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Alle Macht geht vom Volke aus – oder doch nicht? Rechtssetzung in der EU und ihr demokratisches Mäntelchen (pw19)
Was liegt zwischen den Menschen und den Gesetzen der EU? Wir geben einen Überblick über das schier undurchdringliche Dickicht der Gesetzwerdung in der EU, welche Möglichkeiten zur demokratischen Teilhabe bestehen. 2009 wurde die EU-Grundrechtecharta in Kraft gesetzt, re Die Verteilung der Staatsgewalt auf mehrere Staatsorgane dient der Sicherung von Freiheit und Gleichheit der Machtbegrenzung. Gewaltenteilung ist ein tragendes Organisations- und Funktionsprinzip der Verfassung eines Rechtsstaats. Seit Thomas Locke und Montesqiue werden dabei die drei Gewalten Gesetzgebung (Legislative), ausführende Gewalt (Exekutive) und Rechtsprechung (Judikative) unterschieden. Funktioniert diese Gewaltenteilung in der EU? Erst 2009 – mit dem Vertrag von Lissabon – wurden Grundrechte in allen Ländern der EU rechtsverbindlich. Reicht das? about this event: https://cfp.privacyweek.at/pw19/talk/RLLB8X/
Ethik, Moral und Desinformation im Zeitalter der Digitalisierung (pw19)
Wo bleiben **Ethik und Moral** in der **Digitalisierten Welt** - und wie sind diese Begriffe im Zusammenhang mit Information einzuschätzen. Wie weit beeinflussen **Netzwerke** und **Kybernetik** den Fluss von Information und wie schlägt Information ins Gegenteil um? **Ethik und Moral** Ethik wird im allgemeinen Sprachgebrauch gerne synonym mit dem Begriff der Moral verwendet. Ein Blick auf die eigentliche Bedeutung zeigt, dass die Ethik sich als Wissenschaft mit den Bedingungen und der Bewertung von sittlich begründbarem Handeln von Menschen auseinandersetzt. Dies verlangt zwar ausgiebige Reflexion von moralischem Handeln, ist jedoch keineswegs mit der Bedeutung von Moral gleichzusetzen. Ethik untersucht gleichsam die „Bedingung der Möglichkeit“ unterschiedlicher moralischer Normen und versucht, allgemein gültige Aussagen zu finden, die auf alle zwischenmenschlichen Handlungen anzuwenden sind. Ethik ist somit als reflexive (wissenschaftlich beobachtende) Betrachtung moralischer Regeln zu verstehen und stellt die Frage nach dem richtigen Handeln („an sich“). Eine kurze Darstellung zweier ethischer Prinzipien soll dies verdeutlichen :) **Digitalisierung** Nimmt man diese Prinzipien als Maßstäbe für ethisches Handeln, so stellen sich mit den Auswirkungen der Digitalisierung Fragen ob und wie diese Prinzipien hintergangen werden. Beispiele sollen diese Problematik verdeutlichen. Kybernetik (Cyber ... / Steuerung) nutzt u.A. die Theorien der Netze zur Erhöhung von Effizienz bezogen auf Informationsfluss und Nutzung von Verhaltensdaten. Inwieweit dies mit Ethik und Moral korreliert wird thematisiert. **Netzwerke** Netzwerkartige Strukturen finden man: im Internet als technische Basis, als Struktur der Verlinkung von Webseiten oder in der Form von Kommunikationswegen in der Gesellschaft als soziale Struktur - im Wirtschaftsleben als aktive Tätigkeit der Geschäftsanbahnung = Netzwerken beim Lernen als Artificial Neural Networks netzwerkartige Strukturen und Abläufe findet man in der Biologie, bei der Beobachtung menschlichen Mobilitätsverhaltens und bei der Verbreitung von Viren (sowohl im technischen als auch im biologischen Bereich) Die „Ökonomie der Aufmerksamkeit“ bevorzugt gut vernetzte Knoten. Dies ist ein Prinzip, das Menschen täglich in Wirtschaft und Gesellschaft begegnet. Als Synonyme dafür mögen Begriffe wie Starrummel und Main-Stream plausibel erscheinen. Robert K. Merton hat dies als Matthäus Effekt in Anspielung an das Matthäus Evangelium 25,29 (Wer hat, dem wird gegeben...) bezeichnet. (p 59 - 63 Science Nr. 159 1968) Wie sich dies heute auswirkt beschreibt die emeritierte Harvard Business School Professorin Shoshana Zuboff in ihrem Buch „Zeitalter des Überwachungskapitalimus“. **Desinformation** Warum sind diese Netzwerk-Hubs so erfolgreich? Einerseits aus Sicht der „Ökonomie der Aufmerksamkeit“, andererseits - dies hat der Sozialtheoretiker Niklas Luhmann dargelegt - auf Basis der Erwartungen, die wir alle an diese Dienste stellen. Nach Marshall McLuhan, der als Medientheoretiker die Mediendiskussion in den späten 60er Jahren des 20. Jahrhunderts prägte, ist es nicht nur die Information, die uns beeinflusst. Er vertrat die These, dass Menschen sowohl Sprache und Schrift als auch Medien - in der Zeit von Radio, TV und digitalen Medien selbstverständlich