
Auf geht-s-der Reha-Podcast!
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Ep 213Auf geht’s - der Reha-Podcast Folge 213 Wiederholung Schnelle Hilfe für Verkehrsunfallopfer
ESchwer verletzte Unfallopfer haben es nicht leicht wieder im Leben Fuß zu fassen. Das liegt oft an einer fehlenden Behandlungskette. Nach der Akutbehandlung folgt nicht immer die optimale medizinische Rehabilitation. In der gesetzlichen Unfallversicherung (Berufsgenossenschaften/Unfallkassen) gibt es dafür das Instrument der Heilverfahrenssteuerung. Die freie Arztwahl kann bei schweren Unfallfolgen sogar eingeschränkt werden (§ 28 Abs. 4 SGB VII). Nach schweren Verkehrsunfällen ohne Beteiligung von Berufsgenossenschaften liegt genau hier das Problem. Geschädigte kommen nicht oder verspätet in die richtige Rehabilitationseinrichtung. Weder das Entlassmanagement (§ 39 Absatz 1 a SGB V) noch das Wunsch- und Wahlrecht (§ 8 SGB IX) haben hieran etwas geändert. Verkehrsunfallopfer und deren Angehörige leiden hierunter. Die Genesung wird verzögert, die Familie belastet. Zum Beispiel weil der Haushalt nicht wie bisher geführt werden kann. Oder es entwickeln sich Zukunftsängste, weil der Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. Die zuständigen Versicherungen erfahren nicht selten zu spät von diesen schweren Schicksalen. Sie können somit nicht rechtzeitig Reha-Beratungen oder andere Leistungen anbieten. Zu diesem Zeitpunkt ist häufig nicht bekannt, welcher Versicherer für den Verkehrsunfall zuständig ist. Hierfür gibt es den Zentralruf der Autoversicherer. Seit Ende Oktober 2019 besteht die Möglichkeit, mit dem „Stichwort Reha“ Leistungen des Versicherers anzuschieben. Andreas Bretzler vom Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) macht im aktuellen Gespräch mit Jörg Dommershausen deutlich, dass es nicht darum geht, dass ein Versicherungsvertreter am Krankenbett erscheint. Absicht ist es, dass das Unfallopfer und seine Angehörigen eine “Reha-Ansprechstelle“ erhält. Die Entscheidung für oder gegen Angebote liegt ausschließlich bei der geschädigten Person, stellt Andreas Bretzler klar. Die Beteiligung von Angehörigen, Rechtsvertretern oder Bevollmächtigten Sozialdiensten ist laut Andreas Bretzler sogar gewünscht. Der GDV hat für die einschlägigen Fälle ein Merkblatt entwickelt, das Reha-Management Oldenburg als PDF-Datei zum Herunterladen anbietet.

Ep 212Auf geht’s - der Reha-Podcast Folge 212 Mit einem Weckruf Teilhabe schaffen!
Vor kurzem führte ich ein interessantes Telefonat. „Herr Dommershausen, wenn ich an sie denke, bringe ich das immer mit Schädel-Hirn-Trauma in Verbindung!“. Auf der einen Seite finde ich das toll. Den Menschen; die von einem Schädel-Hirn-Trauma betroffen wurden, liegen mir sehr am Herzen. Eigentlich ist Frau Dr. Annegret Ritz daran „schuld“. 1992, als ich als Reha-Manager anfing, gab sie mir 2 Stunden „Privatunterricht“ zum Thema Schädel-Hirn-Trauma-Kinder-Jugendliche-Erwachsene. Das ist hängen geblieben! Und trotzdem begleite ich genauso Menschen mit jeder anderen Art von Unfallverletzung. Sei es ein Beinbruch, Armbruch oder etwas Ähnliches. Leider läuft es auch in den scheinbar „leichten“ Fällen eben nicht immer rund. Da wird zum Beispiel ärztlicherseits „vergessen“ eine Schraube im Becken einzufügen. Obwohl dies Standard sein müsste. Die Folgen sind verheerend. Auf einmal ist nicht nur der Arbeitsplatz im Handwerk gefährdet. Auch zu Hause läuft es für das Unfallopfer nicht mehr so, wie es laufen könnte. Einfach weil nichts mehr klappt. Staubsaugen oder Unkraut jäten werden schier unmöglich. Eins ist klar, rehamanagement-Oldenburg hilft Unfallopfern, Rechtsanwälten und Versicherungen in einer solchen Situation. Gibt es Beispiele? Ja! Peggy Seegy hat in Thailand eine schwere Beckenverletzung erlitten. Erst in Deutschland stellt sich heraus, dass es nicht so ganz einfach ist. Viele Operationen folgen und die Erkenntnis, dass es Menschen gibt, die einfach helfen. Daneben gibt es viele Herausforderungen. Zur Physiotherapie über die Straße? Das ist nicht so einfach mit einem Rollstuhl. Abgesehen, einmal die Wohnung zu erreichen, denn es gibt ganz plötzlich Treppen! Vorher war alles normal und einfach. Und jetzt? Peggy Seegy muss auf einmal Hilfe annehmen, um klar zu kommen. „Unfall - Dein Weckruf ins Leben“ ist ein schönes Buch. Vom Unfall bis zur Teilhabe. Peggy Seegy hat viele spannende Tipps auf den letzten Seiten ihres Buches für die Leserinnen und Leser. Glaubenssätze zu prüfen und zu verändern ist so eine Sache. Oder ein Erfolgstagebuch. Mit eigenen Absichtserklärungen für dich bleibst du am Ball und darfst an deinen neuen 100 Prozent etwas verändern.

Ep 211Auf geht’s - der Reha-Podcast Folge 211 Teletherapie in der neurologischen Rehabilitation
Du hast nach dem Schädel-Hirn-Trauma endlich die Akutklinik und stationäre Neuro-Reha geschafft. Und dann? Wie geht es zu Hause weiter? So viel Aufwand und Kampf. Und dann reißt das Neuro-Training ab und deine wieder gewonnenen Kompetenzen gehen verloren. Das kann nicht dein Ziel sein. Die Erfahrung zeigt, dass Ärzte in deiner schweren Zeit nicht immer eine Stütze sind. Notwendige Therapien werden nicht oder nur unzureichend verordnet. Zu diesem Thema haben wir ja schon eine Menge in Sendung 206 des „Auf geht’s - der Reha - Podcast!“ gesagt. Deine Teilhabeziele zu verfolgen ist deine Aufgabe. Eine Teletherapie kann dich in dieser Zeit unterstützen. Aber wie ist das dann mit dem Datenschutz? Und welche Ziele können verfolgt werden? In welchen Bereichen wie Logopädie, Ergotherapie und Neuropsychologie kann eine Teletherapie erfolgen? Also eine Menge Fragen, die es gilt zu beantworten. „Für jeden Menschen, der hierher kommt, ist das oberste Ziel Spaß und Lust zu haben!“ So Stephan Benhamza (ehemals Runge). Stephan Benhamza ist Geschäftsführer des Aphasie-Zentrum-Vechta. Das Gäste des Aphasie-Zentrum-Vechta nicht nur logopädische Ziele mit Teletherapie erreichen können kann Kathrin Billo, Casemanagerin des Aphasie-Zentrum-Vechta, garantieren. Der nach einem Nachsorgemodell und weiterem Kontakt zum Aphasie-Zentrum-Vechta kam von den eigenen Gästen. Sie haben teilweise bitter erfahren müssen, wie es ist nach einer Neuro-Reha ohne Therapieversorgung da zu stehen. Dabei hilft auch der Blickkontakt, den es bei einem Telefonat ja nicht gibt. Er ist gerade bei einer neurologisch veränderten Sprach- und Informationsverarbeitungsveränderung wichtig. Und was ist mit den erlernten Strategien? Klappt alles? Und was ist mit den Angehörigen? Passt wirklich alles? Oder darf nachgesteuert werden? Und ein Transfer von Therapieinhalten vor Ort nach Vechta macht für die Teilhabe der Betroffenen viel Sinn. Dies hilft bei Nachsorgetelefonaten mit den Therapeutinn/en am Wohnort. So können die Unfallopfer weiter ihren neuen Weg gehen, wachsen und Lebensfreude (zurück-) gewinnen.

