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Schwarz hören - Petra Schwarz im Gespräch mit Prominenten über Leben und Tod

Schwarz hören - Petra Schwarz im Gespräch mit Prominenten über Leben und Tod

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Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Dieter "Maschine" Birr über Leben und Tod

1944 geboren, hat „Maschine“ gerade einen runden Geburtstag gefeiert: der Sänger, Gitarrist und Komponist Dieter „Maschine“ Birr. Warum man ihn „Maschine“ nennt, erfahren wir hier in einem launigen Gespräch aus „berufenem Mund“. Darin kommen wir gleich zu Beginn aufs Alter zu sprechen, das er mit Humor nimmt. Denn: „Nach dem Tod hat man ja keine Möglichkeit mehr, zu lachen. Deshalb sollte man das vorher machen.“ und etwas drastisch ergänzt „Maschine“: „Der Tod kann mich mal am Arsch lecken.“ Fast im selben Atemzug erzählt er von seinem Fanclub, der „Auf das Leben“ – nach einem Lied von ihm – heißt. Auch der Award, dem ihn Sony gerade fürs Lebenswerk – „… mit mehr als 70 Single-Produktionen, 80 Veröffentlichungen auf LP, Musikkassette, CD und 20 DVDs erreichte er eine Auflage von über 25 Millionen Bild- und Tonträgern und zählt damit zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Künstlern …“ – verliehen hat, heißt „Life Time Award“. Von 1969 bis zum Ende der Band 2016 war er Frontmann der „Puhdys“, die sich 1989 schon einmal aufgelöst hatten, um dann ab 1992 aber höchst erfolgreich weiterzumachen. Die erste „Maschine“-Solo-LP erschien 1986, wozu Petra eine ganz persönliche Geschichte in diesem Podcast erzählt … Apropos Solo: Im März 2024 ist „Maschines“ neueste CD „Mein Weg“ erschienen und ein Buch dazu gibt es auch mit dem Titel: „Was bisher geschah“. Im April 2024 habe ich „Maschine“ in seinem Haus in Neuenhagen bei Berlin besucht und wir haben – wie es sich für diesen Podcast gehört – übers Leben geredet; u.a. darüber, dass er „eine Eule“ ist, inwiefern eine Musikschule wichtig ist, um Berufsmusiker zu sein und dass er nunmehr 80 Jahre lang „ohne größere Vorfälle“ gelebt hat. Was den Tod betrifft, behauptet er: „Ich rede nicht gern über den Tod.“, um dann doch ganz schön viel darüber zu sprechen. Auch darüber, wer seine Trauerrede halten soll und wie es war, als er die Trauerrede für seine Mutter oder für „Lord Ulli“ von den Lords gehalten hat. Sein Fazit: „Ich hab‘ keine Angst vorm Tod, aber ich freue mich auch nicht darauf.“

Jun 5, 202425 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Bodo Ramelow über Leben und Tod

Der Ministerpräsident Thüringens wurde 1956 in Niedersachsen als Sohn einer studierten Hauswirtschaftsleiterin und seines Vaters, der aus einer alten Kaufmannsfamilie stammt, geboren. Nach dem frühen Tod seines Vaters zog die Familie zunächst nach Rheinhessen und dann an die Lahn zwischen Marburg und Gießen. Warum er Hochdeutsch spricht, Platt ganz gut versteht und nur ein bisschen sprechen kann, erklärt Bodo Ramelow in diesem Podcast. Er ist gelernter Einzelhandelskaufmann und hat 1977 die Fachhochschulreife an der Fachoberschule Marburg erworben. Seit 1981 war er Gewerkschaftssekretär in Mittelhessen und von 1990 bis 1999 Landesvorsitzender der Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen (HBV) in Thüringen. 1999 wurde Bodo Ramelow Mitglied der PDS, später DIE LINKE. Er saß mehrere Legislaturen im Thüringischen Landtag und war von 2005 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. Seit 2014 ist er – mit einer Unterbrechung von 6 Wochen – Thüringer Ministerpräsident. Als solchen habe ich ihn 2016 als Moderatorin eines „Tourismus-Dialogs“ in Berlin persönlich kennengelernt, woraus entstanden ist, dass er mich im selben Jahr mehrere Stunden durch Erfurt geführt hat. Dabei habe ich viel über meine Heimatstadt gelernt und erlebt, dass er ein sehr nahbarer Ministerpräsident ist, mit dem man – auch bei einem privaten Spaziergang – Zeit braucht. Warum? Das erfährt man im Podcast. Als er später auch mit dem Springer-Chef Mathias Döpfner durch Erfurt gelaufen ist, hat Bodo Ramelow ChatGPT in der Praxis kennengelernt: als beeindruckend, denn KI kann – trotz ethischer Fragen – im Alltag helfen, wie Ramelow beispielhaft erklärt. Und: KI ist beängstigend, wenn z.B. Manipulationen politische Prozesse stark beeinflussen – wie den Brexit … Bodo Ramelow will trotzdem „… mit einer Fröhlichkeit und Gelassenheit weiter Politik machen.“ Anfang Mai 2024 habe ich Bodo Ramelow – anlässlich der „Rede meines Lebens“ – in der Staatskanzlei in Erfurt besucht und wir haben übers Leben – u.a. neue Formen des Miteinanders von Jung und Alt auf dem Land mit der Option „Muskel-Hypothek“ gesprochen und – wie es sich für diesen Podcast gehört – über den Tod. Damit hatte er ganz real schon als Elfjähriger zu tun, als sein Vater in seinen Armen starb. „Ein Ur-Erlebnis“, wie Ramelow es nennt. Und: „Ich habe mich wieder und wieder mit der Frage Leben und Tod auseinandersetzen müssen“. Beide Söhne hatten Krebs … Nicht zuletzt spielt auch der Amoklauf am „Gutenberg-Gymnasium“ 2002 in Erfurt in seinem Leben noch heute eine Rolle. Bodo Ramelow betont: „Der Tod ist keine Frage von Lebensalter. Es ist eine Frage von Einstellung und der Normalität." Und auch zum selbstbestimmten Sterben bezieht er klar Position.

May 22, 202429 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Angelika "Lütte" Mann über Leben und Tod

1949 als Tochter eines (Klassik-begeisterten) Arztes und einer Krankenschwester in Berlin geboren, war ihr die Musik sozusagen in die Wiege gelegt. Mittlerweile steht sie seit 55 Jahren als Sängerin und Schauspielerin auf der Bühne. In ihrer 2013 erschienenen Autobiografie „Was treibt mich nur“ beschreibt sie ihr Leben und – sobald Zeit ist – steht das nächste Buch an. Entdeckt wurde „die Lütte“ von Klaus Lenz (Bigband) und bekannt v.a. an der Seite von Reinhard „Lacky“ Lakomy (Traumzauberbaum). Nach ihrer Ausreise in den Westen Mitte der 80er Jahre gab sie in der „Dreigroschenoper“ über Jahre die Lucy in Berlin, Hamburg, Köln und auch im Ausland. Seit 2010 spielt sie die Rolle der Hausfrau Doris Bertram in der Trilogie „Heiße Zeiten“ und ist mit dieser Produktion seitdem erfolgreich in Deutschland, der Schweiz, in Österreich und Luxemburg auf Tournee – obwohl sie 2022 die Diagnose Brustkrebs bekam. Auch ihre Tochter Ulrike Weidemüller, die „die Lütte“ auch öffentlich liebevoll „Kindschwein“ nennt, ist Sängerin und aktuell mit Alphaville weltweit unterwegs. Im Frühjahr 2024 habe ich die Lütte – anlässlich der „Rede meines Lebens“ – in ihrer Wohnung besucht. Wir haben in der Küche gesessen und übers Leben und – wie sich das für diesen Podcast gehört – den Tod gesprochen. Damit geht sie offensiv um und hat ihren Kollegen – typisch „Lütte“ – gesagt: „Wenn ich auf der Bühne umfalle: Bevor ihr den Arzt holt, bitte die Presse 😊.“ Und: „Sterben möchte ich mit einem blöden Spruch auf den Lippen.“ Ja, und welche Musik erklingt dann in der Trauerfeier? Lasst euch überraschen!

May 7, 202423 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit STOPPOK über Leben und Tod

1956 in Hamburg geboren, ging es für STOPPOK als Schulkind ins Ruhrgebiet und dann für viele Jahre nach Bayern, um jetzt – wegen der Liebe – wieder in seiner Heimatstadt Hamburg zu leben. Seit 50 Jahren steht der Multiinstrumentalist, Rockmusiker und Filmmusik-Komponist auf der Bühne, hat diverse Preise (u.a. den Deutschen Kleinkunstpreis) in der Tasche und gerade sein 20. Album namens „Teufelsküche“ veröffentlicht. Darauf: Songs u.a. mit Alin Coen, Olli Schulz und Cäthe. Der Song „Vom Tod kein Wort“ – aktuell in der „Liederbestenliste“ auf Platz 1 – war für mich Anlass, mit STOPPOK für diesen Podcast zu sprechen und also landen wir auch ziemlich schnell beim Tod. STOPPOK hat damit kein Problem: „Indem du darüber nachdenkst, dass irgendwann mal Schicht ist, nimmts du das Leben natürlich ganz anders und intensiver wahr.“ sagt er. Und findet die wunderbare Zeile im Song: „Solange wir da sind, ist er nicht da. Und wenn er dann da ist, sind wir nicht mehr da-da-da“ 😊 Im Podcast erklärt er diesen Schluss … „Für mich ist die Bühne der sicherste Ort auf der Welt.“ sagt er und Tausende singen in seinen Konzerten jede Zeile aller seiner Songs mit. Na, fast alle – in jedem Falle Songs wie: „Dumpfbacke“ oder „Learning by Burning“. 2022 hatte er einen Herzinfarkt, den er zunächst gar nicht ernst genommen hat. Mit nunmehr drei Stents geht er wieder auf Tour: Gleich 2023 gab er eine 35 Tage Solo-Tour und 2024 war er im Frühjahr mit Band unterwegs; u.a. im Kesselhaus in der Kulturbrauerei in Berlin-Prenzlauer Berg. Dort habe ich ihn – anlässlich der „Rede meines Lebens“ – vor seinem Konzert getroffen und wir haben übers Leben und – natürlich – über den Tod gesprochen. Soviel ist klar: Auf seiner Beerdigung wird kein STOPPOK-Song erklingen; „denkbar“ ist aber „Fairytale of New York“ von The Pogues … Hier kommt die 106. Episode meines Podcasts "Schwarz hören" mit STOPPOK.

Apr 20, 202419 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Laura Liebeskind über Leben und Tod

Die Schauspielerin, Sängerin und Multi-Instrumentalistin „… zog aus, das Fürchten zu verlernen“. Sie spricht sechs Sprachen und kann – mit nicht einmal 40 – auf eine beachtliche Karriere verweisen. Viel hat sie – die in Berlin, Wien, Glasgow und Nancy Tanz, Gesang und Schauspiel sowie Politikwissenschaft und Philosophie studierte – Ihren Eltern zu verdanken. Ihre Mutter (Künstlerin) und der Vater (Ingenieur) haben sie zu Zielstrebigkeit erzogen und ermuntert, das zu tun, was sie will. Als Kind wurde sie in der Schule oft gemobbt und nicht selten als Streberin bezeichnet. „Ja, ich kann sehr zielstrebig sein.“ betont sie in diesem Podcast. So hat sie es u.a. geschafft, festes Ensemblemitglied des Theaters der jungen Welt in ihrer Heimatstadt Leipzig zu sein oder als Conferencieuse, Sängerin und Lufttuch-Akrobatin am Krystallpalast Varieté engagiert zu werden. Ganz aktuell (20.April 2024) steht das Record Release-Konzert des neuen Albums im Kupfersaal in Leipzig an, das Laura seit Monaten auch durch die schrittweise Veröffentlichung der Songs (mit aufwändig produzierten Videos) vorbereitet. Philosophen haben es ihr lange schon angetan und so heißt das neue Werk „Dionysos“ – der griechische Gott des Weines und des (teilweise auch orgiastischen) Feierns. Los geht’s gleich mit „Dionyna“ … Ja, und gerade schreibt Laura Liebeskind fast alle Song-Texte und komponiert/produziert einen Teil der Songs für die nächste „Young Show“ des Berliner Friedrichstadtpalastes im Herbst 2024. Das Thema darf noch nicht verraten werden. So viel aber: Laura hat das, worüber sie schreibt, schon selbst erlebt. Sie war lange ziemlich krank, brauchte viel Zeit, um herauszufinden, was es ist und weiß nun schon seit ein paar Jahren gut damit umzugehen. U.a. läuft sie oft 30 Tausend Schritte pro Tag. Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich mich mit Laura Liebeskind im Frühjahr 2024 in Berlin getroffen und wir haben übers Leben gesprochen und – wie es sich für diesen Podcast gehört – auch über den Tod. Schon jetzt beschäftigt sie sich damit, indem sie Trauer-Reden hält und mit einem Team gerade die Idee „Schöner Sterben“ ausbaut. Dabei ist es ihr wichtig, auch humorvoll heranzugehen … Hier kommt die 105. Episode meines Podcasts „Schwarz hören“ mit Laura Liebeskind.