auch diese - als Werkzeuge zur Erweiterung ihrer Sinnesorgane verwenden. Dies stört das bis dahin gewohnte Zusammenwirken der Sinne und erfordert einen Adaptionsschritt. Hierzu kommt, dass nach wie vor der Satz „Bad News are good News“ seine Gültigkeit hat. Dies ist auch Grundlage der Möglichkeit, gezielt Falschinformation zu verteilen und über diverse Kanäle zu verstärken. Aus dieser Sicht wird durch digitale Desinformation die mögliche Entscheidungsfreiheit eingeschränkt. Mögliche Lösungen in einer immer komplexer werdenden Welt: Einigung über Regelungen in der Welt digitaler Information - so etwas wie eine digitale Verfassung (nicht gemeint damit sind so etwas wie Selbstbeschränkungen von Unternehmen) für den/die Einzelne/n: Medienkompetenz, Wissen um die Mechanismen und differenzierter Medienkonsum about this event: https://cfp.privacyweek.at/pw19/talk/P9EVSR/
Digital selves, digital work & digital labor (pw19)
Wie bestimmt das digitale Sein das Bewusstsein? Soziale Medien sind in aller Munde: mal sollen sie die Rettung der politischen Debatte sein, mal ihr Verderben. Immer öfter wird auf ihre Eigendynamik hingewiesen, also darauf, dass Debatten die in Sozialen Medien ausgetragen werden, nur bedingt Rückschlüsse darauf zulassen, was die öffentliche Debatte prägt. Dabei wird übersehen, dass Soziale Medien gerade nicht daran scheitern diese Öffentlichkeit zu repräsentieren, sondern im Gegenteil diesen Anspruch gar nicht haben: Die bestimmenden Plattformen wie Twitter sind in mehrerlei Hinsicht gerade keine öffentlichen Orte, sondern private. Was aber bedeutet das für die Nutzerinnen, die sich immer mehr mit ihrem digitalen Selbst identifizieren, die von Ihnen geteilten Inhalte als ihre Arbeit verstehen und wesentliche Teile ihrer Sozialität vermittelt über diese Plattformen ausleben? Ausgehend von einer Analyse technischen Handelns als Entäußerung wird diskutiert, wie sich Subjekte und ihre Bedürfnisse in den nach ihren Maßstäben entwickelten Technik nicht nur spiegeln, sondern von der jeweils bereits vorhandenen Technik auch geprägt werden. Darauf aufbauend wird die These einer dritten Entfremdung erörtert, die Aus den Mechanismen Sozialer Medien folgt und die fortschreitende technische Vermittlung der Welt prägt. about this event: https://cfp.privacyweek.at/pw19/talk/L7XDAZ/
How to Datenauskunftsbegehren (pw19)
Was ist ein Auskunftsbegehren? Wie mache ich das? Was bekomme ich? Laut der DSGVO hat jeder ein Recht aus Auskunft, was aber nur wenige wissen oder tun. In diesem Vortrag schildere ich den Vorgang des Auskunftsbegehrens, die geltende Rechtslage sowie Fallstricke und welche Antworten man sich erwarten kann. about this event: https://cfp.privacyweek.at/pw19/talk/XKRFBD/
Privacy built in: F-Droid App Store (pw19)
Vortrag über die Privacy-Eigenschaften des F-Droid App-Stores. F-Droid ist ein Open Soruce App-Store für Android, der Privacy by Design Prinzipien umsetzt. In diesem Vortrag wird erörtert wie F-Droid Apps ausliefert und was F-Droid tut um die Privatsphäre der Nutzer zu schützen. about this event: https://cfp.privacyweek.at/pw19/talk/JVGRGN/
Ich weiß, was du nächsten Sommer getan haben wirst: Predictive Policing in Österreich (pw19)
Predictive Policing (ein datenbasiertes und prognosegetriebenes Modell für Polizeiarbeit) gibt es auch in Österreich, und das wirft einige gesellschaftliche und rechtliche Probleme auf. Wir geben eine Einführung. Predictive Policing ist ein datenbasiertes und prognosegetriebenes Modell für Polizeiarbeit. Wir geben in diesem Talk einen Überblick über den aktuellen Stand in Österreich und diskutieren technische, politisch-gesellschaftliche und rechtliche Probleme, die sich daraus ergeben – etwa das mangelhafte Bewusstsein für Prozesse gesellschaftlicher Diskriminierung, die verzerrte Datenbasis, die PP zugrundeliegt, und fehlende Reflexion über zugrundeliegende Annahmen und Rückkopplungseffekte. Anlasslose Grundrechtseingriffe sind weder durch die StPO noch das SPG oder das PStSG gedeckt; dem Grundgedanken, dass Polizei erst bei konkreter Gefahrenlage oder Tatverdacht tätig werden darf, muss weiterhin Rechnung getragen werden. Aus unserer Sicht sollte angesichts der zahlreichen Probleme (und auch aus rechtspolitischen Erwägungen) auf PP verzichtet werden und stattdessen Ressourcen und Überlegung in die Lösung jener gesellschaftlicher Probleme investiert werden, die zu Kriminalität führen. about this event: https://cfp.privacyweek.at/pw19/talk/BPCL98/
