
Geschichten aus der Geschichte
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Ep 151GAG151: Manjirō, der erste Japaner in Amerika
Wir springen in dieser Episode ins Jahr 1841. Von einem kleinen japanischen Fischerdorf aus macht sich der 14-jährige Manjirō auf, um Arbeit als Fischer zu finden. Der darauf folgende Fischzug wird sein Leben – und schlussendlich auch das Schicksal ganz Japans – nachhaltig verändern. Es geht um die USA, den Goldrausch und nicht zuletzt die Öffnung Japans für den Westen im 19. Jahrhundert.

Ep 150GAG150: Die Geschichte des Filmstudios Bendestorf
Wir beschäftigen uns diesmal mit Filmgeschichte und sprechen über ein Filmstudio, das den deutschen Nachkriegsfilm wesentlich geprägt hat: das Filmstudio Bendestorf. In Bendestorf, ein kleiner Ort in Niedersachsen, 30 Kilometer südlich von Hamburg, hat Rolf Meyer 1947 die Junge Film Union gegründet und ein Filmstudio aufgebaut. Der bekannteste Film, der in Bendestorf gedreht wurde, ist „Die Sünderin“ (1951) – mit Hildegard Knef in der Hauptrolle. Der Film führte zu heftigen Protesten und Auseinandersetzungen in der deutschen Nachkriegsgesellschaft – mit Stinkbomben und Boykotten. Die Junge Film-Union ging bald pleite, Meyer musste ins Gefängnis, aber in Bendestorf wurde weiter gedreht: Es entstanden nicht nur Filme, sondern auch TV-Produktionen, wie die 1. Familienserie im deutschen Fernsehen („Familie Schölermann„) und Shows für das Privatfernsehen, wie „Alles Nichts Oder?!“. Heute wird in Bendestorf nicht mehr gedreht: Es sollen auf dem Gelände Wohnungen entstehen, weshalb mit dem Abriss der Produktionshallen begonnen wurde. Walfried Malleskat leitet das Filmmuseum in Bendestorf und er erzählt in der Folge von der Geschichte und Gegenwart des Filmstudios.

Ep 149GAG149: Die Kabeljaukriege
Wir springen in dieser Folge nicht weit zurück. Die Geschichte beginnt in den späten 50er Jahren des 20. Jahrhunderts. Wir befinden uns in Island, und wie der Name schon sagt, dreht sich die Geschichte unter anderem auch um Kabeljau. Denn der ist ein begehrtes Gut, nicht nur bei den isländischen, sondern besonders auch bei den britischen Fischern. So sehr, dass sich im Jahr 1958 ein Konflikt entfaltet, der bis in die späten 1970er Jahre reichen sollte.

Ep 148GAG148: Das Ende der Welt – Friedenskaiser und falsche Friedriche
Wir springen in dieser Folge in das Mittelalter und beschäftigen uns mit dem Ende der Welt – zumindest wie es in der christlichen Weissagungsliteratur vorhergesagt wurde. Eine zentrale Rolle spielt dabei – neben dem Antichristen – der letzte (römische) Kaiser: der sog. End- oder Friedenskaiser. Vielfach galten die Friedriche als aussichtsreiche Kandidaten, allen voran der Staufer Friedrich II. Nach seinem Tod tauchten viele falsche Friedriche auf, die behaupteten der wiedergekehrte Kaiser zu sein. Der erfolgreichste dieser Friedriche war Dietrich Holzschuh, besser bekannt als Tile Kolup, der den regierenden König, König Rudolf von Habsburg, zum Eingreifen bewegte.

Ep 147GAG147: Das Fräulein vom Amt
Wir springen in dieser Folge ans Ende des 19. Jahrhunderts, wo unsere Geschichte aus der Geschichte beginnt. Nicht nur, aber auch in Deutschland hat der Siegeszug des Telefons begonnen. Damals, allerdings, noch ohne die Möglichkeit selbst die Nummer zu wählen. Stattdessen gab es Verbindungszentralen, in denen vornehmlich junge Frauen saßen, um die Anrufe durchzustellen. Wir sprechen über diese "Fräulein vom Amt": warum die Arbeit meist Frauen machten, welche Frauen das waren und wo sie heute sind.

