Show overview
Jazz Collection launched in 2025 and has put out 26 episodes in the time since. That works out to roughly 25 hours of audio in total. Releases follow a fortnightly cadence.
Episodes typically run an hour to ninety minutes — most land between 1h and 1h — and the run-time is fairly consistent across the catalogue. None of the episodes are flagged explicit by the publisher. It is catalogued as a DE-language Music show.
The show is actively publishing — the most recent episode landed 5 days ago, with 19 episodes already out so far this year. The busiest year was 2026, with 19 episodes published. Published by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF).
From the publisher
Wir stellen die Grossen des Jazz und verwandter Musiksparten in exemplarischen Aufnahmen vor – im Gespräch mit Gästen, die sich bestens auskennen im weiten Feld von Blues bis World. Analysen haben hier ebenso Platz wie Anekdoten.
Latest Episodes
View all 26 episodesBassist Christian McBride - Schlüsselfigur des Jazz
John Coltrane - mit Riesenschritten auf den Jazz-Olymp
Louis Armstrong: Die Seele in jeder Note
Camille Bertault: Jazzgesang als Bewältigungsstrategie
Nicholas Payton: Tradition mit Ecken und Kanten
Tom Harrell – der eigenwillige Lyriker
Pat Metheny - mit Streifenleibchen und Löwenmähne
Marilyn Monroe – als Sängerin unterschätzt?
«Playing With Miles» - die Geburtstags-JazzCollection
Tenorsaxofon mit Biss: Eddie «Lockjaw» Davis
Kristin Berardi – authentisch zwischen Mut und Zerbrechlichkeit
Ohne Starallüren: Der österreichische Startrompeter Thomas Gansch
Hamilton de Holanda – Meister des Bandolim, Erneuerer des Choro
Hamilton de Holanda ist nicht nur ein Virtuose am Bandolim (bei uns: Mandoline), sondern dessen wohl kühnster Weiterdenker: Er verpasste dem Instrument kurzerhand zwei zusätzliche Saiten – und eröffnete damit ganz neue Klangwelten. Tief verwurzelt im brasilianischen Choro und inspiriert von Grössen wie Pixinguinha und Jacob do Bandolim, katapultiert er die Tradition mit atemberaubender Virtuosität und Spielfreude ins jazzig gefärbte Heute. Auch Floriano Inácio Jr. ist inspiriert – und spricht darüber in der Jazz Collection mit Annina Salis. Die gespielten Titel (Interpret:in: Titel (Album / Label) - Dois de Ouro: Apanthei-te Cavaquinho (Destroçando a Macaxeira / ...) - Brasília Brasil: Suíte Norte, Sul, Leste, Oeste (Abre Alas / 2001 Galeão) - Hamilton de Holanda: Capricho de Pixinguinha (Caprichos / Adventure Music) - Hamilton de Holanda: Carinhoso (Hamilton de Holanda / Velas Records) - Hamilton de Holanda: Baião de Lacan (Música das Nuvens e do Chão / Velas Recors) - Hamilton de Holanda Quintet: Brasilianos (Brasilianos / Adventure Music) - Hamilton de Holanda: 01 Byte 10 Cordas (Hamilton de Holanda & Yamandu Costa Live / Adventure Music) - Hamilton de Holanda T Mestrinho: Modulando (Canto da Praya - Hamilton de Holanda e Mestrinho (Ao Vivo / Deck) - Hamilton de Holanda & Gonzalo Rubalcaba: Mandalagh (COLLAB / Sony)
Bill Frisell: Wenn der Gitarrenton zur Signatur wird
