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Show Notes
Peter Handke bekommt in Stockholm den Nobelpreis für Literatur verliehen. Doch der österreichische Schriftsteller ist vor allem wegen seines literarischen Einsatzes für Serbien und serbische Politiker umstritten. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte etwa kritisierte die Entscheidung als “skandalös”, der türkische Präsident Erdogan nennt ihn gar einen Rassisten.
Handkes Serbienreise folgte damals zwar einem "richtigen Impuls", sagt der Feuilleton-Chef der SZ, Andrian Kreye. Doch Handke habe die falschen Schlüsse bis zur Geschichtsverfälschung gezogen. Die Menschen waren auf beiden Seiten Gräueltaten ausgesetzt. Der Österreicher aber sei einem Reflex gefolgt, der aus einer überkommenen "antiautoritären Guerilla-Romantik der Sechzigerjahre" stamme.
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Redaktion, Moderation: Lars Langenau
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Audio-Material über dpa.
Auslöser der bis heute andauernden Diskussion über Handke und sein Werk war der Text "Eine winterliche Reise zu den Flüssen Donau, Save, Morawa und Drina oder Gerechtigkeit für Serbien", der 1996 in der SZ erschienen ist.