Ep 146GAG146: Tripel-Allianz-Krieg
Wir springen in dieser Folge nach Südamerika in die La Plata-Region und beschäftigen uns mit dem bislang größten militärischen Konflikt des Subkontinents: den Tripel-Allianz-Krieg. Von 1864 bis 1870 kämpfte Paraguay gegen die Tripel-Allianz bestehend aus Argentinien, Brasilien und Uruguay. Der Krieg hatte für Paraguay, das ungefähr die Hälfte seiner Einwohner verlor, verheerende Folgen und prägt das Land bis heute. Wir sprechen darüber, wie es dazu kam, wie der Krieg verlief, welche Folgen er hatte und wie er bis heute erinnert wird.

Ep 145GAG145: Barbara von Cilli oder Wie eine 100 mal wiederholte Lüge zur Wahrheit wird
Wir springen in dieser Folge wieder tief ins Mittelalter. Wir sprechen über Barbara von Cilli, die Ehefrau des römisch-deutschen Kaisers Sigismund von Luxemburg. In der Geschichte lange Zeit als "Schwarze Königin" bezeichnet, ging Barbara schon früh nach ihrem Tod als eine der niederträchtigsten Königinnen des Mittelalters in die Geschichte ein. Wie es dazu kam, und warum wir auch nach Jahrhunderten viele Dinge aus der Geschichte hinterfragen sollten, klären wir in dieser Folge. Als Expertin stand uns diesmal Dr. Daniela Dvořáková zur Verfügung. Nicht nur durch ihre Monographie über Barbara von Cilli, sondern auch dankenswerterweise indem sie sich an einem schönen Samstagnachmittag in einem Kaffeehaus in Bratislava für diese Episode interviewen ließ.

Ep 144GAG144: Die Spanische Grippe
Wir springen in dieser Folge 100 Jahre zurück, in das Jahr 1918, und beschäftigen uns mit der wahrscheinlich größten demographischen Katastrophe des 20. Jahrhunderts. Jeder dritte Mensch hat sich damals mit der Spanischen Grippe angesteckt und es gibt Untersuchungen, die von 50 Millionen Grippetoten ausgehen. Und dennoch gibt es in Bezug auf die Spanische Grippe kaum Erinnerungskultur. Wir sprechen darüber, wie die Grippe zu ihrem Namen kam, warum die Grippewelle so tödlich verlief und warum der Erste Weltkrieg entscheidend zur Verbreitung – und vielleicht sogar zur Entstehung – beigetragen hat.

Ep 143GAG143: Über Marsmenschen, Massenpanik und die Entstehung eines Mythos
Wir springen in dieser Folge in die 30er Jahre des 20. JH und sprechen über ein Hörspiel, das auch heute noch gern als eines der ersten Beispiele für den Einfluss der Massenmedien auf den Menschen herangezogen wird: War of the Worlds, ursprünglich von H.G. Wells, und fürs amerikanische Radio von Orson Welles adaptiert. Wir sprechen über die - laut zahlreicher Zeitungsberichte, die am nächsten Tag erschienen - ausgebrochene Massenpanik, hervorgerufen durch die angeblich zu realitätsnahe Darbietung der Akteure. Außerdem sprechen wir darüber, warum das so höchstwahrscheinlich gar nicht alles stimmt.

Ep 142GAG142: Bertha Pappenheim – Gründerin des Jüdischen Frauenbundes und Sozialpionierin
Wir beschäftigen uns in dieser Folge mit der faszinierenden Biographie Bertha Pappenheims. Sie war eine Protagonistin der konfessionellen Frauenbewegung Anfang des 20. Jahrhunderts, Gründerin des Jüdischen Frauenbundes, eine bedeutende Stimme im Kampf gegen den Mädchenhandel und eine Pionierin der Sozialarbeit. Aber dennoch ist sie vielen vor allem als berühmte Patientin in Erinnerung geblieben, als Anna O., „Urpatientin“ der Psychoanalyse.

