufst, sondern Du kaufst sie zum falschen Zeitpunkt – nämlich dann, wenn die Euphorie und die Kurse ihren Höhepunkt erreicht haben. Genau das ist die FOMO-Falle. Um das zu verstehen, lohnt sich ein Blick in die Psychologie des typischen Investors. Stellen wir uns einen typischen Anfänger vor: Die Märkte sind relativ weit unten, aber die Stimmung ist noch von Angst geprägt – das „Gewitter" ist noch da. Der Neue denkt: „Jetzt kann ich doch nicht einsteigen, es wird sicher noch schlimmer." Dann dreht der Markt langsam. Die Kurse beginnen zu steigen, und er denkt: „Vielleicht sollte ich langsam einsteigen. Das Gewitter zieht ja weg, die Sonne kommt raus." Aber er zögert noch. Während die Märkte weiter steigen, hört er von Freunden, die schon investiert sind. Er denkt: „Das Gewitter ist doch noch nicht ganz vorbei, ich warte, bis die Sonne richtig durchbricht." Irgendwann, wenn der Aufschwung unübersehbar wird und der „Nebel" sich lichtet, steigt er schließlich ein – genau dann, wenn die „Sonne" am höchsten steht und der Tag sich eigentlich schon dem Ende zuneigt. Er kauft also genau an einem sehr hohen Punkt. Die FOMO-Falle führt also dazu, dass man entweder zu zögerlich ist und den gesamten Aufschwung verpasst, oder dass man aus Angst, etwas zu verpassen, genau zum falschen Zeitpunkt einsteigt. Was dagegen hilft, ist eine glasklare Strategie, die man erlernen und diszipliniert befolgen muss. 2. Hoffnung ist keine Strategie Kommen wir zum zweiten großen mentalen Fehler: Das Problem der Hoffnung. In meinen Seminaren sage ich oft: „Hoffnung ist keine Strategie." Dennoch handeln viele Anleger genau nach diesem Prinzip. Sie haben kein klares Einstiegssignal, keinen definierten Ausstiegsplan und kaufen lediglich aufgrund eines Tipps – sei es aus der Zeitung, von der Bank oder einem guten Freund. Sie steigen also in eine Aktie ein, ohne das Unternehmen wirklich zu analysieren oder zu verstehen. Und dann passiert es: Der Kurs geht nach unten. Was folgt, ist reine Hoffnung. Man hält sich an Sprichwörter wie: „Die Hoffnung stirbt zuletzt" oder „Man muss öfter aufstehen, als man hinfällt" und hält die Position. Die Aktie fällt weiter, 30, 40, sogar 50 Prozent. Das verursacht einen enormen emotionalen Schmerz. Einige verkaufen schließlich doch an diesem Tiefpunkt, andere halten durch – manchmal mit Glück, manchmal nicht. Die Lösung liegt in zwei Fragen: Bist Du Trader oder Investor? Als Investor kannst Du einen Rücksetzer vielleicht aussitzen, als Trader nicht. Hattest Du einen Plan? Hattest Du ein klares Einstiegsszenario und einen Stop-Loss, der Dich bei 10 oder 20 Prozent Verlust aus der Position genommen hätte? Ein strategischer Stopp bewahrt Dich davor, tiefe Verluste erleiden zu müss

Dec 1, 202519 min

Ep 328#328 Erfolg beginnt im Kopf: Die 16 Prinzipien, die Dich wirklich weiterbringen

Greife nach den Sternen: Meine 16 Erfolgsprinzipien für ein erfülltes Leben In dieser Folge geht es nicht nur um Börse und Investitionen, sondern um die Grundlagen für ein erfolgreiches Leben. Ich blicke auf meine letzten 30 Jahre zurück und teile die essenziellen Prinzipien für Erfolg, das richtige Mindset und kraftvolle Glaubenssätze. Egal, ob es um finanziellen Wohlstand, private Zufriedenheit oder persönliche Entwicklung geht – diese Prinzipien können Dir helfen, Dein volles Potenzial zu entfalten und wirklich nach den Sternen zu greifen . Das erwartet Dich in dieser Folge: Die Macht Deiner inneren Einstellung: Glaube an Dich und übernimm Verantwortung Der Kompass für Dein Handeln: Warum Ziele und Selbstreflektion so wichtig sind Die treibenden Kräfte: Wie Dankbarkeit und ein unterstützendes Umfeld Dich voranbringen Dein Werkzeugkasten für den Alltag: Praktische Methoden wie Visualisierung und Achtsamkeit Die Erfolgsmentalität: Herausforderungen als Chance sehen Die Macht Deiner inneren Einstellung: Glaube an Dich und übernimm Verantwortung Wir greifen heute nach den Sternen. Dafür habe ich die wichtigsten Erfolgsprinzipien meiner letzten Jahrzehnte für Dich zusammengefasst. Erfolg ist vielschichtig – ob im Privatleben, im Geschäft, in Bezug auf Gesundheit und Fitness, im sozialen Umfeld oder im Bereich des Spendens. Der allererste Schritt ist immer, dass Du für Dich selbst definierst: Was ist Erfolg eigentlich für Dich? 1. Glaube an Dich selbst Ein fundamentaler Punkt, den ich Dir von Anfang an mitgeben möchte, lautet: Glaube an Dich selbst und kenne Deine Fähigkeiten. Dieses Prinzip habe ich schon vor vielen Jahren auf Seminaren verinnerlicht. Gehe stets davon aus, dass Du Deine Fähigkeiten jederzeit verbessern kannst. Ich beobachte immer wieder, dass Menschen sich selbst oft unterschätzen. Wenn man dann Feedback von anderen bekommt, stellt man fest: Dein Umfeld sieht Dich häufig viel kompetenter, stärker und effizienter, als Du Dich selbst siehst. Deshalb ist der Glaube an die eigenen Fähigkeiten und die bewusste Erkenntnis, dass Du sie stets ausbauen kannst, ein entscheidender Erfolgsfaktor. Du kannst jederzeit neue Fähigkeiten erlernen, um mehr Geld zu verdienen, mehr Vermögen aufzubauen oder ein besserer Investor zu werden. 2. Entwickle ein Growth Mindset Eng damit verbunden ist das Growth Mindset. Für mich bedeutet das, dass Du Dinge, die Du noch nicht beherrschst, als Chance für Entwicklung und Weiterentwicklung siehst. Durch beständige Übung, Durchhaltevermögen und die Bereitschaft, ständig dazuzulernen, kannst Du kontinuierlich wachsen. Ein guter Freund, Bodo Schäfer, nennt das „KLUW", also kurz für konstant lernen und wachsen. Konzentriere Dich auf Dein Wachstum – natürlich beherrschst Du noch nicht alles, aber Du kannst Dir jedes notwendige Werkzeug aneignen. Das ist Deine Chance für die persönliche Weiterentwicklung und ein weiterer Schlüssel, um Erfolg in Dein Leben zu ziehen. 3. Übernimm Verantwortung Der dritte Punkt klingt einfach, ist für viele aber eine große Hürde: Übernimm Verantwortung. Für mich steckt in dem Wort selbst schon die Bedeutung: Ver-ant-wort-ung. Es geht darum, die Antwort in sich selbst zu suchen. Du nimmst damit die Verantwortung für Deine Entwicklung an. Schauen wir auf die Gehaltswelt: Sobald Du Verantwortung für ein Team übernimmst, eröffnen sich neue Gehaltsstufen. Der erste und wichtigste Schritt ist jedoch, die volle Verantwortung für Dich selbst und Dein Leben zu übernehmen. Dazu gehört auch, die Verantwortung für Deinen Kontostand zu tragen. Höre auf, anderen die Schuld zu geben – seien es Kunden, Mitarbeiter, das Produkt, das Internet oder die Politik. Wir spielen alle im selben Spiel. Jeder von uns trägt die Verantwortung, das Beste aus seiner Situation zu machen und das Leben zu erschaffen, das er sich wünscht. Der Kompass für Dein Handeln: Warum Ziele und Selbstreflektion so wichtig sind 4. Praktiziere Selbstreflektion Wer Verantwortung übernimmt, darf die Selbstreflektion nicht vernachlässigen. Dieses Wort liebe ich, auch wenn es nicht immer leicht umzusetzen ist. Es ist absolut entscheidend, besonders an der Börse. In meinen Coachings vermittle ich allen Teilnehmern dieselben Strategien. Viele werden damit erfolgreich, bei manchen klappt es nicht sofort oder sie machen anfangs Fehler. Die entscheidende Frage ist immer: Was machst Du daraus? Dass das System funktioniert, steht außer Frage – ich habe mir schließlich ein riesiges Vermögen aufgebaut. Ob im Privatleben, in Beziehungen oder beim Investieren – Selbstreflektion ist unglaublich wichtig. Nimm Dir Zeit, um Deine Ziele und Handlungen zu hinterfragen. Wo läuft etwas schief? Warum wurde Geld verloren? Habe ich alles für den Erfolg getan? Indem Du Fehler eingestehst und Deine Herangehensweise anpasst, ermöglichst Du Dir wahre Weiterentwicklung. Jeder erfolgreiche und reiche Mensch, den ich kenne, pflegt die Praxis der Selbstreflektion. 5. Setze Dir glasklare Ziele Ein weiterer unverzichtbarer Punkt is

Nov 24, 202521 min

Ep 327#327 Haben wir eine KI Blase und was passiert, wenn sie platzt?

Ist die KI schon in einer Blase und was lehrt uns die Geschichte? Heute stellen wir uns die Frage, ob wir schon eine KI Blase haben, und was uns die Geschichte darüber lehrt. Außerdem schauen wir uns an, wie sich die Wirtschaftszyklen bewegen, und welche Phasen es gibt. Es geht auch um menschliche Emotionen an der Börse und darum, warum wir denken, dass die Welt immer weitergeht und wir dabei sein müssen. Du erfährst auch, welche psychologischen Fallen an der Börse lauern, und wie Du Dein Portfolio robust aufstellst, um in jeder Marktphase bestehen zu können. Das erwartet Dich in dieser Folge: Meine klare Einschätzung: KI Blase oder nicht? Was uns die Tulpenmanie, die Dotcom-Blase und andere Crashs lehren Die 6 klassischen Phasen einer Börsenblase Wie Du Dein Depot jetzt diversifizierst und Gewinne sicherst Meine klare Einschätzung: KI Blase oder nicht? Haben wir schon eine KI Blase und was lehrt uns die Geschichte? Ich freue mich ganz besonders auf diese Folge, denn das Thema ist hochaktuell. Wir beobachten im KI-Bereich mittlerweile schon sehr interessante Verwerfungen und müssen feststellen, dass der Markt insgesamt sehr hoch bewertet ist. Vor ein paar Tagen bin ich auf interessante Zahlen gestoßen. Wenn wir die Zeit der Dotcom-Krise mit der heutigen Situation rund um KI vergleichen – manche mögen sagen, es handele sich noch gar nicht um eine Krise oder Blase – dann bin ich der Meinung: Wir befinden uns auf jeden Fall in einer Blase. Denn wenn wir sehen, dass bestimmte Unternehmen ihre Zahlen präsentieren und über Nacht um Milliarden steigen, manche an einem einzigen Börsentag mehr zulegen, als sie im gesamten Jahr an Umsatz machen oder überhaupt an Börsenwert hatten, dann muss man ganz klar sagen: Wir befinden uns definitiv in einer Blase. Für mich steht fest: Es ist eine Blase. Die entscheidende Frage ist nicht mehr das „Ob", sondern das „Wie lange?". Das Problem dabei ist, dass solche Blasen massiv lange weiter steigen können. Dafür gibt es mehrere Gründe. Die globale Verschuldung ist enorm. Gleichzeitig erleben wir aktuell wieder Zinssenkungen, was Geld günstiger macht. Und natürlich wurden in den letzten 10, 15, 20 Jahren Unmengen an Geld gedruckt. Dieses Geld steht nun zur Verfügung und sucht verzweifelt nach Anlagemöglichkeiten – es herrscht ein gewisser Anlagenotstand. Genau das kann eine Blase noch lange am Leben erhalten. Die große Frage, die sich uns stellt, ist: Was ist eigentlich mit den Aktienkursen los? Befinden wir uns in der Boom-Phase? Oder ist der Boom schon am Ende? Ist das nur ein kleiner Zwischenstopp, oder werden wir in ein paar Wochen und Monaten noch mehrere Stufen weiter nach oben geklettert sein? Ich möchte gerne ein paar Menschen zitieren, die mich und mein Denken maßgeblich geprägt haben. Ich bin auf einen sehr interessanten Artikel gestoßen, in dem es um folgende Frage ging: Kann es sein, dass ein kleines Automobilunternehmen mehr wert ist als alle anderen Automobilkonzerne zusammen? Wenn wir uns heute Tesla anschauen, dann hat dieses Unternehmen einen gigantischen Börsenwert. Man muss sich ernsthaft fragen, ob das noch gesund ist. Was sagt es uns, wenn gleichzeitig die Zahl der Kleinanleger an der Börse steil nach oben geht? Und was passiert eigentlich parallel dazu auf dem Markt der Kryptowährungen? Wenn wir uns all diese aktuellen Entwicklungen an den Börsen und Finanzmärkten ansehen, dann ist es vielleicht an der Zeit, sich an einen bestimmten Ökonomen zu erinnern: Hyman P. Minsky. Er wurde 1919 in Chicago geboren und ist 1996 in der Nähe von New York verstorben. Seine bahnbrechende Arbeit wurde allerdings erst einem breiteren Publikum nach seinem Tod so richtig bekannt. Denn während der Finanzkrise 2007/2008 erkannte man, dass seine Modelle die dramatische Realität erstaunlich gut vorweggenommen hatten. Mehr als 10,15 Jahre nach seinem Tod wurde vielen klar, dass Begriffe wie Minsky-Kollaps, Minsky-Meltdown oder der Minsky-Moment endgültig in die Finanzfachsprache Einzug gehalten haben. Ein Minsky-Moment tritt genau dann ein, wenn die Kurse an den Finanzmärkten auf breiter Front und schlagartig zusammenbrechen. Doch wie kommt es überhaupt so weit? Minsky hat ein prägnantes Zitat formuliert, das ich Dir unbedingt mitgeben möchte: „Erfolg führt dazu, dass die Gefahr des Scheiterns unterschätzt wird." Diesen Satz halte ich im Zusammenhang mit unserer Trader-Psychologie für extrem wichtig. Vielleicht warst Du ja schon einmal auf einem meiner „Geld verdienen mit System"-Seminare. Dort spreche ich genau dieses Thema an, denn ich sage oft: Ich wünsche jedem Teilnehmer, dass er am Anfang ein paar kleine Rückschläge erlebt, Fehler macht und vielleicht auch ein bisschen Geld verliert. Für mich ist das dann kein verlorenes Geld, sondern eine gekaufte Erfahrung. Ich bin überzeugt, dass Minskys Beobachtung zutrifft: Erfolg lässt uns die Gefahren unterschätzen, und wir verlieren ein Stück weit die Demut und Dankbarkeit. Deshalb ist es am Anfang sogar gut, wenn es mal nicht nur aufwär

Nov 17, 202520 min

Ep 326#326 Hier lernst Du fürs Leben! Finanzielle Weisheiten von Buffett, Munger & Co.