was bedeutet eigentlich Privatsphäre? (pw19)
Ein Streifzug durch Raum und Zeit Privatsphäre wird verschieden definiert, unterschiedlich empfunden, jeweils anders respektiert und notfalls auch verteidigt. Nichts ist so sehr zeit- und kulturabhängig, wie die Privatheit. Komm mit auf einen Streifzug durch Raum und Zeit. about this event: https://cfp.privacyweek.at/pw19/talk/AYXCUK/
Digitale Agenda Wien - Möglichkeitsräume einer Stadt (pw19)
Der Vortrag umfasst einen Überblick über die Digitale Agenda Wien Mit der Digitalen Agenda Wien hat sich Wien eine mit der Bevölkerung erarbeitete Digitalisierungsstrategie gegeben. Im Vortrag soll ein Spannungsbogen über unsere Handlungsfelder von IT-Sicherheit bis zur IT-Governance gezogen werden. Welche Schwerpunkte wollen wir in der IT-Sicherheit setzen, auf welche Technologien setzen wir, welche Services für Bürgerinnen und Bürger wollen wir anbieten und wie entwickeln wir diese? Es wird auf die Frage eingegangen, wie kann die IT-Governance, das Steuerungs- und Regelsystem in der politisch-gesellschaftlichen Einheit der Großstadt, gestaltet werden? Wie kann die Gratwanderung zwischen demokratischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Interessen bewerkstelligt werden, welche Herausforderungen für die Zukunft entstehen dabei und wie kann die Teilhabe der verschiedenen Interessensträger gestaltet werden? All diesen Themen sollen in meinem Vortrag enthalten sein und Raum für Diskussion sein. about this event: https://cfp.privacyweek.at/pw19/talk/PNVHUZ/
Resistance is futile - you will be assimilated. Ein Plädoyer für Schulschlaf in der Digitalen Grundbildung. (pw19)
Neurobiologische Untersuchungen haben gezeigt, dass Nichtstun den Lernerfolg verbessert. Und es schützt vor Indoktrination, Manipulation und Propaganda - auch in der Digitalen Grundbildung ... Neurobiologische Untersuchungen haben gezeigt, dass die Aktivität des "Default Network" im Gehirn wesentlich für Lernprozesse ist. Das "Default Network" wird immer aktiviert, wenn Menschen nichts tun. Nichtstun trägt daher wesentlich zum Lernerfolg bei - ganz im Unterschied zur kompetenzorientierten Lernprozessoptimierung. Aber nicht nur das - Nichtstun kann auch vor Risiken und Nebenwirkungen von Unterricht schützen. Vor allem, wenn der Blick auf die Zukunft durch die Anpassung an bestehende Verhältnisse z. B. durch die kompetenzorientierte Lernprozessoptimierung verstellt wird. Um das zu demonstrieren, wird im Vortrag am Beispiel der Digitalen Grundbildung ein Blick auf damit verbundene Trugbilder (Transhumanismus, Digitale Steuerung der Gesellschaft etc.) geworfen und die darin zum Ausdruck kommende Indoktrination als Manipulation und Propaganda diskutiert. Ein kreativer Ausblick rundet den Vortrag ab. about this event: https://cfp.privacyweek.at/pw19/talk/NZSNV8/
Das kleine Einmaleins der Passwörter (pw19)
Ein Vortrag ueber Logins und Passwoerter und was man darüber wissen sollte. In dem Vortrag sehen wir uns einmal Passwörter genauer an. Die tatsächlich notwendige Länge eines Passwortes auszurechnen ist nicht schwerer als das Wechselgeld beim Bezahlen in einem Geschäft zu prüfen, deshalb werde ich zeigen wie das geht. Dann schauen wir uns an wie Passwörter gespeichert und verglichen werden was dabei alles schief gehen kann. Am Schluss sehen wir uns noch Zwei-Faktor-Verfahren (also zum Beispiel Pin und Tan) und deren Vor- und Nachteile an. about this event: https://cfp.privacyweek.at/pw19/talk/BAYA8Y/
Digitale Probleme - für Alle! (pw19)
Das Internet verbindet uns mit einer Flut an Nachrichten aus allen Interessensgebieten, ganz nach dem individuellen Geschmack. Nicht jeder liest jedoch bewusst IT-Sicherheitsnachrichten - auch wenn dort immer wieder Meldungen vorkommen die eigentlich alle betreffen. Diese Vortrag bringt einen bunten Querschnitt von Nachrichten aus der IT-Sicherheitswelt, die in "normalen" Nachrichtenfeeds wohl kaum auftauchen, oder nicht wahrgenommen werden, die aber auf Grund der fortschreitenden Digitalisierung unserer Alltagswelt eigentlich Sicherheits- und Datenprivacy-Auswirkungen auf uns alle haben (könnten). Dieser Vortrag soll motivieren sich mit den eingesetzten modernen "digitalen" und "cloudigen" Tools etwas tiefergehend auseinanderzusetzen, anstatt reflexartig überall "Ja" bei der Installation zu klicken und ein "ist ja gratis" und ein "ich habe ja nichts zu verbergen" verhindert jede weitere Reflektion. about this event: https://cfp.privacyweek.at/pw19/talk/N98QNQ/