Ep 141GAG141: Die kurze Geschichte des Kokovorismus
Wir springen in dieser Episode an den Anfang des 20. Jahrhunderts. Schauplatz ist die sehr kleine Insel Kabakon im südpazifischen Bismarck-Archipel. Protagonist der Geschichte ist August Engelhardt, einst geborener Nürnberger, nun neugeborener Lebensreformer. Im Dunstkreis eben dieser Lebensreformer entwickelt er einen neuen Kult, der sich gänzlich um nur eine Sache dreht: die Kokosnuss.

Ep 140GAG140: Eisbrecher für die Diplomatie – das Fußball-Länderspiel Sowjetunion gegen die BRD 1955
Wir springen in das Jahr 1955 und sprechen über ein ganz besonderes Länderspiel: Die Sowjetunion empfing am 21. August 1955 die DFB-Auswahl der Bundesrepublik. Die westdeutsche Mannschaft reiste als Weltmeister nach Moskau und brisanter könnte die Gemengelage für ein Fußballspiel kaum sein: Es gab noch keine diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern, zahlreiche Kriegsgefangene warteten in der Sowjetunion auf ihre Rückkehr nach Deutschland, ungefähr 1.500 deutsche Fans reisten mit nach Moskau und dann folgte nur drei Wochen nach dem Spiel ein Staatsbesuch Konrad Adenauers in Moskau.

Ep 139GAG139: Als Voltaire die Lotterie knackte und steinreich wurde
Wir springen in dieser Episode ins Frankreich des 18. Jahrhunderts. Gerade mal 35 Jahre halt, findet dort der zukünftige Star der Aufklärung und Wegbereiter der französischen Revolution François-Marie Arouet - uns heute bekannt als Voltaire - eine Möglichkeit all seine Geldsorgen der Vergangenheit angehören zu lassen

Ep 2Extra: Interview mit Historiker Jürgen Zimmerer über Kolonialgeschichte
bonusKolonialismusforschung ist Zukunftsforschung, sagt der Historiker Prof. Zimmerer (@juergenzimmerer), der an der Universität Hamburg die Forschungsstelle „Hamburgs (post-)koloniales Erbe/Hamburg und die frühe Globalisierung“ (@coloniallegacy) leitet. Seine Kritik: Wir betrachten die Globalisierung zu kurzsichtig und nur als ahistorisches Phänomen. Für Episode 138, in der es um Askari und die Kolonialgeschichte des Deutschen Reichs geht, habe ich ein Interview mit Prof. Jürgen Zimmerer geführt. Für die Episode habe ich nur ein paar kurze Ausschnitte verwendet, wir haben aber über viel mehr gesprochen – ua. über Globalisierung und auch über den Völkermord an den Herero und Nama. Daher gibt es jetzt als Bonusfolge das komplette Interview.

Ep 138GAG138: Askari und die Kolonialgeschichte des Deutschen Reichs
Wir springen zurück an das Ende des 19. Jahrhunderts und beschäftigen uns diesmal mit der Kolonialgeschichte des Deutschen Reichs. Es geht um die Sonderrolle, die das Deutsche Reich unter den europäischen Kolonialmächten einnahm und welche Rolle Hamburg dabei spielte. In den Kolonien setzten die Kolonialmächte häufig einheimische Söldner ein – sie wurden vielfach als Askari bezeichnet. Die Askari bildeten z.B. den Großteil der deutschen Schutztruppe in Deutsch-Ostafrika und so kämpften dort mehr als 14.000 afrikanische Söldner im Ersten Weltkrieg Krieg unter dem Kommando Paul von Lettow-Vorbecks. Wir sprechen darüber, wie die Askari Teil der deutschen Erinnerungskultur wurden und was es mit der Figur des „treuen“ Askari und dem Askari-Mythos auf sich hat.

Ep 137GAG137: Die Französisch-Britische Union
Wir springen diese Woche in der Geschichte nicht sehr weit zurück. Nur bis 1940, als sich ein kleines aber feines Stück jener Art von Geschichte zuträgt, das wir getrost als "was wäre wenn" Geschichte bezeichnen können.

