
Nur ein Bierchen nebenbei?
Wie Ärzte Alkoholprobleme früh erkennen
ÄrzteTag · Ulrich Preuss, Ruth Ney
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Show Notes
Auf den Erfolg müssen wir anstoßen, Stößchen, auf den Schreck einen Schnaps, ein Gläschen in Ehren? – Kommt Ihnen bekannt vor? Vermutlich. Denn der Konsum von Alkohol gehört für die meisten erwachsenen Deutschen ganz selbstverständlich zum Leben dazu, ist überall und (fast) jederzeit verfügbar und zudem relativ billig. Gerade das begünstigt allerdings auch den fließenden Übergang von (noch) normalem zu risikoreichem Trinken und zur Abhängigkeit. Zum Verdeutlichen: In Deutschland trinkt jeder Einwohner über 15 Jahre im Durchschnitt über 130 Liter alkoholhaltige Getränke in einem Jahr. Das entspricht knapp elf Litern reinem Alkohol. Wir sind damit weltweit auf den vorderen Rängen. Die Kehrseite: Insgesamt 3 Millionen Erwachsene zwischen 18 und 64 Jahren hatten nach Zahlen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen im Jahr 2018 eine alkoholbezogene Störung. Bei 1,4 Millionen von ihnen lag Alkoholmissbrauch vor und bei 1,6 Millionen eine Alkoholabhängigkeit. Die Dunkelziffer hoch, viele Zahlen zum Alkoholkonsum beruhen auf Selbstangaben - wer ist da ganz ehrlich? Und genau das macht es mitunter schwierig, Betroffene anzusprechen, weiß Professor Ulrich Preuss, der sich seit vielen Jahren mit Suchtproblematiken beschäftigt. Im Podcast erläutert er wichtige Aspekte, wie in der Hausarztpraxis ein mögliches Alkoholproblem erkannt und angesprochen werden kann.