Apr 7, 202427 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Dr. Cordelia Koch über Leben und Tod

„Meet a Koch“ oder „Kochen mit Koch“ – deshalb das Foto vor der überdimensionierten Gabel – ist eine Möglichkeit für PankowerInnen, mit ihrer Bezirksbürgermeisterin in Kontakt zu kommen: Man kann seine Bürgermeisterin einladen und sie kocht für die Gastgeber und deren Gäste. „Ich mache das sehr gern. Nur keine Scheu.“ betont sie. Bevor Cordelia Koch, aufgewachsen in Hessen, nach Berlin zog, lebte und arbeitete die studierte Rechtswissenschaftlerin, die u.a. zehn Jahre lang als Juristin an der Freien Universität Berlin arbeitete, im Libanon. Nach einem Praktikum, promovierte sie 2007 dort über „Konkordanz-Demokratie“ – diese wird übrigens auch in den Berliner Bezirken gelebt, wie die Bürgermeisterin des größten Berliner Bezirks (420 000 EinwohnerInnen) im Podcast erklärt. Hier erfährt man auch, was eine „Kommunala“ ist und dass genau das – eben Kommunalpolitik, die ganz konkrete Entscheidungen zu treffen hat – so viel Spaß macht. Übrigens: Auch die Pankower BündnisGrünen sind "auf den Podcast gekommen“, wie Cordelia Koch sagt: „Ein Pod Grünes“ gibt Einblicke in das grüne Leben im Bezirk. Zwei der wichtigsten Themen der BündnisGrünen sind natürlich: Klimawandel und Verkehr. Sie selbst fährt – auch – Auto, setze sich aber heftig für mehr ÖPNV ein. Ja, und da sie auch das Ressort Kultur im Bezirk leitet, ist es nur zu normal, dass sie Schirmherrin des „Weißenseer Kultursommer“ im September 2024 ist. Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich Cordelia Koch in ihrer Wohnung in Berlin-Pankow getroffen und wir haben übers Leben gesprochen und – wie es sich für diesen Podcast gehört – auch über den Tod. Auf die Frage, ob für sie die „Rede meines Lebens“ in Frage kommt, hat Cordelia Koch die klare Antwort: „Nein.“ Warum? Sie erfahren es in diesem Podcast. Und auch, welcher Song bei ihrer Abschiedsfeier erklingen wird … Hier kommt die 104. Episode meines Podcasts „Schwarz hören“ mit Dr. Cordelia Koch.

Mar 23, 202425 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Sigrid Grajek über Leben und Tod

Am „Internationalen Frauentag“ spreche ich mit einer außergewöhnlichen Frau 😊, denn der Weg der 1963 geborenen Sigrid Grajek war in keiner Weise ein geradliniger. „Immer wieder auch chaotisch.“ sagt sie selbst. Wie die Chanson-Sängerin und Kabarettistin Claire Waldoff (Foto auf dem Foto 😉), anlässlich deren 50. Todestag sie seit 2007 mit ihrem Programm „Claire Waldoff: Ich will aber gerade vom Leben singen“ deutschlandweit gastiert, kommt Sigrid aus dem Ruhrgebiet. In Lünen (Westfalen) geboren, ist sie in schwierigen familiären Verhältnissen aufgewachsen. Den – wie sie es beschreibt – „alkoholgestützten Gewalt-Haushalt mit Depressionshintergrund“ hat sie dann auch schon vor ihrem 18. Geburtstag verlassen. Heute bezeichnet sich Sigrid als „gelernte Berlinerin“. Während ihrer Schauspielausbildung hatte sie erstmals mit dem „literarischen Berliner Jargon“ zu tun und beherrscht diesen unverwechselbar. Zu erleben beispielsweise am 24. März 2024 im BKA in Berlin. Wenn sie nicht auf Bühnen steht, hält Sigrid Grajek Trauerreden, wozu sie „… wie die Jungfrau zum Kinde gekommen ist“. Ihr langjähriger Bühnenpartner, starb – nachdem er „My way“ gesungen hatte und von der Bühne gegangen war – in der Garderobe. Für ihn hat Sigrid ihre erste Trauerrede gehalten. Ihr Motto: „Die Trauerfeier ist das letzte gemeinsame Fest und das muss schön sein. Und auf einem Fest muss auch gelacht werden.“ Für ihre eigene Trauerfeier hat sich Sigrid Grajek auch schon Gedanken gemacht, zumal sie – schon mit 12 hatte sie diesen Gedanken – in jedem Fall selbstbestimmt sterben will. Eine enge Freundin hat das jüngst gemacht und Sigrid hat sie dabei begleitet. Derzeit pflegt sie ihre knapp 89jährige Mutter, für die sie nach zwei Schlaganfällen eine lebenswichtige Entscheidung fällen musste … Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich Sigrid Grajek in ihrer Wohnung in Berlin-Kreuzberg getroffen und wir haben übers Leben gesprochen und – wie es sich für diesen Podcast gehört – auch über den Tod. „Es tut nicht weh, sich mit der eigenen Endlichkeit zu beschäftigen. Das macht das Leben reicher.“

Mar 8, 202429 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Andreas Marius Weitersagen über Leben und Tod

„Das ist doch Westernhagen.“, also: Marius Müller-Westernhagen, hörte er – wenn er auftaucht – immer wieder Leute, ja gar Musiker-Kollegen, sagen. Lange hatte der studierte Gitarrist Andreas Graumnitz nicht „auf dem Schirm“, dass er wie Westernhagen aussieht. Dass er schließlich auch noch so singen und auf der Bühne wie Westernhagen entertainen kann und später diese Bühnen-Rolle Andreas Marius Weitersagen entwickeln würde, brauchte auch seine Zeit, wie er im Podcast beschreibt. Zunächst betrieb er fast 20 Jahre lang in Weimar, wo er zuvor an der Hochschule für Musik Franz Liszt studiert hatte, eine Musik-Kneipe mit Galerie. Nach seinem Umzug nach Berlin, spielte er in mehr als 150 Vorstellungen in der erfolgreichen Rock-Variety-Show „Forever young“ in der Band im „Wintergarten Varieté“, um im dritten Teil des Abends eben als „Weitersagen“ den Westernhagen zu geben. Am 7. März spielt er um 20 Uhr im Bildungs- und Kulturzentrum Peter Edel in Berlin-Weißensee „Weitersagen – DIE Westernhagen-Show“. Grandios war er – nach Shows auch im Ausland, u.a. Irland, Spanien und der Schweiz – jüngst wieder im „Wintergarten Varieté“ erfolgreich – auch mit jungen Artistinnen und einer Tänzerin auf der Bühne, die Andreas Graumnitz damit fördert. So, wie Westernhagen es tut … Demnächst kommen unter seinem „bürgerlichen“ Namen Andreas Graumnitz 14 eigene Songs, u.a. „Großes Kino“. Steht die Frage: Wie das Weitersagen-Image loswerden? „Das kommt einem Lotterielos gleich.“ weiß Andreas Graumnitz, hat aber Lust drauf und macht es einfach. Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich Andreas Marius Weitersagen in Berlin getroffen und wir haben übers Leben – z.B. über sein Alter, das er lange nirgendwo erwähnt hat – geredet; und – wie es sich für diesen Podcast gehört – auch über den Tod. Wir erfahren was eine „Heimbürgin“ in Sachsen ist … und dass sich „Weitersagen“ eher einen Abschied vorstellen kann, wie er in den USA oft zelebriert wird: mit Musik von den Blues Brothers zum Beispiel … oder am besten live mit Musikern seiner Band 🙂 Hier kommt die 102. Episode meines Podcasts „Schwarz hören“ mit Andreas Marius Weitersagen.

Feb 26, 202419 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Stefan Lasch über Leben und Tod

Der Radio-Profi und Musiker hat seine Liebe zum Radio – vor allem zum Hörspiel, wie er betont – schon als Kind entdeckt. Und mittlerweile hat Stefan Lasch mehr als 50 Jahre lang Radio „auf dem Buckel“. Er fasst es so zusammen: „Vom analogen Staatsrundfunk zum digitalen Bürgerradio“. 1950 in Sachsen geboren und dort auch aufgewachsen, hat Stefan Lasch zunächst zwei Semester Kontrabass an der Musikhochschule in Dresden studiert und ist danach zum Tonmeister/Tonregie-Studium nach Berlin an die Musikhochschule Hanns Eisler“ gewechselt. Der Mann kann also kompetent einschätzen, wie Musikproduktion „damals“ lief und heute – da die Digitalisierung Vieles ermöglicht – läuft ... Er hat in namhaften Jazz-Bands Bass gespielt, war Bandleader einiger Formationen und hat u.a. mit Ruth Hohmann und dem Jazz-Collegium Berlin zusammengearbeitet. Heute pflegt er eine „Hassliebe zum Kontrabass“, die er künstlerisch in außergewöhnlichen Fotografien namens „BassFascination“ ausdrückt. Im Podcast geht es u.a. um einen „flotten Dreier“ 🙂 Gerade hat Stefan Lasch sein Buch „DT64 Podiumdiskothek, Coverland, 50 Jahre Radio“ veröffentlicht – durchaus mit „Sichten“ über die Zeit von Beginn des „Jugendstudios DT64“ an und dann insbesondere über die 80er Jahre, die bisher so noch nicht zu lesen waren … und wozu es eine live-Veranstaltung im „Bildungs- und Kulturzentrum Peter Edel“ am 8. März 2024 um 19 Uhr gibt. Anlässlich der „Rede meines Lebens“ – zu der mich übrigens der Gründer von DT64 angeregt hat – habe ich mich mit Stefan Lasch im Februar 2024 im „Bildungs- und Kulturzentrum Peter Edel“ in Berlin-Weißensee getroffen und wir haben übers Leben geredet; u.a. was er heute bei „Radio T“ in seiner Heimat Sachsen macht und – wie es sich für diesen Podcast gehört – auch über den Tod. Er hat keine Angst davor und freut sich schon darauf, sich das – auch musikalische – Geschehen, z.B. von seinem Lieblingskomponisten Cole Porter, irgendwann „von oben“ anzuschauen . Bis dahin ist seine Lebens-Maxime: „Lieber kurz und knackig als lang und langweilig.“ Hier kommt die 101. Episode meines Podcasts „Schwarz hören“ mit Stefan Lasch.