Ep 1Extra: Die gesamte Führung durch den Jüdischen Friedhof Währing
bonusIn dieser Spezialfolge, angekündigt in der eigentlichen Folge 136, ist nun die gesamte aufgenommene Führung durch den jüdischen Friedhof Währing in Wien, geleitet von der Historikerin Tina Walzer zu hören.

Ep 136GAG136: Der Jüdische Friedhof Währing
Wir springen in dieser Episode ins 19. Jahrhundert Wiens. Genauer lassen wir uns durch diese Zeit führen, und zwar wortwörtlich. Im Rahmen einer Führung durch den jüdischen Friedhof Währing, der aktiv für etwas über 100 Jahre verwendet wurde, erzählt uns die Historikerin Tina Walzer die Geschichte des Friedhofs, und damit auch die Geschichte der jüdischen Gemeinde Wiens des 19. Jahrhunderts.

Ep 135GAG135: Adolf Loos
Wir sprechen in dieser Folge über den Architekten Adolf Loos. Er gilt als Wegbereiter der modernen Architektur und war ein scharfer Kritiker des Jugendstils, der Wien zur Jahrhundertwende prägte. Vor allem das Ornament war ihm ein Dorn im Auge, was ihn auch zu seinem berühmtesten Essay „Ornament und Verbrechen“ inspirierte. 1928 wurde Loos verhaftet und er musste sich wegen Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs an drei Mädchen verantworten. Zwar wurde Loos „von den Verbrechen der teils vollbrachten, teils versuchten Schändung freigesprochen“, aber „wegen Verführung zur Unzucht von ihm anvertrauten Kindern bedingt zu vier Monaten Arrest verurteilt“. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Während der Fall vor allem auf Basis der damaligen Medienberichterstattung aufgearbeitet wurde, kam es 2014 zu einer überraschenden Wende: der verschollene (und vollständige) Gerichtsakt tauchte auf und brachte neue Erkenntnisse über Anklage, Verhöre und Verlauf des Prozesses. Gerichtsakten in der Strafsache gegen Adolf Loos (Wiener Stadt- und Landesarchiv)

Ep 134GAG134: Eine kleine Geschichte des Kaiserschnitts anhand der Personen Jacob Nufer, James Barry und Margret Ann Bulkley
Wir beleuchten in dieser Folge die Geschichte des Kaiserschnitts anhand dreier Personen. Zuerst Jacob Nufer, Schweinekastrator aus der Schweiz im 16. Jahrhundert, dann James Barry, Arzt in der britischen Armee im 19. Jahrhundert und schließlich Margret Ann Bulkley, deren Rolle medizingeschichtlich ohnehin einzigartig ist.

Ep 133GAG133: Alexios Komnenos und der Erste Kreuzzug
Wir springen diesmal in das Jahr 1095 und sprechen über eines der bekanntesten Ereignisse des Mittelalters: die Kreuzzüge. Dabei schauen wir uns den Ersten Kreuzzug etwas genauer an und konzentrieren uns auf zwei Protagonisten, die maßgeblich an der Entstehung des Kreuzzugs beteiligt waren: Alexios I. Komnenos und Papst Urban II.

Ep 132GAG132: Gesche Gottfried, der Engel von Bremen
Wir springen in dieser Woche ins frühe 19. Jahrhundert. Schauplatz ist Bremen, Protagonistin ist Gesche Gottfried. In ärmliche Verhältnisse geboren, kann sie die Heirat mit einem Sattlermeister in den bürgerlichen Stand erheben. Doch das Glück währt nicht lang, denn einige Jahre nach der Hochzeit stirbt ihr Mann und lässt sie mit drei Kinden zurück. Doch damit nicht genug - bald sorgen weitere Unglücksfälle dafür, dass Gesche Gottfried in der Bremer Bevölkerung als eine vom Unglück verfolgte Frau gelten wird. Wir sprechen darüber, warum Gesche Gottfried auch heute noch - auch weit über Bremen hinaus - bekannt ist.