Ep 210Auf geht’s - der Reha-Podcast! Folge 210 Folgen einer Fremdbestimmung
Selbstbestimmung ist zunächst einmal ein Wort. Womit assoziierst du dies? Zum Beispiel mit Autonomie, Teilhabe, Benachteiligung, Eigenverantwortung. Denkst du weiter über dieses Wort Selbstbestimmung nach, ergeben sich vielleicht weitere Möglichkeiten. Zum Beispiel hinsichtlich des Gegenteils zu Selbstbestimmung, der Fremdbestimmung. Auch diese kann viele Facetten haben. Da muss man nicht gleich immer an Unfall und Behinderung denken. Fremdbestimmung gibt es schon in ganz jungen Jahren. Schon als Kind sagen uns die Erwachsenen, wo's lang geht. Besonders spannend wird es dann in der Pubertät. Da ist meistens die Zeit, wo wir aufbegehrt haben. Genau- um über uns selbst zu bestimmen. Vielleicht kannst du dich noch an das Gefühl erinnern, wenn es mit der Selbstbestimmung in der Pubertät nicht so funktionierte. Hattest du ein gutes Gefühl, wenn die Erwachsenen „alles besser wussten“? Wenn du dich daran erinnern kannst, dann kannst du hineinfühlen, wie es ist, wenn andere Menschen über dich bestimmen. Das war vielleicht nicht das, was du wolltest. In anderer Form erlebst du ein solches Gefühl, möglicherweise noch aktuell in anderen Situationen. In der aktuellen Sendung vom „Auf geht‘s - der Reha-Podcast!“ geht Jörg Dommershausen in einem Beispiel auf einen konkreten Fall und seine Auswirkungen bei der Teilhabe ein. Und es gibt auch Fälle, in denen Fremdbestimmung eine nützliche Schutzfunktion hat. Zum Beispiel bei einer eingerichteten gesetzlichen Betreuung. Selbstbestimmung kann in solchen Fällen einen schadenden Charakter besitzen. Zum Beispiel wenn ein hirnorganisches Psychosyndrom nach einem Schädel-Hirn-Trauma (SHT) vorliegt. Und dann kann Fremdbestimmung auch ganz praktisch sein. Ja, wirklich. Zum Beispiel dann, wenn jemand nicht gerne entscheidet und alltägliche Entscheidungen anderen überlässt. Dann ist es ja ganz bequem. Du kannst anderen die Schuld für Fehlentscheidungen geben. Dein Energieaufwand sinkt danach auch. Allerdings gibt es auch einen Haken. Du gibst mit deiner Selbstbestimmung Entscheidungsmöglichkeiten aus der Hand. Abgesehen davon, dass ein anderer Mensch Macht über dich gewinnt. Und genau dann kann ein Problem entstehen. Jemand anderes übernimmt die Führung in deinem Leben. Eine Unabhängigkeit sinkt immer mehr und aus Bequemlichkeit wird plötzlich ein Problem. Nein-Sagen und an seinem Selbstwertgefühl zu arbeiten, kann eine Lösung sein. Dazu gehört es auch, Glaubenssätze zu verändern. Das geht praktisch in kleinen Schritten. Sich selbst und anderen Grenzen setzen und dies vorher zu bestimmen ist zum Beispiel eine Möglichkeit. Und Fragen stellen. Auch an dich selbst. Wo sind meine Grenzen in Bezug auf. …. ? Bin ich wirklich bereit, so zu leben/zu arbeiten? Was ist wirklich das, was ich möchte? Wen kann ich um Hilfe bitten, um meine Ziele zu erreichen? Welche Fähigkeiten habe ich um……? Sinnvoll kann es sein, sich hierzu Notizen zu machen.

Ep 209Auf geht’s - der Reha-Podcast! Folge 209 Schmerztherapie auf neuen Wegen
Schmerzen können viele Ursachen haben. Nach einem Schädel-Hirn-Trauma kann zum Beispiel das Schmerzzentrum im Gehirn betroffen sein. Oder es besteht ein unklarer Schmerz nach einer Fraktur oder einer anderen traumatischen Weichteilverletzung. Und dann gibt es noch viele andere Möglichkeiten erkrankungsbedingt Schmerzen zu haben. Zum Beispiel bei einer Fibromyalgie. Ansätze zur Schmerztherapie gibt es viele. Zum einen der scheinbar einfachste Weg. Medikamente einnehmen. Je nach Form und Ausprägung kann es sogar zur Versorgung mit einer Schmerzmittelpumpe und der Einnahme von Opiaten kommen. In einigen Fällen, zum Beispiel bei Phantomschmerz nach Amputation, hilft auch die Akupunktur. Und dann gibt es natürlich auch Fälle, die werden als nicht therapierbar eingeschätzt. Die Betroffenen selber empfinden dies oft als zurücksetzen. Dies ist verständlich, da sie ja jeden Tag die Schmerzen und die daraus resultierenden Folgen erleben. Neben einer empfundenen Hilflosigkeit fühlen sie sich auch als „Simulant“ hingestellt. Die ärztliche Seite stellt dann auf das Merkmal „austherapiert“ fest. Der Gruppe der Schmerzpatienten hat sich Ilka Saathoff mit ihrer ergotherapeutischen Schmerzbehandlung „gestellt“. Ilka Saathoff ist es wichtig, keine unberechtigten Hoffnungen zu schüren. Für sie gibt es klare „Aus-Kriterien“. Einzelheiten beschreibt Ilka Saathoff, die in Aurich und Umgebung arbeitet, in der aktuellen Sendung des „Auf gehts - der Reha-Podcast!“.

Ep 208Auf geht’s - der Reha-Podcast! Folge 208 Informationsverarbeitung nach Schädelhirntrauma
Schon in vielen Sendungen ist der „Auf gehts-der Reha-Podcast!“ Auf die vielfältigen Auswirkungen eines Schädel-Hirn-Traumas eingegangen. Auch heute noch wird vielen Betroffenen der Stempel „geistige Behinderung“ aufgedrückt. Dabei geht es „nur“ um eine veränderte Informationsverarbeitung. Nach einem schweren Unfall zurück ins Leben zu kommen ist nicht immer einfach. Gerade dann, wenn Therapien den Alltag dauerhaft beeinflussen. Sie sind allerdings unerlässlich, um Teilhabe sicherzustellen. Ilka Saathoff und ihr Team helfen in Aurich und Umgebung Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen mit neurologisch orientierter Ergotherapie. Wichtig ist die gesamte Teilhabe. Dies ist nur möglich, wenn viele Aspekte des Umfelds bekannt sind. Wieder Spaß und Lust am Leben und der Ergotherapie zu finden, ist für Ilka Saathoff eine wichtige Maxime. Dies gilt für Patienten genauso wie für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Praxis für Ergotherapie Ilka Würdemann. Transparenz ist Ilka Saathoff wichtig. Gerade in der Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten. „Wir sind auch immer darauf bedacht, dass wir Ärzte zur richtigen Rezeptausstellung informieren!“ So Ilka Saathoff. Grundlage sind hierfür harte Fakten. Zum Beispiel mit dem Programm RehaCom ist Ilka Saathoff in der Lage wichtige Informationen vorzulegen. Dies hilft den verordnenden und verordnen bei der Arbeit und Einschätzung des richtigen Umfangs der Therapie. Alltag ist wichtig. Neurologische Ergotherapie muss somit die Familie einbeziehen. Für Familienmitglieder bedeutet dies: Therapie Inhalte mittragen und vorleben. Die zu vermitteln ist ein täglicher Aspekt der Arbeit von Ilka Saathoff. Und noch ein Aspekt ist Ilka Saathoff wichtig. Das Gehirn legt besser neue Verknüpfungen an, wenn auch die Körperwahrnehmung stimmt. Unterstützung erhält Ilka Saathoff durch eine Tinkerstute, die als Heilpferd ausgebildet wurde. Es geht hier nicht um das Reiten! Es zählt alleine die Begegnung mit dem Tier, das Fühlen des Fells und der Körperwärme, das Lösen von Koordinationsproblemen durch Gehen auf unebenen Boden usw.