Feb 20, 202421 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Oliver Igel über Leben und Tod

Jubiläum und Neuheit in einem: In der 100. Episode meines Podcasts „Schwarz hören“ habe ich zum ersten Mal einen Bürgermeister zu Gast :-). Und zwar einen – wie das in Berlin heißt – Bezirksbürgermeister. Davon gibt es – entsprechend der Anzahl der Bezirke – 12 in der Hauptstadt. Oliver Igel ist Bezirksbürgermeister dort, wo er geboren wurde und aufgewachsen ist: in Treptow-Köpenick im Südosten Berlins – der „größte, wald- und wasserreichste Berliner Bezirk“, wie Igel ihn stolz auf Instagramm vorstellt. Muss „social media“ heutzutage auch „in Amt und Würden“ sein? Wir reden darüber gleich zu Beginn des Podcasts. Ansonsten ist natürlich „der Osten“ Thema; auch die Brüche nach 1989, die Oliver Igel v.a. durch seine Eltern mitbekommen hat. Als die Mauer in Berlin fiel, war er ja erst 11, hat sich dann aber explizit in seiner Magister-Arbeit an der Freien Universität Berlin mit einem Ost-Thema beschäftigt: „Komische Prosa in der Zeit der friedlichen Revolution1989“. Noch heute erzählt er begeistert – u.a. von „Helden wir wir“ von Thomas Brussig davon. Nachdem er auch mal eine Zeit lang freier Mitarbeiter der „Berliner Zeitung“ war und dann 7 Jahre in der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gearbeitet hatte, wurde er 2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Büroleiter des SPD-Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Hacker. Seit 2011 nun ist er der bislang jüngste Bezirksbürgermeister Berlin und ich habe gefragt, warum der mit 18 in die SPD eingetretene Igel letztlich hauptamtlich in der Politik gelandet ist? „Das hat sich so ergeben.“ sagt er und bekräftigt heute – nach fast 30 Jahren – „Da bin ich richtig.“ Kommunalpolitik ist sein Ding … und also hat Oliver Igel aktuell und praktisch auch mit der am 11. Februar 2024 anstehenden „Teilwiederholungswahl“ für den Deutschen Bundestag in Berlin zu tun. Wie er das findet, dazu mehr im Podcast. Was ihn richtig glücklich macht, sind die großen Demonstrationen gegen rechts seit ca. 3 Wochen in ganz Deutschland. „Damit habe ich gar nicht mehr gerechnet.“ sagt er, der in seinem Bezirk (insbesondere in Schöneweide) seit langem engagiert gegen Rechtsextremismus kämpft. Oliver Igel ist Mitglied des Fußball-Bundesligisten 1. FC Union Berlin, der nach einem kometenhaften Aufstieg derzeit schwierige Monate erlebt; aber Igel ist überzeugt: „Wir steigen nicht ab.“ Außerdem ist er „Auto-Freund“, betont aber, dass es immer um Angebote geht, damit Menschen mobil sein können. Dazu gehören für ihn – neben mehr Radwegen – auch der Ausbau von Fahrbahnen von Autos und appelliert, in diesen Fragen nicht ideologisch ranzugehen. „Wir haben doch keinen Erziehungsauftrag.“ sagt er. Anlässlich der „Rede meines Lebens“, die er übrigens "wirklich toll" findet, habe ich Oliver Igel Ende Januar 2024 in „seinem“ Bezirksamt in Berlin-Adlershof getroffen und wir haben übers Leben geredet und – wie es sich für diesen Podcast gehört – auch über den Tod, mit dem er mindestens „von Amts wegen“ öfter zu tun hat … Hier kommt die 100. Episode meines Podcasts „Schwarz hören“ mit Oliver Igel.

Feb 4, 202435 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Jochen Müller über Leben und Tod

Der 1976 in Kassel geborene Jochen Müller ist von Hause aus Biologe und hat in seiner Doktorarbeit 86 Milliarden Nervenzellen nebst weiteren 86 Milliarden Gliazellen kartiert. Was ist das denn? So habe auch ich mich gefragt und was hat das mit meinem Podcast zu tun? Nun: eine Menge mit unserem Leben und also ist dieses Gespräch ein besonderer Blick aufs Leben … „Meine eigentliche Leidenschaft ist es, Wissenschaft aus den mitunter dunklen Laboren und Instituten zu holen, um sie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.“ betont Jochen Müller, der nach einer Weltreise 2011 nun schon länger als Wissenschaftskommunikator in Berlin tätig ist. Und das kommt nicht von ungefähr, denn gerade hier in Berlin-Buch – im Nordosten der Stadt – haben Mitte/Ende des 19. Jahrhundert Naturwissenschaftler wie Rudolf Virchow und Max Delbrück oder die Pioniere in der Hirnforschung Oskar und Cécile (die Lenins Gehirn in 30 Tausend hauchdünne Scheiben geschnitten hat) Vogt bahnbrechende Entdeckungen gemacht. Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich Jochen Müller Ende 2023 in der Mikroskop-Ausstellung auf dem Campus Berlin-Buch getroffen und wir haben übers Leben geredet … über „Science Slams“ und darüber, dass unsere gesamte Welt heute auf naturwissenschaftlichen Erkenntnissen fußt. Ja, und natürlich geht es – wie es sich für „Schwarz hören“ gehört – auch um den Tod. Vor wenigen Jahren ist der Vater von Jochen Müller gestorben und immer wieder ging es in den letzten leidvollen Jahren in den Gesprächen zwischen Vater und Sohn um Lebensqualität; genauer um den Zusammenhang von Lebensdauer und Lebensqualität …

Jan 28, 202430 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Lilli Bandt über Leben und Tod

Sie singt – so heißt es – „schon immer“. Geboren 1970 in Halberstadt, ist sie in ihrer Kindheit und frühen Jugend x-mal umgezogen: Aufgewachsen in Cottbus – mit Bands wie Sandow – hat Lilli Bandt ab 1997 langjährig an Theatern gearbeitet: als Assistentin, Schauspielerin und Theaterpädagogin. Z.B. am Staatstheater Cottbus und später – ab 2000 – am „Piccolo-Theater“ dort. 2005 hat es Lilli nach Potsdam „verschlagen“ und nach weiteren Stationen ist sie 2013 in Angermünde „gelandet“. „Die Musik des Stimm-Talents aus der Uckermark erzählt in zärtlich-kraftvoller Lyrik weibliche Perspektiven des Erlebens.“ liest man über Lilli Bandt und erlebt man sie nur einmal live, ist man überzeugt von ihrer enormen Bühnenpräsenz. Mir ist das so gegangen, als ich ihr im November 2023 als Teilnehmerin des Wettbewerbs „Hoyschrecke“ – ein Liedfest in Hoyerswerda, der Heimat Gerhard „Gundi“ Gundermann – erstmals persönlich begegnet bin. Lilli Bandt ist eine begnadete Künstlerin und arbeitet auch als zertifizierter Coach, u.a. in der Johanniter-Familienhilfe. Ihre Kinder – 2 Mädchen und ein Junge – sind 31, 19 und 16 Jahre alt. Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich Lilli Bandt Ende Dezember 2023 im Studio von Andreas Albrecht, ihrem Produzenten (aktuelle CD: „DISTAENZERIN“ 2022 bei silberblick-musik), getroffen und wir haben über ihr sehr vielfältiges Leben geredet und natürlich, wie es sich für „Schwarz hören“ gehört, über den Tod. Darauf sind wir in diesem Podcast sehr schnell gekommen, was für Lilli ganz natürlich ist, denn: Der Tod des Bruders – damals war Lilli gerademal acht – hat ihr Leben sehr geprägt. „Ich finde den Tod nicht schlimm, weil ich ihn schon so früh kennengelernt habe. Trotzdem hadere ich mit der Endlichkeit.“ Ganz klar ist sie aber für selbstbestimmtes Sterben …

Jan 14, 202423 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Heinrich Strößenreuther über Leben und Tod

1967 in Friesland, also im hohen Norden, geboren, lebt der passionierte Fahrrad-Fahrer seit vielen Jahren in Berlin. Wenn er als Fahrrad-Aktivist das „Hohelied“ auf dieserart Mobilität singt, meint er allerdings das Fahren auf modernen Radwegen in der Stadt. Autofahren ist in der (Groß-) Stadt nicht nötig, zumal mit dem eigenen PKW ein Privat-Gegenstand gut 23 Stunden am Tag auf öffentlichem Gelände „rumsteht“. „Die Umwelt schützen, Spaß dabei haben und damit die Brötchen verdienen.“ ist das Berufsmotto des – von Hause aus – Wirtschaftsinformatikers mit den Schwerpunkten Verkehr und Logistik. Seine Kompetenzen hat er sowohl als Manager bei der Deutschen Bahn und anderen Verkehrsunternehmen eingebracht wie auch in NGOs (u.a. Greenpeace und Changing Cities) oder in viele Ehrenämter – u.a. bei der IHK Berlin oder in Projekte der Forschungsgruppe „Digitale Mobilität und gesellschaftliche Differenzierung“ am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Strößenreuther war maßgeblich beteiligt am „Berliner Mobilitätsgesetz“ (2018), in dem erstmals ein deutsches Bundesland den Vorrang des Umweltverbundes aus öffentlichem Personennahverkehr (ÖPNV), Fuß- und Radverkehr festgeschrieben hat. Seit 2021 ist der frühere Grüne Mitglied der CDU und Mitbegründer der KlimaUnion. Warum er politisch „die Seiten gewechselt hat“, dazu mehr in diesem Podcast … und auch zum Thema „Klima-Kleber“: „Das ist die blödeste aller aktivistischen Arten, die man sich vorstellen kann; aber sie erzeugt Diskussionen.“ sagt Strößenreuther. Gerade hat er – zusammen mit Michael Bukowski und Justus Hagel – das Buch: „Die Verkehrswesen. Miteinander den Kulturkampf beenden“ (www.tremoniamedia.de) veröffentlicht; eine „unterhaltsame und humorvolle Entdeckungsreise in den täglichen Verkehr und unseren Streit darüber ...“. Ziel ist, dass auch PolitikerInnen mehr von dem „fiesen Biest Verkehr“ verstehen. Anlässlich der "Rede meines Lebens" habe ich Heinrich Strößenreuther im Dezember 2023 in seiner Wohnung in der „Europacity“ in Berlin-Mitte besucht und wir haben übers Leben – u.a. darüber, warum er unbedingt wieder (mit dem Auto übrigens 😊) nach Andalusien fahren will – geredet und natürlich, wie es sich für "Schwarz hören" gehört, über den Tod.

Jan 7, 202433 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Kathrin Schülein über Leben und Tod

„Ich will Tänzerin werden.“ – das war für die 1965 in Wolgast geborene Kathrin schon als Dreijährige klar. Folgerichtig hat sie an der renommierten Palucca-Hochschule für Tanz in Dresden studiert und war dann an verschiedenen Staatstheatern der DDR als Tänzerin engagiert. Mit der sogenannten „Wende“ im Osten Deutschlands gab es für sie viel Unsicherheit und mehrere Versuche, sich beruflich „neu“ zu orientieren: Sie eröffnete mit einer Freundin das Kino „Casablanca“ in Berlin, wurde Choreografin und gründete eine eigene Ballettcompagnie. Letztlich ist Kathrin Schülein seit genau 8 Jahren (am 31.Dezember 2023 wird Geburtstag gefeiert) die Intendantin des „Theater OST“ in Berlin-Adlershof, wobei sie selbst sich so nicht bezeichnen würde. Im Podcast weiß sie über gleich 8 Funktionen im eigenen Haus zu berichten … und darüber, was es wirklich heißt, ein Theater zu eröffnen und durch diese Zeiten zu führen. Im Herbst 2023 hat Kathrin ihr Buch „Auf der Suche oder wie ich das Theater OST eröffnete“ (BEBUG mbH/NoRa) veröffentlicht, in dem sie auf durchaus humorvolle Weise ihren Weg zeichnet. „Unbeirrbar kämpft sie dafür, dass Kultur als Lebensmittel wahrgenommen und als Rechtsanspruch für alle im Grundgesetz verankert wird.“ heißt es in der Beschreibung. Im Podcast sagt Kathrin Schülein zur aktuellen Situation: „Der Kampf um Kultur wird größer, denn je.“ Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich Kathrin Schülein im Dezember 2023 im „Theater OST“ in Berlin-Adlershof besucht und wir haben über Kultur in unserem Land – und wie man diese erhalten kann – geredet und natürlich, wie es sich für „Schwarz hören“ gehört, über den Tod. Gerade in diesem zu Ende gehenden Jahr 2023 hat Kathrin Schülein zum ersten Mal intensiver darüber nachgedacht. Sie sagt: „Wenn mir jetzt was passiert, dann ist es eben so.“ Warum? Mehr dazu in diesem Podcast.