Finanzielle Weisheiten fürs Leben: Was ich von Buffett, Munger und 30 Jahren Börse gelernt habe In dieser Folge teile ich meine wertvollsten Finanz-Lektionen aus drei Jahrzehnten Börsenerfahrung mit Dir. Es geht um Geld, das Investieren und Weisheiten von Warren Buffett und Charlie Munger. Die Weisheiten, die ich mit Dir teilen werde, haben nicht nur meine Investment-Philosophie geprägt, sondern auch meine persönliche Einstellung zu Finanzen und Freiheit nachhaltig verändert . Ich gebe Dir praktische Strategien für langfristigen Anlage-Erfolg an die Hand und werde außerdem beleuchten, was Reichtum wirklich bedeutet. Das erwartet Dich in dieser Folge: Die Philosophie der Börsenlegenden: Buffett und Mungers wichtigste Lektionen Langfristig denken: Warum Geduld der Schlüssel zum Reichtum ist Unverzichtbare Grundprinzipien an der Börse Die Philosophie der Börsenlegenden: Buffett und Mungers wichtigste Lektionen Mit bald 48 Jahren und über 30 Jahren Börsenerfahrung blicke ich auf eine bewegte Zeit zurück. Zwar sind meine Erfahrungen im Vergleich zu Charlie Munger, der Ende 2023 mit 99 Jahren verstorben ist, oder Warren Buffett, der sein Lebenswerk nun an seinen Nachfolger übergibt, bescheiden. Doch genau das macht die Beschäftigung mit diesen außergewöhnlichen Persönlichkeiten so wertvoll. Die entscheidende Erkenntnis: Erfolgreiche Menschen hören nie auf zu lernen. Sie lesen kontinuierlich, arbeiten diszipliniert und entwickeln sich ständig weiter. Nach Charlie Mungers Tod Ende November 2023 sind viele Artikel über ihn veröffentlicht worden, auch über Warren Buffett und die Firma Berkshire Hathaway. Ich werde unter anderem auch Zitate dieser beiden Personen nennen, die den Nagel auf den Kopf treffen und auch meine Philosophie widerspiegeln. Charlie Munger hat damals gesagt: „Das Beste, was ein Mensch tun kann, ist einem anderen Menschen zu helfen, mehr zu wissen und mehr zu lernen." Diese Philosophie ist auch der Grundstein meiner Arbeit. Wie ich bei der Finance Mastery manchmal sage: „Ich habe viel in meinem Leben bekommen – jetzt ist die Zeit, etwas zurückzugeben." Und ich denke, das ist das, was Munger sagt. Er sagt auch: „Es ist nicht wichtig, Ferrari zu fahren oder Porsche zu fahren, sondern es geht darum, wirklich seine Freiheit zu haben, die Dinge zu tun, auf die man wirklich Lust hat." Sein Rat „Versuche jeden Tag ein bisschen weiser zu werden, als Du beim Aufwachen warst" ist eine lebenslange Aufgabe. Jeder Mensch definiert seinen Erfolg an der Börse natürlich auf unterschiedliche Weise. Munger sieht es so: „Praktisch alle sehr erfolgreichen Menschen vereinen drei Dinge: Sie sind intelligent, sie arbeiten hart und sie hatten auch ein bisschen Glück." Für ihn braucht es also alle drei Punkte – Intelligenz, harte Arbeit und eine Portion Glück. Und auch ich denke, dass das die wichtigen Faktoren sind, um jeden Tag ein bisschen besser zu werden. Munger gab auch konkrete Tipps für Unternehmer, wie beispielsweise: „Wähle Deine Kunden so aus, als ob es alles Freunde wären." Ich denke, das sind wichtige Punkte, die man im Leben mitnehmen darf und über die man nachdenken kann. Denken wir an die Börse und ans Investieren, dann wisst Ihr, dass ich einer knallharten Strategie folge, die ich für mich erarbeitet habe und umsetze. Jeder Mensch hat seine individuelle Strategie. Munger sagte diesbezüglich mal: „Kein intelligenter Pilot, so groß sein Talent und auch seine Erfahrung sein mag, kommt ohne seine Checkliste aus." Genau wie ein Pilot vor dem Start systematisch alles prüft und dabei einer Checkliste folgt, benötigen wir als Investoren eine klare Routine. Du überlegst Dir also, ob es Dinge gibt, die Du täglich oder wöchentlich checken solltest, und erstellst Dir darauf basierend eine Tages- sowie Wochenroutine. Das mag unspektakulär klingen, doch genau diese Disziplin ist es, die den Unterschied macht. Mithilfe einer Check- und Handlungsliste, weißt Du immer, wann Du was zu tun hast und vergisst nichts. Langfristig denken: Warum Geduld der Schlüssel zum Reichtum ist Munger hat man einen Satz gesagt, der mir seitdem im Kopf geblieben ist: „Das große Geld liegt nicht im Kaufen und Verkaufen, sondern im Warten und einfach die Zeit zu nutzen." Diese Einsicht ist fundamental. An der Börse geht es nicht darum, über Nacht reich zu werden, sondern durch eine disziplinierte Strategie über fünf bis zehn Jahre ein Vermögen aufzubauen. Seine Beobachtung zu Unternehmen ist heute relevanter denn je: „Fast alle guten Unternehmen investieren Geld in Aktivitäten, die heute nicht lukrativ erscheinen, aber vielleicht die großen Gewinner von morgen werden können." Genau das sehen wir aktuell im KI-Bereich, der die Welt verändern wird. Die „Big Seven" investieren in den nächsten Jahren über 600 Milliarden Dollar in künstliche Intelligenz – ein klares Signal, dass KI heute noch nicht lukrativ ist, aber das Geschäft von morgen sein wird. Mungers Aussage „Es gibt nur einen einzigen sicheren Weg an die Spitze zu kommen, und das ist knal

Nov 10, 202519 min

Ep 325#325 Die Wahrheit hinter dem KI-Hype: Wann Euphorie zur Gefahr wird!

Marktrückblick Oktober: KI-Rausch und Zinssenkungen Der Markt ist außer Rand und Band: Der Oktober bescherte Anlegern erneut zweistellige Zuwächse – angeführt von der ungebremsten KI-Euphorie. In diesem Marktupdate analysiere ich die erstaunlichen Parallelen zur Dotcom-Blase, zeige auf, warum die US-Notenbank trotz hoher Inflation die Zinsen senkt und welche Aktien abseits des KI-Hypes jetzt interessant werden Das erwartet Dich in dieser Folge: Das Zinsdilemma: Warum die FED trotz Inflation die Zinsen senkt Die Oktober-Bilanz: So performten die globalen Indizes Deutschlands Problem: Wachstumsdelle statt Aufschwung KI-Blase oder nachhaltiger Boom? Die Parallelen zu Dotcom Big Tech: Die Zahlen von Alphabet, Microsoft und Meta Ausblick November/Dezember: Warum ich vorsichtig optimistisch bleibe Das Zinsdilemma: Warum die FED trotz Inflation die Zinsen senkt Die Aktienmärkte im Oktober sind ziemlich hoch. Während Deutschland mit über drei Millionen Arbeitslosen und massiven Wirtschaftsproblemen kämpft, klettern die Börsenindizes in schwindelerregende Höhen. Der DAX übersprang die 24.000-Punkte-Marke, der Dow Jones kratzt an 48.000 und die Nasdaq erreichte über 26.000 Punkte. Doch diese scheinbare Euphorie trügt. Wir erleben eine gefährliche Abkopplung von der Realwirtschaft. Der Ifo-Chef warnt eindringlich vor einer 20-jährigen Wachstumsdelle für Deutschland, ähnlich dem japanischen Schicksal. Seine Forderung: Eine sofortige Agenda mit Maßnahmen, die bis Februar umgesetzt werden müssen – Senkung der Energiepreise, Reduzierung der Lohnnebenkosten, massive Investitionen in Digitalisierung und Infrastruktur. Natürlich auch im Rüstungsbereich wird gerade viel investiert. Aber wir müssen endlich wieder auf Wachstum kommen. Mitten in dieser angespannten Lage hat die US-Notenbank (FED) zum zweiten Mal in diesem Jahr die Zinsen gesenkt, und das, obwohl die Inflation mit rund 3 Prozent deutlich über dem Zielwert von 2 Prozent liegt. Die Begründung: Schwächezeichen am Arbeitsmarkt. Die Leitzinsen wurden um einen Viertelpunkt auf die neue Spanne von 3,75 bis 4 Prozent gesenkt. Jetzt diskutieren sie das wieder. Auch US-Präsident Trump hat wiederholt deutlich massivere Zinssenkungen sogar gefordert, damit die Kredite günstiger gemacht werden und die Weltwirtschaft am Ende angekurbelt wird. Diese Entscheidung war alles andere als einstimmig. Zwei FED-Vorstände stimmten gegen die Leitzinssenkung, andere wollten sogar eine Halbpunkt-Senkung. Die Diskussion über weitere Zinssenkungen im Dezember bleibt offen, denn die Notenbank steht vor einem klassischen Dilemma: Einerseits die schwächelnde Konjunktur stützen, andererseits die Inflation nicht weiter anheizen. Die Oktober-Bilanz: So performten die globalen Indizes Die Earnings der Unternehmen, die wir uns gleich anschauen, muss man mit Vorsicht betrachten, da die Unternehmen die Erwartungen im Vorfeld ein wenig runterschrauben, um dann ein Stück weit überperformen zu können. Was ganz klar zu sehen ist, dass die Märkte eine extreme Divergenz aufweisen. Dow Jones: von 46.397 auf 47.632 Punkte (+2,6 %) Nasdaq: von 24.679 auf 26.119 Punkte (+5,5 %) S&P 500: von 6.688 auf 6.890 Punkte (+2,9 %) Besonders bemerkenswert: Die gleichgewichtete Nasdaq stieg nur um 3,6 %, was deutlich macht, dass der Index von den schwergewichtigen „Big Seven" getrieben wird. Der gleichgewichtete S&P 500 liegt bei einem Plus von 1,1 %. Auch da sieht man wieder, dass die Großen den Indizes nach oben reißen, aber die Masse der Märkte nicht mitkommt. Die Schwäche des breiten Marktes wird besonders beim Russell 2000 mit mittleren und kleinen Unternehmen sichtbar: Er legte von 2.436 auf 2.520 Punkte zu (+3,5 %). Der MSCI World stieg von 4.306 auf 4.430 Punkte (+2,6 %). Der DAX hing etwas zurück: von 23.880 auf 24.120 Punkte (+1,9 %). Alle Zahlen beziehen sich auf den 30.10.25, der 31. ist also nicht mit drin. Bei den Rohstoffen zeigte sich eine volatile Entwicklung: Öl: leicht rückläufig von 62,37 auf 61,31 USD (-1,7 %) EUR/USD: stabil bei etwa 1,17 Gold: Nach einem Höhenflug bis auf 4.400 USD korrigierte das Edelmetall auf rund 3.980 USD – ein Verlust von über 10 % vom Hoch. Silber: Noch dramatischer verlief die Korrektur von über 54 USD auf rund 46 USD – fast 17 % Verlust vom Allzeithoch. Der Bitcoin war bei 114.000, steht immer noch bei 114.000. Der verändert sich im Moment gerade nicht so richtig und ist relativ eingefroren. Das Gleiche gilt auch für den UM Strategy Fund mit einem ganz kleinen Plus. Deutschlands Problem: Wachstumsdelle statt Aufschwung Während die Finanzmärkte scheinbar sorgenfrei steigen, offenbart sich in Deutschland ein dramatisches realwirtschaftliches Bild. Die Lage ist ernst: Über drei Millionen Arbeitslose, pleitegehende Autozulieferer und massive Probleme in Schlüsselindustrien wie Metall- und Anlagenbau zeichnen ein düsteres Bild. Das Kernproblem: Ein gewaltiger Investitionsstau. Deutschland befindet sich bei Investitionen wieder auf dem Niveau von 2015 – ein alarmierender Rückschr

Nov 4, 202519 min

Ep 324#324 Was 30 Jahre Börse mir über aktuelle Trends verraten

Börsen-Insights mit Ulrich Müller: Von Intel-Comebacks, Gold-Rallyes und dem Unterschied zwischen Sparen und Investieren In dieser besonderen Folge teile ich mit Dir meine gesammelten Börsen-Insights aus über 30 Jahren Erfahrung. Wir werfen einen Blick auf aktuelle Marktphänomene: Warum Gold unaufhaltsam steigt, ob Bitcoin Investment oder Spekulation ist, und wie sich ein altbekannter Technologie-Riese wie Intel überraschend erholt hat. Ich erkläre Dir, warum das Zeitalter des klassischen Sparens vorbei ist und was der entscheidende Unterschied zwischen Investieren und Spekulieren ist. Außerdem nehmen wir die Lehren aus Wirecard unter die Lupe, und ich gebe Dir eine klare Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Du sicher an der Börse startest – selbst bei aktuell hohen Bewertungen. Das erwartet Dich in dieser Folge: Das Intel-Comeback: Von Krisen-Aktie zum Must-Have Der Unterschied zwischen Sparen und Investieren Warum Gold weiter glänzt, und was das über die Welt verrät Bitcoin & Co.: Sinnvolle Beimischung oder reine Spekulation? Wirecard & Co.: So schützt Du Dein Depot vor Bilanzskandalen Dein Start an der Börse: Entscheidende Schritte für Anfänger Erfolgsgeheimnisse für langfristigen Börsenerfolg Das Intel-Comeback: Von Krisen-Aktie zum Must-Have Die treibende Kraft hinter der digitalen Revolution ist und bleibt die Entwicklung von Prozessoren. Waren es früher vor allem Intel und AMD, die diesen Markt dominierten, hat in den letzten Jahren Nvidia mit seiner Technologie für KI-Berechnungen und Mining einen regelrechten Höhenflug erlebt. Doch eines bleibt konstant: Prozessoren werden immer leistungsfähiger, schneller und effizienter – und dieser technologische Fortschritt ist einer der Hauptgründe, warum ich langfristig an steigende Aktienkurse glaube. Genau an diesem Punkt kommt Intel ins Spiel: eine Aktie, die in den vergangenen Jahren viel Kritik einstecken musste, die ich aber stets in meinem Depot behalten habe. Von einem Hoch bei 67 Dollar war Intel auf bis zu 19 Dollar gefallen. Doch vor drei Jahren, als die Aktie bei rund 24 Dollar stand, habe ich in einem Webinar eine klare Prognose gewagt: „Trag es Dir in den Kalender ein: Ich würde sehr viel Geld darauf verwetten, dass Intel in drei Jahren deutlich höher stehen wird." Diese Einschätzung hat sich bewahrheitet. Heute steht Intel bei 38 bis 39 Dollar. Alle, die dieser Empfehlung damals gefolgt sind, konnten sich über ein Plus von rund 60 Prozent freuen. Ich bin nach wie vor überzeugt: Die Reise von Intel ist noch nicht zu Ende. Wichtiger Hinweis: Dies ist ausdrücklich keine Kaufempfehlung, sondern meine persönliche Einschätzung, basierend auf der Annahme, dass die positive Entwicklung anhalten könnte. Die fundamentale Frage lautet: Was treibt diese Kurssteigerungen eigentlich an? Letztendlich durchlaufen Aktien immer Phasen der Attraktivität und der Zurückhaltung. Aktuell befinden wir uns in einer Phase, in der die zugrundeliegende Technologie entscheidend ist. Der Schlüssel liegt in der exponentiellen Steigerung der Rechenleistung. Ich erinnere mich an ein Video von einem Zukunfts-Symposium vor etwa sieben Jahren, das die damaligen Möglichkeiten der Robotik zeigte – sie waren äußerst begrenzt. Heute, im Zeitalter der humanoiden Roboter, die zunehmend menschliche Aufgaben übernehmen können, liefern die ersten Weltmarktführer bereits solche Geräte aus. Die entscheidende Triebfeder hinter dieser Entwicklung ist die Prozessorentechnologie. Was früher an zu langsamen Prozessoren scheiterte, ist heute technologische Realität. Diese technologische Revolution setzt sich in atemberaubendem Tempo fort. Heute sprechen wir über Haushaltsroboter, OP-Assistenten, die präzise chirurgische Eingriffe vornehmen, und autonome Systeme in der Pflege. Diese Entwicklung ist kein Zufall, sondern das direkte Ergebnis des exponentiellen Wachstums der Rechenleistung. Ich mache es an einem persönlichen Beispiel fest: Mein erster Computer, ein Commodore C16, hatte einen Arbeitsspeicher von 16 Megabyte. Heute verfügen Standardcomputer über Arbeitsspeicher im Gigabyte- bis Terabyte-Bereich. Diese Entwicklung wird nicht einfach aufhören. Die Reise geht weiter: Prozessoren werden leistungsfähiger, Technologien effizienter und die Anwendungsmöglichkeiten grenzenloser. Genau aus dieser Überzeugung habe ich Intel stets gehalten, und die positive Performance des letzten Jahres bestärkt mich in dieser Langfriststrategie. Der größte Fehler deutscher Anleger: Der Unterschied zwischen Sparen und Investieren Das bringt mich zum zweiten Thema: der Langfristigkeit und den entscheidenden Unterschied zwischen Sparen und Investieren. Es gibt den weisen Spruch: „Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht." Doch die wahre Frage ist: Handelst Du auch danach? Die traurige Realität ist: Die meisten Menschen investieren nicht – sie sparen nur. Doch hier liegt der entscheidende Unterschied: Sparen bedeutet, Dein Geld in Geldwerten anzulegen: Sparbücher Tagesgeldkonten Festgeld Lebensversicherun

Oct 27, 202519 min

Ep 323#323 So veränderst Du Dein Leben!

Wie die Finance Mastery Dein Leben verändern kann Heute möchte ich Dich auf eine persönliche Reise mitnehmen. Wir sprechen über den Startschuss meiner Wealth Academy, und warum wir genau mit der Finance Mastery beginnen. Ich zeige Dir, wie dieses Seminar bereits über 35.000 Menschen die ersten Schritte zu mehr Reichtum, Freiheit und Selbstbestimmtheit ermöglicht hat. Am letzten Wochenende hatten wir ein Live-Event in Frankfurt mit 270 Teilnehmern und die fantastischen Feedbacks haben gezeigt, wie viel sie aus dem Event mitgenommen haben. In dieser Folge gebe ich Dir nicht nur Einblicke, sondern auch konkrete Inhalte und „Gimmicks" aus der Finance Mastery mit auf den Weg. Denn bei uns geht es um mehr als nur ums Investieren – es geht um Freiheit und Selbstbestimmung. Das erwartet Dich in dieser Folge: Der Schlüssel liegt im Mindset Brauchen vs. Wollen: Der Weg zur finanziellen Freiheit Das bewährte Kontenmodell: Dein System für finanzielle Disziplin Die ESI-Formel: Einkommen, Sparen, Investieren Warum Geld Dein bester Arbeitnehmer ist Der Schlüssel liegt im Mindset Heute tauchen wir in die Finance Mastery ein, die mich selbst nach unserem letzten Live-Event immer noch absolut begeistert. Mir geht es nicht darum, Dir zu erzählen, wie toll wir sind oder welche fantastischen Feedbacks wir bekommen haben – auch wenn ich natürlich das ein oder andere Kundenfeedback mit Dir teilen werde, weil ich glaube, dass das wichtig für den Aufbau von Vertrauen ist. Alle Informationen zur Finance Mastery findest Du übrigens ganz einfach, wenn Du danach googelst. Heute möchte ich Dir aber vor allem konkrete Inhalte mitgeben, ein paar praktische „Gimmicks" aus der Finance Mastery, die Dein Leben wirklich verändern können. Denn auch wenn es bei uns letztlich um das Investieren an der Börse geht, ist das nur der letzte Schritt einer längeren Reise. Alle Schritte davor sind genauso entscheidend. Und es ist völlig egal, wo Du gerade stehst: Ob Du noch jung bist, finanziell frei werden willst, bereits Unternehmer oder noch Startup-Gründer bist, Angestellter oder schon vermögend. Eines der häufigsten Feedbacks ist genau das: Jeder, der in Deutschland lebt und arbeitet, egal in welcher Form, sollte die Finance Mastery besuchen. Das Seminar wurde erneut mit der Bestnote bewertet, worüber ich mich riesig gefreut habe. Lass mich Dir zum Einstieg das Feedback von Petra geben. Sie ist seit 25 Jahren in der Seminar-Branche, hat viel mit Tony Robbins erlebt und ihn damals nach Deutschland geholt. Sie sagte, es sei eines der besten Events, die sie je gesehen habe – besonders zu dem Preis, denn wir sprechen hier nur über etwa 100 bis 200 Euro pro Ticket. Selbst sie, eine echte Expertin, hat noch eine Menge mitgenommen. Viele Teilnehmer betonen zwar die fachliche Expertise und die Investment-Tipps, aber die meisten sind vor allem von der bodenständigen Art, der Herzlichkeit und der spirituellen Komponente begeistert. Sie fühlten sich abgeholt und beschreiben die Veranstaltung als eine richtig coole Performance. Brauchen vs. Wollen: Der Weg zur finanziellen Freiheit Doch warum ist die Finance Mastery eigentlich so spannend? Das hat viele Facetten. Die Finance Mastery beginnt schon mit Deinem persönlichen Commitment. Allein die Entscheidung, an einem Samstag nach Frankfurt zu fahren und einen ganzen Tag zu investieren, ist ein klares Bekenntnis zu Deinem Erfolg. Vor Ort spürst Du dann diese unglaubliche Energie und hast die Chance, zu netzwerken. Das ist so wertvoll – ich selbst habe viele Geschäfte und Kunden durch solche Kontakte gewonnen. Denn in diesem Raum sitzen ausschließlich Menschen, die vorwärtskommen und das Ganze auch wirklich umsetzen möchten. Das bringt mich direkt zum wichtigsten Punkt, den ich auf der Finance Mastery ausführlich behandle: dem Mindset. Ich kann Dir sagen: Ohne das richtige Mindset wirst Du nichts – wirklich gar nichts – im Leben erreichen. Ich kenne keinen einzigen vermögenden Menschen, der ein negatives Mindset hat oder ein Pessimist ist. Noch nie habe ich erlebt, dass ein Pessimist ein großes Unternehmen aufgebaut hat. Warum ist das so entscheidend? Ganz einfach: Was Du gestern gedacht hast, bist Du heute geworden. Und was Du heute denkst, wirst Du morgen sein. Diese Einstellung ist die Grundlage, um überhaupt ein Vermögen aufbauen zu können. Dabei muss es nicht immer gleich um riesigen Reichtum gehen. Vielleicht ist Dein erstes Ziel, überhaupt ein kleines Polster aufzubauen oder zunächst Schulden abzubauen. Auch dazu gebe ich Dir in der Finance Mastery konkrete Tipps. Wenn Du nicht einmal selbst daran glaubst, dass Du reich werden kannst – wer soll es dann tun? Ein Gedanke, den ich dort immer wieder betone: Wenn Du nicht an Deinen Reichtum glaubst, wird es niemand anderer für Dich tun. Ein weiterer entscheidender Unterschied, den wir beleuchten, ist der zwischen „Wollen" und „Brauchen". Wir wollen oft sehr viel, aber wir brauchen tatsächlich sehr wenig. Wenn Du Deine Finanzen auf das Wesentliche reduzierst, lebs

Oct 20, 202520 min

Ep 322#322 Letzte Chance 2025: So holst Du ALLES aus dem 4. Quartal für Dein Börsenjahr!

