
Ambulantisierung: Dr. Jamil Hmida über Neuerungen und Imagewandel
Ruhepuls – Der Podcast für deine Zukunft in der Medizin
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Show Notes
Hast du schon einmal darüber nachgedacht, als Arzt*Ärztin in einer Praxis zu arbeiten? Überlastete Notaufnahmen sind in Deutschland Realität; viele ländlichen Gebiete sind ärztlich unterversorgt. Die Ambulantisierung im Gesundheitswesen spielt daher eine große Rolle. Dr. rer. nat. Jamil Hmida, Projektmanager und Lehrkrankenhauskoordinator der Universitätsmedizin Neumarkt a. M. Campus Hamburg (UMCH), erzählt, was es dafür braucht und wie Studierende für den ambulanten Sektor begeistert werden können.
Hierzulande werden viele Patient*innen stationär versorgt, die auch ambulant gut behandelt werden könnten. Um dem entgegenzuwirken, gibt es Pläne der Politik, die ambulanten Versorgungsmöglichkeiten zu verbessern und die Krankenhäuser zu entlasten. Unter anderem soll der ambulante Sektor bereits vermehrt ins Medizinstudium integriert werden und Fächer wie die Allgemeinmedizin durch Praxisphasen bei niedergelassenen Mediziner*innen gestärkt werden. An der UMCH rotieren die Studierenden bereits ab dem 3. Studienjahr durch die Lehrpraxen. Studierende lernen die Abläufe in einer Praxis kennen und sehen, welche apparativen Untersuchungen und Eingriffe auch ambulant durchgeführt werden. Was bisher gar nicht im Medizinstudium gelehrt wird, ist die Führung einer eigenen Praxis. Für die Zukunft wünscht sich Dr. Hmida, dass Themen wie Finanzplanung, Praxisübernahme und Personalentwicklung ins Curriculum aufgenommen werden. Denn eine Niederlassung bedeutet mehr als nur Medizin zu praktizieren, und das sollten auch Studierende möglichst früh lernen.
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