Dec 31, 202325 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Dr. Thomas Schindler über Leben und Tod

Er ist im Jahr 1957 in Frankfurt am Main geboren, aber schon als Kind mit seinen Eltern nach West-Berlin gezogen und dort aufgewachsen. Seit 1983 ist Dr. Schindler Arzt und seit 1995 arbeitet er auch als Palliativ-Mediziner. Von 2005 bis 2009 war er erster hauptamtlicher Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) und das Thema treibt ihn noch immer um - auch im direkten wörtlichen Sinne, denn tagtäglich verbringt er viel Zeit im Auto, um zu meist unheilbar kranken Patienten zu fahren. „Er spritzt Leute tot.“ hatte ich über ihn gehört. „Das ist absurd.“ entgegnet der engagierte Arzt, zumal „aktive Sterbehilfe“ in Deutschland verboten ist. Über „assistierten Suizid“ hingegen wird heftig diskutiert – nicht zuletzt anlässlich zweier – parteienübergreifender – Gesetz-Entwürfe, die im Sommer 2023 in den Bundestag eingebracht wurden. Allerdings bekam keiner der Entwürfe die nötige Mehrheit. Und das ist – wie Dr. Schindler sagt – auch besser so. Warum, begründet er in diesem Podcast. Dr. Thomas Schindler geht es um die Begleitung von Menschen in ihrer letzten Lebenszeit, was er mit vollem Einsatz auch durch seine ehrenamtliche Tätigkeit bei „Home Care Berlin e.V.“ seit Jahrzehnten macht. Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich Thomas Schindler im Dezember 2023 in der hausärztlichen Gemeinschaftspraxis am Sankt Gertrauden-Krankenhaus in Berlin besucht und wir haben u.a. darüber geredet, dass bis vor 150 Jahren der Tod ganz anders ins Leben integriert war, über viele Unklarheiten in Sachen "Sterbehilfe" heutzutage: aktive, passive, indirekte ... und über Sterbehilfe-Vereine, die es schon viele Jahre auch in Deutschland gibt. Hier kommt die 95. Episode meines Podcasts „Schwarz hören“ mit Dr. Thomas Schindler.

Dec 18, 202335 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Sven "Felle" Felski über Leben und Tod

Er ist Jahrgang 1974, ein waschechter Berliner mit Verdienstorden des Landes Berlin und eine „lebende Legende“ im Eishockey. Beim „SC Dynamo Berlin“ gings zunächst mit Eiskunstlauf los; mit 11 Jahren wechselte er zum Eishockey. Ab der Saison 1992/93 gehörte er dem Profi-Kader der „Eisbären Berlin“ an und spielte bis 2012 als Stürmer bei den Eisbären. In genau 1.000 Spielen erzielte Sven Felski gleich mehrere Rekorde, u.a. ist er Spitzenreiter in Sachen Strafminuten – ein „Phänomen“, das er im Podcast erklärt. In seiner höchst erfolgreichen Karriere – u.a. 6mal Deutscher Meister – kann er auch auf viele internationale Einsätze verweisen: z.B. bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin und 2010 in Vancouver. „Auf dem Eis ist man ein anderer Mensch.“ sagt „Felle“, dessen Trikot mit der Nummer 11 in der Mercedes-Benz-Arena in Berlin unterm Dach hängt und nie wieder vergeben wird. Und überhaupt „lernen“ wir in diesem Podcast so Einiges über Eishockey – z.B. im Vergleich zum Profi-Fußball. Auch erfahren wir, warum alle Spieler in bestimmten Zeiten längere Bärte tragen. Wir reden ebenso darüber, dass Eishockey durchaus ein höchst gefährlicher Sport sein kann und was aktuell dagegen getan wird. In den Medien kann man Felski mindestens einmal wöchentlich als Experte bei den live-Übertragungen auf Servus TV und Magenta Sport erleben. Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich Sven Felski im November 2023 in seinem Büro der „Eisbären Juniors“ auf dem Gelände des legendären „Sportforum Berlin-Hohenschönhausen“ besucht und wir haben über „Felles“ Leben gesprochen, u.a. darüber, dass sein weiterer Spitzname „Bürgermeister“ ist, was der Verein für ihn bedeutet und dass seine Tochter Laura mit Eishockey nichts am Hut hat. Der Tod war natürlich auch Thema: „Felle“ erzählt darüber, dass Bernd Römer, der Gitarrist von Karat, bei der Beerdigung seines Schwiegervaters gespielt hat und dass auf seiner Beerdigung keinesfalls „Hey, wir woll’n die Eisbären seh’n“ erklingen wird … Hier kommt die 94. Episode meines Podcasts „Schwarz hören“ mit Sven „Felle“ Felski.

Dec 11, 202330 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Simone Storch über Leben und Tod

Sie kommt aus Leipzig, lebt lange schon aber in Berlin und ist heute die Geschäftsführerin (GF) des Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA). Von Hause aus Schauspielerin, hat die 1965 geborene Simone Storch mit Betriebswirtschaft und Public Policy zwei weitere Studienabschlüsse. Auch, weil es – alleinerziehend mit zwei Töchtern (Jahrgang ’87 und ’91) als junge Schauspielerin – nach der sogenannten „Wende“ im Osten Deutschlands – keine wirkliche Perspektive gab. Als GF des BA erlebt sie – sowohl beruflich als auch privat – nicht selten Vorbehalte gegenüber der Geldpielgeräte-Branche, was sie nicht abschreckt, sich mit viel Engagement und Energie dafür einzusetzen. Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich Simone Storch im November 2023 in ihrem Büro an der Friedrichstraße in Berlin-Mitte getroffen und wir haben übers Leben gesprochen. Und über den Tod natürlich, der sie schon als junge Frau beschäftigt hat. Sie war dabei, als ihre Oma starb und hat so erlebt, „… wie nah Leben und Tod beieinander sind.“ … Hier kommt die 93. Episode meines Podcasts „Schwarz hören“ mit Simone Storch.

Dec 3, 202326 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Andreas Albrecht über Leben und Tod

Er ist Berliner, Jahrgang 1968, war 13 Semester lang an einer Berliner Universität in Sachen Kommunikationswissenschaften eingeschrieben, hat aber nicht einen „Schein“, sondern immer Musik gemacht. „Musik ist meine Sprache.“ sagt er, produziert und veröffentlicht CDs für namhafte KollegInnen wie Manfred Maurenbrecher oder Lilly Bandt, will jetzt aber auch mehr als Liedermacher unterwegs sein. Das nagelneue Werk von Andreas Albrecht heißt: "Nach außen, nach innen", erschienen auf seinem eigenen Label "Silberblick-Musik". In seiner eigenen Veranstaltungs-Reihe: „Geschmacksverstärker“ präsentiert er – zusammen mit Holger Saarmann – immer am 1. Mittwoch im Monat jeweils mehrere Gäste. Aktuell steht am Mittwoch, den 6. Dezember ein Abend mit der Potsdamer Mystery-Folk-Bardin Miri Mehrstimmig (früher Die Lautmaler) und der Harzer Fantasy-Autorin Kathrin Hotowetz (Romanreihe: „Im Schatten der Hexen“) im Zebrano-Theater in Berlin-Friedrichshain an. Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich mich Mitte November 2023 mit Andreas Albrecht in seinem Ton-Studio in Berlin-Weißensee getroffen und wir haben übers Leben gesprochen. Darüber, wie es ist, mit Anfang 50 Vater zu werden oder über seine Oma, die 101 Jahre alt ist. Ja, und natürlich war der Tod Thema im Podcast: Sein Vater ist schon mit Mitte 60 an Krebs verstorben und Andreas selbst sagt für sich: „Der Tod ist ein guter, geduldiger Freund – hoffentlich.“ Seine eigene Trauerfeier wünscht er sich „mit einem gerüttelt Maaß an Respektlosigkeit und wenig Andacht …“. Hier kommt die 92. Episode meines Podcasts „Schwarz hören“ mit Andreas Albrecht.

Nov 21, 202325 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Prof. Dr. Andreas Knie über Leben und Tod

Er ist Prof. an der TU Berlin und Leiter der DiMo am WZB. Was bitte? Also: Der Sozialwissenschaftler Andreas Knie leitet am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung die Forschungsgruppe „Digitale Mobilität und gesellschaftliche Differenzierung“ und ist Professor für Soziologie an der Technischen Universität Berlin. Zuvor – nach dem Abitur – ging der 1960 im Siegerland geborene Knie zum Studium nach Marburg, mit einer Unterbrechung von knapp zwei Jahren. In der Zeit war er in der Psychatrie – als Zivildienstleistender wohlgemerkt ;-). Andreas Knie ist Mitglied von Bündnis 90 /Die Grünen, war seit 1985 aber schon in der „Alternativen Liste Kreuzberg“, dem Westberliner Vorläufer der Grünen, politisch organisiert. Sein Credo schon damals: weniger Autos in unserer Gesellschaft. Dabei ist er, der bis 1992 ein eigenes Auto hatte, nicht generell gegen das Auto-Fahren. Ihm geht es um moderne Formen der Mobilität, was derzeit beispielsweise im „Projekt Graefekiez“ ausprobiert wird. Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich mich im Herbst 2023 mit Prof. Dr. Andreas Knie in seinem Büro im Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) getroffen und wir haben übers Leben „als großes Spiel“ gesprochen und über sein Leben als Wissenschaftler, der wissenschaftliche Erkenntnisse immer in die Praxis umsetzen will: „Wissenschaft muss von ihrem hohen Ross runter, sie muss aus dem Elfenbeinturm raus.“ ist eine seiner Forderungen. Ja, und natürlich war der Tod Thema im Podcast: Seine ältere Schwester ist mit 4 Jahren schon vor seiner Geburt gestorben, sein Vater starb mit 61, seine Mutter mit 72. Er selbst weiß, welche Musik bei seiner Trauerfeier gespielt werden soll – kann sich bis dahin aber ein Leben im Ruhestand nicht vorstellen … Hier kommt die 91. Episode meines Podcasts „Schwarz hören“ mit Andreas Knie.

Nov 13, 202339 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Hermann Beyer über Leben und Tod

Er ist 1943 in Altenburg (Thüringen) geboren und dort auch – zusammen mit seinem älteren Bruder, dem späteren DEFA-Regisseur, Frank Beyer – aufgewachsen. Den Vater, der kurz vor seiner Geburt im Zweiten Weltkrieg fiel, hat er nie kennengelernt. Dass er Schauspieler werden wollte, wusste Hermann Beyer schon als Kind im Alter von 12. Er war aktiv in Laienspiel-Gruppen und studierte dann in den 60er Jahren Schauspiel an der Staatlichen Schauspielschule Berlin. Er debütierte am Maxim-Gorki-Theater in Berlin, es folgten Engagements am Hans Otto Theater in Potsdam und ab 1972 gehörte er acht Jahre lang zum Ensemble der Volksbühne Berlin unter Benno Besson. Von 1983 bis 1999 war er fest am Berliner Ensemble und ist seitdem freischaffend. Bis heute ist er auch ein gefragter Film- und Fernsehschauspieler, nicht nur wegen seines typischen sächsischen Akzents, von dem er im Podcast vergnüglich Kostproben gibt. Ende September 2023 wurde er mit dem Preis der DEFA-Stiftung für sein künstlerisches Lebenswerk geehrt. Der 80-Jährige gelte als Meister der Nebenrolle, dem es gelinge, auch mit kleinen Figuren einen nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen, hieß es unter anderem in der Begründung. Gleich zu Beginn dieses Podcasts tauchen wir ein in die Zeit um 1989, die sogenannte „Wende“ im Osten Deutschlands. Für Beyer, der auch Kontakte zu Biermann und Havemann hatte, eine schwierige Zeit. Warum? Davon erzählt er hier … Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich Hermann Beyer im Spätsommer 2023 in seiner Wohnung in Berlin-Friedrichshain besucht und wir haben übers Leben gesprochen, u.a. darüber, dass „dieser Beruf wie eine Krankheit ist“. Und natürlich war der Tod Thema. Hermann Beyer berichtet davon, dass er und seine Frau Ina beim Bruder seiner Mutter zu einer Jubiläumsfeier eingeladen waren, die dann dessen Beerdigung war. Außerdem geht es um die Frage: Gibt es einen schönen Tod? Hier kommt die 90. Episode meines Podcasts „Schwarz hören“ mit Hermann Beyer.