Das letzte Quartal bricht an: So machst Du Dein Börsenjahr zu einem Erfolg! Das letzte Quartal 2025 hat begonnen und daher stellt sich die Frage: Was kannst Du an Deinem Depot noch optimieren? Wo lohnt sich ein Nachjustieren? Was ist steuerlich zu beachten? Was mache ich mit Minuspositionen und wie wirst Du an der Börse wirklich erfolgreich? Ich zeige Dir meinen persönlichen Blick auf die letzten Wochen des Börsenjahres und auch, wie ich selbst vorgehe, was ich steuerlich beachte, wie ich mit Verlustpositionen umgehe. Außerdem erfährst Du, warum Du jetzt nicht blind hinter Renditezielen herrennen solltest, wenn Du bisher noch nicht da stehst, wo Du sein wolltest. Das erwartet Dich in dieser Folge Warum eine klare Strategie wichtiger ist als kurzfristige Rendite Steueroptimierung: Das solltest Du beachten Wie Minuspositionen steuerlich sinnvoll genutzt werden können Mein persönlicher Ausblick auf das letzte Quartal Warum eine klare Strategie wichtiger ist als kurzfristige Rendite Ein Jahr neigt sich dem Ende und viele Anleger stellen sich gerade die gleiche Frage: War das alles an Rendite oder gibt es noch Spielraum nach oben? Ich bin der festen Überzeugung, dass Du an der Börse erfolgreich sein kannst, wenn Du einer klaren Strategie folgst. Wenn die letzten 9 Monate für Dich börsentechnisch nicht so gut liefen, wird es schwer werden, das Ruder in den letzten 3 Monaten rumzureißen. Daher ist es so wichtig, direkt ab Jahresanfang eine Strategie für sich zu finden und sie umzusetzen. Ein Werkzeug, das ich seit Jahren konsequent nutze und was mir dabei hilft, ist mein Ist-Soll-Vergleich. Damit prüfe ich regelmäßig, ob mein Depot auf Kurs liegt. Wie viel Rendite wollte ich dieses Jahr machen, und wo stehe ich aktuell? Diese Zielrendite habe ich nicht erst im Januar 2025 festgelegt. Die steht für meine Depots schon länger fest – je nach Strategie, Depotgröße und Zielsetzung. In meinen größeren Depots rechne ich mit 20 bis 25 Prozent pro Jahr. Diese Rendite kommt aus drei Quellen: Aktiengewinnen, Dividenden inklusive Dividendensteigerung, und vor allem aus den Optionsprämien, also dem „Mietmodell" auf Aktien. Für mich ist das die effektivste Methode, um kontinuierlich Cashflow zu generieren. Die meisten Menschen kennen dieses Prinzip nicht, und wenn doch, fehlt oft das Wissen, wie man Optionen richtig und vor allem strategisch nutzt. Wenn ich mir die Performance meiner Depots anschaue, bin ich natürlich abhängig von der Entwicklung der Aktien. Langfristig liefern gute Aktien 9 bis 12 Prozent Rendite, aber was den Unterschied macht, ist der zusätzliche Cashflow aus Optionen. Gerade jetzt, im letzten Quartal, kann dieser Faktor entscheidend sein, um das Renditeziel noch zu erreichen oder wenigstens näherzukommen. Deshalb ist mein Ist-Soll-Vergleich so wichtig, da dieses Tool einen monatlichen Überblick darüber bietet, wo ich gerade stehe: Habe ich meine geplante Rendite erreicht? Muss ich noch etwas tun? Muss ich vielleicht sogar mehr Risiko eingehen oder kann ich entspannt zurückfahren, weil ich gut im Plan liege? Steueroptimierung: Das solltest Du beachten Neben der Zielrendite und dem laufenden Soll-Ist-Abgleich kommt im vierten Quartal noch ein weiterer Aspekt dazu, den viele unterschätzen: Steuern. Gerade Anfänger fokussieren sich oft ausschließlich auf Gewinne und verdrängen die Verluste. Aber: Hoffnung ist keine Strategie! Wer erfolgreich sein will, muss wie ein Profi denken – und das bedeutet auch, das Thema Steuern von Anfang an mitzudenken. Denn Gewinne aus Optionen lösen sofort Steuerpflicht aus. Gleichzeitig lassen sich diese Erträge nicht mit Aktienverlusten verrechnen. Das heißt: Wenn Du auf der Aktienseite tief im Minus stehst, aber starke Optionsprämien verdient hast, kann es passieren, dass Du Steuern zahlen musst und das, obwohl Dein Gesamtdepot geschrumpft ist. Das ist nicht nur frustrierend, sondern unter Umständen auch ein echtes Liquiditätsproblem. Deshalb empfehle ich, spätestens jetzt – im letzten Quartal – genau hinzuschauen. Für mich beginnt dieser Prozess bereits im ersten Quartal. Ich analysiere regelmäßig, welche Gewinne oder Verluste angefallen sind, welche Aktien noch im Depot liegen und wie sich das alles steuerlich auswirkt. Ich schaue mir regelmäßig an, wie viele Gewinne in meinem Depot noch offen sind, also was passieren würde, wenn ich heute alles verkaufe. Genauso wichtig: Welche Verluste könnten eventuell noch mit Gewinnen verrechnet werden? So bekomme ich eine solide Übersicht und kann steuerlich frühzeitig reagieren. Das beeinflusst zum Beispiel, wie ich meine Optionen schreibe, ob ich bestimmte Aktien zu einem günstigeren oder teureren Kurs veräußere oder ob ich Gewinne aus Aktien und Optionen taktisch besser verteile. Für genau solche Zwecke haben wir ein eigenes Tool entwickelt. Damit lassen sich Optionsgewinne in Aktiengewinne umwandeln – und umgekehrt. Ein super spannender Ansatz, um steuerliche Effekte gezielt zu steuern. Natürlich gilt dabei: Ich bin kein Steuerberater,

Oct 13, 202520 min

Ep 321#321 Shutdown-Gefahr & Gold-Boom – So starte ich in den Oktober 2025

Oktober 2025: Droht der Börse die Korrektur? Der September ist zu Ende. Zeit für einen Rückblick auf die Märkte: Die US-Börsen laufen weiter auf Hochtouren, während der DAX spürbar hinterherhinkt. Gleichzeitig sorgt der Global Wealth Report für Gesprächsstoff, denn: Das weltweite Geldvermögen erreicht neue Höchststände, doch Deutschland bleibt beim Investieren weiter zurück. In dieser Folge erfährst Du, wie sich die wichtigsten Indizes im September entwickelt haben, welche Werte herausstechen, was in Deutschland im Argen liegt, und wie ich die Oktober-Entwicklung einschätze. Das erwartet Dich in dieser Folge: Wie sich die großen Indizes im September entwickelt haben Infrastruktur-Lücken bremsen Deutschlands Wachstum Diese Rohstoffe überraschen mit starkem Plus Das sagen die aktuellen Zahlen aus dem Global Wealth Report Ausblick für Oktober und worauf Du jetzt achten solltest Wie sich die großen Indizes im September entwickelt haben Der September ist durch: Es ist also an der Zeit, auf die Entwicklung der Märkte zu schauen und den Ausblick für den Oktober zu wagen. Es war ein spannender Monat mit vielen bewegenden Schlagzeilen: Bosch will 13.000 Stellen abbauen, TUI plant weitere 4.000 Stellen abzubauen. Gleichzeitig wird diskutiert, ob Start-ups eine Rolle in der Verteidigungsindustrie spielen sollten. Andere Stimmen feiern die KI als Treiber für die deutsche Internetwirtschaft. Und auch der neue Allianz Global Wealth Report ist erschienen, der im Folgenden noch thematisiert wird. Die Märkte waren weiterhin stark unterwegs. Der Börsenstart in den September war positiv, und auch der Monat insgesamt hat mit einem Plus abgeschlossen – zumindest in den meisten Indizes. Hier ein Überblick der Rekordkurse: Marktentwicklung im September: Dow Jones: + 1,5 % (von 45.544 auf 46.247 Punkte) Nasdaq: + 4,6 % (von 23.415 auf 24.503 Punkte) Nasdaq (gleichgewichtet): + 3,3 % S&P 500: + ca. 3 % (von 6.460 auf 6.643 Punkte) S&P 500 (gleichgewichtet): + 0,3 % Vor allem die Big Seven treiben die Märkte weiter an. Gleichzeitig merkt man aber: Die Luft wird dünner. Trotz anhaltend guter Einstiegssignale bei vielen Aktien ist unklar, wie es weitergeht, auch wegen Unsicherheiten rund um die US-Zinsen, einem möglichen Shutdown und geopolitischen Spannungen. Die Frage ist natürlich: Laufen die Märkte so weiter oder war das nur eine Momentaufnahme? Werfen wir zusätzlich einen Blick auf die kleineren Unternehmen. Russell 2000: + fast 3 % (von 2.366 auf 2.434 Punkte) MSCI World: + 2,4 % (von 4.177 auf 4.276 Punkte) Die großen US-Indizes haben sich im September durchweg positiv entwickelt. Damit hat sich der Trend umgekehrt: In den letzten Monaten hatte der DAX oft outperformt, nun hängen die deutschen Märkte deutlich hinterher. Der DAX hat im September 0,7 % verloren und sank von 23.902 auf 23.739 Punkte. Während die US-Märkte durch KI, Tech und starke Unternehmenszahlen beflügelt werden, zeigt sich in Deutschland ein anderes Bild. Infrastruktur-Lücken bremsen Deutschlands Wachstum Ich nehme wahr, dass die Stimmung in Deutschland momentan sehr zerrissen ist. Auf der einen Seite hören wir von einer positiven Wachstumsprognose, vor allem dank künstlicher Intelligenz und Digitalisierung. Aber trotzdem warnt die Branche zugleich auch davor, dass es zu wenig Infrastruktur gibt, die das Wachstum einfach ein Stück weit ausbremst. Die KI beflügelt die deutsche Internetwirtschaft. Gleichzeitig heißt es: Ohne stabile Netze, Glasfaser und Stromversorgung kommt der Aufschwung schnell an seine Grenzen. Besonders in ostdeutschen Regionen wie Sachsen oder Sachsen-Anhalt ist der Ausbau weit zurück. Aber auch ländliche Gegenden im Westen hinken hinterher. Die Prognosen klingen gut. Ein jährliches Wachstum von 10 % für die deutsche Internetwirtschaft bis 2030 – von aktuell 240 Milliarden Euro auf über 400 Milliarden. Doch ohne gezielte politische Reformen droht genau dieses Potenzial ungenutzt zu verpuffen. Die Digitalisierung ist kein Luxus, sondern essenziell, um den zunehmenden Fachkräftemangel abzufedern. Besonders ältere Arbeitnehmer werden in den nächsten Jahren ausscheiden. Wir brauchen Systeme, die entlasten und Prozesse automatisieren. Auch die Strompreise sind ein wichtiger Punkt, denn sie sind nicht nur hoch, sondern in vielen Fällen ein Standortproblem. Gerade in bestimmten Branchen, wie beispielsweise im Bereich der KI und Automatisierung, fehlt es an günstiger, schneller und stabiler Energieversorgung. Hier ist die Politik gefordert, schnell und gezielt zu handeln. Auch der Stellenabbau bei Bosch – rund 13.000 Arbeitsplätze, komplett in Deutschland – zeigt, wie sehr der Standort unter Druck steht. Was wir bräuchten, wäre eine neue „Agenda 2030", „2040" oder „2050" – ähnlich der Agenda 2010, nur eben für die Zukunft. Ein Maßnahmenpaket, das Deutschland strategisch neu aufstellt und systematisch wettbewerbsfähiger macht. Ein Blick in die Rüstungsindustrie zeigt, wie stark sich auch dort die Digitalisierung und KI-Themen etablieren. Ob Startu

Oct 6, 202519 min

Ep 320#320 10 Investment-Ideen mit Potenzial: So findest Du Chancen trotz Allzeithochs

10 Investment-Ideen mit Potential In dieser Folge geht es um die spannende Frage, die viele Investoren gerade umtreibt: Kann und soll man in Zeiten von Allzeithochs an der Börse überhaupt noch investieren? Die großen Indizes stehen sehr hoch, während die Weltlage von Krisen geprägt ist. Du erfährst, warum ich aktuell nur sehr gezielt investiere, wie meine Strategie aussieht, wie hoch meine Cashquote ist und was ich mit meinen Dividenden und Optionsprämien mache. Außerdem bekommst Du 10 konkrete Investment-Ideen, die meiner Meinung nach Potential haben. Das erwartet Dich in dieser Folge: Die große Unsicherheit: Warum Allzeithochs und Krisen gleichzeitig auftreten Das Geheimnis der Fallhöhe: So begrenzt Du Dein Risiko Die 10 Investment-Ideen im Überblick Mein Fazit: So findest Du Chancen in einem teuren Markt Die große Unsicherheit: Warum Allzeithochs und Krisen gleichzeitig auftreten Wie immer gilt der wichtige Hinweis: Die im Folgenden genannten Aktien sind keine Kaufempfehlungen, sondern Einblicke in meine persönliche Herangehensweise und Ideen, die ich selbst spannend finde. Die Märkte befinden sich in einer spannungsgeladenen Situation. Einerseits jagen Aktien wie Nvidia von einem Höchststand zum nächsten, und Indizes wie der S&P 500, der Dow oder die Nasdaq sind an ihren Allzeithochs oder zumindest sehr nah dran. Andererseits sehen wir eine Welt voller Probleme: von wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Deutschland und Europa über geopolitischen Spannungen bis hin zur Debatte über Zinssenkungen. Kannst Du bei diesen Höchstständen überhaupt noch investieren? Wo ist die Gefahr eines Absturzes geringer? Entscheidend ist natürlich nicht nur die Größe des Depots, sondern auch, wie viel Vermögen Du wirklich hast und wie viel Cashflow Du jede Woche oder jeden Monat generierst, und was Du mit diesem Geld machst. Betrachten wir die Märkte, haben wir eine hohe Differenz. Das heißt, die Big Seven sind gerannt, haben die Märkte und die Indizes vor allem nach oben geschoben, aber auf der anderen Seite gibt es diverse Probleme, und da stellt man sich als Investor natürlich die Frage: „Was mache ich jetzt?" Denn der Gewinn liegt immer im Einkauf, so wie es auch bei Immobilien ist. Wert und Preis sollten stimmig sein. Ich möchte eben nicht zu viel Geld bezahlen für etwas, was ich dann vielleicht langfristig halte, aber wo der Einstieg vielleicht ein bisschen teuer war. Genau aus diesem Grund kaufe ich Aktien wie Nvidia derzeit nicht mehr direkt. Sie sind mir schlichtweg zu teuer geworden. Zwar bespiele ich einige Positionen noch mit Optionen, um Cashflow zu generieren, aber der direkte Kauf findet nicht statt. Auch in große Tech-Titel und die Big Seven investiere ich zurzeit eher wenig, da sie die Märkte in den letzten Jahren angetrieben haben, doch für mich gibt es Signale, die zur Vorsicht raten: Hohe Bewertungen: Die Kurs-Gewinn-Verhältnisse sind in vielen Fällen extrem. Warren Buffetts Barriere: Selbst der Investor Warren Buffett hortet derzeit über 350 Milliarden Dollar Cash, weil er keine attraktiven Investitionsmöglichkeiten sieht. Wirtschaftliche Risiken: Die globalen wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind nicht einfach vom Tisch. Die Märkte könnten natürlich weiter steigen, besonders wenn die Zentralbanken die Zinsen senken und die Liquidität erhöhen. Aber die fundamentale Frage bleibt: Können die Märkte so außer Rand und Band immer weiterlaufen? Meine Einschätzung ist: nein. Das Geheimnis der Fallhöhe: So begrenzt Du Dein Risiko Ich sehe zwar nicht, dass die Märkte morgen komplett zusammenbrechen, aber eine Korrektur von 10 bis 20 Prozent halte ich durchaus für möglich, und sogar für gesund. Ein besonderes Warnsignal für mich ist das Verhalten der institutionellen Investoren. Die großen professionellen Anleger haben praktisch den Pauseknopf gedrückt. Der aktuelle Markt wird hauptsächlich von Privatanlegern wie Dir und mir getragen. Historisch betrachtet war es oft ein schlechtes Zeichen, wenn die „Großen" nicht mehr mitziehen. Warum sollten die Märkte jetzt überhaupt fallen? Doch Börsenkrisen hat es immer gegeben, und es wird sie immer geben. Die nächste Krise kommt bestimmt. Die Gefahr sehe ich darin, dass viele Anleger das Risiko ignorieren und sich in falscher Sicherheit wiegen, nur weil möglicherweise wieder Geld gedruckt oder die Zinsen gesenkt werden. Doch vergiss nicht: Wenn die Zinsen gesenkt werden, ist der wahre Grund meistens, dass die Wirtschaft schwächelt und stimuliert werden muss. Angesichts der Prognose, dass Deutschland schwierigere wirtschaftliche Jahre bevorstehen, stellt sich die Frage nach der besten Assetklasse. Meine Aufmerksamkeit gilt drei Bereichen: Rohstoffe, Old Economy und Healthcare. Diese Sektoren halte ich in der aktuellen Lage für besonders interessant. Die 10 Investment-Ideen im Überblick 1. AptarGroup Die erste empfehlenswerte Aktie, in der ich auch selbst investiert bin, ist die AptarGroup (Kürzel: ATR). Das Unternehmen produziert Verpackungen. Der Kurs stand bereits bei 165 D

Sep 29, 202519 min

Ep 319#319 Kleines Konto, großes Potenzial: so wächst Dein Depot wirklich!