Ep 207Auf geht’s – der Reha-Podcast Folge 207 Unfall einer älteren Dame
Nach einem schweren Verkehrsunfall kommt eine ältere Dame in eine neurologische Reha-Einrichtung. Soweit so gut. Danach erhält sie leider nicht die Möglichkeit, in ihre Wohnung zurückzukehren. Ihre Familie hatte keine Hoffnung, dass sie die Rückkehr schaffen könnte. Über die Kurzzeitpflege wird sie in einem Altenheim eingegliedert. Niemand kümmert sich um die notwendigen Neuro-Therapien. In einem Beratungsgespräch formuliert die Klientin klare Ziele. Sie will wieder in einer eigenen Wohnung leben. Und Selbständigkeit, das ist ihr wichtig. Und dann gibt es auch vier Kinder, die in Sorge sind, wie es weiter gehen kann. Die ganze Familie wird ins Boot geholt und ein Plan erstellt. Die gegnerische Haftpflichtversicherung übernimmt die Wiederaufnahme der Neuro-Rehabilitation. Das hat rehamangement-Oldenburg schon Überzeugungskraft gekostet. Denn wer kann schon zusagen, dass es mit der Autonomie und somit der Reduktion von Kosten klappt. In einem Reha-Zentrum geht es dann weiter. Nach einem schwierigen Anfang und einem Rückschlag geht es aufwärts. Und die Ziele der Klientin werden auf einmal erreichbar. Jetzt gilt es mit Wohntraining und Mobilitätstraining die Teilhabe zu unterstützen und zu erreichen. Die Betroffene ist jetzt in der Lage klare Teilhabeziele zu formulieren und zu verfolgen. Das war bisher eher schwierig, weil Ziele nicht erkennbar erreichbar waren. Schon jetzt steht fest, dass es auch am zukünftigen Wohnort mit Neuro-Therapien weiter gehen muss, damit das Erreichte gesichert werden kann. Und der Kostenträger hat signalisiert, dass er weiter tatkräftig die Integration und Teilhabe unterstützen möchte. Natürlich profitieren beide Seiten erheblich. Die ältere Dame gewinnt wieder an Selbstständigkeit und Lebensfreude. Die gegnerische Haftpflichtversicherung kann ihre Aufwendungen im Bereich Haushaltsführungsschaden, vermehrte Bedürfnisse und Pflege reduzieren.

Ep 206Auf geht’s – der Reha-Podcast Folge 206 Der Kampf um das ärztliche Budget
Wie ist das so mit einem Budget? Wenn es um Therapien geht, sagen viele Ärzte, dass diese nicht verordnet werden dürfen. Grund soll das ärztliche Budget sein. Aber ist das wirklich so? Und wer kann dieses Problem lösen? Wichtig ist die Zielsetzung. Was konkret soll in der Teilhabe erreicht werden? Geht es um die Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess? Oder ist das Ziel die Selbständigkeit, um zum Beispiel den Haushalt wieder führen zu können? Also um den Haushaltsführungsschaden so gering wie möglich zu halten. Stephan Runge vom Aphasie-Zentrum-Vechta hat seinen eigenen Erfahrungen mit der Verordnung von Neuro-Therapien durch Haus- oder Fachärzte sammeln müssen. „Wir haben ganz häufig Ärzte, die uns sagen, es wäre eine Frechheit, dass die Angehörigen zu ihm geschickt werden und um mehr Therapien bitten.“ ist eine Erfahrung von Stephan Runge. Medizinisch notwendige Therapien, um ein Mindestmaß an Teilhabe und Erhalt von Reha-Erfolgen zu sichern, werden mit dem Hinweis auf das ärztliche Budget verweigert. Dabei geht es doch nicht nur um Arbeit. Was benötigt ein Betroffener, um wieder mit seiner Familie zu kommunizieren? Oder wie ermögliche ich es, dass ein Hirngeschädigter sich wieder mit Freunden und Arbeitskollegen treffen kann? Dies sind Fragen der Teilhabe. „Von dem Gedanken, der Mensch ist nur dann wichtig, wenn er einer Arbeit nachgeht, müssen wir uns befreien!“ ist die Position von Stephan Runge. Vergessen wird dabei oft, dass es Studien gibt, die beweisen, dass es egal ist, wie lange das Ereignis zurückliegt. Vielmehr kommt es ausschließlich auf den Umfang von Neurotherapien an. Bei der Verordnung von geeigneten Therapien geht es immer um ein Teilhabeziel. Dabei kann ein Teilhabeplan nach dem SGB IX ein wichtiger Richtungsweiser für die die Beteiligten sein.

Ep 205Auf geht’s – der Reha-Podcast Folge 205 Förderung für Kids nach einem Unfall
Wenn es in der Schule nicht klappt wird schnell an die klassische Nachhilfe gedacht. Bei leichten Verletzungen ist das auch zum Ausgleich von Schuldefiziten ein ganz probates Mittel. Sind die Unfallfolgen allerdings schwerer, dann muss mehr getan werden. Gerade in der Schulzeit muss Teilhabe gelingen. Sie ist Grundlage für das zukünftige Berufsleben. Dies gilt auch schon in der Grundschule. Gerade wenn ein Schädelhirntrauma vorliegt. Dann ist das verarbeiten von Informationen nicht so einfach. Manchmal kommt dann noch eine körperliche Einschränkung hinzu. In diesen Situationen sind mit einer Hausaufgabenbetreuung oder Nachhilfe Teilhabeziele nicht zu erreichen. Nicht selten werden Kinder dann überfordert. Denn nicht nur die Schule ist zu bewältigen. Verschiedenste Therapien können ebenfalls noch notwendig werden. Zur Teilhabe gehört auch, dass nach so einem schweren Lebenseingriff auch das familiäre Umfeld gut aufgestellt ist. Kommen Eltern an die Grenzen des machbaren, sind Eskalationen vorprogrammiert. Immer nur überlastet zu sein, ist nicht förderlich. Genau in solchen Situationen hilft Marlene Marks mit ihrem Team. Für verschiedene Kostenträger (Landkreise, Unfallkassen, Haftpflichtversicherungen) wird eine Unterstützung beim Schulbesuch angeboten. Schulbegleitung heißt im Extremfall Assistenz beim Schulbesuch sicher zu stellen. Auch Freizeitaktivitäten; wie zum Beispiel Schwimmen gehen, gehören dazu. Ist die Teilhabe gelungen, ist das Familiensystem entlastet. Dies wirkt sich langfristig positiv auf eine gelungene Teilhabe bis hin zum beruflichen Einstieg aus.

Ep 204Auf geht’s – der Reha-Podcast Folge 204 Neuro-Schere bei Kindern!
Wie ist das eigentlich nach einem Schädelhirntrauma bei Kindern und Jugendlichen? Worauf dürfen Eltern achten? Und wie können Schulprobleme gelöst werden, die sich einstellen? Warum ist mein Kind verändert? Reicht Nachhilfe aus, wenn es um die Schule geht? Dies sind Fragen, die sich Eltern stellen, wenn ihr Kind ein Schädelhirntrauma, oder kurz SHT, erlitten hat. Manchmal werden die Folgen eines solchen SHT nicht gleich entdeckt. „Fritzchen“ kann ja wieder sprechen, gehen und hüpfen. Somit ist ja alles in Ordnung! Weit gefehlt. Es geht nicht darum, Ängste zu schüren. Dass was viele betroffene Kinder das Leben schwer macht, sind die unsichtbaren Folgen eines SHT. Dies können Probleme bei der Sprachverarbeitung sein, das visuelle Wahrnehmen von Dingen ist ein Problem, der Antrieb etwas zu tun ist gemindert. Oder verlangsamt zu sein kann eine Folge sein. Kinder müssen flexibel sein. Sei es in der Schule oder im Freundeskreis. Ist die Umstellfähigkeit erschwert, macht dies Druck im Umfeld. Na ja, so ein bisschen visuelle Wahrnehmung ist doch kein Problem! Wirklich nicht? Wenn Fritzchen sich nicht mehr nach dem Sport anziehen kann, weil er die Hosenbeine nicht mehr „trifft“, hat dies Folgen. Schnell kommt es zu Spott und Hohn. Um nicht aufzufallen, wird Fritzchen dann zum Klassenclown. „Ach das wächst sich doch wieder raus!“ war die Aussage eines Neurologen, die Jörg Dommershausen anlässlich eines Gespräches einmal hörte. Dem ist nicht so. Kinder entwickeln sich. Dies wird in bestimmten Lebensphasen deutlich. Solche Entwicklungsstadien sind zum Beispiel der Besuch des Kindergartens, die Einschulung, die Eingliederung in die richtige Schulform, das Finden eines Berufes und der spätere Einstieg in die Berufsausbildung. Die Pubertät kann dann für Eltern eine Herausforderung werden. Alles nach einem SHT auf diese besondere hormonelle Situation zu schieben ist zu einfach. Dies wird allerdings gerne von so manchem Fach- oder Hausarzt so praktiziert. Jeder kann sich vorstellen, wenn Mischformen der oben genannten Auswirkungen eines SHT vorliegen, dass es weder für die jungen Menschen noch die Angehörigen leichter wird. Warum dann diese Neuro-Schere bei SHT-Kindern? Die betroffenen Kinder entwickeln sich in den vielen Lebensbereichen nicht so, wie Gleichaltrige. Die Entwicklungsschere geht auseinander. Und dies hat oft Folgen. SHT-Kinder versuchen auf den verschiedensten Wegen „normal“ zu sein. Sie werden dann schnell zum Klassenclown, um sich Anerkennung zu holen. Wie können betroffene Familien diese Situation für ihr Kind lösen? Förderunterricht im herkömmlichen Sinne ist nicht ausreichen, um Schulstoffprobleme zu wett zu machen. Das Gespräch mit den Lehrkräften ist ein Weg. Neuropsychologische Therapie oder Neuro-Ergotherapie (zum Beispiel als Hirnleistungstraining) sind eine weitere Möglichkeit. Hilfe findet man, unter anderem bei der Kinderneurologiehilfe, die bundesweit aufgestellt ist. Sozialpädiatrische Zentren am Wohnort sind eine weitere Anlaufstelle, solange die Betroffenen noch nicht 18 Jahre alt sind.