Nov 5, 202327 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Nils Busch-Petersen über Leben und Tod

Er ist Jahrgang 1963, kommt von der Ostsee aus Rostock, hat dort Ringen als Leistungssport betrieben und ist 1975 mit seinen Eltern nach Berlin gezogen. Seitdem lebt er – abgesehen von kurzer Zeit, da er als Kleinkind in Sanaa war – im Nordosten der deutschen Hauptstadt und „schwört“ auf Familie: seine Frau, die beiden erwachsenen Kinder und seine drei Enkel, die alle zusammen im großen Berlin im engeren Umkreis leben. Von Hause aus ist er Jurist und sein Arbeitsleben bestimmt seit mehr als 30 Jahren der Handel: Als Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg hat er ein gewichtiges Wort in Gesellschaft und Politik mitzureden. Er ist auf dem Feld eine Art „wandelndes Lexikon“ – wissend, dass man Vieles z.B. über die Geschichte jüdischer Kaufleute in der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland doch noch nicht so ganz genau weiß. Deshalb ist die Forschung darüber wichtig für ihn. Er hat zu Hause eine eigene kleine Bilder-Galerie und liebt Musik, speziell jüdische Musik. Zusammen mit dem Synagogal Ensemble Berlin organisiert er alljährlich in Berlin das Louis Lewandowski-Festival – ein seit 2011 jährlich im Dezember stattfindendes Musikfestival für jüdische Liturgie und synagogale Chormusik, das dem Reformer der Synagogalmusik Louis Lewandowski gewidmet ist. Fünf Tage lang gastieren Chöre aus aller Welt in Berlin und Potsdam in Synagogen, Kirchen und Industriehallen, und bringen Werke der Synagogalmusik zu Gehör. Die diesjährige Ausgabe findet vom 14.-17. Dezember statt. Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich Nils Busch-Petersen Ende Oktober 2023 in Berlin-Pankow besucht und wir haben übers Leben gesprochen und natürlich über den Tod. Schon als sehr kleines Kind war dieser für ihn präsent, denn er hat eigene Erfahrungen mit kriegerischen Auseinandersetzungen im Jemen … Und Nils Busch-Petersen erzählt in diesem Podcast über einen schrecklichen Unfall-Tod, mit dem er als Soldat zu tun hatte.

Oct 28, 202345 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Folke Braband über Leben und Tod

Er ist Berliner, Jahrgang 1963 und mit Martin Wölfer aus der berühmten Theater-Familie zur Schule gegangen. Gleich danach haben Folke und Martin zusammen Theater in Westberlin gemacht. Später hat Braband Theater- und Literaturwissenschaften studiert und kann mittlerweile auf mehr als 100 Inszenierungen in namhaften Städten wie München, Wien, Stuttgart und natürlich Berlin verweisen. Er arbeitet außerdem als Autor und Übersetzer. Folke Braband, für den gerade das „6. Level“ begonnen hat, stammt, wie er selbst sagt, aus einem „schwierigen Elternhaus“, was insbesondere seinen Vater betrifft. Seine Mutter, Jahrgang 1929, ist 2017 gestorben und anlässlich dessen entstand sein Schauspiel „Die Maria und der Mohamed“. Zuvorderst „Trauerarbeit“ für ihn, wie Folke selbst sagt. Ein aktueller Tipp: Am Samstag, den 11. November 2023, hat „Die Maria und der Mohamed“ – eine „Gesellschaftskomödie“, die an das Leben seiner Mutter angelehnt ist – Premiere am Schlossparktheater Berlin und wird bis Ende Dezember dort mit prominenter Besetzung gespielt. Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich Folke Braband Anfang Oktober 2023 in seiner Wohnung im Berliner Westend besucht und wir haben übers Leben, seinen gerade 18jährigen Sohn und natürlich über das sehr lebendige Leben seiner Mutter gesprochen. Nicht zuletzt aber auch über das Thema „selbstbestimmter Tod“, das – neben der hochaktuellen Migrations- und Asyl-Debatte – auch im Stück „Die Maria und der Mohamed“ eine Rolle spielt. Für sein eigenes Ende wünscht sich Folke Braband an seinem Grab in jedem Fall Musik vom britischen Singer-Songwriter „Passenger“ …

Oct 21, 202322 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Chin Meyer über Leben und Tod

Er ist Jahrgang 1959, gebürtiger Hamburger und heißt eigentlich Christian Meyer: Kabarettist, Stand-up Comedian, Schauspieler, Sänger und Redner oder – wie er selbst schreibt – „Keynote-Speaker der besonderen Art“ … In jungen Jahren war Chin Meyer – bevor er am Lee Strasberg Institute in London Schauspiel studierte und anschließend als Musical-Sänger auf Bühnen stand – viel zwischen Deutschland und Indien unterwegs. Insofern ist ihm der Buddhismus (siehe Foto vor einem riesengroßen Buddha-Gesicht) nicht fremd. Wir reden darüber und über Zufälle, die in seinem Leben eine große Rolle gespielt haben. Z.B., dass er Kabarettist geworden ist und eine seiner Parade-Rollen, den Steuerfahnder Siegmund von Treiber, entwickelte. Seit einiger Zeit macht er – zusammen mit Tim Wopp – den „wirtschaftssatirischen“ Podcast „Nur für Gewinner“. Ein aktueller Tipp: Am Sonntag, 22.Oktober um 15:30 Uhr, spielt er live in den „Wühlmäusen“ in Berlin sein aktuelles Programm „Grüne Kohle – Finanzkabarett von und mit Chin Meyer“. Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich Chin Meyer Anfang Oktober 2023 in seiner Wohnung im Berliner Südwesten besucht und wir haben – mit viel Spaß – über sein Leben gesprochen, übers Leiden, das für ihn „Teil des Lebens“ ist und über den Tod, mit dem er gerade eine intensive Erfahrung hatte … Hier kommt die 87. Episode meines Podcasts „Schwarz hören“ mit Chin Meyer.

Oct 13, 202321 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Philipp Freund über Leben und Tod

Der 1975 in Westberlin geborene und aufgewachsene Philipp Freund ist seit einem halben Jahr Geschäftsführer des – 1998 gegründeten – ersten vollstationären Hospizes in Berlin: dem Ricam-Hospiz. Er, der zuvor dort Pfleger und Pflegedienst-Leiter war, hat seine ersten Erfahrung im Zusammenhang mit der Begleitung Sterbender aber bereits als 16Jähriger gemacht, wie er im Podcast erzählt. Heute begreift Philipp Freund Sterbebegleitung eher als „Begleitung am Ende des Lebens“ und will, „… dass der Prozess des Sterbens als Teil des Lebens wahrgenommen wird.“ Der „assistierte Suizid“, der laut Bundesverfassungsgericht einer Neuregelung bedarf, die aber im Sommer 2023 im Bundestag keine Mehrheit fand, wird derzeit im Ricam-Hospiz noch nicht praktiziert. Auch, weil er es oft erlebt hat, dass Menschen, die mit Suizid-Gedanken ins Hospiz kamen, dann doch weiterleben wollten. Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich Philipp Freund Ende September 2023 in den hellen Räumen des Ricam-Hospizes mit großer Dachterrasse (siehe Foto) in Berlin-Neukölln besucht und wir haben über sein Leben gesprochen und – im Hospiz – natürlich über den Tod …

Oct 7, 202325 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Boris Aljinovic über Leben und Tod

Er ist Jahrgang 1967, gebürtiger Berliner und war fast 15 Jahre lang „Kommissar Felix Stark“ im Berliner „Tatort“ (ARD). Aber auch durch andere Rollen vor Film- und Fernsehkameras wurde er bekannt: Beispielsweise spielte Aljinovic 2004 in Otto Waalkes‘ Kinokomödie „7 Zwerge – Männer allein im Wald“ den Zwerg Cloudy. Seine künstlerische „Heimat“ ist ebenso die Theater-Bühne: Viele Jahre war er am Berliner „Renaissance-Theater“ und arbeitete bei den „Berlin Play Actors“, einer englischsprachigen Theatergruppe. Derzeit – im Herbst 2023 – ist er in der Titelrolle des berühmten Tschechow-Stücks „Onkel Wanja“ am „Schlosspark Theater Berlin“ zu erleben und erfährt gerade wieder, was es heißt, als Ensemble wirklich miteinander zu spielen. „Es ist ein Orchesterabend.“ sagt Aljinovic. In seiner Freizeit ist der Schauspieler Hochsee-Segler und kennt als solcher Todes-Angst, von der er im Podcast erzählt. Auch mit traumatischen Erlebnissen – schon als Kind – kennt er sich aus und beschreibt, was das für seinen Beruf bedeutet. Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich Boris Aljinovic im September 2023 in seiner Wohnung in Berlin-Wilmersdorf besucht, neben der gerade ein Haus gebaut wird, sodass man ab und an ganze leise, surrende Baugeräusche hört. Wir haben über sein Leben als Schauspieler gesprochen, über Einsamkeit und Vereinsamung und darüber, dass er den Tod „emotional nicht greifen kann“. Ganz klar aber ist für ihn: „Es macht das Leben kostbarer zu wissen, dass es endlich ist.“ Hier kommt der 85. Podcast „Schwarz hören“ mit Boris Aljinovic.

Sep 30, 202332 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Toni Krahl und Jörg Stempel über Leben und Tod

Toni Krahl und Jörg Stempel waren bei meinem zweiten LIVE-Podcast im Kulturhaus „Peter Edel“ in Berlin-Weißensee zu Gast. Toni Krahl war fast 50 Jahre lang Sänger von City, bevor Ende 2022 definitiv Schluss war mit der Band. Es sei denn … ja was? Das ist im Podcast zu hören :-). Kein Geheimnis mehr ist: Seit diesem Sommer ist Toni Krahl – als Gast – Sänger von Silly, wozu es kurz nachdem Toni versucht hat, sich „mit der neuen Rolle der Bedeutungslosigkeit abzufinden ;-)“ kam. Jörg Stempel, der letzte Amiga-Chef, ist bei diesem Format immer dabei und erklärt dieses Mal „den Unterschied zwischen Sänger und Interpret“, outet sich als absoluter Silly-Fan und erzählt davon, wie er seiner jüngsten, gerade mal 14jährigen Tochter musikalische Qualität nahebringen will. Damit hat Toni übrigens auch so seine – aber ganze anderen – Erfahrungen mit seiner jüngsten Tochter … Wir reden außerdem über politisches Engagement von Ost-Rockern in der sogenannten Wendezeit sowie über Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Ost-Kult-Bands City und Silly. Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich Toni Krahl und Jörg Stempel am 5. September 2023 in das „Bildungs- und Kulturzentrum Peter Edel“ in Berlin-Weißensee eingeladen und wir haben über Leben gesprochen – beginnend mit morgendlichen Ritualen der beiden Herren bis hin zum „weiten Feld“ Tod. Toni Krahl hat Angst vor dem „Sterben“, das er beim City-Schlagzeuger Klaus Selmke und seiner Ende 2022 verstorbenen Tochter miterlebt hat. Jörg Stempel hingegen hat „Angst vor dem Begriff Unendlichkeit“ …

Sep 23, 202343 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Ute Cohen über Leben und Tod

Sie ist Jahrgang 1966, in Franken geboren und aufgewachsen. Nach ihrem Studium der Linguistik hat sie viele Jahre in Frankreich gelebt und liebt das Land. Trotzdem ist sie nun schon seit einiger Zeit Wahl-Berlinerin. Ute Cohen macht als Journalistin für renommierte Zeitungen (u.a. „Die Welt“) und Zeitschriften Interviews mit interessanten Menschen wie Michel Houellebecq oder Désirée Nosbusch. Für ihren „Cohens Club“ in Berlin führt sie regelmäßig Gespräche mit Schriftstellern und Schriftstellerinnen und ist selber eine. Ihre aktuellsten Werke sind „Chaos? Hinhören, singen“ mit Ingrid Caven (2021) und „Falscher Garten“ (2022). Im Herbst 2024 soll bei Reclam ein Sachbuch von ihr erscheinen. Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich Ute Cohen Anfang September 2023 bei herrlichem Hochsommerwetter im „Hotel am Steinplatz“ in Berlin-Charlottenburg getroffen und wir haben über ihr sehr bewegtes Leben – u.a. als Opfer von sexueller Gewalt und ihrem Umgang damit – gesprochen und andererseits reden wir über den Tod, mit dem sie – wie sie sagt – „Zeit ihres Lebens konfrontiert war“ und zu dem sie sich selbst hingezogen fühlt …

Sep 16, 202326 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gepräch mit Daniela Urbschat über Leben und Tod

Die Berlinerin ist Jahrgang 1955, aber „Rente“ ist keine Option für die Fotografin mit dem berühmten Namen Urbschat. Ihr Vater Horst hat vor mehr als 50 Jahren in der West-City Berlins mit seinem „Foto Studio“ angefangen … „Jeder Mensch ist schön.“ sagt Daniela Urbschat und ihr macht es großen Spaß, Schönheit in Fotos zu inszenieren. Gleich, ob Promi oder „Otto Normal. Und so hat Daniela – zusammen mit ihrer jüngeren Schwester Nicole (Urbschat Kleinmachnow) – „tausend Geschichten“ aus Sicht einer Fotografin parat, die sie in einem Buch festhalten will. Hier in diesem Podcast gibt es aber schon einmal einige davon :-). Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich Daniela Urbschat Ende August 2023 im „Fotostudio Urbschat“ am Kurfürstendamm in Berlin besucht und wir haben einerseits über ihr sehr lebendiges Leben hierzulande, aber auch „in der Welt“ gesprochen; u.a. hat sie in New York die Kennedys und Donald Trump, bevor er US-Präsident wurde, fotografiert. Andererseits reden wir – wie sich das für diesen Podcast gehört – über den Tod: Jüngst war Daniela bei der Trauerfeier einer Kundin auf Mallorca und erzählt nach dieser Erfahrung, wie sie selbst „beerdigt“ werden will. Hier kommt der 82. Podcast „Schwarz hören“ mit Daniela Urbschat.

