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Show Notes
1. März 1923
Zum Ende seines Lebens, in den 1960er Jahren, wurde der Schriftsteller und Publizist Max Brod immer wieder zu seinen Erinnerungen an seinen Freund Franz Kafka befragt, für dessen posthumen Weltruhm er als Herausgeber und als derjenige, der sich dem letzten Willen von Kafka widersetzte und das unveröffentlichte Werk nicht vernichtete, maßgeblich verantwortlich zeichnet. Anfang der 20er wird er noch regelmäßig mit Franz Kafka durch Prag spaziert sein, vielleicht auch am imposanten Pulverturm vorbei, an dem eine Kindheitserinnerung von Brod spielt, die er am 1. März 1923 im Berliner Börsen-Courier publizierte.
Diese spielt wohl in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts und hat neben den Gouvernanten, die Max und seinen Bruder Otto beaufsichtigten, eine Reihe von Gemälden zum Gegenstand, in die sich die Kinder immer wieder vertiefen. Frank Riede treibt sich mit ihnen am Pulverturm herum.