
Glaswerk für Haiphong – Solidarität der DDR mit Nordvietnam
1975 – vor 50 Jahren – endete der Vietnam-Krieg mit einem Sieg des kommunistischen Nordens über den Süden und mit Abzug der US-Truppen. Was hatte die DDR damit zu tun? Und welches Erbe hinterließ deren Solidarität?
MDR KULTUR Features und Essays · Mitteldeutscher Rundfunk
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Show Notes
So unterschiedlich sie auch waren, eines hatten Deutschland und Vietnam gemeinsam: Durch beide Länder verlief in der Ära des Kalten Krieges die Grenze zwischen den Systemen. Schon seit den 50er Jahren unterstützte die DDR die Demokratische Republik Nordvietnam, und als die ersten US-amerikanischen Bomben auf Vietnam fielen, rollte eine beispiellose Solidaritätskampagne an. Kinder spendeten Spielzeug, die Bürger Nähmaschinen und Blut, der Staat versorgte das Bruderland mit Notstromaggregaten. Ganze Fabriken fanden den Weg nach Haiphong, tausende Vietnamesen wurden in der DDR ausgebildet, um den Aufbau nach dem Krieg voranzubringen. Gespeist aus der Empörung über "Agent Orange" und den Napalm-Krieg der USA, mischte sich in dieser Solidaritätsbewegung menschliches Mitgefühl mit dem Kalkül des Staates."Ein Glaswerk für Haiphong – Solidarität der DDR mit Nordvietnam"Feature von Jan SchillingProduktion: MDR 2014Verfügbar bis 2. Mai 2026