
2. Corona-Tagebuch, Kapitel 1: Die Achterbahnfahrt durch 2021
Taumeln ins neue Jahr: Das zweite Kopfnüsse-Tagebuch über die Pandemie beginnt mit Österreichs verhaltensoriginellen Impfstart. Erst können wir uns auf kein Datum einigen, dann werden die ersten beiden Stiche vermarktet wie eine Mondlandung und dann ist nicht ganz klar, wie es weitergeht. Da passt ins Bild, dass Gesundheitsminister Rudolf Anschober ein Impf-Auslieferungslager besucht und die Kühlschranktür nicht aufgeht.
Kopfnüsse · Christian Nusser, Corona-Kopfnüsse
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Show Notes
Das Corona-Tagebuch über:
Österreichs Impfstart "Impfen mögen andere, tu felix Austria pressekonferenze. Wenn schon die Theater geschlossen halten müssen, dann könnten wir doch für etwas Unterhaltung sorgen, dachte sich die Regierung wohl und entschied selbstlos, den Impfstart im Land als Operette zu inszenieren. Das passt gut in die Zeit, denn im Lauf des Dezembers wurden immer mehr Menschen unsicher, ob man heuer zu Weihnachten Christi Geburt oder doch die BioNTech/Pfizer-Zulassung durch die Europäische Arzneimittelbehörde feiern sollte."
Die Liebe der Regierung zu Pressekonferenzen "Die entscheidenden Tage, Wochen und Monate waren zugepflastert mit Pressekonferenzen, es ist gar nicht so leicht festzustellen wie viele es tatsächlich waren. Aber nach Durchsicht der Nachrichtenagenturen, der Regierungs-Aussendungen, der Medien-Archive, der (teils lückenhaften) parlamentarischen Anfrage-Beantwortungen, verschiedener anderer Verzeichnisse, eigener Aufzeichnungen, kann ich sagen: Alles in allem hielten Kanzler, Vizekanzler und die Ministerschar zwischen 1. März und Weihnachten 210 Pressekonferenzen ab."
Der erste Stich "Die Uhr zeigt 9.03 Uhr, so wird es vielleicht später einmal in den Geschichteschulbüchern stehen, es ist der Moment der zweiten Enttäuschung an diesem Tag. Wenn man sich schon keine Musik leistet, hätte man dann nicht zumindest ein „ploing“, ein „zadoing“ oder ein „autsch“ einspielen können? Etwas Konfettiregen wäre auch hübsch gewesen, drei Trompetenspieler oder Fanfaren eventuell, aber nichts dergleichen passiert."
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