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#5 2026 Über "Acht Tische für die vierte Gewalt" - mit Gabriela Bacher und Sebastian Loudon
Episode 413

#5 2026 Über "Acht Tische für die vierte Gewalt" - mit Gabriela Bacher und Sebastian Loudon

In dieser Folge spricht Host Stefan Lassnig mit Gabriela Bacher und Sebastian Loudon über die Veranstaltung „Acht Tische für die vierte Gewalt“ auf Schloss Hernstein und deren Anspruch, Medienpolitik in Österreich neu zu denken. Im Zentrum stehen Medienfreiheit, unabhängige Medienförderung und der Versuch, sehr unterschiedliche Akteur:innen – von Chefredaktionen über Zivilgesellschaft bis zur Politik – auf Augenhöhe ins Gespräch zu bringen. Die drei diskutieren, welche Lehren aus der Tagung für ein künftiges, sturmsicheres Mediensystem gezogen werden können und wo Widerstände liegen.

Ganz offen gesagt · Gabriela Bacher, Stefan Lassnig, Sebastian Loudon

January 21, 20261h 8m

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Show Notes

Host Stefan Lassnig begrüßt Gabriela Bacher (zugeschaltet aus den USA) und Sebastian Loudon. Ausgangspunkt des Gesprächs ist die Klausur „Acht Tische für die vierte Gewalt“, die im November 2025 auf Schloss Hernstein stattfand und Vertreter:innen aus Journalismus, Medienmanagement, Recht, Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Brancheninstitutionen an einen Tisch brachte. Bacher schildert, wie die digitale Umbruchszeit, autokratische Tendenzen und die Fragilität der Medienfreiheit zur Idee führten, Medienfinanzierung und Medienförderung gemeinsam neu zu denken. Loudon beschreibt das bewusst unösterreichische Setting: nicht ORF und Verleger im Hinterzimmer, sondern 64 Stakeholder, die in wechselnden Tischkonstellationen Probleme, Wunschzustände und konkrete Maßnahmen für ein zukunftsfähiges Fördersystem erarbeiten. Die Gäste erläutern zentrale Resultate: ein einheitliches, politikfernes Förderwesen mit sturmsicherer Institution, ein Kriterienkatalog samt Selbstregulierung, mehr Fokus auf resiliente Geschäftsmodelle, eine Deckelung von Regierungsinseraten sowie die Einbeziehung der Creator Economy und von Neugründungen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Rolle von Big-Tech-Plattformen, die Notwendigkeit wirksamer Regulierung auf EU-Ebene und der Aufbau eines „European Public Open Space“ als Alternative zu US-Plattformen. Intensiv diskutiert wird außerdem, warum Medienkompetenz nicht nur Schulthema ist, sondern gerade für ältere Generationen zentral wird – und wieso ein starker, öffentlich-rechtlich finanzierter ORF mit verfassungsrechtlicher Absicherung als Bollwerk gegen autoritäre Angriffe gilt. Zum Schluss sprechen die drei über Reaktionen auf Hernstein – von Begeisterung bis zur „Praxisferne“-Kritik des VÖZ – und darüber, wie die Ergebnisse in die laufende Reform der Medienförderung unter Medienminister Andreas Babler einspeisen könnten, ohne der Politik einen fertigen Forderungskatalog zu diktieren.

Links zur Folge:

Acht Tische für die vierte Gewalt

Bericht im „Standard“ zu „Acht Tische für die vierte Gewalt“

Alles Journalismus, oder was? (Kriterienkatalog auf Seite 26)

Presse-Aussendung des VÖZ

"Kein Stein auf dem anderen in der Medienförderung (Babler)" - Standard-Artikel

Podcastempfehlung der Woche:
Cat People

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