![34. Internationale Konferenz (2024)
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34. Internationale Konferenz (2024) [7GG90]
Dr. Katja Schöberl, Referentin für Internationale Beziehungen / Advisor Political und Movement Relations im Generalsekretariat des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), gibt uns zum zweiten Mal spannende Einblicke in die Internationale Konferenz der...
7 Gute Gründe · Martin Krumsdorf and Gabriel Bücherl
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Show Notes
- Hinweis: Das Gespräch haben wir am 15.11.2024 aufgezeichnet.
- Dr. Katja Schöberl arbeitet im Generalsekretariat des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) als Referentin für Internationale Beziehungen / Advisor Political und Movement Relations.
- Katja war schon Mal zu Gast in unserer Folge 20 über die 33. Internationale Konferenz: 7gutegruende.de/20
- Die 34. Internationale Konferenzfand vom 28.10.2024 bis 31.10.2024 in Genf statt.
- rcrcconference.org
- Dokumente wie Concept Note, angenommene Resolutionen, Agenda und Programm: https://rcrcconference.org/about/34th-international-conference/documents-34th-international-conference/
- Side Events “neben” der Internationalen Konferenz
- Pledges
- Datenbank mit Pledges/Selbstverpflichtungserklärungen und Reports/Berichte und hier gefiltert mit dem Suchwort »german« https://rcrcconference.org/about/pledges/search/?q=german
- Vorabreport (“challenges report”) zum humanitären Völkerrecht: https://rcrcconference.org/app/uploads/2024/10/34IC-IHL-Challenges-Report-EN.pdf
- Schlussfolgerung am Ende dieses Papiers (übersetzt aus dem Englischen):
- Die vier Genfer Konventionen von 1949, die grundlegenden Verträge des humanitären Völkerrechts, wurden vor 75 Jahren angenommen. Sie haben sich als bemerkenswert erfolgreich erwiesen. Zusammen mit dem humanitären Völkerrecht im Allgemeinen haben sie eine außerordentliche Beständigkeit bewiesen und genießen die uneingeschränkte Unterstützung aller Staaten. In einer Zeit, in der weltweit mehr als 120 bewaffnete Konflikte andauern, retten sie Leben und schützen die Menschenwürde - Tag für Tag.
- Doch zahlreiche Herausforderungen bleiben bestehen. Das IKRK betont seit Jahrzehnten, dass die größte Herausforderung für das humanitäre Völkerrecht in der mangelnden Achtung des Rechts besteht. Vorsätzliche Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht geben nach wie vor Anlass zu großer Sorge. Unzulänglichkeiten bei der Umsetzung des humanitären Völkerrechts schwächen die Einhaltung in der Praxis. Darüber hinaus haben verschiedene zweckdienliche Auslegungen des humanitären Völkerrechts - die oft auf dem Höhepunkt eines bewaffneten Konflikts vorgebracht werden, um den Spielraum der Staaten für Tötungen und Inhaftierungen zu vergrößern - dazu beigetragen, seine Schutzwirkung zu untergraben.
- Diesen zersetzenden Tendenzen muss Einhalt geboten werden. Die Staaten müssen gemeinsam handeln, um die Achtung des humanitären Völkerrechts zu einer Priorität zu machen. Die Welt braucht ein robustes, schützendes Recht für bewaffnete Konflikte - ein Recht, auf das man sich verlassen kann, um Leben zu retten. Das IKRK hofft, dass dieser Bericht dazu beitragen kann, einige der wichtigsten Herausforderungen des humanitären Völkerrechts zu beleuchten, den politischen Willen zu ihrer Bewältigung zu wecken und schließlich eine Kultur der Einhaltung des humanitären Völkerrechts zu schaffen, um die Menschheit in Konflikten zu schützen, jetzt und in Zukunft.