Der US-Gitarrist Bill Frisell übernimmt eine improvisatorische Haltung aus dem Jazz, verbindet sie mit Americana-Elementen wie Country und entwickelt so einen völlig eigenen Stil, mit dem er ab den 1990er Jahren zu einer internationalen Jazzgrösse wird. Doch schon als er in den 80ern erstmals auf der Szene auftaucht, wollen namhafte Musiker unbedingt mit ihm spielen – allen voran der legendäre Schlagzeuger Paul Motian. Das liegt zum einen an Frisells charakteristischer Spielweise, aber auch an seinem unverwechselbaren Gitarrensound. Viele erkennen ihn bereits nach wenigen Tönen; die Gitarristin Anna Regina Kalk sagt sogar, ihr genüge schon einer. Sie ist bei Roman Hošek zu Gast in dieser Ausgabe der Jazz Collection. Die gespielten Titel: Interpret:in: Titel (Album / Label) - Bill Frisell: Resistor (Rambler / ECM) - Bill Frisell: Have a Little Faith in Me (Have a Little Faith in Me / Nonesuch Records) - Bill Frisell: Tales From the Far Side (Quartet / Nonesuch Records) - Bill Frisell: Verona (Gone, Just Like a Train / Nonesuch Records) - Paul Motian, Bill Frisell, Joe Lovano (I Have the Room Above Her (I Have the Room Above Her / ECM) - Jim Hall & Bill Frisell: Family (Hemispheres / ArtistShare) - Bill Frisell & Thomas Morgan: Wildwood Flower (Small Town / ECM)
Vom Wunderkind zum Überflieger: Cory Henry
Seit ihn vor gut zehn Jahren der Erfolg quasi überrumpelt hat, ist der Organist und Pianist Cory Henry fast ständig unterwegs. Wohl wurde er gefeiert als Wunderkind in seiner Kirche, weil er schon als 5jähriger die Gemeinde begleitete. Dass es aber auch auf der viel grösseren Bühne so abgehen würde für ihn, spätestens nach seinem Solo über die Nummer «Lingus» für die Band Snarky Puppy, das im Netz viral ging – daran wollte der eigentlich eher schüchterne Cory Henry zunächst nicht so recht glauben. Inzwischen ist der 39jährige aber in den verschiedensten Genres zwischen Funk, R&B und Jazz sehr präsent. Für den Keyboarder und Produzenten Marvin Trummer ist Cory Henry ein ganz grosses Idol, und er erinnert sich auch gerne daran, wie er mit ihm zusammen mal Turnschuhe kaufen ging. Aktuell ist Cory Henry in Europa unterwegs, am 17. und 18. März auch in der Schweiz. Grund genug für diese Wiederholung der Jazz Collection zu Cory Henry mit Jodok Hess. Erstausstrahlung: 08.03.2022 Die gespielten Titel: Interpret:in: Titel (Album / Label) - Cory Henry: NaaNaaNaa (The Revival / Universal) - Cory Henry: Donna Lee (Gotcha Now Doc / EA) - Snarky Puppy: Lingus (We Like It Here / GroundUp Music) - Cory Henry: Gotcha Now (First Steps / Wild Willis Jones) - Cory Henry & The Funk Apostles: Trade It All (Art of Love / Eigenvertrieb) - Cory Henry: Switch (Something to Say / Culture Cultive) - Cory Henry: Christmas With You (Christmas With You / Henry House) - Cory Henry: Fighting for Peace (Fighting for Peace / Henry House)
Gretchen Parlato: Sie lenkte den Jazzgesang in eine neue Richtung
Als Gretchen Parlato Ende der Nullerjahre mit ihrer charakteristischen, leicht nasalen Stimme auf der Jazzszene erschien, waren die Reaktionen zunächst geteilt. Doch mit ihrer frischen Art, wie sie beispielsweise bekannte Songs von Michael Jackson, Björk oder Simply Red interpretiert, überzeugte sie Kritiker:innen wie Publikum gleichermassen. Und mit ihrem unverwechselbaren Mix aus Jazz, R’n’B und brasilianischen Einflüssen prägte sie eine ganze Generation – besonders viele Gesangsstudierende. Sie hätte damals regelrecht eine «Gretchen-Phase» durchlaufen, erzählt die Sängerin Yumi Ito, die bei Roman Hošek zu Gast ist. Die gespielten Titel: Interpret:in: Titel (Album / Label) - Gretchen Parlato: Juju/Footprints (Gretchen Parlato / Eigenvertrieb) - Gretchen Parlato: Butterfly (In a Dream / Obliquesound) - Gretchen Parlato: Holding Back the Years (The Lost and Found / Obliquesound) - Gretchen Parlato: Still (The Lost and Found / Obliquesound) - Gretchen Parlato: Within Me (Live in NYC / Obliquesound) - Rebecca Martin, Gretchen Parlato & Becca Stevens: I Wanna Fly so Free (Tillery / Larrecca Music) - Gretchen Parlato: Magnus (Flor / Edition Records) - Gretchen Parlat & Lionel Loueke: Akwe (Lean In / Edition Records)
