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Erziehung im Kapitalismus - der tägliche Kampf um freiwillige Fügsamkeit

Erziehung im Kapitalismus - der tägliche Kampf um freiwillige Fügsamkeit

Argument und Diskussion zu aktuellen politischen Themen · [email protected]

January 15, 20091h 34m

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Show Notes

<p>Ob mit Handyklingeltönen oder Partydrogen, Kinder und Jugendliche nerven ihre Erzieher, weil sie einfach nicht wollen, was sie sollen. „Eigenwillig“ sind sie, statt sich den Verhaltensweisen und Vorgaben anzubequemen, die alle nur das eine wollen: das Beste fürs Kind, das anständig und erfolgreich das bürgerliche Leben bewältigen soll. Erst in der Schule, später dann in Beruf und Familie. Aber auch Lehrer und Eltern nerven ihre Kinder, wenn man den Nachwuchs fragt. Mit einem Schulunterricht, dem sich jeder unterziehen muss, auch wenn ihn kaum jemand schätzt. Und mit häuslichen Vorschriften und Sanktionen zu Ausgang und Benehmen, die das Leben Heranwachsender für ihren Geschmack mehr oder weniger zur Hölle machen, der die meisten möglichst schnell entfliehen wollen.<br>Ein paar Jahre weiter, und die leidgeprüften Objekte erzieherischer Tätigkeit sind nun selber als Eltern und Lehrer Agenten der Maßstäbe von Anstand und Erfolg und Vollstrecker eben der Erziehungsmaßnahmen, die sie gestern so gehasst haben. Ein Seitenwechsel, der als „Reifung“ gilt und der „Schule des Lebens“ zu verdanken sein soll. Erziehung ist ein Kampf zwischen Erwachsenen und Heranwachsenden, in dem nicht das vernünftige Urteil, sondern die Machtposition der Beteiligten den Ausschlag gibt. Eine Zumutung, die als gute Vorbereitung auf die Härten des Lebens gilt, die auf den Nachwuchs in den Bildungsanstalten und auf dem Arbeitsmarkt warten.<br>Folgende Fragen sollen bei unserer Veranstaltung diskutiert und beantwortet werden:<br>Wozu taugt die Erziehung im Kapitalismus?&nbsp;<br>Was entscheidet sich an ihr über den Lebensweg der nachwachsenden Jahrgänge?<br>Lässt sich am Ende mit der Erziehung die Gesellschaft verändern, wie kritische Zeitgenossen mutmaßen?</p><p>Teil 1. Bürgerliche Erziehung - was ist das?<br>Teil 2. Das Wollen &amp; die kindliche Begierde<br>Teil 3. Das Wissen &amp; die kindliche Neugier<br>Teil 4. Das Interesse &amp; das jugendliche Aufbegehren<br>Teil 5. Die Schule: erste Erfahrungen mit der realen Konkurrenz - Leistungen der Erziehung, wirkliche wie erhoffte - Kann man mit Erziehung die Gesellschaft verändern?<br>Teil 6. Diskussion</p><p>Veranstalter: <a href="https://sozialistische-gruppe.de/">Sozialistische Gruppe</a></p><p>Weitere Publikationen zum Thema von argudiss oder von anderen:</p><p>Freerk Huisken: <a href="https://www.vsa-verlag.de/nc/detail/artikel/erziehung-im-kapitalismus-1/">Erziehung im Kapitalismus</a><br>Von den Grundlügen der Pädagogik und dem unbestreitbaren Nutzen der bürgerlichen Lehranstalten<br>Studienausgabe der Kritik der Erziehung, Band 1 und 2</p><p>Weitere Artikel zum Thema findet man unter Zuhilfenahme des MSZ-Registers und des GegenStandpunkt-Index.<br>Siehe hier: <a href="http://www.gegenstandpunkt.com" target="_blank">GegenStandpunkt</a></p>