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Season 1 · Episode 16
"Ami go home" Teil 1 - Ein Artikel von Matthias Matussek
HALLO MEINUNG - Was Deutschland bewegt
November 2, 20204m 27s
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Show Notes
Zu den merkwürdigsten Phänomenen der deutschen Mentalitätsgeschichte gehört wohl ihr Antiamerikanismus. Hier einige persönliche Erklärungsversuche von Matthias Matussek, der in der Clinton-Ära das New Yorker Spiegel-Büro leitete
I. Luftbrücke
Nichts am deutschen Antiamerikanismus ist erklärbar, es sei denn, unsere Väter und Vorväter konnten und können den Amis einfach nicht verzeihen, dass sie unser Land von Hitler „befreit“ haben. So die Lesart damals, am 8.Mai 1985, als Bundespräsident Richard von Weizsäcker, zur deutschen Kapitulation sprach, in einer Rede, die als „mutig“ und „befreiend“ und natürlich „unbequem“ aber „ehrlich“ gefeiert wurde.
Wörtlich sagte er: „Und dennoch wurde von Tag zu Tag klarer, was es heute für uns alle gemeinsam zu sagen gilt: Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung.“ In dieser vielgerühmten Rede fielen übrigens auch die folgenden, zur Vaterlandesliebe ermahnenden Worte: “Die Völker Europas lieben ihre Heimat. Den Deutschen geht es nicht anders. Wer könnte der Friedensliebe eines Volkes vertrauen, das imstande wäre, seine Heimat zu vergessen?“
Ein Artikel von Matthias Matussek. Gesprochen von: Oliver Ratzke.
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