Die nicht so kurze Geschichte der Datenverarbeitung (pw19)
Vor kanpp 130 Jahren fand der erste "automatisierte" Zensus statt. Seit dem wurden und werden immer mehr Daten von von immer mehr Menschen erhoben. Teils mit schrecklichen Folgen. In der Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika ist festgeschrieben, dass alle 10 Jahre eine Volkszählung durchgeführt wird. Seit dem findet sie immer in den "Zehnerjahren" statt. 1890 war es also wieder so weit. Allerdings wollte man hier neue Wege beschreiten, denn die Auswertung des Zensus von 1880 hat 8 Jahre gedauert, was in den Augen der Verantwortlichen viel zu lange war. Daher wurde nun nach einem System gesucht, mit dem die Daten schneller und effizienter ausgewertet werden konnten. Herman Hollerith, der schon kurz zuvor für das Kriegsministerium Lochkarten-Maschinen geliefert hatte, wurde auch hier engagiert. Seit dem wurden und werden immer mehr Daten, von immer mehr Menschen, in maschinenlesbarer Form gespeichert und verarbeitet. In der ersten Euphorie wurde allerdings übersehen, welche verheerenden Folgen das Sammeln persönlicher Daten in zentralen Registern haben kann. Dies offenbarte sich erst 1940, nach der deutschen Invasion der Niederlande, denn hier hatte nur wenige Jahre zuvor ein umfangreicher Zensus stattgefunden. Leider zeigt die Geschichte auch, dass die Menschheit aus solch fatalen Fehlern nicht lernt und immer größere Datenberge über jedes einzelne Individuum anhäuft. about this event: https://cfp.privacyweek.at/pw19/talk/WRKGJG/
Rosa Liste (pw19)
"Eine Regierung hat auch die Pflicht uns vor zukünftigen Regimen zu schützen." Anhand der Rosa Liste möchte ich aufzeigen weshalb das ein wichtiger Grundsatz moderner Demokratien ist. In der Weimarer Republik und der Ersten Republik Österreich wurden Listen angelegt in denen zahlreiche Daten über tatsächliche oder vermeintliche Homosexuelle gesammelt und auf Vorrat gespeichert wurden. Im NS-Staat wurden diese Listen genutzt um eine große Anzahl Homosexueller in Konzentrationslager (KZ) zu bringen in denen sie den berühmten Rosa Winkel als Kennzeichnung bekamen. Noch heute gilt die Rosa Liste als eines der schlimmsten Beispiele wie auf Vorrat gespeicherte Daten missbraucht werden können. Als Datenschützer und Bisexueller möchte ich näher auf diesen besonderen Teil der Geschichte eingehen. about this event: https://cfp.privacyweek.at/pw19/talk/LCSMK3/
Du entkommst uns nicht: Ein Vortrag über tracking im Internet. (pw19)
Was bitte ist ein facebook pixel? Und was will Google alles über mich wissen? Und wieso soll ich mich davor fürchten? Eine kurze Einführung darüber, wer uns aller zuschaut. 24 Stunden am Tag. Jeden Tag. Die Annahme, im Internet könne eins anonym unterwegs sein, ist ebenso weit verbreitet wie falsch. Jede/r, die/der ein Handy hat – und das is praktisch jeder von uns – wird von Google, facebook & Co ausspioniert. Und zwar immer, permanent, und ohne unser Wissen, geschweige denn unsere Zustimmung. Selbst wenn Du nicht surfst, sondern nur dein Handy mit Dir herumträgst, wirst Du beobachtet, katalogisiert, eingeschätzt, durchleuchtet, verfolgt, und am Ende verkauft. Für dumm, ahnungslos und an Leute, die Du nicht kennst. Und eigentlich auch nicht kennen willst. Dagegen kann eins sich nicht wehren? Oh ja, das geht. Wir zeigen euch, wer euch trackt, verfolgt und jede Bewegung, jedes Detail aufzeichnet. Und wie man sich dagegen wehren kann, ohne sein Handy wegwerfen zu müssen. about this event: https://cfp.privacyweek.at/pw19/talk/LYNMNP/
Privatsphäre und DNA (pw19)
Der Vortrag beschreibt die derzeitigen und zukünftigen Gefahren die aus der immer stärker wachsenden Verbreitung von DNA-Analyse Techniken hervorgehen. Die DNA-Analyse ist wohl die Biometrie-Technologie, die am Tiefsten in die Privatspäre eindringt. DNA Analysen werden immer erschwinglicher und dadurch auch immer häufiger, sowohl privat auf freiwilliger Basis wie auch durch die Sicherheitsbehörden (eher unfreiwillig). Privatpersonen wollen damit mehr über ihre genetische Herkunft erfahren oder auch über mögliche Gesundheitsrisiken, Behörden nutzen DNA-Analysen z.B. für die Aufklärung von Verbrechen. Die Möglichkeiten die in dieser Technologie stecken gehen aber noch viel weiter. Der Vortrag erklärt die verschiedenen Typen von DNA-Analysen, welche Daten dabei jeweils anfallen und geht dann vor allem darauf ein, welche derzeitigen und zukünftigen gesellschaftlichen Auswirkungen dabei zu erwarten sind. Kernpunkt ist dabei, dass DNA-Daten nie anonym sind wenn es ausreichende Daten in Referenzbibliotheken gibt. Und DNA-Datenbanken sind derzeit rasant im Wachsen. Im privaten Bereich ist bereits jetzt ein ausreichend großer Anteil der europäisch-stämmigen Bevölkerung der USA erfasst dass (fast) jede DNA-Probe identifiziert werden kann. Auch Behörden bekommen (ganz oft) Zugriff auf diese Daten. Und auch bei der Überwachung von ethnischen Gruppen werden DNA-Analysen bereits eingesetzt. about this event: https://cfp.privacyweek.at/pw19/talk/YVGCTG/