Sep 3, 202326 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Tim Florian Horn über Leben und Tod

Er kommt aus dem Norden Deutschlands, ist gerade mal Anfang 40 und schon seit einiger Zeit Vorstand der „Stiftung Planetarium Berlin“ sowie Direktor des ZEISS-Großplanetariums und der Archenhold-Sternwarte in Berlin. Tim Florian Horn hat schon als Junge gemerkt, das ein Planetarium ein besonderer Ort ist und so war es wohl nur folgerichtig, dass er – in Kiel übrigens – Astronomie studiert hat. Ganz natürlich geht es in diesem Podcast also um das Universum – die „großen Fragen“ sozusagen – und darum, es zu „übersetzen“, also: Wissenschaft verständlich zu machen. Insofern ist ein Planetarium heute viel mehr für ihn … jedenfalls ist das modernste Planetarium Europas „kein Sternekino“. Inwiefern es Tim Florian Horn gut findet, auch ein „Verwaltungsangestellter für Sterne“ zu sein und was seine drei Kinder – eine Tochter und zwei Söhne – von ihrem Vater halten, erfährt man in diesem Gespräch. Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich Tim Florian Horn im August 2023 im ZEISS-Großplanetarium in Berlin-Prenzlauer Berg besucht und wir haben einerseits über sein Leben gesprochen, u.a. darüber, wie in den USA eine Schwangerschaft schnell zu einer „Krankheit“ werden kann oder über die „Lange Nacht der Museen“ am 26. August 2023 in Berlin … und andererseits über den Tod, den Tim schon „erlebt“ hat, als er noch gar nicht ganz auf der Welt war, wie er erstmals in seinem Leben hier erzählt. Trotzdem hat er keine Angst vor dem Tod und will dem „kosmischen Recycling“ zugeführt werden …

Aug 18, 202332 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Daniel Minetti über Leben und Tod

Der Berliner, Jahrgang 1958, hat an der Staatlichen Schauspielschule Berlin studiert und hatte 1981 sein Debüt als Schauspieler am Dresdner Staatstheater. Danach folgten diverse Stationen in Berlin (u.a. Volksbühne, Maxim-Gorki-Theater, Hebbel-Theater), von 1995 bis 2009 eine Rückkehr nach Dresden und seit fast 15 Jahren nun lebt Daniel Minetti in Krefeld, wo er länger fest am Theater engagiert war. Seine Tochter Anne-Elise ist auch Schauspielerin und der Sohn macht elektronische Musik. Aktuell brilliert er im Theater-Solo „Der lachende Mann“ nach einem Dokumentarfilm von Walter Heynowski und Gerhard Scheumann aus dem Jahr 1966. „Kongo-Müller“ ist ein Mörder, der über das Soldatsein nachdenkt: Ist es „ein Handwerk, ein Fluch oder eine Berufung, unsere Werte zu verteidigen?“. Vor diesem Hintergrund geht es im Podcast auch viel um Demokratie und deren möglichen Formen und darum, was Theater mit Demokratie zu tun hat. Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich Daniel Minetti im Sommer 2023 in Berlin-Prenzlauer Berg besucht und wir haben einerseits über sein vielfältiges Leben als Schauspieler – der, wie ein Kollege über ihn sagt, ein „ruhiger Hektiker“ ist – gesprochen und andererseits über den Tod. Er hat die erste Familien-Katze und seinen Schwiegervater auf dem letzten Weg begleitet und sich intensiv mit dem Tod, den er mit dem Schach-Spiel vergleicht, beschäftigt. Wie es am Ende für ihn laufen soll, weiß er noch nicht so genau. Klar ist aber: Es soll ein schöner Tag werden für die Anderen.

Aug 12, 202346 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Karl Neukauf über Leben und Tod

Er ist 1982 in der Nähe von Kassel – im „Zonenrandgebiet“ – aufgewachsen und hatte schon als Kind viel mit Musik zu tun. Seine Eltern haben ihn zum regelmäßigen Üben angehalten, wofür er heute dankbar ist. Karl Neukauf lebt nun schon länger in Berlin und ist Multi-Instrumentalist, Sänger und Musikproduzent – sodass es in diesem Podcast Vieles aus einem Musiker-Leben zu hören gibt. Johnny Cash und Gustav Mahler stehen hier stellvertretend für zwei Inspiratoren des Komponisten Neukauf. Außerdem ist Karl Neukauf hochgelobter Produzent für Andere; z.B. „Die 3 HIGHligen“ und zuletzt für das neue Album des Pankow-Sängers André Herzberg „Von woanders her“. Daneben beschäftigt er sich auch wissenschaftlich mit Musik und hat schon vor geraumer Zeit eine Dissertation angefangen … „Hinter Geranien und Gardinen“ heißt sein aktuelles Konzert-Programm, das er u.a. am 28.August beim BurgTheaterSommer in Roßlau/Elbe präsentiert. Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich Karl Neukauf im Frühsommer 2023 in seiner Berliner Wohnung besucht und wir haben einerseits übers Leben – u.a. die Vorbereitung für sein neues Album, das 2024 erscheint – gesprochen und andererseits über den Tod. Die Geschichte, warum er glücklicherweise nicht mittendrin war, als im Sommer 2020 in Nizza ein Mann mit einem LKW in eine Menschenmenge raste und mehr als 80 Menschen auf einer Promenade tötete, erzählt Karl in diesem Podcast.

Jul 30, 202324 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Ulf Annel über Leben und Tod

Er ist Jahrgang 1955 und Thüringer. Die meiste Zeit seines Lebens hat er in seiner Heimatstadt Erfurt verbracht und ist dort seit 1981 Kabarettist, Autor und Regisseur des Kabaretts „Die Arche“. Schon in der Schule fing es für Ulf Annel mit dem Kabarett-Machen an. Auch das Journalistik-Studium in Leipzig und die Perspektive, Journalist zu werden, konnte ihn nicht davon abhalten, seine Leidenschaft fürs Kabarett zum Beruf zu machen. Er weiß davon zu berichten, wie Kabarett in der DDR funktionierte und spricht im Podcast auch davon, wie man heutzutage Publikum gewinnt. Z.B. mit Programm-Titeln wie: „Mann mit Grill sucht Frau mit Kohle“. „Kabarett ist immer politisch.“ sagt Ulf Annel. Einer seiner kabarettistischen Favoriten ist der sächsische Schriftsteller und Kabarettist Ringelnatz, der sich übrigens auch höchst skurril mit dem Tod beschäftigt hat. Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich Ulf Annel im Juli 2023 im Kabarett „Die Arche“ in Erfurt besucht und wir haben, wie sich das für diesen Podcast gehört, übers Leben gesprochen. Unter anderem darüber, was die Ostsee – derzeit ist Ulf Annel von Graal-Müritz aus an der Küste auf Tour – bedeutet. Aber auch der Tod ist natürlich Thema unseres Gesprächs, zumal dieser in den Programmen der „Arche“ nicht selten eine Rolle spielt …

Jul 22, 202324 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Dagmar Gelbke über Leben und Tod

Sie ist in Leipzig geboren und aufgewachsen – künstlerisch geprägt von ihrem Vater, der Band-Leader war. Die „Janis Joplin des Ostens“ wollte sie werden. Aber da gab es viele Hindernisse, wie in diesem Podcast zu hören ist. Nachdem sie an der Leipziger Fachschule für Tanz den Bühnentanz erlernt und an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig studiert hatte, wurde Dagmar Gelbke sehr bekannt, als sie sich entschloss, zusammen mit Helga Hahnemann sechs Jahre lang als komisches Duo in Fernsehshows und auf Theaterbühnen aufzutreten. Zunächst hatte Dagmar Gelbke den Beruf einer „Fremdsprachen-Sekretärin“ gelernt, was ihr später – nach der „Wende“ 1989 – ermöglichte, sich und ihre Tochter „über Wasser“ zu halten. Längst ist sie nun aber wieder – v.a. als Kabarettistin – künstlerisch aktiv und hat mehrere „Kochbücher“ veröffentlicht, die so ganz anders sind, als herkömmliche Werke ihrer Art. So enthält „Dagmar Gelbkes Brutzelfibel“: Stars, Rezepte und Küchentratsch für Fortgeschrittene. „Leben? Is‘ so!“ soll ihre Autobiografie heißen, die sie irgendwann schreiben wird … und was es mit den identischen Ketten, die wir auf dem Foto zeigen, auf sich hat, dazu mehr im Gespräch. Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich Dagmar Gelbke im Hochsommer 2023 in ihrem Haus in Berlin besucht und wir haben, wie sich das für diesen Podcast gehört, einerseits übers Leben – u.a. was so alles beim Pilgern auf dem Jakobsweg passieren kann – gesprochen. Andererseits ist der Tod ein Thema, das sie ihr ganzes Leben lang schon begleitet. Ihren älteren Bruder hat sie nie kennengelernt, da er als Baby tödlich verunglückte. Für Dagmar ist „… der Tod das Ziel des Lebens.“ und sie sagt: „Wir sitzen alle im Wartesaal.“ Für ihr eigenes „Ableben“ hat sie übrigens ganz konkrete Vorstellungen …

Jul 15, 202323 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Falk-Willy Wild über Leben und Tod

Er ist Jahrgang 1967 und in Dresden geboren. Nach einer Berufsausbildung (Textiltechnik) mit Abitur hat er an der Schauspielschule Ernst Busch in Rostock studiert und hatte Engagements und Gastrollen u.a. am Volkstheater Rostock, am Schauspielhaus Schwerin, am Hebbel- und Renaissance-Theater in Berlin und am Hans Otto Theater in Potsdam. Prägend für Vieles in seinem Leben – auch für seine Berufswahl – war Opa Willy, wie wir ausführlich in diesem Podcast hören. Falk-Willy Wild hat aber auch noch ganz andere Talente, die er auslebt: malen z.B. und Gasbetonsteine (mit einem Löffel) beschlagen. Eines der Werke ist auf dem Foto zu entdecken. Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich mich mit Falk-Willy Wild im Frühsommer 2023 in seiner Wohnung in Berlin-Pankow getroffen und wir haben, wie sich das für diesen Podcast gehört, einerseits übers Leben – über Vor- und Nachteile des Schauspieler-Berufs, das Genießen und sein Engagement für das „Kinderhospiz Sonnenhof“ der Björn Schulz Stiftung – gesprochen. Andererseits ist – diese Mal ziemlich ausführlich – der Tod Thema unseres Gesprächs. Willy präferiert die „kalte Abreise“ … Hier kommt der 76. Podcast „Schwarz hören“ mit Falk-Willy Wild.