Ep 203Auf geht’s – der Reha-Podcast Folge 203 Mit neurologischer beruflicher Rehabilitation zurück ins Leben!
Wie geht man an eine fast hoffnungslose Situation nach einem schweren Schädelhirntrauma heran. Gerade dann, wenn die Unfallfolgen nicht sichtbar sind, wird es schwer. Dies liegt daran, dass die Umwelt Schwierigkeiten hat, kognitive Veränderungen zu akzeptieren. Dies können Sprachprobleme, Wortfindungsstörungen, Probleme in der Handlungsplanung, der Merkfähigkeit usw. sein. Volker Meinberg von Reha-Aktiv Bersenbrück hilft mit seinem Team in einer solchen Situation. Ganz konkret geht es um einen praktischen Fall. Jörgs Klient ist Opfer eines Geisterfahrers. Die Folgen des Schädelhirntraumas wurden zunächst nicht erkannt. Dann folgte eine lange mehrmonatige Rehabilitation im Aphasie-Zentrum Vechta. Der Handwerksberuf kann trotz aller Reha-Angebote leider nicht mehr ausgeübt werden. Bei Reha-Aktiv Bersenbrück wird jetzt erst zunächst einmal geschaut, welche Stärken der Betroffene hat. Mit Katrin Sokoll-Potratz hilft eine erfahrene Neuropsychologin, die kognitiven Einschränkungen zu verringern. Nach so langer Zeit ist natürlich auch die Motivation ein Thema. Wer viele Monate Rehabilitation in den Knochen stecken hat, darf auch einmal einen Motivationshänger haben. Für die an der Rehabilitation Beteiligten ist das nichts Ungewöhnliches. Allerdings sehen das Kostenträger naturgemäß etwas anders. Ganz konkret wird Volker Meinberg dann im aktuellen Fall. Drei bis sechs Monate werden in der Regel benötigt, um die Leistungsfähigkeit herauszufinden. In dieser Zeit geht es auch darum, Stärken auszubauen. Was macht Spaß an der Arbeit und was kann geleistet werden? Und lässt es sich am alten Arbeitsplatz für den Betroffenen und den Arbeitgeber gewinnbringend einsetzen. Dazu darf das Unfallopfer verschiedene Stationen durchlaufen, um das Richtige zu finden. Praktika helfen auch zur Orientierung. Manchmal sind sie wichtig für eine Neuorientierung in der Selbsteinschätzung. Dazu gehört dann auch, dass es einmal Täler zu durchwandern gibt, um daraus Kraft zu schöpfen. Dank des Teams von Reha-Aktiv-Bersenbrück ist dies leicht.

Ep 202Auf geht’s – der Reha-Podcast Folge 202 Ein Leitfaden für Unfallopfer
„Nach dem Unfall hat es mir regelrecht die Füße unter dem Boden weggezogen!“ Hat mir vor kurzem ein Verkehrsunfallopfer berichtet. Die Frage ist, welche schnellen Hilfen Unfallopfer benötigen, wenn ein schwerer Unfall eingetreten ist? Im Anfangsstadium erst einmal Ruhe und einen guten Zuhörer. Das hört sich nicht nach viel an. Aber ganz ehrlich, wer nimmt sich schon mal Zeit zum Zuhören? Und dann muss es ja auch weiter gehen. Gleich im Krankenhaus gibt es einen Sozialdienst. Dieser kann erste Maßnahmen einleiten. Zum Beispiel die anschließende Rehabilitation beim Kostenträger zu beantragen. Und dann? Die Deutsche Interessengemeinschaft für Unfallopfer e. V. (DIVO) hat sich diesem und vielen anderen Themen in einem Leitfaden gewidmet. Ruhig auf ein Unfallopfer zuzugehen ist einer der Tipps des Leitfadens der DIVO. Auch dann, wenn die betroffene Person gerade nicht ansprechbar ist. Mut machen ist ein Ziel des Leitfadens. In wenigen Worten wird erklärt, wann und wie eine gesetzliche Betreuung eingerichtet wird. Und was ist denn mit dem Verbleib von Geldleistungen? Können zum Beispiel Eltern mit den Geldern einfach machen was sie wollen? Die Leistungen von privaten und gesetzlichen Kostenträgern werden erklärt. Auch wenn die Zusammenarbeit mit dem Anwalt nicht klappt wird thematisiert. Im Leitfaden der DIVO wird auch auf ärztliche Prognosen eingegangen. Sie sind eine Aussicht. Nicht mehr und nicht weniger. Unfallfolgen können sich in alle Richtungen bewegen. Das gilt gerade bei schweren Verletzungen, wie zum Beispiel einem Schädel-Hirn-Trauma. Insgesamt ist der Leitfaden der DIVO eine tolle Hilfe für Unfallopfer. Wenn du mehr von der DIVO erfahren willst, empfehle ich dir Sendung 47 vom 25 November 2014 mit Eduard Herwartz.