Ep 131GAG131: Strathclyde – ein (fast) vergessenes Königreich
Eine Geschichte über die Geschichte Großbritanniens im Mittelalter

Ep 130GAG130: Alexander von Abonuteichos oder Wie ein Kult entsteht
Wir springen in dieser Woche wieder etwas weiter zurück in der Geschichte. Ort des Geschehens ist eine eigentlich unbedeutende Kleinstadt an der Schwarzmeerküste, im 2. Jahrhundert nach der Zeitenwende. Protagonist der Geschichte ist ein gewisser Alexander, der bald dafür sorgen wird, dass die Stadt Sitz eines erfolgreichen Mysterienkults werden und über einige Zeit weit über die Grenzen Kleinasiens bekannt werden wird. Wir sprechen darüber, wie er das, trotz großer Konkurrenz durch andere Gottheiten, Kulte und Theologien schafft. Spoiler: auch heute noch funktioniert ein Konzept wie seines hervorragend.

Ep 129GAG129: Die Entdeckung der Dinosaurier
Wir springen an den Anfang des 19. Jahrhunderts in den Süden Englands und beschäftigen uns mal wieder mit Wissenschaftsgeschichte. Es geht um die Geschichte der Paläontologie und wie die Dinosaurier von der Wissenschaft entdeckt wurden.

Ep 128GAG128: Crash at Crush
Wir springen ans Ende des 19. Jahrhunderts in den USA. Der Eisenbahnboom hat seinen Höhepunkt erreicht, als ein Mann namens William George Crush eine sowohl kuriose, als auch folgenschwere Idee hatte.

Ep 127GAG127: Struensee – Aufstieg und Fall eines Arztes, der (für kurze Zeit) zum dänischen Regenten wurde
Eine Geschichte wie ein Drehbuch für ein Historiendrama: Ein Armenarzt in Altona, Johann Friedrich Struensee, wird Ende der 1760er Jahre zum Vertrauten des dänischen Königs, Christian VII., und steigt innerhalb kurzer Zeit zum Regenten auf. Er versucht die absolutistische Monarchie im Sinne der Aufklärung umzukrempeln, hat eine Affäre mit der Königin, Caroline Mathilde, und wird nach einer Verschwörung zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Ep 126GAG126: Für immer im Eis – die Franklin Expedition
Wir springen in dieser Episode in die Mitte des 19. Jahrhunderts. Ort des Geschehens ist die kanadische Arktis, Protagonisten sind Sir John Franklin und seine Crew, deren Aufgabe es ist, die seit langem gesuchte Nordwestpassage endlich zum ersten Mal zu durchqueren. Der Grund, warum die Expedition auch heute noch so viele Menschen beschäftigt, wird allerdings nicht in der Durchquerung der Nordwestpassage liegen.

Ep 125GAG125: Republik Fredonia
Wir beschäftigen uns diesmal mit der Geschichte von Texas und springen in das Jahr 1826. Eine Zeit, in der Texas noch zu Mexiko gehörte und Empresarios die Einwanderung von US-Siedlern organisierten. Einer davon, Haden Edwards, rief in der ältesten Stadt von Texas, Nacogdoches, eine Republik aus. Die Republik Fredonia existierte zwar nur wenige Wochen veränderte aber die mexikanische Einwanderungspolitik. Einige sehen in der Fredonianische Rebellion den Beginn des Texanischen Unabhängigkeitskriegs, der 1836 zur Gründung der Republik Texas führte.

Ep 124GAG124: Eine kleine Geschichte des Chinese Restaurant Syndroms
Wir springen in dieser Episode in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts und sprechen über eine kleine Geschichte, die langfristige Folgen haben sollte. Es geht um den Geschmacksverstärker der gemeinhin als Glutamat bekannt ist und warum auch heute noch viele Chinarestaurants damit werben, nichts davon zu verwenden.

Ep 123GAG123: Christian Gottlieb Prieber – Aussteiger, Renegade und beinahe vergessener Utopist
Wir springen mal wieder in die Frühe Neuzeit, ins 18. Jahrhundert, und sprechen über einen Mann, der seine Heimat in Sachsen und seine Familie verlässt, um in den Kolonien Nordamerikas ein neues Leben zu beginnen. Er schließt sich den Cherokee an und will schließlich seine eigene Sozial-Utopie verwirklichen – bis ihm die britische Kolonialregierung eine Strich durch die Rechnung macht.