Warum sich auch ein kleines Konto lohnt und wie Du es groß machst! Viele Anleger starten mit einem kleinen Depot: 5.000, 10.000 oder vielleicht 15.000 Euro. Der Wunsch: daraus ein echtes Vermögen zu machen. Doch die Realität sieht oft anders aus. Wer ausschließlich auf das Investieren setzt, stößt schnell an Grenzen – emotional wie finanziell. In dieser Folge erkläre ich Dir: Was ist mit einem kleinen Konto möglich? Was ist Illusion? Und wie sieht der Weg aus, wenn Du wirklich Vermögen aufbauen willst. Das erwartet Dich in dieser Folge Das System verstehen ESI und Mindset: Der Schlüssel zum Erfolg Wie wichtig Einkommen und Sparquote für Deinen Vermögensaufbau sind Jede Erfahrung bringt Dich näher ans Ziel Das System verstehen Wie bekommst Du Dein kleines Konto endlich groß? Ich will Dir wie immer möglichst viele Praxistipps mit auf den Weg geben, die Du sofort umsetzen kannst. Ich nehme diese Folge gerade auf, während ich auf dem Seminar Reichtumsformel von Jürgen Höller bin, wo ich als Mitreferent auftrete. In den letzten Tagen hatte ich viele spannende Gespräche mit Teilnehmern – und da merkt man schnell, wo die Menschen gerade stehen, warum sie dort stehen und was sie davon abhält, den nächsten Schritt zu gehen. Gerade beim Thema „kleines Konto" wird oft deutlich: Es gibt mehr Denkfehler und Illusionen, als man vielleicht glaubt. Deshalb möchte ich Dir direkt zu Beginn ein paar Impulse geben, wie ich über kleine Depots denke, welche Strategien sinnvoll sein können, und was wirklich dazugehört, wenn Du Dein Konto wachsen lassen willst. Natürlich geht es dabei nicht nur ums Investieren. Das ist ein wichtiger Bestandteil, aber eben nur einer von vielen. Ich glaube, ein häufiger Fehler ist es, ausschließlich in Assetklassen wie Aktien zu denken. Nur auf Kursgewinne, Dividenden oder Optionsprämien zu setzen, greift zu kurz, besonders bei kleinen Konten. Egal ob Du direkt Aktien kaufst, Puts oder Calls verkaufst oder mit Spreads arbeitest – gerade bei kleinen Depots sind Strategien gefragt, die auch in Sachen Absicherung und Risikomanagement sinnvoll sind. Ich spreche da aus eigener Erfahrung. Auch ich habe mal mit einem kleinen Konto angefangen. Nachdem ich meine Schulden von 150.000 Euro abgebaut hatte, startete ich mit 5.000 Euro – und ich kann Dir eines sagen: Dieses Konto wäre niemals so schnell gewachsen, wenn ich mich nur aufs Investieren konzentriert hätte. Viele glauben: „Ulli, ich bekomme doch Dein System, das rennt doch von selbst, ich werde doch automatisch reich!" Aber so einfach ist es eben nicht. Gerade am Anfang brauchst Du Zeit, um das System wirklich zu verstehen. Du hast laufende Kosten beim Broker, du zahlst Steuern auf Gewinne, und auch die Inflation spielt eine Rolle. Von heute auf morgen reich zu werden ist schlichtweg unrealistisch, und es sollte auch gar nicht das Ziel sein. Ich sage immer: „Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht." Aber das Ziel sollte sein, ein Vermögen aufzubauen und dafür darfst Du Dir sieben bis zehn Jahre Zeit geben. ESI und Mindset: Der Schlüssel zum Erfolg Wenn wir uns den Menschen anschauen, dann kennst Du sicherlich auch meine ESI-Formel. Sie steht für Einkommen, Sparen und Investieren. Für mich ist sie der Schlüssel zu finanziellem Erfolg, zu Reichtum und zur praktischen Umsetzung. Doch viele nutzen nur das „I" – also das Investieren – und lassen die beiden anderen Faktoren komplett außen vor. Ein Beispiel: Angenommen, Du startest mit einem kleinen Konto mit 5.000 Euro. Selbst wenn Du darauf 30 % Rendite erwirtschaftest, bedeutet das im besten Fall ein Gewinn von 1.500 Euro. Ziehst Du davon rund 25 % Kapitalertragsteuer ab, bleiben 1.200 Euro. Davon gehen noch Gebühren ab, vielleicht ein Support-Beitrag, und am Ende wird klar: Auch wenn 30 % Rendite beeindruckend sind, bringt Dich das allein noch nicht richtig weit. Deshalb möchte ich heute tiefer auf die verschiedenen Facetten eingehen, die gerade bei kleinen Konten wichtig sind. Denn: Optionen beispielsweise sind mit einem kleinen Depot oft nur eingeschränkt handelbar. Wir arbeiten im Bereich Stillhalterstrategien, das bedeutet, dass Optionen in Kontrakten gehandelt werden, jeweils mit 100 Aktien im Gegenwert. Ohne das Wissen, wie Märkte ticken, wie sich eine Aktie verhält und in welche Richtung sie sich wahrscheinlich entwickelt, sind Optionen nahezu wertlos. Erst wenn Du die komplette Blaupause des Investors verstehst: also die fundamentale Analyse (Wert und Preis), die technische Analyse (Charts und Indikatoren) und dazu die passende Strategie, wird Dein Konto wirklich nachhaltig wachsen können. Mein Rat: Starte bei einem kleinen Konto idealerweise mit Aktien. Nutze unsere Indikatoren, vor allem die langsame Stochastik – Grün und Blau –, um zu erkennen, wann eine Aktie überverkauft oder übergekauft ist. So kannst Du fundierte Entscheidungen für Ein- und Ausstieg treffen. Auch Optionen sind möglich, wenn Du Dich auf günstigere Aktien konzentrierst. Ein Kontrakt mit einer 20-Dollar-Aktie en

Sep 22, 202519 min

Ep 318#318 So unterscheidest Du echte Megatrends von politischen Modewellen

Hype oder Megatrend? Und was bedeutet das für Dein Depot? Heute wird's ein bisschen politisch – wir bleiben dabei aber auf der sachlichen Investorenebene. In dieser Folge schauen wir uns an, was hinter Investitionsprogrammen steckt, wie politische Entscheidungen Aktienmärkte bewegen, und ob Infrastruktur und Verteidigung wirklich die Megatrends sind, für die sie aktuell gehalten werden. Ich nehme Dich mit in die Welt der langfristigen Entwicklungen: Was unterscheidet einen echten Megatrend von einem kurzfristigen Hype? Was ist nachhaltig investierbar und was vielleicht nur ein Strohfeuer? Und vor allem: Wie kannst Du diese Erkenntnisse ganz praktisch für Dein Depot nutzen? Das erwartet Dich in dieser Folge: Was Investitionsprogramme mit der Börse zu tun haben Infrastruktur und Verteidigung: Echte Megatrends? Was zeichnet einen Megatrend aus? Beispiele für echte Megatrends Warum sind Megatrends wichtig? Was Investitionsprogramme mit der Börse zu tun haben In dieser Folge wird es ein wenig politisch. Es geht um Investitionsprogramme und die Frage, ob es aktuell sinnvoll ist, gerade in die Bereiche Infrastruktur und Verteidigung zu investieren und ob diese Themen tatsächlich zu den Megatrends gehören, auf die man als Anleger setzen sollte. Die Börsen stehen derzeit hoch. Wer mich kennt, weiß: Es kann absolut Sinn machen, auch mal Gewinne mitzunehmen und Cash vom Tisch zu holen. Aber genauso stellt sich in solchen Phasen immer wieder die Frage: Wo kann ich überhaupt noch investieren? Und macht es gerade überhaupt noch Sinn, Geld in den Markt zu geben? Hier kommen die Megatrends ins Spiel. Über dieses Thema habe ich bereits vor ein, zwei Jahren in einer früheren Podcast-Folge gesprochen. Es passt perfekt zu meiner Denkweise als Value Investor mit Trading-Ansatz, denn gerade in Phasen hoher Bewertungen braucht es klare Gedanken, Struktur und emotionale Stabilität. Viele Anleger fragen sich: Soll ich jetzt noch einsteigen? Welche Aktien sind noch kaufenswert? Und wie halte ich die Volatilität emotional aus? Für mich steht fest: Ich liebe Aktien. Ich halte sie für die beste und sicherste Anlageform der Welt – wenn man es richtig angeht. Aber auch das bedeutet: Eine gute Strategie, ein klarer Plan und ein bewusster Umgang mit Emotionen sind das A und O. Dazu kommen Fragen, die mir immer wieder gestellt werden: Wie sieht die richtige Strategie aus? Wie baue ich ein diversifiziertes Portfolio auf? Wie sichere ich mein Depot ab? Was ist die richtige Cashquote? Und wie kann ich mit Dividenden oder Optionen laufende Cashflows generieren? Wer mich kennt – vielleicht aus der Akademie, einem Seminar oder meinem Buch – weiß, dass ich bestimmte Kernprinzipien immer wieder betone. Und eines davon ist: Aktien steigen langfristig, und zwar aus drei ganz einfachen Gründen: Der Mensch strebt immer nach Weiterentwicklung. Wir wollen besser werden, schöner, effizienter, erfolgreicher. Diese Optimierung ist tief in uns verankert und treibt Fortschritt an. Die Weltbevölkerung wächst weiter. Mehr Menschen bedeuten mehr Konsum: mehr Essen, Trinken, Kleidung, Hygiene, also auch mehr Bedarf an Produkten und Dienstleistungen. Niemand will mehr sterben. Das klingt zugespitzt, trifft aber den Kern. Die steigende Lebenserwartung und der demografische Wandel treiben ganze Branchen an und sind selbst ein Megatrend. Die Weltbevölkerung steigt weiter und mit jedem zusätzlichen Menschen steigt auch der Bedarf an Lebensmitteln, sauberem Wasser, Kleidung, Hygiene und Energie. All das führt langfristig zu mehr Konsum, steigenden Preisen und wachsenden Unternehmensgewinnen, was wiederum die Aktienkurse treibt. Das heißt, die Demografie ist auch ein ganz wichtiger Faktor für den Bereich des Wachstums der Aktien. Wenn wir mal KI befragen, was denn eigentlich Megatrends sind, dann sind das weitreichende, globale und langfristige Entwicklungen, die die Gesellschaft, die Wirtschaft und auch die Technologie über Jahrzehnte hinweg grundlegend verändern werden und können. Zu diesen Trends gehören unter anderem: Langlebigkeit und demografischer Wandel Digitalisierung Urbanisierung Globalisierung Klimawandel All diese Trends greifen ineinander und verstärken sich gegenseitig. Sie wirken systemverändernd – sie beeinflussen unser Leben in fast allen Bereichen. Dabei entstehen komplexe Netzwerke aus Einzeltrends, die sich gegenseitig befeuern und überlagern. Infrastruktur und Verteidigung: Echte Megatrends? Heute möchte ich gezielt auf zwei politische Entwicklungen eingehen, die aktuell in aller Munde sind: Infrastruktur und Verteidigung. Beide werden stark von staatlichen Investitionsprogrammen angeschoben, aber sind sie auch echte Megatrends? Beginnen wir mit dem Thema Verteidigung. Hier bin ich grundsätzlich eher vorsichtig. Wenn wir uns die Geschichte ansehen – und insbesondere die wirtschaftlichen Zyklen – erkennen wir, dass Verteidigungsausgaben immer in Wellen verlaufen. In den 1970er und 1980er Jahren zum Beispiel gab es ein massives Wettrüsten. Getrieben

Sep 15, 202520 min

Ep 317#317 So hat die deutsche Wirtschaft die Börse im August beeinflusst!

Wie lief der Markt im August und wie ist die Prognose fürs letzte Quartal? Der August ist vorbei und der September hat begonnen – Zeit für einen umfassenden Blick auf den Markt. Wie ist der August gelaufen? Wie liefen Nasdaq, DAX und der Dow? Was können wir vom September erwarten, und wo steht der Markt derzeit? Neben dem amerikanischen Markt werfen wir auch einen Blick auf Deutschland. Hohe Arbeitslosenzahlen, Fachkräftemangel und Unternehmenspleiten – welche Auswirkungen hat das auf die Aktien? All das werde ich Dir in dieser Folge beantworten. Das erwartet Dich in dieser Folge: Die Big Seven verlieren an Schwung So liefen die Indizes und Rohstoffe im August Bitcoin und der UM Strategy Fund: Vorsichtige Strategien in unsicheren Zeiten Ausblick September: Warum ich eine erhöhte Cashquote empfehle Fünf konkrete Aktienideen Die Big Seven verlieren an Schwung In den vergangenen Folgen habe ich bereits thematisiert, dass die Tech-Werte meiner Einschätzung nach Luft ablassen werden. Diese Entwicklung zeichnet sich nun deutlich ab. Die Nvidia-Aktie ist von ihren Höchstständen bei 180 bis 185 Dollar auf etwa 160 Dollar zurückgekommen. Auch Microsoft verlor rund 10 % und Meta büßte zwischen 6 % und 8 % ein. Diese Entwicklung ist besonders relevant, weil die großen Indizes extrem abhängig von den sogenannten „Big Seven" sind. Diese sieben Technologieunternehmen haben mittlerweile eine Marktmacht von satten 40 %. Nvidia allein trägt fast 15 % dazu bei. Wenn bereits leichte Rückgänge bei diesen Einzeltiteln den gesamten Index spürbar nach unten ziehen können, wird die Enge und Abhängigkeit des aktuellen Marktes deutlich. Trotz dieser Korrekturen stehen die Märkte insgesamt weiterhin auf hohem Niveau und befinden sich nahe an ihren Allzeithochs. Und doch müssen wir festhalten, dass diese Schere immer größer wird. Ein besonders wichtiger Indikator sind die steigenden Anleiherenditen, die traditionell als Warnsignal für die Börse gelten. Sowohl in den USA als auch in der Eurozone beobachten wir diesen besorgniserregenden Trend. In Europa sorgt die politische Unsicherheit in Frankreich für Aufsehen, wo sogar ein Regierungssturz befürchtet wird. Die Renditen französischer Staatsanleihen erreichten daraufhin das höchste Niveau seit 2009. Doch auch Deutschland sendet alarmierende Signale aus. Die Renditen der 30-jährigen Bundesanleihen sind auf dem höchsten Stand seit 14 Jahren. Experten werten dies als klares Zeichen dafür, dass das Vertrauen in die deutsche Finanzpolitik spürbar leidet. So liefen die Indizes und Rohstoffe im August Der Markt steht derzeit nach wie vor sehr hoch. Gold hat Anfang September mit knapp 3.547 Dollar ein neues Rekordhoch erreicht. Auch Bitcoin zeigte sich mit Kursen über 116.000, 117.000, 118.000 Dollar sehr stark, hat sich zwar wieder etwas korrigiert. Die Entwicklung bei den Rohstoffen und Währungen ist ebenfalls sehr aufschlussreich. Der Ölpreis zeigte sich etwas schwächer, während der Euro-Dollar-Kurs relativ stabil bei rund 1,16 verharrte. Ein Großteil der Quartalsberichte (Earnings) liegt bereits hinter uns. Hier fällt auf: Zwar haben einige Unternehmen besser abgeschnitten als erwartet, doch dies ist teilweise darauf zurückzuführen, dass die Erwartungen im Vorfeld deutlich nach unten korrigiert worden waren. Diese gesenkte Messlatte machte positive Überraschungen natürlich einfacher. Betrachten wir die Performance der wichtigsten Aktienindizes im August: Der Dow Jones legte von 44.130 auf 45.500 Punkte zu, ein Plus von knapp 3 %. Diese positive Entwicklung ist vor allem Unternehmen der Old Economy zu verdanken. So zeigten einige etablierte Werte wieder mehr Schwung, insbesondere im Healthcare-Bereich mit Aktien wie Medtronic und Pfizer. Auch Pepsi erholte sich spürbar aus seinem vorherigen Tief. An dieser Stelle sei der wichtige Hinweis: Dies sind keine Kaufempfehlungen, sondern lediglich Ideen zur persönlichen Überlegung. Meine Einschätzung bleibt klar: Der Tech-Bereich ist in einigen Bereichen nach wie vor überbewertet, während die Old Economy und der Healthcare-Sektor noch deutliches Aufholpotenzial bieten. Letzterer hat bereits vorgelegt: Pfizer stieg von 19 auf 25 Dollar, Johnson & Johnson von etwa 150 auf 180 Dollar. Trotz dieser positiven Entwicklungen gibt es in der Old Economy noch immer interessante Werte. Ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass es sehr klug ist, vermehrt auf sichere Häfen zu setzen, um keine größeren Verluste zu riskieren. Wie bereits erwähnt, stehen die Märkte nach wie vor sehr hoch, was aber hauptsächlich von den Big Seven getrieben wird. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Während die Nasdaq mit einem Plus von nur 0,7 % (von 3.218 auf 3.415 Punkte) kaum zulegte, erzielte der Dow Jones ein Plus von 3,2 %. Das zeigt eindeutig, dass im Tech-Bereich aktuell nicht viel passiert und die Old Economy stattdessen aufgeholt hat. Auch der S&P 500 bestätigt diesen Trend mit einem Plus von 1,9 % (von 6.339 auf 6.460 Punkte). Noch aussagekräftiger ist jedoch di

Sep 8, 202520 min

Ep 316#316 Das perfekte Depot: 11 Aktien, die Du kennen musst!