Ep 201Auf geht’s – der Reha-Podcast Folge 201 Schnelle Hilfe für Verkehrsunfallopfer
Schwer verletzte Unfallopfer haben es nicht leicht wieder im Leben Fuß zu fassen. Das liegt oft an einer fehlenden Behandlungskette. Nach der Akutbehandlung folgt nicht immer die optimale medizinische Rehabilitation. In der gesetzlichen Unfallversicherung (Berufsgenossenschaften/Unfallkassen) gibt es dafür das Instrument der Heilverfahrenssteuerung. Die freie Arztwahl kann bei schweren Unfallfolgen sogar eingeschränkt werden (§ 28 Abs. 4 SGB VII). Nach schweren Verkehrsunfällen ohne Beteiligung von Berufsgenossenschaften liegt genau hier das Problem. Geschädigte kommen nicht oder verspätet in die richtige Rehabilitationseinrichtung. Weder das Entlassmanagement (§ 39 Absatz 1 a SGB V) noch das Wunsch- und Wahlrecht (§ 8 SGB IX) haben hieran etwas geändert. Verkehrsunfallopfer und deren Angehörige leiden hierunter. Die Genesung wird verzögert, die Familie belastet. Zum Beispiel weil der Haushalt nicht wie bisher geführt werden kann. Oder es entwickeln sich Zukunftsängste, weil der Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. Die zuständigen Versicherungen erfahren nicht selten zu spät von diesen schweren Schicksalen. Sie können somit nicht rechtzeitig Reha-Beratungen oder andere Leistungen anbieten. Zu diesem Zeitpunkt ist häufig nicht bekannt, welcher Versicherer für den Verkehrsunfall zuständig ist. Hierfür gibt es den Zentralruf der Autoversicherer. Seit Ende Oktober 2019 besteht die Möglichkeit, mit dem „Stichwort Reha“ Leistungen des Versicherers anzuschieben. Andreas Bretzler vom Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) macht im aktuellen Gespräch mit Jörg Dommershausen deutlich, dass es nicht darum geht, dass ein Versicherungsvertreter am Krankenbett erscheint. Absicht ist es, dass das Unfallopfer und seine Angehörigen eine “Reha-Ansprechstelle“ erhält. Die Entscheidung für oder gegen Angebote liegt ausschließlich bei der geschädigten Person, stellt Andreas Bretzler klar. Die Beteiligung von Angehörigen, Rechtsvertretern oder Bevollmächtigten Sozialdiensten ist laut Andreas Bretzler sogar gewünscht. Der GDV hat für die einschlägigen Fälle ein Merkblatt entwickelt, das Reha-Management Oldenburg als PDF-Datei zum Herunterladen anbietet.
Ep 200Auf geht’s – der Reha-Podcast Folge 200 In der Gruppe bist du stark!
Phantomschmerzen und Sturzängste sind Wahrnehmungen, die Menschen nach Amputation beeinflussen. Die Frage ist, wie man solche Probleme löst und wie Lebensqualität wiedergefunden werden kann. Helfen kann dabei ein Austausch auf Augenhöhe. „Prothesen in Bewegung“ ist eine Selbsthilfegruppe in Friedeburg, die im wahrsten Sinne des Wortes mit Bewegung diese Themen angeht.
Ep 199Auf geht’s – der Reha-Podcast Folge 199 Prothesen in Bewegung
Alles alleine zu machen macht auch keinen Spaß. Und dann vielleicht noch Informationen zu bekommen, wie du an die richtige Prothese oder Orthese kommst, kann Sinn machen. Was zahlten Kostenträger und wie musst du deinen Antrag gestalten, um Erfolg bei der Krankenkasse zu haben? Wie kannst du nach langer Inaktivität wieder körperlich aktiv werden? Prothesen in Bewegung ist eine Selbsthilfegruppe in Friedeburg, die dir helfen kann.
Ep 198Auf geht’s – der Reha-Podcast Folge 198 Alle Jahre wieder!
Jedes Jahr wieder kommen die guten Vorsätze zum Jahreswechsel. Und damit wird auch ein gutes Geschäft gemacht. Diäten und Sport haben Konjunktur. Und macht das Sinn? Wir wissen, dass viele Menschen damit nicht langfristigen Erfolg haben. Trotzdem folgen viele Menschen der Idee, es jetzt zu schaffen. Der Reha-Podcast geht nicht auf die guten Vorsätze ein. Wir blicken zurück und nach vorne.
Ep 197Auf geht’s – der Reha-Podcast Folge 197 Um Therapien kämpfen
Das ärztliche Budget verhindert manchmal, dass notwendige Therapien verordnet werden. Dabei ist es auch die Angst des Arztes vor einem Regress der Krankenkasse, der dies verhindert. Aber das ist größtenteils unbegründet. Denn gerade im Bereich von Neurotherapien ist es möglich außerhalb des Regelfalles zu verordnen.
Ep 196Auf geht’s – der Reha-Podcast Folge 196 Mit häuslicher Ergotherapie zur Teilhabe!
Nach einem schweren Unfall wieder ins Leben zu kommen, ist nicht immer einfach. Mit einer an der Teilhabe ausgerichteten Ergotherapie kann der Einstieg leichter fallen. Gerade dann, wenn Deine Ziele vom Therapeutenteam berücksichtigt werden.
Ep 195Auf geht’s – der Reha-Podcast Folge 195 Chancen mit Ergotherapie
Jörg Albers ist Ergotherapeut mit Leib und Seele. Nach seinem beruflichen Vorleben als Schlosser kam irgendwann die Frage für Jörg Albers, ob er den richtigen Beruf gewählt hat. Was mit Menschen zu machen war die Idee des Emsländers. Was war da naheliegender als die Fähigkeiten aus dem Schlosserberuf mitzunehmen und zum Ergotherapeuten umzusatteln. 1999 begann Jörg Albers in Georgsmarienhütte als angestellter Ergotherapeut. Seit 2005 ist Jörg Albers selbstständig in seiner Praxis tätig. Gerade die Arbeit mit einem tollen Team mit Kindern, jungen Erwachsenen und alten Menschen motiviert Jörg Albers jeden Tag. „Mein Beruf füllt mein komplettes Leben aus“, erklärt Jörg Albers. Um für seine Patienten viel zu erreichen, ist für Jörg Albers die Teilhabe am Leben entscheidend. Ganz konkret in einem Fall eines 90-Jährigen (der unverschuldet auf der Straße als Rollator-Fahrer angefahren wurde) ging es darum, dass der Betroffene nicht in eine Reha-Klinik wollte. Trotzdem hatte der ältere Herr Ziele, die ihn wieder unabhängig machen sollten. Und das mit 90 Jahren! Erste Aufgabe von Jörg Albers und seinem Team war es, bestehende Ängste vor einem Versagen zu nehmen. Trotz des einen oder anderen Misserfolges konnte die Frustrationsschwelle gesenkt werden. Jetzt freut sich das 90-jährige Unfallopfer über jeden auch so kleinen Erfolg und kann Lob annehmen. Die Familie wurde entlastet und freut sich über die Entwicklung ihres Angehörigen. In der nächsten Sendung von „Auf geht’s - der Reha-Podcast!“ wird Jörg Albers ganz konkret berichten, was genau für diesen Erfolg entscheidend war.
Ep 194Auf geht’s – der Reha-Podcast Folge 194 Glauben – mit System
Warum kommen manche Unfallopfer offensichtlich mühelos mit Ihrem Schicksal klar? Warum schaffen sie Dinge, die sich andere nicht einmal ohne Unfall zutrauen? Möglicherweise liegt es an ihren Repräsentationen, die sie mit ihren Glaubenssätzen und somit zu ihrem Glaubenssystem verknüpft haben.
Ep 193Auf geht’s–der Reha-Podcast Folge 193 Körper und Sprache – Motivation finden!
In der Sendung 191 von „Auf geht’s – der Reha-Podcast!“ Einführungsseiten oben ist Jörg Dommershausen ja schon auf das Thema Motivation eingegangen. Manchmal scheint es so, dass du für alles motiviert sein sollst und musst. Ist dies wirklich so notwendig? Kannst du dich einmal nicht gleich – auch über einen langen Zeitraum – aufraffen, eine Sache (sprich ein Ziel) zu verfolgen? Viele sprechen dann gleich davon, dass sie deprimiert sind. Ist das wirklich so? Wer sagt das? Und was kannst du tun, um wieder schnell Motivation zu finden? Wichtig dabei sind natürlich deine Ziele. Denke einmal zurück an die alte Dame aus Sendung 191. Mit 85 Jahren und zwei schwer verletzten Beinen hat sie klare Vorstellungen, was sie will. Und sie schafft das auch. Ihr Geheimnis war das Visualisieren und ein positives Gefühl. „Was kann ich tun, wenn ich in einer solchen Situation bin?“ Ist vielleicht eine der Fragen, die dir gerade durch den Kopf geht. Gerade im Video zu dieser Sendung kannst du die Körpersprache von Jörg Dommershausen sowie sein Stimmbild verfolgen. Alles scheint zunächst dunkel zu sein. Es fängt schon beim Wetter am Morgen an … Nicht dass wir uns falsch verstehen. Hier wird nicht von Depression, sondern von fehlender Motivation gesprochen. Die Mechanismen liegen nach meiner Beobachtung nahe beieinander. Auf die Ursachen fehlender Motivation wollen wir hier nicht weiter eingehen. Hast du etwas, was du erreichen willst? Und du meinst gleichzeitig, dass du dich nicht motivieren kannst? Zum Beispiel könntest du eine schwere Beinverletzung haben und dir nicht selbst die Socken anziehen können. Bequem ist es, einen Familienangehörigen zu fragen. Und trotzdem willst du es selbst machen und hast es auch schon einmal geschafft! Was tun? Die Auflösung findest du, zumindest teilweise, im Video zur Sendung. Du kannst zu jedem Zeitpunkt deine Stimme verändern. Soweit es dir möglich ist, geht es darum, deine Körperhaltung und Körpersprache zu verändern. Du denkst, das geht nicht? Probiere es doch einfach mal aus. Aus meiner Beobachtung heraus sind Kinder, die singen und die Arme in die Luft recken, fröhlich. Auch wenn sie vom Spiel vorher kaputt waren. Vielleicht gibt es da ja einen Zusammenhang. Darauf kommen wir in einer der nächsten Sendungen zurück.
Ep 192Auf geht’s–der Reha-Podcast Folge 192 Pflege-Management trifft Reha-Management
Unfallopfer können mit ihren Angehörigen schnell vor einem Problem stehen. Dann wenn die Entlassung aus dem Krankenhaus überraschend kommt. Meistens findet die Entlassung dann noch zum Wochenende statt. Der Hausarzt und das Sanitätshaus haben zu. Die Kranken- und Pflegekasse sind nicht mehr zu erreichen. Wenn man dann noch alleinstehend ist und keinen Freundeskreis hat, wird das Problem noch größer. Aktuell haben Jasmin Kunstreich vom Leeraner Pflegeteam und Jörg Dommershausen einen solchen Fall. Da geht es um die Wundversorgung, die Haushaltsführung, wie komme ich von A nach B und die Grundpflege. Wer kauft mir für mich ein und wer macht für mich die Wäsche? Gerade wenn ich nicht mobil bin. Oft können die Angehörigen dies wegen einer Erkrankung auch nicht leisten. “ Wir gehen manchmal in Vorleistung, damit die Menschen versorgt sind!“ berichtet Jasmin Kunstreich. Auch wenn das Entlassungsmanagement des Krankenhauses im aktuellen Fall gut funktioniert hat, entscheiden Pflege- und Krankenkassen nicht immer optimal im Sinne der Betroffenen. “ Die Menschen haben Sorge, dass sie Fehler machen und dann ihren Anspruch nicht erfüllt bekommen!“ Weiß Jasmin Kunstreich aus der Praxis zu berichten.“ Viele wissen nicht einmal, dass sie Ansprüche haben!“ Beschreibt Jasmin Kunstreich die Realität. In dieser frühen Phase der Rehabilitation hat die Hilfe zur Selbsthilfe oft ihre Grenzen. Dann sind die betroffenen Unfallopfer auf die Hilfe eines Pflegedienstes angewiesen. Dieser kann zumindest eine kleine Entlastung anbieten. Da ein Pflegedienst keine Rechtsberatung ausüben darf, kann sich jeder Betroffene an die Auskunftsstellen der Sozialversicherung wenden. Denn Anspruch auf Auskunft und Beratung ist im Sozialgesetzbuch I - allgemeiner Teil - fest verankert. Ziel des Pflege-Managements ist es, so schnell wie möglich wieder Autonomie für die Betroffenen zu erreichen. Dann ist auch wieder Teilhabe möglich.
Ep 191Auf geht’s–der Reha-Podcast Folge 191 Wie findest du Motivation?
„Wie machen Sie das, dass Sie so viel Mut und Motivation finden?“, fragte ich vor einiger Zeit eine Klientin. „Ich stelle mir ganz deutlich vor, dass ich das, was ich wieder erreichen will, erlebe so, als wäre es Realität. Dabei habe ich ein gutes Gefühl und weiß einfach, dass ich das wirklich schaffen kann.“ Ein tolles Rezept, und das in einem Alter von 85 Jahren! Vielleicht ein gutes Rezept, wie Du Motivation finden kannst, um Deine Ziele zu erreichen. Vielleicht magst Du jetzt denken: „Der macht es sich aber einfach. Bei mir ist das ganz anders. Wie soll das gehen?“. Wenn Du meinst, dass es sich um einen Einzelfall handelt, ist die klare Antwort: Nein! Albert hat im „Auf geht's-der Reha-Podcast!“ in vier Sendungen (Sendungen 185-188) schon berichtet, was möglich ist. Trotz Querschnittslähmung und Rückschlägen findet Albert seine Motivation und auch sein Lebensglück (Sendung 73). Auch über Sabrina haben wir im „Auf geht's-der Reha-Podcast!“ berichtet. Sie hat sich immer wieder motiviert und ihre Ziele geschafft (Sendungen 107-110). Was haben alle diese Beispiele gemeinsam? Sie haben NEIN gesagt! In einem anderen Zusammenhang sind wir schon einmal darauf eingegangen (Sendung 174). Hier ist es ein anderes Nein. Nein zu sagen, dass es so nicht weitergeht. Ja zu sagen, wieder selbst zu bestimmen. Ja zu sagen, autonom leben zu wollen. Die Antwort sich zu motivieren, liegt teilweise in dem, was die 85-jährige Klientin mir sagte. Sie stellt sich vor, was sie erreichen möchte. Sie visualisiert das Ziel. In „Auf geht's - hab Mut!“ bin ich in Kapitel drei auf diese Zielerreichungstechnik eingegangen. Also hab Mut und probiere es einfach selbst einmal aus. In einer der nächsten Sendungen wird Jörg Albers, Ergotherapeut aus Georgsmarienhütte, berichten, wie ein 90-Jähriger nach einem schweren Unfall seine Zielstrategien einsetzt, um seine Teilhabe mithilfe der Ergotherapie neu aufzubauen.
Ep 190Auf geht-s–der Reha-Podcast Folge 190 Leuchturmfunktion des Sozialdienstes
Gerade wenn Du nach einem Unfall an den Folgen eines Schädel-Hirn-Traumas leidest, brauchst Du in den verschiedenen Reha-Phasen Unterstützung. Die neurologische Rehabilitation wurde in Deutschland in verschiedene Phasen unterteilt. Das Phasenmodell, das die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation entwickelt hat, findest Du hier. Da geht es zum Beispiel um die ganz akute Phase direkt nach einem Unfall. Das ist die Zeit, wenn die Betroffenen noch im Krankenhaus liegen. In den weiteren Genesungsphasen benötigst Du natürlich unterschiedliche Hilfen und Unterstützung. Aber nicht nur Du als Betroffener, sondern auch die, die Dir ganz nahestehen, Deine Familie. Da ist viel zu organisieren. Sei es, dass Du in eine medizinische Reha kommst oder welche Hilfsmittel Du benötigst, und wer diese liefert. In der letzten Sendung von „Auf geht’s – der Reha-Podcast!“ hat ja Martin Redeker berichtet, was Reha-Aktiv Friedehorst in Buchholz in der neurologisch-beruflichen Rehabilitation leisten kann. Auch in dieser Phase benötigst Du einen Leuchtturm. Leuchttürme helfen in der Seefahrt und weisen die Richtung. Melanie Matthies vom Sozialdienst von Reha-Aktiv Friedehorst in Buchholz hat eine solche Leuchtturm-Funktion. Sie erklärt Dir in der aktuellen Sendung, wie sie die Teilnehmer von Reha-Aktiv Friedehorst unterstützt. Da geht es um finanzielle Hilfen genauso wie um die Organisation von Mobilität. Natürlich hat die Arbeit von Melanie Matthies einen anderen Schwerpunkt als in der akuten Phase im Krankenhaus (siehe oben). Und auch hier müssen trotzdem müssen für die Teilnehmer von Reha-Aktiv Friedehorst Therapien organisiert werden, die Arbeitsfähigkeit erst möglich machen oder erhalten. Was sonst noch alles zu den spannenden Aufgaben von Melanie Matthies gehört, erfahrt Ihr in der aktuellen Sendung von „Auf geht’s – der Reha-Podcast!“
Ep 189Auf geht-s–der Reha-Podcast Folge 189 Teilhabe aktiv gelebt
Neuropsychologische oder neurologische Unfallfolgen können es Dir schwer machen, wieder im Beruf durchzustarten. Vielleicht brauchst Du ein Training für Deine kognitiven Leistungen, das auf Deinen Beruf abgestimmt ist und Dich wieder stärker macht. Oder Du benötigst schlicht und einfach eine neue Idee, wie und wo es beruflich weitergehen könnte? Martin Redeker von Reha-Aktiv Friedehorst in Buchholz in der Nordheide erklärt Dir in der aktuellen Sendung vom „Auf geht’s – der Reha-Podcast!“, welche Chancen einer Zusammenarbeit mit Reha-Aktiv Friedehorst in Buchholz sich für Dich ergeben. Zusammengearbeitet wird mit allen Kostenträgern, die sich mit der Teilhabe am Arbeitsleben beschäftigen. Das sind die Agentur für Arbeit, die gesetzlichen Rentenversicherungsträger, Berufsgenossenschaften und privaten Haftpflichtversicherungen. Arbeiten darfst Du nicht isoliert sehen. Dazu gehört auch, einen Arbeitsweg zu schaffen und alleine oder in einer Gruppe zu leben. Hier bietet Dir Reha-Aktiv Friedehorst in Buchholz Möglichkeiten, Dich wieder zu entdecken. Wohnen kannst Du zum Beispiel in einem Appartement, das Reha-Aktiv Friedehorst in Buchholz Dir stellt. Ziel ist es, mit Dir zusammen einen Weg zu finden, wie Du am Leben und an der Arbeit teilhaben kannst. Dazu wird in verschiedenen beruflichen Stationen geschaut, wo Deine Interessen bei der Arbeit liegen. Wo sind Deine Stärken und wo darfst Du noch ein wenig an Stärke gewinnen? Findest Du eine neue Arbeitsmöglichkeit, wird in Kooperationsbetrieben getestet, wie Du dort unter Alltagsbedingungen zurechtkommst. So ein Praktikum ist ein guter Richtungsweiser für Dich. Es hilft Dir zu klären, wo Deine Grenzen sind und wie Du sie überwinden kannst. Alle Informationen zu Reha-Aktiv Friedehorst in Buchholz findest du hier: https://www.friedehorst.de/reha-aktiv/

