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Ein grausames Recht?
[7GG83]
Episode 83

Ein grausames Recht? [7GG83]

Martin liest »Ein grausames Recht?« von Raphael Schäfer: »Die Bezeichnung "humanitäres Völkerrecht" sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich auch um ein nachgiebiges Instrument handelt. Es akzeptiert und autorisiert in gewissen...

7 Gute Gründe

August 16, 202421m 59s

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Show Notes

Martin liest »Ein grausames Recht?« von Raphael Schäfer: »Die Bezeichnung "humanitäres Völkerrecht" sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich auch um ein nachgiebiges Instrument handelt. Es akzeptiert und autorisiert in gewissen Grenzen die Tötung von Menschen. Dies zeigt sich in der Geschichte ebenso wie in der Gegenwart.« Anlässlich eines Doppeljubiläums der Genfer Konventionen im August 2024 erschien der zitierte bzw. vorgelesene Text in der Zeitschrift »Aus Politik und Zeitgeschichte« (APuZ) in der Ausgabe »Genfer Konventionen« (74. Jahrgang, Ausgabe 30-32/2024), herausgegeben von der Bundeszentrale für politische Bildung. Der Text steht unter der Creative Commons Lizenz und darf unter Nennung der Herausgeberin und der jeweiligen Autor:innen zu nichtkommerziellen Zwecken weiterverbreitet werden.

»Ein grausames Recht?« von Raphael Schäfer: »Die Bezeichnung “humanitäres Völkerrecht” sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich auch um ein nachgiebiges Instrument handelt. Es akzeptiert und autorisiert in gewissen Grenzen die Tötung von Menschen. Dies zeigt sich in der Geschichte ebenso wie in der Gegenwart.«

»Vor 160 Jahren, am 22. August 1864, unterzeichneten zwölf Staaten in Genf die „Konvention zur Verbesserung des Schicksals der verwundeten Soldaten der Armeen im Felde“. Es war der erste völkerrechtliche Vertrag, der den Schutz von Verwundeten und die Neutralität des Sanitätspersonals vorsah. Vor 75 Jahren folgten vier weitere Abkommen, mit denen unter anderem der Schutz von Kriegsgefangenen und Zivilpersonen festgeschrieben wurde. Die vier Genfer Konventionen von 1949 bilden den Kernbestand des humanitären Völkerrechts, das im Laufe der Zeit beständig weiterentwickelt wurde. Dennoch gehen auch heutige Kriege regelmäßig mit Verletzungen des humanitären Völkerrechts einher«

Die Entwicklung der Genfer Konventionen ist eng mit der Geschichte der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung verbunden. Deswegen lesen die Macher des Rotkreuz-Podcasts »7 Gute Gründe« Texte der Zeitschrift »Aus Politik und Zeitgeschichte« (APuZ), Ausgabe 30-32/2024, »Genfer Konventionen« vom 18.07.2024 vor.



Kapitelmarken

00:00:00.000 Einleitung
00:00:51.249 Ein grausames Recht?
00:03:06.290 Eine (sehr) kurze Geschichte des Rechts von Krieg und Frieden
00:06:51.688 Mythos von 1864
00:11:41.710 freiwillige kosten nichts
00:12:21.487 Die Genfer Konventionen im System der UN-Charta
00:17:57.882 Humanisierung des humanitären Völkerrechts?
00:21:07.531 Dank des Autors
00:21:13.126 Über den Autor Raphael Schäfer
00:21:26.268 Abspann