Wie könnte das perfekte Depot aussehen? In dieser Episode schauen wir uns an, wie ein perfektes Depot aussehen kann – und zwar mit ganz konkreten Ansätzen, echten Praxisbeispielen und natürlich auch mit einigen meiner persönlichen Depotwerte. Ich gebe Dir Tipps zur Strategie, zur Diversifikation, zur Cash-Quote, zur Absicherung und auch 11 spannende Aktienideen, die aus meiner Sicht zu einem gut strukturierten Depot dazugehören können. Ich gebe Dir mit, welche Werte ich selbst halte, welche Überlegungen ich dabei anstelle, und wie ich mein Depot strategisch aufbaue. Wenn Du Dich also fragst, wie Du Dein eigenes Depot besser strukturieren kannst – egal ob Du gerade anfängst oder schon länger dabei bist – dann ist das hier genau die richtige Folge für Dich. Das erwartet Dich in dieser Folge: Warum Emotionen und Disziplin wichtiger sind als jede Aktie Gibt es eine ideale Anzahl an Depot-Werten? Ohne Strategie kein Erfolg 11 Aktien, die für viele Depots interessant sein können Warum Emotionen und Disziplin wichtiger sind als jede Aktie Wie könnte das perfekte Depot aussehen? Diese Frage stelle ich mir heute gemeinsam mit Dir. Und bevor wir tiefer einsteigen, möchte ich Dir den Risikohinweis mitgeben: "Natürlich ist dieser Podcast keine Kaufempfehlung." Die hier genannten Aktien darfst Du selbst recherchieren und selbst entscheiden, ob sie für Dich infrage kommen. Ich kann Dir nur sagen: "Alle diese Aktien sind auch in meinem eigenen Depot enthalten." Es sind, wie ich sie nenne, LURO-Aktien – also solche, deren Kursverlauf von links unten nach rechts oben geht. Aktien, die über Jahre, teilweise über Jahrzehnte oder sogar über ein Jahrhundert hinweg konstant gestiegen sind. Aber natürlich musst Du für Dich selbst entscheiden, was Du kaufst, wann Du einsteigst und warum. Ich glaube, einer der wichtigsten Punkte überhaupt ist: Du musst anfangen! Starte endlich mit dem Investieren, mach den ersten Schritt. Ja, vielleicht wirst Du den einen oder anderen Fehler machen. Vielleicht verlierst Du sogar etwas Geld. Aber langfristig gibt es aus meiner Sicht kein besseres Investment als Aktien. Und genau deshalb ist der wichtigste Punkt: anfangen. Wie heißt es so schön? Wenn man eine Erfahrung machen will, dann muss man sich eben einfach mal ausprobieren. Ja, manchmal tut das weh. Ja, manchmal verliert man Geld. Aber genau daraus entsteht Wachstum. Genau daraus entsteht Wissen. Und dadurch wirst Du besser – Stück für Stück. Wenn wir uns also fragen, wie ein perfektes Depot aussehen kann, dann möchte ich Dir heute ein paar Impulse mitgeben: Ideen, Überlegungen, Erfahrungswerte und auch Fragen, die ich immer wieder in meiner Akademie, von Teilnehmern und von Podcast-Hörern gestellt bekomme. Ich will Dir ein bisschen Orientierung geben. Ein Gefühl dafür, wie ich denke, wie ich ein Depot strukturieren würde und wie Du selbst loslegen kannst. Natürlich können wir in einem 20-Minuten-Podcast kein vollständiges Konzept aufbauen. Und klar ist auch: Jeder Mensch ist anders. Dein Alter spielt eine Rolle. Dein Vermögen spielt eine sehr große Rolle. Ob Du gerade noch sparst oder schon Vermögen verwaltest, ob Du aufbaust oder im Ruhestand bist und Geld entnimmst – das alles macht einen Unterschied. Und dann kommt da noch der wichtigste Faktor: Du selbst. Die Person, die das Ganze umsetzt. Denn neben der Strategie sind es vor allem die Emotionen, die an der Börse entscheiden. Ich sage oft: "Mein System ist leicht, aber nicht immer einfach umzusetzen." Und das spüren viele, die es anwenden. Denn obwohl es sehr klar ist – ein Einstiegssignal, ein Ausstiegssignal, alles über Indikatoren abbildbar – bleibt die größte Herausforderung: der Mensch vor dem Bildschirm. Du bist derjenige, der am Ende die Tasten drückt. Wenn ich heute darüber spreche, was die zwei häufigsten Fehler an der Börse sind, dann sind das für mich: Keine klare Strategie. Die eigenen Emotionen nicht im Griff zu haben. Emotionen begleiten uns überall – in der Liebe, im Streit, in der Versöhnung – und eben auch an der Börse. Sie sind der entscheidende Hebel, ob Du rational handeln kannst oder impulsiv agierst. Ich kann Dir aus über 30 Jahren Börsenerfahrung sagen: "Einer der größten Erfolgsfaktoren ist emotionale Kontrolle." Und wenn ich heute einen Vorteil habe gegenüber vielen anderen Anlegern, dann ist es nicht irgendein „Geheimtipp", sondern meine Disziplin. Meine Erfahrung. Und die Fähigkeit, auch in unruhigen Phasen ruhig und rational zu handeln. Ich werde sehr selten emotional. Natürlich passiert das im echten Leben auch mal, aber an der Börse? Da bin ich extrem diszipliniert. Und das ist eine Fähigkeit, die Du Dir auch aneignen kannst, wenn Du bereit bist, daran zu arbeiten. Gibt es eine ideale Anzahl an Depot-Werten? Eine der häufigsten Fragen, die ich bekomme, ist: "Wie viele Aktien gehören denn überhaupt in ein Depot?" Und meine Antwort darauf hängt ganz stark von der Größe Deines Depots ab. Wenn Du ein kleineres Depot hast, dann halte ich 8 bis 10 Werte für absolut

Sep 1, 202521 min

Ep 315#315 Sind Aktien moralisch? | Verdirbt Geld den Charakter? – Geld und Haltung beim Investieren

Mehr als nur Rendite: Warum Investieren eine Frage der Haltung ist In dieser Folge geht es um zwei zentrale Fragen, die immer wieder gestellt werden – ob auf Seminaren, Events oder im privaten Gespräch:" Sind Aktien ethisch und moralisch noch vertretbar?" Und: "Verdirbt Geld den Charakter?" Ich nehme Dich mit auf eine Reise durch die großen Anlageklassen, beleuchte Vorurteile, Missverständnisse und bringe neue Perspektiven ins Spiel. Dabei geht es nicht nur um Wirtschaft, sondern auch um Verantwortung, Werte und den Umgang mit Geld als Energie. Wie kannst Du Geld sinnvoll nutzen? Und welche Haltung hilft Dir, langfristig mit gutem Gefühl zu investieren? Das erwartet Dich in dieser Folge: Die grundsätzliche ethische Frage: Sind Aktien moralisch vertretbar? Mehr als Spekulation – ein Anteil am Fortschritt Ein Blick auf andere Asset-Klassen: Immobilien, Gold und Kryptos im moralischen Check Die persönliche Ebene: Verdirbt Geld den Charakter oder zeigt es ihn nur? Fazit: Geld als Verantwortung und Chance, Gutes zu tun Die grundsätzliche ethische Frage: Sind Aktien moralisch vertretbar? Es ist ein Thema, das mich seit Jahren begleitet – und das bei Seminaren, Coachings oder in Gesprächen immer wieder aufkommt: "Sind Aktien eigentlich noch moralisch vertretbar? Und verdirbt Geld wirklich den Charakter?" Ich glaube, diese beiden Punkte sind extrem spannend und wichtig. Denn sie betreffen nicht nur Dein Wissen über die Börse, sondern auch Deine Haltung zum Thema Geld. Es geht um Ethik, Moral, Verantwortung und um die Frage, wie Du für Dich einen guten Weg findest, mit Geld und Investments umzugehen. In diesen Diskussionen tauchen oft auch die Immobilien auf. Da kommt dann gern mal die Aussage: „Ist es eigentlich richtig, dass Miethaie mit Wohnraum Geld verdienen?" Oder noch härter formuliert: „Wie kann man mit dem Grundrecht auf Wohnen spekulieren?" Und wenn jemand dann noch mehrere Wohnungen besitzt oder vermietet, ist schnell von Abzocke die Rede. Ganz ähnlich beim Thema Aktien: "Darf man mit Aktien überhaupt noch Geld verdienen? Ist es ethisch und moralisch vertretbar, sich an großen Unternehmen zu beteiligen? Wie steht es mit Nachhaltigkeit, mit Umwelt, mit sozialen Aspekten? Und wie ist das eigentlich mit Kryptowährungen – sind die noch vertretbar oder sind sie reine Spekulation?" Und dann nehme ich Dich auch noch ein Stück mit auf die persönliche Ebene. Denn da stellt sich die Frage: "Verdirbt Geld eigentlich den Charakter?" Wie kannst Du mit Geld umgehen, ohne dass es Dich verändert – oder wenn, dann hoffentlich nur im positiven Sinn? Wie kannst Du Deinen eigenen Weg finden, so dass Du mit Deinem Vermögen nicht nur für Dich etwas aufbaust, sondern auch etwas weitergibst? Sodass Du dabei ein gutes Gefühl hast, und die Menschen um Dich herum auch. Wir werden uns die Frage stellen, ob Aktien immer noch moralisch vertretbar sind, denn ich glaube, das ist eine Frage, die wir uns stellen dürfen. Gerade wenn wir uns den Aktienmarkt angucken, denn Märkte verändern sich – beispielsweise wegen der fortschreitenden Technologie im Bereich Roboter, automatisches Trading, über Bots oder natürlich auch das ganze Thema der KI. Und immer wieder bekomme ich die Fragen gestellt: „Wie ist das denn jetzt mit den Aktien? Wie kriegt man das eigentlich hin? Macht das überhaupt noch Sinn? Ja oder nein?" Vielleicht darf man erst mal einen Schritt zurückgehen. Wir können festhalten, dass der Besitz von Aktien erstmal nichts anderes bedeutet, als dass wir uns an einem Unternehmen beteiligen. Als die ersten Aktien auf den Markt gekommen sind, war der Gedanke, der dahintersteckte, dass man dadurch Menschen am Unternehmen beteiligen kann. Das heißt, jemand, der eine Aktie besitzt, ist ein Investor – kein Zocker. Natürlich spielen da auch eine Strategie, die Emotionen und Regeln eine Rolle. Heute geht es aber nicht um diesen Themenbereich, sondern darum, ob man das ethisch-moralisch überhaupt noch vertreten kann. Mehr als Spekulation – ein Anteil am Fortschritt Schauen wir uns die Welt an, können wir sagen, dass sich Unternehmen, Ideen und auch Start-ups immer weiterentwickeln. Was Unternehmen tun, ist in den meisten Fällen etwas, das Arbeitsplätze schafft, Zukunft sichert und Innovationen ermöglicht – also Dinge voranbringt, die unsere Welt weiterentwickeln. Natürlich ist mir auch klar, dass nicht jedes Unternehmen perfekt ist. Und genau an diesem Punkt kommen wir zur ethisch-moralischen Seite. Du kannst Dich zum Beispiel fragen: "Möchte ich in ein Ölunternehmen investieren – ja oder nein?" Das ist eine Entscheidung, die Du für Dich ganz frei treffen darfst. Wenn Du für Dich sagst, Öl ist schädlich für die Umwelt, das passt nicht zu meinen Werten, dann musst Du natürlich auch nicht in Rohstoffe investieren. Ganz einfach. Andersherum könntest Du genauso gut sagen: "Ich investiere lieber in gesunde Lebensmittel oder in vegane Ernährung, weil ich den Gedanken wichtig finde, dass Tiere geschützt werden und wir unsere Welt bewusster gestalten.

Aug 25, 202520 min

Ep 314#314 So findest Du Deine perfekte Aktienquote – ohne pauschale Bankerformeln!

Wie hoch sollte Dein Aktienanteil wirklich sein? Viele Anleger stellen sich die Frage: "Wie hoch sollte mein Aktienanteil im Depot eigentlich sein?" Eine pauschale Antwort gibt es darauf nicht, denn zu sehr hängen die richtige Quote und die passende Anlagestrategie von Faktoren wie Alter, Vermögen, Risikobereitschaft und Anlageziel ab. In dieser Folge teile ich meine Sicht als langjähriger Investor und Coach. Welche Kriterien wirklich zählen, wie ich selbst vorgehe und welche Denkfehler Du vermeiden solltest. Das erwartet Dich in dieser Folge: Warum es keine universelle Lösung für den Aktienanteil gibt Welche Asset-Klassen Du kennen und unterscheiden solltest Risikomanagement: Emotionen, Diversifikation und Totalverluste Praktische Tipps für Deine persönliche Aktienquote Warum es keine universelle Lösung für den Aktienanteil gibt Wir sprechen über eine Frage, die mir immer wieder begegnet: Wie hoch sollte der Aktienanteil im Depot eigentlich sein? In dieser Folge geht es um unterschiedliche Asset-Klassen, um Risiko, um Anlagezeiträume, und vor allem darum, auf welche Punkte Du wirklich achten solltest. Es gibt nicht die eine perfekte Aufteilung, die für jeden Menschen passt. Jeder ist anders und das gilt auch für die Geldanlage. Ich zeige Dir, wie ich das Thema für mich handhabe, wie sich meine Herangehensweise im Laufe der Jahre verändert hat und welche Rolle dabei meine eigene Reise spielt – von einem Start mit wenig Kapital, über Phasen mit Schulden, bis hin zum heutigen hohen Vermögen. Diese Frage nach dem „richtigen" Aktienanteil höre ich überall: von Teilnehmern, Freunden, Nachbarn, ja sogar beim Sport. Viele erwarten eine klare, universelle Zahl, aber die gibt es schlicht nicht. Denn die richtige Aufteilung hängt immer von persönlichen Faktoren ab. Wer mich schon länger kennt, weiß: Investieren hat immer mit drei Dingen zu tun – mit Zeit, Geld und Wissen. Je mehr Du davon kombinierst, desto erfolgreicher wirst Du. Und Wissen ist dabei der Punkt mit der besten Rendite. Welche Assetklassen Du kennen und unterscheiden solltest Schauen wir uns an, welche Asset-Klassen überhaupt zur Verfügung stehen. Die „klassischen" in der Banken- und Investmentwelt sind: Aktien Anleihen bzw. Renten Gold Immobilien Kryptowährungen (als jüngste und noch kleinste Kategorie) Ich werde Dir heute zu jeder dieser Klassen meine Sicht geben. Gleichzeitig gehört zu einer klugen Aufteilung auch die richtige Umsetzung. Dabei spielt das ESI-Prinzip eine große Rolle: Einkommen, Sparen, Investieren. Die entscheidende Frage ist: Hast Du es für Dich schon wirklich umgesetzt? Denn genau hier liegt oft die Lücke: Viele wissen von dieser Theorie, aber setzen sie im Alltag nicht konsequent um. Aus Wissen entstehen neue Ideen, und aus diesen Ideen erwächst oft auch neues Vermögen. Ein Faktor, der in der reinen Prozentrechnung für den Aktienanteil selten auftaucht, ist das Thema netzwerken. Die richtigen Menschen in Deinem Umfeld bringen Dich nicht nur auf neue Gedanken, sondern auch auf konkrete Investmentideen. Der Austausch mit anderen Anlegern und Unternehmern hilft Dir, Fehler zu vermeiden, Chancen zu erkennen und schneller zu lernen. Die Zeit des Sparbuchs und des Tagesgelds ist hoffentlich endlich vorbei. Natürlich für Rücklagen, Steuerrücklagen gilt das Ganze auch. Da kann man das natürlich benutzen, denn diese Gelder werden zeitnah benötigt. Die Frage nach dem „perfekten" Aktienanteil begleitet mich seit über 25 Jahren – praktisch seit Beginn meiner Tätigkeit in der Investmentberatung. Schon damals wollte jeder Kunde von mir den einen klaren, richtigen Weg wissen. Ähnlich war es, als ich als Trainer und Coach im Empfehlungsmarketing gearbeitet habe: Die Teilnehmer wollten den einen magischen Satz, mit dem sich Empfehlungen wie von selbst ergeben. Meine Antwort war immer dieselbe: "Den einen Weg, den einen Zaubersatz gibt es nicht. Entscheidend ist die Einstellung, also das Mindset und die Überzeugung, mit der Du agierst." Genauso verhält es sich mit der Aufteilung Deines Vermögens. Es geht darum, womit Du Dich wohlfühlst – und das kann stark variieren. Eine oft zitierte Bankerformel lautet: "100 minus Lebensalter = Aktienanteil in Prozent." Nach dieser Logik hätte ein 30-Jähriger 70 % Aktien im Depot, ein 70-Jähriger nur noch 30 %. Ich halte diese Faustregel für zu pauschal und in vielen Fällen falsch. Sie berücksichtigt weder Deine Vermögenshöhe noch Deine persönliche Lebenssituation. Eine zentrale Frage lautet:" Befindest Du Dich in der Aufbauphase oder in der Entnahmephase?" In der Aufbauphase investierst Du, um Dein Vermögen zu vergrößern – entweder durch Sparen aus laufendem Einkommen oder durch die Reinvestition bestehender Kapitalerträge. In der Entnahmephase lebst Du von Deinem Vermögen und musst entsprechend vorsichtiger planen. Auch die Höhe Deines Vermögens verändert die Logik komplett. Wer 10 Millionen Euro in Aktien hält, kann selbst bei einem deutlichen Kursrückgang gelassen bleiben – schon 3 % Dividendenrendite bringe