Ep 188Auf geht-s–der Reha-Podcast Folge 188 Reha an der Nordsee!
Anja hat sich ja in den letzten Sendungen des „Auf geht’s – der Reha-Podcast“ vorgestellt. Eine Operation am Oberschenkel hat Anja gut überstanden. Die Operation im BG Klinikum Hamburg war erforderlich, weil der Oberschenkelknochen nicht zusammenwachsen wollte. Nach der Operation blieb Anja zunächst im BG-Klinikum Hamburg. Mit einer komplexen stationären Rehabilitationsmaßnahme (KSR) konnten die Grundlagen für die weitere medizinische Rehabilitation gelegt werden. Jörg Dommershausen hat mit Anja und den Ärzten im BG-Klinikum Hamburg die weitere medizinische Rehabilitation geplant. Jetzt ist Anja in der BG-Nordsee Reha-Klinik St. Peter-Ording und macht in ihrer Genesung Fortschritte. In Hamburg musste Anja noch den Rollstuhl nutzen, jetzt kann sie schon mit Unterarmgehstützen eingeschränkt gehen. Auch eine Treppe zu bewältigen übt Anja. Dies ist wichtig für die weitere Teilhabe. Nicht jeder öffentliche Ort ist barrierefrei und mobilitätsgerecht. Anja sucht immer noch eine neue Wohnung. Trotz Makler und vieler Menschen, die beim Suchen helfen, findet Anja keine mobilitätsgerechte Wohnung in Aurich. In Hamburg hat Anja gelernt, mit Qigong ihre Schmerzen in den Griff zu bekommen. Ständiges Üben hat die Techniken zur Schmerzvermeidung und Schmerzlinderung schon automatisiert. Jetzt muss Anja nicht einmal darüber mehr nachdenken, wie sie ihre Techniken einsetzt. Und Anja hat Ziele. Sie möchte wieder Auto fahren und eine Arbeitsstelle finden.

