
Klimawandel: Wird es in Magdeburg bald so warm wie in Nordspanien?
Neue Studie zum Klimawandel – Stichwort künftige klimatische Zwillingsstädte in Europa. Außerdem: KfW-Förderstopp für energieeffiziente Neubauten. Warum der Schritt überfällig ist, der Teufel aber im Detail steckt.
Kemferts Klima-Podcast · Mitteldeutscher Rundfunk
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Show Notes
Die Klima-Expertin Claudia Kemfert hat den Stopp der Förderprogramme zur energetischen Gebäudesanierung als überfällig bezeichnet. Die Abteilungsleiterin am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung sagte MDR AKTUELL, die Effizienzstandards bei Neubauten hätten sich schon am Markt durchgesetzt. Man brauche die üppigen Förderungen deshalb nicht mehr. "Die größten Probleme liegen ohnehin bei den Bestandsgebäuden", so Kemfert. "Hier muss man mehr Möglichkeiten schaffen, damit die energetische Sanierung vorwärts geht. Das ist bisher zu schleppend verlaufen." Viele Altbauten verbrauchten nach wie vor zu viel Energie. Auf diese Gebäude müsse sich die Förderung künftig konzentrieren.
Kemfert verwies darauf, dass die bisherigen KfW-Programme in Kürze ohnehin ausgelaufen wären. Das sei noch von der alten Bundesregierung beschlossen worden. Insofern sei die Kritik von Unionspolitikern jetzt nicht ganz nachvollzuziehen. Kritik übte die Expertin allerdings an der Art und Weise, wie der Förder-Stopp nun vom grünen Wirtschaftsministerium verkündet wurde: "Das hat kurzfristig Vertrauen zerstört. In der Kommunikation hätte man das besser machen können." Man hätte deutlich sagen müssen, dass das bisherige Programm auslaufe und durch ein neues ersetzt werde.
Links zum Podcast:
Studie Umweltbundesamt zu "Zwillingsstädten"
Hörtipp: Podcast "Das große Ganze" zur Zukunft von Friday for Future
Ein Tipp zum Klima: Das MDR Klima-Update