Aug 18, 202521 min

Ep 313#313 5 Wege zur Depot-Absicherung – So investieren Profis

Die Wahrheit über Absicherung – Was die meisten Anleger falsch machen In dieser Folge sprechen wir über ein Thema, das in keinem Depot fehlen sollte: Absicherung. Gerade Einsteiger konzentrieren sich oft ausschließlich auf Gewinne, während Profis längst verstanden haben, dass der Schlüssel zum Erfolg darin liegt, Verluste zu vermeiden. Solltest Du immer absichern, wann und wie sicherst Du ab? Das alles erfährst Du in dieser Folge. Das erwartet Dich in dieser Folge: Absicherung ist wichtig Trader oder Investor: Warum Deine Absicherung davon abhängt Investiere in Tranchen Welche Optionen zur Absicherung hast Du? Wieso Du die Cashquote nicht vernachlässigen solltest Absicherung ist wichtig In meiner Akademie habe ich in den letzten zehn Jahren immer wieder erlebt, dass sich viele erst um die Absicherung kümmern, wenn es zu spät ist. Dann kommt die Frage: „Warum habe ich eigentlich Geld verloren, warum habe ich Geld gewonnen?" Die Praxis zeigt: Viele Anfänger unterschätzen dieses Thema komplett. Sie lernen zwar die Systeme, verstehen die Indikatoren, sehen, dass Kurse steigen und fallen, aber Absicherung lassen sie oft außen vor. Dabei gehört sie genauso dazu, wie die technische Analyse oder die Charttechnik. So gut und einfach die Technik auch ist: Die Entscheidung liegt immer bei Dir – dem Menschen vor dem Bildschirm. Und genau da passieren die meisten Fehler. Nicht auf dem Chart, sondern am Schreibtisch. Warum ist das so? Weil es an Erfahrung fehlt und daher viele Risiken nicht richtig einschätzen können. Sie haben kein Gefühl für plötzliche Veränderungen, genau wie ein unerfahrener Skifahrer oder ein Bergsteiger, der das Wetter unterschätzt. Profis wissen: Vorbereitung ist alles. Die Ausrüstung muss stimmen. Das Wetter kann jederzeit umschlagen. Und genauso ist es an der Börse. Erfahrung bedeutet letztlich nur, dass Du bestimmte Dinge bereits erlebt und im Kopf abgespeichert hast. Mit jeder Wiederholung wächst Dein Gefühl für Risiken, und genau das macht Dich stärker. Das gilt im Leben genauso wie an der Börse. Gerade Anfänger vernachlässigen oft das Thema Absicherung. Das kann viele Gründe haben: Vielleicht fehlt schlicht die Erfahrung. Vielleicht wurde der Punkt zwar gehört, aber nicht ernst genug genommen. In meiner Akademie ist das Thema Absicherung allerdings fest eingebaut, und das schon im ersten und zweiten Seminar. Es ist also sofort klar, dass Absicherung ein sehr wichtiger Aspekt ist. Dennoch gibt es Teilnehmer, die sagen: „Ich habe doch die Indikatoren, die Fundamentalanalyse passt auch – ich will die Aktie ja sowieso haben. Dann kann ich doch einfach einen Put verkaufen." Und grundsätzlich stimmt das. Ich sage auch: Verkaufe nur Puts auf Aktien, die Du auch wirklich besitzen willst. Wenn Du die Aktie dann bekommst, kein Problem. Ein Beispiel: Du willst bei Intel rein. Die Aktie steht aktuell irgendwo bei 24 Dollar. Du möchtest aber lieber bei 23 Dollar einsteigen. Also verkaufst Du einen Put auf 23 Dollar. Dadurch sicherst Du Dir im Grunde schon den Einstiegskurs und bekommst sogar noch eine Prämie dafür. Was bedeutet das? Du legst selbst fest: Welche Aktie Du willst (z. B. Intel) Bis wann Du kaufen würdest Und zu welchem Preis Wenn die Charttechnik und die Indikatoren stark sind, ist die Wahrscheinlichkeit auf Deiner Seite. Unsere Systeme liefern Trefferquoten zwischen 80 und 90 %. Ein Teilnehmer hat mal alle unsere Trades aus drei Jahren ausgewertet und kam auf rund 80 % Trefferquote, bei durchgehendem Rollen der Optionen sogar bis zu 94 %. Trotzdem: Verluste passieren. Und die zentrale Frage lautet dann: Warum? Und das hängt vor allem davon ab, wie Du an der Börse agierst. Trader oder Investor: Warum Deine Absicherung davon abhängt Ein ganz wichtiger Punkt: Wie willst Du überhaupt an der Börse agieren? Bist Du Trader, der kurzfristig auf 50, 100 oder 300 Dollar Gewinn setzt, aber bei Verlust aussteigt? Läuft dieser Trade also gegen Dich, dann lässt Du Dich ausstoppen. Ein Stopp ist eine der ersten Möglichkeiten einer Absicherung, das heißt, Du wirst ausgestoppt, vielleicht hast Du dann auch mal 20, 50, 100 Euro oder Dollar verloren, aber Du weißt, Du bist aus dem Trade raus. Variante B, der Trade läuft genauso, wie Du es möchtest, dann steigt die Aktie, Du verdienst Dein Geld, Du verdienst vielleicht die Prämie, Du hast auch die Aktie gekauft, dann verdienst Du auch an der Aktie Geld und dann kannst Du am Ende sagen: „Mein Trade ist aufgegangen" und irgendwann nimmst Du den Gewinn mit und das Ganze ist raus. Oder bist Du Investor, der die Aktie sowieso langfristig halten will? Dann brauchst Du eine andere Herangehensweise, da ein Investor einen anderen Ansatz hat. Als Investor sieht Deine Welt ein wenig anders aus. Warum? Weil Du einen anderen Zeithorizont hast – und oft auch eine andere Erwartung. Nehmen wir nochmal das Beispiel Intel. Du sagst jetzt: „Ich will diese Aktie haben. Ich finde sie spannend, die Bewertung stimmt für mich, ich traue ihr in Zukunft noch einiges zu." Vielleicht eri

Aug 11, 202519 min

Ep 312#312 Rekordstände im Sommerloch - das musst Du jetzt für Dein Depot beachten!

Juli-Rückblick: Hochspannung trotz Rekordständen – was jetzt für Dein Depot zählt! Heute haben wir wieder einen Marktrückblick und schauen uns an, wie die Börse im Juli gelaufen ist. Welche Aktien liefern wirklich ab? Wo lauern Risiken? Und was bedeutet das für Deine Strategie im August? All das erfährst Du in dieser Episode, inklusive meiner Depotentscheidungen, aktueller Asset-Entwicklungen und einem klaren Ausblick für die kommenden Wochen. Das erwartet Dich in dieser Folge: Warum der Juli trotz Allzeithochs von Unsicherheit geprägt war Diese Signale solltest Du jetzt ernst nehmen Wie die großen Indizes im Juli performt haben Worauf es beim Einstieg wirklich ankommt So verhalten sich Öl, Gold, Bitcoin & Co. im Vergleich Wie ich mein Depot aktuell absichere Mein Ausblick für August und der entscheidende Tipp für Dich Warum der Juli trotz Allzeithochs von Unsicherheit geprägt war Was ist im Juli 2025 passiert? Was bringt der August? Wir befinden uns mitten in der Sommersaison. Die letzte FED-Sitzung ist über die Bühne gegangen, das Thema Zölle bleibt weiter brisant. Wir schauen gemeinsam darauf, wie sich der Markt entwickelt hat, welche Trends sich abzeichnen, welche Ideen ich verfolge, und wie konkrete Umsetzungsstrategien aussehen könnten. Die aktuelle Marktlage zeigt: Nicht alle Unternehmen treiben die Kurse. Eigentlich ist es sogar nur eine Handvoll, die die Indizes auf neue Allzeithochs schieben. Im Idealfall ziehen alle Kurse an – befeuert durch starke Wirtschaftsdaten und reale Unternehmensgewinne. Doch aktuell ist das nicht der Fall. Viele Quartalsberichte der laufenden Berichtssaison enttäuschen. Auch die Ausblicke sind oft schwach. Ein paar Beispiele: Novo Nordisk: -21 % Paypal: -8 bis -9 % (obwohl solide Zahlen, aber schwacher Ausblick) Starbucks: Umsatzrückgang, aber Kurs leicht angesprungen Wir haben die Situation, dass Sommerpause ist. Das heißt, die Umsätze und Volumina sind relativ klein. Das gibt auch immer die Gefahr von Dips, von einem Crash. Ich sehe jetzt keinen Crash morgen, außer wir haben einen exogenen Schock. Aber man kann auf jeden Fall festhalten, wenn die Volumen klein werden, dann sind die Ausschläge in der Regel auch größer. Wir sehen eine Volatilität, den VIX, der am Himmel ist, der sozusagen im Moment eher bei der Volatilität bei 15 steht. Die Börse wirkt ruhig, fast „am Himmel". Für Optionsprämien ist das jedoch kein Idealzustand. Das solltest Du diesbezüglich wissen: Insider-Käufe: Was sind eigentlich Insider-Käufer? Insider sind beispielsweise Leute aus dem Aufsichtsrat, dem Vorstand, CEOs usw. Und Insider-Käufer sind selten geworden und das ist ein klares Warnsignal für mich. Denn in dem Moment, wo die Insider nicht mehr kaufen, haben die ja eher das Gefühl, dass die Märkte und Preise zu hoch sind und dass sie deswegen nicht kaufen wollen. Wer kauft eigentlich noch? Institutionelle Investoren – also die Profis – halten ihr Geld zurück. Gekauft wird aktuell überwiegend vom „Retail-Kunden", also von privaten Anlegern wie Du und ich. Wenn die Großen sich zurückziehen, ist das ein weiteres Warnzeichen. Diese Signale solltest Du jetzt ernst nehmen Im Moment lässt sich also klar beobachten: Die professionellen Investoren, also die institutionellen Anleger, halten sich zurück. Ihr Kapital bleibt „im Trockenen". Gekauft wird fast ausschließlich vom Retail-Kunden. Schauen wir uns die Marktdaten und Auswertungen von Analysten und Fondsmanagern an, zeigen diese eindeutig: Die Profis steigen aus oder haben bereits große Positionen verkauft. Das ist ein Warnsignal. Denn wenn institutionelle Anleger nicht mehr aktiv kaufen, steht oft eine Korrektur bevor. Und wenn dann der Markt fällt, sind es häufig die privaten Anleger, die noch aufstocken, und so zur letzten Käufergruppe werden. Ein Blick zurück: Seit der Finanzkrise 2008/2009 wurde enorm viel Geld gedruckt. Auch aktuelle Zinssenkungen stützen die Märkte zusätzlich. Und es fehlt natürlich faktisch an Asset-Klassen, in die man investieren kann. Und das ist der Grund, warum die Aktienmärkte auch weitergetrieben werden und warum das Ganze aber auch kritisch zu sehen ist. Warren Buffett sitzt aktuell auf rund 350 Milliarden US-Dollar in Cash. Er investiert nicht, weil er die aktuellen Bewertungen für zu hoch hält. Schauen wir uns Nvidia an: Letzte Woche: 176 US-Dollar pro Aktie Unternehmensbewertung: 4,3 Billionen US-Dollar Am schönsten ist es, wenn der Markt alle Boote nach oben hebt und die Aktien einfach steigen. Das ist momentan nicht der Fall. Und es bleibt dabei: Der Markt hebt nicht alle Boote. Über 60 % aller Aktien liegen unter ihrer 50-Tage-Linie. Auch das ist wieder ein großes Warnsignal. Die Indizes werden aktuell vor allem von wenigen großen Namen getragen: Nvidia, Microsoft und Co. Die breite Masse der Aktien macht diesen Anstieg nicht mehr mit. Zusammengefasst: Wir befinden uns im Sommerloch. Die Berichtssaison läuft. Die FED bleibt ein Thema. Die Zolldiskussionen sind ungelöst. Die Spannung an den Märkten nimmt zu. Für

Aug 4, 202519 min

Ep 311#311 DU allein sabotierst Deinen Börsenerfolg!

Diese 6 Faktoren verhindern Deinen Börsenerfolg Viele Menschen starten voller Motivation an der Börse – und scheitern trotzdem. Nicht, weil sie zu wenig wissen oder schlechte Tools benutzen, sondern weil sie immer wieder über dieselben inneren Hürden stolpern. Gerade jetzt, wo ich mir im Urlaub selbst bewusst Zeit für Reflexion nehme, fällt mir auf, wie entscheidend bestimmte Faktoren wirklich sind. Sie ziehen sich durch hunderte Gespräche mit Teilnehmern, durch Feedback aus Coachings, durch meine eigenen Erfahrungen. Welche 6 Faktoren das sind und wie sie Dir dabei helfen, erfolgreich an der Börse zu sein, erfährst Du in dieser Folge. Das erwartet Dich in dieser Folge: Wie Angst, Stress und Gier Deine Entscheidungen sabotieren Warum viele zu früh aufgeben oder zu schnell handeln Warum Fehler dazugehören und wie Du richtig mit ihnen umgehst Weshalb Du einen klaren Plan brauchst Disziplin: Umsetzen und dranbleiben Wie Angst, Stress und Gier Deine Entscheidungen sabotieren Viele Menschen scheitern an der Börse nicht wegen fehlendem Wissen, sondern weil sie ihre Emotionen nicht im Griff haben. Genau darum geht es in dieser Folge: um die 6 Faktoren, die Deinen Börsenerfolg verhindern – und wie Du sie erkennst und für Dich nutzt. Ich bin seit über 31 Jahren an der Börse aktiv und gerade wieder eine Woche im Urlaub. Eine Zeit, in der ich bewusst reflektiere, mir Notizen mache und Erkenntnisse festhalte. Was bringt mich weiter? Was hindert mich und was hindert andere? In dieser Woche ist mir einmal mehr klar geworden, warum viele Menschen trotz bester Voraussetzungen nicht vorankommen. Die Ursachen sind häufig dieselben: Emotionen, Ungeduld, mangelnde Disziplin, unklare Strategien oder der fehlende Mut, einfach ins Tun zu kommen. Wenn Du mir schon länger folgst, weißt Du, dass ich denke, dass jeder die Börse erlernen kann. In den letzten Tagen hat ein Teilnehmer gesagt: „Ich überlege, ob ich überhaupt weitermachen soll, das dauert alles länger als gedacht." Und genau das ist der Punkt. Wir Menschen wollen oft zu schnell zu viel. An der Börse funktioniert das nicht. Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht. Erfolg – ob an der Börse oder im Leben – beginnt mit dem ersten Schritt. Jeder große Weg, jedes Ziel beginnt mit dem ersten Schritt. Wenn Du beispielsweise abnehmen möchtest, geht das nicht in einer Woche, oder wenn Du reich werden möchtest, klappt das nicht in einem Jahr. Es braucht Zeit, Geduld, Wiederholung und Fehler. Ja, Fehler sind ein Teil des Prozesses. Ich will mit Dir in dieser Folge nicht nur die größten Hindernisse auf dem Weg zum Börsenerfolg beleuchten, sondern Dir auch zeigen, wie Du sie überwindest. Denn egal ob Du gerade am Anfang stehst oder schon länger investierst – diese Punkte sind immer wieder entscheidend. Diese 6 Punkte sind nicht nur für die Börse wichtig, sondern wahrscheinlich für Dein ganzes Leben. Aber wir kommen natürlich zu den Punkten, die auch für die Börse passen, denn der Börseninvestor-Podcast beschäftigt sich natürlich mit der Börse, mit dem Investieren, auch mit dem Unterschied zwischen Investieren und Trading. Auch das ist etwas, gerne werde ich gefragt, was so dieser absolute Masterplan ist, die perfekte Blaupause, in der alles beschrieben ist. Das ist allerdings nicht ganz so einfach, da jeder Mensch anders ist, andere Erfahrungen und Fehler gemacht hat, und auch andere Gefühle bezüglich bestimmter Themen hat, und jeder hat natürlich auch eine individuelle Risikoneigung. Am Ende geht es darum, dass jeder seinen Weg findet. Der erste und vielleicht wichtigste Faktor, um erfolgreich an der Börse sein zu können: Emotionen. Woher kommen sie eigentlich? Emotionen entstehen im Gehirn, genauer gesagt im limbischen System – das zuständig für die Verarbeitung von Gefühlen und dem Entstehen von Trieben ist. Ein weiterer Teil des Gehirns ist die Amygdala, die beispielsweise an der Entstehung von Angst beteiligt ist und damit auch an der Entstehung körperlicher Symptome, die mit dieser Emotion einhergehen: beispielsweise kalte Hände, übermäßiges Schwitzen, erhöhte Herzfrequenz usw. Dann gibt es noch den Hypothalamus – ein Gehirnareal, das auch zum limbischen System gehört – der die Ausschüttung von Hormonen steuert und somit auch an der Entstehung von Emotionen beteiligt ist. Für die Speicherung von Emotionen und Erinnerungen ist der Hippocampus wichtig. Emotionen sind das Ergebnis von neurobiologischen Prozessen im Gehirn, die durch äußere Reize entstehen, aber auch durch Erinnerungen und die eigene Bewertung von Dingen, Emotionen sind etwas, das uns in Bezug auf die Börse oft im Weg steht. Angst, Stress oder Gier sind schlechte Ratgeber. Sie führen zu impulsiven Käufen oder Verkäufen, zu hektischen Reaktionen – und meistens zu Verlusten. Nehmen wir Gewinne und Verluste, ist zu sagen, dass das Gehirn bei Verlusten deutlich emotionaler reagiert als bei Gewinnen. Das hängt einfach damit zusammen, dass die Verlustangst das gleiche Hirnareal ist, wie die Todesangst, und d