Ep 187Auf geht-s–der Reha-Podcast Folge 187 Nicht aufgeben!
Auch bei schwersten Verletzungen gibt es Hoffnung. Anja, die 2016 einen schweren Unfall erlitt, erzählt in dieser Podcast Folge von ihren Erfahrungen in der Reha. Sie berichtet, wie Jörg Dommershausen mit seinem Reha Management wesentlich dazu beitrug, die optimalen Hilfen für sie zu finden.

Ep 186Auf geht-s–der Reha-Podcast Folge 186 Rückschläge bewältigen.
Ein schwerwiegender Unfall, wie Anja ihn 2016 hatte, hat nicht nur schwerste Verletzungen zur Folge, sondern bringt auch die Frage der Rehabilitation mit sich. Anjas Genesungsprozess, der bisher dank Rehamanagement sehr erfolgreich verlief, hat jedoch eine unerwartete Wendung. Sie erzählt in dieser Folge, wie es weitergeht und warum sie dennoch zuversichtlich ist.

Ep 185Auf geht-s–der Reha-Podcast Folge 185 Nach Unfall zurück ins Leben
Ein Unfall mit Schwerstverletzungen wirft viele Fragen auf. So war es auch für Anja und ihre Schwägerin Frauke, die nach Anjas Unfall 2016 zunächst dachte, dass Anja in ein Pflegeheim müsse. Jörg Dommershausen schaffte es jedoch mit effektivem Rehamanagement, Anjas Geschichte eine positive Wendung zu geben.

Ep 184Auf geht-s–der Reha-Podcast Folge 184 Polizeiliche Unfallopferberatung
Woran denkst du, wenn du an Verkehrsunfallopfer denkst? Direkt an die verletzte Person? An die oder denjenigen, der den Unfall verursacht hat? Und was geht dir durch den Kopf, wenn du als Verkehrsteilnehmer ein Polizeifahrzeug siehst? Veränderst du für einen Augenblick dein Fahrverhalten? Kontrollierst vielleicht deine Geschwindigkeit? In der Sendung 169 "Unfall - und was jetzt?“ hatten wir im Reha-Podcast schon über die Arbeit von Polizeikommissarin Heike Berding aus Lingen berichtet. Damals vielleicht eine Möglichkeit, Positives mit der Polizei zu verknüpfen. Heike Berding durfte im April 2019 die Ergebnisse ihrer Arbeit als Verkehrsunfallopferberaterin in Lingen vorstellen. Zeit auch im “Auf gehts-der-Reha-Podcast!“ Mit Heike Berding Bilanz zu ziehen. Und die lässt sich sehen. 85 Prozent der von Heike Berding angesprochenen Verkehrsunfallopfer haben von ihr unterbreitete Hilfsangebote angenommen. Zum Beispiel im Sinne einer Traumatherapie. Nach etwas mehr als 1,5 Jahren ein toller Erfolg. Und noch eine Zahl hat Jörg Dommershausen erstaunt. "Eine Studie des Verkehrssicherheitsrates deckte auf, dass bei einem tödlichen Unfall 113 Personen unmittelbar betroffen sind!", so Heike Berding in der aktuellen Sendung des Reha-Podcasts. Dazu gehören die direkt Betroffenen, Ersthelfer, Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste genauso wie Familienmitglieder, Freunde und Kolleginnen und Kollegen. Heike Berding erfährt von verschiedensten Seiten, dass Hilfe notwendig ist. Sei es von den Beamtinnen und Beamten, die den jeweiligen Unfall aufgenommen haben, durch Zeugen oder fürsorgliche Kolleginnen und Kollegen der Unfallopfer. So schnell wie möglich Hilfsangebote aus ihrem Netzwerk zu unterbreiten ist das Ziel von Heike Berding. Dabei geht es um Problemlösungen und nicht um Ermittlungen zum Unfallhergang. Betroffene oder diejenigen die wissen, dass jemand betroffen ist, können sich in der Grafschaft Bentheim und im Landkreis Emsland direkt an Heike Berding wenden.
Ep 183Auf geht-s–der Reha-Podcast Folge 183 Narbenbehandlung nach Unfall
In der aktuellen Podcastfolge von „Auf geht’s-der Reha-Podcast!“ spricht Jörg Dommershausen mit Stefan Wollborn über die effektive Narbenbehandlung. Stefan Wolborn erklärt, wie Narbenbildung funktioniert: Jeder Mensch hat kleinere Narben, die ihn wenig beeinträchtigen. Es gibt, sagt Stefan Wollborn, zwei Narbentypen: hypertrophe Narben, die sehr häufig auftreten und Keloide. Schwierig wird es erst bei großflächigeren Narben in Folge von Verletzungen, Verbrennungen oder OP‘s. In solchen Fällen wird in der Wundbehandlung meist mit Hauttransplantaten gearbeitet, die jedoch ohne Narbenbehandlung nicht immer bestmöglich verheilen. Mit den richtigen Methoden kann das verhindert werden, jedoch braucht es die richtige Expertise. Stefan Wollborn ist deutschlandweit einer der wenigen Experten für Narbenbehandlung und kann auf über 25 Jahre Erfahrung in seinem Fachgebiet zurückgreifen. Er ist unter anderem auch als erster Vorsitzender des Deutschen Bundesverbandes für Narbentherapie tätig sowie als Initiator und Mitbegründer des „Netzwerkes für Narbentherapie“. Ziel dieser Arbeit ist immer, die bestmögliche Patientenversorgung zu gewährleisten. Im Vordergrund steht deshalb der Austausch unter den Behandlern. Denn Wollborn betont, dass oftmals mehrere Behandler eines Patienten beteiligt sind, ohne Kenntnisse in der Narbentherapie zu besitzen, sodass die Maßnahmen des Narbentherapeuten häufig fehlschlagen. Hauptsächlich handelt es sich bei diesen Maßnahmen um die Kompressionstherapie. Nicht zu verwechseln mit gewöhnlichen Kompressionen, soll sie nicht nur kosmetische Veränderungen der betroffenen Hautstelle verhindern, sondern auch eine bestmögliche Beweglichkeit erhalten. Die maßangefertigte Kompressionskleidung übt einen leichten Druck auf den entsprechenden Bereich aus. Im Vergleich zur orthopädischen Kompressionskleidung ist der Druck jedoch deutlich geringer, weist also eine höhere Elastizität auf. Dabei wird einerseits mit der Kompression gearbeitet, welche einen verfrühten Narbenzug verhindern und damit die Flexibilität erhalten soll. Andererseits arbeitet Stefan Wollborn mit Silikonkissen, um das Narbengewebe möglichst weich zu halten. Durch diese Therapie wird überschießendes Narbengewebe verhindert, sodass der Patient weniger Probleme mit Juckreiz und nach Abschluss der Behandlung verbesserte Funktionalität und Beweglichkeit hat. Außerdem kann auch ein ästhetischeres Narbenbild erzielt werden, was gerade bei Narben im Gesicht eine Rolle spielt. Der Patient muss dafür die Kompressionskleidung 23 von 24 Stunden am Tag tragen. Sie wird so angefertigt, dass der Druck gleichmäßig ist und die Kleidung angenehm zu tragen. Stefan Wollborn beschreibt: „Das Prinzip ist immer dasselbe: Leichte Kompression, 23 Stunden am Tag, auch nachts, ganz wichtig, weil alle anderen sagen ja immer „nicht nachts“. Aber die Narbe schläft ja nicht.“ In der Regel bekommt derjenige dafür zwei Sets der Kompressionskleidung, damit ein Wechsel möglich ist. Doch der Patient sollte jedoch beachten, dass Salben entweder gar nicht oder nur sehr dünn aufgetragen werden dürfen, um das Material nicht zu zerstören. Insgesamt dauert es dann zwischen 1-2 Jahren, bis die Narbenheilung vollständig abgeschlossen ist.
Ep 182Auf geht-s–der Reha-Podcast Folge 182 erfolgreich Reha planen und umsetzen
Vielleicht haben Sie das auch schon erlebt. Sie haben eine schwere Verletzung und werden aus dem Krankenhaus entlassen. Wie es weitergehen soll, wissen sie nicht. Das bestehende Entlassungsmanagement wird oder wurde nicht praktiziert. Verwiesen wird auf den Hausarzt. Dieser ist mit der Schwere der Unfallverletzungen überfordert. Verordnet vor Angst auf sein ärztliches Budget keine Maßnahmen oder nur wenige und überweist an den nächsten Facharzt. Dies ist meistens ein Orthopäde oder Unfallchirurg. Auch hier erhalten Sie nur ein Mindestmaß an Therapien verordnet. Ergebnis ist, dass sie mit der Genesung nicht vorankommen. Und dann sind da noch Anrufe von der gesetzlichen Krankenkasse, die ständig nachfragt, wie sich der Genesungsverlauf darstellt. Wann meinen, sie wieder arbeiten zu können? Wenn sie dann konkrete Fragen stellen, was noch gemacht werden kann, bekommen sie von der Krankenkasse keine Antwort. Leider ist dies trotz des gesetzlich geregelten Entlassungsmanagements nach wie vor Alltag in Deutschland. Jörg Dommershausen berichtet von einer Klientin, die genau dies nach einer schweren Fußverletzung erlebt hat. Verordnet wurden von den behandelnden Ärzten nur wenige Therapien wie Krankengymnastik und Lymphdrainage. Mit einer Schuheinlage sollte dann alles gut sein und die Tätigkeit in der Altenpflege wieder vollschichtig aufgenommen werden. Eine tolle Vorstellung, wenn man bedenkt, dass die Klientin von Jörg Dommershausen von einer Schwellneigung im Bereich des betroffenen Unterschenkels berichtete, die Gehwegstrecke ca. 100 m betrug und man einfach einmal von der belastungsabhängigen Schmerzsituation im Fuß absieht. Schon im ersten Gespräch wurde gemeinsam beschlossen, sich eine zweite ärztliche Meinung einzuholen und einen Plan für die Genesung zu erstellen. Rehamanagement-Oldenburg hat alle ärztlichen Unterlagen inklusive der Röntgenbilder angefordert. 14 Tage nach dem Erstgespräch konnte dann in der BG-Ambulanz Bremen mit Frau Dr. Sibylle Larsen ein Reha-Plan erstellt werden. Von wegen Schuheinlagen würden ausreichen! Wegen der schweren Fußverletzung mit Fersenbeintrümmerfraktur und Achillessehnenabriss wurde von Frau Dr. Larsen die Versorgung mit geeignetem Schuhwerk für den privaten und beruflichen Gebrauch festgestellt und sofort eingeleitet. Für die auftretenden Schwellneigungen im Unterschenkel wurden sofort Kompressionsstrümpfe verordnet. Auch die Ursache der auftretenden Schmerzen wurde rasch gefunden. Aufgrund der Operationen und danach fehlenden konsequenten Behandlung war es zu Verklebungen von Muskeln und Sehnen im Bereich des gesamten Fußes gekommen. Hier wurde zeitnah eine sogenannte FDM-Therapie von Frau Dr. Larsen verordnet zuzüglich Akupunktur. Bei der FDM-Therapie handelt es sich um eine manuelle Therapie, mit der Verklebungen im Gewebe gelöst werden können. Mehr zur FDM-Therapie finden sich auf https://de.wikipedia.org/wiki/Fasziendistorsionsmodell. Um wieder richtig und ausdauernd gehen zu können und den Alltagsbelastungen, nicht nur Beruf, standhalten zu können wurde auch eine ambulante Rehamaßnahme (Erweiterte ambulante Physiotherapie/EAP) verordnet. Da die Klientin kein Auto besitzt, wurde neben allen Therapien natürlich auch der Taxitransport zur Reha-Maßnahme von rehamanagement-Oldenburg organisiert. Endlich hatte die Klientin ein Ziel vor Augen und konnte schon kurz nach Aufnahme aller Therapien und notwendigen Versorgungen rasch eine Verbesserung ihrer Situation verspüren. Fünf Wochen nach dem Reha-Planungsgespräch in der BG-Ambulanz Bremen startete die Betroffene eine Arbeits- und Belastungserprobung (stufenweise Wiedereingliederung), die sie nach drei Wochen erfolgreich abschließen konnte. Alle Kosten der Rehabilitation wurden von der gegnerischen Haftpflichtversicherung übernommen.

