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Transformation zum Wirtschaften im Rahmen der planetaren Grenzen
Episode 2

Transformation zum Wirtschaften im Rahmen der planetaren Grenzen

Ein Gespräch mit Prof. Dr. Bernd Siebenhüner

Nachhaltigkeitsutopien aus/von/für Niedersachsen

April 1, 20262h 1m

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Show Notes

Ein Gespräch mit Prof. Dr. Bernd Siebenhüner

Die erste Folge des Projekts „Nachhaltigkeitsutopien aus/von/für Niedersachsen“ widmet sich dem Thema „Wirtschaften im Rahmen der planetaren Grenzen“. Im Gespräch mit Prof. Siebenhüner wird deutlich, dass die ökologischen und sozialen Grenzen der Erde gemeinsam betrachtet werden müssen – ein Ansatz, der in dem Wirtschaftsmodell der Donut-Ökonomie anschaulich gemacht wird. Dabei geht es um die Herausforderung, Wohlstand und Teilhabe für alle zu sichern, ohne die ökologischen Belastungsgrenzen des Planeten zu überschreiten. Darüber hinaus werden Ansätze zu alternativen Unternehmensformen wie Genossenschaften und die Sharing Economy sowie Phase-out Maßnahmen zur Reduktion umweltschädlicher Praktiken diskutiert, die zu einer nachhaltigeren Wirtschaftsweise beitragen können. Die Folge verdeutlicht, dass es Alternativen zum rein profitorientierten Wirtschaften gibt und dass die Transformation hin zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen möglich ist.

mit Video bei YouTube

Lehrstuhl für Ökologische Ökonomie

Prof. Dr. Bernd Siebenhüner

Lehrstuhl für Sustainability and Supply Chain Management

Prof. Dr. Christian Busse

Begriffserklärungen

Externalität: Eine Auswirkung wirtschaftlicher Aktivitäten auf Dritte, die nicht direkt an der Transaktion beteiligt sind

Akzeptanzabgabe: Verpflichtende Zahlung von Betreibern von Windkraft- und Freiflächen-Photovoltaikanlagen in Niedersachsen an betroffene Kommunen, um die Akzeptanz dieser Anlagen in der Bevölkerung zu fördern

Science-based Targets: Wissenschaftlich fundierte Emissionsreduktionsziele von Unternehmen, um im Einklang mit dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens zu wirtschaften

Rebound-Effekt: Einsparungen aufgrund von Effizienzsteigerungen werden durch verändertes Nutzerverhalten, insbesondere verstärkte Nutzung, zumindest partiell wieder ausgeglichen

True Costs: Kostenrechnerisches Ideal, bei dem alle gesamtgesellschaftlich anfallenden Kosten im Preis eines Gutes berücksichtigt würden

Montreal-Protokoll: Ein 1989 in Kraft getretener internationaler Vertrag zur Beendigung der Produktion und Nutzung von ozonschädigenden Chemikalien, wie z.B. Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW)

Elephant-Curve: Diagramm, das die ungleiche Verteilung des Wirtschaftswachstums für Personen aus verschiedenen Einkommensgruppen veranschaulicht

Rebound-Effekt: Einsparungen aufgrund von Effizienzsteigerungen werden durch verändertes Nutzerverhalten, insbesondere verstärkte Nutzung, zumindest partiell wieder ausgeglichen

Klimageld: Eine aus CO2-Abgaben finanzierte Pauschalauszahlung vom Staat an die Bürgerinnen und Bürger, um die sozialen Herausforderungen von Klimaschutzmaßnahmen abzumildern

Verhältniswahlrecht: Wahlrecht, bei dem die Sitze möglichst genau in dem Verhältnis an die Parteien zugeteilt werden, in welchem sie Stimmen erhalten haben

Anteil der E-Autos an den Neuzulassungen in Norwegen: Im Jahr 2024 wurden 128.691 neue Personenkraftwagen in Norwegen erstmals zugelassen. Von diesen Fahrzeugen waren 114.400 Elektroautos, was einem Anteil von 89 Prozent entspricht.

Desertec-Vision: Konzept, das an sonnenreichen Standorten der Welt erneuerbare elektrische Energie erzeugen möchte, um diese vor Ort zu verbrauchen oder in Industrieregionen zu exportieren

Topics

NachhaltigkeitUtopieTransformationZukunftVisionPlanetare GrenzenDonut-EconomyGenossenschaftSharing EconomyPhase-out Maßnahme