Jul 28, 202520 min

Ep 310#310 SOMMERLOCH! Was jetzt an der Börse wichtig ist

Sommermärkte vs. langfristiges Investieren – worauf Du jetzt achten solltest Die Börsenmonate Juli, August und September stehen bevor und bringen für Anleger erfahrungsgemäß einiges an Bewegung mit sich. Gleichzeitig stellt sich die grundsätzliche Frage: Ist es überhaupt sinnvoll, sich so sehr auf kurzfristige Schwankungen wie die Sommermonate zu fokussieren oder liegt die wahre Stärke des Investierens eher in einer langfristigen Perspektive? In diesem Podcast nehme ich Dich mit auf die Reise, wie ich beides kombiniere: kurzfristige Marktchancen und langfristiges Investieren. Du erfährst, welche Entwicklungen ich aktuell an den Märkten wahrnehme, warum die Gier an den Märkten zunimmt und was das für Dein Investmentverhalten bedeuten kann. Außerdem bekommst Du konkrete Einblicke in meine Investmentstrategie und erfährst, worauf es wirklich ankommt, wenn Du über viele Jahre hinweg Vermögen aufbauen willst. Das erwartet Dich in dieser Folge: Warum die Sommermonate an der Börse oft für Schwankungen sorgen Die langfristigen Treiber für steigende Aktienkurse Warum Value Investing mit Trading-Ansatz für mich der beste Weg ist Wie Du Verluste begrenzt und Dein Depot absicherst Mein Fazit: Wie Du langfristig Vermögen aufbaust Warum die Sommermonate an der Börse oft für Schwankungen sorgen Die Sommerzeit an den Märkten wird auf jeden Fall spannend. Ich möchte Dir zeigen, warum es keinen Sinn macht, nur kurzfristig zu denken. Viel wichtiger ist es, eine solide Langfriststrategie zu verfolgen und zu verstehen, worauf es beim Investieren wirklich ankommt. Dabei werde ich Dir heute auch ein paar Einblicke aus meinen über 31 Jahren Börsenerfahrung geben. Wenn ich mir die aktuelle Marktlage anschaue, sehe ich einige klare Trends: Der Fear & Greed Index steht momentan bei etwa 75 bis 76, also deutlich im Bereich der extremen Gier. Bei einem Wert von 0 herrscht die größte Angst, bei 100 ist die Gier am größten: aktuell sind wir ganz klar auf der Gier-Seite. Und genau das macht mich wachsam. In solchen Phasen neigen Anleger dazu, das Risiko auszublenden, zu übertreiben und völlig auszublenden, dass Märkte auch mal kräftig korrigieren können. Der DAX kratzt aktuell am Allzeithoch, mal etwas drüber, mal etwas drunter, ähnlich sieht es bei der Nasdaq, dem Dow Jones und dem S&P 500 aus. Die amerikanischen Leitindizes stehen so hoch wie nie zuvor. Auf der anderen Seite wird gleichzeitig über Rezession gesprochen, sowohl in den USA als auch in Europa. In Deutschland sehen wir meiner Einschätzung nach eine Situation, in der viel von politischen Hoffnungen getrieben wird – von echter wirtschaftlicher Stärke sind wir aber ein gutes Stück entfernt. In Deutschland gibt es aus meiner Sicht eine Menge Baustellen. Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Infrastruktur – in all diesen Bereichen haben wir erheblichen Nachholbedarf. Die Bürokratie lähmt viele Unternehmen, der Aufwand ist riesig und die Prozesse ziehen sich oft endlos hin. Wenn ich mich mit Unternehmern unterhalte, vor allem aus kleinen und mittelständischen Betrieben, dann höre ich immer wieder: „Wahnsinn, wir sind da ziemlich Land unter. Es gibt zu wenig Fachkräfte, die Lohnkosten steigen, gleichzeitig wird es immer schwieriger, Produkte und Dienstleistungen wirklich profitabel zu verkaufen." Gerade in der Autobranche ist das spürbar. Ein Kontakt von mir, ein Coach für Ingenieure, berichtet von einem wachsenden Zustrom an Klienten aus der Automobilindustrie – Menschen, die ihren Job verlieren oder sich beruflich neu orientieren müssen. Die Zahlen, die er sieht, haben ihn nach eigener Aussage so extrem noch nie erreicht. Wenn man sich anschaut, wie große Autokonzerne wie Audi aktuell mit immensen Rabatten werben, dann zeigt das ziemlich klar: Es wird einfach nicht mehr genug verkauft. Was bedeutet das alles für die Sommermonate an den Märkten? Meiner Einschätzung nach stehen die großen Indizes wie DAX, Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 auf einem sehr hohen Niveau. Gleichzeitig sprechen wir sowohl in Europa als auch in den USA über mögliche Rezessionen, Zinslockerungen und wirtschaftliche Abkühlung. Die EZB hat bereits mehrfach die Zinsen gesenkt und weitere Zinsschritte sind im Gespräch. Trump fordert sogar offensiv Zinssenkungen von der US-Notenbank. Für mich bedeutet das: Die Bewertungen sind aktuell sehr hoch. Die Unternehmen sind teuer, wenn man die Gewinnentwicklung dagegenhält. Daher sehe ich für die nächsten Monate eher ein Rückschlagpotenzial. Der berühmte Spruch von André Kostolany passt hier perfekt: „Eine verrückte Masse mit viel Geld kann Kurse höher treiben, als es logisch sinnvoll wäre." Die Frage lautet also: Ist man bereit, zu diesen Preisen noch einzusteigen? Gerade bei Überflieger-Aktien wie Nvidia, die bereits extrem stark gelaufen sind, muss man sich bewusst machen, wie viel zukünftiges Wachstum dort schon eingepreist ist. Da reicht es oft nicht mehr, einfach nur solide zu wachsen – da muss es richtig schnell gehen, um diese Bewertung zu rechtfertigen. Das Som

Jul 21, 202519 min

Ep 309#309 Steuertricks für Trader und Investoren – So behältst Du Deinen Gewinn!

Das rät Cordula Stadter Dir jetzt für Deine Steuern! Steuern sind für viele Trader ein rotes Tuch. Doch wer wirklich Gewinne behalten will, muss genau wissen, was steuerlich erlaubt, sinnvoll und strategisch klug ist. Im Gespräch mit Cordula Stadter, Expertin für Tradingsteuern, erfährst Du, warum sie sich auf dieses komplexe Gebiet spezialisiert hat, welche Änderungen Trader aktuell unbedingt kennen müssen, und warum das Thema Verlustverrechnung für viele zu hohen Steuerzahlungen führte. Außerdem teilt Cordula ihre Sicht auf neue steuerliche Fallstricke, gibt klare Empfehlungen und erklärt, warum es sich lohnt, auch unterjährig die eigene Steuerstrategie zu prüfen. Das erwartet Dich in dieser Folge Wer ist Cordula Stadter und wie kam sie zu den Tradingsteuern? Welche Einkünfte gibt es beim Trading und was hat sich verändert? Verlustverrechnung: Was gilt jetzt? Steuerliche Änderungen für Stillhaltergeschäfte Cordulas Tipps für Deine optimale Steuerstrategie Wer ist Cordula Stadter und wie kam sie zu den Tradingsteuern? In dieser Folge habe ich Cordula Stadter zu Gast. Sie ist seit 2007 als Steuerberaterin tätig, hat extrem viel Berufserfahrung im operativen Geschäft und war jahrelang Niederlassungsleiterin einer großen Steuerberatungsgesellschaft. 15 Jahre lang hat sie die Aus- und Fortbildung geleitet und war zusätzlich zehn Jahre in der Steuerrechtsabteilung tätig, wo sie täglich komplexe Steuerthemen begleitet hat. Heute hat sie sich auf das Thema Tradingsteuern spezialisiert. Zum Einstieg möchte ich von Cordula wissen, wer sie eigentlich ist, was sie macht, was sie auszeichnet und was sie wirklich liebt. Cordula antwortete: „Du hast es gerade schon gesagt, ich habe mich inzwischen auf das Thema Tradingsteuern spezialisiert. Eigentlich war es schon immer so in meinem Leben, dass ich Dinge mochte, die andere nicht so gern gemacht haben. Ich habe gern über den Tellerrand hinausgeschaut und komplexe Steuerthemen gelöst. Ich sage immer, ich habe meine Spezialisierung gar nicht gesucht, sie hat mich gefunden – durch mein eigenes Trading und durch das von Freunden. So habe ich mich immer mehr mit der Thematik beschäftigt und bin seitdem Feuer und Flamme dafür. Ich freue mich, viele Trader auf ihrem Weg begleiten und steuerlich beraten zu dürfen." Da das Thema Tradingsteuern für Cordula zunächst ein Hobby war, möchte ich von ihr wissen, wie sie dies zu ihrem Beruf gemacht hat und wie sie konkret zu diesem Thema gekommen ist. Cordula erzählt, dass sie durch eine Freundin zum Trading gekommen ist, die bei mir eine Tradingausbildung gemacht und ihr davon erzählt hat. Darüber hat sie zum ersten Mal Kontakt zur Börse gehabt. „Ich hatte davor eigentlich keine Ahnung von Börse", sagt sie. „Aber das hat mich dann selbst gecatcht und ich habe Seminare besucht. Und dann bleibt es als Steuerberaterin natürlich nicht aus, dass ich mich auch mit der Besteuerung des Tradings beschäftige. Dann habe ich die ganzen BMF-Schreiben auf den Kopf gestellt und unzählige Stunden mit dem Support von CapTrader verbracht, um herauszufinden, wo ich was im Kontoauszug ablesen kann." Sie berichtet, dass sie dadurch gemerkt hat, wie groß der Bedarf an steuerlicher Unterstützung in diesem Bereich ist. Viele Steuerberaterkollegen seien zwar steuerlich gut, verstünden aber nicht genau, was Trader eigentlich tun. „Da scheitert es oft schon an der Sachverhaltsaufklärung, und dann natürlich an der steuerlichen Behandlung. Für mich war das die perfekte Nische, und ich habe es bis heute nicht bereut." Ich finde das sehr spannend und steige mit Cordula direkt ins Thema Trading und Steuern ein. ---------------------------------------------------------------------------------------------------------- 👉 Ob live dabei oder später als Aufzeichnung – am 21. Juli 2025 um 19 Uhr zeigt Dir unsere Steuerberaterin Cordula Stadter, wie Du als Trader oder Investor clever Steuern sparst und teure Fehler vermeidest. 📌 Jetzt kostenfrei anmelden unter ulrichmueller.de/steuerwebinarcs – Du bekommst automatisch Zugriff auf die Live-Session und die Aufzeichnung. ---------------------------------------------------------------------------------------------------------- Welche Einkünfte gibt es beim Trading und was hat sich verändert? Ich möchte von Cordula wissen, welche Einkünfte es beim Trading überhaupt gibt und was man dabei beachten muss. Cordula erklärt, dass Trader grundsätzlich entscheiden können, ob sie ein Depot als Privatperson eröffnen oder ob sie dafür eine GmbH gründen und die GmbH das Depot eröffnet. Sie betreue beide Seiten, sowohl Privatpersonen als auch GmbHs. Im Privatdepot handele es sich in den meisten Fällen um Einkünfte aus Kapitalvermögen. „Solange ich nur mein eigenes Vermögen verwalte, wird das auch nie gewerblich", sagt sie. Manchmal entstünden auch sonstige Einkünfte, etwa wenn Trader mit Kryptowährungen oder physischen Rohstoffen wie Gold und Silber handeln. Hier habe es kürzlich eine steuerliche Änderung gegeben. Bisher seien Forex-Gewinne

Jul 14, 202522 min

Ep 308#308 Allzeithochs, Trump & Volatilität – Droht ein Börsen-Crash im Sommer?

Börsen-Update: Was jetzt für Juli und August wichtig wird Der Juni ist durch und die Märkte haben sich spürbar bewegt. Sie sind ein gutes Stück nach oben gelaufen, und wir schauen heute gemeinsam, was genau passiert ist, welche Risiken es aktuell gibt, und wie ich die Lage an den Kapitalmärkten einschätze. Dazu werfen wir auch einen Ausblick. Die Sommerpause steht vor der Tür, und gerade in dieser Zeit gilt es, einige Dinge zu beachten. Diese Informationen erwarten Dich in der Folge: Marktentwicklung im Juni und aktuelle Trends Ausblick auf die nächsten Monate Spannende Aktienideen mit Potenzial Marktentwicklung im Juni und aktuelle Trends Lass uns direkt starten und gemeinsam in den Marktrückblick einsteigen. Wir schauen uns an, wie sich der Dow Jones, die Nasdaq, der S&P, der Russell, der MSCI World, der DAX und so weiterentwickelt haben, damit wir ein Gefühl dafür bekommen, was an den Märkten passiert ist. Dow Jones 01.06.: 42.270 Punkte 30.06.: 44.094 Punkte Veränderung: + 4,3 % Der Dow Jones hat also im Juni um 4,3 % zugelegt und wir sehen, dass die Märkte insgesamt gut gelaufen sind. Ich werde noch darauf eingehen, was genau gut gelaufen ist. Sicherlich waren es auch im Juni wieder die Big Seven, wobei ich gegen Ende Juni gesehen habe, dass sich die Märkte etwas verändert haben. Der Dow Jones hat in den letzten Tagen nochmal richtig Gas gegeben und ist auf Allzeithoch gestiegen, während die Nasdaq angefangen hat, etwas abzuknicken. Wir sehen auch, dass die Volumina aktuell relativ klein sind. Das ist ein wichtiger Punkt, denn bei geringem Volumen besteht immer die Gefahr, dass es Rücksetzer gibt oder die Volatilität stark zunimmt. Viel Volumen bedeutet, dass viel Geld bewegt werden muss, damit sich die Märkte stark bewegen. Jetzt habe ich das Gefühl, dass die ersten Händler in die Sommerpause gehen. Der Juli und August sind ja typischerweise die Monate, in denen das Volumen etwas kleiner ist. Da muss man aufpassen, weil sich die Märkte durch Verkäufe auch mal schneller bewegen können, oft nach unten. Es gibt diesen schönen Spruch: „Verkauf im Mai und vergiss nicht im September wiederzukommen." Ich glaube, das gilt auch in diesem Jahr, denn die Märkte stehen sehr hoch. Darüber werden wir noch philosophieren. Nasdaq 01.06.: 21.340 Punkte 30.06.: 22.680 Punkte Veränderung: + 6,3 % Equal Weighted: + 4,9 % Wir können also festhalten, dass auch die Nasdaq im Juni gut performt. Die Nasdaq ist vor allem durch die Big Seven getrieben worden. Eine Microsoft ist ohne Ende gelaufen. Nvidia steht wieder bei knapp 160 Dollar und ist ebenfalls deutlich gestiegen. Andere Big Seven wie Tesla sind dagegen ein ganzes Stück zurückgekommen. Da gibt es gerade etwas Streit zwischen Elon Musk und Donald Trump, was die Situation etwas gefährlich macht. Tesla ist bei uns ohnehin eher ein C-Wert, also nur mit wenig Geld zu bespielen, aber es ist trotzdem ziemlich viel Schwung drin. Schauen wir uns den breit gestreuten S&P 500 an. Hier sind 503 Unternehmen enthalten, von kleinen über mittelständische bis zu großen Unternehmen aus allen Branchen, hauptsächlich aus Amerika, aber auch weltweit. Deshalb gilt er auch als Profi-Index. S&P 500 01.06.: 5.911 Punkte 30.06.: 6.204 Punkte Veränderung: +5 % Equal Weighted: 7.141 auf 7.372 Punkte (+3,2 %) Auch hier sehen wir, die Big Seven haben wieder ihren Job getan. Sie sind deutlich angesprungen und haben den Index stark mit nach oben gezogen. Andersrum zeigt sich jetzt gerade in den letzten Juni-Tagen, dass auch die Old Economy positive Ergebnisse zeigt. Eine Aktie von Nike hat zum Beispiel einen deutlichen Sprung gemacht, sie hatten sehr gute Unternehmenszahlen. Nike war schon immer ein kleiner Favorit von mir. Auch General Mills oder Hormel Foods haben im Juni leicht zugelegt, mit schöner Bodenbildung. Hier fließt das Geld langsam wieder hin. Ich denke, der große Punkt ist, dass die Big Seven stark gelaufen sind. Du kennst das von mir aus meinen Seminaren und Events: Ich spreche hier gerne von der Fallhöhe. Damit meine ich, wenn alles deutlich weit über der 200-Tageslinie steht, kann es eben auch mal ein Stück nach unten gehen. Aktuell bin ich eher in der Old Economy unterwegs. Für mich sind Rohstoffe gerade interessant, aber auch Unternehmen wie Procter & Gamble, Pepsi, Hormel Foods oder Medtronic. Medtronic hat ebenfalls einen kleinen Sprung gemacht. Das sind für mich aktuell spannende Märkte. Im Tech-Bereich bin ich eher vorsichtig unterwegs, da eher mit Werten aus der zweiten Reihe. Bei den Big Seven habe ich teilweise Gewinne mitgenommen, da sie mir wieder sehr hoch bewertet vorkommen. Russell 2000 01.06.: 2.066 Punkte 30.06.: 2.175 Punkte Veränderung: + 5,3 % MSCI World 01.06.: 3.863 Punkte 30.06.: 4.026 Punkte Veränderung: + 4,2 % Schauen wir uns den DAX an. Da muss man sagen, er hat in den letzten Monaten immer deutlich outperformt. Ich hatte ja schon gesagt: Wenn der Dow einen Husten hat, hat der DAX ein fettes Fieber. Im letzten Monat haben die US-Indizes nochmal schön zugel

Jul 7, 202519 min

Ep 307#307 Buy and Hold 2025: Funktioniert das noch?