Ep 122GAG122: Die Belagerung von Masada
Wir springen in dieser Episode ins 1. Jahrhundert n.d.Zw.. Ort des Geschehens ist die Provinz Judäa. Die römische Provinz ist instabil und nach einem eigentlich kleinen Steuerprotest, entladen sich die Spannungen in einem Aufstand, der als der Große Jüdische Krieg in die Geschichte eingehen sollte. Wir sprechen über den Schlusspunkt dieser Auseinandersetzung, die auch heute noch symbolträchtige Belagerung der Festung Masada.

Ep 121GAG121: Leopardenmorde und Leopardenmenschen
Wir springen in dieser Episode nach Afrika und beschäftigen uns mit Kolonialgeschichte. Es geht um die Zeit zwischen 1850–1950 und wir sprechen über ein Phänomen, dass die afrikanischen Gesellschaften und die Kolonialregierungen von Ost- bis Westafrika beschäftigt hat und das zu zahlreichen Gerichtsprozessen und Verurteilungen geführt hat: die sog. Leopoardenmorde. Aber wer steckte hinter den Morden und waren es überhaupt Morde? Mit Hilfe einer Expertin zum Thema, Dr. Stephanie Zehnle, versuchen wir uns dem Thema anzunähern. Vielen Dank an Dr. Stephanie Zehnle fürs Mitmachen!

Ep 120GAG120: Die Rückkehr des Martin Guerre
Wir springen in dieser Episode ins 16. Jahrhundert und beleuchten die Geschichte des vielleicht faszinierendsten Gerichtsfalls der Zeit. Es geht um Martin Guerre, baskischstämmiger Bauer in einem Dorf in den südfranzösischen Pyrenären. Eines Tages verschwindet der Mann spurlos, lässt Frau, Sohn und gesamte Habe ohne ein Wort zurück. Acht Jahre später kehrt er wieder, doch schnell stellt sich heraus, dass nicht alles so ist, wie es scheint.

Ep 119GAG119: Die NS-Thingbewegung – Thingstätten und Thingspiele
Wir beschäftigen uns dieser Episode mit einem gescheiterten NS-Propagandaprojekt: der NS-Thingbewegung. Nach 1933 wurde nicht nur der Bau von 400 Thingstätten geplant, sondern auch der Versuch unternommen, mit dem Thingspiel ein „germanisches“ Theater zu erfinden. Nach nur wenigen Jahren wurden die NS-Thing-Versuche aber wieder abgebrochen. Einige der damals gebauten Thingplätze werden bis heute genutzt, wie die Waldbühne in Berlin, die Heidelberger Thingstätte auf dem Heiligenberg oder das Kalkbergstadion in Bad Segeberg. Außerdem am Anfang: eine (ganz) kurze Einführung in die germanischen Ursprünge des Thing.

Ep 118GAG118: Ein Werwolf in Livland
In dieser letzten Episode des Jahres springen wir ins späte 17. Jahrhundert. Diesmal in eine Gegend, die wir vorher noch nie besucht haben: das Baltikum. Fokus unserer Geschichte ist der Prozess um den alten Thiess: ein lettischer Leibeigener, dem vorgeworfen wird, ein Werwolf zu sein. Zur Verwirrung der ihn verhörenden Richter, bewegt sich der Prozess aber in eine völlig andere Richtung als erwartet. Bonus: wir lernen, was Werwölfe mit Bier zu tun haben!