- Zu diesem Themenbereich hat sich auch Mirjana Spoljaric-Egger, Präsidentin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) beim Deutschlandfunk geäußert: https://www.deutschlandfunk.de/deutsche-humanitaere-hilfe-genug-interview-mit-mirjana-spoljaric-praes-ikrk-dlf-48fb879a-100.html
- Verabschiedete Resolutionen der 34. Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Konferenz (inhaltlich kurz zusammengefasst mit Notebook LM)
- Die 34. Internationale Konferenz der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung hat fünf Resolutionen verabschiedet, die darauf abzielen, humanitäre Lösungen für globale Herausforderungen voranzutreiben.
- Überblick über die fünf Resolutionen
- Resolution 1: “Building a universal culture of compliance with international humanitarian law”. https://rcrcconference.org/app/uploads/2024/11/34IC_R1-IHL-EN.pdf Diese Resolution fördert das humanitäre Völkerrecht (HVR), indem sie die Staaten ermutigt, die universelle Achtung des HVR zu unterstützen, einschließlich des Schutzes von Zivilisten und humanitären Helfern.
- Resolution 2: “Protecting civilians and other protected persons and objects against the potential human cost of ICT activities during armed conflict”. https://rcrcconference.org/app/uploads/2024/11/34IC_R2-ICT-EN.pdf Angesichts der eskalierenden Risiken der digitalen Kriegsführung sendet dieser Vorschlag ein klares Signal, dass alle Staaten und Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften die potenziellen menschlichen Kosten böswilliger IKT-Aktivitäten anerkennen und sich verpflichten, Zivilisten und kritische Infrastruktur vor Cyberangriffen zu schützen.
- Resolution 3: “Strengthening disaster risk governance through comprehensive legal and regulatory frameworks”. https://rcrcconference.org/app/uploads/2024/11/34IC_R3-Disaster-Law-EN.pdf Diese Resolution fordert umfassende Rechtsrahmen, um das Katastrophenrisikomanagement zu verbessern und die globale Widerstandsfähigkeit gegenüber Katastrophen zu stärken.
- Resolution 4: “Enabling local leadership, capacity and delivery in principled humanitarian action and strengthening resilience”. https://rcrcconference.org/app/uploads/2024/11/34IC_R4-Local-Action-EN.pdf Diese Initiative betont die lokale Eigenverantwortung und fördert nachhaltige, gemeinschaftsgeführte Reaktionen auf Krisen, indem sie lokale Akteure in humanitären Hilfsmaßnahmen stärkt.
- Resolution 5: “Protecting people from the humanitarian impacts of extreme climate and weather events: Working together to strengthen anticipatory action”. https://rcrcconference.org/app/uploads/2024/11/34IC_R5-Anticipatory-Action-EN-1.pdf Als Reaktion auf die wachsende Bedrohung durch den Klimawandel fordert diese Resolution vorausschauendes Handeln und globale Zusammenarbeit, um die humanitären Folgen extremer Wetterereignisse auf die am stärksten gefährdeten Menschen zu mildern.
- Zusätzliche Resolution:
- Zusätzlich zu den fünf Hauptresolutionen wurde eine weitere Resolution verabschiedet, die sich auf die Implementierung der Vereinbarung zwischen Magen David Adom in Israel und der Palästinensischen Rotkreuzgesellschaft konzentriert:
- Resolution 6: “Implementation of the Memorandum of Understanding and Agreement on Operational Arrangements dated 28 November 2005 between Magen David Adom in Israel and the Palestine Red Crescent Society”. https://rcrcconference.org/app/uploads/2024/11/34IC_R6-MoU-EN-1.pdf Diese Resolution bestätigt Resolution 4 des Delegiertenrates vom 27. Oktober 2024 zur Umsetzung des Memorandum of Understanding und des Abkommens über operative Vereinbarungen vom 28. November 2005 zwischen dem Magen David Adom in Israel und der Palästinensischen Rotkreuzgesellschaft.
- Die diesjährigen Resolutionen bekräftigen das Engagement der Bewegung, sich an die sich entwickelnden Herausforderungen in der humanitären Arbeit anzupassen und darauf zu reagieren. Sie befassen sich auch mit neuen Herausforderungen wie psychischer Gesundheit und Pandemievorsorge.