Mission (Im-)Possible - Datenschutzkonformer Einsatz von US-Services (pw19)
Facebook, Google und Co sind nicht gerade als "Helden des Datenschutzes" bekannt. Doch was wäre, wenn sie alles richtig machen würden, es kein Tracking, keine Cookies mehr gäbe, wäre dann die Datenübertragung in die USA in Ordnung? Ja? Nein? Vielleicht! Cloud-Services, Plattformen, etc. aus den USA erfreuen sich größter Beliebtheit. Über deren Einstellung zum Thema Datenschutz lässt sich streiten. Aber was wäre, wenn US-Anbieter plötzlich datenschutzkonform agieren würden. Ende gut, alles gut? Was ist mit Privacy Shield und diesen Standardvertragsklauseln? Machen die plötzlich Datentransfers in die USA datenschutzkonform? Was hat der amerikanische CLOUD-Act damit zu tun? Und wie passt diese ominöse geplante europäische e-Evidence-Verordnung da hinein? Was ist dran an der Diskussion über Datentransfers von der EU in die USA? Wird wirklich so heiß gegessen wie gekocht wird? Oder alles halb so schlimm? Wir unternehmen einen rechtlichen Streifzug durch die Untiefen der möglichen und unmöglichen Rechtsgrundlagen für einen Datentransfer in die USA. about this event: https://cfp.privacyweek.at/pw19/talk/SZX8HW/
Match um die 5G-Überwachung - Kyberei gegen Telekoms (pw19)
Europol und die nationalen Polizeibehörden laufen Sturm gegen die neuen Überwachungsstandards, die im „European Telecom Standards Institute“ (ETSI) gerade für die 5G-Netze entwickelt werden. Europol und die nationalen Polizeibehörden laufen Sturm gegen die neuen Überwachungsstandards, die im „European Telecom Standards Institute“ (ETSI) gerade für die 5G-Netze entwickelt werden. Die Telekom-Industrie hatte die Strafverfolger im ETSI überstimmt. Es sei "jetzt wichtig, politischen Druck“ auszuüben, "um die Definition des Standards noch zu beeinflussen“, heißt es in einem internen Schreiben von Anti-Terror-Koordinator Gilles de Kerchove an den EU-Ministerrat. Konkret will man die Telekoms zwingen, ihre 5G-Netzarchitektur entlang der Bedürfnisse der Strafverfolger auf- und Sicherheitslücken für IMSI-Catcher einzubauen. Der Vortrag schildert den letzten Stand dieser Auseinandersetzung. about this event: https://cfp.privacyweek.at/pw19/talk/HZUUC3/
Datenschutz für Software Entwicklerinnen (pw19)
Langsam gewöhnen wir uns daran, dass Software Datenschutzfunktionen enthält und unsere Privatsphäre schützt. Wie kommen Applikationen eigentlich dazu? Ganz einfach: Sie wird so programmiert - allerdings nicht automatisch. Die Applikationen, die wir verwenden, sollen unsere Daten und unsere Privatsphäre schützen. Genau wie andere Funktionen müssen diese Features implementiert werden. Moderne Software Entwicklung ist allerdings nicht ganz trivial. Zwar gibt es haufenweise Komponenten, die einem die Arbeit erleichtern, nur muss man wissen wo welcher Teil des Codes Daten speichert und verarbeitet. Dieser Vortrag soll Entwicklerinnen Hilfestellung für die Implementation geben und Benutzern vermitteln was Applikationen mit Daten und Privatsphäre tun können und nicht tun sollten. Vortrag selbst hier hier zu finden: https://web.luchs.at/information/docs/PW2019_DS/?print-pdf&pdfSeparateFragments=false about this event: https://cfp.privacyweek.at/pw19/talk/GUZGTL/
F*ck #gatedcommunities: Über soziale Interaktion und die Möglichkeit zur Teilhabe (pw19)
Medienkompetenz fängt bei der Wahl der Kommunikationskanäle an und reicht bis weit über Privatsphäreeinstellungen hinaus. Menschen die Möglichkeit zur Teilhabe und zum Mitmachen zu geben ist in #gatedcommunities nur sehr be-grenzt machbar. Es kann auch besser gehen. Geschlossene Facebookgruppen und FB-Live-Videos sind heute in 90% aller Fälle das Mittel der Wahl, wenn es um Kommunikation nach außen geht. Dabei ist das Außen gar nicht außen, sondern nur innerhalb des kleinen Weidezauns, der uns als "das große weite Internet" verkauft wird. Menschen Teilhabe und Mitwirkung zu ermöglichen, geht anders. Einige datensparsame Möglichkeiten und offenstehende Wege sollen in diesem Vortrag aufgezeigt werden. about this event: https://cfp.privacyweek.at/pw19/talk/E7RZC8/