Jul 1, 202324 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Ritchie Barton und Jörg Stempel über Leben und Tod

Außergewöhnlicherweise habe ich in dieser Podcast-Folge zwei Gesprächspartner: Jörg Stempel ist Jahrgang 1947, Ritchie Barton Jahrgang 1954 und ich bin Jahrgang 1957 – wir sind also altersmäßig nicht weit voneinander entfernt und: Jörg hat an der „Hochschule für Ökonomie“ in Berlin studiert, Ritchie an der Musikhochschule „Franz Liszt“ in Weimar und ich, Gastgeberin von „Schwarz hören“, an der Humboldt-Universität in Berlin – drei ost-sozialisierte Menschen also. Ritchie Barton kommt aus Sachsen-Anhalt und hat professionell zunächst bei der Rockband „Magdeburg“ Musik gemacht. Dann hat „City“ ihn nach Berlin geholt und seit 1982 ist er der Mann an den Tasten bei „Silly“. So hat er auch miterlebt, wie „Silly“-Frontfrau Tamara Danz an Krebs erkrankte und 1996 – mit gerademal 42 – verstarb. Ritchie spricht sehr offen über diese schwere Zeit, wie Tamara im engsten Kreis ihre letzten Lebensmonate – gepflegt auch von Ritchie - verbrachte und auch darüber, wie langwierig es war, „Silly“ wieder „in Gang zu bringen“. Daran – und an Vielem, was in Sachen „Ost-Musik“ bis heute passiert – hat der gebürtige Thüringer Jörg Stempel einen großen Anteil. Er ist Musikmanager, war „Schallplattenunterhalter“ und weiß (fast) alles über Rock- und Popmusik. Er ist der Mann für den „Amiga-Katalog“ bei den Major-Labels – früher – BMG und – jetzt – Sony-Music. Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich mich mit Ritchie Barton und Jörg Stempel im Juni 2023 im „Kaminzimmer Christin“ im „Bildungs- und Kulturzentrum Peter Edel“ in Berlin getroffen und wir haben, wie sich das für diesen Podcast gehört, einerseits über die – sehr musikalisch geprägten – Leben der Beiden gesprochen. Eines der Themen war, was „Künstliche Intelligenz“ (KI) – schon seit Jahren – für Musik bedeutet. Andererseits ist natürlich der Tod im Gespräch, zu dem Jörg Stempel sagt: „Lebe so, dass sich deine Familie und Freunde langweilen, wenn du tot bist.“ Hier kommt der 75. Podcast „Schwarz hören“ mit Ritchie Barton und Jörg Stempel.

Jun 24, 202341 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Tina Teubner über Leben und Tod

Sie ist seit mehr als 30 Jahren in der sogenannten „Kleinkunst“ unterwegs: die – laut Wikipedia – „Kabarettistin, Autorin und Chansonsängerin“. Die Bühnen-Programme, die sie schreibt, bezeichnet sie selbst als „Lieder, Kabarett und Unfug“. 1966 in Hessen geboren, studierte sie nach der Schule zunächst Musiktherapie in Wien und später an den Musikhochschulen Düsseldorf und Münster Violine. Das fand sie – soviel sei vorab verraten – aber schrecklich … und erzählt in diesem Podcast, warum. Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich mich mit Tina Teubner im Frühjahr 2023 in Berlin getroffen und wir haben, wie sich das für diesen Podcast gehört, einerseits übers Leben – eben als Künstlerin mit zwei Töchtern und z.B. über Falten bei älteren Menschen, „die in die richtige Richtung gehen“ gesprochen und andererseits natürlich über den Tod, über den sie schon fast ihr ganzes Leben lang nachdenkt.

Jun 10, 202324 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Danny Dziuk über Leben und Tod

Im Juni 2023 ist Danny Dziuk mit „Alle reden durcheinander“ von seinem aktuellen Album „Unterm Radar“ an der Spitze der „Liederbestenliste“, über die wir im Podcast auch reden. U. a. gehts um den Begriff „Liedermacher“ und dass sich Danny am liebsten als „Songster“ bezeichnet. Mit den neuen, aber auch bekannten Songs wie „Wenn zwei zueinander passen“ war er gerade auf Tour mit Krazy aus Köln und mit Multi-Instrumentalist Karl Neukauf, der auch seine Platte produziert hat – zwei „Verbündete“, wie Danny sie nennt. Im Frühjahr 2024 gehts damit weiter mit Konzerten … Danny war früher als Keyboarder in Bands – auch international – unterwegs und hat viele Filmmusiken gemacht: u.a. für den „Tatort“. Außerdem hat er Musiken geschrieben für Axel Prahl und Annett Louisan. Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich Danny Dziuk im Mai 2023 in seiner Wohnung in Berlin-Kreuzberg besucht und wir haben, wie sich das für diesen Podcast gehört, einerseits übers Leben, u.a. über seinen musikalischen Werdegang, seine Anfangszeit in Berlin ab 1980 als Kisten-Schlepper und mit allen möglichen anderen Jobs, u.a. in einer Löterei, über die Linke und über „looser“ gesprochen… und andererseits natürlich über den Tod, den der 66Jährige als das „absolut Unbegreifbare“ beschreibt.

Jun 4, 202323 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Sabine Deschauer über Leben und Tod

„Beseelte Momente“ sind es, die die 1972 in Siebenbürgen geborene und gelernte Industriekauffrau antreiben. Ihr, die Sprachen sowie „Wirtschafts- und Kulturraumstudien“ studiert hat, ist wichtig, Anderen zu helfen. Zum Beispiel als ehrenamtliche Telefonseelsorgerin, aber auch als professionelle Begleiterin von Veränderungsprozessen. „Träume werden gefeiert. Verluste feierlich begangen.“ … und dabei unterstützt sie mit ihrer Kompetenz – auch wenn es passiert, dass junge Menschen „auf die andere Seite wechseln“: Sabine Deschauer macht ebenfalls Angebote für verwaiste Eltern. Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich Sabine Deschauer im Frühjahr 2023 in Berlin-Neukölln besucht und wir haben, wie sich das für diesen Podcast gehört, einerseits übers Leben „mit Höhen und Tiefen“ gesprochen und andererseits natürlich über den Tod, den sie auf ihrem „buddhistisch spirituellen Weg“ mit ganz eigenen Augen betrachtet … Hier kommt der 72. Podcast „Schwarz hören“ mit Sabine Deschauer.

May 13, 202324 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Vasiliki Roussi über Leben und Tod

Sie „gibt“ die Piaf, wie keine andere. 2012 übernahm sie erstmalig die Rolle in einer Inszenierung und seitdem spielt und singt sie Édith Piaf in mehreren Theaterstücken verschiedener Autoren. Ich habe Vasiliki Roussi Anfang 2023 im Berliner „Renaissance-Theater“, dem einzig vollständig erhaltene Art-Déco-Theater Europas – in „Spatz und Engel“ in der Regie von Torsten Fischer erlebt und bin begeistert von dieser – der Piaf in ihrer Gestalt und dem Auftreten so ähnlichen und absolut überzeugenden – Sängerin und Schauspielerin. Sie ist Jahrgang 1969, wurde in Griechenland geboren und lebt seit ihrer frühesten Kindheit in Deutschland. Ihre Schauspielkarriere begann sie in Österreich, wo sie auch ausgebildet wurde. Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich Vasiliki Roussi im Berliner West-End besucht und wir haben, wie sich das für diesen Podcast gehört, einerseits übers Leben – auch als Mutter zweier großer Söhne – gesprochen und natürlich über den Tod; vor allem darüber, dass sich für sie „der Tod lebendig anfühlt“ … Bis 27. Mai 2023 ist „Spatz und Engel“ mit Vasiliki Roussi als Édith Piaf (und der auch großartigen Anika Mauer als Marlene Dietrich) im „Ernst Deutsch Theater“ in Hamburg zu erleben … und hier kommt der 71. Podcast „Schwarz hören“ mit Vasiliki Roussi.

May 6, 202326 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Dirk Oschmann über Leben und Tod

"Der Osten - eine westdeutsche Erfindung" macht Furore, seitdem der Ullstein-Verlag im Februar 2023 das Buch veröffentlichte. "SPIEGEL-Bestseller Platz 1" signalisiert der rote Aufkleber auf dem Buch von Dirk Oschmann. "Der Osten hat keine Zukunft, solange er nur als Herkunft begriffen wird." schreibt er provokant. Dirk Oschmann ist Jahrgang 1967 und hat in Jena und Buffalo in den USA studiert. Seit 2011 ist er an der Universität Leipzig Professor für Neuere deutsche Literatur und nimmt nun - wie er betont - seine Verantwortung als Wissenschaftler kompromisslos wahr. Anlässlich der "Rede meines Lebens" habe ich mich mit Dirk Oschmann in Leipzig getroffen und wir haben, wie sich das für diesen Podcast gehört, einerseits übers Leben - vor allem im Osten Deutschlands - gesprochen und natürlich über den Tod. Mit Letzterem hat er auch - fast - eigene Erfahrungen ... Am 8. Mai 2023 (19 Uhr) liest er im "Bildungs- und Kulturzentrum Peter Edel" in Berlin-Weißensee und hier kommt der 70. Podcast "Schwarz hören" mit Dirk Oschmann.

Apr 29, 202326 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit André Herzberg über Leben und Tod

Er war und i s t der Sänger von „Pankow“, eine d e r Rockbands aus dem Osten Deutschlands, und nun schon seit vielen Jahren – mit musikalischer Unterstützung – auch solistisch unterwegs. Am 14. April 2023 ist sein 7. Solo-Album: „Von woanders her“ erschienen, das er ab diesem Tag auch live präsentiert. Beginnend im „Anker“ in Leipzig über die „WABE“ in Berlin oder im Sommer an der Ostsee. 1981 begann mit dem Rock-Spektakel „Paule Panke“ die Karriere des 1955 in Berlin geborenen – und sich heute (siehe Foto) an der Sprossenwand im Wohnzimmer fit haltenden – Herzberg als „Rock-Star“. Was das damals hieß und inwiefern das „In-Szene-Setzen“ eines Tages aus dem Leben eines Lehrlings in der DDR politisch war – Themen in diesem Podcast. Auch, dass Pankow spätestens mit dem „systemkritischen“ Song „Langeweile“ ab 1988 im Westen bekannt wurde. Mittlerweile hat André Herzberg mehrere Bücher veröffentlicht; zuletzt 2021 „Keine Stars – Mein Leben mit Pankow“. Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich André Herzberg in seiner Wohnung in Berlin-Pankow besucht und wir haben, wie sich das für diesen Podcast gehört, übers Leben gesprochen und natürlich über den Tod. Er kennt Todesangst … und obwohl wir ausführlich über den Tod reden, ist es letztlich eine „Liebeserklärung“ ans Leben. Hier kommt der 69. Podcast „Schwarz hören“ mit André Herzberg.

Apr 14, 202324 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Marco Kirchhof über Leben und Tod

Er ist ein angesehener Medienprofi und gibt alles als Herstellungsleiter beim Kinderkanal „KiKA“ von ARD und ZDF. Er ist erfolgreich und bei den Kollegen beliebt. Niemand ahnt etwas – bis er im Dezember 2010 verhaftet wird. Marco Kirchhof ist spielsüchtig! Über Scheinrechnungen hatte er sich jahrelang Millionen Euro erschlichen – Gebührengelder, versenkt in Spielautomaten. Die Justiz versucht herauszufinden, wie ein solcher Millionenbetrug beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen möglich war. Welche Fehler im System hatten die Handlungen begünstigt? Und wer waren die Mittäter? In seinem Buch „Wo ist das Geld nur geblieben? Mein Doppelleben mit der Spielsucht“, das am 20. April 2023 im Verlag Neues Leben (Eulenspiegelverlag) erscheint und am selben Abend im „Bildungs- und Kulturzentrum Peter Edel“ in Berlin Premiere hat, schildert er – zusammen mit Petra Schwarz – den Weg in die Spielsucht und Kriminalität. Er schreibt über sein glamouröses Leben mit erotischen Eskapaden vor dem Absturz, seine Gefängniszeit, das „Zurück ins Leben“ und auch über Menschen, die ihm halfen, mit der Schuld leben zu lernen. Marco Kirchhof, geboren 1967, besuchte die Kinder- und Jugendsportschule in Magdeburg, Sektion Rudern. Anschließend leitete er die »Kino-Bar« in Burg. Nach einem Volontariat beim Fernsehen studierte er bis 1991 an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg. Von1992 bis 1996 war er Produktionsleiter beim Mitteldeutschen Rundfunk und danach Herstellungsleiter des KiKA. Nach viereinhalb Jahren Gefängnis ist Marco seit 2015 wieder im „zivilen Leben“ angekommen, hat als Booker für Bands gearbeitet und verdient seinen Lebensunterhalt u.a. als Mitarbeiter einer gemeinnützigen Gesellschaft zur Förderung von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Anlässlich der „Rede meines Lebens" habe ich Marco Kirchhof in seiner Wohnung in Berlin-Pankow besucht und wir haben, wie sich das für diesen Podcast gehört, übers Leben gesprochen und natürlich über den Tod, dem er – vor dem Spielautomaten im Casino – schon einmal ganz nah war.. Hier kommt der 68. Podcast „Schwarz hören“ mit Marco Kirchhof.