Gerry Mulligan, mit Charlotte Lang
Als Teenager beginnt er seine Arrangements zu Geld zu machen, als Twenty-Something ist er ein Jazz-Star: Der Arrangeur, Komponist und Baritonsaxophonist Gerry Mulligan war Mitte des 20.Jahrhunderst eine prägende Jazzfigur. Als er 1996 stirbt, kommt die Saxophonistin Charlotte Lang gerade mal zur Welt. Trotzdem ist für sie, die neben eigenen Bandprojekten auch als Baritonsaxophonistin im Swiss Jazz Orchestra sitzt, die Musik von Mulligan bis heute matchentscheidend. Warum, das erzählt sie in der Jazz Collection mit Jodok Hess. Die gespielten Titel: Interpret:in: Titel (Album / Label) - Gerry Mulligan: Line for Lyons (Gerry Mulligan Paul Desmond Quartet / Verve) - Miles Davis: Venus de Milo (Miles Davis: 1948-52 / Rare) - Gerry Mulligan: Bernie's Tune (The Best of the Gerry Mulligan Quartet with Chet Baker / Pacific Jazz) - Gerry Mulligan & Ben Webster: Chelsea Bridge (Gerry Mulligan Meets Ben Webster / Verve) - Gerry Mulligan: Blueport (Gerry Mulligan and the Concert Jazz Band at the Village Vanguard / Verve) - Dave Brubeck: Recuerdo (Dave Brubeck: Jazz Collection / Columbia) - Gerry Mulligan: K-4 Pacific (The Age of Steam / A&M Records) - Gerry Mulligan: Nobody Else But Me (The Art of ... The Final Recordings / Telarc)
Jazz Collection: Roberto Fonseca: der Romantiker aus Kuba
Er sei kein Pianist, sondern Musiker, romantisch und verrückt. So beschreibt sich Roberto Fonseca. Der nebst dem Piano eben auch noch komponiert und Produzent ist. Und verrückt fühlt sich der Kubaner deshalb, weil er Einflüsse miteinander vermische, so divers wie westliche Klassik, die traditionelle kubanische Musik, Jazz, Hip Hop und Soul. Aufgewachsen ist der heute 50jährige mit klassischer Musik, Jazz und Funk. Als junger Erwachsener bekommt er eine Karrierechance, die alles verändert. Fonseca wird Pianist im «Buena Vista Social Club». Tourt mit den kubanischen Legenden und erlebt auch neben der Bühne die Kultur des alten Havanna aus erster Hand. Ein kultureller Schatz, aus dem Fonseca immer wieder von neuem schöpft. Der Pianist, Komponist und Produzent übt bis heute grossen Einfluss auf die kubanische Musik aus und spielt mit internationalen Stars wie Herbie Hancock, Fatoumata Diawara und Munir Hossn. Als Sohn eines kubanischen Musikers ist auch Leandro Irarragorri mit der Kultur Kubas aufgewachsen und lässt sich davon zu seiner eignen Musik inspirieren. Über das Werk von Roberto Fonseca diskutiert er mit Annina Salis. Die gespielten Titel: Interpret:in: Titel (Album/Label) - Roberto Fonseca: Sal al Malecon (La Gran Diversión / Wagram Music) - Roberto Fonseca: Elengó (The Real Cuban Music: Latin Jazz / Legacy Recordings) - Roberto Fonseca: Xiomara (No Limit: Afro Cuban Jazz / Victor Entertainment) - Roberto Fonseca: El Niejo (Zamazu / ENJA) - Ibrahim Ferrer: Covergencia (Mi Sueño / World Circuit) - Gilles Peterson's Havana Cultura Band: Lagrimas de soledad (no existen palabras) (Gilles Peterson presents Havana Cultura. New Cuba Sound / Brownswood, Namskeio) - Roberto Fonseca: Tumbao de la Unidad (ABUC / Montuno) - Roberto Fonseca & Vincent Ségal: Soul Kiss (Nuit Parisienne à la Havane / Artwork Records)