Pluggable Transports basierte Zensurumgehung (pw19)
Vortrag über das Zensur-Umgehungs-Protokoll: Pluggable Transports. In diesem Vortrag wird auf die technische Umsetzung der Zensurumgehungsmethoden der TOR Software eingegangen. Es wird eine Übersicht über die Pluggable Transports Spezifikation gegeben und die verfügbaren Implementierungen vorgestellt. about this event: https://cfp.privacyweek.at/pw19/talk/YQQP8S/
Menschenleben retten – ist das Strafbar? (pw19)
Woher kommen Menschenrechte? Erst 2009 in der EU-Charta rechtswirksam festgeschrieben, hat der Kampf um Grundrechte eine lange Geschichte. Wozu brauchen wir das heute? Der Kampf um Grund- und Menschenrechte geht weiter. Ein Überblick. 1789 hat die französische Revolution erstmals in Europa Menschenrechte festgeschrieben. Die Französische Revolution von 1789 bis 1799 mit ihrem (verkürzten) Motto Liberté, égalité, fraternité (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit) brachte die Abschaffung des feudal-absolutistischen Ständestaats, Propagierung und Umsetzung grundlegender Werte und Ideen der Aufklärung. Mit der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte vom 26. August 1789 wurden auf dem europäischen Kontinent jene Prinzipien bekräftigt und gegen absolutistische Monarchien in Stellung gebracht, die heutzutage von den Vereinten Nationen weltweit propagiert und eingefordert werden. Das brachte mitursächlich tiefgreifende macht- und gesellschaftspolitische Veränderungen in ganz Europa und hat das moderne Demokratieverständnis entscheidend beeinflusst. Erst 2009 – mit dem Vertrag von Lissabon – wurden Grundrechte in allen Ländern der EU rechtsverbindlich. Zehn Jahre später darf Mann das in Frage stellen about this event: https://cfp.privacyweek.at/pw19/talk/FBTFCU/
Ein Jahr Selbstversuch Digitale Mündigkeit (pw19)
Nach der Privacy Week 2018 haben sich Katharina und Volker auf den Weg gemacht die Hoheit über ihre Daten und Systeme zurückzugewinnen. Sie zeigen, was sie geplant hatten und wie die Realität sie herausgefordert hat. Eine Motivation auch erste Schritte zu wagen. Nach der letzten Privacy Week haben Katharina und Volker in einem Selbstversuch begonnen digital mündig zu werden. Ihr Ziel war nicht weniger als die Selbstbestimmung für den privaten digitalen Alltag herzustellen. Hierzu gehört unter anderem: • Daten-Souveränität und Datenhoheit über die eigenen Daten • Geräte-Souveränität über die eigenen Endgeräte • Sicherheit bei der Nutzung von Geräten/Betriebssystemen/Apps/… Die beiden zeigen, wie sie sich auf den Weg gemacht haben, was sie geplant hatten, was sie erlebt haben, was sie konkret erreicht haben und mit welchen Hindernissen und Hürden sie konfrontiert waren. Dabei erläutern sie auch, was man konkret in den Workshops der diesjährigen Privacy Week lernen kann. about this event: https://cfp.privacyweek.at/pw19/talk/KFBESC/
Alle reden von autonomen E-Autos – wir reden von Datensicherheit (pw19)
Für mehr Sicherheit und mehr Bequemlichkeit im Verkehr verkaufen wir unsere privaten Daten. Und wenn wir dem nicht Einhalt gebieten, auch unsere bürgerlichen Freiheiten. Wie wird der Verkehr von morgen aussehen? Wird es wirklich Flugtaxis und autonom fahrende Fahrzeuge geben? Kurzer Spoiler: Not in my lifetime. Was es allerdings jetzt schon gibt, ist eine stetig wachsende Datenflut. Gegen die gilt es anzukämpfen. Und zwar hier, jetzt und heute. Schon heute melden unsere Autos wahre Datenfluten an Erzeuger und andere Empfänger, und wir haben de facto keinerlei Kontrollen darüber. Und auch im öffentlichen Personenverkehr, von Bim und Bus bis Bahn und Flugzeug, werden wir durchleuchtet, erfasst und digital ausgespäht in einem Ausmass, das den Wenigsten von uns bewußt ist. Ein Talk über die Digitalisierung im Verkehr. Warnung: Ihr werdet euch wundern, was alles jetzt schon möglich ist. about this event: https://cfp.privacyweek.at/pw19/talk/HL89ZN/
Privacy follows Cyber Security - Menschenrechte im Spannungsfeld mit Cyber Security (pw19)
tbd tbd about this event: https://cfp.privacyweek.at/pw19/talk/G9X3KK/
Digitale Kompetenzen vermitteln (pw19)
Ein Panel zu den Herausforderungen wenn es darum geht, digitale Kompetenzen zu vermitteln gewünschte Panelbesetzung: Volker, Katharina, C. Swertz; Moderation: Klaudia about this event: https://cfp.privacyweek.at/pw19/talk/VUTUER/