Ep 117GAG117: Tunix, Tuwat und die Entstehung des Chaos Computer Clubs
Der dreitägige Tunix-Kongress Ende Januar 1978 war für viele, die sich dem linken Spektrum zugehörig fühlten, ein Wendepunkt und war Initialzündung für viele neue Projekte – von denen es heute noch einige gibt. Wenige Monate nach dem Deutschen Herbst kam nun im linken Spektrum wieder Aufbruchstimmung auf. Einigen gilt der Tunix-Kongress daher als Geburtsstunde der Alternativbewegung in Deutschland. Drei Jahre später, im August 1981, fand dann in Berlin der Tuwat-Kongress statt und Komputerfrieks riefen zu einem ersten Treffen auf, das wegweisend war für die Gründung des Chaos Computer Clubs wenige Jahre später. Der Historiker Michael März hat uns in dieser Episode als Experte unterstützt. Er hat mit einer Arbeit über die Linke Ende der 70er Jahre promoviert („Linker Protest nach dem Deutschen Herbst. Eine Geschichte des linken Spektrums im Schatten des ’starken Staates‘, 1977-1979“). Vielen Dank fürs Mitmachen!

Ep 116GAG116: Über Basken, Wale und ein Massaker auf Island
Erst im Jahr 2015 wird auf Island ein Gesetz offiziell für ungültig erklärt, das es allen Isländern erlaubt hatte, jeden Basken zu töten, der Fuß auf die Insel setzt. Wir sprechen in dieser Episode darüber, warum es zu diesem Gesetz kam, und springen dafür 400 Jahre in die Vergangenheit. Es geht um Basken, Walfang und einen folgenschweren Sommer in den Westfjorden Islands.

Ep 115GAG115: Eine kurze Geschichte der Hanse
Wir springen mal wieder etwas weiter zurück: Es geht diesmal um die Geschichte der Hanse, deren Anfänge im 12. Jahrhundert liegen. Wir sprechen darüber, wie die Hanse entstand, wie und warum sie wieder an Bedeutung verlor und warum die britischen Kronjuwelen für einige Jahre in Dortmund waren und Lübeck für Schotten ein besonderer Ort ist.

Ep 114GAG114: Gerhard Zucker und sein Raketentraum
Wir springen zurück in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts. Auf der entlegenen schottischen Insel Scarp wird ein außergewöhnliches Experiment gewagt, in dessen Zentrum ein Mann steht: Gerhard Zucker, deutscher Geschäftsmann und Visionär. Wir sprechen darüber, was gerade ihn auf diese Insel verschlägt und was sich nicht nur er, sondern die britische Regierung von diesem Experiment erwarten.

Ep 113GAG113: Die Hep-Hep-Unruhen von 1819
Wir springen diesmal in die Zeit kurz nach dem Wiener Kongress: 1819 wird mit den Karlsbader Beschlüssen ein großes staatliches Überwachungspaket verabschiedet, auf das heute noch manchmal Bezug genommen wird, wenn von Metternich 2.0 die Rede ist. Fürst von Metternich war während der Phase der Restauration (vom Wiener Kongress 1815 bis zur Märzrevolution 1848) einer der federführenden Politiker. Als Auslöser für die Karlsbader Beschlüsse gilt die Ermordung von August von Kotzebue. Ein unmittelbarer Grund für die Durchsetzung des Überwachungspakets ist erstaunlicherweise weniger bekannt: die Hep-Hep-Unruhen oder Hep-Hep-Krawalle – die ersten überregionalen antisemitischen Verfolgungen seit dem Mittelalter.

Ep 112GAG112: Adele Spitzeder und die „Dachauer Bank“
Wir springen diesmal zurück ins 19. Jahrhundert, der Ort des Verbrechens ist München. Und ja, es geht tatsächlich um ein Verbrechen. Denn um 1870 herum, baut die arbeitslose Schauspielerin Adele Spitzeder eine Privatbank auf, die als einer der größten Betrugsfälle Bayerns des 19. Jahrhunderts in die Geschichte eingehen wird.

Ep 111GAG111: Die Anfänge des Esperanto
Wir springen diesmal wieder in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts und beschäftigen uns mit Plansprachen. Vor allem geht es um die Anfänge des Esperanto und wie die Sprache die ersten Reformkrisen überstand: Ludoviko Lazaro Zamenhof, der Initiator der Sprache, stellte bereits wenige Jahre nach Veröffentlichung von Esperanto Reformen zur Abstimmung. 1907/1908 kam es dann zur Ido-Krise nachdem der Reformvorschlag eines unbekannten Autors namens Ido („Abkömmling“ auf Esperanto) abgelehnt wurde und sich ein führender Esperantist – mit gefälschtem Adels-Stammbaum – als Ido outete. Was aber vermutlich auch nicht stimmt. Aber wie wir wissen, sind Krisen nur dornige Chancen und so führten die Debatten zur Stabilisierung der Sprache und zur Bildung von Institutionen, die es heute noch gibt, wie den Esperanto-Weltbund (Universala Esperanto-Asocio, UEA).