Apr 7, 202328 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Falk über Leben und Tod

Er ist „Liedermacher Falk“ und „schwört“ aufs „Liedermaching“, woraufhin in diesem Podcast ein erneuter Erklärungsversuch startet, was der Unterschied zwischen einem Liedermacher und Liedermaching ist :-). Jedenfalls hat er in der Berliner ufa-Fabrik Mitte 2022 das „1.Liedermaching-Festival“ ins Leben gerufen und am 15. Juli 2023 wird es das zweite seiner Art dort geben. Götz Widmann hat seine Karriere befördert, die anfing, nachdem der gebürtige Wuppertaler 2015 seinen Masters of Arts in Geschichtswissenschaften (Humboldt-Universität Berlin) in der Tasche hatte. Seitdem hat er sieben Alben veröffentlicht. Das Neueste, das er im Februar 2023 in Eigenregie herausbrachte, heißt „Unerhört“. „Die Suche nach einem Sinn im Leben kann man ja im Tod schon als Antwort finden.“ sagt Falk, der auch Philosophie studiert hat, hier im Podcast … womit wir mittendrin sind im „Gespräch über Leben und Tod“. Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich Falk in seiner Wohnung in Berlin-Prenzlauer Berg besucht und wir haben, wie sich das für diesen Podcast gehört, übers Leben gesprochen und natürlich über den Tod: über die Vergänglichkeit und Endlichkeit, die ja vielleicht auch gut ist, über das hierzulande noch immer umstrittene Thema Organspende und über selbstsbestimmtes Sterben. Hier kommt der 67. Podcast „Schwarz hören“ mit Falk.

Mar 31, 202322 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Uschi Brüning über Leben und Tod

Sie wird als die „Grand Dame des deutschen Jazz“ bezeichnet und weiter heißt es: „Bei Uschi Brüning wird aus Schlager Jazz, aus Chanson wird Schlager. Ihr Jazz sprüht vor Leichtigkeit.“ Sie hat – und tut es bis heute – mit vielen gestandenen Musikern, u.a. Klaus Lenz und Günther Fischer, zusammengearbeitet. Beeinflusst wurde ihre Karriere über Jahrzehnte aber nicht zuletzt von ihrem Mann, dem Saxofonisten Ernst Ludwig „Luten“ Petrowsky, den sie schon seit Anfang der 70er Jahre kennt und mit dem sie unzählige künstlerische Projekte gemeinsam gemacht hat. Seit ein paar Jahren allerdings ist Uschi in großer Sorge um "Luten" , der sich nun – mit knapp 90 – auf den „letzten Weg“ gemacht hat. Auch darüber reden wir in diesem Podcast: Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich Uschi Brüning in ihrem Lieblingsbezirk Treptow-Köpenick im Südosten Berlins besucht und wir haben, wie sich das für diesen Podcast gehört, auch über ihr facettenreiches künstlerisches Leben – mit diversen Programmen ganz verschiedener Couleur – gesprochen. Hier kommt der 66. Podcast „Schwarz hören“ mit Uschi Brüning.

Mar 18, 202321 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Katja Lau über Leben und Tod

„Von Kindesbeinen an hat Musik mich begeistert.“ ist über die 1973 geborene Saxophonistin zu lesen und in diesem Podcast erzählt sie darüber, wie es mit der Musik funktionieren kann und wie nicht. Jedenfalls musste sie – musikalisch – erst durch „Täler“ gehen, um bei ihrem Instrument anzukommen :-). Sie ist nun seit 15 Jahren „Yamaha-Artist“ und begeistert als solche Leute, die auch Saxophon spielen können wollen. Unglaublich, aber wahr: Nach kurzer Zeit können sie ein paar Hits spielen, auch ohne Noten zu kennen. Ihr „musikalisches Zentrum“ BrassAppeal, „die mobile Band mit Charme, Humor und Klasse“, überzeugt seit 20 Jahren, wo immer die vier Musikerinnen (zwei Saxophone, Tuba und Drum-Set) auftreten: Preisverleihungen, Sommerfeste, Hochzeiten … und Trauerfeiern. Apropos: Anlässlich der „Rede meines Lebens“ - https://lebendig-reden.de/rede-meines-lebens/ - habe ich Katja Lau in ihrer Wohnung in Berlin-Wilmersdorf besucht und wir haben, wie sich das für diesen Podcast gehört, neben dem Leben auch über den Tod gesprochen. Unter anderem darüber, wie schnell dieser dann doch da sein kann … und es gut ist, dafür die entsprechenden Vorbereitungen getroffen zu haben. Hier kommt der 65. Podcast „Schwarz hören“ mit Katja Lau.

Mar 11, 202328 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Susanne Teister über Leben und Tod

„Aufbruch des Lebens – der Stille eine Sprache geben“ ist ein Buch, das die „Wegbegleiterin“ Susanne Teister jüngst herausgegeben hat, in dem AutorInnen darüber schreiben: „Warum der richtige Wegbegleiter deinen Weg abkürzt, und der falsche dir nur das Geld aus der Tasche zieht“. Sie ist – wie die Podcast-Macherin – Thüringerin. 1964 in Jena geboren und dort auch aufgewachsen, wollte sie eigentlich Schneiderin, Goldschmiedin oder Töpferin werden. Susanne hat dann aber Feinmechanikerin mit Abitur gelernt – naheliegend: bei Zeiss Jena – und danach an der Technischen Universität Dresden „Mathematik für Datenverarbeitung“ studiert. Seit 2000 lebt und arbeitet sie im Westen Deutschlands. Susanne Teister hat zwei Töchter und einen Sohn und gibt ihre Erfahrungen zum Thema „schmerzfreie Geburt ohne Schmerzmittel“ weiter, was sie auch als „Wunder“ bezeichnet. Darüber reden wir im Podcast ausführlich. … Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich Susanne Teister bei einem ihrer Besuche in Berlin getroffen und wir haben – wie sich das für diesen Podcast gehört – über ihr Leben gesprochen. Unter anderem darüber, warum sich ihre Mutter von ihr in gewisser Weise abwandte. Aber auch der Tod ist Thema des Gesprächs, zumal sie selbst schon einmal eine Zeit lang tot war … Hier kommt der 64. Podcast „Schwarz hören“ mit Susanne Teister.

Mar 4, 202322 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Jürgen Karwelat über Leben und Tod

„Grabe, wo du stehst“ – ist das Motto der „Berliner Geschichtswerkstatt“, für die Jürgen Karwelat seit Jahrzehnten aktiv ist. Der 1951 geborene Verwaltungsjurist kommt aus Nordrhein-Westfalen, lebt seit mehr als 40 Jahren aber in (West-) Berlin und hat doch viel mit dem Osten zu tun. Privat und musikalisch-kulturell, wie im Podcast zu hören ist. Am 1. März 2023 heißt es in der WABE in Berlin-Prenzlauer Berg: Jetzt geht’s für Menschenrechte – Lieder der Märzrevolution 1848. Das ist ein Abend u.a. mit „Waldzitherpunk“ aus Leipzig und „Die Grenzgänger“ aus Bremen, den Jürgen Karwelat – auch in seiner Funktion als Vorstand von rockradio.de – mit konzipiert hat. Heute noch, 175 Jahre nach dieser Revolution, steht die Frage: Was wäre eine Revolution ohne ihre Lieder? Wo uns die Lieder von damals doch auch heute – Stichwort: Demokratie – noch etwas zu sagen haben. Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich Jürgen Karwelat in der „Geschichtswerkstatt“ in Berlin-Schöneberg besucht und wir haben – wie sich das für diesen Podcast gehört – über sein Leben geredet. Unter anderem darüber, wie es als Mitarbeiter diverser Bundesministerien war und wie er sich seit Jahrzehnten ehrenamtlich für die Opfer der „Colonia Dignidad“ in Chile einsetzt. Aber auch der Tod ist Thema des Gesprächs – zumal Jürgen seit einiger Zeit intensiv einen Mitstreiter dorthin begleitet. Für sich weiß er schon, was er bis zu seinem Tod unbedingt noch zu tun hat – z.B. den Keller aufräumen 😉 … und welche Musik auf seiner Abschiedsfeier erklingen wird: Ost- und West-Rock natürlich. Hier kommt der 63. Podcast „Schwarz hören“ mit Jürgen Karwelat.

Feb 25, 202326 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Tobias Morgenstern über Leben und Tod

„Schwarz hören“ (62): Tobias Morgenstern Er ist ein Vollblutmusiker: der Akkordeonist, Komponist, Arrangeur, Produzent und Mitbegründer des „Theater am Rand“ Tobias Morgenstern. Auf dem Foto stehen wir vor der unverwechselbaren, außergewöhnlichen Silhouette des Theaters „Marke Eigenbau“ – nur wenige Meter von der Oder entfernt – und es schneit. 1998 hat er – zusammen mit Schauspieler Thomas Rühmann – das „Theater am Rand“ gegründet, in dem es – neben Kulinarischem in der „Randwirtschaft“ – hochinteressante Aufführungen, z.T. Eigenproduktionen gibt, bei denen auch mal der Bühnenhintergrund geöffnet und die Natur des Oderbruchs Teil des Bühnenbildes wird. Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich Tobias Morgenstern Ende des Jahres 2022 im Oderbruch besucht, habe die Operette „Das heißbegehrte Hause“, die Tobias Morgenstern zusammen mit Wenzel geschrieben hat, erlebt und natürlich standen dann auch Themen wie Operette und Musical auf dem „Gesprächszettel“. Und wir haben – wie sich das für diesen Podcast gehört – auch über den Tod geredet. Im Zusammenhang damit spricht Tobias Morgenstern übrigens von „die Seite wechseln“ … Hier kommt der 62. Podcast „Schwarz hören“ mit Tobias Morgenstern.

Feb 18, 202319 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Franziska Günther über Leben und Tod

Gerademal Mitte 30, zieht sie bereits seit 20 Jahren mit ihrer Gitarre durch die Welt. Schon als 16Jährige spielte die heute in Berlin lebende Musikerin in Kneipen und auf Festivals in ihrer Heimat Mecklenburg, reiste nach dem Abitur durch Europa und lebte einige Zeit in Dänemark. Sie hat den „Popkurs“ in Hamburg absolviert und einen „Master in Musiksoziologie“ in der Tasche; trotzdem ist der Alltag der „Troubadourin mit den kräftigen Gitarrengrooves“ vom Liederschreiben und Liedersingen bestimmt. Seit der Veröffentlichung ihres englischsprachigen Solo-Debüts im Herbst 2016 spielt Franziska ihren frischen Singer/Songwriter-Folk in Deutschland und Nordeuropa. Ihr langjähriger musikalischer Partner Siggi Björns ist mittlerweile auch ihr Ehemann. Ich traf Franziska Günther erstmals 2019 beim Liederfest "Hoyschrecke" in Hoyerswerda, wo sie sich bravourös den Jury-Preis erspielte und Zweite in der Publikumswahl wurde. Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich Franziska Günther im Spätherbst 2022 in Berlin-Marienfelde besucht und wir haben übers Leben gesprochen und – wie sich das für diesen Podcast gehört – natürlich über den Tod. Trotz ihres jungen Lebensalters hat sie im gewissen Sinne damit schon zu tun … Hier kommt der 61. Podcast „Schwarz hören“ mit Franziska Günther.

Feb 11, 202323 min

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Timo Heimlich

Er ist studierter Theologe, macht seit 17 Jahren Gemeindearbeit und ist Pastor der „Kirchehoch3“. Hier ist nicht nur der Name außergewöhnlich. Auch das, was und wie es die seit 2005 existierende Freie evangelische Gemeinde Berlin-Pankow macht, lässt aufhorchen. Er hat vier Kinder und zusammen mit seiner Frau viele Jahre in den USA gelebt und studiert. Vielleicht hat er ja von dort Ideen mitgebracht, wie den „Ehe-Kurs“ oder „Lego-Brunch“, den die „Kirchehoch3“ anbietet. Timo Heimlich ist auch engagiert in Sachen „Gemeinde-Startups“, wie im Podcast zu erfahren ist. Anlässlich der „Rede meines Lebens“ habe ich Timo Heimlich in seiner Wohnung im Berliner Norden besucht und wir haben übers Leben gesprochen; auch über Kirche als Institution einerseits und lebendiges Angebot andererseits. Und – wie sich das für diesen Podcast gehört – natürlich über den Tod. Und obwohl er selten Trauerreden hält, so weiß er doch von einer außergewöhnlichen Trauer-Zeremonie auf der Ostsee zu berichten. Hier kommt der 60. Podcast „Schwarz hören“ mit Timo Heimlich.

Feb 5, 202322 min