Digitale Kompetenzen vermitteln - Videobotschaft (pw19)
Kurzes Grußwort und ein paar – vielleicht einleitende? – Gedanken zum Thema: "Digitale Kompetenzen – wie kann man die am besten vermitteln?" Und was das mit dem Roman "NSA" zu tun hat. tbd about this event: https://cfp.privacyweek.at/pw19/talk/QQATZ3/
Eröffnung (pw19)
Das PrivacyWeek Team eröffnet die #pw19, oida. (tbd) about this event: https://cfp.privacyweek.at/pw19/talk/EDZSMY/
Caring (jh19)
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re:respect (jh19)
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CO2 Small Foot (jh19)
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Luftmessungsbox (jh19)
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Green Garden (jh19)
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Green World (jh19)
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Sprach-Politik (jh19)
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Find your flower (jh19)
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Begrüßung (jh19)
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Robotics for all (jh19)
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Turtle Stitch (jh19)
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Mit offenen Daten die Welt verbessern (jh19)
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Clean Code (jh19)
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NeXT (vcfb19)
Was macht man im Alter von 30 Jahren, wenn man gerade aus seiner eigenen Firma geworfen wurde? Man nimmt sein Vermögen von 150 Millionen Dollar, sammelt seine kompetenten Getreuen um sich und gründet eine neue Firma. Ziel von NeXT Inc. war, einen sogenannten 3M-Computer zu bauen. Das heißt, mit einer Million Pixeln auf dem Bildschirm, einem Megabyte Speicher und einer Million Instruktionen pro Sekunde Rechenleistung. Dieser sollte als Konkurrenz zur Sun Workstation für Universitäten angeboten werden. So entstand eines der besten Computersysteme seiner Zeit, das jedoch durch falsches Marketing niemals Marktbedeutung erlangte. Der Vortrag behandelt die Geschichte von NeXT Inc., beginnend mit Steve Jobs’ Rausschmiss bei Apple bis zur Wiedervereinigung mit seiner alten Firma im Jahre 1997. about this event: https://c3voc.de
Hartmut Esslinger (vcfb19)
Hartmut Esslinger änderte die Welt des Designs und tat dies in globalem Maßstab. Er startete als Designer im Jahre 1969 und gestaltete zahlreiche elektronische Geräte und Produkte für Sony, Hansgrohe und bis in die 2000er-Jahre für zahlreiche weitere Auftraggeber. Er arbeitete seit 1982 mit Steve Jobs persönlich zusammen und gilt als Initiator einer komplett neuen Designsprache, das "Snow White" für die Produkte des amerikanischen Computerherstellers. Hören Sie spannende Geschichten über die frühen Jahre bei Apple und sehen Sie ausgefallene Designstudien und Konzeptentwicklungen aus der Zeichenfeder des Designers. about this event: https://c3voc.de
Rekonstruktion der Softwarearchitektur klassischer NES-Spiele (vcfb19)
Der Vortrag beschäftigt sich mit der Fragestellung, was hinter den Kulissen klassischer NES-Spiele passiert und wie man dieses Verhalten mit aktuellen Technologien sichtbar machen kann. Wie gelingt es, Strukturen und Datenflüsse in dem schwer verständlichen Maschinencode sichtbar zu machen? Welche Teile des Codes sind für was verantwortlich, wie werden klassische Probleme der Spieleprogrammierung gelöst, welche Gemeinsamkeiten gibt es zwischen verschiedenen Spielen? Es wird gezeigt, wie aktuelle Emulatoren mit modernen Frameworks zur Datenanalyse und Visualisierung verknüpft werden können. Basierend darauf werden verschiedene Ansätze zur visuellen Exploration von Speicherinhalten und Ablauflogiken vorgestellt und anhand verschiedener Spiele demonstriert. Weiterhin werden weiterführende Emulationstechniken demonstriert, die es erlauben, Datenflüsse und Beziehungen zwischen Variablen automatisiert zu ermitteln. about this event: https://c3voc.de
Computer in der DDR (vcfb19)
Großrechner, Bürocomputer, Heimcomputer, Lerncomputer, eine Spielkonsole, ein Münzautomat, Drucker, Taschenrechner und vieles, vieles mehr. In Ostdeutschland entsteht bis 1989 nicht nur eine unüberschaubare Anzahl von Geräten. Als eines von sehr wenigen Ländern auf der Welt entwickelt die DDR auch fast jedes Einzelteil selbst, vom Prozessor bis zum Gehäuse. Doch bleibt sie gefangen in einer Welt voller Gegensätze – weitgehend isoliert vom Westen und mit wenig Unterstützung aus dem Ostblock. about this event: https://c3voc.de