Warum Buy-and-Hold nicht mehr reicht: Strategien für Deinen Depot-Erfolg! Wir sprechen darüber, warum Buy-and-Hold nicht mehr so gut funktioniert wie früher, und was Du tun kannst, um trotzdem weiter stabile und wachsende Erträge aufzubauen. Die Märkte sind aktuell extrem spannend: Zinssenkungen von FED und EZB, Kriege, Krisen, der KI-Boom, lange Zeit steigende Zinsen, jetzt wieder sinkende Zinsen, massive Währungsschwankungen: Allein dieses Jahr hat der Dollar zum Euro 15 % Bewegung hingelegt. All das wirft die Frage auf, ob das gute alte Buy-and-Hold von Warren Buffett und André Kostolany noch funktioniert. Ich zeige Dir heute meinen klaren Blick auf dieses Thema und erkläre, warum Cashflow ab jetzt zu den wichtigsten Punkten für Deinen Börsenerfolg zählt. Das erwartet Dich in dieser Folge: Warum Buy-and-Hold langfristig funktioniert, aber nicht immer McDonald's: Von 20 auf über 300 Dollar So generierst Du Cashflow Fünf spannende Aktienideen mit Potenzial Warum Buy-and-Hold langfristig funktioniert, aber nicht immer Wir haben bei der FED und der EZB wieder Zinssenkungen erlebt. Viele fragen sich: Bei all den Krisen, den Kriegen, dem KI-Boom, nach jahrelangen Zinserhöhungen und jetzt wieder Zinssenkungen: Funktioniert das gute alte Buy-and-Hold von Warren Buffett und André Kostolany überhaupt noch? Auch der Währungsdruck zwischen Dollar und Euro ist enorm, in diesem Jahr allein gab es bereits eine Bewegung von 15 Prozent. In dieser Folge werde ich Dir meinen Blick auf dieses Thema geben und Dir erklären, warum Cashflow einer der wichtigsten Punkte für Deinen Erfolg an der Börse ist. Also, lass uns direkt loslegen und Gas geben. Wir haben wie immer nur 20 Minuten Zeit und wollen diese bestmöglich nutzen. Wie Du weißt, bin ich seit mittlerweile über 30 Jahren an der Börse aktiv. Meine erste Aktie habe ich 1993 gekauft und ich war immer ein absoluter Verfechter von Buy-and-Hold. Ich sage ja immer: An der Börse kann jeder Mensch langfristig ein Vermögen aufbauen. Die Frage ist nur: Hast Du langfristig die Zeit, um auch mal abzuwarten? Kannst Du es emotional aushalten, wenn die Märkte auch mal deutlich runtergehen? Das frage ich auch immer wieder in meinen Seminaren. Denn eines ist klar: Langfristig ist die Börse die beste und sicherste Geldanlage der Welt. Aktien wurden noch niemals angefasst, noch nie einem staatlichen Zugriff unterlegen. Trotzdem haben wir in Deutschland gerade mal 16 Prozent Aktionäre. Warum ist das so? Ich glaube, es liegt daran, dass viele keine klare Strategie haben. Vielleicht hast Du schon mal von Buy-and-Hold gehört, aber wenn die Märkte 20, 30, 40 oder sogar 50 Prozent korrigieren, dann spielen die Emotionen oft nicht mit. Warum ist das so? Unser Gehirn ist nicht dafür gemacht, langfristig Dinge umzusetzen oder an etwas festzuhalten. Aus meiner Zeit in der Investmentberatung weiß ich: Ein Investment-Sparplan hat im Schnitt fünf bis sieben Jahre gehalten. Dann haben die Menschen ihn aufgelöst, weil sie Geld für andere Dinge brauchten. Unser Gehirn kennt zwei Motivationsknöpfe: Schmerz und Freude. Leider ist der Schmerz der stärkere. Das kennen wir aus der Medizin. Erst wenn der Arzt Dir sagt, Du musst mit dem Rauchen aufhören, hörst Du wirklich auf. Denn die einzelne Zigarette spürst Du ja nicht direkt. Genauso ist es bei der Geldanlage. Buy-and-Hold funktioniert langfristig nur, wenn Du Unternehmen auswählst, die ihre Umsätze und Gewinne steigern. McDonald's: Von 20 auf über 300 Dollar Ich erinnere mich noch gut an 1993, als ich meine erste Aktie gekauft habe: eine von McDonald's. Warum habe ich damals McDonald's gekauft? Ich war 16 Jahre alt und natürlich bin ich ab und zu selbst zu McDonald's gegangen. Immer wieder gab es neue Filialen, gerade in Hamburg. McDonald's war immer voll. Da habe ich mir gedacht: Wenn alle McDonald's toll finden, kaufe ich eben die Aktie. Damals habe ich die Aktie für 20 Dollar gekauft. Heute, 32 Jahre später, steht sie bei über 300 Dollar. Ein gigantischer Kursgewinn. Natürlich esse ich dort heute kaum noch, maximal ein- bis zweimal im Jahr gönne ich mir mal etwas Kleines. Aber die Masse der Menschen geht weiterhin dorthin und genau deshalb steigt der Markt auch weiter. Wenn Du über Buy-and-Hold nachdenkst, möchte ich Dir zwei, drei Gründe nennen, warum die Märkte langfristig immer weiter steigen: Wir werden immer mehr Menschen auf der Welt. Heute sind es 8,2 Milliarden, bis 2050 ca. 11 bis 12 Milliarden. Ich sage ja immer: Der Mensch isst, trinkt, zieht sich an, wäscht sich und konsumiert westlich. Ganz einfach. Allein pro Jahr kommen über 80 Millionen neue Menschen hinzu. Das ist jedes Jahr wie ein ganzes Deutschland. Wenn Du Dir das mal auf der Zunge zergehen lässt, verstehst Du, warum Buy-and-Hold auch künftig funktionieren kann, wenn Du die Zeit und Nerven hast, Rückschläge auszuhalten. Trotzdem funktioniert Buy-and-Hold nicht immer perfekt. Warum? Du brauchst eine klare Strategie. Du musst Dich emotional im Griff haben. Du musst Aktien auswählen, d

Jun 30, 202521 min

Ep 306#306 Krieg zwischen Iran und Israel? Mein 5-Schritte-Plan für Dein Depot!

Wenn die Welt zusammenbricht: Düstere Prognosen und starke Aktien Die Nachrichtenlage wirkt düster: Wirtschaftskrise, Inflation, Kriege, Klimawandel, Unsicherheit überall und als Investor fragst Du Dich vielleicht: Was, wenn die Welt wirklich zusammenbricht? In dieser Folge spreche ich genau darüber. Ich werfe einen Blick auf die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahre und erkläre, warum Krisen nicht das Ende bedeuten, sondern oft ein notwendiger Teil des Wachstums sind: für Märkte, Unternehmen und für Dich persönlich. Du erfährst, was in der Welt gerade los ist, warum Panik ein schlechter Ratgeber ist und wie Du mit Strategie, Klarheit und einem starken Mindset jede Krise für Dich nutzen kannst, ob an der Börse oder im Unternehmertum. Das erwartet Dich in dieser Folge: Was gerade in der Welt passiert und warum Unsicherheit herrscht Die Politik beeinflusst die Kurse Krisen gehören dazu: Sie sind sogar wichtig Mit diesen 5 Punkten kommst Du durch jede Krise Mein Fazit: Die Welt bricht nicht zusammen, sie bietet Chancen Was gerade in der Welt passiert und warum Unsicherheit herrscht Heute geht es um ein Thema, das uns alle betrifft – bewusst oder unbewusst: Was, wenn die Welt zusammenbricht? Keine Sorge, ich gehöre nicht zu denen, die bei jeder Schlagzeile Panik verbreiten. Ich lasse mich grundsätzlich nicht von Angst leiten und rate auch Dir, das nicht zu tun. Aber: Wir müssen auch ehrlich hinschauen. Die Kurse an der Börse waren nach wie vor hoch, doch gerade fangen sie an zu bröckeln. Schaut man sich an, was in der Welt derzeit los ist, stellt sich die Frage: Was ist da eigentlich genau los und was bedeutet das für Dich und Dein Depot? Bleiben wir zuerst in den USA. Donald Trump sorgt weltweit für Unruhe: Das Thema Zölle ist dabei ein Dauerbrenner. Mal werden sie angehoben, dann wieder gesenkt, neue Verhandlungen, alte Deals – und aktuell haben rund 60 bis 70 Länder das Gefühl, sie müssten mit Trump verhandeln. Das Problem dabei: Trump ist nicht kalkulierbar. Heute so, morgen anders, und genau das schafft Unsicherheit. Und Unsicherheit ist das, was die Börse am Aller-Allerwenigsten mag. Und es geht weiter: Handelskrieg mit China, ja oder nein? Mehr Zölle? Weniger Zölle? Zölle von Tesla oder an Tesla. Auch beim Thema Energie ist die Lage alles andere als klar. Während die einen von einer Zukunft mit erneuerbaren Energien sprechen, macht Trump die Fracking-Thematik wieder auf, holt Öl aus dem Boden, will komplette Energieunabhängigkeit für die USA. Auch das: ein weiteres Feld voller Unsicherheit. Die Politik beeinflusst die Kurse Ein weiterer Punkt ist die NATO. Hier geht es vor allem um die Sicherheitsausgaben: Wer zahlt wie viel? Wer hält sich an die Vereinbarungen? Wer drückt sich? Und was passiert, wenn die USA – unter Trump – einfach aussteigen oder ihre Zahlungen massiv reduzieren? Fällt dann das Bündnis auseinander? Entsteht etwas Neues? Werden Länder wie Deutschland überhaupt in der Lage sein, die geforderten Ausgaben zu stemmen? Und was bedeutet das für unsere Sicherheit? Auch bei uns wird ja wieder diskutiert, ob es eine Rückkehr zur Wehrpflicht geben soll. Jahrzehntelang haben wir abgerüstet, jetzt heißt es plötzlich wieder: Wir müssen massiv aufrüsten. Alles bewegt sich in Wellen. Sicherheitspolitik, Verteidigung, Auf- und Abrüstung – es kommt mir manchmal vor, als würde das alles auch bewusst genutzt, um die Wirtschaft anzukurbeln. So wie damals bei der Einführung der Zeitumstellung, um Strom zu sparen, und heute bauen wir E-Autos, die mehr Strom brauchen denn je. Manchmal ist es fast ironisch, wie sich solche Dinge über Jahrzehnte hinweg wieder verändern. Und noch ein letzter Punkt in Sachen Trump, der für uns Anleger wichtig ist: Section 899. Ein Vorschlag, der es in sich hat. Denn wenn er durchkommt, bedeutet das, dass Dividenden, Zinsen und Erträge aus den USA für ausländische Investoren – also auch für Dich – mit bis zu 20 Prozentpunkten mehr Quellensteuer belastet werden könnten. Das Ziel der US-Regierung: sich gegen ausländische Steuerregelungen zu wehren, die amerikanische Unternehmen angeblich benachteiligen. Was heißt das für Dich? Noch musst Du nichts entscheiden. Der Entwurf ist zwar im Repräsentantenhaus durch, aber er muss noch den US-Senat passieren und vom Präsidenten unterschrieben werden. Und bis dahin kann sich noch einiges tun. Zumal es bereits massive Gegenwehr gibt: Lobbyverbände laufen Sturm, unter anderem die Institute of International Bankers, die Global Business Alliance, große Banken wie HSBC oder auch BNP Paribas. Rund 70 CEOs großer Unternehmen sollen ebenfalls bei der US-Regierung vorstellig geworden sein, um Druck gegen die geplanten Änderungen aufzubauen und sie bestenfalls zu verhindern. Halten wir fest: Wenn es durchkommen würde, wäre es für uns schlechter, weil Du auf diese Gewinne eben mehr Geld zahlst. Was wir allerdings auch festhalten können, ist: Wir wissen nicht, ob Section 899 überhaupt durchgeht. Wenn wir uns

Jun 23, 202518 min

Ep 305#305 Klare Strategien mit Senior Portfolio-Manager André Stagge

Wie Du mit klaren Strategien sicher an der Börse navigierst – Insights von Performance-Coach André Stagge In dieser Folge spreche ich mit André Stagge – einem langjährigen Freund, Ironman-Finisher, früheren Fondsmanager mit Milliardenvolumen und heute Performance-Coach mit eigener Community. André bringt nicht nur immense Erfahrung aus dem institutionellen Kapitalmarkt mit, sondern vermittelt sein Wissen heute an Trader und Investoren mit dem Ziel: finanzielle Unabhängigkeit durch clevere Strategien. Gemeinsam analysieren wir die aktuelle Marktlage, ziehen Parallelen zu früheren Krisen und sprechen offen über mögliche Risiken, aber vor allem auch über Chancen. Du erfährst, warum gerade jetzt viele Privatanleger ins Risiko laufen, wie Du Dich besser aufstellst und welche Strategien André konkret empfiehlt. Das erwartet Dich in dieser Folge: Parallelen zur Finanzkrise 2007/2008 Privatanleger investieren wie nie, während die Profis auf Cash setzen Warum die Märkte trotz schwacher Wirtschaft weiter steigen USA: Schuldenexplosion und steigende Zinsen Strategie schlägt Gefühl: Wie André Stagge investiert Die Drei-Daumen-Regal: So wird Strategie ganz einfach Marktausblick Sommer und Jahresende Parallelen zur Finanzkrise 2007/2008 In dieser Folge habe ich einen besonderen Gast: André Stagge. Wir kennen uns seit einigen Jahren, haben schon mehrere Webinare angeboten – mal bei ihm, mal bei mir – und sind mittlerweile auch befreundet. André ist ein echter Profi. Jahrzehntelang war er im Portfolio-Management tätig, hat milliardenschwere Fonds verantwortet und für seine Anleger deutliche Gewinne erzielt. Heute gibt er sein Wissen als Privatdozent und Performance-Coach weiter, unter anderem in eigenen Seminaren. Sein Ziel: Trader und Investoren erfolgreicher machen. Und er weiß, wovon er spricht, nicht nur durch seine Erfahrung, sondern auch durch die große Community, die er mittlerweile aufgebaut hat. Natürlich möchte ich wissen, wer André Stagge ist und was ihn antreibt: „Ich habe über zehn Jahre lang Fonds gemanagt in Frankfurt, mehr als 500 Millionen Euro für meine Kunden verdient, bin Ironman-Finisher, Hochschuldozent und Gründer von drei Unternehmen und habe eben die gleiche Börsenbegeisterung wie Du. Ich habe 1998 meinen ersten Vortrag zum Thema Börse gehalten, und seitdem bin ich diesen beiden großen Interessen treu geblieben, Bildung und Börse." Unser gemeinsames Ziel ist klar: Wir wollen Wissen weitergeben. Darum sprechen wir heute über die aktuellen Märkte, mögliche Risiken und natürlich über Chancen. Ich stelle gleich zu Beginn die Frage, die aktuell viele beschäftigt: Wir sehen Allzeithochs bei Aktien, Gold, Bitcoin, und gleichzeitig stark gestiegene Zinsen. Erinnern Dich diese Entwicklungen an 2007 oder 2008? André sagt ganz klar: "Ja!" „Also ich habe 2007 damals in der Fondsgesellschaft angefangen mit einer ganz ähnlichen Prämisse. Die Zinsmärkte sind deutlich nach oben gegangen. Das heißt, die Anleihen entsprechend nach unten. Und der DAX damals ja auch 2007 auf einem Allzeit-Hoch. Dann hatten wir einen ähnlich deutlichen Anstieg auch zum Jahresbeginn. Im Sommer ging es seitwärts und Ende 2007 ging es ein bisschen nach unten. Es war trotzdem noch ein relativ gutes Börsenjahr. Und 2008 kam dann eben die Axt und hat den Wald so richtig weggerodet, bis dann eben im März 2009 das Tief war. Und es würde mich nicht wundern, wenn eben durch diese ganzen entsprechenden Zinsanstiege, gerade bei langlaufenden Anleihen in Frankreich, in Japan, in den USA, in UK, mittlerweile bei 5,5 Prozent, da auch mal Sollbruchstellen kommen. Und das wird uns in der näheren Vergangenheit auch begleiten. Und ich glaube auch, das wird vermeintlich sichere Anlageklassen wie Krypto oder auch Gold in Mitleidenschaft ziehen, weil da natürlich eine Menge Liquidität drauf versammelt ist. Und so war es eben auch 2007." Privatanleger investieren wie nie, während die Profis auf Cash setzen André Stagge erinnert sich gut an die Jahre vor der Finanzkrise. Damals, in Meetings seiner Fondsgesellschaft, diskutierten alle über Subprime-Kredite, den späteren Auslöser des großen Crashs. „Es war eigentlich klar, dass es Konsequenzen für den Aktienmarkt haben würde. Trotzdem musste man natürlich investieren, weil das ganze Privatanlegergeld in die Fonds geflossen ist." Heute sieht er eine ähnliche Entwicklung: Noch nie haben Privatanleger in so kurzer Zeit so viel Kapital in Aktien investiert wie in den ersten fünf Monaten des Jahres 2025, oft gehebelt, oft ohne Erfahrung. „Solange die Musik spielt, läuft die Börse weiter. Aber wenn sie aufhört, muss man schnell von der Tanzfläche runter – und das haben viele nie gelernt." Auch er selbst musste diese Lektion schmerzhaft lernen. Als er 1996 an der Börse startete, war er bis 2000 der Held. Doch als die Kurse ab 2001 fielen, waren seine Gewinne schnell wieder verschwunden. „Da habe ich gemerkt: Börse ist mehr als Buy & Hold. Und das werden viele in den nächsten Jahren ebenfalls lernen." Ich spreche ihn d

Jun 16, 202520 min