
Transformation zum Wirtschaften im Rahmen der planetaren Grenzen
Ein Gespräch mit Prof. Dr. Bernd Siebenhüner
Nachhaltigkeitsutopien aus/von/für Niedersachsen
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Show Notes
Die erste Folge des Projekts „Nachhaltigkeitsutopien aus/von/für Niedersachsen“ widmet sich dem Thema „Wirtschaften im Rahmen der planetaren Grenzen“. Im Gespräch mit Prof. Siebenhüner wird deutlich, dass die ökologischen und sozialen Grenzen der Erde gemeinsam betrachtet werden müssen – ein Ansatz, der in dem Wirtschaftsmodell der Donut-Ökonomie anschaulich gemacht wird. Dabei geht es um die Herausforderung, Wohlstand und Teilhabe für alle zu sichern, ohne die ökologischen Belastungsgrenzen des Planeten zu überschreiten. Darüber hinaus werden Ansätze zu alternativen Unternehmensformen wie Genossenschaften und die Sharing Economy sowie Phase-out Maßnahmen zur Reduktion umweltschädlicher Praktiken diskutiert, die zu einer nachhaltigeren Wirtschaftsweise beitragen können. Die Folge verdeutlicht, dass es Alternativen zum rein profitorientierten Wirtschaften gibt und dass die Transformation hin zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen möglich ist.
Lehrstuhl für Ökologische Ökonomie
Lehrstuhl für Sustainability and Supply Chain Management
Begriffserklärungen
Externalität: Eine Auswirkung wirtschaftlicher Aktivitäten auf Dritte, die nicht direkt an der Transaktion beteiligt sind
Akzeptanzabgabe: Verpflichtende Zahlung von Betreibern von Windkraft- und Freiflächen-Photovoltaikanlagen in Niedersachsen an betroffene Kommunen, um die Akzeptanz dieser Anlagen in der Bevölkerung zu fördern
Science-based Targets: Wissenschaftlich fundierte Emissionsreduktionsziele von Unternehmen, um im Einklang mit dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens zu wirtschaften
Rebound-Effekt: Einsparungen aufgrund von Effizienzsteigerungen werden durch verändertes Nutzerverhalten, insbesondere verstärkte Nutzung, zumindest partiell wieder ausgeglichen
True Costs: Kostenrechnerisches Ideal, bei dem alle gesamtgesellschaftlich anfallenden Kosten im Preis eines Gutes berücksichtigt würden
Montreal-Protokoll: Ein 1989 in Kraft getretener internationaler Vertrag zur Beendigung der Produktion und Nutzung von ozonschädigenden Chemikalien, wie z.B. Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW)
Elephant-Curve: Diagramm, das die ungleiche Verteilung des Wirtschaftswachstums für Personen aus verschiedenen Einkommensgruppen veranschaulicht
Rebound-Effekt: Einsparungen aufgrund von Effizienzsteigerungen werden durch verändertes Nutzerverhalten, insbesondere verstärkte Nutzung, zumindest partiell wieder ausgeglichen
Klimageld: Eine aus CO2-Abgaben finanzierte Pauschalauszahlung vom Staat an die Bürgerinnen und Bürger, um die sozialen Herausforderungen von Klimaschutzmaßnahmen abzumildern
Verhältniswahlrecht: Wahlrecht, bei dem die Sitze möglichst genau in dem Verhältnis an die Parteien zugeteilt werden, in welchem sie Stimmen erhalten haben
Anteil der E-Autos an den Neuzulassungen in Norwegen: Im Jahr 2024 wurden 128.691 neue Personenkraftwagen in Norwegen erstmals zugelassen. Von diesen Fahrzeugen waren 114.400 Elektroautos, was einem Anteil von 89 Prozent entspricht.
Desertec-Vision: Konzept, das an sonnenreichen Standorten der Welt erneuerbare elektrische Energie erzeugen möchte, um diese vor Ort zu verbrauchen oder in Industrieregionen zu exportieren