Ep 110GAG110: 110, 112, 999, etc.
Pünktlich zur 110. Episode beleuchten wir diesmal die Geschichte des Notrufs. Heute selbstverständlich, waren Feuerwehr, Rettung oder Polizei nicht immer so einfach zu erreichen. Damit das Ganze auch in etwas Kontext eingebettet wird, gibt's anfangs auch noch eine kleine Geschichte der Feuerwehr und Rettung.

Ep 109GAG109: Der Lotterieaufstand in Albanien
Wir springen in dieser Episode nur wenige Jahre zurück und sprechen über die Folgen des Zusammenbruchs von Pyramidensystemen 1996/97 in Albanien. In der Folge kam es zu Massenprotesten und die Regierung um Präsident Sali Berisha verlor zunehmend die Kontrolle über das Land, das kurzzeitig am Rande eines Bürgerkriegs stand.

Ep 108GAG108: Der Paderborner Kaffeelärm
Eine Geschichte über Kaffee und was ein Verbot dessen auslösen kann

Ep 107GAG107: Eine kurze Geschichte der Guillotine
Wir springen diesmal in die Zeit der Französischen Revolution und beschäftigen uns mit der Frage, wie sich das Strafen zu dieser Zeit veränderte. Denn die Guillotine wird innerhalb kurzer Zeit von einer gefeierten Methode des humanen Tötens zum Symbol einer Schreckensherrschaft. Wir sprechen auch über den Namensgeber, Joseph-Ignace Guillotin, der allerdings gar nicht für die Entwicklung der Guillotine verantwortlich war.

Ep 106GAG106: Das Darién-Projekt und seine Folgen
Wir springen in dieser Episode ins späte 17. Jahrhundert und beleuchten eine unrühmliche Episode Schottlands. Mit der Absicht, sich ebenso wie England an der äußerst lukrativen Kolonialisierung durch Europa zu beteiligen, bricht eine Expedition in die neue Welt auf, um dort eine Handelskolonie aufzubauen. Wir sprechen darüber, wie es dazu kam, was passierte und weshalb die Folgen für Schottland bis in die heutige Zeit reichen.

Ep 105GAG105: Skanderbeg – Ein neuer Alexander und seine Bedeutung für die Geschichte Albaniens
Wir springen diesmal ins späte Mittelalter und beschäftigen uns mit der Geschichte Albaniens und vor allem mit der Biographie eines Mannes: Georg Kastriota, besser bekannt als Skanderbeg. Er wächst als Janitschar am Hof des Sultans auf, konvertiert zum Islam und wendet sich dann gegen die Osmanen. Er bekennt sich wieder zum Katholizismus und wird für den Rest seines Lebens der erfolgreichste Militärführer seiner Zeit im Kampf gegen das osmanische Heer auf dem Balkan. Er selbst stellt sich in Tradition Alexanders des Großen und ist heute noch ein entscheidender Bezugspunkt für das Selbstverständnis Albaniens und gilt dort als Nationalheld.

Ep 104GAG104: Crécy - Chronik eines Versagens
Wir springen in dieser Episode wieder ins europäische Mittelalter. Genauer an den Anfang eines Konflikts zwischen England und Frankreich, der schlussendlich über 100 Jahre dauern sollte. Fokus der Geschichte ist die erste große kriegerische Auseinandersetzung zwischen Edward III. von England und Philip VI. von Frankreich – die Schlacht von Crécy. Wir sprechen darüber, wie eine Kombination aus Arroganz, Fortschrittfeindlichkeit und Beratungsresistenz zu einem Lehrstück militärischen Versagens wurde.