
Folge 11 - Iris - Selbstwort
Eine Betroffene berichtet vom Suizid ihres Sohnes
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Show Notes
In dieser Folge berichtet Iris vom Suizid ihres Sohnes - zu dem Zeitpunkt 20 Jahre alt - vor 5 Jahren.
Iris erwähnt in unserem Gespräch ihren Verein "Trees of Memory e.V.". Dieser Verein gibt Menschen, die einen Angehörigen durch Suizid verloren haben, eine neue Lebensperspektive.
Mehr Infos findet Ihr hier: https://www.treesofmemory-ev.com
Iris war zusätzlich Teil eines Buchprojektes. Es heißt "ÜBERsLeben nach dem Tod eines Kindes". 36 Mütter erzählen in diesem Buch ihre ganz persönlichen Erlebnisse und wie sie versuchen, den Drahtseilakt des eigenen Daseins zu meistern. Bis einschließlich Folge 16 hieß dieser Podcast "Das ist ja wohl eine Unverschämtheit". Da der Titel doch etwas sehr lang, umständlich, teils missverständlich und einfach etwas sperrig war, habe ich ihn zu "Selbstwort" geändert. Er impliziert, dass Betroffene von Suizid selbst zu Wort kommen, wie auch das Wort "Selbstwert" und wenn man den Buchstaben "W" aus Selbstwort auf den Kopf stellt (wie auch das Leben eines jeden Betroffenen für immer völlig auf den Kopf gestellt ist), dann bekommt man das Thema des Podcasts. Aus Respekt vor allen Betroffenen, die dieses Wort ablehnen, nenne ich es eben nicht. Ich finde dennoch, dass es die Brutalität, die Härte und den lebensverändernden Schrecken gut widerspiegelt. Natürlich ist der Erkrankte kein Mörder. Aber die Depression ist es. Daher erlaube ich mir, mit diesem Wort zu spielen.