Ep 181Auf geht-s–der Reha-Podcast Folge 181 Alternative Orthesenversorgung
In dieser Folge von „Auf geht’s – der Reha-Podcast!“ sprechen Jörg Dommershausen und Thomas Loch von der Orthopädietechnik Bremen über die alternative Orthesenversorgung. Reguläre Orthesen werden beispielsweise bei einer Fußhebernervenlähmung, einem Schlaganfall oder MS eingesetzt. Sie sind statisch, befinden sich unter oder in dem Schuh und heben den Fuß passiv an. Das bringt mehrere Probleme mit sich. Zum einen bewirkt dies einen Schwund der Muskulatur, zum anderen müssen bei Kindern und Jugendlichen durch das Längenwachstum immer wieder neue Orthesen angefertigt werden. Die alternative Orthesenversorgung schafft Abhilfe, indem sie aktiv die Muskulatur anregt. Thomas Loch hat als Beispiel das Bioness L 300 Gerät mitgebracht und nennt als Stichwort die „funktionale Elektrostimulation“. Das bedeutet, dass „mit einem sehr, sehr niedrig gehaltenen Stromimpuls wird über einen Nerv der Muskel stimuliert. Also es ist keine Muskelstimulation, sondern der Nerv wird stimuliert“. Das Gerät funktioniert also über die vorhandene Verbindung von Gehirn und Gliedmaßen und regt diese über den Peroneusnerv immer wieder an, wodurch neues Muskelgewebe gebildet wird. Damit das reibungslos funktioniert, wird es individuell durch mehrere Passproben auf jeden Patienten zugeschnitten. Zudem bringt das Bioness L 300 noch weitere Vorteile mit sich. Es ist schnell anzulegen und registriert vollautomatisch durch einen Lagesensor und Winkelmesser, wann sich der Patient bewegt. Außerdem „hat es einen kosmetischen Effekt“, denn die Orthese ermöglicht das Tragen eines normalen Schuhs und sogar das Laufen ohne Schuhe. Und nicht zuletzt kann der Patient die Orthese selbst einstellen und individuell an seine Bedürfnisse anpassen. Thomas Loch erklärt, dass ein Neurologe die Orthese verordnen kann und unterstützt seine Patienten bei der Antragstellung. Er betont jedoch, dass sich jeder Patient mit einbringen muss: „Man muss auch selber engagiert sein und auch schauen, dass dieses Engagement auch beim Kostenträger landet.“. Mit ein wenig Geduld und Ausdauer sollten die Krankenkassen dann die Kosten für die Orthese übernehmen.

Ep 180Auf geht-s–der Reha-Podcast Folge 180 Zweite Meinung – Anwaltwechsel?

Ep 179Auf geht-s–der Reha-Podcast Folge 179 Neutralität als Rehadienstleister

Ep 178Auf geht-s–der Reha-Podcast Folge 178 Sitzdruckmessung

Ep 177Auf geht-s–der Reha-Podcast Folge 177 Pflege nach einem Unfall

Ep 176Auf geht-s–der Reha-Podcast Folge 176 Berufliche Zukunft gestalten

Ep 175Auf geht-s–der Reha-Podcast Folge 175 Persönlicher Erfolg nach Schädel-Hirn-Trauma

Ep 174Auf geht-s–der Reha-Podcast Folge 174 Nein

Ep 173Auf geht-s–der Reha-Podcast Folge 173 Wenn das Schlucken nicht mehr klappt

Ep 172Auf geht-s–der Reha-Podcast Folge 172 Gutes Neues Jahr 2019!

Ep 171Auf geht-s–der Reha-Podcast Folge 171 Erfahrungen mit dem neuen Exoskelett von Cyberdyne

Ep 170Auf geht-s–der Reha-Podcast Folge 170 Wieder Laufen lernen dank Exoskelett

Ep 169Auf geht-s–der Reha-Podcast Folge 169 Unfall – Und was jetzt?

Ep 168Auf geht-s–der Reha-Podcast Folge 168 Hilfe für Angehörige

Ep 167Auf geht-s–der Reha-Podcast Folge 167 Neuropsychologie bei Kindern nach einem Unfall?

Ep 166Auf geht-s–der Reha-Podcast Folge 166 Teilhabe am Leben
Ep 165Auf geht-s–der Reha-Podcast Folge 165 Rollstuhltanz in Bremen
