
Wer den Wind sät
"Wer Wind sät, wird Sturm ernten" – so heißt es in der Bibel. Wir alle säen den Wind, der als Sturm auf uns niederkommt, als Erderhitzung mit all ihren Folgen. Wie lässt sich globaler Klimawandel einmal lokal erzählen?
MDR KULTUR Features und Essays · Mitteldeutscher Rundfunk
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Show Notes
Wenn Du aus der Dachluke schaust, umgibt Dich ein Panorama des Windes: Du siehst vom jüngsten Sturm abgeknickte Bäume und das Haus des Nachbarn, dem letztens ein Tornado das Dach abgefetzt hat: 50 Quadratmeter Flachdach mit einem Ruck weg. Du kannst eine historische Mühle sehen und viele neue Windkraftanlagen. Du siehst wirbelnde Staubfahnen auf trockenem Acker und am Horizont die Rauchfahne des Gaskraftwerkes, sie zeigt Dir die Windrichtung an. Bei Nordwind trägt der Wind das Rauschen der Autobahn heran und bei jedem Wind sind nachts die Frachtflugzeuge zu hören, Klimakiller, die im Anflug auf Schkeuditz ihre Landeschleife drehen. Zeit für eine lokale Recherche über den Wind, über die Kraft zwischen Hoch und Tief, zwischen Säuseln und Sturm. Und darüber wie Klimaerhitzung spürbar wird.Feature von Tobias BarthMit Benjamin Kramme als ErzählerProduktion: MDR 2022Verfügbar bis 16. Januar 2027