
9. #WTO: Landwirtschaft: Das heiße Eisen der WTO-Ministerkonferenz
Die Welthandelsorganisation wurde vor fast 25 Jah…
Food for Europe · European Commission, Directorate General for Agriculture and Rural Development
November 25, 202119m 27s
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Show Notes
Die Welthandelsorganisation wurde vor fast 25 Jahren gegründet. Während dieses Vierteljahrhunderts wurde es viele Male diskreditiert. Trotz der Spannungen, die mit ihrer Rolle als Schlichter des Welthandels verbunden sind, hat die Institution so gut wie möglich überlebt und ist auf der Suche nach einer neuen Dynamik.
Auf der halbjährlichen Ministerkonferenz auf dem die wichtigsten Beschlüsse gefasst werden, werden die Daseinsberechtigung, die Ziele und die Kompetenzen der WTO mehr denn je hinterfragt.
Die Handelsminister der WTO-Mitgliedsstaaten treffen sich in Genf für vier Tage intensiver Diskussionen. Was dabei herauskommt, wird Auswirkungen auf Landwirte, Lebensmittelproduzenten und Verbraucher auf der ganzen Welt haben.
Die neunte Folge von Nahrung für Europa befasst sich mit dem europäischen Ansatz dieser Ministerkonferenz in Bezug auf den Handel mit Lebensmitteln und landwirtschaftlichen Produkten: Fragen, Streitigkeiten, Aussichten für die Beilegung von Streitigkeiten ...
Die Glaubwürdigkeit der WTO als Gremium zur Regulierung und Schlichtung des Welthandels hat sich auf der Ministerkonferenz von Buenos Aires im Jahr 2017 angesichts eines wiederauflebenden Protektionismus geschwächt.
Die Europäische Union erwartet, dass diese 12. Ministertagung eine echte Reflexion über die allgemeine Abschaffung von Agrarexportsubventionen anregt, die die Preise auf den Weltmärkten verzerren. In den letzten 20 Jahren hat die EU einseitig darauf verzichtet. Sie begünstigt nun direkte Einkommensbeihilfen für Landwirte, die weder die produzierten Mengen noch die Preise beeinflussen.
Sie erwartet nun, dass ihre Partner – die Vereinigten Staaten, Indien und China an der Spitze – dasselbe tun, um dem unlauteren Wettbewerb, der die europäischen Exporteure belastet, ein Ende zu setzen.
Wir diskutieren diese Frage mit John Clarke von der GD AGRI und Ignacio Garcia Bercero von der GD Handel der Europäischen Kommission, aber auch mit Jean-Marie Paugam, stellvertretender Generaldirektor der WTO, das den Vorsitz der 12. Ministerkonferenz mitübernehmen wird.
Vor Ort haben wir uns an Luxlait gewandt, eine luxemburgische Molkereigenossenschaft, die ihre Produkte auch in die hart umkämpften Märkte China und Afrika exportiert und daher direkt von den in Genf diskutierten Themen betroffen ist.