Trompeterin Ingrid Jensen wird 60
Für viele Musikerinnen hat sie die Türe aufgestossen. Viele sind es noch nicht, aber immerhin – eine Handvoll vielversprechender Trompeterinnen gibt es aktuell auf der Szene. In den 90er Jahren gab es weitherum nur eine: Ingrid Jensen. Die Kanadierin machte in eigenen Bands auf sich aufmerksam, aber auch in wichtigen Big Bands, vom VAO bis zum Maria Schneider Orchestra. Und vor allem: sie spielte die Trompete mit einer unerhörten Leichtigkeit und setzte sich nur schon dadurch von vielen ihrer Kollegen ab. Von einer so mühelos erfolgreichen Trompeterin zu wissen, sei für sie im Studium enorm wichtig gewesen, sagt die junge deutsche Trompeterin Heidi Bayer. Über Jensens mühelose Meisterschaft auf der Trompete, über Sport und Musik im Jazz und über den Zauber der Grossformation diskutiert sie in der ersten JazzCollection im neuen Jahr mit Jodok Hess. Die gespielten Titel: Interpret:in: Titel (Album / Label) - Maria Schneider Orchestra: Allégresse (Allégresse / Enja) - Vienna Art Orchestra: Türkis (Fe & Males / Amadeo) - Ingrid Jensen: Dear John (Higher Grounds / Enja) - Ingrid Jensen: Touch Her Soft Lips and Part (Higher Grounds / Enja) - Darcy James Argue's Secret Society: Transit (Presents: Infernal Machines / New Amsterdam Records) - Ingrid Jensen: Foxy Trot (Invisible Sounds / Whirlwind Recordings) - Artemis: Sights Unseen (Arboresque / Blue Note)
«100 Jahre Hildegard Knef» mit Michael von der Heide
«Ich brauch Tapetenwechsel, sprach die Birke, und macht sich in der Dämmerung auf den Weg» - mit solchen Songtexten wurde Hildegard Knef zur Ikone des deutschsprachigen Chansons. Ihre Lieder erzählen von Sehnsucht, Selbstbestimmung und dem Mut, anders zu sein – Themen, die bis heute nachhallen. Hildegard Knef wurde kurz nach dem zweiten Weltkrieg vorerst als Schauspielerin international bekannt. Nach einem rastlosen Auf und Ab der Karriere fand sie als Sängerin, Texterin und Autorin ihre künstlerische Heimat – und Millionen von Fans. 2025 hätte sie ihren 100. Geburtstag gefeiert. Der Schweizer Chansonnier Michael von der Heide ist bekennender Knef-Verehrer. Im Gespräch mit Annina Salis taucht er ein in das Werk und die Persönlichkeit dieser aussergewöhnlichen Frau. Warum fasziniert Knef noch immer? Was macht ihre Texte so zeitlos? Und welche Spuren hat sie in der Musikgeschichte hinterlassen? Die gespielten Stücke: Interpret:in: Titel (Album / Label) - Hildegard Knef: In dieser Stadt (Ich seh die Welt durch deine Augen / Decca) - Knef & Kaempfert: Von nun an ging's bergab (Eins & Eins / Philips) - Hildegard Knef: Geh fort von hier (Hildegard Knef singt Cole Porter | Träume heissen Du / Decca) - Hildegard Knef: C'était pour jouer (De grote successen / Universal) - Hildegard Knef: Für mich solls rote Rosen regnen (Knef in Concert / Teldec) - Hildegard Knef: Ich bin den weiten Weg gegangen (Eins & Eins / Philips) - Hildegard Knef: Tapetenwechsel (KNEF / Decca) - Hildegard Knef: Seeräuber-Jenny (Hildegard Knef in Concert / Teldec) - Hildegard Knef: Die Welt ging unter am Zürichsee bei 30° im Schatten (Hildegard Knef in Concert / Teldec) - Hildegard Knef: Die Herren dieser Welt (KNEF / Decca)
