
Wetterfrage
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Woher kommt der Duft von Sommerregen?
Jeder und jede kennt ihn, den typischen Duft des Sommerregens. Für den Duft verantwortlich sind Öle der Pflanzen und aktive Bakterien in der Erde. Pflanze geben verschiedene ätherische Öle ab. Wenn es für längere Zeit warm und trocken ist, entsteht auf den Pflanzenteilen und auf dem Boden ein richtiger Film dieser Öle. Wenn es nach einer trockenen Phase wieder regnet, werden diese Öle aufgewirbelt und man riecht den typischen Duft des Sommerregens. Eine weitere Duftnote kommt vom Geosmin. Dies ist ein Stoff, der durch Bakterien in der Erde produziert wird, wenn die Erde feucht wird.
Was ist eine Tropennacht und wie entsteht sie?
Im Sommer hört man ab und zu, dass es eine Tropennacht gab. Was ist das genau? Und welche meteorologischen Zutaten braucht es, damit es eine Tropennacht gibt? Kühlt es in einer Nacht nicht unter 20 Grad ab, spricht man in der Meteorologie von einer Tropennacht. Für eine Tropennacht braucht es einen warmen oder gar heissen Vortag, relativ feuchte Luft, kurze Nächte und am besten eine Hanglage oder die Nähe zu einem See. Auf der Alpennordseite sind Tropennächte relativ selten, im Tessin kommen sie häufiger vor.
Wann ist es "tüppig"?
Bei schwülem Sommerwetter kommt man auch ohne viel zu tun ins Schwitzen - es ist «tüppig». Schwüle macht sich wir vor allem durch eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit bemerkbar. Diese kann unter anderem durch den Taupunkt angegeben werden. Liegt die Taupunkttemperatur über 16 Grad und es ist windstill fühlt sich die Luft drückend an, weil das Kühlsystem des Körpers nicht mehr ausreichend funktioniert.
Wie entstehen Gewitter und wie schützen wir uns davor?
Für Gewitterwolken braucht es feuchte Luft, eine instabile Atmosphäre und einen Mechanismus, der die feuchte und warme Luft anhebt. Gewitter bringen neben Blitz und Donner auch Hagel, Starkregen und Sturmböen. Am besten geschützt ist man im Innern. Neben viel Wasser muss die Luft für Gewitter instabil sein. Das heisst, Luft kann leicht aufsteigen. Damit die Luft aufsteigt, benötigt es einen Trigger. Dies kann etwa ein Gebirge sein, das die Luft zum Aufsteigen zwingt. Ebenso kann die Sonne helfen. Sie heizt die Luft am Boden so stark auf, bis sie von selbst aufsteigt. Von Gewitterzellen gehen viele Gefahren aus: Blitz, Hagel, Starkregen oder Sturmböen. Am besten ist man in Gebäuden geschützt. Doch der beste Schutz ist die Planung: Vor einer Wanderung oder einem Outdoor-Anlass sollte man sich über die Gewittersituation informieren und seine Pläne entsprechend anpassen.
Wie lange schützt mich meine Sonnencreme vor Sonnenbrand?
Trotz des unbeständigen Wetters hat die Sonnencreme derzeit Hochkonjunktur. Denn ohne Sonnenschutz bekommt man in dieser Jahreszeit schnell einen Sonnenbrand. Mit der hochstehenden Sonne reicht bei den meisten Leuten schon maximal eine Stunde an der prallen Sonne aus, um einen Sonnenbrand zu bekommen. Mit einer Sonnencreme lässt sich dies verhindern. Der maximale Sonnenschutz kann man berechnen: Dazu nimmt man die Eigenschutzzeit der Haut (bei hellen Hauttypen meist zwischen 10 und 20 Minuten) und multipliziert sie mit dem Lichtschutzfaktor der Sonnencreme. Daraus ergibt sich die Sonnenschutzzeit in Minuten.
Was ist im Misox passiert?
Die heutige Sendung geht sehr spontan darauf ein, was in den letzten Stunden im Misox passiert ist.
Fehlendes Hochgefühl: Mit Schneckenwetter Richtung Sommer
Die letzten Wochen waren aussergewöhnlich trüb und nass. Aber sie waren auch eine Erinnerung, dass sonniges Badi-Wetter trotz Klimaerwärmung nicht immer schon im Mai aufkommen muss. Viele haben es satt: Regen und Wolken statt Sonnenschein und Sommerwärme - und das schon seit Wochen. Normalerweise regnet es auf der Zielgeraden zum Sommer etwa jeden zweiten Tag. Tage mit mehreren Stunden Sonnenschein sind etwas häufiger. In diesem Jahr war das Wetter weniger ausgeglichen. Viel mehr Regentage, viel weniger sonnige Tage und dazu noch selten sommerlich warm. Das letzte stabile Hochdruckgebiet liegt ungewöhnlich weit zurück, im September 2023! Doch ein Blick ins Archiv zeigt: Die letzten Wochen waren eine Erinnerung daran, dass Badi-Wetter nicht jedes Jahr im Mai beginnen muss. Sonnenschein und Sommerwärme traten in den letzten Jahren nämlich oft früher als im langjährigen Schnitt auf. Und vielleicht haben wir dadurch vergessen, wie nass und trüb der Frühling auch sein kann.
Starkregen: Wie viel Regen kann in einer bestimmten Zeit fallen?
Es sind einige grosse Giesskannen Wasser, die innerhalb von Minuten oder einer Stunde zum Himmel prasseln können. In Europa wird ab 7 mm in 10 Minuten von Starkregen gesprochen. Doch dieser Wert kann um ein Vielfaches überschritten werden: Der Schweizer Rekord liegt bei 41 mm in 10 Minuten, was im Juni 2018 zur Überflutung der Metro in Lausanne/VD geführt hat. 10 mm Wasser entsprechen einer grossen Gartengiesskanne und sind somit 10 Liter Wasser pro Quadratmeter. Der Stundenrekord liegt bei gut 90 mm, was im August 1997 in Locarno/TI gemessen worden ist. Mit dem Klimawandel hat das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie bereits eine Zunahme der Starkregenfälle von 10% und ein Anstieg der Häufigkeit um 25% verzeichnet. Es gilt der direkte physikalische Zusammenhang, dass warme Luft mehr Wasserdampf aufnehmen kann als kalte (Clausius-Clapeyron).
Wann kommt der Sommer
Die Hochwassersituation ist angespannt wegen dem vielen Regen. Wir gehen der Frage nach, wann der Regen ein Ende hat und wann der Sommer endlich kommt.