Building a B compiler for the PDP-8 (vcfb19)
The B programming language is a simplified BCPL dialect developed at Bell Labs to program their PDP-7. Later evolving into C, B is largely forgotten but remains an important milestone that shaped the familiar syntax and basic features of many, if not most modern curly-brace languages. With 8bc, I implemented a B compiler for the PDP-8, a widely popular family of minicomputers built from 1965 until well into the early 1980s. Despite being contemporaries, B and the PDP-8 seem to never have met before. In this talk, we have a look at the unique design of the PDP-8, the concessions made in B in comparison to BCPL, and how B was implemented both historically and for comparison, in 8bc. about this event: https://c3voc.de
Abschlussveranstaltung (vcfb19)
Rückblick über das VCFB 2019. Verleihung des Publikumspreises für die beliebtesten Ausstellungen mit Verlosung eines Preises unter den Teilnehmenden der Abstimmung. about this event: https://c3voc.de
QPC-10 Quantity Process Computer (vcfb19)
Der QPC-10 war ein von Dr. Alexander Spitzner in der DDR entwickelter Tischrechner. Die Besonderheit dieses Systems ist, dass es nicht nur wie die meisten anderen Systeme auf einer rein mathematischen Logik rechnet, sondern auf der Basis von physikalischen Einheiten wie Gramm oder Meter. Das Gerät wurde von 1968 bis 1988 im Rahmen der Vereinheitlichung der metrischen Systeme des Sowjetblocks entwickelt. Die zugrunde liegende Idee war es, Falscheingaben bei Verwendung unterschiedlicher Systeme wie z.B. Fuß oder Meter zu vermeiden, indem dieses Gerät die Eingaben aufnimmt und in der korrekten Einheit an das Zielsystem weiter gibt. about this event: https://c3voc.de
Volle Dröhnung auf der Insel (vcfb19)
Müssen historische Computer in dunklen Ecken von Museen ein Dasein als Staubfänger fristen? Nein, dass es auch anders geht, zeigt ein Blick nach England. Dort führen Ehrenamtliche mehrmals pro Woche, zum Teil sogar täglich, Schrankwand-große historische Computer im Original oder – sofern ein solches nicht mehr vorhanden ist – in originalgetreuen Nachbauten im Betrieb vor. Das fängt an mit den Maschinen, die im Zweiten Weltkrieg zur Entschlüsselung von Funksprüchen der Deutschen Wehrmacht eingesetzt wurden: die elektromechanische Turing-Welchman-Bombe für Enigma-verschlüsselte Nachrichten und der Röhren-Computer Colossus für Nachrichten, die mit dem anspruchsvolleren Lorenz-Verfahren verschlüsselt waren. Aus der Nachkriegszeit bis Anfang der 1950er-Jahre stammen dann die meisten anderen vorgestellten Exponate: der erste Computer, bei dem das Programm im Speicher abgelegt war (Manchester Baby); der erste Computer, der für wissenschaftliche Berechnungen geplant und eingesetzt wurde (EDSAC); und der älteste noch funktionierende Originalcomputer der Welt (Harwell Dekatron/WITCH). about this event: https://c3voc.de
Gigatron TTL microcomputer (vcfb19)
When the MOS 6502 and Zilog Z80 were launched in 1976, it started the personal computer revolution. But were these microprocessors really necessary for that? Last year we created a single-board microcomputer from fewer than 40 simple 1970s TTL logic chips, a bit of memory, and some diodes, resistors, etc. There is no microprocessor, no video chip, and no sound chip. Still this computer can run video games, play music, run BASIC. In this talk we go through the evolution from early electronics experiments, to breadboard prototype, to the electronics kit that hundreds of people have enjoyed building by now. about this event: https://c3voc.de
Die Gepard Computer GmbH (vcfb19)
Wenn der Nerd von Welt 1984 eine Computerfirma gründet, dann ist das Produkt der Wahl natürlich ein Motorola-68000-basierter, modularer Computer, der schneller ist und weniger kostet als ein monolithischer, nicht erweiterbarer Apple Macintosh. Das Betriebssystem wird selbst in Modula-2 geschrieben mithilfe des eigens entwickelten Modula-2 Compilers, der natürlich auch mitgeliefert wird. Als Firmenname wird der Gepard gewählt. Computer dieser Firma steuern später so coole Sachen wie experimentelle universitäre Ionentriebwerke. Dieser Vortrag geht auf die Geschichte der Gepard Computer GmbH ein, auf ihr Produktangebot, sowie auf die Gründe ihres Niedergangs. about this event: https://c3voc.de