- Vizepräsident Dr. Volkmar Schön war Delegationsleiter des Deutschen Roten Kreuzes bei der 34. Internationalen Konferenz (https://www.drk.de/das-drk/drk-verbandsstruktur/praesidium/). Volkmar war auch schon Mal bei uns im Podcast zu Gast: https://www.7gutegruende.de/innenansicht/1. Fachausschuss humanitäres Völkerrecht: https://www.drk.de/das-drk/auftrag-ziele-aufgaben-und-selbstverstaendnis-des-drk/humanitaeres-voelkerrecht-im-kontext-des-drk/kurse-und-gremien/drk-fachausschuss-humanitaeres-voelkerrecht/
- Meldet euch zum Newsletter Verbreitungsarbeit des Deutschen Roten Kreuzes an. Er ist immer noch sehr gut!
- Generalversammlung der Föderation: https://www.ifrc.org/who-we-are/people-and-structures/ifrc-governance/general-assembly und Strategie 2030 https://www.ifrc.org/who-we-are/about-ifrc/strategy-2030
- Michelle Chew im Podcast “People in the red vest” der Förderation: https://www.ifrc.org/podcast/people-red-vest/new-ifrc-youth-commission-leader-young-volunteers-want-real-influence-not
- Cyberangriff auf das IKRK 2022: https://www.icrc.org/de/document/cyberangriff-ikrk-was-wir-wissen
- Diskussionsstand zu einem digitalen Schutzzeichen in bewaffneten Konflikten: https://www.icrc.org/en/document/icrc-digital-emblems-report
- Informationen über das Konzept der vorausschauenden humanitären Hilfe: https://www.drk.de/hilfe-weltweit/wie-wir-helfen/humanitaere-hilfe/
- Diplomatische Sprache: https://www.deutschlandfunkkultur.de/sprache-der-diplomatie-kunst-formulierung-100.html
- Handbuch humanitäres Völkerrecht des Bundesministeriums der Verteidigung: https://www.bmvg.de/resource/blob/93612/7d6909421eacad4ddc7dcdfdf58d42ca/b-02-02-10-download-handbuch-humanitaeres-voelkerrecht-in-bewaffneten-konflikten-data.pdf
- Beitrag des DRK auf Instagram zu den Gremientreffen in Genf: https://www.instagram.com/roteskreuz_de/reel/DCR813csdH0/
- Roter Kreis – Enzyklopädie des Rotkreuz-Wissens
- Humanitäres Völkerrecht
- Internationale Konferenz des Roten Kreuzes und Roten Halbmonds
- Vertragsstaat
- Genfer Abkommen
- Internationales Komitee vom Roten Kreuz
- Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften
- Nationale Gesellschaft
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- Ständige Kommission des Roten Kreuzes und Roten Halbmonds
- Delegiertenrat der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung
- Grundsätze der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung
- 8. Dezember
- Verbreitungsarbeit
- Auxiliar
- Wikipedia
Rotkreuzereignis des Monats
In dieser Rubrik greifen wir Rotkreuz-Jahrestage des aktuellen Monats auf, die wir der gleichnamigen Kategorie der Rotkreuz-Enzyklopädie roter-kreis.de von Franz Philippe Bachmann entnehmen. Es lohnt sich nicht nur die unerwähnten Jahrestage des aktuellen Monats nachzuschlagen, sondern auch andere Artikel dieses umfangreichen, gut recherchierten und liebevoll gepflegten Werks zu lesen. Übrigens, die Auswahl eines guten Artikels kannst du auch dem Zufall überlassen.
Vom 8. Dezember 2005 datiert das Zusatzprotokoll III der Genfer Abkommen. Es führt mit dem Roten Kristall ein weiteres Schutzzeichen neben dem Roten Kreuz und Roten Halbmond ein. Deutschland ratifizierte das Zusatzprotokoll am 17. Juni 2009.
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